Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 6381
Vorher
BSW Berleburger Schaumstoffwerk GmbHREGUPOL BSW GmbH
Eingetragen
28.5.1955
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
(1.) die Leitung und Förderung von sowie die Erbringung von Dienstleistungen gegenüber Unternehmen, insbesondere solchen, die in den folgenden Geschäftsbereichen tätig sind: (a) der Entwicklung und Herstellung sowie dem Handel mit und dem Vertrieb von vordringlich im Rahmen eines Rohstoffrecyclings hergestellten Kunststoffprodukten und Produkten für den Bau- und Freizeitbereich, (b) dem Handel mit und der Herstellung von artverwandten Produkten und Rohstoffen, (c) dem Handel mit Produkten und Anlagen der chemischen Industrie, (d) der Entwicklung, Planung und Errichtung von Sportstätteneinrichten, insbesondere in Bezug auf Sportböden, (e) der Entwicklung, Herstellung, dem Handel und Vertrieb sowie der Montage von Produkten und Werkstoffen zur Körper-, Luft- und Trittschalldämmung, der Entwicklung, Erstellung sowie Implementierung von Plänen und Konzepten im Bereich der Bau-, Raum- und Elektroakustik sowie des Schallschutzes, (f) der Erbringung von damit zusammenhängenden Ingenieurs- sowie sonstigen Leistungen, und (g) der Herstellung und dem Handel von/mit Produkten für den Sport- und Freizeitbereich, (2.) der Erwerb, das Halten und Verwalten von Unternehmen und Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland jeglicher Rechtsform und Art, insbesondere solchen der vorstehend unter (1.) beschriebenen Art und (3.) der Erwerb, das Halten und Verwalten, insbesondere die Vermietung, Verpachtung und sonstige Nutzungs- und Gebrauchsüberlassung sonstigen eigenen Vermögens, insbesondere von Immobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Müller
seit 12.1.2024
Prokura
Carolin Boer
seit 12.1.2024
Prokura
Dirk Pöppel
seit 14.7.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 6 angezeigt

Niels Pöppel
57319 Bad Berleburg
499.500 €
33.30%
Dirk Pöppel
57319 Bad Berleburg
454.500 €
30.30%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

REGUPOL Holding GmbH (vormals: REGUPOL BSW GmbH)

Bad Berleburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

1.2 Ziele und Strategien

2 Wirtschaftsbericht - finanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Lage

2.3.1 Vermögenslage

2.3.2 Finanzlage und Investitionen

2.3.3 Ertragslage und Leistungsindikatoren

3 Nachhaltigkeitsbericht - nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3.1 Umweltbelange

3.2 Arbeitnehmerbelange

3.3 Sozialbelange

3.4 Menschenrechte

3.5 Compliance

4 Nachtragsbericht

5 Prognose -, Chancen- und Risikobericht

5.1 Prognose

5.2 Risiken

5.3 Chancen

Der Lagebericht als Teil des Jahresabschlusses der REGUPOL Holding GmbH zum 31.12.2023 wird auf der Grundlage des § 289 HGB erstellt. Die Gliederung erfolgt in Anlehnung an den deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 20. Eine Berichterstattung über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (Nachhaltigkeitsbericht) ist als Teil des Lageberichts enthalten, obwohl für die Gesellschaft noch keine gesetzliche Verpflichtung hierzu besteht.

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Im Berichtsjahr 2023 besteht die Gesellschaft seit 69 Jahren. Es wurde der Firmenname in die heutige REGUPOL Holding GmbH geändert. Diese Änderung erfolgte im Zuge der Ausgliederung des operativen Geschäftsbetriebs der bisherigen REGUPOL BSW GmbH in die neue Produktions- und Vertriebsgesellschaft REGUPOL Germany GmbH & Co. KG mit Sitz in Bad Berleburg. Die Ausgliederung des operativen Geschäftsbereichs erfolgte rückwirkend auf den 01.01.2023. Die REGUPOL Holding GmbH änderte im Geschäftsjahr zudem den Gegenstand des Unternehmens. Fortan ist der wesentliche Geschäftsgegenstand nicht mehr die Herstellung und der Vertrieb von selbst hergestellten Produkten, sondern die Leitung und Förderung von, sowie die Erbringung von Dienstleistungen an Unternehmen, insbesondere von solchen, die im Rahmen eines Rohstoffrecyclings tätig sind. Ferner sind das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland sowie die Vermietung von Immobilien und sonstigen eigenen Vermögens Teil des Geschäftsgegenstands des Unternehmens.

Die REGUPOL Holding GmbH gilt nach den Regelungen des § 267 Abs. 3 und 4 HGB als große Kapitalgesellschaft.

In Bad Berleburg vermietet die Gesellschaft gewerblich oder privat genutzte Immobilien. Es bestehen Beteiligungsgesellschaften und verbundene Unternehmen im Inland und im Ausland. Darüber hinaus erbringt die REGUPOL Holding GmbH zentrale Dienstleistungen der allgemeinen Verwaltung und des EDV-/Prozessmanagements für die REGUPOL Germany GmbH & Co. KG. Die im Besitz der Gesellschaft befindlichen Betriebsstätten mit Grund und Boden, Gebäuden und den wesentlichen technischen Anlagen werden an die operativ tätige REGUPOL Germany GmbH & Co. KG verpachtet.

1.2 Ziele und Strategien

Die Geschäftsführung der REGUPOL Holding GmbH verfolgt eine konservative und faire Geschäftspolitik. Strategische Ziele beziehen sich nicht nur auf ökonomische Bereiche, sondern berücksichtigen auch soziale bzw. teamorientierte und ökologische Aufgaben.

Langfristige Strategien mit dem Ziel des Unternehmensfortbestandes dominieren gegenüber kurzfristigen ertragsoptimierten Überlegungen.

2 Wirtschaftsbericht - finanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Rahmenbedingungen

Da sich der Geschäftsumfang und -inhalt durch die bereits beschriebenen organisatorischen Änderungen im Laufe des Jahres 2023 maßgeblich geändert haben, ist eine Vergleichbarkeit der finanziellen Leistungskennzahlen mit Daten der Vergangenheit nur schwer möglich. Abweichungen der in der Folge genannten Kennzahlen und Inhalte resultieren somit direkt aus den Effekten der Ausgliederung.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse verringerten sich um 94.164 TEUR (89,4 %), was auf die Ausgliederung des operativen Geschäftsbetriebs in die REGUPOL Germany GmbH & Co. KG zurückzuführen ist. Die Exportquote lag im Berichtsjahr dementsprechend mit 3,7 % weit unterhalb des Niveaus des Vorjahrs (48,6 %).

Die Gesellschaft verfügt unverändert über vier Standorte in Bad Berleburg. Die dort untergebrachte maschinelle Ausstattung entsprach modernen Maßstäben.

2.3 Lage

2.3.1 Vermögenslage

Durch überwiegende Thesaurierungen der Jahresergebnisse erreichte die REGUPOL Holding GmbH eine hohe Quote der eigenen Mittel. Damit ist die Vermögenslage insbesondere im Fremdvergleich als gut zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote betrug zum Abschlussstichtag 85,5 % der Bilanzsumme. Unter Einbeziehung der von den Gesellschaftern gewährten Darlehen betragen die Mittel der Gesellschafter zum 31.12.2023 ca. 88,0 % der Bilanzsumme.

Es ist vorgesehen, das Jahresergebnis 2023 komplett auf neue Rechnung vorzutragen. Für die bis zur Bilanzerstellung des Geschäftsjahres 2023 erkennbaren Risiken und möglichen Verpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.

2.3.2 Finanzlage und Investitionen

Die finanzielle Situation des Unternehmens war im Berichtsjahr weiterhin stets geordnet, Fristenkongruenzen der Bilanzstruktur und der Finanzierungen waren immer gegeben. Im Berichtsjahr wurden unverändert alle finanziellen Verpflichtungen fristgerecht erfüllt. Es lag daher finanzielle Unabhängigkeit vor. Die liquiden Mittel betrugen im Jahresdurchschnitt etwa 20,4 % der Bilanzsumme zum Abschlussstichtag. Liquiditätsanlagen wurden nur in konservativen Formen vorgenommen. Spekulative oder stark derivative Anlageformen wurden nicht gewählt. Der ausgewiesene Zinsaufwand geht nahezu vollständig auf die Verzinsung der gewährten Gesellschafterdarlehen zurück.

Finanzierungsalternativen wie Leasing, Mietkauf etc. oder reine Mietvorgänge sind unverändert nur in geringem Umfang durchgeführt worden. Finanzierungsderivate wurden daher ebenfalls nicht verwendet.

Im Verlauf des Berichtsjahres wurden mit 130 TEUR (4.377 TEUR) Investitionen bei den Immateriellen Vermögensgegenständen (Sachanlagen) getätigt. Investitionen in das Finanzanlagevermögen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 20.039 TEUR durchgeführt.

2.3.3 Ertragslage und Leistungsindikatoren

Die Bruttoumsatzrendite (Betriebsergebnis) betrug im Berichtsjahr 20,7 % und ist gegenüber der Vorperiode höher ausgefallen, was im Wesentlichen auf die Effekte der beschriebenen Ausgliederung zurückzuführen ist. Der (einfache) Cashflow lag im Berichtsjahr dementsprechend bei 53,2 % (Vorjahr 8,4 %) der Umsatzerlöse.

Die Eigenkapitalrentabilität betrug im Berichtsjahr ca. 2,4 % (Vorjahr 9,9 %), die Rentabilität des Gesamtkapitals lag zum Abschlusszeitpunkt bei ca. 2,1 % (Vorjahr 7,2 %). Zur Umsatzanalyse wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Die Mitarbeiterzahl ist bedingt durch die Ausgliederung des operativen Geschäfts gegenüber dem Vorjahr um ca. 93,1 % gesunken. Insgesamt wurden im Jahresdurchschnitt 34 Personen beschäftigt. Die Mitarbeiterfluktuation war im Jahr 2023 erneut gering. Durch Weiterbildungsangebote und den verstärkten Einsatz weiblicher Arbeitnehmer in allen Unternehmensbereichen wird dem demographischen Wandel entgegengewirkt. Die Entgelte richteten sich mindestens nach den tarifvertraglichen Regelungen. Die Entgelte von Mitarbeitern der Personaldienstleister orientieren sich an dem betrieblichen Entgeltniveau. Sozialleistungen waren unverändert auch im Bereich der betrieblichen Altersversorgung sowie des betrieblichen Gesundheitsmanagements vorhanden.

Das gesamte Unternehmen ist weiterhin nach EN 9001 (Bereich QS), EN 14001 (Bereich Umwelt und Ökologie), EN 50001 (Bereich Energie) und EN 45001 (Bereich Arbeitssicherheit) zertifiziert. Die im Finanzanlagevermögen der Gesellschaft stehenden Unternehmensbeteiligungen haben sich im Berichtsjahr weiterhin überwiegend positiv entwickelt. Dort erwirtschaftete Erträge werden mehrheitlich zur Eigenkapitalstärkung dieser Unternehmen verwendet.

3 Nachhaltigkeitsbericht - nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Berichterstattung erfolgt in Anlehnung an § 289c HGB. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Berichterstattung besteht für die REGUPOL Holding GmbH zum Abschlussstichtag noch nicht.

Die Nachhaltigkeitsbetrachtungen geschehen aus Sicht des Unternehmens ("inside out") und aus der Sicht von außen auf das Unternehmen ("outside in"). Betriebliche Nachhaltigkeitsprojekte mit dem primären Ziel der Ressourcenschonung und der Verminderung von Emissionen werden ebenso umgesetzt wie die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben. Hierbei setzt das Unternehmen die Grundgedanken der CSR-Strategie 1 um.

Seit Gründung des Unternehmens im Jahre 1954 bildet die stoffliche Wiederverwertung von Rohstoffen den wesentlichen Unternehmenszweck. Daher versteht sich REGUPOL Holding bereits seit 69 Jahren, und damit schon lange bevor die gesellschaftliche Diskussion um Ressourcenverbrauch und Umweltfragen begann, als besonders nachhaltig und damit a priori als ein ressourcen- und umweltschonendes Unternehmen.

3.1 Umweltbelange

Die REGUPOL Holding GmbH ist nicht nur ein innovatives Unternehmen mit dem Ziel eines nahezu abfallfreien Produktionsprozesses, sondern strebt minimale und stets unter den bestehenden Grenzwerten liegende Emissionen an.

Die Minderung des Energieverbrauchs ist nicht nur ein wirtschaftliches Planungsziel, sondern steht auch im Sinne der Umwelt im Einklang mit dem steten Rückgang von jeglichen Emissionen. Ressourcenschonung und ein sachdienlicher Schutz der Umwelt sind Anliegen von Gesellschaftern, der Geschäftsleitung und den Mitarbeiter/-innen.

Für das Jahr 2019 wurde im Rahmen eines Pilotprojektes der Effizienzagentur NRW erstmalig eine CO 2 -Bilanz erstellt. Ferner liegt eine alternative Berechnung für die Jahre 2020 und 2021 vor, welche im Rahmen des Öko Audits erstellt wurde. Die extern sachkundig erstellte CO 2 -Bilanz des Jahres 2019 weist eine geringe CO 2 -Gesamtmenge aus, wobei ca. 89 % der Emissionen vor der eigenen Leistungserstellung entstehen. Mithin hat die REGUPOL Holding GmbH bereits Erfahrungen mit dem Ziel gemacht, die Nachhaltigkeit des Unternehmens messbar zu machen. Die CO 2 -Bilanz (carbon footprint) wird durch die Erstellung von produktspezifischen Bewertungen (EPD - environmental product declaration) begleitet.

Die Einhaltung von externen und internen Vorgaben in den Bereichen Energiemanagement, Immissions -, Brand -, Hochwasser- und Starkregenschutz sowie Gefahrstoff- und Abfallmanagement wird durch die Geschäftsführung auch durch die Bestellung, Schulung und Auditierung von Beauftragten sichergestellt.

Maßnahmen zur Minderung des Energieverbrauchs und der Verbrennung fossiler Energieträger werden schon seit einigen Jahren durchgeführt. Hierzu zählen die energetische Sanierung älterer Gebäudeteile, energieeinsparende Heizungs- und Beleuchtungskonzepte ebenso wie die Errichtung von Wärmepumpenanlagen und die mittelfristig angestrebte Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe.

1 Corporate, Social, Responsibility

Produktionsrestmengen werden ausschließlich der internen stofflichen Regenerierung zugeführt. Sonstige Abfälle werden in stets zunehmendem Maß mit dem Ziel einer möglichen Wiederverwertung getrennt entsorgt. Die REGUPOL Holding GmbH ist bereits langjährig nach EN 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert.

3.2 Arbeitnehmerbelange

Die REGUPOL Holding GmbH hat im Berichtsjahr im Durchschnitt 34 Personen beschäftigt. Die Quote der weiblichen Beschäftigten beträgt unternehmensweit ca. 38 %. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt bei rund 18 Jahren.

Das Unternehmen gehört dem Tarifbereich der chemischen Industrie an. Es besteht ein Betriebsrat mit zwei vollzeitig freigestellten Mitarbeitern. Eine hohe Arbeitssicherheit wird durch die Bestellung eines Beauftragten und durch die Zertifizierung nach EN 45001 ebenso wie durch eine betriebsärztliche Betreuung sichergestellt. Betriebliche Altersversorgungslösungen sowie umfangreiche Zusatzleistungen im Rahmen von Versicherungslösungen werden allen Mitarbeitern gewährt. Die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben wird durch eine hohe Flexibilität ermöglicht, sofern diese nicht besonderen betrieblichen Notwendigkeiten entgegenstehen. Es bestehen Regelungen zur Wiedereingliederung von Mitarbeitern. Ein kooperativer Führungsstil wird durch die Gesellschafter und die Geschäftsführung gewünscht.

3.3 Sozialbelange

REGUPOL Holding ist seit der Gründung der Gesellschaft in Bad Berleburg ansässig. Die derzeit etwa 34 Mitarbeiter sind überwiegend in geringen Entfernungen zum Unternehmenssitz wohnhaft. Daher bringt sich REGUPOL Holding durch Unterstützungen von heimischen Vereinen und Teilen des Zivilschutzes ebenso ein wie in der Wahrnehmung und Unterstützung von ehrenamtlichen Tätigkeiten der beschäftigten Mitarbeiter.

3.4 Menschenrechte

Die Gleichstellung der Geschlechter, keine Diskriminierung wegen einer ethnischen Herkunft und die Achtung aller Menschenrechte versteht REGUPOL Holding als Selbstverständlichkeit.

3.5 Compliance

Compliance nimmt in der gesellschaftlichen und juristischen Diskussion mehr denn je eine prominenente Stellung ein. Dabei geht es um Prävention und die Minimierung unternehmerischer Risiken. Komplexe Unternehmensstrukturen bringen es mit sich, dass sich Rechtstreue nicht von selbst einstellt, sondern durch geeignete Maßnahmen herbeigeführt und fortlaufend kontrolliert werden muss. Das Ziel ist eine organisierte Rechtschaffenheit des Wirkens der Mitarbeiter/-innen.

Dabei schenkt die REGUPOL Holding GmbH insbesondere dem Kartellrecht eine besondere Beachtung. Grund dafür ist die Tatsache, dass das Unternehmen in einer Nische mit sehr wenigen direkten Konkurrenten tätig ist.

Bei der Gesellschaft ist ein Mitarbeiter aus der Geschäftsleitung für die Einhaltung der kartellrechtlichen Regelungen zuständig, der eigens dafür eine Ausbildung zum Compliance Officer absolviert hat. Es wurde eine interne Kartellrechtsrichtlinie erstellt, deren Inhalt in regelmäßigen internen Schulungen vermittelt und aktualisiert wird. Zusätzlich hat die Gesellschaft ein Hinweisgebersystem eingeführt mit dessen Hilfe anonym Verstöße gemeldet werden können.

4 Nachtragsbericht

Bis zur Jahresabschlusserstellung 2023 sind Vorgänge, die sich in namhaftem Umfang besonders negativ auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage auswirken würden, nicht eingetreten.

5 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1 Prognose

Die Geschäftsführung der REGUPOL Holding GmbH erwartet, dass mittelfristig keine besonders nachteiligen Entwicklungen bei der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der REGUPOL Holding GmbH eintreten werden. Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 wird von einem auf dem Niveau der Vorjahre liegenden Geschäftsgang der Gesellschaft ausgegangen. Bei den Tochterunternehmen wird von mindestens auf Vorjahresniveau liegenden Ergebnissen ausgegangen.

Planungen und Prognosen für einen längeren Zeitraum wären vor dem Hintergrund der aktuellen globalen Probleme durch Kriege, Inflation, Energie- und Rohstoffmangel gewagt.

5.2 Risiken

Ein nicht vorstellbar gewesener Krieg in Europa und eine über mehrere Jahre andauernde Pandemie zeigen, dass lange als bedrohlich angesehene Vorgänge zunächst in den Hintergrund treten können. Zeigte schon die Corona Pandemie, dass Liefer- und Absatzketten temporär eingeschränkt sein können, sind die Folgen des Krieges in der Ukraine und die drohende Gas- und Energieunterversorgung fundamental. Eine temporäre Schließung von Produktionen und Logistik könnte somit auch die REGUPOL Holding GmbH betreffen. Wegen der besseren Energie- und Gasversorgung in den USA sollte die dort gelegene Fertigungsstätte der REGUPOL America von denkbaren Einschränkungen in Europa weniger betroffen sein.

Für jedes Unternehmen können Risiken bestehen. Die REGUPOL Holding GmbH identifiziert - sofern ersichtlich und wirtschaftlich vertretbar - operative und strategische Risiken und vergleicht mögliche Verlustpotentiale mit der Tragfähigkeit des Unternehmens. Hieraus werden Sicherungsstrategien und Sicherungsinstrumente abgeleitet.

Die bisher angewandten Sicherungsinstrumente haben sich bewährt. Ein Risikofrüherkennungssystem ist der Unternehmensgröße entsprechend in den maßgeblichen Unternehmensbereichen vorhanden. Sachversicherungen bestehen überwiegend als Allrisk-Deckungen. Alle Betriebsstätten verfügen über Feuerlösch- und / oder Brandmeldeanlagen. Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden über eine Waren- und Ausfuhrkreditversicherung gemindert. Liquiditätsanlagen wurden aus Sicherheitsgründen auf unterschiedliche Kreditinstitute im In- und Ausland und auf unterschiedliche Währungen verteilt.

Gewährte Darlehen werden durch grundbuchliche Sicherheiten unterlegt. Durch zeitnahe Betriebsprüfungen wird möglichen Nachzahlungsrisiken entgegengewirkt.

Der demographische Wandel der Bevölkerung zwingt zu alternativen Überlegungen im Bereich der Personalwirtschaft. Demographieanalysen zeigen unverändert einen andauernden mittelfristigen Handlungsbedarf auf. Auch durch eine hohe Ausbildungs- und Qualifizierungsquote wird diesem Risiko begegnet. Jedoch wird es trotz der Nachwuchsförderung, eines guten employer brandings, ungewöhnlichen Zusatzleistungen und wegen eines andauernden Akademisierungstrends schwieriger, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter/-innen zu gewinnen. Dieses Problem wird durch zunehmende Pensionierungs- und damit auch Wissensabgänge verstärkt. Auch wegen dieses Trends setzt das Unternehmen auf verstärkte Digitalisierung, Mechanisierung und Automatisierung mit dem Ziel, den Umfang manueller Prozesse zu vermindern.

Neben den originären wirtschaftlichen Risiken bestehen solche auch durch kriminelle Gefahren. Fortwährende Schulungen im Bereich der Datensicherheit und umfangreiche Sicherheits- und Sicherungssysteme sollen stets einen möglichst hohen Schutz vor Cyberangriffen bieten.

Obwohl die Tradenames Regupol®, Regufoam® und Variofoam® unverändert in den für die REGUPOL-Gruppe wichtigsten Absatzgebieten geschützt sind, können Nachahmungen insbesondere in fernöstlichen Ländern nicht ausgeschlossen werden.

Nötige Finanzierungen wurden im Berichtsjahr im Rahmen der Innen- bzw. Selbstfinanzierung durchgeführt. Risiken aus Finanzierungsinstrumenten bestehen nicht.

5.3 Chancen

Der Produkt- und Anwendungsbereich der Schwingungstechnik wird in den operativen Gesellschaften als strategisches Geschäftsfeld fortwährend weiter ausgebaut. Hieraus wird eine deutliche Kompetenzerweiterung im Bereich der Bauphysik erreicht, welche neben der Lieferung von hergestelltem Material auch eine noch bessere Projektberatung gewährleisten soll.

Durch den Werbeträger Usain Bolt als Weltrekordhalter werden international fortwährend weitere Installationen von Rundlaufbahnen erwartet. Zusätzliche dezentrale Vertriebsorganisationen sollen ausländische, insbesondere europäische Märkte weiter erschließen. Die Gesellschaft sieht in lokalen Repräsentanzen bessere Chancen und höhere Marktanteile.

In Verbindung mit der Tochtergesellschaft Regupol Zebra Athletics LLC und der Marke "Zebra" projektiert die Gesellschaft eine internationale Ausweitung des Produktsegments der Kampfsportmatten und Kampfsportartikel. Die im Marktumfeld bekannte Marke "Zebra" wird durch einen einheitlichen und koordinierten Auftritt weltweit verwendet.

 

Bad Berleburg, im März 2025

REGUPOL Holding GmbH

Geschäftsleitung

Dirk Pöppel

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

Wert nach Ausgliederung
31.12.2023 01.01.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.698 10.412 10.412
II. Sachanlagen 17.995 15.495 17.290
III. Finanzanlagen 35.422 37.329 19.385
62.115 63.236 47.087
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 0 0 15.908
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.079 15.416 15.416
III. Wertpapiere 0 0 0
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14.794 22.723 22.964
29.873 38.139 54.288
C. Rechnungsabgrenzungsposten 141 103 103
92.129 101.478 101.478

Passiva

Wert nach Ausgliederung
31.12.2023 01.01.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.500 1.500 1.500
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 4.000 4.000 4.000
III. Gewinnvortrag 71.338 71.338 66.787
IV. Jahresüberschuss 1.913 0 4.551
78.751 76.838 76.838
B. Rückstellungen 1.165 4.197 4.197
C. Verbindlichkeiten 12.213 20.443 20.443
92.129 101.478 101.478

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2023

01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 11.221 105.386
2. Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0 2.606
3. andere aktivierte Eigenleistungen 51 840
4. sonstige betriebliche Erträge 1.234 3.336
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 366 50.311
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0 366 889 51.200
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 2.572 25.106
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 513 3.085 6.427 31.533
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.721 3.324
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.987 18.089
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 355 294
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 374 129
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 331 942
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 83 30
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 736 2.807
14. Ergebnis nach Steuern 1.926 4.666
15. sonstige Steuern 13 115
16. Jahresüberschuss 1.913 4.551

Anhang 2023

I) Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die REGUPOL Holding GmbH hat ihren Sitz in Bad Berleburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter HRB 6381 eingetragen.

II) Allgemeines

1.) Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB erstellt.

2.) Die Bilanzierung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung sowie unter Beibehaltung der wesentlichen im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

3.) Die Gliederung des Jahresabschlusses folgt den "Allgemeinen Vorschriften" des HGB und den Vorschriften der §§ 264 bis 289 HGB. Hierbei ist die Gesellschaft als "große Kapitalgesellschaft" gem. § 267 Abs. 3 und 4 HGB einzuordnen. Die Sondervorschriften des GmbH- Gesetzes sind beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

4.) Im Berichtsjahr wurde im Zuge einer Ausgliederung der operative Geschäftsbetrieb der RE- GUPOL Holding GmbH an die neu gegründete Gesellschaft REGUPOL Germany GmbH & Co. KG übertragen. Zu Vergleichszwecken wurden in der Bilanz, zusätzlich zu den Werten per 31. Dezember 2022, die Werte nach Ausgliederung per 1. Januar 2023 aufgenommen. Die Vergleichbarkeit, insbesondere in der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Vorjahreswerten, ist in Folge der Ausgliederung eingeschränkt.

III) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1.) Die Bewertung ist nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen worden. Wie im Vorjahr wurde für 2023 eine "reine" Handelsbilanz aufgestellt. Das steuerliche Ergebnis wird durch eine Zusatzrechnung gemäß § 60 Abs. 2 Satz 1 EStDV aus der Handelsbilanz abgeleitet.

2.) Die mit BilMoG zum Übergangszeitpunkt 01.01.2010 verbundenen Wahlrechte wurden wie folgt ausgeübt:

a) Von der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde abgesehen.

b) Der Ansatz von aktiven latenten Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB (Wahlrecht) erfolgte nicht.

3.)

a) Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt, wobei eine teilweise Aktivierung eigener Leistungen im Rahmen der SAP-Software Installierung erfolgte. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen bei Neufällen auf Basis der steuerlichen Vorgaben linear vorgenommen.

b) Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Markenrechte werden über 15 Jahre sowie erworbene Standardsoftware über 3 bis 8 Jahre abgeschrieben.

c) Bei der Berechnung der Abschreibungen ist für Gebäude und Gebäudeerweiterungen in der Regel eine Nutzungsdauer von 40 Jahren, bei bestimmten Fertigungshallen eine Restnutzungsdauer von 20 bzw. 25 Jahren zugrunde gelegt.

d) Technische Anlagen, Maschinen und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden in der Regel über 4 bis 10 Jahre abgeschrieben.

e) Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend den steuerlichen Regeln angesetzt (Sofortabschreibung).

f) Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen; darin gewährte langfristige Darlehen sind zum Abrechnungsstand des Bilanzstichtages ausgewiesen. Die ausländischen Beteiligungen sind zum Kurs des Anschaffungszeitpunktes bewertet. Das Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung der Darlehensforderungen in den Finanzanlagen beachtet.

4.)

a) Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

b) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung wurden zum EURO- Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

5.) Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungsbeträgen wurden ebenfalls zum EURO- Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

6.) Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält mit dem Nominalwert angesetzte Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7.) Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

8.) Der Ansatz des Eigenkapitals erfolgte zum Nennwert.

9.) Die Pensionsrückstellung für die Direktzusage und für die mittelbaren Verpflichtungen aus der Subsidiärhaftung ist nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren entsprechend den Vorgaben nach HGB n.F. unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung bewertet. Im Einzelnen wird von einer zukünftigen Rentendynamik von 2 % ausgegangen. Der Rechnungszins beträgt: 10 (7) - Jahres-Durchschnittszinssatz: 1,82 % (1,74 %). Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

10.) Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr werden gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (§ 253 Abs. 2 HGB) mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

11.) Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Posten in fremder Währung wurden zum EURO-Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

IV) Bilanzerläuterungen

1.) Die Positionen des Anlagevermögens sind mit ihrem Nettobuchwert ausgewiesen. Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten 01.01.2023 97.937
Zugänge 24.546
Abgänge 3.895
Abgänge aus Ausgliederung 6.675
Abschreibungen kumuliert 49.797
Stand 31.12.2023 62.116
Stand 31.12.2022 47.086
Abschreibungen Geschäftsjahr 4.052

2.) Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen vier inländische und fünf ausländische Gesellschaften. Darüber hinaus bestehen Beteiligungen an zwei inländischen Unternehmen.

3.) Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

4.) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

5.) Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) in Höhe von € 3.693, der gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt.

6.) Die sonstigen Rückstellungen enthalten u. a. Beträge für

2023 2022
Ausstehender Urlaub und Arbeitszeitkonten 366.000,00 1.680.000,00
Garantie 0,00 809.000,00

7.) Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen € 1.659.941 (Vorjahr € 416.706) und im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0 (Vorjahr € 0). Die Bankverbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von einem Jahr € 3,0 Mio. bzw. zwei Jahren € 3,75 Mio.

8.) Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um sonstige Verbindlichkeiten.

V) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1.) Die Exportquote beträgt im Berichtsjahr ca. 4 Prozent.

2.) Die Entwicklung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Inlandserlöse inkl. Mieterlöse 10.804 53.957
Auslandserlöse 417 51.428
Summe Umsatzerlöse 11.221 105.385

3.) Angaben gemäß § 285 Nr. 29 HGB:

Differenzen zwischen Handelsbilanz- und Steuerbilanzwerten zum 31.12.2023:

Art der Differenz
Vermögensgegenstand bzw. Schuldposten aktive latente Steuern passive latente Steuern
Fremdwährungsberechnung Forderungen X
Fremdwährungsberechnung Verbindlichkeiten X
Fremdwährungsberechnung Darlehen X
Pensionsrückstellung X
Rückstellung für Archivierung X
Jubiläumsrückstellung X
Garantierückstellung X
Altersteilzeitrückstellung X
Immaterielle Vermögensgegenstände X

Aus den angegebenen Differenzen ergibt sich unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 33,15 % insgesamt eine Steuerentlastung. Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB.

VI) Nachtragsbericht

Bis zur Jahresabschlusserstellung 2023 sind Vorgänge, die sich in namhaftem Umfang besonders negativ auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage auswirken würden, nicht ersichtlich.

VII) Sonstige Angaben

1.) Es bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen für Investitionsvorhaben, für die zum Bilanzstichtag bereits Lieferantenaufträge erteilt waren, in Höhe von ca. € 740.000 (Vorjahr € 188.000).

2.) Die Avalinanspruchnahme der Banken beläuft sich auf € 840.843 (überwiegend Gewährleistungsbürgschaften; Vorjahr € 839.130).

3.) Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Dienstleistungs- und Dauermietverträgen in Höhe von € 736.000 (Restverpflichtungen - davon innerhalb eines Jahres fällig € 500.000) (Vorjahr € 905.000 bzw. € 443.000).

4.) Die Mitarbeiteranzahl betrug im Jahresdurchschnitt 34 (Vorjahr 494).

5.) Die Geschäftsführung bestand aus folgenden Mitgliedern:

Rainer Pöppel, technischer Kaufmann (bis 5. Dezember 2023)

Dirk Pöppel, MBA und Bilanzbuchhalter (ab 14. Juli 2023)

6.)

a) Von den Regelungen des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

b) Wertangaben betreffen, sofern im Einzelfall nicht abweichend dargestellt, tausend europäische Währungseinheiten (TEUR).

7.) Es ist beabsichtigt das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

VIII) Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die REGUPOL Holding GmbH (vormals REGUPOL BSW GmbH), Bad Berleburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der REGUPOL Holding GmbH (vormals REGUPOL BSW GmbH), Bad Berleburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der REGUPOL Holding GmbH (vormals REGUPOL BSW GmbH), Bad Berleburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlagen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Berleburg, den 28. März 2025

S/W Treuhand Südwestfalen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Geschäftsführung

REGUPOL Holding GmbH, Bad Berleburg

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