Alpine Electronics (Europe) GmbHLiquidiert

Ohmstraße 4, 85716 Unterschleißheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 152868
Eingetragen
24.4.1992
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Koordination der europäischen Geschäftstätigkeit der japanischen Alpine Electronics Inc. Dies schließt Einkauf, Lagerhaltung, Verkauf und Verteilung von Heim- und Autostereoprodukten und Komponenten an verbundene und fremde Händler ein.

Historie

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Management

NameRolle
Toru Tanaka
seit 25.6.2020
Prokura
Takeshi Ochiai
seit 25.6.2020
Prokura
Wilfried Baumann
seit 25.6.2020
Geschäftsführer
Yasushi Motokawa
seit 22.8.2019
Geschäftsführer
Alberto Aramberri
seit 8.5.2007
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Alpine Electronics (Europe) GmbH

Unterschleißheim

Jahresabschluss
zum Geschäftsjahr vom 01.04.2018 bis zum 31.03.2019

  

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Alpine Electronics (Europe) GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Alpine Electronics (Europe) GmbH, Unterschleißheim (vormals: München), - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alpine Electronics (Europe) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2018 bis zum 31. März 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 29. November 2019

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Neugebauer, Wirtschaftsprüfer

Räpple, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2019

Aktiva

31.03.2019 31.03.2018
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 718.081,00 1.700.929,00
2. Geleistete Anzahlungen 154.855,00 872.936,00 0,00 1.700.929,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.279.236,00 1.343.248,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 48,08
3.152.172,00 3.044.225,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 7.884.369,82 10.283.102,33
7.884.369,82 10.283.102,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.318,62 153.501,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 229.184.695,13 143.007.641,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 406.871,70 229.594.885,45 711.755,29 143.872.897,85
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 25.002.097,84 24.948.817,42
262.481.353,11 179.104.817,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 103.698,34 115.532,82
265.737.223,45 182.264.575,50

Passiva

31.03.2019 31.03.2018
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.511.291,88 1.511.291,88
III. Gewinnvortrag 3.865.816,04 4.215.833,21
IV. Jahresüberschuss (i.V. -fehlbetrag) 1.013.361,12 -350.017,17
7.390.469,04 6.377.107,92
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 774.079,47 757.702,36
2. Sonstige Rückstellungen 1.032.056,62 1.071.386,72
1.806.136,09 1.829.089,08
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.658.756,79 1.259.732,96
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 254.170.349,89 172.669.235,01
3. Sonstige Verbindlichkeiten 711.511,64 129.410,53
- davon aus Steuern EUR 124.424,91 (i. Vj. EUR 129.410,53) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
256.540.618,32 174.058.378,50
265.737.223,45 182.264.575,50

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2018 bis 31. März 2019

2018/19 2017/18
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 868.840.588,86 699.601.183,37
2. Sonstige betriebliche Erträge 17.509.304,37 19.218.836,36
886.349.893,23 718.820.019,73
3. Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -856.227.945,39 -689.233.163,92
4. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter -5.223.040,59 -4.846.451,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -711.062,27 -5.934.102,86 -649.391,96 -5.495.842,97
-davon für Altersversorgung EUR 11.319,45 (i. Vj. EUR 11.640,36)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.622.632,22 -1.423.163,67
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -21.221.149,00 -22.163.431,38
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 175.436,08 45.227,58
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR 175.436,08 (i. Vj. EUR 17.158,91)-
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.103,94 -2.293,67
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -501.340,78 -891.664,64
10. Ergebnis nach Steuern 1.016.055,12 -344.312,94
11. Sonstige Steuern -2.694,00 -5.704,24
12. Jahresüberschuss /-fehlbetrag 1.013.361,12 -350.017,17

Anhang für das Geschäftsjahr 2018/2019

I. Angewandte Aufstellungsgrundsätze

Der Jahresabschluss zum 31.03.2019 wird gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert

II. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Alpine Electronics (Europe) GmbH mit Sitz in Unterschleißheim (vormals: München) im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 152868 eingetragen. Die Satzung wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 13.12.2018 in Hinblick auf den Sitz der Gesellschaft, den Gegenstand der Gesellschaft, die Salvatorischen Klausel und den Paragraphen zu Kosten und Steuern geändert. Die Eintragung ist am 25.01.2019 erfolgt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Aktiva

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert.

Bei allen beweglichen Anlagegütern wird die Abschreibung pro-rata temporis berechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 werden in voller Höhe im Jahr des Zugangs abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten in Höhe von EUR 250 bis EUR 1.000 wurde ein Sammelposten gebildet, welcher über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten (incl. Anschaffungsnebenkosten) bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Verkaufswert bewertet. Darüber hinaus führt die Gesellschaft eine Gängigkeitsbewertung für den Warenbestand durch und wertet den nicht gängigen Warenbestand ab.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/ oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Durch das geringe Ausfallrisiko der Automobilhersteller ist eine Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos durch eine Pauschalwertberichtigung nicht erforderlich.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag, die vor dem Bilanzstichtag gezahlt wurden.

Passiva

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen ab und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden entsprechend der Regelungen des § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Während des Geschäftsjahres erfolgt die Fremdwährungsumrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung zum Wechselkurs des jeweiligen Transaktionstages. Zum Bilanzstichtag werden kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Wechselkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Die davon-Vermerke zur Währungsumrechnung umfassen sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungsdifferenzen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Differenzen, auf die latente Steuern zu bilden sind.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 229.185 (Vorjahr: TEUR 143.008) resultieren im Wesentlichen aus Warenlieferungen und dem Cash Pooling im Unternehmensverbund sowie in geringerem Umfang aus Weiterbelastungen von Aufwendungen. Sie betreffen in Höhe von TEUR 575 (Vorjahr TEUR 3.807) die Alleingesellschafterin.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 774 (Vorjahr TEUR 758) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für die Körperschaft- und Gewerbesteuer für die Jahre 2017-2019 zusammen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 422 (Vorjahr TEUR 269), Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 268) und personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 429 (Vorjahr TEUR 359) berücksichtigt. Die Gesamtsumme der sonstigen Rückstellungen beläuft sich auf TEUR 1.032 (Vorjahr TEUR 1.071).

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr gänzlich innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 187.787 aus Warenlieferungen (Vorjahr TEUR 132.456), in Höhe von TEUR 65.204 (Vorjahr TEUR 35.469) aus dem Finanzverkehr sowie in Höhe von TEUR 1.179 (Vorjahr TEUR 1.428) aus sonstigen Verbindlichkeiten. In den Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 185.403 (Vorjahr TEUR 131.954) gegenüber der Alleingesellschafterin enthalten.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Tätigkeitsbereiche

2018/2019 2017/2018
TEUR TEUR
Car Audio 121.122 109.489
Informations-/Kommunikationsausrüstung 747.719 590.112
Gesamt 868.841 699.601

Geographisch bestimmte Märkte

2018/2019 2017/2018
TEUR TEUR
EUROPA 865.042 697.185
ASIEN 1.506 1.124
NORDAMERIKA 2 1
Übrige Länder 2.291 1.291
Gesamt 868.841 699.601

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 16.029 (Vorjahr TEUR 17.105).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 16.123 (Vorjahr TEUR 17.354).

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand beinhaltet das Ergebnis der im Berichtsjahr abgeschlossenen Betriebsprüfung 2012-2014.

VI. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Im Durchschnitt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 76 (Vorjahr 69) Mitarbeiter als Angestellte beschäftigt. Sie waren im Vertrieb (12; Vj: 7), in der Forschung und Entwicklung sowie dem Qualitätsmanagement (28; Vj: 30), der Logistik / Administration; (36; Vj: 32) tätig.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus laufenden Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 8.444 (Vorjahr TEUR 745). Davon sind TEUR 1.052 innerhalb eines Jahres fällig. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem Umzug des Büros von München nach Unterschleißheim. Der alte Mietvertrag für das Büro in München hatte zum Stichtag letztes Jahr nur noch eine Laufzeit von wenigen Monaten. Der neue Mietvertrag für Unterschleißheim der im Laufe des Geschäftsjahres abgeschlossen wurde hingegen hat eine Laufzeit von mehren Jahren. Entsprechend höher sind auch die daraus resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr für den Abschlussprüfer erfasste Honorar (TEUR 70) setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 45
Steuerberatungsleistungen 25

4. Nachtragsbericht

Shinji Inoue wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 11.07.2019 als Geschäftsführer mit Wirkung 30.06.2019 abbestellt. Yasushi Motokawa wurde am selben Tag zum Geschäftsführer mit Wirkung 01.07.2019 bestellt. Die Eintragung ins Handelsregister ist erfolgt. Nach Beendigung des Geschäftsjahres ergeben sich keine weitere Vorgänge von wesentlicher Bedeutung.

5. Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern sind bestellt die Herren

Shinji Inoue, Geschäftsführer, Iwaki, Japan (bis 30. Juni 2019)

Toshinori Kobayashi, Geschäftsführer, Stuttgart (bis 30. April 2018)

Yasuhiro Ikeuchi, Geschäftsführer, Chigasaki, Japan (seit 1. Mai 2018)

Yasushi Motokawa, Geschäftsführer, Iwaki, Japan (seit 1. Juli 2019)

Es erhalten nur die in Deutschland ansässigen Geschäftsführer Bezüge von unserer Gesellschaft, weshalb die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen wird.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist die Alpine Electronics Inc., Tokio/Japan. Die Gesellschafterin stellt einen Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der Alpine Electronics (Europe) GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird in Japan veröffentlicht und ist am Sitz der Gesellschafterin (Tokio) erhältlich.

 

Unterschleißheim, den 29. November 2019

Alpine Electronics (Europe) GmbH

Yasushi Motokawa

Yasuhiro Ikeuchi

Anlagenspiegel zum 31. März 2019

Historische Anschaffungskosten
01.04.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.03.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.268.334,10 49.607,39 794,09 0,00 5.317.147,40
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 154.855,00 154.855,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.268.334,10 49.607,39 794,09 154.855,00 5.472.002,40
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.509.552,50 1.696.576,75 2.018.569,56 -95.590,00 5.091.969,69
Anlagen im Bau 59.265,00 0,00 0,00 -59.265,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.568.817,50 1.696.576,75 2.018.569,56 -154.855,00 5.091.969,69
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 48,08 0,00 48,08 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 48,08 0,00 48,08 0,00 0,00
Summe 10.837.199,68 1.746.184,14 2.019.411,73 0,00 10.563.972,09
Kumulierte Abschreibungen (Wertberichtigungen)
01.04.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.03.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.567.405,10 1.032.455,39 794,09 0,00 4.599.066,40
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.567.405,10 1.032.455,39 794,09 0,00 4.599.066,40
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.225.569,50 590.176,83 2.003.012,64 2.812.733,69
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.225.569,50 590.176,83 2.003.012,64 0,00 2.812.733,69
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 7.792.974,60 1.622.632,22 2.003.806,73 0,00 7.411.800,09
Nettobuchwerte
31.03.2019 31.03.2018
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 718.081,00 1.700.929,00
Geleistete Anzahlungen 154.855,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 872.936,00 1.700.929,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.279.236,00 1.283.983,00
Anlagen im Bau 0,00 59.265,00
Summe Sachanlagen 2.279.236,00 1.343.248,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 48,08
Summe Finanzanlagen 0,00 48,08
Summe 3.152.172,00 3.044.225,08

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018/2019

A. Grundlagen der Gesellschaft

I. Geschäftstätigkeit der Alpine Electronics (Europe) GmbH

Die Geschäftstätigkeit der Alpine Electronics (Europe) GmbH erstreckt sich seit ihrem Entstehen im Jahre 1992 auf die Distributions- und Koordinationsfunktionen zwischen dem japanischen Mutterkonzern als Hersteller der Produkte und den einzelnen europäischen Vertriebsgesellschaften. Die Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Alpine Electronics Inc., Tokio/Japan.

Die Produktpalette ist geprägt durch das OEM-Geschäft mit Car-Audio-Produkten und Car-Navigationssystemen für Personenkraftwagen. Daneben werden im Aftermarkt-Bereich neben den Tochtergesellschaften auch diverse Distributoren beliefert.

Das derzeitige europäische Netzwerk der Alpine Electronics (Europe) GmbH umfasst neben einer Produktionseinheit, fünf Beteiligungsgesellschaften, ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, ein europäisches Call-Center und ein europäisches Qualitätszentrum für rund 30 unabhängige Importeure.

II. Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden im Wesentlichen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von der japanischen Muttergesellschaft wahrgenommen. Die Vertriebsgesellschaften partizipieren an deren Forschungsergebnissen.

III. Steuerungssystem

Die Leistungsfähigkeit der Alpine Electronics (Europe) GmbH lässt sich in finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsfaktoren ausdrücken. Zentrale Ziele der betriebswirtschaftlichen Steuerung sind ein nachhaltiges Wachstum, Wertsteigerung für die Kapitalgeber, die Sicherung von Arbeitsplätzen sowie letztlich die unternehmerische Eigenständigkeit.

a. Finanzielle Leistungsindikatoren

Basis für die Steuerung der Alpine Electronics (Europe) GmbH sind die jährliche Budgetplanung sowie die mittelfristige Planung. Daran ausgerichtet werden die kurzfristigen operativen Entscheidungen getroffen, sowie die mittel- und langfristigen strategischen Ausrichtungen entschieden. Im Vordergrund stehen hierbei Absatzzahlen, Produktprogramme und Auslastungen der Ressourcen. Diese verbindlichen Zahlen werden entsprechend der Umsatzerlöse bzw. der Kostenverursachung auf die Kostenstellen und Profitcenter herunter gebrochen und als Zielvorgabe vereinbart. Das Budget wird monatlich im Führungskreis nachgehalten und bei Abweichungen mit Gegenmaßnahmen belegt.

Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Steuerung der Alpine Electronics (Europe) GmbH sind die Kennziffer Earnings before Taxes (EBT) auf Basis des IFRS Ergebnisses und die Umsatzerlöse als Ausdruck des Absatzerfolges.

b. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Besonders wichtig im Geschäft der Vertriebsorganisation sind ebenfalls die Beobachtungen und Ausrichtungen an nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Im Vordergrund steht für die Alpine Electronics (Europe) GmbH die Kundenzufriedenheit.

Darüber hinaus nimmt die Zufriedenheit der Mitarbeiter, gemessen durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen in einem Zufriedenheitsindex, einen hohen Stellenwert für die Gesellschaft ein. Die letzte Mitarbeiterbefragung fand Ende 2019 statt.

Die Kunden- & Mitarbeiterzufriedenheit stellen aus Sicht der Gesellschaft die wesentlichen Grundlagen für ein ökönomisch nachhaltiges Wirtschaften dar.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Betrachtung

Die Weltwirtschaft wuchs 2018 mit 3,7% ähnlich wie im Vorjahr. Trotz der politischen Unsicherheiten war in allen Regionen eine unterschiedlich starke konjunkturelle Belebung zu beobachten. Während sich in Europa und China die Dynamik verlangsamt hat, wuchs die Wirtschaftsleistung in den USA deutlich kräftiger als 2017 und stützte somit das weltweite BIP-Wachstum.

In der Eurozone setzte sich das Wachstum zwar fort- mit rund 1,9% lag der Anstieg jedoch unter der Vorjahresrate. Mit Deutschland (+1,5%), Frankreich (+1,6%), Italien (+1,0%) und Spanien (+2,5%) konnten wichtige Volkswirtschaften der Eurozone erneut zulegen.

Die japanische Wirtschaft sank die Wachstumsrate für 2018 auf nunmehr 0,8% deutlich. Wesentlicher Grund waren auch hier die globalen Unsicherheiten aber auch Naturereignisse (Erdbeben, heftige Taifunsaison).

II. Entwicklung der Automobilindustrie

Im Jahr 2018 setzte sich auf den internationalen Automobilmärkten der positive Trend der Vorjahre nicht fort. Die Zulassungszahlen sanken für PKW und leichte Nutzfahrzeuge weltweit um 2,2%. In China (23,1 Mio. Einheiten / -6,3%) waren die Zulassungszahlen seit langer Zeit erstmals rückläufig. In den USA (17,3 Mio. Einheiten / +0,3%) und Japan (5,1 Mio. Einheiten / +0,7%) stagnierten die Märkte nahezu.

Die europäischen Automobilmärkte lagen 2018 in der Gesamtbetrachtung auf Vorjahresniveau (15,6 Mio. Einheiten / 0,0%). Dennoch zeigte sich beim Blick auf die einzelnen Märkte ein uneinheitliches Bild bei den Zulassungen.

Während Spanien (1,3 Mio. Einheiten / +7,0%) und Frankreich (2,2 Mio. Einheiten / +3,0%) in 2018 erneut zulegten, verzeichneten die Neuzulassungen in Italien (1,9 Mio. Einheiten / -3,3%) und Deutschland (3,4 Mio. Einheiten / -0,3%) ein Minus.

(Quelle: Publikation des IWF und des VDA, www.imf.org, www.vda.de; BMW Geschäftsbericht 2018, www.bmwgroup.com)

III. Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief, entsprechend der Prognosen der Geschäftsleitung, deutlich positiver als im Vorjahr, und das Ergebnis war zufriedenstellend. Der wesentliche Grund für diese positive Entwicklung waren die gestiegene Umsatzerlöse und erreichte Kosteneinsparungen.

Die Umsätze im OEM-Bereich konnten das ambitionierte Budget nicht ganz erfüllen und lag 4% unter Budget. Der Umsatz im After-Market-Bereich übertraf das Budget um 40%.

Insgesamt übertrafen die Umsätze um 24,2% das Niveau des Vorjahres.

Die Zunahme bei den Umsätzen sowie Kosteneinsparungen führten zu der Verbesserung des Ergebnisses um TEUR 1.363 und beläuft sich nun auf TEUR 1.013 (Jahresüberschuss).

Aus Kundensicht stellt sich der Umsatz wie folgt dar:

2018/2019 2017/2018 Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
OEM 838,4 667,7 170,7
Aftermarkt 30,4 31,9 -1,5
868,8 699,6 169,2

IV. Ertragslage im Geschäftsjahr 2018/2019

Gegenüber dem Vorjahr hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr einen Jahresumsatz von Mio. EUR 868,8 (Vorjahr Mio. EUR 699,6) erzielt und damit erhöhte sich der Umsatz deutlich um 24,2 % gegenüber dem Vorjahreswert. Der Rohgewinn für das Wirtschaftsjahr 2018/2019 (Rohgewinn = Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) liegt mit Mio. EUR 12,6 (Vorjahr Mio. EUR 10,4) entsprechend höher als im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die im Geschäftsjahr saldierten Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von Mio. EUR 16,0 (Vorjahr Mio. EUR 17,1) Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von Mio. EUR 19,2 auf Mio. EUR 17,5 ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Erträge aus Fremdwährungsumrechnung zurückzuführen. Ohne diese Veränderung der Fremdwährungserträge sind die sonstigen betrieblichen Erträge nahezu auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Berichtsjahr die saldierten Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von Mio. EUR 16,1 was einen Rückgang von Mio. EUR 1,2 bedeutet. Ohne diesen Effekt haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen kaum verändert gegenüber dem Vorjahr.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag von TEUR 501 fielen deutlich zum Vorjahresniveau (Vorjahr TEUR 891). Im Vorjahr war das Ergebnis der abgeschlossenen Betriebsprüfung enthalten.

Die Gesellschaft schließt somit das Geschäftsjahr 2018/2019 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.013 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 350) ab.

Durch den deutlich gestiegenen Umsatz und die daraus resultierende bessere Bruttomarge sowie Kosteneinsparungen konnte ein wesentlich höheres EBT als das EBT vom Vorjahr erzielt werden. Das EBT nach IFRS ist mit Mio. EUR 1,1 (Vorjahr Mio. EUR 0,5) leicht höher als das vergleichbare HGB Ergebnis vor Steuern (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit), was im Wesentlichen auf die abweichende Behandlung von Leasingfahrzeugen zurückzuführen ist.

V. Vermögens- und Finanzlage zum 31. März 2019

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 45,8% auf Mio. EUR 265,7 gestiegen. Die Vermögensstruktur setzt sich zu 98,8 % aus kurzfristig gebundenem Vermögen, insbesondere Bank, Vorräten und Forderungen, sowie zu 1,2 % aus längerfristig gebundenem Anlagevermögen zusammen.

Die Immateriellen Vermögensgegenständehaben sich im Wesentlichen aufgrund der planmäßigen Abschreibungen auf EDV-Software um Mio. EUR 0,8 auf Mio. EUR 0,9 reduziert. Im Zuge des Umzugs des Büros von München nach Unterschleißheim wurde zum Teil neue Betriebs- und Geschäftsausstattung erworben, was dazu geführt hat, dass sich die Position andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung um Mio. EUR 1,0 auf Mio. EUR 2,3 (Vorjahr Mio. EUR 1,3) erhöht hat.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um Mio. EUR 83,4 auf Mio. EUR 262,6. Der wesentliche Grund liegt im Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Mio. EUR 86,2. Gegenläufig hat sich hierzu der Bestand der fertigen Erzeugnisse stichtagsbedingt um Mio. EUR 2,4 reduziert.

Die Finanzierungsseite weist eine Eigenkapitalquote von 2,8 % und eine Fremdkapitalquote von 97,2 % auf. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,72% gesunken.

Die Steuerrückstellungen haben sich kaum geändert. Die Rückstellungen betreffen die Steuer für das laufende steuerliche Ergebnis und nicht, wie im Vorjahr, das Ergebnis aus der Betriebsprüfung.

Die sonstigen Rückstellungen sind auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über die japanische Muttergesellschaft. Nach Berücksichtigung der Mittelzuflüsse und der Mittelabflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Finanzmittelbestand in Höhe von Mio. EUR 25,0 (Vorjahr Mio. EUR 24,9).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt um Mio. EUR 0,4 auf Mio. EUR 1,7. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steigen im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 81,5 auf Mio. 254,2 an. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch Cash Pooling und Warenlieferungen bedingt.

VI. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der Kundenzufriedenheitsindex wurde auf einem hohen Niveau gehalten. Die Gesellschaft erhielt europaweit verschiedene Awards wie der "Theo Award Tuning Award 2018" in Deutschland.

Als interner nichtfinanzieller Leistungsindikator steht die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter an oberster Stelle. Die Mitarbeiterzufriedenheit konnte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018/19 auf ähnlichem Niveau gehalten werden. Der Zufriedenheitsindex in der Mitarbeiterbefragung 2018 sank leicht von 2,13 auf 2,16.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Die Muttergesellschaft hat bekannt gegeben, dass die Verschmelzung aller europäischen Gesellschaften der ALPINE Gruppe in Europe mit ALPS im Geschäftsjahr 2020/21 angestrebt wird. Hierdurch erhofft man sich erhebliche Synergien durch eine Lean Organisation und engere Zusammenarbeit. Derzeit wird das Potential untersucht.

Die Alpine Electronics (Europe) GmbH wird sich auch in Zukunft, als selbständige Firma im Geschäftsjahr 19/20 und auch später als Geschäftsbereich im Konzernverbund darum bemühen, die Distributionsfunktion der Alpine-Produktpalette aufrechtzuerhalten und die Vertriebsgesellschaften bzw. Geschäftsbereiche dabei zu unterstützen, ihre Verkaufszahlen im Einzelhandel durch die Einführung neuer innovativer Produkte zu erhöhen. Darüber hinaus verfolgt die Gesellschaft das Ziel, das Image als Hersteller von hochwertigen Car-Hi-Fi- und Car-Navigations-Produkten zu dem eines Anbieters integrierter multimedialer Lösungen im Automobilbereich auszubauen.

Im OEM-Bereich erwartet die Gesellschaft eine Umsatzsteigerung deutlich über Vorjahresniveau. Ursache hierfür sieht das Unternehmen in mehreren Produktwechseln, insbesondere im Bereich Navigationssysteme und Displays bei mehreren deutschen OEM- Kunden. Das Management plant mit einem Anstieg von ca. 28% im OEM Bereich.

Im After-Market-Bereich beinhaltet das Budget für das Geschäftsjahr 2019/2020 hingegen einen zweistelligen Umsatzrückgang. Die Priorität des Geschäftsbereiches After- Market wird im Jahr 2019/20 weiterhin in der Verbesserung der Profitabilität durch geeignete Kosteneinsparungen liegen, um die kontinuierliche Schwäche des Euros in Bezug auf die wichtigsten Währungen USD und Yen in der Produktion und bei den Entwicklungskosten auszugleichen.

Weiterhin erwarten wir, dass im Geschäftsjahr 2019/2020 vor allem durch den in Summe erwarteten Umsatzanstieg, bei gleichbleibenden Fixkosten ein positives HGB EBT-Ergebnis über dem Niveau des Vorjahres erwirtschaftet wird.

Die Umsatz- und Ergebnisprognosen für das darüberhinausgehende Geschäftsjahr sind aktuell mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Diese resultieren im Wesentlichen daraus, dass die Prognosen abhängig von der weiteren Finanzstabilisierung in Europa und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Asien sind. Auf Grund der Erfahrungen der Branchenentwicklung aus den Vorjahren, geht die Gesellschaft jedoch von einer weitestgehend stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus.

II. Erläuterungen zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft verfügt über ein System zur Risikoidentifizierung, -steuerung und -überwachung. Durch das bestehende Planungs-, Berichts- und Controllingsystem werden Abweichungen von der geplanten Entwicklung frühzeitig erkannt und notwendige Korrekturmaßnahmen ergriffen. Dabei werden in monatlichen Abständen die Ist- Daten dem jährlichen Wirtschaftsplan gegenübergestellt. Die Geschäftsführung ist durch eine laufende Berichterstattung in den Prozess eingebunden.

a. Produkt-/ Vertriebschancen und -risiken

Durch die starke Abhängigkeit von den europäischen Schwestergesellschaften, insbesondere der Alpine Electronics GmbH, haben deren Risiken der zukünftigen Entwicklung direkte Auswirkung auf das Geschäft der Gesellschaft.

Folgende Sachverhalte könnten zu Risiken in der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft führen:

Abhängigkeit in Deutschland und Großbritannien von wenigen Großabnehmern im OEM-Geschäft

Allgemeine Geschäftsentwicklung insbesondere im Premium Automobilbereich

Auswirkungen rückläufiger Wirtschaftsraten im Euro- Raum

Geopolitische Krisen in Russland und Ukraine sowie im Nahen Osten

Negative Auswirkungen aus der Währungsrelation zwischen japanischem Yen und dem Euro/ zwischen amerikanischem Dollar und Euro

Qualifiziertes technisches Personal vorzuhalten, um den Bedürfnissen der OEM- Kunden ausreichend gerecht zu werden

Außergewöhnliche Umwelteinflüsse und Katastrophen in der Produktion (insb. Bei Lieferanten)

Als wesentliche Maßnahme zur Adressierung der genannten Risiken versucht die Gesellschaft und die von ihr bedienten Gesellschaften neue Geschäfte mit anderen OEM Kunden zu gewinnen.

Eine Chance der zukünftigen Entwicklung sieht die Gesellschaft auch darin, dass die europäischen Schwestergesellschaften und auch zukünftig die gemeinsame Gesellschaft mit ALPS durch neue und innovative Produkte weitere Großkunden akquirieren können und damit ihre Kundenbasis verbreitern. Dies würde dann in der Alpine Electronics (Europe) GmbH zu einer weiteren Ausweitung der Umsatzerlöse führen.

b. Finanzielle Chancen und Risiken

Die Ausfallrisiken von Forderungen werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen auf Ebene der Vertriebsgesellschaften abgedeckt. Zur Begrenzung weiterer Forderungsausfälle verfügt die Gesellschaft über ein etabliertes Forderungsmanagement.

Insgesamt ergibt sich bei Betrachtung der Finanzmittelausstattung der Gesellschaft, dass die Unternehmensfortführung aus heutiger Sicht im Konzernverbund für die nächste Zukunft gesichert ist. Unabhängig davon wird die Liquidität der Gesellschaft überwacht und Plan-Ist-Abweichungen periodisch analysiert.

Finanzielle Chancen sieht die Gesellschaft in der besseren Kontrolle des Cash Managements.

c. Gesamteinschätzung der Chancen- und Risikolage

Über die genannten Risiken hinaus sind keine solchen erkennbar, die eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft haben könnten. Für Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen. Bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar.

Insgesamt bleibt aber festzustellen, dass die Risiken, die künftige Entwicklungen mit sich bringen könnten, von den strategischen Entscheidungen der Muttergesellschaft abhängig sind. Auf lokaler Ebene versucht die Gesellschaft durch gutes Reporting die Risiken schnell und gezielt zu identifizieren und entgegen zu wirken, um das Risiko auf ein angemessenes Maß zu reduzieren.

Aus den genannten Chancen sieht die Gesellschaft in Summe positiv in die Zukunft.

 

Unterschleißheim, den 29. November 2019

Yasushi Motokawa

Yasuhiro Ikeuchi

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