Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 799124
Vorher
VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH
Eingetragen
8.1.1991
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenInstitute für Factoring-GeschäfteBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Das Factoring und die Erbringung damit verbundener Dienstleistungen wie insbesondere Debitorenmanagement. Es wird keine Steuer- und Rechtsberatung vorgenommen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.600 €
6.82%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH

Oldenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

GESCHÄFTSMODELL

Die VfH wurde vor über 30 Jahren aus einer Unternehmensberatung für Ärzte gegründet und betreibt das Factoring für Heilberufe aller Art in Deutschland. Sitz der Gesellschaft ist in 26125 Oldenburg. Es werden 9 Mitarbeiter beschäftigt.

Wir sind seit dem 01. Januar 2018 eine 100%ige Tochtergesellschaft der im Industriefactoring tätigen adesion Factoring GmbH, Schorndorf.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Wirtschaftsrückgang 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen haben die Konjunktur gedämpft. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 habe sich somit nicht fortgesetzt.

Quelle: www.destatis.de

Um den Beitrag der Gesundheitswirtschaft für die Wertschöpfung und das Beschäftigungswachstum in Deutschland zu bemessen, lässt das BMWi seit mehreren Jahren regelmäßig ökonomische Studien zur Gesundheitswirtschaft durchführen.

Die deutsche Gesundheitswirtschaft erwirtschaftete im Jahr 2022 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dies entspricht in etwa jedem achten Euro des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Gleichzeitig ist sie Arbeitgeber für rund 17,7 Prozent der Menschen in Deutschland. Darüber hinaus sind ihr rund 9,8 Prozent der gesamtdeutschen Exporte zuzuschreiben - dies ist viel für eine Branche, die einen Großteil ihrer Wertschöpfung durch die Erbringung von Dienstleistungen am Patienten erzielt. Die zentralen ökonomischen Kennzahlen der Gesundheitswirtschaft weisen im Vergleich zur Gesamtwirtschaft langfristig überdurchschnittliche Wachstumsraten auf.

Die Zahlen zeigen, dass die Querschnittsbranche Gesundheitswirtschaft von hoher und weiter zunehmender Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft ist. Somit leistet die Branche einen wesentlichen Beitrag zu zentralen wirtschaftspolitischen Zielen und beeinflusst ein angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum, einen hohen Beschäftigungsgrad und das außenwirtschaftliche Gleichgewicht.

Die Gesundheitswirtschaft ist seit 2012 - mit Ausnahme des Krisenjahres 2020 - nominal in jedem Jahr gewachsen. Ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft ist dabei im Zeitverlauf gestiegen: Von 11,6 Prozent in 2013 auf 12,7 Prozent im Jahr 2022. Im Jahr 2022 ist die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit hatte die Gesundheitswirtschaft einen höheren Anstieg zu verzeichnen als die deutsche Volkswirtschaft insgesamt mit 6,1 Prozent.

Lt. Bundeszahnärztekammer betrug der Anteil des "Zahnärztlichen Systems" an der Bruttowertschöpfung rd. € 27,0 Mrd. (Jahr 2022). Die Anzahl der behandelnd tätigen Zahnärzte liegt in 2022 bei 69.493 (Vj: 69.494). Im Jahr 2030 werden 70.446 erwartet. Die Zahl der niedergelassenen Zahnärzte ist in 2022 mit 45.541 ggü. dem Vorjahr (2021: 46.700) erneut gesunken. Dies wird darauf zurückzuführen sein, dass junge Zahnärzte und Zahnärztinnen länger oder dauerhaft im Angestelltenverhältnis bleiben.

Rückwirkend betrachtet hat sich weitgehend bestätigt, dass das wirtschaftliche Umfeld in unseren Schwerpunktbereichen Ärzte und Zahnärzte - trotz der Pandemie - gut und konjunkturunabhängig ist. Die Auswirkungen der Pandemie waren überschaubar. Wie stark die Einflüsse einer evtl. bevorstehenden wirtschaftlichen Rezession sind bleibt abzuwarten.

Quelle: statis/BMWI/BZÄK

GESCHÄFTSVERLAUF / VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Wir sind eine mittelständische Factoringgesellschaft, die ausschließlich echtes Full-Service-Factoring mit Kunden im Inland betreibt.

Neben der Bereitstellung von Liquidität durch den Ankauf und Bevorschussung von kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bieten wir Schutz gegen Forderungsausfall, sowie die Debitorenbuchhaltung inklusive Mahnwesen.

Unser Vertrieb erfolgt, neben eigenen Aktivitäten, über Kooperationen mit z.B. Steuerberatern, Banken, Dentallaboren sowie Unternehmensberatungen.

Insgesamt konnten die in 2023 angebundenen Neukunden ein Ankaufvolumen von rd. T€ 1.200 erzielen und somit das gesamte Ankaufvolumen deutlich auf rd. T€ 14.300 steigern.

Den Bereich Abrechnungsservice haben wir zum 30.06.2023 aufgrund von fehlenden Fachkräften eingestellt. Die Erträge aus Factoringgebühren konnten wir um rd. T€ 109 ggü. dem Vorjahr steigern. Insbesondere aufgrund der angestiegenen Refinanzierungszinsen, sich überschneidenden Mitarbeiter- und Kundenwechseln im Bereich Abrechnungsservice verbunden mit deutlich geringeren Erträgen aus diesem Bereich, hat sich ein Ergebnis auf Vorjahresniveau ergeben. Wir haben zum Jahresende bei einem Großteil der Kunden eine Gebührenerhöhung umgesetzt, die sich ab Januar 2024 positiv auswirken wird.

Organisation

Im Jahresverlauf spürten wir den sog. Fachkräftemangel, konnten aber zum Jahresende wieder neue Mitarbeiter für uns gewinnen.

Vermögens- und Ertragslage

Die Zinserträge konnten ggü. dem Vorjahr auf T€ 519 gesteigert werden. Während die Factoringgebühren deutlich gesteigert werden konnten, sind im Wesentlichen die Erträge aus Zinsen für Teil-/Ratenzahlungen nahezu unverändert geblieben. Unsere Planzahlen konnten aufgrund der gestiegenen Kosten nicht erreicht werden. Die Umsätze im Abrechnungsservice sind auf T€ 73 (Vj: T€ 111) gesunken.

Mit Blick auf die gestiegenen Kosten (EDV und Sonstige) konnten wir unsere Ziele noch nicht erreichen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit blieb gegenüber dem Vorjahr mit T€ -118 (Vj: T€ -124) deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Struktur der Aktiva ist geprägt durch die Forderungen an Kunden i.H.v. T€ 2.194 (Vj: T€ 1.340), welche im Wesentlichen kurzfristig fällig sind.

Refinanzierung und Eigenkapital

Wir verfügen über eine Gesamtlinie von insgesamt rd. T€ 1.700. Das gesteigerte Ankaufvolumen konnten wir jederzeit finanzieren. Für das weitere Wachstum ist eine Erhöhung der Refinanzierungslinien geplant.

Unser Stammkapital beträgt T€ 375. Die Refinanzierungs- und Liquiditätssituation im Geschäftsjahr war zu jeder Zeit ausreichend bemessen.

Ferner wurden die wirtschaftlichen Eigenmittel durch ein entsprechend ausgestaltetes Gesellschafterdarlehen i.H.v. T€ 200 gestärkt. Aufgrund der aufgelaufenen Verluste ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T€ 81. Nach unserer Auffassung ist die Gesellschaft dennoch nicht überschuldet, weil die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen für überwiegend wahrscheinlich gehalten wird und zudem Rangrücktrittsvereinbarungen für Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 200 vorliegen.

Wir stehen zusätzlich im laufenden Austausch mit unserer starken Muttergesellschaft um die Entwicklung zu bewerten und ggfls. über weitere Refinanzierungsmittel zu sprechen.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Risikomanagement

Aus dem Factoringgeschäft ergeben sich verschiedene Risiken, denen wir durch klar strukturierte und festgelegte Prüfungen sowie Anforderungen begegnen.

Die zu diesem Zweck getroffenen Regelungen sind schriftlich festgelegt und in einem Organisationshandbuch auf Basis unserer internen Risikostrategie zusammengefasst.

Im Rahmen von wöchentlichen Steuerungsberichten und detaillierten vierteljährlichen Risiko- und Managementberichten werden die jeweiligen Risiken betrachtet und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ergriffen. Der vierteljährliche Bericht wird auf Basis der intelligenten Controlling- und Risikomanagementsoftware der Firma "Risklytics" vorgenommen.

Strategien zur Risikominimierung

a) Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko (Bonitätsrisiko) umfasst das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt, und zwar in einem nicht erwarteten Maße.

Dieses Risiko begrenzen wir in dem wir jeden Debitoren - ab einem Rechnungsbetrag von € 500,00 - über verschiedene Wirtschaftsdienste überprüfen und den Ankauf bei negativer Auskunft ablehnen.

Darüber hinaus nehmen wir eine Begrenzung des maximalen Einzelobligos vor.

b) Marktpreisrisiken

Für Factoringgesellschaften ist hier das Zinsrisiko vorrangig. Um die Spanne zwischen Vorfinanzierung für den Mandanten und den Refinanzierungskosten über die Bank möglichst gleichbleibend zu halten, hat eine zeitnahe Anpassung an die Marktpreise zu erfolgen. Aufgrund der täglich kündbaren Verträge können wir jederzeit auf eine Steigerung der Refinanzierungszinsen mit einer Anpassung der Kundenkonditionen reagieren.

c) Liquiditätsrisiken

Liquidität bezeichnet die Verfügbarkeit von ausreichenden Zahlungsmitteln und die Fähigkeit, die fälligen Verbindlichkeiten jederzeit (fristgerecht) und uneingeschränkt bedienen zu können.

Das Risiko für uns liegt insbesondere in der Finanzierungspolitik der refinanzierenden Banken. Wir haben eine breite Finanzierungsbasis und eine starke Unternehmensgruppe im Hintergrund, so dass der Wegfall eines Refinanzierungsinstitutes durch freie Linien oder Unterstützung aus der Gruppe aufgefangen werden kann.

d) Operationelle Risiken (IT, Recht, Betrug)

Unter dem Begriff operationelles Risiko werden sämtliche betriebliche Risiken verstanden, die in einem Unternehmen einen Schaden verursachen können. Also die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten.

Diesen Risiken begegnen wir durch die Betreuung unserer IT durch einen externen IT-Dienstleister, mit dem ein Notfall- und IT-Sicherheitskonzept entwickelt wurde. Ferner haben wir umfangreiche Organisations- und Compliance-Richtlinien implementiert. Diese und deren Umsetzung werden regelmäßig im Rahmen von Revisionsprüfungen kontrolliert. Darüber hinaus lassen wir uns von einem Factoringfachanwalt zu sämtlichen juristischen Themen beraten.

e) Konzentrationsrisiken

Unser Geschäftsmodell zeichnet sich durch ein sehr granulares Portfolio aus, sowohl auf Debitorenals auch auf Mandantenseite. Die Konzentration auf die Gesundheitsbranche birgt aus unserer Sicht wenige Risiken, da konjunkturunabhängig.

Im Durchschnitt liegt das monatliche Ankaufsvolumen unserer größten Kunden unter T€ 75 pro Monat und die höchste Debitorenrechnung liegt sehr selten über T€ 25 und i.d.R. deutlich unter T€ 5; die durchschnittliche Debitorenrechnung liegt bei € 280,00.

Insgesamt besteht somit in unserem Geschäftsmodell eine hohe Risikoverteilung.

f) Geographische Risiken

Sehen wir nicht, da unsere Kunden ausschließlich aus Deutschland kommen.

g) Währungsrisiken

Wir kaufen ausschließlich in EURO fakturierte Rechnungen an. Ein Währungsrisiko ist somit nicht

vorhanden.

h) Veritäts- und Betrugsrisiken

Die Verität einer Forderung bezeichnet den rechtlichen Bestand; das heißt beispielsweise, dass die Forderung abtretbar ist, dass keine Einreden bestehen und selbstverständlich, dass die Forderung tatsächlich besteht.

Folgende Maßnahmen zur Reduzierung von Veritätsrisiken werden permanent verfolgt:

Auswahl und Überwachung der Factoringnehmer unter Beachtung bestimmter Bonitätskriterien

Individuelle Anpassung von Sicherungseinbehalten

Im Zweifel - Beendigung der Geschäftsverbindung

In 2023 hatten wir keine Veritätsschäden zu verzeichnen.

Risikotragfähigkeit

Grundsätzlich ist sicherzustellen, dass die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit jederzeit gegeben ist (=Stresstests).

Ziel ist es, festzustellen, ob ein Finanzdienstleistungsinstitut

das Eintreten unerwarteter Verluste

ohne Bestandsgefährdung und

im Wesentlichen ohne schwerwiegende negative Auswirkungen auf seine Gestaltungsmöglichkeiten ausgleichen kann.

Um diesen Fragestellungen gerecht zu werden, haben wir Tragfähigkeitsberechnungen angestellt, die

sich im Kern auf Adress- und Veritätsrisiken konzentrieren.

Szenario 1: Risikotragfähigkeitsberechnung "Betrug umsatzstärkste Mandanten"

Szenario 2: Risikotragfähigkeitsberechnung "Ausfall größte Debitoren"

In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, ob eine ausreichende Kapitalhinterlegung mit Eigenmitteln gegeben ist, damit im Schadensfall die entsprechenden Mittel zur Deckung bereitstehen.

Hier werden folgende Berechnungen angestellt:

Berechnung 1: Risikodeckungsmasse

Berechnung 2: EK-Hinterlegung (mind. 8% der getätigten Ausleihungen sollten hinterlegt sein)

Die Berechnungen werden quartalsweise im Rahmen des Risiko- und Managementberichtes erstellt und der Geschäftsleitung vorgelegt. Die aktuelle Entwicklung wird laufend betrachtet und mit unserer Gesellschafterin hinsichtlich notwendiger Maßnahmen besprochen.

Chancenbericht

Aufgrund der demographischen Entwicklung erwarten wir ein weiter steigendes Volumen des Gesundheitsmarktes in den nächsten Jahren. Hiervon werden auch die Heilberufe profitieren. Die Anzahl unserer Schwerpunktgruppe, der Zahnärzte, soll bis 2030 (bei einer erwarteten Approbationszahl von 2.100/Jahr) weiter steigen. Insgesamt beurteilen wir die Chancen in unserer Branche wachsen zu können als gut.

PROGNOSEBERICHT

Der Wettbewerb im Bereich der privatärztlichen Abrechnung bleibt hoch, die Gebühren stellen sich stagnierend bis leicht steigend dar. Besondere Risiken für unser Geschäftsmodell sehen wir zzt. nicht. Sukzessive können wir eine Steigerung des Geschäftsvolumens vollziehen.

Mit Blick auf die bestehenden Strukturen der Gesellschaft, verbunden mit einer hohen Effizienz in der Abwicklung sind wir in der Lage unser Ankaufvolumen auszubauen ohne die Fixkosten langfristig deutlich erhöhen zu müssen. Die Erneuerung unserer IT gepaart mit einem neuen Kundenportal wird weitere Effizienzgewinne bringen können. Zur Erreichung dieser Ziele sind kurzfristige Personalzuwächse und Investitionen notwendig.

Für das Jahr 2024 bleibt die wirtschaftliche Entwicklung des Landes mit Blick auf die schwierigen wirtschaftlichen und die weltweiten sicherheitspolitischen Entwicklungen abzuwarten. Dennoch gehen wir von einer weiteren mäßigen Steigerung des Ankaufsvolumens und der Zinserträge aus.

 

Oldenburg, 19.04.2024

VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH

Jeannette Schulz

Geschäftsführerin

Bilanz

A K T I V A

31.12.2023 31.12.2022
1. Barreserve
a. Kassenbestand 27,20 196,31
2. Forderungen an Kreditinstitute
a. täglich fällig -328.275,51 -186.636,11
3. Forderungen an Kunden 2.194.097,27 1.339.668,87
4. Immaterielle Anlagewerte

a. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten

101,00 1.194,50
b. geleistete Anzahlungen 202.511,93 151.667,93
5. Sachanlagen 16.927,50 22.171,50
6. Sonstige Vermögensgegenstände 1.226,75 1.662,75
7. Rechnungsabgrenzungsposten 418,00 2.395,21

8. Nicht durch Eigenkapital gedeckter

Fehlbetrag

81.032,70 0,00
Summe der Aktiva 2.506.522,58 1.546.315,68

P A S S I V A

31.12.2023 31.12.2022

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-

instituten

a. täglich fällig 1.420.611,05 925.556,79
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 796.060,19 488.770,80
3. Sonstige Verbindlichkeiten 27.401,34 30.698,83
4. Rückstellungen
a. andere Rückstellungen 62.450,00 64.180,00
5. Nachrangige Verbindlichkeiten 200.000,00 0,00
6. Eigenkapital
a. Gezeichnetes Kapital 375.565,00 375.565,00
b. Bilanzverlust -456.597,70 -338.455,74
c. nicht gedeckter Fehlbetrag 81.032,70 0,00
SUMME Passiva 2.506.522,58 1.546.315,68

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023 31.12.2022
1. Zinserträge aus
a. Kredit- und Geldmarktgeschäften 518.823,45 411.706,32
2. Zinsaufwendungen -64.958,46 -12.990,08
3. Provisionserträge 1.301,57 0,00
4. Provisionsaufwendungen -10.038,29 -9.613,44
5. Dienstleistungserträge 73.333,75 111.024,80
6. Sonstige betriebliche Erträge 52.034,29 64.394,09
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a. Personalaufwand
aa. Löhne und Gehälter -329.182,60 -346.923,01

ab. Soziale Abgaben und Aufwendungen

für Altersversorgung und für Unterstützung

-77.173,46 -78.923,62
b. andere Verwaltungsaufwendungen -248.595,30 -229.022,48

8. Abschreibungen und Wertberichtigungen

auf immaterierelle Anlagewerte und

Sachanlagen

-8.747,33 -13.673,63
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -150,00 0,00

10. Abschreibungen und Wertberichtigungen

auf Forderungen und bestimmte

Wertpapiere sowie Zuführungen zu

Rückstellungen im Kreditgeschäft

-27.558,03 -38.096,58

11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forder-

ungen und bestimmten Wertpapiere

sowie aus der Auflösung von Rück-

stellungen im Kreditgeschäft

3.492,11 17.825,95

12. Ergebnis der normalen Geschäfts-

tätigkeit

-117.418,30 -124.291,68
13. Sonstige Steuern -723,66 -169,34
14. Jahresfehlbetrag -118.141,96 -124.461,02

15. Verlustvortrag

aus dem Vorjahr

-338.455,74 -213.994,72
16. Bilanzverlust -456.597,70 -338.455,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH hat ihren Sitz in Oldenburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Oldenburg unter HRB 2709 eingetragen.

Es liegt eine bilanzielle Überschuldung in Höhe von 81.032,70 EUR vor.

Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Bewertung unter der Annahme der Unternehmensfortführung gegeben sind, da die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen für überwiegend wahrscheinlich gehalten wird und Rangrücktrittsvereinbarungen für Verbindlichkeiten in Höhe von 200.000,00 EUR vorliegen.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen des § 2 der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform entsprechend den Formblättern 1 und 3 aufgestellt.

Gemäß § 267a HGB erfüllt die Gesellschaft die Größenmerkmale einer Kleinstkapitalgesellschaft. Die Gesellschaft hat jedoch die Regelungen des § 340 Abs. 1 HGB zu berücksichtigen und hat daher unabhängig von ihrer Größenklasse die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften anzuwenden.

In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung ist zu jedem Posten der entsprechende Wert des vorhergehenden Geschäftsjahres angegeben.

Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet.

Dem Anlagevermögen sind nur Gegenstände zugeordnet, die dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen geeignet und bestimmt sind.

Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt ist.

Die angewandten Bewertungsgrundsätze entsprechen den handelsrechtlichen Bestimmungen.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet worden. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne wurden nur berücksichtigt, soweit diese am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen periodengerecht nach deren wirtschaftlichen Verursachung im Jahresabschluss erfasst.

Die Forderungen wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Für alle im Kreditgeschäft erkennbaren Risiken haben wir jedoch in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet. Darüber hinaus wurden durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen den allgemeinen Risiken des Factoringgeschäfts ausreichend Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen wurden aktivisch abgesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Dabei wurden grundsätzlich

Abschreibungen in gleichen Jahresbeträgen verrechnet.

Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bzw. soweit erforderlich mit dem zum Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag entstanden sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen an Kreditinstitute

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kreditinstitute haben eine Restlaufzeit bis zu drei Monaten.

2. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden gliedern sich wie folgt:

  31.12.2023 31.12.2022
  TEUR TEUR
mit einer Restlaufzeit    
- bis drei Monate 1.715 1.017
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 272 97
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 207 226
  2.194 1.340

3. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gem. § 284 Abs. 3 HGB ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist Bestandteil des Anhangs.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von 926,75 EUR (Vj. 1.253,91 EUR) Umsatzsteuerforderungen enthalten.

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Globalzession sämtlicher Forderungen aus Factoringgeschäften der Schuldner A - Z besichert. Der Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände beträgt 2.213.929,58 EUR.

6. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

7. Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 13.177,36 EUR (Vj. 20.993,23 EUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

8. Nachrangige Darlehen

Die nachrangigen Darlehen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 200.000,00 EUR (Vj. 0,00 EUR), für die eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung ausgesprochen wurde.

Für diese Verpflichtungen sind im Geschäftsjahr Zinsen in Höhe von insgesamt EUR 722,22 angefallen.

Die Darlehensvergabe erfolgte zu folgenden Bedingungen:

Betrag Währung Zinssatz Fälligkeit
200.000,00 EUR 5,00 % 31.12.2028

Eine vorzeitige Rückzahlung durch den Darlehensnehmer ist gestattet.

Der Darlehensgeber tritt mit seinem Anspruch auf Rückzahlung des Darlehens einschließlich des Zinsaufwands und der Nebenkosten aus diesem Darlehensvertrag gegen den Darlehensnehmer hinter sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen anderen Gläubiger des Darlehensnehmers im Rang hinter die Gläubiger i. S. d. § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zurück.

9. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 375.565,00 EUR und ist voll eingezahlt.

Im ausgewiesenen Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von 338.455,74 EUR enthalten.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Dienstleistungserträge in Höhe von 73.333,75 EUR (Vj. 111.024,80 EUR) betreffen Erträge aus dem Abrechnungsservice.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Abrechnung von Aufwandspauschalen an den Gesellschafter in Höhe von 15.000,00 EUR (Vj. 15.000,00 EUR) sowie Erträge aus Erstattungen aufgrund des Aufwendungsausgleichsgesetzes in Höhe von 20.595,21 EUR (Vj. 26.785,66 EUR) enthalten.

Sonstige Angaben

1. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 13 TEUR und betrifft Abschlussprüfungsleistungen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) bestehen am Bilanzstichtag aus einem Mietvertrag in Höhe von 120 TEUR. Der Vertrag hat eine Restlaufzeit von fünf Jahren.

Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 29 TEUR.

Die Restlaufzeit der Verträge liegt zwischen zwei bis vier Jahren.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen ausschließlich gegenüber Dritten, solche gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

3. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 9 Arbeitnehmer, davon 3 Vollzeitkräfte und 6 Teilzeitkräfte, beschäftigt.

4. Nachtragsberichterstattung

Zwischen Stichtag und Aufstellung des Jahresabschlusses lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung

Der Jahresfehlbetrag soll dem Verlustvortrag zugeführt werden.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DORI Vermögensverwaltungs GmbH, Schwaig einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

7. Organe der Gesellschaft

Die Geschäfte des Unternehmens werden durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer:

Ilka Klein, Industriekauffrau (bis 15.12.2023)

Jeannette Schulz, Dipl.-Finanzierungswirtin (VWA) (ab 15.12.2023)

Alexander Reil, Dipl. Bankbetriebswirt (BA) (bis 31.03.2024)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Oldenburg, den 19. April 2024

Jeannette Schulz

Anlagespiegel

  Anschaffungs- und Herstellungskosten        
  Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgang Umbuchungen Stand am 31.12.2023
  EURO EURO EURO EURO EURO
I. Immaterielle Anlagewerte          
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte          
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.669,41 0,00 0,00 0,00 15.669,41
2. Geleistete Anzahlungen 151.667,93 50.844,00 0,00 0,00 202.511,93
Summe Immaterielle Anlagewerte 167.337,34 50.844,00 0,00 0,00 218.181,34
II. Sachanlagenvermögen          
1. andere Anlangen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.471,12 2.409,83 681,83 0,00 81.199,12
Summe Sachanlagen 79.471,12 2.409,83 681,83 0,00 81.119,12
Summe Anlagevermögen 246.808,46 53.253,83 681,83 0,00 299.380,46
  Abschreibungen        
  Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchungen Stand am 31.12.2023
  EURO EURO EURO EURO EURO
I. Immaterielle Anlagewerte          
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte          
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.474,91 1.093,50 0,00 0,00 15.568,41
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Anlagewerte 14.474,91 1.093,50 0,00 0,00 15.568,41
II. Sachanlagenvermögen          
1. andere Anlangen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.299,62 7.653,83 681,83 0,00 64.271,62
Summe Sachanlagen 57.299,62 7.653,83 681,83 0,00 64.271,62
Summe Anlagevermögen 71.774,53 8.747,33 681,83 0,00 79.840,03
  Buchwerte  
  Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
  EURO EURO
I. Immaterielle Anlagewerte    
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte    
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 101,00 1.194,50
2. Geleistete Anzahlungen 202.511,93 151.667,93
Summe Immaterielle Anlagewerte 202.612,93 152.862,43
II. Sachanlagenvermögen    
1. andere Anlangen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.927,50 22.171,50
Summe Sachanlagen 16.927,50 22.171,50
Summe Anlagevermögen 219.540,43 175.033,93

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30. Juli 2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH, Oldenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VfH Verrechnungsstelle für Heilberufe GmbH, Oldenburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir weisen besonders auf die von der Geschäftsführung in der Bilanz und Lagebericht dargestellte bilanzielle Überschuldung hin. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist die Gesellschaft nicht i. S. d. § 19 InsO überschuldet, weil die Fortführung des Unternehmens nach den Umständen für überwiegend wahrscheinlich gehalten wird und ein Gesellschafter ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 200 ausgereicht hat.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 24. Mai 2024

Appel Spies Vogt Züll

Nürnberger Treuhand Partnerschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rechtsanwalt

M.Sc. Christian Spies

Wirtschaftsprüfer

M.Sc. Stefan Vogt

Wirtschaftsprüfer

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