Schréder GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Lampen und Leuchten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schréder GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schreder GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schréder GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schréder GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 7. September 2022 Mazars
GmbH & Co. KG
Lisa-Katrin Lohrmann, Wirtschaftsprüferin Axel Holtz, Wirtschaftsprüfer BILANZ zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben Die Schreder GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart und ist beim Amtsgericht Stuttgart unter HRB 738488 eingetragen. Die Gesellschaft erfüllt die Voraussetzungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanzierung und Bewertung folgen den Regelungen des HGB und GmbHG. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Soweit Wahlrechte bei einzelnen Angaben bestehen, die alternativ im Anhang oder in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zu machen sind, erfolgt die Angabe zumeist im Anhang. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer ab dem Monat des Zuganges. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Markpreisen am Abschlussstichtag. Für eingeschränkte Verwertbarkeit und überdurchschnittlichen Lagerbestand werden entsprechende Abschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. Nennwerten angesetzt. Bei erkennbaren einzelnen Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen bzw. Abwertungen vorgenommen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko zudem durch eine Kreditversicherung und durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % (Vorjahr: 0,5 %) Rechnung getragen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Passivierungspflichtige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessenen notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Pensionsrückstellungen werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. Latente Steuern Latente Steuern aus temporären Differenzen oder aus Verlustvorträgen werden aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft nicht bei der Organgesellschaft gebildet und auch nicht vom Organträger weiterbelastet. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem jeweiligen Tageskurs in Euro umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anhang separat beiliegenden Anlagenspiegel. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Beträge in Höhe von T€ 4.060 (Vorjahr: T€ 3.782) aus dem Verrechnungsverkehr gegen Gesellschafter enthalten; die übrigen Forderungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 20 (Vorjahr: T€ 20) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Pensionsrückstellungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Methode laufender Einmalprämien (PUC-Methode) unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,87 % (Vorjahr 2,30 %) und einer erwarteten Rentendynamik von 2,0 % unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Heubeck berechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und demjenigen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 6 (Vorjahr: T€ 9). In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre. Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, für Boni und Leistungsprämien, für Vertriebsprovisionen sowie für sonstige Personalkosten und für Jahresabschlusskosten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr waren Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.566 enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigene Besicherungen bestanden nicht. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden vollumfänglich im Inland erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 350 (Vorjahr: T€ 17) enthalten. Sie resultieren aus der Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von T€ 279 (Vorjahr: T€ 0), von übrigen Rückstellungen in Höhe von T€ 54 (Vorjahr: T€ 8), aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 9) sowie übrige aperiodische Aufwendungen in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 0). Die Auflösung der Gewährleistungsrückstellung ist von außergewöhnlicher Größenordnung und basiert auf einem im Geschäftsjahr 2021 erstmals angewendeten verbesserten einheitlichen Ermittlungsschema für Gewährleistungsrisiken, das von der Konzernmuttergesellschaft entwickelt und auf die aktuelle Leuchtentechnologie des Produktportfolios angepasst wurde. E. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gemäß § 73 AO für solche Steuern des Organträgers, für welche die Organschaft zwischen beiden steuerlich von Bedeutung ist. Das Haftungsverhältnis besteht in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen. Eine Inanspruchnahme wird aufgrund der Absicherung des Organträgers durch die Konzernmuttergesellschaft als gering eingestuft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit Laufzeiten bis 2025 in Höhe von T€ 1.001, von denen T€ 383 innerhalb eines Jahres fällig werden. Geschäftsführung Als Geschäftsführer sind bestellt:
Die Gesellschaft verzichtet auf die Nennung der dem Geschäftsführungsorgans gewährten Bezüge unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. deren Hinterbliebenen bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 157. Das Ruhegehalt ausgeschiedener Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebenen betrug im Geschäftsjahr T€ 14. Mitarbeiterzahl In 2021 waren im Durchschnitt 43 Angestellte (Vorjahr: 43) beschäftigt. Abschlussprüferhonorar Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 beträgt T€ 23 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Muttergesellschaft Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen ist die Schreder Invest GmbH, Stuttgart. Das Mutterunternehmen ist aufgrund der handelsrechtlichen Größenkriterien von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Mutterunternehmen für den größten Kreis von Konzernunternehmen ist die SCHREDER SA, Rue de Lusambo 67, 1190 Brüssel, Belgien. Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen erfolgt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Hinsichtlich möglicher Auswirkungen der Corona-Pandemie verweisen wir auf die Ausführungen in unserem Lagebericht. Weitere berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ergaben sich nicht. F. Ergebnisverwendung Das Ergebnis des Geschäftsjahres wird gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 31. August 2001 an die Schréder Invest GmbH, Stuttgart, abgeführt bzw. von dieser ausgeglichen.
Stuttgart, 7. September 2022 Constanze von Mühlenfels, Geschäftsführerin Björn Brandt, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021(Anlagenspiegel)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021A. Überblick 1. Geschäftsmodell Die Schreder GmbH zählt seit mehreren Jahrzehnten zu den führenden Unternehmen der deutschen Leuchtenbranche. Die Geschäftsfelder umfassen den Vertrieb von Straßen- und Stadtbeleuchtung, Industrie- und Tunnelbeleuchtung sowie Fassadenbeleuchtung. Besonders innerhalb der Straßen- und Stadtbeleuchtung kann das Unternehmen mit innovativen Produktlösungen zur urbanen Lichtgestaltung und Lösungen für Smart City Konzepte überzeugen. Hervorgegangen aus einem mittelständischen Unternehmen ist die Schreder GmbH seit 2001 Mitglied der weltweit tätigen Schreder Gruppe mit Sitz in Brüssel, Belgien. 2. Gesamtwirtschaftliche Lage Die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) sowie die seit Ende Februar 2022 dramatische politische Lage in der Ukraine und ihre Auswirkungen stellt die Welt vor große und bislang nicht gekannte Herausforderungen. Nachdem das Virus im Dezember 2019 in China zum ersten Mal beobachtet wurde, breitete es sich inzwischen weltweit aus. Zur Eindämmung des Virus wurden in Deutschland weitreichende gesundheitspolitische Gegenmaßnahmen getroffen, welche die sozialen Kontakte stark einschränken. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Geschwindigkeit der Ausbreitung zu reduzieren und eine Überlastung der Gesundheitssysteme zu verhindern. Die deutsche Volkswirtschaft hat sich im Berichtsjahr 2021 vom Corona-bedingten Einbruch des Vorjahres erholt, wenngleich weniger deutlich als ursprünglich erwartet. Laut der ersten amtlichen Schätzung des Statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 um 2,7 Prozent gewachsen. Der seit Ende Februar 2022 anhaltende russische Angriffskrieg in der Ukraine birgt substanzielle Risiken für die deutsche Konjunktur. Die Auswirkungen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht seriös beziffern. Sie hängen stark von der Dauer und der Intensität des Konflikts ab. Der Krieg in der Ukraine hat in kurzer Zeit die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen verändert. Die immer noch bestehenden Verzögerungen und Probleme in den globalen Zuliefernetzwerken als direkte und indirekte Folge der Corona-Pandemie werden dadurch verschärft. Der Angriff Russlands auf die Ukraine setzt die Aktienmärkte unter Druck. Die Preise für Rohstoffe steigen. Die USA und die EU haben nach Russlands Angriff auf die Ukraine umfangreiche Strafmaßnahmen auf den Weg gebracht. Washington hat große russische Banken international isoliert und verhängte Exportkontrollen für den Technologiesektor. Die neuen EU-Sanktionen gegen Russland betreffen etwa den Energie-, Finanz- und Transportsektor. Zudem soll es Exportkontrollen geben. Weltweit gingen nach der Invasion Aktien auf Talfahrt, bei Rohstoffen wird mit einem knapperen Angebot gerechnet, was die Preise antreibt und die Inflation weiter anheizt. Die wirtschaftliche Erholung wird sich weiter in die Länge ziehen, da höhere Preise den Konsum bremsen und die Investitionstätigkeit der Unternehmen und Verbraucher infolge der höheren geopolitischen Verunsicherungen und der voraussichtlich schwächeren Entwicklung der Unternehmenserträge ebenfalls belastet wird. 3. Entwicklung des Leuchtenmarkts Der deutsche Leuchtenmarkt ist geprägt durch die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Das Thema Energieeffizienz erfährt im Zusammenhang mit der geforderten Reduzierung von CO 2 -Emissionen und steigenden Energiekosten weiterhin eine wachsende Aufmerksamkeit. Damit ist es weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber für die Schréder Beleuchtungslösungen. Seit der Verabschiedung der EU-Ökodesign-Verordnung 2009 erfolgten starke Veränderungen im Marktgeschehen, insbesondere durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots an LED-Leuchten und LED-Modulen. Der Einsatz von LED-Straßenleuchten senkt die Energiebilanz einer Stadt und trägt zum Erreichen der Klimaziele bei. Das ab 2015 wirksam gewordene Verbot der Quecksilberdampflampen stellt die Kommunen vor große Herausforderungen, da in einigen Kommunen über 50 % des Bestandes betroffen sind. Der Technologiewandel von der konventionellen Leuchte hin zur LED-Beleuchtungslösung geht kontinuierlich voran. Es besteht gemäß zahlreichen Studien ein hohes Energieeinsparpotenzial, insbesondere in der Produktgruppe Stadt- und Straßenbeleuchtung. Außerdem kann mit dem Einbau von zweckmäßig gestalteten Leuchten gleichzeitig die weit fortgeschrittene "Lichtverschmutzung" eindämmt werden. Das aktuelle Bundesnaturschutzgesetz trägt den vorgenannten Punkten explizit Rechnung. Der Umsatz im deutschen Außenbeleuchtungsmarkt ist gemäß Angaben des ZVEI (Februar 2022) in 2021 um 4,8 % gegenüber dem Vorjahr 2020 zurückgegangen, der Auftragseingang hingegen lag in 2021 in der Branche 9,8 % über dem des Vorjahres. 4. Umsatz- und Ertragslage Unser Unternehmen ist mit dem Vertrieb von hochwertigen branchenspezifischen Beleuchtungslösungen mit einem Marktanteil von rund 20 % im deutschen Markt vertreten. Die Umsatzerlöse 2021 sind gegenüber dem Vorjahr um rund Mio. € 1,0 Mio. auf Mio. € 17,6 gesunken. Der Rückgang ergab sich aufgrund verschobener Auslieferungen in das Jahr 2022, die durch Materialengpässe und damit verbundene verzögerte Bereitstellungen von Rohmaterial und Elektronikkomponenten bei unseren Vorlieferanten entstanden. Die Materialeinsatzquote beträgt 62,1% und hat sich damit um 2,3%-Punkte gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies spiegelt insbesondere die angespannte Lieferkettensituation aus dem asiatischen Raum wider. Das Rohergebnis folgte dem Rückgang bei den Umsatzerlösen und hat sich nur leicht um Mio. € 0,5 zum Vorjahr vermindert. Die Personalkosten sind mit Mio. € 3,9 unverändert zum Vorjahr. Die Abschreibungen sind u. a. aufgrund der Neuinvestitionen in Höhe von T€ 35 leicht um T€ 2 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr durch geeignete Maßnahme praktisch konstant gehalten werden und erhöhten sich nur leicht um T€ 21. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung fiel auf T€ -300 (Vorjahr T€ 217). Unsere Prognose aus dem Vorjahr, den Umsatz im Geschäftsjahr 2021 weiter zu steigern, haben wir leider nicht erreicht. Das erwirtschaftete EBIT lag im Geschäftsjahr 2021 bei T€ -297 (Vorjahr T€ 229). 5. Vertrieb Die Schréder GmbH konzentriert sich in ihren Vertriebsaktivitäten ausschließlich auf den deutschen Markt. Das Büro und der Sitz der Gesellschaft befinden sich nach wie vor in Stuttgart-Weilimdorf, das Auslieferungslager in Schwieberdingen. Die Themen "Energieeffizienz", "Nachhaltigkeit" und "Insektenschutz" sind der hauptsächliche Wachstumstreiber der LED-Umrüstung im deutschen Markt. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Restriktionen hinsichtlich persönlichen Besuchens von Kunden, Veranstaltung von Messen und dergleichen, mussten wir unser Geschäftsmodel wie bereits in 2020 hauptsächlich in die remote Arbeitsumgebung übersetzen. Dies ist uns auch im zweiten Pandemiejahr 2021 erfolgreich gelungen, so dass Schreder entgegen dem Markttrend im Berichtsjahr einen überdurchschnittlich hohen Auftragseingang, der in 2021 mit Mio. € 21,8 deutlich über dem Vorjahr (Mio. € 18,4) lag, generieren konnte. Die flächendeckende Vertriebsstruktur in Deutschland wird auch im folgenden Jahr weiter fortgeführt. Die Strategie der nachhaltigen Kundenbetreuung - wo möglich vor Ort, ansonsten über digitale Medien - wird erfolgreich weiter umgesetzt. Neben der klassischen funktionalen und dekorativen Stadt- und Straßenbeleuchtung konnte im Bereich smarter Steuerungen, das eigene Telemanagement System (System zur drahtlosen individuellen Lichtsteuerung für professionelle Anwendungen und Grundlage eines Kommunikationsnetzwerks über die Beleuchtungsinfrastruktur im öffentlichen Bereich) erfolgreich vertrieben werden. Auch eine smarte multifunktionale Stele konnte mit weiteren zusätzlichen Anwendungen erfolgreich im deutschen Markt vertrieben werden. 6. Materialwirtschaft Die Prozesse im eigenen Logistikzentrum der Schreder GmbH in Schwieberdingen werden fortlaufend optimiert und ausgebaut. Als Ergebnis kann so über einen lokalen QM-Prozess eine einwandfreie Qualität unserer ausgelieferten Ware sichergestellt werden. Außerdem ermöglicht das Logistikzentrum, Ware für unsere Kunden vorzuhalten, die dann kurzfristig abgerufen werden kann. 7. Produktion Sämtliche Produkte werden grundsätzlich von konzerneigenen Produktionsstätten der Schreder Group bezogen. Hierbei arbeiten die deutschen projektrelevanten Bereiche Lichtplanung, Technik, Einkauf und Vertrieb Hand in Hand mit den entsprechenden Abteilungen der produzierenden Schwestergesellschaften. 8. Forschung und Entwicklung Für die Entwicklung von neuen innovativen Produkten, die den Anforderungen und Wünschen des deutschen Markts gerecht werden, stehen die Mitarbeiter der Gesellschaft in einem ständigen fachlichen Austausch mit dem zentralen Entwicklungszentrum der Schreder Group in Lüttich, Belgien, sowie mit den Fachbereichen der Produktionsgesellschaften und den übergeordneten Design-Centern, die international angesiedelt sind. Im Geschäftsjahr 2021 konnten so innerhalb der Schreder Gruppe zahlreiche Produktentwicklungen für die funktionale und dekorative Straßenbeleuchtung, Sport- und Tunnelbeleuchtung, smarte Beleuchtungslösungen, Industriebeleuchtung, sowie das intelligente Telemanagementsystem optimiert bzw. entwickelt werden. 9. Investitionen Wesentliche Investitionen in das Anlagevermögen erfolgten im Geschäftsjahr 2021 nicht. Lediglich aufgrund der Corona-Pandemie bedingten anhaltenden "Home-Office"-Situation, wurde in die IT-Infrastruktur der Gesellschaft investiert. 10. Finanzen Die Finanzsituation der Schréder GmbH ist stabil. Bewilligte Kreditlinien bei den kontoführenden Banken wurden durch die Konzernmuttergesellschaft Schréder S.A. besichert. Darüber hinaus erfolgt die Finanzierung im Verbundbereich. Ein von der Schréder S.A. gewährter Kredit wurde im Geschäftsjahr 2021 planmäßig zurückgeführt. Gleichzeitig wurde eine bestehende Kreditlinie bei einer Geschäftsbank in Anspruch genommen. Der überschlägig ermittelte Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) ergibt einen Mittelabfluss vor Ergebnisausgleich von T€ -253 (Vorjahr Mittelzufluss T€ 262). Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Jahresergebnis. 11. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2021 haben wir mit einem Umsatzrückgang um 5,6 Prozent auf Mio. € 17,6 abgeschlossen. Damit haben wir unser Umsatzziel nicht erreicht. Im Auftragseingang sind wir hingegen überproportional gewachsen und lagen für 2021 mit Mio. € 21,8 deutlich über dem Vorjahr (Mio. € 18,4). Der Umsatzrückgang resultiert aus Umsatzverschiebungen von 2021 in 2022 aufgrund von fehlenden Rohmaterialien. Daher haben wir unser Ergebnisziel für 2021 nicht erreicht. Diese Entwicklung ist enttäuschend, da die Vertriebsperformance, trotz der widrigen Umstände (Corona, Materialknappheit) und einem schwierigen Marktumfeld eindeutig auf Wachstum steht, dieser aber leider nicht vollständig in 2021 umgesetzt werden konnte. Im Geschäftsjahr 2021 waren temporäre Schreder-Werksschließungen wie während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 nicht mehr erforderlich. Durch ein effektives Hygienekonzept konnte außerdem ein Corona-bedingter Personalmangel in den Schreder-Produktionswerken vermieden werden und durchgehend produziert werden, so daß wir nicht mehr von Verzögerungen durch verspätete Anlieferungen von Komponenten betroffen waren. Aufgrund der positiven Auftragseingangsentwicklung sowie durch unser effizientes Kostenmanagement konnten wir Corona-bedingte außerordentliche Kostensenkungsmaßnahmen wie die Anordnung von Kurzarbeit im Berichtsjahr vermeiden. Durch eine Flexibilisierung der Arbeitszeit haben wir außerdem ermöglicht, dass alle Mitarbeiter trotz der herausfordernden Umstände, wie Schulschließungen etc. in gewohnter Weise beschäftigt wurden. Die Kosteneinsparungen, die sich durch die Covid-Restriktionen ergaben, haben sich zudem positiv auf die Ergebnisentwicklung ausgewirkt. B. Voraussichtliche Entwicklungen, Chancen und Risiken Voraussichtliche Entwicklungen Die Volkswirte gehen davon aus, dass in 2022 das allgemeine Wirtschaftswachstum in Deutschland einen empfindlichen Dämpfer verkraften muss. Im Gesamtjahr 2022 gehen sie von einem Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent aus nach zunächst vorhergesagten 3,0 Prozent. In der Beleuchtungsbranche hält die Umstellung auf die neue LED-Technologie auch in 2022 unvermindert an. Auf Basis der Fördermaßnahmen im Auftrag des Bundesumweltministeriums erwartet Schreder weitere positive Einflüsse im Bereich LED-Straßen- und Stadtbeleuchtung. Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir eine Steigerung des Umsatzes auf über Mio. € 20 und ein deutlich positives Jahresergebnis. Aufgrund des ansteigenden Aluminium- und Stahlpreises gehen wir von einer weiter ansteigenden Materialeinsatzquote aus. Außerdem erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen in der aktuellen Kostenstruktur in Bezug auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Bis auf Ersatzinvestitionen sind sonst keine wesentlichen Investitionen geplant. Auch unseren Personalbestand planen wir konstant zu halten. Freiwerdende Stellen sind wiederzubesetzen, signifikante Neueinstellungen sind nicht geplant. Der Auftragseingang folgt dem positiven Trend aus 2021 und setzt sich auch in 2022 unvermindert weiter fort, da die Projekte der öffentlichen Hand häufig langfristig angelegt sind. Nachdem die Geschäftsleitung in 2020 und noch weit bis in das Jahr 2021 mit der Bewältigung der Corona-Situation und der notwendigen Anpassung der Geschäftsabläufe beschäftigt war, stehen wir Anfang 2022 vor einer neuen, erneut schwer abschätzbaren geopolitischen Herausforderung. Der Krieg in der Ukraine, der seit Ende Februar 2022 anhält, hat uns vor Herausforderungen gestellt. Eines unserer Produktionswerke liegt in Ternopil, im Westen der Ukraine. Aufgrund des Angriffs Russlands auf die Ukraine und den anhaltenden militärischen Operationen haben wir dieses Werk temporär bis Ende März 2022 schließen müssen. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter steht an oberster Stelle. Schréder ist in konstantem Austausch mit den dortigen Kollegen und prüft alle möglichen Schritte, um die Sicherheit seiner Mitarbeiter und ihrer Familien zu gewährleisten, einschließlich der Nutzung von Unternehmensressourcen und Kontakten. Ende März 2022 hat das ukrainische Werk die Produktion wieder aufgenommen. Alle Produkte, die in der Zwischenzeit benötigt wurden, konnte unsere Gesellschaft kurzfristig von den anderen europäischen Schreder-Werken beziehen. Daher kam es unter den gegebenen Umständen zu keinen wesentlichen Lieferunterbrechungen. Die politische Situation im Land hat sich jedoch noch nicht wieder stabilisiert, so dass wir diese eng weiter beobachten und unsere Prozesse entsprechend dynamisch anpassen, sofern erforderlich. Hinsichtlich einer intakten Supply Chain analysieren wir kontinuierlich die Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Virus und des Ukrainekonflikts auf unsere Lieferketten und Produktionen in Europa. Die Verbreitung des Corona-Virus hatte in 2020 vor allem in China zu Produktionsausfällen geführt. Auch in 2021 musste immer wieder mit Engpässen gerechnet werden. Leider hat sich auch im Laufe des ersten Halbjahres 2022 die Versorgung mit Rohmaterial aus China noch nicht wieder vollständig stabilisiert. Der Ukrainekonflikt hat den Druck auf die Versorgung an Rohstoffen erhöht. Lieferanten aus Russland und der Ukraine mussten teilweise substituiert werden. Um das Risiko einer Lieferkettenunterbrechung zu minimieren, verfolgt Schreder außerdem eine Multisourcing-Strategie, die einen Bezug der wichtigsten Komponenten aus dem europäischen Angebot ermöglicht. Zum aktuellen Zeitpunkt liegen alle wichtigen elektronischen Komponenten in ausreichendem Umfang vor bzw. sind in ausreichender Menge auf dem Weg zu uns. Aufgrund der beschriebenen Maßnahmen ist es uns gelungen, alle unsere aktuellen Aufträge termingerecht zu beliefern. Nur bei vereinzelten Kundenprojekten kam es zu leichten Verzögerungen, die sich jedoch finanziell in engen Grenzen halten. Insgesamt ist unsere bisherige geschäftliche Entwicklung in 2022 nicht durch diesen Konflikt beeinträchtigt. Unsere Auftragslage bleibt stabil, es kam bisher zu keinen Vertragskündigungen oder Auftragsstornierungen. Daher halten wir an unserer bisherigen Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2022 fest. Chancen und Risiken Die Risikopolitik der Schreder GmbH entspricht dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern. Entsprechend der Organisations- und Verantwortungshierarchie innerhalb der Schreder Group ist das jeweilige Management verpflichtet, über Risiken und Chancen im Rahmen des Risikomanagementsystems zu berichten. Das Risikomanagementsystem basiert auf einem in der Unternehmensorganisation integrierten, umfassenden, interaktiven und managementorientierten Enterprise-Risk-Management (ERM-) Ansatz. Der ERM-Prozess zielt auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung jener Risiken und Chancen ab, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance- bezogenen Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maß beeinflussen können. Weiterhin sind die Themen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, LED und intelligente Lichtsysteme die Wachstumsimpulse für die Beleuchtungsindustrie. Der Transformationsprozess von der konventionellen Beleuchtung in Richtung LED stellt Herausforderungen an die Lichtindustrie. Insbesondere die höhere Produktvielfalt, die kürzeren Innovationszyklen sowie die Entwicklung intelligenter Lichtsteuerung führen zu steigender Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung. Die IT-Sicherheit nimmt außerdem einen hohen Stellenwert in der Risikopolitik der Schreder Group ein. Die Schreder IT-Sicherheits- und Systemausfallrisiken werden durch entsprechende Systeme und regelmäßige Wartungen minimiert. Der Schutz von Entwicklungen und Geschäftsgeheimnissen gegen unberechtigte Zugriffe und Datenverlust ist dadurch gewährleistet. Aufgrund der Finanzierung im Konzernverbund bestehen keine wesentlichen Finanzierungsrisiken. Außerdem bestehen Kreditlinien, die 2021 erstmalig teilweise in Anspruch genommen wurden. Dem Risiko möglicher Forderungsausfälle beugt die Gesellschaft durch den Einsatz einer Kreditversicherung vor. Wesentliche Kontrakte bestehen in Euro, gegen mögliche Schadensfälle ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert und die Planung und das Controlling- Instrumentarium sind ausreichend, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Die Nachfrage nach innovativen, energieeffizienten Beleuchtungslösungen wächst und der Anteil im Außenbeleuchtungssegment mit LED-Technologie entwickelt sich positiv. Daher erwartet Schréder in den nächsten Jahren einen weiteren Absatzanstieg bei LED-Beleuchtungslösungen, der das Umsatzwachstum positiv beeinflusst. Unsere führende Rolle werden wir auch in Zukunft durch Neuentwicklungen und Patente abzusichern versuchen. Weitere Anwendungsbereiche mit neuen Produkten verzeichnen erste positive Ergebnisse.
Stuttgart, 7. September 2022 Constanze von Mühlenfels, Geschäftsführerin Björn Brandt, Geschäftsführer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 14.11.2022. |
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