WISAG Business Catering Bayern Süd Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nadja Proewer seit 22.1.2025 | Prokura |
Bettina Würfel seit 18.11.2024 | Geschäftsführer |
Alan McGowan seit 4.3.2024 | Geschäftsführer |
Diana Unterstrasser seit 4.3.2024 | Prokura |
Kirk Smith seit 4.3.2024 | Prokura |
Florian Krauß seit 4.12.2017 | Prokura |
Paul James Grace seit 4.12.2017 | Geschäftsführer |
Niall O´Reilly seit 3.5.2016 | Prokura |
Wolfgang Zimmermann seit 3.3.2016 | Prokura |
Stefan Alexander Dr. Reimoser seit 20.2.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Turner & Townsend International Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Turner & Townsend GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023der Turner & Townsend GmbH, MünchenI. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell, Unternehmensstruktur, Mitarbeiter, Absatzmärkte, Wettbewerber Alleinige Gesellschafterin der Turner & Townsend GmbH ist die Turner & Townsend International Ltd., Leeds, Großbritannien. Das Management der Turner & Townsend GmbH bestand zum Ende des Berichtsjahres aus vier Geschäftsführern: Herrn Dr. Stefan Reimoser, der das Geschäft operativ führt, Herrn Paul Grace, welcher das europäische Geschäft der Turner & Townsend Gruppe verantwortet sowie Herrn James Dand, dem Chief Operating Officer der Turner & Townsend LLP und Herrn Vincent Patrick Clancy, dem Chief Executive Officer der Turner & Townsend LLP. Die drei Letztgenannten waren nicht operativ für die Gesellschaft tätig. Die Gesellschaft wird anhand eines Geschäftsverteilungsplanes geführt, der die einzelnen Verantwortlichkeiten regelt. Dabei verantwortet das mittlere Management die einzelnen Bereiche und die zugeordneten Projekte. Im aktuellen Geschäftsjahr agierte die Turner & Townsend GmbH am Markt mit einer weitgehend regional gegliederten Organisation bestehend aus den acht operativen Abteilungen Munich Office & Retail, Munich High Tech & Manufacturing, Berlin / Braunschweig, Hamburg Real Estate, Infrastructure, Wien, Frankfurt und Stuttgart. Diese Abteilungen ("Business Units" - BU) werden als Profit Center geführt und verantworten die Projektabwicklung. Dabei verantwortet zum Ende des Berichtsjahres Frau Diana Unterstrasser die Abteilung Munich Office & Retail und Frau Bettina Würfel die Abteilung Munich High Tech & Manufacturing. Die Abteilungen Berlin / Braunschweig sowie Hamburg Real Estate werden von Herrn Alper Tufan geleitet, die Abteilung Infrastructure wird von Herrn Tom Krumpholz geleitet, die Abteilung Wien wird von Herrn Matthias Prichzi geleitet, die Abteilung Frankfurt wird von Herrn Bernhard Brandstetter geleitet und die Abteilung Stuttgart wird von Herrn Günter Müssgen geleitet. Neben den acht operativen Geschäftsfeldern bestehen die Verwaltungsfunktionen der Gesellschaft, welche im Wesentlichen in die Bereiche "Finance & Controlling" (F&C), "Human Resources" (HR), "Business Generation / Marketing" und "Qualitätsmanagement" (QM) unterteilt sind. Die Geschäftsführung, die Leiter der Abteilungen (Business Unit Leiter - BUL) sowie der Leiter von F&C bilden gemeinsam das "Germany/Austria Board" - das höchste Entscheidungsgremium der GmbH, welches sich quartalsweise trifft und die geschäftsrelevanten Vorgänge bespricht und zu einer Entscheidung bringt. Dazwischen finden regelmäßig sogenannte "Mid-Board-Calls" statt. Zusammen mit weiteren Schlüsselmitarbeitern bilden die BUL das erweiterte Mittlere Management, welches sich in wöchentlichen Telefonkonferenzen abspricht sowie im unregelmäßigen Rhythmus (2-3 Mal pro Jahr) im Rahmen einer Klausur trifft. Als Informationsquelle dient das Berichtswesen, das die notwendigen Managementinformationen und KPI's liefert. Risikobereiche werden so schnell identifiziert und Gegenmaßnahmen können eingeleitet werden. Alle Mitarbeiter der Turner & Townsend GmbH sind einer Funktionsgruppe (sog. "Band") zugeordnet, die die Spanne für die Vergütung vorgibt. Die 6 Funktionsgruppen lehnen sich an die Systematik der Muttergesellschaft an und berücksichtigen den Verantwortungsbereich des einzelnen Mitarbeiters. In den höheren Bändern (Band 4-6) sorgt ein variabler Gehaltsbestandteil dafür, dass die individuelle Vergütung den Gesamterfolg der Turner & Townsend GmbH und der einzelnen BU reflektiert. Neben dem Hauptsitz der Gesellschaft in München bestehen Betriebsstätten in Wien, Österreich, Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie mit der Turner & Townsend (Frankfurt) GmbH eine Tochtergesellschaft in Frankfurt am Main. Die Geschäftstätigkeit der Turner & Townsend GmbH umfasst das Management von Bau- und Immobilienprojekten im In- und Ausland. In diesem Zusammenhang bieten wir Dienstleistungen an wie Programm-Management/PMO, Projektsteuerung, Masterplanning, Interior Design, Design Management, Projektkoordination und -kontrolle, Projektstrukturplanung, Terminplanung und -kontrolle, Kostenplanung und -kontrolle, Projektreporting, Änderungsmanagement, Risikomanagement, Begleitung der Inbetriebnahmen und das Baucontrolling. Die Akquisition und die Abwicklung von Projekten sind in entsprechenden Geschäftsprozessen beschrieben. Dort ist definiert, wer zu welcher Zeit im Projektablauf zuständig ist und was dessen Aufgabe ist. Die Turner & Townsend GmbH ist diesbezüglich gem. ISO 9001:2015 (zuvor gem. ISO 9001:2008) zertifiziert. Absatzmärkte von Turner & Townsend befinden sich überall dort, wo Bauprojekte initiiert werden und ein Projektmanagement verlangen. Durch die Geschäftsausrichtung der Turner & Townsend-Gruppe konzentrieren sich die Aktivitäten der Turner & Townsend GmbH auf den deutschsprachigen Raum. Im Wettbewerb befinden wir uns mit überregionalen Projektsteuerern wie Drees & Sommer und Arcadis, aber auch mit kleineren lokalen Anbietern. Durch unsere internationale Ausrichtung zielen unsere Dienstleistungen insbesondere auf große internationale Kunden, die mitunter auch schon von unserer Muttergesellschaft betreut werden. Dadurch lassen sich negative Entwicklungen in einzelnen Wirtschaftsräumen leichter kompensieren. Negative rechtliche Einflussfaktoren auf unser Geschäft sehen wir derzeit nicht. 2. Unternehmenssteuerung, -ziele und -strategie Das Unternehmen wird über das interne Projektcontrolling gesteuert. Im Projektcontrolling wird der Projekterfolg monatlich überwacht. Basis ist die Projektkalkulation, bei der die Budgets für die gesamte Projektdauer, heruntergebrochen auf Monatsscheiben, festgelegt werden. Durch die Zuordnung der Stundenschreibung der Mitarbeiter (bewertet zu festgelegten Kostensätzen) auf die Projekte sowie durch die projektspezifische Zuordnung aller Nebenkosten und Nachunternehmerleistungen kann monatlich ein Vergleich der Ist-Kosten gegenüber dem Budget erfolgen. Des Weiteren kommt hierbei der Grad der Fertigstellung im Zusammenhang mit den noch erwarteten Aufwendungen sowie die sich daraus ergebende gesamte und anteilige Nettomarge zum Ansatz. Dies gewährleistet eine Frühindikation von nachteiligen Entwicklungen auf Projektebene und damit die Chance der rechtzeitigen Gegensteuerung. Auf Ebene der Gesellschaft werden als maßgebliche Leistungsindikatoren für die Turner & Townsend GmbH die Umsatzerlöse auf Basis des Fertigstellungsgrads und das Jahresergebnis verwendet. Diese werden auf Abteilungsebene im Rahmen der monatlichen Berichterstattung gegen das Budget sowie den "Rolling Forecast" abgeglichen. Der "Rolling Forecast" wird monatlich erstellt und dient der kurzfristigen Steuerung der Gesellschaft über die nächsten 4 Monate. Unter Anwendung der intern verwendeten Steuerungsgröße des Fertigstellungsgrads des einzelnen Projekts ergab sich für die Turner & Townsend GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 eine erbrachte Leistung von TEUR 38.108 (i.V. TEUR 33.842). Der Umsatz der Turner & Townsend GmbH wird aktuell noch überwiegend im Bereich "Property" (Hochbau) erzielt. Einer der Schwerpunkte für die nächsten Geschäftsjahre liegt entsprechend auf der Gewinnung von Projekten im Sektor "Infrastructure", um sich der anvisierten Umsatzverteilung von 70 % im Sector Property, 20 % im Sector Infrastructure sowie 10 % im Sector Natural Resources anzunähern. Die strategische Ausrichtung der Turner & Townsend GmbH ist in der Organisation abgebildet. Geplant sind die Aktivitäten im Großraum Frankfurt am Main sowie in Berlin und Hamburg als weitere Schwerpunktregionen zu intensivieren und einen Standort in der Region Köln/Düsseldorf aufzubauen sowie die Niederlassung in Stuttgart auszubauen. Weitere wesentliche Änderungen sind kurzfristig nicht geplant. Die aktuelle Ausrichtung auf die acht Abteilungen mit ihren Unterabteilungen sowie den entsprechenden Produktangeboten und die damit verbundene Diversifizierung in neue Segmente und Regionen sollen das weitere Wachstum der Gesellschaft unterstützen. 3. Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung im traditionellen Sinn spielt bei der Turner & Townsend GmbH keine Rolle. Die Turner & Townsend GmbH legt großen Wert auf die Weiterbildung und das Training der Mitarbeiter, um den Kunden Beratungsleistungen auf dem aktuellen Wissens- und Entwicklungsstand anbieten zu können. II. Wirtschaftsbericht 1. Überblick über den Geschäftsverlauf und die Ergebnislage Durch den weiteren Auf- und Ausbau der Geschäftstätigkeit mit globalen Kunden der Turner & Townsend-Gruppe, insbesondere durch das Münchener Büro, sowie der fortlaufenden Marktbearbeitung in den Regionen, insbesondere in Frankfurt am Main, konnte in den meisten Niederlassungen ein Wachstum realisiert werden. Nachdem ein Großteil der Tätigkeiten für längerfristige Projekte erfolgte, bildet sich dies noch nicht vollständig im Jahresumsatz und -überschuss ab, sondern im Anstieg der in Arbeit befindlichen Aufträge und der erhaltenen Anzahlungen von Kunden. Bei einem um TEUR 8.249 gestiegenen Umsatz von TEUR 26.963 (i.V. TEUR 18.714) ergab sich im Geschäftsjahr 2022/23 ein Jahresüberschuss von TEUR 2.331 (i.V. TEUR 1.218). Gemäß der internen Berichterstattung, bei welcher als Steuerungsgröße der Fertigstellungsgrad des einzelnen Projektes verwendet wird, ergab sich eine positive Entwicklung. Dabei konnte für das Geschäftsjahr 2022/23 das angesetzte Leistungsziel von TEUR 35.092 im aktuellen Geschäftsjahr mit TEUR 38.108 deutlich übertroffen werden. Dies bedeutet eine um ca. 13 % höhere Leistungserbringung als im Vorjahr (TEUR 33.842). 2. Ertragslage Durch die überwiegende Bearbeitung länger laufender Projekte ergeben sich in den einzelnen Geschäftsjahren größere Schwankungen beim Umsatz und Ergebnis. Im aktuellen Geschäftsjahr konnte durch die Projekt- bzw. Auftragsstruktur ein Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr von TEUR 8.249 (+44%) auf TEUR 26.963 realisiert werden. Durch eine deutliche Zunahme der Herstellungskosten um TEUR 6.696 auf TEUR 17.601, die Zunahme der allgemeinen Verwaltungskosten um TEUR 796, bei einer Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 69 (i.V. TEUR 1) sowie einem leichten Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 7 auf TEUR 36 und einem Anstieg der Zinserträge auf TEUR 59 (i.V. TEUR 0) ergibt sich bei einem gegenüber dem Vorjahr um TEUR 222 geringeren Steueraufwand von TEUR 750 ein Anstieg des Jahresüberschusses auf TEUR 2.331 (i.V. TEUR 1.218). Der im aktuellen Geschäftsjahr geringere Steueraufwand ergibt sich durch eine Korrektur des Vorjahres. Die zur Erzielung der Umsatzerlöse notwendigen Herstellungskosten setzen sich überwiegend aus Kosten für gekaufte und bezogene Dienstleistungen sowie aus Personalaufwendungen für operative Mitarbeiter zusammen. Im Wesentlichen bedingt durch die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 8.249 höhere Leistungserbringung ergab sich die deutliche Zunahme der Herstellungskosten. Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten im Wesentlichen Personalaufwendungen für Mitarbeiter aus dem administrativen Bereich, Management Fees der Muttergesellschaft, Aufwendungen für die Miete der Büroräume, Beratungskosten, Abschreibungen, Telefonkosten, Schulungs- und Marketingkosten sowie Recruitingkosten. Der Personalanstieg im operativen Bereich um 15 Mitarbeiter auf 209 Mitarbeiter im aktuellen Geschäftsjahr sowie das gestiegene Geschäftsvolumen, welches sich in der um TEUR 4.266 höheren Leistungserbringung widerspiegelt, waren ursächlich für den Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten, u.a. bedingt durch 2 zusätzliche Mitarbeiter im administrativen Bereich sowie zusätzliche Leistungen durch die Muttergesellschaft. 3. Finanzlage Das kurzfristige Finanzmanagement der Turner & Townsend GmbH ist darauf ausgerichtet, jederzeit eine ausreichende Liquidität zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen zu erhalten. Dazu gestaltet die Turner & Townsend GmbH, soweit möglich und durchsetzbar, ihre eigenen Aufträge sowie die Beauftragung von Subunternehmern und Dienstleistern mit fristenkongruenten Zahlungszielen. Bei einem Großteil der Aufträge der Turner & Townsend GmbH ist eine monatliche Zahlungsweise vereinbart. Dies vermindert einerseits das Risiko bei möglichen Zahlungsschwierigkeiten des Auftraggebers und verbessert auf der anderen Seite die Liquidität der Turner & Townsend GmbH. Die Debtor Days haben sich gegenüber dem Vorjahr etwas verbessert und betragen zum Ende des Geschäftsjahres 56 (i.V. 64). Sie liegen damit zum Ende April 2023 etwas über dem Zielwert der Turner & Townsend-Gruppe, welcher bei 50 Tagen liegt. Insbesondere bei Neukunden werden zur Reduzierung von Zahlungsausfällen Kreditauskünfte zu einer besseren Bonitätsbeurteilung eingeholt und bewertet. Von ihrer Gesellschafterin kann die Turner & Townsend GmbH kurzfristig bei Bedarf zusätzliche Liquiditätsdarlehen abrufen. Zum Bilanzstichtag 30.04.2023 bestand ein Liquiditätsdarlehen an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 10.399, d.h. eine Zunahme um TEUR 3.500 gegenüber dem Wert am 30.04.2022 (TEUR 6.899). Die Turner & Townsend GmbH hat zum Bilanzstichtag 30.04.2023 keine außerbilanziellen Finanzinstrumente. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme liegt am 30.04.2023 mit TEUR 76.298 um 24 % über dem Wert am 30.04.2022 (TEUR 61.300). Die wesentlichen Veränderungen stellen dabei die Zunahme der in Arbeit befindlichen Aufträge von TEUR 43.717 auf TEUR 58.701 sowie die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 3.468 auf TEUR 10.510 dar. Gegenläufig wirkt zum Bilanzstichtag ein geringerer Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.431 (i.V. TEUR 7.527). Wesentlicher Grund für die Zunahme der in Arbeit befindlichen Aufträge war, dass einige der länger laufenden Projekte im Geschäftsjahr 2022/23 noch nicht abgeschlossen waren und damit einhergehend keine Umsatzrealisierung erfolgen konnte. Die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist im Wesentlichen durch den Anstieg des Intercompany-Liquiditätsdarlehens an die Gesellschafterin von TEUR 3.500 auf TEUR 10.399 bedingt. Die vertikalen und horizontalen Bilanzrelationen haben sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2021/22 wie folgt verändert: Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 6 % erhöht (i.V. 3 %). Das Anlagevermögen wird, wie im Vorjahr, vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um TEUR 14.564 bzw. 24 % auf TEUR 75.361. Diese Zunahme resultiert wie bereits vorstehend dargestellt überwiegend aus der Zunahme der in Arbeit befindlichen Aufträge sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Gegenläufig wirkte der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um TEUR 2.331. Der Anstieg des Eigenkapitals auf TEUR 4.386 (i.V. TEUR 2.055) beruht auf dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.331. Die Verbindlichkeiten verzeichneten einen Anstieg von TEUR 53.342 im Vorjahr um TEUR 11.531 bzw. 22 % auf TEUR 64.873. Dies ist im Wesentlichen durch die Zunahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 11.520 auf TEUR 62.733 (i.V. TEUR 51.213) bedingt, welche ihrerseits auf die Bearbeitung länger laufender Projekte und die damit noch nicht mögliche Umsatzrealisierung zurückzuführen ist. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 1.1 Ausrichtung der Gesellschaft in dem folgenden Geschäftsjahr Um eine spezifischere Ansprache der Kunden in den einzelnen Bereichen zu ermöglichen ist geplant, die in den Vorjahren begonnene Ausrichtung der Struktur der Turner & Townsend GmbH auf die einzelnen Abteilungen bzw. Geschäftsfelder (BU) weiter fortzuführen bzw. noch zu stärken. Im neuen Geschäftsjahr soll die Abteilung "Infrastructure - Renewables" weiter ausgebaut werden. Des Weiteren soll weiterhin eine Stärkung des Sektors "HiTech & Manufacturing" sowie der weitere Aufbau von Cost Management-Know How und -Kapazitäten standortübergreifend in allen Business Units erfolgen. Wie in den Vorjahren ist die Gesellschaft des Weiteren bestrebt innerhalb der aktuellen Strategie eine ausreichende Personaldecke an allen Standorten zu erreichen, um die im Umkreis der jeweiligen Standorte liegenden Projekte möglichst mit lokalen Mitarbeitern bedienen zu können. Dies soll einerseits durch den Wegfall von Reisekosten zu einer kosteneffizienteren Projektabwicklung führen, andererseits die Belastung der Mitarbeiter durch den Wegfall der Reisetätigkeit minimieren. Die Mitarbeiter sowie Projekte sind weiterhin jeweils spezifisch einer BU zugeordnet, um die dynamische und agile Handlungsfähigkeit der Gesellschaft weiterhin zu erhalten. Als Ergebnis dieser Maßnahmen sieht sich die Gesellschaft durch diese zunehmende Fokussierung und Reduzierung von internen Schnittstellen für ein zukünftiges Wachstum gut aufgestellt. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. In einem jährlich ergänzten bzw. überarbeiteten Businessplan, gültig für das jeweils nächste Geschäftsjahr, sind die Ziele der Gesellschaft definiert, die Organisation sowie die Verantwortlichkeiten beschrieben sowie das Dienstleistungsangebot umrissen. 1.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in dem folgenden Geschäftsjahr 1.2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenkonjunktur Trotz des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, den dadurch entstandenen Energiepreisschock, die hohe Kerninflationsrate und die darauffolgende Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken weltweit, hat sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 in einem schwierigen Umfeld gut behauptet. Im Jahr 2022 ist die deutsche Wirtschaft mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8 % gewachsen und lag somit über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Die jüngsten Entwicklungen der Inflation und der Energiepreise im Großhandel führten zum Jahreswechsel 2022/2023 aber zu einem Aufhellen der Konjunkturaussichten. Die Bundesregierung erwartet ein Wachstum des realen BIP von 0,2 % für das Jahr 2023 basierend auf der Annahme einer kurzen und milden Rezession. Materialengpässe und hohe Preissteigerungen bei Baustoffen führten in der Bauwirtschaft, neben der hohen Kapazitätsauslastung und dem Personalmangel, zu unerwarteten Kostensprüngen und zunehmenden Stornierungen im Wohnungsbau. Die Bauinvestitionen erlebten 2022 einen realen Rückgang um über 1,4 %. Für 2023 wird ein weiterer Rückgang um real 2,5 % erwartet. (Quelle: Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2023 des Rates der Immobilienweisen) Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2022 kalenderbereinigt um 9,6 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Mit einem Volumen von 99,1 Milliarden Euro lag der Auftragseingang aufgrund der stark gestiegenen Baupreise nominal (nicht preisbereinigt) 4,8 % über dem Vorjahresniveau. Im Hochbau gingen die realen Auftragseingänge um 15,1 % zurück und lagen mit 51,7 Milliarden Euro nominal knapp (-1,6 %) unter dem Vorjahresergebnis. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 72 vom 24. Februar 2023) Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2023 kalender- und saisonbereinigt um 2,0 % gegenüber Mai 2023 gesunken. Auch im Vorjahresvergleich zum Juni 2022 fiel der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 2,7 %. Nominal (nicht preisbereinigt) lag der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe mit einem Volumen von 9,1 Milliarden Euro um 5,5 % über dem Vorjahresniveau. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 338 vom 25. August 2023) Die aktuelle interne Einschätzung bezüglich der weiteren Entwicklung in den für unsere Gesellschaft wesentlichen Sektoren erwartet eine weiterhin robuste, in manchen Bereichen teilweise etwas zurückhaltende, Baukonjunktur. 1.2.2 Wettbewerbssituation und Marktstellung Die Wettbewerbssituation ist geprägt durch einige größere Unternehmen wie Drees & Sommer, Arcadis und JLL sowie eine Vielzahl kleinerer Unternehmen, welche Projektmanagement- bzw. Projektsteuerungsleistungen anbieten. Von der Turner & Townsend GmbH wird eine führende Rolle an jedem der Standorte, an dem die Gesellschaft vertreten ist, angestrebt. Zum weiteren Markenaufbau werden hierzu unterstützend Marketingaktivitäten wie regelmäßige Kundenevents durchgeführt. 1.3 Erwartete Ertragslage Trotz der weiterhin bestehenden Unwägbarkeiten bedingt durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine wird, basierend auf der internen Steuerungsgröße des Fertigstellungsgrades des einzelnen Projektes, ein Wachstum von ca. 10% bis 15% auf TEUR 41.900 - TEUR 43.800 erwartet. Die Rahmenbedingungen (bisherige Projekte, neue Projekte, angepasste Organisationsstruktur, Business Development mit der Turner & Townsend-Gruppe und die laufenden Akquisitionen) deuten aktuell auf eine entsprechende Entwicklung in den nächsten Monaten hin. Das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2023/24 liegt bei TEUR 35.000 - 40.000 bei einem Jahresergebnis zwischen TEUR 3.500 und 4.500. 1.4 Erwartete Finanzlage, Investitionen In den folgenden zwei Geschäftsjahren sind derzeit keine Finanzierungsmaßnahmen oder bedeutenden Investitionen geplant. 2. Chancenbericht In den bestehenden Bereichen sollen, basierend auf den aktuell erfolgreichen Projekten, weitere Kunden und Projekte akquiriert werden. Verschlankung der Organisationsstruktur/Differenzierte Kundenorientierung u. a. durch Etablierung einer spezifischen Abteilung "Infrastructure/Natural Resources". Durch die im letzten Geschäftsjahr erfolgte Konzentrierung der Aktivitäten im Bereich Infrastruktur in einer eigenen Abteilung, soll die Organisationsstruktur weiter vereinfacht werden, sowie eine höhere Agilität und differenziertere Kundenorientierung erfolgen, von der sich die Gesellschaft ein weiteres Wachstum verspricht. Internationale Großkunden und Know-how-Transfer von Konzernmutter. Durch das gemeinsame "Business Development" innerhalb der Turner & Townsend-Gruppe, soll der Wettbewerbsvorteil einer weltweit tätigen Gruppe gegenüber lokalen Wettbewerbern bestmöglich genutzt werden. Der intensive laufende Wissenstransfer mit unserer Muttergesellschaft soll der Turner & Townsend GmbH erlauben, die bestehenden Kunden der Turner & Townsend Gruppe im deutschsprachigen Raum mit innovativen Leistungen zu bedienen, wodurch sich die Turner & Townsend GmbH zukünftig weitere Projekte und Aufträge von internationalen Kunden, welche bereits Kunden der Turner & Townsend-Gruppe sind, erwartet. Durch die genannten Chancen sowie die Fertigstellung einiger länger laufenden Projekte in den nächsten Monaten erwartet die Geschäftsführung im neuen Geschäftsjahr einen Anstieg des Umsatzes von 30 bis 50 % und in den folgenden Jahren einen organischen Anstieg der erbrachten operativen Wirtschaftsleistung in der Größenordnung von 10 bis 15 % pro Geschäftsjahr. 3. Risikobericht 3.1 Risikomanagementziele und -methoden Die Turner & Townsend GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Unternehmensgruppe eingebunden. Klar strukturierte Prozesse (beschrieben im "Business Management System - BMS", dem internen Qualitätsmanagementsystem) geben vor, wie zum Beispiel beim Abschluss eines neuen Auftrages vorgegangen werden muss, um das Vertragsrisiko zu minimieren. Seit einigen Jahren beschäftigt die Turner & Townsend GmbH eine lokale Risk Managerin, um die Prüfung der deutschen Verträge effizienter abwickeln zu können sowie die Konformität mit den konzernübergreifenden Vorgaben des "Risk Management" von Turner & Townsend einzuhalten. Damit ist auch sichergestellt, dass die angebotenen Leistungen und die Haftung daraus über die Betriebshaftpflichtversicherung der Gruppe abgedeckt sind und - wo das nicht der Fall ist - entsprechende Risikominimierungsstrategien umgesetzt werden. Bei einem Großteil der Aufträge der Turner & Townsend GmbH ist eine monatliche Zahlungsweise vereinbart, u. a. zur Verminderung des Risikos bei möglichen Zahlungsschwierigkeiten des Auftraggebers. Darüber hinaus werden insbesondere bei Neukunden zur Reduzierung von Zahlungsausfällen Kreditauskünfte zu einer besseren Bonitätsbeurteilung eingeholt und bewertet. Das Finanzmanagement der Turner & Townsend GmbH ist darauf ausgerichtet, jederzeit einen aktuellen Stand der Liquidität und der offenen Posten zu haben. Hierzu stellt das Buchhaltungssystem der Turner & Townsend GmbH entsprechende Tools zur Verfügung. Durch das regelmäßige Controlling werden offene Rechnungen überwacht und zeitnah gemahnt. Dadurch lässt sich das Liquiditätsrisiko deutlich vermindern. 3.2 Einzelrisiken Die Kategorisierung der Risiken erfolgt nach unserem G6-Geschäftsmodell, welches den Rahmen der Unternehmensentwicklung zur Entwicklung unseres Geschäfts und zur Förderung des Wachstums in unseren Märkten, Sektoren und Produkten darstellt. Nach unserer Einschätzung enthalten die nachfolgend aufgeführten aktuellen und aufkommenden Trends die wesentlichen zukünftigen Risiken, welche in absteigender Bedeutung gereiht sind: Fehlende Gewinnung oder Bindung von Fachkräften Auch die Ressourcenbeschaffung bleibt ein wesentliches Risiko, da es zu Personalengpässen aufgrund fehlender Fachkräfte führen kann bzw. aktuell auch regelmäßig schon führt. Durch weitere Stärkung des Recruiting-Bereichs, individuelle Personalentwicklungsprogramme und interessante Tätigkeiten für die Mitarbeiter versuchen wir weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber für die bestehenden als auch für neue Mitarbeiter zu sein. Erhaltung der Nettomarge Eine Reihe von Faktoren beeinflussen unsere Nettomarge, einschließlich Gehaltsdruck, Inflation und der Wettbewerbsdruck auf die Angebotspreise. Um erfolgreich zu bleiben, investieren wir deshalb auch weiterhin in neue Sektoren, Dienstleistungen, unsere Mitarbeiter und neue Werkzeuge und Systeme, um die erwarteten Kostenentwicklungen mit der Leistungserbringung in Einklang zu bringen und bei einem zunehmend wettbewerbsintensiverem Umfeld weiterhin erfolgreich am Markt tätig zu sein. Marktvolatilität Es besteht das Risiko, dass die Märkte bzw. Branchen, in welchen wir tätig sind, volatiler werden. Unsere Geschäftsstrategie zur Bewältigung der Marktvolatilität ist einerseits eine Branchendiversifizierung, andererseits eine Diversifikation unseres Serviceangebotes. Qualität unserer Dienstleistung Eine hohe Leistungsqualität vermeidet Kosten für Mängelbeseitigung, Haftungsthemen und sorgt für zufriedene Kunden, was wiederum die beste Risikovorsorge in Hinblick auf die zukünftige Auftragsgewinnung darstellt. Wir haben deshalb Umfang und Organisation der Qualitätssicherung auf unseren Projekten massiv verstärkt. Vertragsbedingungen und -risiken Wir sehen immer mehr Fälle, in denen Kunden versuchen, zusätzliche vertragliche Risiken auf uns zu übertragen, wobei einige dieser Risiken potenzielle längerfristige negative Auswirkungen haben können. Im Rahmen unseres "Risk Management" sowie des Angebotsfreigabe-Prozesses werden diese Vertragsbedingungen berücksichtigt und auch weitere Risikofaktoren bewertet und zu einer Entscheidung gebracht. Zur Risikominimierung bedient sich die Turner & Townsend GmbH einer für die gesamte Turner & Townsend-Gruppe zentral abgeschlossener Haftpflichtversicherung. Veränderte Leistungsnachfrage der Kunden und Digitalisierung Es besteht ein ständiger Bedarf an der Weiterentwicklung unseres Servicemodells, um unser Angebot an die sich ändernden Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen und gleichzeitig produktiver zu werden. Ein Schwerpunkt, der innerhalb der Turner & Townsend-Gruppe identifiziert wurde, ist eine zunehmende Digitalisierung. Dies wird eine massive Veränderung der Art, wie wir unsere Dienstleistungen erbringen, zur Folge haben. Zu diesem Zweck wurde innerhalb der Turner & Townsend-Gruppe ein zentrales Programm unter Leitung des Senior Managements aufgesetzt, welches dieses Thema analysiert und entsprechende Lösungen entwickelt. Auswirkungen des Ukraine-Krieges Durch den Krieg Russlands in der Ukraine können sich negative Auswirkungen einerseits für laufende Kundenprojekte insbesondere im Bereich der Beschaffung durch Lieferschwierigkeiten bzw. Nichtverfügbarkeit von benötigten Baumaterialen ergeben, welche negative Auswirkungen auf die Leistungserbringung der Gesellschaft zur Folge haben kann. Andererseits können die durch den Krieg ausgelösten Schwierigkeiten im Bereich der Energieversorgung dazu führen, dass Kunden ihre geplanten Bauvorhaben stoppen, verzögern oder erstmal gar nicht ausführen Unsere Strategie zur Minimierung dieses Risikos ist einerseits eine Fokussierung auf Branchen, welche aktuell nicht von den Auswirkungen des Kriegs betroffen sind bzw. starkes Wachstum zeigen, andererseits eine enge Bindung an bestehende Kunden bzw. Key Clients der Turner & Townsend-Gruppe, um kurzfristig auf ein verändertes Nachfrageverhalten mit einer Ausweitung des Umsatzes mit diesen Kernkunden reagieren zu können. Im Berichtsjahr sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die ihre Ursache im Umfeld oder in der Branche, in der Unternehmensstrategie, im Personal, in der Ausführung der Leistungen, in informationstechnischen oder finanzwirtschaftlichen Risiken haben. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Mit den oben genannten Maßnahmen sehen wir uns gut aufgestellt, um erfolgreich in den nächsten Geschäftsjahren am Markt agieren zu können.
München, den 29. September 2023 Dr. Reimoser Clancy Dand Grace Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023der Turner & Townsend GmbH, Münchenin EURO
Bilanz zum 30. April 2023der Turner & Townsend GmbH, Münchenin EURO Aktiva
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023der Turner & Townsend GmbH, MünchenI. Allgemeines Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 133509 eingetragen. Es bestehen Betriebsstätten in Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg und in Wien/Österreich. Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB gewählt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenklassen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind in Euro (EUR) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen in Tausend Euro (TEUR). In der Vorjahresbilanz wurden aufgrund eines Übertragungsfehlers die Vorräte um TEUR 5.724 zu niedrig ausgewiesen und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 5.724 zu hoch ausgewiesen. Eine Ergebnisauswirkung aus diesem reinen Ausweisfehler hat sich nicht ergeben. Die richtigen Bilanzpositionen wären bei den Vorräten TEUR 49.441 anstatt TEUR 43.717 gewesen und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.802 anstatt TEUR 7.526 gewesen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um Software, die zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über maximal fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Dabei wenden wir grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode an. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Die Bandbreite der gewöhnlichen Nutzungsdauer für die Sachanlagen der Gesellschaft liegt zwischen 3 und 8 Jahren. Bewegliche Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 800 EUR werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 800 EUR werden aktiviert und über ihre betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Unter den Finanzanlagen werden die Anteile (100 %) an der Turner & Townsend (Frankfurt) GmbH, Frankfurt am Main, sowie Fondsanteile im Zusammenhang mit einem Gehaltsumwandlungsplan ausgewiesen. Die Anteile an der Turner & Townsend (Frankfurt) GmbH kamen mit ihren Anschaffungskosten zum Ansatz. Wegen dauerhafter Wertminderung wurden die Anteile in den vergangenen Geschäftsjahren in voller Höhe abgeschrieben. Die Fondsanteile werden zu Anschaffungskosten und bei dauerhafter Wertminderung vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Zuschreibungen erfolgen maximal bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten bei Wegfall der Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen. Umlaufvermögen Die unter den Vorräten ausgewiesenen in Arbeit befindlichen Aufträge sind zu Herstellungskosten, d.h. mit den Einzelkosten zuzüglich aller aktivierbaren Gemeinkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert, bewertet. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir zum Nominalwert bzw. zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Flüssige Mittel und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt. Aktive latente Steuern Die Gesellschaft nimmt das Saldierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB in Anspruch. Der Aktivüberhang wird wahlrechtskonform nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgewiesen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem kombinierten Ertragsteuersatz von rd. 33%, der die Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie den Solidaritätszuschlag umfasst. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Pensionsrückstellungen umfassen Ansprüche auf Übergangszuschüsse der tariflichen und übertariflichen Mitarbeiter sowie die im Zusammenhang mit dem Deferred Compensation Modell stehenden Rentenbeträge. Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes in Höhe von 1,80 % p.a. (i.V. 1,79 % p.a.), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 10 Jahren ergibt, ermittelt. Der Berechnung liegen die Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (RT 2018 G) wie im Vorjahr zugrunde. Künftige Gehalts- und Rentensteigerungen in Höhe von 2,0 % p.a. (i.V. 2,0 % p.a.) sowie Fluktuationsraten sind bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag, der sich aus dem Übergang vom 7- auf den 10-Jahres-Durchschnitt des Marktzinses gemäß § 253 Abs. 6 HGB ergibt, beträgt bei den Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Deferred Compensation Modell EUR 688,00 und bei den Übergangsgeldzahlungen EUR 64,00. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen haben wir für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung gebildet. Die sonstigen Rückstellungen werden zum erforderlichen Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet. Die Gewährleistungsrückstellungen werden mit ca. 0,5 % (i.V. 0,5 %) des Umsatzes aus Eigenleistungen pauschal gebildet. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden unter den Verbindlichkeiten angesetzt. Umsatzsteuerforderungen und -verbindlichkeiten werden, soweit sie die gleiche Finanzbehörde betreffen, saldiert ausgewiesen. Umsatzrealisierung Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Leistungen ausgeführt und vom Auftraggeber abgenommen worden sind. Im langfristigen Projektgeschäft werden die Umsätze realisiert, wenn der Vertrag bzw. die Bedingungen für die Abrechnung nach Leistungsfortschritt erfüllt sind. Den mit abgerechneten bzw. teilabgerechneten Aufträgen im Zusammenhang stehenden und in Folgejahren noch anfallenden bzw. drohenden Aufwendungen wird in ausreichendem Maße Rechnung getragen, insbesondere in Form von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für bereits erbrachte Leistungen und Lieferungen von Dienstleistern, anteilige Gewährleistungen sowie sonstige für das jeweilige Projekt relevante potenzielle Aufwendungen. Bei Regieleistungen werden Abrechnungen entsprechend den vereinbarten Abrechnungsperioden mit den vertraglich festgelegten Tages- bzw. Monatspauschalen vorgenommen. Grundlage für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die wir am Tag des Geschäftsvorfalls in Euro umgerechnet haben. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Kurs vom Tag der Erstbuchung des Geschäftsvorfalls oder dem niedrigeren bzw. höheren Stichtagskurs bewertet. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR) (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 26.963 umfassen Erlöse aus dem Projektmanagement- und -beratungsgeschäft sowie sonstige Dienstleistungen. Im Einzelnen sind das:
In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus der Weiterverrechnung administrativer Leistungen sowie Gehaltsaufwendungen aus den Bereichen Personal, Risikomanagement, Finanzen, Marketing und Business Development und Sekretariatsunterstützung für Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 366 (i.V. TEUR 296) enthalten. (2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Die Herstellungskosten (TEUR 17.601; i.V. TEUR 10.905) der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen bestehen größtenteils aus Aufwendungen für Personal und für bezogene Dienstleistungen. (3) Allgemeine Verwaltungskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 6.371 (i.V. TEUR 5.575) bestehen im Wesentlichen aus Personalaufwendungen für Mitarbeiter aus dem administrativen Bereich, Management Fees der Muttergesellschaft, Aufwendungen für die Miete der Büroräume, Beratungskosten, Abschreibungen, Telefonkosten, Schulungs- und Marketingkosten sowie Recruitingkosten. Die gestiegenen allgemeinen Verwaltungskosten resultieren im Wesentlichen aus höheren Personalaufwendungen aufgrund zusätzlichen Personals in den Bereichen Learning & Development und Human Resources/Recruitment sowie höheren Management Fees der Muttergesellschaft. (4) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren überwiegend aus der Auflösung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 50 (i.V. TEUR 0), der anteiligen Weiterverrechnung von Veranstaltungskosten in Höhe von TEUR 11 (i.V. TEUR 0) und einem Ertrag aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (i.V. TEUR 1). (5) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren überwiegend aus der Bildung einer Wertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 26 (i.V. TEUR 23) und dem Aufwand für Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 9 (i.V. TEUR 18). (6) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
(7) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die laufenden Steuern der Gesellschaft in Deutschland und für die Betriebsstätte in Österreich für das Geschäftsjahr 2022/23 sowie eine Anpassung für das vorangegangene Geschäftsjahr. IV. Erläuterungen zur Bilanz (in TEUR) (9) Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände bestehen aus Softwarelizenzen. Das Sachanlagevermögen besteht aus der Büro- und Geschäftsausstattung. Die Finanzanlagen bestehen aus Fondsanteilen im Rahmen des Deferred Compensation-Programmes und der 100 % Beteiligung an der Turner & Townsend (Frankfurt) GmbH, Frankfurt am Main. Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Wertpapiere des Anlagevermögens bestehen aus Fondsanteilen am Siemens Euroinvest Aktien Inha in Höhe von TEUR 26 (i.V. TEUR 26) und Fondsanteilen am Siemens Euroinvest Renten Inha in Höhe von TEUR 19 (i.V. TEUR 19). (10) Vorräte
(11) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Fremde bestehen aus Forderungen gegen inländische und ausländische Auftraggeber. Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 26 (i.V. TEUR 23) wurden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (VU) bestehen überwiegend aus einem kurzfristigen Intercompany-Liquiditätsdarlehen in Höhe von TEUR 10.399 (i.V. TEUR 6.899) gegenüber der Gesellschafterin und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 111 (i.V. TEUR 143). Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Berichtsjahr im Wesentlichen einen Kapitalertragsteueranspruch in Höhe von TEUR 1.451 und Mietkautionen in Höhe von TEUR 145 (i.V. TEUR 114). (12) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 250. Es wird von der Turner & Townsend International Ltd., Leeds, Großbritannien, zu 100% gehalten. Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:
Die Höhe des Eigenkapitals einschließlich des Jahresüberschusses des laufenden Jahres in Höhe von TEUR 2.331 beträgt TEUR 4.386. (13) Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen betreffen die noch nicht veranlagten deutschen und österreichischen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2020/21 (TEUR 1.864), 2021/22 (TEUR 489) und 2022/23 (TEUR 676). Die Rückstellungen für Personalkosten enthalten im Wesentlichen die variablen Einkommensbestandteile der Mitarbeiter sowie das anteilige 13. Monatsgehalt und die Urlaubsrückstellungen. In den Rückstellungen für geschäftsbezogene Kosten sind Gewährleistungsrückstellungen und Rückstellungen für fehlenden Aufwand für erbrachte und bereits abgerechnete Leistungen enthalten. Die Gewährleistungsrückstellungen werden in Höhe von ca. 0,5 % (i.V. 0,5 %) des Umsatzes aus Eigenleistungen pauschal gebildet. (14) Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.288 (i.V. TEUR 1.193) resultieren vollständig aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen. Von diesen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 189 (i.V. TEUR 210) gegenüber der Gesellschafterin. Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen TEUR 36 (i.V. TEUR 823) aus noch in Deutschland, Österreich und der Schweiz abzuführender Lohn- bzw. Umsatzsteuer. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 1.881, berechnet bis zum jeweiligen Vertragslaufzeitende (Restlaufzeiten bis zu 5 Jahren) bei frühestmöglicher Kündigung.
2. Materialaufwand Die Aufwendungen für gekaufte und bezogene Leistungen betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 8.428 (i.V. TEUR 6.876). 3. Personalaufwand
4. Mitarbeiter Die Turner & Townsend GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 237 Mitarbeiter (i.V. 219), davon 209 Mitarbeiter (i.V. 194) im operativen Bereich und 28 Mitarbeiter (i.V. 26) im administrativen Bereich. 5. Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung der Turner & Townsend GmbH:
Lediglich ein Geschäftsführer ist von der Turner & Townsend GmbH angestellt und erhält von ihr seine Bezüge. Wir sehen daher unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB von der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer ab. 6. Mutterunternehmen Die Turner & Townsend GmbH, München, ist ein Tochterunternehmen der Turner & Townsend International Ltd, Leeds, Großbritannien, welche wiederum über Zwischengesellschaften ein Tochterunternehmen der Turner & Townsend Limited, Leeds, Großbritannien, ist. Der Jahresabschluss der Turner & Townsend GmbH ist im Konzernjahresabschluss (Annual Report and financial statements) der Turner & Townsend Limited enthalten, welcher am Hauptsitz der Gesellschaft in Leeds, Großbritannien, eingesehen werden kann. Dieser Konzernabschluss umfasst den kleinsten Kreis. Der größte Kreis für den Konzernabschluss in welchen der Jahresabschluss der Turner & Townsend GmbH einbezogen wird, wird durch die CBRE Group Inc., Delaware, USA, erstellt und kann am Hauptsitz der Gesellschaft in Dallas/Texas, USA, eingesehen werden. Da die Größenkriterien gem. § 293 HGB nicht erfüllt sind, erstellt die Turner & Townsend GmbH, München, für sich und ihre Tochtergesellschaft, die Turner & Townsend (Frankfurt) GmbH, Frankfurt am Main, keinen Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis. Die Geschäftsführung schlägt vor das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Berichtsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine andere Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Turner & Townsend GmbH erfordert hätten.
München, den 29. September 2023 Dr. Reimoser Clancy Dand Grace Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Turner & Townsend GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Turner & Townsend GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Turner & Townsend GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 27. Oktober 2023 KPMG
AG
Duschl, Wirtschaftsprüfer Overbeck, Wirtschaftsprüfer |
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