Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 10426
Vorher
FAMIS Gesellschaft für Facility Management und Industrieservice mbH
Eingetragen
3.4.1995
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Die Erbringung von Energiedienstleistungen für Gebäude, Versorgungseinrichtungen und an technischer Infrastruktur, die Ausführung von Management- und Servicedienstleistungen im Zusammenhang mit der Planung, Errichtung, Bewirtschaftung und Unterhaltung von Gebäuden und technischen Anlagen sowie die damit verbundene Informationsverarbeitung; Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralph Helmut Schmidt
seit 20.1.2026
Geschäftsführer
Alexander Schmidt
seit 14.5.2024
Geschäftsführer
Marcel Albert Schäfer
seit 17.12.2018
Prokura
Michael Sautter
seit 13.10.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.01% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (27)

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
VSE Aktiengesellschaft
Germany
37.47%
VSE Aktiengesellschaft
Germany
28.06%
energis GmbH
Germany
15.69%
energis GmbH
Germany
9.42%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FAMIS GmbH

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT 2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftstätigkeit

1.2. Strategie

1.3. Nachhaltigkeit / Digitalisierung und Wachstum

1.4.Technologie und Innovation

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen / Situation

2.2. Energiepolitisches Umfeld

2.3. Branchensituation

2.4. Energiepreisentwicklung

2.5.Geschäftsverlauf und Gesamtaussage

2.6. Finanzlage

2.7. Vermögenslage

2.8. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

3. Mitarbeiter

4. Prognosebericht

5. Risikobericht

6. Chancenbericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftstätigkeit

FAMIS arbeitet als Energiedienstleister und technischer Facility Dienstleister für Gebäude, Infrastrukturen sowie für Energie- und Versorgungsanlagen. Die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften erbringen v.a. technische und infrastrukturelle Facility-Leistungen, technische Planungen sowie Handwerkerleistungen.

Zu den wesentlichen Kundengruppen zählen Kommunen, Industrie- und Gewerbekunden sowie Kunden im Bereich des Gesundheitswesens.

Das Geschäftsmodell gründet auf einer durchgängigen Leistungskette, die von der Fachberatung über Planungsleistungen und Projektsteuerung bis hin zum technischen Betrieb und der Dokumentation alle wesentlichen Bereiche des Lebenszyklus einer Immobilie oder von Infrastrukturen und technischen Anlagen begleitet. Darüber hinaus werden Contractingmodelle sowie die Umsetzung von dezentralen Energielösungen (Wärmelösungen, Kältelösungen, E-Mobility-Leistungen, PV) bei ausgewählten Kunden angeboten. Mit ihrem technischen Service bietet FAMIS eine Rundum Sorglos Betreuung im handwerklichen Bereich mit der notwendigen rechtssicheren Dokumentation.

FAMIS versteht sich auch als Lösungsentwickler und Betreiber von Energieanlagen sowie versorgungstechnischer Infrastruktur in Gebäuden und Quartieren. Mit ihrem Geschäftsmodell unterstützt FAMIS die VSE-Gruppe bei der Umsetzung von innovativen und nachhaltigen Energielösungen und beim Aufbau einer zukunftsfähigen klimafreundlichen und vernetzten Energieinfrastruktur in der Region.

Regional agiert FAMIS vorrangig im Südwesten Deutschlands und mit ihrer Tochtergesellschaft COMCO MCS S.A. auch im Großherzogtum Luxembourg.

FAMIS hat ihren Hauptstandort in 66111 Saarbrücken und unterhält eine Niederlassung in 63755 Alzenau sowie eine technische Werkstatt in 66280 Sulzbach. Bei der aktuellen Standortwahl stehen Verfügbarkeit und Kundennähe im Vordergrund; ergänzend starten die Servicemonteure aus der Fläche, um dem gebotenen Serviceanspruch des Unternehmens und seiner Kunden gerecht zu werden.

1.2. Strategie 1

In ihrer Strategie muss sich FAMIS GmbH sowohl mit den Rahmenbedingungen im Energiesektor aber auch mit der Dienstleistungsbranche auseinandersetzen.

Insgesamt hat sich die Lage am Energiemarkt im Vergleich zum durch starke Turbulenzen geprägten Jahr 2022 wieder beruhigt. Die Anspannungen sind jedoch weiterhin zu spüren.

Die Energiekrise im Jahr 2022 war ein Beschleuniger der Energiewende, da die Notwendigkeit der nachhaltigen Energieproduktion noch stärker in den Fokus gerückt ist. Nicht zuletzt zeigen auch die politischen Beschlüsse im Hinblick auf das Osterpaket, dass der Fokus auf Energiesicherheit und Energieunabhängigkeit sowie eine dafür erforderliche resiliente und digitale Energieinfrastruktur noch weiter an Bedeutung gewonnen hat. Die Krise hat uns auch vor Augen geführt, dass wir Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Energie stets zusammen denken müssen. Eine Reduktion dieser Abhängigkeit und gleichzeitige Sicherstellung der Versorgungssicherheit sowie Bezahlbarkeit von Energie kann nur durch den schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien gelingen.

Die Energiewende ist nicht mehr nur eine Energiewende allein, sondern vor allem eine Wärmewende, von der jeder Einzelne unmittelbar betroffen ist oder zukünftig sein wird. So war das Jahr 2023 bereits durch einen starken Wunsch der Kunden nach mehr Autarkie und Nachhaltigkeit, unter anderem resultierend in einer hohen Nachfrage nach Wärmepumpen, geprägt; die Wärmewende war bereits in diesem Jahr schon deutlich zu spüren.

Die überarbeiteten Ziele der Europäischen Kommission hinsichtlich des vorgezogenen Ausbaus Erneuerbarer Energien führen zu einem weiter erhöhten Bedarf an innovativen Lösungen und vernetzter Versorgungsinfrastruktur. All dies ist ein zusätzlicher Ansporn für FAMIS und bestätigt ihre strategische Ausrichtung zur Umsetzung dezentraler effizienter Energielösungen.

Zu spüren und vertrieblich zu beachten war der Einfluss der Energiediskussion auch im Dienstleistungssektor. FAMIS GmbH hat ihr Augenmerk bei der Beratung von Kunden neben den Anforderungen an Qualität und Verfügbarkeit auch auf Energieeffizienz gelegt.

Die unternehmerischen Ziele der FAMIS sind auf nachhaltige und qualitativ hochwertige Leistungen zur Steigerung von Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit ausgerichtet, bei Beratung, Planung und Betrieb von Energieanlagen, Gebäuden und bei versorgungstechnischen Anlagen.

Kundenbindung erreicht FAMIS durch hohe Fachkompetenz, innovative Konzepte und einen 24/7 Service.

Wesentliche Ziele bleiben ein wirtschaftlich attraktives Wachstum im Bereich der Ingenieurdienstleistungen sowie bei der Entwicklung und Vermarktung von innovativen Energielösungen unter Einbindung einer nachhaltigen Kundenbetreuung durch hochwertigen Service.

1.3. Nachhaltigkeit / Digitalisierung / Wachstum

Unter Zugrundelegung der Dekarbonisierungsstrategie im e.on Konzern entwickelt FAMIS Energieprodukte mit Augenmerk auf CO 2 -Reduktion und Dekarbonisierung. Sowohl bei Bestandskunden als auch bei neuen Projekten werden Analysen und Entscheidungsvorlagen unter Berücksichtigung dieser nachhaltigen Aspekte erstellt.

1 Die Inhalte dieses Abschnittes sind ungeprüfte sonstige Informationen, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen worden sind.

Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung folgt FAMIS der Unternehmensgruppe und vollzieht den operativen Wandel durch die Installation moderner Mess- Steuer- und Regelungstechnik mit Fernaufschaltung. Das stete Wachstum wird in den Kernkompetenzen der FAMIS durch Verknüpfung von technischen Argumenten mit Themen der Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung erreicht. Transparenz und Dokumentation findet im Umweltmanagementsystem des Unternehmens statt.

1.4. Technologie und Innovation

FAMIS betreibt keine Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung. Es findet jedoch eine für den Unternehmenszweck notwendige Produkt- und Dienstleistungsentwicklung entlang der gegebenen und sich ändernden energieregulatorischen Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung von neuen technischen Verfahren und Innovationen statt. Dabei stehen Entwicklungen zur Ressourcenschonung und CO 2 -Reduktion unter Berücksichtigung von technischer Qualität, gutem Kundenservice und der wirtschaftlichen Ziele im Vordergrund. Die Nutzung neuester Technologien wird über die Planungsleistungen des hauseigenen Ingenieurbüros, durch die Zusammenarbeit mit namhaften Technologie- und Anlagenbauern sowie über die kontinuierliche Fortbildung im Unternehmen erreicht.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen / Situation

Im Jahr 2023 beinträchtigen die Folgen der Covid-Pandemie wie zum Beispiel Lieferkettenengpässe und die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen durch den Russland-Ukraine-Krieg und damit verbundene Unsicherheiten die Weltwirtschaft. Weiter belasten die hohe Inflation sowie die Zinsanhebungen der Notenbanken die Weltwirtschaft im Berichtsjahr, was sich in den Prognosen für das Wachstum der Bruttoinlandsprodukte (BIP) widerspiegelt. 2

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum kann sich dem Einfluss der Zinserhöhungen sowie der Inflation ebenfalls nicht entziehen und das hat Auswirkungen auf das BIP- Wachstum der gesamten EU. Gemäß OECD soll das BIP des Euroraums im Jahr 2023 nur um 0,6 Prozent gewachsen sein.

Zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland

Die Konjunkturprognose der OECD für Deutschland hatte im Juni 2023 für das Berichtsjahr eine Stagnation für möglich gehalten. Mittlerweile wird mit einem Rückgang des BIP der deutschen Wirtschaft von 0,3 Prozent gerechnet. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die Zinserhöhungen, um der Inflation entgegenzusteuern. Diese bremsen jedoch zugleich die Wirtschaftsaktivität.

Im gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß OECD im Jahr 2023 im Schnitt bei 6,6 Prozent lag. 3

2 Wirtschaftswachstum: OECD geht 2024 von schwacher Weltwirtschaft aus | ZEIT ONLINE] [OECD Economic Outlook, Volume 2023 Issue 2 : Preliminary version | OECD iLibrary (oecd-ilibrary.org)];
3 [Inflationsrate im Oktober 2023 bei +3,8 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de); Verbraucherpreisindex für Deutschland - Statistisches Bundesamt (destatis.de); Wirtschaftswachstum: OECD geht 2024 von schwacher Weltwirtschaft aus | ZEIT ONLINE] [Presse - Organisation for Economic Co-operation and Development (oecd.org)

2.2 Energiepolitisches Umfeld

Die Frage, mit welchen Mitteln und wie schnell der Klimawandel gebremst werden müsse, prägte auch im Jahr 2023 weltweit die energiepolitische Debatte.

Auf der UN-Klimakonferenz COP28 in Dubai 4 im Dezember 2023 haben sich Staats- und Regierungschefs von fast 200 Ländern auf ein Schlussdokument geeinigt. In diesem sind folgende Kernaussagen zum Thema Energie getroffen worden: die Verdreifachung der erneuerbaren Energien bis 2030, die Nutzung von Technologien wie der CO 2 -Abscheidung und -Speicherung und die Abkehr von fossilen Brennstoffen in Energiesystemen.

Auch die EU-Institutionen haben, angesichts der durch den Russland-Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise und der zunehmend spürbaren Folgen des Klimawandels, Maßnahmen zur Krisenbewältigung auf den Weg gebracht beziehungsweise verstärkt.

Am 7. Dezember 2023 erzielten der Rat und das Europäische Parlament eine Einigung zur Überarbeitung der Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Diese führt neue Vorgaben für die Dekarbonisierung der Gebäude ein, darunter ambitionierte Ziele für die Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und für die Bereitschaft von "Zero-Emission Buildings"

In Deutschland hat der Bundestag bereits Mitte 2022 das sog. Osterpaket zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien verabschiedet. Mit verschiedenen Gesetzesänderungen, beispielsweise im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), hat der Gesetzgeber die Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch von 50 Prozent auf 80 Prozent erhöht. Dabei rückt auch der Ausbau der Solarenergie in den Fokus. Bis 2030 soll die installierte Photovoltaik-Leistung von 100 GW auf 215 GW mehr als verdoppelt werden.

Die Neufassung des § 14a im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) 5 sieht vor, dass steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie z.B. elektrische Wärmepumpen oder Wallboxen für Elektroautos zukünftig netzorientiert gesteuert werden und im Gegenzug Netzentgeltreduktionen erhalten.

Zudem hat die Bundesregierung im Juni 2023 die Neufassung des Klimaschutzgesetzes 6 auf den Weg gebracht. Die Klimaziele sollen nun vorausschauend, mehrjährig und sektorübergreifend (Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft) eingehalten werden. Um das Ziel der vollständigen Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bis 2045 zu erreichen, wurden im Jahr 2023 das Gebäudeenergiegesetz, das auf die Umstellung der Heizungstechnologien abzielt, und das Wärmeplanungsgesetz, das die Wärmenetze adressiert und die Grundlage für die kommunale Wärmeplanung bildet, verabschiedet.

Auch das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) wurde im Jahr 2023 novelliert. Dabei wurden verschiedene Themen behandelt, insbesondere die Umsetzung des EuGH-Urteils zur Unabhängigkeit der Regulierungsbehörde und der Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes einschließlich dessen Finanzierung. Durch die Einmalhilfe für Strom- und Gaslieferungen (Dez. 2022) und durch Strom- und Gaspreisbremsen (2023), wurden Entlastungen für Kunden umgesetzt. Dies betraf auch die Wärmelieferungskunden.

4 https://connect.eon.com/pages/pg-group-news/apps/blog/app-
archive56/view/1c82e300-f21a-40ac-827f- 2ea8540ba9f0
5 https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Beschlusskammern/1 GZ/BK6-GZ/2022/BK6-22-
300/BK6-22- 300 Festlegungsverfahren.html?nn=659906
6 https://dserver.bundestag.de/btd/20/082/2008290.pdf

Das Bundesverfassungsgericht hat am 15. November 2023 entschieden, dass das Gesetz über den zweiten Nachtragshaushalt 2021 verfassungswidrig ist. Das Urteil betrifft unmittelbar den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Bei Übertragung der Grundsätze auf die weiteren Sondervermögen ist mittelbar auch der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) betroffen. In der Folge hat die Bundesregierung die staatliche Förderung über die Strom- und Gaspreisbremsen nicht wie geplant bis Ende März 2024 verlängert, sondern diese liefen Ende 2023 aus.

2.3. Branchensituation

a) Energiedienstleistungen:

Der Energiesektor befindet sich in einer Phase grundlegender und anhaltender Veränderungen. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat die Situation an den Energiemärkten in Deutschland und Europa immer weiter verschärft und stellt die Welt vor neue, große Herausforderungen.

Die Energiewende in Europa ist unumkehrbar und gewinnt auch vor dem Hintergrund der aktuellen Marktsituation an Tempo. Für die Energiewirtschaft ergeben sich daraus nicht nur neue Herausforderungen, sondern auch enorme Chancen. Netzbetrieb, dezentrale effiziente technische Lösungen und Energiemanagementsysteme bilden die Basis einer erfolgreichen Energiewende.

In diesem Kontext werden die Energiesysteme zunehmend von digitalen und vernetzten Anwendungen und Lösungen geprägt. Netze, Produkte und Kundenschnittstellen, aber auch interne Prozesse in den Energieunternehmen werden digitalisiert.

Energiedienstleistungen mit ihrer Ausrichtung auf die Änderungsgrößen der Energiewirtschaft sind wesentliche Treiber des gewollten Transformationsprozesses.

Für FAMIS GmbH ergeben sich neue Wege und Möglichkeiten das vernetzte Energiesystem mit Lösungen für Wärme, Kälte, PV-Strom und E-Mobilität in der Region zu ergänzen.

b) Technische Facility-Dienstleistungen:

Mit einem Anteil von 4,52% am Bruttoinlandsprodukt und einem Wachstum von 3,34 % bleibt das Facility-Management (FM) eine wichtige Schlüsselbranche und in Krisenzeiten ein stabilisierender Faktor der deutschen Wirtschaft. Die FM-Branche bereitet sich auf die neuen Herausforderungen durch ESG (Environmental Social Governance) und Digitalisierung. 7 vor. Über das planerische und technische Facility Management wurden die Anforderungen der Energiewende und von Nachhaltigkeitszielen umgesetzt. Innovative Technik und digitale Vernetzung schaffen die Voraussetzungen für Energieeffizienz und Ressourcenschonung beim Bau und im Betrieb von Infrastrukturen. Sie liefern die Daten für Transparenz und einen ständigen Verbesserungsprozess.

Direkt verbunden mit diesem Einfluss sind die ingenieurseitigen Kompetenzen beim Bau neuer Gebäude- und Versorgungslösungen ebenso wie bei Umbauten im Bestand. Entsprechend hohe Auslastung und positive Geschäftsentwicklungen sind daher flächendeckend bei den deutschen Planungsbüros für Technische Gebäudeausrüstung zu erfahren. Beschleunigt und Konjunkturfördernd wirkt in die Branche die Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) 8 , welche nach unserer Einschätzung in Kombination mit konkreten Förderszenarien im Altbau wie im Neubau neue Technologien und neue Dienstleistungen im Gebäudebetrieb hervorbringen wird.

7 GEFMA Branchenreport Facility Management 2022
8 BMWK - Bundeswirtschaftsministerium legt Reform der Gebäudeförderung vor - Fokus auf Sanierung und Vereinfachung der Antragsstellung durch klärende Zuständigkeiten

2.4 Energiepreisentwicklung

Im Verlauf des Jahres 2023 haben sich die Energiepreise im Großhandel gegenüber dem Vorjahr deutlich erholt. Die unmittelbaren Auswirkungen des anhaltenden Russland- Ukraine-Kriegs auf die Versorgungssituation in Europa haben sich mit dem bereits erfolgten beziehungsweise weiterhin steigenden Ausbau der Importkapazität von Flüssiggas reduziert. Zum Ende der Heizperiode im vergangenen Winter waren im März 2023 in Europa bereits 48 Terminals in Betrieb und weitere Terminals in Planung. 9

Bei insgesamt milden Witterungsbedingungen im vergangenen Winter konnten Gasreserven in den Untergrundspeichern gegenüber Vorjahren gesichert werden. Diese wurden über die Sommermonate weiter befüllt. Zum Zeitpunkt 01. Oktober 2023 lag der Füllstand der Gasspeicher bereits bei zirka 96 Prozent und erreichte bis zum Jahresende noch zirka 86 Prozent.

Als Faktoren für ein aktuell weiterhin erhöhtes Preisniveau wirken neben der gegenwärtigen Unsicherheit über den witterungsbedingten Verlauf des Winters insbesondere verbleibende geopolitische Risiken und der Wettbewerb um Flüssiggas auf dem Weltmarkt. Im Wettbewerb um Flüssiggas insbesondere mit Asien hat der erwartete Ausbau von Kapazitäten zur Verflüssigung von Gas bei wesentlichen Produzenten in den kommenden Jahren dagegen das Potential, mittelfristig zu einer weiteren preislichen Erhöhung zu führen.

2.5. Geschäftsverlauf / Gesamtaussage

Die gesellschaftsrechtliche Struktur der FAMIS hat im Berichtsjahr keine Änderungen erfahren.

Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die auch für die interne Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sind die Umsatzerlöse sowie der Jahresüberschuss.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um rd. 16% angestiegen; dieser Verlauf erklärt sich im Wesentlichen über Preisanpassungen aus der Lohnentwicklung, aus Preisanpassungen bei Wärmelieferungen und mehr Generalunternehmer Aufträge sowie über Zusatzgeschäft bei Bestandskunden. Die Umsatzerlöse verteilen sich zu 60% (14.108.756,- EUR) auf Facility Management Leistungen, zu 32% (7.545.541,- EUR) auf Energiedienstleistungen zu 7% (1.693.135,- EUR) auf Planungsleistungen und im Rest (68.984,53 EUR) auf sonstige Leistungen.

Mit Preisanpassungen und Zusatzgeschäft haben die beiden Gebiete (Saar-Südwest / Mitte Alzenau) im FM-Bereich und beim technischen Betrieb und Service bedeutend zur Umsatzsteigerung beigetragen. Der Bereich der Planungsleistungen bewegte sich annähernd auf Vorjahresniveau. Die Sparte Energiedienstleistungen hat über Generalunternehmer Projekte, die im Berichtsjahr abgerechnet werden konnten, ebenfalls ihren Beitrag zum Wachstum geleistet.

Vertrieblich hat sich FAMIS im Berichtsjahr vor allem um Bestandskunden gekümmert, da im Bereich des Neugeschäftes wegen anhaltender Marktverunsicherung Projekte verzögert oder nicht im geplanten Zeitrahmen zum Auftrag wurden. So liegt das Neugeschäft tatsächlich in allen Sparten außer im Bereich der Planungsleistungen hinter den Erwartungen zurück.

9 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1154199/umfrage/Ing-terminals-in-europa/].

Im Ingenieurbüro konnten dagegen erfolgreich Neuaufträge generiert werden, die im Grunde wesentlich für eine Vollauslastung der Abteilung sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (669 T EUR) resultieren überwiegend aus Kostenerstattungen im Rahmen von Personalverrechnungsvereinbarungen sowie aus periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

In Summe hat sich die Gesamtleistung des Unternehmens im Berichtsjahr von 21,1 Mio. EUR (2022) auf 24,15 Mio. EUR erhöht.

Alle Umsätze waren inländische Umsätze.

Der Materialaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr deutlich von 9.543 T EUR (2022) auf 12.212 T EUR (2023). Ursächlich für diesen Anstieg waren die stark gestiegenen Beschaffungspreise für Energie (v.a. Erdgas) sowie für bezogene Nachunternehmerleistungen im Zuge der GU-Projekte.

Die Beschaffung von Materialien und Ersatzteilen hat sich im Vergleich zum Jahr 2022 deutlich entspannt. Lieferkettenstörungen oder Engpässe bei Materialien traten selten auf und waren in keinem Fall kritisch. Die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Geschäftspartnern war gut; im Rahmen der Lieferantenbewertung im Zuge des QM-Audits wurde der Großteil der Lieferanten positiv bestätigt.

Aufwendungen für Personal haben sich im Berichtsjahr nur geringfügig um rd. 300 T EUR bei einem Gesamtvolumen von 7,2 Mio. EUR erhöht. Ursächlich hierfür waren Tariflohnanhebungen sowie Gehaltsanpassungen im außertariflichen Bereich. Die Gesamtzahl der Mitarbeitenden (108) hat sich kaum verändert (VJ 109). Aufgrund der Unsicherheiten im Markt und bei anhaltendem Fachkräftemangel wurden notwendige Neueinstellungen nicht vollständig umgesetzt. Die Zahl der Auszubildenden wurde allerdings von 4 (2022) auf 13 im Berichtsjahr erhöht. Trotz deutlicher Kosten für die Ausbildung ist diese Entscheidung wesentlich für die Perspektive des Unternehmens im fachtechnischen Bereich.

Die Abschreibungen bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres. Neue Großanlagen bei Kunden sind im Berichtsjahr nicht hinzugekommen. Vor allem die Anschaffung von PKW und Servicefahrzeugen sind im Anlagenspiegel sichtbar. Es gab im Geschäftsjahr keine Vorfälle oder Ereignisse, die außerplanmäßige Abschreibungen z.B. auf Firmen- und / oder Sachwerte hätten notwendig werden lassen. Auch im laufenden Insolvenzverfahren bei einem Großkunden wurde zunächst ein Kompromiss zur Fortsetzung der Leistung gefunden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die im Wesentlichen die kaufmännische Geschäftsbesorgung, IT-Kosten, Aufwendungen für Personalgestellung, Kosten der KFZ- Unterhaltung, Versicherungen und Prüfungskosten enthalten sind im Jahre 2023 um deutliche 25% (d.h. 548 T EUR) angestiegen; hierzu haben wesentlich die IT-Kosten- Steigerungen (allein rd. 366 T EUR) sowie der Anstieg der Fuhrparkkosten beigetragen.

Nach Bewertung der unangekündigten IT-Kosten-Steigerung über ein Beraterprojekt laufen derzeit Verhandlungen mit dem dienstleistenden Gesellschafter über eine marktgerechte Anpassung der IT-Umlage.

Die Fa. COMCO MCS S.A. liefert eine stabile Ausschüttung (350 T EUR) aus ihrem Jahresergebnis 2022.

Die Beteiligungen BETA GmbH und Hary Installationstechnik haben ihre Ergebnisse auf neue Rechnung vorgetragen. Bei diesen Beteiligungen sind auch in den nächsten Jahren keine Ausschüttungen vorgesehen, da die Ergebnisse in Wachstum investiert werden und für eine stabile Liquiditätslage bereitstehen sollen.

Die Beteiligungen Bäderbetriebsgesellschaft St. Ingbert GmbH (BBI) und AWOTEC GmbH schütten planmäßig keine Ergebnisse aus.

Die Zinserträge in Höhe von 194 T EUR (Vorjahr 106 T EUR) resultieren wie in jedem Jahr v.a. aus der Weiterverrechnung des Zinsaufwandes von Pensionsrückstellungen sowie aus Anlagen des Finanzclearings.

Zinsaufwendungen belaufen sich auf 190 T EUR (Vorjahr 207 T EUR) und resultieren aus langfristigen Krediten für Energieanlagen und Contracting sowie aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Durch die Zinssteigerungen für Eigenmittel im Finanz-Pooling bei einem Gesellschafter halten sich Zinsaufwand und -erträge im Berichtsjahr die Waage.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von 830 T EUR und damit rd. 14% unter dem Niveau des Vorjahres. Hierzu haben hohe Umsatzzuwächse insbesondere im Technischen Betrieb (FM) aber auch Erträge aus dem Bereich der Energiedienstleistungen beigetragen. Gegenläufig haben v.a. die gestiegenen IT- und Fuhrparkkosten gewirkt und damit das Ergebnis verschlechtert.

2.6. Finanzlage

Die Liquidität des Unternehmens ist auch aufgrund des positiven Geschäftsverlaufes weiter stabil; der Finanzmittelfonds liegt mit rd. 4,79 Mio EUR (Vorjahr 5,14 Mio EUR) auf einem guten Niveau. Projektfinanzierungen sollen auch weiterhin vorbehaltlich der Möglichkeit von Finanzierungen durch den E.ON Konzern über Eigenmittel und mit Beteiligung regionaler Partnerbanken abgewickelt werden.

Eine strukturierte Darstellung über die Finanzlage der Gesellschaft liefert die in Folge dargestellte Kapitalflussrechnung.

FAMIS / Kapitalflussrechnung

2023 2022
T€ T€
Periodenergebnis 830 964
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 1.299 1.303
+ Zunahme der Rückstellungen 1.008 974
+ Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -17 -280
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.098 -1.999
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 521 398
+ Zinsaufwendungen 116 104
- Zinserträge -130 -106
- Beteiligungserträge -350 -200
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.179 1.158
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 17 576
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagevermögen 13
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -1.142 -668
+ erhaltene Zinsen 130 106
+ erhaltene Dividenden 350 200
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -632 214
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 1.789
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -808 -739
- gezahlte Zinsen -116 -104
Ausschüttung -964
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.887 946
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -341 2.318
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.136 2.818
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.795 5.136
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode:
flüssige Mittel 370 335
+ Finanzclearingforderung 4.425 4.801
4.795 5.136

2.7. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr geringfügig um 0,59 Mio EUR von 24,02 Mio EUR (31.12.2022) auf 24,61 Mio EUR (31.12.2023) erhöht.

Auf der Aktivseite bilden die immateriellen Vermögensgegenstände, welche im wesentlichen Software Lizenzen ausmachen, lediglich einen geringen Teil (32 T EUR) der Bilanzsumme ab. Der weitaus größere Teil des Anlagevermögens betrifft mit 7,14 Mio. EUR die Sachanlagen. Hier werden v.a. Energieanlagen auf eigenen und fremden Grundstücken zur Verpachtung und zur Erbringung au Energiedienstleistungen, der Fuhrpark sowie Anlagen im Bau abgebildet. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen i.H. v. 1,13 Mio. EUR haben sich gegenüber dem Vorjahr (0,66 Mio. EUR) beinahe verdoppelt. Der Anstieg betrifft v.a. technische Anlagen im Bau, die im Folgejahr abgeschlossen werden und in Betrieb gehen. Die Finanzanlagen mit 2,68 Mio. EUR haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 12 T EUR verändert. Ein Beteiligungserwerb oder ein Verkauf von Geschäftsanteilen im Berichtsjahr fand nicht statt.

Im Umlaufvermögen sind die Vorräte um 0,23 Mio. EUR angestiegen; der Anstieg erklärt sich aus einer HEL Bevorratung bei einem Kunden zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit aber auch durch das Ansteigen der unfertigen Leistungen und der geleisteten Anzahlungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um rd. 0,55 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 4,77 Mio. EUR erhöht, was v.a. dem Umsatzzuwachs und den Abrechnungen im GU und Projektgeschäft bei den Ingenieurleistungen zum Jahresende zuzuschreiben ist.

Die Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen i.H.v. 7,97 Mio. EUR bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres und bestehen im Wesentlichen aus Finanzforderungen aus Mitteln der Personalverrechnungsvereinbarung mit dem Gesellschafter VSE AG sowie aus Finanzclearing-Forderungen. Der Stand der im Finanzclearing angelegten Mittel betrug zum Bilanzstichtag (31.12.2023), 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,8 Mio. EUR).

Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag rd. 370 T EUR (Vorjahr 335 T EUR).

Auf der Passivseite der Bilanz verändert sich das Eigenkapital (10,91 Mio. EUR) geringfügig über den Bilanzgewinn von 1,51 Mio. EUR (Vorjahr 1,65 Mio. EUR); die übrigen Positionen im Eigenkapital (Gez. Kapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklagen) bleiben unverändert.

Im Bereich der Rückstellungen verzeichnet das Unternehmen zum Bilanzstichtag einen Anstieg über alle wesentlichen Positionen. Die Rückstellungen für Pensionen steigen auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten geringfügig um 0,2 Mio. EUR. Darüber hinaus sind Rückstellungen im Personalbereich (0,45 Mio. EUR) für offene Überstunden, nicht genommenen Urlaub und für Sonderzahlungen und Tantiemen gebildet. Der Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um 0,68 Mio. EUR auf 2,62 Mio. EUR resultiert aus einigen Projektabschlüssen zum Ende des Berichtsjahres. Sonstige Rückstellungen enthalten des Weiteren wie in den Vorjahren auch Positionen für ausstehende technische Revisionen, Berufsgenossenschaft sowie für die Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses.

Die Verbindlichkeiten haben sich zum Bilanzstichtag von 6,21 Mio. EUR auf 5,94 Mio. EUR verringert. Die größte Reduktion (0,8 Mio. EUR) ist bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch die monatliche Tilgung auf langläufige Finanzierungen für Energieanlagen eingetreten. Gegenläufig wirken wesentlich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Leasingverträgen sowie aus Miet- und Pachtverträgen.

2.8 nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 108 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (im Vorjahr 109) sowie zusätzlich 13 Auszubildende (im Vorjahr 4). Die enorme Steigerung der Auszubildenden bei FAMIS trägt den entstandenen neuen Berufsbildern (z.B. Kältetechniker, Systemplaner, IT-Fachkräfte) aber auch der Notwendigkeit zur fachlichen Zukunftssicherung des Unternehmens Rechnung.

FAMIS initiiert durch die Aufnahme von Praktikanten und Studierenden für ihre Master- /Bachelor Thesis frühzeitig das Interesse am Unternehmen, um so das geplante Wachstum in den technischen Bereichen mit den erforderlichen Fachkräften zu stützen.

Ein Schulungs- und Weiterbildungsprogramm unterstützt die Qualifizierung des Bestandspersonals und folgt dem technischen Fortschritt und der Digitalisierung.

Im Jahre 2023 fand Personalwechsel im Wesentlichen in den technischen Bereichen statt; hier wurde der technische Service um Fachkräfte ergänzt. Hinzu kamen etliche Neueinstellungen wegen ausscheidender Mitarbeiter, welche die Altersgrenze erreicht hatten.

An dieser Stelle soll erwähnt sein, dass FAMIS ein integriertes Managementsystem (IMS) für Qualität, Umwelt sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz eingeführt hat und nach den einschlägigen Normen DIN EN ISO 9001/14001 sowie DIN ISO 45001 zertifiziert ist.

Im Berichtsjahr 2023 wurde FAMIS wiederholt erfolgreich in den genannten Bereichen auditiert. Eine Kundenabfrage ergab gute Kundenbewertungen; geplante Umweltmaßnahmen wurden umgesetzt. Die Arbeitssicherheit nimmt bei FAMIS einen hohen Stellenwert ein. Wegen einiger Arbeitsunfälle werden verstärkt Schulungsmaßnahmen und Sensibilisierungen der Mitarbeiter/innen durchgeführt. Ein Maßnahmenkatalog für eine ständige Verbesserung sowie ein Reklamationswesen zur Identifizierung und Bearbeitung prozessualer Störungen ist implementiert.

4. Prognosebericht

Die EU prognostiziert für das Jahr 2024 ein Wachstum des BIP von 1,3 Prozent und für das Jahr 2025 voraussichtlich von 1,7 Prozent. 10

Mit Blick auf Deutschland gehen Wirtschaftsinstitute 11 für das Jahr 2024 von einer beginnenden Erholung der Wirtschaft und einem Wachstum von 0,9 Prozent aus. Darüber hinaus wird mit einer weiteren Normalisierung der Konjunktur im Jahr 2025 und einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent gerechnet. Die sich zuletzt abschwächende Inflation, die steigenden Lohneinkommen und die hohe Beschäftigungsrate lassen auf eine höhere Kaufkraft sowie gesamtwirtschaftliche Nachfrage schließen, die diese Einschätzungen / Prognosen stützen.

Die Volatilität an den Energiehandels- und Beschaffungsmärkten mit sich schnell verändernden Preisen ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Zudem haben politische und regulatorische Maßnahmen mittel- und unmittelbaren Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit. Diese sind mittlerweile aber konkreter als noch im Vorjahr. Daher sind in der Prognose für Energiedienstleistungen die Auswirkungen der Energiekrise so weit enthalten, wie wir makroökonomische Faktoren und regulatorische Eingriffe abschätzen können. Im Bereich des Planungsbüros sowie bei den Gebäudedienstleistungen (FM-Leistungen) rechnen wir mit einem stabilen und wachsenden Geschäft; Ingenieurleistungen, Service- und Handwerkerleistungen sind mehr denn je gefragt.

10 https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-forecast-and-surveys/economic-forecasts/autumn-2023- economic-forecast-modest-recovery-ahead-after-challenging-year_en?prefLang=de#executive-summary S.o. Ifo Institut, Seiten 3., 8+9
11

FAMIS hat ihr Produktportfolio, die Qualifikationen und Prozesse der einzelnen Geschäftsbereiche in den letzten Jahren kontinuierlich auf energieeffiziente Technologien und deren Umsetzung ausgerichtet. Es liegen langjährige Erfahrungen in der Planung, im Bau und Betrieb sowie beim Monitoring von Gebäudetechnik und energietechnischen Anlagen vor. Die Leistungsfähigkeit der FAMIS passt somit bestens auf die neuen Wachstumsbereiche des Klimaschutzes. Mit neuen Produkten und Dienstleistungen (E- Mobility, effiziente Wärme- und Kältetechnik, PV, Energieaudits und Konzepte) geht FAMIS den Weg der Veränderung zielorientiert und fachspezifisch mit.

Wir rechnen für das Jahr 2024 unter Berücksichtigung der oben genannten Entwicklungen mit einem im Vergleich zum Berichtsjahr leicht rückläufigen Umsatz sowie mit einem Jahresüberschuss i.H. v. rd. 0,7 Mio EUR.

5. Risikobericht:

FAMIS ist in das Risikomanagement der VSE Unternehmensgruppe eingebunden. Das System verfügt über Risikoscores und wird quartärlich aktualisiert. Darüber hinaus erfolgen Risikoberichte im Rahmen der Gesellschafterversammlungen sowie im Rahmen der Planungsgespräche.

Aus ihrer Geschäftstätigkeit ergeben sich in der aktuellen Bewertungssituation die folgenden Risiken in abfallender Bedeutung:

a) Fachkräftemangel:

In den technischen Bereichen "Elektrotechnik" und "Versorgungstechnik" stellt auch weiterhin der Fachkräftemangel das größte Risiko sowohl für die Leistungserbringung als auch für das Wachstum dar. In diesem Zusammenhang gilt es Fluktuation zu verhindern und gleichzeitig durch Neueinstellungen eine Verjüngung der Altersstruktur der Beschäftigten zu erreichen. FAMIS GmbH hat bereits die Anzahl der Azubis in den technischen Berufen deutlich erhöht. Gleiches wird bei Werkstudenten folgen. Ein ausreichend qualifiziertes Personal ist unabdingbar für die Weiterentwicklung des Unternehmens und zur Umsetzung des Geschäftsmodells entlang der Aufgabenstellungen der klimaneutralen Transformation und für ein nachhaltiges Gebäudemanagement.

b) Verunsicherungen im Markt:

Immer noch sehen wir Zurückhaltung von Kunden bei Projekten zur Erneuerung energetischer Infrastrukturen. Unsicherheiten über Förderung und Finanzierungen, Entwicklung der Inflation und Wirtschaftslage verzögern Projekte und Maßnahmen insbesondere im Baugewerbe. Hinzu kommt bei Neuprojekten das Risiko verzögerter Lieferketten und starke Preissteigerungen bei der Beschaffung von technischen Komponenten.

c) Kostensteigerungen für IT Richtlinienkonformität:

FAMIS GmbH wird zunehmend an die IT- und Prozessstrukturen im E.ON Konzern angebunden. Die ungeplanten und kurzfristig angezeigten Kostensteigerungen für IT- Leistungen und für die verpflichtend formulierte Umsetzung von Konzernrichtlinien haben bereits im Berichtsjahr zu schmerzhaften Ergebnisbelastungen geführt. Ein verlässlicher und planbarer Kostenpfad ist hier noch nicht definiert, was für die mittelständig geprägten Geschäftstätigkeiten der FAMIS GmbH hohe Risiken birgt.

d) Energiewirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen:

Die energieregulatorischen und politischen Rahmenbedingungen mit einer mittel- bis langfristigen Förderkulisse sind wesentliche Grundlage für den Bestand und Erfolg von Produkten und Dienstleistungen der FAMIS. Risiken bestehen in einer fortgesetzten Anpassungsdynamik und bei kommunikativer und fachlicher Verunsicherung zum Bestand von Förderzusagen. Solche Themen beeinflussen wesentlich den Vertriebserfolg und die Auftragslage.

e) Vollauslastung im Ingenieurbüro:

Weiterhin bleibt das Erreichen einer Vollauslastung der Ingenieur-Planungsabteilung, wo zeitnah und fortlaufend neues Projektgeschäft akquiriert werden muss, ein Risikofaktor, dem mit aktivem Vertrieb und der selektiven Teilnahme an Ausschreibungsverfahren begegnet wird. Partnerschaften mit anderen Ingenieurbüros helfen dieses Risiko zu minimieren.

f) Forderungsausfälle und Insolvenzen:

Die Risiken von Forderungsausfällen sowie Insolvenzrisiken bei Kunden sind latent vorhanden. Eine breite Kundenstruktur und ein zeitnahes Forderungsmanagement reduzieren Risiken in diesem Bereich.

g) Technische Ausfallsicherheit

Technische Risiken beschreiben den zeitweisen Ausfall von wichtigen Versorgungsanlagen bei unseren Kunden; hier helfen schnelle Meldeketten und ein gutes Störfallmanagement die Risiken zu begrenzen.

h) IT Ausfallrisiken

Die FAMIS Prozesse werden zunehmend digitalisiert. Es besteht ein Restrisiko im Ausfall von IT-Systemen, dem mit neuesten IT- und Cyber-Schutzeinrichtungen nach Gruppenstandard begegnet wird.

Aus heutiger Sicht sind für das Geschäftsjahr 2024 bei FAMIS keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden.

Bei den wesentlichen Beteiligungen stellen sich die Risiken wie folgt dar:

COMCO MCS S.A. hat auch im zurückliegenden Jahr 2023 v.a. in Luxemburg margenstarke und langjährige Bestandskunden verloren. Es gibt zwar vertriebliche Erfolge, die jedoch auf wesentlich niedrigerem Niveau und mit kürzeren Auftragslaufzeiten abgeschlossen wurden. Hier muss weiterhin konsequent vertrieblich gearbeitet werden. Immer noch agiert COMCO MCS S.A. nach einer personellen Neustrukturierung im deutschen Markt sehr erfolgreich; jedoch mit wenigen großen Kunden. Hier soll ein breiteres Kundengeschäft die Risiken bei einem möglichen Kundenverlust reduzieren. Auch bei COMCO besteht fortwährend das Risiko fehlenden Fachpersonals für Bestandskunden wie auch für ein gesundes Wachstum.

Die Fa. BETA GmbH prognostiziert im Zukunftsmarkt Mess-Steuer-Regeltechnik (MSR) und bei digitalen Steuerungen einen stabilen Wachstumspfad. Risiken bestehen immer noch im Beschaffungsmarkt für notwendige elektrotechnische Komponenten und im Bereich der Nachbesetzung von Fachkräften.

Bei der Tochtergesellschaft Hary Installationstechnik GmbH macht sich erstmalig die schwache Baukonjunktur bemerkbar. Im Gegensatz zu voranliegenden Jahren müssen deutlich mehr Angebote gelegt und vertrieblich stärker agiert werden, um eine Vollauslastung zu sichern.

Rechtsstreitigkeiten und Risiken aus Schadensersatzforderungen von Kunden betreffend Leistungen vor der Übernahme durch FAMIS belasten derzeit das Unternehmen.

Bei allen Tochtergesellschaften besteht das Risiko von Forderungsverlusten sowie der Insolvenz von Kunden.

6. Chancenbericht

Die Geschäftsführung prognostiziert auch weiterhin in einem herausfordernden Energie- und marktwirtschaftlichen Umfeld, bei steigender Inflation und Materialpreisen eine positive Geschäftsentwicklung im Wachstumsmarkt für Gebäudeenergieeffizienz, bei den Energiedienstleistungen und für hochwertigen technischen Service. Die Planungsabteilung mit ihren ingenieurtechnischen Konzepten schafft die notwendigen Grundlagen für ein zukunftsorientiertes Wachstum. Das steigende Umweltbewusstsein und die energiepolitischen Rahmenbedingungen begünstigen neue Perspektiven und eine hohe Marktdynamik. Hierbei sind ein ständig aktuelles Leistungsangebot, ein marktorientiertes Vertriebskonzept im Verbund mit der Unternehmensgruppe und im Schulterschluss mit dem neuen E.ON EIS-Segment (Energy Infrastructure Solutions) sowie der weitere Aufbau von Fachkräften die entscheidenden Erfolgsfaktoren.

Für eine positive Geschäftsentwicklung stehen nachfolgende Chancen in abfallender Wahrscheinlichkeit:

a) Vertriebliche Erfolge und Wachstum:

Mit Abschwächen der Energiekrise und Erholung der Beschaffungsmärkte kann die Nachfrage nach Energiedienstleistungen und Effizienzlösungen für Energieanlagen und Gebäude zur CO 2 Reduktion weiter steigen; diese Chance wird gestützt durch gesetzliche Vorgaben und motiviert durch Hilfs- und Förderpakete der Umwelt- und Wirtschaftspolitik. FAMIS will in diesen Kerngeschäftsfeldern ihre Chance durch fachkundigen Vertrieb, gute Konzepte und Planung und professionelle operative Umsetzung nutzen.

b) Intelligenter Ausbau des Leistungsangebotes:

Eine weitere Chance bietet der Ausbau des Leistungsangebotes in den Bereichen Erneuerbare Energien (PV), E-Mobility und bei Energieconsulting-Leistungen, wo gemeinsam mit den Gesellschafterunternehmen eine führende Marktposition in der Region erreicht werden soll. Die Rolle der FAMIS mit ihrem ganzheitlichen Lösungsansatz (Beratung, Planung, Installation, Monitoring) ist hierbei wesentlich und hilfreich.

c) Produktnische "Bäder":

Das fachliche Know-How und ihre Erfahrungen im Bereich Bäder wird FAMIS GmbH nach ihren Erfolgen in 2023 weiter nutzen um dieses Geschäftsfeld zu entwickeln. Wir erwarten, dass viele Betreiber ihren Betrieb und die technischen Konzepte überdenken. Hierbei werden Fördergelder neue Projekte und Sanierungen auslösen und neue Möglichkeiten für Betriebsführungsleistungen entstehen.

d) Energieconsulting:

Energiekonzepte und digitale Lösungen im Energiemanagement bieten auch weiterhin die Chance für Folgegeschäft und werden darüber hinaus mit hohen Prozentsätzen gefördert. Sie eröffnen dem Unternehmen Zugang zu neuen Lösungen der Energieeffizienz und Dekarbonisierung und FAMIS die Möglichkeit weitere Leistungen von der Planung bis zum technischen Betrieb anzubieten.

e) Bündelung von Leistungen:

Die Wärmewende, die Elektrifizierung von Anlagen der Gebäudetechnik und die Digitalisierung bieten gute Chancen für das Neugeschäft der FAMIS. Die Tochtergesellschaft BETA wird das Portfolio der FAMIS im wichtigen Bereich der Mess- Steuer-Regeltechnik (MSR) und Gebäudeleittechnik (GLT) ergänzen und die Chancen auf neues Geschäft erhöhen. Die Tochtergesellschaft Hary Installationstechnik kann bei der operativen Umsetzung unterstützen, Projekte beschleunigen und weitere Wertschöpfung für die FAMIS-Gruppe generieren. Hier können die Unternehmen gegenseitig von den jeweiligen Leistungsbereichen profitieren.

f) Gruppenweite Zusammenarbeit:

Die Zusammenarbeit mit Unternehmen der VSE Gruppe sowie mit E.ON EIS bietet gute Chancen für FAMIS im Geschäftsbereich B to B neue Leistungen auf Bestandskunden auf zu setzen und neue erprobte technische Lösungen umzusetzen.

g) Leistungsfähige IT und durchgängige Prozesse:

Die laufende Umgestaltung und Erneuerung der IT sowie individualisierte IT gestützte Prozesse erhöhen die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit und helfen rechtssicher zu arbeiten.

Mit den beschriebenen Chancen und ihrer Strategie sowie den erkennbar guten Perspektiven soll das Geschäftsmodell der FAMIS im Südwesten weiterhin ausgebaut werden. Wir erwarten mittelfristig steigende Erlöse und langfristig eine überproportional steigende Nachfrage in den Kernkompetenzen der FAMIS. Für die VSE Gruppe wird der geschäftliche Erfolg der FAMIS an Bedeutung gewinnen und die wichtigen Zukunftsziele der Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit stützen.

 

Saarbrücken, den 1. März 2024

Stefan König, Geschäftsführer

Christoph Klein, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 32.064,84 36.094,00
II. Sachanlagen 7.150.801,98 7.297.234,48
III. Finanzanlagen 2.681.596,17 2.694.425,30
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 274.229,13 1.285.763,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.064.387,92 12.353.044,07
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 370.321,48 334.751,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.408,06 17.082,37
24.605.809,58 24.018.395,02

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.270.000,00 4.270.000,00
II. Kapitalrücklage 5.130.742,01 5.130.742,01
IV. Bilanzgewinn 1.513.152,52 1.647.550,68
B. Rückstellungen 7.589.837,13 6.581.663,46
C. Verbindlichkeiten 5.942.077,92 6.208.438,87
D. Rechnungsabgrenzungsposten 160.000,00 180.000,00
24.605.809,58 24.018.395,02

GEWINN- und VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01.01. bis zum 31.12.2023

2023 2022
EUR EUR
01. Rohergebnis 11.934.546,84 11.536.616,76
02. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.898.944,84 5.459.174,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.297.646,94 7.196.591,78 1.436.624,78 6.895.799,40
03. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.299.465,14 1.303.367,80
04. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.701.198,84 2.159.681,15
05. Erträge aus Beteiligungen 350.000,00 200.000,00
06. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 193.625,54 106.001,23
07. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 190.532,51 206.817,46
08. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 253.396,20 304.840,07
09. Ergebnis nach Steuern 836.987,91 972.112,11
10. sonstige Steuern 6.959,68 7.685,72
11. Jahresüberschuss 830.028,23 964.426,39

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023

Allgemeine Angaben

Die FAMIS GmbH (kurz "FAMIS") mit Sitz in Saarbrücken hat als Unternehmensgegenstand die Erbringung von Energiedienstleistungen für Gebäude, Versorgungseinrichtungen und an technischer Infrastruktur, die Ausführung von Management- und Servicedienstleistungen im Zusammenhang mit der Planung, Errichtung, Bewirtschaftung und Unterhaltung von Gebäuden und technischen Anlagen sowie die damit verbundene Informationsverarbeitung; Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter HRB 10426 eingetragen.

Gesellschafter sind die VSE Aktiengesellschaft (74,9 %) sowie die energis GmbH (25,1 %).

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der E.ON SE, Essen einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis), der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wird. Der Konzernabschluss der E.ON SE wird beim Betreiber des Unternehmensregisters elektronisch eingereicht und bekannt gemacht. Aus diesem Grund wird die FAMIS grundsätzlich von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, sofern kein entsprechender Antrag von Minderheitsgesellschaftern nach § 291 Abs. 3 Nr. 2 HGB vorliegt.

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird verzichtet, weil dieses im Konzernabschluss des einbeziehenden Mutterunternehmens enthalten ist.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

AKTIVA

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) abgeschrieben. Wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eingetreten ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände und Entwicklungskosten werden nicht aktiviert.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der Gemeinkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB. Den planmäßigen linearen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen von 3 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 2 bis 23 Jahre

Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis einschließlich 250 EUR werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst Anlagenzugänge von mehr als 250 EUR und bis zu 800 EUR werden aktiviert und im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Alle anderen Vermögensgegenstände werden über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung eingetreten ist.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert bilanziert. Bei der Berechnung der Herstellungskosten werden angemessene Teile der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes und für die betriebliche Altersversorgung nicht berücksichtigt. Von dem Wahlrecht zur Einbeziehung der nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB genannten Kosten wurde daher kein Gebrauch gemacht. Auch das Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB wird nicht angewendet.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Vorräte werden auf der Basis von Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten für unfertige Leistungen umfassen Einzel- und Gemeinkosten im Sinne des § 255 Abs. 2 HGB. Von dem Wahlrecht zur Einbeziehung der in § 255 Abs. 2 S. 3 HGB genannten Kosten wurde kein Gebrauch gemacht. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert bilanziert.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Passive latente Steuern aus den nur steuerlich zulässigen Wertansätzen (insbesondere Ansatz der degressiven Abschreibung auf Zugänge im Anlagevermögen 2012) wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen verrechnet.

Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden nicht aktiviert.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung geschätzter künftiger Kostensteigerungen.

Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen umfassen neben den vertraglich zugesagten Barbezügen Rückstellungen für Deputatverpflichtungen, die auf der Basis des Ablösebetrags bzw. der Netto-Selbstkosten bewertet werden.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der im Geschäftsjahr angewendete Zinssatz beträgt 1,82 % (Vorjahr 1,79 %).

Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - zugrunde.

Das Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB wird nicht in Anspruch genommen.

Eine Dynamisierung der Renten mit 2,2 % (Vorjahr 2,0 %) und ein Gehaltstrend von 2,95 % (Vorjahr 2,75 %) wurden berücksichtigt.

Ausschüttungsgesperrte Beträge resultieren gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p.a.). Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum Stichtag 41 T€ (Vorjahr 206 T€).

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Forderungsabtretungen und Sicherungsübereignungen abgedeckt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden separat zum Nennwert ausgewiesen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden die vor dem Bilanzstichtag erhaltenen Einnahmen abgegrenzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und deren Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel, der als Anlage diesem Anhang beigefügt ist, dargestellt. Eine Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11, 11a HGB ist als Anlage beigefügt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Neben EDV-Programmen der Büroorganisation sind das Zeiterfassungssystem ATOSS, die Software PIT Mobile sowie Baukostenzuschüsse für Nahwärme-Anschlussleitungen bilanziert. Die Investitionen belaufen sich im Berichtsjahr auf 15 T€ (Vorjahr 4 T€).

Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen betreffen im Wesentlichen Blockheizkraftwerke und weitere im Bau befindliche Anlagen, Fuhrpark sowie Investitionen für Betriebs- und Geschäftsausstattung (1.126 T€, Vorjahr 663 T€).

Finanzanlagen

Die Beteiligungen sind mit ihren wesentlichen Angaben in einer Anteilsbesitzliste in der Anlage dargestellt.

Vorräte

Bei den Vorräten handelt es sich um Kleinmaterial (7 T€, Vorjahr 4 T€), Heizölvorräte (83 T€, Vorjahr 53 T€), um unfertige Leistungen für Kundenprojekte in Höhe von 184 T€ (Vorjahr 151 T€) sowie geleistete Anzahlungen in Höhe von 1.240 T€ (Vorjahr 1.077 T€).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.774.740,47 0,00
(Vorjahr) (4.227.359,82) (0,00)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.967.438,54 3.219.460,16
(Vorjahr) (7.923.621,53) (3.061.224,16)
- davon gegen Gesellschafter 7.893.604,58 3.219.460,16
(Vorjahr) 7.870.078,64 (3.061.224,16)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
(Vorjahr) (28.491,31) (0,00)
sonstige Vermögensgegenstände 89.734,58 0,00
(Vorjahr) (173.571,41) (2.207,21)
SUMME 12.831.913,59 3.219.460,16
(Vorjahr) (12.353.044,07) (3.063.431,37)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten überwiegend Forderungen gegen Gesellschafter aus der Personalverrechnungsvereinbarung in Höhe von 3.219 T€ (Vorjahr 3.061 T€), aus dem Finanzclearing in Höhe von 4.425 T€ (Vorjahr 4.801 T€) sowie aus Lieferungen und Leistungen (250 T€, Vorjahr 8 T€).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (0 T€, Vorjahr 28 T€).

Flüssige Mittel

Es handelt sich um Guthaben bei Kreditinstituten und den Kassenbestand.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Sie betragen 3.455 T€ (Vorjahr 3.294 T€).

Die Rückstellungen im Personalbereich in Höhe von 451 T€ (Vorjahr 393 T€) beinhalten im Wesentlichen die Verpflichtungen für nicht genommenen Urlaub, Sonderzahlungen bzw. Tantiemen. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 2.622 T€ (Vorjahr 1.941 T€) sowie übrige Rückstellungen in Höhe von 889 T€ (Vorjahr 808 T€) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus den ausstehenden Lieferantenrechnungen, Beiträgen zur Berufsgenossenschaft, Rückstellungen für Revisionen sowie den Kosten der Jahresabschlussprüfung.

Verbindlichkeiten

31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.387.122,23 788.680,76 3.598.441,47 905.463,92
(Vorjahr) (5.194.681,39) (817.978,44) (4.376.702,95) (1.496.712,96)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.479,63 12.479,63 0,00 0,00
(Vorjahr) (70.415,41) (70.415,41) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 87.981,43 87.981,43 0,00 0,00
(Vorjahr) (11.046,99) (11.046,99) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.354.322,76 1.354.322,76 0,00 0,00
(Vorjahr) (818.847,25) (818.847,25) (0,00) (0,00)
- davon gegenüber Gesellschaftern 1.326.061,54 1.326.061,54 0,00 0,00
(Vorjahr) (776.587,30) (776.587,30) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (22.135,67) (22.135,67) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 100.171,87 100.171,87 0,00 0,00
(Vorjahr) (91.312,16) (91.312,16) (0,00) (0,00)
davon
- aus Steuern 71.385,23 71.385,23 0,00 0,00
(Vorjahr) (76.382,87) (76.382,87) (0,00) (0,00)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
SUMME 5.942.077,92 2.343.636,45 3.598.441,47 905.463,92
(Vorjahr) (6.208.438,87) (1.831.735,92) (4.376.702,95) (1.496.712,96)

Die Besicherung der Restschuld der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt in Höhe von 4.387 T€ durch Sicherungsübereignung oder durch die Zession von Kundenforderungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen (319 T€, Vorjahr 212 T€), davon gegenüber Gesellschaftern (291 T€, Vorjahr 186 T€) sowie aus der umsatzsteuerlichen Organschaft zur VSE Aktiengesellschaft (1.036 T€, Vorjahr 607 T€).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen (245 T€) sowie aus Miet- und Pachtverträgen (240 T€), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 244 T€.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
Integriertes Facility Management 14.108.756,00 € 11.976.789,37 €
Planerisches Facility Management 1.693.135,00 € 1.752.679,91 €
Energiedienstleistungen 7.545.541,00 € 6.215.530,97 €
Sonstige Umsatzerlöse 68.984,53 € 218.030,83 €
Gesamtumsatz 23.416.416,53 € 20.163.031,08 €

Die Umsatzerlöse wurden wie im Vorjahr alle im Inland getätigt.

sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren überwiegend aus Kostenerstattungen im Rahmen von Personalverrechnungsvereinbarungen (211 T€), dem Verkauf von Sachanlagevermögen (17 T€) sowie periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (230 T€).

Materialaufwand

2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 637.498,79 1.257.835,48
Aufwendungen für Energiebezug 963.192,54 721.438,43
Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.611.399,78 7.564.106,20
SUMME 12.212.091,11 9.543.379,93

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten Materialien, die für die Betriebsführungs- und Wartungsarbeiten bezogen wurden.

Die Aufwendungen für Energiebezug unterteilen sich in Gas-, Strom-, Wärme- und Heizölverbräuche.

Zu den bezogenen Leistungen zählen im Wesentlichen Sanierungs- und Reparaturarbeiten, Ingenieurdienstleistungen sowie Reinigungs- und Wartungsdienstleistungen.

Personalaufwand

2023 2022
Löhne und Gehälter 5.898.944,84 5.459.174,62
soziale Abgaben 1.297.646,94 1.436.624,78
- davon Aufwendungen für Altersversorgung 183.063,39 344.528,95
SUMME 7.196.591,78 6.895.799,40

Im Berichtsjahr standen durchschnittlich 106 Mitarbeiter in einem unbefristeten und 2 Mitarbeiter in einem befristeten Arbeitsverhältnis. Insgesamt sind dies im Berichtsjahr durchschnittlich 108 (Vorjahr 109) Mitarbeiter.

Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag 13 (Vorjahr 4) Ausbildungsverhältnisse.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Abschreibungen können aus der gesonderten Aufstellung über das Anlagevermögen (Anlagengitter) entnommen werden.

sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen die Aufwendungen für die kaufmännische Geschäftsbesorgung, IT- Fremdleistungen, Aufwendungen für Personalgestellung, Fahrzeugunterhaltung, Mieten sowie sonstige Verwaltungsaufwendungen.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 350 T€ (Vorjahr 200 T€) wurden wie im Vorjahr in voller Höhe aus verbundenen Unternehmen erzielt.

sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten resultiert insbesondere aus der Weiterberechnung des Zinsaufwandes der Pensionsrückstellungen sowie aus dem bestehenden Finanzclearingvertrag. Es sind Beträge in Höhe von 120 T€ (Vorjahr 103 T€) aus verbundenen Unternehmen enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen insbesondere die Verzinsung von Krediten (116 T€, Vorjahr 104 T€) sowie den Zinsaufwand der Pensionsrückstellungen (64 T€, Vorjahr 100 T€).

Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr nicht.

Geschäftsführung

Stefan König (kaufm. Geschäftsführer), Dipl. Kaufmann, Marpingen

Christoph Klein (techn. Geschäftsführer), Dipl. Ingenieur, St. Wendel

Sonstige Angaben

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 830.028,23 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

 

Saarbrücken, den 1. März 2024

Stefan König

Christoph Klein

Der Jahresabschluss 2023 wurde am 18.03.2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01. - 31.12.2023

ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte u.Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 403.814,02 15.402,25 0,00 0,00 419.216,27
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.095.153,86 22.813,30 0,00 1.666,13 2.119.633,29
2. technische Anlagen und Maschinen andere Anlagen, Betriebs- und 13.764.270,79 249.161,27 0,00 0,00 14.013.432,06
3. Geschäftsausstattung 1.375.445,67 317.921,11 58.249,50 0,00 1.635.117,28
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 133.126,07 536.377,15 0,00 -1.666,13 667.837,09
17.367.996,39 1.126.272,83 58.249,50 0,00 18.436.019,72
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.621.925,30 0,00 12.829,13 0,00 2.609.096,17
2. Beteiligungen 72.500,00 0,00 0,00 0,00 72.500,00
2.694.425,30 0,00 12.829,13 0,00 2.681.596,17
Insgesamt: 20.466.235,71 1.141.675,08 71.078,63 0,00 21.536.832,16
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte u.Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 367.720,02 19.431,41 0,00 0,00 387.151,43
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.536.159,45 72.772,86 0,00 0,00 1.608.932,31
2. technische Anlagen und Maschinen andere Anlagen, Betriebs- und 7.709.964,79 1.001.478,41 0,00 0,00 8.711.443,20
3. Geschäftsausstattung 824.637,67 205.774,06 58.249,50 0,00 972.162,23
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.070.761,91 1.280.025,33 58.249,50 0,00 11.292.537,74
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt: 10.438.481,93 1.299.456,74 58.249,50 0,00 11.679.689,17
BUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte u.Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 32.064,84 36.094,00
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 510.700,98 558.994,41
2. technische Anlagen und Maschinen andere Anlagen, Betriebs- und 5.301.988,86 6.054.306,00
3. Geschäftsausstattung 662.955,05 550.808,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 667.837,09 133.126,07
7.143.481,98 7.297.234,48
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.609.096,17 2.621.925,30
2. Beteiligungen 72.500,00 72.500,00
2.681.596,17 2.694.425,30
Insgesamt: 9.857.142,99 10.027.753,78

Protokoll über die Gesellschafterversammlung der FAMIS GmbH (nachfolgend "FAMIS" genannt) am Montag, 18. März 2024, 14:30 Uhr

im Hause der VSE AG

Heinrich-Böcking-Str. 10-14, 66121 Saarbrücken

Raum 153

Zu Punkt 3 der TO:

Ergebnisverwendungsbeschluss

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von 830.028,23 €.

Gegen die von der Geschäftsführung vorgeschlagene Ergebnisverwendung werden seitens der Gesellschafter keine Einwände vorgetragen.

Beschluss:

Die Gesellschafterversammlung beschließt den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 830.028,23 € auf neue Rechnung vorzutragen.

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FAMIS GmbH, Saarbrücken

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FAMIS GmbH, Saarbrücken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FAMIS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die im Lagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 1. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Jeromin, Wirtschaftsprüfer

gez. Heintz, Wirtschaftsprüfer

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