Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 127746
Vorher
EQT Partners Beteiligungsberatung GmbH
Eingetragen
6.10.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenUnternehmensberatung
Gegenstand
Beratung bei Erwerb oder Verkauf von Beteiligungen an Unternehmen, von Unternehmensteilen oder Unternehmen sowie Erbringung aller damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen (mit Ausnahme der Rechts- und Steuerberatung oder finanziellen Dienstleistungen, soweit dieser erlaubnispflichtig sind).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EQT Partners ABSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EQT Partners AB
Sweden
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EQT Partners GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die EQT Partners GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der EQT Partners AB, Stockholm, Schweden. Am 24. September 2019 vollzog die Muttergesellschaft der EQT Partners AB, die EQT AB, Stockholm, Schweden, den Börsengang.

Geschäftsgegenstand der EQT Partners GmbH ist die Beratung der EQT Fund Management S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg und der LSP Advisory BV, Amsterdam, Niederlande. Die Beratungsleistungen betreffen die Analyse, die Auswahl sowie den Erwerb von Unternehmensbeteiligungen, die Bereitstellung von eigenkapitalähnlichen Kapitalinstrumenten, die Identifizierung von Wertsteigerungspotenzialen sowie die Beratung bei der Veräußerung von Beteiligungen oder bei der Ablösung kreditbasierter Finanzierungsinstrumente.

Zwischen der EQT Partners GmbH und der EQT Fund Management S.à r.l. sowie der LSP Advisory B.V. besteht ein Beratungsvertrag. Die Umsatzerlöse (Gesamtvergütung) setzen sich aus zwei Komponenten zusammen:

- kostenbasierte Vergütung für "Routine"-Dienstleistungen einschließlich eines fremdüblichen Gewinnaufschlags (Cost-Plus-Vergütung) und

- fremdübliche Gewinnbeteiligung als Vergütung für "Nicht-Routine"-Dienstleistungen (Profit-Split-Vergütung).

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der EQT Partners GmbH sind die im Geschäftsjahr entstandenen Kosten und der Beratungsumfang (Umsatzerlöse) für die EQT Fund Management S.à r.l. und für die LSP Advisory B.V.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz der aktuellen makroökonomischen Herausforderungen, geopolitischen Einflussfaktoren und steigenden Zinsen, hat sich das Portfolio der EQT Gruppe als widerstandsfähig erwiesen. Die Fonds, die von den EQT-Fondsmanagern verwaltet werden, zeigten, abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen, ein solides Ertragswachstum in den Bereichen Private Equity und Infrastruktur-Fonds.

Der Markt gestaltet sich schwieriger hinsichtlich Exits und Mittelbeschaffung. Auf allen privaten Märkten waren die Exit-Volumina auf dem niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt. Dies spiegelte sich auch in den Exit-Volumina der EQT Gruppe wider. Die Mittelbeschaffung der EQT Gruppe erfolgte bei den schwierigen Marktbedingungen zufriedenstellend und es wird erwartet, dass die Flaggschiff-Fonds im ersten Quartal 2024 ihre Ziele erreichen werden.

Angesichts der anhaltenden Volatilität der Märkte hat sich die EQT Gruppe weiterhin auf die Schlüsselthemen konzentriert, die seit Jahren im Mittelpunkt der Bemühungen der EQT Gruppe um Zukunftssicherheit stehen: Künstliche Intelligenz und Klima.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Geschäftsaktivitäten der EQT Partners GmbH haben sich auch im Jahr 2023 wie in den Vorjahren positiv entwickelt. Wie im Vorjahr lag der Schwerpunkt der Beratungstätigkeit für die EQT Fund Management S.à r.l. und für die LSP Advisory B.V. auf der Analyse potenzieller neuer Investitionen und der Identifizierung von Wertsteigerungspotenzialen bei bestehenden Beteiligungen.

Im Vergleich zur letztjährigen Prognose entsprechen die Umsatzerlöse den Erwartungen. Dies ist auf einen leichten Anstieg der Kostenbasis zurückzuführen, der zu einem entsprechenden Anstieg der Umsatzerlöse aus konzerninternen Verrechnungspreisen geführt hat.

Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse um EUR 12,7 Mio (11,6 %) auf EUR 122,7 Mio (i.Vj. EUR 110,0 Mio). Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,7 Mio (14,4%) auf EUR 45,2 Mio (i.Vj. EUR 39,5 Mio) angestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Aufstockung der aktienbasierten Vergütungen und die Einführung des Aktienoptionsprogramms im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 6,6 Mio (26,5%) auf EUR 31,3 Mio (i.Vj. EUR 24,7 Mio) angestiegen. Der Anstieg resultiert aus der Zunahme der Beratungstätigkeiten.

Der Jahresüberschuss nach Steuern belief sich auf EUR 32,8 Mio (i.Vj. EUR 30,7 Mio).

Vermögens- und Finanzlage

Zum 31. Dezember 2023 bestanden Guthaben bei Kreditinstituten von EUR 89,7 Mio (i.Vj. EUR 44,9 Mio). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Vorjahr von EUR 3,5 Mio wurden im Geschäftsjahr beglichen. Die Sonstigen Rückstellungen sind um EUR 5,4 Mio auf EUR 23,2 Mio (i.Vj. EUR 17,8 Mio) angestiegen und enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen von EUR 20,2 Mio (i.Vj. EUR 17,0 Mio). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 4,1 Mio ist auf die konzerninternen Leistungsverrechnungen zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse sind aufgrund der bestehenden, vertraglich geregelten Cost-Plus-Vergütung gesichert. Die Geschäftsleitung hat keinen Grund zu der Annahme, dass die Umsatzerlöse aus der Cost-Plus-Vergütung in 2024 ausfallgefährdet sind, da das Kreditrisiko der Vertragspartner begrenzt ist. Die Vertragspartner erzielen voraussichtlich wesentlich höhere Einnahmen und werden daher über ausreichende Liquidität verfügen, um die vereinbarten Abschlagszahlungen bei Fälligkeit zu zahlen.

Gesamtaussage

Insgesamt schätzt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres als positiv ein.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter am 31. Dezember 2023 betrug 97 (i.Vj. 108). Hiervon sind 59 (i.Vj. 70) sogenannte "Investment Professionals", die als Berater tätig sind. Die übrigen Mitarbeiter nehmen Verwaltungsaufgaben wahr.

III. Chancen- und Risikobericht

Die voraussichtliche Entwicklung der EQT Partners GmbH und ihre wesentlichen Chancen und Risiken sind bestimmt von der Geschäftspolitik und der Geschäftsentwicklung des EQT Gruppe. Solange dieser erfolgreich Private Equity Fonds im europäischen und deutschen Raum auflegt und verwaltet sowie an der bestehenden vertraglichen Vereinbarung zur Zusammenarbeit festhält, wird die EQT Partners GmbH ihre Geschäftskosten und Auslagen zur Erbringung der Beratungsleistungen an die EQT Fund Management S.à r.l. und die LSP Advisory B.V. zzgl. einer Marge verrechnen und daraus ein positives Jahresergebnis erwirtschaften. Darüber hinaus werden im Zuge eines Profit Splits zusätzliche Umsatzerlöse generiert. Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist von der Geschäftsentwicklung der EQT Fund Management S.à r.l. und der LSP Advisory B.V. abhängig.

Die Chancen und Risiken der EQT Partners GmbH liegen in der erfolgreichen Beratung der EQT Fund Management S.à r.l. und der LSP Advisory B.V. Da die EQT Partners GmbH selbst nicht finanziell an der EQT Fund Management S.à r.l. und der LSP Advisory B.V. beteiligt ist, trägt sie keine direkten finanzwirtschaftlichen Risiken aus deren Geschäftstätigkeit. Das Risikomanagementsystem der EQT

Partners GmbH ist auf die Einhaltung der Vorgaben des EQT Gruppe hinsichtlich Art und Umfang der Beratungstätigkeiten und der Beachtung der internen Compliance-Anforderungen ausgerichtet.

Aufgrund der bestehenden Beratungsverträge zwischen der EQT Partners GmbH und der EQT Fund Management S.à r.l. sowie der LSP Advisory B.V. besteht das einzige materielle Geschäftsrisiko der EQT Partners GmbH in der Insolvenz der EQT Fund Management S.à r.l. und/ oder der LSP Advisory B.V. bzw. darin, dass eine dieser Gesellschaften den Bezug von Dienstleistungen im Rahmen der bestehenden Beratungsverträge einstellt.

Für die nächsten Jahre ist ein weiterer substanzieller Mittelzufluss bei der EQT Partners GmbH gesichert. Insgesamt stellen die aktuellen Beratungsverträge sicher, dass die Ertragslage der EQT Partners GmbH für die nächsten Jahre auf Basis der Cost-Plus-Vergütung und des Profit-Splits-Vergütung als ausreichend angesehen werden kann. Das bedeutet, dass während dieses Zeitraums auch eine globale Wachstumsschwäche oder eine Verschiebung in der Wettbewerbslandschaft keinen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hätten. Darüber hinaus sind keine industriespezifischen Risiken erkennbar, die einen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft haben könnten.

Die Geschäftsführung hat keinen Grund zu der Annahme, dass die Einnahmen für 2024 aufgrund des begrenzten Kreditrisikos der verbundenen Vertragspartner nicht gesichert werden können. Diese erzielen deutlich höhere Einnahmen aus der Verwaltung von EQT Fonds und verfügen daher über ausreichende Liquidität, um die Einnahmen des Unternehmens weiterhin bei Fälligkeit zu gewährleisten. Die von den verbundenen Unternehmen erzielten Einnahmen werden von einer vielfältigen Gruppe großer, erfahrener Anleger mit sehr begrenztem Ausfallrisiko erbracht.

Die Fähigkeit des Unternehmens, Mitarbeiter zu rekrutieren, zu halten und zu motivieren, hängt maßgeblich davon ab, die positive Marke und den guten Ruf aufrechtzuerhalten, die Unternehmenskultur zu pflegen und attraktive Vergütungsvereinbarungen anzubieten. Neue Mitarbeiter anzuwerben, zu halten und zu entwickeln, wird durch verschiedene Maßnahmen innerhalb des Unternehmens unterstützt, z. B. durch einen klar definierten Rekrutierungsprozess, eine Planung bezüglich der Nachfolge von Mitarbeitern, einer wettbewerbsfähigen und langfristigen Vergütungsvereinbarung und dem Fokus auf Entwicklungsmöglichkeiten durch die halbjährliche Leistungsbeurteilung, Mitarbeiter-Coaching, Mentoring und Schulungsplattformen ("EQT Academy").

Insgesamt sieht die Gesellschaft keine bestandsgefährdenden oder sonstigen wesentlichen Risiken für die weitere Entwicklung der Gesellschaft. Chancen sieht die Geschäftsführung in einem erhöhten Beratungsbedarf der EQT Fund Management S.à r.l. und der LSP Advisory B.V. durch die Auflage neuer EQT Fonds.

IV. Prognosebericht

Aufgrund der Beratungsverträge mit der EQT Fund Management S.à r.l. und der LSP Advisory B.V. ist die Ertragslage der EQT Partners GmbH als deren Auftragnehmer sichergestellt.

Bezüglich der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 wird auf Basis des Kostenbudgets von leicht steigenden Kosten und damit auf Basis der Cost-Plus-Vereinbarung und des Profit Splits auch von leicht steigenden Umsatzerlösen ausgegangen.

Das Geschäftsmodell der EQT Partners GmbH hat sich in der Corona-Krise als robust erwiesen und die für das Geschäftsjahr 2024 erwartete Marktdynamik wird die positive Geschäftsentwicklung der Gesellschaft fortführen.

Die durch die Krise in der Ukraine ausgelösten Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung der globalen Kapital- und Beschaffungsmärkte haben nach derzeitigem Stand keine wesentlichen, negativen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der EQT Partners GmbH. Nach derzeitigem Stand wirkt sich der Nahostkonflikt nicht auf die Geschäftstätigkeiten und das Ergebnis der EQT Partners GmbH aus. Für die Zukunft ist das Risiko derzeit noch nicht abschätzbar.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.044.624,30 1.230.160,89
I. Sachanlagen 1.044.624,30 1.230.160,89
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.044.624,30 1.230.160,89
B. Umlaufvermögen 96.789.044,58 53.456.165,82
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.041.982,67 8.577.888,80
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 243.344,43 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.485.665,97
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.798.638,24 5.092.222,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 280.436,00
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 89.747.061,91 44.878.277,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.635,07 180.954,31
D. Aktive latente Steuern 1.059.815,18
Aktiva 98.925.119,13 54.867.281,02

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 67.752.411,34 34.974.305,97
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 491.646,00 491.646,00
III. Gewinnvortrag 34.232.659,97 3.518.109,82
IV. Jahresüberschuss 32.778.105,37 30.714.550,15
B. Rückstellungen 23.229.781,02 17.824.901,58
1. sonstige Rückstellungen 23.229.781,02 17.824.901,58
C. Verbindlichkeiten 7.942.926,77 2.068.073,47
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 47.239,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 47.239,06
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.107.134,64 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.107.134,64 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.835.792,13 2.020.834,41
davon aus Steuern 2.282.904,59 509.873,02
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31.196,63 22.022,88
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.835.792,13 2.020.834,41
Passiva 98.925.119,13 54.867.281,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 122.696.663,79 109.975.547,67
2. sonstige betriebliche Erträge 486.507,96 275.769,28
3. Personalaufwand 45.152.300,65 39.466.287,18
a) Löhne und Gehälter 43.438.089,08 37.819.982,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.714.211,57 1.646.304,92
davon für Altersversorgung 363.361,94 275.767,93
4. Abschreibungen 382.632,23 365.112,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 382.632,23 365.112,43
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 31.278.900,97 24.719.299,39
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 77.361,82 244.874,95
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.221.588,37 574.964,18
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15.812.820,90 15.562.060,16
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.059.815,18
8. Ergebnis nach Steuern 32.778.105,37 30.713.521,97
9. sonstige Steuern -1.028,18
10. Jahresüberschuss 32.778.105,37 30.714.550,15

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die EQT Partners GmbH hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister B beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 127746 eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung bei Erwerb oder Verkauf von Beteiligungen an Unternehmen, von Unternehmensteilen oder Unternehmen sowie die Erbringung aller damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen (mit Ausnahme der Rechts- und Steuerberatung oder finanziellen Dienstleistungen, soweit diese erlaubnispflichtig sind).

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der EQT Partners GmbH wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

In Anwendung des § 265 Abs. 6 HGB wurde die Bezeichnung einzelner Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses geändert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für das allgemeine Kreditrisiko angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert bewertet.

Aktive latente Steuern werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die bilanzierten aktiven latente Steuern resultieren aus der abweichenden zeitlichen Berücksichtigung der Rückerstattungsvereinbarung für Bestandteile der variablen Vergütung zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz.

Für die Bewertung der aktiven latenten Steuern wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz von 32,975% (Körperschaftsteuer: 15%, Solidaritätszuschlag 5,5% sowie Gewerbesteuer 17,15%) zugrunde legt.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgte eine Abzinsung über zwei Jahre mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins von 1,03%.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Im Vorjahr waren Forderungen gegen die EQT Fund Management S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, von TEUR 3.415 enthalten.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 6.799 (i.Vj. TEUR 5.092) enthalten Forderungen aus geleisteten Steuervorauszahlungen von TEUR 5.701 (i.Vj. TEUR 3.939), die noch nicht veranlagte Gewerbe- und Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag für die Wirtschaftsjahre 2022 und 2023 übersteigen. Des Weiteren ist eine Kaution von TEUR 85 (i.Vj. TEUR 373) enthalten.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital resultiert aus dem Stammkapital von TEUR 250 (i.Vj. TEUR 250) und ist vollständig eingezahlt.

Die Gesellschafterin hat mit Gesellschafterbeschluss und Abtretungsvereinbarung vom 11. März 2022 eine freiwillige Zuzahlung in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von TEUR 492 geleistet.

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Rückstellungen Bonuszahlungen 20.156 16.972
Rückstellungen Abfindungen 2.136 -
Übrige sonstige Rückstellungen > 1 Jahr 428 347
Übrige sonstige Rückstellungen < 1 Jahr 348 369
Urlaubsrückstellungen 162 137
23.230 17.825

Die Gesellschaft hat Rückstellungen für Abfindungen von TEUR 2.136 (i. Vj. TEUR -) gebildet. Die Zahlungen erfolgen voraussichtlich im Geschäftsjahr 2024.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 4.107 (i. Vj. TEUR -) enthalten konzerninterne Leistungsverrechnungen von TEUR 4.107 (i. Vj. TEUR -).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 3.836 (i. Vj. TEUR 2.021) enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 2.283 (i. Vj. TEUR 510), Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit von TEUR 32 (i. Vj. TEUR 22) sowie eine Verbindlichkeit aus Abstandszahlung von TEUR 1.500 (i. Vj. TEUR -).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von TEUR 122.697 (i.Vj. TEUR 109.975) resultieren aus Beratungsleistungen, die für Unternehmen der EQT Gruppe erbracht wurden. Davon wurden TEUR 121.140 (i.Vj. TEUR 108.128) an EQT Fund Management S.à r.l. und TEUR 1.557 (i.Vj. TEUR 1.847) an LSP Advisory B.V. weiterverrechnet, wobei die Umsatzerlöse für beide Jahre analog zum Vorjahr auf die beiden Unternehmen aufgeteilt wurden.

Personalaufwand

Die Löhne und Gehälter von TEUR 43.438 (i. Vj. TEUR 37.820) werden unter dem Personalaufwand ausgewiesen. Die erhöhten Aufwendungen resultieren aus gestiegenen Personalkosten.

Abschreibungen auf Sachanlagen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen von TEUR 383 (i. Vj. TEUR 365) resultieren aus planmäßigen Abschreibungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 31.279 (i.Vj. TEUR 24.719) enthalten Aufwendungen von TEUR 21.580 (i.Vj. TEUR 18.094) für Management- und Unterstützungsleistungen (HR, Finance, Tech etc.) der EQT AB, Stockholm, Schweden sowie Reiseaufwendungen von TEUR 1.802 (i.Vj. TEUR 1.659) und Mietaufwendungen von TEUR 1.258 (i.Vj. TEUR 996).

V. Sonstige Angaben

Das Unternehmen ist ein 100%iges Tochterunternehmen der EQT Partners AB, Stockholm, Schweden, eingetragen im Handelsregister Stockholm unter der Nummer TRV 556233-7229.

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der EQT AB und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz des Mutterunternehmens in Stockholm, Schweden, in S- 851 81 Sundsvall offengelegt.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 19.058 (i. Vj. TEUR 2.577) sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Nettobetrag monatlich
TEUR
Laufzeit Restlaufzeit Monate Finanzielle Verpflichtung nach dem 31.12.2023
TEUR
Befristete Mietverträge
Miete Büro, München 161 01.10.2023-30.09.2033 117 18.894
Miete Büro, Berlin 17 15.10.2023-14.10.2024 9,5 164
19.058

Zur Sicherheit für übernommene Mietbürgschaften wurden Guthaben bei Kreditinstituten von EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 280) verpfändet.

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter beträgt 100 (i. Vj. 104).

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren im Geschäftsjahr 2023 bzw. 2022 durchschnittlich im Unternehmen beschäftigt:

31.12.2023 31.12.2022
Mitarbeiter 100 104
Investment Professionals 61 66
Backoffice 39 38

Das Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 a) HGB beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 116 (i. Vj. TEUR 14). Darin enthalten sind Honorare für Mehraufwendungen betreffend die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2022 von TEUR 50. Die Honorare entfallen ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

- Marcus Brennecke, Investment Manager (bis 6. Mai 2024)

- Matthias Fackler, Investment Manager (bis 6. Mai 2024)

- Andreas Huber, Investment Manager (bis 22. September 2023)

- Johannes Reichel, Investment Manager (bis 6. Mai 2024)

- Karl Gunnarsson, Head of Group Finance, EQT AB, Stockholm, Schweden (seit 6. Mai 2024)

- Josefin Nowén Wirkkala, Group General Counsel, EQT AB, Stockholm, Schweden (seit 6. Mai 2024)

- Aisté Mazeikaité, Finance Manager, EQT Partners Limited, London, Vereinigtes Königreich (seit 6. Mai 2024)

Mit Gesellschafterbeschluss vom 6. Mai 2024 wurden mit sofortiger Wirkung die Geschäftsführer Herr Marcus Brennecke, Herr Matthias Fackler und Herr Johannes Reichel als Geschäftsführer abberufen.

Herr Karl Gunnarsson, Frau Josefin Nowén Wirkkala und Frau Aisté Mazeikaité wurden taggleich als Geschäftsführer mit Einzelvertretungsberechtigung bestellt.

Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr 2023 Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr. 9a) HGB von TEUR 3.412 (i.Vj. TEUR 3.226).

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss von EUR 32.778.105,37 soll vollständig ausgeschüttet werden.

VI. Nachtragsbericht

Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Mai 2024 hat die Gesellschafterin die Ausschüttung des Jahresüberschusses des zum 31. Dezember 2022 endenden Geschäftsjahres in voller Höhe (30.714.550,15 EUR) beschlossen. Fälligkeit und Auszahlung mit Tag des Beschlusses.

Entwicklung des Anlagenvermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
(TEUR)
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.960 197 0 4.157
Summe 3.960 197 0 4.157
Kumulierte Abschreibungen
(TEUR)
Buchwerte
(TEUR)
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.730 383 0 3.113 1.044 1.230
Summe 2.730 383 0 3.113 1.044 1.230

sonstige Berichtsbestandteile

 

München, den 19. Dezember 2024

gez.

Karl Gunnarsson

Josefin Nowén Wirkkala

Aisté Mazeikaité

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EQT Partners GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EQT Partners GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EQT Partners GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in

Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 19. Dezember 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Björn Bluhme, Wirtschaftsprüfer

gez. Christian Bauer, Wirtschaftsprüfer

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