Wiedemann Stahlcenter GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claus Josef Faber seit 9.2.2021 | Prokura |
Harald Zimmermann seit 13.1.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Josef Wiedemann GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Josef Wiedemann GmbHA. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Josef Wiedemann GmbH ist ein Stahlgroßhändler mit dem Schwerpunkt Baueisen. Dieses Produkt kauft sie bei den jeweiligen Herstellerwerken und beliefert damit den nachgelagerten Handel und die weiterverarbeitenden Firmen. Wir unterhalten keine Niederlassungen. Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Das Jahr 2023 begann leider so, wie wir es befürchtet hatten. Der Ukraine Krieg ging weiter und für die Baubranche ging es weiter bergab. Es gab wenige neue Aufträge, das Investitionsvolumen der meisten Firmen wurde auf den Prüfstand gestellt und der Haus- und Wohnungsneubau wurde quasi vollständig eingestellt. Die Gründe hierfür blieben die Gleichen - hohe Zinsen, unsichere Zukunftsaussichten, teure Baukosten und fehlende staatliche Subventionen. Auch wenn die Preise im Stahl kontinuierlich über das Jahr gesunken sind, brachte das alleine keine Veränderung in den Gesamtmarkt, da alle anderen benötigten Materialien diesen Preisrutsch gar nicht oder nur sehr verhalten mitmachten. Für die Firma Wiedemann bedeutete dies einen Rückgang in der Absatzmenge, im Umsatz und Ertrag. Der Umstand, dass aufgrund der weltweit reduzierten Produktionsmengen und der im Vergleich zum europäischen Umfeld niedrigen Betonstahlpreise in Deutschland, der Import dieser Waren fast vollständig zum Erliegen kam, half uns jedoch. So konnten wir unseren Kunden helfen, einen Teil der ihnen fehlenden Importmengen bei uns mit heimischem Material zu kompensieren, so dass unsere Verkaufsmenge gegenüber dem Vorjahr, im Vergleich zu den Branchenkennzahlen, unterdurchschnittlich stark sank. Auch Sondereffekte aus unserer Beteiligungsstruktur verbesserten unser Ergebnis, so dass wir auch in 2023 einen durchaus ordentlichen Ertrag erwirtschaften konnten. B. Darstellung der Lage Ertragslage Das Ergebnis der GuV ist von EUR 9.595.334,05 um 68,55 % auf EUR 3.017.352,188 gesunken. Das Betriebsergebnis ist von EUR 15.410.364,48 um 78,52 % auf EUR 3.309.787,30 gesunken. Das Rohergebnis hat sich um EUR 15.314.904,55 verschlechtert. Das Ergebnis vor Steuern von EUR 4.279.496,69 setzt sich aus dem Betriebsergebnis von EUR 3.309.787,30 und dem Finanzergebnis von EUR 969.709,39 zusammen. Das Finanzergebnis hat sich bei geringen Zinsaufwendungen bei gleichzeitigen deutlich gestiegenen Zinserträgen um mehr als T'EUR 2.194 verbessert. Die Gesamtkapitalrendite, die als Verhältnis des Erfolgs zur Bilanzsumme berechnet wird, beträgt 9,58 % (Vj 26,13%). Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt EUR 31.485.040,24 (Vj. EUR 36.713.716,15). Der Anteil des Umlaufvermögens liegt bei 92,76 % (Vj. 92,95 %). Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die Eigenkapitalquote liegt bei 79,87 % (Vj. 68,42%). Finanzlage Bei dynamischer Betrachtung reicht der Cash-Flow vor Ertragsteuern und Finanzergebnis aus, um das Fremdkapital von EUR 2.185.479,48 vollständig zurückzuzahlen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht In 2023 ging der Auftragseingang in der Baubranche bis November um 4,7% zurück, wie der Zentralverband Deutsches Baugewerbe mitteilte. Hier geht man, als Folge dieser Entwicklung, auch von einem Verlust von rund 30.000 Arbeitsplätzen aus. Diese Kombination bringt die komplette Baubranche an den Rand einer Entwicklung, die es schwer machen wird, zukünftig noch effizient und qualitativ hochwertig zu bauen. Auch die in diesem Zuge sinkenden Ausbildungszahlen geben Grund zur Sorge. Betrachtet man nun jedoch die IFO Konjunktur-Perspektiven 06/2024 darf man aber schon wieder etwas zuversichtlicher sein. Der Geschäftsklimaindex geht schon mehrere Monate in Folge nach oben. Die Beschäftigungserwartungen haben ihren Tiefpunkt erreicht und tendieren ebenfalls positiv. Gleiches gilt für die Auftragsbestände. Vergleicht man diese Daten mit den Aussagen unserer Kunden, lässt sich eine große Übereinstimmung erkennen, weshalb wir dem zweiten Halbjahr 2024 und dann auch 2025 positiv entgegensehen. Unsere Liefermengen in 2024 entsprechen im ersten Halbjahr denen des Vorjahres, so dass auch bei uns kein weiterer Rückgang zu erwarten ist. Die Preise für unsere Produkte werden unserer Meinung nach ebenfalls nicht weiter sinken, nachdem wir im ersten Halbjahr 2024 bereits moderate Preissteigerungen durchsetzen konnten. Wenn jetzt noch staatliche Anreize und die Teilumsetzung des staatlichen Wohnungsbauprogramms zu den wieder beherrschbaren Finanzierungskosten kommen, benötigen wir "nur" noch eine etwas bessere konjunkturelle Gesamtperspektive, damit der "Motor" Bau wieder anspringt. Wir werden weiterhin versuchen durch geschickte Einkaufspolitik und in Zusammenarbeit mit den Stahlwerken unsere Kunden in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen. Wir erwarten wieder ein positives Geschäftsergebnis für das Wirtschaftsjahr 2024. Änderungen in der Geschäftspolitik stehen nicht an. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in der Gesellschaft bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Bankguthaben sowie eingeräumte Kreditlinien und Darlehen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherheit des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Unternehmenspolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes Handelsgeschäft eine laufende Liquiditätsplanung erstellt und die Forderungen durch Warenkreditversicherungen abgedeckt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität des Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen.
Augsburg, den 23. Juli 2024 Harald Zimmermann, Geschäftsführer der Josef Wiedemann GmbH, Augsburg BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenDie Josef Wiedemann GmbH hat ihren Sitz in Augsburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg (Reg.Nr. HRB 35558). Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel und Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften / Gesellschaften geltenden Angaben Erleichterungen der §§, 276 und 288 HGB in Anspruch. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuVImmaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Nach der Abgangsfiktion wird ihr Abgang nach fünf Jahren unterstellt. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Möglichen Risiken im Beteiligungsansatz wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Rückdeckungsversicherungen werden mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital bewertet, sofern keine Verrechnung mit ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen vorzunehmen ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. I. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel (siehe Anlage Seite 9) dargestellt. Finanzanlagen Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient.
Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 53,33 (Vj. EUR 215.522,58) enthalten. In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von EUR 101.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, nicht genommenen Urlaub und die Kosten für die Prüfung und Erstellung des Jahresabschlusses sowie die Kosten der gesetzlich vorgeschriebenen Archivierung. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.643.791,42 (Vj. EUR 0,0) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und auch nicht nach den §§ 251, 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, betragen EUR 130.200,00. Es handelt einerseits um einen Mietvertrag mit einer Restlaufzeit von 3 Jahren (EUR 95.200,00) sowie andererseits um Kfz-Leasingverträge mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 1 Jahren (EUR 35.000,00). II. Sonstige Angaben Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren im Unternehmen 10 Mitarbeiter beschäftigt. Organe Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Harald Zimmermann, Augsburg, Dipl.-Betriebswirt (FH). Besondere Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres Der seit Ende Februar 2022 anhaltende Kriegszustand in der Ukraine hat bereits zu wirtschaftlichen Konsequenzen für die Weltwirtschaft geführt. Der Verlauf des Krieges und die weiteren Auswirkungen insbesondere auf Europa, haben zu einer Energiepreiskrise geführt. Dies führte bereits zu einem starken Preisanstieg für die Gesellschaft auf dem Beschaffungsmarkt. Es wird mit weiteren Preisanstiegen gerechnet. Auswirkungen auf die Ertragslage sind derzeit nicht absehbar. Die Einschätzungen zum Verlauf der der Ukraine-Krise sind jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden, so dass die Entwicklung von der Prognose signifikant abweichen kann. Die Baukonjunktur wird spürbar zurückgehen. Ergebnisverwendung Der Geschäftsführer schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 13.964.629,59 auf neue Rechnung vorzutragen.
Augsburg, den 23. Juli 2024 Harald Zimmermann, Geschäftsführer der Josef Wiedemann GmbH, Augsburg Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüferAn die Josef Wiedemann GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Josef Wiedemann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Josef Wiedemann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 23. Juli 2024 SAH
Revisions GmbH
Peter Amon, Wirtschaftsprüfer Es wurden Offenlegungserleichterungen nach §§ 326 f. HGB in Anspruch genommen. Der wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 12.8.2024. |
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