Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 115294
Vorher
Archytas Automation GmbHzeta Automation GmbH
Eingetragen
22.1.1997
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungWärme- und KältehandelHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Planung, Fertigung, Automatisierung und Instandhaltung von Prozessanlagen und Verfahrenslösungen für flüssig-aseptische Anwendungen. Erbringung der hierfür notwendigen Ingenieurleistungen für die Prozessindustrie. Handel mit Waren aller Art in Bezug auf Prozessanlagen und Verfahrenslösungen für flüssig-aseptische Anwendungen, insbesondere Import und Export.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Axel Dr. Thomas
seit 23.4.2026
Geschäftsführer
Jochen Hasselbach
seit 25.7.2022
Geschäftsführer
Martin Paintner
seit 24.8.2020
Prokura
Prokura
Gerald Dollberger
seit 2.8.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
zeta Holding GmbH
Austria
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ZETA GmbH

Hallbergmoos

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

ZETA GmbH, Hallbergmoos

Darstellung der Geschäftstätigkeit

Die ZETA GmbH ist Teil der österreichischen Unternehmensgruppe ZETA. Die Unternehmensgruppe versteht sich als international führender Systemanbieter maßgeschneiderter Lösungen für flüssige Prozesse in der Biotech-, Pharma- und Lebensmittelindustrie. Hierbei liegt der Fokus der ZETA GmbH darin, Automatisierungssysteme für flüssige und aseptische Prozesse zu liefern.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der ZETA Gruppe sowie unserer Kunden wird als wesentlicher Referenzwert für die eigene wirtschaftliche Entwicklung das Wachstum des globalen Bruttoinlandsproduktes (BIP) und damit die Auswertungen und Aussagen des internationalen Währungsfonds (IWF) gesehen.

I. Marktentwicklung

1. Konjunkturelle Lage

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten.

Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum in China lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) dennoch bei +5,2 Prozent.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023

Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser.

Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Wirtschaftsraum EU-27

In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4%). Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 Prozent, nach +5 Prozent Wachstum im Vorjahr.

Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024.

Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht.

Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um rund 12 Prozent.

2. Konjunkturelle Aussichten 2024

Weltwirtschaft

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent).

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024

Globaler Maschinenbau

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. In China sollte sich das Wachstum mit +2 Prozent fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert.

Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Deutsche Konjunktur

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen.

Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten.

Pharma- und Biotech Industrie

Verglichen mit anderen Branchen folgen die Pharmamärkte eher mittel- und langfristigen Trends sowohl in Bezug auf die Leistungskraft der Volkswirtschaften als auch in Bezug auf den demographischen Wandel. Mit einer kontinuierlich wachsenden und gleichzeitig alternden Weltbevölkerung ist auch weiterhin von einer vorteilhaften globalen Nachfrage auszugehen. Insbesondere die Biopharmabranche profitiert davon überdurchschnittlich und investiert im hohen Maße in F&E und die Ausweitung von Produktionskapazitäten. Einige hochinnovative Biopharmazeutika, zur Behandlung bisher nicht heilbarer Erkrankungen, stehen vor der Zulassung. Aktuelle Marktprognosen gehen von einem globalen Wachstum von über 8 % für das Jahr 2024 aus und erwarten bis zum Jahr 2029 einen um 60% größeren Biopharmamarkt (Quelle Mordor Intelligence). Das wirtschaftliche Umfeld wird dabei von nach wie vor über den Zielwerten liegenden Inflationsraten, Fachkräftemangel und zunehmend geopolitischen Handelsrisiken geprägt.

II. Geschäftsverlauf

1. Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung war im abgeschlossenen Geschäftsjahr nur zufriedenstellend. Eine gewisse Konsolidierung der Märkte war abzusehen, da sich die COVID 19 bedingte Sonderkonjunktur in der Biopharmaindustrie normalisiert hat. Der Auftragseingang war zu Mitte des Geschäftsjahres auf einem niedrigeren Niveau als geplant, verbesserte sich jedoch im weiteren Jahresverlauf. Aufgrund der Verzögerung bei Neuabschlüssen, wurde das diesjährige Geschäftsergebnis zu großen Teilen durch die erfolgreiche Abwicklung langjähriger Aufträge und dem damit verbundenen Abbau von Beständen realisiert. Es wird beobachtet und aktuell damit gerechnet, dass sich die Marktteilnehmer an die mitunter schwierigen externen Einflüsse angepasst haben und dass wieder verstärkt investiert wird. Zum Ende des Wirtschaftsjahres war bereits eine deutliche Belebung der Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 verringerte sich die Gesamtleistung insgesamt um 20,7%. Der absolute Rohertrag konnte um rund 4,4% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und beträgt T€ 17.354 (Vorjahr T€ 16.626). Im Verhältnis zur Gesamtleistung erhöhte sich der Rohertrag um 13% auf rund 53%. Die geringere Materialaufwandsquote ist eine Folge der besseren Verfügbarkeit von Inhouse Spezialisten und einer geänderten Beschaffungspolitik in der ZETA Gruppe.

Aufgrund vorgenommener organisatorischer Veränderungen zur Sicherstellung des weiteren erfolgreichen Wachstums, einhergehend mit den allgemein hohen Lohnabschlüssen, sind die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr um rund 8,9% gestiegen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beruht überwiegend auf gestiegenen Raumkosten. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 1.900 (Vorjahr: T€ 2.356) abgeschlossen.

2. Finanz- und Vermögenslage

Insgesamt beträgt die Bilanzsumme zum 29. Februar 2024 T€ 8.980 (Vorjahr T€ 10.396). Wesentliche Positionen sind hier vor allem der Vorratsbestand in Höhe von insgesamt T€ 164 (Vorjahr T€ 192), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.049 (Vorjahr T€ 3.255), die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 964 (T€ 7) und die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 244 (Vorjahr T€ 38).

Das Eigenkapital beträgt in Summe T€ 5.895 (Vorjahr T€ 5.921). Die Eigenkapitalquote liegt am Bilanzstichtag bei 65,7%. Größte Positionen der Kapitalstruktur sind die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.276 (Vorjahr: T€ 1.111) sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 686 (Vorjahr: T€ 1.164) und die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 311 (Vorjahr: T€ 1.147).

Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit ausreichend gesichert. Die Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war mit T€ 288 (Vj. T€ 5.154) positiv. Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungseffekten werden nicht eingesetzt. Die Finanzierung erfolgt überwiegend über erhaltene Anzahlungen.

3. Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf der Entwicklung des Rohertrages sowie der EBIT-Entwicklung. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird die Zahl der Beschäftigten geführt. Zum Geschäftsjahresende 2023/2024 belief sich die Zahl der Mitarbeiter, einschließlich Geschäftsführer, auf 127 (Vj. 130).

4. Zweigniederlassungen

Im Berichtsjahr bestanden weitere Niederlassungen in Hildesheim und in Penzberg.

Im Objekt Hildesheim sind derzeit 8 Mitarbeiter beschäftigt, die zum Umsatz im Automationsgewerbe beitragen. Das Objekt Penzberg wird zu Teilen selbst genutzt, weiterhin sind Teile der Fläche an die deutsche Schwestergesellschaft SIGMA untervermietet. Die Zweigniederlassungen werden unterhalten, um lokale qualifizierte Arbeitskräfte für ZETA gewinnen zu können und um eine lokale Repräsentanz nahe bedeutenden Endkunden zu bieten.

III. Risiken der künftigen Entwicklungen

Die Entwicklung des Geschäfts und der damit verbundenen finanzwirtschaftlichen Ziele hängt neben der konjunkturellen Entwicklung in den für uns relevanten Märkten und Regionen auch von der technischen Entwicklung ab.

Den Marktrisiken wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen begegnet. Zur Vermeidung nachfolgender Risiken, die durch die Geschäftsleitung als relevant für das Unternehmen festgelegt wurden, sind feste Abläufe im Unternehmen integriert:

Auftragseingangsrisiko

In den laufenden Besprechungen wird die Forecast-Ermittlung quartalsweise aktualisiert. Dies ermöglicht, frühzeitig auf einen negativen Trend zu reagieren.

Die bewusst hohe Bindung zu den Großkunden bietet Chancen, am Wachstum dieser Unternehmen gezielt zu partizipieren. Aus dieser Bindung entstehen intensive Geschäftsbeziehungen und gegenseitige Abhängigkeiten. Bedingt durch die enge Vernetzung mit den Prozessen der Kunden, entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wird eine vergleichsweise hohe Sicherheit bezüglich der bestehenden Geschäfte und künftiger Aufträge erreicht.

Der konsequente Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen, mit dem Ziel einer weiteren Reduzierung bzw. Vermeidung von einseitigen Abhängigkeiten, stellt eines der wichtigen Ziele der ZETA GmbH dar. Die durch den Firmenverbund der ZETA Gruppe realisierbaren Synergien bieten auch für den Rückgang oder Wegfall einzelner Kundenbeziehungen aus konjunkturellen Gründen stabile Rahmenbedingungen.

Risiken aus der Finanzierung von Projekten seitens der Kunden aufgrund gestiegener Leitzinsen werden als gering eingeschätzt.

Technische Risiken

Risiken bei der technischen Entwicklung werden durch das Vier-Augen-Prinzip erkannt und überwacht. Vor Annahme eines Auftrags werden die technischen Spezifikationen, die Vorkalkulation und die angebotene Konzeption technisch sowie kommerziell überprüft. Für die Angebotskalkulation gibt es strikte Vorgaben hinsichtlich der Preisfindung. Bei Abweichung dieser Vorgaben, wird in jedem Fall die Freigabe der Geschäftsführung eingeholt.

Personelle Risiken

Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft ist eng mit der Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verknüpft. Auch im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden die Strukturen für eine positive Entwicklung weiter auf- und ausgebaut und in den Aufbau von neuem und in die Weiterbildung des bestehenden Personals investiert. Darüber hinaus existiert eine etablierte Führungskultur, die auf hohe Wertschätzung und Eigenverantwortung abzielt, um die Wissensträger zu binden und ihnen Perspektiven aufzuzeigen. Dennoch besteht das Risiko, dass Wissensträger die ZETA GmbH verlassen und dadurch Know-how verloren geht.

Positiv ist hervorzuheben, dass die ZETA hinsichtlich der Fluktuation nicht dem zu erwartenden Trend der aktuell guten Arbeitslage folgt. Nicht ganz unbeachtlich ist der auf dem Arbeitsmarkt vorherrschende Mangel an verfügbaren erfahrenen Arbeitskräften. Für die ZETA stellt dies aktuell noch keine große Herausforderung dar, vor allem vor dem Hintergrund der laufenden Geschäftsentwicklung. Um weiterhin dem entgegenzuwirken, bedient man sich einerseits externer Mitarbeiter, die über Arbeitnehmerüberlassungsagenturen projektbezogen akquiriert werden, und andererseits passgenauen Ausbildungsprogrammen, um die Qualifizierung der Mitarbeiter intern schnellst möglichst zu steigern. Dies führt zu einem erhöhten administrativen und operativen Aufwand.

Forderungsausfälle

Das Forderungsausfallrisiko wird durch ein konsequentes Mahnwesen sowie durch stetige bereichsübergreifende Kommunikation minimiert. Im Berichtszeitraum sind keine relevanten Ausfälle zu vermelden. Das Forderungsmanagement wird durch ein intensives Projektcontrolling auf allen operativen Ebenen begleitet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse liefern Impulse zur stetigen Verbesserung in internen Prozessen. Das Ausfallsrisiko bei Forderungen wird angesichts der guten Bonität der Vertragspartner als gering eingestuft sowie durch die erhaltenen Anzahlungen weiter reduziert. Generell bestehen sehr langfriste Geschäftsverbindungen mit unseren Kunden.

IT-Systeme

Die Befähigung zum Umgang mit einer sehr komplexen und vielschichtigen IT hat strategische Bedeutung. Eine starke und kompetente zentrale IT-Abteilung ist daher ein wettbewerbsrelevantes Kriterium.

Im Berichtsjahr wurde auch wieder in die IT Infrastruktur investiert. Die enge Vernetzung aller in Projekten beteiligten User erfordert leistungs- und anpassungsfähige IT-Systeme mit höchster Verfügbarkeit. Den Schutz dieser Systeme stellt die Gesellschaft durch Firewall- und aktuelle Virenschutzprogramme sicher. Einem systemseitigen Ausfall wird durch intensive Betreuung und Wartung entgegengewirkt. Entsprechende Archivierungs- und Back-up-Lösungen stehen zur Verfügung.

Rohstoffrisiko

Bei den Rohstoffen handelt es sich im Wesentlichen um Standardmaterialien und Geräte, die von auditierten Lieferanten zur Verfügung gestellt werden. Durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine haben sich die Lieferzeiten von Rohstoffen, diversen Halbfertigprodukten, Elektronikbauteilen und Transportleistungen signifikant verlängert. Die gesamte Lieferkette erfährt bereits ab den Rohstofflieferanten Verzögerungen.

Durch langjährige Partnerschaften mit Lieferanten profitiert ZETA in der aktuellen Lage von einer präferierten Behandlung in der Lieferkette. Trotz aller Vorkehrungen und des professionellen Krisenmanagements kann zurzeit keine valide Prognose zur Marktentwicklung und den daraus resultierenden Lieferverzögerungen getroffen werden.

Politisches Risiko

ZETA agiert im Wesentlichen auf europäischen und internationalen Märkten. Politisch risikoreiche Umfelder werden nur in geringem Maße und mit der nötigen Umsicht bearbeitet.

Die Bearbeitung des russischen Marktes erfolgt durch eine Schwestergesellschaft nach russischem Recht. Bei allen Geschäften mit russischen Kunden wird nach Möglichkeit das politische Risiko abgesichert.

Insgesamt wird das politische Risiko für ZETA als gering eingestuft.

IV. Prognose

Chancen und Risiken der Entwicklung

Zukunftsgerichtete Aussagen über Risiken und Chancen beruhen auf heutigen Kenntnissen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der ZETA GmbH liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse und Leistungen wesentlich - sowohl positiv als auch negativ - von denen abweichen, wie sie hier als zu erwarten angesehen werden. Solche Ungewissheiten ergeben sich insbesondere auf Grund folgender Faktoren: Änderungen der wirtschaftlichen Lage, Einführung konkurrierende Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, sowie kundenseitig verursachte zeitliche Projektverschiebungen. Nicht zuletzt auch die allgemeine Preissteigerung und der zu beobachtende Inflationstrend können dabei Auswirkungen auf die Ertragslage haben. ZETA begegnet dieser Unsicherheit durch eine gewissenhafte Vorausplanung und Kalkulation im Jahresbudget und der Projektauftragsbewertung.

Dies vorgeschickt wird die voraussichtliche Entwicklung der ZETA GmbH mit ihren wesentlichen Chancen in Ergänzung zum Risikobericht wie folgt beurteilt:

Das derzeitige Marktumfeld erscheint weiter positiv. Die Etablierung intelligenter und vernetzter Systeme bildet zukünftig die Basis für den Ausbau effizienter Wertschöpfungsketten. Durch das integrierte Angebot der ZETA Gruppe - ZETA vereint Engineering, Automation, Anlagenbau und Digitalisierung unter einem Dach - können über den Projektverlauf Schnittstellen reduziert, die Projektlaufzeit verkürzt und das Gesamtprojekt so effizienter abgewickelt werden. Hiervon wird auch die ZETA GmbH profitieren.

Optimierte Abwicklungsprozesse sowie fachlich kompetentes Personal sind Garanten für effektive und kostensparende Projektabwicklung und tragen somit einen wesentlichen Teil daran, die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.

Durch die Diversifikation in einzelne Geschäftsbereiche ist die ZETA GmbH auch zukünftig auf Schwankungen innerhalb einzelner Branchen gut vorbereitet.

Ausblick

In der Pharma- und Biotechbranche ist nach wie vor ein weiteres Wachstum zu verzeichnen. Marktprognosen gehen von einem globalen Wachstum von bis zu 15% aus. Allerdings wurden aufgrund mehrerer Krisen, wie Energie- und geopolitischer Problemstellungen, bestimmte Projektvorhaben verschoben. Der Ausblick ist durch die nach wie vor hohe Investitionsbereitschaft sowie den Drang nach Automatisierung der Kunden geprägt. Trotz der insgesamt positiven Wachstumserwartungen werden die Folgen der hohen Inflationsraten sowie die gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Materialkosten das wirtschaftliche Umfeld beeinflussen.

Die Lieferzeiten von Rohstoffen, diversen Halbfertigprodukten, Elektronikbauteilen und Transportleistungen sind mitunter schwierig abzuschätzen, da sie von der geopolitischen Situation beeinflusst werden. ZETA hat ein aktives Lieferantenmanagement etabliert, um den Lieferkettenproblemen möglichst früh begegnen zu können. Damit können zukünftige Risiken in der Beschaffung besser eingeschätzt und unter Kontrolle gehalten werden.

Von der internationalen Ausrichtung und weiteren Expansion der gesamten ZETA-Gruppe, profitiert auch die ZETA GmbH Deutschland weiterhin in besonderem Maße. Infolge der vollständigen Übernahme durch die ZETA Gruppe und der damit verbundenen Umfirmierung von Biotree zu ZETA Biosystem erweitert sich die verfügbare globale Engineering- und Automationskompetenz der ZETA GmbH in Indien. Eine Mehrheitsbeteiligung der ZETA Gruppe an der INOSIM Software GmbH eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für die ZETA GmbH bei der simulationsbasierten Optimierung von Produktionsprozessen.

Die ZETA GmbH selbst wird weiterhin Standorte im deutschen Raum begründen, um strategisch noch kundennäher ausgerichtet zu sein.

Trotz der bestehenden Unsicherheiten im weltwirtschaftlichen Umfeld rechnet die Geschäftsführung im nächsten Jahr mit einer Steigerung des Rohertrages auf rund 19,2 Mio. € und einem Ergebnis vor Steuern von rund 1,3 Mio.€.

Handelsbilanz

Aktiva

29.2.2024
EUR
28.2.2023
EUR
A. Anlagevermögen 946.530,34 1.082.067,21
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.922,41 42.014,13
II. Sachanlagen 925.607,93 1.040.053,08
B. Umlaufvermögen 7.886.485,30 9.162.543,66
I. Vorräte 164.155,73 192.269,56
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.582.193,72 20.052.701,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.257.379,77 3.299.713,88
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.464.949,80 5.670.560,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 147.271,41 151.745,93
Summe Aktiva 8.980.287,05 10.396.356,80

Passiva

29.2.2024
EUR
28.2.2023
EUR
A. Eigenkapital 5.895.275,03 5.921.386,41
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Bilanzgewinn 4.895.275,03 4.921.386,41
B. Rückstellungen 1.752.098,43 1.434.085,04
C. Verbindlichkeiten 1.231.893,41 2.955.430,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 101.020,18 85.455,00
Summe Passiva 8.980.287,05 10.396.356,80

Gewinn- und Verlustrechnung

1.3.2023 - 29.2.2024
EUR
1.3.2022 - 28.2.2023
EUR
1. Rohergebnis 17.354.023,20 16.626.088,82
2. Personalaufwand 10.210.892,99 9.378.113,33
a) Löhne und Gehälter 8.645.640,96 7.901.545,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.565.252,03 1.476.567,81
davon für Altersversorgung 41.029,05 23.722,22
3. Abschreibungen 229.318,61 247.992,36
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 229.318,61 247.992,36
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.024.137,55 4.647.399,45
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.410,32 4.109,12
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 284,00 806,90
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 522.252,75 576.302,33
8. Ergebnis nach Steuern 1.377.547,62 1.779.583,57
9. sonstige Steuern 3.659,00 4.000,00
10. Jahresüberschuss 1.373.888,62 1.775.583,57
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.521.386,41 3.145.802,84
12. Bilanzgewinn 4.895.275,03 4.921.386,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

ZETA GmbH, Hallbergmoos

I. Allgemeine Angaben

Die ZETA GmbH hat ihren Sitz in Hallbergmoos. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht München, unter HRB 115294 geführt.

Der Jahresabschluss zum 29. Februar 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und hat größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Rückstellungen, die Schulden sowie der Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in € umgerechnet wurden. Die Umrechnung wird jeweils zum Tageskurs vorgenommen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wurden die §§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 und § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB nicht angewendet.

Aktiva

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffenen Immateriellen Vermögensgegenständen

Die Bewertung von selbst geschaffenen Immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt zu Herstellungskosten der Entwicklung. Die Abschreibungen werden linear über die geplante Nutzungsdauer vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt zwischen drei bzw. fünf Jahren.

Entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs kosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen aktiviert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt zwischendrei und zehn Jahren.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die zwischen drei und fünfzehn Jahren liegt.

Bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als € 250,00 bis zu € 1.000,00 werden aus Vereinfachungsgründen in einen jahresbezogenen Sammelposten (Pool) eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Umlaufvermögen

a) Vorräte

Die erworbenen Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die selbsterstellten Vorräte ( unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen) sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In den Herstellungskosten sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die entsprechenden Gemeinkosten enthalten. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden hierbei mitberücksichtigt. Zur verlustfreien Bewertung der unfertigen Erzeugnisse wird der niedrigere beizulegende Wert aus den vorsichtig geschätzten Herstellungskosten ermittelt und retrograd um noch anfallende Kosten verminderten Verkaufspreisen gegenüber gestellt.

Die erhaltenen Anzahlungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB von dem Posten "Vorräte" offen abgesetzt, soweit hierzu ausreichende Vorratsbestände zum Bilanzstichtag vorhanden sind.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert bewertet. Für erkennbare Risiken werden angemessene Wertberichtigungen gebildet; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kredit-, Ausfall- und Zinsrisikos wird ein pauschaler Abwertungsbetrag in Höhe der Erfahrungswerte aus Vorjahren berücksichtigt. Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

c) Flüssige Mittel

Die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert angesetzt.

Passiva

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Grundlage für die Ermittlung der Pensionsrückstellung sind die versicherungsmathematischen Grundsätze der Deutschen Aktuarvereinigung. Als Bewertungsverfahren wurde das "Barwert-Verfahren" verwendet. Es wurde keine Rentendynamik berücksichtigt. Aufgrund der festgelegten Verzinsung des verzichteten Entgeltes in der Pensionszusage wird hierbei ein Zinssatz in Höhe von 5 % angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristenkongruenten Marktzinssätzen abgezinst. Es werden die von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssätze herangezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter oder gleich einem Jahr werden nicht abgezinst. Zum 29. Februar 2024 liegen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von nominal € 97.989,72 vor.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Zusammensetzung und Fristigkeit der Forderungen ergeben sich aus dem unten aufgeführten Forderungenspiegel.

Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.049.399,26 0,00
(Vorjahr) (3.254.658,06) (0,00)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 964.159,97 0,00
(Vorjahr) (7.398,51) (0,00)
- davon gegen Gesellschafter 216.236,49 0,00
(Vorjahr) 7.398,51 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 243.820,54 25.300,58
(Vorjahr) (37.657,31) (4.420,39)
3.257.379,77 25.300,58
(3.299.713,88) (4.420,39)

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen abzugrenzende Leistungen aus dem Mietvertrag, Versicherungsbeiträge sowie Wartungskosten und Lizenzen, welche im Folgejahr aufzuösen sind.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt € 1.000.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von € 4.921.386,41 (Vorjahr: € 3.145.802,84) enthalten.

Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt € 43.248,00 (Vorjahr: € 41.150,00).

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Aufwendungen aus einer Rückbauverpflichtung (€ 70.000,00), aus Projektrückstellungen (€ 174.493,30), Personalrückstellungen (€ 735.651,10) sowie Gewährleistungsrückstellungen (€ 95.000,00) und ausstehende Rechnungen (€ 128.232,00).

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung und Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem unten aufgeführten Verbindlichkeitenspiegel.

Restlaufzeiten durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
bis zu einem Jahr
über einem Jahr
davon über fünf Jahre
Art und Form der Sicherheit
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 685.872,30 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.163.742,69) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 234.766,90 0,00 0,00
(Vorjahr) (644.254,49) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 311.254,21 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.147.433,17) (0,00) (0,00)
- davon aus Steuern 277.768,52 0,00 0,00
(Vorjahr) (446.241,70) (0,00) (0,00)
- davon im Rahmen sozialer Sicherheit 18.313,69 0,00 0,00
(Vorjahr) (16.309,83) (0,00) 0,00
1.231.893,41 0,00 0,00
(2.955.430,35) (0,00) (0,00)

Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ausschließlich abzugrenzende Leistungen aus Serviceverträgen, die abzugrenzen sind.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (€ 127.160,53), sind im Wesentlichen Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen (€ 85.530,22), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 15.626,37) sowie übrige sonstige Erträge (€ 26.003,64) enthalten.

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind die Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 1.502,26 enthalten.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von € 41.029,05 (Vorjahr: € 23.722,22).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 4.982,00 (Vorjahr: € 19.878,03).

V. Sonstige Angaben

Die ZETA Holding GmbH, mit Sitz in Lieboch/Österreich, ist das Mutterunternehmen der Gesellschaft nach § 285 Nr. 14 und Nr. 14a HGB.

Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023/2024 mit dem Gewinnvortrag unter Berücksichtigung der Gewinnausschüttung zu verrechnen und als Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Anzahl der Mitarbeiter

Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 bei der ZETA GmbH 123 Arbeitnehmer (Vorjahr: 129) beschäftigt. Dabei teilen sich die Arbeitnehmer wie folgt auf:

Produktiv 77 Arbeitnehmer
Overhead 46 Arbeitnehmer

Organe der Gesellschaft

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch die nachfolgenden aufgeführten Geschäftsführer vertreten:

̈ Gerald Dollberger, Dipl.-Ing. (FH), Geschäftsführer für Vertrieb und Technik

̈ Jochen Hasselbach, Dipl.-Ing. (FH), Geschäftsführer für Vertrieb und Technik

̈ Holger Heichel, Dipl-Kaufmann, kaufmännischer Geschäftsführer

̈ Martin Spinnler, Dipl.-Ing. (FH), kaufmännischer Geschäftsführer

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betragen im Berichtsjahr T€ 362.

Bürgschaften und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Mietverträge für Büro-, Verwaltungs- und Lagerräume sowie sonstige Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von insgesamt T€ 9.837. Hierbei haben die Leasing- und Mietverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr einen Wertansatz in Höhe von T€ 1.168. Leasing- und Mietverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen T€ 4.511.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen mit Ausnahme der im März 2024 vorgenommenen Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 3.500 nicht vor. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen mit Ausnahme der im März 2024 vorgenommenen Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 3.500 nicht vor. Weiterhin sind die Auswirkungen des seit Februar 2022 bestehenden Konfliktes in der Ukraine sowie der gestiegenen Inflation nicht absehbar. In Folge der Inflation hat die EZB ihre Leitzinsen auf 4,5 % angehoben. Auf weitergehende Ausführungen im Lagebericht wird verwiesen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hallbergmoos, 18. April 2024

Gerald Dollberger

Jochen Hasselbach

Holger Heichel

Martin Spinnler

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 29.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ZETA GmbH, Hallbergmoos

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der ZETA GmbH, Hallbergmoos - bestehend aus der Bilanz zum 29.02.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der ZETA GmbH, Hallbergmoos, für das Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29.02.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Augsburg, den 17. Mai 2024

gez. Peter Tress, Wirtschaftsprüfer

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