Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 76130
Vorher
E4Business Solutions GmbH
Eingetragen
3.11.2015
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Der Handel mit technischen Artikeln aller Art, insbesondere mit Elektro-, Rundfunk-, Fernseh-, Sanitär- und heizungstechnischen Artikeln, mit Baumaterial und Haushaltsgeräten sowie mit einschlägigen Nebenprodukten. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Erbringung von Serviceleistungen in Bezug auf vorbezeichnete Artikel sowie die Konzeption und Realisierung von Lösungen für elektronische Vertriebskanäle.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Klaus Heger
seit 9.4.2021
Prokura
Johannes Kuschel
seit 4.4.2017
Geschäftsführer
Matthias Soller
seit 3.11.2015
Prokura
Michael Mätschke
seit 3.11.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sonepar International SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sonepar Deutschland GmbH

Düsseldorf

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Sonepar Deutschland GmbH ist die deutsche Holding der Sonepar Deutschland-Gruppe und befindet sich im Eigentum der Otra N.V. (Niederlande), die zur französischen Sonepar S.A.S. mit Sitz in Paris gehört. Die Sonepar Deutschland-Gruppe vertreibt Elektroartikel führender nationaler und internationaler Lieferanten an Kunden aus Handwerk, Handel und Industrie. Als Marktführer setzt sie auf qualitativ hochwertige Produkte und Systeme nationaler und internationaler Lieferanten, gepaart mit wertschöpfenden Serviceleistungen. Sie bietet ihren Kunden innovative Lösungen und hochwertige Produkte.

Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist in operativen Regionalgesellschaften organisiert, die für die nötige Kundennähe sorgen. Neben Beteiligungen in Deutschland gehören zum Konsolidierungskreis der Sonepar Deutschland-Gruppe Unternehmen in Österreich, Luxemburg, Ungarn und der Tschechischen Republik. Sie setzen sich für die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden ein und erarbeiten gemeinsam mit ihnen optimale Lösungen. Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist ein dezentral organisiertes Unternehmen, das Entscheidungen immer kundennah vor Ort ermöglicht.

Neben den von der Holding gehaltenen Beteiligungen an den in- und ausländischen Gesellschaften übernimmt diese für die deutschen Gesellschaften der Gruppe Zentralfunktionen wie Einkauf, Finanzierung (als Cashpool-Führerin für ihre Beteiligungen), Marketing sowie Verwaltungsfunktionen. Wesentliche Ertragsquellen der Holding sind die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, die mit den wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften bestehen, sowie die Einnahmen aus zentralen Lieferantenvereinbarungen betreffenden Umsatzerlöse.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die allgemeinen Rahmenbedingungen in Deutschland waren auch im Jahr 2021 durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen gekennzeichnet. Das preisbereinigte BIP lag im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % höher (Quelle: Destatis, 01/2022).

Die Konjunkturumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) aus Herbst 2021 zeigte, dass 74,0 % der teilnehmenden Unternehmen die Geschäftsentwicklung als "gut" einschätzten. Wesentlichen Einfluss hat hierbei die positive Umsatzentwicklung. 44,9 % der Umfrage-Teilnehmer verzeichneten eine Umsatzsteigerung und 42,0 % keine Veränderungen beim Umsatz.

Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt von gestiegenen Rohstoff- und Kupferpreisen sowie zu bewältigenden Herausforderungen in der Warenbeschaffung bei Engpässen in den Lieferketten.

Trotz des erhöhten Wettbewerbsdrucks innerhalb des branchenbezogenen Umfeldes weist die Sonepar Deutschland-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gute Geschäftsentwicklung vor.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.2.1. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2021 wurden innerhalb der Sonepar Deutschland-Gruppe folgende maßgebliche Projekte realisiert:

Die Sonepar Industrie-Elektrohandel GmbH, Essen, wurde am 30.09.2021 mit Wirkung 01.01.2021 auf die Sonepar Deutschland / Region West verschmolzen.

Die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, hat am 05.07.2021 die Anteile der Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, zum 01.01.2021 erworben. Die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, hat am 23.08.2021 die Anteile an die Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest, übertragen.

Die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, hat am 17.12.2021 die Anteile an der Weniger GmbH Elektrogroßhandel, Cunewalde, zum 31.12.2021 erworben.

2.2.2. Erklärung der Unternehmensführung

Der Beirat der Gesellschaft hat bereits in seiner Sitzung vom 1. Juni 2017 gemäß § 52 Abs. 2 GmbHG beschlossen, dass für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat eine Zielgröße von 0-20 % und unter den Geschäftsführern eine Zielgröße von 0 % festgelegt wird. Die Zielgrößen sind bis zum 30. Juni 2022 zu erreichen. An diesem Beschluss wird nach wie vor festgehalten.

Das gilt ebenso hinsichtlich des Beschlusses der Geschäftsführer der Gesellschaft, die bereits durch Beschluss vom 1. Juni 2017 für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer eine Zielgröße von 0-20 % festgelegt haben. Danach ist diese Zielgröße bis zum 30. Juni 2022 zu erreichen.

Sowohl die festgesetzten Zielgrößen innerhalb der Geschäftsführung als auch innerhalb der beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung sind innerhalb des Geschäftsjahres 2021 erreicht worden.

2.2.3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Sonepar Deutschland GmbH beliefen sich im Jahr 2021 auf EUR 424,8 Mio. und lagen damit 20,0 % über dem Vorjahreswert (Vj.: EUR 353,9 Mio.). Ursächlich für den Anstieg ist im Wesentlichen ein gegenüber dem Vorjahr gestiegenes Einkaufsvolumen mit einer entsprechenden Entwicklung der zentralen Einkaufsrückvergütungen.

Die Aufwendungen für bezogene Waren sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 49,0 Mio. gestiegen und betragen zum 31. Dezember 2021 EUR 307,3 Mio. (Vj.: EUR 258,3 Mio.). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Weitergabe eines Großteils der Einkaufsrückvergütungen an die operativen Gesellschaften zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 20,4 Mio. auf EUR 21,4 Mio. gestiegen. Die Veränderung ergibt sich durch die gestiegene Zahl der Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weisen zum Bilanzstichtag einen Saldo von EUR 31,7 Mio. aus und sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 5,3 Mio. gestiegen.

Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen beliefen sich in 2021 auf EUR 199,4 Mio. gegenüber EUR 141,5 Mio. in 2020. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus den guten Geschäftsverläufen der Tochtergesellschaften.

Der Jahresüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr an und betrug zum Jahresende EUR 231,0 Mio. (Vj.: EUR 140,0 Mio.). Ursächlich für die Steigerung sind die bereits zuvor beschriebenen guten Geschäftsverläufen der Tochtergesellschaften.

Der für das Jahr 2021 prognostizierte und geplante Geschäftsverlauf konnte übertroffen werden.

2.2.4. Finanzlage

Die Finanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe erfolgt innerhalb des deutschen Teilkonzerns über ein langfristiges festverzinsliches Darlehen aus Konzernmitteln. Darüber hinaus wurden kurzfristige Mittel im Rahmen des täglichen Cash-Poolings mit der Sonepar S.A.S., Paris, zur Verfügung gestellt. Die Verzinsung für Geldaufnahmen und Geldanlagen erfolgte auf EURIBOR-Basis.

Das sog. "asset-backed securitization program" stellt einen wesentlichen Bestandteil des konzernweiten Finanzierungskonzepts dar. Als Teil dieses Programms verkaufen Tochtergesellschaften einen Großteil ihrer Forderungen an ihren Sonepargruppeneigenen französischen Fonds "FCT SSP". Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Forderungen wird der gesamten Gruppe im Rahmen des gruppenweiten Cash-Pools zur Verfügung gestellt.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine Dividende i.H.v. EUR 140,0 Mio. (Vj.: EUR 148,6 Mio.) an die Gesellschafterin ausgeschüttet.

Die Kreditlinien der Sonepar Deutschland GmbH sind angemessen und ausreichend. Die Abdeckung des Liquiditätsbedarfs wird über ein tägliches Cash-Clearing innerhalb der Sonepar Deutschland-Gruppe sichergestellt.

2.2.5. Vermögenslage

Die Finanzanlagen betrugen zum Jahresende EUR 333,0 Mio. (Vj.: EUR 323,6 Mio.), Der Anstieg von EUR 9,4 Mio. resultiert aus den Akquisitionen.

Die liquiden Mittel erhöhten sich aufgrund verschiedener Effekte gegenüber dem Vorjahr um EUR 4,5 Mio. und betrugen zum 31. Dezember 2021 EUR 21,9 Mio. (Vj.: EUR 17,4 Mio.).

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um EUR 164,4 Mio. auf EUR 739,2 Mio. (Vj.: EUR 574,8 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf den Zuwachs der Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen um EUR 131,0 Mio. auf EUR 264,6 Mio., sowie auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 19,5 Mio. auf EUR 117,8 Mio. zurückzuführen. Die Veränderung ergibt sich durch den gestiegenen Refinanzierungsbedarf der Tochtergesellschaften, maßgeblich aus der Ergebnisabführung (Anstieg gegenüber Vj. + EUR 57,9 Mio.), und einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag EUR 354,5 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 91,0 Mio. gestiegen (Vj.: EUR 263,5 Mio.).

Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 14,6 Mio. auf EUR 33,9 Mio. (Vj.: EUR 19,3 Mio.) gestiegen. Die wesentliche Veränderung entfällt auf den Zuwachs der Steuerrückstellungen in 2021.

Die Verbindlichkeiten weisen zum 31. Dezember 2021 einen Saldo von EUR 350,8 Mio. (Vj.: EUR 292,0 Mio.) aus und beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche zum Bilanzstichtag EUR 320,9 Mio. betrugen (Vj.: EUR 284,0 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um EUR 14,1 Mio. auf EUR 21,3 Mio. (Vj.: EUR 7,2 Mio.) gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um EUR 7,7 Mio. auf EUR 8,6 Mio. angestiegen (Vj.: EUR 0,9 Mio.).

2.3. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Geschäftsführung schätzt den Geschäftsverlauf im Jahr 2021 vor allem vor dem Hintergrund von COVID-19 insgesamt als sehr gut ein.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt abzuwarten. Die derzeit noch nicht abschätzbaren Auswirkungen des Virus COVID-19 und der Ukraine Krise auf die konjunkturelle Situation können einen Einfluss auf die Risikolage und Entwicklung der Sonepar Deutschland-Gruppe in 2022 haben. Die unter anderem daraus resultierenden gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognosen für das Jahr 2022 stimmen uns vorsichtig. Um Risiken innerhalb der Vermögens- und Finanzlage entgegenzuwirken, hat die Sonepar Deutschland-Gruppe bereits Maßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus ist aufgrund der Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten und der damit verbundenen Kursentwicklung für Kupfer sowie der unsicheren gesamtpolitischen Entwicklung die Ertragsentwicklung der Sonepar Deutschland-Gruppe mit Risiken behaftet.

Aufgrund des guten Starts in das neue Geschäftsjahr in Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik und Ungarn erwarten wir für das Jahr 2022 trotz der konjunkturell herausfordernden Aussichten für alle Gesellschaften, an denen die Sonepar Deutschland GmbH beteiligt ist, eine Entwicklung des Jahresüberschusses auf oder leicht über Vorjahresniveau und damit mindestens gleichbleibende Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie mindestens gleichbleibende Umsatzerlöse, woraus sich auch ein prognostizierter Jahresüberschuss auf oder leicht über Vorjahresniveau der Sonepar Deutschland GmbH ergibt.

3.2. Chancen- und Risikobericht

3.2.1. Organisation und Risikomanagement

Die Sonepar Deutschland GmbH ist an das Rechenzentrum der Tochtergesellschaft Sonepar Deutschland Information Services GmbH in Holzwickede angebunden. Zudem verfügt die Gesellschaft über ein integriertes Managementsystem, in dem die Normen zur Qualität, Energie, Umwelt und zum Arbeitsschutz erfüllt werden.

Bezüglich des Risikos einer Betriebsunterbrechung in einzelnen Standorten der mit der Sonepar Deutschland GmbH verbundenen Unternehmen existiert ein entsprechendes flächendeckendes Notfallkonzept, so dass der Ausfall einer Niederlassung durch andere Standorte weitestgehend aufgefangen werden kann. Für Betriebsunterbrechungsrisiken besteht im Übrigen eine hinreichende Versicherungsdeckung.

Die Sonepar Deutschland GmbH als Muttergesellschaft verfügt neben einem detaillierten Reportingsystem über verschiedene mehrstufige Controllingsysteme, ein auf alle Prozesse und Abläufe fokussiertes Qualitätsmanagement sowie einer eigenen Konzernrevision.

Um den Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegenzuwirken, sind Funktionen der "Internen Kontrollen" und der "Internen Revision" für die Sonepar Deutschland-Gruppe installiert. Sie tragen zur Einhaltung der maßgeblichen internen und externen Vorgaben bzw. zur Überwachung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken bei und sind damit Bestandteile des internen Kontrollsystems. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH eine Compliance-Funktion installiert.

Steuerliche Risiken bestehen für die Sonepar Deutschland GmbH durch mögliche Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen. Die Beachtung der aktuellen Gesetzeslage sowie bevorstehende Gesetzesänderungen stehen dabei im Fokus der Gesellschaft. Durch interne Maßnahmen, den Einsatz entsprechender Systeme und die Einbindung externer Berater können das Risiko minimiert und regelmäßig notwendige Anpassungen an die sich stets ändernde Gesetzeslage vorgenommen werden.

Im Rahmen der unternehmensinternen Organisation werden die rechtlichen Anforderungen zum Datenschutz auf Einhaltung überwacht.

3.2.2. Chancen und Risiken

Die weitere Entwicklung der Sonepar Deutschland GmbH basiert auf den Chancen und Risiken, die das Marktumfeld und die wirtschaftliche Lage in der Zukunft bieten. Bei den dargestellten Risiken werden auch ergriffene Risikobegrenzungsmaßnahmen geschildert. Aufgrund der maßgebenden Entwicklung der Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen ist das Ergebnis der Sonepar Deutschland GmbH stark abhängig von der Entwicklung der operativen Gesellschaften. Diese Chancen und Risiken werden nachfolgend beurteilt.

Allgemeines Umfeld

Die Ukraine Krise sowie die in Deutschland und Europa getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus COVID-19 werden das zukünftige Wirtschaftswachstum in Deutschland beeinflussen. Die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Sonepar Deutschland-Gruppe sind nur schwer zu beurteilen.

Der Umsatz im Bereich Kabel und Leitungen ist stark abhängig von der Entwicklung des Kupferpreises. Die unvorhersehbare Entwicklung des Kupferpreises birgt Risiken für die Erlöse aus diesem Geschäft.

Dagegen bieten der weitere Ausbau von kundenindividuellen Serviceleistungen und des Bereichs Erneuerbare Energien neue Wachstumschancen für die Sonepar Deutschland-Gruppe.

Branchenumfeld

Die Sonepar Deutschland-Gruppe bedient im Bereich des Elektrogroßhandels unterschiedliche Kundengruppen mit diversen Produkten. Das Geschäft mit einzelnen Produktgruppen ist teilweise von staatlichen Regelungen abhängig, so zum Beispiel das Geschäft im Bereich der Produkte zur Nutzung von erneuerbaren Energien. Änderungen in der Gesetzgebung können dazu führen, dass sich der Absatz einzelner Produktgruppen rückläufig entwickelt.

Insgesamt nimmt der Druck auf die Marge im Elektrogroßhandel deutlich zu. Daraus ergeben sich Risiken für die zukünftige Ertragsentwicklung.

Die zunehmende Digitalisierung des Handels ermöglicht es branchenfremden Unternehmen, in den Elektrogroßhandelsmarkt einzutreten. Die Sonepar Deutschland-Gruppe wird die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und die sich daraus ergebenden Chancen für neue Vertriebsformen im dreistufigen Vertrieb nutzen.

Leistungswirtschaftliches Umfeld

Das Geschäft der Sonepar Deutschland-Gruppe ist eng an die Entwicklung des konjunkturellen Umfeldes der Bundesrepublik Deutschland gebunden. Die Auswirkungen des Virus COVID-19 sowie der Ukraine Krise auf die volkswirtschaftliche Situation in Deutschland sind nur sehr schwer abschätzbar. Sie werden aber für alle Bereiche der Wirtschaft signifikant sein.

Finanzwirtschaftliches Umfeld

Zur Reduzierung des finanzwirtschaftlichen Risikos wird die gesamte Finanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe durch ein Cash-Pooling sichergestellt. Darüber hinaus wird durch eine gruppenweite Finanzplanung und einen gruppenweiten Cash-Forecast ein laufendes Monitoring des Geldmittelbedarfes sichergestellt.

Sonstige Risiken und Chancen

Die Forderungen gegenüber Kunden unterliegen im Allgemeinen einem Ausfallrisiko. Das intensiv betriebene Debitorenmanagement in Verbindung mit einem internen Kunden-Informationssystem leisten eine wertvolle Hilfe zur Früherkennung und Verhinderung von Forderungsausfallrisiken. Nach wie vor werden darüber hinaus die Außenstände weitestgehend über Warenkreditversicherungen abgesichert.

Um die Umsetzung der Unternehmenspolitik sicherzustellen, hat die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH ein integriertes Management-System implementiert, das den gesteckten Qualitäts-, Sicherheits-, Energie-, Klima- und Umweltzielen unserer Kunden, Mitarbeiter und Partner gerecht wird. Mit unseren prozessorientierten, integrierten Managementsystemen erfüllen wir die Anforderungen der nachfolgenden Normen:

Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001

Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001

Arbeitsschutzmanagementsystem nach DIN EN ISO 45001

Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001

Qualitätssicherung nach Regeln des Kerntechnischen Ausschusses KTA 1401

Der Geltungsbereich des Managementsystems erstreckt sich auf alle Standorte der Sonepar Deutschland GmbH in Deutschland und Luxemburg. Die Zertifizierungen nach ISO 14001 und ISO 45001 sind auf die Zentrallager begrenzt. Die "KTA 1401"-Anforderungen sind auf die Standorte begrenzt, die auf der Eignungsbestätigung aufgeführt sind.

3.3. Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

Die Sonepar Deutschland GmbH sieht sich auf Basis der gefestigten Strukturen der Gruppe (Zentralisierung von Logistik, Einkauf, Verwaltung und Datenverarbeitung) und der in den Vorjahren getätigten Akquisitionen gut gerüstet für die positive Weiterentwicklung der Gesamtgruppe in den folgenden Geschäftsjahren, wenngleich die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Jahr 2022 eine besondere Herausforderung darstellen. Die Stellung als Marktführer im deutschen Elektrogroßhandel wird der Sonepar Deutschland GmbH helfen, diese Position auch in den Folgejahren beibehalten zu können.

 

Düsseldorf, den 27. Juni 2022

Sonepar Deutschland GmbH,

vertreten durch

Dr. Stefan Stegemann ,Vorsitzender der Geschäftsführung

Ingolf Coers, Geschäftsführung

Alexander Gießwein, Geschäftsführung

Bernhard Weber, Geschäftsführung

Dieter Lautz, Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 31.804,00 41.815,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 572.105,00 727.477,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 333.026.910,57 323.525.327,73
2. Beteiligungen 70.302,64 333.097.213,21 70.302,64 323.595.630,37
333.701.122,21 324.364.922,37
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 117.798.618,50 98.264.071,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 264.556.243,76 133.639.345,49
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.277.976,13 383.632.838,39 936.664,94 232.840.082,14
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 21.853.276,92 17.417.751,31
405.486.115,31 250.257.833,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.711,38 160.636,17
739.227.948,90 574.783.391,99

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 63.500.100,00 63.500.100,00
II. Kapitalrücklage 60.000.000,00 60.000.000,00
III. Jahresüberschuss 230.998.492,99 140.026.468,18
354.498.592,99 263.526.568,18
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung mit Deckungsvermögen 532.801,00 614.740,00
2. Steuerrückstellungen 22.880.000,00 8.250.466,62
3. Sonstige Rückstellungen 10.510.646,18 10.397.931,95
33.923.447,18 19.263.138,57
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.648.990,59 870.952,59
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 320.856.091,75 283.962.836,03
3. Sonstige Verbindlichkeiten 21.300.826,39 7.159.896,62
-davon aus Steuern EUR 17.474.633,06 (i. Vj. EUR 7.101.202,80)-
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 33.880,65 (i. Vj. EUR 24.607,74) -
350.805.908,73 291.993.685,24
739.227.948,90 574.783.391,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 424.769.036,95 353.863.636,93
2. Sonstige betriebliche Erträge 871.758,42 1.607.718,52
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 52.988,04 (i. Vj. EUR 12.884,72) -
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -307.262.368,89 -258.344.747,67
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -18.500.716,46 -17.880.101,16
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.903.729,28 -2.564.175,56
- davon für Altersversorgung EUR 242.316,56 (i. Vj. EUR 221.241,96)- -21.404.445,74 -20.444.276,72
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -285.712,23 -399.292,10
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -31.708.029,59 -26.431.424,31
7. Erträge aus Beteiligungen 44.083.561,08 12.613.626,00
- sämtliche aus verbundenen Unternehmen
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 199.429.776,88 141.512.877,77
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.599.224,89 4.616.813,05
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.557.490,89 (i. Vj. EUR 4.477.585,06) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.919.313,54 -4.898.670,09
- davon an verbundene Unternehmen EUR 4.547.971,73 (i. Vj. EUR 4.892.430,13) -
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -76.361.269,53 -63.598.614,61
12. Ergebnis nach Steuern 230.812.218,70 140.097.646,77
13. Sonstige Steuern 186.274,29 -71.178,59
14. Jahresüberschuss 230.998.492,99 140.026.468,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert zum Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Sonepar Deutschland GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 14274 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren grundsätzlich unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlich anerkannten Höchstsätze um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlich anerkannten Höchstsätze linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von bis zu EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken - sofern vorhanden - werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie das Eigenkapital sind zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen werden mit einem Anwartschaftsbarwertverfahren, der Projected-Unit-Credit-Methode, unter Verwendung der Heubeck "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Bei diesem Verfahren werden die am Stichtag laufenden Renten und der auf die bisherige Dienstzeit entfallende (sogenannte verdiente) Teil der Anwartschaften bewertet. Zusätzlich berücksichtigt werden die hierauf entfallenden, künftig zu erwartenden Erhöhungen durch Gehaltssteigerungen oder Rentenanpassungen. Die erwarteten zukünftigen Versorgungsleistungen (der Erfüllungsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) gemäß § 253 Abs. 2 HGB werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Dabei wird von der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und pauschal der Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 28 (i. Vj. TEUR 48).

Bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen verwendet:

31.12.2021 31.12.2021
% %
Rechnungszins 1,87 2,31
Rentensteigerungen 1,5 1,61

Zu den wesentlichen Pensionszusagen bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen und daher mit der Pensionsverpflichtung saldiert wurden. Da ein Zeitwert für Lebensversicherungsverträge nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden die Rückdeckungsversicherungen mit dem steuerlichen Aktivwert bewertet, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.

Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung der Rückstellungen verrechnet, das Ergebnis wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Der verbleibende Aufwand wird als Aufwendungen für Altersversorgung im Personalaufwand ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung 1 Eigenkapital 31.12.2021 Jahresergebnis 2021
% TEUR TEUR
Sonepar ceska republika spol. s.r.o., Hradec Kralove/Tschechien 100 16.737 6.627
Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich 1 100 61.588 27.679
Sonepar Deutschland Financial Services GmbH, Düsseldorf 100 26 0 2
Sonepar Deutschland Information Services GmbH, Holzwickede 100 856 0 2
Sonepar Deutschland/Region Nord-Ost GmbH, Hannover 100 36.874 0 2
Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH, Augsburg 100 94.038 0 2
Sonepar Deutschland / Region West GmbH, Holzwickede 100 37.303 0 2
Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest 100 203 0 2
Sonepar Deutschland Cable Services GmbH, München 100 100 0 2
Sonepar Holding GmbH, Wien/Österreich 100 21.365 8.937
Sonepar Magyarorszäg Kft., Budapest/Ungarn 100 9.665 3.568
Sonepar PIM Solutions GmbH, Hannover 100 26 0 2
Hagewe-Sozialwerk GmbH, Essen 3 100 30 4
Unterstützungskasse der Elektroböhmer GmbH e.V., Holzwickede 3 100 1.166 -1
Sonepar Luxembourg S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg 3 100 887 836
One4Business Solutions GmbH, Düsseldorf 100 100 0 2
Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck 3 100 626 600
Weniger GmbH Elektrogroßhandel, Cunewalde 100 3.220 723

Die Sonepar Industrie-Elektrohandel GmbH, Essen, wurde am 30. September 2021 mit Wirkung zum 1. Januar 2021 auf die Sonepar Deutschland / Region West GmbH verschmolzen.

Die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, hat am 5. Juli 2021 alle Anteile an der Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, zum 1. Januar 2021 erworben. Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf hat am 23. August 2021 die Anteile im Anschluss daran an die Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest, übertragen.

1 direkte und indirekte Beteiligung
2 nach Ergebnisübernahme
3 indirekte Beteiligung

Die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf hat am 17. Dezember 2021 die Anteile an der Weniger GmbH Elektrogroßhandel, Cunewalde, zum 31. Dezember 2021 erworben.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Bonusansprüche an Lieferanten.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um sonstige Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr einschließlich Gewinnabführungen, Darlehen und Cash-Management.

Wie im Vorjahr sind keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 7.109 (i. Vj. TEUR 7.394). Damit saldiert wurde ein Deckungsvermögen von TEUR 6.576 (i. Vj. TEUR 6.779). Die resultierende Rückstellung beträgt somit TEUR 533 (i. Vj. TEUR 615). Es sind hieraus wie im Vorjahr Aufwendungen für Altersversorgung (ohne Zahlungen an den Pensionssicherungsverein und Aufwendungen für Unterstützung) in Höhe von TEUR 38 (i. Vj. TEUR 35) entstanden. Der Netto-Aufwand für Zinsen und ähnliche Aufwendungen beträgt TEUR 12 (i. Vj. TEUR 16). Hierbei wurde der Aufwand aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 338 (i. Vj. TEUR 350) mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 326 (i. Vj. TEUR 334) verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

Sonstige Rückstellungen 31.12.2021
TEUR
Zuwendungen an Mitarbeiter 7.988
Restrukturierungskosten 703
Jahresabschlusskosten 551
Ausstehende Eingangsrechnungen 403
Altersteilzeit 205
Urlaubsrückstellung 175
Steuerberatung 166
Anwaltskosten 90
Miet- und Mietnebenkosten 88
Berufsgenossenschaft 47
Jubiläumsrückstellung 38
Personalkosten 19
Jahresabschlusskosten (intern) 18
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 15
Veröffentlichungskosten 5
10.511

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Verrechnungsverkehr und das Cash-Management sowie Darlehen gegenüber einem ausländischen Konzernunternehmen.

Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Wie im Vorjahr bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Verbindlichkeitenspiegel

in TEUR

Restlaufzeit 31.12.2021 Gesamt 31.12.2020 Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.649 8.649
(Vorjahr) (871) (0) (0) (871)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 160.856 160.000 320.856
(Vorjahr) (123.963) (160.000) (0) (283.963)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 21.301 21.301
(Vorjahr) (7.160) (0) (0) (7.160)
- davon aus Steuern - 17.475 17.475
(Vorjahr) (7.101) (0) (0) (7.101)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - 34 34
(Vorjahr) (25) (0) (0) (25)
190.806 160.000 350.806
(131.994) (160.000) (0) (291.994)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betrugen TEUR 424.769 (i. Vj. TEUR 353.864) und betreffen im Wesentlichen Lieferantenboni im Inland.

Die Aufwendungen für bezogene Waren sind in Höhe von TEUR 307.262 ausgewiesen (i. Vj. TEUR 258.345).

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 22.013 (i. Vj. TEUR 9.362, die im Wesentlichen aus Lieferantenboni und Werbekostenzuschüssen resultieren), enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 337 (i. Vj. TEUR 1.113).

Covid-19

Die aufgrund von Covid-19 verhängten Einschränkungen haben zu Reduzierungen von insgesamt TEUR 1.129 in den Bereichen Reise- und Bewirtungskosten, sowie bei den Kosten für Marketing und Kommunikation geführt.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Aus Bürgschaften gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.254 (i. Vj. TEUR 2.054) für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen wird das Risiko einer Inanspruchnahme aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 27 (i. Vj. TEUR 26) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Mietverträgen 2021 2020
TEUR TEUR
Fällig 2022 950 833
Fällig 2023 - 2026 3.035 3.319
Fällig nach 2026 0 57

Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten beträgt für das Jahr 2021 ohne Auszubildende und Geschäftsführer 161 (i. Vj. 150).

Arbeitnehmer 2021 2020
Angestellte 139 125
Teilzeit 22 25

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Es bestehen gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 28 (i. Vj. TEUR 48), die dem Unterschiedsbetrag aus der Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen entsprechen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe an die Gesellschafterin auszuschütten.

Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag mit wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2021 bekannt. Zu den derzeit noch nicht abschätzbaren Auswirkungen des Virus Covid-19 auf die konjunkturelle Situation und deren potenziellen Einfluss auf die Risikolage und Entwicklung der Sonepar Deutschland-Gruppe in 2021 verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine angegriffen, und ein Ende der militärischen Auseinandersetzung ist gegenwärtig noch nicht abzusehen. Die westliche Staatengemeinschaft reagierte mit umfangreichen Sanktionen, die in ihrer Schärfe fast ohne Vorbild sind. Weltwirtschaftliche Auswirkungen ergeben sich hieraus hinsichtlich Handelskanälen, Lieferengpässen sowie einem drastischen Anstieg der Rohstoffpreise, der die Produktion verteuert und über die Lieferketten auch auf die übrige Wirtschaft ausstrahlen wird. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen im Risikobericht im Lagebericht.

Geschäftsführung

Dr. Stefan Stegemann, Kaufmann, Rheine, Vorsitzender der Geschäftsführung

Alexander Gießwein, Kaufmann, Düsseldorf, Geschäftsführer Finanzen

Ingolf Coers, Kaufmann, Unna, Geschäftsführer Supply Chain

Bernhard Weber, Kaufmann, Marktoberdorf, Geschäftsführer Vertrieb

Dieter Lautz, Kaufmann, Bergisch Gladbach, Geschäftsführer Vertrieb Deutschland (ab 1. Januar 2022)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2021 TEUR 4.006. Darin sind der Geschäftsführung in 2021 gewährte Aktienbezugsrechte in einer Summe von TEUR 735 (insgesamt 5.250 Aktien mit einem Wert von EUR 140 pro Aktie zum 31. Dezember 2021) enthalten.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 7.109 (vor Verrechnung mit Planvermögen).

Beirat

Philippe Delpech, CEO der Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich, Vorsitzender

Damien Delannoy, Berater, Paris/Frankreich

Andros Neocleous, CFO der Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich

Vincent Coisne, Berater, Paris/Frankreich

Jerome Malassigne, Président Sonepar France, Paris/Frankreich, und Sonepar International Services, Genf/Schweiz

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhielt der Beirat Bezüge von insgesamt TEUR 12.

Konzernverhältnisse

Die Sonepar Deutschland GmbH stellt einen Konzernabschluss auf, in den ihre verbundenen Unternehmen einbezogen werden.

Das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich, (Handelsregister RSC Saint-Quentin B 585 580 202).

Das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Otra N.V., Amstelveen/Niederlande, (Handelsregister Amsterdam Nr. 33158492). Der Konzernabschluss ist erhältlich am Sitz der Otra N.V., Amstelveen/Niederlande.

 

Düsseldorf, den 27. Juni 2022

Sonepar Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Dr. Stefan Stegemann

Ingolf Coers

Alexander Gießwein

Bernhard Weber

Dieter Lautz

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 20. September 2022 festgestellt.

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2021

Anschaffungskosten
1.1.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 892.334,18 0,00 0,00 892.334,18
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.190.929,45 120.329,23 0,00 3.311.258,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 323.799.330,07 9.501.582,84 274.002,34 333.026.910,57
2. Beteiligungen 70.302,64 0,00 0,00 70.302,64
323.869.632,71 9.501.582,84 274.002,34 333.097.213,21
327.952.896,34 9.621.912,07 274.002,34 337.300.806,07
kumulierte Abschreibungen
1.1.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 850.519,18 10.011,00 0,00 860.530,18
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.463.452,45 275.701,23 0,00 2.739.153,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 274.002,34 0,00 274.002,34 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
274.002,34 0,00 274.002,34 0,00
3.587.973,97 285.712,23 274.002,34 3.599.683,86
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 31.804,00 41.815,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 572.105,00 727.477,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 333.026.910,57 323.525.327,73
2. Beteiligungen 70.302,64 70.302,64
333.097.213,21 323.595.630,37
333.701.122,21 324.364.922,37

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sonepar Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 2.2.2 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. Juni 2022

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sperling, Wirtschaftsprüfer

Fuhrländer, Wirtschaftsprüfer

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Sonepar Deutschland GmbH ist die deutsche operative Holding der Sonepar Deutschland-Gruppe und befindet sich im Eigentum der Otra N.V. (Niederlande), die zur französischen Sonepar S.A.S. mit Sitz in Paris gehört. Die Sonepar Deutschland-Gruppe vertreibt Elektroartikel führender nationaler und internationaler Lieferanten an Kunden aus Handwerk, Handel und Industrie. Als Marktführer setzt sie auf qualitativ hochwertige Produkte und Systeme nationaler und internationaler Lieferanten, gepaart mit wertschöpfenden Serviceleistungen. Sie bietet ihren Kunden innovative Lösungen und hochwertige Produkte.

Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist in operativen Regionalgesellschaften organisiert, die für die nötige Kundennähe sorgen. Neben Beteiligungen in Deutschland gehören zum Konsolidierungskreis der Sonepar Deutschland-Gruppe Unternehmen in Österreich, Luxemburg, Ungarn und der Tschechischen Republik. Sie setzen sich für die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden ein und erarbeiten gemeinsam mit ihnen optimale Lösungen. Die Sonepar Deutschland-Gruppe ist ein dezentral organisiertes Unternehmen, das Entscheidungen immer kundennah vor Ort ermöglicht.

Neben den von der Holding gehaltenen Beteiligungen an den in- und ausländischen Gesellschaften übernimmt diese für die deutschen Gesellschaften der Gruppe Zentralfunktionen wie Einkauf, Finanzierung (als Cashpool-Führerin für ihre Beteiligungen), Marketing sowie Verwaltungsfunktionen. Wesentliche Ertragsquellen der Holding sind die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen, die mit den wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften bestehen, sowie die Einnahmen aus zentralen Lieferantenvereinbarungen betreffenden Umsatzerlöse.

1.2. Steuerungssystem des Konzerns

Die Sonepar Deutschland GmbH nutzt wie in den Vorjahren neben den sich unmittelbar aus dem Jahresabschluss ergebenden Größen, wie den Umsatzerlösen und dem Jahresüberschuss, die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns:

Bruttomarge, definiert als Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für bezogene Waren

Umsatz pro Mitarbeiter, definiert als Umsatzerlöse dividiert durch die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr

Verschuldungsgrad, definiert als Anteil von Fremdkapital und Rückstellungen an der Bilanzsumme

Eigenkapitalquote, definiert als Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme

Working Capital in % vom Umsatz, definiert als Summe von Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, in % vom Umsatz

Free Cashflow, definiert als die Summe aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit abzüglich gezahlter Zinsen

Return on Capital Employed (ROCE), definiert als Gewinn vor Zinsen und Steuern dividiert durch Gesamtkapital abzüglich erhaltener Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen, sonstiger Verbindlichkeiten und liquider Mittel

Als nicht-finanziellen Leistungsindikator nutzt die Sonepar Deutschland GmbH die Mitarbeiterfluktuation, definiert als Anzahl der Mitarbeiter, die den Konzern im Geschäftsjahr verlassen haben, im Verhältnis zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl des Geschäftsjahres.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die allgemeinen Rahmenbedingungen in Deutschland waren auch im Jahr 2021 durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen gekennzeichnet. Das preisbereinigte BIP lag im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % höher (Quelle: Destatis, 01/2022).

Die Konjunkturumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) aus Herbst 2021 zeigte, dass 74,0 % der teilnehmenden Unternehmen die Geschäftsentwicklung als "gut" einschätzten. Wesentlichen Einfluss hat hierbei die positive Umsatzentwicklung. 44,9 % der Umfrage-Teilnehmer verzeichneten eine Umsatzsteigerung und 42,0 % keine Veränderungen beim Umsatz.

Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt von gestiegenen Rohstoff- und Kupferpreisen sowie zu bewältigenden Herausforderungen in der Warenbeschaffung bei Engpässen in den Lieferketten.

Trotz des erhöhten Wettbewerbsdrucks innerhalb des branchenbezogenen Umfeldes weist die Sonepar Deutschland-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gute Geschäftsentwicklung vor.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.2.1. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2021 wurden innerhalb der Sonepar Deutschland-Gruppe folgende maßgebliche Projekte realisiert:

Die Sonepar Industrie-Elektrohandel GmbH, Essen, wurde am 30.09.2021 mit Wirkung 01.01.2021 auf die Sonepar Deutschland / Region West verschmolzen.

Die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf hat am 05.07.2021 die Anteile der Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, zum 01.01.2021 erworben. Die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, hat am 23.08.2021 die Anteile an die Sonepar Deutschland Technical Solution GmbH, Soest, übertragen.

Die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, hat am 17.12.2021 die Anteile an der Weniger GmbH Elektrogroßhandel, Cunewalde, zum 31.12.2021 erworben.

2.2.2. Ertragslage

Der Konzernumsatz der Sonepar Deutschland GmbH belief sich im Jahr 2021 auf EUR 4.028,0 Mio. und lag damit um 18,3 % über dem Vorjahreswert (Vj.: EUR 3.403,5 Mio.). Neben der höheren Anzahl an Bestellungen unserer Kunden haben auch die erheblichen Preissteigerungen zu dem genannten Umsatzanstieg beigetragen. Aufgrund der angespannten Situation in den Lieferketten war die Sicherstellung der Verfügbarkeit des angebotenen Artikelspektrums herausfordernd.

Der Umsatz verteilte sich wie folgt auf die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Länder:

2021 2020 Veränderung
EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. %
Deutschland 3.456,2 2.970,9 485,3 16,3
Luxemburg 16,2 11,2 5,0 44,6
Tschechische Republik 90,6 75,5 15,1 20,0
Ungarn 74,5 59,9 14,6 24,4
Österreich 390,5 286,0 104,5 36,5

Die Bruttomarge ist von EUR 811,8 Mio. in 2020 auf EUR 944,8 Mio. in 2021 gestiegen. Die Handelsspanne (Rohertrag bezogen auf den Umsatz) lag mit 23,5 % leicht unter dem Vorjahresniveau (23,9%) insbesondere wegen dem Druck auf operative Vertriebsspanne. Der stabile und vergleichsweise hohe Kupferpreis hat zusätzlich im Verlauf des Jahres zu einer Stabilisierung der Handelsspanne beigetragen.

In Österreich ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 36,5 % gestiegen. Dies ist insbesondere auf die erhöhten Lagerbestände und Verfügbarkeiten von Produkten, während der durch Lieferengpässe geprägten Zeit sowie die Preiserhöhungen während des Geschäftsjahres zurückzuführen.

In Ungarn setzt sich die positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre fort. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 24,4 % gesteigert werden.

In der Tschechischen Republik betrug die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr 20,0%. Diese Steigerung wurde durch mehr Bestellungen der Kunden sowie durch Preiserhöhungen erzielt.

Der Jahresüberschuss i. H. v. EUR 214,8 Mio. (Vj.: EUR 143,8 Mio.) liegt über dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich hierfür sind insb. die gestiegenen Umsätze auf Basis der stabilen Handelsspanne.

2.2.3. Finanzlage

Die Finanzierung des deutschen Teilkonzerns erfolgte über ein langfristig ausgelegtes, festverzinsliches Darlehen aus Konzernmitteln, das revolvierend verlängert wird. Darüber hinaus wurden kurzfristige Mittel, im Rahmen des täglichen Cash-Poolings mit der Sonepar S.A.S., Paris, zur Verfügung gestellt. Die Verzinsung für Geldaufnahmen und Geldanlagen erfolgte auf EURIBOR-Basis.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 102,1 Mio. gesenkt und beträgt zum Stichtag EUR 132,6 Mio. (Vj.: EUR 234,7 Mio.). Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Zunahme der Vorräte.

Gegenüber dem Vorjahr ist der Cashflow aus Investitionstätigkeit von EUR 34,1 Mio. auf EUR 50,8 Mio. gestiegen. Die Entwicklung ist auf die Investitionen in das Sachanlagevermögen i.H.v. EUR 22,7 Mio. sowie in das immaterielle Anlagevermögen i.H.v. EUR 24,7 Mio. zurückzuführen. Die Auszahlungen für Investitionen betreffen u.a. das Projekt SNEW sowie die Käufe der Unternehmen Weniger GmbH Elektrogroßhandel und Götz Elektrotechnik GmbH.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Jahr 2021 EUR 146,9 Mio. (Vj.: EUR 155,2 Mio.) und beinhaltet die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 i. H. v. EUR 140,0 Mio. (Vj.: EUR 148,6 Mio.) an die Gesellschafter sowie Zinszahlungen.

Das sog. "asset-backed securitization program" stellt einen wesentlichen Bestandteil des konzernweiten Finanzierungskonzepts dar. Als Teil dieses Programms verkaufen Tochtergesellschaften einen Großteil ihrer Forderungen an ihren Sonepar-Gruppen-eigenen französischen Fonds "FCT SSP". Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Forderungen wird der gesamten Gruppe im Rahmen des gruppenweiten Cash-Pools zur Verfügung gestellt.

Die Kreditlinien der Sonepar Deutschland GmbH sind angemessen und ausreichend. Die Abdeckung des Liquiditätsbedarfs der Sonepar Deutschland GmbH wird über ein tägliches Cash-Clearing innerhalb der Sonepar Deutschland-Gruppe sichergestellt.

2.2.4. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen beläuft sich zum Jahresende auf EUR 140,5 Mio. und ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Investitionen um EUR 3,5 Mio. gestiegen (Vj.: EUR 137,0 Mio.).

Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahresstichtag um EUR 100,1 Mio. gestiegen. Ursächlich für den Anstieg waren die Sicherstellung der Artikelverfügbarkeit sowie die Preissteigerungen während des Geschäftsjahres 2021.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen weisen zum 31. Dezember 2021 einen Saldo i. H. v. EUR 368,3 Mio. aus und sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 47,6 Mio. gestiegen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen ein gestiegenes Volumen bei dem Asset Backed Securitization (ABS) Programm.

Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 4,3 Mio. gestiegen und betrugen zum 31. Dezember 2021 EUR 23,1 Mio. (Vj.: EUR 18,8 Mio.).

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 277,8 Mio. auf EUR 1.555,4 Mio. gestiegen. Dies ist insbesondere auf die höheren Vorräte zurückzuführen.

Auf der Passivseite sind die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 43,9 Mio. gestiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund eines gesteigerten Einkaufsvolumens zum Ende des Geschäftsjahres um EUR 34,5 Mio. und betrugen zum Bilanzstichtag EUR 469,7 Mio. (Vj.: EUR 435,2 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag einen Saldo von EUR 324,1 Mio. (Vj.: EUR 255,0 Mio.) aus. Die Veränderung ergibt sich durch die gestiegene Refinanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe über das Cash-Pooling mit der Sonepar S.A.S. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 46,9 Mio. auf EUR 293,6 Mio. (Vj.: EUR 246,7 Mio.) gestiegen. Dies liegt den höheren Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse zugrunde.

2.3. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Geschäftsführung schätzt den Geschäftsverlauf im Jahr 2021 vor allem vor dem Hintergrund von COVID-19 insgesamt als gut ein.

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Bruttomarge lag bei 23,5% (Vj.: 23,9%), womit die prognostizierte leicht rückläufige Entwicklung eingetroffen ist.

Der Umsatz je Mitarbeiter ist auf Basis der geschilderten Umsatzsteigerungen im Jahresverlauf angestiegen (Berichtsjahr: TEUR 648; Vj.: TEUR 562) und lag damit über der im Vorjahr prognostizierten Erwartung einer leichten Steigerung.

Der Verschuldungsgrad war mit 0,8 leicht unter Vorjahr (0,9) und ist ein Zeichen der sehr guten Eigenkapitalausstattung. Die prognostizierte leicht rückläufige Entwicklung ist eingetroffen. Die Eigenkapitalquote lag mit 16,6% über dem Vorjahresniveau (Vj.: 14,4%), womit die prognostizierte leichte Erhöhung der Eigenkapitalquote realisiert wurde. Beide Kennzahlen lagen auf einem sehr guten Niveau. Das Eigenkapital wies zum Stichtag einen Saldo i. H. v. EUR 258,2 Mio. (Vj.: EUR 183,5 Mio.) aus.

Das Working Capital (im Verhältnis zum Umsatz) ist entgegen der erwarteten gleichbleibenden Entwicklung um 3,4 %-Punkte auf 10,7% gestiegen (Vj.: 7,3%). Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Der als finanzieller Leistungsindikator berichtete Free Cashflow betrug zum Geschäftsjahresende EUR 81,8 Mio. Er ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 112,3 Mio. gesunken (Vj.: EUR 194,1 Mio.) und hat nicht die prognostizierte gleichbleibende Entwicklung genommen, was auf den Anstieg des Working Capitals zurückzuführen ist.

Der Return on Capital Employed (ROCE) i. H. v. 39,5% liegt wie erwartet über dem Vorjahresniveau (Vj.: 37,4%).

2.4.2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Um dem demographischen Wandel und dem fortschreitenden Fachkräftemangel noch besser begegnen zu können, hat Sonepar Deutschland sich entschieden, die bereits seit 2012 bestehende Kampagne zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität durch Übernahme und Adaptierung der globalen Employer Branding-Aktivitäten zu forcieren. Die Mitarbeiterfluktuation lag mit 7,8% um 0,5%-Prozentpunkte unterhalb des Vorjahres, womit die Prognose einer leichten Verringerung der Mitarbeiterfluktuation eingetroffen ist.

Damit bewegt sich die Fluktuationsrate weiterhin erheblich unterhalb des bundesdeutschen Durchschnitts. Dieser solide Zustand soll auch in den kommenden Jahren durch eine auf die Belegschaft und Unternehmensinteressen bestmöglich abgestimmte Personalentwicklung zielgerichtet fortgeschrieben werden, da die kommenden Jahre, insbesondere ab dem Jahr 2025, durch eine größer werdende Anzahl von Mitarbeitern, die das Unternehmen durch Erreichen der Altersgrenzen in den Ruhestand verlassen werden, geprägt sein wird.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt abzuwarten. Die derzeit noch nicht abschätzbaren Auswirkungen des Virus COVID-19 und des russischen Kriegs gegen die Ukraine auf die konjunkturelle Situation können einen Einfluss auf die Risikolage und Entwicklung der Sonepar Deutschland-Gruppe in 2022 haben. Die unter anderem daraus resultierenden gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognosen für das Jahr 2022 stimmen uns vorsichtig. Um Risiken innerhalb der Vermögens- und Finanzlage entgegenzuwirken, hat die Sonepar Deutschland-Gruppe bereits Maßnahmen eingeleitet. Darüber hinaus ist aufgrund der Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten und der damit verbundenen Kursentwicklung für Kupfer sowie der unsicheren gesamtpolitischen Entwicklung die Ertragsentwicklung der Sonepar Deutschland-Gruppe mit Risiken behaftet.

Aufgrund des guten Starts in das neue Geschäftsjahr in Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik und Ungarn erwarten wir für das Jahr 2022 trotz der konjunkturell herausfordernden Aussichten für alle Gesellschaften, an denen die Sonepar Deutschland GmbH beteiligt ist, eine Entwicklung des Jahresüberschusses auf oder über Vorjahresniveau und damit mindestens gleichbleibende Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie mindestens gleichbleibende Umsatzerlöse, woraus sich auch ein prognostizierter Konzernjahresüberschuss auf oder über Vorjahresniveau der Sonepar Deutschland GmbH ergibt.

Bezüglich der weiteren finanziellen Leistungsindikatoren und des nicht-finanziellen Leistungsindikators werden folgende Entwicklungen erwartet:

Leichte Senkung der Bruttomarge

Leichte Steigerung des Umsatzes pro Mitarbeiter

Leichte Erhöhung des Verschuldungsgrades

Leichte Reduzierung der Eigenkapitalquote

Leichte Reduzierung des Working Capital (in % vom Umsatz)

Gleichbleibende Entwicklung des Free Cashflows

Leichte Erhöhung des ROCE

Leichte Verringerung der Mitarbeiterfluktuation

3.2. Chancen- und Risikobericht

3.2.1. Organisation und Risikomanagement

Die Sonepar Deutschland GmbH ist an das Rechenzentrum der Tochtergesellschaft Sonepar Deutschland Information Services GmbH in Holzwickede angebunden. Zudem verfügt die Gesellschaft über ein integriertes Managementsystem, in dem die Normen zur Qualität, Energie, Umwelt und zum Arbeitsschutz erfüllt werden.

Um die Umsetzung der Unternehmenspolitik sicherzustellen, hat die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH ein integriertes Management-System implementiert, das den gesteckten Qualitäts-, Sicherheits-, Energie-, Klima- und Umweltzielen unserer Kunden, Mitarbeiter und Partner gerecht wird. Mit unseren prozessorientierten, integrierten Managementsystemen erfüllen wir die Anforderungen der nachfolgenden Normen: - Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001- Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001- Arbeitsschutzmanagementsystem nach DIN EN ISO 45001-Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001-Qualitätssicherung nach Regeln des Kerntechnischen Ausschusses KTA 1401. Der Geltungsbereich des Managementsystems erstreckt sich auf alle Standorte der Sonepar Deutschland GmbH in Deutschland und Luxemburg. Die Zertifizierung nach ISO 14001 und ISO 45001 ist auf die Zentrallager begrenzt. Die "KTA 1401"-Anforderungen sind auf die Standorte begrenzt, die auf der Eignungsbestätigung aufgeführt sind.

Bezüglich des Risikos einer Betriebsunterbrechung in einzelnen Standorten der mit der Sonepar Deutschland GmbH verbundenen Unternehmen existiert ein entsprechendes flächendeckendes Notfallkonzept, so dass der Ausfall einer Niederlassung durch andere Standorte weitestgehend aufgefangen werden kann. Für Betriebsunterbrechungsrisiken besteht im Übrigen eine hinreichende Versicherungsdeckung.

Die Sonepar Deutschland GmbH als Muttergesellschaft verfügt neben einem detaillierten Reporting-System über verschiedene mehrstufige Controlling-Systeme, ein auf alle Prozesse und Abläufe fokussiertes Qualitätsmanagement sowie einer eigenen Konzernrevision.

Um den Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung rechtlicher Regelungen und Vorgaben ergeben können, entgegenzuwirken, sind Funktionen der "Internen Kontrollen" und der "Internen Revision" für die Sonepar Deutschland-Gruppe installiert. Sie tragen zur Einhaltung der maßgeblichen internen und externen Vorgaben bzw. zur Überwachung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken bei und sind damit Bestandteile des internen Kontrollsystems. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung der Sonepar Deutschland GmbH eine Compliance-Funktion installiert.

Steuerliche Risiken bestehen für die Sonepar Deutschland GmbH durch mögliche Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen. Die Beachtung der aktuellen Gesetzeslage sowie bevorstehende Gesetzesänderungen stehen dabei im Fokus der Gesellschaft. Durch interne Maßnahmen, den Einsatz entsprechender Systeme und die Einbindung externer Berater können das Risiko minimiert und regelmäßig notwendige Anpassungen an die sich stets ändernde Gesetzeslage vorgenommen werden.

Im Rahmen der unternehmensinternen Organisation werden die rechtlichen Anforderungen zum Datenschutz auf Einhaltung überwacht.

3.2.2. Chancen und Risiken

Die weitere Entwicklung der Sonepar Deutschland GmbH basiert auf den Chancen und Risiken, die das Marktumfeld und die wirtschaftliche Lage in der Zukunft bieten. Bei den dargestellten Risiken werden auch ergriffene Risikobegrenzungsmaßnahmen geschildert. Aufgrund der maßgebenden Entwicklung der Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen ist das Ergebnis der Sonepar Deutschland GmbH stark abhängig von der Entwicklung der operativen Gesellschaften. Diese Chancen und Risiken werden nachfolgend absteigend nach ihrer Bedeutung beurteilt.

Allgemeines Umfeld

Der russische Krieg gegen die Ukraine sowie die in Deutschland und Europa getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus COVID-19 werden das zukünftige Wirtschaftswachstum in Deutschland beeinflussen. Die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Sonepar Deutschland-Gruppe sind nur schwer zu beurteilen.

Der Umsatz im Bereich Kabel und Leitungen ist stark abhängig von der Entwicklung des Kupferpreises. Die unvorhersehbare Entwicklung des Kupferpreises birgt Risiken für die Erlöse aus diesem Geschäft.

Dagegen bieten der weitere Ausbau von kundenindividuellen Serviceleistungen und des Bereichs Erneuerbare Energien neue Wachstumschancen für die Sonepar Deutschland-Gruppe.

Branchenumfeld

Die Sonepar Deutschland-Gruppe bedient im Bereich des Elektrogroßhandels unterschiedliche Kundengruppen mit diversen Produkten. Das Geschäft mit einzelnen Produktgruppen ist teilweise von staatlichen Regelungen abhängig, so zum Beispiel das Geschäft im Bereich der Produkte zur Nutzung von erneuerbaren Energien. Änderungen in der Gesetzgebung können dazu führen, dass sich der Absatz einzelner Produktgruppen rückläufig entwickelt.

Insgesamt nimmt der Druck auf die Marge im Elektrogroßhandel deutlich zu. Daraus ergeben sich Risiken für die zukünftige Ertragsentwicklung.

Die zunehmende Digitalisierung des Handels ermöglicht es branchenfremden Unternehmen, in den Elektrogroßhandelsmarkt einzutreten. Die Sonepar Deutschland-Gruppe wird die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und die sich daraus ergebenden Chancen für neue Vertriebsformen im dreistufigen Vertrieb nutzen.

Leistungswirtschaftliches Umfeld

Das Geschäft der Sonepar Deutschland-Gruppe ist eng an die Entwicklung des konjunkturellen Umfeldes der Bundesrepublik Deutschland gebunden. Die Auswirkungen des Virus COVID-19 sowie des russischen Kriegs gegen die Ukraine auf die volkswirtschaftliche Situation in Deutschland sind nur sehr schwer abschätzbar. Sie werden aber für alle Bereiche der Wirtschaft signifikant sein.

Finanzwirtschaftliches Umfeld

Zur Reduzierung des finanzwirtschaftlichen Risikos wird die gesamte Finanzierung der Sonepar Deutschland-Gruppe durch ein Cash-Pooling sichergestellt. Darüber hinaus wird durch eine gruppenweite Finanzplanung und einen gruppenweiten Cash-Forecast ein laufendes Monitoring des Geldmittelbedarfes sichergestellt.

Sonstige Risiken und Chancen

Die Forderungen gegenüber Kunden unterliegen im Allgemeinen einem Ausfallrisiko. Das intensiv betriebene Debitorenmanagement in Verbindung mit einem internen Kunden-Informationssystem leisten eine wertvolle Hilfe zur Früherkennung und Verhinderung von Forderungsausfallrisiken. Nach wie vor werden darüber hinaus die Außenstände weitestgehend über Warenkreditversicherungen abgesichert.

In vorangegangenen Geschäftsjahren wurden IT-Projekte mit umfangreichem Einfluss auf die Geschäftsprozesse der Sonepar Deutschland-Gruppe initiiert und in 2021 fortgesetzt. Durch stringentes Projektmanagement und einer transparenten Projektorganisation ist die Minimierung der allgemein vorhandenen Risiken derartiger Projekte sichergestellt. Die Modernisierung von Software und Prozessen bildet die solide Grundlage für zukünftiges Wachstum und die Möglichkeit der Wahrnehmung neuer Marktchancen.

3.3. Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage

Die Sonepar Deutschland GmbH sieht sich auf Basis der gefestigten Strukturen der Gruppe (Zentralisierung von Logistik, Einkauf, Verwaltung und Datenverarbeitung) und der in den Vorjahren getätigten Akquisitionen gut gerüstet für die positive Weiterentwicklung der Gesamtgruppe in den folgenden Geschäftsjahren, wenngleich die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Jahr 2022 eine Herausforderung darstellen. Die Stellung als Marktführer im deutschen Elektrogroßhandel wird der Sonepar Deutschland GmbH helfen, diese Position auch in den Folgejahren beibehalten zu können.

 

Düsseldorf, 30. September 2022

Sonepar Deutschland GmbH

vertreten durch

Dr. Stefan Stegemann, Vorsitzender der Geschäftsführung

Ingolf Coers, Geschäftsführung

Alexander Gießwein, Geschäftsführung

Bernhard Weber, Geschäftsführung

Dieter Lautz, Geschäftsführung

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.666.768,04 15.168.587,60
2. Firmenwerte 9.694.678,17 12.811.327,14
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 27.200.382,92 23.103.570,80
4. Geleistete Anzahlungen 23.546.898,96 19.317.953,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 76.709.485,14 81.395.645,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 531.312,58 517.468,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.772.428,00 54.418.645,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.494.834,99 634.029,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.013.705,68 0,00
2. Beteiligungen 178.602,64 70.302,64
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 1.540.228,50 0,00
220.349.325,62 207.437.529,66
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 375.212.385,79 275.055.912,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 502.649.093,80 408.928.923,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 368.346.144,38 320.753.400,12
3. Sonstige Vermögensgegenstände 36.018.645,12 25.444.416,41
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 62.960,38 (i. Vj. EUR 27.857,88) -
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 23.148.458,35 18.837.230,02
1.305.374.727,44 1.049.019.882,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.957.950,50 16.339.472,63
D. Latente Steuern 4.708.013,58 4.772.285,58
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 6.782,00 16.251,00
1.555.396.799,14 1.277.585.421,71

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital des Mutterunternehmens
I. Gezeichnetes Kapital 63.500.100,00 63.500.100,00
II. Kapitalrücklage 66.457.534,19 66.457.534,19
III. Kumulierter Konzernjahresüberschuss 128.220.569,78 53.480.432,37
IV. Kumulierte Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 66.597,96 67.032,68
258.244.801,93 183.505.099,24
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung mit Deckungsvermögen 26.302.931,48 26.280.488,46
2. Steuerrückstellungen 32.266.284,86 9.951.220,58
3. Sonstige Rückstellungen 127.012.486,45 105.504.307,54
185.581.702,79 141.736.016,58
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungskassen 1.201.463,42 1.299.832,43
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.540.580,98 0,00
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.759.377,19 3.847.817,90
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 469.754.499,34 435.223.311,54
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 324.091.101,26 255.049.060,17
6. Sonstige Verbindlichkeiten 293.590.642,41 246.730.800,57
- davon aus Steuern EUR 22.985.514,81 (i. Vj. EUR 13.476.008,57) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 811.184,50 (i. Vj. EUR 765.186,94) -
1.094.937.664,60 942.150.822,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 16.632.629,82 10.193.483,28
1.555.396.799,14 1.277.585.421,71

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 4.027.977.366,99 3.403.489.845,09
2. Sonstige betriebliche Erträge 23.802.653,33 24.005.937,25
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 53.065,16 (i. Vj. EUR 27.302,00) -
4.051.780.020,32 3.427.495.782,34
3. Aufwendungen für bezogene Waren 3.083.242.167,74 2.591.675.941,21
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 298.506.399,72 280.906.192,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 60.832.387,84 58.011.643,70
- davon für Altersversorgung EUR 3.131.648,21 (i. Vj. EUR 2.654.825,36)-
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 35.717.766,39 31.806.131,71
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 265.247.096,28 250.770.617,24
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 19.089,30 (i. Vj. EUR 13.608,47) -
3.743.545.817,97 3.213.170.526,10
7. Erträge aus Beteiligungen 18.413,74 0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 749.449,22 1.513.650,78
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 101.815,15 (i. Vj. EUR 245.617,35) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.904.475,08 6.519.027,15
- davon an verbundene Unternehmen EUR 5.499.579,80 (i. Vj. EUR 5.056.323,74) -
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 803.583,00 (i. Vj. EUR 909.062,00) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 86.931.403,07 64.993.301,52
11. Ergebnis nach Steuern 215.166.187,16 144.326.578,35
12. Sonstige Steuern 400.047,37 492.138,65
13. Konzernjahresüberschuss (sämtlich auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend) 214.766.139,79 143.834.439,70

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht 2021 wurden unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG und der Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) erstellt.

Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten wurden zur besseren Übersichtlichkeit in einem Verbindlichkeitenspiegel im Anhang zusammengefasst. Soweit der besseren Übersichtlichkeit dienend wurde zudem das gesetzlich vorgegebene Gliederungsschema erweitert. Für die Gliederung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

1. Konsolidierungskreis

Die Jahresabschlüsse der folgenden Tochtergesellschaften wurden in die Konsolidierung einbezogen (Angabe der Beteiligungen nach dem Stand vom 31. Dezember 2021):

Anteil am Kapital 1
%
Sonepar ceska republika spol. s.r.o., Hradec Kralové/Tschechische Republik 100
Hagewe-Sozialwerk Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Essen 100
Sonepar Deutschland Cable Services GmbH, München 100
Sonepar Deutschland Financial Services GmbH, Düsseldorf 100
Sonepar Deutschland Information Services GmbH, Holzwickede 100
Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest 100
Sonepar Deutschland/Region Nord-Ost GmbH, Hannover 100
Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH, Augsburg 100
Sonepar Deutschland / Region West GmbH, Holzwickede 100
Sonepar Holding GmbH, Wien/Österreich 100
Sonepar Österreich GmbH, Wien/Österreich 100
Sonepar Magyarország Kft., Budapest/Ungarn 100
Sonepar Luxembourg S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg 100
Sonepar PIM solutions GmbH, Hannover 100
One4Business Solutions GmbH, Düsseldorf 100
Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck 100
Weniger GmbH Elektrogroßhandel, Cunewalde 100

1 direkte und indirekte Beteiligung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochterunternehmen machen von der Befreiungsmöglichkeit nach § 264 Abs. 3 HGB vollumfänglich Gebrauch.

Nicht in die Konsolidierung einbezogen wurde wegen untergeordneter Bedeutung (§ 296 Abs. 2 HGB) die Unterstützungskasse der Elektroböhmer GmbH e.V., Holzwickede. Deren Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 1.166, der Gewinn für das Geschäftsjahr 2021 TEUR -1. Aus demselben Grund wurde die zum 8. November 2021 durch die Sonepar Magyarorszäg Kft. erworbene Ujfa Vill Kft, Nyiregyhäza/Ungarn, nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Sonepar Industrie-Elektrohandel GmbH, Essen, wurde am 30. September 2021 mit Wirkung 1. Januar 2021 auf die Sonepar Deutschland / Region West GmbH verschmolzen.

Die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf hat am 5. Juli 2021 die Anteile an der Götz Elektrotechnik GmbH, Weilheim an der Teck, zum 1. Januar 2021 erworben. Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, hat am 23. August 2021 die Anteile im Anschluss daran an die Sonepar Deutschland Technical Solutions GmbH, Soest, übertragen.

Sonepar Deutschland GmbH hat am 17. Dezember die Weniger GmbH Elektrogroßhandel in Cunewalde zum 31. Dezember 2021 erworben. Die Weniger GmbH Elektrogroßhandel wurde mit Wirkung 1. Januar 2022 auf die Sonepar Deutschland / Region Nord-Ost GmbH, Hannover, verschmolzen.

2. Stichtag des Konzernabschlusses

Der Stichtag des Konzernabschlusses stimmt mit dem Stichtag des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, überein. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben ein mit dem Kalenderjahr übereinstimmendes Geschäftsjahr.

3. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse in Euro erfolgt unverändert nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB.

Fremdwährungsbeträge von monetären Posten wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Insgesamt wurden nur unwesentliche Umrechnungsdifferenzen im Periodenergebnis erfasst.

4. Konsolidierungsgrundsätze

Die Konsolidierung erfolgt auf die gemeinsame Obergesellschaft Sonepar Deutschland GmbH.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt in der Weise, dass der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Teile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet wird (§ 301 Abs. 1 Satz 1 HGB).

Entsprechend der Buchwertmethode wurde das Eigenkapital der Tochterunternehmen für Konsolidierungen bis zum 31. Dezember 2007 mit dem Betrag angesetzt, der dem Buchwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Bilanzierungshilfen und Sonderposten entspricht.

Die Kapitalkonsolidierung für nach dem 31. Dezember 2007 erstmals konsolidierte Gesellschaften wurde nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Die zu aktivierenden bzw. passivierenden Beträge wurden soweit wie möglich den betreffenden Aktiv- bzw. Passivposten zugeordnet; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen.

Die Verrechnung nach § 301 Abs. 1 HGB wird auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung dieser Vorschrift (Artikel 27 Abs. 2 EGHGB) und, für spätere Erwerbe, zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile (§ 301 Abs. 2 HGB) vorgenommen.

Der aus Anwendung der Buchwertmethode bis zum 31. Dezember 2007 entstandene aktive Unterschiedsbetrag (TEUR 7.938) wurde in der Konzernbilanz mit den Rücklagen verrechnet.

Durch die Konsolidierung wurden ferner eliminiert:

In der Bilanz:

die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften.

In der Gewinn- und Verlustrechnung:

die Umsätze zwischen den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften sowie der entsprechende Wareneinsatz, sodass als Umsatzerlöse die Beträge ausgewiesen werden, die mit konzernfremden Dritten entstanden sind,

Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisübernahmen innerhalb des Konsolidierungskreises,

Zinsaufwendungen und Zinserträge für Darlehen aus laufenden Konten unter den zur Gruppe gehörenden Gesellschaften sowie

alle übrigen gegenseitigen Aufwendungen und Erträge der in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften.

Auf eine Zwischengewinneliminierung im Vorratsbestand wurde wegen der untergeordneten Bedeutung verzichtet.

Latente Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB wurden für alle wesentlichen Konsolidierungsmaßnahmen mit den Ertragsteuersätzen des Mutterunternehmens (Organschaft) oder den unternehmensindividuellen Ertragsteuersätzen der betroffenen Tochterunternehmen vorgenommen, soweit sich der jeweils induzierte höhere oder niedrigere Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Die sich hieraus ergebenden aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wurden saldiert ausgewiesen.

Einheitliche Wertgrundlage sind die übereinstimmenden Wertansätze in den Einzelbilanzen der in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben den Jahresabschluss 2021 nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten plan- und außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der linearen Methode verrechnet. Die Nutzungsdauern der Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sind sämtlich begrenzt und reichen von zwei bis fünf Jahren. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten abzüglich der kumulierten plan- und außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden sowohl linear als auch arithmetisch degressiv mit Wechsel zur linearen Methode verrechnet. Die inländischen Gesellschaften haben die Abschreibungen in Anlehnung an die steuerlich anerkannten Höchstsätze vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Dabei wurden grundsätzlich im Konzern einheitlich definierte Reichweitenabschläge vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bilanziert. Erkennbare Risiken im Forderungsbestand sind durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos und von Skontoabzügen wurde grundsätzlich eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von unverändert 3,5 % des um einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und enthaltene Umsatzsteuer gekürzten Forderungsbestandes angesetzt. Der auf die Skontoabzüge der Kunden entfallende Teil der Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 9.630 wird zur Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzvorschriften als Rückstellung für Skonto ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden mit einem Anwartschaftsbarwertverfahren, der Projected-Unit-Credit-Methode, unter Verwendung der Heubeck'schen "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Bei diesem Verfahren werden die am Stichtag laufenden Renten und der auf die bisherige Dienstzeit entfallende (sogenannte erdiente) Teil der Anwartschaften bewertet. Zusätzlich berücksichtigt werden die hierauf entfallenden, künftig zu erwartenden Erhöhungen durch Gehaltssteigerungen oder Rentenanpassungen. Die erwarteten zukünftigen Versorgungsleistungen (der Erfüllungsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) gemäß § 253 Abs. 2 HGB werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst und nicht mehr wie bis 2015 aus den vergangenen sieben Jahren. Dabei wird von der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und pauschal der Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 1.101, wovon TEUR 28 (i. Vj. TEUR 48) die Sonepar Deutschland GmbH betreffen und aufgrund des § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt sind.

Bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende Annahmen verwendet:

31.12.2021 31.12.2020
% %
Rechnungszins 1,87 2,31
Gehaltssteigerungen 2,50 2,50
Rentensteigerungen 1,50 1,50
Fluktuation Siehe nachfolgende Fluktuationstabelle
Fluktuationswahrscheinlichkeiten Männer Frauen
% %
Alter 20-25 6,00 8,00
Alter 26-30 5,00 7,00
Alter 31-35 4,00 5,00
Alter 36-40 2,50 2,50
Alter 41-45 2,50 2,50
Alter 46-50 1,00 1,00
Ab Alter 51 0,00 0,00

Zu den wesentlichen Pensionszusagen bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen und daher mit der Pensionsverpflichtung saldiert wurden. Da ein Zeitwert für Lebensversicherungsverträge nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden diese Rückdeckungsversicherungen mit dem steuerlichen Aktivwert bewertet, der den Anschaffungskosten entspricht.

Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen und Erträgen aus der Ab- bzw. Aufzinsung der Rückstellungen verrechnet, das Ergebnis wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Der übrige Aufwand wird als Aufwendungen für Altersversorgung im Betriebsergebnis ausgewiesen. Die anderen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken ab und sind in Höhe ihres Erfüllungsbetrages nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen ermittelt worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Positionen des Anlagevermögens sowie die Abschreibung des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel (Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021) dargestellt.

Die sich aus der Kapitalkonsolidierung der in 2008 neu erworbenen Gesellschaften ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung TEUR 139.841. Um den im Kaufpreis berücksichtigten zukünftigen Erträgen Rechnung zu tragen, werden die Firmenwerte grundsätzlich planmäßig über 15 Jahre nach der linearen Methode abgeschrieben. Dies spiegelt die lokalen regionalen Verhältnisse der Branche in der Vergangenheit wider und wurde durch den entsprechenden Faktor bei Erwerb der Rexel Deutschland und Hagemeyer bestätigt. Um den seit den Akquisitionen eingetretenen wirtschaftlichen Entwicklungen und konzerninternen Umstrukturierungen Rechnung zu tragen, wurden in den vorangegangenen Geschäftsjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag betragen diese kumuliert TEUR 58.768 und sind damit gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Ferner ist aus dem Anteilserwerb an der Otto Kuhmann GmbH & Co. KG im Jahr 2010 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 13.117 entstanden, der über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird. Der aus dem Erwerb von Anteilen an der im Geschäftsjahr 2012 verschmolzenen I-Center s.r.o., Prag/Tschechien, im Jahr 2011 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.353 wird ebenfalls über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Der aus dem Erwerb der ETS Elektrotechnische Großhandels- u. Service-GmbH im Jahr 2014 entstandene Firmenwert in Höhe von TEUR 2.792 wird über sieben Jahre abgeschrieben. Der Firmenwert der ebenfalls in 2014 erworbenen BTF-Gruppe in Höhe von TEUR 10.531 wird über elf Jahre abgeschrieben. Die BTF-Gruppe (BTF GmbH & Co. KG, Cölbe, deren Tochtergesellschaft Joh. Bähr Großhandels-Gesellschaft für elektrotechnische Produkte mbH, Mannheim, die HEG Elektro-Ingenieur Kühn GmbH & Co. KG, Marburg) wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2015 auf die Sonepar Deutschland / Region West GmbH, Holzwickede verschmolzen. Die in 2015 entstandenen Firmenwerte für die Akquisition Solar Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 4.334 werden über 15 Jahre abgeschrieben. Durch den Erwerb der Firma Doll KG ist bei Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH ein Firmenwert von TEUR 350 entstanden, der über 15 Jahre abgeschrieben wird. In 2015 wurde die Firma Willy Heidkamp GmbH erworben und mit der Firma Sonepar Deutschland / Region West GmbH verschmolzen. Durch den Erwerb ist ein Firmenwert von TEUR 1.916 entstanden, der ebenfalls über 15 Jahre abgeschrieben wird. Durch den Erwerb der Fa. Götz GmbH ist ein Firmenwert von TEUR 6.741 entstanden der über neun Jahre abgeschrieben wird. Durch den Erwerb der Weniger GmbH ist ein Firmenwert von 6.280 TEUR entstanden, der über sieben Jahre abgeschrieben wird. Bei der Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauern wurden die Kundenstruktur, das Geschäftsmodell der übertragenden Gesellschaften sowie das Know-how der Mitarbeiter berücksichtigt.

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit Restlaufzeiten über einem Jahr sind in der Bilanz ausgewiesen.

Die Tochtergesellschaften Sonepar Deutschland/Region Nord-Ost GmbH, Sonepar Deutschland / Region West GmbH und Sonepar Deutschland/Region Süd GmbH nehmen zudem am sog. "asset-backed securitization program" der Sonepar-Gruppe teil, das seit Juli 2010 durchgeführt wird. Das Programm stellt einen wesentlichen Bestandteil des konzernweiten Finanzierungskonzeptes dar. Als Teil dieses Programms verkaufen Tochtergesellschaften einen Großteil ihrer Forderungen (zum 31. Dezember 2021 TEUR 105.612) - mit Ausnahme von Forderungen insbesondere gegen "key accounts" oder ähnliche Kunden - an ihren Sonepar-gruppeneigenen französischen Fonds "FCT SSP", der eigens zu diesem Zweck gegründet wurde. Mit dem Verkauf der Forderungen gehen alle Rechte und Risiken auf den Fonds über.

Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Forderungen wird der gesamten Gruppe im Rahmen des gruppenweiten Cash-Pools zur Verfügung gestellt. Daraus resultieren Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 365.178 (i. Vj. TEUR 320.657).

3. Latente Steuern

Die im Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften, mit Ausnahme der Sonepar Österreich GmbH, Wien (Österreich), machen von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB auf Einzelabschlussebene Gebrauch, keine aktiven latenten Steuern anzusetzen.

Die im Konzernabschluss angesetzten aktiven latenten Steuern resultieren daher aus den latenten Steuern der vorgenannten Gesellschaft und aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB.

Für die inländischen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von 30,5 % (i. Vj. 31,2 %) angewendet. Bei ausländischen Tochtergesellschaften kam ein Steuersatz von 9 % bis 25 % zur Anwendung.

Der deutsche Körperschaftsteuersatz betrug 15,0 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag. Daraus resultiert ein nomineller Steuersatz von 15,825 %. Die Gewerbesteuerbelastung betrug bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 440 % rund 15,75 %.

Nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung des erwarteten Ertragsteueraufwands zum in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteueraufwand:

2021 2020
EUR EUR
Ergebnis vor Steuern 302.097.590,23 209.319.879,87
Konsolidierungseffekte 58.610.514,61 21.895.483,47
Erhöhungen der steuerlichen Bemessungsgrundlage im Inland (insbesondere gewerbesteuerliche Hinzurechnungen, nicht-abzugsfähige Betriebsausgaben) 2.743.917,59 2.191.511,41
363.452.022,43 233.406.874,75
Erwarteter Ertragsteueraufwand 86.906.515,15 66.190.930,20
Latente Steuern 24.887,92 -1.197.628,68
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 86.931.403,07 64.993.301,52
Konzernsteuerquote (in %) 28,8 31,0

4. Eigenkapital

Bezüglich des Konzerneigenkapitalspiegels gemäß den Vorschriften des DRS 22 verweisen wir auf die Anlage Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021.

5. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 27.738 (i. Vj. TEUR 28.257). Damit saldiert wurde ein Deckungsvermögen von TEUR 6.873 (i. Vj. TEUR 7.079). Die resultierende Rückstellung beträgt somit TEUR 20.865 (i. Vj. TEUR 21.178). Der Aufwand für Zinsen und ähnliche Aufwendungen beträgt TEUR 465 (i. Vj. TEUR 563). Hier wurde der Aufwand aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 804 (i. Vj. TEUR 909) mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 339 (i. Vj. TEUR 346) verrechnet.

Zudem enthält dieser Bilanzposten ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.438 (i. Vj. TEUR 5.086) und den aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 16).

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Kundenboni 45.577 35.578
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 22.597 18.640
Ausstehende Eingangsrechnungen 10.846 7.025
Skonti 9.630 8.230
Aktienoptionsprogramm Mitarbeiter 8.630 8.521
Jubiläumsverpflichtungen 7.571 7.302
Gewährleistungen 4.823 4.612
Miet- und Mietnebenkosten, Instandhaltungs- und Renovierungsverpflichtungen 3.900 3.382
Aufbewahrungspflichten 2.303 2.203
Sozialpläne, Abfindungen, Vorruhestandsverpflichtungen und Restrukturierungsmaßnahmen 2.302 2.254
Rechts-, Beratungs-, Prozess- und Gerichtskosten 1.590 3.155
Allgemeine Geschäftskosten 1.299 2.008
Berufsgenossenschaft 1.179 1.118
Versicherungen 327 416
Sonstige 4.438 1.060
127.012 105.504

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

Restlaufzeit 31.12.2021 gesamt 31.12.2020 gesamt
Art der Verbindlichkeiten bis 3 Jahr 1 bis 5 Jahren über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungskassen 1.201 0 0 1.201
(Vorjahr) (1.300) (0) (0) (1.300)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.210 288 43 1.541
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.759 0 0 4.759
(Vorjahr) (3.848) (0) (0) (3.848)
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 469.754 0 0 469.754
(Vorjahr) (435.210) (13) (0) (435.223)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 151.309 172.782 0 324.091
(Vorjahr) (82.267) (172.782) (0) (255.049)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 292.680 871 40 293.591
(Vorjahr) (246.691) (0) (40) (246.731)

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 173.677, i. Vj. TEUR 173.672) sowie aus dem Verrechnungsverkehr und dem Cash-Management (TEUR 150.414; i. Vj. TEUR 81.377).

8. Haftungsverhältnisse

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Bürgschaften 3.938 3.368

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des deutschen Teilkonzerns als gering eingeschätzt.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus Mietverträgen
fällig 2022 36.429 41.741
fällig 2023bis 2026 88.276 80.815
fällig nach 2026 22.415 26.375
147.120 148.931

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Gegenstand der Miet- und Leasingverträge sind Betriebsstätten, Fahrzeuge und Büroausstattung. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung über Leasing anzuschaffen, ermöglicht es dem Unternehmen die Kapitalbindung zu reduzieren. Wesentliche Risiken hieraus sind nicht erkennbar.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Gliederung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

2. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden mit Ausnahme von in Österreich, Ungarn, Luxemburg und in der Tschechischen Republik erzielten Umsätzen (TEUR 571.803) im Wesentlichen im Inland getätigt.

Die Umsätze entfallen im Wesentlichen auf folgende Sortimentsgruppen:

%
1. Kabel und Leitungen und Leitungsführungssysteme, Installations- und Gebäudetechnik 72,1
2. Licht und Leuchten 15,7
3. Konsumgüter 6,5
4. Erneuerbare Energie, Photovoltaik 5,7
100,0

3. Periodenfremde Erträge

In der Konzerngewinn- und -Verlustrechnung sind folgende wesentliche periodenfremde Erträge enthalten:

2021 2020
TEUR TEUR
Lieferantenboni 16.491 4.974
Werbekostenzuschüsse 355 1.644
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 8.629 9.480
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 677 1.202
26.152 17.300

4. Außergewöhnliche Erträge

Durch den Verkauf der Grundstücke und Bertriebsvorrichtungen nebst Industriehalle mit Bürotrakt der Sonepar Industrie-Elektrohandel GmbH, Essen, wurden in 2021 außergewöhnliche Erträge in Höhe von EUR 5,1 Mio erzielt.

5. Latente Steuern

Innerhalb der Ertragsteuern werden latente Steuererträge aus Konsolidierungsvorgängen in Höhe von TEUR -25 (i. Vj. TEUR 1.198) ausgewiesen.

V. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds ergibt sich aus der Kapitalflussrechnung. Der Finanzmittelfonds ist definiert als der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

VI. Sonstige Angaben

Mutterunternehmen

Die Sonepar Deutschland GmbH (Handelsregister Amtsgericht Düsseldorf HRB 14274) ist eine Tochtergesellschaft der OTRA N.V., Amstelveen/Niederlande (Handelsregister Amsterdam Nr. 33158492), welche wiederum eine Tochtergesellschaft der Sonepar S.A.S., Paris/ Frankreich (Handelsregister RCS Paris B 585 580 202), ist.

Gewinnverwendung

Der handelsrechtliche Jahresüberschuss der Sonepar Deutschland GmbH in Höhe von EUR 230.998.492,99 wird gemäß Gesellschafterbeschluss vom 22. September 2022 auf neue Rechnung vorgetragen.

Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag mit wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss 2021 bekannt. Zu den derzeit noch nicht abschätzbaren Auswirkungen des Virus Covid-19 auf die konjunkturelle Situation und deren potenziellen Einfluss auf die Risikolage und Entwicklung der Sonepar Deutschland-Gruppe in 2021 verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine angegriffen, und ein Ende der militärischen Auseinandersetzung ist gegenwärtig noch nicht abzusehen. Die westliche Staatengemeinschaft reagierte mit umfangreichen Sanktionen, die in ihrer Schärfe fast ohne Vorbild sind.

Weltwirtschaftliche Auswirkungen ergeben sich hieraus hinsichtlich Handelskanälen, Lieferengpässen sowie einem drastischen Anstieg der Rohstoffpreise, der die Produktion verteuert und über die Lieferketten auch auf die übrige Wirtschaft ausstrahlen wird. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen im Risikobericht im Lagebericht.

Geschäftsführung

Dr. Stefan Stegemann, Kaufmann, Rheine, Vorsitzender der Geschäftsführung

Alexander Gießwein, Kaufmann, Düsseldorf, Geschäftsführer Finanzen

Ingolf Coers, Kaufmann, Unna, Geschäftsführer Supply Chain

Bernhard Weber, Kaufmann, Marktoberdorf, Geschäftsführer Vertrieb

Dieter Lautz, Kaufmann, Bergisch Gladbach, Geschäftsführer Vertrieb Deutschland (ab 1. Januar 2022)

Beirat

Philippe Delpech, CEO der Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich, Vorsitzender

Damien Delannoy, Berater, Paris/Frankreich

Andros Neocleous, CFO der Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich

Vincent Coisne, Berater, Paris/Frankreich

Jerome Malassigne, Président Sonepar France, Paris/Frankreich, und Sonepar International Services, Genf/Schweiz

Bezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2021 TEUR 4.006. Darin sind der Geschäftsführung in 2021 gewährte Aktienbezugsrechte in einer Summe von TEUR 735 (insgesamt 5.250 Aktien mit einem Wert von 140 EUR pro Aktie zum 31. Dezember 2021) enthalten.

Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 7.109 (vor Verrechnung mit Planvermögen).

Gesamtbezüge des Beirats

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhielt der Beirat Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 12.

Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten beträgt für das Geschäftsjahr 2021 ohne Auszubildende und Geschäftsführer 6.213 (i. Vj. 6.051).

2021 2020
Arbeiter 1.687 1.626
Angestellte 3.803 3.669
Teilzeit 723 756

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 792
Andere Bestätigungsleistungen 4

Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Honorare für die Jahresabschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung der Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, sowie die Prüfung der Konzernpackages inländischer und ausländischer Tochtergesellschaften.

Fehlbeträge aus mittelbaren Pensionszusagen

Der Fehlbetrag aus von Unterstützungskassen zugesagten Pensionen (Teilwert der zugesagten Versorgungsbezüge abzüglich Kassenvermögen) beträgt TEUR 8.843 (i. Vj. TEUR 8.985).

Konzernverhältnisse

Die Sonepar Deutschland GmbH stellt einen Konzernabschluss auf, in den ihre verbundenen Unternehmen einbezogen werden.

Das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Sonepar S.A.S., Paris/Frankreich, (Handelsregister RCS Paris B 585 580 202).

Das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellende Mutterunternehmen ist die Otra N.V., Amstelveen/Niederlande, (Handelsregister Amsterdam Nr. 33158492). Der Konzernabschluss ist erhältlich am Sitz der Otra N.V., Amstelveen/ Niederlande.

 

Düsseldorf, den 30. September 2022

Sonepar Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Dr. Stefan Stegemann, Vorsitzender der Geschäftsführung

Ingolf Coers

Alexander Gießwein

Bernhard Weber

Dieter Lautz

Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 31. Oktober 2022 gebilligt.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungskosten
1.1.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.916.785,28 3.921.959,37 739.042,50 3.526.364,93
2. Firmenwerte 51.497.499,88 0,00 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 173.278.938,85 13.020.614,52 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 19.317.953,06 7.758.428,53 0,00 -3.526.364,93
293.011.177,07 24.701.002,42 739.042,50 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 140.408.984,17 1.593.615,87 6.275.827,41 35.989,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.230.401,20 29.648,83 2.700,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 160.716.279,07 11.722.481,07 8.431.595,94 449.249,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 634.029,06 9.348.511,96 0,00 -485.238,94
302.989.693,50 22.694.257,73 14.710.123,35 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.358,00 2.013.705,68 0,00 0,00
2. Beteiligungen 70.302,64 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.540.228,50 0,00 0,00
102.660,64 3.553.934,18 0,00 0,00
596.103.531,21 50.949.194,33 15.449.165,85 0,00
Anschaffungskosten
Zukauf/Anwachsung Anpassung Währung 31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.891,02 224.528,74 55.931.486,84
2. Firmenwerte 37.500,00 4.462.933,56 55.997.933,44
0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 0,00 0,00 186.299.553,37
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 -3.117,70 23.546.898,96
118.391,02 4.684.344,60 321.775.872,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 376.808,37 2.940.335,43 139.079.906,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 136.379,86 0,00 1.393.729,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.169.066,43 134.402,75 165.759.882,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -2.467,09 9.494.834,99
1.682.254,66 3.072.271,09 315.728.353,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 2.046.063,68
2. Beteiligungen 108.300,00 0,00 178.602,64
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 1.540.228,50
108.300,00 0,00 3.764.894,82
1.908.945,68 7.756.615,69 641.269.121,06
Abschreibungen
1.1.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.748.197,68 6.844.227,16 612.444,72 -5.672,22
2. Firmenwerte 38.686.172,74 3.118.504,00 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 150.175.368,05 8.923.802,40 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
222.609.738,47 18.886.533,56 612.444,72 -5.672,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.013.338,48 4.908.962,10 4.383.883,45 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 712.932,59 90.204,86 668,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.297.634,01 11.832.065,87 7.183.925,48 5.672,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
166.023.905,08 16.831.232,83 11.568.476,93 5.672,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.358,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
32.358,00 0,00 0,00 0,00
388.666.001,55 35.717.766,39 12.180.921,65 0,00
Abschreibungen
Zukauf/ Anwachsung Anpassung Währung 31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 65.226,02 225.184,88 40.264.718,80
2. Firmenwerte 3.364,00 4.495.214,53 46.303.255,27
0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 0,00 0,00 159.099.170,45
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
68.590,02 4.720.399,41 245.667.144,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 190.629,76 2.641.374,00 62.370.420,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 59.947,86 0,00 862.417,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 918.685,31 117.322,79 111.987.454,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
1.169.262,93 2.758.696,79 175.220.292,92
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 32.358,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 32.358,00
1.237.852,95 7.479.096,20 420.919.795,44
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.666.768,04 15.168.587,60
2. Firmenwerte 9.694.678,17 12.811.327,14
3. Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Kapitalkonsolidierung) 27.200.382,92 23.103.570,80
4. Geleistete Anzahlungen 23.546.898,96 19.317.953,06
76.108.728,09 70.401.438,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 76.709.485,14 81.395.645,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 531.312,58 517.468,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.772.428,00 54.418.645,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.494.834,99 634.029,06
140.508.060,71 136.965.788,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.013.705,68 0,00
2. Beteiligungen 178.602,64 70.302,64
3. Geleistete Anzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen 1.540.228,50 0,00
3.732.536,82 70.302,64
220.349.325,62 207.437.529,66

Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Kumulierter Konzernjahresüberschuss Kumulierte Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Januar 2020 63.500 66.458 58.283 68 188.309
Ausschüttungen - - -148.637 - -148.637
Konzernjahresüberschuss - - 143.834 - 143.834
Übriges Konzernergebnis - - - -1 -1
Konzerngesamtergebnis - - 143.834 -1 143.833
31. Dezember 2020 63.500 66.458 53.480 67 183.505
Ausschüttungen - - -140.026 - -140.026
Konzernjahresüberschuss - - 214.766 - 214.766
Übriges Konzernergebnis - - - 0 -
Konzerngesamtergebnis - - 214.766 0 214.766
31. Dezember 2021 63.500 66.458 128.220 67 258.245

Aus dem kumulierten Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 128.220 steht ein Betrag in Höhe von TEUR 230.998 (Jahresüberschuss der Sonepar Deutschland GmbH) für eine mögliche Ausschüttung zur Verfügung.

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresüberschuss 214.766 143.834
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 35.718 31.806
Zunahme (+) der Rückstellungen 21.531 2.879
Zinsaufwendungen (+) 6.155 5.005
Sonstige Beteiligungserträge (-) -18 0
Ertragsteueraufwand (+) 86.931 64.993
Ertragsteuerzahlungen (-) -61.532 -65.978
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -260.771 14.414
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 89.812 37.717
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 132.592 234.670
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenstände des Anlagevermögens 4.216 841
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -22.694 -19.318
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -24.701 -17.113
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -8.353 0
Erhaltene Zinsen (+) 768 1.514
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -50.764 -34.076
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner -140.026 -148.637
Gezahlte Zinsen (-) -6.904 -6.519
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -146.930 -155.156
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1.-3.) -65.102 45.440
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -61.864 -107.304
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -126.966 -61.864
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 23.149 18.837
Cash-Pool -150.115 -80.701
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -126.966 -61.864

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Sonepar Deutschland GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspeigel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sonepar Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. September 2022

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sperling, Wirtschaftsprüfer

Fuhrländer, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.