Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 50205
Vorher
ZMB - Zarubezhgaz Management und Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
5.8.2004
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und KältehandelSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
Die Versorgung mit Energie, insbesondere Gas und Strom. Die Tätigkeit kann sich auf die Erzeugung bzw. die Gewinnung, die Übertragung bzw. den Transport und den Handel (auch mit energiebezogenen Sachen und Rechten aller Art) erstrecken. Es können Anlagen aller Art errichtet, erworben und betrieben sowie Dienstleistungen und Kooperationen aller Art vorgenommen werden. Darüberhinaus kann die Gesellschaft alle Geschäfte betreiben, die ihrem Gegenstand förderlich sind oder sein können und nicht gesetzlich verboten sind, insbesondere Patente, Warenzeichen, Lizenzen, Vertriebsrechte und andere Gegenstände und Rechte erwerben, nutzen, übertragen oder verkaufen sowie Grundeigentum und Rechte an Grundstücken erwerben, verkaufen und vermieten und daran Grundpfandrechte bestellen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

ZMB GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Lagebericht 2007

der ZMB GmbH

Die ZMB GmbH (ZMB), eine 100%ige Tochtergesellschaft der GAZPROM Germania GmbH (GPG), konnte im Geschäftsjahr 2007 ihre Positionen in allen Tätigkeitsfeldern stabilisieren oder weiter ausbauen.

Neben dem Gashandel baute die ZMB ihre Aktivitäten im Bereich Erdgasspeicher weiter aus. Zudem konzentrierte sie sich zunehmend auf die Erkundung und Exploration eigener Förderstätten in der Nordsee und in Mittelasien. Diese Geschäftsfelder werden teils direkt durch ZMB, teils über Beteiligungsgesellschaften bearbeitet.

Bei einem stabilen Gesamtabsatz lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1.774 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (1.764 Mio. EUR). Auf Grund des hohen Margendrucks, insbesondere verbunden mit den gestiegenen Einkaufspreisen, konnte das durch Sondereinflüsse geprägte außerordentlich gute Ergebnis des Vorjahres jedoch nicht erreicht werden. Insgesamt reduzierte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern von 81,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 41,7 Mio. EUR.

Im Juni 2007 wurde zwischen der GAZPROM Germania GmbH und der ZMB GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, der am 03. Juli 2007 ins Handelsregister eingetragen wurde. Der für 2007 abzuführende Gewinn beträgt 41,8 Mio. EUR.

Eine außerordentliche Umsatz-und Ertragsausweitung konnte die 100%ige Tochtergesellschaft Gazprom Marketing & Trading Ltd. (GM&T) im Berichtszeitraum vorweisen. Ein unverändert positives Ergebnis wurde durch die ZMB (Schweiz) AG trotz rückläufigem Umsatz erreicht.

Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedinnungen

Das anhaltend kräftige Wachstum der Weltwirtschaft lässt den globalen Energiebedarf deutlich ansteigen. Vor allem in den neuen Wachstumsregionen Asiens nimmt die Nachfrage nach Energie rapide zu.

Die Rahmenbedingungen der weltweiten Energieversorgung haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Wirtschaft, Wissenschaft und Politik stehen heute und in der Zukunft vor großen Herausforderungen.

Der Klimaschutz und damit zusammenhängend die Senkung der CO 2-Emissionen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Eine Senkung des Energieverbrauchs, die effiziente Nutzung der Energieträger sowie eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energie stehen nun im Fokus der Politik. Dabei werden wir jedoch nicht von heute auf morgen auf fossile Energieträger verzichten können. Sie sind unabdingbar für eine sichere Versorgung.

Erdgas ist der klimaschonendste fossile Energieträger, da es die niedrigsten CO 2-Emissionen verursacht. Daher sehen wir Erdgas weltweit auch weiterhin als den in seiner Bedeutung am stärksten wachsenden fossilen Energieträger an.

Der Energieverbrauch in Deutschland lag in 2007 deutlich unter Vorjahresniveau. Davon betroffen war auch der Erdgasmarkt. So lag der Erdgasabsatz in 2007 mit 107 Mio. Steinkohleeinheiten um 4,5 % unter dem Vorjahreswert. Für den Verbrauchsrückgang sind zum einen die gestiegenen Preise und zum anderen der relativ milde Winter 2006/2007 verantwortlich. Der Anteil des Erdgases blieb unverändert bei knapp einem Viertel des gesamten Primärenergieverbrauchs.

In Deutschland gefördertes Gas deckt nur ca. 4 % des deutschen Primärenergieverbrauchs ab. Mehr als vier Fünftel des in Deutschland verbrauchten Erdgases wird importiert, vorwiegend aus Russland (35 %), Norwegen (26 %) und den Niederlanden (20 %). Während die Eigenproduktion von Erdgas in der EU bis 2020 um 43 % zurückgehen wird, wird der Bedarf an diesem Energieträger in Europa um 30 % zunehmen. Auf globaler Ebene wird der Erdgasverbrauch bis 2025 zwischen 1,7 und 3,5 % pro Jahr zunehmen.

Die bestätigten Gasreserven der Welt haben sich in den vergangen Jahren weiter erhöht. Die Gasreserven stiegen nach Berechnung des Oil & Gas Journal um gut 1 % auf rund 175.000 Mrd. cbm (2006). Dabei entfällt der Anstieg der bestätigten Weltgasreserven fast vollständig auf den Bereich der früheren UdSSR/GUS.

Prognosen zufolge wird in den kommenden 10 Jahren der Import von Erdgas in die EU Staaten um 200 Mrd. cbm bzw. um 50 % steigen. Dank der Verbindung der in Russland gelegenen größten bekannten Gasreserven der Welt mit dem europäischen Gasleitungsnetz über die geplante Transportleitung Nord Stream können zukünftig 25 % dieses zusätzlichen Bedarfes an importiertem Gas gedeckt werden. Russland bleibt damit auch in Zukunft der wichtigste Erdgaslieferant für Europa.

Im Gegensatz zum Öl existiert beim Erdgas bislang kein Globaler Markt. Dies wird sich in Zukunft ändern, wenn neben Gas aus Pipelines auch verflüssigtes Gas (LNG) auf Grund seiner Flexibilität beim Transport größere Marktanteile erobern wird. Eine Reihe großer LNG-Projekte wird in den nächsten Jahren in Betrieb gehen.

Der Einsatz von Erdgas im Verkehrssektor gewinnt für die Gaswirtschaft zunehmend an Bedeutung. Erdgas als Kraftstoff ist rund 50 % günstiger als Benzin und gut 30 % preiswerter als Diesel. Der Grund dafür ist die geringere Mineralölsteuer für Erdgas, die bis 2018 festgesetzt ist. Zudem sind Erdgasfahrzeuge umweltschonender, da sie rund 20 % weniger CO 2 als Benzinfahrzeuge und im Gegensatz zu Dieselfahrzeugen keinen Feinstaub und erheblich weniger Stickoxide ausstoßen. Diese Entwicklung wird von GPG aktiv begleitet.

Die künftige Rolle des Erdgases in der deutschen Stromproduktion ist zum einen abhängig vom Energieprogramm der Bundesregierung, zum anderen sind die Verfügbarkeit des Erdgases und die Entwicklung des Erdgaspreises von entscheidender Bedeutung. Prognosen zufolge wird der Einsatz von Erdgas bei der Stromerzeugung in Europa bis 2020 um 60 % steigen. Für Deutschland wird ebenfalls ein - allerdings geringerer - Zuwachs des Erdgasverbrauchs im Kraftwerkssektor erwartet.

Die deutsche Erdgaswirtschaft investiert jährlich ca. 180 Millionen EUR in Exploration und Förderung im In-und Ausland und ca. 1,7 Milliarden EUR jährlich in die Transport-und Speicherinfrastruktur. 19 Milliarden Kubikmeter Erdgas können von den 44 deutschen Erdgasspeichern aufgenommen werden - dies reicht für ein Fünftel des deutschen Jahresverbrauchs und trägt damit wesentlich zu einer sicheren Versorgung und zum Ausgleich saisonaler Schwankungen bei. 1

Die ZMB GmbH stellt sich aktiv diesen vor ihr stehenden Herausforderungen und sieht darin eine Chance für eine Fortsetzung ihres erfolgreichen Handelns in der Zukunft.

Projekte und Investitionen

Erdgashandel

Der Schwerpunkt der Aktivitäten der ZMB lag auch im Berichtsjahr 2007 auf der Vermarktung von Erdgas russischer und mittelasiatischer Herkunft in Europa. Die ZMB handelt dabei Erdgas in enger Kooperation mit der OOO Gazprom export, zum einen in Osteuropa und in den GUS-Ländern - auch über die ZMB (Schweiz) AG - und zum anderen über Gazprom Marketing & Trading Ltd. in Großbritannien, Frankreich und Italien. Diese Aktivitäten wurden - wie bereits in den Jahren zuvor - ergänzt durch den auf langfristigen Bezugs- und Absatzverträgen beruhenden Erdgasabsatz auf dem bulgarischen Markt.

Mit der Aufnahme der Belieferung der südlichen Regionen Kasachstans mit usbekischem Erdgas zum Jahresbeginn 2007 konnte die ZMB ihr Absatzportfolio sowohl regional erweitern als auch mengenmäßig ergänzen. Im Gegenzug erhält ZMB Erdgas aus der kasachischen Lagerstätte Karachaganak.

Mit den Lieferungen nach Kasachstan konnte die Marktposition in diesem Land gestärkt, der Wegfall des aserbaidschanischen Marktes und geringere Absatzmengen in Georgien volumenmäßig aufgefangen und damit das Absatzvolumen des Vorjahres erreicht werden.

Die ZMB (Schweiz) AG konnte trotz rückläufiger Absatzvolumina das Ergebnis des Vorjahres deutlich übertreffen. Die Gesellschaft profitierte von den im Vergleich zum Vorjahr hohen Bezugsmengen usbekischen Erdgases, die zum Teil aus eigenen Förderstätten der GPG Gruppe zu günstigen Einstandspreisen beschafft und erfolgreich vermarktet werden konnten und so ein außerordentlich gutes Ergebnis ermöglichten.

Die GM&T fokussiert ihre Aktivitäten auf den liberalisierten Erdgasmarkt Großbritanniens, setzt aber auch weiterhin ihre Wachstumsstrategie in anderen Ländern Nordwesteuropas fort. Die GM&T ist 2007 weiter rapide gewachsen, wobei die Umsatzsteigerung insbesondere auf den Tradingbereich zurückzuführen ist. Ausdruck dessen ist eine Zunahme des Erdgasabsatzes auf 16,6 Mrd. cbm bzw. 171,0 Mrd. kWh (verglichen mit den Vorjahreswerten von 8,1 Mrd. cbm bzw. 83,8 Mrd. kWh).

Im Zuge der Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf die europäischen Erdgasmärkte wurden von GM&T erstmals französische Endkunden mit Erdgas beliefert. Darüber hinaus sind in 2007 weitere Geschäfte mit LNG Cargoes abgeschlossen worden. Im Rahmen der Geschäftsfelderweiterung erfolgte die erfolgreiche Aufnahme des Stromhandels in westeuropäischen Ländern wie Deutschland und Frankreich.

Anfang 2007 unterzeichneten GM&T und das luxemburgische Unternehmen SOTEG SA ein Memorandum of Understanding zur Errichtung eines 800-MW-Gas- und Dampfturbinenkraftwerkes in Deutschland.

Die Bosphorus Gaz Corporation A. S., Istanbul, eine 40%ige Beteiligung der ZMB, hat Ende 2007 ihre Importlizenz für den jährlichen Import von 750 Mio. cbm Erdgas bis 2021 für russisches Erdgas erhalten, so dass mit der Aufnahme erster Lieferungen im Wettbewerb zur BOTAS im Laufe des Jahres 2008 zu rechnen ist. Für den Erdgasabsatz wurde ein entsprechendes Kundenportfolio türkischer Industriekunden aufgebaut und die entsprechenden Unternehmensprozesse wurden sowohl personell als auch funktional implementiert. Mit der Aufnahme erster Erdgasimporte wird die ZMB die Prüfung möglicher Investitionen entlang der Wertschöpfungskette in der Türkei intensivieren und ihre Position im türkischen Markt stärken.

Die tschechische Gashandelsgesellschaft VEMEX s.r.o., Prag, an der die ZMB GmbH mit 33 % beteiligt ist, konnte im Jahr 2007 erfolgreich ihre Position auf dem tschechischen Gasmarkt ausbauen. Die Gesellschaft setzte in diesem Zeitraum rund 260 Mio. cbm auf dem tschechischen Gasmarkt ab. Nach Aufnahme der Handelstätigkeit in 2007 wurden damit erstmals substantielle Mengen gehandelt.

Im Verlauf der weiteren Öffnung des europäischen Marktes bereitet ZMB in einem Joint Venture mit Centrex Europe Energy & Gas AG und italienischen Partnern einen Einstieg in den italienischen Markt vor. Der italienische Markt bietet attraktive Entwicklungsmöglichkeiten in allen Kundensegmenten, inklusive möglicher Investitionen in Gaskraftwerke sowie im Stromhandel. Die OAO GAZPROM Gruppe hält seit Jahren gute Kontakte nach Italien, die für die Geschäftsentwicklung genutzt werden können. Unter Beachtung des regulatorischen Umfeldes wird der Markteinstieg gemeinsam mit den Partnern für 2008 avisiert.

Upstream-Aktivitäten

Das Jahr 2007 war für ZMB von den bisher umfangreichsten Upstream-Aktivitäten gekennzeichnet. Die Erkundungs- und Förderaktivitäten in der Nordseeregion und insbesondere in Mittelasien wurden weiterentwickelt. Dabei lag der Schwerpunkt in der Steigerung der Erdgasförderung in Usbekistan über die Projektbeteiligungen des Gemeinschaftsunternehmens Gas Project Development Central Asia AG (GPD).

Bereits 2004 wurde im Rahmen eines Production Sharing Agreements zwischen der usbekischen Nationalen Holdinggesellschaft Uzbekneftegaz einerseits und dem Konsortium aus der Gas Project Development Asia AG und der russischen ZAO Zarubezhneftegaz andererseits der Betrieb auf der stillgelegten Lagerstätte Schachpachty wieder aufgenommen. In 2007 wurden mehr als 300 Mio. cbm Erdgas gefördert (Vorjahr 230 Mio. cbm). Im Ergebnis der durchgeführten Sondenreparaturen wird die Erdgasförderung 2008 auf 400 Mio. cbm steigen.

Im Berichtsjahr wurde die Anlagenkapazität zur Aufbereitung von Erdölbegleitgas des Joint Ventures OOO Kokdumalak-Gaz, an dem die GPD seit 2006 zu 25 % beteiligt ist, durch die Inbetriebnahme einer 2. Baustufe mit vier 16-MW-Verdichtern deutlich erhöht. Die Anlagen haben während des gesamten Jahres stabil und zuverlässig gearbeitet. Mittels der errichteten Anlage kann der Ausstoß von Fackelgas auf der Lagerstätte um ca. 4 Mrd. cbm pro Jahr reduziert werden. Der überwiegende Teil des aufbereiteten Erdgases wird durch das Joint Venture exportiert, ein Teil zur Erhöhung der Erdölausbeute in die Lagerstätte reinjiziert. Das bei der Aufbereitung gewonnene Kondensat sowie die Flüssiggasbestandteile Butan und Propan werden nach der Verarbeitung auf dem Binnenmarkt verkauft.

Im Frühjahr 2007 hat sich die GPD an dem usbekisch-schweizerischen Joint Venture OOO Gissarneftgaz mit 10 % beteiligt. Gegenstand des Joint Venture ist der Abbau von vier Gaslagerstätten und einer Erdöllagerstätte im Südosten Usbekistans und die geologische Erkundung einer benachbarten perspektivreichen Explorationsfläche in der Größenordnung von 35.000 km². Nach Durchführung eines umfangreichen Pipelinebaus und von Entkonservierungsarbeiten an vorhandenen Altsonden wurde im Jahresverlauf die Erdgasförderung auf den Lagerstätten Sewerny Nischan, Sewerny Guzar und Beschkent aufgenommen. Auf diesen Lagerstätten sind gleichzeitig umfangreiche Bohrarbeiten angelaufen, um die Förderung mittels neuer Produktionssonden weiter zu entwickeln. Auf der teilweise erschlossenen Lagerstätte Schakarbulak wurde die Erdölförderung aufgenommen. Parallel wurde mit den Such- und Erkundungsarbeiten auf der Lizenzfläche Tagam-Schimoli Tandirtscha begonnen; auf zwei geologischen Strukturen wurden erste Erkundungsbohrungen fündig niedergebracht.

Am 17. Dezember 2007 wurde zwischen der GPD und der Firma ZEROMAX GmbH ein Vertrag über den stufenweisen Erwerb von weiteren 40 % der Gesellschaftsanteile an der OOO Gissarneftgaz unterschrieben. Dementsprechend hat die GPD noch im Dezember weitere 20 % der Anteile übernommen. Die Übertragung von weiteren 20 % wird voraussichtlich im 2. Halbjahr 2008 erfolgen. In 2007 betrug die Förderung des Joint Ventures bereits 1,6 Mrd. cbm Erdgas, 120 kt Kondensat und 30 kt Erdöl.

Im Rahmen des Ausbaus der Aktivitäten in der Nordsee hat sich die ZMB zu 20 % an der Lizenz 44/24b zur Erkundung und Förderung der Erdgasvorräte auf der Struktur Dimple im britischen Schelf beteiligt. Die Bohrarbeiten werden im Verlauf des Jahres 2008 durchgeführt.

Auf der Lizenz Saltfleetby in Großbritannien wurden die geologischen Untersuchungen in der Region der Südscholle fortgesetzt und mit dem Ergebnis einer wirtschaftlichen Gasführung in dieser Struktur abgeschlossen. Die Untersuchung der Struktur wurde mit der Verteufung einer ersten Erkundungsbohrung im Oktober fortgesetzt.

Die geologischen Untersuchungen der Lizenz Emerald, Nordsee, wurden fortgesetzt. Dabei wurde die wirtschaftliche Gewinnbarkeit der bereits nachgewiesenen Reserven festgestellt. Nach Vorlage der laufenden Erkundungsergebnisse auf den angrenzenden Lizenzflächen werden 2008 weitere Entscheidungen zur Entwicklung der Lizenz Emerald getroffen.

Speicherprojekte

Mit der Beteiligung an der Vorbereitung und Realisierung von Projekten zur Erdgasspeicherung in Deutschland und benachbarten Ländern wurden wichtige Voraussetzungen zur weiteren Entwicklung dieses neuen Geschäftszweiges der ZMB geschaffen.

Die Planungen am Speicherprojekt Saltfleetby wurden zusammen mit dem Partner WINGAS GmbH - einem Joint Venture der ZMB Muttergesellschaft GAZPROM Germania GmbH und der BASF Gruppe - im Jahr 2007 weitestgehend abgeschlossen. Hier ist geplant, die größte Onshore-Erdgaslagestätte in Großbritannien zu einem Untergrundspeicher (UGS) mit einem Arbeitsgasvolumen von rund 750 Mio. cbm umzubauen. Derzeit wird ein neuer Antrag zur Erteilung einer Baugenehmigung vorbereitet.

Die ZMB hat sich in 2007 mit 1/3 der Anteile an der Etzel-Kavernenbetriebsgesellschaft GmbH & Co. KG sowie mit 16 % an der Bunde-Etzel Pipelinegesellschaft mbH & Co. KG beteiligt. Der Speicher Etzel soll in 2010 den operativen Betrieb aufnehmen. Der Speicher wird das Speicherportfolio der ZMB hinsichtlich kurzfristig verfügbarer Flexibilität erweitern. Damit verbessert die ZMB ihre Position für den Handel mit strukturierten Erdgasmengen.

Unter Beteiligung der ZMB ist in Österreich in 2007 der Gasspeicher Haidach mit einem Arbeitsvolumen von 1,2 Mrd. cbm in Betrieb genommen worden. Die bereits angelaufenen Arbeiten an der 2. Ausbaustufe haben das Ziel, das Speichervolumen auf 2,4 Mrd. cbm Arbeitsgas zu verdoppeln und damit den größten österreichischen UGS fertig zu stellen. Der Speicher ist an das Pipelinesystem der WINGAS GmbH angebunden. Das Speichervolumen wird vorwiegend von der Muttergesellschaft OOO Gazprom export und der WINGAS GmbH für die weitere Unterstützung der Versorgungssicherheit mit Energie in Europa genutzt.

Bei diesem Projekt galt es insbesondere, die regulatorischen Anforderungen der österreichischen, deutschen und europäischen Gesetzgebung in Bezug auf Transparenz und Diskriminierungsfreiheit im Zusammenhang mit dem Speicher Haidach zu erfüllen. Im Ergebnis wurde durch ZMB ein Vermarktungs- und Managementsystem zur Abwicklung von Anfragen, Entgeltkalkulationen und Buchungen entwickelt.

In Verbindung mit der Realisierung der Nord Stream Pipeline hat sich die ZMB die Rechte an der Untersuchung der Strukturen Hinrichshagen und Schweinrich bezüglich ihrer Eignung zur Erdgasspeicherung gesichert. Mit der Planung der geologischen Untersuchungen der beiden in Mecklenburg-Vorpommern bzw. Brandenburg gelegenen Strukturen wurde bereits in 2006 begonnen. Die Vorlage der Eignungsnachweise wird in 2009/2010 erwartet.

Emissionshandel und Emissionsreduktionsprojekte

Der Klimawandel, verursacht durch den fortschreitenden Ausstoß von Treibhausgasen, ist die wesentliche globale und politische Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Durch das Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls wurden wirksame Mechanismen zur Bekämpfung der globalen Erderwärmung geschaffen. Die ZMB ist davon überzeugt, dass die konsequente Anwendung dieser Mechanismen einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Kyoto-Ziele leistet und gleichzeitig einen Mehrwert für die beteiligten Länder und Unternehmen schafft. Die ZMB beobachtet den sich bildenden Markt und wird sich nach Möglichkeit an der Realisierung sich bietender Chancen aktiv beteiligen.

Vermögens- und Ertragslage

Mit einem Umsatz von 1.774 Mio. EUR konnte die ZMB in 2007 das Niveau des Vorjahres

(1.764 Mio. EUR) erreichen. Der Gesamtabsatz stabilisierte sich bei 16,0 Mrd. cbm bzw. 164,3 Mrd. kWh (Vorjahr 15,7 Mrd. cbm bzw. 161,6 Mrd. kWh). Auf Grund der gestiegenen Einkaufspreise reduzierte sich das Rohergebnis deutlich auf 53,5 Mio. EUR gegenüber 105,0 Mio. EUR im Vorjahr.

Dem geringeren Rohertrag aus dem Gashandelsgeschäft standen höhere sonstige betriebliche Erträge u. a. aus einem nicht vereinbarungsgemäß abgewickelten Gashandelsvertrag gegenüber.

Zudem wurde das Ergebnis in 2007 auf Grund des schwächeren US-Dollars per Saldo durch Währungskursverluste belastet, die die Währungskursgewinne in 2007 um 15,3 Mio. EUR (Vorjahr 2,1 Mio. EUR) überstiegen.

Erstmals wurden in 2007 Erträge aus der Vermietung der Speicherkapazitäten des im Berichtsjahr in Betrieb gegangenen Erdgasspeichers im österreichischen Haidach in Höhe von 2,8 Mio. EUR erzielt.

Die Zunahme der Aktivitäten in den Bereichen Exploration und Erdgasspeicherung sowie die Untersuchung weiterer Geschäftschancen im liberalisierten europäischen Energiemarkt - wie z. B. die Verstromung von Erdgas - erfordert eine Erweiterung des Mitarbeiterstammes. Diese Entwicklung findet in den auf 5,4 Mio. EUR (Vorjahr 4,2 Mio. EUR) gestiegenen Personalkosten für 2007 ihren Niederschlag.

Die Finanzierung von Investitionen in neue Geschäftsfelder, welche durch Unternehmen mit direkter oder indirekter Beteiligung der ZMB getätigt werden, erfolgt zum Teil über Darlehen der ZMB an diese Projektgesellschaften. Die Ausleihungen der ZMB sind im Berichtszeitraum von 10,7 Mio. EUR auf 36,8 Mio. EUR gestiegen. Entsprechend erhöhten sich die Finanzerträge um 4,7 Mio. EUR auf 13,0 Mio. EUR bei unwesentlich gestiegenen Finanzaufwendungen.

Die Bilanzsumme der ZMB per 31. Dezember 2007 beträgt 856,6 Mio. EUR (Vorjahr 1.308,5 Mio. EUR). Auf Grund der Abführung des Vorsteuerergebnisses an die GAZPROM Germania GmbH bleibt das Eigenkapital unverändert bei 246,0 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 28,7 % (Vorjahr 18,8 %).

Der deutliche Rückgang der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die Reduzierung des Forderungsbestandes im Ergebnis geringerer Lieferungen im Monat Dezember und der geleisteten Vorauszahlungen auf Erdgaslieferungen zurückzuführen. So verringerten sich die ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen um zusammen 209,4 Mio. EUR auf 379,9 Mio. EUR und die sonstigen Vermögensgegenstände (einschließlich geleisteter Anzahlungen) um 323,0 Mio. EUR auf 154,1 Mio. EUR.

Dementsprechend verringerten sich die Rückstellungen - im Wesentlichen bestehend aus noch nicht vorliegenden Rechnungen - um 87,9 Mio. EUR auf 129,8 Mio. EUR und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen um zusammen 282,3 Mio. EUR auf 159,9 Mio. EUR.

Die liquiden Mittel belaufen sich auf 86,1 Mio. EUR (Vorjahr 102,0 Mio. EUR). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 80,8 Mio. EUR auf 319,3 Mio. EUR - davon 286,1 Mio. EUR im Kurzfristbereich.

Finanzierung

In 2007 konnten die ZMB und die GAZPROM Germania GmbH als Darlehensnehmer die Aufstockung ihrer seit 2004 existierenden Kreditfazilität (Club Deal) von 200 Mio. EUR auf 500 Mio. EUR erreichen.

Die Kreditlinie in ihrer neuen Form stellt eine wesentliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der finanziellen Flexibilität unserer Firmengruppe und die Absicherung des operativen Geschäftsbetriebes im kurz-und mittelfristigen Bereich dar. Durch den günstigen Zeitpunkt der Transaktion konnten sich ZMB und GPG Kreditmittel sichern, die nicht von der seit dem Sommer des Berichtsjahres laufenden sogenannten Bankkrise beeinflusst waren und die damit letztlich unter den zum Jahresende üblichen Bepreisungen liegen.

Kreditgeber sind, wie schon zuvor, die Commerzbank AG, die Dresdner Bank AG, die WestLB AG und die IKB Deutsche Industriebank AG. Darüber hinaus wurde der Kreis der Kreditgeber um die Landesbank Baden-Württemberg erweitert.

Die Kreditlinie ist per 31. Dezember 2007 mit ca. 300 Mio. EUR in Anspruch genommen.

Mit der Gazprombank (OAO) werden derzeit Verhandlungen über eine nicht zweckgebundene Kreditlinie über 100 Mio. USD geführt. Der Vertragsabschluss ist für Anfang 2008 vorgesehen.

ZMB befindet sich derzeit in Vertragsverhandlungen mit der VTB über die Gewährung einer neuen, nicht zweckgebundenen Kreditlinie über 200 Mio. USD. Es besteht zwischen den Parteien prinzipielle Einigung über die wesentlichsten Rahmenbedingungen, der Vertragsabschluss könnte ebenfalls Anfang 2008 erfolgen.

Im August 2007 hat HSBC Trinkaus und Burkhardt AG (50 Mio. EUR) eine Kreditlinie für Avale und Akkreditive eingeräumt. Im September 2007 wurde ein Avalkreditvertrag mit der Bayerischen Landesbank in Höhe von 65 Mio. USD unterzeichnet.

Die Banken haben im Laufe des Berichtsjahres einer teilweisen Umwidmung der Saltfleetby-Finanzierung auf das Speicherprojekt Etzel zugestimmt.

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement der GPG zeichnet ebenfalls für die Überwachung der Risiken der Tochtergesellschaften verantwortlich und sorgt für eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der in der Unternehmensgruppe existierenden Risiken.

Bei der ZMB resultieren Marktpreisrisiken insbesondere aus Währungskursschwankungen aus Einkaufs- und Verkaufsverpflichtungen in unterschiedlicher Währung sowie Fremdmittelaufnahme in anderen als der Gruppenwährung. Diese Risiken werden überwiegend über die jeweiligen Zeitpunkte der Ein-und Auszahlungen in der jeweiligen Fremdwährung gesteuert. Verbleibenden Risiken wird nach Möglichkeit durch entsprechende Sicherungsgeschäfte Rechnung getragen.

Offene Handelspositionen im Gashandel werden in der Regel nicht gehalten. Beim Abschluss von Einkaufs- und Verkaufsverträgen wird durch eine Abstimmung der Preisgestaltung eine Minimierung der Marktpreisrisiken erreicht.

Ausgereichte und aufgenommene Darlehen unterliegen einem Zinsänderungsrisiko, da die Zinsfestschreibung in der Regel auf Basis kurzfristiger Referenzzinssätze erfolgt. Diese Risiken werden durch Value-at-Risk Betrachtungen überwacht.

Liquiditätsrisiken resultieren aus möglichen Schwankungen zukünftiger Barmittelab- und -zuflüsse. Dem wird durch Synchronisation der Zahlungsströme einschließlich der Abstimmung von Währungen entgegengewirkt. Der Gruppe steht eine zum Bilanzstichtag nur teilweise in Anspruch genommene, nicht zweckgebundene Kreditlinie zur Verfügung.

Adressenausfallrisiken bestehen im Rahmen der Vertriebsaktivitäten der ZMB. Zur Beurteilung und Begrenzung dieser Risiken wird ein Bonitätseinstufungsverfahren eingesetzt und die Bonitätsentwicklung fortlaufend überwacht. Kreditentscheidungen werden unter Beachtung der Wahrscheinlichkeit eines Kontrahentenausfalls sowie der damit verbundenen Schadenshöhe getroffen. Zur Steuerung dieser Risiken werden nach Möglichkeit Rahmenvereinbarungen mit den in der Branche üblichen Sicherungs- und Aufrechnungsklauseln eingesetzt.

Human Ressources

Die Voraussetzung für die im Geschäftsjahr 2007 erzielten wirtschaftlichen Erfolge der ZMB war das Engagement unserer Mitarbeiter/innen.

Am Standort Berlin sind derzeit bei ZMB und GPG zusammen 120 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt (Vorjahr 80).

Durch gezielte Personalbeschaffungsmaßnahmen konnten wir den im Rahmen des gewachsenen Projektvolumens erforderlichen Nachwuchs sichern und ein leistungsorientiertes Verhältnis von Neueinsteigern und berufserfahrenen Mitarbeitenden gewährleisten.

Ein auf die individuellen Bedürfnisse und Unternehmensziele abgestelltes Weiterbildungsprogramm mit umfangreichen internen und externen Qualifizierungsmaßnahmen sichert den Erfolg der ZMB auch für die Zukunft.

Zur Gewinnung zukünftigen akademischen Nachwuchses im technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Bereich wurden die bestehenden Kooperationen mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Humboldt-Universität zu Berlin ausgebaut und fortgeführt.

Weiterhin wurde eine Kooperation mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig begründet. Im Rahmen des ersten deutsch-russischen Masterstudienganges für Betriebswirte der Energiewirtschaft unterstützt die GAZPROM Germania Gruppe durch die Bereitstellung von Stipendien und von Praktikaplätzen die universitäre Ausbildung. Durch die Vergabe von Masterarbeiten wird die Nachwuchsgewinnung in diesem Bereich zukünftig unterstützt.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Märkte, in denen ZMB primär aktiv ist, befinden sich in einer Umbruchsphase. Damit verbunden sind Chancen auf lukrative Geschäftsmöglichkeiten, aber auch Risiken.

Die ZMB GmbH beteiligt sich seit ihrer Gründung - auch mit ihren Tochter-und Beteiligungsgesellschaften - in einem zunehmend liberalisierten Marktumfeld in den Bereichen Handel und Vertrieb, Exploration, Transport sowie Speicherung. Der Erfolg basiert auf einer vertrauensvollen und langjährigen Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern sowie den Mitarbeitern unseres Unternehmens.

Im Erdgashandel liegt unser Ziel in der weiteren Stabilisierung der Absatzmengen auf hohem Niveau.

Durch den Abschluss wichtiger mittel-und langfristiger Bezugsverträge konnte die vertragliche Basis für den Ausbau der Handelsaktivitäten der kommenden Jahre gelegt werden. Die ZMB GmbH hat einen langfristigen Liefervertrag mit dem kasachischrussischen Joint Venture KazRosGas geschlossen und sich somit die Erdgasreserven der kasachischen Lagerstätte Karachaganak bezugsseitig gesichert.

Die Tochtergesellschaft ZMB (Schweiz) AG konnte mittelfristige Bezugsverträge über usbekisches Erdgas abschließen und wird an der steigenden Erdgasproduktion in Usbekistan partizipieren.

Die Ergebnisse aus dem Erdgashandel werden stark von der Entwicklung der an den Ölpreis gekoppelten Gaspreise und der Wechselkursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar bestimmt sein. Wir rechnen damit, dass sich die Preisniveaus auf der Bezugs- und Absatzseite weiter annähern und zu weiterem Margendruck führen werden. Dies wird einen weiteren Rückgang des Rohergebnisses für ZMB mit sich bringen. Gleichzeitig erhöht dieser Umstand die Wirtschaftlichkeit der ZMB-eigenen Förderprojekte.

Die Förderung der vertikalen Integration durch die Erschließung aller Wertschöpfungsstufen des Gasmarktes, die weitergehende Internationalisierung in den europäischen und zentralasiatischen Geschäftsregionen sowie die zunehmende Produkterweiterung durch das Angebot ergänzender Energieträger als auch die Energieerzeugung bilden das solide Fundament für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft.

So erwarten wir in den nächsten Jahren einen steigenden Ergebnisbeitrag der Speicher- und Explorationsprojekte der ZMB und ihrer Beteiligungsunternehmen - direkt bzw. über Beteiligungserträge aus den Projektgesellschaften.

Risiken im Bereich Exploration liegen im Wesentlichen in der Fündigkeit und Realisierbarkeit des Abbaus der Lagerstätten. Hier arbeiten wir wie in der Vergangenheit mit Spezialisten zusammen und entwickeln die potentiellen Lagerstätten jeweils nach Erreichung entsprechender Teilziele weiter.

Auch die Speicherprojekte unterliegen einer sorgfältigen Planung und Begleitung durch spezialisierte Projektpartner, um mögliche geologische, rechtliche oder wirtschaftliche Risiken zu minimieren.

Als international agierendes Energieunternehmen mit einer Vielzahl von investitionsintensiven Infrastrukturprojekten in der Planung, Realisierung und im Betrieb beobachten wir die wachsenden regulatorischen Auflagen der Europäischen Union sowie die Vorbehalte gegenüber Investoren aus Nicht-EU-Staaten mit Sorge.

Wir sind der Überzeugung, dass sowohl der Neubau als auch die Erweiterung bestehender Infrastruktur ein Bekenntnis zu unseren deutschen und europäischen Partnern darstellen und ihrem Wunsch nach wachsender Integration und gleichbleibend verlässlicher Versorgung mit Energie Rechnung tragen.

Auch in der Zukunft wird der Ausbau bestehender und die Erschließung neuer attraktiver Geschäftsmöglichkeiten im Fokus unserer Aktivitäten stehen. Eine Reihe viel versprechender Projekte befindet sich in der Planung und Ausführung. Zur Erreichung der gestellten Ziele setzen wir auf das Engagement und die Tatkraft unserer Mitarbeiter. Dazu wollen wir auch - wie in den Vorjahren - unser Team weiter verstärken.

1 Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e.V, Broschüre ERDGAS, Anlage

 

Berlin, 15. Februar 2008

ZMB GmbH, Berlin

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2007

AKTIVA

 
EUR

EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   2.474.843,75 212
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.113.015,04   15.073
2. technische Anlagen und Maschinen 34.925.281,42   251
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.505.975,54   802
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00   25.680
    53.544.272,00 41.806
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 82.530.590,97   81.605
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.703.346,62   0
3. Beteiligungen 10.456.748,43   3.588
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.025.134,18   10.698
5. sonstige Ausleihungen 46.487,95   43
    129.762.308,15 95.934
    185.781.423,90 137.952
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 584.221,73   0
2. Waren 249.561,72   229
    833.783,45 229
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 146.339.514,62   223.599
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 233.608.282,56   365.669
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 48.457.516,45   231
4. sonstige Vermögensgegenstände 154.138.066,59   477.116
    582.543.380,22 1.066.615
III. Wertpapiere      
sonstige Wertpapiere   1.257.544,00 1.684
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   86.091.830,80 101.991
    670.726.538,47 1.170.519
C. Rechnungsabgrenzungsposten   109.461,61 47
    856.617.423,98 1.308.518

PASSIVA

     
  EUR EUR Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 515.000,00   515
II. Kapitalrücklage 125.270.077,18   125.270
III. Bilanzgewinn 120.225.481,58   120.225
    246.010.558,76 246.010
B. Sonderposten mit Rücklageanteil   1.414.773,17 1.584
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 251.800,00   420
2. Steuerrückstellungen 5.409.814,73   15.720
3. Sonstige Rückstellungen 124.163.585,08   201.593
    129.825.199,81 217.733
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 319.334.138,43   400.148
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95.047.705,19   164.342
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 64.852.984,71   277.907
4. Sonstige Verbindlichkeiten 132.063,91   794
    479.366.892,24 843.191
    856.617.423,98 1.308.518

ZMB GmbH, Berlin

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2007
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen/ Umgliederungen
EUR
Stand am 31.12.2007
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 384.970,48 2.594.383,86 0,00 0,00 2.979.354,34
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.132.128,49 2.563.866,78 1.197.748,84 0,00 18.498.246,43
2. technische Anlagen und Maschinen 279.362,62 10.146.306,46 0,00 25.680.335,14 36.106.004,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.470.782,00 2.259.055,48 231.371,41 0,00 3.498.466,07
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.680.335,14 0,00 0,00 -25.680.335,14 0,00
  44.562.608,25 14.969.228,72 1.429.120,25 0,00 58.102.716,72
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 81.604.610,44 945.668,81 25.600,01 5.911,73 82.530.590,97
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 6.703.346,62 0,00 0,00 6.703.346,62
3. Beteiligungen 3.588.569,26 6.874.090,90 0,00 -5.911,73 10.456.748,43
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.546.434,86 36.259.571,24 15.625.529,21 0,00 32.180.476,89
5. sonstige Ausleihungen 542.935,62 15.000,00 11.447,67 0,00 546.487,95
  97.282.550,18 50.797.677,57 15.662.576,89 0,00 132.417.650,86
  142.230.128,91 68.361.290,15 17.091.697,14 0,00 193.499.721,92
  Abschreibungen
Stand am 1.1.2007
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2007
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 173.008,86 331.501,73 0,00 504.510,59
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.058.909,70 464.286,00 137.964,31 2.385.231,39
2. technische Anlagen und Maschinen 28.755,80 1.151.967,00 0,00 1.180.722,80
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 669.367,15 554.494,62 231.371,24 992.490,53
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.757.032,65 2.170.747,62 369.335,55 4.558.444,72
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 848.189,57 1.854.053,41 546.900,27 2.155.342,71
5. sonstige Ausleihungen 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
  1.348.189,57 1.854.053,41 546.900,27 2.655.342,71
  4.278.231,08 4.356.302,76 916.235,82 7.718.298,02
  Buchwerte
Stand am 31.12.2007
EUR
Stand am 31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.474.843,75 211.961,62
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.113.015,04 15.073.218,79
2. technische Anlagen und Maschinen 34.925.281,42 250.606,82
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.505.975,54 801.414,85
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 25.680.335,14
  53.544.272,00 41.805.575,60
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 82.530.590,97 81.604.610,44
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.703.346,62 0,00
3. Beteiligungen 10.456.748,43 3.588.569,26
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.025.134,18 10.698.245,29
5. sonstige Ausleihungen 46.487,95 42.935,62
  129.762.308,15 95.934.360,61
  185.781.423,90 137.951.897,83

Gewinn-und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007

ZMB GmbH, Berlin

  EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse   1.774.004.919,27 1.763.593
2.sonstige betriebliche Erträge   117.478.070,10 68.907
3. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.666.690.216,08   1.559.312
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 53.825.298,73   99.243
    1.720.515.514,81 1.658.555
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 4.784.806,55   3.571
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 661.721,21   630
    5.446.527,76 4.201
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   2.502.249,35 7.814
6. sonstige betriebliche Aufwendungen   111.048.138,37 65.937
7. Erträge aus Beteiligungen   0,00 639
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   1.545.981,53 1.077
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   11.471.906,07 6.565
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   1.856.862,12 852
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   21.374.422,52 22.033
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   41.757.162,04 81.389
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -49.266,21 33.514
14. sonstige Steuern   23.619,76 6
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne   41.782.808,49 0
16. Jahresüberschuss   0,00 47.869

Anhang zum 31. Dezember 2007

ZMB GmbH, Berlin

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauer beträgt für immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 10 Jahre, für Gebäude 25 bzw. 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 8 bis 20 und für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens als Abgang ausgewiesen.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert; bei Wertaufholungen werden Zuschreibungen vorgenommen.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert ausgewiesen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet; bei Wertaufholungen werden Zuschreibungen vorgenommen.

In Höhe der in Vorjahren vorgenommenen Sonderabschreibungen nach § 4 Fördergebietsgesetz wurde ein Sonderposten mit Rücklageanteil gebildet, der über die Nutzungsdauer der Anlagengegenstände aufgelöst wird.

Pensionsrückstellungen sind in voller Höhe dotiert und werden mit dem sich nach den Vorschriften des IAS 19 ergebenden Werten angesetzt. Der Berechnung wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:

  2007
%
2006
%
Diskontierungszins 5,25 4,22
Erwartete Gehaltssteigerungsrate 5,00 5,00
Erwartete Rentensteigerungsrate 1,00 1,00

Es fanden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

2. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte.

Forderungen in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Anschaffungszeitpunkt oder dem höheren Kurs am Abschlussstichtag bewertet.

Kassenbestände und jederzeit fällige Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Abschlussstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Anschaffungszeitpunkt oder dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.

Unter den Finanzanlagen weisen wir folgende Beteiligungen mit einer Anteilsquote von mindestens 20 % aus:

Name/Sitz   Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2007 Jahresergebnis 2007
GAZPROM Marketing & Trading Ltd., London 100 TGBP 110.256* 34.537*
Gazprom Marketing & Trading Italia S.r.l., Mailand 100 TEUR 97* -3*
ZMB (Schweiz) AG, Zürich 100 TCHF 215.938 121.174
ZGG - Zarubezhgazneftechim Trading GmbH, Wien 100 TEUR 16.610 -2.290
ZMB mobil GmbH, Möthlow 100 TEUR 949 71
Baltic LNG AG, Zürich 80 TCHF 6.844 -79
ZMB Gasspeicherholding GmbH, Wien 67 TEUR 39.480 -265
Gas Project Development Central Asia AG, Baar 50 TCHF 10.275 7.558
Bosphorus Gaz Corporation A. S., Istanbul 40 TRY 12.502* -2.936*
Centrex Beteiligungs GmbH, Wien 38 TEUR 2.075 -20
Etzel-Kavernenbetriebs-Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 33 TEUR 20 -5
Etzel-Kavernenbetriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 33 TEUR 6.330 -208
VEMEX s.r.o., Prag 33 TCZK -100.657 -44.831

* nach IFRS

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 118.783 (Vorjahr: TEUR 364.209) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 1.339 (Vorjahr: TEUR 399) Forderungen gegen den Gesellschafter.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 38) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Weiterhin werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 130.176 (Vorjahr: TEUR 445.521) geleistete Anzahlungen für Gaslieferungen bis April 2008 ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten betreffen mit TEUR 1.277 (Vorjahr: TEUR 7.443) Einlagen bei verbundenen Unternehmen.

Die Kapitalrücklage resultiert aus Zuzahlungen des Gesellschafters im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Der Bilanzgewinn wurde wie folgt ermittelt:

  31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Jahresüberschuss 0 1) 47.869
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 120.225 72.356
Bilanzgewinn 120.225 120.225

1) Ergebnisabführungsvertrag mit GAZPROM Germania GmbH vom 20. Juni 2007 mit Wirkung vom 1. Januar 2007

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde nach den Vorschriften des § 4 Fördergebietsgesetz in Verbindung mit § 281 Abs. 1 HGB gebildet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (davon aus dem Erdgasgeschäft in Höhe von TEUR 115.867, im Vorjahr: TEUR 195.836), Personalverpflichtungen, Drohverluste sowie eine Rückkaufsverpflichtung für Erdgas. Aufgliederung der Verbindlichkeiten (Vorjahresbeträge in Klammern)

  Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
davon durch Sicherungsabtretungen und Pfandrechte gesichert
TEUR
Gegenüber Kreditinstituten 319.334 286.084 0 35.000
  (400.148) (365.147) (0) (347.768)
Aus Lieferungen und Leistungen 95.048 95.048 0 0
  (164.342) (164.342) (0) (0)
Gegenüber verbundenen Unternehmen 64.853 64.801 0 0
  (277.907) (277.863) (0) (0)
Sonstige 132 132 0 0
  (794) (794) (0) (0)
  479.367 446.065 0 35.000
  (843.191) (808.146) (0) (347.768)

Die gesicherten Verbindlichkeiten sind ausschließlich durch Pfandrechte gesichert.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 47) ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen mit TEUR 1.448 (Vorjahr: TEUR 170.398) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 45.647) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

In Höhe von TEUR 42.101 (Vorjahr: TEUR 102) werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 789) Steuern und mit TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

ZMB steht für die Erfüllung künftiger Zahlungsverpflichtungen von Dritten zur Finanzierung von Investitionen in gemeinsam mit der ZMB durchgeführten Projekten ein, die sich zum Abschlussstichtag auf TEUR 18.759 (Vorjahr: TEUR 17.111) beliefen. Bei Erstellung des Jahresabschlusses war eine Inanspruchnahme der ZMB nicht erkennbar.

Weitere Verpflichtungen bestehen aus:

Patronatserklärungen in Höhe von TEUR 11.904 (Vorjahr: TEUR 5.931)

Investitionen in Höhe von TEUR 91.738 (Vorjahr: TEUR 37.300

Im Folgejahr werden fällig TEUR 15.784. Die Investitionen erstrecken sich teilweise über einen Zeitraum von 4 bis 5 Jahren. Die begonnenen Investitionen werden planmäßig abgewickelt und finanziert.

Kreditverträgen in Höhe von TEUR 7.382 (Vorjahr: TEUR 4.756)

Gaseinkaufsverträgen in Höhe von TEUR 169.825.

5. Erläuterungen zur Gewinn-und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultieren aus:

  2007
TEUR
2006
TEUR
Erdgashandel    
- in Osteuropa, Vorderasien und Zentralasien 1.429.297 1.427.165
- in Westeuropa 343.855 335.261
  1.773.152 1.762.426
Dienstleistungen 853 1.167
  1.774.005 1.763.593

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 94) die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil.

Der Personalaufwand betrifft mit TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 120) Aufwendungen für Altersversorgung.

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 639) verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 5.049 (Vorjahr: TEUR 2.310) verbundene Unternehmen.

Auf immaterielle Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6.840) und auf Ausleihungen in Höhe von TEUR 1.854 (Vorjahr: TEUR 841) außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 4.503 (Vorjahr: TEUR 5.029) verbundene Unternehmen.

6. Einsatz derivativer Instrumente

ZMB ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen ZMB eine Absicherung gegen Risiken beabsichtigt, werden derivative Instrumente eingesetzt, insbesondere Devisenterminkontrakte.

Derivate werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch aus dem operativen Geschäft entstehende Positionen oder geplante Transaktionen unterlegt sind. Der Abschluss und die Abwicklung der Geschäfte unterliegen strengen Kontrollen. Das aus dem Grundgeschäft resultierende Wechselkursrisiko sowie die zur Absicherung abgeschlossenen Derivatgeschäfte werden laufend überwacht. Devisenderivate bestehen zur Absicherung des Wechselkursrisikos gegenüber dem USD und GBP.

Der Nominalwert zum Bilanzstichtag bestehender Devisentermingeschäfte beträgt TEUR 12.176. Der beizulegende Zeitwert (Mark-to-Market) beträgt am Bilanzstichtag TEUR -153. Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte wurde auf Basis des EZB-Referenzkurses und unter Berücksichtigung der aktuellen Zinssätze der jeweiligen Währung bestimmt. Sämtliche Devisentermingeschäfte sind innerhalb eines Jahres fällig.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird eine Option auf den Erwerb weiterer 10 % der Anteile an einem Beteiligungsunternehmen ausgewiesen. Der Kaufpreis für die Option betrug TEUR 2.908; als Kaufpreis für die Anteile ist der Nominalwert (TEUR 1.236) vereinbart. Der beizulegende Zeitwert der Kaufoption ist mit vertretbarem Aufwand nicht verlässlich bestimmbar. Weder für die Anteile an dem Beteiligungsunternehmen noch für die Kaufoption oder für vergleichbare Derivate ist ein auf einem aktiven Markt notierter Marktpreis feststellbar. Andere Methoden zur vernünftigen Schätzung sind unangemessen oder nicht praktikabel.

7. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten beträgt 76 (Vorjahr: 58) Gehaltsempfänger.

Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum die Herren

Dipl.-Ing. Hans-Joachim Gornig, Berlin

Dr. rer. pol. Claus Bergschneider, Wuppertal

Unmittelbares Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt (befreiender Konzernabschluss im Sinne des § 291 Abs. 1 HGB), ist die GAZPROM Germania GmbH, Berlin. Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt, ist die OAO Gazprom, Moskau. Unser Unternehmen wird in diese Konzernabschlüsse einbezogen.

Im Berichtsjahr waren erstmals die Vorschriften des EnWG anzuwenden. Gemäß § 10 Abs. 2 EnWG berichten wir nachfolgend über Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen. Zwischen der ZMB und der OOO Gazprom export besteht ein Vertrag über die Nutzung der Speicherkapazitäten.

 

Berlin, den 15. Februar 2008

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ZMB GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und Nachvollziehbar erfolgt sind. Im Berichtsjahr waren die Vorschriften des EnWG erstmals anzuwenden; der Grundsatz der Stetigkeit war daher nicht zu beachten. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der ZMB GmbH, Berlin, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risken der zukünftigen Entwicklung zutreffenden dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnGW hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Berlin, den 20. Februar 2008

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gezeichnet Papesch, Wirtschaftsprüferin

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