IGP Ingenieur-AktiengesellschaftLiquidiert

Friedrichstraße 185, 10117 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 79846
Eingetragen
25.8.2004
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
Die Durchführung von Bauleitung, Projektsteuerung und Generalplanung.

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Freytag
seit 29.11.2021
Prokura
Harald Dr. Leonhardt
seit 29.11.2021
Prokura
Stefan Ehgartner
seit 25.11.2020
Vorstandsmitglied
Daniel Petry
seit 26.1.2019
Prokura
Dominik Salfner
seit 10.11.2017
Vorstandsmitglied
Christian Werner
seit 8.8.2016
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

IGP Ingenieur-Aktiengesellschaft

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

2. Konzernstruktur

3. Mitarbeiter

II. Organe

1. Vorstand

2. Aufsichtsrat

III. Einbringung der Gesellschaft in ein börsennotiertes Unternehmen

IV. Forschung und Entwicklung

V. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

2. Einordnung der IGP in das Marktumfeld

3. Geschäftsverlauf und Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

VI. Zweigniederlassungsbericht

VII. Prognosebericht

VII. Chancen- und Risikobericht

IIX. Wiedergabe der Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die IGP Ingenieur - Aktiengesellschaft (nachfolgend nur "IGP" genannt) gehört zu den großen und innovativen Dienstleistern für Projektmanagement, Bauleitung, Projektsteuerung und Generalplanung von Hochbauprojekten in Deutschland. Das Leitmotiv "IGP-Completing Projects" zeigt den Ursprung der Gesellschaft und stellt immer noch den Schwerpunkt der Tätigkeiten dar: Bauprojekte in Schräglage mit Defiziten in Kosten und Zeitplan werden durch den Einsatz der IGP-Teams wieder optimiert und zu Ende geführt. Die Gesellschaft hat in diesem Geschäftssegment schon in einigen namhaften Projekten in Deutschland (z.B. Hauptstadtflughafen BER, HSK Klinik, Wiesbaden) und im Ausland (z.B. U-Bahn-Station Dubai oder Wembley-Stadion, London) für die Bauherren den Turn-Around geschafft. Der Schwerpunkt der IGP liegt hierbei in der Projektsteuerung, dem Controlling und der Objektüberwachung. Hierzu hat sich die IGP eigene Instrumente geschaffen, wie z.B. die selbst entwickelte Software[überbau]. Diese Software, die Transparenz über Baufortschritt und Kosten schafft, und die IGP Ingenieure in Controlling, Projektsteuerung, Mangelerfassung und -beseitigung und Claim Management unterstützt, ist ein Alleinstellungsmerkmal der IGP.

Die IGP ist aber nicht nur in den späten Leistungsphasen tätig, sondern auch in der Entwurfsplanung bis hin zur Genehmigung. Mit einer erfahrenen Abteilung von Architekten und Bauzeichnern werden Masterpläne aufgestellt, Genehmigungen für den Bauherrn erfolgreich begleitet, Ausführungspläne erstellt und Projekte ausgeschrieben. Namhafte Projekte sind hier das Severin's Resort & Spa auf Sylt oder die diversen Schulprojekte für die Stadt Berlin.

Die IGP ist mit ihren Niederlassungen in Düsseldorf, Hamburg und München sowie mit ihrer Hauptniederlassung in Berlin an vier Standorten mit erfahrenen Teams vertreten.

Durch Gründung der Niederlassungen Süd und West in 2016 und der Niederlassung Nord in 2018 konnte IGP ihre Präsenz in Deutschland deutlich ausbauen und die Nähe zu den Auftraggebern noch verbessern. Die Auftraggeberstruktur bestand in 2019, wie auch im Vorjahr, zu über 60% aus öffentlichen und zu rund 40% aus privaten Bauherren. Öffentliche bzw. öffentlich-nahe Auftraggeber sind ein wichtiges Marktsegment für die IGP-Gruppe. Seit Jahren arbeitet die IGP vertrauensvoll für öffentlichen Auftraggebern, wie der Stadt Berlin, der Charité, der Universität Düsseldorf oder der FBB, Flughafengesellschaft BerlinBrandenburg GmbH, zusammen.

Der im Vorjahr avisierte Gesundheits- und Bildungsbereich konnte in 2019 sowohl bei öffentlichen als auch bei privaten Investoren deutlich ausgebaut werden. Die Businesspläne für 2020 mit Ausrichtung bis 2022 haben eine Festigung und Sicherung der Auslastung zum Ziel. Im Fokus der Akquise ist weiterhin die Objektüberwachung für Großprojekte. Die Bauherren sollen aber auch in den frühen Leistungsphasen im Genehmigungsmanagement, bei der Überarbeitung und Optimierung der Ausführungsplanung, sowie in der Vergabe durch Vorbereitung einer auf das Projekt, die Marktlage und den Bauherrn optimierte Vergabestrategie unterstützt werden. Die Analyse verschiedener Projekte hat gezeigt, dass in der Ausführungsphase ein Controlling mit [überbau] das Projekt für alle Projektpartner transparent macht, die Fakten auf dem Tisch liegen, sodass Claims reduziert werden. Zeit ist ein wichtiger Faktor in allen Projekten. Mit der Expertengruppe LEAN Management und dem entsprechenden Modul im [überbau], können Projekte gemeinsam mit den Projektpartnern besser gesteuert werden als mit herkömmlichen Terminplänen. LEAN Management bietet eine größere - organisierte - Flexibilität im Bauprozess, die für die Einhaltung von Zeitplänen essentiell wichtig ist.

Die IGP wird neben der ganzheitlichen Betreuung von Projekten deshalb auch vermehrt Projektbausteine wie Genehmigungsmanagement, Controlling, LEAN Management, Management der Wirk- und Prinzip-Prüfung bis hin zur Technischen Inbetriebnahme von Gebäuden anbieten. Diese Dienstleistungen werden auf dem nationalen und internationalen Markt immer mehr nachgefragt.

2. Konzernstruktur

Zur IGP gehören Beteiligungen, die mit ihren jeweiligen Schwerpunktthemen das Portfolio der IGP ergänzen und die IGP mit ihren Dienstleistungen maßgeblich unterstützen:

Die IGP International Consulting AG, die im Jahr 2015 gegründet wurde, ist eine 75%ige Beteiligung der IGP. Über diese Gesellschaft wird das internationale Geschäft der IGP abgewickelt. Da die Aufträge auf dem deutschen Markt in der Vergangenheit sehr gut waren, wurde das internationale Geschäft zunächst heruntergefahren. Die Mitarbeiter der IGP International Consulting unterstützen die Muttergesellschaft in verschiedenen Projekten. Hauptauftrag ist hier der Hauptstadtflughafen BER. Die IGP International Consulting hat in 2019 einen Umsatz von 1,87 Mio. € erzielt. Da die Margen am Hauptstadtflughafen BER gering sind und die Gesellschaft auch in die langfristige Akquisition von Auslandsprojekten investiert hat, schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 68,6 T€ ab.

Da das Projekt Hauptstadtflughafen BER sukzessive ausläuft und der Flughafen in Betrieb genommen wird, wird sich die Gesellschaft auf ihre ursprünglichen Ziele "internationale Projekte" konzentrieren. Der Anfang 2020 neu eingesetzte Vorstand bringt die International Consulting wieder auf den internationalen Kurs. Aufgrund der langwierigen Akquise für internationale Projekte wird in 2020 mit einem positiven aber weiterhin moderaten Ergebnis gerechnet.

Die Metis Systems Aktiengesellschaft, die 2018 gegründet wurde, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der IGP. Sie entwickelt die Software [überbau], eine Bauprojektmanagementsoftware, die alle Leistungsbereiche der HOAI ab der Leistungsphase 1 sowie der AHO ab Stufe 1 abbilden kann. Die Software wird bei der IGP in allen Projekten eingesetzt. Sie unterstützt die stringente Führung der Projekte und gibt allen Nutzern, IGP sowie den ausführenden Unternehmen und Bauherrn, im Projekt Transparenz über Baufortschritt und Kosten. Die Metis ist ein IT-Dienstleister und erbringt für die IGP-Gruppe verschiedene Dienstleistungen wie Hard- und Software-Bereitstellung, 24-h-Hotline. So hat die IGP rund um die Uhr einen Fulltime-Service, sodass die für unsere Arbeit überaus wichtige IT-Infrastruktur ohne Störungen läuft. Gerade im März 2020, als die IGP aufgrund der Warnung der Bundesregierung wegen der sich andeutenden Corona-Pandemie über Nacht die Mitarbeiter ins "Mobile Arbeiten" geschickt hat, hat die IGP erfahren, wie wichtig ein guter IT-Dienstleister ist, der die Mitarbeiter tatsächlich über Nacht mit Hardware ausrüsten und kurzfristig alle Voraussetzungen zum effizienten "Mobilen Arbeiten" schaffen konnte.

Die IGP hat sich im Herbst 2019 aufgrund des gesteigerten Interesses in der Baubranche dazu entschieden, die Software [überbau] dem Markt zugänglich zu machen. Die Metis schafft seitdem die Voraussetzungen für den ganzheitlichen Markteintritt was Vertriebswege, Customer Success und Schulungen betrifft. Insbesondere bei den Bauherren, für die die IGP tätig ist, wird der von [überbau] erzielte Mehrwert geschätzt und entsprechend zusätzlich vergütet. Beispielsweise werden Module beim Hauptstadtflughafen BER oder bei "The Cule" des Bauherren Officefirst eingesetzt.

Der Umsatz der Metis belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 1.096 T€. Das Ergebnis zeigt einen Jahresüberschuss von 79T €. Das 1. Halbjahr 2020 zeigt ein zufriedenstellendes Ergebnis.

In der IGP Technik AG, 2014 gegründet, werden die Technischen Gewerke und Anlagen (TGA) geplant und überwacht. Die Gesellschaft bearbeitet alle HOAI Phasen 1-9. Obwohl die Nachfrage für TGA auf dem Markt außergewöhnlich hoch ist und sich in diesem Marktsegment auch gute Margen erzielen lassen, schloss das Geschäftsjahr 2019 mit einem Umsatz von 943 T€ und einem Jahresfehlbetrag von 641,5 T€ ab. Der Aufsichtsrat hat Mitte 2019 einen Vorstandswechsel beschlossen. Der neue Vorstand hat seine Arbeiten in 2020 aufgenommen. Die Geschäfte laufen wieder an. Das 1. Halbjahr 2020 zeigt eine insgesamt sehr positive Entwicklung, sodass in 2020 mit einem Jahresüberschuss gerechnet wird.

Die IGP Engineering & Architecture Spain ist ein klassisches Special Purpose Vehicle (SPV), das für das Projekt "Hotel Jumeirah" auf Mallorca gegründet wurde. Das Hotel wurde in 2012 fertig gestellt. Sobald es zum Bauvorhaben "Hotel Jumeirah" mit dem Auftraggeber eine finale Einigung zur Schlussrechnung gibt, wird das SPV liquidiert.

Struktur der IGP Ingenieur-Aktiengesellschaft in 2019

3. Mitarbeiter

Am Erfolg der IGP arbeiten fast 100 fest angestellte Mitarbeiter. Die IGP bietet flexible Arbeitszeitmodelle an, sodass auch einige Mitarbeiter in Teilzeit arbeiten.

Mitarbeiter 2019

1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal Schnitt
Vorstand 6 6 6 6 6
Prokuristen 3 3 3 3 3
Abteilungsleiter 5 5 5 5 5
Verwaltung 11 12 13 12 12
Architekten & Bauzeichner 10 10 10 11 10,25
MA Projekte 61 60 62 60 60,75
GESAMT 96 96 99 97 97

Die IGP hat eine flache Hierarchie und eine schlanke Struktur. Die sechs Vorstände sind neben der klassischen Vorstandstätigkeit in Summe zu mehr als 50% ihrer Zeit auch für Projekte direkt verantwortlich und im operativen Geschäft tätig. Hands-on Mentalität ist im Projektgeschäft unabdingbar. Diese Geschäftsphilosophie ist Grundlage für den Erfolg der IGP. Schlanke Strukturen gibt es auch in der Verwaltung. Lediglich 14 Mitarbeiter (incl. der Abteilungsleiter) arbeiten im Berichtsjahr 2019 in der Verwaltung und den "Zentralen Diensten" Finanzbuchhaltung, Controlling, Personalabteilung, Angebotswesen, Marketing, Berichtswesen / Organisation und Backoffice. Die Aufgabenbereiche Recht und IT werden extern durch namhafte Kanzleien bzw. durch die 100%ige Tochtergesellschaft Metis Systems AG erbracht.

Über 70 Mitarbeiter sind auf den IGP-Baustellen tätig. Sie werden von knapp 100 Mitarbeitern aus Partner- und Dienstleistungsbüros, mit denen die IGP über Jahre immer wieder zusammenarbeitet, verstärkt. So stellt das Unternehmen eine hohe Qualität seiner Arbeitsleistungen sicher.

II. Organe

1. Vorstand

Zum 31. Dezember 2019 bestand der Vorstand der IGP aus sechs Mitgliedern. Der Vorstand führt die Geschäfte des Konzerns in gemeinschaftlicher Verantwortung. Neben dem Vorstandsvorsitzenden, der sich für die klassischen Ressorts Unternehmensentwicklung, Strategie, Kommunikation, Risikomanagement verantwortlich zeichnet, sind die Ressorts der weiteren Vorstände regional gegliedert. Die Vorstände sind in ihrer Region auch direkt für die Projekte zuständig.

Ende Dezember 2019 wurde Herr Stefan Gräf Vorstand der Advantag AG (heute IGP Advantag AG, siehe Kapitel III Börsengang). Daraufhin ist Herr Gräf von allen Vorstandsämtern zurückgetreten und ist seit 1.2.2020 Aufsichtsratsvorsitzender der IGP Ingenieur-Aktiengesellschaft.

Herr Ernst-Ulrich Behr wurde ab 1.1.2020 Vorstandsvorsitzender der IGP.

2. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der IGP besteht aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und berät diese bei der Leitung des Unternehmens. Gemeinsam mit dem Vorstand erörtert er regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung und Strategie des Unternehmens und stellt den Jahresabschluss fest. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat stets eingebunden. Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen, sind in der Geschäftsordnung des Vorstandes festgelegt.

III. Einbringung der Gesellschaft in ein börsennotiertes Unternehmen

Die Gesellschafter der IGP, Gräf Holding GmbH und GVA Grund- und Vermögensanlagen AG, haben beschlossen, Anteile an der IGP Advantag AG zu erwerben. Die IGP Advantag AG wird an der freien Börse Düsseldorf und Berlin gehandelt. Ende Januar 2020 wurde in der Hauptversammlung der IGP Advantag AG eine Sacheinlage beschlossen, die durch die Gräf Holding GmbH und GVA Grund- und Vermögensanlagen AG zu erbringen ist. Als Sacheinlage wurden die Ingenieur AG mit ihren Tochtergesellschaften eingebracht (s. Bild 1) sowie die IGP Projekt GmbH mit ihrer Tochtergesellschaft IGP Sachverständigen GmbH. Zukünftig wird die IGP Advantag AG ab dem Jahr 2020 als Holding-Gesellschaft der IGP Ingenieur AG fungieren.

IV. Forschung und Entwicklung

In Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft Metis Systems AG wird die Bauprojektmanagement-Software [überbau] entwickelt. Sie kann alle Leistungsbereiche der HOAI sowie der AHO abdecken und gibt allen Nutzern eine ganzheitliche Projekttransparenz. Mit der Ergänzung der Module für die Plan- und Dokumentationsablage, sowie diversen Tools für den kaufmännischen Bereich und Verwaltung wurden alle bis dato relevanten Anforderungslücken geschlossen.

Da alle Projekte der IGP darin abgebildet werden, entstand eine unvergleichbare Wissens- und Informationsdatenbank, die ständig weiter verbessert wird.

Zu Ende 2019 ist es geglückt, in Zusammenarbeit mit der Metis Systems AG und dem Karlsruher Institut of Technologie (KIT), einen staatlichen Forschungsauftrag für die Entwicklung einer Software mit Unterstützung von KI (künstlicher Intelligenz) für den Sektor des Terminmanagements zu bekommen. Dies zeigt auf der einen Seite, dass Bausoftware auf dem Markt gefragt ist und dringend entwickelt werden muss, auf der anderen Seite zeichnet es die Arbeit der Metis Systems AG in der Vergangenheit aus. Die Metis Systems AG ist einer der wichtigen Player auf dem Markt der Bausoftware.

Der Ausbau des Geschäftsfeldes "LEAN-Management", wie im Jahr 2017 angekündigt, ist geglückt. Das Projekt BMW FIZ (Forschungs- und Innovationszentrum) BA1 zeigt wie erfolgreich Projekte sein können, die "lean" gemanaged werden und bestätigt das Know-how in diesem Sektor. Durch unsere mittlerweile sehr umfangreiche Erfahrung im LEAN Management haben wir uns ein Alleinstellungsmerkmal im Bausektor erworben.

Die Einführung der BauPrüfVO in den meisten Bundesländern stellt Bauherren, Dienstleister und Bauunternehmen vor neue Herausforderungen. Hier sind Spezialisten notwendig, die in der Lage sind, die Ab- und Inbetriebnahmeprozesse vorzubereiten und bis zu den Wirk- und Prinzipprüfungen hin zu führen. Auch hier hat die IGP bereits erfolgreich Praxiserfahrung gesammelt und hat auch für diese Leistungen Spezialistenteams aufgebaut.

Durch die Erfolge in der Vergangenheit gestärkt und in der Erkenntnis, dass alle Instrumente für ein erfolgreiches Bauvorhaben verknüpft werden müssen, hat die IGP 2020 ein "zentrales Innovationsmanagement" eingeführt. Hier entwickelt die IGP innovative Instrumente für ihr Kerngeschäft, um kurzfristig neue Erlösquellen für den Konzern zu identifizieren, wie z.B. die Lizenzvergabe der Software [überbau] für den Markt. Die zu entwickelnden Instrumente dienen dazu, die Effizienz und Qualität auf den Baustellen zu steigern.

V. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

2019 war die deutsche Wirtschaft, wie in den letzten 10 Jahren, auf Wachstumskurs. Für das Jahr 2020 erwartete die Bundesregierung einen Anstieg des preisbereinigten Brutto-inlandprodukts (BIP) um 1,0 Prozent. *

Diesen noch optimistischen Erwartungen wurde im Februar / März 2020 mit dem Ausbruch des Corona-Virus ein jähes Ende gesetzt. Weltweit wurde durch vorbeugende Maßnahmen der Regierungen, um die Auswirkungen des Virus einzudämmen, das soziale und damit auch wirtschaftliche Leben heruntergefahren. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die deutsche Wirtschaft in eine tiefe Rezession geführt. Mit dem Shutdown im März und April wurde auch die Wirtschaftsleistung drastisch eingeschränkt. Mit der Lockerung der Kontaktbeschränkungen nahm die wirtschaftliche Aktivität ab Mai wieder zu. Die wirtschaftliche Erholungsphase wird aber Zeit benötigen, weil die epidemiologischen Risiken fortbestehen und Bürger und Wirtschaft ihr Verhalten darauf abstellen.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat daraufhin die Prognose von + 1,0% für das Jahr 2020 korrigiert. Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen nun damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 um 6,5 Prozent ** schrumpfen wird. "Die Corona-Pandemie wird voraussichtlich den stärksten Einbruch der deutschen Wirtschaft seit Bestehen der Bundesrepublik verursachen", erklärte der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Lars Feld der Presse im Juni 2020. *** Damit reihte sich das Gremium ein in eine Reihe düsterer Prognosen. Wie viele andere Ökonomen, Institute und Verbände sind aber auch die Wirtschaftsweisen zuversichtlich, dass Europas größte Volkswirtschaft schon im nächsten Jahr wieder auf einen Wachstumskurs zurückkehren wird. Für das Jahr 2021 prognostiziert der Sachverständigenrat 4,9 Prozent Wachstum ** . Allerdings: "Eine Rückkehr auf das Niveau des BIP vor der Pandemie ist nicht vor dem Jahr 2022 zu erwarten.", meinen die Wirtschaftsweisen. ***

Quellen

* https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bip-wirtschaftswachstum-prognose-2019-l.4396466
** https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2020.html
*** u.a. https://www.welt.de/wirtschaft/article210147201/Konjunktur-Die-Krise-trifft-Deutschland-haerter-als-bisher-vermutet.html

Auch bei der IGP waren das 1. und 2. Quartal 2020 von der Corona-Krise geprägt. Am 11. März 2020 erklärte die WHO die bisherige Epidemie offiziell zu einer Pandemie. In Folge warnte die Bundesregierung vor der Pandemie und legte das öffentliche Leben so gut wie still. Der Vorstand hat im März 2020 vorsorglich beschlossen, die Büros umgehend zu räumen und hat alle Mitarbeiter in der Verwaltung ins Mobile Arbeiten versetzt. Seit Mitte Mai sind die Mitarbeiter wieder sukzessive in die Büros zurückgekehrt. Das Mobile Arbeiten hat zwar gut funktioniert und wird wohl auch in der Zukunft tageweise bzw. für definierte Arbeiten beibehalten werden können, ein gemeinsames Arbeiten für den noch besseren Austausch in den jeweiligen Teams im gemeinsamen Büro ist aber nach wie vor in vielen Bereichen effektiver.

Obwohl die Mitarbeiter technisch schnell ausgerüstet waren, gab es in den ersten zwei Wochen noch Defizite in der Zusammenarbeit. Die Mitarbeiter mussten sich zunächst einmal an das "Arbeiten auf die Ferne" gewöhnen. Die Zusammenarbeit ist zwar in der Zwischenzeit gut, ein Arbeiten gemeinsam im Büro trotzdem aus vielen Gründen einfacher, reibungsloser und effektiver.

Alle Baustellen blieben während dieser Zeit weiter besetzt. Es wurde darauf geachtet, dass die Arbeitsbedingungen unter Corona eingehalten wurden und die Auftraggeber entsprechende Maßnahmen ergriffen haben. Die Corona-Krise hatte zunächst also keine Auswirkungen auf die aktuellen Baustellen. Die Auftraggeber sind - z. T. mit erheblicher zeitlicher Verzögerung - ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen.

Die Bundesregierung hat zahlreiche Programme zur Stützung der Wirtschaft aufgelegt, die von Stundung der Umsatzsteuern bis hin zu KFW-Krediten reichen. Da nicht sicher war, wie sich die Baustellen und die allgemeine Wirtschaftslage in Zukunft entwickeln, hat die IGP vorsorglich diese Programme geprüft. Da die laufende BWA weiterhin unverändert gute Ergebnisse zeigte, war ein Zugriff auf Fördermittel nicht möglich.

Die Möglichkeiten für Kurzarbeit wurden ebenfalls geprüft. Da die Baustellen aber nach wie vor weiterliefen, wurde davon kein Gebrauch gemacht. Vorsorglich hat die IGP in ihre Standard-Arbeitsverträge jetzt die Möglichkeit der Kurzarbeit aufgenommen.

2. Einordnung der IGP in das Marktumfeld

Die Corona-Krise wird auch an der IGP nicht spurlos vorbeigehen. Die Entwicklung der Immobilienbranche ist abhängig von der Gesamtwirtschaft. Dies gilt insbesondere für Wirtschaftsimmobilien, die nachfrageseitig von der Entwicklung der Bürobeschäftigung abhängt. Diese ist wiederum durch die wirtschaftliche Dynamik beeinflusst. Corona-bedingt wird vermehrt ein Umdenken auf dem Büromarkt festgestellt. Mobiles Arbeiten, das noch vor Corona kaum zur Diskussion stand, wird verstärkt diskutiert. Neue Arbeitsmodelle werden entwickelt, die weniger Büroräume oder andere Arbeitswelten erfordern.

Investoren und Fremdkapitalgeber sind zögerlich mit Kreditvergaben bzw. Investitionen. Dies wird Auswirkungen auf die Auftragslage der IGP haben.

Durch die Einschränkungen war die Akguise von neuen Projekten seit dem Frühjahr 2020 deutlich erschwert. Investoren sind zudem zurückhaltend, sodass der Corona-Effekt zwar aktuell kaum zu spüren ist, sich aber auf die Auftragslage des 3. und 4. Quartals 2020 und die Umsätze im Jahr 2021 auswirken wird.

Dennoch: IGP gehört zu den bekannten Spezialisten für das ganzheitliche Projektmanagement. Die Konkurrenzsituation ist nach wie vor komfortabel. Die Fokussierung auf A-Städte, wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf, wird sich auch in der Zukunft bewähren. Die öffentliche Hand, einer der IGP-Hauptkunden, hat nach wie vor Investitionsbedarf in Bildungseinrichtungen und im Gesundheitswesen. In diesen Segmenten wird es Corona-bedingt voraussichtlich keinen Einbruch bei den Investitionen geben. Wir gehen davon aus, dass nach der "Corona-Schockstarre" die Anleger wieder verstärkt in Immobilien investieren werden, da diese ihre langfristige Werthaltigkeit in der Vergangenheit bewiesen haben.

Wir gehen deshalb weiter davon aus, dass sich nach einer "Delle" im 3. und 4. Quartal, die Auftragslage in 2021 wieder stabilisiert.

3. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Die IGP Ingenieur AG kann erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurückblicken. Die Gesamtleistung des Unternehmens konnte im Vergleich zum Vorjahr (15.541 T€) auf 24.886 T€ gesteigert werden. Der Jahresüberschuss konnte von 2.113 T€ in 2018 auf 3.238 T€ gesteigert werden. Dies bedeutet eine Verbesserung des Ergebnisses um 52,59 %. Ein Faktor für die das weiterhin positive Ertragsergebnis sind die Stellung von sog. Teil- Schlussrechnungen in Projekten mit einer mehrjährigen Laufzeit.

b) Finanzlage

Die Eigenkapital-Quote hat sich trotz der Erhöhung der Bilanzsumme von 20,4% im Vorjahr auf 25,51% im Berichtsjahr erhöht. Ursächlich war der thesaurierte Ergebnisanteil.

Die Gesellschaft besitzt nahezu keinerlei Finanzschulden, mit Ausnahme von Verbindlichkeiten aus Leasingfinanzierungen für Firmen-PKW. Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten belaufen sich weiterhin auf 0 T€. Die Kreditlinien des Unternehmens bei den Banken betragen in Summe 175 T€.

c) Vermögenslage

Die Erhöhung der Vorräte zeigt die gute Auftragslage der IGP. Namhafte Projekte in 2019 sind die Objektüberwachung am Hauptstadtflughafen BER, Der Generalplanervertrag für das Leuchtturm-Projekt The Cule in Berlin und der Auftrag TGA-Planung und Projektleitung für die Helios-Kliniken in Wiesbaden im Auftrag der VAMED.

Der Bank- und Kassenbestand konnten gegenüber dem Vorjahr leicht von rund 1,7 auf 1,9 Mio. Euro gesteigert werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Vorjahr 2018 mit 605 T€ um rund 200 T€ auf 812 T€ erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich von 1.708 T€ in 2018 auf 7.346 T€ erhöht. Maßgeblich waren hier die Forderungen an die ARGE Objektüberwachung Flughafen BER von rund 4,8 Mio. €. Diese Forderungen sind in 2020 eingegangen.

d) Rückstellungen

Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen ist auf höhere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Nachunternehmern infolge eines massiv erhöhten Einsatzes von Fremdpersonal zurückzuführen. Außerdem haben sich die Steuerrückstellungen aufgrund des deutlich gestiegenen Ergebnisses um T€ 836 erhöht.

e) Passive latente Steuern

Die IGP ist im Besitz der selbst erstellten Software [überbau], die durch ihre Tochtergesellschaft metis Systems AG vermarktet wird. Die Software wurde aktiviert und wird planmäßig abgeschrieben. Hierfür wurden passive latente Steuern gebildet.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Anzahl der angestellten Mitarbeiter hat sich in 2019 von 121 in 2018 auf rd. 97 Mitarbeiter um 24 Mitarbeiter in 2019 verringert. Die Gesamtleistung je Mitarbeiter steigerte sich von T€ 128 in 2018 auf 256 T€. Der Aufwand für bezogene Leistungen, d.h. Nachunternehmerleistungen musste von 5.739 T € auf 11.289 T€ um rd. 97% gesteigert werden. Hauptgrund hierfür war der kurzfristige Bedarf an Arbeitskräften für die Fertigstellung des Hauptstadtflughafens und für Projekte, auf die schnell und flexibel reagiert werden musste, um die Projekte im Zeitplan fertig zu stellen.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut bis sehr gut ein.

Unsere Ertragsentwicklung ist sehr erfreulich.

Das Finanzmanagement begleicht Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist auch wenn unsere Forderungen nicht immer innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt werden können.

Die Liquiditätslage des Unternehmens ist als nach wie vor gut zu bezeichnen.

Nach Einschätzung des Vorstandes bestehen derzeit keine konkreten, wesentlichen Risiken, welche den Fortbestand des Unternehmens mittelfristig gefährden könnten.

VI. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügte in 2019 neben dem Hauptsitz in Berlin über Niederlassungen in Düsseldorf, Hamburg und München. In den Niederlassungen sind in der Verwaltung nur Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt, da die Verwaltung der Niederlassungen zentral über die Hauptniederlassung in Berlin läuft.

Die Zweigniederlassung West mit Sitz in Düsseldorf konnte mit einem neuen Auftraggeber, der Immofinanz, die aus dem Projekt AndreasQuartier frei gewordenen Mitarbeiter nahezu alle weiter beschäftigen. Dazu kam ein Großauftrag von der VAMED für die TGA-Planung des Krankenhausneubaus HSK Dr.-Horst-Schmidt Kliniken in Wiesbaden. Mit diesen Auftraggebern ist die Niederlassung bereits voll ausgelastet. Dennoch stehen weitere Projekte demnächst zur Auftragsverhandlung an. Die Niederlassung wird wachsen.

Die Niederlassung Süd schließt mit Schlussrechnung zum 30.06.2020 das Projekt für BMW FIZ Bauabschnitt 1 als Berater zum Thema Lean Construction Management mit Erfolg ab. Der Erfolg zeigt, dass Lean Management eine ideale Methodik ist, Bauprojekte im Zeitplan abzuschließen. Das Kompetenzcenter für LEAN Management ist die Niederlassung Süd, die gemeinsam mit der Metis Systems AG LEAN Management im [überbau] weiter optimieren wird. Als Nachfolgeprojekte finden gerade Vertragsverhandlungen mit einem namhaften Bauherrn für ein Projekt in Leipzig sowie Folgegespräche für eine Zusammenarbeit an der Erweiterung des Terminal 1E am Flughafen in München statt, in denen auch LEAN Management gewünscht wird. In beiden Projekten ist auch unsere Kernkompetenz, die Leistung der Objektüberwachung der Gewerke der Kostengruppe 300 angefragt worden.

VII. Prognosebericht

Wir erwarten für das kommende Geschäftsjahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nur ein mit dem Jahr 2018 vergleichbares Ergebnis.

Die Mitarbeiteranzahl wird stabil bleiben. Das Großprojekt Landesflughafen BER, an dem wir zeitweise mit um die 80 Mitarbeiter (Festangestellte und Freie Mitarbeiter) beschäftigt waren, wird 2020 an den Betrieb übergeben. Ab Oktober 2020 ist der kommerzielle Flugbetrieb geplant. Damit ist das Projekt für die IGP erfolgreich abgeschlossen. Die Mitarbeiter der IGP werden deshalb am Flughafen sukzessive abgebaut und stehen für die kommenden Projekte wieder zur Verfügung. Aus dieser Sicht ist es aktuell nicht notwendig, weiteres Personal auf dem Markt zu akquirieren. Nichtsdestotrotz wird weiterhin der Markt sondiert, um Talente zu entdecken.

Für 2021 sind interessante (Groß-)Projekte in Berlin und Düsseldorf in der Pipeline. Nicht nur neue Projekte, sondern vor allen Dingen neue Kunden wurden akquiriert, um die IGP noch stabiler aufzustellen.

Wir erwarten deshalb auch weiterhin eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Eventuelle externe Einflussfaktoren und Risiken sind in den voran genannten Businessplänen im Detail betrachtet worden. Darin wird unter anderem auch für die kommenden Jahre eine weitere Streuung der Auftraggeberstruktur forciert. Unsere Rahmenvertragspartner stellen zudem eine gewisse Grundauslastung und -sicherung des Umsatzes zum Projektgeschäft dar, da die Verträge eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren beinhalten.

IIX. Chancen- und Risikobericht

Die Strategie, die Verbindlichkeiten des Unternehmens gering zu halten wird fortgesetzt. Auch soll eine gute Liquiditätslage weiterhin erhalten bleiben.

Ausfallrisiken für den Rohertrag werden nur im Kreis der privaten Auftraggeber gesehen. Trotz Corona rechnen wir für die Folgejahre mit einer guten Auftragslage, da wir zusätzlich zu unseren Bestandskunden neue Kunden gewinnen. Aus dieser Sicht sehen wir geringe bis keine Risiken in Bezug auf unsere Auftragslage.

Große Chancen zur Steigerung der Umsatz- und Ertragslage sehen wir durch das Angebot an "Besonderen Dienstleistungen", wie in Kapitel IV dargestellt.

Die Tätigkeitsschwerpunkte der verbundenen Unternehmen in der Projektentwicklung, der Weiterentwicklung der Software [überbau], den Consultingtätigkeiten in den Spezial-Bereichen Medizin und Türen sowie der Erbringung von Vorentwurfs- und Entwurfsleistungen werden nachhaltig zu einer Umsatz- und Ertragssteigerung beitragen.

Insgesamt bewerten wir die Chancen des Unternehmens für eine Stabilisierung innerhalb des Marktes als gut und die Risiken als gering.

IX. Wiedergabe der Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

 

Berlin, 29.07.2020

gez. Dipl.-Ing. Ernst-Ulrich Behr, Vorstandsvorsitzender

gez. Dipl.-Ing. Christian Werner, Vorstand

gez. Dipl.-Ing. Mario Iliades, Vorstand

gez. Dr.-Ing. Harald Leonhardt, Vorstand

gez. Dipl.-Ing. Dominik Freytag, Vorstand

gez. Dipl.-Ing. Carsten Hille, Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2019

IGP Ingenieur-Aktiengesellschaft, Berlin

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 704.786,65 857.718,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 389.273,00 470.176,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 376.556,00 453.162,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.716,00 17.013,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen 99.748,50 104.032,00
III. Finanzanlagen 215.765,15 283.510,75
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.502,00 192.500,00
2. Beteiligungen 1,00 1,00
3. Sonstige Ausleihungen 103.262,15 91.009,75
B. UMLAUFVERMÖGEN 13.422.127,43 7.310.873,18
I. Vorräte 2.901.482,96 2.666.862,48
1. In Arbeit befindliche Aufträge 8.634.533,39 6.218.206,00
2. Geleistete Anzahlungen 2.693.398,25 1.594.349,36
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -8.426.448,68 -5.145.692,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.605.865,51 2.889.809,66
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 812.039,62 605.159,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.345.778,44 1.708.034,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 448.047,45 576.616,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.914.778,96 1.754.201,04
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.007,80 16.870,27
14.129.921,88 8.185.462,20

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL 3.605.040,29 1.667.349,28
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 10.000,00 10.000,00
III. Bilanzgewinn 3.495.040,29 1.557.349,28
B. RÜCKSTELLUNGEN 5.472.332,21 2.982.635,10
1. Steuerrückstellungen 1.009.358,06 178.584,23
2. Sonstige Rückstellungen 4.462.974,15 2.804.050,87
C. VERBINDLICHKEITEN 4.938.923,61 3.535.477,82
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.762.914,27 794.391,41
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.390.940,82 1.228.877,54
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.390.940,82 (Vorjahr: EUR 1.228.877,54)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 230.028,19 689.539,17
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 230.028,19 (Vorjahr: EUR 689.516,01)
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 230.005,03 (Vorjahr: EUR 97.616,01)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.555.040,33 822.669,70
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.555.040,33 (Vorjahr: EUR 822.669,70)
- davon aus Steuern: EUR 1.505.379,07 (Vorjahr: EUR 772.491,35)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 33.761,00 (Vorjahr: EUR 24.871,34)
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 113.625,77 0,00
14.129.921,88 8.185.462,20

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019

2019 2018
EUR EUR
1. Rohergebnis 14.773.211,62 11.284.358,69
2. Personalaufwand -7.409.759,04 -6.147.760,29
a) Löhne und Gehälter -6.355.820,62 -5.240.002,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.053.938,42 -907.757,87
3. Abschreibungen -136.919,03 -60.946,68
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -136.919,03 -60.946,68
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.517.593,87 -2.404.242,93
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 105.701,05 12.873,38
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen -79.999,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.813,94 -4.927,20
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.487.778,25 -562.670,61
9. Ergebnis nach Steuern 3.245.049,54 2.116.684,36
10. Sonstige Steuern -7.358,53 -4.000,97
11. Jahresüberschuss 3.237.691,01 2.112.683,39
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.557.349,28 94.665,89
13. Ergebnisverwendung -1.300.000,00 -650.000,00
14. Bilanzgewinn 3.495.040,29 1.557.349,28

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

I. Allgemeine Angaben

Die IGP Ingenieur-Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 79846 B eingetragen.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Die ergänzenden Bestimmungen des AktG wurden beachtet.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die "Anteile an verbundenen Unternehmen" sowie "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" werden abweichend zum Vorjahr unter den entsprechenden Bilanzposten nach § 266 Abs. 2 HGB ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den Bilanzposten "Beteiligungen" sowie "Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht" bzw. "sonstige Vermögensgegenstände". Abweichend zum Vorjahr erfolgt der Ausweis eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstands unter dem entsprechenden Bilanzposten und der Ausweis des Eigenkapitals nach § 268 Abs. 1 HGB unter Einbeziehung des Postens "Gewinnvortrag" in dem Posten "Bilanzgewinn". Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurde der jeweilige Vorjahresausweis angepasst.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt und bewertet worden. Das Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen über einen Zeitraum von 15 Jahren bewertet.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Kosten für im Rahmen von Dienstverträgen bezogene Leistungen.

Die der Abschreibungsberechnung zugrunde gelegten linearen Abschreibungssätze berücksichtigen grundsätzlich die auch steuerlich anerkannten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Die Abschreibungen werden zeitanteilig bemessen.

Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Eine Beteiligung wurde aufgrund dauerhafter Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Der Aufwand für außerplanmäßige Abschreibung beträgt EUR 79.999,00.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden durch Erfassung der Vollkosten der einzelnen Projekte unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bei noch nicht schlussabgenommenen Projekten bei Werkverträgen erfolgte eine Teilgewinnrealisierung, soweit Teilleistungen verbindlich abgenommen wurden.

Die erhaltenen Anzahlungen werden projektgenau aktivisch von den korrespondierenden Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Bei den nicht einzelwertberichtigten Forderungen wurde dem allgemeinen Zins- und Beitreibungsrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von EUR 99.101,61 (Vorjahr: EUR 201.204,28)

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt; die Kassenbestände mit dem Nennwert.

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 100 (entspricht dem genehmigtem Kapital) und ist eingeteilt in 100.000 nennwertlose Stückaktien.

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von EUR 1.300.000,00.

Der Bilanzgewinn hat sich danach wie folgt entwickelt:

31.12.2019
EUR
Gewinnvortrag 1.1.2019 1.557.349,28
Gewinnausschüttung 2018 -1.300.000,00
Jahresüberschuss 2019 3.237.691,01
Bilanzgewinn 31.12.2019 3.495.040,29

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen Beträge, die projektbezogen die zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen auf Vollkostenbasis übersteigen.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Eine Abzinsung der Rückstellungen von weniger als einem Jahr wurde nicht vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die latenten Steuern werden für Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen latenten Steuern von EUR 113.625,77 wurden vollständig im Geschäftsjahr zugeführt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung und die Aufteilung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind in dem Anlagenspiegel dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen u. a. in Höhe von TEUR 3.504 bezogene Leistungen für am Bilanzstichtag ausstehende Schlussabrechnungen bei Werkverträgen, in Höhe von TEUR 397 Tantiemen für den Vorstand, in Höhe von TEUR 348 den Eigenanteil aus Schadensersatzforderungen aufgrund vorzeitig beendeter Projekte und in Höhe von TEUR 117 Urlaubsrückstellungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren in Höhe von TEUR 700 aus der Auflösung von Rückstellungen für Fremdleistungen.

V. Nachtragsbericht

Die nach dem Bilanzstichtag eingetretene Corona-Pandemie hat nach Einschätzung der Geschäftsführung auf die Gesellschaft keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen.

VI. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von maximal EUR 137.707,47 einschließlich angefallener Zinsen zu Gunsten der IGP Projekt GmbH für ein an die IGP International Consulting AG ausgereichtes Darlehen. Mit einer Inanspruchnahme wird derzeit nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume und bewegliche Wirtschaftsgüter sowie Leasingverträgen für betriebliche Kraftfahrzeuge sowie Softwarelizenzen. Die Mietaufwendungen für Bürogebäude und bewegliche Wirtschaftsgüter betrugen im Geschäftsjahr TEUR 289, der Leasingaufwand betrug für Fahrzeuge TEUR 91 und für Software TEUR 295 (davon TEUR 290 an ein verbundenes Unternehmen).

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von TEUR 263 für die Ausschüttung gesperrt.

Anzahl der Beschäftigten

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 97 Mitarbeiter (Vorjahr: 121). Dabei handelt es sich um sechs Vorstände, drei Prokuristen, fünf Abteilungsleiter, 44 Projektmitarbeiter, 10 Architekten/Bauzeichner und 29 Verwaltungsmitarbeiter.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: Herr Dipl.-Ing. Friedrich Orth, Hamburg (Vorsitzender), Herr Wolfgang Weber, Kaufmann, Berlin (stellvertretender Vorsitzender) und Frau Roswitha Rockstroh, Pharmazeutisch-Technische Assistentin, Berlin. Es wurden im Berichtsjahr keine Aufsichtsratsvergütungen geleistet. Mit Wirkung zum 31. Januar 2020 hat Herr Wolfgang Weber seit Amt niedergelegt. Mit Wirkung zum 1. Februar 2020 wurde Herr Dipl.-Ing. Stefan Gräf, Berlin, als Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Mit Beschluss von 3. Februar 2020 wurde Herr Dipl.-Ing. Stefan Gräf zum Vorsitzenden und Herr Dipl.-Ing. Friedrich Orth zu seinem Stellvertreter gewählt.

Vorstand

Vorstände der Aktiengesellschaft waren im Berichtsjahr Herr Dipl.-Ing. Stefan Gräf, Berlin (Vorsitzender), Herr Dipl.-Ing. Architekt Christian Werner, Berlin, Herr Dipl.-Ing. Mario Iliades, Schönefeld, Herr Bauingenieur Marko Mühmel, Leipzig, Herr Dr.-Ing. Harald Leonhardt, Düsseldorf, Herr Dipl-Ing. Dominik Freytag, Landshut, sowie Herr Dipl.-Ing. Architekt Carsten Hille, München. Mit Ablauf seiner Amtszeit zum 31. Juli 2019 wurde Herr Marko Mühmel als Vorstand abberufen. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 hat Herr Dipl-Ing. Stefan Gräf sein Amt als Vorstandsvorsitzender niedergelegt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde Herr Dipl.-Ing. Ernst-Ulrich Behr als Vorstandsmitglied ernannt sowie zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Die den Vorständen gewährten Gesamtbezüge einschließlich Tantiemen belaufen sich für das Geschäftsjahr auf EUR 1.004.668,10 (Vorjahr: EUR 863.614,12). Es wurden Vorschüsse und Kredite an Vorstände in Höhe von EUR 32.709,10 (Vorjahr: EUR 75.206,68) gewährt. Im Geschäftsjahr wurden einschließlich Zinsen EUR 43.853,31 zurückgezahlt. Die Kredite wurden mit Zinssätzen von drei sowie vier Prozent verzinst bzw. waren unverzinst.

Beteiligungen

Bei folgenden Unternehmen handelt es sich zum Bilanzstichtag um Beteiligungen i. S. d. § 271 Abs. 1 HGB:

IGP TECHNIK AG, Berlin, Beteiligung 85 %

gezeichnetes Kapital: EUR 50.000,00

Eigenkapital zum 31.12.2018: EUR -833.581,22

Jahresfehlbetrag 2018: EUR 681.822,02

IGP International Consulting AG, Berlin, Beteiligung 75 %

gezeichnetes Kapital: EUR 50.000,00

Eigenkapital zum 31.12.2018: EUR 17.371,22

Jahresüberschuss 2018: EUR 189,19

IGP Engineering & Architecture Spain S.L., Söller/Spanien, Beteiligung 50 %

gezeichnetes Kapital: EUR 3.000,00

Eigenkapital zum 31.12.2015: EUR -85.745,48

Jahresfehlbetrag 2015: EUR 9.988,62

Metis Systems AG, Berlin, Beteiligung 100 %

gezeichnetes Kapital: EUR 50.000,00

Eigenkapital zum 31.12.2018: EUR 69.163,68

Jahresüberschuss 2018: EUR 21.663,68

Zudem ist die IGP Ingenieur AG im Rahmen verschiedener Projekte an mehreren ARGEn, jeweils in der Rechtsform einer GbR, beteiligt. Die Ermittlung des Gesamtergebnisses der einzelnen ARGEn findet erst mit Fertigstellung und Abnahme des jeweiligen Projekts statt. Die Jahresergebnisse der ARGEn betragen bis zum Abschluss der jeweiligen Werkverträge zum Jahresende jeweils EUR 0,00. Ein Verlust aus den Schlussabrechnungen ist nach derzeitigem Kentnisstand in keiner ARGE zu erwarten.

- ARGE OÜ FGT 1 und 2 IGP Ingenieur AG und Beratende Ingenieure Dworok Bau-Plan-Consult GmbH (Konsortialvertrag vom 3. Januar 2013)

- ARGE IGP Ingenieur AG und Baumschlager Eberle Lustenau GmbH

(Konsortialvertrag vom 16. September 2019) Auflösung und Abwicklung im Jahr 2020

- ARGE RvOü FBB IGP Ingenieur AG, Heimann Ingenieur GmbH und IOMTECH GmbH

(Konsortialvertrag vom 1. Februar 2017)

- ARGE (Bewerbergemeinschaft) BWG IGP-Bauplanung

(Konsortialvertrag vom 4./10. Dezember 2019)

- ARGE (Bewerbegemeinschaft) BWG MBS (IGP Ingenieur AG / Bauplanung Plauen GmbH)

(Konsortialvertrag vom 14./16. Dezember 2019)

Gemäß Beschluss vom 28. Januar 2020 wurde eine Vorabausschüttung an die Aktionäre für das Jahr 2019 in Höhe von EUR 2.000.000,00 beschlossen. Eine Auszahlung erfolgte am 14. Februar in Höhe von EUR 1.400.000,00. Der Restbetrag von EUR 600.000,00 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Berlin, den 29. Juli 2020

IGP Ingenieur-Aktiengesellschaft, Berlin

gez. Dipl.-Ing. Ernst-Ulrich Behr, Vorstandsvorsitzender

gez. Dipl.-Ing. Christian Werner, Vorstand

gez. Dipl.-Ing. Mario Iliades, Vorstand

gez. Dr.-Ing. Harald Leonhardt, Vorstand

gez. Dipl.-Ing. Dominik Freytag, Vorstand

gez. Dipl.-Ing. Carsten Hille, Vorstand

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde am 29. September 2020 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2019 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2019
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 459.546,54 0,00 0,00 459.546,54
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.942,85 18.639,50 0,00 119.582,35
3. Geschäfts- oder Firmenwert 155.432,73 0,00 0,00 155.432,73
715.922,12 18.639,50 0,00 734.561,62
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 338.994,73 33.093,53 20.454,00 351.634,26
III. FINANZANLAGEN 338.994,73 33.093,53 20.454,00 351.634,26
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 192.500,00 1,00 0,00 192.501,00
2. Beteiligungen 2.885,63 0,00 0,00 2.885,63
3. Sonstige Ausleihungen 91.009,75 12.252,40 0,00 103.262,15
286.395,38 12.253,40 0,00 298.648,78
1.341.312,23 63.986,43 20.454,00 1.384.844,66
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2019 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2019
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.384,54 76.606,00 0,00 82.990,54
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.929,85 22.936,50 0,00 106.866,35
3. Geschäfts- oder Firmenwert 155.431,73 0,00 0,00 155.431,73
245.746,12 99.542,50 0,00 345.288,62
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 234.962,73 37.376,53 20.453,50 251.885,76
234.962,73 37.376,53 20.453,50 251.885,76
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 79.999,00 0,00 79.999,00
2. Beteiligungen 2.884,63 0,00 0,00 2.884,63
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.884,63 79.999,00 0,00 82.883,63
483.593,48 216.918,03 20.453,50 680.058,01
RESTBUCHWERTE
31. Dez. 2019 31. Dez. 2018
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 376.556,00 453.162,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.716,00 17.013,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. SACHANLAGEN 389.273,00 470.176,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 99.748,50 104.032,00
III. FINANZANLAGEN 99.748,50 104.032,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.502,00 192.500,00
2. Beteiligungen 1,00 1,00
3. Sonstige Ausleihungen 103.262,15 91.009,75
215.765,15 283.510,75
704.786,65 857.718,75

Prüfungsbericht des Aufsichtsrats

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich und schriftlich über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle.

Der Aufsichtsrat hat alle wichtigen Angelegenheiten der Gesellschaft mit dem Vorstand beraten und bei den Entscheidungen im Rahmen der ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mitgewirkt.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 und der Lagebericht der IGP Ingenieur-Aktiengesellschaft sind von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der vom Vorstand vorgelegte Abhängigkeitsbericht für das Jahr 2019 wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Vermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen sowie den Vorschlag für die Ergebnisverwendung geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.

Die durch den Aufsichtsrat vorgenommene Prüfung des Abhängigkeitsberichts hat ergeben, dass gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts keine Einwände zu erheben sind.

Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

 

Berlin, den 29.09.2020

gez. Stefan Gräf, Aufsichtsratsvorsitzender

Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2019

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IGP Ingenieur-Aktiengesellschaft, Berlin

Wir haben den Jahresabschluss der IGP Ingenieur-Aktiengesellschaft, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IGP Ingenieur-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 1. September 2020

Mazars GmbH & Co. KG
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gez. Markus Morfeld, Wirtschaftsprüfer

gez. Martina Ismer, Wirtschaftsprüferin

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