Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 722389
Eingetragen
12.3.2007
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenInstitute für Factoring-GeschäfteBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Das Factoring und die Erbringung damit verbundener Dienstleistungen wie insbesondere Debitorenmanagement. Es wird keine Steuer- und Rechtsberatung vorgenommen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Anneliese Copony
seit 26.1.2016
Prokura
Kurt Daubenschütz
seit 6.12.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 5 angezeigt

Germany
2.534.520 €
68.45%

Beteiligungen

NameAnteil
6.81%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

adesion Factoring GmbH

Schorndorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die adesion Factoring GmbH betreibt seit 2007 das Factoringgeschäft vorrangig für kleinere und mittelständische Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Sitz der Gesellschaft ist 73614 Schorndorf.

Die adesion Factoring GmbH ist seit 2021 in den Konzernverbund der DORI Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Schwaig, eingebunden. Mit Wirkung zum 01.01.2021 wurde die NL Factoring GmbH, die bisherige Factoringgesellschaft der DORI-Gruppe (u.a. Nürnberger Leasing GmbH), auf die adesion Factoring GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 16.03.2022 in das Handelsregister eingetragen.

Wir sind langjähriges Mitglied im Bundesverband Factoring für den Mittelstand. Mit Herrn Michael Ritterstellen wir dort den Vorstandsvorsitzenden.

Mit Wirkung zum 01.01.2018 hat die adesion Factoring GmbH die VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH mit Sitz in Oldenburg erworben. Die VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der adesion Factoring GmbH.

2. Ziele und Strategien

Als mittelständische Factoringgesellschaft verstehen wir uns als Finanzierer aus dem Mittelstand für den Mittelstand. Im Fokus unserer Vertriebsaktivitäten stehen seit je her hauptsächlich mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Branchen.

Die adesion Factoring GmbH bietet das Full-Service-Factoring für Ihre Anschlusskunden an. Neben der Bereitstellung von Liquidität durch den Ankauf und Bevorschussung von kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bieten wir Schutz gegen Forderungsausfall, sowie die Debitorenbuchhaltung inklusive Debitorenmanagement.

Wir tätigten im Jahr 2023 ausschließlich echtes Factoringgeschäft, d.h. wir übernehmen in diesen Fällen in voller Höhe das Debitorenausfallrisiko. Der Vertrieb erfolgte im Jahr 2023 unverändert über die bei uns üblichen Kanäle wie beispielsweise Steuerberater, Banken, Kreditversicherungs- und Factoringvermittler und Unternehmensberatungen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Wirtschaftsrückgang 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen haben die Konjunktur gedämpft. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 habe sich somit nicht fortgesetzt.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung ist Destatis zufolge im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich verlaufen. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, sei insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurückgegangen. Entscheidend dafür sei eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung gewesen. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, sei im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus gewesen (-0,4 Prozent). Positive Impulse seien hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau gekommen. Dagegen seien Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut gesunken, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Laut Destatis machten sich im Baugewerbe neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon sei vor allem der Hochbau betroffen gewesen. Dagegen sei die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert worden. Insgesamt habe das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 Prozent erreicht.

Die meisten Dienstleistungsbereiche hätten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten können und die Wirtschaft im Jahr 2023 gestützt. Der Anstieg sei aber insgesamt schwächer ausgefallen als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs habe der Bereich "Information und Kommunikation" mit einem Plus von 2,6 Prozent verzeichnet. Er habe damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte angeknüpft. Der Bereich "Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit" (+1,0 Prozent) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 Prozent) konnten Destatis zufolge ebenfalls leicht zulegen. Dagegen sei die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" um 1 Prozent zurückgegangen.

Destatis zufolge nahm der private Konsum angesichts hoher Verbraucherpreise im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Von Rückgängen seien vor allem die Bereiche betroffen gewesen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Demnach seien die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte besonders stark gesunken (-6,2 Prozent). Auch der Staat habe im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben reduziert (-1,7 Prozent). Das habe vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern gelegen. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die Bauinvestitionen sind Destatis zufolge im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 Prozent gesunken. Neben den hohen Baupreisen hätten sich hierbei die spürbar gestiegenen Bauzinsen ausgewirkt, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale seien lediglich vom Ausbaugewerbe gekommen, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - sei dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert worden als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu habe vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen beigetragen, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Laut Destatis haben sich die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar gemacht - dieser sei trotz sinkender Preise zurückgegangen. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt 1,8 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Wie Destatis bekannt gab, wurde die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das seien 0,7 Prozent oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor gewesen und somit so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung habe 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zugenommen. Hinzu sei eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung gekommen. Diese positiven Effekte hätten die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels überwogen. Der Beschäftigungsaufbau habe 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen stattgefunden. Quelle: www.destatis.de

Der deutsche mittelständische Factoringmarkt konnte im Jahr 2023 ein durchschnittliches Wachstum von ca. 13% verzeichnen. Dies liegt deutlich über dem durchschnittlichen Wachstum der letzten Jahre von 6% bis 8%.

2. Geschäftsverlauf

Für 2023 hatten wir mit einem Anstieg im Ankaufsvolumen von 10% geplant. Mit einem Wachstum des Ankaufsvolumens von 1,4% lagen wir unter Plan. Dies ist insbesondere auf Umsatzrückgänge unserer Bestandskunden im produzierenden Gewerbe zurückzuführen. Mit dem Neukundengeschäft im Gesamtjahr sind wir zufrieden. Vor diesem Hintergrund stieg das Ankaufsvolumen auf MEUR 392 (Vorjahr MEUR 386). Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 betrug TEUR 94 (Vorjahr TEUR 401).

Auch für 2023 bleibt festzuhalten, dass die erzielbaren Margen auf dem bekannt niedrigen Niveau verharren, tendenziell eher noch weiter zurückgehen. Ein Trend hin zu besseren Margen ist für uns aktuell nicht ersichtlich.

Unsere Branchen- und Ausfallrisiken sind weiterhin breit gestreut. Bedeutende Konzentrationen sind weder auf der Mandanten- noch auf der Debitorenseite zu erkennen. Auch branchenseitig ist die adesion Factoring GmbH wie in den Vorjahren breit aufgestellt. Ergänzend verweisen wir auf unseren Risikobericht.

Die vom Gesetzgeber geforderte Beaufsichtigung durch die BaFin / Bundesbank ist für unser Unternehmen auch im Berichtszeitraum darstellbar gewesen. Aufbauorganisation und Organisationsrichtlinien unseres Unternehmens entsprachen auch schon in den Vorjahren den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Kreditinstitute (MaRisk). Wir bilden alle Anforderungen der Aufsicht durch die BaFin und Bundesbank ab.

Die Stelle der "Internen Revision" wurde in 2023 weiterhin von der Fa. Kühne RWC durchgeführt. Die Funktion des Revisionsbeauftragten wurde von Frau Jeannette Schulz ausgeübt.

3. Lage

Ertragslage

Die Ertragslage ist im Ergebnis als gut zu bezeichnen.

Die Zinserträge sind bedingt durch das Wachstum des Ankaufsvolumens und dem höheren Zinsniveau um TEUR 1.305 auf nunmehr TEUR 5.477 angestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Beteiligungsansatz der VfH um TEUR 203 wertberichtigt.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 246 (Vorjahr: TEUR 603). Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 401).

Finanzlage

Auch im Geschäftsjahr 2023 tätigten wir Refactoring-Geschäfte mit der SüdFactoring GmbH und der HCOB, Hamburg. Neben dem Refactoring erfolgte unsere Refinanzierung klassisch über Eigenmittel und Refinanzierungslinien bei Banken. Durch die Diversifizierung unserer Refinanzierungspartner ist unsere Refinanzierung weiterhin als solide anzusehen. Die bisherigen Kern-Refinanzierungsbanken stehen weiterhin mit revolvierenden Kreditlinien zur Verfügung.

Wir verfügten stets über ausreichende Refinanzierungsmittel. Die Liquiditätssituation der adesion Factoring GmbH war zu jeder Zeit als sehr gut zu bezeichnen und schafft Potenzial für Wachstum.

Hierzu hat auch in nicht unerheblichem Umfang die sehr solide Eigenkapitalausstattung beigetragen. Im Geschäftsjahr wurden Ausschüttungen an die Gesellschafter der Gesellschaft in Höhe von TEUR 320 getätigt. Die gesamte Eigenmittelausstattung der adesion Factoring GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf rd. TEUR 5.472 (=14% der Bilanzsumme).

Vermögenslage

Die Struktur unserer Aktiva ist wesentlich geprägt durch die Forderungen an Kunden, die ca. 87% der Bilanzsumme ausmachen. Die Forderungen sind in der Regel innerhalb von 3 Monaten fällig. In 2022 wurde dem Mehrheitsgesellschafter ein Darlehen von TEUR 100 gewährt.

VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH, Oldenburg

Die VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Gesellschaft und versteht sich als mittelständisches Finanzdienstleistungsunternehmen. Die VfH hatte in 2023 Ihre Zielkunden im Bereich Heilwesen (u.a. Zahnärzte) und den daran angrenzenden Bereichen und betreibt ausschließlich echtes Factoring.

C. Chancen- und Risikobericht

Ziele und Methoden

Aus dem Factoringgeschäft ergeben sich verschiedene Risiken, denen wir durch Prüfung und Begrenzung von Einzelrisiken (Limitsystem), Beobachtung von Einzel- und Branchenrisiken und permanente Überwachung Rechnung tragen.

Die zu diesem Zweck getroffenen Regelungen sind schriftlich festgelegt und in einem Organisationshandbuch auf Basis unserer internen Risikostrategie zusammengefasst. Arbeitsanweisungen und interne Richtlinien vervollständigen diese Regelungen im Einzelfall. Diese Regelungen wurden von uns auch im Jahr 2023 weiterentwickelt, um sie den steigenden Anforderungen an das Risikomanagement anzupassen. Ziel ist es, ein Höchstmaß an Wirksamkeit zu erreichen und

geschäftliche Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren,

eingegangene und auftretende Risiken zu kontrollieren,

erkannte Risiken in der Art zu steuern, dass Verluste vermieden und angemessene Erträge erzielt werden.

Das Risikomanagement insgesamt muss wirtschaftlich sein. Aus diesem Grund ist das Risikomanagement fest in unsere betrieblichen Abläufe integriert. Welche Risiken jeweils für die wirtschaftliche Lage von Bedeutung sind, hängt jeweils von den aktuellen Gegebenheiten ab. Die Risikostrategie als zentraler Punkt des Risikomanagements beschreibt die möglichen Risiken innerhalb des Geschäftsbetriebes und bewertet die Risiken nach deren Bedeutung. Die in unserer Gesellschaft eingesetzten Steuerungsansatzpunkte und -verfahren werden dargestellt bzw. es wird auf die entsprechenden Regelungen zur konkreten Umsetzung oder auf separate Richtlinien verwiesen. Die Risikopolitik liegt naturgemäß in der Verantwortung der Geschäftsleitung. Dies schließt auch die regelmäßige Überprüfung und fortlaufende Weiterentwicklung des Systems mit ein, was auch im Berichtsjahr erfolgte.

Die Funktionstrennung der Organisationseinheiten bis in die Geschäftsführung, die Einbindung der Geschäftsführung in alle Prozesse und darüber hinaus die Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips, insbesondere im Rahmen der Votierung und bei Auszahlungen, ist wesentlicher Geschäftsgrundsatz zur Minimierung vorhandener Risiken.

Im Unternehmen ist ein Risikosteuerungs- und -controllingsystem implementiert. Dieses ist Bestandteil eines für eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation notwendigen Risikomanagementsystems. Hierdurch ist eine angemessene Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gewährleistet.

Die Stelle des Risikocontrollers übt bei uns Herr Kurt Daubenschütz aus. Er berichtet monatlich an die Geschäftsleitung über besondere Erkenntnisse im Rahmen der Risikosteuerung und des Risikocontrollings.

Risikoarten sowie Strategien zur Risikominimierung

Die wesentlichen Risikoarten im Bankgeschäft werden im KWG und MaRisk unter folgenden Oberbegriffen zusammengefasst:

1.

Adressenausfallrisiken

2.

Marktpreisrisiken

3.

Liquiditätsrisiken

4.

Operationelle Risiken (IT, Recht, Betrug)

5.

Konzentrationsrisiken (auf Mandanten- und Debitorenseite)

6.

Geographische Risiken (insbesondere auf Debitorenseite)

7.

Währungsrisiken

8.

Veritätsrisiken / Betrugsrisiken / Rechtliche Risiken

Risiken können im Grunde nie ganz ausgeschlossen werden. Das Ziel sollte daher sein, vorhandene Risiken unter Einsatz von wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu erkennen, sie zu minimieren, ihnen präventiv zu begegnen und bereits entstandenen Bedrohungen in einer geeigneten Weise offen entgegenzutreten. Dazu nutzen wir auch Risikotoleranzen, die in Abhängigkeit unserer wirtschaftlichen Tragfähigkeit oder einer effizienten Bearbeitung festgelegt werden.

Da Nachhaltigkeitsrisiken (= ESG- Risiken) einen negativen Einfluss auf alle Geschäftsbereiche und als Teilaspekt auf alle bekannten Risikoarten haben können, werden wir deshalb diese weiter schrittweise unter Berücksichtigung des Proportionalitätsprinzips in unser Risikomanagement einzubeziehen.

Strategien zur Risikominimierung

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko (Bonitätsrisiko) umfasst das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Betriebswirtschaftlich ist das Adressenausfallrisiko die Gefahr, dass der tatsächliche, bonitätsmäßige Verlust vom erwarteten Verlust abweicht. Das Adressenausfallrisiko wird betriebswirtschaftlich durch den unerwarteten Verlust ausgedrückt.

Präventiv haben wir daher definiert, mit welchen Zielgruppen wir zusammenarbeiten möchten (Einzelheiten haben wir in unserer Geschäftsstrategie formuliert).

Grundsätzliches Ziel ist es, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, nach Möglichkeit zu verhindern und wenn Schaden entstanden ist, sachgerecht und zielgerichtet damit umzugehen.

Zur maximalen Absicherung von Adressenausfallrisiken nehmen wir den Service von Warenkreditversicherern in Anspruch. Liegt eine Risikozeichnung durch den Kreditversicherer in schriftlicher Form nicht vor, so werden Forderungen nur im Inkasso-Verfahren abgewickelt, d. h. die Lieferung/Dienstleistung wird nicht vorfinanziert und auch keine Delkrederehaftung vom Factor übernommen.

Durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung beschränkt sich somit das Adressausfallrisiko auf den im Versicherungsvertrag vereinbarten Selbstkostenanteil.

Darüber hinaus sei vermerkt, dass die Weitergabe eines durch den Warenkreditversicherer bereits genehmigten Limits im Ermessen des Factors liegt. Sollten Gründe bekannt sein, die gegen die Weitergabe / Aufrechterhaltung sprechen (z.B. eigene Zahlungserfahrung), wird ein Limit verweigert und somit das eigene Risiko reduziert. So werden beispielsweise Debitorenlimite ab einer bestimmten Mahnstufe durch uns gestrichen, Forderungen mit Negativmerkmalen oder ausgemahnte Forderungen werden zur Beitreibung extern vergeben. Insofern bestehen im Bereich der Einschätzung des Adressenausfallrisikos keine Risikotoleranzen. Wir gehen bei regresslosen Forderungsankäufen grundsätzlich nur versicherte Risiken ein, sofern beim betreffenden Debitor Insolvenzfähigkeit besteht. Forderungsankäufe gegen die öffentliche Hand behalten wir uns im Einzelfall vor. Dies bedarf jedoch einer Genehmigung durch die Geschäftsführung.

Marktpreisrisiken

Als Marktrisiko, Marktpreisrisiko oder Marktpreisänderungsrisiko bezeichnet man das Risiko finanzieller Verluste auf Grund der Änderung von Marktpreisen (z. B. Aktienkursen, Zinsen, Wechselkursen).

Für Factoringgesellschaften ist hier das Zinsrisiko vorrangig. Um die Spanne zwischen Vorfinanzierung für den Mandanten und den Refinanzierungskosten über die Bank möglichst gleichbleibend zu halten, hat eine zeitnahe Anpassung an die Marktpreise zu erfolgen. Von uns wird diese Anpassung an den EURIBOR mit dem jeweils vertraglich vereinbarten Aufschlag zum Quartalsbeginn vorgenommen und dem Kunden schriftlich mitgeteilt.

Durch die variable Koppelung der Konditionsgestaltung an den 3-Monats-Euribor und bei kongruenter Refinanzierung beschränkt sich unser Zinsänderungsrisiko auf maximal 3 Monate.

Wir haben in unserer Risikostrategie das mögliche Zinsänderungsrisiko quantifiziert und beurteilt. Das potenzielle Risiko ist für uns vertretbar.

Wir tätigen aktuell keine Zinssicherungsgeschäfte. Ferner tätigen wir auch keine Handels- oder sonstige Geschäfte mit Wertpapieren oder Edelmetallen.

Liquiditätsrisiken

Liquidität bezeichnet die Verfügbarkeit von ausreichenden Zahlungsmitteln und die Fähigkeit, die fälligen Verbindlichkeiten jederzeit (fristgerecht) und uneingeschränkt bedienen zu können. Das Risiko für uns liegt insbesondere in der Finanzierungspolitik der refinanzierenden Banken. Die adesion Factoring GmbH bedient sich - wie in unserer Geschäftsstrategie erläutert - bewusst mehrerer Refinanzierungsinstitute und streut hier das latente Risiko des Wegfalls eines oder mehrerer Refinanzierer. Aktuelle Berechnungen, die wir regelmäßig auch unterjährig durchführen, zeigen auf, dass im Berichtsjahr jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven bestanden haben. Im Rahmen unseres zukunftsorientierten Kapitalplanungsprozesses haben wir unsere Planzahlen der kommenden Jahre mit unseren Refinanzierungsmöglichkeiten abgeglichen. Es bestehen ausreichend freie Refinanzierungslinien, um auch das geplante Wachstum finanzieren zu können.

Operationelle Risiken (IT, Recht, Betrug)

Unter dem Begriff operationelles Risiko werden sämtliche betriebliche Risiken verstanden, die in einem Unternehmen einen Schaden verursachen können. Also die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten.

Im Bereich der IT ergeben sich insbesondere folgende Fragestellungen:

Schutz vor externen Zugriffen (Datenschutz) mittels Firewalls

Schutz vor äußeren Angriffen mittels Virenprogrammen

Erstellung von Sicherungsdateien und Gewährleistung der Wiederherstellbarkeit von Datenbeständen

Erarbeiten einer Desaster Recovery Lösung

laufende Betreuung (insbesondere in Problemsituationen muss eine schnelle Problembehebung garantiert sein)

Die adesion Factoring GmbH hat sich auf Grund der Tragweite und Komplexität dieser Thematik dafür entschieden, auch in 2023 unverändert einen externen Dienstleister mit Bankerfahrung zu beauftragen. Seit Oktober 2013 haben wir unsere bis dahin Inhouse geführte IT komplett in ein Rechenzentrum, das auch Banken betreut, ausgelagert. Unser Dienstleister hat sich insbesondere durch namhafte Kunden (auch Banken) einen Namen gemacht. Die Kompetenz wird darüber hinaus noch durch die Vorlage zahlreicher Zertifizierungen nachgewiesen. Wir verfügen über eine Desaster Recovery Lösung, sowie über ein ausgereiftes Sicherungskonzept.

Zusätzlich ist in diesem Zusammenhang auch die Erfüllung der Complianceanforderungen (insbesondere die Vorschriften des Geldwäschegesetzes) zu nennen. Die Stelle des Compliancebeauftragten haben wir personell besetzt. Es liegt ein ausführlicher Compliancebericht vor.

Betreffend interne/externe betrügerische Handlungen wurde eine Risikomatrix "interne/externe Betrugshandlungen" entworfen und ein dazugehöriger Maßnahmenplan erarbeitet, der zugleich den Rahmen für unsere Risikotoleranzen zu diesem Risiko darstellt.

Rechtsrisiken als Teil der operationellen Risiken können entstehen, wenn Ansprüche gegen Geschäftspartner nicht in vollem Umfang oder nicht in geeigneter Weise dokumentiert sind und/oder unbeabsichtigt rechtliche Verpflichtungen entstehen, oder Rechte nicht wahrgenommen werden. Zur Minimierung dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig unsere vertraglichen Vereinbarungen und nehmen hierzu auch regelmäßig externe Unterstützung durch Juristen in Anspruch. Vertragswerke werden regelmäßig unter Beachtung aktueller und neuer gesetzlicher Regelungen und aktueller Rechtsprechung überprüft und ggf. angepasst.

Konzentrationsrisiken

Das Risiko durch Konzentration erstreckt sich über verschiedene Bereiche. Auf der Führungsebene eines Unternehmens sollte durch Aufgabenverteilung auf diverse Mitarbeiter die Handlungsfähigkeit in Ausnahmesituationen unbedingt gewährleistet sein. Bei der Auswahl der Mandanten achten wir auf einen möglichst breiten Branchenmix.

Auf der Forderungsseite erfolgt eine regelmäßige Überwachung der Debitorenstruktur, um auch hier ein möglichst breites Spektrum zu erzielen. Wir vermeiden in der Regel Konzentrationen bei einem Anschlusskunden, in dem wir die Höhe des maximalen einzelnen Debitorenlimits beschränken. In unserem monatlichen Managementbericht wird auch auf diese Risikoart eingegangen. In der Risikostrategie haben wir entsprechende Toleranzen definiert.

Ein weitergehender Ansatz geht über das Einzeldebitorenrisiko hinaus. Gefordert wird eine Risikofeststellung auf der Ebene der Kreditnehmereinheiten (§ 19 Abs. 2 Satz 1 KWG). Der Gedanke hierbei ist, dass, sofern ein Unternehmen der Einheit zahlungsunfähig ist, die anderen ebenso in Bedrängnis kommen werden. Insofern ist das Risiko noch weiter zu fassen.

Im Berichtsjahr haben wir ordnungsgemäß den KWG- Anforderungen - auch und insbesondere - im Hinblick auf KWG §§ 14 und 19 entsprochen.

Geographische Risiken

Viele Staaten werden schon von der Kreditversicherung aufgrund der politischen Risiken nicht berücksichtigt. Für die restlichen, grundsätzlich versicherbaren Länder, bestehen aber auch von uns besondere Prüfkriterien, die bei der Entscheidung über die Limitvergabe zugrunde gelegt werden. Außerdem werden entsprechende Erfahrungswerte oder Veröffentlichungen über die Zahlungsmoral zur Entscheidung mit herangezogen.

Währungsrisiken

Währungsrisiken können entstehen, wenn Rechnungen in anderen Währungen angekauft werden. Grundsätzlich können sich in diesem Zusammenhang die Kursänderungen negativ auswirken.

Da wir derzeit nur in EURO fakturierte Rechnungen ankaufen, besteht dieses Risiko aktuell nicht. In unseren AGBs ist manifestiert, dass wir nur Rechnungen, die auf Euro lauten, ankaufen.

Veritäts- und Betrugsrisiken

Die Verität einer Forderung bezeichnet den rechtlichen Bestand, das heißt beispielsweise, dass die Forderung abtretbar ist, dass keine Einreden bestehen und selbstverständlich, dass die Forderung tatsächlich besteht.

Folgende Maßnahmen zur Reduzierung von Veritätsrisiken werden permanent verfolgt:

Auswahl und Überwachung der Factoringnehmer unter Beachtung bestimmter Bonitätskriterien (internes Rating)

Individuelle Anpassung von Sicherungseinbehalten

Außenprüfungen

Einholung von Saldenbestätigungen bzw. tel. Bestätigung von Debitoren

Veritätsgarantien der Gesellschafter/Geschäftsführer/Inhaber

Weitere Aktivitäten, die wir diesbezüglich vornehmen, finden sich in unserer Risikostrategie.

Rechtliche Risiken können aus vertraglichen Mängeln oder aus anderen ungewollt erwachsenen Verpflichtungen entstehen. Zur Vermeidung dieser Risiken verwenden wir Standardverträge, die von uns auf Basis einer Empfehlung unseres Verbandes mitentwickelt wurden. Ggf. binden wir externe Rechtsanwälte ein.

Zur Begrenzung von finanziellen Schäden durch betrügerische Handlungen unserer Factoringnehmer haben wir bereits vor Jahren eine so genannte Veritätsversicherung abgeschlossen.

Zur Dokumentation und Bewertung aktueller Risiken und bedeutender Vorgänge wird monatlich ein Risiko- und Managementbericht als Informationsmedium für die Geschäftsleitung erstellt. Wir haben unser Internes Kontrollsystem weiterentwickelt und nutzen die Software "Risklytics".

In diesem Zusammenhang werden insbesondere folgende risikorelevante Themen betrachtet:

Forderungsankäufe nach Branchen (im Vergleich zum Vorjahresquartal)

OP Bestand nach Länder

OP Entwicklung nach Größenklassen

größte Debitoren

Entwicklung Neugeschäft (Prüfung, ob vom standardisierten Geschäft abweichende Risiken eingegangen werden)

getroffene strategische Entscheidungen bezogen auf das Risikomanagement

eingeleitete Maßnahmen zur Risikovorsorge / Risikofrüherkennung

Schadensfälle

Gesamtentwicklung des Unternehmens

Zahlverhalten der Debitor auf Mandantenbasis

Bonitätsklassifizierung der Mandanten

Untersuchungen zur Risiko- und Betrugsprävention

Liquiditätsbericht

Risikotragfähigkeitsberechnungen (Mandantenbetrugsszenario und Debitorenausfallszenario)

Berechnung Eigenkapitalunterlegungsgrad

Die im Managementbericht dokumentierten Informationen und Risiken werden nicht nur beschrieben, sondern auch bewertet, kommentiert und eventuell zu veranlassenden Konsequenzen definiert. Ein Limitsystem anhand einer Ampelfunktion (ROT-GELB-GRÜN) führt zu einer klaren Erkennbarkeit, ob und in welchem Umfang die von uns vorgegebenen Risiken eingehalten werden.

Risikotragfähigkeit

Grundsätzlich ist sicherzustellen, dass die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit jederzeit gegeben ist (=Stresstests).

Ziel ist es, festzustellen, ob ein Finanzdienstleistungsinstitut

das Eintreten unerwarteter Verluste

ohne Bestandsgefährdung und

im Wesentlichen ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf seine Gestaltungsmöglichkeiten ausgleichen kann

Um diesen Fragestellungen gerecht zu werden, haben wir Tragfähigkeitsberechnungen angestellt, die sich im Kern auf Adress- und Veritätsrisiken konzentrieren.

Szenario 1: Risikotragfähigkeitsberechnung "Betrug umsatzstärkste Mandanten", wobei wir hier neben dem bisherigen Berechnungsmuster auch ein Szenario unter Going Concern Annahmen berechnen.

Szenario 2: Risikotragfähigkeitsberechnung "Ausfall größte Debitoren" In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, ob eine ausreichende Kapitalhinterlegung mit Eigenmitteln gegeben ist, damit im Schadensfall die entsprechenden Mittel zur Deckung bereitstehen. Hier werden folgende Berechnungen angestellt:

Berechnung 1: Risikodeckungsmasse

Berechnung 2: EK-Hinterlegung (mind. 8% der getätigten Ausleihungen sollten hinterlegt sein)

Die in unserer Risikostrategie aufgezeigten Berechnungen werden quartalsweise erstellt und der Geschäftsleitung vorgelegt. Im Management- und Risikobericht erfolgt die Erstellung und Vorlage im monatlichen Zyklus.

Prävention von Geldwäsche / Terrorismusfinanzierung / Sonstige strafbare handlungen

Zu den wesentlichen Aufgaben eines Instituts im Zusammenhang mit der Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen zählen:

Interne Sicherungsmaßnahmen

Risikoanalyse (§ 5 GwG)

Geldwäschebeauftragter (§ 7 GwG)

Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden (§ 10 ff GwG, 25 g ff KWG)

Identifizierung des Kunden

Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten

Einholung von Informationen über Art und Zweck der Geschäftsbeziehung

Abklärung des PEP- Status

Kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung

Aufzeichnung und Aufbewahrung (§ 8 GwG)

Befolgung von Anordnungen

Erstattung von Verdachtsanzeigen (§ 43 GwG)

Die adesion Factoring GmbH kommt diesen Anforderungen vollumfänglich nach. Näheren Aufschluss dazu gibt unser gesamtes Risikomanagementsystem, das vom berechtigten Interessenten gerne eingesehen werden kann.

D. Beirat

Der Beirat unterstützt die Geschäftsführung durch seinen Rat. Die Beratung der Geschäftsführung durch den Beirat erfolgt in formeller und materieller Hinsicht. Die Geschäftsführung unterrichtet den Beirat umfassend über alle Angelegenheiten des Unternehmens. Im Rahmen der Beiratssitzungen berichtet die Geschäftsführung vierteljährlich dem Beirat auch über die Ergebnisse der Internen Revision und Compliance.

Daneben stehen dem Beirat gemäß Geschäftsordnung und Gesellschaftervertrag noch weitere, auch eigene Kontrollmöglichkeiten zur Verfügung, um sich, neben den Berichten der Geschäftsführung, der Internen Revision und des Abschlussprüfers, ein Bild von unserer Entwicklung machen zu können.

Die Beiratsmitglieder verpflichten sich mit der Annahme der Wahl, sich diejenigen Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen, welche sie zur ordnungsgemäßen Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

Einzelheiten regelt die von der Gesellschafterversammlung beschlossene Geschäftsordnung für den Beirat.

Der Beirat wird bei Bedarf einberufen, mindestens jedoch 4-mal pro Kalenderjahr. Im Jahre 2023 erfolgten insgesamt 4 Beiratssitzungen, über die jeweils ein Protokoll angefertigt und vom Beirat genehmigt wurde.

E. Prognosebericht

Die Deutsche Bundesbank hat sich mit ihrer Jahresprognose für 2024 dagegen gewandt, die Aussichten zu düster zu malen. "Die deutsche Wirtschaft erholt sich in den kommenden Jahren", schreiben die Währungshüter. Die Erholung verzögere sich etwas, doch das Bild helle sich bald auf. "Ab Beginn des Jahres 2024 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Expansionspfad einschwenken und nach und nach Fahrt aufnehmen", sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. Die Inflation werde sich 2024 auf 2,6 Prozent "mehr als halbieren".

Die Bundesbank kommt den Zahlen nach zu folgenden Prognosen: Nach einem Rückgang um 0,1 Prozent in 2023 werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 nun um 0,4 Prozent wachsen. Für die Jahre 2025 und 2026 traut die Bundesbank Deutschland ein Wachstum von 1,2 und 1,3 Prozent zu.

Auch das ist eigentlich nicht viel. Dennoch betont die Bundesbank positive Aspekte: Die Wirtschaft profitiere bald von zwei Faktoren: einer höheren Auslandsnachfrage vor allem aus Europa sowie "kräftig steigender Löhne und rückläufiger Inflation". Die Haushalte dürften dann mehr Geld für Konsum ausgeben. "Die realen Einkommen der privaten Haushalte erhöhen sich deutlich", betonte Nagel. Die privaten Investitionen würden dagegen erst 2026 wieder etwas anziehen. Aktuell bremse die schwache Auslandsnachfrage die Industrie. Zudem zögerten viele Konsumenten mit Ausgaben, und die höheren Zinsen dämpften die Investitionen. Die Inflationsrate betrug in diesem Jahr aufgrund der hohen Teuerung zu Jahresbeginn im Durchschnitt noch 6,1 Prozent. Sie hat sich mittlerweile aber deutlich abgekühlt und werde 2024 weiter auf einen Mittelwert von 2,7 Prozent fallen. Energie werde kaum noch teurer. Auch die Lebensmittelpreise steigen nicht mehr so schnell.

Wir gehen vor diesem Hintergrund von einem verhaltenen Wachstum der Factoring-Umsätze im Jahr 2024 aus. Die Entwicklung im Jahresverlauf gilt es abzuwarten, da zum anderen die Primärbanken ihr Kreditvergabeverhalten überprüfen werden.

Wir nehmen ferner - wie auch bereits in den vergangenen Jahren - zunehmend einen Preisverfall im Factoring wahr. Wiederholt wurden wir auch im vergangenen Jahr mit Angeboten von Mitwettbewerbern konfrontiert, die aus unserer Sicht kaum oder gar keinen positiven Deckungsbeitrag - nach Risikobewertung - abgeworfen hatten.

Es wird aus unserer Sicht weiterhin zunehmend anspruchsvoller, ein Ertrags- und Renditeniveau wie wir es aus der Vergangenheit gewohnt waren, zu halten. Dennoch sind wir zuversichtlich, auch in 2024 ein konstant wachsendes Geschäft mit unseren Bestandskunden abwickeln zu können. Impulse im Neugeschäft erwarten wir durch einen Ausbau unserer vertrieblichen Aktivitäten vor allem im Bereich Zusammenarbeit / Kooperationen mit Banken. In diesem Bereich haben wir auch in 2023 bereits gute Erfolge erzielen können.

Wir gehen für das Jahr 2024 von einem Anstieg im Forderungsankaufsvolumen in unserer Gesellschaft in einer Größenordnung von 8% bis 10% aus. Dieses Wachstum wird insbesondere durch das Neugeschäft erzielt.

Wir erwarten deshalb für das Jahr 2024 eine positive Entwicklung hinsichtlich unseres Ankaufsvolumens. Im Ergebnis gehen wir von einem Jahresüberschuss n.St. in einer Größenordnung von TEUR 460 aus.

 

Schorndorf, 28. Februar 2024

adesion Factoring GmbH

Jeannette Schulz, Geschäftsführerin

Adelheid Wolf, Geschäftsführerin

Michael Ritter, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
1. Barreserve
a. Kassenbestand 485,98 158,68
2. Forderungen an Kreditinstitute
a. täglich fällig 358.766,39 188.960,14
b. andere Forderungen 240.000,00 240.000,00
3. Forderungen an Kunden 33.284.185,46 27.927.563,06
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 600.000,00 803.406,51
5. Immaterielle Anlagewerte 941.904,50 1.063.198,16
6. Sachanlagen 34.620,00 24.001,00
7. Sonstige Vermögensgegenstände 2.776.666,23 2.166.527,77
8. Rechnungsabgrenzungsposten 30.184,03 27.031,67
Summe der Aktiva 38.266.812,59 32.440.846,99

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a. täglich fällig 20.808.958,14 16.581.034,09
b. mit vereinbarter Laufzeit oder 3.008.750,00 4.033.750,00
Kündigungsfrist
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a. andere Verbindlichkeiten
aa. täglich fällig 6.976.391,53 5.631.945,17
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.862.632,88 301.534,76
4. Rückstellungen
a. Steuerrückstellungen 25.969,00 101.550,09
b. andere Rückstellungen 112.229,78 92.605,04
5. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 3.702.825,00 3.702.825,00
Eingefordertes Kapital 3.702.825,00 3.702.825,00
a. Kapitalrücklage 1.355.101,28 1.355.101,28
b. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 413.954,98 640.501,56
SUMME Passiva 38.266.812,59 32.440.846,99

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023 31.12.2022
1. Zinserträge aus
a. Kredit- und Geldmarktgeschäften 5.476.632,88 4.171.650,57
2. Zinsaufwendungen -2.189.945,64 -742.219,28
3. Provisionserträge 982,65 310,69
4. Provisionsaufwendungen -195.233,94 -211.118,10
5. Sonstige betriebliche Erträge 237.213,61 305.712,26
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a. Personalaufwand
aa. Löhne und Gehälter -1.146.247,58 -1.065.077,66
ab. Soziale Abgaben und Aufwendungen -252.284,98 -210.009,67
für Altersversorgung und für Unterstützung
b. andere Verwaltungsaufwendungen -843.346,80 -805.522,47
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterierelle Anlagewerte und Sachanlagen
a. auf immaterielle Anlagewerte und -161.623,51 -547.270,21
Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -130,00 -1.005,00
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -476.928,51 -292.339,70
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundene Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -203.406,51 0,00
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 245.681,67 603.111,43
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -150.482,47 -197.743,47
13. Sonstige Steuern -1.495,00 -1.042,00
14. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungsvertrages oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 -2.916,50
15. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 93.704,20 401.409,46
16. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 640.501,56 239.092,10
17. Entnahmen -320.250,78 0,00
18. Bilanzgewinn 413.954,98 640.501,56

Anhang

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart Nr. HRB 722389 unter der Firma adesion Factoring GmbH eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in Schorndorf.

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der adesion Factoring GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs, soweit sie für Kreditinstitute gelten, sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft hat jedoch ab dem Jahr 2009 die Regelungen des § 340 Abs. 1 HGB zu berücksichtigen und hat daher unabhängig von ihrer Größenklasse die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften anzuwenden.

Mit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 am 25. Dezember 2008 wurde das Factoring als Finanzdienstleistung unter den Anwendungsbereich des KWG und die Aufsicht der BaFin gestellt (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG).

Damit werden die Factoringunternehmen verpflichtet, einen Jahresabschluss zu erstellen, der den handelsrechtlichen Anforderungen für Kreditinstitute aus den §§ 340 ff. HGB unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute entspricht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Für alle im Kreditgeschäft erkennbaren Risiken haben wir jedoch in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet. Darüber hinaus wurden durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen den allgemeinen Risiken des Factoringgeschäfts ausreichend Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen wurden aktivisch abgesetzt.

Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere Wert angesetzt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert bzw. soweit erforderlich mit dem zum Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aktiva

Der im Rahmen der Kapitalerhöhung erworbene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich aus dem Differenzbetrag zwischen Kapitalerhöhung und dem übernommenen Nettoreinvermögen der NL Factoring GmbH zusammen. Dieser wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer entspricht der gewöhnlichen Dauer eines Kundenverhältnisses bei der Gesellschaft.

Fristengliederung von Bilanzposten gemäß § 9 RechKredV

Art der Forderung zum 31.12.2023 gesamt davon mit Restlaufzeit bis 3 Mon. davon mit Restlaufzeit mehr als 3 Mon. bis 1 Jahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre davon mit Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Forderungen an Kunden 33.284.185,46 33.284.185,46 0,00 0,00 0,00

Die adesion Factoring GmbH verkauft gemäß Vertrag vom 08. August 2019 zur Refinanzierung Forderungen der Gesellschaft, die diese im Rahmen von Factoring-Verträgen mit Anschlusskunden gegen deren Abnehmer käuflich erworben hat, über einen maximalen Rahmenbetrag von insgesamt 10 Mio. Euro an die Süd Factoring GmbH, welche das Risiko für deren Zahlungsunfähigkeit (Refactoring) übernimmt.

Ein weiterer True-Sale-Vertrag besteht mit der Hamburg Commercial Bank. Diesbezüglich bestehen Verfügungsbeschränkungen für Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von EUR 240.000,00.

Das Refactoring dient mit marktüblichen Konditionen zur Refinanzierung des Factoring-Geschäftes der adesion Factoring GmbH sowie zur Reduzierung von Bonitätsrisiken.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen aus Einbehalten im Rahmen von True-Sale-Verträgen in Höhe von insgesamt EUR 2.031.129,10 (Vorjahr EUR 1.648.726,72) sowie solche gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 517.796,92 (Vorjahr EUR 312.574,70) enthalten. Letztere beinhalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 104.589,00 (Vorjahr EUR 100.089,00).

Für Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 200.722,22 (Vorjahr EUR 0,00) wurde eine Rangrücktrittserklärung ausgesprochen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten außerdem antizipative Forderungen aus Schadensersatzansprüchen in Höhe von EUR 198.360,98 (Vorjahr EUR 198.360,98), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Passiva

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 gesamt davon mit Restlaufzeit bis 3 Mon. davon mit Restlaufzeit mehr als 3 Mon. bis 1 Jahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre davon mit Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 3.008.750,00 3.006.250,00 2.500,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6.976.391,53 6.976.391,53 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.862.632,88 1.862.632,88 0,00 0,00 0,00
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 gesamt davon mit Restlaufzeit bis 3 Mon. davon mit Restlaufzeit mehr als 3 Mon. bis 1 Jahr davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre davon mit Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 4.033.750,00 4.006.250,00 18.750,00 8.750,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5.631.945,17 5.631.945,17 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 301.534,76 301.534,76 0,00 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Globalzession sämtlicher dem Kreditnehmer zustehenden Forderungen aus Factoringgeschäften der Schuldner A - Z

Abtretung sämtlicher Ansprüche der Delkredere-Versicherung

Der Gesamtbetrag der hierfür als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände beträgt EUR 33.653.015,49 (Vorjahr EUR 28.414.462,75).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten aus Refactoring in Höhe von EUR 1.505.116,85 (Vorjahr EUR 17.783,89) enthalten. Der Gesamtbetrag der hierfür als Sicherheit übertragenen sonstigen Vermögensgegenstände aus Sicherheitseinbehalten beträgt EUR 1.739.944,03 (Vorjahr EUR 1.238.016,75). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten darüber hinaus solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 85.225,20 (Vorjahr EUR 79.388,19) sowie aus Steuern in Höhe von EUR 147.826,76 (Vorjahr EUR 79.745,71).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ferner Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 122.090,58 (Vorjahr EUR 121.951,95) enthalten.

Im ausgewiesenen Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 320.250,78 enthalten.

Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen Erträge aus Sachbezügen in Höhe von EUR 37.914,65 (Vorjahr EUR 33.689,34), aus einer Gutschrift des Gesellschafters in Höhe von EUR 50.000,00 (Vorjahr EUR 0,00) und Versicherungsgutschriften in Höhe von EUR 31.038,06 (Vorjahr EUR 4.500,00) enthalten.

Darüber hinaus sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 41.117,43 (Vorjahr 10.099,59) sowie Erträge aus Schadensersatzleistungen in Höhe von EUR 1.232,72 (Vorjahr EUR 198.360,98) enthalten.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 396.721,96).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 203.406,51 (Vorjahr EUR 0,00).

Eventualverbindlichkeiten

Für die Rahmenkreditverträge der VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH mit der Landessparkasse zu Oldenburg und der Norddeutschen Landesbank wurde die gesamtschuldnerische Mithaftung und Bürgschaft von der adesion Factoring GmbH übernommen. Durch regelmäßige Einblicke in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind negative Entwicklungen zeitnah erkennbar. Derzeit bestehen keine Tatsachen, die auf eine Inanspruchnahme hindeuten.

gesamtschuldnerische Mithaftung gegenüber VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH TEUR 1.700
bestehende Hauptschulden TEUR 1.421

Diese Verpflichtungen stellen gleichzeitig solche gegenüber verbundenen Unternehmen dar.

Sonstige Angaben

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 23.000,00.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus

Mietverträgen EUR 41.125,88 (Vorjahr EUR 41.088,08)

Leasingverträgen EUR 117.703,24 (Vorjahr EUR 75.696,42)

Die Verträge enden zwischen 2024 und 2027. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von EUR 77.656,56 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

weibliche Mitarbeiter 16
männliche Mitarbeiter 2
gesamt 18

Beteiligungen

Firma Sitz Beteiligungsquote Eigenapital Letztes Jahresergebnis
% TEUR TEUR Geschäftsjahr
VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH Oldenburg 100 37 -124 2022

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Zwischen Stichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor.

Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Konzernzugehörigkeit

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Gesellschaft nicht verpflichtet, da die DORI Vermögensverwaltungs GmbH, Schwaig bei Nürnberg in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss mit befreiender Wirkung für die Gesellschaft erstellt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DORI Vermögensverwaltungs GmbH, Schwaig einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Namen der Geschäftsführer

Die Geschäfte des Unternehmens werden durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Frau Jeannette Schulz, Dipl.-Finanzierungswirtin (VWA)

Frau Adelheid Wolf, Kauffrau im Groß- und Außenhandel

Herr Michael Ritter, Dipl.-Bankbetriebswirt

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Schorndorf, den 28. Februar 2024

Jeannette Schulz

Adelheid Wolf

Michael Ritter

Anlagespiegel

Anschaffungskosten/ Herstellungkosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligung VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH 803.406,51 0,00 0,00 0,00 803.406,51
Summe Anteile an verbundenen Unternehmen 803.406,51 0,00 0,00 0,00 803.406,51
II. Immaterielle Anlagewerte
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 236.394,09 23.520,00 84.588,96 10.299,99 185.625,12
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.263.878,97 0 0 1.263.878,97
3. Geleistete Anzahlungen 6.866,66 3.433,33 0 -10.299,99 0,00
Summe Immaterielle Anlagewerte 1.507.139,72 26.953,33 84.588,96 0,00 1.449.504,09
III. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 139.675,38 24.017,52 89.107,06 0,00 74.585,84
Summe Sachanlagen 139.675,38 24.017,52 89.107,06 0,00 74.585,84
Gesamtsumme Anlagevermögen 2.450.221,61 50.970,85 173.696,02 0,00 2.327.496,44
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I. Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligung VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH 0,00 203406,51 0,00 0,00 203.406,51
Summe Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 203.406,51 0,00 0,00 203.406,51
II. Immaterielle Anlagewerte
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 191.164,59 21.851,99 84.581,96 0,00 128.434,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 252.776,97 126.388,00 0,00 0,00 379.164,97
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Anlagewerte 443.941,56 148.239,99 84.581,96 0,00 507.599,59
III. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.674,38 13.383,52 89.092,06 0,00 39.965,84
Summe Sachanlagen 115.674,38 13.383,52 89.092,06 0,00 39.965,84
Gesamtsumme Anlagevermögen 559.615,94 365.030,02 173.674,02 0,00 750.971,94
Buchwerte
Zuschreibung Wirtschaftsjahr Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligung VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH 0,00 600.000,00 803.406,51
Summe Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 600.000,00 803.406,51
II. Immaterielle Anlagewerte
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 57.190,50 45.229,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 884.714,00 1.011.102,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 6.866,66
Summe Immaterielle Anlagewerte 0,00 941.904,50 1.063.198,16
III. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 34.620,00 24.001,00
Summe Sachanlagen 0,00 34.620,00 24.001,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 0,00 1.576.524,50 1.890.605,67

Bestätigung- bzw. Versagungsvermerk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der adesion Factoring GmbH, Schorndorf, - bestehend aus der Bilanzzum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der adesion Factoring GmbH, Schorndorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in

Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständigesPrüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmengeben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 19. März 2024

Appel Spies Vogt Züll
Nürnberger Treuhand Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rechtsanwalt

M.Sc. Christian Spies, Wirtschaftsprüfer

M.Sc. Stefan Vogt, Wirtschaftsprüfer

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