Hildegard Cornelsen Berlin GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nils Feller seit 10.10.2025 | Geschäftsführer |
Björn Hoffmann seit 23.12.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Franz Cornelsen Bildungsholding GmbH & Co. KGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Geschäftsverlauf und Lage 2022Die Unternehmen der Franz Cornelsen Bildungsholding GmbH & Co. KG, Berlin, (im Folgenden: Cornelsen Gruppe) sind im Bildungsbereich tätig. Neben der Franz Cornelsen Bildungsholding GmbH & Co. KG, Berlin, (im Folgenden: FCBH) besteht der Konsolidierungskreis aus 8 inländischen und 3 ausländischen Tochtergesellschaften. Die Konzernleitung erfolgt vom Hauptsitz in Berlin. Es bestehen darüber hinaus wesentliche Zweigniederlassungen und Standorte der einbezogenen Tochterunternehmen in Mülheim an der Ruhr, München, Köln, Aachen, Bielefeld sowie in Linz, Österreich, und Zürich, Schweiz (siehe im Einzelnen die Aufstellung zu den Konzernunternehmen im Anhang). Von dem Konzernumsatz von € 248,9 Mio. entfallen 80,6 % auf das Inland und 19,4 % auf das Ausland. Der Anteil Inland hat sich gegenüber dem Vorjahr 2021 (Inland 77,7 %, Ausland 22,3 %) leicht erhöht. Während die wirtschaftliche Lage im deutschsprachigen Raum in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 durch die Covid-19-Pandemie und die Schutzmaßnahmen belastet war, traten 2022 zunächst weltweite Lieferkettenprobleme und knappe Frachtkapazitäten sowie ab Februar der Angriff Russlands auf die Ukraine und dessen Folgen in den Vordergrund. Die Nettozuwanderung aus der Ukraine nach Deutschland in 2022 (+962 000) war größer als die aus Syrien, Afghanistan und dem Irak von 2014 bis 2016 zusammen (+834 000). Staaten verhängten Sanktionsmaßnahmen und Handelsbeziehungen mit Russland und Weißrussland wurden abgebrochen. Aus einer großen Unsicherheit auf den Beschaffungsmärkten heraus hat sich die Energieversorgung in Deutschland, die zuvor zu einem bedeutsamen Teil von Gas- und Ölzuflüssen aus Russland abhängig war, grundlegend neu organisiert. Die Bundesregierung hat im März 2022 die Frühwarnstufe und im Juni die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen. Das Risiko einer Gasmangellage stand 2022 im Raum, konnte jedoch abgewendet werden. In Importländern von Agrarprodukten aus der Ukraine kam es zu Krisen der Nahrungsmittelversorgung und weltweit zu hohen Preissteigerungen. Die Entwicklungen im Energie- und Nahrungssektor haben international, aber auch in Deutschland zu deutlich gestiegenen Inflationsraten geführt. Zur Bekämpfung der Inflation reagierten die Zentralbanken mit kräftigen Zinssatzsteigerungen und dem Ende der großen Anleihekaufprogramme der Vorjahre. Demografischer Wandel und Fachkräftemangel sind die prägenden Faktoren auf den Arbeitsmärkten. Gleichzeitig sind nach dem Rückgang der Covid-19-Pandemie im Verlauf des Jahres 2022 viele Bereiche des öffentlichen Lebens wieder erstarkt und die vorherigen Belastungsfaktoren auf weite Teile der Wirtschaft sind damit größtenteils entfallen. Alle Bereiche der Wirtschaft waren und sind einer massiv beschleunigten Dynamik kritischer Umfeldfaktoren ausgesetzt und haben sich - begleitet von staatlichen Fördermaßnahmen - vor Allem in den Bereichen Energiebeschaffung und -kosten, Mobilität, Steuern und Einkommensersatzleistungen - in 2022 insgesamt als robust erwiesen. Auf Jahressicht 2022 ergab sich in Deutschland ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von +1,8%. Im für uns hauptsächlich relevanten deutschen Markt für Bildungsmedien sehen wir einen wachsenden Anteil digitaler und hybrider Produkte und Leistungen. Die Nachfrage nach Printmedien prägt nach wie vor den Markt in Deutschland. Die Cornelsen Gruppe sieht die in den digitalen Angeboten liegenden wesentlichen Potenziale für die künftige Unternehmensentwicklung und baut deshalb die digitale Investitionsstrategie weiter aus. In unserem wichtigsten Bereich, den allgemeinbildenden Schulen, verteidigte die Cornelsen Verlag GmbH, Berlin, (im Folgenden: Cornelsen Verlag) im Geschäftsjahr 2022 erfolgreich die Stellung als Marktführer in Deutschland. [Quelle: eigene Berechnung auf Basis von Daten aus dem MediaControl Buchhandelspanel; bezogen auf den Printmarkt]. Im Jahr 2022 ist das Marktvolumen in der Erwachsenenbildung nach umsatzschwachen Jahren während der Pandemie erstmals wieder deutlich gewachsen, konnte aber noch nicht ganz wieder auf das Niveau von 2019 aufschließen. In diesem wachsenden Markt gelang es Cornelsen den Marktanteil gegenüber dem Vorjahr leicht zu steigern. [Quelle: eigene Berechnung auf Basis von Daten aus dem MediaControl Buchhandelspanel; bezogen auf den Printmarkt]. Das Marktvolumen für Produkte der beruflichen Bildung ging 2022 deutlich zurück. Unseren Marktanteil konnten wir dabei steigern. [Quelle: eigene Berechnung auf Basis von Daten aus dem MediaControl Buchhandelspanel; bezogen auf den Printmarkt]. Die österreichische Tochtergesellschaft, Veritas Verlags- und Handelsgesellschaft mbH & Co. OG, Linz - Österreich, (im Folgenden: Veritas) hat in einem 2022 gegenüber dem Vorjahr gewachsenen Schulbuchmarkt ihre Marktführerschaft behauptet. Das Geschäft mit Schulbüchern und Lehr- und Lernmaterialien (in Deutschland: i. W. Cornelsen Verlag, Verlag an der Ruhr GmbH, Mülheim, Cornelsen Experimenta GmbH, Berlin; im Ausland i.W.: Veritas) ist weiterhin der größte Umsatz- und Ergebnisträger im Konzern. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Cornelsen Gruppe liegen im Berichtsjahr mit € 248,9 Mio. um € 2,8 Mio. unter dem Vorjahresniveau (Vj.: € 251,7 Mio.). Bereinigt um Sondereffekte ist der Umsatz in 2022 leicht gewachsen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich in 2022 auf € 11,5 Mio. (Vj.: € 10,8 Mio.). Der Anstieg geht hauptsächlich auf die Zuschreibung im Sachanlagevermögen und die Auflösung von Rückstellungen zurück. Zudem sind Erträge aus der Veräußerung von Titeln an andere Verlage enthalten. Gegenläufig wirkt der im Vorjahr enthaltene Gewinn aus der Beteiligungsveräußerung. Die Bestandsveränderung stieg gegenüber dem Vorjahr um € 2,5 Mio. auf € 6,6 Mio. an (Vorjahr € 4,0 Mio.). Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie bezogene Leistungen haben sich im Vergleich mit dem Vorjahr um € 3,5 Mio. auf € 77,6 Mio. erhöht. (Vj.: € 74,1 Mio.). Der starke Anstieg des Personalaufwandes um € 7,1 Mio. auf € 122,1 Mio. (Vj.: € 115,0 Mio.) ist im Wesentlichen auf einen durch einen Sondereffekt ausgelösten Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung sowie die reguläre Tariferhöhung zurückzuführen. Die Inflation des Jahres 2022 wirkt unmittelbar auf die Bewertungen der Pensionsrückstellungen am Bilanzstichtag, während die gesetzlichen Abzinsungsregeln (10-Jahres-Durchschnitt) das durch die Inflation erhöhte Zinsniveau erst sehr langsam ansteigend im Verlauf der kommenden Jahre berücksichtigen. Dadurch ist das Ergebnis 2022 durch erhebliche ungeplante Personalaufwendungen belastet. Zum 31. Dezember 2022 waren 1.681 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Cornelsen Gruppe beschäftigt (Vj.: 1.664). In Vollzeitarbeitskräften berechnet beläuft sich die Beschäftigtenzahl zum 31. Dezember 2022 auf 1.488 Mitarbeiter (Vj.: 1.493). Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um € 1,2 Mio. auf € 6,5 Mio. erhöht (VJ.: € 5,3 Mio.). Im aktuellen Berichtsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen auf einen Geschäfts- oder Firmenwert i.H.v € 0,6 Mio. enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit € 57,7 Mio. um € 2,0 Mio. angestiegen (Vj.: € 55,7 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen i. H. v. € 0,8 Mio. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um € 2,0 Mio. gesunken. Der Rückgang betrifft hauptsächlich die Rückstellungsaufzinsung zu den Pensionsverpflichtungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf € 0,1 Mio (Vj.: € 0,1 Mio.). Für das Geschäftsjahr 2022 erzielte die Cornelsen Gruppe somit einen Konzernjahresüberschuss vor außenstehenden Gesellschaftern i. H. v. € 0,5 Mio. (Vj.: € 11,6 Mio.). Bei unserer Prognose im vorangegangenen Lagebericht hatten wir für das Geschäftsjahr 2022 einen leicht steigenden Konzernumsatz und ein ausgeglichenes Konzernjahresergebnis prognostiziert. Während wir mit dem Rückgang des Konzernumsatzes um 1% unter unserer Prognose für 2022 blieben, haben wir mit dem Ergebnis das Ziel für 2022 eines ausgeglichenen Konzernjahresergebnisses um € 0,5 Mio. übererfüllt. Die erwarteten Herausforderungen durch Preissteigerungen bei unseren Einsatzfaktoren haben damit das Konzernergebnis belastet. Mit dem geringfügig rückläufigen Konzernumsatz des Jahres 2022 wurden die gesetzten Ziele in einem sehr herausfordernden Umfeld nicht erreicht. Das leicht über der Planung liegende Konzernergebnis werten wir dagegen angesichts der signifikanten Preissteigerungen und der hohen Aufwandsbelastung durch die Pensionsbewertungen als Erfolg. Finanz- und Vermögenslage Das immaterielle Anlagevermögen stieg im Geschäftsjahr 2022 um € 1,6 Mio. auf € 14,1 Mio. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der geleisteten Anzahlungen im Bereich der EDV-Software zurückzuführen. Dem entgegen steht die außerplanmäßige Abschreibung eines Geschäfts- und Firmenwertes i.H.v. € 0,6 Mio. Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 2,9 Mio. auf € 29,0 Mio. erhöht. Die Finanzanlagen bleiben im Berichtsjahr nahezu unverändert. Die Vorräte haben sich zum 31. Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahr um € 9,6 Mio. auf € 72,7 Mio. erhöht. Um möglichen Risiken in der Versorgungssicherheit angesichts der gesamtwirtschaftlichen Energie- und Lieferkettenkrise zu begegnen, haben wir uns im Geschäftsjahr 2022 für eine erhöhte Bevorratung entschieden. Dies hat zu ungeplanten Auszahlungen geführt, belastet das Ergebnis aber nicht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um € 1,7 Mio. auf € 19,2 Mio. Die Bilanzsumme der Cornelsen Gruppe hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 2,1 Mio. auf € 259,5 Mio. erhöht. Das Eigenkapital verringerte sich 2022 gegenüber dem Vorjahr um € 4,8 Mio. auf € 109,9 Mio. Die Eigenkapitalquote sank auf 42,3 % (Vj.: 44,6 %). Die Rückstellungen haben sich zum 31. Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahr um € 2,7 Mio. auf € 95,7 Mio. verringert. Die Verbindlichkeiten stiegen um € 6,3 Mio. auf € 47,7 Mio. Der Anstieg entfällt primär auf die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern. Die flüssigen Mittel belaufen sich am Stichtag 31.12.2022 auf € 117,5 Mio. Der Cashflow des Geschäftsjahres 2022 betrug € 13,4 Mio., im Wesentlichen beeinflusst durch die gezielte Bevorratung zur Risikoprävention, vgl. auch die Darstellung der Kapitalflussrechnung. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2022 ein Mittelabfluss von € 4,7 Mio. (Vj: Mittelzufluss i.H.v. € 12,3 Mio.). Hier wirkt sich besonders der vorsorgliche Aufbau der Vorräte aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf € 7,0 Mio. (Vj.: € 1,1 Mio.). Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf € -7,7 Mio. (Vj.: € -8,8 Mio.). Einen bedeutsamen Schwerpunkt bilden die Investitionsanteile unserer Programme zur strategischen Transformation. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2022 € 1,8 Mio. (Vj.: € -0,7 Mio.) und resultiert maßgeblich aus der Auszahlung aus dem Privatkonto der Gesellschafter. Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2022 eine Reduzierung des Finanzmittelfonds um € 13,4 Mio. auf € 117,5 Mio. Dies liegt unter unserer Prognose für den Cashflow 2022. Die Liquidität der Cornelsen Gruppe war dabei jederzeit gesichert. Das Geschäftsjahr 2022 zeigte für die Cornelsen Gruppe einerseits Herausforderungen aus der Inflationssituation, die zu erheblichen ungeplanten Aufwendungen geführt haben. Andererseits haben sich durch den weitgehenden Entfall der Einschränkungen aus der Covid-19-Pandemie im Verlauf des Jahres 2022 Verbesserungen auf einzelnen Absatzmärkten und bei unseren betrieblichen Prozessen ergeben. In diesem Umfeld haben wir unsere Arbeit an den strategischen Programmen zur digitalen Transformation intensiv fortgesetzt, so dass daraus auch 2022 neben Investitionen in das Anlagevermögen plangemäß deutlich erhöhte Personal- und Sachaufwendungen resultierten. Die in Vorjahren aufgebaute Liquidität hat es zugelassen, auch unsere Fortschritte in den strategischen Programmen und die zusätzliche vorsorgliche Absicherung der Vorräte, ohne die Aufnahme von weiterem Fremdkapital zu zahlen. Dies hat 2022 zu einem Rückgang der flüssigen Mittel geführt, versetzt uns aber in eine verbesserte Ausgangssituation für die Zukunft. Dabei war und ist die Finanzierung der Cornelsen Gruppe weiterhin jederzeit gesichert. Die Cornelsen Gruppe hat sich in dem herausfordernden Umfeld gut behauptet. Cornelsen misst die Kundenzufriedenheit im Rahmen einer jährlichen Erhebung durch Online-Fragebögen. 2022 hatte Cornelsen einen Kundenzufriedenheitsindex von 79 (Vorjahr 81; Skala von 0-100). II. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungDer hohe Umsatzanteil von Schulmedien, welche im Wesentlichen durch Etats der öffentlichen Hand finanziert werden, und die unverändert starke Marktstellung bilden das Fundament unseres Kerngeschäfts. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Deutschland wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich von 10,8 Mio. im Jahr 2021 auf rund 11,7 Mio im Jahr 2035 erhöhen [Quelle: Kultusministerkonferenz: Vorausberechnung der Zahl der Schüler/-innen und Absolvierenden 2021 bis 2035; September 2022]. Wir erwarten, dass Printprodukte im Bildungsbereich kurz- bis mittelfristig weiterhin eine zentrale Rolle spielen werden, gleichzeitig jedoch digitale Produkt- und Marktinitiativen weiter an Bedeutung gewinnen werden. Digitale Produkte ergänzen den hohen Nutzungswert unserer Angebote, da sie individuellen Lernerfolg ermöglichen. Daher legen wir unseren Schwerpunkt auf die Verzahnung von gedruckten und digitalen Inhalten in Form von hybriden Angeboten. Unsere geschäftlichen Risiken überwachen wir mit einem gruppenweiten Risikomanagement. Es erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung zum Risikomanagementsystem an den Verwaltungsrat der FCBH. Die Risiken werden dabei in die drei Bereiche "Finanzielle Risiken", "Marktrisiken" und "Betriebliche Risiken" eingeteilt. Innerhalb der Bereiche werden die Risiken der Gruppe angemessen weiter unterteilt, um eine effektivere Übersicht, Steuerung sowie Risikomitigation zu ermöglichen. Zu allen identifizierten Bruttorisiken sind konkrete Risikoverantwortliche benannt worden, die zur jeweiligen Risikominimierung Maßnahmenpläne entwickeln. Daneben gibt es ein etabliertes, zentrales Beteiligungscontrolling. Die Kommunikation mit den Gruppenunternehmen wird u. a. durch ein Monatsberichtswesen und ein laufendes Reporting sichergestellt. Es sind Mechanismen etabliert, um negative Entwicklungen frühzeitig erkennen zu können und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die verwendeten Systeme und Prozesse zur Risikokontrolle werden regelmäßig evaluiert und bei Bedarf angepasst. Die wesentlichen Risiken werden in diesem Abschnitt in der Reihenfolge ihrer abgeschätzten Bedeutung aufgeführt. Hervorzuheben sind insbesondere:
Aufbauend auf einer etablierten Risikokultur, die insbesondere den Austausch über die Risiken in der Gruppe fördert, begegnen wir den Risiken durch ein koordiniertes Maßnahmenpaket. In dessen Mittelpunkt stehen die permanente Beobachtung der Kunden und Märkte und die daraus abgeleitete kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Prozesse und Systeme sowie die marktgerechte Anpassung unseres Produktportfolios. Diese am Markt ausgerichteten Maßnahmen werden durch ein kritisches Beteiligungscontrolling, eine auf die Risikostruktur ausgerichtete Versicherungsstrategie sowie durch implementierte Sicherungssysteme ergänzt. Der Umsatz mit digitalen bzw. hybriden Produkten und Services wird auch in den kommenden Jahren einen wachsenden Anteil am Umsatz der Cornelsen Gruppe einnehmen. Wie dargestellt gehen wir aber auch für 2023 davon aus, dass die überwiegenden Umsätze mit Printmedien erzielt werden. Dabei besteht eine Abhängigkeit von der konzerninternen Auslieferung durch die Cornelsen Verlagskontor GmbH, Bielefeld, welche unverändert eine hohe Lieferfähigkeit aufweist. Eine wichtige Bestandsaufnahme zur Schulsituation in Deutschland bot im Berichtszeitraum der IQB-Bildungstrend 2022, der zum Teil erhebliche Defizite bei den Schülerinnen und Schülern in den Kernfächern offenbarte. Bundesweit ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die am Ende der vierten Klasse die Mindeststandards verfehlen, in allen getesteten Kompetenzbereichen gegenüber 2016 gestiegen: Im Lesen und in der Mathematik um jeweils 6 Prozent, im Zuhören und in der Orthografie um 8 Prozent. Die Spanne zwischen den Ländern ist dabei erheblich. Aus diesem Grund könnte es eine Konzentration der Kultusministerien bzw. der Schulen vor Ort auf die Kernfächer geben, hinter die andere Investitionen ggf. zurückgestuft werden. Die Ergebnisse der Leistungstests in den letzten Jahren setzen die Länder zunehmend unter Druck, die Ausstattung und Lehr- und Lernbedingungen an den Schulen weiter auszubauen. Ein zentrales, in allen Ländern vorhandenes Problem ist der zunehmende und in Teilen gravierende Lehrkräftemangel. Aus diesem Grund werden sich in die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte erhebliche Mittel aus den Landeshaushalten konzentrieren. Auch wenn die Digitalisierung als wichtige Zukunfts- und Fortschrittsaufgabe wahrgenommen wird, wird sie diesem akuten Problem in Teilen nachpriorisiert. Die Fortsetzung des Digitalpakts wird zum Berichtszeitpunkt auf Bundesebene diskutiert. Hierzu gibt es bis dato noch keinen finanziellen Rahmen. Zentrale Ziele, die im Koalitionsvertrag genannt sind, lauten: Verstetigung, Entbürokratisierung, verbesserter Mittelabfluss, nachhaltige Neuanschaffung von Hardware, Austausch veralteter Technik sowie Gerätewartung und Administration. Zum Thema Digitalisierung hat die Bundesregierung eine einheitliche Digitalisierungsstrategie erarbeitet. Im Bereich Bildung gibt es bis ins Jahr 2025 folgende Ziele: ein Digitalpakt 2.0 wird vom Bund und den Ländern beschlossen sein, der MINT-Aktionsplan 2.0 wird mit 60 regionalen Clustern umgesetzt werden, die Initiative YouCodeGirls wird mehr Mädchen und Frauen erreichen, um ihnen Kenntnisse im Programmieren von Software zu vermitteln, ein Bildungs-Ökosystem wird aufgebaut sein: die Nationale Bildungsplattform bietet allen Menschen barrierefrei Chancen und steht für alle Fächer und Berufe offen. Die NBP firmiert inzwischen als digitale Vernetzungsinfrastruktur und befindet sich weiter im Aufbau. Ein nächster Projektschritt ist 2023 zu erwarten, Cornelsen ist mit einem Teilprojekt involviert. Die Cornelsen Gruppe wird für die Weiterentwicklung von digitalen und hybriden Angeboten auch in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen leisten. In diesem Zusammenhang sind auch die geplanten Maßnahmen mit dem Fokus auf verschiedene digitale Markt- und Produktinitiativen zu sehen. Diese beziehen sich vor allem auf digitale Bildungsangebote in den unterschiedlichen Schulformen und Ausbildungsmärkten. Mit diesen Maßnahmen gehen Investitions- und Produktionsrisiken einher, welche durch eine regelmäßige Analyse des Fortschritts der eingeleiteten Maßnahmen minimiert werden. Gleichzeitig resultiert aus der voranschreitenden Entwicklung digitaler Markt- und Produktinitiativen die Notwendigkeit der Verstärkung der personellen Ressourcen und langfristigen Bindung von Leistungsträgerinnen und Leistungsträgern unterschiedlichster Kompetenzen. Wir haben eine hierauf gerichtete Recruiting-Strategie und bedarfsgerechte Personalentwicklungsinstrumente implementiert. Die digitale Transformation der Gruppe und die Weiterentwicklung unserer Geschäftsfelder sind prägend für die Chancen- und Risikosituation der gesamten Cornelsen Gruppe. Hierauf richten wir unseren strategischen Fokus. Durch die Umsetzung der genannten Maßnahmen ist die Basis für einen nachhaltigen Geschäftserfolg gelegt. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. III. PrognoseberichtDie Bundesregierung hat im Jahr 2022 ihre OER-Strategie veröffentlicht, die freie Bildungsmaterialien für die Entwicklung digitaler Bildung fördern soll. Der OER-Begriff ist hier um den Begriff Open Educational Practice(s) (OEP) erweitert worden. Insgesamt zeigt sie sich in der Strategie offen für die Einbindung strategischer Partner, u.a. auch der Verlage. Mit dem länderübergreifenden Projekt SODIX/MUNDO wächst das Angebot kostenfreier, lizenzfreier Bildungsmedien und wird in Teilen in den Ländern stärker angebunden. Weiterhin werden seitens der Kultusministerkonferenz (KMK) zentrale Projekte, die für die Länder das FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht gemeinnützige GmbH durchführt, zentrale Projekte für die Gestaltung und Rahmenbedingungen für die digitale Bildung finanziert. Zentral sind neben SODIX/MUNDO die Projekte EduCheck, das die technischen und rechtlichen Standards und Prüfverfahren für digitale Bildungsmedien etablieren soll, und VIDIS, der Vermittlungsdienst für das digitale Identitätsmanagement in Schulen. Mit Bildungslogin gibt es ein wachsendes und wichtiges Angebot des VBM, um die digitalen Angebote der Verlage an den Schulen einbinden zu können. Im Bereich Datenschutz fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt DIRECTIONS, das die Konzeptionierung, exemplarische Umsetzung und Erprobung einer nachhaltig anwendbaren Datenschutzzertifizierung von Informationssystemen im Bildungssektor zum Ziel hat. Ein weiteres relevantes Projekt des BMBF ist die Umsetzung der Nationalen Bildungsplattform, deren Ziel als Metaplattform es ist, über die Vernetzung des Bestehenden den Zugang zu Bildungsangeboten bildungsbereichsübergreifend zu erleichtern. Hierzu sind bereits Teilprojekte gestartet. Das Thema Datenschutz bleibt ein relevanter Faktor im Bereich digitale Bildung. Durch die Anwendung ChatGTP von OpenAI ist eine intensive Diskussion zum Themenkomplex Künstliche Intelligenz im Bildungskontext entstanden, die sich auch in politischen Gesprächen widerspiegelt. Daraus resultieren strategische, rechtliche und politische Fragestellungen, die für die nächsten Jahre im Bildungsbereich relevant sein können. Das Thema wird bereits seit einigen Jahren auf den unterschiedlichen Ebenen diskutiert (vgl. Europäische Kommission: ethische Leitlinien zur Nutzung Künstlicher Intelligenz in Schulen, 25.10.2022) und hat nun durch die populäre Anwendung ChatGTP einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs ausgelöst. Mit zahlreichen Start-ups im EdTech-Bereich bleibt der Markt unabhängig von dem Digitalisierungsschub während der Corona-Pandemie dynamisch. Inzwischen sind die letzten Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie in allen gesellschaftlichen Bereichen aufgehoben. Die Dynamiken der Digitalisierung an den Schulen erfolgen weiterhin in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der KMK passt dabei ihre Strategie "Bildung in der digitalen Welt" von 2016 regelmäßig an, zuletzt im Dezember 2022 mit dem Bericht zur Umsetzung der Strategie. Dabei werden die Lehr- und Lernprozesse und die Nutzung intelligenter digitaler Lernumgebung ebenso thematisiert und digitale Diagnose- und Analysetools. Die Entwicklungen in den Ländern und an einzelnen Schulen bleiben dabei auf unterschiedlichen Ebenen. Inwieweit bundesweite technische und regulatorische Standards für den Bereich der digitalen Bildung wirksam umgesetzt werden, ist noch nicht abschließend zu bewerten. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine bleibt für alle politischen Ebenen in Europa und der Welt eine große Herausforderung. Durch hohe staatliche Investitionen in die Energiesubvention bleiben die öffentlichen Haushalte unter Druck. Die Bundesregierung investiert weiterhin in die Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die die übrigen Politikfelder und Haushalte zusätzlich belasten können. Die Städte und Kommunen bieten geflüchteten Menschen Schutz und helfen in vielen Bereichen der Integration. Aber es fehlt ihnen an Wohnungen, Kita- und Schulplätzen und an Personal. Zugleich sind alle Akteure auf internationaler, europäischer, Bundes- und Landesebene gefordert, den kritischen Entwicklungen mit neuen Investitionen entgegenzuwirken. Dazu gehört auch die Investition in ein modernes und resilientes Bildungssystem, das auf akute Krisen mit Stabilität und Dynamik zugleich reagieren kann. Für das Jahr 2023 planen wir einen moderaten Anstieg des Konzernumsatzes. Maßnahmen zur mittel- bis langfristigen Nutzung der Chancen bei der Digitalisierung des Bildungsmarktes setzen wir durch Investitionen in digitale bzw. hybride Markt- und Produktinitiativen fort. Hieraus resultieren unter anderem weiterhin erhöhte Entwicklungskosten, Personalkosten, Marketingaufwendungen und IT-Aufwendungen. Dies wird die Transformation der Cornelsen Gruppe auch im Geschäftsjahr 2023 prägen. Die erheblichen Preissteigerungen bei unseren wesentlichen Einsatzfaktoren belasten weiterhin die Margen unserer Geschäftsmodelle. Um die Profitabilität trotz der erheblichen Beschaffungspreissteigerungen aufrecht zu erhalten bzw. zu stärken setzen wir auf eine Kombination aus am Markt durchsetzbaren Preiserhöhungen sowie konsequentem Management der Kostenbasis. In dieser Marktsituation streben wir für das Geschäftsjahr 2023 ein ausgeglichenes Konzernjahresergebnis und einen etwa ausgeglichenen Cashflow an. Die Prognose haben wir nach den Verhältnissen am Abschlussstichtag vorgenommen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes ist die Prognose zu den Budgets der Sachaufwandsträger und Kommunen, welche maßgeblich die Umsätze der allgemeinbildenden Schulen beeinflussen, ferner zu der Stabilität unserer Firmenkunden und Handelskanäle naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet. Unsere Finanzierungsstrategie entlang der mehrjährig erhöhten Ausgaben für unsere strategischen Programme beruht auf der Basis unserer soliden Liquiditätssituation und stabilen Cashflows des Hauptgeschäfts. Die Fähigkeit zur Unternehmensfortführung ist weiterhin gesichert. Wir schaffen damit die Basis für den nachhaltigen Erfolg der Cornelsen Gruppe.
Berlin, den 5. Juni 2023 Franz Cornelsen Bildungsholding Verwaltungs GmbH, Berlin Meeuwis van Arkel Mark van Mierle, Vorsitz Frank Thalhofer Dennis Zentgraf Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
* Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf T€ PASSIVA
* Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf T€ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
* Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf T€ Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine AngabenDie Franz Cornelsen Bildungsholding GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Registernummer HRA 20764 B, hat für das Geschäftsjahr 2022 einen Konzernabschluss gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. GuV oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend in der Bilanz und GuV aufgeführt. II. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB einbezogen: die Franz Cornelsen Bildungsholding GmbH & Co. KG, Berlin, (nachfolgend FCBH) als Mutterunternehmen sowie 11 Tochtergesellschaften (im Weiteren auch "Cornelsen Gruppe"). Von diesen sind 8 (Vj.: 10) im Inland und 3 (Vj.: 3) im Ausland ansässig. Die FCBH ist das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Nachfolgend sind die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die übrigen Beteiligungen aufgeführt:
Aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden drei inländische Unterstützungskassen, die Cornelsen Unterstützungskasse e. V., Berlin, die Cornelsen Verlagskontor-Unterstützungskasse e. V., Bielefeld, und die Unterstützungskasse der CORNELSEN GRUPPE e.V., Berlin, gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. III. KonsolidierungsgrundsätzeDer 31. Dezember 2022 als Stichtag für den Konzernabschluss deckt sich mit den Stichtagen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die entsprechenden Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen liegen dem Konzernabschluss zugrunde. Die Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2010 erworbenen, vollkonsolidierten Gesellschaften erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. Mit der Aufstellung des ersten Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2005 wurde der Entstehungszeitpunkt des Konzerns für die Kapitalkonsolidierung auf den 1. Januar 2005 gelegt. Zu diesem Zeitpunkt wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung das Eigenkapital der Tochterunternehmen mit den Beteiligungsbuchwerten des Mutterunternehmens aufgerechnet. Aktivische Unterschiedsbeträge wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung im Jahr 2005 sowie in den Folgejahren bis zum 31. Dezember 2009 gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a.F. erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung sowie aus den Folgejahren wurden bis zum 31. Dezember 2009 ebenfalls mit der Konzernkapitalrücklage verrechnet. Ferner wurden im Jahr 2009 Ausgleichsposten aus der Erstkonsolidierung einer erworbenen Verlagsgruppe erfolgsneutral gegen die Kapitalrücklage verrechnet. Bedingte Anschaffungskosten beim Erwerb von Anteilen werden berücksichtigt, soweit deren Eintritt wahrscheinlich ist und ihre Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Das aktivierte Markenrecht resultiert aus Kaufpreisaufteilungen in Folge eines Unternehmenserwerb aus dem Jahr 2009. Für das aktivierte Markenrecht in Höhe von T€ 574 (31. Dezember 2022) wurden zum Bilanzstichtag passive latente Steuern auf Basis des jeweils gültigen Ertragssteuersatzes in Höhe von insgesamt T€ 84 bilanziert. Die latenten Steuerposten werden entsprechend der Abschreibungsdauer der Markenrechte ratierlich unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Entwicklung des Steuersatzes erfolgswirksam aufgelöst. In der Konzern-Bilanz wurden konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. In der Konzern-GuV wurden alle konzerninternen Umsätze, Erträge und Aufwendungen inklusive Gewinnausschüttungen und Ergebnisübernahmen konsolidiert. Währungsdifferenzen wurden erfolgsneutral gebucht. In allen Konzernunternehmen wurden die zu bilanzierenden aktiven und passiven latenten Steuern gemäß § 274 HGB ermittelt. Im Konzernabschluss werden analog zum Vorjahr nur die latenten Steuern gemäß § 306 HGB bilanziert. Der aufgrund der Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern entstandene Aktivüberhang wurde im Konzernabschluss nicht angesetzt. IV. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenGrundsätzliches Der Konzernabschluss und die Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Konzerngesellschaften wurden grundsätzlich nach konzerneinheitlichen Rechnungslegungsvorschriften erstellt, die den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB entsprechen. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen ausländischen Konzerngesellschaften wurden im Rahmen einer Handelsbilanz II auf die konzerneinheitlichen Rechnungslegungsbestimmungen übergeleitet. Im Geschäftsjahr gab es neben konzerninternen Verschmelzungen keine Konsolidierungskreisänderungen, sodass die Posten der Bilanz zum 31. Dezember 2022 oder der GuV für das Geschäftsjahr 2022 mit den Angaben des Vorjahres vergleichbar sind. Bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde dem Stetigkeitsprinzip gefolgt. Ausgeübte Wahlrechte und Bewertungsänderungen werden in diesem Anhang in Verbindung mit den jeweiligen Posten benannt. Bewertung Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend den voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern bewertet. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern orientieren sich dabei an den steuerlichen Vorschriften. Liegen Gründe für eine dauernde Wertminderung vor, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Nutzungsdauern der planmäßigen Abschreibung bei den entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten liegen zwischen drei und fünf Jahren. Die im Konzern aktivierten Markenrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Nutzungsdauer leitet sich aus der nachhaltigen Bekanntheit der aktivierten Marken ab. Die Abschreibung der Markenrechte erfolgt linear über einen Zeitraum von 10-15 Jahren. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Markenrechte erfolgt nach einem kapitalwertorientierten Verfahren. Die Bewertung der Vermögenswerte für Zwecke der Überprüfung auf Wertminderungen wird aus der Summe der Barwerte der künftig erzielbaren Cashflows ermittelt. Die markenspezifischen Cashflows werden dabei auf Basis der Profitcenter-Rechnung in den jeweiligen Gesellschaften isoliert. Die markenrelevanten Cashflows werden mit einem risikoadäquaten Kapitalisierungszinssatz diskontiert. Sofern sich ein Wertberichtigungsbedarf ergibt, erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung der entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte beträgt 5 bzw. 15 Jahre. Die Abschreibungsdauer ist an der Ertragsstärke und dem Potenzial der einbezogenen Gesellschaften orientiert, von denen ein nachhaltiger Ergebnisbeitrag für die Gruppe erwartet wird. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgte nach einem kapitalwertorientierten Verfahren. Sofern sich ein Wertberichtigungsbedarf ergibt, erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag bilanziert. Die Nutzungsdauern bei den Sachanlagen betragen für Bauten und Einrichtungen fünf bis fünfzig Jahre, für Technische Anlagen und Maschinen drei bis zweiundzwanzig Jahre und für Andere Anlagen und Betriebs-, und Geschäftsausstattung zwei bis zehn Jahre. Geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als € 250 und bis zu € 800 werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr aktiviert, im Anlagespiegel ausgewiesen und im gleichen Jahr in voller Höhe abgeschrieben. Gegenstände mit einem Nettoerwerbswert von bis zu € 250 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2022 wurden geringwertige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 115 (Vj.: T€ 1337) aktiviert und sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen; bei Wegfall des Abschreibungsgrundes entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich angemessener Wertminderungsabschläge bei eingeschränkter Verwertbarkeit bewertet. Zur Berücksichtigung von Skonti wird bei der Bewertung ein Abschlag von 2 % bis 3 % vorgenommen. Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung eines adäquaten Gemeinkostenzuschlags bewertet. Für das Risiko von nicht mehr verkaufsfähigen Beständen wird ein geschäftsmodellspezifischer adäquater Wertminderungsabschlag berücksichtigt. Die fertigen Erzeugnisse werden mit ihren Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich externer Entwicklungskosten bewertet. Auf diese Herstellungskosten erfolgen ein geschäftsmodellspezifischer adäquater Gemeinkostenzuschlag sowie ein Abschlag von 2 % bis 3 % für die Inanspruchnahme von Skonti. Bewertungsrisiken (z. B. Reichweite, fehlende Gängigkeit) werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Ferner werden Abschläge für verlustfreie Bewertung berücksichtigt. Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung eines pauschalen Abschlags von 2 % bis 3 % für die Inanspruchnahme von Skonti sowie der Berücksichtigung von Bewertungsrisiken analog der fertigen Erzeugnisse. Grundsätzlich ermittelt sich der Gemeinkostenzuschlag für Verlagsprodukte anhand der im laufenden Jahr bei der Entwicklung von Print-Titeln entstandenen Personal- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens im Verhältnis zu den Material- und Fertigungseinzelkosten. Dabei werden nicht titelbezogene Leistungen von Redaktionsmitarbeitern mindernd berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Bei erwarteter (teilweiser) Uneinbringlichkeit bzw. Zweifelhaftigkeit einer Forderung werden entsprechende Einzelwertberichtigungen auf nicht durch Warenkreditversicherungen abgesicherte Forderungsbeträge berücksichtigt. Zur Abgeltung des allgemeinen Ausfallrisikos wurden angemessene Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Flüssige Mittel umfassen Bankguthaben und Kassenbestände und werden zum Nennwert bilanziert. Zu den flüssigen Mitteln gehören auch kurzfristige Festgelder, die fortlaufend verlängert oder jederzeit vorzeitig freigegeben werden können. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgt eine Verrechnung von Verpflichtungen aus langfristigen Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen mit den Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 1.757 (Vj.: T€ 1.444). Der Zinsanteil, der in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen und den langfristigen sonstigen Rückstellungen enthalten ist, wurde in der GuV unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von T€ -11 (Vj.: T€ -25) sind mit Zinserträgen aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen in Höhe von T€ 1 (Vj.: T€ 2) verrechnet worden. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen, abgeleitet aus dem Deckungskapital, ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten des zu saldierenden Vermögens. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Pensionsverpflichtungen werden auf Grundlage von versicherungsmathematischen Gutachten bewertet. Entsprechend der am 26. Februar 2016 verabschiedeten Gesetzesänderung zur Anpassung der handelsrechtlichen Abzinsung von Altersversorgungsverpflichtungen wurde der Betrachtungszeitraum bei der Ermittlung des durchschnittlichen Rechnungszinses von 7 auf 10 Geschäftsjahre angehoben. Der hieraus resultierende Unterschiedsbetrag zwischen der abgezinsten Rückstellung nach der bisherigen und der neuen Regelung unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Die Bilanzierung folgt der Auffassung des BMF-Schreibens vom 23. Dezember 2016, wonach die Ausschüttungssperre hinsichtlich des jährlich zu ermittelnden Unterschiedsbetrages, der sich aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für 7 bzw. 10 Jahre ergibt, keine Abführungssperre bei der Organgesellschaft begründet. Zum 31. Dezember 2022 ergibt sich gegenüber der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2.779 (Vj.: T€ 3.938). Die der Bewertung zugrunde liegenden Zinssätze sind die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen 7 bzw. 10 Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB. Für die Berechnung der Pensionsrückstellungen und der Altersteilzeitrückstellungen wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Zinssatz bis zu 3 Monate vor dem Bilanzstichtag festzustellen. Der Zinssatz wurde zum 30. November 2022 angesetzt; im Vorjahr wurde der Zinssatz zum 30. November 2021 berücksichtigt. Die für den Jahresabschluss 2022 maßgeblichen Zinssätze betragen 1,43 % (7-Jahres-Durchschnitt) bzw. 1,78 % (10-Jahres-Durchschnitt). Die Pensionsgutachten wurden einheitlich nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) erstellt, in einer ausländischen Tochtergesellschaft wurde das Teilwertverfahren angewandt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Gehaltstrend wurde mit 2,0 % angenommen, sofern keine anderen Festlegungen bestehen, der Rententrend mit 2,2 %. Die erwartete Fluktuationsrate wurde geschäftsmodellspezifisch mit 7,5 % angesetzt. Die Ermittlung von Altersteilzeitrückstellungen und Rückstellungen für bestehende Verpflichtungen aus Jubiläumszuwendungen erfolgte auf der Basis von versicherungsmathematischen Gutachten und, mit Ausnahme der Bestimmung des Diskontierungszinssatzes, nach denselben Grundsätzen wie bei den Pensionsrückstellungen. Für die Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen wurde der fristadäquate Marktzins auf der Basis des 7-Jahres-Durchschnitts herangezogen. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des erwarteten Erfüllungsbetrags bewertet. Bei der Bewertung der Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe von 2,5 % berücksichtigt (Vj.: 1,7 %), sofern noch kein fester Auszahlungsbetrag bekannt ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden, sofern wesentlich, gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem auf die Restlaufzeit der Rückstellung bezogenen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Währungsumrechnung Die in Fremdwährung lautenden Jahresabschlüsse werden entsprechend dem Konzept der funktionalen Währung in die Konzernwährung umgerechnet. Die funktionale Währung entspricht dem Euro, der Landeswährung der Muttergesellschaft. In den Jahresabschlüssen wurden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse erfolgt gemäß § 308a HGB für Bilanzposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs umgerechnet. Die Posten der GuV werden zu jährlichen Durchschnittskursen umgerechnet. Entstehende Währungsdifferenzen werden grundsätzlich erfolgsneutral in den Ausgleichsposten für Währungsdifferenzen eingestellt. Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam berücksichtigt. Latente Steuern Die auf Konsolidierungsvorgänge entfallenden latenten Steuern wurden gemäß § 306 HGB auf Ebene des Konzerns abgegrenzt. Je nach Rechtsform und Standort des betroffenen Konzernunternehmens wurden für die Ermittlung die entsprechenden durchschnittlichen Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuersätze zugrunde gelegt. Bei ausländischen Gesellschaften wurden die Steuersätze gemäß dem jeweiligen nationalen Steuerrecht zugrunde gelegt. Seit 2022 bestehen innerhalb des Konzerns zwei ertragsteuerliche Organschaften. Die Steuersätze der Organschaften betragen 14,99 % bzw. 30,18 %. Die kombinierten Steuersätze reichen von 14,99 % bis 36,13 % im Inland und von 19,65 % bis 25,00 % im Ausland. Gemäß § 274 HGB wurden auf Ebene der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften latente Steuern mit den o.a. Steuersätzen ermittelt. Die latenten Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen den handelsbilanziellen und steuerbilanziellen Ansätzen der einzelnen Bilanzposten. Insgesamt ergeben sich auf Ebene der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften aktive latente Steuern in Höhe von T€ 36.987 (Vj.: T€ 13.530) und passive latente Steuern in Höhe von T€ 1.346 (Vj.: T€ 609). Der daraus resultierende Aktivüberhang in Höhe von T€ 35.641 (Vj.: T€ 12.921) wurde weder im entsprechenden Jahresabschluss noch im Konzernabschluss berücksichtigt. V. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Konzernanlagespiegel (Anlage) verwiesen. Die Konzessionen und Schutzrechte belaufen sich auf T€ 7.248 (Vj.: T€ 7.067). Darin sind T€ 6.666 (Vj.: T€ 5.339) an Software und Lizenzen sowie T€ 7 (Vj.: T€ 722) an Konzessionen und Schutzrechten enthalten. Daneben enthält der Posten zum 31. Dezember 2022 einen bilanzierten Markenwert mit einem Buchwert von T€ 574 (Vj.: T€ 1.005). Der Posten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 8 (Vj.: T€ 1.216) besteht aus 1 (Vj.: 2) aktivischen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, welche auf 1 Tochtergesellschaften entfallen. Die Veränderung der Geschäfts- und Firmenwerte gegenüber dem Vorjahreswert resultiert aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ -579 (Vj.: T€ -579) sowie aus außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ -629. Umlaufvermögen Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten im Wesentlichen Papier und Verpackungsmaterialien. Unter den unfertigen Erzeugnissen werden hauptsächlich Vorprodukte und angefangene Arbeiten für neuerscheinende Print-Titel ausgewiesen. Die Fertigerzeugnisse und Waren enthalten überwiegend Verlagserzeugnisse und Lernmaterialien. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf volle Tausender. Die Forderungen gegen die nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unterstützungskasse der CORNELSEN GRUPPE e.V., Berlin, betrugen in 2022 T€ 3. Die sonstigen Forderungen beinhalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 801. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Umsatzsteuer (T€ 1.939) und Steuerüberzahlungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuervorauszahlungen (T€ 7). Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält hauptsächlich im Voraus gezahlte Entgelte für die mehrjährige Nutzung von Lizenzen. Eigenkapital Die Kapitalanteile von T€ 128.811 stellen ausschließlich Kommanditkapital dar, das zu 96,2 % von der Franz Cornelsen Stiftung, Berlin, (nachfolgend FCS) und zu 3,8 % von der Ruth Cornelsen Vermögensverwaltungs GmbH, Berlin, (nachfolgend RCVV) gehalten wird. Verluste der Konzernmutter wurden den Gesellschaftern auf Verlustsonderkonten zugewiesen, soweit keine Rücklagen der Gesellschafter vorhanden sind. Die Veränderung des Postens kumuliertes übriges Konzernergebnis ergibt sich aus der Ergebnisverwendung der Muttergesellschaft (T€ 3.404). Der Differenzbetrag (Mehrergebnis) zwischen dem Konzernergebnis und dem Ergebnis der Konzernmutter wurde dem Ausgleichsposten für gegenüber dem Mutterunternehmen abweichende Konzernergebnisse zugeführt. Die Anteile anderer Gesellschafter berücksichtigen die anteiligen Gewinn- und Verlustanteile sowie vorgenommene Ausschüttungen. Für die Veränderungen der Eigenkapitalposten verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Konzerneigenkapitalspiegel. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Gewerbesteuer und für Körperschaftsteuer. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Autorenhonorare (T€ 12.007; Vj.: T€ 12.306), für Leistungen an Mitarbeiter aus Urlaubsansprüchen, Mehrstunden und Tantiemen (T€ 9.092; Vj.: T€ 11.277), für rechtliche Risiken (T€ 3.506; VJ.: T€ 6.423), für Jubiläumszusagen (T€ 1.180; Vj.: T€ 982), für Remittenden (T€ 1.289; Vj.: T€ 716) sowie für Drohverluste (T€ 775; Vj.: T€ 747). Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf volle Tausender. Die Verbindlichkeiten ggü. der nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unterstützungskasse der CORNELSEN GRUPPE e.V., Berlin, betrugen in 2022 T€ 558 (Vj.:T€ 599) und wurden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich im Wesentlichen um verzinsliche Gesellschafterkonten sowie ein Darlehen (T€ 3.634; Vj.: T€ 3.474). Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Position beinhaltet hauptsächlich im Voraus vereinnahmte Umsatzerlöse für digitale Lizenzen. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 84 (Vj.: T€ 148) resultieren aus erfolgsneutralen Konsolidierungsmaßnahmen aus Vorjahren und dem laufenden Jahr und vermindern sich ergebniswirksam (T€ 65) korrespondierend zur zugrunde liegenden Abschreibung der Markenrechte (s. o. Konsolidierungsgrundsätze). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von T€ 4.948 (Vj.: T€ 4.115) aufgrund einer Mithaftung für die an die Unterstützungskasse der CORNELSEN GRUPPE e. V., Berlin, gezahlten bzw. von ihr zugesagten Versorgungsleistungen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird aufgrund der Kapitalausstattung der Unterstützungskasse als gering eingeschätzt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 14.573 (Vj.: T€ 14.655) und sind in der folgenden Übersicht nach der Laufzeit/Kündigungsfrist der zugrunde liegenden Verträge dargestellt. Gegenüber den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unterstützungskassen bestehen keine finanziellen Verpflichtungen.
Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf volle Tausender. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie GuV ist nach dem Gliederungsschema gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) aufgestellt worden. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach Regionen setzen sich wie folgt zusammen:
Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf volle Tausender. Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich folgendermaßen:
Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf volle Tausender. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 5.333) und aus Zuschreibungen des Anlagevermögens (T€ 3.384). Ferner umfasst die Position Zuschüsse, Zulagen und Kostenverrechnungen (T€ 665), verrechnete Sachbezüge (T€ 452), Gewinne aus Verkäufen von Sachanlagen (T€ 230), Erträge aus Versicherungsleistungen (T€ 153) sowie Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen von Forderungen (T€ 39). Die Position enthält weitere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 177 (Vj.: T€ 23). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 54 (Vj.: T€ 41). Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von T€ 800 (Vj.: T€ 7.028) ausgewiesen, die aus der Veräußerung von Titeln an andere Verlage resultieren. Materialaufwand Im Materialaufwand sind analog zum Vorjahr keine außergewöhnliche Aufwendungen enthalten. Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ -3.768 (Vj.: T€ -2.622), davon für Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von T€ -579 (Vj.: T€ -579) sowie für aktivierte Markenrechte in Höhe von T€ -431 (Vj.: T€ -431). In diesem Betrag sind analog zum Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen der Markenrechte enthalten. Bei den Geschäfts- oder Firmenwerten sind im aktuellen Geschäftsjahr T€ 629 außerplanmäßige Abschreibungen enthalten. Die Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens betragen T€ 2.681 (Vj.: T€ -2.667). Die Abweichung zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus geringeren Abschreibungen geringwertiger Wirtschaftsgüter. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ -781 (Vj.: T€ -305), die im Wesentlichen auf nachlaufende Rechnungen für das Geschäftsjahr 2021 entfallen, und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ -80 (Vj.: T€ -41). Steuern In der GuV werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Wesentlichen Gewerbesteuer- und Körperschaftsteueraufwendungen sowie Aufwendungen aus ausländischer Quellensteuer ausgewiesen. Zudem beinhaltet die Position Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 367 (Vj.: T€ 0). Ferner werden Erträge in Höhe von T€ 64 (Vj.: T€ 64) aus der ergebniswirksamen Veränderung des passiven latenten Steuerpostens erfasst. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter Die Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis der Gruppe setzen sich wie folgt zusammen:
Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf volle Tausender. Ergebnisverwendung Hierzu verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel (Anlage). VII. Sonstige AngabenZusammensetzung der Organe Der Geschäftsführung der Franz Cornelsen Bildungsholding Verwaltungs GmbH, Berlin, gehörten im Geschäftsjahr 2022 an:
Anzahl und Struktur der Belegschaft Im Konzern waren, nach Quartalen berechnet, durchschnittlich beschäftigt:
Zusätzlich waren im Konzern insgesamt 110 (Vj.: 121) Aushilfen tätig. Gesamtbezüge der Organe der Muttergesellschaft Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Jahr 2022 T€ 2.396 (Vj.: T€ 2.565). Die Gesamtbezüge für frühere Organmitglieder betrugen im Jahr 2022 T€ 0 (Vj.: T€ 0). Die Pensionszahlungen und Zahlungen im Rahmen von Altersteilzeitregelungen an frühere Mitglieder der Geschäftsführung und an deren Hinterbliebene betrugen in 2022 T€ 354 (Vj.: T€ 309). Die Rückstellungen für Pensions- und Altersteilzeitansprüche ehemaliger Organmitglieder und für Hinterbliebenenbezüge betragen zum 31. Dezember 2022 T€ 5.602 (Vj.: T€ 5.222). Die Bezüge für die Mitglieder des Verwaltungsrats der Muttergesellschaft belaufen sich auf T€ 147 (Vj.: T€ 130). Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Dabei sind die Zahlungsströme nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit untergliedert. Der Finanzmittelfonds umfasst alle Zahlungsmittel (Kassenbestand und täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten und disponible kurzfristige Termingelder) des Konzerns. Die Kapitalflussrechnung wurde im Geschäftsjahr entsprechend DRS 21 dargestellt. Honorare des Abschlussprüfers Die Honorare, soweit sie auf den Konzernabschlussprüfer entfallen, für die Abschlussprüfung des Geschäftsjahres 2022 betragen für die Jahresabschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften der Gruppe und für den Konzernabschluss insgesamt T€ 195, davon entfallen T€ 38 auf ausländische Tochterunternehmen. Darüber hinaus sind für andere Bestätigungsleistungen T€ 84, für Steuerberatungsleistungen T€ 49 und für sonstige Leistungen T€ 12 angefallen. Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. Offenlegungserleichterungen Offenlegungserleichterungen nach §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB werden für folgende Gesellschaften in Anspruch genommen:
Berlin, den 5.06.2023 Franz Cornelsen Bildungsholding Verwaltungs GmbH, Berlin Meeuwis van Arkel Mark van Mierle, Vorsitz Frank Thalhofer Dennis Zentgraf Konzernabschluss Anlagespiegel für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf volle Tausender. Konzernabschluss Eigenkapitalspiegel für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
*) Währungsumrechnung
Konzernabschluss Konzernkapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Differenzen in der Summenbildung resultieren aus der Rundung auf volle Tausender. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Franz Cornelsen Bildungsholding GmbH & Co. KG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Franz Cornelsen Bildungsholding GmbH & Co. KG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Franz Cornelsen Bildungsholding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 5. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Thomas Schmid, Wirtschaftsprüfer Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 19.06.2023 gebilligt. |
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