Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 362585
Eingetragen
3.1.2002
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit TabakwarenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Der Vertrieb von Produkten aller Art im Bereich der Kontaktlinsenpflege und der Augenchirurgie einschließlich deren Einund Ausfuhr, insbesondere von Produkten unter dem Warenzeichen "AMO". Die Gesellschaft ist berechtigt, alle dazu notwendigen Hilfsgeschäfte abzuschließen. Sie kann ferner im In- und Ausland Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften errichten sowie sich an anderen Unternehmen beteiligen, die einen vergleichbaren Gegenstand haben, und in derartigen Unternehmen die Geschäftsführung übernehmen. Erlaubnispflichtige Geschäfte sind ausgeschlossen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jan Richartz
seit 31.3.2025
Prokura
Andrea Schoenwandt
seit 26.7.2024
Prokura
Janine Friebel
seit 26.7.2024
Prokura
Geschäftsführer
Oliver Gross
seit 12.4.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Johnson & Johnson Consumer Inc.USA
99.95%
DePuy Synthes, Inc.USA
0.05%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Johnson & Johnson Medical GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AMO Germany GmbH

Karlsruhe (vormals: Ettlingen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die AMO Germany GmbH, im Folgenden auch kurz "AMO" bezeichnet, handelt in Deutschland, Österreich und Osteuropa im Geschäftsjahr 2023 als Routinevertriebsgesellschaft. Neben ihrem Stammsitz in Ettlingen unterhält die AMO eine Niederlassung in Österreich.

Die AMO ist ein Unternehmen der Johnson & Johnson Surgical Vision - Gruppe in den USA. Gesellschafterin ist die AMO International Holdings, Dublin, Irland, und über die Johnson & Johnson Surgical Vision Inc., Santa Ana, California (USA) gehört sie zum Konzern Johnson & Johnson, New Brunswick/ New Jersey/ USA.

Die Gesellschaft ist als Ausgründung aus der Pharm-Allergan GmbH hervorgegangen und hat am 1.7.2002 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Ende Februar 2009 wurde die AMO-Gruppe von Abbott Laboratories übernommen. Am 16. September 2016 wurde die Übernahme von AMO durch Johnson & Johnson angekündigt und am 27. Februar 2017 wurde die Akquisition abgeschlossen.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Bereiche Kataraktchirurgie sowie refraktive Laserchirurgie sind bereits seit vielen Jahren weitestgehend ambulantisiert worden und daher spielen derzeitige politische Diskussionen bezüglich zunehmender Ambulantisierung nur eine sehr geringe Bedeutung.

Demgegenüber spielt der zunehmende Kostendruck im Gesundheitssystem auch in der Augenheilkunde eine Rolle. Dieser drückt sich insbesondere in fortlaufenden Verhandlungen um die Senkung der Erstattungsbeträge im ambulanten Bereich aus.

Auf der anderen Seite zwingen erhöhte Kosten für Herstellung und Logistik sowie zunehmende Personalkosten die Industrie, Preisanpassungen vorzunehmen.

Eine weitere, zunehmend an Bedeutung gewinnende Entwicklung zeigt sich in der zunehmenden Patientenmitsprache bei der medizinischen Versorgung. Diese ist insbesondere von Bedeutung, da im Rahmen der Kataraktoperation die Möglichkeit der Patientenzuzahlung besteht, so dass eine Belebung des Marktes insbesondere in dem Segment der Intraokularlinsen mit Zusatznutzen, die der Patientenzuzahlung bedürfen, zu finden ist.

2.1. Wirtschaftsbericht

In der Gewinn- und Verlustrechnung der AMO werden Umsatzerlöse aus Warenverkäufen (T€ 72.887, Vorjahr T€ 67.368) und aus Service Fees (T€ 8.475, Vorjahr T€ 7.756) gezeigt. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind aus Sicht der Unternehmensleitung Umsatzerlöse in den Bereichen Kataraktchirurgie, refraktive Laserchirurgie, Trockenes Auge und Kontaktlinsenhygiene, die in den einzelnen Bereichen im Geschäftsjahr 2023 nachstehend erläutert werden:

Die Vertriebserlöse mit dem gesamten Portfolio sind im Geschäftsjahr 2023 um 8,2 % auf T€ 72.887 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die Augenchirurgie mit dem Schwerpunkt Katarakt konnte ein Umsatzwachstum von +10,4% verzeichnen. Dies zeigt sich an einer deutlichen Steigerung der Intraokularlinsenvolumina, insbesondere der Torischen IOL (Toric) mit +23,9, und einer signifikanten Steigerung der OVD Volumina mit +16,5% versus Vorjahr.

Im Bereich der refraktiven Laserchirurgie ging der Umsatz, bedingt durch einige Geräte-Stilllegungen und dem damit einhergehenden Rückgang der refraktiven Prozeduren im Markt, um (-12,5%) zurück.

Der Rückgang bei Consumer Eye Health betrug (-14,8%), maßgeblich bedingt durch den negativen Markttrend für Peroxid-Lösungen. Im Jahr 2023 betrug der Umsatz der Gesellschaft noch T€563, ein Umsatzrückgang von 23,3% gegenüber Vorjahr.

Der Umsatz im Bereich "Trockenes Auge" (DryEye) ist um (-12,6%) rückläufig, da weniger Systeme platziert werden konnten und die Nutzungsrate pro System leicht rückläufig war.

Die Beschäftigung lag im Jahr 2023 bei 102 Mitarbeitern im Durchschnitt (106 Mitarbeiter im Vorjahr).

2.2 Augenchirurgie

Die Augenchirurgie mit dem Schwerpunkt Katarakt ist der größte Umsatzträger in der Gesellschaft. In diesem Bereich war ein Umsatzwachstum von 10,4% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Die Wachstumsprognose des Vorjahres wurde erreicht und nur durch gelegentliche Lieferengpässe einiger Produkte gestört.

Insbesondere durch die generelle Kostensteigerung in vielen Bereichen des wirtschaftlichen Lebens hält der Preisdruck weiter an. AMO hat in den vergangenen Jahren neue Produkte auf den Markt gebracht wie beispielsweise die TECNIS Eyhance IOL, TECNIS Synergy IOL, TECNIS Eyhance Toric II IOL, die im Hochpreissegment angesiedelt sind und helfen, das Preisniveau zu halten oder zu steigern. Wir haben die Marktanteile im deutschen Geschäft weiter ausgebaut und Marktanteile gewonnen.

Im Bereich der monofokalen Linsen, den Standardlinsen nach einer Operation des Grauen Stars und dem umsatzstärksten Segment, verzeichnen wir gegenüber dem Vorjahr ein signifikantes Volumenwachstum von 12,5%. Dieses Wachstum wurde insbesondere durch das in 2019 in den Markt eingeführte innovative monofokale Implantat "TECNIS Eyhance" IOL erzielt, mit dem sich ein neues Segment im Markt etabliert hat, das Mono-Plus IOL Segment. Die TECNIS Eyhance IOL hat den Vorteil, dass sie neben der Fernsicht auch einen besseren Intermediärvisus bietet. Insbesondere dieses Implantat hat in Deutschland zu einem signifikanten Marktanteilswachstum beigetragen, obgleich einige Mitbewerber inzwischen mit ähnlichen Produkten in den Markt drängen.

Im Segment der Presbyopie-korrigierenden Linsen (PCIOL, Altersweitsichtigkeit) musste die Gesellschaft einen Umsatzrückgang von (-5,7%) hinnehmen, da der Wettbewerbsdruck in diesem Segment durch zahlreiche Produktneueinführungen anderer Anbieter zunahm. Die TECNIS® Symfony Linse, die Linse für den erweiterten Sehbereich, die als erste Linse vor mehr als 7 Jahren das EDOF-Segment (Extended Depth of Focus) begründet hat, war in den letzten Jahren durch Mitbewerberprodukte unter Druck geraten. In der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2022 wurde die TECNIS® Symfony Optiblue eingeführt und damit eine Wiederbelebung der Absätze im sogenannten EDOF Segment erzeugt. Ende 2019 wurde eine neue Linse im Presbyopie-korrigierenden Segment eingeführt - die TECNIS Synergy. Die innovative Technologie dieser Linse verspricht ein durchgehendes Sehen über den gesamten Sehbereich, von der Ferne bis in die Nähe. Diese Linse hat sich inzwischen breitflächig im Markt etabliert und in den letzten Jahren signifikant zum Umsatzwachstum beigetragen, im Jahr 2023 allerdings aufgrund des Mitbewerberdrucks wieder leicht nachgelassen. Ende 2023 wurde im Rahmen einer limitierten Markteinführung eine neue Intraokularlinse (IOL) im EDOF Segment eingeführt, die TECNIS PureSee IOL. Dieses Implantat überzeugt neben dem erweitertem Sehbereich insbesondere mit einem niedrigen Niveau an Dysphotopsien, den postoperativen Blendphänomenen.

Im Segment der monofokalen torischen Linsen, die zur Korrektur des Astigmatismus, der Hornhautverkrümmung, eingesetzt werden, konnte ein signifikantes Volumenwachstum von 23,9% verzeichnet werden, das maßgeblich auf der Markteinführung der TECNIS Eyhance Toric II IOL beruht, die als torische Variante das Implantat TECNIS Eyhance attraktiv ergänzt. Auch die TECNIS Toric IOL wurde überarbeitet und wurde in 2022 als Toric II Version eingeführt. Der Vorteil der angerauten Haptiken hat für beide Produkte signifikant zu der weiteren Marktdurchdringung beigetragen.

Seit Übernahme der direkten Vermarktung des Catalys® Femtosekundenlasers zur laserunterstützten Kataraktoperation im Juli 2013 konnte die Marktdurchdringung solide ausgebaut werden. Insbesondere die Laser-Neuplatzierungen und die Verbrauchsmaterialien waren signifikante Umsatzträger im Jahr 2023. Die Gesellschaft verzeichnet einen Umsatzanstieg in diesem Segment von 11,3%.

Die gute Marktdurchdringung mit Healon im Bereich der Viskoelastika konnte mit einer Umsatzsteigerung von 19,0% weiter ausgebaut werden. Dies ist unter anderem auf Lieferengpässen des Wettbewerbs begründet. Im Bereich der Phakoemulsifikation verzeichnet die Gesellschaft ein signifikantes Umsatzwachstum von 14,6%, das insbesondere durch die Markteinführung eines neuen Phakogeräts, dem Veritas® System, begünstigt wurde.

Ausblick:

Die Gesellschaft erwartet für 2024 einen soliden Gewinn von Marktanteilen dank der obengenannten innovativen Produkte im Bereich der monofokalen Linsen (MonoIOL), der Presbyopie-korrigierenden Linsen (PCIOL), der monofokalen torischen Linsen und im Phakobereich.

Mit MonoIOL erwarten wir eine deutliche Umsatzsteigerung in großen Klinikketten, die wir für unsere Produkte begeistern können. Insbesondere die innovative TECNIS Eyhance Linse wird uns weiterhin einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen und weiteres Wachstum generieren.

Im Bereich der torischen monofokalen Linsen erwarten wir ein deutliches Umsatzwachstum, da sich die Neuprodukte mit den angerauten Haptiken sehr positiv im Markt behaupten.

Für den Geschäftsbereich der laserunterstützten Kataraktoperationen haben wir eine positive Einschätzung und erwarten einen weiterhin verstärkten Beitrag zum Umsatz durch das zu erwartende Wachstum der Prozeduren. Das neue mobile Patientenbett wird unser Angebot vervollständigen und die flexible Nutzung des Lasers im Operationsraum und einen besseren "Patientenfluss" ermöglichen. Die Softwareüberarbeitung COS7 erlaubt neue Features, die insbesondere im Bereich der Astigmatismus-Korrektur von Interesse sind und voraussichtlich auch den Laserverkauf wieder beleben werden.

Wie bereits in früheren Jahren rechnet die Gesellschaft für das Jahr 2024 mit einem wachsenden Preisdruck im Gesundheitssektor und Veränderungen im Vergütungssystem der Deutschen Krankenkassen, die die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie verkraften müssen. Allerdings wird das Wachstum in einem voraussichtlich regulären Geschäftsjahr 2024 ein deutliches Wachstum zeigen. Auch erwarten wir für 2024 lediglich geringe Beeinträchtigungen durch Lieferengpässe, die insbesondere durch den Russland Angriffskrieg begünstigt wurden.

2.3 Kontaktlinsen / Kontaktlinsenhygiene (Consumer Eye Health)

Die Umsätze des ConsumerEyeHealth Geschäftes waren im Geschäftsjahr 2023 rückläufig im Vergleich zum Vorjahr (-14,8%). Während das Kontaktlinsenpflegemittel ACUVUE® RevitaLens ALL-in-One-Desinfektionslösung (MPS) ein Umsatzwachstum von 9,0% aufwies, waren die Treiber des Umsatzrückgangs der zunehmende Shift der Kategorie zum alternativen Absatzkanal Drogeriemarkt, das zunehmende private Label Angebot sowie der Trend zur Tageslinse, die keiner Kontaktlinsenreinigung bedarf.

Zum 1. November 2023 hat die Gesellschaft zudem die Produktlinie Blink® veräußert und stellte den Vertrieb entsprechend ein. Im Jahr 2023 betrug der Umsatz der Gesellschaft noch T€ 563, ein Umsatzrückgang von 23,3% gegenüber Vorjahr.

Ausblick:

Existierende Synergiepotentiale der gemeinsamen Vermarktung der Kontaktlinsen von Johnson & Johnson mit den Pflegemitteln von AMO Germany GmbH werden weiterhin genutzt bzw. ausgebaut. Hier bietet sich aus Produktsicht insbesondere die ACUVUE® RevitaLens ALL-in-One-Desinfektionslösung (MPS), die unter der Kontaktlinsenmarke ACUVUE im Markt auftritt, an. Auf Basis der zuvor genannten Entwicklungen rechnet die Gesellschaft für das Jahr 2024 insgesamt mit einem weiteren Rückgang des Geschäftes.

2.4 Laservision

2023 musste die Gesellschaft eine Umsatzverminderung von -12,5% auf einem dennoch insgesamt kleinen Umsatzzweig verzeichnen. Diese ist auf einen Rückgang im Prozeduren-Verkauf zurückzuführen, da einige Bestandskunden sich für neue Mitbewerberlaser entschieden haben. Im Bereich der Femtolaser hat das Unternehmen dennoch weiterhin eine gute Position im Markt. Allerdings erhöht sich der Innovationsdruck durch andere Wettbewerber. Innovative Technologien, wie zum Beispiel laserunterstützte Kataraktchirurgie sowie mikroinvasive Technologien wie die Femtosekunden-Lentikel-Extraktion in der refraktiven Chirurgie, beeinflussen deutlich die Kaufentscheidungen unserer Kunden. Daher ist es sehr positiv zu bewerten, dass die Gesellschaft nun auch in diesem Segment mitwirken kann, denn in der zweiten Jahreshälfte wurde der neue ELITA Femtosekundenlaser in den Markt eingeführt.

Ausblick:

Unser Geschäft im Bereich der refraktiven Laserbehandlungen sollte sich in 2024 stabilisieren und leicht wachsen, insbesondere da der neue ELITA Femtosekundenlaser neue Kaufentscheidungen zugunsten der Gesellschaft bewirken sollte und die weitere Abnahme der bisherigen Installationsbasis und der damit verbundenen Prozedurenanzahl gestoppt werden sollte.

2.5 TearScience - DryEye

Ende 2017 haben wir einen neuen Produktbereich durch eine Akquisition von TearScience in unser Portfolio aufnehmen können. Johnson&Johnson Vision besitzt mit TearScience eine neue Anwendung zur Behandlung des trockenen Auges (Dysfunktion der Meibomdrüsen). Bei dieser Form ist die äußere Lipidschicht des Tränenfilms gestört, was zu einer erhöhten Verdunstung der Tränenflüssigkeit führt. Ein evaporativ trockenes Auge wird durch eine Blockade oder einen Verschluss der Meibomdrüsen verursacht, was zu Lipidmangel in der Tränenflüssigkeit führen kann. Das Behandlungsziel besteht darin, die Verstopfungen zu lösen und die Funktionsfähigkeit der Drüsen wieder herzustellen. Trotz generell hohen Interesses an diesem Geschäftsbereich führten fehlende Kaufentscheidungen aufgrund der generellen Kostenerhöhungen in vielen Bereichen zu einem Umsatzrückgang von (-12,6%), insbesondere aufgrund der niedrigen Anschaffungsrate für neues Equipment.

Ausblick:

Das Interesse an einer wirksamen Behandlung der dysfunktionalen Meibom-Drüse (Meibomian gland dysfunction (MGD)) ist zwar sehr vielversprechend und als Vorbehandlung für eine spätere Operation des Grauen Star zu empfehlen, allerdings noch nicht hinreichend im Markt verbreitet. Daher sehen wir generell für den Ausbau des Geschäftsbereichs MGD gutes Potential, das allerdings durch fehlende Kaufentscheidungen aufgrund der generellen Kostenerhöhungen in vielen Bereichen eingeschränkt werden könnte. Daher erwarten wir ein tendenziell stagnierendes Ergebnis für das Jahr 2024.

3. Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter im Jahr 2023 der Gesellschaft betrug 103 Mitarbeiter im Durchschnitt in Deutschland. Wir sehen eine Reduzierung gegenüber dem Vorjahr um 3 Mitarbeitende von 106 in 2022. In der Betriebsstätte in Österreich waren wie im Vorjahr 3 Mitarbeiter im Außendienst tätig.

Die Gesellschaft gewährt den Mitarbeitern die üblichen Sozialleistungen inklusive einer betrieblichen Altersversorgung sowie Fortbildungen, die in individuellen Entwicklungsplänen abgestimmt werden.

AMO Germany GmbH trägt mit besonderen Maßnahmen dazu bei, die Mitarbeiter zu motivieren und die mentale Gesundheit zu fördern. Dazu wurde das Konzept eines "fokussierten Freitag" einmal im Monat ohne Meeting eingeführt, der dazu genutzt werden kann, die administrativen Tätigkeiten zu bündeln und an einem ruhigen Tag zu bearbeiten. Darüber hinaus bietet die AMO Germany GmbH diverse virtuelle Programme und Informationsveranstaltungen an, um Mitarbeitern Auszeiten während des Arbeitstages zu ermöglichen und sich kontinuierlich fortzubilden. Dies umfasst insbesondere auch Themen im Bereich der Gesundheitsförderung.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.079 auf T€ 60.440 erhöht. Die resultiert aus einem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 43.845 auf T€ 48.303 und insbesondere durch den hier erfassten Cashpool (T€ 46.242, Vorjahr T€ 43.284) Dem stehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.963 (Vorjahr T€ 7.397) gegenüber.

Die Sachanlagen sind mit T€ 1.559 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um T€ 197 gesunken. Die Sachanlagenintensität, das Verhältnis zwischen Sachanlagevermögen und Bilanzsumme, hat sich gegenüber dem Vorjahr zum 31. Dezember 2023 von 3,0 % auf 2,6% reduziert.

Auf der Passivseite erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um T€ 2.063 auf T€ 33.461. bedingt durch den Nachholungsbetrag aus der Bewertungsänderung der Pensionen in 2010 sowie Erhöhungen bei der Anzahl der Rentner und den der Berechnung zugrunde liegenden Bezügen.

Das Eigenkapital von T€ 13.541 hat einen Anteil an der Bilanz von 22,4 % (Vorjahr 17,35%)

Es wurde keine Dividende im Jahr 2023 ausgeschüttet. Das Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

5. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Einbindung in das Cash-Pool-Management der Johnson & Johnson Gruppe gewährleistet und durch den Konzern gesichert. Die Konzernmutter ist weiterhin mit AAA-Rating eingestuft. Um die Finanzlage zu überwachen, werden im Konzern die Finanzströme über das Global Treasury Center überwacht und verwaltet. Geldanlagen finden weitestgehend hausintern statt. Der Cashpool hat einen Anteil an der Bilanzsumme vom 76,0 %.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist daher jederzeit gesichert.

6. Ertragslage

Die Gesellschaft erwirtschaftete in 2023 nach Berücksichtigung von Ertragssteuern von T€ 1.715 ein positives Ergebnis nach Steuern i. H. v. T€ 3.761. Im Vorjahr wies die Gesellschaft ein positives Ergebnis nach Steuern i. H. v. T€ 1.580 aus. Damit ist das Jahresergebnis deutlich gegenüber den Erwartungen des letzten Jahres angestiegen.

Die Veränderungen werden im Folgenden anhand der größten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung näher erläutert:

Der Umsatz des Unternehmens ist um T€ 6.238 auf T€ 81.362 gestiegen. Die Vertriebserlöse sind dabei um 8 % auf T€ 72.887 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus der Intraokularlinse TECNIS Eyhance und Torischen Monofokalen Intraokularlinsen. Die Erträge aus Servicegebühren verringerten sich im Jahr 2023 um T€ 719 auf T€ 8.476 aufgrund des Umsatzanstiegs.

Die Materialaufwendungen haben sich durch den Anstieg der Vertriebserlöse ebenfalls deutlich um T€ 4.130 auf T€ 53.849 erhöht. Der Anteil der Aufwendungen an den Erlösen blieb konstant bei 66%.

Die Personalaufwendungen sind um 6,4 % auf T€ 14.662 angestiegen. Wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist die Zuführung zur Pensionsrückstellung sowie der Tarifanstieg bei den Mitarbeitenden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen haben sich um T€ 828 auf T€ 7.647 erhöht, vor allem dadurch, eine Zuführung zur Rückstellung für Rückbauverpflichtungen.

7. Risiko- und Chancenbericht

Allgemeine Risiken können sich im Rahmen der Arbeit mit Medizin-Produkten ergeben, wie z.B. Patentrechtsverletzungen, die zu Umsatzeinbußen führen können. Schadensersatzansprüche von Verbrauchern beeinflussen unser Ergebnis in der Regel nicht, da andere Konzerngesellschaften von Johnson & Johnson als Hersteller das Risiko tragen bzw. aufgrund vertraglicher Regelungen dieses Risiko übernehmen.

Generell stellt der starke Wettbewerb innerhalb der Branche und der daraus resultierende Preisdruck ein Risiko für die künftige Entwicklung der Gesellschaft dar. Mit Produktinnovationen im Hochpreissegment, wie aufgeführt unter Abschnitt 2.1, hat die Gesellschaft das Potential, signifikante Marktanteile zu gewinnen. Dies wird helfen, dieses Risiko zu mindern.

Auswirkungen des Russlandangriffskrieges auf die Gesamtmarktgrößen der Länder, die von der AMO Germany GmbH versorgt werden, sind nicht in großem Ausmaß zu erwarten, beeinflussen jedoch durchaus negativ die Kostenseite der Herstellungs- und Lieferprozesse.

Im Budgetprozess sind die zu erwartenden und einschätzbaren sozialpolitischen Veränderungen und Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen von Deutschland und Österreich berücksichtigt, insbesondere im Hinblick auf die Finanzierung und die Kostenerstattung der Patienten.

Als Chance sehen wir die demographische Entwicklung und die damit verbundene Nachfrage nach Kataraktbehandlungen, die uns im Kernbereich unseres Portfolios mit Intraokularlinsen und Verbrauchsmaterialien kontinuierlich gute Absatzchancen bietet. Unsere TECNIS® - IOL Plattform und Innovationskraft, die zu Produktneuerungen im Bereich monofokaler Linsen mit der Produktlinie TECNIS Eyhance und TECNIS Eyhance Toric II und im Presbyopie-korrigierenden Segment mit TECNIS Synergy und TECNIS PureSee geführt haben, bilden eine solide Grundlage, um auch in Zukunft Marktanteile zu gewinnen. Darüber hinaus führt Johnson & Johnson derzeit eine neue Generation von Phako- und Lasergeräten ein, die es AMO erlaubt, im Wettbewerb auch in diesem Bereich zu bestehen.

Unser Team im Verkauf, im Applikationsbereich, der Verkaufsunterstützung und im Service und die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse, sowie die intensive Entwicklung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter tragen dazu bei, die Effizienz und Leistungskraft und den nachhaltigen Erfolg der Gesellschaft zu ermöglichen.

Mit der großen Nähe zum Kunden und dem professionellen Leistungsspektrum als Teil eines starken Konzerns Johnson & Johnson sind wir sehr gut aufgestellt, um in den kommenden Monaten und Jahren erfolgreich am Markt zu agieren.

Aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschaft ihre Liquiditätsüberschüsse in das Johnson & Johnson Inhouse Bank System einbringt, ist die Gesellschaft von der Werthaltigkeit ihrer Ansprüche aus dem Inhouse Bank (T€ 46.242, Vorjahr T€ 43.284) abhängig. Im Falle einer Uneinbringlichkeit dieser Ansprüche wären die Zahlungsfähigkeit und der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Zurzeit liegen keine Anzeichen für eine mangelnde Einbringlichkeit dieser Ansprüche vor.

8. Prognosebericht

Für das kommende Jahr sind wir vorsichtig optimistisch. Der Kostendruck im Gesundheitssystem wird steigen und mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Einschränkungen in der Erstattung der Kataraktoperation nach sich ziehen.

Eine weitere, zunehmend an Bedeutung gewinnende Entwicklung erscheint uns die Bewertung des nachhaltigen Patientennutzen von Produkten. Für diesen Trend sind wir mit den Innovationen in unserer Produktpalette, vor allem im Intraokular-Linsen (IOL) - Bereich, sehr gut positioniert. Die TECNIS Eyhance IOL zum Beispiel bietet einen erweiterten Sehbereich verglichen zu einer üblichen Standard-Monofokallinse bis in den intermediären Sehbereich, was zu einer höheren Qualität des Seheindrucks und erweiterter Schärfentiefe führt.

Wir prognostizieren für die Gesellschaft ein Umsatzwachstum von ca. 10% im gesamten Surgical-Bereich.

Die AMO Germany GmbH ist in den großen Marktsegmenten gut aufgestellt. Das starke Wachstum im Katarakt-Bereich gibt uns die notwendige finanzielle Rückendeckung, um Risiken abzufedern und den grundsätzlichen Wachstumskurs des Unternehmens zu bestärken. Die Fokussierung auf hohe Innovationskraft und kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Intraokularlinsen, Phako-Geräte und Femtosekunden-Laser gemeinsam mit der Forschungsabteilung von Johnson & Johnson werden positive Impulse für unser Wachstum liefern und uns eine verbesserte Ertragskraft ermöglichen.

Die Kosten für Personal, Pensionen, Miete und Energie werden vermutlich weiterhin steigen und durch die Margengewinne aus unserer normalen Geschäftstätigkeit abgedeckt.

Die Geschäftsführung erwartet für das Jahr 2024 eine Umsatzsteigerung von knapp 10% gegenüber 2023. Für das Jahr 2025 wird erneut ein um ca 7% erhöhter Umsatz versus 2024 angenommen.

 

Ettlingen, 19. Dezember 2024

AMO Germany GmbH, Ettlingen

Monika Maria Schulten, Geschäftsführerin

Carsten Rupprath, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 1,00 1,00
1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 23.577,63 472,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.536.008,74 1.756.104,41
1.559.586,37 1.756.577,03
1.559.587,37 1.756.578,03
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.303.891,58 9.332.197,03
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 48.303.390,59 43.844.993,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 937.904,11
57.607.282,17 54.115.094,78
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.218.030,30 452.478,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 55.404,07 36.955,28
60.440.303,91 56.361.107,04

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 999.938,27 999.938,27
III. Bilanzgewinn 12.515.869,73 8.754.691,71
13.540.808,00 9.779.629,98
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 33.461.207,00 31.397.597,00
2. Steuerrückstellungen 71.536,20 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 6.768.274,99 5.350.841,28
40.301.018,19 36.748.438,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 969.214,38 883.770,92
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.962.684,60 7.397.204,50
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.666.578,74 1.552.063,36
6.598.477,72 9.833.038,78
60.440.303,91 56.361.107,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 81.362.589,74 75.124.505,37
2. Sonstige betriebliche Erträge 35.583,62 38.514,20
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 53.849.282,27 49.719.138,53
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.770.758,59 11.416.258,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.891.985,35 2.369.268,81
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 401.269,68 333.461,72
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.646.688,54 6.818.270,36
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.084.979,93 13,15
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 447.133,59 571.228,01
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.714.857,25 2.354.463,76
10. Ergebnis nach Steuern/ Jahresüberschuss 3.761.178,02 1.580.943,02
11. Gewinnvortrag 8.754.691,71 7.173.748,69
12. Bilanzgewinn 12.515.869,73 8.754.691,71

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

AMO Germany GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Dabei wurde dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma AMO Germany GmbH mit Sitz in Ettlingen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 362585 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften bewertet.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Geschäftswert wurde über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die Geschäftsleitung machte diese Schätzung auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Produkte, die mit dem Kauf des Geschäftsbereichs übertragen wurden, sowie der hohen Eintrittsbarrieren für Konsumenten.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind:

Anlagenklasse Nutzungsdauern
(in Jahren)
Immaterielle. Vermögensgegenstände 3 - 15
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 26
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 20

Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs des Stichtages angesetzt. Die Bewertung von langfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Stichtages oder dem niedrigeren historischen Kurs.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) vorgenommen. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,82% sowie eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,75 % zugrunde gelegt. Die angenommene Rentensteigerung beträgt 2 %. Die Fluktuation wurde gemäß einer branchenspezifischen Fluktuationstabelle zugrunde gelegt. Die Fluktuationsquoten bewegen sich, in Abhängigkeit vom Alter, zwischen 0% und 8%. Zudem wurden die Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Aufgrund des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden im Geschäftsjahr T€ 312 (1/15 des zum 1.1.2010 ermittelten Unterschiedsbetrags) zu den Pensionsrückstellungen zugeführt. Damit beträgt die verbleibende Unterdeckung zum 31. Dezember 2023 T€ 312.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 462 und unterliegt einer Ausschüttungssperre, sofern keine sonstigen Rücklagen zur Verfügung stehen.

Der Wertansatz der Steuer- und sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages und berücksichtigt alle ungewissen Verpflichtungen und erkennbaren Risiken, denen wir ausreichend Rechnung getragen haben.

Die Rückstellung für Ausgleichsverpflichtungen der aktienbasierten Vergütungszusagen wurde mit dem inneren Wert der Zusagen unter Zugrundelegung des Stichtagsbörsenkurses der Johnson & Johnson Aktie ($ 156.74 Aktie (Vj T$176.65)) und einer Ausübungswahrscheinlichkeit von 89,0 % für das aktuelle und 94,5% für das Vorjahr verwendet. Für sämtliche ältere Geschäftsjahre wurde eine Ausübungswahrscheinlichkeit von 100 % angenommen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs des Stichtages angesetzt. Die Bewertung von langfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Stichtages oder mit dem jeweiligen höheren historischen Kurs.

Zum Bilanzstichtag bestanden Bewertungsdifferenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die in Folgejahren voraussichtlich zu einer Entlastung des Einzelabschlusses führen werden ('Steuerliche Latenzen'). Diese Latenzen betreffen im Wesentlichen Pensionsrückstellungen. In Anwendung des Wahlrechts des § 274 HGB wurden kein Aktivüberhang angesetzt. Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 29 % zu Grunde gelegt.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten ist im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Cash-Pool mit T€ 46.242 (Vj € 43.284) und den laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 2.0610 (Vj T€ 561).

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Steuerforderungen in Höhe von T€ 0 (Vj T€ 884)

Sonstige Rückstellungen

Der Posten umfasst insbesondere Abgrenzungen für Personalkosten (u.a. Arbeitnehmerboni, Urlaubsrückstände, Abfindungen) in Höhe von T€ 2.811 (Vj T€ 1.909), eine Rückstellung von T€ 469 (Vj. T€ 438) für Jubiläumszahlungen, ausstehende Rechnungen von T€ 132 (Vj. T€ 138), Kundenboni von T€ 235 (Vj. T€ 261) sowie Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungen der obersten Muttergesellschaft in Höhe von T€ 1.052 (Vj T€ 1.789).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern von T€ 1.104 (Vj T€ 1.020) und im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 512 (Vj. T€ 511). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen T€3.963 (Vj. T€ 7.397) betreffen den laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten:

Erlöse aus Warenverkäufen T€ 72.887 (Vj. T€ 67.368)

Intercompany Erträge für Service Fees in Höhe von T€ 8.476 (Vj. T€ 7.756).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Wechselkursgewinne von T€ 36 (Vj T€ 39).

Personalaufwand

In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 1.480 (Vj T€ 935) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Währungsumrechnung von € 85 (Vj T€ 1), und Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 EGHGB T€ 312 (Vj T€ 312) enthalten.

Zinserträge

Die Zinserträge enthalten in Höhe von T€ 1.085 (Vj € 13) Zinsen von verbundenen Unternehmen.

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen entfallen in Höhe von T€ 447 (Vj T€ 571) auf Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern entfallen in Höhe von T€ 1.715 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte 2023 (2022) durchschnittlich 102 (106) Arbeitnehmer (Angestellte), davon 99 (103) in Deutschland und 3 (3) in Österreich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem Mietvertrag für die Büroräumlichkeiten und aus Leasingverträgen für Fahrzeuge ergeben sich für die Folgejahre folgende finanziellen Verpflichtungen (in T€):

Bis 1 Jahr > 1 Jahr Total
Raumkosten 204 0 204

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3.761 (Vj. 1.581) auf neue Rechnung vorzutragen.

Haftungsverhältnisse

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 sind keine Haftungsverhältnisse vorhanden.

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

 

Monika Maria Schulten (Regional Director Commercial Operations, Germany/Austria/Switzerland), Ettlingen,

 

Rupprath, Carsten (Head of Regulatory Affairs EMEA), Ettlingen

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Es sind keine besonderen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Johnson & Johnson Surgical Vision Inc., Dover, Delaware, USA einbezogen.

Die Johnson & Johnson Surgical Vision Inc., Dover, Delaware, USA erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss ist bei der Johnson & Johnson Surgical Vision, Inc., 1700 East. Saint. Andrews Place, Santa Ana, California 92705, USA, bzw. Johnson & Johnson, One Johnson & Johnson Plaza, New Brunswick, New Jersey 08933, USA erhältlich.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird außerdem in den nach US-Grundsätzen aufgestellten internationalen Konzernabschluss der Johnson & Johnson, New Brunswick/ New Jersey/ USA, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen und ist unter http://www.investor.jnj.com/sec.cfm veröffentlicht.

 

Ettlingen, 19. Dezember 2024

AMO Germany GmbH, Ettlingen

Monika Maria Schulten, Geschäftsführerin

Carsten Rupprath, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
31.12.2023
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 24 0 0 24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.521 0 0 10.521
10.545 0 0 10.545
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 355 0 0 355
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.185 294 170 5.309
5.540 294 170 5.664
16.085 294 170 16.209
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
31.12.2023
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 24 0 24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.521 0 0 10.521
10.545 0 0 10.545
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 354 0 354
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.429 401 80 3.750
3.783 401 80 4.104
14.328 401 80 14.649
Buchwerte
31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 0 0
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
0 0
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1 1
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.559 1.756
1.560 1.757
1.560 1.757

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AMO Germany GmbH, Ettlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AMO Germany GmbH, Ettlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AMO Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 20. Dezember 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katharina Kaufmann, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 6. Januar 2025 festgestellt.

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