Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 228884
Eingetragen
28.4.2021
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung von Vertriebs-, Produkt-, Entwicklungs- und anderen Supportleistungen als Service-Plattform für die Realtime-Board, Inc. dba Miro Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hryhorii Pavlotskyi
seit 28.4.2021
Geschäftsführer
Melinda Thompson
seit 28.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
RealtimeBoard, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

RealtimeBoard, Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Miro DACH GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024

Bilanz zum 31. Januar 2024

Aktiva

31.01.2024 31.01.2023
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 689.581,39 723.541,68
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.125.791,79 0,00
1.815.373,18 723.541,68
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (davon gegen Gesellschafter € 0,00; Vorjahr € 1.003.908,65) 0,00 1.003.908,65
2. Sonstige Vermögensgegenstände 906.485,14 1.140.368,65
906.485,14 2.144.277,30
II. Guthaben bei Kreditinstituten 3.387.217,33 912.586,91
4.293.702,47 3.056.864,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 369.823,84 9.995,25
6.478.899,49 3.790.401,14

Passiva

31.01.2024 31.01.2023
A. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.371.844,28 172.867,53
III. Jahresüberschuss 1.498.497,54 1.198.976,75
2.895.341,82 1.396.844,28
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.298.773,86 488.070,16
2. Sonstige Rückstellungen 757.039,17 1.033.297,95
2.055.813,03 1.521.368,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 318.747,34 279.492,85
(davon sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 318.747,34; Vorjahr € 279.492,85)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 578.765,13 0,00
(davon sämtliche mit einer Restlauzeit bis zu einem Jahr € 578.765,13; Vorjahr € 0,00)
(davon gegenüber Gesellschaftern € 578.765,13; Vorjahr € 0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 630.232,17 592.695,90
(davon aus Steuern € 630.232,17; Vorjahr € 592.695,60)
1.527.744,64 872.188,75
6.478.899,49 3.790.401,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024

01.02.2023 - 31.01.2024 01.02.2022 - 31.01.2023
1. Umsatzerlöse 36.397.141,50 26.024.493,56
2. sonstige betriebliche Erträge 38.805,26 0,00
(davon aus Währungsumrechnung € 0,03; Vorjahr € 0,00)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 846.212,61 943.938,08
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 24.768.483,69 17.333.577,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.693.752,81 451.157,86
27.462.236,50 17.784.735,57
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 314.725,81 210.813,04
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.520.131,92 5.508.942,90
(davon aus Währungsumrechnung € 0,00; Vorjahr € 682,90)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.494,16 0,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 816.636,54 377.087,22
9. Ergebnis nach Steuern 1.498.497,54 1.198.976,75
10. Jahresüberschuss 1.498.497,54 1.198.976,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

der Miro DACH GmbH

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Gesetzliche Grundlagen

Der Jahresabschluss der Miro DACH GmbH (im folgenden "Gesellschaft" genannt), mit Sitz in der Schönhauser Allee 9, 10119 Berlin, wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg unter der Nummer HRB 228884 B eingetragen.

Die Gesellschaft wies zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 1 HGB auf. Die Gesellschaft macht bei der Aufstellung des Anhangs von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 2 HGB.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern bis zu 5 Jahren) angesetzt. Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen i. H. der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen gemäß § 274 Abs. 1 S. 1 HGB passiviert (latente Steuern). Für zu aktivierende Steuerentlastungen wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, diese nicht in der Handelsbilanz auszuweisen.

B. Weitere Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten 0 € (Vorjahr: 1.004 T€) Forderungen gegen Gesellschafter. Es handelt sich dabei um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen insbesondere Kautionen in Höhe von 642 T€ (Vorjahr: 610 T€).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von 370 T€ betrifft vollständig Aufwendungen für das kommende Geschäftsjahr.

4. Eigenkapital

Im Geschäftsjahr wurden keine Kapitalmaßnahmen durchgeführt.

5. Rückstellungen

Steuerrückstellungen betreffen Körperschaft- und Gewerbesteuer für die Jahre 2022 und 2023, welche zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagt wurden.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 655 T€ (Vorjahr: 677 T€).

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeiten zum 31.01.2024 Gesamtbetrag Restlaufzeit
von bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 318,7 318,7 0,00 0,00
(31.01.2023) (279,5) (279,5) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 578,8 578,8 0,00 0,00
(31.01.2023) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 630,2 630,2 0,00 0,00
(31.01.2023) (592,7) (592,7) (0,00) (0,00)
Summe 1.527,8 1.527,8 0,00 0,00
(31.01.2023) (872,2) (872,2) (0,00) (0,00)

* In Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen i. H. von 579 T € (Vorjahr: 0 €) und resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualverbindlichkeiten und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe:

2025 Folgejahre Gesamt
T€ T€ T€
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 1.542,58 2.543,77 4.086,36

Haftungsverhältnisse

Es bestehen zum Stichtag keine Haftungsverhältnisse.

8. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres auf das Sachanlagevermögen betragen 315 T€ (Vorjahr: 211 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Mietaufwendungen in Höhe von 2.557 T€ (Vorjahr: 3.275 T€), Reisekosten von 457 T€ (Vorjahr: 326 T€) und Marketingaufwand von 403 T€ (Vorjahr: 131 T€).

C. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:

Verwaltung 17
Marketing 23
Forschung & Entwicklung 142
182

2. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Hryhorii Pavlotskyi, Amsterdam / Niederlande, Chief Transformation Officer

Melinda Thompson, La Selva Beach, Kalifornien / Vereinigte Staaten, Head of Legal

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Zum Abschlussstichtag belief sich das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für auf das Geschäftsjahr entfallende Dienstleistungen auf EUR 40.000 zzgl. Auslagen für Abschlussprüfungsleistungen.

4. Angaben zum Mutterunternehmen

Mutterunternehmen i. S. d. § 285 Nr. 14a HGB ist die RealtimeBoard Inc., Wilmington/USA.

Die Miro DACH GmbH wird in den nach US-Grundsätzen aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Januar 2024 einbezogen. Der Konzernabschluss wird nicht veröffentlicht.

5. Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Der Krieg in der Ukraine, der im Februar 2022 begann, und die Eskalation im Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina, die im Oktober 2023 ihren Anfang nahm, haben nach unserem aktuellen Kenntnisstand weiterhin keine direkten Auswirkungen auf unser Geschäft in Deutschland.

Bis zur Erstellung dieses Jahresabschlusses sind keinerlei unmittelbare Auswirkungen auf unser Kundenportfolio, den Forderungsbestand oder andere Unternehmensbereiche festgehalten worden, ebenso wenig im Hinblick auf die Lieferketten der Gesellschaft.

Wir beobachten die Entwicklungen in diesen Krisengebieten weiterhin sorgfältig und stehen in engem Kontakt mit unseren Geschäftspartnern, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 24. Januar 2025

Miro DACH GmbH

gez. Hryhorii Pavlotskyi

gez. Melinda Thompson

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01.02.2023 - 31.01.2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.02.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.01.2024
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 995.545,85 257.710,55 74.472,00 0,00 1.178.784,40
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.125.791,79 0,00 0,00 1.125.791,79
995.545,85 1.383.502,34 74.472,00 0,00 2.304.576,19
kummulierte Abschreibungen
Stand 01.02.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.01.2024
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.004,17 314.725,81 74.472,00 -23.054,97 489.203,01
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
272.004,17 314.725,81 74.472,00 -23.054,97 489.203,01
Buchwerte
Stand 31.01.2024 Stand 31.03.2023
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 689.581,39 723.541,68
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.125.791,79 0,00
1.815.373,18 723.541,68

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024

Die Miro DACH GmbH erbringt Software-Entwicklungsdienstleistungen für die RealtimeBoard Inc. (Miro Gruppe) auf Cost Plus Basis. Daneben werden im deutschsprachigen Raum Kunden der Miro-Gruppe durch Mitarbeiter des Customer Service der Gesellschaft betreut. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2021 in Berlin gegründet. Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 befindet sich seither vollständig im Besitz von RealtimeBoard Inc, USA.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Vertriebs-, Produkt-, Entwicklungs- und anderen Supportleistungen als Service-Plattform für die RealtimeBoard Inc. dba Miro Software.

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Miro-Gruppe ist weltweit tätig, wobei die meisten Kunden aus den USA und der EU stammen. Da die Miro DACH GmbH Dienstleistungen auf Cost Plus Basis für seine Muttergesellschaft erbringt, hängt ihre Entwicklung von der wirtschaftlichen Landschaft in den USA und der EU und insbesondere von der dortigen wirtschaftlichen Lage der "Software as a Service" (SaaS) - Branche ab. Die Miro-Gruppe ist in den letzten Jahren sehr schnell gewachsen, hat den neuen Markt erschlossen, und ist Marktführer im Bereich der visuellen Zusammenarbeit.

Das BIP der USA ist in 2023 um 2,5 % gestiegen. Die Inflation in den USA ist im Vergleich zu 2022 in 2023 gesunken und betrug 3,6 % (Vorjahr: 7,0 %). Für 2024 wird mit einem ähnlichen BIP-Wachstum wie in 2023 gerechnet. 1 In der EU hingegen betrug das BIP-Wachstum in 2023 lediglich 0,4 %. Für 2024 wird ein etwas größeres Wirtschaftswachstum von 1,0 % erwartet. Die Inflation belief sich 2023 in der EU auf 6,4 %. In Deutschland ist 2023 das BIP im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gesunken. Für 2024 wird ein Wachstum des BIP von 0,1 % erwartet. Die Inflation lag in Deutschland in 2023 bei 6 %. Es wird erwartet, dass diese in 2024 auf 2,4 % sinkt. 2

1 Vgl. https://www.oecd-ilibrary.org/docserver/69a0c310-en.pdf?expires=1731680405&id=id&accname=guest&checksum=8EBE8A9CE70DE18B8FC9040C5A8CF2BB.
2 Vgl. https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-forecast-and-surveys/economic-forecasts/spring-2024-economic-forecast-gradual-expansion-amidhigh-geopolitical-risks_en.

Die SaaS-Branche (Software as a Service) wies 2023 ein Wachstum von 66 % auf und der Markt wurde auf 197 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Investitionsvolumen betrug 2023 591,8 Milliarden US-Dollar. Besonders die Sektoren des Gesundheitswesens, des Finanzwesens und des Bildungswesens führen SaaS ein. Die meisten SaaS-Unternehmen befinden sich in den USA, in Großbritannien, Kanada und Deutschland. 3

2. Ertragslage

Das Rohergebnis der Miro DACH GmbH ist auf TEUR 35.590 um 41,90 % im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 25.081) gestiegen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr wurde im Wesentlichen durch die gestiegenen Umsätze verursacht.

Die Bruttogewinnmarge (Rohergebnis im Vergleich zu Ergebnis vor Steuern) ist im Geschäftsjahr stabil geblieben. Sie liegt für das aktuelle Geschäftsjahr bei 6,5 % und lag im Vorjahr bei 6,3 %. Die stabile Entwicklung ist auf das Geschäftsmodell, das auf einer Cost Plus Basis beruht, zurückzuführen.

Der Personalaufwand stieg um 54,41 % von TEUR 17.785 im Vorjahr auf TEUR 27.462. Dieser Anstieg wurde überwiegend durch den Anstieg der Mitarbeiterzahl verursacht. Langfristig sollen weiterhin neue Mitarbeiter eingestellt werden. Daher wird mit weiterhin steigenden Personalkosten gerechnet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stagnieren bei TEUR 5.520 (Vorjahr: TEUR 5.509), wobei die Entwicklung einzelner Posten innerhalb dieser Aufwandsposition uneinheitlich war.

Die Aufwendungen für Marketing haben im Geschäftsjahr um 207,98 % stark zugenommen und stiegen von TEUR 131 auf TEUR 403. Dies ist auf das Ziel, die Marktpräsenz und die Bekanntheit der Marke auf dem europäischen Markt zu erhöhen, zurückzuführen. Dafür wird in den Vertrieb und das Marketing investiert.

Die Mietaufwendungen hingegen sind um 19,82 % auf TEUR 2.557 gesunken, weil es eine mietfreie Zeit für neue Büroräume gibt und gleichzeitig die Fläche, der bisher angemieteten Büroräume, reduziert wurden.

Ferner erhöhten sich die personalbezogenen Aufwendungen wie Aufwendungen für Snacks und Getränke im Büro, Aufwendungen für Mittagessen im Büro und Aufwendungen für Mahlzeiten während Reisen. Diese Aufwendungen erhöhten sich insgesamt um TEUR 243 auf TEUR 512.

3 Vgl. https://www.deduxer.studio/de/blog/9-saas-trends-and-predictions-for-2024-deduxer#interessante-saas-statistiken-von-2023.

3. Finanzlage

Die Cash Ratio (Barmittel / kurzfristige Verbindlichkeiten) beträgt 221,71 % zum 31. Januar 2024 und 104,63 % zum 31. Januar 2023.

Der Finanzmittelfonds besteht aus den Bankguthaben der Gesellschaft und erhöht sich im Geschäftsjahr um TEUR 2.475 bzw. 271,17 %. Ursächlich für den Anstieg waren neben dem operativen positiven Jahresergebnis von TEUR 1.498, das nicht zahlungswirksame Abschreiben von TEUR 315 beinhaltet, vor allem die Finanzierung in Form eines um insgesamt TEUR 1.583 erhöhten Verrechnungskontos gegenüber der Muttergesellschaft. Rund TEUR 1.407 wurden in neues Anlagevermögen investiert.

Das Umlaufvermögen übersteigt die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Quick Ratio ((liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten) und die Current Ratio (Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten) sind gleich, da das Unternehmen keine Vorräte hat. Der Wert für die Quick Ratio und die Current Ratio ist stabil und positiv zu bewerten. Für das aktuelle Geschäftsjahr liegt der Wert bei 281,05 % und im Vorjahr bei 350,48 %. Alle kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch entsprechende Vermögenswerte gedeckt.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten aus Darlehen. Die Finanzierung erfolgt konzernintern über kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft.

Die langfristige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist sichergestellt, weil der Gesellschaft jederzeit Liquidität in Form von aconto-Zahlungen der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt werden kann.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Miro DACH GmbH belief sich zum 31. Januar 2024 auf TEUR 6.479 gegenüber TEUR 3.790 zum 31. Januar 2023.

Die Sachanlagen sind um TEUR 1.092 auf TEUR 1.815 gestiegen. Dies ist insbesondere auf die Aktivierung geleisteter Anzahlungen für Investitionen in den Ausbau neuer Büroräume in Höhe von TEUR 1.126 zurückzuführen. Diese Büroräume werden im nächsten Geschäftsjahr bezogen, weshalb ein Ausweis der betreffenden Investitionen unter den Anlagen im Bau erfolgt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.004 auf TEUR 0 gesunken. Diese bestanden im Vorjahr ausschließlich aus Forderungen gegenüber Gesellschaftern, die zum aktuellen Stichtag unter den Verbindlichkeiten auszuweisen waren. Die liquiden Mittel betrugen am Ende des Jahres TEUR 3.387 (Vorjahr: TEUR 913).

Das Eigenkapital ist um TEUR 1.498 auf TEUR 2.895 gestiegen. Dies ist auf den Jahresüberschuss des Vorjahres zurückzuführen, der vorgetragen worden ist. Die Eigenkapitalquote konnte so von 36,85 % zum 31. Januar 2023 auf 44,69 % zum 31. Januar 2024 erhöht werden.

Die Verbindlichkeiten sind von TEUR 872 im Vorjahr auf TEUR 1.528 gestiegen und bestanden zu einem Großteil aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 579) und aus Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 630). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben stark zugenommen, weil aconto-Zahlungen über dem operativen Finanzmittelbedarf geleistet wurden, woraus auch die Investitionen in das Anlagevermögen erfolgten.

Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 757 (Vorjahr: TEUR 1.033); davon umfassen die Urlaubsrückstellungen TEUR 326 (Vorjahr: TEUR 364).

Die Steuerrückstellungen erhöhten sich von TEUR 488 auf TEUR 1.299 durch die Berücksichtigung der für das aktuelle Geschäftsjahr zu zahlende Steuern. Darüber hinaus war die Veranlagung für das vorherige Geschäftsjahr noch nicht erfolgt.

Die Gesamtkapitalrendite (Nettoeinkommen / Gesamtvermögen) beträgt 23,13 % zum 31. Januar 2024 (Vorjahr: 31,63 %). Das ist für die Branche hoch, lässt sich aber durch ein erhebliches Unternehmenswachstum gegenüber dem Vorjahr erklären. Die Gesamtkapitalrendite ist gesunken, weil der Jahresüberschuss langsamer wächst als das Gesamtvermögen.

Es werden keine immateriellen Vermögensgegenstände aus der Forschung und Entwicklung aktiviert, weil die Forschung und Entwicklung im Auftrag durch die Muttergesellschaft erfolgt und im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages auf Cost Plus Basis vergütet wird.

5. Gesamtbeurteilung der Geschäftslage und -entwicklung

Das Ergebnis bleibt mit TEUR 1.498 deutlich positiv. Die Lage der Gesellschaft kann unverändert als gut bezeichnet werden. Auch die Geschäftsentwicklung wird insgesamt als positiv beurteilt. Die Geschäftsführung versichert, dass es keine Probleme hinsichtlich der Fortführung des Unternehmens gibt und dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, um seine Geschäftstätigkeit ohne Bedenken hinsichtlich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit fortzusetzen.

6. Wichtige Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die finanziellen Kennzahlen des Unternehmens und eine Erläuterung zu den wichtigsten Kennzahlen im Berichtszeitraum.

Umsatz und weitere Leistungsindikatoren

Die Miro DACH GmbH arbeitet nach einem Cost Plus Umsatzmodell mit einem einzigen Kunden - Realtime Board Inc. (vormals: Miro). Die verschiedenen Geschäftsaktivitäten des Unternehmens werden mit unterschiedlichen Kostenaufschlägen aus der Vereinbarung bewertet und der Muttergesellschaft in Rechnung gestellt. Um die wachsende weltweite Nachfrage nach dem Miro-Produkt zu befriedigen und die strategischen Ziele der Miro-Gruppe zu erreichen, hat das Unternehmen die Zahl der Mitarbeiter und die Personalkosten zusammen mit anderen betrieblichen Aufwendungen, die der Muttergesellschaft in Rechnung gestellt werden, erheblich erhöht. Die gestiegenen Personalkosten sind die größte Komponente der Kostenbasis des Unternehmens und dementsprechend auch der größte Treiber des jährlichen Umsatzwachstums. Neben den Personalkosten stiegen auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erheblich an. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Zahlen und Indikatoren für den aktuellen Zeitraum:

Umsätze: TEUR 36.397 (Vorjahr: TEUR 26.024)

Ergebnis vor Steuern: TEUR 2.315 (Vorjahr: TEUR 1.576)

Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum: ca. 40 % (Vorjahr: ca. 446 %)

Gewinnmarge (Umsatzerlöse im Verhältnis zu Ergebnis vor Steuern): 6,36 % (Vorjahr: 6,06%) Kostenaufschlag für verschiedene Geschäftstätigkeiten (niedrigste und höchste): 5-7 %

Die Geschäftsführung überwacht die Gewinnmarge des Unternehmens als wichtigen Leistungsindikator (KPI) und stellt sicher, dass die ausgewiesenen Einnahmen mit der geltenden Kostenaufschlagsvereinbarung übereinstimmen. Die Gewinnmarge des aktuellen Zeitraums von 6,36 % wird als angemessen erachtet, da der Wert innerhalb der für die verschiedenen Geschäftsaktivitäten des Unternehmens geltenden Aufschlagsspanne liegt.

7. Risikobericht

Allgemeines Risikomanagement

Während des Berichtszeitraums hat die Geschäftsführung der Miro USA eine umfassende Risikobewertung durchgeführt, und es wurden Strategien zur Minderung der festgestellten Risiken festgelegt. Um sicherzustellen, dass das Unternehmen in einem dynamischen Geschäftsumfeld widerstandsfähig bleibt, werden kontinuierliche Überwachungen und Anpassungen vorgenommen. Alle Mitarbeiter in Deutschland sind verpflichtet, die folgenden drei zentralen Risikomanagement-Richtlinien zu lesen, zu akzeptieren und zu befolgen:

Sicherheitspolitik des Unternehmens (zuletzt aktualisiert im Januar 2023)

Datenschutzpolitik (letzte Aktualisierung Mai 2023)

Risikomanagementpolitik (zuletzt aktualisiert im Mai 2023)

Die Geschäftsleitung ist der Ansicht, dass nur größere dramatische Veränderungen auf dem SaaS-Markt (z. B. eine Kl-Entwicklung, bei der kein Whiteboard mehr benötigt wird) den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Der wichtigste Wettbewerbsvorteil des Unternehmens sind hochqualifizierte Mitarbeiter. Das Unternehmen beobachtet ständig den Arbeitsmarkt in Deutschland und verlagert bei Bedarf Personal aus anderen Ländern. Die Unternehmensleitung ist der Ansicht, dass Deutschland einen ausgezeichneten Talentpool an Kandidaten für die verschiedenen Funktionen bietet.

Personalbezogene Risiken und Chancen

Der Hauptwettbewerbsvorteil des Unternehmens sind hochqualifizierte Mitarbeiter.

Die Hauptrisiken, ihre Wahrscheinlichkeit und die vom Management in Betracht gezogenen Pläne zur Risikominderung sind:

Talentbindung und -mangel

Der Wettbewerb um qualifizierte IT- und Vertriebsprofis kann zu einer hohen Mitarbeiterfluktuation und Schwierigkeiten bei der Einstellung von qualifiziertem Personal führen, insbesondere bedingt durch die allgemein schlechte Verfügbarkeit von Arbeitskräften.

Eintrittswahrscheinlichkeit - Hoch.

Risikominderungsplan - Das Unternehmen überwacht ständig den Arbeitsmarkt in Deutschland und versetzt bei Bedarf Mitarbeiter aus anderen Ländern. Die Unternehmensleitung ist der Ansicht, dass Deutschland einen hervorragenden Talentpool an Kandidaten für die verschiedenen Positionen bietet. Das Unternehmen bietet außerdem ein wettbewerbsfähiges Vergütungspaket und arbeitet an der Attraktivität der Marke.

Schulung und Kompetenzentwicklung

Aufgrund des raschen technologischen Wandels müssen die Fähigkeiten der Mitarbeiter ständig angepasst werden. Ein Mangel an kontinuierlicher Weiterbildung könnte die Servicequalität beeinträchtigen.

Eintrittswahrscheinlichkeit - Hoch.

Risikominderungsplan - Es gibt viele allgemeine Schulungsprogramme für alle Abteilungen, die über das Intranet verfügbar sind. Spezifische Programme werden innerhalb des jeweiligen Teams entwickelt und hängen von den Bedürfnissen und Qualifikationen der einzelnen Mitarbeiter ab.

Abhängigkeit von Schlüsselmitarbeitern

Eine übermäßige Abhängigkeit von bestimmten Mitarbeitern, insbesondere in den Bereichen IT und Vertrieb, könnte zu Schwachstellen führen, wenn diese das Unternehmen verlassen.

Eintrittswahrscheinlichkeit - Mittel.

Risikominderungsplan - Die Arbeit in den Abteilungen für Forschung- und Entwicklung und Marketing wird so ausgeführt, dass kein einzelner Mitarbeiter über entscheidendes Wissen allein verfügt. Der Großteil der allgemeinen und administrativen Arbeit wird von den Finanz- und Rechtsabteilungen der Muttergesellschaft erledigt.

IT-bezogene Risiken und Chancen

Cybersicherheitsbedrohungen

Das Risiko von Cyberangriffen, einschließlich Datenschutzverletzungen, Ransomware und Phishing-Angriffen, könnte den Betrieb stören, zu Datenverlust führen und das Vertrauen der Kunden beeinträchtigen.

Eintrittswahrscheinlichkeit - Hoch.

Risikominderungsplan - Das Unternehmen überwacht das Risiko genau, wobei die Abteilung für Vertrauen und Reputation täglich an einem System zur Überprüfung und Verbesserung von Schwachstellen arbeitet.

Systemausfallzeiten und Zuverlässigkeitsprobleme

Unerwartete Ausfallzeiten, sei es aufgrund von Hardwarefehlern oder Softwareproblemen, könnten sich auf die Erbringung von Dienstleistungen auswirken und zu finanziellen Strafen oder einem Reputationsverlust führen.

Eintrittswahrscheinlichkeit - Mittel.

Risikominderungsplan - Das Produkt von Miro wird global von mehreren Hubs gleichzeitig gewartet. Dadurch ist es nicht möglich, dass die Arbeit unseres Whiteboard-Produkts eingestellt wird, wenn das gesamte Büro in Deutschland vorübergehend geschlossen ist.

Datenschutz und Compliance

Die Nichteinhaltung von Datenschutzbestimmungen wie der DSGVO kann zu Geldstrafen und rechtlichen Problemen führen.

Eintrittswahrscheinlichkeit - Niedrig.

Risikominderungsplan - Das Unternehmen hält alle geltenden Vorschriften ein. Auf der Ebene der Muttergesellschaft gibt es eigens dafür zuständige Beauftragte und Berater. Die Datenschutzbestimmungen sind abrufbar unter https://miro.com/legal/privacy-policy/.

Technologieveralterung

Schnelle technologische Veränderungen erfordern kontinuierliche Investitionen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine mangelnde Anpassung könnte die Effizienz verringern und die Marktposition des Unternehmens schwächen.

Eintrittswahrscheinlichkeit - Niedrig.

Risikominderungsplan - Das Unternehmen investiert ausreichend Mittel, um Hardware und Software auf dem neuesten Stand zu halten

Die Miro Gruppe und das Unternehmen erfüllen die Kriterien für die Kategorien Sicherheit, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit gemäß SOC 3, unabhängiger Bericht der Kontrollen. Der Bericht ist abrufbar unter https://help.miro.com/hc/en-us/articles/360012346599-Miro-securityand-compliance.

Rechtliche Risiken und Chancen

Einhaltung lokaler und internationaler Gesetze

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften in Deutschland und anderen anwendbaren Rechtsordnungen ist von wesentlicher Bedeutung. Jede Nichteinhaltung kann zu Geldbußen oder rechtlichen Konsequenzen führen.

Eintrittswahrscheinlichkeit - Niedrig.

Risikominderungsstrategie - Das globale Rechtsteam überwacht die Gesetzgebung in Deutschland mit Hilfe von Beratern und erstellt die Dokumentation nach Möglichkeit in Abstimmung mit anderen Konzernzentren. Das Management ist der Ansicht, dass das Risiko der Nichteinhaltung gering ist, da es die Fähigkeit des Unternehmens, als Unternehmen fortzufahren, nicht beeinträchtigen würde. Die Steuern werden von einem externen Berater berechnet und vom globalen Finanzteam auf ihre Angemessenheit überprüft.

Die Direktoren sind der Ansicht, dass das Unternehmen derzeit alle geltenden Gesetze einhält.

Vertragsrisiken

Die Tatsache, dass alle geschäftsbezogenen Ausgaben im Rahmen eines Kostenaufschlagsmodells abgewickelt werden, begrenzt die Wahrscheinlichkeit und das potenzielle Ausmaß von Risiken.

Schutz des geistigen Eigentums

Die unbefugte Nutzung oder Verletzung des geistigen Eigentums könnte den Ruf des Unternehmens schädigen oder zu Rechtsstreitigkeiten führen.

Eintrittswahrscheinlichkeit - Gering.

Risikominderungsstrategie - Alle Rechte am geistigen Eigentum sind der Muttergesellschaft des Unternehmens vorbehalten. Dem Management sind keine Streitigkeiten über Verstöße von Dritten bekannt. Das Risiko wird aufgrund der Art der Dienstleistungsvereinbarung in diesem Teil als gering eingestuft.

Finanzielle Risiken und Chancen

Die Aktivitäten des Unternehmens setzen es einer Vielzahl von finanziellen Risiken aus. Das Risikomanagement liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung und dem Management des Unternehmens. Die Geschäftsführung geht risikobewusst, aber nicht übermäßig risikoscheu an das Risikomanagement heran, da die festgestellten Risiken keine wesentlichen nachteiligen Folgen für die Geschäftstätigkeit mit sich bringen. Die wichtigsten Quellen finanzieller Risiken für das Unternehmen werden im Folgenden erörtert:

Liquiditäts- und Cashflow-Risiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass das Unternehmen seinen kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Das Unternehmen überwacht sein Liquiditätsrisiko aktiv, jedoch hat der Großteil der Bilanz sowohl bei den Aktiva als auch bei den Passiva eine Fälligkeit von deutlich weniger als 3 Monaten (in der Regel mehrere Wochen) auf nicht abgezinster vertraglicher Basis. Aufgrund des kurzfristigen Charakters der Bilanz des Unternehmens schätzt die Geschäftsleitung das Liquiditätsrisiko als minimal ein.

Gemäß der Vereinbarung über konzerninterne Dienstleistungen zwischen der Gesellschaft und der Muttergesellschaft RealtimeBoard Inc., erfolgt die Begleichung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf monatlicher Basis und stellt eine ausreichende Finanzierung für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sicher. Dadurch wird das Cashflow-Risiko gemildert.

Das Treasury-Team der Miro-Gruppe überprüft wöchentlich, ob das Unternehmen über ausreichende Mittel verfügt, um seinen kurzfristigen Verpflichtungen nachzukommen. Besteht eine Diskrepanz zwischen den Mitteln und den erwarteten Mittelabflüssen, wird eine zusätzliche Vorfinanzierung eingeleitet. Solche Situationen können nur aufgrund des Zeitpunkts der Fälligkeit von Verbindlichkeiten entstehen. Langfristig verfügt das Unternehmen aufgrund des Cost Plus Charakters des Geschäfts immer über ausreichende Mittel.

Die Wahrscheinlichkeit großen Finanzierungslücke wird als gering eingeschätzt. Der bisherige Verlauf des Geschäfts bestätigt diese Einschätzung. Es gibt keine Rücktrittsvereinbarung mit der Gruppe.

Fremdwährungsrisiko

Das Fremdwährungsrisiko aus Verbindlichkeiten ist angemessen begrenzt, da das Unternehmen hauptsächlich mit Lieferanten mit Sitz im EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) arbeitet. Das Wechselkursrisiko bei Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft entfällt, da die Rechnungen in der funktionalen Währung des Unternehmens, dem Euro, ausgestellt werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Wechselkursrisiken die Geschäftstätigkeit des Unternehmens erheblich beeinflussen, ist gering, da die Aktiva und Passiva auf dieselbe Währung lauten.

Zinssatzrisiko

Das Zinsrisiko könnte sich aus ungünstigen Bewegungen der zugrunde liegenden Zinssätze ergeben. Da das Unternehmen nicht fremdfinanziert ist, besteht kein wesentliches Zinsrisiko. Obwohl das Unternehmen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat, sind diese nicht verzinslich und werden kurzfristig beglichen. Infolgedessen wird das Zinsrisiko für den Jahresabschluss als minimal angesehen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Zinsschwankungen erheblich auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auswirken, ist gering und normal. Das Unternehmen hat keine zinstragenden Verpflichtungen. Die auf Barguthaben aufgelaufenen Zinsen werden als unbedeutend angesehen (EUR 22.494 im aktuellen Geschäftsjahr).

Betrug, Bestechung und Korruption

Um die Risiken von Betrug, Bestechung und Korruption innerhalb des Unternehmens zu mindern, setzt die Unternehmensleitung in der Regel eine Reihe von Richtlinien, Verfahren und Kontrollen ein. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über einige wichtige Praktiken:

Verhaltenskodex (zuletzt aktualisiert im November 2023)

Dieser Kodex gilt für alle Geschäftsführer, leitenden Angestellten, Mitarbeiter und unabhängigen Auftragnehmer der Miro-Gruppe und ihrer Tochtergesellschaften in aller Welt. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, das Dokument zu lesen und im Rahmen ihrer Einarbeitung wird das überprüft. Der Verhaltenskodex enthält klare Richtlinien über die Nulltoleranzpolitik des Unternehmens in Bezug auf Betrug, Bestechung und Schmiergelder sowie andere illegale Handlungen. Das Dokument ist öffentlich zugänglich und kann unter folgendem Link abgerufen werden: https://miro.com/legal/code-of-conduct/.

Whistleblower-Politik und Ethik- und Compliance-Hotline (zuletzt aktualisiert im Juli 2023)

Diese Richtlinie bietet allen Mitarbeitern und Nicht-Mitarbeitern die Möglichkeit, mutmaßlich unethisches Verhalten, Betrug oder Korruption zu melden, ohne Vergeltungsmaßnahmen befürchten zu müssen. Es werden vertrauliche Meldekanäle eingerichtet und es wird sichergestellt, dass die Untersuchungen unparteiisch durchgeführt werden. Die Whistleblower-Richtlinie ist auf der Miro-Website öffentlich zugänglich, und alle Beschwerden, die in gutem Glauben vorgebracht werden, können über die öffentliche 'Ethik- und Compliance-Hotline' eingereicht werden. Der Zugang zu diesem Portal ist auf der Miro-Website für alle öffentlich zugänglich. Sobald eine Beschwerde eingereicht wird, prüft das interne Rechtsteam von Miro jede eingereichte Beschwerde und es wird entsprechend handeln.

Das Management ist der Ansicht, dass die internen Kontrollsysteme ausreichen, um die Risiken von Betrug, Bestechung und Korruption angemessen zu verringern.

Gesamtaussage

Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass das Unternehmen über ein solides Risikokontrollumfeld verfügt und dass die meisten Risiken aufgrund der Art der Tätigkeit mit geringer Wahrscheinlichkeit und/oder geringen Auswirkungen verbunden sind. Der einzige Kunde des Unternehmens ist eine Muttergesellschaft und der Vertrag ist ein Cost Plus Vertrag. Alle finanziellen Risiken stehen im Zusammenhang mit der Tätigkeit der Miro-Gruppe und hängen vom makroökonomischen Umfeld, der Lage der Branche und der Stellung von Miro in dieser ab.

8. Prognosebericht

Aussichten und Schlussfolgerungen für 2025

Die Miro DACH GmbH blickt aufgrund der Dynamiken des aktuellen Geschäftsjahres optimistisch in die Zukunft. Die Fokussierung auf Forschung und Entwicklung, strategische Investitionen in das Personal und Verbesserungen in der Unternehmensführung versetzen uns in die Lage, weiterhin nachhaltig zu wachsen und ein zentraler Bestandteil der deutschen Technologielandschaft zu sein.

Im Oktober 2024 kündigte das Unternehmen einen Personalabbau an, von dem 25 Mitarbeiter der Miro DACH GmbH betroffen waren. Dies stand im Zusammenhang mit organisatorischen Änderungen aufgrund des Übergangs von der Periode des Hyperwachstums zu einem hohen Wachstum. Dies hat keine Auswirkungen auf die langfristigen Ziele bei der Einstellung von Mitarbeitern.

Für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2024 bis zum 31. Januar 2025 wird ein Umsatz von rund TEUR 36.100 und ein Gewinn von rund TEUR 2.298 erwartet.

Planung nach dem 31. Januar 2025

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Betriebsausgaben und -einnahmen des Unternehmens auch in künftigen Perioden weiter steigen werden, wenn auch prozentual langsamer als in der laufenden Periode. Zum Berichtszeitpunkt gibt es keine bestätigten Pläne, das Cost Plus Modell aufzugeben, jedoch wird die Geschäftsführung die Vereinbarung regelmäßig überprüfen und möglicherweise eine neue Umsatzrealisierung in den kommenden Perioden in Betracht ziehen.

Die Geschäftsführung dankt unserem engagierten Team und blickt mit Zuversicht in die Zukunft, da wir weiterhin innovativ sind, wachsen und zum Erfolg der gesamten Miro-Gruppe beitragen wollen.

 

Berlin, den 24. Januar 2025

Miro DACH GmbH

gez. Hryhorii Pavlotskyi, Direktor

gez. Melinda Thompson, Direktorin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Miro DACH GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Miro DACH GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Miro DACH GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 24. Januar 2025

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Albrecht Richard, Wirtschaftsprüfer

Stefanie Weisner, Wirtschaftsprüfer

Feststellungs- und Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung vom 31. Januar 2025 hat den Jahresabschluss zum 31. Januar 2024 festgestellt und beschlossen, den Jahresüberschuss der Gesellschaft in Höhe von EUR 1.498.497,54 auf neue Rechnung vorzutragen.

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