PPP Abwicklungsgesellschaft mbHLiquidiert

60528 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 123125
Vorher
Poppe GmbH
Eingetragen
23.8.2011
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Abwicklung des Geschäftsbetriebs der Poppe GmbH und deren Liquidation.

Historie

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Management

NameRolle
Kurt Robert Käppeler
seit 20.5.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
JPC Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.000.500 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Poppe GmbH

Gießen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht

I. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Poppe GmbH ist ein starker Anbieter für Lösungen aus Elastomerwerkstoffen bei technischen Elastomererzeugnissen mittels Extrusion und anschließenden Veredelungsprozessen. Es werden alle relevanten Vulkanisationsverfahren eingesetzt, um eine optimale Lösung für Kunden anbieten zu können. Das Produktportfolio umfasst im speziellen Flachdichtungen mit einem sehr hohen Marktanteil sowie Profile und Schläuche mit und ohne Anheizungen. Die Stärken liegen im Bereich der kundenspezifischen Lösungen, die gemeinsam mit den Kunden entwickelt werden.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung findet im Wesentlichen über Werkstoffdesign und Verfahrenstechnik statt. Dies dient als Grundlage zur Weiterentwicklung des Produktportfolios. Darüber hinaus werden ständig neue Herstellverfahren, Prozessoptimierungen und neue Arbeitsabläufe eingeführt, um die Produktivität weiter zu erhöhen.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

(a) Weltwirtschaft in Kürze

Für das Jahr 2017 wird mit einem Weltwirtschaftswachstum von 3,8% (Institut für Weltwirtschaft, Kiel: Konjunkturberichte Nr. 37, S. 2) gerechnet. Damit wird die Vorjahresprognose um 0,3% übertroffen. Maßgeblich für dieses Wachstum, welches von nahezu allen großen Volkswirtschaften getragen wurde, sind insbesondere das starke Wachstum in China sowie insgesamt deutlich gestiegene Investitionen. Noch in 2016 von der Rezession gekennzeichnete Schwellenländer, wie beispielsweise Brasilien und Russland, haben ihre Talfahrt durchschritten und konnten in 2017 Wachstum aufweisen.

Konjunkturbeflügelnd wirkte in 2017 die unverändert expansiv ausgerichtete Geld- und Finanzpolitik, die in Europa und den Vereinigten Staaten in anhaltend niedrigen Zinsen zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus sind befürchtete politische Risiken, beispielsweise der erwartete steigende Protektionismus einzelner Volkswirtschaften, nicht wie erwartet eingetreten.

Da kurzfristig nicht von einer wesentlich anderen Geld- und Finanzpolitik ausgegangen wird, rechnet das Institut für Weltwirtschaft, Kiel, mit einem Weltwirtschaftswachstum von 3,9% für 2018 (Institut für Weltwirtschaft, Kiel: Konjunkturberichte Nr. 37, S. 7). Sowohl die Vereinigten Staaten mit 2,5% (Institut für Weltwirtschaft, Kiel: Konjunkturberichte Nr. 37, S. 8) als auch der Euroraum mit 2,3% (Institut für Weltwirtschaft, Kiel: Konjunkturberichte Nr. 37, S. 8) sollen zum Wachstum beitragen. Während in den Vereinigten Staaten das höhere verfügbare Einkommen wesentlicher Indikator zu sein scheint, sind die Auftragsbücher der Unternehmen im Euroraum ein scheinbar belastbarer Faktor. Das Wachstum in China verharrt nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau.

Für 2019 jedoch wird ein geringeres Wachstum von nur 3,6% erwartet. Die Abflachung des immer noch hohen Wachstums ist insbesondere auf die Erwartung zurückzuführen, dass die expansive Geldpolitik verlangsamt wird.

(b) Lage der deutschen Kautschukindustrie

Das erste Halbjahr 2017 verzeichnete wie bereits im Vorjahr ein Wachstum im Absatz im Segment Technische Elastomer-Erzeugnisse. Die Steigerung beträgt 3,8%.

Wachstumsmotor war jedoch nicht die Automobilindustrie, da deren Absatz im Inland gesunken ist. Geprägt wurde die höhere Nachfrage durch die Industriezweige Maschinenbau, Elektro und die Bauwirtschaft.

Insgesamt wuchs die Kautschukindustrie um 3,5%. Als wesentliche Faktoren werden die gestiegenen Nachfragewerte aus dem Ausland sowie günstige Rohstoffpreise angeführt.

(Quelle: Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.; 18.09.2017)

2. Geschäftsverlauf

(a) Umsatz

Mit einem Umsatz von T€ 45.449 hat die Poppe GmbH im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz erwirtschaftet, der nur unwesentlich unter dem Wert des Vorjahres liegt (T€ 139). Von den genannten Umsatzerlösen entfielen rd. 98% auf die Herstellung und den Vertrieb technischer Gummiwaren, der Rest entfiel auf Handelswaren und Werkzeuge.

Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende T€ 27.104 (Vorjahr T€ 27.286) und liegt damit auf Vorjahresniveau.

(b) Ergebnisentwicklung

Das Betriebsergebnis beläuft sich auf einen Gewinn in Höhe von T€ 3.294. Dies entspricht einer Umsatzrendite von 7,3%.

3. Lage

(a) Ertragslage

Die Ertragslage ist mit den Vergleichszahlen des Vorjahres in der nachfolgenden Übersicht aufgezeigt:

Ertragslage Poppe GmbH

2017
T€
2016
T€
Veränderung
T€
%
Umsatzerlöse 45.449 45.588 (139) (0,3)
Gesamtleistung 46.039 46.785 (746) (1,6)
Finanzergebnis (742) (163) (579) 355,2
Ergebnis nach Steuern 1.951 (2.923) 4.874 166,7
Jahresergebnis 1.922 (2.951) 4.873 165,1

Die Verschlechterung des Finanzergebnisses resultiert aus den gestiegenen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen.

Insgesamt hat sich das Jahresergebnis der Poppe GmbH um rd. T€ 4.873 auf T€ 1.922 verbessert. Grund für diese deutliche Verbesserung, im Vergleich zum Vorjahr, war der Wegfall des negativen Einmaleffektes aus der Veräußerung der Anteile an der Poppe Ahrensbök GmbH in 2016. Bereinigt man das Vorjahresergebnis um diesen Effekt, hätte man auch 2016 ein positives Jahresergebnis von T€ 1.815 erwirtschaftet. Auch im Vergleich zum bereinigten Ergebnis 2016 zeigt sich somit eine Verbesserung der Ertragslage, die im Wesentlichen auf gesunkene sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen ist. Daneben haben sich auch die Steuern von Einkommen und Ertrag vermindert.

(b) Finanzlage

Die nachstehende Kapitalflussrechnung stellt Mittelzufluss und Mittelabfluss sowie Veränderungen der Finanzmittelbestände für das Jahr 2017 dar.

Finanzlage Poppe GmbH 2017
T€
2016
T€
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 1.877 12.178
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit (1.417) (2.435)
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit (460) (6.934)
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 0 2.809
Finanzmittelfonds am Periodenanfang 0 (2.809)
Finanzmittelfonds am Periodenende 0 0

Der Finanzmittelfonds umfasst den Saldo der Bankguthaben auf der Aktiva abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Seit November 2016 ist die Poppe GmbH Cash-Pooling-Nehmer in einem Cash-Pooling Vertrag mit der Schwestergesellschaft Veritas AG, Gelnhausen. Im Rahmen des Zero-Balancing werden die Salden auf null gestellt.

Die Zahlungsflüsse des Cash-Pooling mit der Veritas AG werden in der oben gezeigten Kapitalflussrechnung unter der Finanzierungstätigkeit dargestellt. Grund dafür ist, dass der Cash-Pool nicht der eigenen Finanzdisposition dient, sondern der Steuerung der Liquidität des Poppe-Veritas Holding Konzerns. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 hat die Poppe GmbH Finanzforderungen aus Cash-Pooling gegenüber der Veritas AG.

Der den von der Schwestergesellschaft Veritas AG abgeschlossene Konsortialvertrag im Jahr 2016, ermöglicht es der Veritas AG die Poppe GmbH bei Bedarf mit einem Darlehen von bis zu T€ 10.000 auszustatten. Die Poppe GmbH ist Bürge dieses Konsortialvertrages. Im Geschäftsjahr 2017 wurde von der Poppe GmbH kein Darlehen in Anspruch genommen.

Investitionen

Das Investitionsvolumen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen der Poppe GmbH betrug T€ 1.463 im Wirtschaftsjahr 2017 und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert. Investitionsschwerpunkt lag innerhalb des Sachanlagevermögens auf der Anschaffung von technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Für das Geschäftsjahr 2018 beträgt das genehmigte Investitionsbudget T€ 369. Die geplanten Maßnahmen entfallen überwiegend auf das Sachanlagevermögen. Die Finanzierung dieser Investitionen soll aus dem Cashflow erfolgen.

(c) Vermögenslage

31.12.2017 31.12.2016
T€ % T€ %
Anlagevermögen 11.941 47,7 12.376 49,8
Umlaufvermögen 12.305 49,1 11.694 47,1
Aktive Rechnungsabgrenzung 22 0,1 7 0,0
Aktive latente Steuern 784 3,1 764 3,1
Aktiva 25.052 100,0 24.841 100,0
Eigenkapital 10.971 43,8 9.048 36,4
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 8.502 33,9 8.129 32,7
Kurzfristiges Fremdkapital 5.579 22,3 7.663 30,9
Passiva 25.052 100,0 24.841 100,0

Die Bilanzsumme belief sich zum 31.12.2017 auf T€ 25.042 und erhöhte sich gegenüber Vorjahr (T€ 24.841) nur leicht um T€ 211.

Die Erhöhung des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Daneben haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände aufgrund von Steuererstattungsansprüchen erhöht.

Aufgrund des positiven Jahresergebnisses stieg die Eigenkapitalquote auf 43,8 %. Der Anstieg des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals resultiert ausschließlich aus der Erhöhung der Pensionsrückstellungen. Gegenläufig dazu haben sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten um rd. 8,6% vermindert. Diese Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus den deutlich gesunkenen Steuerrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen.

(d) Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Nachdem das operative Ergebnis der Gesellschaft in 2016 noch durch negative Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile der Poppe Ahrensbök GmbH belastet war, wurde im Geschäftsjahr 2017 im operativen Ergebnis ein Gewinn erwirtschaftet, der die Erwartungshaltung der Geschäftsleitung widerspiegelt. Die positive Entwicklung der Vermögenslage und anhaltend schuldenfreie Geschäftsentwicklung decken sich ebenfalls mit den Erwartungen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanzwirtschaftlichen Kennzahlen der Poppe GmbH entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

2017
%
2016
%
Umsatzrendite vor Steuern 5,6 (3,2)
Umsatzrendite nach Steuern 4,3 (6,4)
Materialaufwandsquote *) 40,5 41,5
Personalaufwandsquote *) 34,5 33,5
Eigenkapitalquote 43,8 36,4

*) bezieht sich auf die Betriebsleistung

Im Rahmen der Einbindung in die konzernweite Finanzierungsstrategie der Poppe-Veritas Gruppe werden die Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben weiterhin in enger Abstimmung mit dem Schwesterkonzern der Veritas-Gruppe koordiniert und umgesetzt.

5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

(a) Umweltschutz

Im Berichtsjahr wurde ein internes Umwelt- und Energieaudit durchgeführt. Die realisierten Projekte aus den operativen Energiezielen für 2017 führten zu merklichen Energieeinsparungen, sodass die Energiekennzahlen erreicht wurden.

Im Vergleich zum Vorjahr 2016 konnte der Stromverbrauch noch einmal um 13,5 %, der Gasverbrauch um 10,3 % und der Fernwärmeverbrauch um 48,8 % gesenkt werden. Die Bewertung von Änderungen erfolgt durchgängig nach Eingang, bzw. bei Bedarf. Die Einhaltung der Rechtsgrundlagen wurde beim internen Audit und bei Begehungen bewertet. Es wurden hierbei keine Überschreitungen von Rechtsnormen festgestellt. Die durch die einschlägigen Gesetze und Verordnungen vorgegebenen Grenzwerte werden bei verfahrensgerechtem Betrieb sicher eingehalten. Bestätigt wird dies durch regelmäßige Wiederholungsmessungen.

(b) Produktion

Im Berichtsjahr lag wieder ein Schwerpunkt auf der Umsetzung operativer Verbesserungsmaßnahmen. Insgesamt ist es gelungen, die gesteckten Ziele in Effizienzsteigerung und Ausschussreduzierung umzusetzen und teilweise zu übertreffen.

(c) Beschaffungsmarkt

Die Beschaffung von Mischungen im Jahr 2017 erfolgte unverändert ohne größere Versorgungsprobleme. Die Lieferungen wurden überwiegend von Unternehmen der Poppe-Veritas Gruppe bezogen.

Für das Jahr 2018 werden insbesondere für die extern bezogenen Mischungen Preisanpassungen nach oben erwartet aufgrund der erhöhten Nachfrage für die relevanten Vorrohstoffe am Markt.

(d) Personal- und Sozialbereich

Im Berichtszeitraum 2017 waren durchschnittlich 291 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Poppe beschäftigt, von denen 178 gewerbliche Mitarbeiter sowie 113 Angestellte tätig waren.

In 2017 wurden im Durchschnitt 31 Zeitarbeitnehmer eingesetzt, um Auftragsspitzen abzufangen bzw. krankheits- und urlaubsbedingte Ausfallzeiten zu kompensieren.

In verschiedenen kaufmännischen und technischen Ausbildungsberufen beschäftigte die Poppe GmbH im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 13 Auszubildende.

III. PROGNOSEBERICHT

Für 2018 wird weiterhin eine stabile Nachfrage über alle Regionen und Märkte erwartet.

Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die Gesellschaft einen Umsatzrückgang von bis zu 5%. Diese Entwicklung ist primär auf die Unsicherheiten in der Abnahme von Produkten Diesel-Fahrzeuge in der Automobilindustrie zurückzuführen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll gemessen an der Betriebsleistung bei knapp 6% liegen. Die Eigenkapitalquote soll in Folge dessen steigen.

IV. BERICHT ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG MIT IHREN WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN

1. Risiken

Im Rahmen seiner internationalen geschäftlichen Tätigkeit ist die Poppe GmbH einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die mit zunehmender Globalisierung und Wettbewerbsintensität größer werden. Ebenso ist die globale Marktlage durch verschiedene Finanzfaktoren stark volatil und schwer abschätzbar. Diese Risiken sind untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln der Gesellschaft verbunden. Die Risikopolitik besteht darin, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, um damit einen entsprechenden Mehrwert zu schaffen.

Die Poppe GmbH verfügt über Berichts- und Kontrollmechanismen, um die Risiken des operativen Tagesgeschäftes rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Durch entsprechende zu überwachende Kennzahlen aus allen Unternehmensbereichen, die in regelmäßigen Besprechungen bereichsübergreifender Gremien klar dargestellt werden, sind die Risiken quantifiziert, notwendige Lösungsansätze diskutiert und durch Maßnahmen gesteuert.

Mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind folgende Risiken verbunden:

(a) Beschaffungsmarktrisiken

Poppe GmbH ist als produzierendes Unternehmen der Kautschukindustrie dem Risiko der Verfügbarkeit insbesondere von Werkstoffen (Mischungen) und Energie für die Herstellung seiner Produkte ausgesetzt. In Teilbereichen ist die Gesellschaft bei der Beschaffung von Fertigungsequipment auf nur eine Beschaffungsquelle angewiesen.

Um Risiken aus den Beschaffungsmärkten für die Geschäftstätigkeit und die Ergebnisentwicklung von der Poppe GmbH frühzeitig zu erkennen und auf Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können, werden die betroffenen Märkte laufend beobachtet und entgegengesteuert. Der Mischungsbezug als Hauptfaktor ist auf mehrere Lieferanten verteilt, um auf Rohstoff- und Kapazitätsengpässe schnell reagieren zu können. Die Rohstoffpreiserwartungen für 2018 sind in der Unternehmensplanung berücksichtigt und werden durch entsprechende Prozessmaßnahmen verbessernd unterstützt. Maschinenlieferzeiten sind aktuell noch auf einem sehr hohen Niveau. Hier wird durch frühzeitige Beschaffung ausgehend aus vorlaufenden Investitionsumsetzungsaktivitäten entgegengewirkt.

(b) Absatzmarktrisiken

Der Großteil der Märkte, auf denen die Poppe GmbH tätig ist, ist durch intensiven Wettbewerb geprägt und durch Kostensenkungsprogramme der Automobilkunden zusätzlich belastet. Dies wirkt sich insbesondere auf die erzielbaren Verkaufspreise der Produkte aus. Um diesen Risiken des Absatzmarktes zu begegnen, ist es das strategische Ziel das Produktportfolio breit über alle Abnehmerbereiche zu streuen. Dazu gehört es auch, dauerhafte Kundenbindungen über eine exzellente Qualität unserer Produkte mit Entwicklungsunterstützung auszubauen.

(c) Schadensrisiken

Zu den Schadensrisiken gehören Feuer-, Explosions-, Produkthaftpflicht- und Umweltrisiken. Diese sind durch die Umweltzertifizierung nach ISO 14000ff kommuniziert. Für Schadensfälle sind neben dem entsprechenden Versicherungsschutz Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig überprüft und trainiert werden. Die Poppe GmbH unterliegt einer Reihe von Umweltgesetzen und -auflagen, die sich vor allem auf Lagerung, Handhabung, Entsorgung, Emissionen und Registrierung von giftigen und gefährlichen Stoffen beziehen, die bei der Herstellung der Produkte verwendet werden. Diesem Risiko wird durch Instandhaltungsroutinen und regelmäßige Inspektionen der Anlagen entgegnet. Die regelmäßige Entnahme von Proben dient dem rechtzeitigen Ausschluss von eventuellen Kontaminationen.

Die Reduktion respektive der Ersatz von Gefahrstoffen ist ein wesentlicher Punkt der Werkstoffentwicklung.

(d) Finanzrisiken

Mittelbare Finanzierungsquelle der Poppe GmbH ist der Konsortialkredit der Veritas AG bzw. unmittelbare Finanzierungsquelle ist das Cash-Pooling mit der Veritas AG. Es besteht die grundsätzliche Möglichkeit des Zugriffs auf Liquidität über die Schwestergesellschaft Veritas AG. Über den regelmäßigen Austausch von Finanzinformationen und deren Beurteilung wird die Solvenz der Finanzierungsquelle überprüft.

Poppe begegnet dem Ausfallrisiko von Forderungen mit einem konsequenten Debitorenmanagement. Zusätzlich hat die Gesellschaft eine Warenkreditversicherungspolice abgeschlossen.

Hinsichtlich der Risiken im Zusammenhang mit Haftungsverhältnissen verweisen wir auf die im Anhang gemachten Angaben.

(e) Sonstige Risiken

Die wirtschaftliche Entwicklung ist abhängig von der branchenindividuellen konjunkturellen Entwicklung, deren Einflüsse sich die Poppe GmbH nicht entziehen kann. Ebenso werden die Entwicklungen bei Poppe GmbH stark von einzelnen Kundenspezifikationen und Kundenanforderungen beeinflusst, die wiederum von der globalen Marktentwicklung und politischen Aktivitäten abhängig sind.

(f) Einschätzung der Risikosituation

Ein Risiko für die Poppe GmbH, welches den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte, ist nicht bekannt.

Die Unternehmensplanung spiegelt die Erwartung an eine anhaltende positive wirtschaftliche Entwicklung wider. Das Risikopotential bewegt sich weiterhin auf niedrigem Niveau. Allerdings können negative Einflüsse aus gesamtwirtschaftlichen und branchenbedingten Risiken auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

2. Chancen

Durch die laufenden Organisationsoptimierungen und neue Werksstrukturierungen in der Poppe GmbH werden die zukünftigen Herausforderungen des Marktes erfüllt.

Als weitere Maßnahme werden die Kerngeschäftsprozesse im Sinne effizienter Bearbeitung und Markterweiterung verändert. Diese Change-Management-Aktivitäten sind ausgerichtet auf eine ertragreichere stabile Geschäftslage, die speziell in dem vorhandenen Marktsegment der sog. Industriekunden ein starkes Wachstum bringen wird.

Durch die Abstimmung und Integration der Beschaffungsaktivitäten - hier sei insbesondere der Übergang der Verantwortung für den konzernweiten Mischungszukauf erwähnt - in die Konzernstruktur der Poppe-Veritas Gruppe können Skaleneffekte im Einkauf realisiert werden.

 

Gießen, 16. März 2018

gez. Uwe Hehl

Bilanz

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen 11.940.878,05 12.375.539,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.454,00 37.850,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.454,00 37.850,00
II. Sachanlagen 11.929.424,05 12.337.689,20
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.805.592,37 7.087.918,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.791.096,10 4.267.433,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.074.784,73 982.337,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 257.950,85 0,00
B. Umlaufvermögen 12.304.876,63 11.694.322,54
I. Vorräte 2.326.764,00 2.315.068,91
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 521.973,59 629.987,91
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 510.499,00 430.007,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.142.654,41 1.255.074,00
4. Geleistete Anzahlungen 151.637,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.978.112,63 9.379.253,63
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.413.285,68 3.581.136,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.011.579,88 5.450.096,56
3. Sonstige Vermögensgegenstände 553.247,07 348.020,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.675,37 6.885,56
D. Aktive latente Steuern 784.000,00 764.000,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 25.052.430,05 24.840.747,30

Passiva

   
  31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital 10.970.860,83 9.048.456,67
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.500,00 5.000.500,00
II. Kapitalrücklage 9.155.807,95 9.155.807,95
III. Verlustvortrag 5.107.851,28 2.156.666,64
IV. Jahresüberschuss 1.922.404,16 -2.951.184,64
B. Rückstellungen 11.993.342,37 13.492.849,97
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.501.755,00 8.129.322,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 1.286.660,73
3. Sonstige Rückstellungen 3.491.587,37 4.076.867,24
C. Verbindlichkeiten 2.088.226,85 2.299.440,66
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.194.679,24 328.916,53
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 765.146,94 1.109.896,88
3. Sonstige Verbindlichkeiten 128.400,67 860.627,25
davon aus Steuern 127.589,22 154.754,34
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 11.000,50
Bilanzsumme, Summe Passiva 25.052.430,05 24.840.747,30

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1.1.2016 - 31.12.2016
EUR
1. Umsatzerlöse 45.449.006,85 45.587.502,81
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -42.877,24 343.585,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 633.336,44 855.555,67
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 13.165,23 11,80
4. Materialaufwand 18.410.893,78 19.079.562,67
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.767.973,93 16.100.843,68
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.642.919,85 2.978.718,99
5. Personalaufwand 15.653.776,45 15.377.351,47
a) Löhne und Gehälter 12.913.959,50 12.837.455,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.739.816,95 2.539.895,93
davon für Altersversorgung 223.447,42 0,00
6. Abschreibungen 1.886.194,43 1.878.343,95
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.886.194,43 1.878.343,95
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.794.740,55 11.757.268,73
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 151,32 1,11
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 5,07
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.148,92 89.070,41
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 747.567,11 251.654,42
davon an verbundene Unternehmen 55.271,11 6.945,60
davon Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen 692.296,00 203.435,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 601.398,68 1.454.456,30
davon Ertäge aus der Zuführung latenter Steuern 20.000,00 684.000,00
12. Ergebnis nach Steuern 1.951.043,97 -2.922.918,58
13. Sonstige Steuern 28.639,81 28.266,06
14. Jahresüberschuss 1.922.404,16 -2.951.184,64

Anhang

I. RECHNUNGSLEGUNG

Allgemeine Erläuterungen

Die Poppe GmbH hat ihren Sitz in 35392 Gießen, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gießen unter der Handelsregisternummer HRB 7552 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilRuG erstellt.

Die zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind weitgehend in den Anhang übernommen worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungssätze basieren auf der allgemeinen amtlichen Abschreibungstabelle sowie der Abschreibungstabelle für die Kautschukindustrie, welche vom Bundesministerium für Finanzen zur Verfügung gestellt werden. Abweichend ist für weiterberechnete Werkzeuge eine Nutzungsdauer von vier Jahren festgelegt.

Die seit dem 01.01.2008 aktivierten Wirtschaftsgüter werden linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter, welche vor dem 01.01.2008 in das Anlagevermögen aufgenommen und degressiv abgeschrieben wurden, werden weiterhin degressiv abgeschrieben. Ein Übergang auf Abschreibung in gleichen Jahresraten erfolgt, sobald sich hieraus höhere Abschreibungsbeträge ergeben.

Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von unter 150 € netto, werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand verbucht. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von 150 € bis 1.000 € netto werden ab dem 01.01.2008 auf einem Konto zu einem Pool zusammengefasst und über 5 Jahre hinweg abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In den Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gleiche Qualitäten aus unterschiedlichen Einkäufen gemäß § 240 Abs. 4 HGB mit dem gewogenen Durchschnittspreis angesetzt. Sofern der letzte Bezugspreis zum Bilanzstichtag unter dem gewogenen Durchschnittspreis lag, wurden Abschreibungen auf den letzten Bezugspreis vorgenommen. Durch entsprechende Abschläge wurden Wertminderungen Rechnung getragen.

Die Forderungen sind zum Nennbetrag bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Währungsforderungen sind zu dem Kurs am Tage der Forderungsbuchung oder zum niedrigeren Stichtagskurs umgerechnet.

Auf temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen wurden latente Steuern berechnet. Basierend auf der Erwartung einer künftigen Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern gebildet.

Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Project-Unit-Credit-Method) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Für die Abzinsung wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Rückstellung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens des Geschäftsjahres 2017 zeigt der in der Anlage zum Anhang beigefügte Anlagespiegel.

Forderungen

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 23.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen, unverändert zum Vorjahr, nicht.

Aktive latente Steuern

Zum 31. Dezember 2017 erfolgte eine ergebniswirksame Erhöhung der latenten Steuern um T€ 20. Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern von T€ 784 betreffen wie im Vorjahr aktive latente Steuern aus verschiedenen Rückstellungen, die mit passiven latenten Steuern aus unterschiedlichen Abschreibungssätzen in Handels- und Steuerbilanz für Grundstücke und Bauten verrechnet wurden. Der Bewertung liegen jeweils ein Gewerbesteuersatz von 14,70 % und ein Körperschaftsteuersatz mit Solidaritätszuschlag von 15,83 % zugrunde. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB sind die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 784 ausschüttungsgesperrt.

Aktive latente Steuern
T€
Passive latente Steuern
T€
Saldo
T€
31. Dezember 2016 1.358 (594) 764
31. Dezember 2017 1.358 (574) 784
Veränderung 0 20 20

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt T€ 5.001. In der Kapitalrücklage wird ein Betrag von T€ 9.156 ausgewiesen. Der Gesamtbetrag ausschüttungsgesperrter Beträge umfasst T€ 1.868.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen veränderten sich im Berichtsjahr um T€ 373 auf T€ 8.502 (Vorjahr: T€ 8.129). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrages basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 4,01 %, einem Rententrend von 1,5 % sowie auf einem Fluktuationsabschlag von 2,0 % pro Jahr. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2005). Als Bewertungsmethode wird das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt.

Zum 31.12.2017 wurden die Pensionsverpflichtungen mit einem 10-Jahresdurchschnittszinssatz abgezinst. Gemäß § 253 Abs. 6 HGB resultiert ein zur Ausschüttung gesperrter Unterschiedsbetrag gegenüber der Bewertung mit einem 7-Jahresdurchschnittszins in Höhe von T€ 1.084.

Sonstige Rückstellungen

Sie wurden im Wesentlichen für personalbezogene Rückstellungen (T€ 1.082), für drohende Verluste aus schwebenden Lieferverträgen (T€ 766), ausstehende Lieferantenrechnungen (T€ 498), Kundenprämien (T€ 340) sowie unterlassene Instandhaltung (T€ 270) gebildet. Risikovorsorge für Garantiefälle wurde in Form von einer Garantierückstellung (T€ 230) getroffen. Die in 2016 gebildete Rückstellung in Höhe von T€ 150 für den Ausbau der städtischen Verkehrswege hat weiterhin Bestand. Personalbezogene Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Resturlaub, Jubiläumsverpflichtungen, Berufsgenossenschaft, Tantiemen sowie Gleitzeit und Abfindungen.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
T€
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
T€
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
T€
Stand am 31.12.2017 Gesamtbetrag
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.195 - - 1.195
(Vorjahr) (329) - - (329)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 765 - - 765
(Vorjahr) (1.110) - - (1.110)
Sonstige Verbindlichkeiten 128 - - 128
(Vorjahr) (860) - - (860)
Gesamt 2.088 - - 2.088
(Gesamt Vorjahr) (2.299) - - (2.299)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Poppe-Veritas Holding GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 765 (Vorjahr T€ 1.110).

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen des Berichtsjahres wurden rd. 63 % im Inland und rd. 37 % durch Exporte erzielt. Mit der Herstellung und dem Vertrieb technischer Gummiwaren wurden im Berichtsjahr rd. 98 % der Umsatzerlöse erzielt. Die übrigen Erlöse entfielen auf Handelswaren und Werkzeuge.

Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position umfasst im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 394).

Ertragssteuern

Der Steueraufwand der Poppe GmbH beträgt T€ 601. Darin enthalten sind Steuererträge in Höhe von T€ 20 für die Zuführung aktiver latenter Steuern. Ferner sind Steueraufwendungen für 2017 in Höhe von T€ 866 sowie Steuererträge aus der Auflösung von Vorjahren in Höhe von T€ 244 enthalten. Durch die Auflösung aus Vorjahren ist der rechnerische Steueraufwand auf das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum tatsächlichen Aufwand höher.

IV. SONSTIGE ANGABEN

Bezüge

Pensionszahlungen und die Zahlungen der Unterstützungskasse an ehemalige Mitarbeiter betrugen im Geschäftsjahr T€ 383.

Pensionszahlungen an frühere Geschäftsführer betrugen im Berichtsjahr T€ 182. Die gebildete Pensionsrückstellung beträgt T€ 2.370.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben der Schwestergesellschaft Veritas AG und einiger ihrer Tochtergesellschaften ist die Poppe GmbH in 2016 als Garantiegeber in einen Konsortialkreditvertrag eingetreten. Aus diesem Kreditvertrag kann die Poppe GmbH mittelbar über die Veritas AG mit einem Darlehen von bis zu T€ 10.000 ausgestattet werden. Zum 31.12.2017 beläuft sich die Inanspruchnahme der Kreditlinie durch die Veritas AG auf T€ 75.520.

Die Poppe GmbH geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Poppe GmbH derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von der Hauptschuldnerin erfüllt werden können. Poppe schätzt daher bei dem aufgeführten Haftungsverhältnis das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betrugen zum Bilanzstichtag rd. T€ 183. Darüber hinaus bestehen zum Stichtag 31.12.2017 in Höhe von T€ 119 Bestellobligationen für Investitionen in Sachanlagevermögen sowie langfristige Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten mit Mindestabnahmemengen. Ein Wechselobligo bestand zum Bilanzstichtag nicht.

Angaben zur Belegschaft

Im Berichtszeitraum 2017 waren durchschnittlich 291 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Poppe beschäftigt, von denen 178 gewerbliche Mitarbeiter sowie 113 Angestellte tätig waren.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführer im Berichtsjahr war Herr Dipl.-Ing. (FH); MBA Uwe Hehl. Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnis

Die Poppe GmbH ist 100%-ige Tochter der Poppe-Veritas Holding GmbH & Co. KG, Gelnhausen, Amtsgericht Hanau, die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt und diesen im elektronischen Bundesanzeiger offen legt.

 

Gießen, den 16. März 2018

Poppe GmbH

gez. Uwe Hehl

Anlagespiegel

Anschaffungs - und Herstellungskosten Abschreibungen
in T€ 01.01.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017 01.01.2017
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 416 0 -3 412 -378
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 416 0 -3 412 -378
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 13.125 180 0 13.305 -6.037
Technische Anlagen und Maschinen 17.534 547 -335 17.746 -13.266
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.637 478 -11 9.105 -7.655
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 258 0 258 0
II. Sachanlagen 39.296 1.463 -345 40.414 -26.958
Anlagevermögen 39.711 1.463 -349 40.826 -27.336
Abschreibungen Buchwerte
in Euro lfd. Jahr Abgänge 31.12.2017 31.12.2017 01.01.2017
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -26 3 -401 11 38
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -26 3 -401 11 38
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken -462 0 -6.499 6.806 7.088
Technische Anlagen und Maschinen -1.013 324 -13.955 3.791 4.267
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -384 9 -8.030 1.075 982
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 258 0
II. Sachanlagen -1.860 334 -28.484 11.929 12.338
Anlagevermögen -1.886 337 -28.885 11.941 12.376

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.08.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Poppe GmbH, Gießen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Gießen, den 23. März 2018

WESTPRÜFUNGEMDE GmbH & Co. KG
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gez. Mäurer, Wirtschaftsprüfer

gez. Becker, Wirtschaftsprüfer

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