Syntegon Technology GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Thomas März seit 4.2.2025 | Geschäftsführer |
Wolfgang Friedrich Schiller seit 15.7.2024 | Prokura |
Torsten Türling seit 6.11.2023 | Geschäftsführer |
Julia Dr. Hennig seit 6.11.2023 | Prokura |
Markus Kastner seit 21.11.2022 | Prokura |
Berthold Kraus seit 1.4.2020 | Prokura |
Wolfgang Matthias Dr. Kübler seit 1.4.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Platin2025 Acquisition S.à.r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Syntegon Holding GmbHWaiblingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNABSCHLUSS UND KONZERNLAGEBERICHTGeschäftsjahr 2022KONZERNLAGEBERICHTGrundlagen des Konzerns.
Geschäftsmodell und Struktur der Syntegon- Gruppe. Die global agierende Syntegon-Gruppe blickt auf eine mehr als 160-jährige Historie im Bereich Prozess- und Verpackungstechnik für die Pharma- und Lebensmittelindustrie zurück. Als ein führendes Unternehmen dieser Branche entwickelt, produziert und vertreibt die Syntegon-Gruppe Prozess- und Verpackungstechnologie für flüssige und feste Produkte der Pharma-, Lebensmittel- und weiterer Industrien weltweit. Sie unterstützt ihre Kund:innen bei dem Ausbau effizienter Produktionsprozesse und erwirtschaftete weltweit im Jahr 2022 mit ihren rund 5.600 Mitarbeiter:innen 1 an mehr als 30 Standorten einen Umsatz von über 1,4 Mrd. EUR. 1 Mitarbeiter:innen: ohne Auszubildende (Stand 31.12.2022) Die Syntegon-Gruppe ist in die Divisionen Pharma und Food aufgeteilt, welche durch Lösungen aus dem Bereich Service & Digital Solutions unterstützt werden. Division Pharma Mit der Division Pharma unterstützt Syntegon pharmazeutische Unternehmen dabei, den weltweiten Zugang zu sicheren Medikamenten zu vereinfachen. Dafür sorgt ein umfassendes Portfolio, das sich von Einzelmaschinen bis hin zu kompletten Linien für sämtliche Prozessschritte in der Entwicklung, Herstellung, Abfüllung, Inspektion und Verpackung flüssiger und fester Darreichungsformen erstreckt. Hinzu kommen umfangreiche Qualifizierungs- und Validierungsleistungen. Division Food In der Division Food bietet Syntegon Prozess- und Verpackungstechnik für die sichere Produktion und Verpackung qualitativ hochwertiger Lebensmittel. Das Portfolio umfasst Einzelmaschinen und vollständige Systemlösungen für Primär- und Sekundär- bzw. Tertiärverpackung trockener Lebensmittel, Tiefkühlkost und Molkereiprodukte, sowie Prozesstechnik für die Herstellung von Süßwaren. Übergreifende Service & Digital Solutions Mit 1.100 Serviceexperten steht Syntegon seinen Kund:innen bei der Projektplanung, Entwicklung und Implementierung zur Seite und bietet ihnen somit ein divisionsübergreifendes umfassendes Serviceportfolio an. Dieses deckt den gesamten Maschinenlebenszyklus vom Ersatzteilmanagement bis hin zur digitalen Linienoptimierung ab. Mit einem weltweiten Netzwerk von Experten unterstützt das Unternehmen darüber hinaus bei der Wartungsplanung, bei Modernisierungen und bietet einen technischen Support sowie Bedienertrainings und End-of-Life-Services. Mit digitalen Lösungen von Syntegon steuern Kund:innen Produktionsprozesse und schaffen Transparenz sowie die digitale Vernetzung bezüglich ihrer Fertigungs- und Maschinendaten.
Ziele und Strategie. Die Syntegon-Gruppe strebt bis 2025 die unangefochtene und internationale Marktführerschaft für Prozess- und Verpackungslösungen an. In das Zentrum der Strategie haben wir unsere Kund:innen, unsere Mitarbeiter:innen und unsere Kapitalgeber:innen gestellt. Erklärtes Ziel ist es, Kundenzufriedenheit, Innovationskraft, Attraktivität der Arbeitsplätze sowie Marktposition und Profitabilität durch intelligente und nachhaltige Lösungen weiter zu verbessern. Die aktuelle Transformation der Syntegon-Gruppe stützt sich auf zwei wesentliche Säulen: Reduzierung von Kosten und Komplexität sowie profitables Wachstum. Zur Reduktion von Kosten und Komplexität werden die Vertriebs- und Verwaltungsbereiche neugestaltet. Dazu werden Prozesse optimiert und automatisiert sowie an die Größe des Unternehmens angepasst. Exzellenz im Einkauf wird unter anderem durch die Bündelung von Einkaufsvolumina, Optimierung der Beschaffungsstrategie und die Konsolidierung der Lieferantenbasis erzielt. Darüber hinaus wird das Portfolio durch Fokussierung auf das Kerngeschäft und Rückzug aus unprofitablen Geschäftsfeldern optimiert. Strategisch wichtige Geschäftsfelder, welche aktuell noch keine befriedigenden Ergebnisse erzielen, sollen durch Restrukturierungen in die Gewinnzone geführt werden. Profitables Wachstum stellt die zweite Säule der Transformation dar. Im Rahmen der Vertriebsexzellenz wird eine höhere Marktdurchdringung durch verbesserte Kundenorientierung und Optimierung interner Prozesse angestrebt. Aus Sicht der Geschäftsführung soll insbesondere das profitable Service-Geschäft erheblich zum geplanten Wachstum beitragen, was durch die angestoßene Service-Transformation unterstrichen wird. Es wird auf eine gesteigerte Lieferleistung gegenüber Kund:innen abgezielt, die u. a. durch eine verbesserte Lieferkette für Ersatzteile erreicht werden soll. Service-Angebote und -Lösungen werden stetig ausgebaut. Innovationen in den Bereichen nachhaltige Verpackungen, Automation und digitale Lösungen sind weitere Elemente des angestrebten profitablen Wachstums. Forschung und Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2022 lag die Summe der Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit 49.055 TEUR (Vj. 45.782 TEUR) deutlich über Vorjahr, vor allem unter Berücksichtigung der Zuordnung der im Berichtsjahr 2022 in Höhe von 6.113 TEUR angefallenen Abschreibungen auf die identifizierten Technologien zu den Herstellungskosten des Umsatzes. Im Vorjahr (Vj. 6.088 TEUR) waren diese Abschreibungen noch in den Funktionskosten Forschung und Entwicklung ausgewiesen. Eine Verbesserung der Darstellungsform des operativen Bruttoergebnisses erforderte die Änderung des Ausweises. Insgesamt wurden im Berichtsjahr für selbsterstellte Entwicklungen Kosten in Höhe von 13.134 TEUR (Vj. 15.101 TEUR) aktiviert (Aktivierungsquote 21,1 %, Vj. 24,8 %) und Abschreibungen in Höhe von 1.217 TEUR (Vj. 166 TEUR) vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden Softwareentwicklungskosten in Höhe von 2.987 TEUR (Vj. 592 TEUR) aktiviert. Somit ergibt sich unter weiterer Berücksichtigung von Wechselkurseffekten für die aktivierten selbst erstellten Vermögenswerte ein Buchwert von 41.831 TEUR (Vj. 26.921 TEUR). Im Rahmen der Kaufpreisallokation 2020 wurden selbst erstellte Technologien mit einem Gesamtwert von 60.377 TEUR identifiziert und aktiviert. Zum 31. Dezember 2022 betrug der Restbuchwert dieser aufgedeckten stillen Reserven im Konzern 42.395 TEUR (Vj. 48.074 TEUR). Unsere Kund:innen im Fokus der Entwicklungstätigkeiten Syntegon hat jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von neuesten Technologien im Bereich der Prozess- und Verpackungstechnik. Die technischen Lösungen sind qualitativ hochwertig, effizient und zuverlässig. Dabei verfügt die Syntegon-Gruppe über ein globales Netz an Kompetenzzentren und Produktionsstandorten. Mehr als 1.400 Mitarbeiter:innen im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten kontinuierlich an neuen Technologien und kundenspezifischen Lösungen. Im Fokus stehen dabei die Anforderungen unserer Kund:innen. Hierfür sind wir im Rahmen von Entwicklungsprojekten im engen Austausch mit Kund:innen und Anwender:innen. In über 10 Kompetenzzentren werden produktgruppenspezifische Forschungsprojekte vorangetrieben und neue Standards für die Industrie gesetzt. 2.000 Patente und Patentanmeldungen belegen die Innovationskraft von Syntegon. Neue Ansätze für nachhaltigere Verpackungen Intelligente und nachhaltige Verpackungslösungen stehen im Mittelpunkt unserer Vision. Deshalb entwickeln wir Technologien, wie bspw. die Modulplattform SVX für Schlauchbeutelverpackungen, die die umweltfreundlichsten Materialien effizient und ressourcenschonend verarbeiten können. Unsere Kund:innen unterstützen wir umfassend auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Die Leistungen beinhalten Materialtests, Maschinennachrüstungen und innovative Verpackungslösungen, die unterschiedlichen Produkten, Transportanforderungen und regionalen Gegebenheiten entsprechen. Syntegon berücksichtigt dabei die Veränderung der Dimensionen für Verpackungen von länger, breiter, höher zu kleiner, dünner und innovativer. Insgesamt ist das Management der Auffassung, es auch in 2022 geschafft zu haben, durch ein breites Portfolio für nachhaltige Verpackungen sowie dazu passende Beratungs- und Dienstleistungsangebote und kundennahe Applikationsentwicklungen im Bereich nachhaltiger Verpackungslösungen eine führende Position einzunehmen. Digitalisierung Syntegon verfügt nicht nur über fundiertes Know-how im Maschinenbau, sondern auch über umfangreiche Softwarekenntnisse und die richtigen Partnerschaften - die Basis für unseren holistischen Ansatz in der Digitalisierung sind. Mit Synexio bspw. haben wir unsere Impulse im Bereich digitaler Lösungen der internationalen Prozessindustrie auf der Weltleitmesse ACHEMA in Frankfurt präsentiert. Die erste von drei aufeinanderfolgenden Ausbaustufen der cloud-basierten Softwarelösung ermöglicht es, unseren Kund:innen, die Produktionsdaten für Bestands- und Neumaschinen in Echtzeit zu erfassen, zu visualisieren und zu bewerten, um damit eine optimale Transparenz entlang der Produktion zu schaffen. Effizienz Syntegon hat langjährige Erfahrung in der Entwicklung automatisierter Robotik-Anwendungen, zuverlässiger Herstellungsprozesse und leichtem Scale-up. Mit unseren Technologien und Services steigern wir die Produktionseffizienz. Im Bereich Verpackungsmaschinen für Lebensmittel wurde im Jahr 2022 die Pick-and-Place-Plattform Robot-on weiter ausdifferenziert, um weitere Marktbedürfnisse bedienen zu können. Somit ist das Management der Auffassung, dass Syntegon eine führende Rolle im Bereich Produkt-Handling eingenommen hat. In der Division Pharma schafft Syntegon mit der Entwicklung des ADP-Feeder die Parameteroptimierung für eine automatische und effiziente Pulverdosierung. Flexibilität Syntegon reagiert flexibel auf Kundenanforderungen wie z. B. neue Produkte und Materialien, neue Packmittel, Automatisierung bestehender Anlagen oder Produktwechsel. Unsere Plattformentwicklung Polaris im Bereich der horizontalen Verpackungsmaschinen wird im Segment der Riegel- und Biskuit-Schlauchbeutelverpackungen zukünftige Kundenbedürfnisse adressieren mit besonderem Fokus auf Digitalisierung und Flexibilität. Die in 2022 fortgeführte Entwicklung Versynta microBatch Produktionsplattform steht für höchste Robotik-Kompetenz auf kleinstem Raum und ist mit dem deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet. Diese hochflexible und vollautomatische Plattform unterstützt bei der Verarbeitung von aseptischen und hochpotenten Kleinstchargen, die sich zunehmend am Markt etablieren. Schnelle Chargenwechsel, geringe Produktverluste und die perfekte Integration von Maschine und Isolator helfen dabei, Qualität und Leistung zu sichern. Wichtige Ereignisse. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2022 hat die Syntegon-Gruppe Dr. Peter Hackel in die Geschäftsführung bestellt. Dr. Peter Hackel wird dabei die Rolle des Chief Financial Officer (CFO) übernehmen. Dr. Walter Bickel, Mitglied der Geschäftsführung von Syntegon mit Verantwortung für den Bereich Transformation (CTO) und vom 1. Juli 2020 bis zum 30. November 2022 zusätzlich Chief Financial Officer (CFO), konzentriert sich auf die weitere Umsetzung der erfolgreichen Transformationsprojekte von Syntegon. Wirtschaftsbericht.Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Entwicklung der weltweiten Konjunktur war im Jahr 2022 vor allem durch geopolitische und makroökonomische Aspekte wie den Ausbruch des Russland-Ukraine-Kriegs, der globalen Lieferkettenkrise und der insbesondere europäischen Energiekrise geprägt. Die Auswirkungen des COVID-19-Virus und der pandemischen Folgen stellten eine untergeordnete Rolle dar. 2 2 16. VDMA Blitzumfrage Maschinenbau insgesamt, September 2022 Die Kombination dieser Faktoren führte zu einem signifikanten Anstieg der Inflationsraten, insbesondere in Europa sowie Nord- und Mittelamerika, was zusammen mit der einhergehenden restriktiven Geldpolitik der Zentralbanken die Entwicklung erschwerte. Der Verlauf der Inflationsraten in Industrienationen lag teilweise auf Rekordniveau und war vereinzelt im unteren zweistelligen Bereich. Entsprechend wurde die Wachstumsprognose des IWF aus 2021 von +4,4 % für 2022 mit im Oktober 2022 vorhergesagten +3,2 %, bzw. 3,4 % mit Update vom Januar 2023, deutlich verfehlt. Branchenbezogene Entwicklung Neben den globalen politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen beeinträchtigt den Maschinenbau nach wie vor die Lieferkettenkrise. In der 16. VDMA-Blitzumfrage 3 meldeten 81 % der Unternehmen erhebliche Beeinträchtigungen für den Maschinenbau allgemein und 91 % für den Fachverband Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, zu dem die Syntegon-Gruppe gehört. Dieses konstant hohe Niveau zieht sich seit September 2021 durch alle Quartalsabfragen. Allen voran sind weiterhin Elektrotechnik- und Elektronikkomponenten am stärksten betroffen, aber auch fehlende Metall- und Kunststofferzeugnisse bereiten immer wieder Probleme. Neben Materialengpässen ist der Fachkräftemangel der zweite große limitierende Faktor im deutschen Maschinenbau, welcher inzwischen auf einen historischen Höchstwert von fast 50 % der von den Unternehmen gemeldeten Werte gewachsen ist. 4 Anders als die Materialknappheit, welche sich vermutlich in den kommenden Monaten normalisieren sollte, ist dies eine grundlegende, langfristige demographische Herausforderung. 3 VDMA: Mechanical Engineering Industry - Under Pressure, referenziert ifo-institut, November 2022 4 VDMA: Mechanical Engineering Industry - Under Pressure, referenziert Statistisches Bundesamt, November 2022 Der Blick auf die Syntegon-Kundenindustrien Lebensmittel und Pharma zeigte jedoch mindestens mittel- bis langfristig ein etwas freundlicheres Bild, da Bevölkerungswachstum und alternde Gesellschaften grundsätzlich steigende Investitionen in Produktion und Verpackung von Lebensmitteln und Medikamenten treiben. Bislang sind industrieweit die Auftragseingänge weiterhin auf hohem Niveau. Durch die Schwierigkeiten aus den Lieferketten und dem Fachkräftemangel liegen die Auftragsbestände bei einem Rekordwert von ca. 12 Monaten.5 Der deutsche Maschinenbau konnte daher in 2022 ein Umsatzwachstum von ca. +10 % realisieren, dies jedoch weitgehend getrieben aus Preiserhöhungen zur Abfederung der steigenden Kosten. Geschäftsverlauf. Mit 1.545.362 TEUR lag der Auftragseingang der Syntegon-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 nominal 3,0 % (Vj. 1.500.338 TEUR) und der Umsatz mit 1.444.833 TEUR 2,6 % über Vorjahr (Vj. 1.407.749 TEUR). In einer wechselkursbereinigten Betrachtung ergaben sich für Auftragseingang und Umsatz jeweils Werte leicht unter Vorjahr. Entwicklung der Syntegon-Gruppe Gegenüber unserer Vorjahresprognose hat sich der Auftragseingang in 2022 bedeutend besser entwickelt, während die Umsatzerlöse wie prognostiziert angestiegen sind. In der Division Pharma machte sich insbesondere das Auslaufen der COVID-19-Sonderkonjunktur im chinesischen Markt bemerkbar, während in der Division Food Aufträge von multinationalen Kund:innen aus dem US-amerikanischen Markt das Geschäft positiv beeinflussten. Bei isolierter Betrachtung des divisionsübergreifenden Bereiches Service & Digital Solutions zeigt sich dort wechselkursbereinigt ein Zuwachs gegenüber Vorjahr. Mit einem Wert von 200.068 TEUR (Vj. 196.054 TEUR) war das um Einmalaufwendungen für Transformations- und Restrukturierungstätigkeiten und weitere nicht-operative Sondereffekte adjustierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen der Syntegon-Gruppe für 2022 leicht über Vorjahresniveau, allerdings unterhalb der Vorjahresprognose; wechselkursbereinigt lag das adjustierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen rund 8.400 TEUR unter dem Vorjahresniveau. Bezüglich der wesentlichen Ergebniseffekte verweisen wir auf die Erläuterungen zur Ertragslage. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2022 1.444.833 TEUR (Vj. 1.407.749 TEUR), was einem Anstieg von 2,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Von den erzielten Umsatzerlösen entfielen rund 65,8 % (Vj. 66,0 %) auf den Verkauf von Maschinen, der Rest auf Service inkl. Ersatzteilgeschäft. Die Umsätze verteilten sich zu etwa 31,5 % auf Europa (Vj. 35,1 %), 33,3 % auf Amerika (Vj. 30,1 %) und 35,2 % auf Asien und den Rest der Welt (Vj. 34,8 %). Die Herstellungskosten des Umsatzes betrugen im Geschäftsjahr 944.605 TEUR (Vj. 916.066 TEUR). Dies entspricht 65,4 % (Vj. 65,1 %) der Umsatzerlöse. Die Herstellungskosten des Umsatzes umfassen unter anderem Abschreibungen in Höhe von 10.188 TEUR (Vj. 24.448 TEUR) aus den identifizierten stillen Reserven, insbesondere erworbene Technologien und selbst erstellte Entwicklungen. Der signifikante Rückgang dieser Abschreibungen innerhalb der Herstellungskosten des Umsatzes hängt im Wesentlichen damit zusammen, dass im Vorjahr Abschreibungen in Höhe von 22.918 TEUR für die im Rahmen der Kaufpreisallokation übernommenen Kundenauftragsbestände für die Divisionen Food und Pharma im Berichtsjahr 2022 nicht mehr angefallen sind. Diesem rückläufigen Effekt steht die Umgliederung der in Höhe von 6.113 TEUR (Vj. 6.088 TEUR) angefallenen Abschreibungen auf die identifizierten Technologien in die Herstellungskosten des Umsatzes entgegen. Im Vorjahr waren diese Abschreibungen in Höhe von 6.088 TEUR noch in den Funktionskosten Forschung und Entwicklung ausgewiesen. Eine Verbesserung der Darstellungsform des operativen Bruttoergebnisses erforderte die Änderung des Ausweises. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag in 2022 bei 500.228 TEUR (Vj. 491.683 TEUR) und damit um 1,7 % leicht über dem Wert des Vorjahres. Die Vertriebskosten stiegen im Geschäftsjahr 2022 unter anderem wegen erhöhten Sonderfrachten aufgrund der Störung der Lieferketten auf 221.252 TEUR (Vj. 199.397 TEUR). Verwaltungskosten sind in Höhe von 120.684 TEUR (Vj. 159.676 TEUR) angefallen. Im Berichtsjahr ist mit der Neugestaltung der Funktionsbereiche die Transformation weiter vorangetrieben worden. Um die Vergleichbarkeit der Ertragslage, hier Funktionskosten, zum Vorjahr unter der Fortführung der bisherigen Gestaltung der Funktionsbereiche herzustellen, wären die Herstellungskosten des Umsatzes im Berichtsjahr um 3.772 TEUR niedriger, die Vertriebskosten um 11.043 TEUR niedriger, die Verwaltungskosten um 15.821 TEUR höher und die Forschungs- und Entwicklungskosten um 1.006 TEUR niedriger, als sie es mit der neuen Struktur und Gestaltung der Funktionsbereiche zum 31. Dezember 2022 sind. Die Personalaufwandsquote, bezogen auf den Umsatz, betrug 36,7 % (Personalaufwand absolut: 529.784 TEUR, Vj. 37,7 % bzw. 530.225 TEUR) im Berichtsjahr 2022. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter:innen belief sich auf 5.547 (Vj. 5.590). Die Gruppe wendete im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 49.055 TEUR für Forschung und Entwicklung auf (Vj. 45.782 TEUR). Dies entspricht 3,4 % (Vj. 3,3 %) der Umsatzerlöse. Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsprojekte und Technologien des Konzerns sind in den Herstellungskosten des Umsatzes beinhaltet, soweit diese zur Erzielung von Umsätzen dienen. Die Abschreibungsquote der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, bezogen auf den Umsatz, lag für das Berichtsjahr 2022 bei 3,6 % (Vj. 4,9 %). Der absolute Abschreibungsaufwand betrug 52.716 TEUR (Vj. 68.428 TEUR), davon 24.503 TEUR (Vj. 42.288 TEUR) resultierend aus der Kaufpreisallokation. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die planmäßige vollständige Abschreibung der Kundenauftragsbestände der Divisionen Pharma und Food zurückzuführen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation übernommen worden sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 30.249 TEUR (Vj. 26.836 TEUR). Sie enthalten unter anderem Erträge aus Wechselkursveränderungen (13.174 TEUR, Vj. 10.862 TEUR) sowie übrige sonstige Erträge (10.647 TEUR, Vj. 9.455 TEUR). Dies sind im Wesentlichen Erträge aus weiterbelasteten Kosten an Dritte, wie z. B. IT- und Speditionskosten sowie Rückerstattungen von Versicherungen. Im Geschäftsjahr 2022 fielen sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 19.489 TEUR (Vj. 16.136 TEUR) an. Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen (11.670 TEUR, Vj. 9.115 TEUR) und Derivaten (2.947 TEUR, Vj. 821 TEUR), und Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte (2.632 TEUR, Vj. 3.686 TEUR). Finanzerträgen von 20.333 TEUR (Vj. 9.737 TEUR) standen im Geschäftsjahr 2022 Finanzaufwendungen von 66.217 TEUR (Vj. 51.239 TEUR) gegenüber, so dass das Finanzergebnis -45.884 TEUR (Vj. -41.502 TEUR) betrug. Die Finanzaufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen für die Gesellschafterdarlehen in Höhe von 38.828 TEUR (Vj. 30.128 TEUR). Der Anstieg ergibt sich aus der Neuverhandlung der Gesellschafterdarlehen der Syntegon Holding GmbH. Aus dieser resultiert eine Anpassung des Darlehensbuchwerts zum Zeitpunkt der Vertragsänderung in Höhe von 12.070 TEUR, welcher als Zinsaufwand erfasst worden ist. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 76.057 TEUR (Vj. 56.899 TEUR) bedeutend über Vorjahresniveau, was vor allem auf das leicht verbesserte operative Bruttoergebnis sowie reduzierte Funktionskosten zurückzuführen ist. Der Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 47.995 TEUR (Vj. 27.591 TEUR) ist vor allem durch die Entwicklung des Aufwands der latenten Steuern netto in Höhe von 13.385 TEUR (Vj. Ertrag 4.517 TEUR) und des Ertragsteueraufwands netto in Höhe von 34.610 TEUR (Vj. 32.108 TEUR) gestiegen. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 28.062 TEUR (im Vj. 29.308 TEUR). Es enthält Sondereffekte aus der Kaufpreisallokation 2020, die im Ergebnis nach Steuern insgesamt in Höhe von 17.258 TEUR (Vj. 32.856 TEUR) beinhaltet sind. Bei diesen Sondereffekten handelt es sich unter anderem um Abschreibungen auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögenswerte und der Fortentwicklung der daraus resultierenden latenten Steuern. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die planmäßige vollständige Abschreibung der Kundenauftragsbestände der Divisionen Pharma und Food des Vorjahres zurückzuführen sowie dem Abgang der stillen Reserven für eine im Jahr 2021 verkauften Beteiligung. Weitere Einmal- und Transformationsaufwendungen, die bspw. Kosten für Restrukturierungsberatung, Kosten für die Neugestaltung der Funktionsbereiche oder Kosten für den Ausbau der Harmonisierung der IT-Struktur beinhalten und sich außerhalb unseres gewöhnlichen Geschäftsgangs befinden, sind ergebnisbelastend im Ergebnis nach Steuern in Höhe von 25.411 TEUR (Vj. 29.226 TEUR) beinhaltet. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Syntegon-Gruppe betrug zum Stichtag 31. Dezember 2022 1.610.444 TEUR (Vj. 1.572.347 TEUR). Zum 31. Dezember 2022 betrug die Eigenkapitalquote der Gruppe 6,1 % (Vj. 3,4 %). Kurzfristige Vermögenswerte Die flüssigen Mittel inklusive Wertpapiere mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten betrugen 149.346 TEUR zum 31. Dezember 2022 (Vj. 174.678 TEUR) und bestanden aus Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren in Höhe von 205.411 TEUR (Vj. 195.268 TEUR) vorhanden. Ferner beinhalten die kurzfristigen Vermögenswerte 112.446 TEUR (Vj. 117.778 TEUR) Vertragsvermögenswerte, 29.222 TEUR (Vj. 28.678 TEUR) übrige Vermögenswerte, 13.858 TEUR (Vj. 8.119 TEUR) übrige finanzielle Vermögenswerte und 7.185 TEUR (Vj. 1.869 TEUR) Ertragsteuerforderungen. Der Wert der Vorräte belief sich auf 260.435 TEUR (Vj. 219.664 TEUR), davon unfertige Erzeugnisse und Leistungen 136.471 TEUR (Vj. 137.841 TEUR). Der Aufbau der Vorräte beruht auf gestiegenen Rohstoffpreisen und höheren Sicherheitsbeständen in den Rohstoffen, um den Störungen von Lieferketten entgegenzuwirken und lieferfähig zu bleiben. Langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Vermögenswerte betrugen 832.541 TEUR (Vj. 826.293 TEUR). Der wesentliche Anteil entfiel hierbei mit 745.641 TEUR (Vj. 741.167 TEUR) auf das Anlagevermögen inkl. Nutzungsrechte für Leasinggegenstände und Finanzanlagen. Das Anlagevermögen beinhaltet Wertansätze für nichtkonsolidierte Beteiligungen in Höhe von 7.451 TEUR (Vj. 7.382 TEUR). 274.261 TEUR (Vj. 290.462 TEUR) des Anlagevermögens resultieren aus Neu- oder Erstbewertungen von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation. Dies betraf die Bewertung von Beteiligungen (13.265 TEUR, davon 10.438 TEUR at Equity Beteiligungen, Vj. 13.130 TEUR, davon 10.373 TEUR at Equity Beteiligungen), die Bewertung von Grundstücken und Gebäuden (66.399 TEUR, Vj. 69.931 TEUR), von technischen Anlagen und Maschinen (4.069 TEUR, Vj. 4.870 TEUR), von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (3.584 TEUR, Vj. 4.307 TEUR), von Kundenstamm (134.052 TEUR, Vj. 139.242 TEUR), von Trademarks (10.499 TEUR, Vj. 10.908 TEUR) sowie von Technologien (42.395 TEUR, Vj. 48.074 TEUR). Kurzfristige Schulden Die kurzfristigen Schulden zum 31. Dezember 2022 betrugen 721.585 TEUR (Vj. 698.932 TEUR). Den größten Teil dieses Wertes bilden Vertragsverbindlichkeiten (295.611 TEUR, Vj. 318.432 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (131.227 TEUR, Vj. 130.961 TEUR), übrige Verbindlichkeiten (120.938 TEUR, Vj. 137.527 TEUR), übrige finanzielle Verbindlichkeiten (94.546 TEUR, Vj. 10.373 TEUR), sowie kurzfristige Rückstellungen (71.552 TEUR, Vj. 89.419 TEUR), im Wesentlichen aus dem Verkaufsbereich (44.853 TEUR, Vj. 55.365 TEUR) und dem Personalbereich (17.241 TEUR, Vj. 22.370 TEUR). Der Anstieg der übrigen finanziellen Verbindlichkeiten resultiert aus der Verwendung der im Abschnitt Finanzierung beschriebenen Kreditlinie zum Bilanzstichtag in Höhe von 80.000 TEUR (Vj. 0 TEUR). Langfristige Schulden und Finanzierung Zum 31. Dezember 2022 betrugen die langfristigen Schulden 789.991 TEUR (Vj. 819.366 TEUR). Ein wesentlicher Baustein des Finanzierungskonzepts der Syntegon-Gruppe sind dabei Darlehen der Gesellschafterin, deren Buchwert insgesamt zum Bilanzstichtag auf 603.811 TEUR (Vj. 643.632 TEUR) valutiert und deren Laufzeiten zwischen 2026 und Mitte 2029 enden. Diese Darlehen sind teilweise variabel verzinslich aber auch festverzinslich. Für die Darlehen werden anfallende Zinsen an die Gesellschafterin gezahlt. Syntegon kann die Gesellschafterdarlehen unter Beachtung einer Ankündigungsfrist von drei Geschäftstagen ohne zusätzlich anfallende Gebühren vorzeitig tilgen. Die Gesellschafterin kann unter bestimmten Bedingungen, insbesondere falls Syntegon seinen Zahlungsverpflichtungen aus den Darlehensverträgen nicht nachkommt, die Darlehen fällig stellen. Die langfristigen Schulden beinhalten weiterhin ein Bankdarlehen in Höhe von 60.000 TEUR (Vj. 45.000 TEUR), welches eine Laufzeit bis Ende 2027 bzw. Mitte 2028 hat und durch die Einlage von überschüssigen Zahlungsmitteln der Syntegon Packaging Technology (Hangzhou) Co., Ltd., China, besichert ist. Das Bankdarlehen kann auf bis zu max. 90.000 TEUR gegen Einlage weiterer Zahlungsmittel in Anspruch genommen werden. In den langfristigen Schulden sind darüber hinaus im Wesentlichen latente Steuern (42.379 TEUR, Vj. 34.129 TEUR) und Rückstellungen (52.819 TEUR, Vj. 67.941 TEUR), im Wesentlichen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (7.675 TEUR, Vj. 11.751 TEUR), weitere aus dem Personalbereich (19.680 TEUR, Vj. 21.426 TEUR) und aus dem Verkaufsbereich (25.118 TEUR, Vj. 33.268 TEUR) enthalten. Neben der oben erwähnten Darlehen der Gesellschafterin ist die Syntegon-Gruppe über eine zugesagte Kredit- sowie eine Garantielinie eines internationalen Bankenkonsortiums finanziert. Zum Stichtag wurde die Kreditlinie in Höhe von 80.000 TEUR (Vj. 0,00 EUR) in Anspruch genommen - diese kann jederzeit zurückgezahlt werden. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit bis Mitte 2028 und zum 31. Dezember 2022 ein Volumen von maximal 150.000 TEUR, während die Garantielinie ein Volumen von maximal 175.000 TEUR beinhaltet. Die Verzinsung der Inanspruchnahme der Kreditlinie orientiert sich einerseits am EURIBOR, wobei jedoch ein unterer Grenzwert von 0 % gilt, und an einem Aufschlag, der in Abhängigkeit des Verschuldungsgrads maximal 3,5 % beträgt. Für die Garantie gelten die gleichen Rahmenbedingungen, jedoch abweichende Prozentsätze der Verzinsung. Die Finanzierung ist gebunden an die Einhaltung von Financial Covenants durch Syntegon, insbesondere durch Einhalten eines maximalen Verschuldungsgrades, sofern die Ausschöpfung der Kreditlinie ein vorgegebenes Maß überschritten hat. Bei Nichterreichung der vereinbarten Financial Covenants kann eine frühzeitige Rückzahlungsverpflichtung entstehen. Im Berichtszeitraum und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wurden die Financial Covenants stets eingehalten. Aus Finanzierungsgründen verkauft Syntegon erstmalig vereinzelt und revolvierend Forderungen mittels Factorings. Zum 31. Dezember 2022 betrug das verkaufte Forderungsvolumen 4.242 TEUR. Cash-Pool Innerhalb der Syntegon-Gruppe sind die Gesellschaften, soweit die lokalen Regularien dies gestatten, einem von zwei Cash-Pools (USA, Rest der Welt) angeschlossen. Ausnahmen gelten insbesondere für Gesellschaften, die in Ländern mit Finanzmarktrestriktionen (z. B. China) ansässig sind. Fremdwährungsposten Aus Sicht der funktionalen Währungen der Syntegon-Einheiten bestanden zum 31. Dezember 2022 folgende nennenswerte Fremdwährungsposten (Netto-Wert aus Forderungen und Verbindlichkeiten) in CHF 40.468 TEUR (Vj. 42.835 TEUR), USD 4.565 TEUR (Vj. -9.034 TEUR), CNY -7.844 TEUR (Vj. 8.262 TEUR) und DKK -5.485 TEUR (Vj. 922 TEUR). Diese Posten resultierten überwiegend aus Darlehen innerhalb der Syntegon-Gruppe sowie aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese sind teilweise durch Kurssicherungsgeschäfte kompensiert, wie im Abschnitt Risiko- und Chancenbericht erläutert. Cashflow Die Kapitalflussrechnung der Syntegon-Gruppe zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel im Laufe des Geschäftsjahres basierend auf der indirekten Methode nach IAS 7.18. Gemäß IAS 7 Kapitalflussrechnungen werden die Zahlungsströme nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit getrennt. Mittelzu- und abflüsse für kurzfristige Finanzierungsmaßnahmen mit einer Laufzeit von drei Monaten und weniger werden saldiert dargestellt. Der Ausweis der erhaltenen und gezahlten Zinsen von der Mittelveränderung aus betrieblicher Tätigkeit zur Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit wurde in der Vergleichsperiode rückwirkend freiwillig geändert - wir verweisen zu den Grundlagen der Berichterstattung und zu dem Kapitel freiwillige Änderungen der Rechnungslegungsmethode. Die Vorjahreswerte beziehen sich auf die Werte nach Änderung des Ausweises der gezahlten und erhaltenen Zinsen zu der Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit. Die Mittelzu- und -abflüsse werden ausgehend vom EBIT der Gruppe indirekt abgeleitet. Die hierbei berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten werden um Effekte aus Änderungen des Konsolidierungskreises, sowie währungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds bereinigt. Ebenso werden zahlungsunwirksame Einflüsse eliminiert. Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit betrug zum 31. Dezember 2022 18.748 TEUR (Vj. 170.989 TEUR). Der Rückgang ergibt sich insbesondere aus der Erhöhung des kurzfristigen gebundenen Kapitals im Bereich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übriger Vermögenswerte, Vorräte sowie dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Verbindlichkeiten sowie zahlungswirksamer Veränderungen in den Pensions- und langfristigen Rückstellungen. Erhöhte Ertragsteuerzahlungen belasten weiterhin die Mittelveränderung aus betrieblichen Tätigkeiten. Sofern die Syntegon-Gruppe von Factoring als Form der Finanzierung Gebrauch gemacht hat, werden die Mittelzuflüsse im operativen Cashflow dargestellt. Wir verweisen auf Anhang 29. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit im Berichtsjahr 2022 in Höhe von 32.341 TEUR (Vj. 22.942 TEUR) war im Wesentlichen durch Investitionen in das Anlagevermögen (34.110 TEUR, Vj. 32.080 TEUR) sowie Desinvestitionen in das Anlagevermögen und andere langfristige Vermögenswerte in Höhe von 1.769 TEUR (Vj. 11.120 TEUR) geprägt. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit im Jahr 2022 beträgt 10.236 TEUR (Vj. 226.930 TEUR). Im Vorjahr waren hier die teilweisen Rückzahlungen der Kapitalrücklage in Höhe von 133.798 TEUR beinhaltet. Der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 55.056 TEUR (Vj. 72.064 TEUR) standen Mittelzuflüsse durch die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 95.004 TEUR (Vj. 45.000 TEUR) gegenüber. Zur Absicherung von Finanzverbindlichkeiten wurden 16.480 TEUR (Vj. 51.738 TEUR) als langfristige Einlage bei einer Bank hinterlegt. Im Berichtsjahr hat die Syntegon-Gruppe vollständig kapitalisierte Zinsen der Vorjahre getilgt. Zinszahlungen, zur Finanzierung der Syntegon-Gruppe, sind in Höhe von 31.180 TEUR (Vj. 11.589 TEUR) angefallen. Die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 5.154 TEUR (Vj. 4.840 TEUR) ist leicht über Vorjahresniveau. Währungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds ergeben sich in Höhe von -1.503 TEUR (Vj. 9.364 TEUR) im Berichtsjahr. Die in der Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2022 ausgewiesene Liquidität enthält Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 149.346 TEUR (Vj. 174.678 TEUR). Im Geschäftsjahr 2022 gab es zahlungsunwirksame Investitionen durch den Abschluss von Leasingverträgen in Höhe von 8.083 TEUR (Vj. 4.494 TEUR). Zahlungsfähigkeit Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Syntegon-Gruppe jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Zudem standen im abgelaufenen Geschäftsjahr stets ausreichend Kreditlinien zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs zur Verfügung. Die Finanzlage war jederzeit geordnet. Auch über den Bilanzstichtag hinaus stehen der Gruppe ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Finanzielle Leistungsindikatoren. Über die regelmäßige interne Konzernberichterstattung überwacht und steuert die Geschäftsführung die operative Leistungsfähigkeit der Syntegon-Gruppe und erörtert die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Dadurch stellt die Unternehmensleitung sicher, dass den Ansprüchen der Kapitalgeber:innen im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung Rechnung getragen wird und schafft so die Basis für wertschaffende Planungs- und Investitionsent scheidungen. Die für die Syntegon-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:
Umsatz Umsatz entspricht den im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend der verpflichtend in der EU anzuwendenden IFRS. Auftragseingang Der Auftragseingang repräsentiert das in der Betrachtungsperiode akquirierte EUR-Volumen an verbindlichen Kundenaufträgen, unabhängig vom tatsächlichen oder geplanten Datum der Realisierung des Umsatzes. Für den Ausweis des Auftragseingangs gelten einheitliche, interne Richtlinien. Der Auftragseingang ist ein wichtiger Indikator zur Steuerung der Syntegon-Gruppe, da er frühzeitig Rückschlüsse auf die künftige Auslastung, die Umsatzerlöse und das Ergebnis zulässt. EBITDA, adjustiert Als operative Ergebnisgröße zur internen Unternehmenssteuerung wird das adjustierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA, adjustiert) herangezogen. Adjustierungen (Earnings adjustments) reflektieren die Sichtweise des Managements auf das im operativen Geschäft erzielte Ergebnis und beinhalten signifikante und außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs angefallene Einmal- und Transformationsaufwendungen, bspw. Kosten für Restrukturierungsberatung, Kosten für die Neugestaltung der Funktionsbereiche oder Kosten für den Ausbau der Harmonisierung der IT-Struktur, in Höhe von 25.411 TEUR (Vj. 29.226 TEUR). Um zeitnah auf Tendenzen reagieren zu können, ermittelt Syntegon regelmäßig unterjährig Prognosen für das Gesamtjahr, die den Auftragseingang und Umsatzerlöse betreffen. Prognose-, Risiko- und ChancenberichtRisiko- und Chancenbericht. Risiken Umfassendes Risikomanagement Die Risiken und Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Divisionen sind mitunter durch die konjunkturelle Lage der Weltwirtschaft beeinflusst. Die beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bilden dabei die Grundlage der Bewertung der vorliegenden Risiken und Chancen. Die Möglichkeit, dass sich der Geschäftsverlauf gegenüber der Planung besser oder schlechter entwickelt oder Marktbedingungen sich verändern, besteht grundsätzlich für alle Divisionen des Konzerns. Die Syntegon-Gruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit der unternehmerischen Tätigkeit der Gruppe verbunden sind oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Als Risiko verstehen wir jedes Ereignis, welches das Erreichen unserer Ziele negativ beeinflussen kann. Dazu gehören monetäre sowie nicht monetäre Risiken. Als Chance definieren wir mögliche Erfolge, die über unsere definierten Ziele hinausgehen. Das Risikomanagement der Syntegon-Gruppe hat zum Ziel, die mit der unternehmerischen Tätigkeit verbundenen Chancen und Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Chancen wahrzunehmen sowie Risiken zu begrenzen. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des Planungs- und Berichtssystems der Gruppe und bezieht alle betrieblichen Prozesse, Funktionsbereiche, Hierarchiestufen und Stabsfunktionen ein. Die Verantwortung für die Risikosteuerung wird grundsätzlich dezentral auf allen Managementebenen des Konzerns wahrgenommen, Governance-Aufgaben sind dagegen zentral organisiert. Die Identifikation und Steuerung der Risiken erfolgen in den Fachbereichen sowie an den verschiedenen Standorten. Darüber hinaus sind diese auch in der Verantwortung, Maßnahmen zur Reduzierung beziehungsweise Beherrschung der Risiken einzuleiten. Politische Risiken / Risiken durch geopolitische Unruhen Für die Weltwirtschaft und alle Unternehmen stellen politische Unruhen und externe Vorfälle im politischen, rechtlichen oder gesellschaftlichen Umfeld ein grundsätzliches Risiko dar. Syntegon ist weltweit aktiv. Auch wenn das Unternehmen überwiegend in politisch ruhigen und friedlichen Gebieten tätig ist, können geopolitische Risiken durch Unruhen und Krieg, wie bspw. in der Ukraine, aufgrund ihrer negativen Auswirkungen auf die globale Welt- und Marktwirtschaft auch Syntegon betreffen. Das direkte Volumen der Geschäfts- und Handelsbeziehungen mit Russland und der Ukraine ist bei Syntegon gering, daher stufen wir das unmittelbare Risiko, bspw. durch Wertminderungen, weiterhin insgesamt als niedrig ein. Gleichzeitig beobachten wir, dass die bereits eingetretenen mittelbaren und unmittelbaren globalen wirtschaftlichen Risiken aus den Folgen des Krieges insgesamt im Vergleich zum Vorjahr zugenommen haben. Wir beobachten weiter die Entwicklung zwischen der Volksrepublik China und der Republik China (Taiwan). Eine Verschärfung des Konflikts könnte nicht nur die zahlreichen Handelsbeziehungen im Bereich der Halbleiterindustrie zwischen Taiwan und Europa bzw. Deutschland, sondern auch unsere wichtigen Märkte in China bedrohen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer weiteren Eskalation sowie die damit einhergehenden Risiken für die Halbleiterindustrie können wir derzeit schwer abschätzen. Wir betrachten diese als wesentlich, falls der Konflikt eskaliert und Taiwan Mikrochips für die Halbleiterindustrie nicht mehr exportieren könnte. Dies würde Einfluss auf die globalen Lieferketten sowie auf die ohnehin angespannte Stabilität der Weltwirtschaft haben. Inflation und Änderung der Geldpolitik der europäischen und amerikanischen Zentralbank Der Russland-Ukraine-Krieg und die expansive Geldpolitik der Vergangenheit haben zahlreiche europäische Staaten in eine Krise gestürzt, welche vor allem durch Einschränkungen bei der Einfuhr von Energieträgern aus Russland und einer stark steigenden Inflation gekennzeichnet ist. Die hohen Energiepreise stellen einen wesentlichen Faktor der gestiegenen Preissteigerungsraten in den USA, weiten Teilen Europas und Lateinamerika dar. Eine hohe Inflationsrate könnte zu einem Abschwächen der Kaufkraft führen und somit langfristig zu einem restriktiven Investitionsverhalten unserer Kund:innen führen. Als Reaktion auf die Geldentwertung änderten die europäische Zentralbank und das Notenbanksystem der USA ihre Geldpolitik und erhöhten die Leitzinsen in mehreren Schritten während des Berichtsjahres. Sollten die Zentralbanken die Leitzinsen weiter erhöhen und dauerhaft in eine restriktive Geldpolitik mit entsprechenden Konjunkturabschwung wechseln, könnten negative Auswirkungen verstärkt auf unsere Märkte entstehen. Das Risiko der steigenden Inflation und der Änderung der Geldpolitik beobachten wir kontinuierlich. Negative Folgen, auch für Syntegon, sind nicht auszuschließen. Grundsätzlich sehen wir uns jedoch mit der Positionierung in den Märkten Pharma und Food auch im Falle eines Abschwungs robust positioniert. Vertriebsrisiken Wettbewerbs- und Preisdruck aufgrund der Konkurrenz aus Asien sind nach Unternehmenseinschätzung nennenswerte Risiken, die sich negativ auf die Ertragslage auswirken können. Maßnahmen zur Reduzierung dieser Risiken sind ein aktives Kostenmanagement sowie unsere kontinuierliche Prozessoptimierung. Zusätzliche Maßnahmen sind die Ausweitung des Produktportfolios am Markt und die Anreicherung der Produkte um zusätzliche Funktionen für eine Differenzierung des Wettbewerbes. Durch Investitionen in Digitalisierung und Automation wird Syntegon den Kundennutzen weiter steigern und somit die allgemeinen Vertriebsrisiken weiter minimieren. Die eingeschränkte Verfügbarkeit von Bauteilen sowie Lieferkettenunterbrechungen können zu Risiken im Bereich der Vertragsstrafen und eine zeitliche Verschiebung der Realisierung und Fertigstellung unserer Kundenprojekte aufgrund von Lieferverzögerungen führen. Diesem Risiko tritt die Syntegon-Gruppe durch die im Bereich des Einkaufsrisikos und der rechtlichen Risiken beschriebenen Maßnahmen entgegen. Einkaufsrisiken Die Lieferfähigkeit unserer Lieferanten zum Ende des Geschäftsjahres hat sich im Vergleich zum Vorjahr bedeutsam verbessert. Dennoch sehen wir nach wie vor ein Risiko bei der Beschaffung von Bauteilen, insbesondere Elektro- und Halbleiterkomponenten. Insofern könnten sich die in diesem Jahr zu beobachtenden Einschränkungen bei der Materialverfügbarkeit auch 2023 fortsetzen. Wir beobachten diese Entwicklungen kontinuierlich, um frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Dabei verstärken wir weiterhin gezielt den operativen Einkauf durch Personal und platzieren frühzeitig unsere Bestellungen, um den Einschränkungen beim Materialfluss entgegenzuwirken. Des Weiteren haben wir eine erhöhte Menge an Kunststoffhalbzeugen vorsorglich auf Lager gelegt, um unseren Bedarf längerfristig zu decken. Denn mögliche Lieferstopps von Gas, welches zur Herstellung dieser Erzeugnisse bei unseren Lieferanten erforderlich ist, könnten negative Auswirkungen auf die Materialverfügbarkeit haben. Die im Vorjahr beschriebenen geopolitischen Risiken durch den Russland-Ukraine-Krieg, die expansive Geldpolitik der Vergangenheit sowie Güterknappheit nach der COVID- 19-Krise haben zu einer massiven Verteuerung von Energie und einer zunehmenden Inflation geführt. Das immanente Risiko einer Preissteigerung bei unseren Vormaterialien und Zukäufen von unseren Lieferanten ist deutlich angestiegen. Durch aktives Lieferantenmanagement, Lieferantenauswahl und aktives Bündeln von Einkaufsbedarfen können wir einen Teil des Risikos steigender Einkaufspreise mitigieren. Durch den Abschluss von längerfristigen Verträgen im Bereich Energie-, Öl- und Gasbezug sind wir dem Risiko weiter steigender Rohstoffpreise am Energiemarkt entgegengetreten. Am Arbeitsmarkt erkennen wir eine Verknappung von qualifizierten Arbeitskräften, welche wir durch eine verstärkte Präsenz an Hochschulen und mit Förderprogrammen kompensieren. Finanzielle Risiken
Finanzmarktrestriktionen, sog. NDFs (non deliverable forwards) zum Einsatz. Spekulationsgeschäfte sind nicht zulässig.
Informationstechnische Risiken Zunahme von Phishing-Versuchen, die Professionalisierung von Angriffsmethoden, Gefährdung durch Hackerangriffe gerade auch vor dem Ausbau des Anteils an Remote Arbeit und Cloudlösungen mit unseren Partnern erfordern eine Steigerung der Resilienz durch die Implementierung weiterer präventiver Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Cyber Security. Um den Risiken von Angriffen entgegenzuwirken, findet neben der etablierten Malware- und Virenerkennung eine Erweiterung in Form einer Endpoint-Detection-and-Response-Lösung (EDR) statt. Damit wird Schädlingen mit Isolations- und Mitigationsmaßnahmen entgegengetreten und die digitale Forensik zur Nachverfolgung entscheidend verbessert. Die Verwendung von Cloud Lösungen birgt generell Gefahren, denen wir durch neue Sicherheitsanforderungen und technologische Änderungen im Bereich VPN- und Cloud Zugriff durch die Einführung einer speziellen Cloud Sicherheits-Lösung begegnen. Hierbei handelt es sich um cloudbasierte Sicherheitsüberprüfungen, die kontinuierlich durch den Security-Dienstleister um neue Gefahrenerkennungen erweitert wird. Unsere IT-Organisation führt proaktiv vorbeugende Systemwartungen durch und stellt die Einhaltung maßgeblicher IT-Richtlinien sicher. Darüber hinaus unterhält unsere IT-Organisation ein umfangreiches Programm zur Informationssicherheit, bspw. verpflichtende Trainings zur Sensibilisierung und Weiterbildung aller Mitarbeiter:innen von Syntegon, die zur Prävention und zum richtigen Verhalten beim Eintreten eines Sicherheitsvorfalls beitragen sollen. Gegen einen möglichen Ausfall von IT-Systemen sowie Datenverlust und -manipulation durch interne Fehlerquellen sichert sich Syntegon mit umfassenden, unternehmensweit gültigen technischen und organisatorischen Maßnahmen ab. Damit werden potenzielle Risiken hinsichtlich finanzieller Einbußen in der Produktentwicklung, der Fertigung sowie administrativer Abläufe signifikant reduziert. Eine hohe Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur wird durch redundante Auslegung der IT-Systeme bzw. IT-Komponenten für besonders geschäftskritische und relevante Anwendungen sichergestellt. Alle Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der gesamten IT-Infrastruktur werden permanent überwacht und systematisch durch interne und externe Stellen auditiert. Sicherheitsvorfälle werden sorgfältig und detailliert ausgewertet und erforderliche Maßnahmen zur Verbesserung der Schutzmaßnahmen abgeleitet. Qualitätsrisiken Qualitätsrisiken für die Syntegon-Gruppe ergeben sich aus möglichen Kundenbeanstandungen, die hohe Folgekosten, Reputationsverlust, Produkthaftungsansprüche oder Meldepflichten an Behörden mit sich bringen können. Diesen begegnen wir durch ein durchgängiges Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 mit entsprechenden Prozessen (Beanstandungsmanagement) und regelmäßigen Schulungen der Mitarbeiter:innen. Rechtliche Risiken Die Syntegon-Gruppe ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit national und international unterschiedlichen rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in Verfahren beteiligt sein. Daraus können sich Zahlungs- / Haftungs- und andere Risiken und Verpflichtungen ergeben. Der Ausgang einzelner Verfahren kann nicht mit absoluter Sicherheit beurteilt werden. Sofern erforderlich werden für einen Sachverhalt Rückstellungen angesetzt, wenn nach unserer Beurteilung ein negativer Ausgang wahrscheinlicher ist als ein positiver. Chancen Unsere Chancen leiten sich unter anderem aus der Strategie 2025 (Ziele und Strategie) ab und beinhalten außerdem: Post-COVID-19 Phase und Bestrebungen zur Regionalisierung der Lieferketten Chancen im Zusammenhang mit COVID-19-Therapien aus der Vergangenheit sind nicht mehr in signifikanter Höhe zu erwarten. Etwaige nicht genutzte Überkapazitäten, beispielsweise im Bereich Vial-Abfülllinien mit hoher Ausbringung, können ggf. für andere Medikamente und Impfstoffe umgewidmet werden, oder durch unser Serviceangebot für Umbauten und Modifikationen auf andere Packmittel und Formate erweitert werden. Grundsätzlich sieht Syntegon Belebung in vielen Bereichen, die durch COVID-19 zurückgedrängt wurden, wie z. B. in der Onkologietherapie. Weiterhin bestehen Chancen bspw. in Schwellenländern, in denen sowohl im Bereich Lebensmittelverpackung als auch in der Medikamentenversorgung eine Überkapazität besteht. Von Kund:innen pausierte Projekte werden verstärkt wieder aufgenommen und ein teilweise vorhandener Investitionstau beginnt sich abzubauen. Durch die globale Präsenz mit lokalen Standorten in den Regionen kann Syntegon hier besonders von der Belebung profitieren - wenn auch noch ein vorsichtiges Investitionsverhalten besteht. Dies gilt derzeit insbesondere für energieintensive Applikationen in Regionen, die stark von Energiepreissteigerungen betroffen sind. Zusätzliche Chancen resultieren im Lebensmittelbereich aus den Schwellenländern, in denen Syntegon in den letzten Jahren lokale Produktionskapazitäten aufgebaut hat. Dieser Aufbau wird von vielen Kund:innen gefordert. Im Zuge der nahtlos ineinander übergehenden globalen Krisen wie z. B. die COVID-19-Pandemie und den daraus beeinträchtigten Lieferketten, der Russland-Ukraine-Krieg oder zunehmende Spannungen zwischen China und Taiwan nimmt für unsere Kund:innen die Bedeutung der Resilienz ihrer Lieferketten stark zu. Dies führt zu sogenannten "reshoring"-Aktivitäten mit gezieltem Wiederaufbau von regionalen Produktionsstätten anstelle globaler Versorgungsketten aus zentralisierten Werken heraus. Diese Rückkehr wird weltweit von Politik und Gesellschaft gefordert und teilweise auch finanziell gefördert und bietet Chancen bezüglich der Modernisierung bestehender bzw. den Aufbau neuer Fertigungskapazitäten, für die unweigerlich Maschinen und Anlagen benötigt werden. Auch hier bietet Syntegons globale Präsenz Chancen, an diesen Investitionen zu partizipieren. Innovation als integraler Bestandteil der Gesamt strategie Neben diesen übergreifenden Themen erwarten wir einen Beitrag zum Geschäftserfolg aus Innovationen. Im Jahr 2023 werden mehrere Entwicklungen in den Markt eingeführt werden. In der Division Pharma wird unter anderem die Bandingmaschine für flüssigkeitsgefüllte Kapseln GKB sowie die mit dem Gold Award des Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnete Versynta microBatch zur Sterilabfüllung kleiner Chargen personalisierter Medizin und hochwertiger Onkologieprodukte eingeführt. In der Division Food wird unter anderem die hochmodulare vertikal füllende Plattform SVX neu eingeführt und die neue modulare Pick-and-Place-Plattform Robot-on mit zusätzlichen Applikationen weiter ausdifferenziert. Unseres Erachtens sind erste Pilotkundenfeedbacks sehr positiv, so dass wir hieraus Auftragseingänge und teilweise bereits Umsätze in 2023 erwarten. Wir verweisen auf das Kapitel Forschung und Entwicklung für weitere Ausführungen. Sustainability als Chance für Syntegon Weitere Chancen ergeben sich durch immer weiter steigende Anforderungen an Sustainability. Vor allem Kund:innen in den Industrienationen machen dies verstärkt zu einem Kriterium bei der Auftragsvergabe. Hier hat Syntegon aus Sicht der Geschäftsführung seit Jahren eine führende Position, sowohl wie Syntegon als Unternehmen selbst agiert als auch mit unseren Produkten, die dazu beitragen, Ressourcen und Energie zu sparen. Umweltfreundliche Verpackungen gewinnen somit immer mehr an Bedeutung. Es werden sowohl Ersatz von Plastikfolien durch Papier als auch allgemein nach Lösungen gesucht, die weniger Verpackungsmaterial verwenden. Syntegon ist hier sehr gut aufgestellt und kann seit Jahren Kund:innen umweltfreundliche Lösungen für viele Industrien anbieten, in dem immer mehr Anlagen zur Verwendung von Papier oder recyclingfähigen Kunststoff-Monomaterialien aus- oder nachgerüstet werden. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach einem Ersatz von Plastik Trays um Kekse, Kuchen oder Riegel zu schützen, in den kommenden Jahren zunehmen wird. Schon jetzt hat Syntegon Lösungen auf mehreren Plattformen entwickelt und arbeitet dabei eng mit unseren Kund:innen zusammen, um frühzeitig Trends zu erkennen. Um die Einsparpotenziale auch quantitativ belegen und als Verkaufsargument nutzen zu können, bietet Syntegon seit 2022 auch eine entsprechende TÜV-zertifizierte CO 2 -Berechnung über den Gesamtlebenszyklus unserer Anlagen und Maschinen an und berät Kund:innen über die entsprechenden Potenziale. 6 6 https://www.syntegon.com/de/presse/syntegon-bietet-zertifizierte-co2-berechnung-f%C3%BCr-eigene-anlagen/ Regulatorische Anforderungen an die Kund:innen unserer Divisionen Neben gesellschaftlichen Treibern wirken auch revidierte regulatorischen Rahmenbedingungen wie z. B. die Überarbeitung des EU GMP Annex 1 7 mit globaler Signalwirkung für die Herstellung steriler Arzneimittel. Um dessen Anforderungen zu folgen, sind vor allem bei älteren Anlagen entweder Modernisierungen oder Ersatzinvestitionen notwendig. Auch hier ist Syntegon mit vorbereiteten Umbaupaketen und Beratungsdienstleistungen aktiv. 7 https://health.ec.europa.eu/system/files/2022-08/20220825_gmp-an1_en_0.pdf Transformation als Chance im Sinne der Strategie 2025 Zur Nutzung der oben genannten Chancen trägt insbesondere die im Abschnitt Ziele und Strategie der Syntegon-Gruppe beschriebene Transformation der Vertriebs-, Verwaltungs- und Allgemeinkostenbereiche sowie der Serviceorganisation bei. Auch der Ausbau der Serviceleistungen, bspw. über die neue Service-Supply-Chain, die Dienstleistungen weit über das übliche Instandhaltungs- und Ersatzteilgeschäft anbietet und Service für den ganzen Anlagen-Life Cycle beinhaltet, trägt der Strategie 2025 Rechnung. Unter der Leitung von Dr. Walter Bickel als Chief Transformation Officer (CTO) forciert Syntegon die weitere Umsetzung der erfolgreichen Transformationsprojekte, um nachhaltig und langfristig die Voraussetzungen für die Reduzierung von Kosten und Komplexität sowie profitables Wachstum zu schaffen. Gesamtbetrachtung Risiko- und Chancensituation Der Geschäftsführung sind weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses Risiken bekannt, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Syntegon-Gruppe gefährden könnten. In Summe sieht sie ein ausgewogenes Chancen- und Risikoverhältnis für die Syntegon-Gruppe. Sie ist davon überzeugt, den identifizierten Risiken mit den genannten Maßnahmen entgegentreten und durch unternehmerisches Handeln die Chancen zum Vorteil von Syntegon nutzen zu können. Die beschriebenen Risiken sind nicht die einzigen Risiken, denen die Gruppe ausgesetzt ist. Risiken, die Syntegon noch nicht bekannt sind, oder solche, die aktuell noch als weniger signifikant eingeschätzt werden, könnten sich ebenfalls nachteilig auf das Unternehmen auswirken. Ebenso können sich unvorhersehbare Ereignisse ergeben, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit und somit auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Syntegon-Gruppe sowie die Reputation des Konzerns auswirken können. Prognosebericht. Der Prognosebericht der Syntegon-Gruppe berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bekannt waren und basiert auf Annahmen zur zukünftigen Geschäftsentwicklung, die dem von der Geschäftsführung verabschiedeten Business Plan zu entnehmen sind. Derzeit weiterhin schwer einzuschätzen ist die weitere Entwicklung geopolitischer und makroökonomischer Aspekte, wie die mittelbaren und unmittelbaren Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs aber auch der Konflikt zwischen China und Taiwan und dessen Folgen für die Weltwirtschaft. Positive Impulse sind aufgrund der globalen konjunkturellen Lage nur zu einem sehr geringen Umfang zu erwarten. Die Prognose für 2023 erwartet eine weitere Verlangsamung auf +2,9 %, davon +4,0 % aus Entwicklungs- und Schwellenländern. 8 8 IMF World Economic Outlook, Oktober 2022 Entwicklung der Divisionen Die Syntegon-Kundenindustrien sind grundsätzlich resilient und von langfristigen, fundamentalen Trends getrieben. Allerdings können sie sich nicht vollständig von der allgemeinen Konjunktur entkoppeln. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf das Investitionsverhalten. Durch die globale Aufstellung mit regionaler Service-Präsenz und Produktionsstandorten in China und Indien erwartet Syntegon, von dem Wachstum in den Schwellenländern weiterhin zu profitieren. Der Einfluss der COVID-19-Krise wird sich in 2023 weiter stark reduzieren und mit Ausnahme von China kaum noch eine Rolle spielen, gleichwohl insbesondere die Entwicklung in China noch mit Unsicherheiten verbunden ist. Für den globalen Pharmamarkt wird bis 2026 weiterhin ein Wachstum von 3 - 6 % p.a. auf 1,9 Billionen USD vorhergesagt 9 - diese Prognose basiert jedoch auf Annahmen, die vor dem Russland-Ukraine-Krieg und der Energiekrise gemacht wurden. Die Energiekrise kann aber Auswirkungen auf das Investitionsverhalten der Pharma-Produzenten haben, insbesondere auf Pharma-Produzenten von Produkten mit geringeren Margen. 9 IQVIA: The Global Use of Medicines 2022 - Outlook to 2026, Januar 2022 Die Länder Russland und Ukraine hatten bereits vor dem Russland-Ukraine-Krieg für Syntegon eine untergeordnete Bedeutung und wir erwarten auch in 2023 kein relevantes Neugeschäft in dieser Region. Indirekt könnte dieser Krieg Chancen erzeugen, z. B. durch neue Produktionsstätten in Ländern wie Kasachstan und Usbekistan, die bislang ihre Medikamente weitgehend aus Russland importierten. Mehr als die Hälfte des russischen Medikamentenexports von ca. 1 Mrd. USD ging traditionell in osteuropäische Länder. 10 Dieser ist derzeit deutlich reduziert, so dass neue Produktionen gebaut werden oder Medikamente aus anderen Ländern bezogen werden müssen. Bspw. Indien könnte als entsprechendes Exportland dienen und auch hier ist Syntegon mit lokalen Fertigungswerken vertreten. Zudem wird ebenfalls in anderen Schwellenländern in Asien, Mittlerer Osten und Afrika weiteres Potential erwartet. 10 GlobalData CountryFocus: Healthcare, Regulatory and Reimbursement Landscape Russia (2021) Dem globalen Markt für Verpackungsmaschinen für die Lebensmittelindustrie wird durch Studien und eigene Prognosen weiterhin ein jährliches Wachstum von 4 - 6 % bis 2026 vorhergesagt. Durch eine erhöhte Nachfrage nach verpackten Lebensmitteln, Bevölkerungswachstum sowie dem Trend zu Automatisierung und Digitalisierung, wird weiterhin ein hohes Investitionsvolumen prognostiziert. Es gibt jedoch regionale Unterschiede, wo besonders in Asien ein überdurchschnittliches Wachstum erwartet wird. Der Trend zur Automation der gesamten Verpackungslinie wird sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Sowohl durch Mangel an Fachkräften als auch aus Kostengründen wird erwartet, dass digitale Lösungen zur Überwachung der Linie und Robot-Lösungen verstärkt nachgefragt werden. Entgegen dieser langfristigen Trends können jedoch die restriktive Geldpolitik und die hohen Energiekosten zu einem kurz- bis mittelfristig konservativen Investitionsverhalten bei unseren Kund:innen führen. So warnte z. B. der Branchenverband "Medicines for Europe" vor steigenden Produktionskosten, die im stark regulierten Umfeld nicht weitergegeben werden könnten. 11 11 https://www.medicinesforeurope.com/wp-content/uploads/2022/06/EPSCO-Council-_-Medicines-for-Europe-Executive-Committee-OPEN- letter-on-inflation-impacting-the-supply-of-essential-medicines.pdf Die im Abschnitt Risiken erwähnten Störungen der Lieferketten für bestimmte Komponenten haben im Laufe des Jahres 2022 zu einem Anstieg des Auftragsbestands in der Syntegon-Gruppe geführt, da entsprechende Projekte nicht finalisiert werden konnten. Sobald einzelne fehlende Komponenten in Folge einer Entspannung der Lieferkettenproblematik wieder verfügbar sind, können unsere Projekte finalisiert und zeitnah an unsere Kund:innen ausgeliefert werden. Hieraus ergeben sich Chancen für den erzielbaren Umsatz im Geschäftsjahr 2023. Auch über den Auftragsbestand hinaus sehen wir derzeit weiterhin eine robuste Projektpipeline für die Syntegon-Gruppe. Über alle Produktbereiche Syntegons hinweg hat COVID-19 und der allgemeine Mangel an Fachkräften den Automatisierungstrend weiter beschleunigt. Es werden im Lebensmittelbereich verstärkt Roboter eingesetzt, um aktuell noch manuelle Prozesse zu automatisieren. Die von Syntegon in den letzten Jahren getätigten Investitionen im Robotics-Bereich öffnen weiteres Potential, um Gesamtlinien anzubieten. Global sieht Syntegon Belebung in vielen Bereichen, z. B. in der Onkologietherapie aber auch den abbauenden Investitionsstau unser Kund:innen sehen wir als Chance. Pilotkundenfeedbacks zu neuen Entwicklungen (siehe Abschnitt Chancenbericht) sind sehr positiv, so dass wir erste Auftragseingänge und Umsätze mit neu in den Markt eingeführten Innovationen in 2023 erwarten. Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung In Anbetracht der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der dargestellten Risiken und Chancen, gehen wir für die Syntegon-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 in einem ausgewogenen Planungsszenario von der folgenden Entwicklung aus: Wir erwarten einen moderaten Anstieg des Auftragseinganges. Dieser ist auch ein Treiber des erwarteten, stark steigenden Umsatzes. Der erwartete Umsatzanstieg 2023 wird jedoch auch getragen von dem im Risiko- und Chancenbericht erwähnten hohen Auftragsbestand. Regional erwarten wir Schwerpunkte des Umsatzwachstums in unseren Märkten Europa und Amerika, die sowohl von unserem Neumaschinengeschäft als auch übergreifenden Service & Digital Solutions getragen werden. Signifikante Zuwächse in Indien, Mittlerer Osten, Afrika und Japan werden teilweise kompensiert durch leichte Rückgänge in China. Letztere stehen in Verbindung mit dem Auslaufen der COVID-19-Sonderkonjunktur. Dort werden Aufträge mit COVID-19-Bezug zunehmend ersetzt durch solche aus anderen pharmakologischen Bereichen. Unser Ziel ist die Markt- und Technologieführerschaft für Prozess- und Verpackungstechnik. Daher fokussieren wir uns weiterhin auf die erfolgreiche Fortführung der Transformation im Einklang mit unserer Strategie 2025, um dauerhaft und nachhaltig die Steigerung der Effizienz herbeizuführen. Angesichts eines zu erwartenden moderat steigenden Umsatzes für 2023 bei gleichzeitig steigenden Betriebskosten gehen wir von einem moderat steigenden adjustierten EBITDA für 2023 aus. Vorausschauende Aussagen.Der vorliegende Konzernlagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Syntegon-Gruppe sowie auf (gesamt-)wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen beziehen. Wörter wie "annehmen, glauben, einschätzen, erwarten, beabsichtigen, können / könnten, sollten" und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Diese Aussagen stellen die aktuellen Einschätzungen des Syntegon-Managements dar, welche auf Basis, der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Vorausschauende Aussagen zeichnen sich durch eine Vielzahl von Risiken und Unsicherheiten aus. Einige Beispiele hierfür sind eine ungünstige Entwicklung der weltwirtschaftlichen Situation, insbesondere ein Rückgang der Nachfrage in unseren wichtigsten Märkten und Divisionen, unabwendbare Ereignisse höherer Gewalt wie Naturkatastrophen, Pandemien, geopolitische Unruhen und Auseinandersetzungen, eine mögliche Veränderung der Akzeptanz unserer Produkte und Services, Preiserhöhungen bei Rohstoffen, die Umsetzung von Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen, Unterbrechung der Fertigung aufgrund von Lieferengpässen, Belegschaftsstreiks oder Insolvenzen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder etwa diese oder weitere Faktoren eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.
Waiblingen, den 15. März 2023 Dr. Michael Grosse Dr. Peter Hackel Dr. Walter Bickel Hans Johan Magnus Nilsson Uwe Harbauer KONZERNABSCHLUSSGewinn- und Verlustrechnung
Gesamtergebnisrechnung
BilanzAKTIVA
Eigenkapitalveränderungsrechnung
Kapitalflussrechnung
* Der Ausweis der erhaltenen und gezahlten Zinsen von der Mittelveränderung aus betrieblicher Tätigkeit zu Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit wurde in der Vergleichsperiode rückwirkend freiwillig geändert - wir verweisen zu den Grundlagen der Berichterstattung und zu dem Kapitel freiwillige Änderungen der Rechnungslegungsmethode. KonzernanhangGrundlagen der Berichterstattung, Rechnungslegungsmethoden sowie Einschätzungen und Ermessensentscheidungen. Allgemeine Angaben Syntegon ist ein weltweit führender Anbieter von Prozess- und Verpackungstechnik. Die Syntegon-Gruppe verfügt über ein umfangreiches Spektrum an Maschinen, Systemen und Dienstleistungen und bietet an mehr als 30 Standorten in mehr als 15 Ländern weltweit industriespezifische Beratung, Industriekompetenz und Maschinenservices an. Die Syntegon Holding GmbH, nachfolgend auch "Gesellschaft" oder "Syntegon" genannt, ist beim Handelsregister Stuttgart unter HRB 771787 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Stuttgarter Straße 130 in 71332 Waiblingen, Deutschland. Alleiniger Anteilseigner ist eine Gesellschaft von CVC Capital Partners, die Platin2025 Acquisition S.à.r.l., Luxemburg. CVC hat seinen Hauptsitz in Luxemburg und ist als ein führender international tätiger Finanzinvestor mit Niederlassungen in Europa, Asien, den USA sowie in Südamerika tätig. Alle Beträge werden in Tausend EUR (TEUR) angegeben, soweit nicht anders vermerkt. Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind aufgrund von Rundungen möglich. Die Berichtswährung des Konzerns entspricht der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, der Syntegon Holding GmbH, und damit dem Euro. Der zum 31. Dezember 2022 aufgestellte Konzernabschluss wurde am 15. März 2023 durch die Geschäftsführung freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger eingereicht und dort bekannt gemacht. Grundlagen der Bilanzierung Angewendete IFRS Der Konzernabschluss der Syntegon Holding GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde gemäß den vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen, die zum 31. Dezember 2022 anzuwenden waren, soweit die IFRS und Interpretationen von der Europäischen Union (EU) übernommen sind, sowie den ergänzend nach § 315e Abs. 1 des Handelsgesetzbuches (HGB) anzuwendenden Vorschriften erstellt. Die vorgenannten Vorschriften wurden vollständig erfüllt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Veröffentlichte, noch nicht angewendete IFRS Standards und Interpretationen; im Geschäftsjahr 2022 erstmals angewendete Rechnungslegungsstandards Die erstmalig in 2022 anzuwendenden Änderungen zu IFRS 3 (Verweis auf das Rahmenkonzept), IAS 37 (Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung), IAS 16 (Erlöse vor beabsichtigter Nutzung) und jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2018 - 2020) hatten für die Syntegon-Gruppe keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Die folgenden überarbeiteten und neu herausgegebenen IFRS und IFRIC waren im Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden. Im Geschäftsjahr wurde keiner dieser neuen oder geänderten Standards und Interpretationen vorzeitig angewendet.
Die obigen Änderungen oder Herausgabe von neuen Standards werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Syntegon-Gruppe haben. Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung der Änderung von IAS 12 können derzeit nicht verlässlich geschätzt werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Abschlusses ist es nicht geplant, die dargestellten Änderungen, neue Standards oder Interpretationen vorzeitig, sondern, falls anwendbar, gemäß den EU-Bestimmungen anzuwenden. Darstellung Vermögenswerte sind als kurzfristig klassifiziert, wenn deren Realisierung innerhalb des gewöhnlichen operativen Geschäftsverlaufs der Syntegon-Gruppe bzw. innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird oder wenn es sich um Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente handelt. Alle anderen Vermögenswerte sind als nicht kurzfristig klassifiziert. Verbindlichkeiten sind als kurzfristig klassifiziert, wenn deren Erfüllung im Rahmen des gewöhnlichen operativen Geschäftsverlaufs der Syntegon-Gruppe bzw. innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Alle anderen Verbindlichkeiten sind als nicht kurzfristig klassifiziert. Aktive und passive latente Steuern sowie Vermögenswerte und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig klassifiziert. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird in Bezug auf die betriebliche Tätigkeit nach der indirekten Methode dargestellt und in Bezug auf die Investitions- und Finanzierungstätigkeiten nach der direkten Methode. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses sind einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang jeweils gesondert erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanz ist entsprechend des International Accounting Standards (IAS) 1 Darstellung des Abschlusses in kurz- und langfristige Posten gegliedert. Bewertung Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss der Syntegon-Gruppe beinhaltet den Abschluss der Gesellschaft und aller wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, auf die die Gesellschaft direkt oder indirekt Beherrschung ausüben kann. Beherrschung liegt vor, wenn Syntegon variablen Rückflüssen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist oder Rechte auf solche hat und die Fähigkeit besitzt, diese Rückflüsse mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Verfügungsgewalt bedeutet, dass Syntegon über bestehende Rechte verfügt, die es Syntegon ermöglichen, die relevanten Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, also die Aktivitäten, die im Wesentlichen die vorgenannten Rückflüsse bestimmen. Diese Unternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, von dem an die Möglichkeit zur Beherrschung besteht. Umgekehrt werden Tochterunternehmen dann nicht mehr vollkonsolidiert, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist. Sofern Tochterunternehmen im Berichtsjahr erworben wurden, wurden deren Ergebnisse entsprechend ihrer Konzernzugehörigkeit, ab dem effektiven Erwerbszeitpunkt, der der erstmaligen Möglichkeit der Beherrschung entspricht, in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung werden die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert (Erwerbsmethode) zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Ein Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung (Kaufpreis) und dem anteiligen beizulegenden Zeitwert der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wird, falls aktivisch, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen oder, falls passivisch, ergebniswirksam erfasst. Jeder erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderung überprüft. Die Abschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind einheitlich nach den für die Syntegon-Gruppe geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Für sämtliche Gesellschaften ist das Berichtsjahr das Kalenderjahr. Einzige Ausnahme hiervon ist die Syntegon Technology India Private Limited, deren Geschäftsjahr am 1. April beginnt und am 31. März endet. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2022 einen Zwischenabschluss für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember aufgestellt, der in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden zu haben. Gemäß IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind Beteiligungen, bei denen ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen. Bei der Equity-Methode werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens sowie um den Anteil des Konzerns an den Veränderungen des sonstigen Ergebnisses des Beteiligungsunternehmens angepasst. Der Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens wird im Gewinn und Verlust, der Anteil des Konzerns an den Veränderungen des sonstigen Ergebnisses des Beteiligungsunternehmens wird im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen wird auf Wertminderung getestet. Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und Zwischenverluste im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert, konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden nach IAS 12 Ertragsteuern latente Steuern gebildet. Konsolidierungskreis Die Syntegon Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen der Gruppe auf. Die Syntegon Holding GmbH wiederum wird in den Konzernabschluss der Platin2025 Holdings S.à.r.l., Luxemburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen der Gruppe aufstellt; letztgenannte Gesellschaft hat ihren Sitz in 20, Avenue Monterey L-2163 Luxembourg und veröffentlicht ihren Abschluss im RCS Luxembourg (B 236.100). Der Konsolidierungskreis der Syntegon-Gruppe umfasst neben der Syntegon Holding GmbH als Mutterunternehmen weitere 28 (Vj. 28) vollkonsolidierte Gesellschaften. Davon sind sieben (Vj. 7) inländische und 21 (Vj. 21) ausländische Tochterunternehmen.
1 Bei einigen Tochtergesellschaften wurde auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss aufgrund von untergeordneter Bedeutung verzichtet. 2 Es handelt sich um assoziierte Unternehmen, die gemäß der Equity-Methode bilanziert werden. 3 Die Gesellschaften machen von den Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. 4 Befreiung gemäß § 291 Abs. 1 f. HGB von den Vorschriften zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts. 5 Es handelt sich um Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden und deren Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in Fremdwährung In den Einzelabschlüssen werden Transaktionen in Fremdwährung zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Monetäre Posten (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten) in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Umrechnungskurses am Stichtag in die funktionale Währung der Einheit umgerechnet, nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Daraus resultierende Währungsgewinne und -verluste werden je nach Art der Transaktion unmittelbar erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen beziehungsweise im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Umrechnung konsolidierter ausländischer Gesellschaften Die Jahresabschlüsse der konsolidierten ausländischen Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht dem Euro entspricht, werden in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Nach dieser werden Vermögenswerte und Schulden jeweils mit den Stichtagskursen, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode in Euro umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung zu Durchschnittskursen und der Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen wird erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen ergebende Unterschiedsbetrag wird ebenfalls im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden bei der Veräußerung des jeweiligen Tochterunternehmens in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Folgende Kurse der wichtigsten Fremdwährungen lagen der Währungsumrechnung zugrunde:
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, freiwillige Änderung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden Die Syntegon-Gruppe wendet die nachfolgend genannten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze unverändert über die Berichts- und Vergleichsperiode in diesem Konzernabschluss an. Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Die Syntegon-Gruppe bewertet vordefinierte Vermögenswerte an jedem Stichtag zum beizulegenden Zeitwert ("fair value"). Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt nach IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts. Dabei werden die Inputfaktoren der Bewertungsverfahren wie folgt kategorisiert:
Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall entweder auf dem Hauptmarkt oder, wenn kein Hauptmarkt vorhanden ist, auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert oder die Schuld erfolgt. Voraussetzung ist, dass der Konzern Zugang zum Hauptmarkt oder vorteilhaftesten Markt haben muss. Umsatzerlöse Als Umsatzerlöse werden die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultierenden Neumaschinenverkäufe, Ersatzteilgeschäfte und Servicedienstleistungen ausgewiesen. Die Syntegon-Gruppe erfasst den Betrag als Erlös aus Kundenverträgen (IFRS 15), der für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an Kunden als Gegenleistung erhalten wird. Hinsichtlich der Bestimmung des Zeitpunkts bzw. des Zeitraums wird auf den Übergang der Verfügungsgewalt an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden abgestellt (control approach). Für die Bestimmung wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind, wird das Fünf-Stufen-Modell angewendet. Dabei werden die vorhandenen eigenständig abgrenzbaren Leistungsverpflichtungen innerhalb der Verträge mit Kunden identifiziert. Der Transaktionspreis wird gemäß den Regeln des IFRS 15 ermittelt und ggf. auf die vorhandenen Leistungsverpflichtungen allokiert. Die variablen Preisbestandteile aus den Kundenverträgen, wie z. B. Rabatte, Kundenboni, sonstige Preisnachlässe und Vertragsstrafen werden analysiert, ermittelt und bei der Erlöserfassung berücksichtigt - sie schmälern den beizulegenden Zeitwert der erwarteten Gegenleistung. Wenn möglich werden bei der Allokation des Transaktionspreises auf - falls vorhanden - mehrere Leistungsverpflichtungen beobachtbare Einzelveräußerungspreise verwendet. Für jede Leistungsverpflichtung, die gemäß IFRS 15 abstrakt und im Vertragskontext eigenständig abgrenzbar ist, wird die Art der Erlösrealisierung in zeitraum- bzw. zeitpunktbezogene Erfassung festgelegt. Die Umsatzerlöse des Konzerns gehen im Wesentlichen auf die nachfolgend beschriebenen Leistungsverpflichtungen zurück:
Syntegon fertigt Einzelmaschinen und vollständige Lösungen für die Verpackungs- und Prozesstechnik im Bereich der Pharma- und Lebensmittelindustrie an. Für derartige Kundenverträge, bei denen keine alternative Verwendungsmöglichkeit und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistung besteht, wird die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung angewandt und die Umsatzerlöse entsprechend ihres Fertigstellungsgrads ("percentage-of-completion") realisiert. In der Syntegon-Gruppe kommt dabei die inputbasierte Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrads zum Einsatz. Dabei wird die Cost-to-Cost-Methode angewandt, da diese den Leistungsfortschritt am genauesten misst; auf Projektebene werden die bereits angefallenen Kosten den erwarteten Gesamtkosten gegenübergestellt und basierend auf diesem Verhältnis die Umsatzerlöse und damit die Marge realisiert. Umsatzerlöse aus dem Ersatzteilgeschäft werden erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die Güter erlangt und damit zu einem bestimmen Zeitpunkt. Dies ist grundsätzlich dann gegeben, wenn der Kunde Besitz an den Ersatzteilen erlangt und damit die weitere Nutzung bestimmen und den verbleibenden Nutzen aus diesen Ersatzteilen ziehen kann. Die Zahlungskonditionen sind markt- und branchenüblich.
Die Realisierung von Umsatzerlösen aus Serviceleistungen erfolgt in der Regel über den Zeitraum der Leistungserbringung, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung zufließt und er diesen Nutzen gleichzeitig verbraucht. Die Ermittlung des Leistungsfortschritts erfolgt in der Regel ebenfalls mittels inputbasierter Methoden. Es handelt sich in der Syntegon-Gruppe dabei im Wesentlichen um Dienstleistungen, die die Wartung der Anlagen beinhalten. Teilweise erfolgt die Umsatzrealisierung auch erst nach vollständiger Erbringung der Dienstleistung mit Rechnungsstellung. Dies ist insbesondere bei Modernisierungen der Fall. Nach IFRS werden auf Vertragsebene bestehende Leistungsüberschüsse oder Leistungsverpflichtungen als Vermögenswert bzw. als Verbindlichkeit ausgewiesen. Ein Vertragsvermögenswert ist auszuweisen, sofern die erhaltenen Anzahlungen geringer als die bereits erbrachten Leistungen sind, Syntegon somit einen Anspruch auf den Erhalt einer Gegenleistung hat. Umgekehrt wird eine Vertragsverbindlichkeit passiviert, sollten die erhaltenen Anzahlungen die erbrachten Leistungen übersteigen. Signifikante Finanzierungskomponenten werden nicht als separate Leistungsverpflichtung berücksichtigt, sofern der Zeitraum zwischen Übertragung einer zugesagten Leistungsverpflichtung und Bezahlung durch den Kunden weniger als ein Jahr beträgt. Herstellungskosten des Umsatzes Die Herstellungskosten des Umsatzes beinhalten im Wesentlichen direkt zurechenbare Material- und Fertigungskosten, produktionsbezogene Gemein- und Verwaltungskosten sowie Abschreibungen auf Produktionsanlagen, aktivierte Entwicklungsleistungen und Technologien, sowie dem Kunden separat in Rechnung gestellte Kosten. Werden durch die vertraglich vereinbarten Gegenleistungen die Herstellungskosten nicht mehr gedeckt, wird der Verlust durch eine Drohverlustrückstellung nach IAS 37 entsprechend passiviert. Forschungs- und Entwicklungskosten Aufwendungen für Forschungstätigkeiten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der die Kosten anfallen. Entwicklungskosten, die unter den Voraussetzungen des IAS 38 als immaterieller Vermögenswert zu aktivieren sind, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (siehe hierzu Abschnitt "Immaterielle Vermögenswerte" in diesem Kapitel) abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Aktivierte Entwicklungskosten werden über ihren Produktlebens- oder Verwendungszyklus abgeschrieben und führen entsprechend ihrer Verwendung zur Herstellung von zur Veräußerung bestimmten Produkten zu Herstellungskosten des Umsatzes in den Folgeperioden oder Aufwand in den entsprechenden Funktionskosten. Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden Sämtliche Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit den Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, werden in diesem Posten ausgewiesen. Dies beinhaltet neben den anteiligen Ergebnissen auch Veräußerungserlöse und die Wertminderung bzw. Wertaufholung auf Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden. Die Darstellung der Ergebnisbeiträge erfolgt im operativen Ergebnis, da es sich um strategische Partnerschaften im Zusammenhang mit dem Kerngeschäft der Gruppe handelt. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten sowohl tatsächliche als auch latente Steuern. Latente Steuern werden grundsätzlich auf der Grundlage der bilanzorientierten Methode nach IAS 12 Ertragsteuern gebildet. Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden dabei auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen vorgenommen, sofern ein Ausgleich dieser Unterschiede im Zeitablauf zu erwarten ist. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften berücksichtigt, sofern sie wahrscheinlich genutzt werden können. Sie werden nicht gebildet, wenn die temporäre Differenz aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus einem erstmaligen Ansatz anderer Vermögenswerte und Schulden in einer Transaktion, die kein Unternehmenszusammenschluss ist, entsteht, die sich weder auf das steuerliche noch auf das IFRS-Ergebnis auswirkt. Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften, Verlustvorträge oder anderweitig passive latente Steuern verrechnet werden können. Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen werden keine passiven latenten Steuern gebildet, da sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Bei der Bildung werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die voraussichtlich in den Jahren gelten werden, in denen sich die temporären Differenzen umkehren bzw. ausgleichen werden. Die Auswirkungen von Änderungen von Steuersätzen auf aktive und passive latente Steuern werden in dem Zeitpunkt berücksichtigt, in dem die Änderung rechtskräftig beschlossen oder gesetzlich angekündigt wurde. Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst mit Ausnahme derer, die sich auf Sachverhalte beziehen, die direkt im sonstigen Ergebnis oder im übrigen Eigenkapital erfasst worden sind. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein Rechtsanspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Dementsprechend werden auch aktive und passive latente Steuern innerhalb der steuerlichen Organschaften miteinander verrechnet. Für unsichere Ertragsteuerpositionen wird eine Steuerverbindlichkeit gebildet beziehungsweise bei Bestehen eines Verlustvortrags oder Steuervergünstigung die darauf entfallende aktive latente Steuer entsprechend reduziert. IFRIC 23 stellt die Anwendung von Ansatz- und Bewertungsvorschriften des IAS 12, wenn Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung besteht, klar. Für den Ansatz und die Bewertung sind Schätzungen und Annahmen zu treffen, zum Beispiel ob eine Einschätzung gesondert oder zusammen mit anderen Unsicherheiten vorgenommen wird, ein wahrscheinlicher oder erwarteter Wert für die Unsicherheit herangezogen wird und ob Änderungen im Vergleich zur Vorperiode eingetreten sind. Das Entdeckungsrisiko ist für die Bilanzierung unsicherer Ertragsteuerpositionen unbeachtlich. Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme, dass die Steuerbehörden den fraglichen Sachverhalt untersuchen und ihnen alle relevanten Informationen vorliegen. Finanzinstrumente Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden bilanziell erfasst, wenn eine Gesellschaft der Syntegon-Gruppe Vertragspartei des Finanzinstruments gem. IAS 32 wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen ist für die erstmalige Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag entscheidend. Zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes sind finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und entsprechend der Vorschriften des IFRS 9 Finanzinstrumente zu klassifizieren. Sofern die Folgebewertung nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, sind direkt zurechenbare Transaktionskosten beim erstmaligen Ansatz zu berücksichtigen. Die Fair Value Option nach IFRS 9 wird nicht ausgeübt. Hedge-Accounting wird in der Syntegon-Gruppe nicht angewendet. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn ein Rechtsanspruch auf Verrechnung besteht und entweder der Ausgleich als Nettobasis beabsichtigt ist oder der Vermögenswert und die Verbindlichkeit gleichzeitig beglichen werden sollen.
Die finanziellen Vermögenswerte werden, soweit für den Syntegon Konzern relevant, in folgende Bewertungskategorien eingeteilt:
Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die oben genannten Kategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Die initiale Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IFRS 9 durch einen zweistufigen Test, bei dem das Geschäftsmodell zur Verwaltung finanzieller Vermögenswerte sowie die jeweiligen Zahlungsstrombedingungen daraufhin untersucht werden
Die Bestimmung des Geschäftsmodells erfolgte im Berichtsjahr auf Basis der zu diesem Zeitpunkt gültigen Unternehmenssteuerung. Die Finanzinstrumente werden zu diesem Zweck in Gruppen zusammengefasst, denen jeweils ein einheitliches Geschäftsmodell zugrunde liegt. Die Überprüfung der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme wird auf Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden zum Nennwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Vermögenswerte, bei denen die Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf das eingesetzte Kapital sind und die im Rahmen des Geschäftsmodells "Halten" gehalten werden, sind der Kategorie AC ("at amortised cost") zuzuordnen. Bei bestehender Absicht die Zahlungsströme auch aus dem Verkauf der finanziellen Vermögenswerte zu vereinnahmen, also das Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" zugrunde liegt, sind die finanziellen Vermögenswerte in der Kategorie FVOCI ("at fair value through OCI") zu bewerten. Sind die Voraussetzungen des SPPI-Tests nicht erfüllt, so sind die finanziellen Vermögenswerte der Kategorie FVPL ("at fair value through profit and loss") zuzuordnen. Innerhalb der Syntegon-Gruppe bestehen ausschließlich finanzielle Vermögenswerte der Kategorien AC und FVPL. Finanzinstrumente, die in die Kategorie AC einzuordnen sind, sind nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten ("at amortised cost", AC) unter Anwendung der Effektivzinsmethode, zu bewerten. Gewinne und Verluste aus Wertminderungen oder aus der Ausbuchung werden ergebniswirksam erfasst. In diese Kategorie fallen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen sowie übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie FVPL ("at fair value through profit and loss") sind ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sowie Erträge aus diesen Vermögenswerten werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Berichtsjahr gehaltenen Fremdwährungsderivate mit Banken, die die Syntegon-Gruppe hält, sowie Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode einbezogen werden, sind dieser Kategorie zuzuordnen. Für finanzielle Vermögenswerte (ohne Eigenkapitalinstrumente), die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind gemäß IFRS 9 für erwartete Kreditverluste Wertminderungen zu erfassen. Ein Kreditverlust (Ausfall) kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen und der Syntegon-Gruppe somit ein finanzieller Verlust entsteht. Der Umfang der Erfassung erwarteter Verluste richtet sich nach einem dreistufigen Modell. Es wird danach unterschieden, ob sich das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte seit ihrem Zugang wesentlich erhöht hat. Stufe 1 umfasst alle finanziellen Vermögenswerte, bei denen keine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vorliegt. In diesen Fällen sind Kreditverluste bezogen auf die Ausfallwahrscheinlichkeit in den nächsten zwölf Monaten zu erfassen. Bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos des Schuldners wird der finanzielle Vermögenswert der Stufe 2 zugeordnet und die Wertberichtigung wird in Höhe der über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erwarteten Verluste vorgenommen. Eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos wird vermutet, wenn vereinbarte Zahlungen seit mehr als 30 Tagen überfällig sind oder Informationen über eine Verschlechterung der finanziellen Situation des Schuldners vorliegen. Kommen außerdem objektive Hinweise auf das Vorliegen einer Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten hinzu, so wird der (bonitätsbeeinträchtigte) finanzielle Vermögenswert Stufe 3 zugeordnet. Ein Zahlungsverzug von mehr als 90 Tagen, Informationen über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners bis hin zur hohen Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, aber auch bedeutende Veränderungen des ökonomischen, technologischen oder rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Schuldners, können zu einer Zuordnung zu Stufe 3 führen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Darlehensforderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sind der Stufe 1 zugeordnet. Nach IFRS 9 besteht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Leasingverhältnissen ein vereinfachter Ansatz, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen. Danach sind Wertberichtigungen stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu bemessen, unabhängig von der Veränderung des Ausfallrisikos seit Zugang des finanziellen Vermögenswerts. Dabei werden zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte sowie Forderungen aus Leasingverhältnissen auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale zusammengefasst. Die Vertragsvermögenswerte betreffen noch nicht fakturierte laufende Arbeiten und weisen im Wesentlichen die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für die gleichen Vertragsarten auf. Dementsprechend wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass die erwarteten Verlustquoten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen angemessenen Näherungswert der Verlustquoten für Vertragsvermögenswerte darstellen. In der Syntegon-Gruppe werden nicht bonitätsbeeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wertberichtigt auf Basis einer gewichteten, kombinierten Berücksichtigung der Risiken von Branchen (publizierte Branchenrisiken) und Ländern (publizierte Credit Default Swap-Bewertungen), in denen die Syntegon-Gruppe Umsätze erzielt. Branchen- und Länderrisiken werden als entscheidend für die Beurteilung von Ausfallwahrscheinlichkeiten angesehen. Das so ermittelte Ausfallrisiko, gegebenenfalls ergänzt um Parameter, die unserer Einschätzung der aktuellen und künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation Rechnung tragen, wird einheitlich auf alle nicht bonitätsbeeinträchtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte angewendet. Die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls an neue Rahmenbedingungen angepasst. Liegen für Forderungen Informationen über finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners vor, erfolgt eine Einzelfallbetrachtung und es wird eine Wertberichtigung für bonitätsbeeinträchtigte Forderungen berücksichtigt. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt, wenn das Recht auf Zahlung erloschen ist. Dies ist z. B. nach Beendigung eines Insolvenzverfahrens oder nach einer gerichtlichen Entscheidung der Fall. Des Weiteren erfolgt eine Ausbuchung, beispielsweise im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen, wenn Syntegon im Wesentlichen alle Chancen und Risiken aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen hat.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden, soweit für die Syntegon-Gruppe relevant, in folgende Bewertungskategorien eingeteilt:
Die Designation der finanziellen Verbindlichkeiten in die oben genannten Kategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden gegebenenfalls direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Wechselverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehensverbindlichkeiten sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Dabei entstehende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht oder getilgt werden. Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie FVPL ("at fair value through profit and loss") sind ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sowie Aufwendungen aus diesen Vermögenswerten werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Berichtsjahr gehaltenen Fremdwährungsderivate mit Banken, die die Syntegon-Gruppe hält, sind dieser Kategorie zuzuordnen. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wird unterstellt, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen Die erstmalige Erfassung von Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, erfolgt zu Anschaffungskosten. Zum Erwerbszeitpunkt wird ein Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, sofern eine positive Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil an dem neubewerteten Eigenkapital des assoziierten Unternehmens bzw. des Gemeinschaftsunternehmens entsteht. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlage einbezogen. Syntegon überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Hinweise auf Wertminderungen bzw. Wertaufholungen bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen vorliegen. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag einer Beteiligung, wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus den beiden Beträgen aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert. Eine Wertaufholung wird dann vorgenommen, wenn objektive Hinweise auf eine Werterhöhung vorliegen. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen, unter Ausnahme der Leasing-Nutzungsrechte, wird entsprechend IAS 16 Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie außerplanmäßige Wertminderungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden über den wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear vorgenommen. Das Wahlrecht zur Verwendung des Neubewertungsmodells nimmt die Syntegon-Gruppe nicht in Anspruch. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethode der Vermögenswerte werden mindestens zu jedem Stichtag überprüft. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Bandbreiten für die Nutzungsdauern zugrunde:
Darüber hinaus werden Sachanlagen bei Indikation gemäß IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten auf Wertminderungen geprüft (Impairment Test). Sofern der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist, werden entsprechend außerplanmäßige Wertminderungen erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert des Vermögenswertes. Der beizulegende Zeitwert ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Konditionen erzielbare Betrag. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Soweit den einzelnen Vermögenswerten keine Zahlungsmittelzuflüsse unmittelbar zugeordnet werden können, werden Vermögenswerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammengefasst. Der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit wird anschließend mit deren Buchwerten verglichen, um so den Betrag der potenziellen außerplanmäßigen Wertminderung zu ermitteln. Die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird anschließend auf einzelne Vermögenswerte allokiert. Wertaufholungen erfolgen, wenn die Gründe für eine außerplanmäßige Wertminderung aus den Vorjahren entfallen sind. Diese dürfen die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigen, die sich ergeben hätten, wäre die außerplanmäßige Wertminderung nicht erfasst worden. Reparaturkosten werden erfolgswirksam erfasst. Beim Verkauf oder Abgang von Sachanlagen werden die Anschaffungskosten und die aufgelaufene Abschreibung sowie Wertminderungen ausgebucht und ein sich ergebender Gewinn oder Verlust erfolgswirksam ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen sowie gegebenenfalls in der Periode erfasste Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen werden entsprechend den Bereichen, in denen die Vermögenswerte genutzt werden, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Fremdkapitalkosten Zuordenbare Fremdkapitalkosten, die dem Bau, dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts direkt zuordenbar sind, liegen nicht vor. Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Leasing Syntegon beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder nicht. Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand der Syntegon-Gruppe zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht mit einer entsprechenden Verbindlichkeit aus Leasingverhältnissen bilanziert. Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses angesetzt. In die Leasingzahlungen werden neben fixen Zahlungen für die Leasingkomponenten und für Nicht-Leasingkomponenten auch variable Leasingzahlungen einbezogen, soweit diese auf einem Index oder einem Zinssatz beruhen. In diesem Zusammenhang nimmt die Syntegon-Gruppe das Wahlrecht in Anspruch, die Zahlungen für Nicht-Leasingkomponenten grundsätzlich als Leasingzahlungen zu berücksichtigen. In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Weitergehend sind Beträge, die im Rahmen von Restwertgarantien voraussichtlich zu entrichten sind, sowie Strafzahlungen für eine Kündigung des Leasingverhältnisses, sofern in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Leasingnehmer eine Kündigungsoption wahrnehmen wird, in die Bewertung einbezogen. Sollte Syntegon mit hinreichender Sicherheit eine Kaufoption ausüben, ist der Ausübungspreis entsprechend in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit zu berücksichtigen. Leasingzahlungen werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden impliziten Zinssatz abgezinst, sofern dieser bestimmbar ist. Andernfalls - und dies ist in der Regel bei der Syntegon-Gruppe der Fall - erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, der der Währung und Laufzeit des jeweiligen Vertrags entspricht. Jede Leasingzahlung wird in einen Tilgungs- und Finanzierungsanteil aufgeteilt. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert. Die Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit wird unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden auch Kündigungsoptionen und Verlängerungsoptionen berücksichtigt, soweit deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wird. Wesentliche Leasingverhältnisse der Syntegon-Gruppe existieren im Bereich Immobilien, Fahrzeuge und Ausstattung - die Restlaufzeiten der Leasingverhältnisse in den Bereichen Fahrzeuge und Ausstattung betragen durchschnittlich 2 - 3 Jahre. Nutzungsrechte werden bei Beginn des Leasingverhältnisses zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrundeliegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht des Konzerns hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswerts. Die Abschreibung des Nutzungsrechts ist gemäß IAS 1 in den jeweiligen Funktionsbereichen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen. Leasingverhältnisse über als Finanzinvestition gehaltene Immobilien nach IAS 40 bestehen in der Syntegon-Gruppe nicht. Syntegon nimmt von den Anwendungserleichterungen hinsichtlich geringwertiger Leasinggegenstände ("low-value items") und Leasingverhältnisse mit Laufzeit nicht länger als zwölf Monate ("Short term") Gebrauch. Immaterielle Vermögenswerte Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist und sich die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig bestimmen lassen. Diese Vermögenswerte werden in Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für immaterielle Vermögenswerte beträgt in der Regel vier bis zehn Jahre. Bei aus Unternehmenserwerben bilanzierten immateriellen Vermögenswerten wie Technologien, Markenlizenzen sowie Kundenstamm beträgt die Nutzungsdauer zehn bis 35 Jahre. Bei konkreten Anhaltspunkten werden abnutzbare immaterielle Vermögenswerte zudem auf Werthaltigkeit überprüft.
Übersteigt bei einem Unternehmenserwerb der Kaufpreis das anteilige mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzte Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs, so kann hieraus ein Geschäfts- oder Firmenwert entstehen. Geschäfts- oder Firmenwerte sind auf Ebene ihrer zahlungsmittelgenerierenden Einheit jährlich auf Werthaltigkeit zu prüfen. Sofern der Buchwert des Reinvermögens der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den höheren Wert aus dem Nutzungsrecht und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten übersteigt, sind Wertminderungen nach IAS 36 vorzunehmen. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern regelmäßig auf Wertminderungen hin geprüft (Impairment Test). Eine außerplanmäßige Wertminderung wird gemäß IAS 36 vorgenommen, sofern der erzielbare Betrag des Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Soweit den einzelnen Vermögenswerten keine Zahlungsmittelzuflüsse unmittelbar zugeordnet werden können, werden Vermögenswerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammengefasst. Der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit wird anschließend mit deren Buchwert verglichen, um so den Betrag der potenziellen außerplanmäßigen Wertminderung zu ermitteln. Die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird anschließend auf einzelne Vermögenswerte allokiert. Entsprechende Wertaufholungen erfolgen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Wertminderung aus den Vorjahren entfallen sind. Ausgenommen ist die Wertaufholung für den abgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwert. Entwicklungskosten sind Kosten für den Transfer von Forschungsergebnissen oder anderen Erkenntnissen auf einen Plan oder Entwurf für die Schaffung von neuen oder für die wesentliche Verbesserung von bestehenden Produkten oder Verfahren. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn die in IAS 38.57 aufgeführten Kriterien kumulativ erfüllt sind. Unter anderem muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des betreffenden immateriellen Vermögenswerts gegeben sein, so dass er genutzt oder verkauft werden kann. Des Weiteren müssen die Absicht sowie die Fähigkeit der Fertigstellung und der Nutzung oder des Verkaufs gegeben sein. Darüber hinaus muss aus dem immateriellen Vermögenswert ein wirtschaftlicher Nutzen für das Unternehmen resultieren. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft linear über den Produktlebenszyklus von in der Regel zehn Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen selbsterstellter immaterieller Vermögenswerte des Anlagevermögens in Form von Entwicklungskosten die zur Veräußerung bestimmter Produkte führen, werden in den Herstellungskosten des Umsatzes ausgewiesen. Die Werthaltigkeit der unfertigen Entwicklungsleistungen wird mindestens einmal jährlich überprüft. Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden in dem Funktionsbereich Forschung und Entwicklung ausgewiesen. Forschungskosten sind Kosten für die eigenständige und planmäßige Suche nach neuen Erkenntnissen, deren Verwendung bei der Entwicklung von neuen oder bei der Verbesserung von bestehenden Produkten und Verfahren beabsichtigt ist. Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden im Zeitpunkt ihres Anfalls aufwandswirksam erfasst. Bisher als Aufwand verbuchte Entwicklungskosten werden nicht als Vermögenswert in einer Folgeperiode erfasst. Vorräte Die Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Leistungen, fertige Erzeugnisse und Handelswaren sowie geleistete Anzahlungen. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Anwendung der Durchschnittsmethode. Neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen beinhalten die Herstellungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen unter der Annahme einer Normalauslastung, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Bestands- und Vertriebsrisiken, die sich aus der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert der Vorräte berücksichtigt, sofern dieser unter den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten liegt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der Erlösschmälerungen, der Vertriebseinzelkosten und der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung. Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte und Überbestände auf ihren niedrigeren Nettoveräußerungswert erfolgswirksam vorgenommen. Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und Schulden Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und Schulden werden als zur Veräußerung vorgesehen klassifiziert, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird und der Verkauf höchst wahrscheinlich ist. Sie werden gemäß IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet, sofern nicht ein anderer Standard eine abweichende Bewertung vorschreibt. Sobald immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen als zur Veräußerung eingestuft werden, werden sie nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Ver pflichtungen Die Unternehmen in der Syntegon-Gruppe verfügen über verschiedene Pensionspläne. Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen sowie Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen werden bei Fälligkeit als Aufwand für Leistungen an Mitarbeiter der Periode erfasst. Vorausbezahlte Beiträge werden als Vermögenswert in dem Maße erfasst, in dem eine Rückerstattung in bar oder eine Verminderung der zukünftigen Zahlungen erfolgen wird. Die Bewertung von Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen erfolgt nach IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von erwarteten Gehalts- und Rentensteigerungen. Bei inländischen Konzerngesellschaften werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Im Ausland werden ebenfalls landesspezifische Rechnungsgrundlagen und Parameter angewandt. Externe Planvermögen, die angelegt sind, um die Zusagen zu decken, werden mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet, sofern die Voraussetzungen gegeben sind. Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends von den unterstellten Rechnungsparametern sowie Änderungen der Annahmen aus Neubewertungen leistungsorientierter Pensionszusagen führen zu versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten. Diese Gewinne oder Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst und als solches in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die kumulierten Neubewertungen sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und in der Konzern-Bilanz in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Neubewertungen dürfen in Folgeperioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Der Saldo aus leistungsorientierter Verpflichtung und Planvermögen (Nettopensionsverpflichtung) wird mit dem der Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung zugrundeliegenden Rechnungszins verzinst. Die daraus resultierenden Nettozinsaufwendungen bzw. -erträge werden erfolgswirksam im Finanzergebnis in den Zinsaufwendungen bzw. -erträgen ausgewiesen. Laufender und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, der sich aus Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen durch Planänderungen oder Plankürzungen ergibt, wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und innerhalb der Funktionsbereiche ausgewiesen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird zum jeweils früheren der folgenden Zeitpunkte erfolgswirksam erfasst:
Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus Ertragsteuern und sonstigen Steuern. Die latenten Steuern werden in separaten Positionen der Bilanz ausgewiesen. Übrige Rückstellungen Innerhalb der übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen Rückstellungen für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten aus einem vergangenen Ereignis ausgewiesen, sofern ein Mittelabfluss wahrscheinlich und hinsichtlich seiner Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Dabei ist bei der Ermittlung der Verpflichtung das inhärente Risiko und etwaige Unsicherheiten zu berücksichtigen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. In diesen Fällen wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellung als Zinsaufwand erfasst. Die Abzinsung erfolgt mit dem fristen- und risikoadäquaten Kapitalmarktzinssatz. Restrukturierungsrückstellungen werden angesetzt, wenn eine faktische Verpflichtung zur Durchführung von Restrukturierungsmaßnahmen gemäß den Kriterien IAS 37.72 vorliegt. Bei der Beurteilung, ob die Kriterien für eine Restrukturierung erfüllt sind, berücksichtigt Syntegon ob und inwieweit bei den Betroffenen die gerechtfertigte Erwartung hervorgerufen worden ist, dass eine Restrukturierung durchgeführt wird. Restrukturierungsrückstellungen beinhalten direkt im Zusammenhang mit der Restrukturierung stehende Kosten für Abfindungszahlungen, Verluste aus belastenden Verträgen und Rechts- und Beratungskosten, die in einem direkten Zusammenhang mit der Restrukturierung stehen. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen, Jubiläumsgelder sowie für Verpflichtungen aus Langzeitkonten werden analog der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 aufgrund von versicherungsmathematischen Gutachten beziehungsweise aufgrund analoger Parameter ermittelt und bewertet. Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends von den unterstellten Rechnungsparametern sowie Änderungen der Annahmen führen zu versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten, die erfolgswirksam in den Funktionsbereichen gezeigt werden. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Zur Deckung der Altersteilzeitverpflichtungen sowie zur Deckung der Verpflichtungen aus Langzeitkonten wurden Garantien abgeschlossen. Diese Garantien stellen kein Planvermögen im Sinne von IAS 19 dar und führen zu keinem bilanziellen Ausweis. Den Rückstellungen für Gewährleistungen werden regelmäßig interne und externe Kosten des individuellen Garantiefalls zugrunde gelegt. Dies setzt einen einzelnen, konkreten Garantiefall voraus. Daneben werden Rückstellungen auf Basis von Erfahrungswerten aus Vorjahren gebildet. Für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden, sofern aufgrund vergangener Ereignisse die unvermeidbaren Kosten der Vertragserfüllung über dem wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag liegen, Rückstellungen gebildet. Neben den inkrementellen Kosten werden auch dem Vertrag direkt zurechenbare Gemeinkosten berücksichtigt. Abgegrenzte Schulden werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand nur aktiviert, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Zuwendungen für Vermögenswerte werden bei der Ermittlung des Buchwertes der Vermögenswerte abgezogen. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen, die die Zuwendungen kompensieren sollen. Zuwendungen für künftige Aufwendungen werden als passivischer Abgrenzungsposten erfasst. Im Berichtsjahr gab es erfolgswirksam erfasste Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 1.055 TEUR (Vj. 1.590 TEUR). Zuwendungen für künftige Aufwendungen gab es weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr. Änderung der Methodik zur Darstellung der erhaltenen und gezahlten Zinsen innerhalb der Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung der Syntegon-Gruppe zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel im Laufe des Geschäftsjahres basierend auf der indirekten Methode nach IAS 7.18. Gemäß IAS 7 Kapitalflussrechnungen werden die Zahlungsströme nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit getrennt. Zum 31. Dezember 2022 zeigt der Konzern erstmalig die zahlungswirksamen Zu- und Abflüsse aus den erhaltenen und gezahlten Zinsen innerhalb der Kapitalflussrechnung als Finanzierungstätigkeit und nicht mehr als Zu- und Abflüsse aus betrieblichen Tätigkeiten. Dies führt zu einer freiwilligen Änderung einer Rechnungslegungsmethode nach IAS 8.19(b). Der Konzern ist mit der Neugestaltung der Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung der Syntegon Holding GmbH (Anhang 20) von einem festverzinslichen Darlehen gegen Bar- oder Sachleistung (Payment-in-Kind) zu einem variabel verzinslichen Darlehen gewechselt und zahlt erstmalig regelmäßig ab dem 1. Januar 2022 angefallene Zinsen. Bisher kapitalisierte Zinsen der Vorjahre wurden 2022 vollständig zurückbezahlt. Erhaltene Zinsen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Einlage von überschüssigen Zahlungsmitteln (Anhang 20) zur direkten Absicherung eines Darlehens zur Finanzierung der Syntegon Technology GmbH. Der Konzern hat festgestellt, dass die Änderung des Ausweises der erhaltenen Zinsen zu den Finanzierungstätigkeiten im Einklang mit der Darstellung der Zahlungsabflüsse zur Besicherung des Darlehens (Einlage) und Zahlungszuflüsse für die Darlehensauszahlungen (Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten) steht. Insgesamt führt dies zu einer Vermittlung von zuverlässigeren und relevanteren Informationen. Die freiwilligen Änderungen werden in der Vergleichsperiode rückwirkend angewendet und innerhalb der Kapitalflussrechnung kenntlich gemacht. Auswirkungen auf Posten der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung ergeben sich hieraus nicht. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen Die Erstellung von Abschlüssen nach IFRS erfordert das Treffen von Annahmen und Schätzungen. Diese können Einfluss auf die Bewertung und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie auf die Art und den Umfang der Eventualverbindlichkeiten im Berichtszeitraum haben. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen können. Schätzungen und Annahmen beziehen sich insbesondere auf die nachfolgend dargestellten Sachverhalte. Die Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie von Vertragsvermögenswerten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfolgt auf Grundlage der Einschätzung von erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte basiert auf Schätzungen und Annahmen hinsichtlich der Risiken der Branchen und Länder entsprechender Kundenportfolios. Dabei stützt sich die Syntegon-Gruppe auf publizierte Branchenrisiken sowie publizierte Credit Default Swaps. Des Weiteren wird die Einschätzung des Managements hinsichtlich der aktuellen und künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation berücksichtigt. Wichtige Ermessungsentscheidungen betreffen auch die Identifizierung und Bestimmung des Zeitpunktes oder Zeitraumes der Erfüllung der vertraglichen Leistungsverpflichtungen aus Kundenverträgen und die Ermittlung des Transaktionspreis aus Kundenverträgen. Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, des Sachanlagevermögens sowie der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen und der Beteiligungen werden diskontierte zukünftige Zahlungsströme zugrunde gelegt, die mit Schätzungen verbunden sind. Außerdem werden Diskontierungszinssätze sowie Wachstumsfaktoren unter Annahmen ermittelt. Des Weiteren werden wirtschaftliche Nutzungsdauern des abnutzbaren Sachanlagevermögens sowie immaterieller Vermögenswerte unter Annahmen bestimmt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem immateriellen Vermögenswert dem Unternehmen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließt. Die Beurteilung des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens unterliegt den Annahmen und Schätzungen des Managements. Die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 Leasingverhältnisse ist unter anderem von den Laufzeiten der Leasingverhältnisse abhängig. Bei deren Bestimmung werden sämtliche Tatsachen und Umstände im Hinblick auf die Ausübungswahrscheinlichkeit von Kündigungs- und Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Die Bilanzierung aktiver latenter Steuern erfolgt unter der Voraussetzung, dass ihre zukünftige Realisierung wahrscheinlich ist. Dies erfordert das Treffen von Annahmen in Bezug auf künftig erwirtschaftete steuerpflichtige Gewinne sowie den Zeitpunkt, zu dem sich temporäre Bewertungsdifferenzen voraussichtlich umkehren werden. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Verschiedene Annahmen sind hier erforderlich, insbesondere im Zusammenhang mit der Lebenserwartung sowie der künftigen Gehaltsentwicklung und Rentendynamik. Darüber hinaus sind für die Beurteilung der Werthaltigkeit des Vorratsvermögens sowie für die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen Schätzungen vorzunehmen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen basieren auf Erfahrungswerten und werden fortlaufend überprüft und gegebenenfalls angepasst. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt. Die Bewertung von Vorräten erfordert Annahmen und Schätzungen, unter anderem in Bezug auf die Ermittlung des Nettoveräußerungswertes. Aufgrund der weiterhin nicht vollständig absehbaren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und globalpolitischer Unruhen unterliegen insbesondere die Annahmen und Schätzungen, die zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte, der latenten Steuern und der Vorräte sowie zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen und weiterer Rückstellungen getroffen wurden, einer Unsicherheit. Wesentliche Auswirkungen resultierten hieraus im Berichtsjahr 2022 nicht. Im Rahmen der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie von Vertragsvermögenswerten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurden die erwarteten Ausfallrisiken unter Berücksichtigung von Branchenrisiken für das Geschäftsjahr 2022 ermittelt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung.1 Umsatzerlöse Umsatzerlösströme
Die Syntegon-Gruppe erwirtschaftet Umsatzerlöse hauptsächlich aus dem Verkauf von Prozess- und Verpackungstechnik, Ersatzteilen und der Erbringung von Service- und Dienstleistungen. Dabei verteilen sich die Umsatzerlöse auf die Lieferungen und Leistungen und Servicedienstleistungen wie folgt:
Die Umsatzerlöse aus Servicedienstleistungen enthalten ausschließlich Umsatzerlöse aus Dienstleistungen. Umsatzerlöse aus dem Ersatzteilgeschäft sind in den Umsatzerlösen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Aufgliederung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden Die Umsatzerlöse wurden in den folgenden Regionen erwirtschaftet: Die Umsatzrealisierung erfolgt sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen; eine Aufteilung ist in der nachfolgenden Tabelle getrennt nach den Divisionen dargestellt:
Der Umsatzrückgang in der Division Pharma ist im Wesentlichen durch das Auslaufen von COVID-19-Sondereffekten bedingt, wird jedoch von Zuwächsen in der Division Food kompensiert. Der gesamte Transaktionspreis, der den zum Bilanzstichtag nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen aus kurz- und langfristigen Kundenverträgen mit Erlöserfassung über einen Zeitraum zuzuordnen ist, beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 571.335 TEUR (Vj. 428.895 TEUR). Die Unternehmensführung rechnet damit, dass 89 % (Vj. 92 %) dieses Transaktionspreises in der nächsten Berichtsperiode als Erlös erfasst wird, der Rest in der darauffolgenden Berichtsperiode. 2 Vertriebs- und Verwaltungskosten
Die Vertriebs- und Verwaltungskosten enthalten insbesondere Personal- und Sachkosten, Abschreibungen, Kundendienst-, Logistik-, Marktforschungs-, Verkaufsförderungs-, Versand-, Werbe- und Garantiekosten. Die Neugestaltung der Vertriebs- und Verwaltungsbereiche für die Optimierung der Prozesse ist in 2022 durchgeführt worden und in der der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022 beinhaltet. Um die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vorjahr unter der Fortführung der bisherigen Gestaltung der Funktionsbereiche herzustellen, wären die Herstellungskosten des Umsatzes um 3.772 TEUR niedriger, die Vertriebskosten um 11.043 TEUR niedriger, die Verwaltungskosten um 15.821 TEUR höher und die Forschungs- und Entwicklungskosten um 1.006 TEUR niedriger als sie es mit der neuen Struktur und Gestaltung der Funktionsbereiche zum 31. Dezember 2022 sind. Aus der Neugestaltung der Funktionsbereiche ergibt sich kein unmittelbarer Ergebniseffekt. Geringere Beratungsaufwendungen zum Vorjahr entlasten die Verwaltungskosten weiter. Ausgangsfrachten aufgrund der Störung der Lieferketten belasteten in 2022 die Vertriebskosten. 3 Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Berichtsjahr auf 49.055 TEUR (Vj. 45.782 TEUR) und beinhalten nicht aktivierte Forschungs- und Entwicklungskosten aber auch Abschreibungen auf Anlagevermögen, sofern nicht den Herstellungskosten des Umsatzes zugeordnet. Weiterhin beinhaltet der Posten Entwicklungsleistungen, die nicht direkt den Kunden zugeordnet werden können. Im Geschäftsjahr wurden 13.134 TEUR (Vj. 15.101 TEUR) Entwicklungskosten aktiviert. Im Vorjahr waren zudem Abschreibungen auf erworbene Technologien sowie auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 6.088 TEUR in den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen. Diese wurden im Berichtsjahr in Höhe von 6.113 TEUR in die Herstellungskosten des Umsatzes umgegliedert, um eine zuverlässigere und relevantere Vermittlung von Informationen zu erzielen. 4 Sonstige betriebliche Erträge
Den Erträgen aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 13.174 TEUR (Vj. 10.862 TEUR) stehen Aufwendungen in Höhe von 11.670 TEUR (Vj. 9.115 TEUR) gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Die Währungsgewinne sind im Wesentlichen im Lieferungs- und Leistungsverkehr entstanden. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus weiterbelasteten Kosten an Dritte, wie z. B. IT- und Speditionskosten sowie Rückerstattungen von Versicherungen. Aus Ergebnisabführungsverträgen entstanden Erträge in Höhe von 2.376 TEUR (Vj. 2.586 TEUR) mit der nicht konsolidierten Einheit Valicare GmbH. 5 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Den Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 11.670 TEUR (Vj. 9.115 TEUR) stehen Erträge aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 13.174 TEUR (Vj. 10.862 TEUR) gegenüber. Die Währungsverluste sind im Wesentlichen im Lieferungs- und Leistungsverkehr entstanden. 6 Finanzergebnis
Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus den Gesellschafterdarlehen der Platin2025 Acquisition S.à.r.l., Luxemburg, sowie Zinsaufwendungen aus Kreditlinien und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Anhang 20). Das Finanzergebnis ist aufgrund der Anpassung des Buchwerts des bisherigen Gesellschafterdarlehens an die Syntegon Holding GmbH um 12.070 TEUR zusätzlich belastet. Weitere Details sind den Kapiteln 20, 29 und 30 zu entnehmen. 7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der Rechtslage in den einzelnen Ländern zum voraussichtlichen Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für deutsche Unternehmen gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15 % (Vj. 15 %). Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5 % (Vj. 5,5 %) und der für in Deutschland erzielte Gewinne zu entrichtenden Gewerbesteuer ergibt sich ein Gesamtsteuersatz von 29 % (Vj. 29 %). Die Steuersätze außerhalb Deutschlands liegen zwischen 14,12 % und 34 % (Vj. 14,12 % bis 34 %). Zum 31. Dezember 2022 sind die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern folgenden Posten zuzuordnen:
Bezüglich der Art der temporären Unterschiede und der Art noch nicht genutzter steuerlicher Verlustvorträge und noch nicht genutzter Steuergutschriften ergeben sich vor und nach Saldierung die oben in der Tabelle dargestellten aktiven und passiven latenten Steuern. Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern bilanziert worden sind, bestehen in Höhe von 196.104 TEUR (Vj. 132.070 TEUR). Davon werden 6.437 TEUR (Vj. 4.819 TEUR) in den kommenden drei Jahren verfallen. In 2022 wurden keine latenten Steuern auf Steuergutschriften gebildet. Wertberichtigungen wurden im Wesentlichen auf die aktiven latenten Steuern der japanischen Einheit vorgenommen, da deren Nutzung in den kommenden Jahren nicht wahrscheinlich ist. Auf einbehaltene, bereinigt um nach lokalrechtlichen Anforderungen nicht ausschüttungsfähige, Gewinne bei ausländischen Tochterunternehmen in Höhe von 134.057 TEUR (Vj. 88.952 TEUR) sind keine passiven latenten Steuern berechnet worden. Bei Ausschüttung sind die Gewinne zu 5 % der deutschen Besteuerung zu unterwerfen; gegebenenfalls würden ausländische Quellensteuern anfallen. Darüber hinaus wären bei Ausschüttung der Gewinne eines ausländischen Tochterunternehmens an eine ausländische Zwischenholding gegebenenfalls weitere ertragsteuerliche Konsequenzen zu beachten. Im Geschäftsjahr werden latente Steuern in Höhe von -1.565 TEUR (Vj. -7.631 TEUR) ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese entfallen im Berichtsjahr sowie im Vorjahr vollständig auf die Änderung versicherungsmathematischer Parameter gemäß IAS 19. Basis für den erwarteten Ertragsteueraufwand ist der deutsche Steuersatz von 29 %. Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
Die periodenfremden Effekte in Höhe von 6.013 TEUR (Vj. 5.277 TEUR) betreffen im Wesentlichen Quellensteuern. 8 Weitere Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die folgende Tabelle veranschaulicht den Personalaufwand:
Die Erfassung in den Umsatz- bzw. Funktionskosten erfolgt gemäß der Zuordnung der entsprechenden Personalkosten zu den Funktionsbereichen. Die folgende Tabelle veranschaulicht den Materialaufwand:
Angaben zu Abschreibungen sind in den Erläuterungen zum Anlagevermögen enthalten. Erläuterungen zur Bilanz.9 Langfristige übrige finanzielle Vermögenswerte
Das Festgeld bei Kreditinstituten besteht vollumfänglich in China und weist eine Restlaufzeit von bis zu sechs Jahren auf. Dieses wurde als Sicherung eines Bankdarlehens hinterlegt, ist aber weder für die Syntegon-Gruppe noch für das Tochterunternehmen kurzfristig zugänglich (Restricted Cash). Neben dem oben genannten Festgeld bei Kreditinstituten bestehen keine weiteren Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die zu Anschaffungskosten bewerteten nicht konsolidierten Tochtergesellschaften. Dazu gehören im Wesentlichen die Syntegon Technology South Africa (Pty) Ltd., Südafrika, Syntegon Technology Ltd., Ägypten, Syntegon Technology Kft., Ungarn, Syntegon Technology SAS, Frankreich sowie Syntegon Technology Ltd., Kanada. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Derivaten und umfassen üblicherweise Standard-Devisentermingeschäfte. Angaben zu Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Forderungen sind im Kapitel Kapital- und Risikomanagement im Abschnitt zu den Kreditrisiken enthalten (Anhang 30). 10 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
Der aggregierte Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen beläuft sich im Berichtsjahr auf 16.392 TEUR (Vj. 15.494 TEUR) und umfasst die folgenden assoziierten Unternehmen:
11 Vertragsvermögenswerte Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Vertragsvermögenswerte:
Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen die Ansprüche der Syntegon-Gruppe auf Gegenleistung für erbrachte, aber zum Abschlussstichtag noch nicht abgerechnete Leistungen aus Auftragsfertigungen vom Verkauf von Prozess- und Verpackungstechnik. Der Wert der Vertragsvermögenswerte zum Bilanzstichtag befindet sich auf Vorjahresniveau. Angaben zu Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte sind im Kapitel Kapital- und Risikomanagement im Abschnitt zu den Kreditrisiken enthalten (Anhang 30). Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen (Anhang 16) umgegliedert, wenn die Rechte vorbehaltlos werden. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden ausstellt und die zu erbringende Leistung vollständig erbracht worden ist. Sonstige Veränderungen resultieren aus der Umgliederung von Projekten, die zu Beginn des Jahres einen Überhang von Vertragsvermögenswerten hatten und unterjährig zu einem Überhang von Vertragsverbindlichkeiten wechseln 12 Sachanlagen und Nutzungsrechte
Planmäßige Abschreibungen werden, in Abhängigkeit von der Art des Vermögenswertes, in den Herstellungskosten des Umsatzes, in den Forschungs- und Entwicklungskosten oder in den Vertriebs- und Verwaltungskosten erfasst. In den Abschreibungen des Berichtsjahres sind außerplanmäßigen Wertminderungen in Höhe von 3.068 TEUR auf ein nicht mehr verwendetes Gebäude beinhaltet. Es wurden keine Wertaufholungen im Berichtsjahr vorgenommen. Die eingegangenen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen betragen 4.166 TEUR (Vj. 3.120 TEUR). Verfügungsbeschränkungen bestehen im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren nicht. In den Geschäftsjahren 2021 und 2022 wurden keine Zuwendungen der öffentlichen Hand von den Anschaffungskosten abgezogen. 13 Immaterielle Vermögenswerte
Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen den Kundenstamm in Höhe von 134.052 TEUR (Vj. 139.242 TEUR), Technologien in Höhe von 42.395 TEUR (Vj. 48.074 TEUR) und Trademarks in Höhe von 10.499 TEUR (Vj. 10.908 TEUR) sowie Software in Höhe von 4.535 TEUR (Vj. 4.119 TEUR). Währungsbedingte Veränderungen sind in den Restbuchwerten der erworbenen immateriellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2022 beinhaltet. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte betreffen aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von 38.499 TEUR (Vj. 26.329 TEUR) und selbst erstellte Software in Höhe von 3.196 TEUR (Vj. 592 TEUR). Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte werden, in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes, in den Herstellungskosten des Umsatzes oder in den Vertriebs- und Verwaltungskosten erfasst. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betragen im Berichtsjahr 21.818 TEUR (Vj. 41.866 TEUR) und ergeben sich im Wesentlichen aus Abschreibungen der im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Vermögenswerte. Hierbei entfallen Abschreibungen in Höhe von 11.212 TEUR (Vj. 10.191 TEUR) auf den Kundenstamm, 6.113 TEUR (Vj. 6.088 TEUR) auf Technologien und 774 TEUR (Vj. 355 TEUR) auf Markenlizenzen. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation übernommenen Kundenauftragsbestände für die Divisionen Food und Pharma (Vj. 22.918 TEUR) wurden im Vorjahr vollständig abgeschrieben und fallen daher nicht mehr an. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte verteilen sich auf die Funktionsbereiche wie folgt:
Zur Verbesserung der Darstellungsform sind die in 2022 in Höhe von 6.113 TEUR (Vj. 6.088 TEUR) angefallenen Abschreibungen auf die identifizierten Technologien in den Herstellungskosten des Umsatzes ausgewiesen. Im Vorjahr waren diese Abschreibungen noch in den Funktionskosten Forschung und Entwicklung ausgewiesen. Eine Verbesserung der Darstellungsform des operativen Ergebnisses erforderte die Änderung des Ausweises. Zum 31. Dezember 2022 bestehen keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (Vj. 0 EUR). Der Geschäfts- oder Firmenwert zum Bilanzstichtag in Höhe von 197.607 TEUR (Vj. 194.589 TEUR) verteilt sich auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Food und Pharma, wie folgt:
Die Firmenwerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Eine Wertminderung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegt. Als erzielbarer Betrag wird der beizulegende Zeitwert (Kategorie 3) abzüglich der Kosten der Veräußerung angesetzt. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wird aus den zukünftigen Mittelzuflüssen abgeleitet. Den Mittelzuflüssen liegen Planungsrechnungen mit einem Zeithorizont von vier Jahren zugrunde, die auf einer vom Management verabschiedeten Mittelfristplanung basieren. Die Planungen beruhen auf Erwartungen im Hinblick auf zukünftige Marktanteile, das Wachstum der jeweiligen Märkte sowie die Profitabilität der Erzeugnisse und Dienstleistungen. Mittelzuflüsse jenseits des Planungszeitraums werden unter Berücksichtigung eines erwarteten nachhaltigen Wachstumsfaktors ermittelt. Die für den Werthaltigkeitstest verwendeten Parameter sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Als risikoloser Zins werden 2,07 % (Vj. 0,05 %) und als Marktrisikoprämie 7,5 % (Vj. 7,5 %) angesetzt. Der verwendete typisierte Steuersatz beträgt 24 % (Vj. 24 %). Der jährliche Werthaltigkeitstest bei Geschäfts- oder Firmenwerten wurde auf den Stichtag 30. November 2022 durchgeführt. Wechselkursbedingt betrug der Geschäfts- oder Firmenwert zum 30. November 2022 198.777 TEUR (für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Pharma 148.313 TEUR sowie für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Food 50.464 TEUR). Der Werthaltigkeitstest ergab im Geschäftsjahr keinen Wertminderungsbedarf. Bei allen Geschäfts- oder Firmenwerten hätte weder eine Erhöhung des Diskontierungssatzes vor Steuern um 0,5 Prozentpunkte oder um 1,0 Prozentpunkte noch eine Verminderung des Wachstumsfaktors um 0,5 Prozentpunkte oder um 1,0 Prozentpunkte zu einer Wertminderung geführt. 14 Langfristige übrige Vermögenswerte
Überdeckte Pensionsverpflichtungen bestehen in den USA (5.335 TEUR, Vj. 8.749 TEUR), in Deutschland (1.326 TEUR, Vj. 467 TEUR), in Japan (147 TEUR, Vj. 272 TEUR) sowie in Indien (9 TEUR, Vj. 13 TEUR). In der Schweiz bestanden im Vorjahr überdeckte Pensionsverpflichtungen in Höhe von 881 TEUR. Die sonstigen langfristigen übrigen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 924 TEUR (Vj. 945 TEUR). Der Rückgang der langfristigen übrigen Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus der gesunkenen Überdeckung der Pensionsverpflichtungen. 15 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar. Ausnahmen stellen die Cash-Bestände in den Ländern China (51.997 TEUR, Vj. 90.519 TEUR), Thailand (4.251 TEUR, Vj. 4.602 TEUR), Brasilien (3.776 TEUR, Vj. 2.223 TEUR) und Indien (620 TEUR, Vj. 4.471 TEUR) dar, auf die nur zum Teil zugegriffen werden kann (Restricted Cash). Erläuterungen zur Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind dem Kapitel Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung (Anhang 28) zu entnehmen. Details zum Kreditrisiko sind im Kapitel Kapital- und Risikomanagement (Anhang 30), weitere Angaben zu den Darlehen sind im Kapitel Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen (Anhang 32) enthalten. 16 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 205.411 TEUR (Vj. 195.268 TEUR). Davon bestehen 561 TEUR (Vj. 1.025 TEUR) gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. Zum Stichtag bestanden Forderungen gegenüber nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen in Höhe von 302 TEUR (Vj. 927 TEUR). Weder zum Stichtag noch zur Vergleichsperiode bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Angaben zum Kreditrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Kapitel Kapital- und Risikomanagement (Anhang 30) enthalten. 17 Kurzfristige übrige finanzielle Vermögenswerte
Die Darlehensforderungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Verkäuferdarlehen, das im Rahmen des Verkaufs der Anteile an der Rotzinger Group AG im Vorjahr gewährt wurde. Die Derivate umfassen üblicherweise Standard-Devisentermingeschäfte. Die sonstigen übrigen finanziellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2022 beinhalten unter anderem Rückerstattungsansprüche aus dem Deckungsvermögen der Pensionsverpflichtungen in Deutschland sowie debitorische Kreditoren. Die sonstigen übrigen finanziellen Vermögenswerte enthalten des Weiteren Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 457 TEUR (Vj. 435 TEUR). Weitere Angaben zum Kreditrisiko sind im Kapitel Kapital- und Risikomanagement (Anhang 30), weitere Angaben zu den Darlehen sind im Kapitel zu den Beziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen (Anhang 32) enthalten. 18 Kurzfristige übrige Vermögenswerte
Die Forderungen an Finanzbehörden betreffen erstattungsfähige Aus- und Einfuhrabgaben sowie Umsatzsteuern. Die sonstigen übrigen Vermögenswerte enthalten aktive Rechnungsabgrenzungen für Software Lizenzen, Versicherungen und andere Dienstleistungen sowie Anzahlungen für Messen. Des Weiteren sind Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 900 TEUR enthalten (Vj. 1.019 TEUR). 19 Vorräte
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 50.641 TEUR (Vj. 40.973 TEUR) zum Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertberichtigungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betragen 14.449 TEUR (Vj. 14.527 TEUR). Der Anstieg der Vorräte im Vergleich zum Vorjahr ist auf erhöhte Sicherheitsbestände aufgrund der Störung der Lieferketten zurückzuführen. Verpfändungen des Vorratsvermögens erfolgten nicht. 20 Kurzfristige und langfristige übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Die Syntegon Technology GmbH verfügt über eine Bankkreditlinie bis zu max. 90.000 TEUR, wovon im Berichtsjahr 60.000 TEUR (Vj. 45.000 TEUR) in Anspruch genommen sind. Die Absicherung dieser Bankkreditlinie erfolgt durch die Einlage von überschüssigen Zahlungsmitteln der Syntegon Packaging Technology (Hangzhou) Co., Ltd., China. Die Laufzeit des Darlehens ist gleichlaufend mit der Besicherung bis 2027 bzw. 2028. Die Verzinsung orientiert sich einerseits am EURIBOR und einem Aufschlag, der im Berichtsjahr bei 1,7 % lag. Eine im Vorjahr neu eingeführte revolvierende Kreditlinie mit einer Laufzeit bis Mitte 2028 ist zum Bilanzstichtag in Höhe von 80.000 TEUR (Vj. 0 TEUR) in Anspruch genommen. Dabei handelt es sich um kurzfristige, i. d. R. wenige Monate, Kreditziehungen. Die bisherigen langfristigen Darlehensverbindlichkeiten beinhalteten vier Gesellschafterdarlehen, die von der früheren Platin2025 S.à.r.l. (aufgrund Verschmelzung nun Platin2025 Acquisition S.à.r.l.), Luxemburg, am 30. Dezember 2019 an die Syntegon Holding GmbH (Vj. 464.835 TEUR) sowie an die Syntegon US Holding Inc. (zum 31. Dezember 2022 179.041 TEUR, Vj. 178.797 TEUR) ausgegeben wurden. Die bisherigen Gesellschafterdarlehen an die Syntegon Holding GmbH bestanden aus zwei Tranchen mit Verzinsungen von 5,10 % bzw. 5,40 %. Diese Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2022 durch ein neues Gesellschafterdarlehen ersetzt, dessen Konditionen rückwirkend zum 1. Januar 2022 wirksam sind. Das neue Gesellschaftsdarlehen konsolidiert die zwei bestehenden Tranchen und hat eine Laufzeit von 7 Jahren und 6 Monaten bis Mitte 2029. Der Zinssatz leitet sich am EURIBOR Zinssatz ab, der sich innerhalb der Zinsunter und Obergrenze von 0 % und 0,75 % bewegt, zuzüglich einem Margen und Verwaltungsaufschlag. Die Zinsobergrenze für den EURIBOR hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Das Darlehen ist aktuell mit 4,66 % verzinst. Zins und Tilgungszahlungen erfolgen regelmäßig unter Beachtung einer Ankündigungsfrist. Durch die Einführung der genannten Komponenten erfolgte für diese Darlehen ein Wechsel von rein festverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten zu einer variabel verzinslichen finanziellen Verbindlichkeit. Nach IFRS 9 liegt weder aus quantitativem noch aus qualitativem Aspekt eine substanzielle Modifikation vor, ebenso liegen keine trennungspflichtigen Derivate vor. Die Anpassung des Buchwerts der bisherigen Gesellschafterdarlehen erfolgte im Berichtsjahr ergebniswirksam in Höhe von 12.070 TEUR im Finanzergebnis (Anhang 6). Zum Bilanzstichtag beträgt der Buchwert dieses Darlehens 424.770 TEUR (Vj. 464.835 TEUR). Die Gesellschafterdarlehen an die Syntegon US Holding Inc. sind in 2026 bzw. 2028 zurückzubezahlen und verzinst mit Zinssätzen von 3,01 % bzw. 3,96 %. Zinszahlungen erfolgen regelmäßig. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Berichtsjahr 9.108 TEUR kreditorische Debitoren (Vj. 8.312 TEUR) sowie 1.537 TEUR Cash-Pool Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Unternehmen. Des Weiteren enthalten sie Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 759 TEUR (Vj. 1.501 TEUR). Im Geschäftsjahr sowie in den Vergleichsperioden bestehen neben den beschriebenen Gesellschafterdarlehen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten keine weiteren finanziellen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. 21 Kurzfristige und langfristige übrige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Abgegrenzte Verbindlichkeiten im Personalbereich betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Vergütungs-, Urlaubs- sowie Überstundenmaßnahmen, im Verkaufsbereich insbesondere Zahlungsverpflichtungen aufgrund von zu gewährenden Provisionen. Sonstige abgegrenzte Verbindlichkeiten bestehen für ausstehende Rechnungen und zu gewährende Gutschriften sowie Jahresabschlusskosten. Die Steuerverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Aus-, Einfuhr- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus abzuführender Lohn- und Kirchensteuer. Die abgegrenzten Verbindlichkeiten im Verkaufsbereich beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 964 TEUR. Die sonstigen übrigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 1.113 TEUR (Vj. 2.316 TEUR). Sämtliche abgegrenzte und übrige Verbindlichkeiten sind kurzfristiger Natur.
Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Grunderwerbsteuer für die Grundstücke der deutschen Einheiten. Diese ist im Rahmen der Akquisition der Syntegon Technology Gruppe angefallen. Die Verringerung im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus Zahlungen im Berichtsjahr. Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen insbesondere Verpflichtungen aus geplanten Personalanpassungsmaßnahmen, Jubiläumsvergütungen, Altersteilzeit sowie Lebensarbeitszeitkonten. Im Vertriebsbereich bestehen hauptsächlich Rückstellungen für Garantiefälle, drohende Verluste und Konventionalstrafen. Die langfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Garantiefälle sowie im geringeren Umfang Konventionalstrafen. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr beinhalten diverse Beträge für gegenwärtige Verpflichtungen, die bezüglich ihrer Fälligkeiten und ihrer Höhe noch ungewiss sind. Die Bilanzierung und Bewertung der Rückstellungen unterliegen Schätzungen und Annahmen. Diesbezüglich wird auf das Kapitel zu den wesentlichen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen verwiesen. Die übrigen Rückstellungen haben sich zu den entsprechenden Bilanzstichtagen wie folgt verändert:
Weder zum 31. Dezember 2022 noch zum Vergleichsstichtag bestehen Haftungsverhältnisse oder Eventualverbindlichkeiten. 22 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Mitarbeitern der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes Ansprüche im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung zu. Die Versorgungsleistungen umfassen sowohl bereits laufende Leistungen als auch Anwartschaften aktiver oder ausgeschiedener Mitarbeiter. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Versorgungs- oder Versicherungsträger. Über die Zahlung der Beiträge hinaus bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Bei leistungsorientierten Versorgungssystemen (Defined Benefit Plans) handelt es sich um rückstellungs-, fonds- oder versicherungsfinanzierte Versorgungssysteme. Die Anlage des Planvermögens ist an den zugrundeliegenden leistungsorientierten Versorgungszusagen ausgerichtet. Zu diesem Zweck werden regelmäßig Asset-Liability-Studien durchgeführt. Eine wichtige Steuerungsgröße dabei ist der Finanzierungsstatus. Dieser wird fortlaufend unter Beteiligung externer Experten überwacht. Die Anlagepolitik ergibt sich aus entsprechenden Governance-Richtlinien. Für die Umsetzung der Vermögensanlage sind externe Vermögensverwalter mandatiert. Im Folgenden werden die für die Syntegon-Gruppe bedeutendsten leistungsorientierten Altersvorsorgepläne beschrieben. Diese Pläne unterliegen versicherungsmathematischen Risiken wie Langlebigkeitsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Kapitalmarktrisiken. Deutschland Der am 1. Januar 2006 eingeführte Plan zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist ein beitragsbasierter Vorsorgeplan mit gehaltsabhängigen Beiträgen zum Aufbau von Altersleistungen sowie Zusatzleistungen für Erwerbsminderungs- und Todesfälle. Der Plan ist zum Teil über externe Versorgungsträger finanziert. Der Wert der Vermögenswerte der externen Versorgungsträger wird mit der nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) ermittelten Pensionsverpflichtung verrechnet. Weitere Teile der deutschen Pläne sind durch ein Contractual Trust Agreement (CTA) gedeckt. Während der Anwartschaftsphase werden Firmen- und Mitarbeiterbeiträge bis zur steuerlichen Höchstgrenze dem Vermögen des Pensionsfonds zugeführt. Beiträge, die die steuerliche Höchstgrenze überschreiten, werden der Direktzusage zugewiesen. Die Höhe der Anwartschaft steigt analog zur Performance des Pensionsfonds. Altzusagen wurden in den bAV Plan überführt. Für eine stetig abnehmende Anzahl von Mitarbeitern in der Anwartschaftsphase ist als Übergangsregelung eine feste Verzinsung der Anwartschaft garantiert. Zusatzleistungen für Erwerbsminderungs- und Todesfälle werden aufgrund der Dienstzeitunabhängigkeit der Zusage bilanziell erst nach Eintritt eines entsprechenden Versorgungsfalls erfolgswirksam erfasst. Die erdienten Ansprüche werden bei Renteneintritt, Erwerbsminderung oder Tod in Form von Einmalzahlungen, Ratenzahlungen oder als lebenslange Rente ausgezahlt. Für Renteneintritte ab dem 1. Januar 2016 erfolgt die Rentenauszahlung über den Pensionsfonds als fondsförmige Rente. Aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Einstandspflicht wird der Plan von Rentenbeginn an wie ein beitragsorientierter Plan behandelt. Schweiz In der Schweiz wird ein kapitalgedeckter Pensionsplan, der die Rechtsform einer Stiftung hat, unterhalten. Alle demographischen und finanziellen Risiken werden durch die Stiftung getragen und vom Stiftungsrat regelmäßig beurteilt. Im Falle einer Unterdeckung können Anpassungen wie die Veränderung der Verrentungsfaktoren oder die Erhöhung zukünftiger Beiträge vorgenommen werden. Pensionspläne unterstehen dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Alle Leistungen sind gesetzlich definiert, das BVG bestimmt die Höhe der zu gewährenden Mindestleistungen. Der Pensionsplan erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen. Einzahlungen in den Pensionsplan erfolgen als Firmen- und Mitarbeiterbeiträge. Die Auszahlung der Leistungen erfolgt in Form von lebenslangen Renten oder Einmalzahlungen.
Zur Ermittlung des Abzinsungsfaktors in der Eurozone wurden Anleihen berücksichtigt, die am Bilanzstichtag von mindestens einer der Ratingagenturen mit AA bewertet wurden. Die Ermittlung des Abzinsungsfaktors erfolgt für alle Regionen gemäß IAS 19. Der Gehaltstrend enthält zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Situation und der Inflation geschätzt werden. Die Bewertung der Pensionspläne erfolgt unter Anwendung der aktuellen Sterbetafeln zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres. Die zum 31. Dezember 2022 verwendeten Sterbetafeln sind in der folgenden Tabelle dargestellt: ANGEWANDTE STERBETAFELN IM BERICHTSJAHR
Im Vorjahr wurden die folgenden Sterbetafeln verwendet: ANGEWANDTE STERBETAFELN IM VORJAHR
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung kann für die wesentlichen Regionen wie folgt auf die Rückstellung übergeleitet werden:
Die Entwicklung der Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
* Davon 634 TEUR Übertragungen für Neurentner in WTW-PF Rendit ** Betriebs- und Verpflichtungsübergang des Standorts Viersen auf das von der Rotzinger Group AG beherrschte Unternehmen Hansella GmbH, Viersen, der Syntegon Cartoning - Track & Trace GmbH auf die Rotzinger Group AG, Schweiz, sowie Verpflichtungsübergang zu Bosch
* Davon 1.959 TEUR Übertragungen für Neurentner in WTW-PF Rendit Die Gewinne aus der Änderung finanzieller Annahmen in Höhe von 99.069 TEUR (Vj. 15.046 TEUR) stehen im Zusammenhang mit dem Anstieg des Abzinsungsfaktors. Die Verluste aus dem Planvermögen in Höhe von 70.071 TEUR (Vj. Gewinne in Höhe von 41.081 TEUR) sowie die sonstigen Anpassungen in Höhe von 9.926 TEUR (Vj. 30.041 TEUR) resultieren aus der Kapitalmarktentwicklung. Die Gewinne in Höhe von 9.926 TEUR sind aufgrund ihres begrenzten wirtschaftlichen Nutzens nach IAS 19 nicht ansatzfähig. Das Fondsvermögen setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:
Für Zahlungsmittel, Eigenkapitalinstrumente und Schuldinstrumente liegen Marktpreisnotierungen in einem aktiven Markt vor. Für die übrigen Anlageklassen liegen überwiegend keine Marktpreisnotierungen in einem aktiven Markt vor. In der Kategorie "Sonstige" werden im Wesentlichen Infrastrukturanlagen und Anlagen in Spezialfonds ausgewiesen. Duration und erwartete Fälligkeiten der Pensions verpflichtung Zum 31. Dezember 2022 beträgt die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen 12,5 Jahre (Vj. 15,5 Jahre). Erwartete Fälligkeiten der undiskontierten erwarteten Pensionszahlungen:
Die voraussichtlichen Zuwendungen zum Planvermögen im Geschäftsjahr 2023 betragen 13.207 TEUR (Vj. 12.757 TEUR). Die Zuwendungen zum Planvermögen in 2023 befinden sich somit auf Vorjahresniveau. Die voraussichtlichen direkt zu erbringenden Versorgungsleistungen im Geschäftsjahr 2023 betragen 4.083 TEUR (Vj. 3.858 TEUR). Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung in Bezug auf die versicherungsmathematischen Parameter:
Die Sensitivitätsanalysen der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen basieren auf dem gleichen Verfahren, das für die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses angewandt wurde (Anwartschaftsbarwertverfahren). Es wurde jeweils die Änderung einer Annahme angesetzt und die übrigen Annahmen unverändert gelassen. Mögliche Korrelationseffekte wurden somit nicht berücksichtigt. Beitragsorientierte Versorgungspläne Die Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne betragen 40.517 TEUR (Vj. 38.866 TEUR). Beitragsorientierte Versorgungspläne bestehen in wesentlichem Umfang in Deutschland, in der Schweiz sowie in China und in den USA. Jubiläumsrückstellungen Die Aufwendungen für die Zuführung zu den Jubiläumsrückstellungen betragen -515 TEUR (Vj. 737 TEUR). Altersteilzeitrückstellungen Die Aufwendungen für die Zuführung zu den Altersteilzeitrückstellungen betragen 4.501 TEUR (Vj. 5.557 TEUR). 23 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von 3.629 TEUR (Vj. 3.364 TEUR). Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen aufgrund deren kurzfristigen Art den beizulegenden Zeitwerten. Im Geschäftsjahr 2022, wie auch im Vorjahr, bestehen keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ein Fälligkeitsdatum von mehr als einem Jahr haben. 24 Vertragsverbindlichkeiten Die Vertragsverbindlichkeiten stellen noch nicht erbrachte Leistungsverpflichtungen abzüglich der von Kunden erhaltenen Anzahlungen für die Kundenauftragsfertigung von Prozess- und Verpackungstechnik dar, für die über einen bestimmten Zeitraum Umsatzerlöse realisiert werden.
Die Veränderung der Vertragsverbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aus dem Verhältnis des Fertigstellungsgrads der einzelnen Projekte zum Bilanzstichtag und den dafür zu diesem Zeitpunkt erhaltenen Anzahlungen. Die Vertragsverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021 wurden im Wesentlichen im Geschäftsjahr 2022 als Umsatz erfasst. 25 Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten Die kurzfristigen Ertragsteuerverbindlichkeiten belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 3.363 TEUR (Vj. 8.286 TEUR) und bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Behörden in China. 26 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 25 TEUR. Zum Bilanzstichtag beträgt die Kapitalrücklage 89.601 TEUR (Vj. 89.601 TEUR). Das kumulierte übrige Eigenkapital beinhaltet Währungsumrechnungsdifferenzen sowie versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Neubewertung der Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Es bestehen keine weiteren ausgegebenen Finanzinstrumente oder abgeschlossene Verträge wofür die Bedingungen nach IAS 32 für den Ausweis als Eigenkapital erfüllt werden. 27 Leasingverhältnisse Die Gesellschaften der Syntegon-Gruppe treten im Wesentlichen als Leasingnehmer auf. Die Leasingverträge betreffen überwiegend Grundstücke und Gebäude und Fahrzeuge sowie, in geringerem Umfang, technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und enthalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Sie werden in der Regel für feste Zeiträume geschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen aufweisen. Die in der Bilanz erfassten Nutzungsrechte gliedern sich wie folgt:
Die Nutzungsrechte entwickelten sich wie folgt:
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Aufwendungen aus Leasingverträgen erfasst:
Die gesamten Zahlungsabflüsse aus Leasingverhältnissen für feste und variable Zahlungen, kurzfristige und geringwerte Leasingverhältnisse belaufen sich im Geschäftsjahr auf 6.376 TEUR (Vj. 5.545 TEUR). Eine Fälligkeitsanalyse der Zahlungsabflüsse der Folgejahre ist im Kapitel Liquiditätsrisiken enthalten (Anhang 30). Sonstige Angaben.28 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung der Syntegon-Gruppe zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel im Laufe des Geschäftsjahres basierend auf der indirekten Methode nach IAS 7.18. Gemäß IAS 7 Kapitalflussrechnungen werden die Zahlungsströme nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit getrennt. Mittelzu- und abflüsse für kurzfristige Finanzierungsmaßnahmen mit einer Laufzeit von drei Monaten und weniger werden saldiert dargestellt. Der Ausweis der erhaltenen und gezahlten Zinsen von der Mittelveränderung aus betrieblicher Tätigkeit zu Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit wurde in der Vergleichsperiode rückwirkend freiwillig geändert - wir verweisen zu den Grundlagen der Berichterstattung und zu dem Kapitel freiwillige Änderungen der Rechnungslegungsmethode. Die Vorjahreswerte beziehen sich auf die Werte nach Änderung des Ausweises der gezahlten und erhaltenen Zinsen zu der Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit. Die Mittelzu- und -abflüsse werden ausgehend vom EBIT der Gruppe indirekt abgeleitet. Die hierbei berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten werden um Effekte aus Änderungen des Konsolidierungskreises, sowie währungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds bereinigt. Ebenso werden zahlungsunwirksame Einflüsse eliminiert. Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit betrug zum 31. Dezember 2022 18.748 TEUR (Vj. 170.989 TEUR). Der Rückgang ergibt sich insbesondere aus der Erhöhung des kurzfristigen gebundenen Kapitals im Bereich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übriger Vermögenswerte, Vorräte sowie dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Verbindlichkeiten sowie zahlungswirksamer Veränderungen in den Pensions- und langfristigen Rückstellungen. Erhöhte Ertragsteuerzahlungen belasten weiterhin die Mittelveränderung aus betrieblichen Tätigkeiten. Sofern die Syntegon-Gruppe von Factoring als Form der Finanzierung Gebrauch gemacht hat, werden die Mittelzuflüsse im operativen Cashflow dargestellt. Wir verweisen auf Anhang 29. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit im Berichtsjahr 2022 in Höhe von 32.341 TEUR (Vj. 22.942 TEUR) war im Wesentlichen durch Investitionen in das Anlagevermögen (34.110 TEUR, Vj. 32.080 TEUR) sowie Desinvestitionen in das Anlagevermögen und andere langfristige Vermögenswerte in Höhe von 1.769 TEUR (Vj. 11.120 TEUR) geprägt. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (Anhang 20) im Jahr 2022 beträgt 10.236 TEUR (Vj. 226.930 TEUR). Im Vorjahr waren hier die teilweisen Rückzahlungen der Kapitalrücklage in Höhe von 133.798 TEUR beinhaltet. Der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 55.056 TEUR (Vj. 72.064 TEUR) standen Mittelzuflüsse durch die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 95.004 TEUR (Vj. 45.000 TEUR) gegenüber. Zur Absicherung von Finanzverbindlichkeiten wurden 16.480 TEUR (Vj. 51.738 TEUR) als langfristige Einlage bei einer Bank hinterlegt. Im Berichtsjahr hat die Syntegon-Gruppe vollständig die kapitalisierten Zinsen der Vorjahre getilgt. Zinszahlungen zur Finanzierung der Syntegon-Gruppe sind in Höhe von 31.180 TEUR (Vj. 11.589 TEUR) angefallen. Die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 5.154 TEUR (Vj. 4.840 TEUR) ist leicht über Vorjahresniveau. Währungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds ergeben sich in Höhe von -1.503 TEUR (Vj. 9.364 TEUR) im Berichtsjahr. Die in der Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2022 ausgewiesene Liquidität enthält Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 149.346 TEUR (Vj. 174.678 TEUR). Im Geschäftsjahr 2022 gab es zahlungsunwirksame Investitionen durch den Abschluss von Leasingverträgen in Höhe von 8.083 TEUR (Vj. 4.494 TEUR). Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit während des Geschäftsjahres sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
Die Finanzverbindlichkeiten umfassen zum 31. Dezember 2022 Verbindlichkeiten der Syntegon-Gruppe gegenüber der Platin2025 Acquisition S.à.r.l. in Höhe von 603.811 TEUR (Vj. 643.632 TEUR). 29 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten Nettoergebnis nach Kategorien In der folgenden Tabelle werden die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Auswirkungen aus Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 saldiert dargestellt:
Im Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind das Ergebnis aus Forderungs- und Darlehensbewertung, Fremdwährungsgewinne und -verluste sowie Zinserträge enthalten. Das Nettoergebnis aus den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhaltet Fremdwährungsgewinne und -verluste sowie Zinsaufwendungen. Das Nettoergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beinhaltet das Ergebnis aus Fremdwährungsderivaten. Aus den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten resultieren Gesamtzinserträge in Höhe von 2.669 TEUR (Vj. 1.725 TEUR). Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten führen zu Gesamtzinsaufwendungen in Höhe von 45.613 TEUR (Vj. 34.548 TEUR), wovon sich 38.828 TEUR (Vj. 30.128 TEUR) auf Gesellschafterdarlehen beziehen. Davon wurden im Berichtsjahr 24.151 TEUR (Vj. 6.270 TEUR) bezahlt, 2.607 TEUR (Vj. 19 TEUR) abgegrenzt und 0 TEUR (Vj. 23.839 TEUR) kapitalisiert. Die Gesamtzinsaufwendungen beinhalteten weitere 12.070 TEUR Zinsaufwendungen aus der Anpassung des Buchwerts aufgrund der Neuausgestaltung des bisherigen Gesellschafterdarlehens. Diese wurden im Berichtsjahr ergebniswirksam im Finanzergebnis und in den Gesamtzinsaufwendungen (Anhang 6) erfasst und führen zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen und gleichzeitig zu einer Belastung des Nettoergebnisses aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien bzw. Klassen Die Buchwerte und Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gegliedert nach den Kategorien bzw. Klassen gemäß IFRS 9, stellen sich wie folgt dar:
AC Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised cost) FVPL Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (at fair value through profit or loss) n / a auf Angabe des Zeitwertes wird aufgrund IFRS 7.29(a) verzichtet n / a* aus Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Beteiligungen fallen nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 9
AC Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised cost) FVPL Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (at fair value through profit or loss) n / a auf Angabe des Zeitwertes wird aufgrund IFRS 7.29(a) verzichtet n / a* im Anwendungsbereich von IFRS 16 Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind gemäß IFRS 13 einer Bewertungshierarchie zugeordnet. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Derivate, die auf Stufe 2 basierend auf Marktdaten wie Fremdwährungskursen unter Anwendung der Discounted Cash-Flow-Methode bewertet werden. Die erfolgswirksamen Veränderungen werden im Finanzergebnis erfasst. Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird auf Basis von beobachtbaren Marktdaten wie Aktienkursen, Währungskursen oder Zinskurven ermittelt (Stufe 2). Für die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, approximiert der Buchwert den beizulegenden Zeitwert. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Rechnungen mit den entsprechenden Gutschriften in einem einzigen Arbeitsprozess verarbeitet und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen. Die folgende Tabelle zeigt das verbleibende Kreditrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie das verbleibende Liquiditätsrisiko für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
Das Saldierungspotential der Derivate betrug im Geschäftsjahr 1.130 TEUR (Vj. 957 TEUR). Die Gesellschaften der Syntegon-Gruppe haben Finanzinstrumente als Sicherheit für zahlreiche Kreditaufnahmen verpfändet. Zu weiteren Informationen über die Verpfändung finanzieller und nicht finanzieller Sicherheiten für Kreditaufnahmen wird auf das Kapitel 31 verwiesen. Factoring-Transaktionen mit Übertragung im Wesentlichen aller Chancen und Risiken Die Syntegon-Gruppe ist Vertragspartner von zwei Factoring-Vereinbarungen zum revolvierenden Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden aus über den Zeitraum des Zahlungsziels zahlbaren Entgelten aus Verkäufen. Die Vereinbarungen haben dabei keine feste Laufzeit und können beidseitig mit entsprechender vertraglicher Kündigungsfrist gekündigt werden. Zum 31. Dezember 2022 betrug das Volumen der verkauften und ausgebuchten Forderungen 4.242 TEUR (Vj. 0 TEUR). Die zu veräußernden Forderungen werden unter Beachtung der im Forderungskaufvertrag festgelegten Ankaufskriterien durch freie Entscheidung von Syntegon ausgewählt und den Finanzdienstleistungsunternehmen angeboten. Ein für die jeweilige Risikobeurteilung relevantes Kreditrisiko (Ausfallrisiko) besteht nicht, da es sich dabei um einen echten, regresslosen Forderungsverkauf (true sale) handelt. Eine Rückkaufsverpflichtung seitens Syntegon bzw. ein Rückkaufsrecht des Ankäufers besteht nicht. Die Forderungen werden gegen Zahlung eines Kaufpreisabschlages vollständig auf die Finanzdienstleistungsunternehmen übertragen. Der von der Syntegon-Gruppe zu tragende risikobedingte Maximalverlust ist auf den Kaufpreisabschlag begrenzt, der bei Verkauf von den Finanzdienstleistungsunternehmen einbehalten wird. Alle verkauften Forderungen wurden vollständig ausgebucht, da im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen wurden. Im Ausbuchungszeitpunkt wird der beizulegende Zeitwert der Erstattung der verkauften Forderung abzüglich des variablen Kaufpreisabschlages erfasst und die Differenz zu den verkauften Forderungen aufwandswirksam erfasst. Ein wesentliches anhaltendes Engagement liegt nicht vor. 30 Kapital- und Risikomanagement Kapitalmanagement Vorrangiges Ziel des zentral organisierten Kapitalmanagements ist es, die finanzielle Substanz zu erhalten und somit finanzielle Unabhängigkeit sowie profitables Wachstum sicherzustellen. Die Steuerungssystematik in diesem Zusammenhang verbindet die Wertschaffung mit der Wertsicherung. Die finanzielle Steuerung der Syntegon-Gruppe orientiert sich an den Vorgaben des Anteilseigners CVC. Wesentliche Steuerungsgrößen für die Wertschaffung sind neben dem Umsatzwachstum das adjustierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA). Hinsichtlich der Definition des adjustierten EBITDA wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen. Das interne Berichtswesen richtet sich grundsätzlich nach den IFRS. Die Entwicklung der Steuerungsgrößen ist Maßstab zur Beurteilung des Erfolgs. Zudem dienen sie der Portfoliosteuerung. Des Weiteren werden klassische Bilanz-, Liquiditäts- und Verschuldungskennzahlen im Rahmen des Kapitalmanagements verwendet. Sicherungspolitik und Finanzderivate Das operative Geschäft der Syntegon-Gruppe ist insbesondere von Währungskurs- und Zinsschwankungen betroffen. Auf der Beschaffungsseite bestehen zudem Rohstoffpreisrisiken. Geschäftspolitisches Ziel ist es, diese Risiken durch Sicherungsmaßnahmen zu begrenzen. Die Steuerung erfolgt zentral durch die Konzernmutter der Syntegon-Gruppe. Interne Vorschriften und Richtlinien legen dabei Handlungsrahmen und Verantwortlichkeiten bei Sicherungsvorgängen verbindlich fest. Gemäß diesen Vorschriften dürfen derivative Finanzinstrumente nur im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft sowie der Geldanlage bzw. bei Finanzierungsvorgängen eingesetzt werden. Spekulationsgeschäfte sind nicht zulässig. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt ausschließlich über Banken mit guter Bonität nach dem Rating führender Rating-Agenturen und unter Berücksichtigung der aktuellen Risikobewertungen der Finanzmärkte. Aktuell kommen ausschließlich Standard-Devisentermingeschäfte und in Einzelfällen, im Falle von Finanzmarktrestriktionen (beispielsweise in Brasilien), sogenannte Non Deliverable Forwards (NDF) zum Einsatz. Währungsrisiken Fremdwährungsrisiken entstehen aus zukünftigen Transaktionen und bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die auf einer anderen Währung als der funktionalen Währung der betroffenen Konzernunternehmen basieren. In der Syntegon-Gruppe sind dies überwiegend ausgereichte Darlehen innerhalb der Gruppe, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Kurssicherungen erfolgen ausschließlich über externe Devisentermingeschäfte. Zur Darstellung der resultierenden Währungsrisiken gemäß IFRS 7 wurden für die wichtigsten Fremdwährungen von Syntegon sämtliche monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährung für alle konsolidierten Gesellschaften zum Bilanzstichtag analysiert und Sensitivitätsanalysen für die jeweiligen Währungspaare, bezogen auf das Nettorisiko, vorgenommen. In die Analyse wurden auch Währungsderivate mit einbezogen, da sich Kursänderungen auf den Fair Value und somit auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirken. Es wurde untersucht, wie sich die Veränderung der Risikovariablen "Wechselkurse" ("Terminwechselkurse" im Falle der Devisentermingeschäfte) auf das Ergebnis auswirken würde. Hierbei wurde angenommen, dass der Bestand zum Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Eine Veränderung des EUR um 10 % (ausgehend vom Stichtagskurs bzw. vom Terminkurs zum Stichtag und unter Annahme, dass andere Variablen konstant bleiben) gegenüber den in der Tabelle genannten Fremdwährungen würde sich auf das Ergebnis vor Steuern wie folgt auswirken:
Das dargestellte bilanzielle Währungsrisiko stimmt nicht mit dem wirtschaftlichen überein, das auf Grundlage des geplanten Kapitalflusses ermittelt wird. Zinsrisiken Zinsrisiken in der Syntegon-Gruppe resultieren im Wesentlichen aus variabel verzinsten Bankguthaben sowie seit 2022 auch aus dem variabel verzinsten Gesellschafterdarlehen. Das Zinsänderungsrisiko für dieses Gesellschafterdarlehen ist durch eine Zinsunter- und -obergrenze gesichert (Anhang 20). Zum Bilanzstichtag waren die Zinsrisiken, die aus den Bankguthaben resultieren, nicht gesichert. Gemäß IFRS 7 wurde eine Sensitivitätsanalyse des Zinsrisikos für die genannten Bilanzpositionen vorgenommen, unter Berücksichtigung der Zinsunter- und -obergrenze für das Gesellschafterdarlehen. Dabei wurde untersucht, wie sich die Veränderung der Risikovariablen "Marktzins" um 100 Basispunkte (ausgehend vom Zinssatz zum Stichtag und unter Annahme, dass andere Variablen konstant bleiben) auf das Ergebnis vor Steuern auswirken würde:
Kreditrisiken Das Kreditrisiko beziffert das Risiko eines ökonomischen Verlustes, falls ein Transaktionspartner seiner vertraglichen Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt. Das maximale Kreditrisiko entspricht für jede Klasse von Finanzinstrumenten dem Buchwert der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte. Das Kreditrisiko ergibt sich grundsätzlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Darlehensforderungen. Das Kreditrisiko aus Kundenforderungen wird fortlaufend erfasst und überwacht. In einer internen Anweisung sind Zuständigkeiten und Aufgaben im Rahmen der Kreditverantwortung geregelt. Dies betrifft vor allem die Festlegung der Zahlungsbedingungen, die Festlegung des Kreditlimits, die Freigabe von Lieferungen sowie die Forderungsüberwachung. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind im Wesentlichen geführt bei Banken mit Investmentgrade (entsprechend Risikoklasse 1, schlechtere Risikoklasse 2). Zur Verringerung des Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Rechnungen mit den entsprechenden Gutschriften in einem einzigen Arbeitsprozess verarbeitet und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen. Dieses Vorgehen erfolgt nur, wenn ein Rechtsanspruch auf Saldierung besteht und beabsichtigt ist, den Ausgleich der Forderung auf Basis des Nettobetrags vorzunehmen beziehungsweise die Forderung gleichzeitig mit der dazugehörigen Verbindlichkeit zu begleichen. Darüber hinaus werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise mit einem Eigentumsvorbehalt besichert. In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte (bonitätsbeeinträchtigt und nicht bonitätsbeeinträchtigt) im Geschäftsjahr dargestellt. Für bonitätsbeeinträchtigte Vermögenswerte dienen Einzelwertberichtigungen dazu, ein konkretes, individuelles Ausfallrisiko abzubilden.
Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Forderungen sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Die nachfolgende Tabelle enthält die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vertragsvermögenswerte in der für die Kreditrisiko-Beurteilung relevanten Gliederung:
Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die mögliche Unfähigkeit der Syntegon-Gruppe, bestehende oder künftige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Syntegon-Gruppe ist im Wesentlichen über Gesellschafterdarlehen finanziert. Diese haben eine Laufzeit bis Ende 2026, Ende 2028 und Mitte 2029 und sind endfällig sowie marktüblich verzinst. Die Zinsaufwendungen werden regelmäßig an die Gesellschafterin gezahlt. Syntegon kann die Gesellschafterdarlehen unter Beachtung einer Ankündigungsfrist von drei Geschäftstagen ohne zusätzlich anfallende Gebühren vorzeitig zurückzahlen. Der Gesellschafter kann unter bestimmten Bedingungen, insbesondere falls Syntegon seinen Zahlungsverpflichtungen aus den Darlehensverträgen nicht nachkommt, die Darlehen fällig stellen. Außer über die oben erwähnten Darlehen (Anhang 20) der Gesellschafterin ist die Syntegon-Gruppe über eine zugesagte, zum Bilanzstichtag teilweise in Anspruch (80.000 TEUR, Vj. 0 TEUR) genommene Kredit- sowie eine Garantielinie eines internationalen Bankenkonsortiums finanziert. Die Vereinbarung wurde auf Ebene der Gesellschafterin abgeschlossen und berechtigt die Syntegon GmbH und die Syntegon Techonology GmbH zur Inanspruchnahme. Die neue Kreditlinie hat eine Laufzeit bis Mitte 2028 und zum 31. Dezember 2022 ein Volumen von 150.000 TEUR, während die Garantielinie ein Volumen von 175.000 TEUR beinhaltet. Die Verzinsung der Inanspruchnahme der Kreditlinie orientiert sich einerseits am EURIBOR, wobei ein unterer Grenzwert von 0 % gilt, und an einem Aufschlag, der in Abhängigkeit des Verschuldungsgrads maximal 3,5 % beträgt. Für die Garantielinie gelten die gleichen Rahmenbedingungen, jedoch abweichende Prozentsätze der Verzinsung. Die Finanzierung ist gebunden an einen Financial Covenant, nämlich die Einhaltung eines maximalen Verschuldungsgrades, sofern die Ausschöpfung der Kreditlinie ein vorgegebenes Maß überschritten hat. Im Berichtszeitraum und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts hat bzw. hätte Syntegon diese Anforderung stets deutlich übertroffen. Bei Nichterreichung des vereinbarten Financial Covenants kann eine frühzeitige Rückzahlungsverpflichtung entstehen. Weiterhin besteht eine Bankkreditlinie, die bis zu max. 90.000 TEUR (60.000 TEUR, Vj. 45.000 TEUR) in Anspruch genommen werden kann. Die Laufzeit ist bis Ende 2027 bzw. Mitte 2028. Das Bankdarlehen ist durch die Einlage von überschüssigen Zahlungsmitteln der Syntegon Packaging Technology (Hangzhou) Co., Ltd., China, besichert. Die Entwicklung von Finanzmitteln und -verbindlichkeiten wird fortlaufend überwacht. In internen Richtlinien sind Aufgaben und Zuständigkeiten des Liquiditätsmanagements und der Liquiditätsplanung geregelt. Es bestehen Liquiditätsreserven in Form von kurzfristig verfügbaren Finanzmitteln in Höhe von 149.346 TEUR (Vj. 174.678 TEUR). Zur Verringerung des Liquiditätsrisikos werden Rechnungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden erhaltenen Gutschriften in einem einzigen Abrechnungsprozess verarbeitet. Dieses Vorgehen erfolgt nur, wenn ein Rechtsanspruch auf Saldierung besteht und beabsichtigt ist, den Ausgleich der Verbindlichkeit auf Basis des Nettobetrags vorzunehmen beziehungsweise die Verbindlichkeit gleichzeitig mit der dazugehörigen Forderung zu begleichen. Die undiskontierten Zahlungsabflüsse der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten sind aus den folgenden Tabellen ersichtlich:
In den undiskontierten Zahlungsabflüssen sind Zins- und Tilgungszahlungen enthalten. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind dem frühesten Zeitband zugeordnet. Die variablen Zinszahlungen wurden unter Verwendung des letzten vor dem jeweiligen Bilanzstichtag festgestellten Zinssatzes ermittelt. 31 Als Sicherheiten übertragene Vermögenswerte Die Buchwerte der als Sicherheiten übertragenen Vermögenswerte für kurz- und langfristige Kreditaufnahmen stellen sich wie folgt dar:
Die als Sicherheiten übertragenen Forderungen bestehen auf Einzelgesellschaftsebene gegenüber verbundenen Unternehmen. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden diese im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Die als Sicherheiten übertragenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminiert. 32 Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen Definition nahestehende Unternehmen und Personen Zu den nahestehenden Unternehmen gehören die Gesellschaften der CVC-Gruppe (CVC Capital Partners und ihre direkten und indirekten Tochtergesellschaften) mit Ausnahme der Gesellschaften der Syntegon-Gruppe (im folgenden CVC-Gruppe). Geschäftsvorfälle zwischen der Syntegon Holding GmbH und ihren konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Nahestehende Unternehmen bzw. Personen sind andererseits auch die Gesellschaften, die von Syntegon beherrscht werden, jedoch aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht konsolidiert werden, sowie die at Equity Beteiligungen, das Management in Schlüsselpositionen sowie sonstige nahestehende Unternehmen und Personen. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Im Folgenden werden die erbrachten sowie empfangenen Lieferungen und Leistungen dargestellt: ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Aus Ergebnisabführungsverträgen entstanden Erträge in Höhe von 2.376 TEUR (Vj. 2.586 TEUR) mit der nicht konsolidierten Einheit Valicare GmbH. Des Weiteren sind die folgenden Erträge und Aufwendungen gegenüber der CVC-Gruppe sowie gegenüber den nicht konsolidierten Einheiten der Syntegon-Gruppe in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die Aufwendungen gegenüber der CVC-Gruppe beinhalten die Zinsaufwendungen aus Gesellschafterdarlehen.
* beinhalten 12.070 TEUR Zinsaufwand für die Anpassung des Buchwerts aufgrund Neuverhandlung des Gesellschafterdarlehens Die folgende Tabelle zeigt die Forderungen und Verbindlichkeiten, die gegenüber der CVC-Gruppe sowie nicht konsolidierten und at Equity Gesellschaften der Syntegon-Gruppe bestehen: NICHT KONSOLIDIERTE UND AT EQUITY GESELLSCHAFTEN DER SYNTEGON GRUPPE
CVC-GRUPPE
Die Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen bestehen gegenüber der nicht konsolidierten Tochtergesellschaft Valicare GmbH. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 302 TEUR (Vj. 927 TEUR) gegen Gesellschaften enthalten, welche nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 887 TEUR (Vj. 691 TEUR) gegenüber Gesellschaften enthalten, welche nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Forderungen aus Finanzierungstätigkeiten enthalten im Wesentlichen Darlehen sowie die dazugehörigen Zinsforderungen in Höhe von 31 TEUR (Vj. 22 TEUR) gegenüber nicht konsolidierten Gesellschaften. Sämtliche Darlehen sind kurzfristig; das Darlehen gegenüber der Valicare s.r.o. beläuft sich auf 500 TEUR und ist mit einem Zinssatz in Höhe von 4,8 % verzinst. An die Syntegon Technology South Africa (Pty) Ltd. hat der Konzern ein Darlehen in Höhe von 553 TEUR ausgegeben, das mit 9,9 % verzinst ist und auf 10 Millionen ZAR lautet. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten (Anhang 20) enthalten Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Platin2025 Acquisition S.à.r.l. in Höhe von 603.811 TEUR (Vj. 643.632 TEUR). Zudem sind Cash-Pool Verbindlichkeiten gegenüber der Valicare GmbH in Höhe von 1.537 TEUR (Vj. 388 TEUR) enthalten. Für ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den nicht konsolidierten Unternehmen der Syntegon-Gruppe wurden keine Wertberichtigungen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr vorgenommen, wie im Kapitel Kapital- und Risikomanagement, Abschnitt Kreditrisiken, (Anhang 30) erläutert. Für sonstige nahestehenden Personen des Managements in Schlüsselpositionen wurden abgegrenzte Verbindlichkeiten in Höhe von 538 TEUR zum Stichtag (Vj. 1.279 TEUR) gebildet. Gesamtbezüge der Personen in Schlüsselpositionen des Managements Bei den Personen in Schlüsselpositionen des Managements handelt es sich um die Geschäftsführer der Syntegon Holding GmbH. Die Geschäftsführung besteht aus
Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung und ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich im Geschäftsjahr auf 3.649 TEUR (Vj. 4.335 TEUR; davon ehemalige Geschäftsführer 437 TEUR, Vj. 442 TEUR) und setzen sich wie folgt zusammen:
Zum 31. Dezember 2022 wurden für aktive Geschäftsführer 2.367 TEUR (Vj. 2.472 TEUR) für Pensionsverpflichtungen zurückgestellt, sowie 1.245 TEUR (Vj. 1.932 TEUR) für Bonusrückstellungen. Für Verpflichtungen aus Pensionen und Entgeltumwandlungen für ehemalige Geschäftsführer sind zum 31. Dezember 2022 insgesamt 8.365 TEUR (Vj. 10.668 TEUR) zurückgestellt. Share-based payments CVC Capital Partners gewährt ausgewählten Mitarbeitern und dem Management in Schlüsselpositionen (zusammen: Manager) Anteile an der Platin 2025 Beteiligungs GmbH & Co. KG, und damit ein indirektes Investment an der Syntegon Holding GmbH. Die Manager haben im Rahmen dieses Beteiligungsprogramms (equity settled) Anteile an der Platin 2025 Beteiligungs GmbH & Co. KG erworben, die wiederum Stammanteile und Vorzugsanteile an der Platin2025 Luxembourg S.à.r.l. sowie Teile der an diese Gesellschaft ausgegebenen Gesellschafterdarlehen hielt. Die Management Beteiligungsgesellschaft hat ein Gesamtkapital von 7.500 TEUR und hielt vor der Refinanzierung Ende 2021 / Anfang 2022 8,2 % der Stammanteile und 1,1 % der Vorzugsanteile an der Platin2025 Luxembourg S.à.r.l. sowie 1,1 % der an diese Gesellschaft ausgegebenen Gesellschafterdarlehen. In 2020 haben Manager Kapitalanteile in Höhe von 6.735 TEUR zum Nominalwert erworben. Davon entfallen auf das Management in Schlüsselpositionen Kapitalanteile in Höhe von 2.650 TEUR und auf denen nahestehende Unternehmen 1.200 TEUR. In 2021 und 2022 haben Manager weitere Anteile an der Management Be teiligungsgesellschaft für einen aus dem aktuellen Equity Value abgeleiteten Kaufpreis erworben (2021: 821 TEUR, 2022: 4.275 TEUR). Davon entfielen 2021 100 TEUR auf das Management in Schlüsselpositionen und weitere 100 TEUR auf denen nahestehende Unternehmen. In 2022 entfielen 4.000 TEUR auf das Management in Schlüsselpositionen. Der aktuelle Equity Value wurde auf Basis einer aus einer Peer-Group abgeleiteten Multiple Bewertung ermittelt. Im Rahmen der Refinanzierung der SyntegonGruppe Ende 2021 / Anfang 2022 wurden die von der Management Beteiligungsgesellschaft gehaltenen Vorzugsanteile und die gehaltenen Gesellschafterdarlehen vollständig zurückgeführt. Die daraus entstandene Liquidität wurde in 2022 wiederum von der Management Beteiligungsgesellschaft an die teilnehmenden Manager zurückgezahlt. Im Falle eines Exits (z. B. Verkauf der Gesellschaft) werden die Manager die Anteile dem Erwerber zu denselben Konditionen wie die übrigen Investoren verkaufen. Bei einem erfolgreichen Exit werden zunächst von den Verkaufserlösen Transaktionskosten und Verbindlichkeiten abgezogen. Anschließend wird der übrig gebliebene Erlös an alle Anteilseigner ratierlich entsprechend dem Anteilsbesitz verteilt. Weiterhin erhalten die Manager eine zusätzliche Beteiligung an den Verkaufserlösen, sofern die Verkaufserlöse einen festgelegten Schwellenwert überstiegen haben. Sofern ein Manager vor dem Eintritt eines Exits ausscheidet, werden die Anteile von CVC Capital Partners zurückgekauft. Der Rückkaufspreis entspricht im Fall der Eigenkündigung dem geringeren aus Erwerbspreis der Beteiligung und dem Fair Value der Anteile zum Zeitpunkt des Ausscheidens. 33 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Lichte des fortbestehenden Russland-Ukraine-Krieges und der mittelbar daraus resultierenden Folgen für die Gesamtwirtschaft, bestehen für das Geschäftsjahr 2023 weiterhin erhebliche Unsicherheiten, die bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht vollumfänglich abgeschätzt werden können. Insbesondere können sich Auswirkungen auf unsere Umsatz- und Ergebniszahlen ergeben, wenn ungeplante Ereignisse in diesem Zusammenhang eintreten. Nach dem Abschlussstichtag ergaben sich keine weiteren Ereignisse mit Rückwirkung auf den Konzernabschluss. 34 Zusätzliche Angaben gemäß § 315e HGB Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung Die entsprechenden Informationen sind im Kapitel Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen (Anhang 32) dargestellt. Angaben zu den Mitarbeitern Die Anzahl der Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:
Die Angaben beziehen sich auf durchschnittliche Köpfe im Berichts- und Vorjahr. Zum 31. Dezember 2022 beschäftigt die Syntegon-Gruppe 5.585 Mitarbeiter (ohne Auszubildende). Angaben zum Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Honorare des Abschlussprüfers Die Honorare des Konzernabschlussprüfers für Prüfungs- und Beratungsleistungen in Deutschland betragen:
Waiblingen, den 15. März 2023 Syntegon Holding GmbH Dr. Michael Grosse Dr. Peter Hackel Dr. Walter Bickel Hans Johan Magnus Nilsson Uwe Harbauer Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers.An die Syntegon Holding GmbH, Waiblingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Syntegon Holding GmbH, Waiblingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Gesamtergebnisrechnung, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Syntegon Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 15. März 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marc Hummel, Wirtschaftsprüfer ppa. Johannes Hausmann, Wirtschaftsprüfer |
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