TRANSFER GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Köpfer seit 25.1.2007 | Geschäftsführer |
Albert Schlegel seit 13.9.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Albert SchlegelSchlegel Verwaltungsgesellschaft mbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schlegel GmbHBietigheim-BissingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Schlegel GmbHBietigheim-Bissingen
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schlegel GmbH, Bietigheim-Bissingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schlegel GmbH, Bietigheim-Bissingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schlegel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 15. November 2024 BANSBACH
GmbH
Jochen Storz, Wirtschaftsprüfer Thomas Schneider, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Schlegel GmbHBietigheim-Bissingen1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Als Spezialist für individuelle Bauprojekte realisiert die Schlegel GmbH schlüsselfertige Gebäude sowie Ausbau-, Einrichtungs- und Möbelkonzepte für Auftraggeber an nationalen und internationalen Standorten, für Kunden/Investoren aus den Bereichen Shopping-Center, Fachmärkte, Kitas und Schulen, Jugendherbergen, Hotels, Office und Stores. Das geschieht durch die Fachabteilungen Möbel- und Einrichtungsbau, Innenausbau, Gebäudetechnik und Hochbau. Diese Sparten werden durch das Projektmanagement in die Planung und Ausführung aller Aufträge eingebunden. Die Projektumsetzung wird dabei als Generalunternehmer oder auch nur in einzelnen Bereichen übernommen und bedarfsgerecht an den Wünschen und Zielvorstellungen unserer Kunden ausgerichtet. 1.2 Ziele und Strategien Wir orientieren uns am Anspruch unserer Kunden und überzeugen durch absolute Termintreue und Qualität sowie Preissicherheit. Ein qualifiziertes Wachstum unseres Unternehmens in Umsatz und Ertrag soll uns weiterhin wettbewerbsfähige personelle und sachliche Ressourcen, Strukturen und Prozesse sichern, um die notwendigen Anpassungsstrategien an die zunehmend dynamischen Veränderungen an den Märkten rechtzeitig zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen. 1.3 Steuerungssystem Die Gesellschaft wird von der Geschäftsleitung und dem zentralen Controlling anhand regelmäßiger Soll- Ist-Vergleiche und Prognoserechnungen im Verhältnis zum Plan gesteuert. Dies geschieht u. a. mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und laufenden Auswertungen zu Umsatz, Betriebsleistung, Betriebsergebnis, Finanzergebnis, Geschäftsergebnis, Liquiditäts- und Vermögenslage. Auf der zweiten Ebene berichten die Fachabteilungen gemeinsam mit dem Projektmanagement über die Realisierung der jeweiligen Bau- oder Einrichtungsprojekte nach Soll und Ist. Diese Projekte werden von Projektleitern, Technikern und Zeichnern an verschiedenen Standorten des Unternehmens ausgeführt, Bau- und Montageleiter überwachen die Bauleistungen vor Ort auf den Baustellen. Daneben werden die Marketing- und Verwaltungsaufgaben von entsprechenden Serviceeinheiten wahrgenommen, die der Geschäftsleitung und der zweiten Ebene regelmäßig und anlassbezogen berichten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche branchen- und kundenspezifische Rahmenbedingungen Konjunkturelle Entwicklung: Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin geprägt durch die Folgen der Corona- Pandemie, Kurzarbeit hat aber deutlich gegenüber den Jahren 2020 - 2022 abgenommen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Euroraum gegenüber dem Vorjahr nur noch um 0,4 % (Vorjahr 3,5 %) (statista April 2024). Geopolitische Spannungen belasteten weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung, ebenso die Umstellung der Automobilbranche auf Elektromobilität. Die restriktive Geldpolitik der europäischen und nordamerikanischen Zentralbanken wurde bis ins erste Quartal 2024 fortgeführt, um den Auswirkungen der Pandemie und der hohen Inflation entgegenzuwirken. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Euroraum fiel um 0,6 % auf 6,0 % (eurostat, 01.03.2024), in Deutschland stieg sie um 0,3 % auf 5,7 %. (BfA, 27. September 24). Gemäß GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) ist die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft der Europäer 2023 um 5,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen, konnte aber die durch den Krieg in der Ukraine stark ansteigende Inflation nur teilweise ausgleichen (Pressemitteilung GfK v. 25.10.23). Aufgrund der andauernden Liefer- und Materialengpässe konnte sich die inländische Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr nicht erholen und verzeichnete ein leichtes Minus von 0,3 % (Vorjahr +1,9 %), und liegt damit immer noch unter dem Bereich des Vorkrisenniveau. Auch im Jahr 2024 hat sich die deutsche Wirtschaft nicht wie erhofft erholt, es zeichnet sich eine strukturelle Krise ab. Der deutsche Export verzeichnete 2023 ein Minus von 2,0% zum Vorjahr (Pressemitteilung Statistisches Bundesamt (02.2024). Der ifo Geschäftsklimaindex hat sich im Jahr 2024 verschlechtert und lag mit durchschnittlich 87,2 Punkten unter dem Niveau des Vorjahres. Die Unternehmer bewerten ihre aktuelle Geschäftslage schlechter, vor allem der Einzelhandel blickt pessimistisch auf die nächsten Monate (Zeit online 07.10.2024). Der deutsche Staat verabschiedete das Jahr 2023 mit einem Defizit von 87,6 Milliarden, das waren 57,5 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr (Statistisches Bundesamt, 05.04.24). Branchenspezifische Entwicklung: Gemäß dem Statistischen Bundesamt ist das Umsatzvolumen des innerdeutschen Bauhauptgewerbes im Jahr 2023 preisbereinigt um 1,4 % (Vorjahr: - 5,1 %) gestiegen und im Ausbaugewerbe um 21,9% gesunken (Vorjahr: - 4,8%) (Statistisches Bundesamt, 13.09.2024). Sorge bereiten Materialknappheit- und preise, Fachkräftemangel und - aufgrund des Ukraine-Krieges - eine nachlassende Investitionsneigung. Nachhaltigkeit hat seit der Pandemie weiter an Bedeutung gewonnen. Insbesondere unsere Kunden verlangen Antworten darauf, wie und wo die Waren, die verkauft werden, hergestellt wurden. In den Fokus rücken dabei zunehmend auch die für die Einrichtung verwendeten Materialien sowie die Firmen, die die Ausstattung produzieren und einbauen. Nach unserer Markteinschätzung haben bereits vereinzelt konkurrierende Marktteilnehmer wirtschaftliche Schwierigkeiten, weil sie es versäumt haben, sich an geänderte Bedingungen und neue Herausforderungen anzupassen. Die publizierten Unternehmenszahlen der letzten 3 Jahre legen dies offen, Produktionskapazitäten wurden reduziert. Kundenumfeld: In diesem Bereich gewinnen Kapitalinvestitionen in Einkaufszentren, Fachmärkte und Investitionen öffentlicher und privater Träger in Sozialeinrichtungen, neben den Ladeneinrichtungen traditioneller Handelsketten, immer mehr Gewicht. Die seit Jahren anhaltenden Konzentrations- und Internationalisierungsbestrebungen des Handels gehen nicht spurlos an den Retailern vorbei. Die Digitalisierung im Handel setzt sich durch, E-Commerce und Versandhandel gewinnen an Relevanz. Die Herausforderung des Einzelhandels ist die Umsetzung der Digitalisierung. Die Sondereffekte für den Onlinehandel aufgrund der Pandemie haben im Jahr 2023 weiter merklich nachgelassen, der Umsatz ist im Vergleich zum Jahr 2022 um 1,6% gesunken. Die Tendenz, Auftragsvolumina kurzfristiger und kaum mehr über einen längeren Horizont zu vergeben, nimmt zu. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Den Veränderungen im Umfeld unserer Kunden und Wettbewerber haben wir uns rechtzeitig durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder und Erweiterung unseres Leistungsspektrums angepasst. Das Thema Nachhaltigkeit beim Bau hat für unser Unternehmen eine große Bedeutung. Wir bauen ökologisch, ökonomisch und nachhaltig: stets mit Blick auf den positiven Aspekt für die Umwelt, geringe Betriebskosten und auf den Zugewinn an Wohn- und Arbeitsqualität. Als Mitglied der DGNB, Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, richten wir uns nach deren Empfehlungen. Unter dem Einsatz energieeffizienter Maßnahmen, nachwachsender Rohstoffe und modernster Technik verlagert sich unser Kerngeschäft weg von Ladeneinrichtungen für Retailer hin zu ganzheitlichen Lösungen für Neu- und Bestandsbauten für Betreibergesellschaften, Kapitalinvestoren und Nutzer. Unsere Expertise umfasst energieeffiziente, umweltschonende Bauweisen, z. B. Ingenieurholzbau, modulares Bauen, Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie, die Verwendung natürlicher, nachwachsender Rohstoffe sowie die Integration intelligenter Steuerungssysteme. Der Geschäftsverlauf der Schlegel GmbH wird auf Basis der Leistungsindikatoren zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gesteuert. Dabei zeigt sich folgendes Bild: Ertragslage: Während der Jahresumsatz mit T€ 33.583,0 nach T€ 38.052,6 um ca. 12 % abnahm, sank die Gesamtleistung trotz der Erhöhung der Bestände an teilfertigen Arbeiten um rd. 4,3 % von T€ 43.375,8 im Vorjahr auf T€ 41.515,6 im Geschäftsjahr. Mit 4,0 % sank der Aufwand für Material und bezogene Leistungen von T€ 34.064,2 auf T€ 32.692,4. Diese Entwicklung führte zu einem leicht rückläufigen Rohergebnis von T€ 8.823,2 (Vorjahr: T€ 9.311,6). Die Rohertragsmarge - bezogen auf die Gesamtleistung - verminderte sich von 21,5 % im Vorjahr auf 21,3 % im aktuellen Geschäftsjahr. Die Ergebnisbelastung wurde durch höhere Personalaufwendungen (+6,6 %) und Abschreibungen (+12,0 %) weiter verstärkt. Daneben hat auch der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen das Ergebnis zusätzlich belastet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von T€ 2.102,6 im Vorjahr auf T€ 2.140,6 im Geschäftsjahr. Gegenläufig entwickelte sich der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge (+41,0 %). Dies führte insgesamt zu einem Betriebsergebnis von T€ 1.479,3 und somit zu einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Der positive Saldo des Finanzergebnisses von T€ 74,2 nach T€ -85,6 im Vorjahr resultiert aus dem gestiegenen Zinsertrag. Der Jahresüberschuss reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 1.090,4, liegt aber weiterhin auf einem guten Niveau. Finanzlage: Wie im Vorjahr war es auch im Berichtsjahr möglich, das laufende Geschäft und die Investitionen vollständig mit den Mitteln aus der Innenfinanzierung darzustellen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verminderte sich unter anderem aufgrund des Aufbaus der in Ausführung befindlichen Bauaufträge leicht auf T€ 5.116,2. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug T€ -433,4, der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit T€ -3.409,9. Dieser beinhaltete im Geschäftsjahr neben gezahlten Zinsen auch eine Gewinnausschüttung. Der Finanzmittelbestand (inkl. Wertpapiere) erhöhte sich dementsprechend leicht um T€ 1.272,9 auf T€ 16.061,9. Vermögenslage: Die Bilanzsumme verminderte sich aufgrund der erstmaligen Absetzung der erhaltenen Anzahlungen von den Vorräten um 36,5 % auf T€ 22.383,3 (ohne Ausweisänderung Anstieg von ca. 17,4 %). Wesentliche Vermögenspositionen sind die in Ausführung befindlichen Bauaufträge in Höhe von T€ 18.980,1 (Vorjahr. T€ 11.047,5), die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 14.311,9 (Vorjahr: T€ 14.789,0) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.954,9 (Vorjahr: T€ 5.225,3). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der vorgenannten Ausweisänderung von 24,0 % im Vorjahr auf 28,0 % im Berichtsjahr. Die Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die erhaltenen Anzahlungen vor Absetzung von den Vorräten) in Höhe von T€ 23.858,1 (Vorjahr: T€ 13.504,2). Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Im laufenden Geschäftsjahr wurde der Bestand teilfertiger Arbeiten und die dafür vereinnahmten Anzahlungen aufgebaut, gleichzeitig waren neue Projekte entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad zu aktivieren, deren Erfolgsbeiträge in den kommenden Perioden anfallen. Dieser für eine mehrperiodische Fertigung typische Geschäftsverlauf nimmt mit Dauer und Größe der einzelnen Aufträge zu und kann zu höheren Einzelrisiken und Schwankungen im Betriebsergebnis führen. Dafür sind wir mit unserer Liquiditätsausstattung und unserer soliden Eigenkapitalbasis bestens gerüstet. Wir sehen uns deshalb weiterhin in der Lage, mit unserem hohen Qualitätsanspruch in Kombination mit einem fachlich entsprechenden Kompetenzniveau und einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis, in stets umkämpften Marktbereichen ein erfolgreicher Anbieter zu sein. 3. Chancen- und Risikobericht Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Schlegel GmbH sind zwangsläufig mit Chancen und Risiken verbunden, deren Management zu den wesentlichen Aufgaben der Unternehmensführung gehört. 3.1 Management der Chancen und Risiken Grundlage hierfür ist das betriebsindividuelle Planungs- und Controllingsystem, das fortlaufend über interne und externe Entwicklungen informiert, die für uns Chancen eröffnen oder Risiken enthalten. Diese Informationen werden bereichsübergreifend auf allen Leitungsebenen diskutiert und durch die Geschäftsführung in Strategien und Maßnahmen zur Chancenwahrnehmung und Risikovermeidung umgesetzt. Daneben bietet das interne Kontrollsystem die Gewähr für die Funktionsfähigkeit und Werterhaltung aller Unternehmensbereiche. Basis dieses Systems sind das Vier-Augen-Prinzip, die Funktionstrennung sowie klare Anweisungen und Bearbeitungsrichtlinien. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir der ständigen Optimierung und dem Ausbau unseres EDV-Systems zur umfassenden Planung und laufenden Kontrolle aller Projekte und innerbetrieblichen Prozesse. 3.2 Risikokategorien Entsprechend ihrer relativen Bedeutung stellen sich die Risikokategorien in nachstehender Rangfolge dar: Absatzrisiken begegnen wir durch ein breit aufgestelltes Kundenportfolio und die permanent betriebene Akquise von Neukunden sowie die Pflege unserer Stammkundenbeziehungen. Bestands- wie Neukunden werden regelmäßig hinsichtlich ihres Geschäftsverlaufs und ihrer Bonität analysiert und die Vertrags- und Zahlungskonditionen darauf abgestimmt. Forderungsausfallrisiken begegnen wir durch aktives Debitorenmanagement und/oder durch Vereinbarung entsprechender Vorauszahlungen. Personelle Risiken: Die Auslastung der Betriebe in der innerdeutschen Baubranche erreicht immer neue Rekordstände. Der Fachkräftemangel ist unbestritten. Die Einführung der abschlagsfreien Altersrente mit 63 Jahren zum 01.07.2014 hat die Entwicklung in den letzten Jahren zusätzlich verschärft. Vor diesem Hintergrund ist das Risiko der Abwanderung von Mitarbeitern vor allem in das Branchenumfeld vorhanden. Durch attraktive Arbeitsplätze, kontinuierliche Weiterbildung, leistungsgerechte Bezahlung und Unterstützung bei sozialen Aktivitäten der Belegschaft, fördern wir die hohe Motivation und das Engagement der Beschäftigten und begegnen so den Abwanderungsrisiken. Zinsänderungsrisiko: Im Rahmen der Projektentwicklung auf Kundenseite: Um die hohe Inflation einzudämmen, hat die US-Notenbank den Zinssatz in den USA im Jahr 2023 um insgesamt 0,75 % (zuvor 1 %.) angehoben. Im Jahr 2024 wurde der Zinssatz auf 4,75% bis 5% gesenkt. Eine weitere Senkung des Zinssatzes wird erwartet. Auch in der Eurozone stieg die Inflation; erstmalig seit 11 Jahren wurde der Leitzins auf 3,75% für Einlagen und 4,25% für Finanzierungen erhöht. Im Jahr 2024 wurde der Leitzins für Finanzierungen bislang auf 3,4% gesenkt. Unter diesem Hintergrund sind kurzfristige Auswirkungen auf das Investitionsklima in Europa im Allgemeinen und im europäischen Kernmarkt DACH im Speziellen denkbar. Auf Refinanzierungsebene für unser Unternehmen: Aufgrund unserer soliden Eigenkapitalausstattung und dem verhältnismäßig geringen Refinanzierungsbedarf sehen wir hier ein unverändert sehr geringes Risiko für unser operatives Geschäft. Den bestehenden Markt- und Wettbewerbsrisiken begegnen wir mit hochwertigen und termingerechten Ausführungen kundenindividueller Projektlösungen zu leistungsgerechten Preisen. Im ständigen Austausch mit Kunden und Lieferanten werden die dabei gewonnenen Erkenntnisse dazu genutzt, die Einrichtungsprojekte konsequent auf die funktionalen und gestalterischen Anforderungen der Nutzer auszurichten. Dies stärkt die Kundenbindung und reduziert Produktrisiken. Beschaffungsrisiken begegnen wir durch sorgfältige Auswahl unserer Lieferanten und Nachunternehmer in hinreichender Anzahl, mit denen wir meist langjährig zusammenarbeiten. Dadurch wird das Risiko von Engpässen minimiert. Daneben wird etwaigen Ausfällen oder Störungen durch eine exakte Bedarfsplanung vorgebeugt. Alle relevanten nachgelagerten Geschäftspartner werden hinsichtlich Ihrer Geschäftsentwicklung laufend überwacht. Währungsrisiken sind seit dem Wirtschaftsjahr 2018 nicht mehr vorhanden. Durch die überwiegende Innenfinanzierung des laufenden Geschäfts, die überdurchschnittliche Eigenkapitalquote, die hohe Liquiditätsvorsorge und durch eine konservative Bilanzpolitik werden Finanz- und Liquiditätsrisiken klein gehalten. 3.3 Handling der Gesamtrisikosituation / Chancen Die von der Unternehmensleitung fortlaufend analysierte Risikosituation ist demzufolge beherrschbar und stellt weder bei Einzelrisiken noch als Gesamtrisiko eine Bestandsgefährdung für das Unternehmen dar. 4. Prognosebericht 4.1 Konjunkturelle Entwicklung Der Sachverständigenrat (SVR) zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sagt in seiner Konjunkturprognose ein Wirtschaftswachstum für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2025 von lediglich 0,8% voraus. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft weiterhin und bringt politische Unsicherheit, in besonderem Maße für Deutschland. Im Jahr 2024 sind die Kosten für Energie und Rohstoffe währungsbereinigt leicht um 2,1% gesunken. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Im Jahr 2024 hat Deutschland kein Erdöl aus Russland bezogen, dadurch stiegen die Energiekosten. Eine weitere Folge ist die Störung weltweiter Wertschöpfungsketten sowie die Erhöhung des inflationären Drucks. Wachstumsimpulse kommen durch den teilweisen Abbau ungeplanter, pandemiebedingter Ersparnisse und einem soliden Arbeitsmarkt. Das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum ist im 3. Quartal 2024 um 0,4 % gewachsen, Analysten hatten für die Monate Juli bis September im Schnitt ein Wachstum von 0,2 % erwartet (eurostat 30.10.2024). Das deutsche BIP erhöhte sich im 3. Quartal um 2024 um 0,2 %, für das Jahr 2024 wird aber ein Rückgang um 0,1 % erwartet (ifo Institut 26.09.2024). Die Inflationsrate für den Euro-Raum ist im Jahr 2024 auf 1,7 % gegenüber 4,6 % im Vorjahr gesunken, für Deutschland auf 2,0 %. Die große Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen birgt das erhebliche Risiko einer geringen Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession, bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten. Dies soll durch den Ausbau erneuerbarer Energie beendet werden. Die europäische Bauwirtschaft wird, belastet durch die anhaltende Energiekrise, die hohe Inflation, die weltweite Konjunkturabschwächung und die verschärften Finanzierungsbedingen, eine Verlangsamung des BIP erfahren. Lt. ifo Institut wird das Bauvolumen im Jahr 2024 um 2,7 % schrumpfen. Für das Jahr 2025 wird ein moderates Wachstum von 1,3 % erwartet. Die Bauindustrie sieht im laufenden Jahr das Risiko insbesondere in der Aufrechterhaltung von Lieferketten durch weiterhin hohe Materialknappheit, Preisanstiege sowie die schwache Nachfrage der öffentlichen Hand. Ebenso spielen steigende Preise für Bauleistungen eine Rolle. Die damit verbundene erhöhte Reichweite der Auftragsbestände wirkt sich positiv aus. Der deutsche Einzelhandelsvermietungsmarkt konnte im Jahr 2024 wieder zulegen - im 2. Quartal 2024 stieg die vermietete Fläche um 245.800 qm und 15,5% im Vergleich zum 2. Quartal 2023. Der befürchtete Einbruch auf dem Retail-Vermietungsmarkt blieb aus. Die Big-10-Standorte sind hier sehr gefragt. Neben Click & Collect haben sich auch Online-Plattformen weiter etabliert. Der Onlinehandel verzeichnete im abgelaufenen Jahr einen Rückgang von 9 %. Besonders an Aufmerksamkeit konnten deutsche Online- Lieferdienste gewinnen. Aber auch internationale Player sind bereit, sich auf dem deutschen Markt zu etablieren. Fachmarktzentren und Supermärkte wurden erneut stark gehandelt. Warenhäuser und Shopping- Center folgen mit Abstand. 4.2 Branchen- und Kundenumfeld Baugewerbe: Für 2024 haben die Auftragsbestände um real 8,3% zugenommen. Der Wohnungsbau, insbesondere in den "Corona-Jahren" ein Stützpfeiler, wird zunehmend zum Sorgenkind der Bauindustrie, durch die Senkung des Leitzinssatzes wird eine leichte Erholung erwartet. Die Investitionsbereitschaft im Wohn- und Wirtschaftsbau leidet unter den steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten. Der demgegenüber deutlich angezogene Onlinehandel stützt weiter die Nachfrage nach Lagerflächen. Krankenhäuser stehen verstärkt im Fokus von Sanierungsmaßnahmen, durch die Krankenhausreform werden etliche Krankenhäuser schließen. Die Entwicklung im Wirtschaftsbau hängt im besonderen Maße von der Erholung des Einzelhandels ab. Steigende Ausgaben bei Personal und sozialen Aufwendungen schränken die Baumaßnahmen im öffentlichen Bau ein. Investoren: Im Jahr 2023 waren Anlagen in Immobilien ein stabiles Investment für Investoren. Das Potenzial ist gegeben, an das abgelaufene Jahr anzuknüpfen, wenn nicht äußere Einflüsse wie der Krieg in der Ukraine, Inflation, Zinssteigerungen, ESG-Thematik (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) sowie die Flächenknappheit eine Zurückhaltung der Investoren verursachen. Die Bundesregierung unterstützt dies durch Investition im Bereits Wohnungs- und Städtebau 4 Mrd., Schiene 16,3 Mrd., Autobahnen und Bundesstraßen 8,5 Mrd. sowie Bildung und Forschung 4,8 Mrd. (Pressemitteilung 20.02.2024) Kunden: Im Bereich des stationären Einzelhandels haben Fachmärkte sowie Fachmarktzentren an Attraktivität gewonnen auch bezogen auf die lebensmittelgeankerten Segmente. Kunden schätzen die spezialisierten Betriebsformen. Auch an innerstädtischen Standorten haben sich Fachmarkt-Filialen zunehmend etabliert. Diese Entwicklung wurde vor allem durch neu errichtete integrierte Shopping-Center begünstigt. Im Branchenumfeld Beschäftigen sich die Ladenbauer mit nachhaltigem Wirtschaften und verarbeiten neue Materialien, um dem Trend des nachhaltigen und klimaneutralen Ladenbaus gerecht zu werden. Hierbei ist der Herstellungsprozess der Waren für die Kunden der Ladenbauer maßgebend. Ebenso beschäftigt sich der Ladenbau im Jahr 2024 mit Preisschwankungen, Materialmangel und Lieferketten. Wer die Transformation vom klassischen Ladenbauer zum Konzept-Realisierer für Bauleistungen jenseits der Auftragsvolumina von € 10 Millionen noch nicht weit genug entwickelt hat, wird es unserer Auffassung nach zukünftig schwer(er) haben. Die Bewahrung der Kernkompetenzen, Kernmärkte und Standorte wird dabei nach unserer Auffassung als Basis jedoch unabdingbar sein, um auch neue Aufgaben erfolgreich zu meistern. 4.3 Unternehmen Durch die bislang erfolgreich abgeschlossenen Aufträge bestätigt sich die Tendenz zur Übernahme kompletter Bauvorhaben als Generalunternehmer für alle Bauleistungen, einschließlich Ausbau und Einrichtung. Diese umfassen bundesweit sowohl die Revitalisierung von Shopping-Centern und Umsetzung großflächiger Bestandsgebäude in innerstädtischen Lagen wie auch der Neubau von Fachmärkten auf der grünen Wiese für Betreiber, Kapitalinvestoren und Ladenmieter. Durch die Weiterentwicklung unseres Leistungsspektrums in den Bereichen Office/ Hotel, Retail, Individual, aber auch zum Generalunternehmer von Real Estate Entwicklungsprojekten und die Verschiebung der Auftragsvolumina von kleinen und mittleren Einrichtungsprojekten hin zu Großaufträgen wird die Verstetigung der Umsätze immer ungewisser und die Voraussagen über die betrieblichen Leistungen immer schwieriger. Wir versuchen deshalb weiterhin, innerbetrieblich dieser Entwicklung durch organisatorische und personelle Anpassungen sowie im Markt durch eine verstärkte Erweiterung und Anbindung unseres Kundenpotentials gerecht zu werden. Der sehr hohe Auftragseingang im Jahr 2023 und die bereits angelaufenen Großprojekte lassen die Ergebnisse bis 2024 erkennbar werden. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einem Umsatzvolumen zwischen T€ 45.000 und T€ 46.000 sowie einem Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis 2024 steht in Abhängigkeit des Leistungsstandes dieser Aufträge am Jahresende. Erschwerend werden die äußeren Einflüsse wie Materialverfügbarkeit, Verfügbarkeit der Nachunternehmer sowie der Ukrainekrieg den Leistungsstand beeinflussen. 5. Forschungs- und Entwicklungsbericht In dem Bereich Forschung und Entwicklung werden von der Gesellschaft keine Aktivitäten entfaltet. 6. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements ist das interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Die Schlegel GmbH verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen erprobtes Kontrollsystem, das Maßnahmen zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung einer zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst. Der Jahresabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bilanzierungsvorgaben erstellt. Die vollständige und zeitnahe Erfassung sämtlicher Geschäftsvorfälle wird durch ein teils automatisiertes, teils manuelles Kontrollsystem gewährleistet. Ebenso wird dadurch sichergestellt, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögenswerte und Schulden zutreffend erfasst, bewertet und ausgewiesen werden. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen gilt die strenge Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips sowie analytischer Prüfungen. Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielter und regelmäßiger Fortbildung sowie einer konsequenten Funktionstrennung von Buchung und Kontrolle von Belegen wird die Einhaltung aller anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften im Jahresabschluss gewährleistet.
Bietigheim-Bissingen, den 14. November 2024 gez. Albert Schlegel, Geschäftsführer gez. Bernd Köpfer, Geschäftsführer Anhang für das Geschäftsjahr 2023Schlegel GmbH Bietigheim-BissingenA. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Stuttgart Nr. 301622 unter der Firma Schlegel GmbH eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bietigheim-Bissingen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes unter Berücksichtigung der Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung Die bislang angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Von Dritten entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear und für Wirtschaftsgüter, die bis zum 31.12.2007 angeschafft oder hergestellt wurden, teilweise degressiv vorgenommen. Bei den Zugängen ab 2008 wurde die Jahresabschreibung linear vorgenommen und zeitanteilig mit 1/12 je Monat verrechnet. In Vorjahren - analog § 6 Abs. 2a EStG - gebildete Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter werden über einen Zeitraum von fünf Jahren gleichmäßig aufgelöst. Im Berichtsjahr wurden Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 in voller Höhe abgeschrieben. Soweit bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem am Abschlussstichtag maßgebenden niedrigeren Wert lag, wurde dies durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Finanzanlagen wurden zu Nominalwerten aktiviert. In Vorjahren vorgenommene Abschreibungen und Abwertungen wurden beibehalten oder - soweit die Gründe hierfür nicht mehr vorlagen - durch Zuschreibung ggf. bis zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten rückgängig gemacht. Die am Abschlussstichtag noch nicht fertig gestellten Bauaufträge wurden unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsgrades zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen dabei die Einzelkosten sowie die aktivierungspflichtigen Gemeinkosten. Soweit bei Fertigstellung einzelner Bauaufträge in Folgeperioden voraussichtlich mit einem Verlust zu rechnen ist, wurde dies bei der Bewertung - durch Ansatz des beizulegenden Wertes - berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Wertberichtigungen wurden in begründeten Einzelfällen vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Als Rechnungsabgrenzungsposten gemäß § 250 Abs. 1 HGB sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Pensionsrückstellungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck berechnet. Der der Berechnung zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, beträgt 1,82% (Vj. 1,79%) Rentensteigerungen, Fluktuations- und Gehaltstrends wurden nicht berücksichtigt. Am Abschlussstichtag besteht ein noch nicht zugeführter Restbetrag gemäß Art. 67 EGHGB in Höhe von EUR 1.258,00 (jährliche Zuführung in Höhe von 1/12 = EUR 1.264,00). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt zum 31.12.2023 EUR 26.884. In den übrigen Rückstellungen hat das Unternehmen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung auf Vollkostenbasis mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB und im Übrigen unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips bewertet. Latente Steuern wurden bei temporären Ergebnisdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz unter Berücksichtigung der betriebsindividuellen Steuersätze ausgewiesen. C. Stetigkeit der Darstellung Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Im Geschäftsjahr 2023 wurde erstmalig vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen. Im Vorjahr wurden sonstige Rückstellungen und geleistete Anzahlungen in Höhe von jeweils TEUR 8.080 bilanziert. Aufgrund einer geänderten Einschätzung des Sachverhalts entfällt im Geschäftsjahr 2023 sowohl ein Ausweis als geleistete Anzahlungen als auch der hierfür bilanzierten sonstigen Rückstellungen. Die Vorjahresbeträge wurden entsprechend angepasst. D. Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluß I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachstehenden Anlagenspiegel ersichtlich. enspiegel
(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten einen Betrag von EUR 6.155,43 (Vj.: EUR 5.788,57) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 26.304,98 (Vj.: EUR 0,00) (3) Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus im Voraus bezahlten Aufwendungen, die erfolgsmäßig dem folgenden Geschäftsjahr zuzuordnen sind. (4) Eigenkapital Die Bilanz enthält Beträge, die einer Ausschüttungssperre wie folgt unterliegen: Ausschüttungssperren
(5) Verbindlichkeiten (a) Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.640.826,43 EUR (Vj.: EUR 1.537.145,02) aus dem gegenseitigen Finanzverkehr. (b) Besicherung der Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Rahmen der zugesagten Gesamtkreditlinie durch Globalabtretung der Ansprüche gegen Drittschuldner bzw. Drittschuldnerkreis (mit den Anfangsbuchstaben) Aa - Zz besichert. Für die vorstehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten. II. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen (1) Haftungsverhältnisse Am Abschlussstichtag bestehen keine vermerkpflichtigen Eventualverbindlichkeiten. (2) sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Abschlussstichtag bestehen Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen mit Restlaufzeiten
III. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse (§ 285 Nr. 4 HGB) Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten unterbleibt gemäß § 286 Abs. 2 HGB. (2) Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung/Bedeutung (§ 285 Nr. 31 HGB) Innerhalb der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ist im Berichtsjahr ein Zinsaufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 25,8 verrechnet. E. Sonstige Angaben I. Geschäftsführung und Organbezüge Zu einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern waren im Berichtszeitraum und sind derzeit bestellt:
Bei den Angaben über die Organbezüge wird von den Erleichterungen gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft gewährte ihren Geschäftsführern im Berichtsjahr Kredite auf Kontokorrentbasis mit einer Verzinsung von 0,75% p.a., deren Entwicklung sich wie folgt darstellt: Kreditgewährung an Organmitglieder
II. Arbeitnehmer Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
III. Gewinnverwendungsvorschlag Wir schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. IV. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Bietigheim-Bissingen, den 08.10.2024 Albert Schlegel, Geschäftsführer Bernd Köpfer, Geschäftsführer |
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