JAGO REAL ESTATE GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Goran Jakovac seit 21.5.2012 | Vorstandsmitglied |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
JAGO AGStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2013 bis zum 31.08.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014Die JAGO AG ist im Geschäftsfeld eCommerce im internetbasierten Handel vorwiegend im Privatkundenbereich tätig. Vorrangiges Unternehmensziel und Primat des Handelns sind hierbei die nachhaltige Wachstumsgenerierung des Unternehmens. In diesem Zusammenhang arbeitet JAGO kontinuierlich am Ausbau seiner technologischen Infrastruktur, um stets "state-of-the-art" Technologieführer zu sein. Insgesamt bietet JAGO seinen Kunden rund 4.000 Produkte aus den Bereichen Heimtierbedarf, Kinderwelt, Fitness & Freizeit, Heimwerken, Wohnen und Garten. Dabei bietet JAGO ausschließlich Eigenmarken an. JAGO erlöst den größten Teil seiner Umsätze mit dem Verkauf von Waren aus seinen Zentrallagern in Deutschland. Die zentrale Bevorratung ermöglicht es, eine schnelle und einheitliche Lieferung zusammen mit hoher allgemeiner Produktverfügbarkeit gegenüber Kunden in ganz Europa zu gewährleisten. Die Auslieferung an den Endkunden erfolgt dabei generell über nationale und internationale Paketdienstleister. Hierbei versenden wir jede Bestellung, die bis 15 Uhr eingeht, noch am selben Tag. Die Zustellung erfolgt aufgrund der zentralen Lage in Mitteldeutschland zu 95 % noch am nächsten Tag beim Endkunden. Insgesamt zeichnet sich das von JAGO betriebene Geschäftsmodell aus Kundensicht durch eine Kombination von breiter Sortimentspalette und effizienten Warenflussprozessen in Verbindung mit einfacher und bequemer Handhabung aus. I. MärkteJAGO ist mit einer Reihe von landesspezifischen wie auch länderübergreifenden Onlineshops europaweit in über 20 Ländern vertreten. Neben den Volumenmärkten Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Spanien und Italien ist JAGO zudem in Belgien, Österreich, Dänemark, Irland, Finnland, der Tschechischen Republik, der Slowakei, der Schweiz, Schweden, Luxemburg, Portugal, Ungarn, Slowenien und Polen aktiv. II. Wesentliche EinflussfaktorenEin entscheidender Einflussfaktor bestimmt den Onlinehandel: die generelle und branchenspezifische Entwicklung des Online-Kaufverhaltens von Internetnutzern. Entwicklung des Onlinehandels Von entscheidender Bedeutung aus Unternehmenssicht ist vor allem die Entwicklung des Internets als neuem Vertriebskanal. Dies wird entscheidend durch drei Faktoren bestimmt, von denen nur einer der direkten Einflussmöglichkeit des Unternehmens unterliegt. Grundvoraussetzung des europäischen Onlinehandels ist der schnelle und zuverlässige Internetzugang für breite Schichten der Bevölkerung. Dies ist vor allem getrieben durch die Verfügbarkeit schneller und zuverlässiger stationärer wie zunehmend auch mobiler Internetzugänge. Als Folge dessen ist die Zahl der Internetnutzer in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Dies wiederum führt dazu, dass im Zusammenhang mit der verstärkten Nutzung von Suchmaschinen und anderen Informationsplattformen wie Preisauskünften und Produktvergleichen das allgemeine Interesse an und die Aktivität im Bereich Onlinehandel deutlich zugenommen haben. eCommerce ist ein zunehmend wichtiger Vertriebskanal des Handels geworden. Gerade im Hinblick auf die inhärenten Vorteile des Onlinehandels gegenüber bestehenden stationären Handelskonzepten bezüglich Sortimentsbreite und Einkaufskomfort scheint ein weiteres Wachstum des Onlinehandels in Europa wahrscheinlich. Unabhängige Marktbeobachter wie Forrester Research gehen deshalb auch davon aus, dass der Onlinehandel in den kommenden Jahren weiterhin jährliche Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich erreichen wird. JAGO ist gut positioniert, um von diesen nachhaltigen Umwälzungen der existierenden Vertriebs- und Handelsstrukturen zukünftig zu profitieren. III. WettbewerbspositionVorsprung gegenüber Online-Wettbewerbern Generell gelten im Bereich Internet niedrigere Markteintrittsbarrieren als im stationären Handel. JAGO ist strukturell in Bezug auf Größe in der Lage, entscheidende Vorteile aus Skalen- und Effizienzeffekten zu ziehen, welche existierenden kleineren Anbietern verschlossen bleiben. Dieser strukturelle Vorsprung in Bereichen wie Einkauf, Eigenmarkenentwicklung, Logistik, Technologie, Kundenservice und Marketing ist entscheidend dafür, dass JAGO sich im Wettbewerb sehr gut aufgestellt sieht. Hinzu kommen weitere relative Vorteile in Bezug auf Markenbekanntheit und Finanzstärke des Unternehmens. Gleichzeitig trägt die Basis aktiver europäischer Kundenaccounts dazu bei, dass JAGO von einer substantiellen Eigendynamik in der Neukundengewinnung durch Empfehlungen ("word-of-mouth") bestehender Kunden profitiert. Vorteile gegenüber dem stationären Wettbewerb Basis des JAGO Geschäftsmodells ist eine schlanke, technologisch effiziente und skalierbare Wertschöpfungskette in Verbindung mit einem überzeugenden Einkaufserlebnis in Bezug auf Auswahl, Preis und Komfort. JAGO unterhält keine Filialgeschäfte, sondern ist in der Lage, aus 5 Zentrallagern Kunden in ganz Europa mit einem gegenüber dem stationären Handel deutlich größeren Sortiment zu bedienen. Gleichzeitig erlauben die zentralisierte Struktur des Unternehmens und damit einhergehende Effizienzvorteile in Verbindung mit weitgehend automatisierten Geschäftsprozessen bestimmte aus dem Größenunterschied resultierende Nachteile gegenüber größeren stationären Fachhandelsketten, etwa im Produkteinkauf, wettzumachen. Ziel von JAGO ist und bleibt es, eine führende Stellung im Online-Bereich zu erreichen und dabei vom zukünftigen substanziellen Wachstum des Online-Handels signifikant zu profitieren. IV. UnternehmensstrukturDie JAGO AG wird von einem Vorstand geleitet: - Goran Jakovac Der Vorstand wird durch den Aufsichtsrat beraten und kontrolliert. Dem Gremium gehörten im Geschäftsjahr an: - Dipl.-oec. Rolf Breyer (Vorsitzender) - Dr. Markus Friedl (stellvertretender Vorsitzender) - Dipl. Betriebswirt Lars Albrecht Im Geschäftsjahr 2014 waren bei JAGO durchschnittlich 266 Mitarbeiter beschäftigt. Für JAGO ist das Humankapital unserer Mitarbeiter eine entscheidende Stellgröße des Erfolges. Durch regelmäßig durchgeführte interne Mitarbeiterschulungen sowie die Teilnahme zahlreicher Mitarbeiter an externen Lehrgängen konnte die Arbeitsqualität und das Wertschöpfungspotential unserer Belegschaft weiter erhöht werden. Unternehmensstrategie - Nachhaltiges und profitables europaweites Wachstum Aus Sicht des Unternehmens stehen das Internet wie auch der Internethandel in Europa noch am Anfang ihrer Entwicklung. Es gilt deshalb, das Unternehmen bereits heute so zu positionieren und die dabei notwendigen Strukturen zu schaffen, dass mittel- und langfristig und resultierend aus kritischer Größe und Marktführerschaft signifikant positive Renditen erzielt werden können. Vor diesem Hintergrund stehen folgende Ziele im Mittelpunkt des Handelns: - Ausbau und Wachstum der Kundenbasis in allen wichtigen europäischen Märkten - Erschließung weiterer europäischer Märkte (u.a. Osteuropa, Skandinavien) - Erhöhung des Umsatzes und Deckungsbeitrags pro Kunde und Jahr - Gesamtleistung und Umsatz als Indikator des Markterfolgs - EBITDA vor Sondereffekten und einmaligen Markterschließungskosten als Gradmesser der operativen Leistungsfähigkeit Kerngrößen der Erfolgsmessung sind hierbei aus Sicht des Vorstands - Preis- und Sortimentspolitik - Neukundenakquisition und Bestandskundenmanagement - Logistik- und Distributionsmanagement - Personalmanagement und Mitarbeiterführung - Kostenmanagement in allen fixen und variablen Bereichen - Working Capital Management und Zahlungsverkehrsoptimierung - Ergebnis nach Steuern als maßgebliche finanzielle Kenngröße Zur Erreichung dieser Ziele arbeitet das Unternehmen mit einer Reihe von Steuerungsgrößen finanzieller und nicht-finanzieller Art in folgenden Schwerpunktbereichen: Klare Priorität hat die Erzielung eines maximal möglichen Wachstums. Vor dem Hintergrund der immer noch exzellenten Expansionsmöglichkeiten des Unternehmens in ganz Europa erachtet das Management diese Strategie im Sinne einer langfristigen Unternehmenswertsteigerung auch für die kommenden Quartale für sinnvoll und nimmt deshalb auch eine erhöhte Volatilität und teilweise Belastung des Gesamtergebnisses im Rahmen notwendiger struktureller Veränderungen in Kauf. In allen Bereichen erfolgt die Steuerung und Kontrolle der Zielvorgaben über zielorientierte und prozessspezifische Kennzahlen, die regelmäßig überprüft und gegebenenfalls kurz- und mittelfristig angepasst und modifiziert werden können. Das Unternehmen legt besonderen Wert auf eine klare Kommunikation der Unternehmensziele gegenüber seinen Mitarbeitern. Technologie und Entwicklung JAGO versteht sich in erster Linie als technologieorientiertes Internethandelsunternehmen. Die Neu- und Weiterentwicklungen der Kernprozesse und wichtigsten Systeme unseres Geschäftsmodells werden hierbei hauptsächlich intern initiiert und vorangetrieben. Externe Partner werden dann herangezogen, wenn diese internes Know-how und Umsetzungskapazität sinnvoll ergänzen können. - Preis- und Margenmanagement - Logistiksteuerung und -controlling - Nationaler und internationaler Zahlungsverkehr - Online Marketing und Kundenakquisition - Working Capital Management und Beschaffung Selbstentwickelte Systeme und hochspezifische Software-Lösungen in allen wichtigen Unternehmensbereichen trugen in den letzten Jahren entscheidend zum Erfolg der JAGO AG bei und werden aus heutiger Sicht auch in Zukunft wesentlicher Baustein zur Erreichung der Unternehmensziele sein. Bereiche, in denen die Systeme maßgeblich zum Einsatz kommen, sind unter anderem: Geschäftsentwicklung 20141. Konjunktur und Gesamtmarkt Auch im Kalenderjahr 2014 konnte die Schuldenkrise in Europa nicht überwunden werden und hat mit den Diskussionen rund um Griechenland einen neuen Höhepunkt erreicht. Aber auch in anderen europäischen Ländern sind die Erholungstendenzen eher verhalten und auf niedrigem Niveau. Insgesamt kann die Wirtschaftslage in der Eurozone als fragil bezeichnet werden. Dies hat die EZB in jüngster Zeit dazu veranlasst die europäische Wirtschaft durch ein umfangreiches Anleiheankauf-Programm zu stimulieren. Dieses Vorgehen ist umstritten und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte und Realwirtschaft nicht vorhersehbar. Erste Auswirkungen sind jedoch heute bereits spürbar und mit der Volatilität der Finanzmärkte sowie der Euroabwertung dokumentiert. Weiterhin bestehen Risiken, dass die negativen Effekte an den Finanzmärkten signifikanten Einfluss auf die Realwirtschaft haben könnten. Eine Reihe von Wirtschaftsforschungsinstituten befürchtet für die Bundesrepublik Deutschland eine nachlassende Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung. Ein wesentlich bedeutenderer Einflussfaktor im Vergleich zur obigen Makro-Betrachtung ist und bleibt jedoch die Entwicklung des spezifischen Branchen- und Online-Handelsumfelds der JAGO AG. 2. Entwicklung der JAGO AG Die JAGO AG hat sich im Geschäftsjahr 2014 aus Sicht des Vorstandes insgesamt gut entwickelt. Dies spiegelt sich vor allem im Wachstum der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr wieder. Der erfolgreiche Ausbau der operativen Kapazitäten war eine entscheidende Weichenstellung in Richtung weiterer dynamischer Expansionen für die Folgejahre 2015 bis 2017. Generell erwarten wir für den Online-Markt eine Fortsetzung des starken Wachstums in allen europäischen Volumenmärkten. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragssituation Umsatzentwicklung JAGO konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsätze und die Gesamtleistung deutlich steigern. Die Umsatzerlöse erhöhten sich von 47 Mio. € im Rumpfgeschäftsjahr 2013 um 38 Mio. € auf 85 Mio. € im Geschäftsjahr 2014. Wesentliche Ursache für diese Entwicklung war neben der signifikanten Vergrößerung der Kundenbasis in allen geographischen Märkten des Unternehmens auch weiterhin die hohe Kundenloyalität und Wiederkaufsrate bestehender Kunden. Beide Trends unterstreichen und belegen nachhaltig den Markterfolg unseres Geschäftsmodells. Insgesamt zeigt sich in der Entwicklung der Umsatzerlöse wie auch der Gesamtleistung deutlich, dass JAGO von einer Migration der Nachfrage weg von klassischen Absatzkanälen im stationären Handel hin zum Onlinehandel profitiert. Chancen und Risikobericht Als international tätiges Unternehmen ist JAGO einem Wechselspiel unterschiedlichster Chancen und Risiken ausgesetzt. Die dynamische Erschließung und der Aufbau marktführender Positionen in den wichtigen europäischen Märkten sind die Kernelemente unseres unternehmerischen Handelns. Der Vorstand hat daher frühzeitig in den Vorjahren ein Risikomanagementsystem etabliert. Für die Identifizierung und Bewertung von Risiken sowie der daraus resultierenden Maßnahmen sind die einzelnen Funktionsbereiche des Unternehmens verantwortlich. Im Rahmen des Risikomanagements kann auch die Entscheidung getroffen werden, bewusst Risiken einzugehen. Wir tun dies, wenn die Chancen überwiegen und wir den möglichen Schaden im Ernstfall verkraften können. Wesentliche Einzelrisiken und Chancen Im Folgenden findet sich eine Auswahl wichtigster Risiken und Chancen für die Geschäftstätigkeit der JAGO AG. Strategische Risiken und Chancen Der Erfolg von JAGO hängt entscheidend von der anhaltenden Akzeptanz des Internets als Medium des Güterkaufs ab: Sollte sich das Wachstum des Onlinehandels insgesamt verlangsamen oder sogar der Onlinehandelsmarkt insgesamt schrumpfen, wäre das Geschäftsmodell der JAGO AG direkt betroffen. Aus heutiger Sicht - und dies zeigen auch die aktuellen Wachstumsraten - zeigen alle Indikatoren jedoch an, dass die Akzeptanz des Internets als Vertriebskanal weiter ansteigt. Durchschnittliche Ordergröße und Wiederkaufverhalten könnten sich in konjunkturell schwierigeren Phasen negativ verändern: In rezessionärem Umfeld könnte sich das Kaufverhalten bestehender und neu gewonnener Kunden zu Ungunsten des Unternehmens verändern: Verzichten unsere Kunden auf den Kauf nicht unbedingt notwendiger Produkte oder wechseln zu günstigeren Alternativprodukten oder Alternativanbietern, so könnte sich dies insgesamt negativ auf JAGO auswirken. Die Tatsache, dass JAGO in der tiefsten jährlichen Rezession während des Jahres 2009-2010 in der Gesamtleistung mit 50 % wachsen konnte, sowie in allen wichtigen europäischen Märkten signifikant Kunden hinzugewinnen konnte, spricht jedoch eher für die anhaltende Attraktivität des Geschäftsmodells auch in wirtschaftlich schwierigerer Zeit. Neue Wettbewerber könnten sich erfolgreich online etablieren und die Marktchancen von JAGO negativ beeinflussen: JAGO besitzt heute eine führende Stellung in Deutschland und Europa. Sollte sich dies durch den Eintritt neuer Wettbewerber ändern, so hätte dies signifikante negative Auswirkungen auf JAGO in Umsatz und operativen Margen. Aus heutiger Sicht geht JAGO mittelfristig von einer Zunahme des Wettbewerbsniveaus aus. Dies sollte jedoch innerhalb eines weiterhin stark wachsenden e-Commerce Marktes erfolgen. Des weiteren geht JAGO aufgrund des existierenden Wettbewerbsvorsprungs davon aus, auch in Zukunft auf Basis operativ überlegener Systeme und Prozesse nachhaltig seine Position zu bewahren. Die bereits vorhandenen Marktanteile, die gewachsene Erfahrung bei durchgeführten Markteintritten und die stetig gewachsene und leistungsfähige Infrastruktur bieten die Möglichkeit gezielt Markteintrittsbarrieren gegen zunehmenden Wettbewerb zu schaffen. Darüber hinaus ermöglicht die vorliegende Infrastruktur einen schnelleren Markteintritt in weitere neue Märkte und damit auch die Möglichkeit weiteren Wachstums. Operative Risiken Die Stabilität der wichtigsten Geschäftssysteme im Bereich Informationstechnologie oder Logistik könnte durch unvorhergesehene Ereignisse gefährdet sein: Der operative Geschäftsbetrieb des Unternehmens beruht entscheidend auf der kontinuierlichen Verfügbarkeit aller technischen Systeme. Sollten diese durch, beispielsweise, höhere Gewalt oder andere Systemfehler gefährdet sein, hätte dies insgesamt substantielle negative Auswirkungen auf JAGO. Die Stabilität der Geschäftssysteme in den letzten 10 Jahren des Geschäftsbetriebs deutet jedoch aus Sicht von JAGO darauf hin, dass dieses Risiko beherrschbar sein sollte. Außerdem setzt JAGO auf die Zusammenarbeit mit üblicherweise marktbedeutenden und zuverlässigen Partnern, was wiederum zu einer substantiellen Risikoreduktion führen sollte. Der Verlust von Schlüsselmitarbeitern könnte den langfristigen Erfolg des Unternehmens gefährden: JAGO vertraut in der Führung seiner Mitarbeiter und Abteilungen auf eine Reihe von wichtigen und nicht leicht ersetzbaren Schlüsselmitarbeitern. Sollten sich solche Mitarbeiter vom Unternehmen trennen, würde dies zumindest kurzfristig negative Auswirkung auf den Geschäftserfolg des Unternehmens haben. JAGO glaubt jedoch, dass die wichtigsten Mitarbeiter des Unternehmens insgesamt loyal an das Unternehmen gebunden sind und geht auch davon aus, dass im Falle des Verlustes bestimmter Führungspersonen diese mittelfristig auch adäquat ersetzt werden können. Durch die Schaffung eines positiven Arbeitsumfeldes und betrieblicher Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie eines anreizorientierten Vergütungssystems wird die Mitarbeiterbindung zum Unternehmen zusätzlich gefördert. Durch Fehleinschätzung der Nachfrage könnten Überbestände entlang der Lieferkette und im logistischen System entstehen: Grundsätzlich kann es durch Dispositionsfehler zu Überbeständen in den Lagern der Gesellschaft kommen. Sollten diese schwer oder nicht verkäuflich sein, entstünde für die Gesellschaft erheblicher Schaden. Aufgrund der überschaubaren Saisonalität wie auch der relativ hohen Vorhersehbarkeit kundenseitiger Absatzstrukturen sind aus Sicht des Unternehmens diese Risiken jedoch beherrschbar. Finanzwirtschaftliche Risiken Die AG finanziert sich überwiegend aus thesaurierten Gewinnen und Kontokorrentkrediten. Die Kontokorrentlinien sind ausreichend bemessen und gewähren die nötige Flexibilität um die Betriebsmittel, die Wareneinkäufe sowie die Bevorratung der Lager zu finanzieren. Hier besteht das Risiko das der Zugang zu Fremdkapital erschwert oder verwehrt wird. Obwohl JAGO gegenwärtig keinerlei Restriktionen in der Fremdfinanzierung unterliegt, könnten sich diese Möglichkeiten bedingt durch weitere Banken- und/oder Finanzkrisen einschränken. Dieses Risiko hat sich jedoch in der Vergangenheit durch Rekapitalisierung und Verschärfung der Regularien für Banken abgeschwächt. Deswegen geht JAGO aus heutiger Sicht nicht davon aus, dass dieser Fall kurz- oder mittelfristig eintritt. Mit den Fremdkapitalgebern wird ein vertrauensvolles und partnerschaftliches Verhältnis gepflegt. Ebenso besteht ein Zinsänderungsrisiko für die JAGO, welches bei steigenden Zinsen die Fremdkapitalfinanzierung verteuern würde. Auch hier hat die AG Vorkehrungen getroffen um dieses Risiko zu minimieren. Es wurden Zinssicherungsgeschäfte geschlossen die der AG die Finanzierungskosten mittelfristig kalkulierbar machen. Das Unternehmen agiert international und ist damit substantiellen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. JAGO operiert außerhalb des Euro-Raumes und ist somit Währungsrisiken ausgesetzt. Wichtigste Fremdwährungen sind der US-Dollar, das Britische Pfund und der Schweizer Franken. Hier birgt die voranschreitende Abwertung des Euros gegenüber der für JAGO relevanten Währungen ein nicht unerhebliches Risikopotenzial. Dieses könnte sich auch negativ auf die Ertragslage der JAGO AG auswirken. Jedoch sieht sich zumindest die europäische Konkurrenz mit den gleichen Gegebenheiten konfrontiert. Deswegen sollte das Abwertungsrisiko des Euros zumindest teilweise über die Marktpreise reguliert werden. Darüber hinaus hat die JAGO derivative Währungssicherungsgeschäfte geschlossen um das Währungsrisiko zu minimieren. Gesamtaussage zur Risikosituation und Chancensituation Vor dem Hintergrund der positiven Gesamtentwicklung des Unternehmens erscheinen aus heutiger Sicht sowohl Risiken als auch Gefährdungspotentiale begrenzt und kontrollierbar. Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements haben sich bewährt. Gegenwärtig und in absehbarer Zeit existieren aus Sicht des Unternehmens keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken. Auch gefährden die Einzelrisiken in Summe nicht den Fortbestand unseres Unternehmens. Prognosebericht Die konjunkturellen Rahmenbedingungen werden sich in 2015 und 2016 aufgrund der Euro Währungsabwertung als insgesamt etwas schwieriger darstellen. Für unsere Branche gehen wir dennoch in diesem Zeitraum von steigenden Gesamtumsätzen aus. Unabhängig davon nehmen wir an, dass die Bedeutung des Internets als Absatzkanal in den kommenden Jahren weiter - Steigerung der Gesamtleistung im niedrigen zweistelligen %-Bereich - Insgesamt positives operatives Ergebnis (EBITDA)zunehmen wird. Hiervon wird JAGO profitieren. Insgesamt erwarten wir als Resultat dieser beiden Trends für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 folgende Ergebnisse: - Wir erwarten für die kommenden beiden Geschäftsjahre eine weitere Steigerung der Gesamtumsätze in allen europäischen Märkten - getragen von einer signifikant steigenden Zahl von aktiven Kunden aus dem Neu- und Bestandskundengeschäft. - Wir erwarten für 2015 und 2016 jeweils eine stabile Einkaufsbruttomarge (bezogen auf den Umsatz). - Wir gehen davon aus, dass die Logistikkosten im Verhältnis zum Umsatz in 2015 auf grund von Neuinvestitionen, Effizienzsteigerungen und Skalierungseffekten stabil sein werden. - Aufgrund der geplanten Steigerung im Bereich der Neukundenakquisition gehen wir für 2015 von leicht steigenden Marketingkosten im Verhältnis zur Gesamtleistung aus. - Wir erwarten in den Bereichen Personal, Technologie und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen leicht überproportionalen Kostenanstieg. Zur voraussichtlichen Entwicklung wesentlicher Faktoren im Bereich Umsatz und Aufwand: Wie in den Vorjahren gilt auch in 2015 und 2016 das Primat des Wachstums. Aus Unternehmenssicht ist entscheidend, dass JAGO seine Position absichert und weiter ausbaut. Wir werden deshalb JAGO weiter klar wachstumsorientiert führen und uns nach Möglichkeit für weiteres Wachstum und gegen eine vorzeitige Ergebnismaximierung entscheiden. Unsere Aktivitäten zum Markteintritt in weitere Geographien (Nordic und Osteuropa) sind ein wichtiger Teil dieser Strategie. Sollte sich im Jahresverlauf zeigen, dass eine Steigerung der Gesamtleistung auf deutlich über 100 Mio. € möglich ist, würde JAGO zur Erreichung eines solchen Zieles zusätzlichen Aufwand insbesondere in den Bereichen Kundenakquisition, Wareneinsatz und Logistik tätigen und eine daraus resultierende, begrenzte Beeinflussung des Gesamtergebnisses in Kauf nehmen. JAGO besitzt aus Sicht des Vorstands die notwendigen operativen Ressourcen, um das hohe Wachstumstempo zu halten, benötigt allerdings weiterefinanzieller Mittel in Form von Eigen- und Fremdkapital. Wir werden die Durchdringung in unsere aktiven Märkte steigern, gleichzeitig neue Märkte aufbauen und so unsere führende Position in Gesamt-Europa ausbauen. Dem gilt all unser Bestreben im aktuellen wie auch im kommenden Geschäftsjahr. Vergütungsbericht Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vorstandsvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf Ihre Angemessenheit. Die Bezüge des Vorstandes setzen sich im laufenden Geschäftsjahr wie folgt zusammen: - erfolgsunabhängige, monatlich ausgezahlte Grundvergütung: Die feste Vergütung besteht aus einem vertraglich vereinbarten erfolgsunabhängigen Jahresgehalt, das in zwölf gleichen Teilbeträgen ausgezahlt wird. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die auf den Hauptversammlungen am 28. Juli 2014 und am 6. Oktober 2014 beschlossenen Kapitalerhöhungen wurden noch nicht in das Handelsregister eingetragen. Gesamtaussage Der europäische Online-Markt wird weiter und nachhaltig wachsen und an Attraktivität gewinnen. Die JAGO AG ist gut aufgestellt, um von diesen Entwicklungen überproportional profitieren zu können. Der Vorstand geht deshalb für 2015 von einer günstigen Geschäftsentwicklung aus. Hinsichtlich der vorstehenden Entwicklungen und Erwartungen für die nächsten Geschäftsjahre ist zu beachten, dass diese sowohl auf Erfahrungswerten, als auch auf Annahmen beruhen, so dass tatsächliche Ergebnisse davon abweichen können. Daraus ergeben sich für die Zukunft sowohl Chancen als auch Risiken.
Stuttgart, 09. März 2015 JAGO AG Vorstand Goran Jakovac Bilanz zum 31. August 2014AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.09.2013 bis 31.08.2014
AnhangAllgemeine AngabenDer Jahresabschluss der JAGO AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Merkmale wurden im aktuellen Wirtschaftsjahr erstmalig überschritten, so dass die Rechtsfolgen erst im nächsten Wirtschaftsjahr eintreten. Die Vorjahreszahlen sind aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres 2013 nur bedingt vergleichbar. Angaben zur Bilanzierung und BewertungBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzugsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Wirtschaftsjahr 2013/2014 wurden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis Euro 410,00 im Zeitpunkt des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und die Vorjahre betreffende, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zu Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Im Vorjahr wurden die Verkaufsprovisionen von 3,6 Mio. Euro unter der Position Materialaufwand b) Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Im laufenden Geschäftsjahr werden die Verkaufsprovisionen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte nicht Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungBrutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen. Finanzanlagen Im laufenden Geschäftsjahr wurden die Tochtergesellschaften Consumer Service Center, Casablanca (Marroko) und Jago Australia Pty., Sydney (Australien) nach jeweiligem Landesrecht gegründet. Die Jago AG hält jeweils 100% der Anteile an den Gesellschaften. Das Kapital von Consumer Service Center beträgt 9.040,00 MAD und von Jago Australien beträgt $ 2,00. Die Jahresergebnisse der Gesellschaften liegen noch nicht vor. Angabe zu Forderungen Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 141.761,30 (Vorjahr Euro 108.680,53). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Gesellschafter von Euro 0,00 (Vorjahr Euro 3.994,87)
Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt Euro 100.000,00. Es ist eingeteilt in 100.000,00 Inhaberaktien mit einem Nennbetrag von Euro 1,00 pro Aktie. Angaben zu Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 22.884.410,35 (Vorjahr Euro 11.049.888,05). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter von Euro 349.000,37 (Vorjahr Euro 0,00).
Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von Euro 279.735,34 (Vorjahr Euro 49.751,71) sowie betriebsfremde Erträge in Höhe von Euro 46.000,00 (Vorjahr Euro 0,00) enthalten. Bewertungseinheiten Es wurden im Einzelnen folgende Bewertungseinheiten gebildet: 1) Wareneinkäufen mit Devisentermingeschäften 2) Zinssicherungsgeschäfte zu 1) Die folgenden Grundgeschäfte wurden in die Bewertungseinheit einbezogen: Zum Bilanzstichtag bestehende Verbindlichkeiten aus Wareneinkäufen in US-Dollar sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Wareneinkäufe in US-Dollar. Das Gesamtvolumen beträgt TEuro 25.618. Als Sicherungsgeschäft wurden Devisentermingeschäfte mit einem Volumen von TEuro 25.618 abgeschlossen. Durch die Bildung der Bewertungseinheit soll folgendes Risiko abgedeckt werden: -Währungsrisiko Die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft werden sich voraussichtlich über einen Zeitraum von ein paar Tagen ausgleichen. Als Formel der Bewertungseinheit wurde das Portfolio-hedging gewählt. zu 2) Zinssicherungsgeschäfte Die Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich durch die Gesellschaft mit externen Kontrahenten (Banken) abgeschlossen. Die Gesellschaft hat einen Swap als Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen. Der negative Marktwert des Finanzderivat von TEuro 53 entspricht dem Preis für die Auflösung bzw. Wiederbeschaffung und wurde in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 25.259.331,94 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mieten:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Kfz-Leasing, usw.) liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsbetriebs. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss von Euro 503.119,60 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 98.265,00. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Latente Steuern Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer. Der Körperschaftsteuersatz beträgt aktuell 15% zuzüglich Solidaritätszuschlag. Zusammen mit der Gewerbesteuer ergibt sich eine Steuerbelastung im Wirtschaftsjahr 2013/2014 von rd. 30%. Die Gesellschaft hat auf zum Bilanzstichtag bestehende Bewertungsunterschiede passive latente Steuern in Höhe von Euro 2.700,00 gebildet. Die Bewertungsunterschiede stammen aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEuro 101 abzüglich der Passivierung von Drohverlustrückstellungen über TEuro 52 und der Urlaubsrückstellungen über TEuro 40. Sonstige PflichtangabenNamen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Goran Jakovac
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an: Rolf Breyer, Waiblingen, Vorsitzender
Dr. Markus J. Friedl, Frankfurt am Main
Lars Albrecht, Stuttgart
Lisa de Leo-Jakovac, Stuttgart, Vorsitzende
Anja Schürmann, Benningen
Igor Jakovac, Göttigen
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Gesamtbezüge der Mitglieder der Unternehmensorgane Die Angabe der Bezüge werden nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Unübliche Geschäfte Es werden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen durchgeführt.
Stuttgart, 10. März 2015 Geschäftsleitung Anlagenspiegel zum 31.08.2014
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 01. September 2013 bis 31. August 2014JAGO AGDer Aufsichtsrat der JAGO AG wurde in der Hauptversammlung vom 21. Mai 2014 neu gewählt. Die neuen Aufsichtsräte Rolf Breyer, Dr. Markus Friedl und Lars Albrecht haben die Annahme ihres Amtes gegenüber der Gesellschaft erklärt und in der konstituierenden fernmündlichen Sitzung am 23. Mai 2014 Herrn Rolf Breyer zum Vorsitzenden, sowie Herrn Dr. Markus Friedl zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Der amtierende Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte keine Ausschüsse gebildet, da er aus der gesetzlichen Mindestzahl von drei Mitgliedern besteht. Im Geschäftsjahr 2013/2014 hat der Aufsichtsrat die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet und ist damit seiner gesetzlichen Informationspflicht in vollem Umfang nachgekommen. Darüber hinaus fanden Einzelgespräche von Aufsichtsratsmitgliedern mit dem Vorstand statt. Über das Ergebnis dieser Gespräche wurde jeweils der Aufsichtsrat unterrichtet. Da keiner der amtierenden Aufsichtsräte über den gesamten Berichtszeitraum in irgendeiner persönlichen Beziehung oder in Organfunktion zu der Gesellschaft stand, ist dem amtierenden Aufsichtsrat ein Bericht über die im betreffenden Zeitraum des Geschäftsjahres bis zu seiner Wahl und seinem Amtsantritt durchgeführten Sitzungen, den Austausch und die Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Einbeziehung des Aufsichtsrats in wichtige grundlegende Entscheidungen u. ä. nicht möglich. Im Geschäftsjahr vom 01. September 2013 bis 31. August 2014 wurde der Aufsichtsrat vollständig neu besetzt. Bis zur Neubesetzung gehörten dem Aufsichtsrat folgende Personen an:
Bei der Besetzung des Vorstands gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 fanden Aufsichtsratssitzungen am 23.05.2014 und am 28.07.2014 statt. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen. Alle Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden. Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen waren neben der Gesamtlage des Unternehmens auch Einzelfragen von größerer Bedeutung. Der Vorstand hat zustimmungspflichtige Geschäfte dem Aufsichtsrat stets korrekt vorgelegt. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage waren ständige Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats. Die VHP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, hat den vom Vorstand gemäß den Regelungen des HGB aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. September 2013 bis 31. August 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Der Prüfauftrag wurde vom Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Oktober 2014 vergeben. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer nahm an der fernmündlichen Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 22. Juni 2015 nicht persönlich teil, stand aber für telefonische Rückfragen zur Verfügung. Erläuterungen erteilte der Vorstand der Gesellschaft sowie Herr WP/StB Dr. Kleinmann aus der Kanzlei vsbb Partnerschaft in Stuttgart. Im Rahmen der Abschlussprüfung hat der Abschlussprüfer keine wesentlichen Schwächen des Rechnungswesens festgestellt. Es sind keine Umstände aufgetreten, die die Befangenheit des Abschlussprüfers berühren. Alle Unterlagen zum Jahresabschluss sowie der Prüfungsbericht lagen dem Aufsichtsrat vor. Nach eingehender Prüfung und Diskussion hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwendungen entgegenstehen und hat diesem Ergebnis zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, nämlich diesen auf neue Rechnung vorzutragen, schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr persönliches Engagement und die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2013/2014.
Stuttgart, den 23. Juni 2015 Für den Aufsichtsrat gez. Rolf Breyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der JAGO AG für das Geschäftsjahr vom 1. September 2013 bis 31. August 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, 26. März 2015 VHP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Johannes Ruland, Wirtschaftsprüfer Michael Würth, Wirtschaftsprüfer |
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