Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 106667
Eingetragen
22.3.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und Fernsehprogrammen
Gegenstand
Die Erbringung von Produktionsund Beratungsleistungen bei der Herstellung von Kino- und Fernsehfilmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robert Pinnow
seit 22.3.2007
Geschäftsführer
Sven Pannicke
seit 22.3.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
25.00%
Florian Gellinger
25.00%
Markus Degen
25.00%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

12557 Berlin
6.250 €
25.00%
Florian Gellinger
10437 Berlin
6.250 €
25.00%
Markus Degen
13347 Berlin
6.250 €
25.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

rise fx GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 69.948,00 118.002,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.224.173,00 1.241.614,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.579.378,84 1.590.276,80
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 33.485,84
1.629.378,84 1.673.762,64
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Erzeugnisse 11.568.462,36 5.317.972,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 469.836,94 153.355,63
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 988.526,12 391.935,50
3. Sonstige Vermögensgegenstände 776.244,92 144.094,00
2.234.607,98 689.385,13
III. Flüssige Mittel 1.267.378,43 2.487.060,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 616.175,76 692.545,69
18.610.124,37 12.220.342,91

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 3.143.592,38 2.673.184,45
III. Jahresüberschuss 249.984,59 470.407,93
3.418.576,97 3.168.592,38
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.514,21 202.033,11
2. Sonstige Rückstellungen 670.340,12 753.924,34
673.854,33 955.957,45
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.501.907,75 1.569.895,68
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.789.078,78 5.198.979,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 181.955,51 140.606,31
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 33.732,74
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.044.751,03 1.152.579,35
14.517.693,07 8.095.793,08
18.610.124,37 12.220.342,91
Verbindl. a. Haftungsverhältnissen n. § 251 HGB 12.714,27 12.714,27

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.317.117,38 13.276.798,37
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 6.250.489,74 4.941.803,62
3. Sonstige betriebliche Erträge
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 4.157,06 (i. V. EUR 10.468,74) 100.138,78 39.800,55
21.667.745,90 18.258.402,54
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.371.641,46 4.693.888,95
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.805.798,88 7.588.313,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung EUR 127.520,47 (i. V. EUR 202.418,73) 2.141.281,74 1.663.578,41
11.947.080,62 9.251.891,49
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 832.035,73 669.607,12
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.626.367,78 2.894.649,34
4.458.403,51 3.564.256,46
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 37.749,04 33.710,36
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 392.629,34 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 101.331,53 46.728,05
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 123.326,32 216.069,75
579.538,15 229.087,44
12. Ergebnis nach Steuern 311.082,16 519.278,20
13. Sonstige Steuern 61.097,57 48.870,27
14. Jahresüberschuss 249.984,59 470.407,93

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Rechnungslegungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der rise fx GmbH, Berlin, (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 106667) wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Jahresabschluss die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. 267 Abs. 2 HGB auf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Wirtschaftsgüter und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen nach linearer Methode angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 € wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung gemäß § 253 Absatz 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sofern in Folgejahren die Gründe für die Wertminderung entfallen sind, erfolgen Zuschreibungen gemäß dem Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Absatz 5 HGB.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, die die Fertigungseinzel- und gemeinkosten sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltung umfassen. Bei der Bewertung wurde das Niederstwertprinzip beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert ebenfalls unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für die im Geschäftsjahr geleisteten Zahlungen für die folgenden Jahre zeitanteilig abgegrenzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Für die Verpflichtung aus mittelbaren Versorgungszusagen wurde vom Bilanzwahlrecht nach Artikel 28 EGHGB Gebrauch gemacht. Der Erfüllungsbetrag zum 31.12.2023 laut versicherungsmathematischem Gutachten beträgt 896.575,00 € (Vorjahr: 619.294,00 €); der beizulegende Zeitwert des Vermögens des Versorgungsträgers (Kassenvermögen) liegt bei 207.382,00 € (Vorjahr: 192.973,00 €). Daraus resultiert ein Fehlbetrag zum Stichtag 31.12.2023 in Höhe von 689.193,00 € (Vorjahr: 426.321,00 €).

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

2. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Aktiva

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Bewegungen des Anlagevermögens sind dem Bruttoanlagenspiegel zu entnehmen.

Die Finanzanlagen beinhalten 100%-Beteiligungen an zwei Unternehmen, denen Darlehen mit einer Laufzeit > 1 Jahr zur Verfügung gestellt wurden. Im Geschäftsjahr wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 393 außerplanmäßig abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Position "in Arbeit befindliche Aufträge" beinhaltet die am Bilanzstichtag dem Kunden noch nicht in Rechnung gestellten, aber bereits erbrachte Leistungen sowie noch nicht abgerechnete Förderansprüche.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber Kunden, verbundenen Unternehmen und dem Finanzamt sowie geleisteten Kautionen zusammen. Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die liquiden Mittel wurden mit ihrem Bestand vom 31. Dezember 2023 in die Bilanz aufgenommen und beinhalten den Bargeldbestand und die laufenden Guthaben bei den Kreditinstituten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die im Wirtschaftsjahr geleisteten Zahlungen für zukünftige Zeiträume wurden zeitanteilig abgegrenzt. Der Posten beinhaltet Vorauszahlungen für Aufwendungen des Wirtschaftsjahres 2024.

Passiva

Rückstellungen

Die Position beinhaltet voraussichtliche Kosten für den Personalbereich, die in Kosten für nicht genommene Urlaubstage und Überstunden, Kosten für die Berufsgenossenschaft und der Ausgleichsabgabe und ausstehende Honorarrechnungen. Des Weiteren wurden Rückstellungen für Kosten aus der Erstellung des Jahresabschlusses, den Aufbewahrungspflichten und voraussichtlich zu zahlende Steuern 2023 gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben folgende Restlaufzeiten:

 

Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.580.427,28 € (Vorjahr: 493.766,80 €)

 

Restlaufzeit von mehr als einem bis fünf Jahre: 746.480,47 € (Vorjahr: 801.128,88 €)

 

Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: 175.000,00 € (Vorjahr: 275.000,00 €)

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von 773.245,51€ durch Sicherungsübereignungen bzw. Eigentumsvorbehalte gesichert.

Abschlagszahlungen, bei denen die zu erbringenden Leistungen im Wirtschaftsjahr 2024 erfolgen, sind unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen. Sie haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung stellen die am Bilanzstichtag offenen Rechnungen von Lieferanten dar. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt, den Krankenkassen und Abrechnungen an Fördergebern zusammen sowie ausstehenden Zahlungen für Rechnungen des laufenden Wirtschaftsjahres. Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Es besteht eine Eventualverbindlichkeit, die außerhalb der Bilanz ausgewiesen ist. Sie besteht in einer Bürgschaft über eine Kaution für angemietete Büroräume.

Gewinn- und Verlustrechnung

Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit 30.077,28 € (i. V. 31.910,25 €) verbundenen Unternehmen.

3. Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB

Name Beteiligungsquote Währung Eigenkapital Jahresergebnis
%
rise fx south GmbH, München 100 TEUR 58 175
rise filmproduktion GmbH, Berlin 100 TEUR -685 -201
RISE FX GB LTD., London/England 100 TGBP -1.049 -285

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Weiterhin bestehen jährlich sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen i.H.v. 911.177,42 €. Die Laufzeit der Miet- und Leasingverträge beträgt zwischen 8 Monaten und 6 Jahren.

Personal

Während des Zeitraums vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren durchschnittlich 198 Arbeitnehmer beschäftigt und teilt sich in die folgenden Gruppen:

Artist 117
Pipeline 19
Office 20
Production 30
IT 12
Gesamt 198

Organe der Gesellschaft

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren:

Herr Robert Pinnow, Berlin

Herr Sven Pannicke, Berlin

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt € 249.984,59.

Auf neue Rechnungen werden € 249.984,59 vorgetragen.

 

Berlin, den 16. Oktober 2024

Robert Pinnow

Sven Pannicke

Entwicklung des Anlagevermögens der rise fx GmbH, Berlin, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 733.018,92 8.312,99 172.842,46 568.489,45
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.843.218,56 758.291,74 238.522,64 4.362.987,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.590.276,80 893.054,28 903.952,24 1.579.378,84
3. Sonstige Ausleihungen 33.485,84 800,00 34.285,84 0,00
1.673.762,64 893.854,28 938.238,08 1.629.378,84
6.250.000,12 1.660.459,01 1.349.603,18 6.560.855,95
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 615.016,92 56.334,99 172.810,46 498.541,45
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.601.604,56 775.700,74 238.490,64 3.138.814,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 392.693,34 392.693,34 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 392.693,34 392.693,34 0,00
3.216.621,48 1.224.729,07 803.994,44 3.637.356,11
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 69.948,00 118.002,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.224.173,00 1.241.614,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.579.378,84 1.590.276,80
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 33.485,84
1.629.378,84 1.673.762,64
2.923.499,84 3.033.378,64

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Rise FX GmbH (nachfolgend: Rise FX) wurde am 22. Februar 2007 gegründet und ist im Handelsregister unter HRB 106667 B beim Registergericht Berlin-Charlottenburg eingetragen. Rise FX ist ein VFX-Dienstleistungsunternehmen und tätig in der Erbringung von Produktions- und Beratungsleistungen bei der Herstellung von Kino- und Fernsehfilmen. Das Unternehmen hat seinen Hauptfirmensitz in Berlin und Zweigniederlassungen in Stuttgart und Köln.

Die Rise FX besitzt drei 100%-ige Tochtergesellschaften: die VFX-Dienstleistungsunternehmen Rise FX South GmbH in München und Rise FX GB Ltd. in London, sowie die Filmherstellungsgesellschaft Rise Filmproduktion GmbH mit Sitz in Berlin.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsmodell

Als VFX-Dienstleistungsunternehmen betreut Rise FX für seine namhaften internationalen Auftraggeber Serien, Fernseh- und Kinofilme gleichermaßen, von der Konzeption bis zum fertigen Filmbild, liefert Concept Art und Previs, ist bei einigen Produktionen auch jeden Tag am Filmset dabei, produziert die Effekte und Animationen.

Bei der Finanzierung der Projekte steht Rise FX seinen Auftraggebern ebenfalls beratend zur Seite und fungiert als Antragsteller für die Projektfilmförderungen. Durch die Finanzierungsmöglichkeiten der deutschen VFX-/Film-Förderlandschaft gelingt es Rise FX, bedeutende internationale Projekte zu akquirieren. Neben dem Vorteil der Kundengewinnung für Rise FX, kommt dies gleichermaßen der Bedeutung des VFX-/Film-Standortes Deutschland zu Gute, als auch den internationalen Auftraggebern, welche Deutschland vermehrt als Produktionsstandort nutzen.

Für das Geschäftsmodell von Rise FX ergibt sich daraus auf der Umsatz-Seite ein Zusammenspiel aus Projektfinanzierungsbausteinen von Auftraggebern und zu geringeren Teilen aus Filmförderungen.

Mit einer Personalaufwandsquote von rund 55% für die Beschäftigung der festen Mitarbeiter, sowie weiteren 20% für den Einkauf von Fremdleistungen bei freien Mitarbeitern, stellt dieser Teil den größten Posten auf der Aufwands-Seite dar. Rund 23% des Aufwands fließen in die laufenden allgemeinen Betriebskosten und in die Investitionen der IT-Infrastruktur.

2.2 Rahmenbedingungen

Heute ist die Medien- und Unterhaltungsbranche eine der am schnellsten wachsenden arbeitsplatzschaffenden Industrien weltweit. VFX ist zu einem wichtigen Bestandteil für Film, Fernsehen, Werbung, Videospiele und Animationsfilme geworden.

Das weltweite Interesse und die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Inhalten stellt den Hauptantriebsfaktor für den VFX-Markt dar. VFX-Dienstleistungen bieten die Möglichkeit Live-Action-Medien zu verbessern, substantiell zu erweitern und teils sogar zu ersetzen. Dadurch können Inhalte filmisch erzählt werden, die mit klassischen Produktionstechniken nicht umzusetzen sind. Der technologische Fortschritt ist hier ein Antrieb für Angebot und Nachfrage gleichermaßen. Auf der Nachfrageseite sind Internetzugänge mit hoher Bandbreite, speziell auch mobile Angebote, sowie die Normalität mit der auch auf mobilen Endgeräten Inhalte konsumiert werden, ein wichtiger Faktor. Auf der Angebotsseite sehen wir die seit vielen Jahren steigende Rechenleistung und verbesserte Software als Motor für einfachere und schnellere VFX-Bearbeitung. Dies schließt neue, KI basierte Werkzeuge für die Erstellung von Inhalten ein. Für fallende Preise durch mehr Angebot bei konstanter Nachfrage sehen wir derzeit keine Anzeichen. Vielmehr hat die Menge, des von den Kunden geforderten VFX-Contents speziell im hochqualitativen Segment, deutlich zugenommen. Große Content Anbieter haben sich gar bestehende VFX-Häuser einverleibt, um sich Bearbeitungskapazitäten zu sichern.

Das Teilsegment Film dominiert den VFX-Markt und wird diesen Trend voraussichtlich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Produktionsarbeit ist in zahlreichen Fällen global aufgeteilt. Länder und Regionen weltweit treten in Wettbewerb, um große Filmproduktionen anzuziehen. Letzteren werden Einsparungsmöglichkeiten bei ihren Arbeitskosten durch finanzielle Unterstützung in Form von Steueranreizen, Subventionen, und Förderungen geboten.

Der weltweite Markt für VFX-Dienstleistungen für Filmproduktionen wird von rund 25 größeren internationalen Playern angeführt. In Deutschland gibt es je nach Betrachtung 4 bis 5 Unternehmen, deren Arbeit sich qualitativ mit der von internationalen Branchengrößen messen kann und sie deshalb auch Teil vieler internationaler High End Produktionen sind. In der Regel, sind die deutschen VFX- Firmen jedoch zu klein um bei den VFX-Arbeiten von internationalen Großproduktionen federführend zu sein.

Die deutsche VFX-Branche kann 2023 auf eine stabile Förderlandschaft zurückblicken. Die Branche kooperiert auf regionaler Ebene mit den Filmförderanstalten der Länder. Auf Bundesebene, sind VFX-Dienstleister im Rahmen des Deutschen Filmförderfonds (DFFF2) der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, grundsätzlich förderberechtigt.

2.3 Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

2.3.1 Geschäftsverlauf

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst folgende Tabelle zusammen:

2021 2022 2023
Projektleistungen 14.506 k€ 18.258 k€ 21.668 k€
Personalkosten 9.703 k€ 13.946 k€ 16.319 k€
Gemeinkosten 3.186 k€ 3.626 k€ 4.976 k€
Jahresüberschuss 1.106 k€ 470 k€ 250 k€
EBITDA 17,6% 7,5% 5,9%
Mitarbeiteranzahl 116 157 198

Anmerkungen:

Die dargestellten Projektleistungen entsprechen den Auftraggeber- und Förder-Einnahmen in den Umsatzerlösen, den Beständen an teilfertigen Leistungen sowie den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Personalkosten entsprechen dem Personalaufwand für feste Mitarbeiter, sowie den unter Materialaufwand geführten Honoraren für freie Mitarbeiter und Kosten für externe Dienstleister. Die Gemeinkosten stellen die Abschreibungen der IT-Infrastruktur, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sowie Aufwendungen und Erträge aus Zinsen und Ähnlichem dar.

2.3.2 Ertragslage

Nachdem Rise FX infolge der Corona-Pandemie über mehrere Jahre einem schwierigen Geschäftsumfeld gegenüberstand, war auch das Wirtschaftsjahr 2023 von branchenspezifischen Herausforderungen geprägt. Die Autoren- und Schauspieler-Streiks in den USA, welche über die zweite Jahreshälfte andauerten, hatten eine direkten Einfluss auf die Umsatz- und Projektplanung der Rise FX. Einerseits haben sich einzelne Projekte aufgrund von streikbedingten Produktionsunterbrechungen verzögert. Andererseits hat sich die Auftragslage bzw. die Akquise neuer Projekte für die VFX-Branche im Allgemeinen und für Rise FX im Einzelnen massiv verschlechtert, sodass erhebliche Maßnahmen im Rahmen der Arbeitsorganisation getroffen werden mussten. Trotz dieser Auswirkungen auf den regulären Geschäftsablauf hat sich Rise FX der angespannten Marktsituation angepasst und konnte einen Jahresüberschuss nach Steuern von 250 k€ erzielen. Ohne Sonderabschreibungen von Ausleihungen in Höhe von 393 k€ wäre das Ergebnis noch deutlich besser ausgefallen.

Die Summe der Umsatzerlöse, der Bestandsveränderungen für unfertige Leistungen und der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Vergleich zum Vorjahr von 18.258 k€ um 19% auf 21.668 k€ im Jahr 2023 gestiegen. Dies stellt, wie im Vorjahr, erneut den höchsten Wert der Unternehmensgeschichte dar. 41% der Projektleistungen wurden im Inland und 59% wurden im Ausland (ausschließlich USA) erzielt.

Im Gegensatz zum Vorjahr, sind die Aufwandskosten für internes und externes Personal für das Unternehmen im Verhältnis in etwas geringerem Umfang (17%) als die Umsätze gestiegen. Dies unterstreicht die erfolgreiche Umsetzung der strategischen Ziele in diesem Bereich: die stetige Steigerung der Projektleistungen, einhergehend mit der effizienteren Gestaltung der Arbeitsorganisation.

Bemerkenswert hierbei ist ebenfalls, die verbesserte Auslastung von festen Mitarbeitern bzw. die verminderte Notwendigkeit in der Projektumsetzung auf freie Mitarbeiter und externe Dienstleister zurückzugreifen. Mit einer Quote von 27% an externen Personalkosten, stellt diese den geringsten Wert seit 2018 dar.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalaufwand für feste Mitarbeiter um 29% auf 11.947 k€ gestiegen. Hingegen dazu ist die Projektbuchung von freien Mitarbeitern und externen Dienstleistern, welche sich im Materialaufwand widerspiegeln, im Vergleich zu 2022 um 7% auf 4.372 k€ gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Jahr 2023 ebenfalls um 25% auf 3.626 k€ erhöht. Dies ist einerseits mit dem gestiegenen Projektvolumen und Anzahl an Beschäftigten zu begründen. Andererseits fiel die Wertberichtigung von Darlehen im Verbund und mit externen Geschäftspartnern außerordentlich ins Gewicht. Die Abschreibungen der IT-Infrastruktur haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 24% auf 832 k€ erhöht.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Unternehmens ist im Jahr 2023 um 52% auf 18.610 k€ gestiegen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Steigerung der unfertigen Leistungen von 5.318 k€ auf insgesamt 11.568 k€, der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 1.590k€ auf 2.235 k€, sowie die Minderung der liquiden Mittel von 2.487 k€ auf 1.267 k€ im Jahr 2023.

Auf der Passiv-Seite sind insbesondere die Verbindlichkeiten des Unternehmens um 79% zum Vorjahr gestiegen. Hauptsächliche Ursache hierfür ist der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen für in Arbeit befindliche Aufträge von 5.199 k€ auf 10.789 k€. Aufgrund einer kurzfristigen Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie zum Stichtag sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 1.570 k€ auf 2.502 k€ gestiegen.

Das Anlagevermögen beträgt rund 16% der Bilanzsumme und ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Das Eigenkapital nahm in Höhe des Jahresüberschuss um 250 k€ auf 3.419 k€ zu. Aufgrund des starken Anstiegs der passivierten erhaltenen Anzahlungen reduziert sich die Eigenkapitalquote von 25,9% im Vorjahr auf 18,4% im Jahr 2023.

Insgesamt ist die Vermögens- und Kapitalstruktur solide.

2.3.4 Finanzlage

Die Liquidität des Unternehmens wird aus den laufenden Einnahmen des Geschäfts gesichert. Weiter stehen Rise FX zwei Kontokorrentlinien bei ihren Hausbanken zur Verfügung, welche für die Finanzierung der laufenden Betriebsmittel genutzt werden können. Als Ergebnis des Unternehmenswachstums der Rise FX wurde eine Ausweitung der Kontokorrentlinie bei der Hausbank vereinbart.

Seit Ende 2022 hat Rise FX für die betriebliche Altersversorgung aller Mitarbeiter die pauschaldotierte Unterstützungskasse "VFX Veteran Fund" zugänglich gemacht. Die Zuwendungen zur Unterstützungskasse, stehen Rise FX in Form eines rückgewährten Darlehens als zusätzliche liquide Mittel zur Verfügung.

Die Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres 2023 in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend.

3. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Gesamtheitlich geht Rise FX für das Jahr 2024 weiterhin von einer positiven Unternehmensentwicklung aus.

Die streikbedingten Produktionsstopps auf Auftraggeber-Seite im Jahr 2023 haben jedoch zu einer ungewissen Auftragslage für das Geschäftsjahr 2024 geführt. Denn die Nachfrage an VFX- Dienstleistungen ist nicht nur während des Zeitraums der Streiks stark rückläufig gewesen. Auch nach Beendigung der Streiks, gab es weiterhin Verzögerungen im Produktionsbetrieb, welche sich bis zur Erstellung dieses Jahresabschlusses noch nicht vollständig aufgelöst haben.

Diese Verzerrung der Nachfrage hatte schwerwiegende Folgen für einige Unternehmen der VFX- Branche, welche mit Einstellungsstopps und Personalabbau reagierten. Weltweit kam es in der Branche vermehrt zu Insolvenzen. Im Gegensatz dazu konnte Rise FX seinen Wachstumspfad verfolgen und die Mitarbeiteranzahl um 26% zum Vorjahr steigern. Um die Auswirkungen der verzerrten Nachfrage auf die Planung der Mitarbeiterauslastung abzufedern, wurde seit Ende 2023 für Teile der Belegschaft Kurzarbeit im Unternehmen eingeführt. Ziel hierbei ist die Sicherung alter und neuer Arbeitsplätze und die Chance, mit Entspannung des Marktes, die Nachfrage mit vollen Kräften zu bedienen.

Mit vollständiger Wiederaufnahme des Produktionsbetriebs geht Rise FX auch in Zukunft von einer starken weltweiten Nachfrage nach hochqualitativen Inhalten mit entsprechend hohem VFX-Anteil im Filmmarkt aus. Besonderes Augenmerk liegt in der Projektakquise dabei auf der stetigen Weiterentwicklung von bestehenden und neuen Partnerschaften mit weltweit etablierten Filmproduktionsstudios. Im Hinblick auf eine Risikoverteilung strebt Rise FX dabei eine möglichst breite Auswahl an Projekten an. Das bedeutete sowohl Auftragsarbeiten für alle großen internationalen Studios, als auch für alle großen Streamer - sowohl im Bereich Feature Film, als auch im Bereich Serie. Parallel dazu soll auch weiterhin ein substantieller Anteil nationaler Produktionen (aus den Bereichen Kinofilm und High End Serie) im Auftragsvolumen enthalten sein. Dabei helfen die gewachsenen Strukturen des Unternehmens, sowohl Kunden bei wiederkehrenden Franchise-Produktionen, als auch bei neuen Film- und Serienprojekten zu unterstützen. Gleichzeitig birgt die Verwaltung einer gewachsenen Struktur Risiken im Rahmen der Projektakquisition in Hinsicht auf die benötigten Projektvolumina zur Deckung der Unternehmenskosten, die Planung von parallellaufenden und/oder aufeinander folgenden Projekten, sowie die effiziente Arbeitsorganisation und zeitliche Auslastung der Projektmitarbeiter.

Zusätzliche Risiken ergeben sich aus Zahlungsstromschwankungen aufgrund von Verschiebungen oder Ausfällen von Auftraggeber-Einnahmen, welche typischerweise aus sich entwickelnden Kundenanfragen im Projektverlauf, der Verschiebung von Veröffentlichungsterminen oder, wie in den letzten Jahren, übergeordneten Marktereignissen (Corona-Pandemie und Branchenstreiks) resultieren. Weitere Zahlungsstromschwankungen entstehen durch die teils verzögerten Eingänge von erwarteten Fördereinnahmen. Dies liegt u.a. an langwierigen Prozessen im Rahmen der im Vergleich zur klassischen Filmförderung noch immer relativ neuartigen VFX-Dienstleister-Förderungen in Deutschland, aber auch an den damit verbundenen buchhalterischen Erfordernissen.

Weiterhin beobachtet Rise FX inflationsbedingte Risiken in Hinsicht auf die Entwicklung von Gehältern, Honoraren und laufenden Betriebskosten.

Die Tochtergesellschaften in München und London stehen den zuvor genannten Risiken nahezu identischen gegenüber. Daraus ergeben sich für Rise FX, als Muttergesellschaft, potenzielle Liquiditätsrisiken.

Bisher konnte sich Rise FX, trotz herausfordernden Corona-Jahren, Konsolidierungseffekten auf dem VFX-Dienstleistermarkt und Branchen-Streik in den USA, mit einem stetigen Wachstum und durch die Einstellung von qualifizierten Arbeitskräften durchsetzen. Die Auftragslage ist noch nicht gänzlich zufriedenstellend. Positive Tendenzen sind jedoch bereits deutlich erkennbar. Die Einnahmen für 2024 gelten somit als gesichert, sodass mit leicht gestiegenen Projektleistungen im Vergleich zum Vorjahr gerechnet wird.

Aufgrund der zuvor dargestellten und der bis zur Aufstellung des Lageberichts eingetretenen Entwicklungen erwartet Rise FX somit ein leicht angestiegenes Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr. Die Liquidität ist durch vertraglich zugesicherte Einnahmen und einer erweiterten Kreditlinie für laufende Betriebsmittelfinanzierung als gesichert anzusehen. Unmittelbar existenzbedrohende Risiken bestehen insofern nicht.

Für 2025 geht Rise FX grundsätzlich von einer positiven Fortführung der Unternehmensentwicklung aus. Die streikbedingten Produktionsstopps durch die Auftraggeber im Jahr 2023 und deren Nachwirkungen auf die VFX-Industrie in 2024 lassen derzeit positive Erwartungen für das Geschäftsjahr 2025 zu. Durch die Hindernisse im Markt ist ein enormer Nachfrage Rückstau entstanden, sodass mit einer Markterholung und potenziell vorübergehend starkem Wachstum zu rechnen ist.

 

Berlin, den 16. Oktober 2024

Sven Pannicke

Robert Pinnow

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 17.10.2024 festgestellt.

Zum Zwecke der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterungen nach § 326 ff. HGB gekürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die rise fx GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der rise fx GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der rise fx GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 16. Oktober 2023

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer

Wibke Großmann, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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