leasepartner AGLiquidiert

Im Teelbruch 130, 45219 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 19075
Vorher
F License Lease AG
Eingetragen
2.3.2006
Branche
Leasing von nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern, ohne CopyrightsVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenVermietung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Der Abschluss von Leasingverträgen als Leasinggeber über bewegliche Güter aller Art.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

leasepartner AG
(vormals: F License Lease AG )

Essen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Bilanz zum 31. Dezember 2009, Essen

der leasepartner AG

AKTIVA

    31.12.2009
31.12.2008
T€
1. Barreserve      
Kassenbestand   57,54 0
2. Forderungen an Kreditinstitute      
täglich fällig   205.816,76 154
3. Forderungen an Kunden   2.157.184,40 1.843
4. Leasingvermögen      
Vermietvermögen   11.645.080,00 8.792
5. Immaterielle Anlagewerte   412.515,09 180
6. Sachanlagen   13.832,23 11
7. Sonstige Vermögensgegenstände   197.930,68 178
8. Rechnungsabgrenzungsposten   51.533,89 36
Summe Aktiva   14.683.950,59 11.194

PASSIVA

  31.12.2009
31.12.2008
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber      
Kreditinstituten      
a) täglich fällig 837.065,32   748
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 9.618.018,56   7.103
    10.455.083,88 7.851
2. Sonstige Verbindlichkeiten   655.701,14 456
3. Rechnungsabgrenzungsposten   3.071.226,67 2.264
4. Rückstellungen      
Andere Rückstellungen   15.000,00 71
5. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 1.250.000,00   1.250
b) Kapitalrücklage 250.000,00   100
c) Bilanzverlust -1.013.061,10   -798
    486.938,90 552
Summe Passiva   14.683.950,59 11.194

Gewinn- und Verlustrechnung 2009, Essen

der leasepartner AG

  2009
2008
T€
1. Leasingerträge   5.398.065,66   3.793
2. Leasingaufwendungen   1.055.168,79   1.764
3. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften   124.663,03   148
4. Zinsaufwendungen   536.274,98   379
      3.931.284,92 1.798
5. Provisionsaufwendungen     212.698,65 156
6. Sonstige betriebliche Erträge     32.512,75 87
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter 126.577,76     153
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 31.624,85     31
für Altersversorgung Euro 4.642,50 (Vorjahr: T€ 4)        
    158.202,61   184
b) andere Verwaltungsaufwendungen   462.459,47   459
      620.662,08 643
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen        
a) Abschreibungen auf Leasingvermögen   2.569.713,39   1.246
b) Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen   32.486,49   23
      2.602.199,88 1.269
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen     742.702,11 70
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit / Jahresfehlbetrag     -214.465,05 -253
11. Verlustvortrag     798.596,05 545
12. Bilanzverlust     1.013.061,10 798

Anhang zum Jahresabschluss 31.12.2009

der leasepartner AG, Essen

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der leasepartner AG, Essen für das Geschäftsjahr 2009 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung vor Veröffentlichung des BilMoG aufgestellt. Als Finanzdienstleistungsinstitut nach §1 Abs. 1a KWG hat die AG auch die ergänzenden Vorschriften des Vierten Abschnitts des Handelsgesetzbuches für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute zu beachten. Ergänzend waren die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie die Vorschriften des Aktiengesetzes zu beachten. Als Finanzdienstleistungsinstitut hat die Gesellschaft die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden.

Das Gliederungsschema wurde umgestellt auf das Gliederungsschema der RechKredV (Formblatt 1 und 3). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform erstellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend umgegliedert.

Die Bilanz wurde um den Posten "Leasingvermögen", die Gewinn- und Verlustrechnung um die Posten "Leasingerträge", "Leasingaufwendungen" und "Abschreibungen auf Leasingvermögen" erweitert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurden die gesetzlichen Vorschriften sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung beachtet.

Für die Erstellung des Abschlusses waren die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Barreserve

Die Bestände sind mit den Nominalbeträgen ausgewiesen. Guthaben in Fremdwährungen bestanden nicht.

2. Forderungen an Kreditinstitute

Die Bestände wurden ebenfalls zum Nominalbetrag ausgewiesen.

3. Forderungen an Kunden

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Es waren Wertberichtigungen auf den niedrigen beizulegenden Wert notwendig.

4. Leasingvermögen, Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Das Leasingvermögen, die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Zugänge werden entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sofern der beizulegende Wert unter dem Buchwert lag, wurde auf den beizulegenden Wert abgeschrieben.

Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres, die nach dem 31.Dezember 2007 erfolgen, wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als 150 €, aber nicht mehr als 1.000 € betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst.

Geringwertige Anlagegüter, die zum Leasingvermögen gehören, wurden linear entsprechend Ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben.

5. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Zinsanteile zu Verbindlichkeiten, die annuitätisch über die Laufzeit der Darlehen aufgelöst werden.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Rückzahlungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bestanden nicht.

8. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen, wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe des Barwertes der forfaitierten Leasingraten gebildet. Dieser wird ab Mietbeginn nach der linearen Methode entsprechend der Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge aufgelöst.

9. Rückstellungen

Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten bilanziert. Sie wurden zu dem Betrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Die Ermittlung erfolgte durch Selbsterrechnung.

Die ausgewiesenen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, die bis zur Bilanzaufstellung bekannt geworden sind.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Leasingvermögen, Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel gesondert dargestellt.

2. Forderungen

Die Forderungen resultieren im Wesentlichen aus als Leasinggeber abgeschlossenen Leasing- und Mietkaufverträgen. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Des Weiteren wurden für die Forderungen aus gekündigten/notleidenden Verträgen Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Es besteht angesichts der Altersstruktur und des bisherigen Geschäftsverlaufes darüber hinaus kein weiterer Abwertungsbedarf. Der Gesamtbetrag der Forderung wurde im Forderungsspiegel um den Betrag der Einzelwertberichtigung für die gekündigten/notleidenden Verträge gekürzt. Der Betrag, welcher in der Restlaufzeit bis 3 Monaten ausgewiesen ist, setzt sich zusammen aus den Forderungen aus gekündigten/notleidenden Verträgen sowie den Mietkaufraten für Verträge, dessen Mietbeginn im Jahr 2009 liegt sowie aus sonstigen lfd. Forderungen. Des Weiteren sind in den Forderungen enthalten Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen i.H.v. Summe EUR 117.308,84. Bei den Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen handelt es sich um eine Mietkaufforderung aus dem Jahr 2008 für die Schwestergesellschaft der leasepartner Hamm GmbH. Die Restforderung für diesen Vertrag beträgt per 31.12.2009 EUR 48.492,20. Ebenfalls besteht eine Forderung ggü. verbundenen Unternehmen - hier gegen die Muttergesellschaft F License Group AG -i.H.v. EUR 23.374,66. Dieser Betrag ist ausgewiesen in den sonstigen Vermögensgegenständen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuererstattungen für die Monate November 2009 und Dezember 2009 welche in den ersten 3 Monaten des Folgejahres an die leasepartner AG erstattet werden.

Forderungsspiegel:

  Gesamtbetrag
Euro
Davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 3 Monaten
Davon mit einer Restlaufzeit
von 3 Monaten
bis zu 1 Jahr
Euro
Davon mit einer Restlaufzeit
von 1-5 Jahren
Euro
Davon mit einer Restlaufzeit
über 5 Jahren
Euro
Forderungen an Kunden 2.157.184,40 664.960,63 434.197,86 1.058.025,91 0
Sonstige Vermögensgegenstände 170.364,41 170.364,41 0,00 0,00 0,00
  2.327.548,81 835.325,04 434.194,86 1.058.025,91 0,00

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zerlegt in 1.250.000 auf den Namen lautende Stückaktien.

4. Genehmigtes Kapital

Nach § 5 Abs. 3 der Satzung der leasepartner AG war der Vorstand bis zum 31.12.2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 500.000 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Im Berichtszeitraum hat der Vorstand von seiner Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

5. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage wurde im vergangenen Geschäftsjahr um 150 T€ auf T€ 250 erhöht.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich maßgeblich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen, die als laufzeitenkongruente Refinanzierung für die als Leasinggeber eingegangenen Leasing- und Mietkaufverträge mit den Refinanzierungsbanken abgeschlossen wurde.

Bei den Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten welche täglich fällig sind handelt es sich um die Inanspruchnahme vereinbarter Kontokorrentkredite welche größtenteils für die Abwicklung von Verträgen zur Verfügung stehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus Warenlieferungen im Monat Dezember. Der Betrag für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich per 31.12.2009 auf EUR 404.109,41. Außerdem beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten einen Betrag i.H.v EUR 42.650,00 für erhaltene Kautionen zu bestehenden Leasing/Mietkaufverträgen. Zu diesen Kautionen sind gesonderte Vereinbarungen mit den Kunden geschlossen worden. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus 4 erhaltene Kautionen wovon eine i.H.v. EUR 8.200,00 im Jahr 2012 an den Kunden zurück zu erstatten ist und der Restbetrag für die weiteren 3 Kautionen im Jahr 2013 zu erstatten ist. Weitere Beträge welche in den sonstigen Verbindlichkeiten zusammen gefasst wurden sind: Kreditkartenabrechnung Zeitraum 12/09 i.H.v. EUR 1.469,04/ Lohn-u. Kirchensteuer für den Zeitraum 12/09 i.H.v. EUR 1.838,63/ betriebliche Altersvorsorge i.H.v. EUR 2.752,50 sowie ein Betrag i.H.v. EUR 4.667,26 für Umsatzsteuer aus dem Vorjahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist weiterhin ein Betrag für gewährte Darlehen i.H.v. EUR 198.214,30 für eine Verbindlichkeit ggü. der Muttergesellschaft F License Group AG enthalten. (ausführlichere Angaben dazu - siehe Abhängigkeitsbericht). Weitere Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen haben per 31.12.2009 nicht bestanden. Somit sind die sonstigen Verbindlichkeiten abschließend erläutert.

Verbindlichkeitenspiegel:

  Gesamtbetrag
Euro
Davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 3 Monaten
Davon mit einer Restlaufzeit
von 3 Monaten
bis zu 1 Jahr
Euro
Davon mit einer Restlaufzeit
von 1-5 Jahren
Euro
Davon mit einer Restlaufzeit
über 5 Jahren
Euro
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten          
a. täglich fällig 837.065,32 837.065,32 2.091.742,75 6.817.241,77 0,00
b. mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 9.618.018,56 709.034,04      
Sonstige Verbindlichkeiten 655.701,14 424.360,64 28.571,40 202.769,10 0,00
  11.110.785,02 1.970.460,00 2.120.314,15 7.020.010,87 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gesichert durch:

- Sicherungsübereignung aller finanzierten Leasing- und Mietkaufobjekte sowie des finanzierten Betriebsvermögens

- Abtretung aller Forderungen aus refinanzierten Leasing- und Mietkaufverträgen

- Abtretung aller Rechte und Ansprüche aus den Rückkaufvereinbarungen zu den finanzierten Leasing- und Mietkaufverträgen

- Selbstschuldnerische Bürgschaften über jeweils 795.000 Euro von den Mitgliedern des Vorstandes Herrn Armin Peiker und Herrn Sven Romberg

- Unbeschränkte selbstschuldnerische Bürgschaft der F License Group AG.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zwischen der Gesellschaft und ihrer Muttergesellschaft F License Group AG, Essen bestehen weder ein Beherrschungs- noch ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Gesellschaft hat mit ihrer Muttergesellschaft einen Geschäftsbesorgungsvertrag für kaufmännische Dienstleistungen sowie Mietverträge über die Nutzung von Büroräumen und -ausstattungen, Einrichtungen, EDV, Telekommunikationseinrichtungen und Fahrzeugen abgeschlossen. Der Geschäftsbesorgungsvertrag sieht eine Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Ende eines Kalenderjahres vor. Die Vergütung für die jew. Dienste können jederzeit von Seiten der F License Group AG angepasst werden. Die aktuelle Fassung umfasst für das Jahr 2010 eine finanzielle Verpflichtung von einem Gesamtbetrag i.H.v. EUR 395.400,00.

Ferner hat die Gesellschaft mit Ihrer Schwestergesellschaft leasepartner Hamm GmbH mit Sitz in Hamm (bis zum 06.05.2009 unter leasepartner Franchise GmbH firmierend mit Sitz in Essen) einen Geschäftsbesorgungsvertrag über die Vermittlung von Leasing- und Mietkaufverträgen abgeschlossen. Die leasepartner AG verpflichtet sich für Verträge welche über die leasepartner Hamm GmbH vermittelt wurden eine Provision zu zahlen. Der Anspruch der Provision beträgt 45% der erzielten Barwertmarge eines in Miete gesetzten Leasing- oder Mietkaufvertrages. Die Provision ist jew. sofort in voller Höhe zur Auszahlung an die Schwestergesellschaft fällig. Die Abrechnungen dazu werden von Seiten der leaspeartner AG mtl. erstellt und der Schwestergesellschaft zur Verfügung gestellt.

Ab dem Jahr 2010 besteht eine Öffentlich-rechtliche Verpflichtung ggü. der BaFin. Diese Verpflichtungen bestehen aus Beitragszahlungen welche an dieser Stelle betragsmäßig noch nicht genannt werden können.

Im Jahr 2009 wurde bereits Vermietvermögen angeschafft für einen Leasingvertrag welcher im Folgejahr in Miete gesetzt wird. Dabei handelt es sich um Anschaffungen in Höhe von EUR 39.644,00. Des Weiteren ist die leasepartner AG im Jahr 2009 bereits in Bestellungen für Vermietvermögen ggü. Lieferanten eingetreten für Verträge dessen Vertragsbeginn ebenfalls im Folgejahr liegt. Dabei handelt es sich um ein Gesamtvolumen von EUR 27.385,19.

Es wurden darüber hinaus keine weiteren Verpflichtungen eingegangen und keine Bürgschaften bzw. Garantien abgegeben.

8. Andere Verpflichtungen nach § 27 RechKredV

Bis zum 31.12.2009 lagen gültige Leasing- und Mietkaufverträge mit einem Gesamtvolumen von EUR 355.475,22 vor. Für diese Verträge wird die leasepartner AG im Folgejahr Bestellungen für das Vermietvermögen auslösen und entsprechend Anschaffungen vornehmen. Für die vorgenannten Verträge wurden bereits Verpflichtungen ggü. Lieferanten im Jahr 2009 eingegangen in Form von ausgelösten Bestellungen im Namen der leasepartner AG. Diese Verpflichtungen umfassen einen Wert von EUR 27.385,19.

9. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Der Rahmenvertrag mit der Proceed Securization Services GmbH, Essen (PSS) über den Verkauf von Leasingverträgen sieht vor, dass im Falle eines Ratenverzuges, die rückständigen Raten auf die zukünftigen, von PSS an die Gesellschaft zu vergütenden Zinsmargen angerechnet und einbehalten werden. Ergibt sich aus der Abrechnung ein negativer Betrag, sind die leasepartner AG und die Muttergesellschaft F License Group AG gesamtschuldnerisch zum Ausgleich des Betrages verpflichtet. Im Falle der außerordentlichen Kündigung eines verkauften Vertrages durch die PSS hat die PSS das Recht, diesen Vertrag der Gesellschaft zum Rückkauf in Höhe des Barwertes der offenen Forderungen anzubieten, sofern die außerordentliche Kündigung auf Sach- oder Rechtsmängel zurückzuführen ist. Im Berichtsjahr wurden keine Verträge an die PSS veräußert, da das Geschäft Seitens der PSS zum 01.01.2009 eingestellt wurde. Die in der Vergangenheit verkauften Verträge werden bis zum jeweiligen Vertragsende weiterhin vertragsmäßig abgewickelt und vergütet.

10. Passive Rechnungsabgrenzung

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungen sind abgerechnete Zins- und Kostenanteile aus Mietkaufverträgen aufgeführt, soweit diese auf Folgezeiträume entfallen. Des Weiteren sind in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten die erhaltenen Mietsonderzahlungen zu Leasingverträgen enthalten welche über die Laufzeit gewinnerhöhend aufgelöst werden.

11. Rückstellungen

Es wurde eine Rückstellung i.H.v. EUR 15.000,00 für Abschluss- und Prüfungskosten gebildet. Weitere Rückstellungen wurden nicht gebildet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Eine Aufgliederung der Erträge nach geografischen Märkten wurde nicht vorgenommen, da die Kunden der leaspartner AG sich gleichmäßig über ganz Deutschland verteilen. Eine Aufschlüsselung der Umsatzerlöse resultierend aus abgeschlossenen bestehenden Leasingverträgen und damit im Zusammenhang stehenden Mietsonderzahlungen, Mietkaufverträgen sowie Erträgen resultierend aus der Fälligstellung gekündigter/notleidender Verträge und sonstigen regelmäßigen Erträgen, lässt sich wie folgt abbilden: 1. Leasingverträgen: EUR 3.386.632,86, 2. Mietkaufverträgen EUR 710.116,47, 3. Erträge im Zusammenhang mit der Fälligstellung gekündigter/notleidender Verträge EUR 1.063.332,87, 4. sonstige regelmäßige Erträge EUR 39.905,00 (Abschlussgebühren, erhaltene Provisionen).

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter beträgt für das Jahr 2009 4,0 Mitarbeiter.

Auf das Leasingvermögen, hier Vermietvermögen, wurden außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. EUR 390.092,98 vorgenommen.

V. Beteiligungsbesitz

Beteiligungen an Unternehmen bestehen nicht.

VI. Vorstand

Mitglieder des Vorstandes

Herr Armin Peiker, Diplom-Betriebswirt (FH), Diplom-Informatiker (FH), Essen

Herr Sven Romberg, Diplom-Betriebswirt (FH), Essen

VII. Aufsichtsrat

Zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates waren bis Oktober bestellt:1. Frau Kirsten Schulte-Kemper, Diplom-Volkswirtin, Marl-Vorsitzende2. Herr Prof. Dr. Burghard Hermeier, Fachhochschuldirektor, Essen- Stellv. Vorsitzender3. Frau Prof. Dr. Anke Dieberg, Fachhochschullehrerin, Mülheim

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden gem. Beschluss vom 29.10.2009 bestellt:

1. Herr Michael Sturm, Diplom-Betriebswirt, Marl - Vorsitzender

2. Herr Gerrit Schumann, Diplom-Informatiker, Köln -Stellv. Vorsitzender

3. Herr Stefan Lukai, Bankbetriebswirt, Haltern

VIII.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

IX. Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar wurde im Geschäftsjahr wie folgt verwendet:

a. Honorar für Abschlussprüfungsleistungen EUR 19.536,00
b. Honorar für sonstige Leistungen EUR 2.228,98

 

Essen, den 30.03.2010

leasepartner AG

Der Vorstand

Peiker

Romberg

Anlagenspiegel 31.12.2009

der leasepartner AG, Essen

  Anschaffungskosten
  01.01.2009
Zugänge
Abgänge
31.12.2009
Leasingvermögen 10.403.857,93 5.853.646,35 688.598,09 15.568.906,19
Immaterielle Vermögensgegenstände 208.901,30 260.000,00 0,00 468.901,30
Sachanlagen 16.528,78 7.140,58 0,00 23.669,36
Summe 10.629.288,01 6.120.786,93 688.598,09 16.061.476,85
  Abschreibungen
  01.01.2009
Zugänge
Abgänge
31.12.2009
Leasingvermögen 1.611.723,93 2.569.713,39 257.611,13 3.923.826,19
Immaterielle Vermögensgegenstände 28.547,35 27.838,86 0,00 56.386,21
Sachanlagen 5.189,50 4.647,63 0,00 9.837,13
Summe 1.645.460,78 2.602.199,88 257.611,13 3.990.049,53
  Buchwerte
  31.12.2009
31.12.2008
Leasingvermögen 11.645.080,00 8.792.134,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 412.515,09 180.353,95
Sachanlagen 13.832,23 11.339,28
Summe 12.071.427,32 8.983.827,23

Lagebericht 2009

der leasepartner AG, Essen

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

a) Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Die leasepartner AG (nachfolgend auch "LP" genannt) steht für partnerschaftliche und innovative Dienstleistungen rund um mobile Investitionsgüter mit einem starken Fokus auf kleinere und mittelständische Kunden aller Branchen. Gegenstand des Unternehmens ist der Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen als Leasinggeber über bewegliche Güter aller Art.

Das Jahr 2009 stand unter dem Einfluss der weltweit schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Im Nachgang zu den Ausfällen und Zahlungsstörungen im US-amerikanischen Hypothekenmarkt kam es zu extremen Engpässen an den Geldmärkten. Zahlreiche Banken und Finanzinstitute hatten bedingt durch die Verknappung und Verteuerung der Liquidität bisher nicht gekannte Finanzierungsprobleme.

Ab Herbst 2008 hat sich die Finanzkrise auf die Realwirtschaft weltweit ausgeweitet. Der deutliche Rückgang des Bruttoinlandsproduktes zeugt von diesem Umstand. Der Grund für die starke Zurückhaltung bei der Nachfrage nach Investitionsgütern ist die schlechte Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Investitionsrückgang um rd. 13 % schlug mit voller Wucht auf das Mobilien-Leasing durch, welches um 22,7 % niedriger war als im Jahr zuvor. Die Mobilien-Leasingquote ging auf 21,1 % zurück bei Ausrüstungsinvestitionen von insgesamt 186 Mrd. €.

b) Organisatorische und rechtliche Struktur

Die leasepartner AG ist in 2006 durch Bargründung entstanden. Die Satzung der LP wurde am 20.02.2006 festgestellt. Das erste Geschäftsjahr der LP vom 01.03. bis 31.12.2006 war ein Rumpfgeschäftsjahr. Bis zum 19.05.2009 firmierte die LP unter F License Lease AG.

Die LP verfügt über keine Beteiligungen. Ihre alleinige Aktionärin ist die F License Group AG (HRB 18833 - AG Essen). Der Vorstand war aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 06.02.2008 ermächtigt, das Grundkapital der LP mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31.12.2009 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 500.000,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand hat innerhalb des Berichtszeitraumes von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Die alleinige Aktionärin F License Group AG hat am 15.01.2009, am 16.03.2009 und am 17.08.2009 jeweils Beträge in Höhe von 50.000,00 Euro - somit also insgesamt 150.000,00 Euro - eingezahlt, die in die Kapitalrücklage eingestellt wurden.

c) Märkte und Wettbewerbsposition

Zum Bilanzstichtag 31.12.2009 war die LP ausschließlich im Marktsegment Finanzierungsleasing von Mobilien aktiv. Die leasepartner AG hat die bereits im Geschäftsjahr 2008 initiierte Strategie kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert und tritt als Zentrale auf, die ihren Vertrieb nicht über eigene Mitarbeiter sondern über ein Verbundsystem organisiert hat. Die Verbundpartner rekrutieren sich aus etablierten Vermittlungsagenturen und Leasingunternehmen sowie aus ehemaligen Vertriebsmitarbeitern von Leasingunternehmen, die sich selbständig gemacht haben.

Kern des Verbundsystems ist die Zusammenarbeit der Stakeholder innerhalb des Verbundes. Jeder Verbundpartner ist typischerweise auf bestimmte Branchen und/oder Objekte fokussiert. Aufgabe der Zentrale ist es, das Know-how von Verbundpartnern und Zentrale über die webbasierte EDV-Plattform entsprechend zu managen und für alle verfügbar zu machen sowie die Abwicklung der von den Verbundpartnern vermittelten Leasinganträge sicherzustellen. Per 31.12.2009 waren 12 Verbundpartner angebunden. Die Verbundgruppe ist bundesweit aktiv und adressiert primär kleine und mittelständische Unternehmen aller Branchen. Die durchschnittliche Abschnittsgröße betrug rund 41,2 T€. Sie bedient zusätzlich als Spezialanbieter einige ausgewählte und qualifizierte Franchise-Systeme, deren Expansion unterstützt wird (der Anteil dieser Finanzierungen betrug noch 18,7 % bezogen auf das Neugeschäft des Jahres 2009).

d) Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

leasepartner hat die BaFin-Zulassung am 06.01.2009 beantragt; die Genehmigung als Finanzdienstleistungsinstitut wurde am 16.02.2009 erteilt. Schon bei der Gründung wurden Aufbau- und Ablauforganisation KWG-konform ausgerichtet. Hier wurde insbesondere auch auf das Know-how des Fachbeirates Prof. Dr. Wörn und auf die Beratung der FinanCert GmbH zurück gegriffen. Grundelement ist die organisatorische und disziplinarische Trennung von Markt und Marktfolge mit Kompetenzregelungen in Abhängigkeit von Engagementhöhe und Risikostufe. Zusätzlich ist ein übereinstimmendes positives Votum von Markt und Marktfolge die Voraussetzung für die Annahme eines Leasingantrages durch die LP. Die Abläufe innerhalb der LP sind standardisiert und die Zusammenarbeit mit den Refinanzierungspartnern erfolgt über klar definierte Parameter. Die LP hat seit ihrer Gründung die Jahresabschlüsse auf freiwilliger Basis von einer WP-Gesellschaft prüfen lassen, die über ausreichende Erfahrung in der Beratung und Prüfung von Leasingunternehmen verfügt. Jährliche Zessionsprüfungen über den Vertragsbestand durch die refinanzierenden Banken gehören zum Standard. Ferner hat sich die LP ebenfalls auf freiwilliger Basis jährlich per operativer Risikoanalyse durch die FinanCert GmbH auditieren und zertifizieren lassen.

Die Anforderungen der BaFin sind in wesentlichen Teilen bereits heute schon umgesetzt. Neben den vorgenannten organisatorischen Maßnahmen zählen hierzu u. a. geldwäscherechtliche Auflagen, EDV-Berechtigungs- und Sicherheitskonzept, Dokumentation von Prozessen und Kompetenzregelungen, Jahresabschlusserstellung RechKredV. Im Zusammenhang mit den MaRisk sind einige Anforderungen von der BaFin noch nicht hinreichend konkretisiert bzw. kodifiziert worden und daher mit Übergangsfristen belegt. Die LP wird diese auf der Basis der bisherigen Dokumentationen kurzfristig anpassen bzw. vervollständigen können.

Die Überprüfung der Einhaltung der BaFin-Auflagen obliegt dem jeweiligen Jahresabschlussprüfer. Vor diesem Hintergrund ist die LP bereits frühzeitig in engen Kontakt zu dem WP getreten.

e) Beurteilung der Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung der LP im Berichtszeitraum ist unverändert von der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzmarktkrise geprägt. Das Neugeschäft blieb insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Die gesamte Leasingbranche hatte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr im Mobilien-Leasing einen Rückgang von 22,7 % auf 39,3 Mrd. € beim aktivierten Neugeschäft zu verzeichnen. Der Rückgang bei den banken- und herstellerunabhängigen Leasingunternehmen, zu denen auch die LP zählt, war noch deutlich höher.

Die Investitionsbereitschaft der adressierten Zielgruppe ist auch unter Berücksichtigung einer im letzten Geschäftsjahresquartal einsetzenden, leichten Erholung noch als zurückhaltend zu bezeichnen. Die deutliche Verknappung des Angebotes am Refinanzierungsmarkt besteht unverändert fort. Die Zahlungsstörungen haben im Vergleich zu den vorangegangenen Geschäftsjahren deutlich zugenommen. Die LP musste die Insolvenz des Franchise-Systems "Kartuschen-König" absorbieren. Darüber hinaus konnte die Verwertung der notleidenden Geschäfte im Wesentlichen zufriedenstellend abgewickelt werden. Trotz der teils erheblichen Markterschwernisse ist es der LP gelungen, den im Geschäftsjahr 2008 begonnen Wechsel vom direkten Vertrieb hin zu einem indirekten Vertrieb über Verbundpartner abzuschließen und in einem intensiver werdenden Wettbewerbsumfeld neue bundesweite Kundenpotenziale zu erschließen. Es ist ferner gelungen, die Geschäftsbasis mit kleineren und mittelständischen Unternehmen, bei denen typischerweise Anlagen, Maschinen und Fahrzeuge finanziert wurden, auszubauen. Der Anteil an finanzierten Ladeneinrichtungen im Portfolio konnte von zuvor rund 67 % auf nahezu 40 % reduziert werden.

f) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Insgesamt waren per 31.12.2009 in der LP neben den beiden Vorstandsmitgliedern vier weitere Teil- und Vollzeitmitarbeiter sowie ein Auszubildender zum Bürokaufmann (IHK) beschäftigt. Die LP ist nicht tarifgebunden; ein Betriebsrat besteht nicht.

2. Lage des Unternehmens

Mehrjahresübersicht betriebswirtschaftlicher Kennzahlen:

    2009 2008 2007 2006
Bilanzsumme T€ 14.684 11.194 5.436 1.289
Vermögensstruktur          
- Anlagevermögen % 82,2 80,2 75,2 61,3
- Umlaufvermögen inkl. ARAP % 17,8 19,8 24,8 38,7
Kapitalstruktur          
- Eigenkapital % 3,3 4,9 8,4 41,0
- Fremdkapital inkl. PRAP % 96,7 95,1 91,6 59,0
Leistungen          
Umsatz T€ 5.398 3.793 2.035 702
Rohertrag T€ 2.799 1.728 733 131
Betriebsergebnis T€ -214 -253 -172 -211
Finanzergebnis T€ -411 -231 -137 -11
Jahresergebnis T€ -214 -253 -323 -222
Cashflow T€ 2.388 1.016 85 -162
Substanzwert T€ 1.522 1.569 960 609

2.1 Vermögenslage

  31.12.2009 31.12.2008 Veränderung
  T€ % T€ % T€ %
AKTIVA            
Immat. Anlagewerte 413 2,8 180 1,6 233 129,4
Sachanlagen 14 0,1 11 0,1 3 27,3
Leasingvermögen 11.645 79,3 8.792 78,5 2.853 32,4
Anlagevermögen 12.072 82,2 8.983 80,2 3.089 34,4
Forderungen an Kunden 2.157 14,7 1.843 16,5 314 17,0
Forderungen an Kreditinstitute 206 1,4 154 1,4 52 33,8
Sonstiges 249 1,7 214 1,9 35 16,4
Umlaufvermögen/ARAP 2.612 17,8 2.211 19,8 401 18,1
Bilanzsumme 14.684 100,0 11.194 100,0 3.490 31,2

Im Berichtszeitraum wurden 267 T€ in eigengenutztes Anlagevermögen sowie 5,09 Mio. € in bewegliches Leasingvermögen investiert. Davon entfallen 31,1 % (Vorjahr 68,9 %) auf Ladeneinrichtungen, 32,1% (Vorjahr 7,80%) auf Büromöbel, Bearbeitungsmaschinen, medizinische Geräte und EDV, 27,8 % (Vorjahr 18,0%) auf Fahrzeuge und 9,00% (Vorjahr 5,3%) auf Maschinen.

  31.12.2009 31.12.2008 Veränderung
  T€ % T€ % T€ %

Passiva

           
Gezeichnetes Kapital 1.250 8,5 1.250 11,1 0 0,0
Kapitalrücklage 250 1,7 100 0,9 0 150,0
Bilanzverlust 1.013 6,9 798 7,1 -215 -26,9
Eigenkapital 487 3,3 552 4,9 -65 -11,8
Langfrist. Bankverbindlichkeiten 6.817 46,4 5.314 47,5 1.503 28,3
Langfrist. Sonst. Verbindlichkeiten 203 1,4 112 1,0 91 81,3
Langfrist. PRAP 2.172 14,8 1.659 14,8 513 30,9
Langfrist. Rückst. U. Verb. 9.192 62,6 7.085 63,3 2.107 29,7
Langfrist. Kapital 9.679 65,9 7.636 68,2 2.042 26,7
Bankverbindlichkeiten 3.638 24,8 2.537 22,7 1.101 43,4
Übrige Verbindlichkeiten/PRAP 1.352 9,2 949 8,5 606 42,5
Sonstige Rückstellungen 15 0,1 71 0,6 -56 -78,9
Kurzfrist. Kapital 5.005 34,1 3.557 31,8 1.448 40,7
Bilanzsumme 14.684 100,0 11.194 100,0 3.490 31,2

2.2 Finanzlage

  2009
T€
2008
T€
1. Geschäftstätigkeit    
Jahresergebnis -214 -253
Abschreibungen 2.602 1.269
Cashflow 2.388 1.016
Veränderung der kurzfr. Rückstellungen -56 20
Gewinn aus Abgang von Anlagevermögen 0 -4
Anlagenabgang Leasingvermögen 431 407
Veränderung weitere Aktiva -448 -886
Veränderung weitere Passiva 557 -449
Mittelzu(ab)fluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2.872 104
2. Investitionstätigkeit    
Zugang Anlagevermögen -6.121 -6.584
Anlagenabgang 0 15
Mittelzu(ab)fluss aus Investitionstätigkeit -6.121 -6.569
  2009
T€
2008
T€
EK-Zuführungen 150 350
Zugang langfr. Verbindlichkeiten/PRAP 7.136 7.134
Rückzahlung langfr. Kredite -3.985 -1.069
Mittelzu(ab)fluss aus Finanzierungstätigkeit 3.301 6.415
4. Veränderung der Liquidität    
Mittelzu(ab)fluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2.872 104
Mittelzu(ab)fluss aus Investitionstätigkeit -6.121 -6.569
Mittelzu(ab)fluss aus Finanzierungstätigkeit 3.301 6.415
Änderung der Finanzmittel 52 -50
5. Entwicklung der Liquidität    
Finanzmittel Beginn Geschäftsjahr 154 204
Veränderung Liquidität 52 -50
Finanzmittel Ende Geschäftsjahr 206 154
  31.12.2009
T€
31.12.2008
T€
6. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Liquide Mittel zum Stichtag 206 154

Die Investitionen des Jahres 2009 für eigen genutzte Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden aus Eigenmitteln sowie durch die Übernahme eines von der Muttergesellschaft an die Leasepartner Hamm GmbH gewährten Darlehen in Höhe von 90 T€ finanziert.

Die Refinanzierung der als Leasinggeber abgeschlossenen Leasing- und Mietkaufverträge erfolgte aus Eigenmitteln sowie durch fristenkongruente Bankdarlehen und regresslosen Forderungsverkauf. Die von den Refinanzierern bereitgestellten Linien beliefen sich per 31.12.2009 auf insgesamt 25,7 Mio. €, von denen 14,3 Mio. € durch Genehmigungen und Valutierungen in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus verfügte die LP über Kontokorrentlinien in Höhe von 3,0 Mio. € zur Vorfinanzierung der Leasing- und Mietkaufobjekte sowie eine Kontokorrentlinie in Höhe von 400 T€ für Betriebsmittel, die jeweils fallweise in Anspruch genommen wurden. Die LP verfügte jederzeit über eine ausreichende Liquidität.

2.3 Ertragslage

  2009 2008 Veränderung
  T€ % T€ % T€ %
Leasingerträge 5.398 100,0 3.793 100,0 1.605 42,3
Leasingaufwand 1.055 19,5 1.764 46,5 -709 -40,2
  4.343 80,5 2.029 53,5 2.314 114,0
Risikovorsorge 1.133 21,0 70 1,8 1.063 -
Teilbetriebsergebnis 3.210 59,5 1.959 51,7 1.251 63,9
Finanzerträge 125 2,3 148 3,9 -23 -15,5
Finanzaufwendungen 536 9,9 379 10,0 157 41,4
Finanzergebnis -411 -7,6 -231 -6,1 -180 -77,9
Rohertrag 2.799 51,9 1.728 45,6 1.071 62,0
  2009 2008 Veränderung
  T€ % T€ % T€ %
Provisionsaufwendungen 213 3,9 156 4,1 57 36,5
Allg. Verwaltungsaufwendungen 588 10,9 556 14,7 32 5,8
Abschreibungen 2.212 41,0 1.269 33,5 943 74,3
Betriebsaufwand 3.013 55,8 1.981 52,3 1.032 52,1
Betriebsergebnis / Jahresfehlbetrag -214 -3,9 -253 -6,7 39 -

a) Ergebnisentwicklung

Die LP wertet den Fehlbetrag in Höhe von 214 T€ insbesondere unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Situation in Deutschland sowie der vorgenannten Einflussfaktoren auf der Kostenseite als Erfolg. Ohne das deutlich negative Risikoergebnis wäre ein adäquater Jahresüberschuss zu verzeichnen gewesen.

Die durchschnittliche im Berichtsjahr erzielte Barwertmarge (exkl. Gebühren, Vormiet- und Nachmieterlösen) betrug 9,623 % (+28,3 % gegenüber Geschäftsplan bzw. -3,8 % im Vergleich zum Vorjahr).

Der Substanzwert beträgt 1,52 Mio. € und hat sich somit gegenüber dem Stand per 31.12.2008 um lediglich 47 T€ reduziert.

b) Umsatzentwicklung

Im Berichtszeitraum hat die LP 167 Leasing- und Mietkaufverträge aktiviert, denen Nettoanschaffungswerte (NAW) in Höhe von 6,92 Mio. € (-13,0 % im Vergleich zum Vorjahr bzw. -18,6 % bezogen auf die berichtigte Planung) zugrunde lagen. Von diesen waren 69 als Vollamortisationsleasingverträge mit einem Volumen in Höhe von 2,69 Mio. €, 75 als Teilamortisationsleasingverträge mit Andienungsrecht mit einem Volumen in Höhe von 3,40 Mio. € sowie 24 als Mietkaufverträge mit NAW in Höhe von 0,83 Mio. € ausgestaltet. Leasingverträge im Ganzen wurden nicht verkauft.

c) Kostenentwicklung

Der LP ist es gelungen, im Berichtszeitraum die Fixkosten in nennenswertem Umfange zu reduzieren. Die Kostensituation ist im Wesentlichen von den Einzelwertberichtigungen und Sonderabschreibungen auf das Leasingvermögen und hier insbesondere aufgrund notleidender Engagements aus dem insolventen Franchise-System "Kartuschen-König" in Höhe von rd. 677 T€ geprägt.

Weiterhin sind nachfolgend genannte Opportunitätskosten und Sondertatbestände angefallen:

- Weiterentwicklung der IT-Plattform und der Geschäftsprozesse von rd. 75 T€

- Aufwendungen zur Verbreiterung der Refinanzierungsbasis von rd. 25 T€

- Ausbau der Marke leasepartner mit rund 50 T€

- Aufwendungen im Zusammenhang mit der BaFin-Aufsicht ca. 45 T€

3. Nachtragsbericht

Die Muttergesellschaft hat am 15.01.2010 weitere 25 T€ eingezahlt, die in die Kapitalrücklage eingestellt wurden.

Die Kontokorrentlinie für Betriebsmittel bei der Hausbankverbindung wurde um 300 T€ auf nunmehr 700 T€ erhöht.

4. Risikobericht

Die Geschäftsleitung trägt die Verantwortung für alle Risiken der LP und ist im Rahmen der Geschäftspolitik für die Festlegung der Risikostrategie zuständig. Die Risikostrategie legt in Übereinstimmung mit den gesetzlichen, satzungsmäßigen und aufsichtsrechtlich zu beachtenden Anforderungen den grundsätzlichen Umgang mit Risiken in der LP fest. Die Geschäftsleitung gibt die Risikostrategie nach Verabschiedung dem Aufsichtsrat zur Kenntnis und erörtert sie mit diesem. Die Risikostrategie leitet sich aus dem Geschäftsmodell ab. Das strategische Geschäftsmodell der LP basiert auf einem granularen Vertragsportfolio aus fungiblen Gütern und mittelständischen Kunden unterschiedlichster Branchen. Risiken dürfen grundsätzlich nur im Rahmen der Gesamtrisikostrategie im Einklang mit der Erreichung der Unternehmensziele - insbesondere der Gewährleistung der nachhaltigen Ertragskraft bei bestmöglichem Schutz des Vermögens der LP - eingegangen werden. Die ordnungsgemäße Durchführung des Geschäftsbetriebs und damit auch die Grundlage für die Umsetzung der Risikostrategien hat die LP über Richtlinien, Arbeitsanweisungen und -anleitungen sichergestellt.

Die aufbauorganisatorische Trennung von Markt und Marktfolge ist vollzogen. Durch diese Aufgabenteilung und das enge Zusammenspiel zwischen den beteiligten Bereichen wird eine effiziente Umsetzung von risikopolitischen Steuerungsimpulsen angestrebt. Nach Risikoarten ist der Bereich Risikomanagement zentral für die Risikoüberwachung verantwortlich. Die wesentlichen Risikoarten aus dem Leasinggeschäft, d. h. Adressausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken sowie die operationellen Risiken, werden zentral überwacht. Die Risikoberichterstattung erfolgt nach Art, Umfang und Häufigkeit in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden Risikoarten und Adressaten. An den Aufsichtsrat erfolgen monatlich eine Risikoberichterstattung zu Adressausfall-, Leasing-, Liquiditäts- und operationellen Risiken sowie eine detaillierte Risikoberichterstattung in den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen. Über diese Regelberichterstattung hinaus erfolgt eine anlassbezogene Ad-Hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat, falls außergewöhnliche Risiken auftreten oder schlagend werden.

Das Leasinggeschäft wird allgemein durch das Ausfall- und Verlustrisiko sowie durch das Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko geprägt. Leasingrisiken werden bei der LP grundsätzlich durch die Objektsicherheiten begrenzt. Die angemessene Bewertung der hereingenommenen Sicherheiten erfolgt innerhalb der Leasingvertragsverwaltungssoftware. Grundsatz der Steuerung operationeller Risiken ist deren Reduzierung und wo immer möglich deren Vermeidung. Bestandsgefährdende Risiken sind durch Versicherungen zu mindern. Das Eingehen von Marktpreisrisiken und Zinsänderungsrisiken ist nicht vorgesehen. Im Rahmen der Steuerung von Liquiditätsrisiken achtet die LP auf eine ausreichende Diversifizierung der Refinanzierungsquellen. Die Verfügbarkeit ausreichender Liquidität wird täglich anhand eines Liquiditätsstatus überwacht. Die LP führt zudem gegenwärtig ein EDV-gestütztes, teilautomatisiertes Überwachungssystem ein, in dem Adressausfallrisiken strukturiert und transparent abgebildet werden können.

Infolge der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrise war das Geschäftsjahr 2009 wie bei nahezu allen Leasingunternehmen stark beeinflusst von einem Einbruch im Neugeschäft, von einer nie dagewesenen Zunahme der Zahlungsstörungen und der notleidenden Geschäfte sowie von einem stetig enger werdenden Refinanzierungsmarkt. Den Einbruch im Neugeschäft konnte die LP durch ein straffes Kostenmanagement und durch ihre sehr fixkostenarme Vertriebsstruktur kompensieren. Die Insolvenz des Franchise-Systems "Kartuschen-König" nebst seiner Franchise-Nehmer, in deren Folge ein Schaden von rund 677 T€ entstanden ist, hat Ertrag und Liquidität stark beansprucht. Durch die tägliche Überwachung der Zahlungsströme, intensives Forderungsmanagement, zeitnahe Kündigung, Sicherstellung und Verwertung blieben die übrigen Zahlungsstörungen und notleidenden Geschäfte in einem beherrschbaren Rahmen. Die LP verfügte jederzeit über stabile und ausreichende Refinanzierungskontingente. Zudem ist es der LP gelungen, zusätzliche Refinanzierungspartner zu gewinnen sowie die Kontokorrentlinien für Betriebsmittel zu auszuweiten.

5. Prognosebericht

Allgemein wird erwartet, dass sich die globale Wirtschaft im Laufe des Kalenderjahres 2010 stabilisieren wird. Für die deutsche Wirtschaft ist dies aufgrund der hohen Abhängigkeit vom Export ein kritischer Erfolgsfaktor. Es zeigen sich Nachfrageimpulse aus dem Ausland. Binnenwirtschaftlich betrachtet lassen sich ebenfalls Tendenzen der Verbesserung erkennen, jedoch hängt die Binnenkonjunktur in hohem Maße von der weiteren Entwicklung an den Arbeitsmärkten ab. Die staatlichen Maßnahmen zur Unterstützung und Flexibilisierung waren bislang für die Robustheit der Arbeitsmärkte verantwortlich. Sollten sich diese zukünftige ungünstiger entwickeln, so könnte die Erholung der Wirtschaft hierdurch gefährdet werden. Die Entwicklung der Aktienkurse und die positive Ergebnissituation vieler Banken ist kein unbedingter Indikator für gefestigtes Vertrauen in die Finanzmärkte. Die Kreditvergabepolitik der Banken wird weiterhin eher von Zurückhaltung gekennzeichnet sein, da die Branche die Performance Ihrer Kreditbücher derzeit nur schwer einschätzen kann.

Das laufende Geschäftsjahr 2010 wird aus Sicht der leasepartner AG einerseits von der Entwicklung des Wirtschaftswachstums und andererseits in zunehmendem Maße durch die seit dem 25.12.2008 bestehende Aufsichts- und Erlaubnispflicht für Leasingunternehmen durch die BaFin beeinflusst werden. Besonders die Beaufsichtigung durch die BaFin führt zu erheblichem Mehraufwand für die Mitglieder der Branche. Es zeichnet sich ab, dass zahlreiche etablierte Unternehmen diese Anforderungen nicht erfüllen können oder wollen. Die LP ist auf die Anforderungen der BaFin hinreichend vorbereitet und verfügt noch dazu über stabile Geschäftsbeziehungen zu Refinanzierern. Sie beabsichtigt auch, um Nachhaltigkeit zu dokumentieren, innerhalb des Geschäftsjahres 2010 das Grundkapital möglichst auf 2 Mio. Euro zu erhöhen. Zudem arbeitet die LP daran, die Refinanzierungspartnerschaften stetig weiter auszubauen. Die LP hat auf der Basis der gegenwärtigen EK-Situation für das laufende Geschäftsjahr ein Neuvertragsvolumen in Höhe von 17,6 Mio. Euro budgetiert. Hieraus soll eine Barwertmarge von 1,45 Mio. Euro bzw. 8,25 % resultieren. Die LP wird die Kostensituation eng am weiteren Geschäftsverlauf ausrichten. Eine Prognose über das Geschäftsjahr 2010 hinaus erscheint bedingt durch die nach wie vor bestehende weltweite, gesamtwirtschaftliche Verunsicherung aktuell nicht seriös darstellbar.

Zukünftige Risiken ergeben sich für die LP - ebenso wie für alle anderen Marktteilnehmer - aufgrund der nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation aus den im Risikobericht genannten Risikoarten sowie aus sich möglicherweise weiter ändernden gesetzlichen und/oder aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen. Die Risikostrategie der leasepartner AG ist auf Reduzierung und Vermeidung von Risiken ausgerichtet. Über den Risikomanagementprozess, der die vier aufeinanderfolgenden Phasen Risikoidentifikation, Risikoquantifizierung, Risikosteuerung und Risikomanagement umfasst, kann die LP Risiken frühestmöglich erkennen und entsprechende Maßnahmen ableiten. Zur Risikoreduzierung im Neugeschäft hat die LP die Anforderungen an die Bonität der Adresse und die Werthaltigkeit und Fungibilität der zu finanzierenden Objekte erhöht. Bestimmte Branchen werden nur in Ausnahmefällen bedient. Weiterhin wurden die Anforderungen durch zusätzliche Sicherheiten, verstärkten Einsatz von Mietsonderzahlungen und kürzere Laufzeiten erhöht. Die Restwertpolitik ist nach wie vor sehr defensiv ausgerichtet. Über ein zeitlich sehr enges Monitoring wird der Bestand kontinuierlich auf entstehende Risikosituationen hin untersucht.

Chancen ergeben sich für die LP dadurch, dass sich der Leasingmarkt noch stärker als im Geschäftsjahr 2009 konsolidieren wird. Derzeit scheinen zum Stichtag 31.12.2009 lediglich rd. 400 von ursprünglich ca. 2.000 Leasingunternehmen in Deutschland die BaFin-Erlaubnis beantragt zu haben. Daraus ergibt sich ein hohes Potenzial an zukünftigen Verbundpartnern, die einen sehr guten Zugang zu kleineren und mittelständischen Kunden, die in der Vergangenheit in ihrem Marktsegment oder in ihrer Nische hoch profitabel gearbeitet haben und nun nach einer geeigneten Alternative suchen, für die LP. Die bestehende Internet-Abwicklungsplattform ermöglicht den Verbundpartnern eine effiziente Abwicklung ihres Leasinggeschäftes. Weiterhin gibt es Indizien dafür, dass es für die Kunden wichtiger wird, über eine stabile Finanzierungsquelle zu verfügen, und somit die Preissensitivität nachlässt. Hieraus lassen sich langfristige Kundenbeziehungen zu adäquaten Margen generieren. Darüber hinaus bietet die leasepartner AG mit ihrem Verbundsystem eine attraktive Möglichkeit, um sehr schnell im Verbund mit anderen Leasingunternehmen und/oder Vermittlern eine starke Marke und damit einen nennenswerten, bundesweit aktiven Marktteilnehmer zu etablieren.

6. Sonstige Angaben

Der Aufsichtsrat wurde durch Aktennotizen, Vorstandsprotokolle, Telefonkonferenzen sowie in den regelmäßig vorgenommenen Aufsichtsratssitzungen über die Geschäftstätigkeiten zeitnah informiert.

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 erstellt. Der Vorstand erklärt, dass - nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt der Vornahme des jeweiligen Rechtsgeschäfts bekannt waren - die LP bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat.

Der Vorstand erklärt ferner, dass - nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt, in dem die jeweilige Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bekannt waren - die LP dadurch, dass die Maßnahmen i. S. d. § 312 AktG getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde.

Außer den im Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen genannten Rechtsgeschäften und Maßnahmen sind in der Berichtszeit keine weiteren berichtspflichtigen Vorgänge erfolgt.

 

Essen, den 30.03.2010

leasepartner AG

Der Vorstand

Peiker

Romberg

Substanzwertrechnung 2009

  2009
1. Bilanzielles Eigenkapital 486.938,90
(gemindert um zur Ausschüttung vorgesehene Ergebnisse)  
2. Zukünftige Erträge, soweit vertraglich unterlegt  
2.1 Ausstehende zukünftig fällige, nicht forderungsverkaufte Leasing-Forderungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen mit Mietbeginn bis zum Bilanzstichtag  
a) kongruent finanziert 7.818.280,14
b) nicht kongruent finanziert 739.950,73
2.2 Gegenüber dem Leasingnehmer/Dritten bestehende Restwertansprüche aus Leasingverträgen mit Mietbeginn bis zum Bilanzstichtag, soweit nicht forderungsverkauft  
a) kongruent finanziert 1.160.757,89
b) nicht kongruent finanziert 65.570,77
2.3 Zukünftige Zinsaufwendungen für Darlehen zur Finanzierung der nicht forderungsverkauften Leasingverträge  
a) kongruent finanziert (= tatsächlicher Refinanzierungszins) 913.158,87
b) nicht kongruent finanziert (von der LG kalkulierten Refinanzierungszinsen) 4.164,37
2.4 Passive Rechnungsabgrenzung bzw. Verbindlichkeiten bzgl. der zukünftigen Erträge aus Verträgen mit Mietbeginn bis zum Bilanzstichtag  
a) PRAP der verkauften Leasingforderungen 2.502.196,57
b) Anteile der nicht zum Barwert forfaitierter Leasingverträge 51.065,24
b) Mietvorauszahlungen/Mietsonderzahlungen 435.725,43
2.5 Barwert zukünftiger Nettoerträge aus Mietkaufverträgen (Margenanteil) 133.304,67
2.6 Ansparrücklage gem. § 7 g EStG  
2.7 Stille Reserven aus Drohverlustrückstellungen und Wertberichtigungen 166.500,00
2.8 Noch nicht vereinnahmte Finanzierungsbarwerte und Mietsonderzahlungen aus zugegangenen Vermietvermögen (Zufluss des Barwertes jedoch erst im Folgejahr)  
Zwischensumme: Barwert zukünftiger Erträge, soweit vertraglich unterlegt 12.156.028,20
3. Zukünftige Aufwendungen (ohne künftige Verwaltungskosten)  
3.1 Restbuchwert aus Leasingvermögen 11.339.379,00
3.2 Risikoabschlag auf künftige Leasingforderungen/Restwerte/Rückkaufvereinbarungen unter Berücksichtigung der bereits bestehenden bilanziellen Risikovorsorge 361.064,73
3.3 Künftige Gewerbesteuer auf Dauerschuldzinsen  
3.4. Erlösschmälerungen, soweit nicht in anderen Positionen bereits erfasst Ergebnis aus Position 2 ./. Position 3 455.584,47
4. Künftige Verwaltungskosten für die Abwicklung des Vertragesbestandes 167.187,50
5. Barwert der erwarteten, nicht garantierten Nachgeschäftserlöse aus  
a) Leasing-Teilamortisationsverträgen; 2,5 % aus den historischen Nettoanschaffungswerten 114.184,05
b) Leasing-Vollamortisationsverträge; 5,250 % aus den historischen Nettoanschaffungswerten 526.245,80
6. Substanzwert des bilanzierten Vertrags- und Objektbestandes (Saldo aus 2. bis 5.) 928.826,81
7. Zukünftiges Ergebnis aus dem Einsatz zinsfreier Mittel 0,00
8. Substanzwert aus kontrahiertem, aber noch nicht bilanzwirksam gewordenen Vertragsbestand (bezogen auf Netto-Anschaffungswerte von 355.475,22 €) 31.035,80
9. Substanzwert/Erweiteretes betriebswirtschaftliches Eigenkapital (Saldo 1., 6., 7.) 1.446.801,51
10. Zukünftige Zinsmargen aus verkauften Vertragen  
a) davon aus VA-Verträgen 41.009,38
b) davon aus TA-Verträgen 84,24
11. Barwert der erwarteten, nicht garantierten Nachgeschäftserlöse aus verkauften Verträgen  
a) Leasing-Teilamortisationsverträge; 50% von 2,5 % aus den historischen Nettoanschaffungswerten 230,50
b) Leasing-Vollamortisationsverträge; 50% von 5,25 % aus den historischen Nettoanschaffungswerten 33.583,16
12. Substanzwert/Erweitertes betriebswirtschaftliches Eigenkapital einschließlich verkaufter Verträge 1.521.708,79

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der leasepartner AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Osnabrück, 31. März 2010

HERDEN BÖTTINGER BORKEL NEUREITER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

D. Neureiter, Wirtschaftsprüfer

R. Steingröver, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrates der leasepartner AG

Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Rahmen seiner Möglichkeiten nach bestem Wissen wahrgenommen und den Vorstand der leasepartner AG laufend überwacht. Er hat sich vom Vorstand in Einzelbesprechungen und turnusmäßigen Sitzungen zur beabsichtigten Geschäftspolitik, zu grundsätzlichen Fragen der Geschäftsführung, zur Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfalle unterrichten lassen und mit dem Vorstand darüber beraten. Geschäftsvorfälle, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, wurden vom Vorstand vorgelegt und mit ihm erörtert.

Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung am 31.03.2009 zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Herden Böttinger Borkel Neureiter GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Osnabrück geprüft und mit einem uneingeschränkten gesetzlichen Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Jahresabschlussunterlagen, der Lagebericht des Vorstands und der Bericht des Jahresabschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Der Abschlussprüfer stand ihm für Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Jahr 2009 werden nach Feststellung beim Finanzamt Essen-Süd hinterlegt.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss heute gebilligt; er ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat auch den Bericht des Vorstands ausführlich geprüft und stimmt ihm zu. Ebenso stimmt er dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu, der folgenden Bestätigungsvermerk enthält:

,,Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Abschluss für das Geschäftsjahr den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Abschluss für das Geschäftsjahr, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Essen, den 06.05.2010

Der Aufsichtsrat

Michael Sturm, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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