FUNKE Sales GmbHLiquidiert

45127 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 26676
Eingetragen
24.9.2015
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenErbringung von Fundraising-DienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen jeglicher Art für Medienunternehmen.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Prokura
Matthias Rolff
seit 9.12.2019
Prokura
Ove Saffe
seit 8.6.2018
Geschäftsführer
Tim Dr. Mundhenke
seit 19.2.2018
Prokura
Axel Dr. jur. Kroll
seit 3.11.2015
Prokura
Gerrit Dr. Hempelmann
seit 3.11.2015
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA

Essen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

31.12.2017
T€
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.563.115,40 139.790,2
2. Geschäfts- oder Firmenwert 491.336.263,57 565.206,0
3. geleistete Anzahlungen 842.782,02 456,5
  592.742.160,99 705.452,7
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.644.293,15 33.687,7
2. technische Anlagen und Maschinen 9.873.720,91 9.522,4
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.683.829,94 18.722,4
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.790.442,32 9.160,1
  70.992.286,32 71.092,7
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 273.406,00 81,3
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1,00 0,0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 9.319.609,58 12.327,7
4. Beteiligungen 8.952.228,67 9.536,0
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.013.349,08 863,4
6. sonstige Ausleihungen 115.941,42 132,6
  19.674.535,75 22.941,1
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.499.808,25 12.739,8
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 449.776,79 943,2
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.253.709,65 2.245,2
4. geleistete Anzahlungen 154.716,87 163,0
  18.358.011,56 16.091,2
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 86.317.657,27 79.642,6
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.760,93 5,8
3. Forderungen gegen Gesellschafter 695.518.380,80 706.832,0
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.826.855,70 19.060,5
5. sonstige Vermögensgegenstände 140.866.877,39 219.562,2
  940.544.532,09 1.025.103,1
III. Wertpapiere    
sonstige Wertpapiere 10.000.000,00 10.000,0
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 123.049.160,99 106.044,9
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.697.437,76 24.559,0
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 5,4
  1.798.058.125,46 1.981.290,1

PASSIVA

   
    31.12.2017
  T€
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 60.000.800,00 60.000,8
II. Kapitalrücklage 309.937.675,44 309.937,7
III. Gewinnrücklagen 1.991.532,56 1.990,4
IV. Konzernbilanzgewinn 326.431.701,83 342.630,1
V. Nicht beherrschende Anteile 8.522.106,84 9.719,2
  706.883.816,67 724.278,2
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 741,00 74,8
C. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 265.590.473,96 251.824,9
2. Steuerrückstellungen 484.405,30 2.718,3
3. sonstige Rückstellungen 127.930.959,66 140.898,5
  394.005.838,92 395.441,6
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 493.092.694,40 630.665,0
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 51.407.162,15 53.985,1
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 70.896.147,25 69.586,8
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.175.357,88 5.738,5
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.514.666,62 27.321,5
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.914.382,18 9.069,9
7. sonstige Verbindlichkeiten 47.867.822,09 54.110,5
- davon aus Steuern € 14.100.083,49 (i.V. T€ 12.458,5)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 281.593,54 (i.V. T€ 450,5)    
  685.868.232,57 850.477,3
E. Rechnungsabgrenzungsposten 11.299.496,30 11.018,1
  1.798.058.125,46 1.981.290,1

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse   1.216.605.253,34 1.257.662,3
2. Verminderung/Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -202.859,03 310,9
3. sonstige betriebliche Erträge   53.920.841,01 31.173,3
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 112.362.508,68   112.219,7
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 176.540.648,36   165.785,9
    288.903.157,04 278.005,6
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 402.080.502,59   386.464,3
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 81.820.252,46   78.756,9
- davon für Altersversorgung € 6.997.469,69 (i.V. T€ 5.521,0)      
    483.900.755,05 465.221,2
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   137.480.588,56 129.094,3
7. sonstige betriebliche Aufwendungen   344.925.535,46 378.823,6
8. Erträge aus Beteiligungen   2.665.136,24 3.393,2
9. Ergebnis aus Equity-Bewertung   -652.969,98 -1.718,7
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   51.761,79 85,1
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   21.101.143,56 20.069,0
- davon aus verbundenen Unternehmen € 14.862.760,85 (i.V. T€ 15.683,5)      
- davon Erträge aus der Abzinsung € 0,00 (i.V. T€ 12,7)      
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   2.295.404,67 886,6
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   37.054.655,69 36.261,5
- davon aus verbundenen Unternehmen € 552.297,08 (i.V. T€ 1.251,3)      
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung € 23.432.629,27 (i.V. T€ 20.276,9)      
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   4.100.916,63 4.435,4
15. Ergebnis nach Steuern   -5.172.706,17 18.246,9
16. sonstige Steuern   1.308.924,88 1.495,0
17. Konzernergebnis vor Gewinnabführung   -6.481.631,05 16.751,9
18. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn   6.446.889,06 27.238,6
19. Konzernjahresfehlbetrag   -12.928.520,11 -10.486,7
20. auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne   6.168.332,79 4.249,3
21. auf nicht beherrschende Anteile entfallende Verluste   2.899.605,09 2.235,4
22. Konzernverlust des Mutterunternehmens   -16.197.247,81 -12.500,6

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

A. Allgemeine Angaben

1. Gesetzliche Grundlagen

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA (FUNKE MEDIENGRUPPE) wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn-und Verlustrechnung erfolgt nach § 266 (2)/(3) bzw. § 275 (2) HGB iVm § 298 (1) HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 (2) HGB iVm § 298 (1) HGB zur Anwendung.

Die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Essen wird beim Amtsgericht Essen unter HRB 25935 geführt.

2. Konsolidierungskreis/assoziierte Unternehmen

In den Konzernabschluss wurden gem. § 290 HGB neben der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA (Mutterunternehmen) die in- und ausländischen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen wie folgt einbezogen:

31.12. 2018 31.12. 2017
gem. §§ 300 ff. HGB voll in den Konzernabschluss einbezogen: Inland 156 153
(Tochterunternehmen) Ausland 0 0
    156 153
gem. § 296 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen: Inland 8 7
(Tochterunternehmen) Ausland 2 2
    10 9
gem. § 310 HGB quotal in den Konzernabschluss einbezogen: Inland 6 6
(Gemeinschaftsunternehmen) Ausland 0 0
    6 6
gem. §§ 311 ff. HGB at equity in den Konzernabschluss einbezogen: Inland 24 25
(assoziierte Unternehmen) Ausland 0 0
    24 25
gem. § 311 (2) HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen: Inland 3 5
(assoziierte Unternehmen) Ausland 1 1
    4 6
Gesamtsumme:   200 199

Der gesamte Anteilsbesitz ist der Anteilsbesitzliste zu entnehmen, welche zusätzlich auch Angaben zur Art der Einbeziehung enthält.

Die Anzahl der Gesellschaften des Konsolidierungskreises hat sich im Geschäftsjahr insgesamt um eine Gesellschaft erhöht: 4 Gesellschaften, die im Geschäftsjahr gegründet oder erworben wurden, werden erstmalig vollkonsolidiert; 1 erworbene Gesellschaft wird mangels Wesentlichkeit nicht einbezogen. Aufgrund von Verkäufen und einer Löschung hat sich die Zahl der at equity einbezogenen Unternehmen um 3 verringert. Außerdem ist 1 Gesellschaft verschmolzen worden.

Aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises ergeben sich nachfolgend aufgeführte ausschließlich die Gewinn- und Verlustrechnung betreffende nennenswerte Auswirkungen:

2018 2017 Differenz davon Veränderung Konsolidierungskreis
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 1.216,6 1.257,7 -41,1 -0,4
Materialaufwand 288,9 278,0 10,9 0,0
Personalaufwand 483,9 465,2 18,7 -1,4
Abschreibungen 137,5 129,1 8,4 0,7
Sonstiger betrieblicher Auf- wand 344,9 378,8 -33,9 -0,8
Erträge aus Beteiligungen 2,7 3,4 -0,7 0,0

3. Abschlussstichtag

Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, den 31. Dezember 2018, aufgestellt.

4. Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gem. § 301 HGB für Unternehmen, die aufgrund eines Zukaufs/Erwerbs erstmals konsolidiert werden, nach der Erwerbsmethode zu dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungs- und Sonderposten entspricht. Ein nach Verrechnung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und nach § 309 (1) HGB über die Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bei Kapitalkonsolidierungen von Gesellschaften oder zugekauften Kapitalanteilen, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde die Buchwertmethode gem. § 301 (1) Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden den jeweiligen Bilanzpositionen zugeordnet. Ein verbleibender Restbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert oder als passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Die passivischen Unterschiedsbeträge haben sich bereits realisiert.

Nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile von Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, werden gem. § 307 (1) HGB unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden gem. § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet. Zeitliche Buchungsdifferenzen werden erfolgsneutral in die sonstigen Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten gebucht. Echte Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Ertrag gebucht.

Zwischengewinneliminierung

Auf eine Eliminierung der Zwischengewinne wird nach § 304 (2) HGB grundsätzlich verzichtet, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Umsatzerlöse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen nach § 305 HGB verrechnet.

Gemeinschaftsunternehmen

Sechs inländische Gemeinschaftsunternehmen wurden gem. § 310 HGB quotal entsprechend ihrer Beteiligungsquote in den Konzernabschluss einbezogen. Die gemeinsame Führung beruht auf faktischen Verhältnissen der Höhe der Beteiligungsquote. Die Grundsätze der Konsolidierung entsprechen denen der vollkonsolidierten Unternehmen.

Assoziierte Unternehmen, die nach § 312 HGB bewertet wurden

Beteiligungen an diesen Unternehmen werden gemäß § 312 (1) HGB nach der Buchwertmethode angesetzt. Die Erstkonsolidierungen erfolgen nach § 312 (3) HGB n. F. zum Erwerbszeitpunkt. Erstkonsolidierungen, die vor dem 1. Januar 2010 durchgeführt wurden, erfolgten nach § 312 HGB a. F. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung bzw. zum Zeitpunkt des Erwerbs. Auf Grund der Inanspruchnahme des § 312 (5) HGB wird auf eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden verzichtet.

Die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Equity-Bilanzierung zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 4,9 Mio. € entfallen auf Firmenwerte.

Unternehmen, die nach § 296 HGB nicht einbezogen und assoziierte Unternehmen, die nach § 311 (2) HGB nicht nach der Equity-Methode bewertet wurden

Unternehmen, die nach § 296 (2) HGB nicht einbezogen wurden und assoziierte Unternehmen, die nach § 311 (2) HGB nicht nach der Equity-Methode bewertet wurden, sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Insgesamt betragen die Bilanzsummen und Jahresumsatzerlöse nicht mehr als 1% der Konzernbilanzsumme bzw. der Konzernumsatzerlöse.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um lineare Abschreibungen vermindert. Bei einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünfzehn Jahren.

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über die jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Es wurden Nutzungsdauern zwischen vier und fünfzehn Jahren angesetzt.

Für die entgeltlich erworbenen Geschäfts - oder Firmenwerte wurden die Begründungen der jeweiligen Nutzungsdauer in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden hier aufgrund von Erfahrungswerten nach gleichartigen Gründen und gleicher Nutzungsdauer in Gruppen zusammengefasst:

Gruppe 15 Jahre 10 Jahre 5-4 Jahre Begründung
Buchwerte
in Mio.€
Buchwerte
in Mio.€
Buchwerte
in Mio. €
Tageszeitungen 174,7 0,0 0,0 Tageszeitungen gelten als Kulturgut und haben eine lange Historie. In der jeweiligen Region ist jeweils ein Alleinstellungsmerkmal (Marktführerschaft) zu unterstellen, welches einen langen Produktlebenszyklus und somit eine lange betriebliche Nutzungsdauer begründet. Auf Grund der unterschiedlichen Auflagenzahlen wird zwischen einer Nutzungsdauer von 10 (mittlerer Auflagenbestand) und 15 Jahren (hoher Auflagenbestand) konzerneinheitlich differenziert.
Zeitschriften & Anzeigenblätter 279,4 0,0 1,8 Auf Grund des Bekanntheitsgrades eines Zeitschriftentitels/Verlages und der damit verbundenen Marktstellung, die über einen langen Zeitraum erworben wurde, wird grundsätzlich ein langfristiger Produktlebenszyklus unterstellt. Konzernweit wird demzufolge beim Erwerb eines Verlages etc. grundsätzlich eine Nutzungsdauer zwischen 10 bis 15 Jahren angesetzt. In Ausnahmefällen erfolgt eine Festlegung von 4 oder 5 Jahren, wenn mit einem kürzeren Produktlebenszyklus zu rechnen ist.
Digital 0,0 0,0 34,2 Aufgrund der Schnelllebigkeit im Digitalbereich wird der Produktlebenszyklus unter anderem in Bereichen wie Online-Services, Digitales Publishing und dem Betrieb von Internet-Plattformen als kurzfristig angesehen. Für Geschäfts- und Firmenwerte in diesem Bereich wird daher eine Nutzungsdauer von 5 Jahren unterstellt.
Sonstiges 0,0 0,0 1,2 In der Gruppe "Sonstiges" wurde einzelfallbezogen analog zu den Begründungen der anderen Gruppen (Umfang Erwerb und Produktlebenszyklus sowie Marktposition) der erwartete Produktlebenszyklus angesetzt.
Summe 454,1 0,0 37,2  

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten vermindert um lineare, bei Zugängen vor dem 31. Dezember 2009 auch um degressive Abschreibungen bewertet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung wurde beachtet. Bei einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünfzehn, bei Gebäuden zwischen 25 und 50 Jahren.

Für Zugänge zum Sachanlagevermögen wurden im Jahr 2018 entsprechend § 6 Abs. 2a EStG Sammelposten gebildet, sofern ihre jeweiligen Anschaffungskosten zwischen 250 € und 1.000,00 € liegen. Der Sammelposten wird über 5 Jahre aufgelöst. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 € wurden im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten, die Ausleihungen mit dem Nominalwert angesetzt. Bei einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert. Soweit die Gründe für vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung werden keine Abschreibungen vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Bestandsrisiken werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten grundsätzlich auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen (soweit durch die Fertigung veranlasst) berücksichtigt werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Börsen- oder Marktpreis bilanziert.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Guthaben in ausländischen Währungen werden zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbeund -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des Ansatzwahlrechts.

Die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Teilwertverfahrens ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" (im Vorjahr: 2005 G) von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangen zehn Jahre verwendet. Der Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 3,20% (im Vorjahr 3,67%). Zinsänderungseffekte werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Erwartete Gehaltssteigerungen wurden bei Pensionen mit bis zu 2,00% und bei Entgeltumwandlung mit 1,50% berücksichtigt. Erwartete Rentensteigerungen wurden bei den Pensionen mit 1,75% und bei Entgeltumwandlung mit 1,00% kalkuliert.

Die Rückstellungen für Sterbegeld werden nach versicherungsmathematischen Methoden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" (im Vorjahr: 2005 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal ein durchschnittlicher Marktzinssatz bei einer Laufzeit von 15 Jahren von 2,32% gem. der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 1,5% berücksichtigt, erwartete Rentensteigerungen wurden nicht berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten; sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitkongruenten Zinssatz abgezinst.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" (im Vorjahr: 2005 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Unter Zugrundelegung der tatsächlichen Laufzeit wurde für die Abzinsung pauschal ein durchschnittlicher Marktzinssatz von 0,88% gem. der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen sowie Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen wurden mit 1,50% berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 (2) Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere, deren beizulegender Zeitwert sich aus Börsenpreisen ergibt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Im Geschäftsjahr 2018 sind Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 7,9 Mio. € entstanden. Davon resultieren 1,2 Mio. € aus den Geschäfts- oder Firmenwerten, die in den einbezogenen Einzelabschlüssen entstanden sind. Weitere 6,7 Mio. € resultieren aus den Kapitalkonsolidierungen aufgrund von Kaufpreisanpassungen.

Der Buchwert der Geschäfts- und Firmenwerte resultiert in Höhe von 95,4 Mio. € aus Kapitalkonsolidierungen und in Höhe von 395,9 Mio. € aus einbezogenen Einzelabschlüssen. Bei den Firmenwerten aus Kapitalkonsolidierung erfolgten insgesamt Abschreibungen in Höhe von 39,7 Mio. EUR, außerplanmäßige Abschreibungen wurden in Höhe von Mio. € 8,5 vorgenommen. Bei den Firmenwerten aus einbezogenen Einzelabschlüssen erfolgten Abschreibungen in Gesamthöhe von 39,9 Mio. €.

Die Gesellschaft hält im Sinne von § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Verbindung mit § 271 Abs. 1 HGB die folgenden wesentlichen Beteiligungen:

Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital
Ergebnis des Geschäftsjahres
Beteiligungsquote
%
Circ IT GmbH & Co. KG, Düsseldorf *) 16.282.275,80 1.364.443,74 10,00
Inventorum GmbH, Berlin *) -13.327,50 -1.735.203,34 6,25
Shore GmbH, München *) 6.008.644,86 -7.998.712,59 7,27

*) es handelt sich um die Zahlen des Jahresabschlusses zum 31.12.2017

Forderungen

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre über 1 Jahr Gesamt
T€ T€ T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 86.318       86.318
(31.12.2017) (79.643)       (79.643)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15       15
(31.12.2017) (6)       (6)
Forderungen gegen Gesellschafter 18.891 676.627   676.627 695.518
(31.12.2017) (40.160) (666.672)   (666.672) (706.832)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.827       17.827
(31.12.2017) (19.061)       (19.061)
Sonstige Vermögensgegenstände 36.648 104.219   104.219 140.867
(31.12.2017) (32.308) (187.254)   (187.254) (219.562)
GESAMT 69.699 780.846 0 780.846 940.545
(31.12.2017) (171.177) (853.926) (0) (853.926) (1.025.103)

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von 7,6 Mio. €, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um Vorsteuerforderungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter sind solche gegen verbundene Unternehmen. In den Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 16,3 Mio. € (Vorjahr 17,3 Mio. €) enthalten.

Latente Steuern

Latente Steuern sind im Wesentlichen in den folgenden Positionen enthalten:

Position aktive latente Steuern passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände x  
Grundstücke und Gebäude   x
Verlustvortrag KSt/GewSt x  
Pensionsrückstellungen x  
sonstige Rückstellungen x  

Bei den inländischen Gesellschaften sind regionale Steuersätze von 27,38% bis 32,63% angewendet worden.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag des Vorjahres resultiert aus der Saldierung nach § 298 (1) HGB i. V. m. § 246 (2) Satz 2 HGB von Altersteilzeitverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 (2) Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere, die mit dem Börsenwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 60,0 Mio. € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 60,0 Mio. nennwertlose Stückaktien.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt 309,9 Mio. €. Entnahmen aus sowie Einstellungen in die Kapitalrücklage haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen bestehen insgesamt aus anderen Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurden Einstellungen in die Gewinnrücklagen in Höhe von 1,1 T€ vorgenommen. Entnahmen sind nicht erfolgt.

Konzernbilanzgewinn

In dem Konzernbilanzgewinn ist ein Konzerngewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 342,6 Mio. € enthalten.

Nicht beherrschende Anteile

Im Posten "Nicht beherrschende Anteile" wurden 16,4 Mio. € Passivposten mit 7,9 Mio. € Aktivposten verrechnet.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten ist als Gegenposten zum Anlagevermögen gebildet worden und wird in Höhe der anteiligen Abschreibung aufgelöst.

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Die zum 31. Dezember 2018 gebildeten Rückstellungen entfallen mit 233,2 Mio. € auf Pensionen, mit 31,7 Mio. € auf Entgeltumwandlung und mit 0,7 Mio. € auf Übergangs- und Sterbegelder.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 30,0 Mio. €. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. für die Ausschüttung gesperrt.

Für die Entgeltrückstellung beträgt der Unterschiedsbetrag 0,5 Mio. €.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 44,5 Mio. €, die überwiegend für Tantiemen, ausstehende Urlaube sowie Altersteilzeit gebildet wurden. 13,5 Mio. € wurden für die Restrukturierung zurückgestellt, von denen ein Großteil auf die Harmonisierung/Neuausrichtung der FUNKE MEDIENGRUPPE entfällt. Weitere Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 15,3 Mio. €, Remittenden in Höhe von 29,1 Mio. € sowie Rabatte und Boni in Höhe von 3,7 Mio. €.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.093 447.000   493.093
(31.12.2017) (93.662) (537.003)   (630.665)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 51.366 42   51.407
(31.12.2017) (53.960) (25)   (53.985)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 70.887 9   70.896
(31.12.2017) (69.571) (16)   (69.587)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.175     7.175
(31.12.2017) (5.739)     (5.739)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.515     6.515
(31.12.2017) (27.321)     (27.321)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.914     8.914
(31.12.2017) (9.070)     (9.070)
Sonstige Verbindlichkeiten 44.696 3.172   47.868
(31.12.2017) (50.724) (3.387)   (54.111)
GESAMT 235.626 450.223 0 685.868
(31.12.2017) (310.045) (540.432) (0) (850.477)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 493,1 Mio. € sind durch verschiedene erst- und zweitrangige Sicherheiten abgesichert. Dies sind unter anderem Anteilsverpfändungen, Grundschulden, Kontoverpfändungen und Forderungsabtretungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr 2,9 Mio. €) enthalten.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Jahres 2018 teilen sich wie folgt auf:

nach Produktbereichen: Mio. €
Tageszeitungen 531,9
Anzeigenblätter 157,6
Zeitschriften 358,2
Druckerei 16,0
Elektronische Medien 84,2
Sonstige 68,7
  1.216,6

Die Umsätze wurden ausnahmslos in Deutschland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, periodenfremde Erträge, Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen, Erträge aus Kostenerstattungen (z. B. Mahn- und Gerichtskostenerstattungen) sowie Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von 16,0 Mio. € entstanden. Sie resultieren mit 7,4 Mio. € aus dem Verkauf der Grundstücke in Essen. Weitere 8,5 Mio. € betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Harmonisierung, sowie 0,1 Mio. € für Rückerstattungen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 19,3 Mio. €, im Wesentlichen aus Auflösungen von Rückstellungen, enthalten.

Aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen sind Erträge in Höhe von 0,1 Mio. € entstanden.

Materialaufwand

Im Materialaufwand bei den Aufwendungen für bezogenen Leistungen sind im aktuellen Geschäftsjahr Zustellkosten im Zeitungsbereich in Höhe von rd. 16 Mio. € enthalten, die im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen waren.

Personalaufwand

Für das Harmonisierungsprojekt sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Personalaufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von 15,0 Mio. € angefallen.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Im Geschäftsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 (3) Satz 5 HGB in Höhe von 8,6 Mio. € erfolgt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In dieser Position sind überwiegend Zustellkosten im Zeitschriftenbereich, Werbekosten, Provisionen, Mieten und Pachten sowie Reparaturkosten enthalten. Im Vorjahr waren in dieser Position Zustellkosten im Zeitungsbereich in Höhe von rd. 16 Mio. € enthalten, die im laufenden Geschäftsjahr unter dem Materialaufwand bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen sind.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind sonstige betriebliche Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von 19,0 Mio. € angefallen. In Höhe von 8,2 Mio. € resultieren sie aus der Auflösung des aktiven Rechnungsabrechnungspostens infolge der im September 2018 durchgeführten Erneuerung der Finanzierung. Mit 4,6 Mio. € entfallen sie auf den Neubau des FUNKE Medienhauses in Essen. In Höhe von 2,3 Mio. € stehen sie im Zusammenhang mit der Einstellung für Rückstellungen für Restrukturierung (Harmonisierungsprojekte) sowie mit weiteren 2,8 Mio. € im Zusammenhang mit Beratungskosten für Akquisitionsvorhaben. 0,9 Mio. € betreffen sonstige Aufwendungen in Bezug auf die Harmonisierung. Die restlichen 0,2 Mio. € resultieren aus dem Rückzug aus Süd-Osteuropa.

Ebenfalls enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 3,6 Mio. €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Provisionen und Mietanpassungen stehen.

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 (3) Satz 5 HGB in Höhe von 2,3 Mio. € erfolgt.

D. Sonstige Angaben

Vermögensverrechnung

Zur Verrechnung nach § 298 (1) i. V. m. §§ 246 (2) Satz 2 HGB und 314 Nr. 17 HGB ergeben sich folgende Beträge:

T€
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 8.665
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 1.852
Beizulegender Marktwert der Vermögensgegenstände 1.804
Verrechnete Aufwendungen 0
Verrechnete Erträge 6

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von 0,8 Mio. € sowie aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 0,6 Mio. €. Aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslagen der Begünstigten, für die die Erklärungen abgegeben wurden, wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften als gering eingeschätzt.

Darüber hinaus bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen für die liquide Ausstattung eines ehemaligen assoziierten Unternehmens, damit ein Mitgesellschafter dieser Gesellschaft die Möglichkeit erhält, Entnahmen aus der Gesellschaft zu tätigen. Da diese Entnahmen in der Vergangenheit stets durch das ehemalige assoziierte Unternehmen selbst getragen werden konnten, wird die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme als sehr gering eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns aus Miet-, Pacht-, Leasing- oder ähnlichen Dauerschuldverhältnissen sowie Bestellobligos betrugen zum Bilanzstichtag 428,4 Mio. €, berechnet auf das Mindestlaufzeitende bzw. auf die geschätzte Vertragslaufzeit. Davon betreffen 176,7 Mio. € Verpflichtungen aus Objektmietverträgen, 164,6 Mio. € aus Dienstleistungsverträgen, 16,5 Mio. € aus Leasingverpflichtungen sowie 70,6 Mio. Verpflichtungen aus Bestellobligos. Sie wurden im Wesentlichen zum Zwecke der Liquiditätsschonung sowie zur Vermeidung von Risiken durch Wertschwankungen abgeschlossen. Risiken können im Einzelfall durch eine langfristige Vertragsbindung bestehen. Die konkreten Risiken hieraus werden als gering eingeschätzt.

Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen bestehen nicht.

Zusätzlich ergibt sich durch die Ausgliederung von Abonnentenverträgen aus der Springer Akquisition ab Oktober 2014 über 5 Jahre eine Nachhaftung gemäß § 133 Abs. 3 Satz 1 Umwandlungsgesetz für den jeweiligen übernehmenden Rechtsträger. Dabei handelt es sich um die FUNKE Frauenzeitschriften Kundenservice GmbH, die FUNKE Programmzeitschriften Kundenservice GmbH sowie die Hamburger Abendblatt Kundenservice GmbH. Eine weitere 5 jährige Nachhaftung resultiert aus den im März 2018 ausgegliederten Abonnentenverträgen der "DONNA"- Akquisition für die FUNKE Zeitschriften GmbH.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtszeitraum wurden keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Bezüge der Geschäftsführung sowie früherer Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen

Im Geschäftsjahr waren insgesamt vier Geschäftsführer (z.T. zu unterschiedlichen Zeitpunkten) bei der FUNKE Management GmbH bestellt: Die Herren Manfred Braun (bestellt bis 31. März 2018), Ove Saffe (bestellt ab 16. April 2018) und Andreas Schoo (bestellt ab 1. April 2018) sowie - durchgehend für das gesamte Geschäftsjahr bestellt - Herr Michael Wüller (nachstehend die "Gruppengeschäftsführung"). Insgesamt beliefen sich die Bezüge inkl. Abfindungszahlungen für die Gruppengeschäftsführung im Geschäftsjahr auf 3.514 T€. Die Bezüge früherer Mitglieder der Gruppengeschäftsführung sowie deren Hinterbliebenen betrugen 2.360 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Gruppengeschäftsführung wurden 32.069 T€ zurückgestellt.

Den aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA wurden in 2018 Bezüge in Höhe von 43,8 T€ gewährt. Den früheren Mitgliedern des Aufsichtsrates und deren Hinterbliebenen wurden keine Bezüge gewährt.

Für die Tätigkeit im Gesellschafterausschuss der FUNKE Management GmbH erhielten die Mitglieder im Geschäftsjahr 2018 Bezüge in Höhe von 168,8 T€.

Vorschüsse oder Kredite wurden Mitgliedern der Geschäftsführung nicht gewährt.

Abschlussprüferhonorar nach § 314 Nr. 9 HGB

Das Abschlussprüferhonorar umfasst Abschlussprüfungsleistungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Jahresabschlüsse der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA und ihrer inländischen Tochterunternehmen durch den Konzernabschlussprüfer RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft in Höhe von 1,7 Mio. €.

Für andere Bestätigungsleistungen wurden 0,1 Mio. € aufgewendet, für Steuerberatungsleistungen 0,0 Mio. €.

Zahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr waren bei vollkonsolidierten Unternehmen durchschnittlich 6.148 Mitarbeiter beschäftigt, davon 5.624 Angestellte und 524 gewerbliche Mitarbeiter.

Weiterhin sind anteilsmäßig 123 Mitarbeiter (Angestellte) von quotal einbezogenen Unternehmen für den Konzern tätig.

Zusätzlich waren 15.929 Zusteller für den Konzern tätig.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens erfolgt durch die FUNKE Management GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer:

Manfred Braun, Aumühle (bis 31. März 2018)
Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen
(ehemals zuständig für den Bereich Zeitungen und Zeitschriften)

Ove Saffe, Hamburg (ab dem 16. April 2018)
Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen
(zuständig für den Bereich Regionalmedien)

Andreas Schoo, Hamburg (ab dem 1. April 2018)
Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen
zuständig für den Bereich Zeitschriften und Digital)

Michael Wüller, Marl
Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen
(zuständig für den Bereich Druck, Logistik, Finanzen und Verwaltung)

Befreiung für Gesellschaften nach § 264 b bzw. § 264 (3) HGB

Eine Übersicht der Unternehmen, die eine Befreiung nach § 264 b bzw. § 264 (3) HGB nutzen, ist der Anteilsbesitzliste zu entnehmen.

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der FUNKE Management GmbH (kleinster und größter Kreis) (HRB 25920, Amtsgericht Essen) einbezogen, der beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Nachtragsbericht

Der Umzug ins neue FUNKE Media Office am Jakob-Funke-Platz 1 wurde im Januar 2019 vollzogen. Anfang Februar 2019 wurde außerdem das Zukunftsprogramm FUNKE 2022 vorgestellt, das Voraussetzungen für weiteres Wachstum schaffen soll. U.a. werden die Druckaktivitäten in NRW am größeren Standort Hagen zusammengeführt. Einem größeren Teil der Mitarbeiter der Druckerei Essen wird ein Arbeitsplatz in der Druckerei in Hagen angeboten. Die Aufgabe des Standortes Essen zieht zunächst Abfindungszahlungen nach sich, gegenläufig verringern sich die Personalaufwendungen in den Folgegeschäftsjahren.

 

Essen, den 17. Mai 2019

Ove Saffe

Andreas Schoo

Michael Wüller

- Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2018

Anschaffungs- /Herstellungskosten
01.01.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2018
T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 445.017,4 8.922,0 3.500,2 126,0 450.565,2
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
2. Geschäfts- oder Firmenwert 926.858,3 7.901,7 2.142,3 0,0 932.617,8
    0,0 1) 0,0 5)    
3. geleistete Anzahlungen 456,5 606,5 94,2 -126,0 842,8
    0,0 1) 0,0 2)    
  1.372.332,2 17.430,2 5.736,6 0,0 1.384.025,8
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 171.689,4 584,9 21.371,7 269,8 151.172,4
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
2. technische Anlagen und Maschinen 315.701,7 149,9 765,3 3.196,5 318.282,9
      0,0 2)    
      0,0 5)    
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.493,1 11.596,5 1.127,2 2.114,2 137.076,5
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.160,1 5.346,7 135,9 -5.580,5 8.790,4
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
  621.044,3 17.678,0 23.400,1 0,0 615.322,3
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.019,7 192,1 0,0 0,0 1.211,8
    0,0 1) 0,0 5)    
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 400,0 0,0 0,0 0,0 400,0
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 20.060,9 130,0 3.217,5 0,0 16.973,4
    0,0 1) 0,0 5)    
           
4. Beteiligungen 10.817,8 1.452,6 277,9 0,0 11.992,6
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.883,3 405,6 112,8 0,0 3.176,1
6. sonstige Ausleihungen 152,9 0,0 16,7 0,0 136,2
    0,0 1) 0,0 2)    
  35.334,6 2.180,3 3.624,9 0,0 33.890,1
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
Anlagevermögen gesamt 2.028.711,1 37.288,5 32.761,7 0,0 2.033.238,1
    0,1 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
Abschreibungen
01.01.2018 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2018
T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 305.227,3 45.238,0 463,1 0,0 350.002,1
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
2. Geschäfts- oder Firmenwert 361.652,3 79.629,2 0,0 0,0 441.281,5
    0,0 1) 0,0 5)    
3. geleistete Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
           
  666.879,7 124.867,2 463,1 0,0 791.283,6
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138.001,7 3.310,9 16.613,7 170,7 124.528,1
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
2. technische Anlagen und Maschinen 306.179,3 2.792,4 562,5 0,0 308.409,2
      0,0 2)    
      0,0 5)    
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.770,6 6.510,1 888,1 0,0 111.392,7
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
           
           
  549.951,6 12.613,4 18.064,3 170,7 544.330,0
    0,0 1) 0,0 2)    
      0,0 5)    
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 938,4 0,0 0,0 0,0 938,4
      0,0 5)    
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 400,0 0,0 0,0 0,0 400,0
           
           
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7.733,2 0,0 2.437,1 0,0 7.653,8
    0,0 1) 0,0 5) 2.533,5 4)  
    4.891,2 3)      
4. Beteiligungen 1.281,8 2.036,5 277,9 0,0 3.040,3
           
           
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.019,9 255,6 5,2 107,6 2.162,8
6. sonstige Ausleihungen 20,3 0,0 0,0 0,0 20,3
    0,0 1)      
  12.393,6 2.292,1 2.720,2 107,6 14.215,5
    0,0 1) 0,0 5) 2.533,5 4)  
    4.891,2 3)      
Anlagevermögen gesamt 1.229.224,7 139.772,6 21.247,6 278,3 1.349.829,1
    0,0 1) 0,0 2) 2.533,5 4)  
    4.891,2 3) 0,0 5)    
Buchwerte
01.01.2018 31.12.2018
T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 139.790,2 100.563,1
     
     
2. Geschäfts- oder Firmenwert 565.206,0 491.336,3
     
3. geleistete Anzahlungen 456,5 842,8
     
  705.452,7 592.742,2
     
     
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.687,7 26.644,3
     
     
2. technische Anlagen und Maschinen 9.522,4 9.873,7
     
     
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.722,4 25.683,8
     
     
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.160,1 8.790,4
     
     
  71.092,7 70.992,3
     
     
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 81,3 273,4
     
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,0 0,0
     
     
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 12.327,7 9.319,6
     
     
4. Beteiligungen 9.536,0 8.952,2
     
     
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 863,4 1.013,3
6. sonstige Ausleihungen 132,6 115,9
     
  22.941,1 19.674,5
     
     
Anlagevermögen gesamt 799.486,4 683.409,0
     
     

1) Zugang/Veränderung Konsolidierungskreis
2) Währungsdifferenzen
3) anteilige Eigenkapitalminderungen
4) anteilige Eigenkapitalerhöhungen
5) Abgang/Veränderung Konsolidierungskreis

Aufstellung des Anteilsbesitzes der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA (Stand per 31.12.2018)

Nachfolgend aufgeführte Unternehmen sind aufgrund verschiedener Vorschriften in den Konzernabschluss einbezogen worden:

Die mit 1) gekennzeichneten Unternehmen nehmen die Erleichterungen des § 264 b HGB in Anspruch.

Die mit 2) gekennzeichneten Unternehmen nehmen die Erleichterungen des § 264 (3) HGB in Anspruch.

Die mit 3) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 290 (2) Nr. 3 HGB einbezogen

Die mit 4) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 296 (2) HGB nicht einbezogen

Die mit 5) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 311 (2) HGB nicht einbezogen

Unternehmen Sitz der Gesellschaft Fußnote Land (nur bei Ausl.) Anteil (in %) BK-alt
Folgende Unternehmen wurden gem. § 300 ff. HGB voll in den Konzernabschluss einbezogen:        
FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA Essen     100,00
Absolventa GmbH Berlin 2)   100,00
"AGV Allgemeine Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH" Essen 2)   100,00
ALLGEMEINER ANZEIGER GmbH Erfurt 2)   100,00
Anzeigen- und Vertriebsgesellschaft Südwestfalen Gesellschaft mit beschränkter Haftung Essen 3)   0,00
AVA Allgemeine Verlagsauslieferung Braunschweig GmbH & Co. KG Braunschweig 1)   100,00
AVA Allgemeine Verlagsauslieferung Salzgitter GmbH & Co. KG Salzgitter 1)   100,00
AVA Allgemeine Verlagsauslieferung Wolfenbüttel GmbH & Co. KG Wolfenbüttel 1)   100,00
AVA Allgemeine Verlagsauslieferung Wolfsburg GmbH & Co. KG Wolfsburg 1)   100,00
AZUBIYO GmbH München 2)   100,00
Bergedorfer Buchdruckerei von Ed. Wagner GmbH Hamburg 2)   100,00
Berliner Morgenpost GmbH Berlin 2)   100,00
Berliner Wochenblatt Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung Berlin 2)   100,00
Betriebsgesellschaft Radio Bochum mbH & Co. KG Bochum 1)   91,87
Betriebsgesellschaft Radio Duisburg mbH & Co. KG Duisburg 1)   63,15
Betriebsgesellschaft Radio Emscher-Lippe mbH & Co. KG Gelsenkirchen 1)   77,64
Betriebsgesellschaft Radio Ennepe-Ruhr-Kreis mbH & Co. KG Essen 1)   99,95
Betriebsgesellschaft Radio Essen mbH & Co. KG Essen 1)   67,05
Betriebsgesellschaft Radio Hagen mbH & Co. KG Hagen 1)   99,89
Betriebsgesellschaft Radio Herne mbH & Co. KG Herne 1)   90,86
Betriebsgesellschaft Radio Hochsauerlandkreis mbH & Co. KG Meschede 1)   96,11
Betriebsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH & Co. KG Oberhausen 1)   89,30
Betriebsgesellschaft Radio Wesel mbH & Co. KG Rheinberg 1)   88,51
"Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Bochum GmbH" Bochum     73,88
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Duisburg mbH Duisburg     63,15
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Emscher-Lippe mbH Gelsenkirchen     72,35
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Ennepe-Ruhr-Kreis mbH Essen     75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Essen mbH Essen     67,05
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Hagen mbH Hagen     75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Herne mbH Herne     75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Hochsauerlandkreis mbH Meschede     75,00
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Mülheim/Oberhausen mbH Oberhausen     67,05
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Wesel mbH Rheinberg     88,70
BZV Media GmbH Braunschweig 2)   100,00
BZV Medienhaus GmbH Braunschweig 2)   100,00
BZV Service GmbH Braunschweig 2)   100,00
Deutsche Rätsel Verlag GmbH Ismaning 2)   100,00
DONNA Abonnement-Verwaltungs GmbH Ismaning     100,00
Druck- und Verlagshaus Bergedorf GmbH Hamburg     100,00
Druckzentrum Braunschweig GmbH Essen 2)   100,00
Druckzentrum Erfurt GmbH Erfurt 2)   100,00
Druckzentrum Essen GmbH Essen 2)   100,00
Druckzentrum Hagen GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Content Dienstleister GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Corporate IT GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE DIALOG GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Digital First GmbH Berlin 2)   100,00
FUNKE DIGITAL GmbH Berlin 2)   100,00
FUNKE Digital TV Guide GmbH Berlin 2)   100,00
FUNKE direkt GmbH Düsseldorf 2)   100,00
FUNKE Direkt Service GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Druck GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Foto Services GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Frauenzeitschriften GmbH Hamburg 2)   100,00
FUNKE Frauenzeitschriften Kundenservice GmbH Hamburg     100,00
FUNKE Logistik GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Logistik Hagen GmbH Hagen 2)   100,00
FUNKE Logistik Hamburg GmbH Hamburg 2)   100,00
FUNKE Logistik Regionalbereiche NRW GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Media Sales NRW GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE MEDIEN NRW GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Medien Services GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Online NRW GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Operations GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE PrePress GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Programmzeitschriften GmbH Hamburg 2)   100,00
FUNKE Programmzeitschriften Kundenservice GmbH Hamburg     100,00
FUNKE Redaktionsgesellschaft NRW GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Sales GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Sport GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Vermarktungs Holding GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Women Group GmbH Ismaning 2)   100,00
FUNKE Zeitschriften GmbH Ismaning 2)   100,00
FUNKE Zeitschriften Marketing GmbH Ismaning 2)   100,00
FUNKE Zeitschriften Service GmbH Ismaning 2)   100,00
FUNKE Zeitungsvertrieb NRW GmbH Essen 2)   100,00
FUNKE Zentralredaktion Berlin GmbH Berlin 2)   100,00
Für-mich-Verlag GmbH Ismaning 2)   100,00
Globista GmbH Essen 2)   100,00
GMK Gesellschaft für Marketing- und Kommunikationsberatung mbH Essen 2)   100,00
Gong Verlag GmbH Ismaning 2)   100,00
Grundstücksgesellschaft WAZ mbH Gera Essen 2)   94,90
Hamburger Abendblatt Kundenservice GmbH Hamburg     100,00
Härting & Lechte GmbH Nordhausen 2)   100,00
Harz Kurier Verlag GmbH Osterode am Harz 2)   100,00
Joblocal GmbH Rosenheim 2)   100,00
Joh. Heinr. Meyer GmbH, Druckerei und Verlag Braunschweig 2)   100,00
Klartext Verlagsgesellschaft mbH Essen     100,00
KONZERT-KASSE GmbH Braunschweig 2)   100,00
Landidee Verlag GmbH Ismaning 2)   100,00
MCB MEDIA CHECKPOINT Berlin GmbH Berlin 2)   100,00
Media Partisans GmbH Potsdam     60,00
MEDIAHAFEN Hamburg GmbH Hamburg 2)   100,00
Mediengruppe Thüringen Direktmarketing GmbH Erfurt 2)   100,00
Mediengruppe Thüringen GmbH Erfurt 2)   100,00
Mediengruppe Thüringen Logistik GmbH Erfurt 2)   100,00
Mediengruppe Thüringen Redaktion GmbH Erfurt 2)   100,00
Mediengruppe Thüringen Service GmbH Erfurt 2)   100,00
Mediengruppe Thüringen Verlag GmbH Erfurt 2)   100,00
Mediengruppe Thüringen Vermarktung GmbH Erfurt 2)   100,00
Medienlogistik Hagen GmbH Hagen 2)   100,00
MPG Medien Produktion GmbH Essen 2)   100,00
MSC Medienservice Center GmbH Wolfenbüttel 2)   100,00
MULTIMEDIA Werbe- und Verlags-GmbH Braunschweig 2)   100,00
MVA Multimedia Verlagsauslieferung GmbH & Co. KG Braunschweig 1)   100,00
MZV Export-Import Holding GmbH Essen     100,00
MZV Moderner Holding GmbH Essen     100,00
new city media GmbH Braunschweig     100,00
news 38 GmbH Braunschweig 2)   100,00
Niendorfer Wochenblatt Verlag GmbH Hamburg 2)   100,00
ORA Holding GmbH Essen     100,00
OTZ Druckzentrum GmbH & Co. KG Erfurt 1)   80,00
OTZ Holding GmbH Erfurt     100,00
OTZ II GmbH Essen     60,00
OTZ OSTTHÜRINGER ZEITUNG Verlag GmbH & Co. KG Gera 1)   60,00
OTZ OSTTHÜRINGER ZEITUNG Verlag II GmbH & Co. KG Gera 1)   60,00
OTZ OSTTHÜRINGER ZEITUNG Verlag Verwaltungs-GmbH Gera     60,00
OTZ-Druckzentrum Verwaltungs-GmbH Löbichau     80,00
Passion 4 Gästezimmer GmbH Berlin     60,00
Raufeld Medien GmbH Berlin     85,00
Reiner H. Nitschke Verlags-GmbH Euskirchen     80,00
RUNDSCHAU-Haus Verwaltungs GmbH Essen 3)   0,00
RVA Regionale Verlagsauslieferung Gifhorn GmbH & Co. KG Gifhorn 1)   100,00
RVA Regionale Verlagsauslieferung Helmstedt GmbH & Co. KG Helmstedt 1)   100,00
RVA Regionale Verlagsauslieferung Peine GmbH & Co. KG Braunschweig 1)   100,00
RVA Regionale Verlagsauslieferung Wolfenbüttel GmbH & Co. KG Wolfenbüttel 1)   100,00
stanwood GmbH Berlin 2)   100,00
TA Holding GmbH Essen 2)   100,00
TA Immobilien GmbH Essen 2)   94,90
THL Thüringen Logistik GmbH Erfurt 2)   100,00
THM Thüringen Media GmbH Erfurt 2)   100,00
THPS Thüringer Postservice GmbH Erfurt 2)   100,00
"Thüringer Allgemeine" Mitarbeiter-Beteiligungs-GmbH Erfurt 2)   100,00
trendence Institut GmbH Berlin 2)   100,00
Verleger-Holding Radio Duisburg GmbH & Co. KG Essen 1)   84,20
Verleger-Holding Radio Wesel GmbH & Co. KG Essen 1)   88,70
Verleger-Holding Verwaltungsgesellschaft Radio Duisburg mbH Essen     81,35
Verleger-Holding Verwaltungsgesellschaft Radio Wesel mbH Essen     67,94
VGB Verlagsgruppe Bahn Holding GmbH Fürstenfeldbruck 2)   100,00
VGB VerlagsGruppeBahn GmbH Fürstenfeldbruck 2)   100,00
WAZ Ausland Holding Zwei GmbH Essen 2)   100,00
WAZ Finanzierungs-GmbH Essen 2)   100,00
WAZ Ungarn GmbH Essen     100,00
WBV Wochenblatt Verlag GmbH Hamburg 2)   100,00
Westdeutsche Zeitungs- und Zeitschriftenvertriebs-Gesellschaft J. Funke GmbH und Co. KG Essen 1) + 3)   0,00
Westdruck Grundstücks-GmbH Essen 2)   94,17
Westfälischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG Essen 1)   100,00
Westfunk GmbH & Co. KG Essen 1)   95,52
Westfunk Verwaltungsgesellschaft mbH Essen     95,53
WVW Westdeutsche Verlags- und Werbegesellschaft mbH Essen 2)   100,00
Zeitungs- und Zeitschriftenvertriebsgesellschaft J. Funke GmbH Essen 3)   0,00
Zeitungsgruppe Hamburg GmbH Hamburg 2)   100,00
Zeitungsverlag Niederrhein Gesellschaft mit beschränkter Haftung Essen     89,40
Zeitungsverlag Niederrhein GmbH & Co. Essen Kommanditgesellschaft Essen 1)   89,40
Zeitungs-Vertriebs-GmbH Wolfsburg Wolfsburg     100,00
Zustelllogistik Hagen GmbH Hagen 2)   100,00
ZZG Zeitungszustellgesellschaft mbH Braunschweig     100,00
Folgende Unternehmen wurden gem. § 310 HGB in den Konzernabschluss einbezogen        
MZV Export-Import Zeitschriften-Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Unterschleißheim     40,00
MZV Export-Import Zeitschriften-Vertrieb Verwaltungs-GmbH Unterschleißheim     40,00
MZV Moderner Zeitschriften-Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft Unterschleißheim     40,00
MZV Moderner Zeitschriften-Vertrieb Verwaltungs-GmbH Unterschleißheim     40,00
Ostruhr-Anzeigenblattgesellschaft mbH & Co KG Lünen     50,00
Ostruhr-Anzeigenblattverwaltungsgesellschaft mbH Lünen     50,00
Folgende Unternehmen wurden gem. § 311 HGB ff. bewertet:        
"Direkt" Redaktionsservice GmbH Hamburg     24,80
elbe WOCHENBLATT Verlagsgesellschaft m.b.H. & Co. KG Hamburg     24,90
Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung mbH & Co. KG München     20,00
IKZ-Anzeigen- und VertriebsgeselIschaft mbH Iserlohn     24,80
Lokalfunk Dortmund Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG Dortmund     35,40
Lokalfunk Dortmund Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Dortmund     35,38
Lokalfunk Mettmann Presse-Beteiligungs-Gesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft Mettmann     26,82
Lokalfunk Siegen Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG Siegen     29,00
Lokalfunk Siegen Beteiligungsgesellschaft-Verwaltungs-GmbH Siegen     24,80
Media Impact GmbH & Co. KG Berlin     25,10
MELO Medienlogistik Niederrhein GmbH Sonsbeck     50,00
PARTNER Medienservices GmbH Stuttgart     40,00
Pressefunk Nordrhein-Westfalen GmbH & Co. KG Düsseldorf     21,72
prettysocial media International GmbH München     25,92
Radio 38 GmbH & Co. KG Braunschweig     46,80
Trurnit & Partner Medienbeteiligungsgesellschaft mbH Ottobrunn     24,90
TVB Transportvermittlungs- und Vertriebsgesellschaft in Bergedorf mbH Hamburg     20,00
Verlag Hans-Jürgen Böckel GmbH Glinde     24,80
Verlags-Gesellschaft Hanse mit beschränkter Haftung & Co. KG Hamburg     50,00
Verwaltungsgesellschaft elbe WOCHENBLATT m.b.H. Hamburg     24,80
Volksdorfer Verlagsgesellschaft m.b.H. Hamburg     50,00
Wichelhoven Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Iserlohn     24,80
Win Local GmbH Frankfurt am Main     33,04
ZEITUNGSVERLAG ISERLOHN Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung (IKZ) Wichelhoven Verlags-GmbH & Co. KG Iserlohn     24,80
Folgende Unternehmen wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen:        
Berliner-Platz-1 Projektgesellschaft mbH & Co. KG Essen 4)   100,00
Berliner-Platz-1 Projektverwaltungs-GmbH Essen 4)   100,00
Byzznet International Personnel Services & Research GmbH Porta Westfalica 4)   100,00
FUNKE Projektdruck GmbH Essen 4)   100,00
Media Impact Management GmbH Berlin 5)   25,10
MZV direkt - ZENIT Dienstleistungsgesellschaft mbH & Co. KG Stuttgart 4)   51,00
MZV direkt - ZENIT Verwaltungsgesellschaft mbH Stuttgart 4)   51,00
Vest-Logistik GmbH & CO. KG Marl 4)   51,00
VWG Vertriebs- und Werbegesellschaft mbH & Co. KG Dortmund 5)   50,00
VWG Vertriebs- und Werbegesellschaft Verwaltungsgesellschaft mbH Dortmund 5)   50,00
Westfälischer Zeitungsverlag Verwaltungs GmbH Essen 4)   100,00
"Audiofon Romania" SRL Bukarest 5) Rumänien 40,00
Gong Romania SRL Bukarest 4) Rumänien 85,00
Stampa Nekretnine d.o.o. Belgrad 4) Serbien 100,00

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2018

2018 2017
Laufende Geschäftstätigkeit T€ T€
Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -12.928,5 -10.486,7
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 139.494,3 131.176,2
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -29.778,3 -27.771,8
Zahlungsunwirksame Ergebnisse aus der Equity-Bewertung 2.357,7 3.338,6
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 3.362,0 2.189,4
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8.211,4 61.914,4
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -25.844,1 -29.821,8
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -10.567,0 -2.275,8
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 15.953,6 16.192,5
Sonstige Beteiligungserträge (-) -4.298,5 -4.465,6
Aufwendungen (+)/Erträge (-) von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 18.036,6 15.277,6
Ertragsteueraufwand (+)/Ertragsteuerertrag (-) 4.100,9 4.435,4
Einzahlungen (+) im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 117,3 315,7
Auszahlungen (-) im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordung oder außergewöhnlicher Bedeutung -13.427,0 -10.396,4
Ertragsteuerzahlungen -6.179,7 -10.260,4
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 88.610,7 139.361,3
Investitionstätigkeit    
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 6.729,1 1.208,7
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -10.711,5 -26.114,3
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 8.227,6 3.588,0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -20.555,5 -17.381,0
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 8.624,3 350,5
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.180,3 -6.385,6
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 83.000,0 7.875,9
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -4.819,2 -16.054,4
Einzahlungen (+) im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 7.389,9 0,0
Erhaltene Zinsen 821,2 349,4
Erhaltene Dividenden 4.298,5 4.465,6
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 80.824,1 -48.097,2
Finanzierungstätigkeit    
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 12,2 30,0
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahmen von (Finanz-) Krediten 580.000,0 0,0
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -717.549,3 -91.615,6
Gezahlte Zinsen -12.932,2 -14.312,5
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -1.954,0 -3.304,4
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -152.423,3 -109.202,5
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 17.011,5 -17.938,4
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 106.034,8 123.973,2
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 123.046,3 106.034,8
davon Bestand von quotal einbezogenen Unternehmen 7.212,9 8.140,3
davon Verfügungsbeschränkungen unterliegend 110.543,3 93.115,7
Zusammensetzung Finanzmittelfonds    
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 123.049,2 106.044,9
Kontokorrentverbindlichkeiten -2,9 -10,1
Finanzmittelfonds 123.046,3 106.034,8

Der Finanzmittelfonds wird definiert als Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Zahlungsmittel sind Barmittel und täglich fällige Sichteinlagen. Unter Zahlungsmitteläquivalenten werden als Liquiditätsreserve gehaltene kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel verstanden, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Sie weisen eine Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt von maximal 3 Monaten auf.

Im Geschäftsjahr sind Investitionen in Höhe von Mio. EUR 4,6 für Zugänge zum Konsolidierungskreis erfolgt, die erst im Folgejahr zu Auszahlungen führen.

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2018

Mutterunternehmen
erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen (andere Gewinnrücklagen) Konzernbilanz- gewinn Eigenkapital
T€ T€ T€ T€ T€
Stand 31.12.2017 60.000,8 309.937,7 1.990,4 342.630,1 714.559,0
Kapitalerhöhungen         0,0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen     1,1 -1,2 -0,1
Gutschriften auf Gesellschafterkonten und Ausschüttungen         0,0
Konzernjahresergebnis       -16.197,2 -16.197,2
(davon: Änderung des Konsolidierungskreises)       (-0,0) (-0,0)
Stand 31.12.2018 60.000,8 309.937,7 1.991,5 326.431,7 698.361,7
nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
T€ T€
Stand 31.12.2017 9.719,2 724.278,2
Kapitalerhöhungen 12,2 12,2
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,1 0,0
Gutschriften auf Gesellschafterkonten und Ausschüttungen -4.478,1 -4.478,1
Konzernjahresergebnis 3.268,7 -12.928,5
(davon: Änderung des Konsolidierungskreises) (0,0) -(0,0)
Stand 31.12.2018 8.522,1 706.883,8

Konzernlagebericht 2018

Inhalt:

1.

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1.

Konzernstruktur, Geschäftstätigkeit

1.2.

Unternehmensziele und -strategie

1.3.

Forschung und Entwicklung

2.

WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1.

Rahmenbedingungen

2.2.

Geschäftsverlauf

2.3.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1.

Prognosebericht

3.2.

Chancenbericht

3.3.

Risikobericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Konzernstruktur, Geschäftstätigkeit

Die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA - im Folgenden FUNKE MEDIEN-GRUPPE bzw. Konzern - ist einer der größten Medienkonzerne Deutschlands.

Ihr Fokus liegt auf den Geschäftsbereichen Regionalmedien, Frauen- und Programmzeitschriften sowie Digitales. Ziel ist es hochwertigen, serviceorientierten und unterhaltenden Journalismus crossmedial anzubieten. Interessen, Bedürfnisse und Nutzungsgewohnheiten der Leser und User stehen dabei jederzeit im Mittelpunkt.

Die Konzernzentrale hat ihren Sitz in Essen, Nordrhein-Westfalen (NRW). Weitere Standorte befinden sich unter anderem in den Bundesländern Bayern, Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Thüringen.

Der Konzern ist in nachfolgende Sparten unterteilt:

Der im Vorjahr separat geführte Bereich "Druck" wird ab 2018 in der Sparte "Sonstiges" ausgewiesen.

Zeitungen:

In der Sparte "Zeitungen" werden neben Regionalzeitungen auch zahlreiche regionale Anzeigenblätter inklusive der Lokalausgaben sowie der regionale Hörfunk gebündelt.

Sämtliche Zeitungstitel informieren ihre Leser zusätzlich über digitale Kanäle und verstärken durch Premiuminhalte das redaktionelle Angebot der Tageszeitungen:

Print Digital
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) www.waz.de
Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) www.nrz.de
Westfälische Rundschau (WR) www.wr.de
Westfalenpost (WP) www.wp.de
Thüringer Allgemeine (TA) www.thueringer-allgemeine.de
Ostthüringer Zeitung (OTZ) www.otz.de
Thüringische Landeszeitung (TLZ) www.tlz.de
Hamburger Abendblatt www.abendblatt.de
Braunschweiger Zeitung (BZ) www.braunschweiger-zeitung.de
Harz Kurier www.harzkurier.de
Berliner Morgenpost www.morgenpost.de
Bergedorfer Zeitung www.bergedorfer-zeitung.de

In einigen Regionen werden die digitalen Zeitungsangebote erweitert um sogenannte "Reichweitenportale", die ein Angebot insbesondere für junge Leser darstellen. Hierzu gehört unter anderem das regionale Onlineportal "DerWesten.de" als Nachrichten- und Unterhaltungsangebot für eine junge Zielgruppe im Ruhrgebiet.

Es besteht zudem eine Beteiligung an dem Zeitungsvermarkter Score Media Group GmbH & Co. KG. Hinter dem Unternehmen stehen neben der FUNKE MEDIENGRUPPE viele weitere renommierte regionale Verlagshäuser mit dem Ziel ihre Kräfte im Anzeigengeschäft zu bündeln.

Die FUNKE MEDIENGRUPPE ist zusammen mit der Axel Springer SE an der Media Impact GmbH & Co. KG beteiligt. Diese bündelt die Vermarktung der nationalen Medienangebote in Print, Online, Mobile und ist damit einer der größten crossmedialen Vermarkter Deutschlands.

Das Printportfolio der FUNKE MEDIENGRUPPE wird durch Anzeigenblätter ergänzt. Diese gibt der Konzern an all seinen Tageszeitungsstandorten heraus und bildet mit ihnen den größten Anzeigenblattverbund Deutschlands.

Im Bereich Hörfunk hält der Konzern in NRW Beteiligungen an den Betriebsgesellschaften der folgenden lokalen Hörfunksender:

Mehrheitsbeteiligungen Minderheitsbeteiligungen
Radio Bochum Radio 91.2 (Dortmund)
Radio Duisburg Antenne Düsseldorf
Radio Ennepe Ruhr Radio Neandertal (Mettmann)
Radio Emscher-Lippe Radio Siegen
Radio Essen Antenne Unna
Radio Hagen  
Radio Herne  
Radio Sauerland  
Radio Mülheim/Oberhausen  
Radio K. W. (Wesel)  

Die 10 Betriebsgesellschaften mit Mehrheitsbeteiligungen der FUNKE MEDIENGRUPPE werden von der "Westfunk GmbH & Co. KG" (Westfunk) betreut und vermarktet. Zudem ist die Westfunk Dienstleister für den Sender "Radio Vest". Neben der Buchung von Werbezeiten für Einzelsender besteht ebenso die Möglichkeit, Werbezeiten für mehrere Sender z. B. in der sogenannten "Westfunk Kombi Ruhr" (Kombination aus zwölf Sendern) zu buchen.

Des Weiteren besteht mit "Radio38" eine Beteiligung an einem Radiosender in den Regionen Braunschweig und Wolfsburg.

Zeitschriften

Zum Kerngeschäft der FUNKE MEDIENGRUPPE zählt neben den Tageszeitungen und Anzeigenblättern auch ein vielfältiges Angebot an Publikums- und Fachzeitschriften. Diese werden in der Sparte "Zeitschriften" abgebildet. Produziert wird im Wesentlichen an den Standorten in Ismaning bei München sowie in Hamburg.

Das Portfolio umfasst über 170 Titel, zu den Wichtigsten gehören:

Frauenzeitschriften Programmzeitschriften Lifestyle-Zeitschriften Special-Interest-/Fachzeitschriften
Bild der Frau Gong DONNA Rätsel-Magazine
Frau im Spiegel tv DIGITAL myself HiFi-Zeitschriften
die aktuelle Hörzu LandIDEE Motorradzeitschriften
Neue Welt TV direkt   Bahnzeitschriften

Mit einem breiten Angebot an Frauen-, Programm- und Lifestyle-Zeitschriften ist die FUNKE MEDIENGRUPPE in den für den Leser- und Anzeigenmarkt wichtigen Themenfeldern Gesundheit, Reise, Ratgeber, Food, Mode und Beauty vertreten.

Im Segment der Rätselzeitschriften ist der Konzern mit mehr als 60 verschiedenen Titeln der größte inländische Anbieter.

Das breite Sortiment an Publikumszeitschriften runden zahlreiche Fachmagazine ab, speziell in den Segmenten Eisenbahn, Motorrad, Hifi und Klassik.

Die entsprechenden Online-Angebote ergänzen dabei die gedruckten Zeitschriften.

Im inländischen Vertriebsgeschäft der Zeitschriften hält der Konzern unter anderem Beteiligungen an der Pressevertriebsgesellschaft "Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft" (MZV). Aufgrund der mit der Hubert Burda Media Holding KG eingegangenen strategischen Allianz konnte ein Marktanteil von ca. 27 % im Grosso erreicht werden (Quelle: statista). Damit gehört die MZV zu den größten nationalen Vertriebsgesellschaften.

Die Vermarktung des Anzeigengeschäfts im Bereich Zeitschriften erfolgt wie im Bereich Zeitungen über die Media Impact GmbH & Co. KG.

Digitale Medien

In der Sparte "Digitale Medien" werden Online-Aktivitäten der FUNKE MEDIENGRUPPE gebündelt.

Zum einen unterstützt die FUNKE DIGITAL GmbH in Berlin die Zeitungs- und Zeitschriftentitel bei der Weiterentwicklung ihrer Online-Angebote und erarbeitet innovative journalistische Digitalprodukte. Zum anderen gehören zum Aufgabenspektrum die Vermarktung von Digitalprodukten und die Akquise von produktnahen digitalen Angeboten. Dazu zählen zum Beispiel Online-Services, Digitales Publishing oder der Betrieb von Internet-Plattformen. Des Weiteren koordiniert und paketiert FUNKE DIGITAL digitale Services und Tools für lokale klein- und mittelständische Unternehmen in den FUNKE-Regionen. Die lokalen Marken und Medien des Konzerns unterstützen den Aufbau von Vertrauen im B2B-Vertrieb vor Ort.

AZUBIYO GmbH, Absolventa GmbH und Joblocal GmbH sind Tochterunternehmen der FUNKE DIGITAL GmbH und betreiben Jobportale für unterschiedliche Zielgruppen. Sie verdeutlichen die Transformation von Printangeboten in digitale Angebote: Stellenanzeigen werden mittlerweile vermehrt digital angeboten und nicht mehr in der Printausgabe der Tageszeitungen.

Wirtschaftliches Wachstum und gute Geschäftsentwicklungen steigern die Nachfrage nach qualifiziertem Personal bei stagnierendem Angebot. Unternehmen müssen Recruiting-Aktivitäten und Employer Branding intensivieren. Die dynamische Entwicklung basiert auf dem Wechsel von Offline zu Online und dem steigenden Wettbewerb bei jungen Talenten. Mit dem Zukauf der trendence Institut GmbH als unabhängiges Beratungs- und Marktforschungsunternehmen hat FUNKE DIGITAL sein Angebot im Marktsegment Human Resources weiter ausgebaut.

Online-Aktivitäten in den Bereichen temporäres Wohnen und Social Publishing (Veröffentlichung auf Social Media-Kanälen) werden ebenfalls in der Sparte Digitale Medien ausgewiesen.

Sonstiges

In der Sparte "Sonstiges" werden diverse Dienstleistungs- und Grundstücksgesellschaften zusammengefasst. Hier erfolgt unter anderem der Ausweis von Druckleistungen, Konzernservices und Holdingfunktionen.

Die Druckereien an den Standorten Essen, Hagen, Braunschweig und Erfurt bedienen konzerninterne und konzernfremde Kunden. Zum Produktportfolio gehört der Druck von Zeitungen, Zeitschriften, Beilagen und Anzeigenblättern sowie Akzidenzdruckaufträgen.

1.2 Unternehmensziele und -strategie

Die FUNKE MEDIENGRUPPE hat sich folgende Unternehmensziele gesetzt:

Wir wollen bei den Regionalmedien deutschlandweit führend sein und zwar auf allen Plattformen.

Wir möchten der führende Zeitschriftenpublisher in Deutschland werden.

Wir wollen uns an die Spitze der digitalen Cluster stellen.

FUNKE ist bereits heute einer der führenden Publisher von Regional- und Lokalmedien in Deutschland. Um die Position weiter zu stärken und auszubauen, hat der Konzern mit FUNKE 2022 ein umfassendes Zukunftsprogramm für den Bereich Regionalmedien aufgestellt. FUNKE 2022 umfasst u. a.:

Die konsequente Ausrichtung auf digitale Produkte, bei gleichzeitiger Festigung der Printtitel.

Die Schaffung von Freiräumen für Investitionen in neue Produkte durch konsequentes Kostenmanagement.

Die Nutzung von Wachstumschancen im Newsmarkt.

Dreh- und Angelpunkt des Zukunftskurses ist der Ausbau digitaler journalistischer Bezahlangebote. Ein Pilotprojekt beim Hamburger Abendblatt hat gezeigt, dass es eine wachsende Bereitschaft gibt, für regionalen und lokalen Qualitätsjournalismus im Netz zu bezahlen. Daran knüpft die Neuausrichtung der FUNKE MEDIENGRUPPE im Bereich der Regionalmedien konsequent an. Höhere Qualität, größere Geschwindigkeit, bessere Ergebnisse: Entlang dieser Kriterien stellt sie ihre digitalen Aktivitäten im Newsbereich neu auf. Ziel ist die wirkungsvolle digitale Transformation der Zeitungstitel und damit der konsequente Ausbau digitaler Abo-Modelle für die Portale der Tageszeitungsmarken (z. B. "waz.de", "abendblatt.de", "morgenpost.de" etc.).

Im Zuge dieser Digitaloffensive wird eine gemeinsame Strategie unter den Regionalmedien verfolgt - "User First". Sie soll die Attraktivität der journalistischen Angebote stärken. Dazu richtet FUNKE die Arbeit in den Redaktionen konsequent auf die Interessen, Bedürfnisse und veränderten Nutzungsgewohnheiten der Leser aus. Die Absicht ist, die Markenportale journalistisch noch relevanter, interessanter und aktueller zu machen und so den Ausbau der digitalen Bezahlangebote zu beschleunigen. Dem Konzept vorangegangen ist eine datenbasierte Analyse der Nutzungsgewohnheiten der Leser auf den Online-Portalen. Die Eckpunkte der Strategie:

Konsequente Trennung zwischen News und Editing

Dateninformiertes Arbeiten

Aufbau einer einheitlichen technischen Infrastruktur

Ziel ist es, in drei Jahren ein umsatz- und ertragsstarkes digitales Newsgeschäft aufzubauen.

Teil von FUNKE 2022 ist ein forcierter Wachstumskurs, mit dem Schwerpunkt auf digitalen Aktivitäten. Doch nicht nur: Zusätzlich besteht der Grundgedanke, Produkte zu akquirieren, die zum Regional- und Lokalportfolio des Konzerns passen.

Den Weg zu mehr Wachstum sieht der Konzern in der Verfolgung von drei Punkten: Qualität, Innovation und Kosteneffizienz. FUNKE 2022 beinhaltet somit auch ein strategisches Kostensenkungsprogramm an allen Standorten. Mit Umsetzung dieser Maßnahmen werden finanzielle Mittel für Investitionen und damit für neue Wachstumsschritte freigesetzt.

Darüber hinaus ist FUNKE einer der führenden Zeitschriftenpublisher in Deutschland. Um auch diese Position zu stärken, setzt das Unternehmen auf die Bündelung von Stärken. Mit einem zentralen Content Hub in Ismaning verbessern die Titel der FUNKE Zeitschriften ihre Inhaltstiefe in den für den Leser- und Anzeigenmarkt wichtigen Themenfeldern Gesundheit, Reise, Ratgeber, Food, Mode und Beauty. Die FUNKE Programmtitel werden nicht mehr an zwei Standorten, sondern allesamt in Hamburg produziert. Mit diesem Schritt bündelt FUNKE die bestehenden Kompetenzen der Programmtitel und stellt sich aktiv für die sich wandelnden Märkte der Zukunft auf. Die erfolgreichen Portalgeschäfte (z. B. LifeLine oder die Electronic Program Guides) werden in den nächsten Jahren ebenfalls weiter ausgebaut. FUNKE will wachsen - organisch wie anorganisch. In Zukunft sollen bestehende Produkte und Marken kanalübergreifend weiterentwickelt sowie neue Geschäftsfelder identifiziert und erschlossen werden.

Drittes anzustrebendes Standbein für FUNKE ist die Spitze der digitalen Cluster. Dazu gehört, die Erfolgsgeschichten der bestehenden Cluster (z.B. des Young-Professional-Bereiches mit Marken wie Absolventa, trendence und Azubiyo) fortzuschreiben, auf ihnen aufzubauen und neue digitale Cluster zu entwickeln.

1.3 Forschung und Entwicklung

Aufgrund zunehmender Digitalisierung, verändertem Leseverhalten, erhöhter Mobilität und demographischer Veränderung konzentriert sich die FUNKE MEDIENGRUPPE mehr denn je darauf, Wachstumspotenziale zu eruieren und zusätzliche Lesergruppen sowie Werbekunden durch die Entwicklung neuer Produkte unter Nutzung aller Kommunikationskanäle zu gewinnen. So beginnen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei der Analyse der Kundenbedürfnisse und reichen über die Entwicklung neuer innovativer Produkte bis hin zur Etablierung dieser auf dem Markt.

Zur Identifizierung der Kundenwünsche betreibt der Konzern qualitative und quantitative Marktforschungen. Systematische Befragungen und Blattreviews spielen dabei genauso eine Rolle wie das kontinuierliche Benchmarking und der Abgleich mit Best Practice. Quantitative Untersuchungen nehmen das sich wandelnde Leseverhalten in den Blick. Anhand von Preisstudien wird die Preissensitivität der Kunden überprüft.

Mit modernen Marktforschungsinstrumenten wird kontinuierlich an der Verstärkung der Leserbindung gearbeitet. Dazu ist die FUNKE MEDIENGRUPPE seit dem Geschäftsjahr 2015 an der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung mbH & Co. KG (GiK) beteiligt. Diese hat die Werbewirkungsforschung "best for tracking" (b4t) sowie die Markt-Media-Studie "best4planning" (b4p) herausgebracht.

Für die Entwicklung im Digitalbereich führt das Tochterunternehmen FUNKE DIGITAL GmbH regelmäßig Marktforschungen durch. Trends werden aufgenommen und als Grundlage für den Ausbau des digitalen Angebots herangezogen. Des Weiteren betreut sie interne Projektteams bei der Konzeption moderner Produkte sowie der Erschließung neuer Geschäftsfelder, und entwickelt Apps und Software-Lösungen.

Die im Berichtsjahr neu gegründeten Bereiche "New Business" und "Digitale Transformation" entwickeln bestehende Produkte und Marken kanalübergreifend weiter, identifizieren neue Geschäftsfelder und für ein umsatz- und ertragsstarkes Digitalgeschäft treiben sie die Digitaloffensive des Konzerns weiter voran.

Zentrale Aufgaben der Einheit "Digitale Transformation" sind die Steuerung und Koordination der digitalen Transformation in sämtlichen Redaktions- und Verlagsbereichen der Standorte sowie der konsequente Ausbau des digitalen Geschäfts. Ausgehend von einer datenbasierten Analyse der Nutzungsgewohnheiten der Leserinnen und Leser auf den Online-Portalen wurde in Zusammenarbeit mit den Chefredakteuren der Regionalzeitungen und FUNKE Digital das Konzept "User-First" entworfen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist in 2018 gestiegen. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,5 % an (nach 2,2 % im Vorjahr) (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote sank von 5,7 % in 2017 auf 5,2 % in 2018. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Mio. Personen und liegt im Jahresdurchschnitt 2018 bei rund 44,8 Mio. Personen. Die Nettogehälter stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die wirtschaftlichen Grunddaten haben Einfluss auf die Entwicklung der Werbe- und Anzeigenumsätze. Ein Ansteigen der Arbeitslosenquote oder ein Sinken der Realeinkommen könnte einen Rückgang der verkauften Auflagen von Tageszeitungen und Zeitschriften hervorrufen, da die privaten Konsumausgaben sinken könnten.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

In Deutschland blieben die Bruttowerbeinvestitionen über alle Medien mit rund 31,86 Mrd. Euro nahezu unverändert zum Vorjahr (31,85 Mrd. Euro). Wie schon in Vorjahren erzielte die Online-Werbung den größten prozentualen Umsatzzuwachs am Bruttowerbemarkt. Auch der Hörfunk konnte beim Umsatz wieder zulegen (Quelle: Nielsen Media Research).

Die Bruttowerbeaufwendungen im Bereich Zeitungen blieben weitestgehend auf Vorjahresniveau (2018: 4,94 Mrd. Euro, 2017: 4,92 Mrd. Euro).

Lokale und regionale Abo-Zeitungen bilden mit 65 % den mit Abstand größten Teil an der Gesamtauflage an Tageszeitungen (Quelle: Nielsen Media Research, BDVZ).

Die Umsätze (Vertrieb und Werbung) der Zeitungen in Deutschland sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken (Quelle: statista). Es ist davon auszugehen, dass sich der Branchentrend fortsetzt.

Bedingt durch einen weiter anhaltenden deutschlandweiten Rückgang von Titeln und Verlagen mussten die Anzeigenblätter analog zum Vorjahr leichte Verluste in ihrer Gesamtauflage hinnehmen (Auflagenhöhe 84,3 Mio. Exemplare im Vergleich zu 86,8 Mio. Exemplaren in 2017) (Quelle: Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA)).

Die Tagesreichweiten im deutschen Hörfunkbereich lagen bei 77,6 % der deutschsprachigen Bevölkerung über 14 Jahre (Quelle: ag.ma 2018 Audio II).

Publikums- und Fachzeitschriften mussten im Berichtsjahr rückläufige Werbe- und Auflagenzahlen hinnehmen (Quelle: IVW; nielsen).

Die Internetnutzung hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, rund 85 % (Vorjahr: 80 %) der Gesamtbevölkerung ab 16 Jahren nutzen das Internet. Zu den Top 10 der meist genutzten Anwendungen gehören Nachrichten zum Weltgeschehen (Platz 4 mit 72,0 %) und regionale oder lokale Nachrichten (Platz 6 mit 65,1 %) (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF)).

2.2. Geschäftsverlauf

Im Konzern verwendete bedeutsame Steuerungskennzahlen sind die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (earnings before interest, tax, depreciation and amortisation). Die FUNKE MEDIENGRUPPE definiert EBITDA als Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen sowie außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträgen.

Für die Kennzahl EBITDA war ein Wert analog zum Geschäftsjahr 2017 prognostiziert. Mit einer Verminderung um 6,0 % wurde die Erwartung nicht erreicht. Rückläufige sonstige betriebliche Aufwendungen sowie höhere sonstige betriebliche Erträge konnten die Umsatzverluste nicht mehr vollständig ausgleichen. Zudem erhöhten sich zusätzlich die Personalkosten in geringem Umfang.

Für 2018 wurde ein Anstieg des Konzernumsatzes im unteren einstelligen Prozentbereich erwartet. Tatsächlich sank der Umsatz um rund 3,3 % (41,1 Mio. Euro). Im Wesentlichen entfällt der Umsatzrückgang auf die Produktbereiche Zeitungen (-32,3 Mio. Euro), Zeitschriften (-15,7 Mio. Euro) und Druckerei (-6,4 Mio. Euro). Erneut positiv und gegen den Trend im Printbereich entwickeln sich die Onlineerlöse, die um 17,4 Mio. Euro angestiegen sind. Das Berichtsjahr war insbesondere gekennzeichnet durch ein unter den Erwartungen liegendes Werbevolumen.

Zeitungen

Das Jahr 2018 war für die FUNKE MEDIENGRUPPE vor allem gekennzeichnet durch ein rückläufiges Werbevolumen. So verloren die Tageszeitungstitel und Anzeigenblätter Werbeumsätze in Höhe von 27,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzeinbußen sind über alle Verlagsregionen zu beobachten.

Die Titel in NRW, Thüringen, Braunschweig und Hamburg haben im Vorjahresvergleich auch an Vertriebsumsätzen verloren. In Berlin blieben die Vertriebsumsätze auf Vorjahresniveau.

Der Umsatz der Online-Angebote bei den Regionalmedien beträgt rund ein Zehntel des Zeitungsumsatzes und ist im Berichtsjahr im unteren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Digitalangebote werden ständig weiterentwickelt um die Attraktivität für die Werbekunden zu steigern.

Die Umsatzerlöse des Hörfunkbereiches in NRW befinden sich annähernd auf Vorjahresniveau.

Zeitschriften

Im Bereich Zeitschriften kam es im Vergleich zum Vorjahr analog zur Branchenentwicklung zu einem leichten Umsatzrückgang im unteren einstelligen Prozentbereich, was insbesondere auf die Verringerung der Werbeerlöse zurückzuführen ist.

Digitale Medien

Steigende Bruttowerbeinvestitionen in Online-Werbung und die kontinuierlich steigende Internetnutzung der Gesamtbevölkerung führen bei der FUNKE MEDIENGRUPPE zu positiven Ergebnissen in der Sparte Digitale Medien.

Äußerst positiv entwickelten sich die Umsätze der Neuen Medien, was sich in sämtlichen Beteiligungen widerspiegelt. Die Umsätze in den digitalen Geschäftsfeldern Online-Services, Digitales Publishing sowie dem Betrieb von Internet-Plattformen haben sich im Geschäftsjahr 2018 um 58 % erhöht.

Sonstiges

Der Umsatz in der Sparte Sonstiges ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 % gesunken. Insbesondere rückläufige Akzidenzdruckaufträge führten zu einem Umsatzrückgang im Druckbereich. Als Reaktion auf das veränderte Leserverhalten verlagern Werbetreibende ihr Marketing verstärkt von Print zu Online.

Wesentliche Ereignisse

Seit Mitte April 2018 verantworten die Herren Ove Saffe, Andreas Schoo und Michael Wüller gemeinsam die Geschäftsführung der FUNKE MEDIENGRUPPE. Die beiden Erstgenannten sind neu in der Gruppengeschäftsführung, der Michael Wüller bereits seit 2015 angehört. Ove Saffe ist zuständig für den Bereich Regionalmedien, Andreas Schoo für die Bereiche Zeitschriften und Digital, die Bereiche Druck, Logistik, Finanzen und Verwaltung liegen im Zuständigkeitsbereich von Michael Wüller. Ebenso wurde die Führungsstruktur einiger Regionalmedien neu formiert mit internen Kompetenzen.

Mitte des Berichtsjahres stieg die FUNKE MEDIENGRUPPE mit der neu entwickelten Marke Globista in das Geschäft der Reisevermittlung ein. In Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Dienstleistungsunternehmen Galapedia GmbH können exklusive Fernreisen, aber auch Kurz- und Städtetrips über Globista gebucht werden. Neben dem Onlineauftritt wird monatlich ein Reiseprospekt den Zeitungen, Zeitschriften und Anzeigenblättern des Konzerns beigelegt. Darüber hinaus werden diverse Anzeigen geschaltet.

Ende 2017 wurde der Verkauf des Verlagsgebäudes in Essen vertraglich fixiert. Der Übergang von Nutzen und Lasten erfolgte im Dezember 2018.

Im Geschäftsjahr konnte der Konzern Sondertilgungen der Bankverbindlichkeiten vornehmen, unter anderem aufgrund von Zuflüssen aus Kaufpreisforderungen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die FUNKE MEDIENGRUPPE konnte im Geschäftsjahr 2018 ihre Stellung als eines der größten Medienunternehmen weiter festigen. Das Geschäftsjahr lief für den Konzern insgesamt aber angesichts der Marktlage eher durchwachsen. Insbesondere rückläufige Werbeumsätze waren hierfür kennzeichnend.

Sinkende Werbeumsätze mussten allerdings auch viele andere deutsche Medienhäuser verkraften, obwohl das Bruttoinlandsprodukt um 1,5 % wuchs. Für die Branche ist von einem durchschnittlichen Minus von rund 10 % auszugehen. Mit -8,4 % ist der Rückgang des Werbeumsatzes bei der FUNKE MEDIENGRUPPE ein wenig geringer als im Branchenschnitt.

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Konzernbilanz (Kurzfassung)

in Mio. € 31.12.2018 % 31.12.2017 % Veränderung %
Anlagevermögen 683,4 38,0 799,5 40,4 -116,1 -2,3
Umlaufvermögen 1.092,0 60,7 1.157,2 58,4 -65,2 2,3
Rechnungsabgrenzungsposten (inkl. Vermögensverrechnung) 22,7 1,3 24,6 1,2 -1,9 0,1
Aktiva 1.798,1 100,0 1.981,3 100,0 -183,2  
Eigenkapital 706,9 39,3 724,3 36,6 -17,4 2,8
Fremdkapital 1.079,9 60,1 1.246,0 62,9 -166,1 -2,8
Rechnungsabgrenzungsposten 11,3 0,6 11,0 0,6 0,3 0,1
Passiva 1.798,1 100,0 1.981,3 100,0 -183,2  

Im Vergleich zum 31.12.2017 hat sich die Konzernbilanzsumme um 183,2 Mio. Euro auf 1.798,1 Mio. Euro verringert.

Die Verringerung des Anlagevermögens um 116,1 Mio. Euro ist größtenteils verursacht durch Abschreibungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen (insbesondere Abschreibungen auf Firmenwerte) und Sachanlagen in Höhe von 139,8 Mio. Euro. Dem gegenüber stehen Zugänge in Höhe von 37,3 Mio. Euro.

Der Großteil der Investitionen wurde am Standort Essen im Zusammenhang mit der neuen Unternehmenszentrale getätigt. Deren Innenausbau wurde im Berichtsjahr vollendet. Ferner fielen Ausgaben für neue Einrichtungsgegenstände sowie neuer Hard- und Software an.

Weitere Investitionen entfielen auf M&A-Aktivitäten und betreffen unter anderem Kaufpreisanpassungen (Earn-Out-Zahlungen) bei bereits erfolgten Akquisitionen aus dem Digitalbereich. Diese Investitionen wirkten sich in den Zugängen der immateriellen Vermögensgegenstände aus.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagengitter dargestellt (Anlage I/3).

Die Reduzierung des Umlaufvermögens um 65,2 Mio. Euro resultiert hauptsächlich aus einem Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände (79,1 Mio. Euro). Dies wurde wesentlich verursacht durch eine Teilzahlung einer Kaufpreisforderung.

Das Eigenkapital liegt bei 706,9 Mio. Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,4 Mio. Euro vermindert, was im Wesentlichen durch den Konzernjahresfehlbetrag begründet ist. Die Eigenkapitalquote beträgt 39,3 % (Vorjahr 36,6 %).

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem Eigenkapitalspiegel ersichtlich (Anlage I/5).

Die Gesamthöhe des Fremdkapitals ist mit 1.079,9 Mio. Euro um 166,1 Mio. Euro gesunken. Dies ist überwiegend begründet durch Regel- und Sondertilgung des Kreditbestandes (137,5 Mio. Euro). Die Fremdkapitalquote liegt damit bei 60,1 % im Vergleich zu 62,9 % im Vorjahr.

Konzernkapitalflussrechnung (Kurzfassung)

in Mio. € 2018 2017 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 88,6 139,4 -50,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit 80,8 -48,1 128,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -152,4 -109,2 -43,2
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 17,0 -17,9 34,9
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 123,0 106,0 17,0

Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS 21) erstellt.

Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus geringeren Einnahmen aus Umsatzerlösen. Die Veränderung beim Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert überwiegend aus einer Teilzahlung einer Kaufpreisforderung an die FUNKE MEDIENGRUPPE. In diesem Zusammenhang leistete der Konzern eine Sondertilgung von Bankkrediten, die im Wesentlichen zu der Veränderung gegenüber dem Vorjahr beim Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führte.

Im Berichtsjahr gab es im Rahmen der Refinanzierung Kreditaufnahmen in Höhe von 580 Mio. Euro, außerdem erfolgten Rückzahlungen in Höhe von 717,5 Mio. Euro. Per Saldo wurden somit 137,5 Mio. Euro im Rahmen von Regel- und Sondertilgungen an die Banken zurückgeführt.

Die Finanzmittel des Konzerns werden im Inland grundsätzlich über eine zentrale Finanzierungsgesellschaft bereitgestellt (Cash-Pooling). Auf diese Weise ist eine ausreichende Liquiditätsausstattung der Konzerngesellschaften gewährleistet. Ziel ist eine kostengünstige Bereitstellung von Liquidität durch verfügbare Mittel aus dem operativen Geschäft sowie durch zentral gesteuerte Kreditaufnahmen. Mittels kurzfristiger Kreditlinien bei Banken können evtl. kurzfristige Engpässe überwunden werden.

Die FUNKE MEDIENGRUPPE nutzte die günstigen Rahmenbedingungen am Kreditmarkt und sicherte sich mit dem Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrages finanzielle Spielräume für die Umsetzung der Wachstumsstrategie im Print- und Digitalgeschäft. So hat sie im dritten Quartal 2018 ihren im Dezember 2013 abgeschlossenen und im April 2016 angepassten Konsortialkreditvertrag vorzeitig refinanziert. Durch den neuen Kreditvertrag ist der Konzern bereits jetzt in der Lage, das bisherige Fälligkeitenprofil über das Jahr 2021 hinaus deutlich zu verlängern und Fremdkapitalkosten zu senken. Die Verzinsung bleibt auf variabler Basis.

Die ergänzend zur Verfügung gestellte und um 25 Mio. Euro erhöhte revolvierende Kreditlinie (75 Mio. Euro) wurde nur sehr geringfügig durch Avale beansprucht.

34,4 % der Gesamtverbindlichkeiten des Konzerns haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Wesentliche Investitionsverpflichtungen des Konzerns betreffen Kaufpreisanpassungen bei bereits erfolgten Akquisitionen. Maximal ergeben sich für die nächsten Jahre Investitionsverpflichtungen in Höhe von 15,9 Mio. Euro, die aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden sollen.

Ertragslage

Konzernergebnis (Kurzfassung)

in Mio. € 2018 2017 Veränderung %
Umsatzerlöse 1.216,6 1.257,7 -41,1 -3,3
Bestandsveränderung -0,2 0,3 -0,5 -166,7
sonstige betriebliche Erträge 53,9 31,1 22,8 73,3
Materialaufwand 288,9 278,0 10,9 3,9
Personalwand 483,9 465,2 18,7 4,0
sonstige betriebliche Aufwendungen 344,9 378,8 -33,9 -8,9
Außergewöhnliches Ergebnis * 18,0 14,4 3,6 25,0
EBITDA 170,6 181,5 -10,9 -6,0

* das außergewöhnliche Ergebnis, welches in den einzelnen Positionen enthalten ist, wird für die Berechnung des EBITDA wieder korrigiert

Im Berichtsjahr erzielte der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 1.216,6 Mio. Euro (Vorjahr 1.257,7 Mio. Euro). Der Umsatzrückgang entfällt im Wesentlichen auf die Produktbereiche Zeitungen (-32,3 Mio. Euro), Zeitschriften (-15,7 Mio. Euro) und Druckerei (-6,4 Mio. Euro). Onlineerlöse entwickelten sich erneut positiv und stiegen um 17, 4 Mio. Euro.

Ausgehend vom EBITDA liegt die Umsatzrendite im Berichtsjahr bei 14,0 % (Vorjahr 14,4 %).

Nach dem Verkauf der restlichen Auslandsaktivitäten Mitte des Jahres 2016 erzielt der Konzern auch im Geschäftsjahr 2018 ausschließlich Umsätze im Inland.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 22,7 Mio. Euro erhöht. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Verkaufserlöse aus der Veräußerung von Finanzanlagen und außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf diverser Grundstücke in Essen.

Der Materialaufwand ist um 10,9 Mio. Euro auf 288,9 Mio. Euro gestiegen:

in Mio. € 2018 2017 Veränderung
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 112,4 112,2 0,2
redaktionelle Fremdleistungen 39,9 41,2 -1,3
Herstellungs- und sonstige Fremdleistungen 131,0 118,8 12,2
sonstige bezogen Leistungen 5,6 5,8 -0,2
Aufwendungen für bezogene Leistungen 176,5 165,8 10,7
Materialaufwand 288,9 278,0 10,9

Während Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe annährend auf Vorjahresniveau gehalten wurden, stiegen im Berichtsjahr Aufwendungen für bezogene Leistungen, im Wesentlichen durch erhöhte Zustellkosten.

Der größte Aufwandsposten der Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert der Personalaufwand mit 483,9 Mio. Euro. Für Restrukturierungsmaßnahmen sind 2018 außergewöhnliche Personalaufwendungen in Höhe von 15 Mio. Euro (im Vorjahr 3,3 Mio. Euro) angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich insgesamt um -34,0 Mio. Euro auf 344,9 Mio. Euro:

in Mio. € 2018 2017 Veränderung
Mieten und Mietnebenkosten 32,5 30,0 2,5
Instandhaltung und Reparaturen 24,4 23,2 1,2
Vertriebskosten 113,0 154,2 -41,2
Dienstleistungsaufwendungen 13,8 14,3 -0,5
Verwaltungskosten 45,0 47,9 -2,9
Reise-, Bewirtungs- und Werbekosten 54,0 55,1 -1,1
übrige Aufwendungen 62,2 54,2 8,0
sonstige betriebliche Aufwendungen 344,9 378,9 -34,0

Der überwiegende Grund dafür ist ein Rückgang der Vertriebskosten in Höhe von -41,2 Mio. Euro. Die Vertriebskosten setzten sich aus Zustellkosten und Provisionen zusammen. Ein Großteil dieser Aufwendungen hat sich in die Positionen Herstellungs- und sonstigen Fremdleistungen sowie Umsatzerlöse verschoben.

Der Posten beinhaltet ebenfalls außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 19 Mio. Euro (im Vorjahr 13,7 Mio. Euro). Darin enthalten sind Kosten für Harmonisierung, Refinanzierung, Beratungskosten sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Standortaufgabe der alten Hauptverwaltung.

Nachfolgend werden einige wichtige Positionen unterhalb des EBITDA dargestellt:

Die Abschreibungen in Höhe von 139,8 Mio. Euro haben sich gegenüber 2017 um 10,7 Mio. Euro erhöht. Die Erhöhung ist durch höhere Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung verursacht.

Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr (-16,1 Mio. Euro) um 0,2 Mio. Euro leicht verbessert.

Das Mutterunternehmen der FUNKE MEDIENGRUPPE sowie nahezu all ihre Tochterunternehmen sind Teil eines ertragsteuerlichen Organkreises, sodass Ertragssteuern für den Konzern eine untergeordnete Rolle spielen.

Die zuvor genannten Effekte führen zu einem Konzernergebnis vor Gewinnabführung von -6,5 Mio. Euro (Vorjahr 16,8 Mio. Euro).

Mitarbeiter, Auflagen und Medienreichweite

Zu den bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen für die FUNKE MEDIENGRUPPE ihre Mitarbeiter und die Reichweite ihrer Medien.

Mitarbeiter

Der Konzern beschäftigte in 2018 durchschnittlich:

Mitarbeiter ohne Zustelltätigkeit 6.271
Zusteller 15.929
Gesamt 22.200
Personalaufwand in Mio. € 483,9

Die FUNKE MEDIENGRUPPE investiert konsequent in die Personalentwicklung, Nachwuchsförderung, Fachkräfterekrutierung und Mitarbeiterbindung.

Als gruppenweite Plattform für Seminarangebote, Wissensaustausch und Sonderformate modernen Lernens fungiert die FUNKE AKADEMIE. Sie ist nicht nur ein wichtiger Baustein in der Professionalisierung der Personalentwicklung, sie leistet auch einen bedeutenden Beitrag zur Zukunftssicherung der FUNKE MEDIENGRUPPE. Annähernd 120 Seminare zu acht verschiedenen Themenbereichen bot der Qualifizierungskatalog 2018. Mehr als 780 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen an einem oder mehreren Seminaren erfolgreich teil. Erstmalig wurde im Berichtsjahr das sogenannte "Blended Learning" angeboten. Eine Lernform, bei der die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning kombiniert werden. Und auch das E-Learning selbst wird weiter ausgebaut und erfreut sich bei Mitarbeitern großer Beliebtheit.

Mit der Einführung des FUNKE Feedback- und Entwicklungsgesprächs konnte ein weiterer wichtiger Baustein der zielgerichteten Mitarbeiterentwicklung an den ersten Standorten etabliert werden. Mit diesem Dialogformat wird unter Beachtung der Unternehmensziele die individuelle Entwicklung und die Zusammenarbeit zwischen Führungskraft und Mitarbeiter gefördert.

Als neues Element einer modernen Nachwuchsförderung und -gewinnung wurde das Juniorprojektleiter/-innen Programm erfolgreich realisiert. Darüber hinaus bietet der Konzern eine 24-monatige Volontärausbildung in den Bereichen Print, Online und Bildmanagement an. Diese ist inhaltlich und strukturell an zukünftige Anforderungen ausgerichtet. Diverse Trainee-Programme für Hochschulabsolventen, Praktikanten- und Stipendiaten-Programme sowie eine breit gefächerte Ausbildung für kaufmännische und technische Berufe runden das Angebot ab.

Verschiedenste gesundheitsfördernde Angebote und Maßnahmen werden von den Mitarbeitenden an allen Standorten sehr positiv angenommen. Hervorzuheben ist hier die Gesundheitswoche. Mit aktiven Mittagspausen und Teamwettbewerben sowie spannenden Tipps, Tricks und Rezepten rund um die Themen Bewegung, Ernährung und Work-Life-Balance im FUNKE Intranet bietet die Gesundheitswoche on- wie offline viele einfache Ideen um im Berufsalltag fit und gesund zu bleiben.

Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhalten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FUNKE MEDIENGRUPPE die Möglichkeit, sich bei der Organisation der Betreuung ihrer Kinder oder pflegebedürftiger Angehöriger qualifiziert beraten und aktiv unterstützen zu lassen

Auflage und Medienreichweite Zeitungen

Durchschnittlich wurden im Berichtsjahr pro Erscheinungstag rund 1.133 Tsd. Tageszeitungen gedruckt:

Region Titel Tsd. Exemplare
2018 2017
NRW Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ), Westfälische Rundschau (WR), Westfalenpost (WP) 504 542
Thüringen Thüringer Allgemeine (TA), Ostthüringer Zeitung (OTZ), Thüringische Landeszeitung (TLZ) 248 261
Hamburg Hamburger Abendblatt, Bergedorfer Zeitung 177 192
Niedersachsen Braunschweiger Zeitung, Harz Kurier 117 123
Berlin Berliner Morgenpost 87 91
Gesamt   1.133 1.209

In Deutschland nehmen diese 12 regionalen Tageszeitungen führende Positionen auf den jeweiligen Zeitungsmärkten ein. So ist sie in Hamburg, NRW und Thüringen unangefochtener Marktführer. In Berlin und Niedersachen gehören die Tageszeitungen der FUNKE MEDIENGRUPPE zu den dortigen Top 5.

Im Onlinebereich ist "DerWesten.de" mit einer Reichweite von gut einer halben Million Unique User pro Tag im Dezember 2018 deutschlandweit das reichweiten-stärkste regionale Onlinenachrichtenportal und nimmt in den Top-100-Rankings von redaktionellen Medienmarken regelmäßig einen Platz im oberen Drittel ein.

Die digitalen Kanäle der nordrhein-westfälischen Zeitungstitel (u. a. "waz.de", "nrz.de") kamen im Dezember 2018 täglich auf 320.000 Unique User. 150.000 bzw. 270.000 Unique User täglich begrüßten die Onlineableger von "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" auf ihren Webseiten (mobile und stationär).

Die Auflage der Anzeigenblätter reduzierte sich insbesondere durch die Veräußerung einer Beteiligung im Berichtsjahr geringfügig von 11 Mio. Exemplaren auf 10,7 Mio. Exemplare:

In NRW publiziert der Konzern Anzeigenblätter über die "WVW Westdeutsche Verlags-und Werbegesellschaft mbH" (WVW) und die als Joint-Venture betriebene "Ostruhr-Anzeigenblattgesellschaft mbH & Co. KG" (ORA). Dabei wird im Rhein-Ruhr-Gebiet sowie im mittleren und südlichen Westfalen eine nahezu flächendeckende Verteilung erreicht.

Der "Allgemeine Anzeiger" in Thüringen ist mit rund 2,2 Mio. Exemplaren das führende Anzeigenblatt in den östlichen Bundesländern.

Die publizierte Auflage von Anzeigenblättern in Hamburg beläuft sich auf 0,7 Mio. Exemplare. Zusätzlich werden weitere 0,3 Mio. Exemplare über Beteiligungsgesellschaften verteilt.

Die Lokalradios sind die wichtigste Informationsquelle für viele Menschen in NRW. Gemäß einer bundesweiten Reichweitenerhebung schalteten durchschnittlich rund 1,5 Mio. Hörer täglich einen der zwölf Sender im Ruhrgebiet und Hochsauerlandkreis ein (Quelle: ma Radio 2018 II, E.M.A. NRW 2018 II).

Die fünf Sender Radio Bochum, Radio Essen, 107.7 Radio Hagen, Radio Herne und Radio Sauerland sind Marktführer in ihrem Sendegebiet vor den öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen des WDR (Quelle: E.M.A. NRW 2018 II).

Auflage und Medienreichweite Zeitschriften

Die im Jahresdurchschnitt verkauften Auflagen der herausgegebenen Programm- und Frauenzeitschriften belaufen sich auf rund 7,5 Mio. Exemplare (davon entfallen auf die Programmzeitschriften 4,9 Mio. Exemplare und auf die Frauenzeitschriften 2,6 Mio. Exemplare) und liegen damit auf einem ähnlichen Niveau wie in 2017.

Unter den Top 10 der auflagenstärksten Publikumszeitschriften finden sich drei Titel der FUNKE MEDIENGRUPPE, die Programmzeitschriften: "TV Digital", "TV direkt" und "Hörzu". Insgesamt ist bei Programmzeitschriften wie im Vorjahr ein Auflagenverlust zu verzeichnen. Entgegen diesem Trend gehört die Lifestyle-Zeitschrift LandIDEE zu den größten prozentualen Gewinnern mit einem Plus von 11,8 % (Quelle: IVW).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach dem Wirtschaftswachstum der letzten Jahre wird in Deutschland auch für das Jahr 2019 mit einem steigenden Wachstum gerechnet. Es wird eine Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes von 1,2 % erwartet (Quelle: ifo Institut).

Auf dem Arbeitsmarkt rechnet das ifo Institut in 2018 mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 %.

Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Für den Werbemarkt in Deutschland wird ein Wachstum von knapp einem Prozent für 2019 erwartet (Quelle: Agenturgruppe JOM).

Die Auflagen und Werbeerlöse im Printbereich der Tageszeitungen werden sich gemäß einer Analyse von Schickler und BDZV im Branchentrend um 3,4 % bzw. 2,9 % verringern. Die Umsätze im Zeitschriftenbereich werden sich in den nächsten Jahren kontinuierlich moderat verringern (Quelle: PwC).

Die Nettowerbeumsätze digitaler Medien wachsen fortwährend dank immer neuer Spielarten, wie zum Beispiel Influencer Marketing. Für 2019 wird ein Online-Anteil der Nettowerbeumsätze von 38 % erwartet (Schickler Media Index 2019).

Für die Hörerzahlen der Radiosender in 2019 wird ein Verweilen auf dem hohen Niveau von 2018 erwartet. Bei den Tagesreichweiten des 1. Quartals 2019 ergab sich nur eine leichte Verschlechterung von 0,7 %-Punkten auf 77 % (Quelle: ag.ma 2019 Audio I).

Prognose der FUNKE MEDIENGRUPPE

Der Ausblick basiert auf Annahmen, die aus heutiger Sicht hinreichend bestimmbar und überwiegend wahrscheinlich sind. Die tatsächliche Entwicklung kann aufgrund verschiedener Einflussfaktoren deutlich abweichen.

Die Entwicklung der Branchenumsätze spiegelt sich auch in der Umsatzprognose der FUNKE MEDIENGRUPPE wider:

Bedingt durch weiter sinkende Auflagen wird sich die Verringerung der Vertriebs- und Werbeumsätze im Printbereich der FUNKE MEDIENGRUPPE auch in 2019 fortsetzen. Für das Online- bzw. Digitalgeschäft wird mit weiterhin deutlich steigenden Umsatzerlösen gerechnet. Der Konzern setzt auf Vermarktungsintensivierung in Rubrikenmärkten sowie einer konsequenten Überführung des Kerngeschäfts in die digitale Welt. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2019 mit einem leicht rückläufigen Konzernumsatz im unteren einstelligen Prozentbereich gerechnet.

Bei konstanter Kostenstruktur wird das EBITDA im Vergleich zum Berichtsjahr 2018 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sinken.

Bei den Personalkosten wird mit zusätzlichen Belastungen in den Bereichen Mindestlohn und Nachtzuschlag gerechnet, gegenläufig wirken die im Rahmen des Projekts "Funke 2022" eingeleiteten Personalmaßnahmen kostensenkend, können die Mehrbelastungen aber nicht vollständig ausgleichen. Die sinkenden Materialaufwendungen resultieren u. a. aus den rückläufigen Auflagen.

3.2. Chancenbericht

Chancenidentifizierung

Die für das Unternehmen wesentlichen identifizierten Chancen wurden zu den folgenden gleichartigen Kategorien zusammengefasst:

Kategorie Identifizierte Chancen
Umfeld: - wirtschaftliche Entwicklung
Branche: - veränderte Mediennutzung, Digitalisierung
  - Leistungsschutzrecht
  - Wettbewerbsrecht
Sonstiges: - IT- Strukturen, Technik
  - Synergieeffekte/Akquisitionen
  - Lokaloffensive

Chancenanalyse

Wirtschaftliche Entwicklung:

Ein über den Erwartungen liegender wirtschaftlicher Aufschwung verbunden mit sinkenden Arbeitslosenzahlen vor allem im Inland könnte zu höheren Investitionen auf dem Werbemarkt führen, die sich positiv auf den Umsatz sowie das Ergebnis auswirken können.

Veränderte Mediennutzung, Digitalisierung:

Die FUNKE MEDIENGRUPPE als zukunftsorientiertes Unternehmen setzt weiterhin auf den laufenden Ausbau ihres medialen Angebots und eruiert kontinuierlich die Tendenzen der relevanten Medien- und mediennahen Dienstleistungsmärkte. Aus jedem frühzeitig aufgenommenen und umgesetzten Trend kann sich Umsatzpotenzial entwickeln.

Die digitalen Projektteams des Konzerns bieten die Möglichkeit, in enger Verzahnung mit den Standorten Trends aufzuspüren und neue Ideen schnell umzusetzen. Neue Geschäftsfelder sollen aufgebaut und das Kerngeschäft (Printmedien und Zeitschriften) konsequent in die digitale Welt überführt werden.

Leistungsschutzrecht:

Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist am 1. August 2013 in Kraft getreten. Es soll die Leistung von Verlegern und Journalisten wirksam vor den Wettbewerbsnachteilen der ungerechtfertigten Verbreitung und Vervielfältigung der Erzeugnisse insbesondere im Internet schützen. Im Zeitalter der sich immer mehr beschleunigenden digitalen Entwicklung erscheint dies unverzichtbar und gibt auch der FUNKE MEDIENGRUPPE ein Mittel an die Hand, Dritte, die keine Nutzungsrechte der Presseerzeugnisse von den Verlegern erworben haben, von deren Nutzung auszuschließen.

Ihre Leistungsschutzrechte hat die FUNKE MEDIENGRUPPE an die Verwertungsgesellschaft "VG Media" übertragen. Dort sollen Tarife für die Nutzung der Leistungsschutzrechte der vertretenen Medienhäuser festgelegt werden. Durch die Bündelung der Leistungsschutzrechte diverser Medienhäuser bei nur einer Verwertungsgesellschaft wird eine stärkere Position gegenüber Google angestrebt.

Das EU-Parlament beschloss jüngst eine neue Urheberrechtsreform. Bestätig durch den Rat der Europäischen Union, beginnt nun die zweijährige Frist für die Umsetzung in nationales Recht. Inhalt der Reform ist neben dem Leistungsschutzrecht auch die Verpflichtung zur Lizenzierung urheberrechtlich geschützter Inhalte und damit verbundener Upload-Filter. Das deutsche Leistungsschutzrecht wird damit stark ausgeweitet. Kernpunkt ist, dass es nicht nur für Suchmaschinenbetreiber gelten soll, sondern für alle Unternehmen, die online Inhalte verbreiten, und zwar nicht nur für einen kurzen Anreißer, sondern für den gesamten Artikel.

Wettbewerbsrecht:

Der Bundesrat hat Ende März 2017 der 9. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) zugestimmt. Das Gesetz erlaubt in § 30 IIb GWB Verlagen - unter bestimmten Voraussetzungen - eine Zusammenarbeit im Werbegeschäft, im Vertrieb, bei der Herstellung und Zustellung (Sektorfreigabe). So können Werbepakete jetzt zwischen Wettbewerbern auch im Kombipaket angeboten werden. Diese kartellrechtliche Sektorfreigabe ermöglicht Verlagen zudem Synergien zu heben und Kosten zu senken, um im Wettbewerb zum Internet zu bestehen.

IT-Strukturen, Technik:

Künftig sollen die Erneuerung im Bereich Drucktechnik und die Nutzung von Verbesserungspotenzialen in den IT-Strukturen zu einer gesteigerten Effizienz und zu weiteren Kostenreduktionen führen. Zusätzlich werden diverse Verwaltungsprozesse auch auf der Basis von Benchmarks permanent einer intensiven Überprüfung unterzogen.

Auch im Bereich der Neuen Medien sieht der Konzern zusätzliche Marktchancen. Die Online-Portale sowie die Paid-Content-Angebote werden permanent weiter ausgebaut. Ebenso ermöglichen neue elektronische Vertriebswege ("Digitaler Kiosk") Absatzchancen für digitale Versionen konzerneigener Produkte. Zusätzlich soll versucht werden über Corporate-Publishing-Produkte neue Kunden zu gewinnen und dadurch auf dem digitalen Mediensektor Marktanteile zu gewinnen.

Künftig sollen umfangreiche Erneuerungen sowohl der Druckanlagen als auch der Versandstraßen im Bereich Drucktechnik zu einer gesteigerten Effizienz führen. Darüber hinaus wird die Harmonisierung der IT-Strukturen im Rahmen des sogenannten "Bebauungsplanes" intensiv vorangetrieben. Die Harmonisierung von Anzeigen- und Vertriebssystemen sowie von Honorar- und Redaktionssystemen soll standortübergreifende Konzernstandards setzen. Ein vereinfachtes Handling und verringerte Supportaufwendungen gepaart mit gruppenweit vergleichbaren Datenstrukturen führen zur Hebung von Verbesserungspotenzialen und zu weiteren Kostenreduktionen.

Synergieeffekte, Akquisitionen:

Weitere Unternehmenszukäufe und das Heben von Synergien durch Konsolidierung können zu Kosteneinsparungen führen.

Neben der Umsetzung diverser Restrukturierungsmaßnahmen werden laufend weitere Effizienzsteigerungspotenziale und Prozessverbesserungen mit dem Ziel einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung untersucht.

Lokaloffensive:

Der Konzern setzt weiterhin auf die Chance seine starke lokale und regionale Verankerung auf den heimischen Märkten zu festigen. Nähe und Bindung zu Lesern und Usern gilt es zu stärken und neue Anzeigenkunden zu gewinnen.

3.3. Risikobericht

Risikomanagement

Für die FUNKE MEDIENGRUPPE bedeutet unternehmerisches Handeln stets Chancen zu nutzen und damit verbundene Risiken zu erkennen und zu begrenzen. Der Konzern versucht, die Chancen seiner relevanten Märkte optimal zu nutzen, um Kunden langfristig zu binden und durch fairen Wettbewerb gegenüber Konkurrenten auf Dauer zu bestehen. Dazu ist es erforderlich, vorausschauend Risiken und Veränderungen der Märkte zu erkennen, um erforderliche strategische Entscheidungen rechtzeitig einleiten zu können. So verfügt die FUNKE MEDIENGRUPPE über ein bereits etabliertes Risikomanagement, zu dessen Bestandteilen neben den Erkenntnissen aus der Rechnungslegung und dem Controlling, auch Compliance und Revision zählen. Diese Stabsbereiche flankieren die internen Kontrollsysteme der operativen Bereiche.

Die Revision legt dabei das Hauptaugenmerk auf die Prüfung des Vorhandenseins sowie der Effektivität und Effizienz des internen Kontrollsystems. In diesem Rahmen verfolgt die Revision einen risikoorientierten Prüfungsansatz, aus welchem auch die jährliche Planung entwickelt wird. Ferner koordiniert die Interne Revision gemeinsam mit Compliance gruppenweite Richtlinien, welche wesentliche Handlungsgrundlagen innerhalb der FUNKE MEDIENGRUPPE dokumentieren. Im Compliance Bereich ist auch die disziplinarische Verantwortung für den Datenschutz angesiedelt, der nach Inkrafttreten der DSGVO von zunehmender Bedeutung für datenbasierte Geschäftsmodelle ist. Die Compliance-Arbeit unterstützt die Geschäftsführung dabei, präventiv Umfeldrisiken zu erkennen und diesen durch geeignete Maßnahmen in der Organisation entgegenzusteuern.

Compliance ist Ansprechpartner bei Fragen und Verstößen zu behördlichen Regelungen, unternehmensinternen Richtlinien, der Einhaltung von Rechtsvorschriften und Gesetzen. Auf der Basis von Risikoanalysen werden zusammen mit der Internen Revision Kontrollmaßnahmen formuliert, welche durch die Fachbereiche implementiert werden. Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachbereichen die erforderlichen internen Richtlinien ausgearbeitet bzw. angepasst, ggf. Prozesse auf ihre Rechtssicherheit hin hinterfragt sowie Compliance-Schulungsmaßnahmen für Führungskräfte und Mitarbeiter durchgeführt.

Im Hinblick auf Transparenz und Risikovorsorge sowie die Überwachung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sind speziell folgende Maßnahmen relevant:

Weitestgehend vereinheitlichte Geschäftsprozesse und Konzernvorgaben wie zum Beispiel Bilanzierungsrichtlinien

Prozessintegrierte Kontrollen wie zum Beispiel Zugriffsschutz der IT-Systeme durch Berechtigungskonzepte, 4-Augenprinzip und Funktionstrennung

Laufende Analysen zur Identifizierung von eventuellen Risiken. Zu nennen sind unter anderem Marktbeobachtungen, Ad-hoc-Analysen sowie Wettbewerbsvergleiche

Regelmäßige Ermittlung von strategischen und marktbedingten Risiken innerhalb standardisierter Planungs- und Forecast-Prozesse

Monats- und Quartalsberichterstattung mit regelmäßigen Analysen durch die einzelnen Controlling-Abteilungen sowohl für einzelne Geschäftseinheiten als auch für die Gesamtgruppe sowie Plan-Ist Vergleiche

Zentrales Cash Management mit kontinuierlicher Finanzplanung

Regelmäßige Compliance-Risikoanalysen

Externes- und internes Hinweisgebersystem für Complianceverstöße

Eine zentral aufgestellte Einkaufsorganisation

Zentrale Datenschutzorganisation flankiert von fachlichen und regionalen Koordinatoren

Risikoidentifizierung

Die für das Unternehmen wesentlichen identifizierten Risiken wurden zu den folgenden gleichartigen Risikogruppen zusammengefasst:

Kategorie Identifizierte Risiken
Umfeld: - allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken
  - politische und rechtliche Risiken
Branche: - veränderte Mediennutzung, Digitalisierung
Leistungswirtschaft: - Entwicklung Papierpreis
Finanzwirtschaft: - Liquiditätsrisiko
  - Forderungsausfälle
  - Zinsänderungsrisiko
  - Währungsrisiko
Sonstiges: - Technikausfälle
  - Rechtsstreitigkeiten
  - Verstöße gegen interne Richtlinien, Datenschutzbestimmungen, Gesetze

Risikoanalyse

Allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken:

Grundsätzlich besteht immer die Gefahr, dass allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken zu sinkenden Einnahmen führen, die kurzfristig nicht durch eine Reduzierung von Kosten aufzufangen sind. Ebenso könnten mögliche Abwertungen der Kreditwürdigkeit einzelner europäischer Länder in Deutschland zu negativen konjunkturellen Auswirkungen führen, die sich auch auf den Werbemarkt niederschlagen und zu sinkenden Werbeeinnahmen führen.

Politische und rechtliche Risiken:

Durch die Europäische Union verhängte Werbeverbote für bestimmte Produktgruppen können zu rückläufigen Werbeeinnahmen führen.

Neue Gesetzeslagen (wie zum Beispiel die EU-Datenschutzgrundverordnung, die drohende ePrivacy-Verordnung) können sich mittel- und unmittelbar negativ auf die Wirtschaftlichkeit auswirken.

Die Erhöhung des Mindestlohns sowie die Ausweitung der Nachtarbeitszeitentlohnung führen zum deutlichen Kostenanstieg in der Logistik.

Veränderte Mediennutzung, Digitalisierung:

Das vornehmliche Risiko der veränderten Mediennutzung und der damit verbundenen verstärkten Orientierung hin zu digitalen Medien führt dagegen bereits heute zu einer Verschiebung der Werbemärkte. Die veränderte Mediennutzung bedingt zusammen mit dem demographischen Wandel sinkende Auflagen der klassischen Medien, verbunden mit dem Rückgang von Vertriebserlösen. Die Entwicklung auf den elektronischen Märkten wird daher kontinuierlich analysiert, um aktuelle Trends frühzeitig zu erkennen. So wird das Kerngeschäft konsequent in die digitale Welt überführt und neue Geschäftsfelder werden aufgebaut.

Entwicklung Papierpreis:

Die Branche ist stark von der Entwicklung des Papierpreises abhängig. Eine Erhöhung kann unter Umständen nicht an die Leser weitergegeben werden.

Liquiditätsrisiko:

Eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung ermöglicht es, eventuelle Engpässe rechtzeitig aufzudecken. Frei verfügbare Kreditlinien, ein Basisbestand liquider Mittel sowie ein fest integriertes Cash-Pooling-System garantieren, dass der Konzern jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Die Geldanlage von nicht benötigten liquiden Mitteln wird durch eine Richtlinie vorgegeben. Diese beinhaltet Anlagerichtlinien und Limits zur Risikobegrenzung. Das derzeit sehr niedrige Zinsniveau führt zu stark reduzierten Zinserträgen. Bisher konnte weitgehend vermieden werden, dass der Konzern Zahlungen aufgrund negativer Anlagezinsen leisten muss. Für die Zukunft kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB die Belastung steigt.

Forderungsausfälle:

Ein aktives Debitorenmanagement und Mahnwesen ermöglichen es, Forderungsausfällen frühzeitig entgegen zu wirken. Das Risiko von Forderungsausfällen wird als gering eingestuft, da die Kundenbasis breit gestreut ist. Das Risiko wird bilanziell durch Wertberichtigungen auf Basis von Altersstruktur und Mahnstufen abgebildet.

Zinsänderungsrisiko:

Aufgrund der überwiegend variabel aufgenommenen Bankdarlehen ist der Konzern einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dieses wird gemäß internen Richtlinien zentral überwacht. Auswirkungen von möglichen Zinsänderungen auf das Finanzergebnis werden regelmäßig mittels einer Sensitivitätsanalyse geprüft sowie die Zinsentwicklungen beobachtet. Sofern es notwendig erscheint, werden derivative Sicherungsinstrumente zur Absicherung genutzt.

Währungsrisiko:

Währungsrisiken sind überschaubar, da die Ergebnisse hauptsächlich im Euroraum erzielt werden. Verbleibende Risiken aus Wechselkursschwankungen sind für den Konzern unwesentlich. Eine Absicherung erfolgt daher nicht, gleichwohl werden mögliche Risiken aus Wechselkursänderungen überwacht. Der Einkauf von Papier erfolgt in der Regel auf Euro-Basis.

Technikausfälle:

Die Wertschöpfungskette der FUNKE MEDIENGRUPPE ist erheblich von der eingesetzten Technik abhängig. Ein eventueller Ausfall könnte den reibungslosen Produktionsablauf gefährden. Deshalb sind zur Risikominimierung effiziente Backup- und Notfall-Systeme, Viren- und Zugangsschutzprogramme sowie Datensicherungs- und Verschlüsselungssysteme fest integriert, um die Betriebsbereitschaft jederzeit zu gewährleisten. Zudem investiert der Konzern laufend in die Weiterentwicklung der eingesetzten Hard- und Software, um diese auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten.

Im Hinblick auf steigende Nutzerzahlen bei den digitalen Inhalten kommt speziell den IT-Risiken eine große Bedeutung zu.

Durch die Zusammenführung der gruppenweiten IT-Aktivitäten unter einer einheitlichen Leitung und durch Kooperation mit der "circ IT GmbH & Co. KG" können die bestehenden effizienten Prozesse und Abläufe weiter gesichert, und somit die Risiken minimiert werden.

Rechtsstreitigkeiten:

Letztendlich kann es im Zuge der journalistischen Berichterstattung zu Rechtsstreitigkeiten und damit verbundenen Schadenersatzansprüchen kommen. Ebenso können Kartell- oder Wettbewerbsverletzungen zu Rechtsansprüchen fremder Dritter führen. Etwaige Kosten sind grundsätzlich durch Versicherungen und Rückstellungen für Prozessrisiken abgedeckt.

Verstöße gegen interne Richtlinien, Datenschutzbestimmungen, Gesetze:

Der Verstoß gegen Gesetze und interne Richtlinien kann nicht nur für den betroffenen Mitarbeiter Konsequenzen nach sich ziehen. Auf Unternehmensseite können unter anderem Bußgelder oder Strafverfahren drohen. Außerdem können auf das Unternehmen erhebliche Reputationsverluste zukommen.

Insbesondere im Hinblick auf die sich ausweitenden digitalen Aktivitäten der FUNKE MEDIENGRUPPE ist die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen sehr wichtig. Der Diebstahl von Kundendaten könnte Vertrauensverluste auf Seiten der Kunden nach sich ziehen und damit das digitale Wachstum erschweren.

Der Compliance- und Rechtsbereich tragen aktiv dazu bei, solche Risiken zu mindern und mögliche Verstöße entsprechend zu verfolgen.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation der FUNKE MEDIENGRUPPE

Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für die FUNKE MEDIENGRUPPE aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, wurde ein Risikomanagementsystem geschaffen. Risikopotenziale werden kontinuierlich aufgedeckt und analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Im Geschäftsjahr 2018 war der Konzern wie im Vorjahr mit einer überschaubaren Risikosituation konfrontiert. Zum aktuellen Zeitpunkt sind dem Konzern keine über die bereits im Konzernabschluss abgebildeten Risiken hinaus bekannt. Für das laufende Geschäftsjahr sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für den Konzern bekannt.

 

Essen, den 17. Mai 2019

Ove Saffe

Andreas Schoo

Michael Wüller

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 17. Mai 2019

RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Essen

Hagelschur, Wirtschaftsprüfer

Fooke, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018

der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA

Das Geschäftsjahr 2018 war für die FUNKE MEDIENGRUPPE geprägt durch Optimierungsprozesse in den Bereichen Logistik und Vermarktung sowie die Weiterentwicklung des Digitalbereichs. Die FUNKE MEDIENGRUPPE konnte im Geschäftsjahr 2018 ihre Stellung als eines der größten Medienkonzerne in Deutschland weiter festigen.

Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat die persönlich haftende Gesellschafterin, die FUNKE Management GmbH, und deren Geschäftsführer bei der Leitung der FUNKE MEDIENGRUPPE regelmäßig beraten und die Geschäftsführung sorgfältig und kontinuierlich überwacht.

Im Rahmen seiner Tätigkeit hat sich der Aufsichtsrat fortwährend über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und die beabsichtigte Geschäftspolitik anhand der mündlichen und schriftlichen Berichte der Geschäftsführung unterrichten lassen.

Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2018 acht Sitzungen ab, nämlich am 20. Februar 2018, am 21. März 2018, am 25. April 2018, am 21. Juni 2018, am 4. Juli 2018, am 26. September 2018, am 31. Oktober 2018 und am 12. Dezember 2018. Frau Petra Grotkamp fehlte entschuldigt bei der Aufsichtsratssitzung am 21. März 2018 und genehmigte die Beschlussfassung über die Wahl von Herrn Dr. Georg Scheid zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Frau Petra Grotkamp und Herr Dipl.-Kfm. Christian Eigen fehlten entschuldigt bei der Aufsichtsratssitzung und der anschließenden Bilanzaufsichtsratssitzung am 4. Juli 2018 und genehmigten die getroffenen Beschlüsse. Sonst haben sämtliche Aufsichtsratsmitglieder an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Ausschüsse des Aufsichtsrats sind nicht eingerichtet worden.

Im Geschäftsjahr 2018 haben mehrere personellen Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats stattgefunden. Herr Lambert Lensing-Wolff wurde am 20. Februar 2018 und Herr Karl Hans Arnold am 21. Juni 2018 durch die Hauptversammlung der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Martin Kall hat sein Aufsichtsratsmandat im Februar 2018 niedergelegt.

Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat in seinen Sitzungen regelmäßig über die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen einschließlich der wesentlichen aktuellen Kennzahlen unterrichtet. Hierbei wurden auch konkrete mittelfristige Planungen sowie der kurz- und mittelfristige Handlungsbedarf und bestehende Optionen besprochen.

Im Mittelpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats standen die Zentralisierung der Logistikstrukturen, die Neuausrichtung der Vermarkungsorganisation und die Weiterentwicklung des Digitalbereichs. Der Aufsichtsrat hat sich über die jeweiligen Fortschritte mit ihren Auswirkungen auf die Kennzahlen der FUNKE MEDIENGRUPPE von der Geschäftsführung eingehend unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat ferner über mögliche Akquisitionen im Zeitschriftengeschäft und Kooperationen mit anderen Medienhäusern sowie verschiedene Harmonisierungs- und Integrationsmaßnahmen beraten.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2018 eine Geschäftsordnung gegeben. Im Zusammenhang mit der Wahl von Herrn Lensing-Wolff hat der Aufsichtsrat zudem auf der Grundlage der neuen Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat spezielle Leitlinien über die Zusammenarbeit mit Herrn Lensing-Wolff im Aufsichtsrat verabschiedet. Gem. Ziffer 1.6 der speziellen Leitlinien hat die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat über die wettbewerblichen Überschneidungsbereiche zwischen der FUNKE Mediengruppe und dem Medienhaus Lensing Bericht erstattet.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat Informations- und Kommunikationsleitlinien für den Aufsichtsrat der FUNKE Mediengruppe GmbH & Co. KGaA beschlossen, welche den Informationsaustausch zwischen Aufsichtsrat, Geschäftsführung und Mitarbeitern der FUNKE Mediengruppe regeln.

Die Vorsitzende des Aufsichtsrats und ihr Stellvertreter haben zum Teil mit weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit der Geschäftsführung gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert.

Jahresabschlüsse und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2018 wurden von der persönlich haftenden Gesellschafterin nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

In der Hauptversammlung der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA vom 4. Juli 2018 wurde RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (RLT), Essen, zum Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2018 bestellt. Die RLT hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 geprüft. Die Prüfung erfolgte in Übereinstimmung mit § 317 HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung. Der Jahres- und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen.

Der Jahres- und Konzernabschluss und die Lageberichte sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen hat der

Aufsichtsrat geprüft und in einer gesonderten Sitzung im Beisein des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete, erörtert. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die vorgelegten Unterlagen keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Die von der persönlich haftenden Gesellschafterin getroffene Einschätzung der Lage der Gesellschaft und des Konzerns stimmt mit der Einschätzung des Aufsichtsrats überein. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss in der gesonderten Sitzung gebilligt. Die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2018 obliegt gem. § 286 Abs. 1 AktG der Hauptversammlung der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftsführern der persönlich haftenden Gesellschafterin sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FUNKE MEDIENGRUPPE für ihre Leistungen und Beiträge im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Essen, im Juli 2019

Für den Aufsichtsrat:

Julia Alexandra Becker, Vorsitzende

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

76 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.