ARCADIS Consult GmbHLiquidiert

Europaplatz 3, 64293 Darmstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 6256
Eingetragen
13.11.1995
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenArchitekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
die Beratung, Gutachtenerstellung, Planung, Bauüberwachung und Projektsteuerung in den Bereichen Umweltund Infrastruktur sowie allen anderen Bereichen des Bauwesens, insbesondere in den Segmenten Sanierung, Geotechnik, Wasser, Energie und Verkehr. Die Gesellschaft darf als Generalunternehmer und Generalübernehmer tätig werden, insbesondere bei Sanierungsaufgaben.

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Dr.-Ing. Piroth
seit 16.2.2010
Prokura
Andreas Dittmann
seit 29.10.2009
Prokura
Prokura
Roland Dr. Damm
seit 15.7.2008
Geschäftsführer
Matthias Dr. Jirausch
seit 16.5.2007
Prokura
Jürgen Boenecke
seit 22.2.2007
Geschäftsführer
René Krasselt
seit 15.8.2006
Prokura
Müntner Marion
seit 16.3.2006
Prokura
Karl Adam Mahr
seit 16.3.2006
Geschäftsführer
Karl Dr. Noé
seit 16.3.2006
Prokura
Rudolf Dürrwang
seit 16.3.2006
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

ARCADIS Consult GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum 31.12.2008

Bilanz zum 31.12.2008

Aktiva

  31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 17.019 36.523
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 147.129 119.516
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 544.410 500.920
  691.539 620.436
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 2.785 1.535
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 56.984 40.739
  59.769 42.274
  768.327 699.233
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Leistungen 23.848.398 26.897.427
2. Abzüglich erhaltene Anzahlungen -23.848.398 -25.984.784
  0 912.643
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.527.769 3.091.096
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 6.096 (i. Vj. EUR 9.267)--    
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.014.828 3.992.341
--sämtliche mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr--    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 84.865 50.960
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 16.218 (i. Vj. EUR 13.821)--    
  7.627.462 7.134.397
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.938.342 1.983.610
  11.565.804 10.030.650
C. Rechnungsabgrenzungsposten 79.376 111.386
  12.413.507 10.841.269

Passiva

   
31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 2.902.000 2.902.000
II. Kapitalrücklage 1.721.889 1.721.889
  4.623.889 4.623.889
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 0 9.068
2. Sonstige Rückstellungen 4.971.632 4.360.869
  4.971.632 4.369.937
C. Verbindlichkeiten    
--außer 3. sämtlich fällig innerhalb eines Jahres--    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.203.787 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.378.337 1.474.454
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.174 3.979
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0 (i. Vj. EUR 3.979)--    
4. Sonstige Verbindlichkeiten 167.688 369.010
--davon aus Steuern EUR 143.275 (i. Vj. EUR 247.582)--    
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.081 (i. Vj. EUR 0)--    
  2.817.986 1.847.443
  12.413.507 10.841.269

Gewinn- und Verlustrechnung 31.12.2008

  2008
EUR
2007
EUR
1. Umsatzerlöse 40.688.198 12.439.648
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -3.049.029 23.981.861
3. Sonstige betriebliche Erträge 727.222 644.795
4. Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.036.201 -11.295.939
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -13.352.580 -13.811.928
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.453.053 -2.658.689
--davon für Altersversorgung EUR 108.408 (i. Vj. EUR 119.070)--    
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -311.717 -375.386
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.488.888 -9.412.106
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 220.278 170.373
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 153.751 (i. Vj. EUR 160.611)--    
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -6.999
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.373 -54.017
--davon an verbundene Unternehmen EUR 0 (i. Vj. EUR 10.746)--    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.940.857 -378.387
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -128.741 0
13. Sonstige Steuern -12.868 -30.912
14. Erträge aus Verlustübernahme 0 409.299
15. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -1.799.248 0
16. Jahresüberschuss 0 0

Anhang 31.12.2008

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungsdauer entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Abschreibungen wegen vorübergehender Wertminderung wurden nicht vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert unter EUR 150,00 ohne Umsatzsteuer wurden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 wurden in einem Sammelposten zusammengefasst und mit 20 % abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet im Sinne von § 253 Abs. 2 Satz 3 i. V. m. § 279 Abs. 1 Satz 2 HGB.

Die unfertigen Leistungen beinhalten bis zum Bilanzstichtag erbrachte Leistungen für noch nicht abgeschlossene Projekte.

Die unfertigen Leistungen werden grundsätzlich zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Kosten beinhalten die Herstellungskosten auch notwendige Gemeinkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung.

Für solche Projekte, die sich über mehrere Geschäftsjahre erstrecken, werden seit dem Geschäftsjahr 2007, unter Beachtung des Vorsichtsprinzips, die anteiligen Selbstkosten als unfertige Leistungen angesetzt, soweit absehbar ist, dass die zukünftigen Erlöse abzüglich der noch anfallenden Herstellungs- und sonstigen Aufwendungen (Verwaltungs- und Vertriebskosten) und abzüglich Gewinnzuschlag den Wertansatz decken (vgl. Beck'scher Bilanzkommentar, 6. Auflage, § 255 Tz. 459).

Projekte, bei denen voraussichtlich ein Verlust entstehen wird (die noch zu erwartenden Aufwendungen sind größer als das noch zu erwartende Honorar), werden um diesen voraussichtlichen Verlust gemindert bewertet. Soweit der voraussichtlich noch entstehende Verlust die zum Stichtag angefallenen Kosten übersteigt, wird eine Drohverlustrückstellung gebildet.

Die Liefer- und Leistungsforderungen sind mit ihrem Nennbetrag nach Abzug angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angesetzt, die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit dem Nominalbetrag.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die flüssigen Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Die Bankgutgaben auf Konten bei der ABN Amro Bank sind der ABN Amro Bank als Sicherheit verpfändet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft nur transitorische Posten im engeren Sinne.

Die Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Betrachtung notwendig ist und entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt, soweit sie nicht abzuzinsen waren. Es sind keine Beträge ausgewiesen, die erst nach dem Abschluss-Stichtag rechtlich entstanden sind (§ 268 Abs. 5 Satz 3 HGB).

Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt unter Zugrundelegung der Währungskurse zum Entstehungstag der Forderung oder Verbindlichkeit, soweit nicht ein gesunkener bzw. gestiegener Währungskurs eine Abwertung der Forderung oder eine Höherbewertung der Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag erforderlich macht.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage dargestellt, aus der sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben. Die Anlage ist Bestandteil dieses Anhangs.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 574 (i. Vj. TEUR 1.059) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 68 (i. Vj. TEUR 3) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen zum 31. Dezember 2008 Forderungen in Höhe von TEUR 2.047 (i. Vj. TEUR 4.518)und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.723 (i. Vj. TEUR 1.190), die in der Bilanz saldiertin den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (i. Vj. Forderungen gegen verbundene Unternehmen) ausgewiesen werden.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zusammen aus der Rückstellung für:

  EUR
Nacharbeiten für Projekte 2.587.634
13. Gehalt 571.323
Prozesskosten 364.000
Urlaub 307.393
Boni 283.000
Nachkommende Rechnungen 180.212
Drohverlustrückstellungen 175.987
Überstunden 118.245
Mietverpflichtungen 110.080
Berufsgenossenschaft 69.946
Abschluss- und Prüfungskosten 46.800
Ausgleichsabgabe 26.335
Aushilfen 1.544
Übrige sonstige Rückstellungen 129.133
  4.971.632

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten auf:

  2008
TEUR
2007
TEUR
Inland 37.433 11.116
Ausland 3.255 1.324
  40.688 12.440

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen erfolgt wie folgt:

  2008
TEUR
Anteil
%
2007
TEUR
Anteil
%
Infra 17.895 44 5.598 45
Umwelt 22.793 56 6.842 55
  40.688 100 12.440 100

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 163. Diese betreffen mit TEUR 99 die Auflösungen von Rückstellungen sowie mit TEUR 52 Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 24 aus Forderungsverlusten.

Auf Grund eines mit der Muttergesellschaft ARCADIS Deutschland GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrags fallen grundsätzlich keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag mehr an. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 129 betreffen Quellensteuer der russischen Betriebsstätte.

E. Sonstige Angaben

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 268 Abs. 7 HGB in Verbindung mit § 251 HGB zum 31. Dezember 2008:

  EUR  
Zu Gunsten ABN Amro Bank N.V., Amsterdam/Niederlande 25.000.000,00 Gesamtschuldnerische Haftung mit ARCADIS N.V. und anderen ARCADIS Gesellschaften
Zu Gunsten Euler Hermes Kreditversicherungs-AG 66.987,11 Gesamtschuldnerische Haftung mit der ARCADIS Deutschland GmbH
Zu Gunsten Sparkasse Darmstadt 270.758,86 Gesamtschuldnerische Haftung mit der ARCADIS Deutschland GmbH
Zu Gunsten Kreissparkasse Kaiserslautern 842,62 Gesamtschuldnerische Haftung mit der ARCADIS Deutschland GmbH

Die Arcadis Consult ist in 2006 einem Darlehensvertrag zwischen ARCADIS N.V., Arnheim/Niederlande, und der ABN Amro Bank N.V., Amsterdam/Niederlande, mit einer Kreditlinie von EUR 25 Mio beigetreten. Die Kreditlinie dient zur zentralen Finanzierung zahlreicher ARCADIS Gesellschaften, die über den Beitritt zum Darlehensvertrag einen Teilbetrag der Gesamtkreditlinie erhalten. Die Kreditlinie der ARCADIS Consult aus dem ABN Amro Vertrag beläuft sich auf TEUR 2.000. Der nach niederländischem Recht geschlossene Darlehensvertrag sieht eine Haftung der ARCADIS N.V. sowie eine gesamtschuldnerische Haftung aller beigetretenen Gesellschaften vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 4.758 (i. Vj. TEUR 6.409), davon TEUR 1.517 für das Jahr 2009 (i. Vj. TEUR 2.003 für das Jahr 2008).

Darüber hinaus hat die Gesellschaft gegenüber einem Subunternehmer eine Umsatzgarantie in Höhe von TEUR 400 (i. Vj. TEUR 900) abgegeben, davon für das Jahr 2009 in Höhe von TEUR 400 (i. Vj. TEUR 500 für das Jahr 2008).

Die finanziellen Verpflichtungen aus einem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Muttergesellschaft betragen im Folgejahr voraussichtlich EUR 2,9 Mio.

Für Forderungen gegen die ARCADIS Bauconsult GmbH bestehen Rangrücktrittsvereinbarungen in Höhe von TEUR 680. Die Forderungen wurden in voller Höhe wertberichtigt.

Geschäftsführer waren in 2008:

Herr Jürgen Boenecke, Dipl. Ing.,Herr Adam Mahr, Industriekaufmann,Herr Stefan Krieger, Dipl. Ing.,Herr Dr. Roland Damm, Dipl. Ing.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Juni 2008 wurde Herr Dr. Damm zum Geschäftsführer bestellt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 15. Juli 2008.

Der Gesamtbetrag der an die Geschäftsführung gewährten Bezüge belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 404 (i. Vj. TEUR 867).

Herr Mahr ist zugleich Geschäftsführer der ARCADIS Deutschland GmbH, bei der er die Geschäftsführervergütung bezieht.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 377 Mitarbeiter (i. Vj. 393), darunter 53 Aushilfen und 10 Auszubildende, beschäftigt.

Die ARCADIS Consult GmbH ist ein Tochterunternehmen der Arcadis Deutschland GmbH und wird über diese in den Konzernabschluss der Arcadis N.V., Arnheim/Niederlande, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist bei der Kamer van Koophandel in Arnheim/Niederlande, erhältlich.

 

Darmstadt, 30. Juni 2009

ARCADIS Consult GmbH

gez. Jürgen Boenecke

gez. Stefan Krieger

gez. Adam Mahr

gez. Dr. Roland Damm

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2008
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 828.763 16.541 1 845.303
Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 448.010 74.375 11.435 510.950
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.901.075 275.935 167.473 3.009.537
  3.349.085 350.310 178.908 3.520.487
Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 17.004 1.250 0 18.254
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 40.739 16.245 0 56.984
  57.743 17.495 0 75.238
  4.235.591 384.346 178.909 4.441.028
  Abschreibungen
1.1.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2008
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 792.240 36.044 0 828.284
Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 328.494 46.762 11.435 363.821
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.400.155 228.911 163.939 2.465.127
  2.728.649 275.673 175.374 2.828.948
Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 15.469 0 0 15.469
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0 0 0 0
  15.469 0 0 15.469
  3.536.358 311.717 175.374 3.672.701
  Buchwerte
31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 17.019 36.523
Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 147.129 119.516
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 544.410 500.920
  691.539 620.436
Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 2.785 1.535
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 56.984 40.739
  59.769 42.274
  768.327 699.233

Lagebericht

1. Branchenentwicklung

Mit ihren Sparten Infrastruktur und Umwelt ist ARCADIS Consult GmbH stark von der Baukonjunktur abhängig. Getragen vom Wirtschaftsbau und vom öffentlichen Hochbau hat sich in 2008 der baugewerbliche Umsatz in Deutschland um 6,1 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Auftragseingang der Branche indes zeigte zum Ende des Jahres 2008, verursacht durch die gesamtwirtschaftliche Krise, bereits eine deutliche negative Tendenz. Das hat sich auch beim öffentlichen Tiefbau --ohne Straßenbau-- bemerkbar gemacht, der für unsere Infra-Sparte relevant ist. Der rückläufige Auftragseingang wird sich auf die Produktion ab Mitte 2009 auswirken. Am stärksten wird nach Einschätzung der Experten der Wirtschaftsbau betroffen sein. 50 % der in Deutschland tätigen Ingenieurbüros konnten in 2008 gegenüber dem Vorjahr ihren Umsatz und etwa ein Drittel der Unternehmen ihre Umsatzrendite steigern. Ein großer Teil der Ingenieurunternehmen hat in 2008 Personal eingestellt. Dabei hat der "Ingenieurmangel" die Stellenbesetzungen oft schwierig gestaltet. Ähnlich wie die Bauwirtschaft erwartet die Ingenieurbranche die vollen Auswirkungen der Finanzkrise erst Mitte des Jahres 2009. Je nach Segment waren jedoch bereits zum Ende des Jahres 2008 Anzeichen spürbar.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.1 Ertragslage

Im Vorjahr wurde bei ARCADIS Consult GmbH die Vorgehensweise bei der Umsatzverbuchung geändert. Bis 2006 wurden Umsatzerlöse immer in Höhe der dem jeweiligen Kunden für ein Projekt in Rechnung gestellten Beträge angesetzt. Bei langfristigen Projekten mit einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren wurden Teilsummen realisiert. Seit 2007 werden Umsatzerlöse erst mit der Erbringung des geschuldeten Erfolges verbucht.

In 2007 ergab sich dadurch ein einmaliger das Ergebnis beeinträchtigender Umstellungseffekt. Nun werden für Projekte, die sich über mehrere Jahre erstrecken, unter Beachtung des Vorsichtsprinzips die anteiligen Selbstkosten als unfertige Leistungen angesetzt, soweit absehbar ist, dass die zukünftigen Erlöse abzüglich der noch anfallenden Herstellungs- und sonstigen Aufwendungen den Wertansatz decken.

  2008 2007 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR %
Betriebsleistung 37.639 141 37.570 143 69 0
Aufw. für bezogene Leistungen -11.036 -41 -11.296 -43 -260 2
Eigenleistung 26.603 100 26.274 100 329 1
Personalaufwand -15.805 59 -16.471 63 -666 -4
Abschreibungen -312 1 -375 1 -63 -2
Sonstiger Betriebsaufwand            
./. sonstige betriebliche Erträge -8.913 34 -8.800 34 113 1
Steuern (ohne Ertragsteuern) -13 0 -31 0 -18 58
Übriger betrieblicher Aufwand -25.043 94 -25.677 98 - 634 3
Betriebsergebnis 1.560 6 597 2 963 161
Finanz- und Beteiligungsergebnis 217   109   108  
Neutrales Ergebnis 151   33   118  
Ergebniseffekt aus der Umstellung Erlösverbuchung 0   -1.148   1.148  
Ertragsteuern -129   0   -129  
Ergebnis aus Gewinnabführung (i. Vj. Verlustübernahme) -1.799   409   -2.208  
Jahresergebnis 0   0   0  

Für das Geschäftsjahr 2008 ergeben sich folgende wesentliche Ertrags- und Aufwandskennzahlen:

  2008 2007
EBITA TEUR 1.711 TEUR 630
EK-Rentabilität 38,9 % -8,8 %
Personalaufwandsquote 59,4 % 62,7 %
Personalaufwand je Beschäftigten (Ohne Aushilfen und Auszubildende) TEUR 50,3 TEUR 51,2

Die Definition der dargestellten Ertrags- und Aufwandskennzahlen ist wie folgt:

EBITA: Ergebnis vor dem Finanzergebnis, außerordentlichem Ergebnis, Steuern und Firmenwertabschreibungen,

EK-Rentabilität: Verhältnis von Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisübernahme zum durchschnittlichen Eigenkapital,

Personalaufwandsquote: Verhältnis von Personalaufwand zur Eigenleistung,

Personalaufwand je Beschäftigten: Personalaufwand in Bezug zur durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten (ohne Aushilfen und Auszubildende).

Die Eigenleistung als zentrale Steuerungsgröße ist trotz der gesunkenen Mitarbeiterzahl in 2008 gegenüber 2007 auf dem gleichen Niveau des Vorjahres geblieben. Auf Grund einer Effizienzsteigerung sowie einer leichten Verbesserung der Honorarqualität konnte damit die Eigenleistung je Mitarbeiter erhöht werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abzüglich der betrieblichen Erträge sind geringfügig um rund 1 % gestiegen.

Gegenüber dem Vorjahr ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 322 um 8 auf 314 (jeweils ohne Aushilfen und Auszubildende) gesunken. Die Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter betrug zum 31. Dezember 2008 durchschnittlich zehn Jahre. Die Fluktuationsquote liegt zum 31. Dezember 2008 bei 14 %. Die durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (2008: 314) wurden dabei im Verhältnis zu den Mitarbeiterabgängen berechnet (2008: 44).

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis spiegelt die im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Liquiditätsposition der Gesellschaft wider: Die Zinserträge sind um TEUR 50 auf TEUR 220 gestiegen (i. Vj. TEUR 170), während der Zinsaufwand auf TEUR 3 sank (i. Vj. TEUR 54). Als grundsätzliche Ursache der verbesserten Liquidität sind das konsequente Forderungsmanagement sowie die Wirksamkeit des zentralisierten Cashmanagements zu nennen.

Das neutrale Ergebnis, das im Berichtsjahr um TEUR 118 gestiegen ist, enthält Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 99) und Wertberichtigungen (TEUR 52).

Der in 2007 gezeigte Ergebniseffekt aus der Umstellung der Erlösverbuchung in Höhe von TEUR 1.149 betrifft den periodenfremden Einmaleffekt aus der oben beschriebenen Änderung der Umsatzverbuchung.

In der Position der Ertragsteuern sind mit TEUR 129 russische Gewinnsteuern ausgewiesen, die aus einem Grundwasseraufbereitungsprojekt in Russland resultieren.

Auf der Basis des zum 1. Januar 2004 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der ARCADIS Deutschland GmbH wird der Jahresüberschuss an die Muttergesellschaft abgeführt.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist in 2008 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.572 auf TEUR 12.414 gestiegen. Infolge gestiegener Anzahlungen von Kunden ergibt sich durch die Saldierung mit unfertigen Leistungen ein passiver Wert von TEUR 1.204. Das Net Working Capital (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zuzüglich unfertiger Leistungen abzüglich erhaltener Anzahlungen abzüglich Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen) im Verhältnis zur Betriebsleistung als wichtige Kennziffer zur Liquiditätssteuerung hat sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 6,7 % auf 5,2 % der betrieblichen Leistung verbessert. Das Guthaben bei Kreditinstituten konnte von TEUR 1.983 auf TEUR 3.938 erhöht werden.

Die Gesellschaft verfügt über eine ungenutzte Kreditlinie von EUR 2 Mio.

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung der wesentlichen bilanzrelevanten Kennziffern:

  2008
%
2007
%
Eigenkapitalquote 37,3 42,6
Liquiditätsgrad    
1. Grades 139,8 107,4
2. Grades 410,4 493,6
3. Grades 410,4 542,9

Dabei gelten folgende Definitionen:

Eigenkapitalquote: Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme,

Liquidität 1. Grades: Verhältnis der liquiden Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten,

Liquidität 2. Grades: Verhältnis der liquiden Mittel zuzüglich kurzfristiger Forderungen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten,

Liquidität 3. Grades: Verhältnis des Umlaufvermögens zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten.

2.3 Lage der Sparten, Segmente und Niederlassungen

Neben dem Hauptsitz in Darmstadt gibt jeweils eine ins Handelsregister eingetragene Zweigniederlassung in Freiberg sowie in Kaiserslautern. Darüber hinaus werden an weiteren 19 Standorten in Deutschland Büros zur Stärkung der lokalen Marktpräsenz unterhalten.

Nachdem in 2007 die Regionalstruktur zu Gunsten einer Matrixstruktur aufgegeben wurde, wird das Unternehmen stärker über Sparten und Segmente gesteuert.

Sparte Infrastruktur

Bei einer auf gleicher Höhe wie im Vorjahr liegenden Eigenleistung von rund EUR 12 Mio konnte das Ergebnis der Sparte von EUR -0,7 Mio auf EUR +0,5 Mio verbessert werden. Das ist im Wesentlichen durch das Segment Energie verursacht. Hier konnten signifikante Erlöse für die genehmigungsrechtliche Entwicklung eines Offshore Windparks erzielt werden. Davon konnten auch die an dem Projekt arbeitenden Niederlassungen Rostock und Freiberg profitieren, deren Ergebnisse sich gegenüber 2007 deutlich verbessert haben. Positive Ergebnisse erzielte auch das Segment Geotechnik im Wesentlichen mit Aufträgen aus dem Verkehrswegebau. Für die Segmente Ver- und Entsorgung sowie Wasser und Verkehr wurden Maßnahmepläne zur Ergebnisverbesserung implementiert. Davon betroffen sind vor allem die Standorte Kaiserslautern und Dresden. Die Maßnahmen in Kaiserslautern sind abgeschlossen. Dort ist in 2008 ein Restrukturierungsaufwand von rd. TEUR 200 entstanden. Die Niederlassung erzielt seit Januar 2009 positive Monatsergebnisse. Der weniger stark betroffene Standort Dresden wurde stärker mit der Schwestergesellschaft Dresdner Grundwasser Consulting GmbH vernetzt.

Sparte Umwelt

Die größten Ergebnisbeiträge in der Sparte Umwelt lieferten die Segmente Sanierung und Rückbau mit einer Marge von jeweils 7 %, Due Dilligence mit einer Marge von 22 % und strategische Umweltberatung mit 14 %. Mit einer Eigenleistung von rund EUR 15 Mio und einer Marge von insgesamt 9 % ist die Sparte Umwelt bereits über Jahre das stabile Standbein des Unternehmens. Auch haben die Standorte, die vorwiegend Ingenieurleistungen in der Umwelt erbringen, deutlich bessere Ergebnisse als die Infrastruktur dominierten Standorte. Infolge der Finanzkrise sind im 4. Quartal die Umsätze und Erträge aus dem Segment Due Dilligence/Audits zurückgegangen. Dieser Rückgang konnte von den anderen Segmenten Sanierung und Rückbau sowie Umweltberatung kompensiert werden. Auch in 2009 wird keine Belebung in diesem Segment erwartet. Hier, wie auch in anderen Segmenten, wird zudem stärkerer Margendruck erwartet. Im Zuge der weiteren Umsetzung der Matrixstruktur ist die Bildung von fachlichen Kompetenzzentren in strategisch wichtigen Regionen vorgesehen.

In der Sparte Umwelt besteht vielfache und teilweise langjährige Beziehungen zu Industriekunden. Hier wird --auch als Folge der Wirtschaftskrise-- eine verstärkte Nachfrage nach Leistungen im Zusammenhang mit der dem Rückbau und der Sanierung von alten Industriestandorten erwartet.

Die Umweltabteilung der Niederlassung Köln wurde unter anderem aus diesem Grund als Akquisitions- und Produktionsplattform für Industrieaufträge in Nordrhein-Westfalen ausgebaut.

3. Risikomanagement

Die Gesellschaft kontrolliert und überwacht die Risiken, die als potenziell bestandsgefährdend eingestuft werden, soweit sie nicht durch Vorsorge ausgeschlossen werden können.

Grundsätzlich wird die Geschäftsentwicklung monatlich mit den Planwerten abgeglichen und Abweichungen werden untersucht.

Die künftigen Umsätze werden hinsichtlich Höhe und Stetigkeit anhand des Auftragsbestands, der stetig im Projektsystem erfasst wird, überwacht.

Die Marktpositionierung wird durch Überwachung und Reaktion auf Marktentwicklungen sowie die stetige Prüfung von möglichen Unternehmensakquisitionen gesteuert.

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch die Fakturierung von Anzahlungs- und Abschlagsrechnungen auf Teilleistungen und eine generell leistungsnahe Abrechnung begegnet. Auf Grund der breiten Streuung der Leistungen und Kunden besteht grundsätzlich keine Abhängigkeit von wenigen Großkunden. Hinsichtlich Regressforderungen aus potenziellen Mängeln in der eigenen Leistungserbringung besteht Versicherungsschutz. Neben der nationalen Versicherung mit einer Deckungssumme von EUR 5 Mio für Personen- und sonstige Schäden besteht eine weltweite Konzernversicherung mit einer Deckungssumme von EUR 60 Mio. Zur weiteren Eingrenzung von Risiken beabsichtigt die Gesellschaft in 2009 einen Go/No-Go-Prozess einzuführen - der einen Risikocheck des potenziellen Projektes bereits vor Erstellung des Angebotes vorsieht.

4. Finanzierung

Der ARCADIS Konzern wird durch wenige großvolumige und originär durch die ARCADIS N.V., Arnheim/Niederlande, vereinbarte Darlehens- und Bankbürgschaftsverträge finanziert. Die ARCADIS Consult ist den globalen Finanzierungsvereinbarungen mit der ABN Amro Bank N.V., Amsterdam/Niederlande, beigetreten.

Diese Vereinbarung umfasst ein Darlehensvolumen von EUR 25 Mio, von dem derzeit bedarfsgerecht ein Sublimit von EUR 2 Mio für die ARCADIS Consult fixiert ist.

Für den Fall von Zahlungsstromschwankungen bestehen zusätzliche Liquiditätsreserven durch die Option von konzerninternen Darlehen und die Erhöhung des Sublimits.

5. Chancen und Risiken

Als Stärken im Hinblick auch auf Chancen und Risiken des Umfeldes werden insbesondere das sehr hohe Potenzial der Mitarbeiter und die infolge der Anbindung an den ARCADIS Konzern gegebene Infrastruktur gesehen, die auch die Durchführung von deutlich umfangreicheren Projekten erlauben.

Aufbauend auf den klassischen Sparten Umwelt und Infrastruktur soll die Fokussierung auf margenstarke Segmente fortgesetzt werden. Daneben werden Wachstumsmärkte bzw. innovative Produkte, insbesondere zur Gewinnung regenerativer Energien, aber auch in der Altlastensanierung weiterhin forciert.

Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die mit dem Bau verbundenen Consultans sind nicht abschätzbar. So ist die Auftragsvergabe der öffentlichen Hand stark abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage und dem öffentlichen Steueraufkommen. Sie dürften bei unseren Sparten unterschiedlich sein. In der Sparte Umwelt wird ein negativer Einfluss nur insoweit erwartet, als Sanierungen durch Flächentransaktionen motiviert sind. Für die Infrastruktur könnte das in Diskussion befindliche Konjunkturprogramm der Regierung, z. B. beim Hochwasserschutz und beim Ausbau alternativer Energien sogar Vorteile bringen.

ARCADIS CONSULT arbeitet in vielen Fällen mit Subunternehmern zusammen. Auf Grund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage kann es bei Subunternehmern zu erhöhten Ausfällen kommen, die zu einem erhöhten Haftungsrisiko bei Generalunternehmerverträgen seitens ARCADIS CONSULT führen könnten. Wir versuchen dieses Risiko durch eine besonders sorgfältige Auswahl von Subunternehmern zu begrenzen.

Darüber hinaus werden Risiken im Auftragseingang und vor allem --in Hinblick auf die Finanzkrise-- im Zahlungsausfallrisiko der Kunden gesehen.

Insgesamt sieht sich ARCADIS Consult im Umfeld der aktuellen Marktverhältnisse und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zum Wettbewerb in einer stabilen Position.

6. Ausblicke

Gemäß dem im Oktober 2008 für das Jahr 2009 erstellten Plan will das Unternehmen in 2009 eine Eigenleistung nach IFRS von rund EUR 25 Mio und eine EBITA-Marge von> 5 % erzielen. Dabei wird von einem Umsatzrückgang in der Infrastruktur und einer Steigerung des Umsatzes in der Umwelt ausgegangen. Die in der Infrastruktur vorgesehene Restrukturierung beinhaltet auch eine Fokussierung auf Projekte und Kunden mit entsprechendem Ertragspotenzial. Für das handelsrechtliche Ergebnis wird mit Eigenleistungen sowie einer Marge in ähnlicher Größenordnung gerechnet.

Das 1. Quartal 2009 verlief in beiden Sparten planmäßig. Auswirkungen der Finanzkrise werden jedoch zur Jahresmitte insbesondere in den Segmenten Due Dilligence/Audits und Sanierung befürchtet, da hier Projekte vielfach durch beabsichtigte Asset Transactions ausgelöst werden. Das Unternehmen bereitet sich mit einer sehr restriktiven Personalpolitik auf diese Situation vor. Ein krisenbedingter Einbruch des Infrastrukturumsatzes wird nicht befürchtet, da die potenziellen kommunalen Auftraggeber durch ein Konjunkturprogramm unterstützt werden.

Für 2010 wird erwartet, dass der Tiefpunkt der Wirtschaftkrise durchschritten ist, was zu einer Belebung des Umweltgeschäfts, insbesondere dem mit den Multi-National-Clients führen könnte. Die starke Schuldenlast der öffentlichen Haushalte hingegen könnte ab 2010 zu einer Zurückhaltung bei öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen führen und entsprechende Auswirkungen auf das ARCADIS-Geschäft haben. Durch eine konsequente Kostenoptimierung soll die EBITA-Marge von 5 % gehalten werden.

7. Nachtragsbericht

Es haben sich keine besonderen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, ergeben.

 

Darmstadt, den 30. Juni 2009

ARCADIS Consult GmbH

gez. Jürgen Boenecke

gez. Stefan Krieger

gez. Adam Mahr

gez. Dr. Roland Damm

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss ‑‑bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang‑‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ARCADIS Consult GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 30. Juni 2009

KPMG AG
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