Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 120911
Eingetragen
3.11.2020
Branche
Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Entwicklung, Planung, Engineering, Herstellung, Vertrieb, Montage, Inbetriebsetzung, Wartung und Betrieb von elektrischen und elektronischen Systemen und Anlagen sowie solchen, die der Energieversorgung / -wandlung und Automatisierung dienen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Zieten
seit 23.2.2026
Prokura
Jürgen Knörrich
seit 23.2.2026
Prokura
Bernhard Legner
seit 12.1.2026
Prokura
Larbi Ikkache
seit 12.1.2026
Geschäftsführer
Jörg Schneider
seit 29.1.2025
Geschäftsführer
Heiko Teuber
seit 29.1.2025
Geschäftsführer
Christian Wede
seit 29.1.2025
Geschäftsführer
Frances Lindemann
seit 21.10.2024
Prokura
Rainer Walther
seit 15.2.2021
Prokura
Albert Manthei
seit 15.2.2021
Prokura
Eva Röhn
seit 15.2.2021
Prokura
Prokura
Guido Telian
seit 15.2.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Actemium Controlmatic Mitte GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Actemium Controlmatic Mitte GmbH gehört zum Konzernkreis der VINCI S.A., Nanterre (Frankreich).

Als Dienstleister und Systemintegrator mit Schwerpunkt in der Industrie ist die Actemium Controlmatic Mitte GmbH dezentral organisiert, um nahe am Kunden und dicht am Markt zu sein.

Die Actemium Controlmatic Mitte GmbH hat aufgrund der Aufspaltung der Actemium Controlmatic GmbH, von dieser das Geschäft für die Region Mitte-Ost zum 1.1.2021 übernommen. Das Unternehmen agiert auf dem Markt in enger Zusammenarbeit mit anderen Konzernunternehmen. Die Gesellschaft unterhält Betriebsstätten an den Standorten:

Berlin

Schkopau/Böhlen

Schkeuditz

Dresden

Penzberg

Stockstadt

Regional zugeordnet werden diese zu den Divisionen Energie+Wasser, Ost und Bayern, die jeweils durch einen der drei Geschäftsführer geführt werden.

Gegenstand des Unternehmens sind die industrielle Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik (EMSR) sowie die Automatisierungs- und Leittechnik. Die Actemium Controlmatic Mitte GmbH erbringt ihre Dienstleistungen für Kunden aus den Bereichen der Chemie, Petrochemie, Pharma, Papier, Wasser- und Abwasserversorgung sowie Energieerzeugung und -verteilungsanlagen. Während in den Geschäftsbereichen Energietechnik und Automatisierungstechnik neben mittelständischen Unternehmen auch vier bis fünf Großunternehmen im Markt agieren, sind die anderen Geschäftsbereiche überwiegend durch mittelständische Wettbewerber geprägt.

2. Forschung und Entwicklung

Als produktunabhängiger Systemintegrator bietet die Gesellschaft ihren Kunden optimale Lösungen auf der Basis von Produkten verschiedener Hersteller an. Eigene Produkte werden nicht entwickelt. Die Actemium Controlmatic Mitte GmbH verfügt jedoch über Werkstätten an mehreren Standorten, in denen Niederspannungsschaltanlagen für interne und externe Kunden gefertigt werden.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bewertet die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2021 wie folgt:

Im Jahr 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 % gestiegen, nachdem es ein Jahr zuvor pandemiebedingt um 4,6 % zurückgegangen war. Das Schlussquartal 2021 dürfte angesichts wieder notwendiger Beschränkungen in den kontaktintensiven Dienstleistungen und Produktionsschwierigkeiten in der Industrie aufgrund der anhaltenden Lieferengpässe schwach verlaufen sein.

Die Lage in der Industrie hat sich jedoch in den letzten beiden Berichtsmonaten stabilisiert. Die Industrieproduktion nahm nach einem deutlichen Anstieg im Oktober im November noch einmal leicht zu. Die Auftragseingänge legten zuletzt ebenfalls wieder spürbar zu. Die Stimmung in den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes hat sich erstmals seit sechs Monaten verbessert.

Die Inflationsrate erhöhte sich im Dezember noch einmal leicht auf 5,3 %. Ab Januar dürfte sich der Auftrieb des Verbraucherpreisniveaus aber merklich abschwächen, weil Sonderfaktoren eine geringere Rolle spielen, aber trotzdem noch deutlich über Vorkrisenniveau liegen. Die anhaltenden Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten dürften allerdings noch für eine gewisse Zeit weiter bestehen bleiben. Der von ihnen ausgehende Preisdruck dürfte erst allmählich im Verlauf des Jahres zurückgehen.

Am Arbeitsmarkt setzte sich die Erholung weiter fort, angesichts der Omikron-Variante könnte die Dynamik im weiteren Verlauf aber nachlassen. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Dezember saisonbereinigt erneut spürbar reduziert und die Erwerbstätigkeit hat im November saisonbereinigt weiter kräftig zugenommen. Die Kurzarbeit ist im Oktober leicht auf 0,7 Mio. Personen zurückgegangen, allerdings gab es zuletzt wieder mehr Anzeigen zur konjunkturellen Kurzarbeit.

Im Jahr 2021 dürfte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nochmals niedriger ausgefallen sein als im Vorjahr und damit ein neues Rekordtief erreicht haben. Von Januar bis Oktober gab es lediglich 11.738 Unternehmensinsolvenzen - rund 14 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ein größerer Anstieg deutet sich auch zum Jahresende 2021 nicht an. Für das laufende Jahr erwarten Experten begrenzte Nachholeffekte, ein gesamtwirtschaftliches Risiko dürfte damit jedoch voraussichtlich nicht verbunden sein.

Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) bewertet die branchenbezogenen Rahmenbedingungen für 2021 wie folgt:

Mit einer dynamischen Erholung hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ihre Rückgänge aus 2020 im vergangenen Jahr mehr als ausgeglichen. So lag der nominale Branchenumsatz 2021 mit 200,4 Milliarden Euro - nach einem Plus von 10,2 Prozent - erstmals oberhalb der 200-Milliarden-Marke. Die deutschen Elektroexporte erreichten mit 224,6 Milliarden Euro und einem Anstieg um 10,2 Prozent ebenfalls ein neues Rekordniveau. Während die preisbereinigte Produktion um 9,0 Prozent zulegte, stiegen die Auftragseingänge 2021 um 23,5 Prozent. Entsprechend ist die deutsche Elektro- und Digitalindustrie mit einem ordentlichen Auftragspolster ins neue Jahr gestartet.

[Quelle: ZVEI Statistischer Jahresbericht 2021]

Geschäftsverlauf

Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.4.2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag wurden Teile des Vermögens der Actemium Controlmatic GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 77473) als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Aufspaltung zum 1.1.2021 übernommen. In diesem Zusammenhang wurde das operative Geschäft der Actemium Controlmatic GmbH auf die Actemium Controlmatic Mitte GmbH und deren Schwestergesellschaften die Actemium Controlmatic West GmbH, Actemium Large Project GmbH sowie Actemium Service GmbH übertragen.

Aufgrund des Vorjahres-Rumpfgeschäftsjahr 8. Oktober bis 31. Dezember 2020 der Actemium Controlmatic Mitte GmbH und der Übernahme des Teil-Geschäftsbetriebes der Actemium Controlmatic GmbH zum 1.1.2021 sind die Vergleichswerte nur bedingt aussagefähig. Um die Vergleichbarkeit zu verbessern konnten für Umsatzerlöse, Material- sowie Personalaufwendungen Vorjahreswerte für Vergleichszwecke ermittelt werden. Ebenso wurde zum Vergleich in der Bilanz die Spalte "01.01.2022 nach Übertragung" eingefügt.

Für die Steuerung des Unternehmens werden sowohl der Auftragseingang als auch das Ergebnis nach Steuern als Kenngröße verwendet. Beide finanziellen Leistungsindikatoren sind für den finanziellen Erfolg der Gesellschaft geeignete Kenngrößen, die insbesondere die Langfristigkeit des Projektgeschäfts und die Qualität der Projektsteuerung abbilden.

Da der operative Geschäftsbetrieb erst im Geschäftsjahr 2021 gestartet ist, wurde für 2021 auf Planungsdaten des Teilbereiches Mitte-Ost der Actemium Controlmatic GmbH Bezug genommen. Der Auftragseingang 2021 in Höhe von 57.691 TEUR liegt weit über dem prognostizierten Wert von ca. 50.400 TEUR. Der Anstieg resultiert aus der stark gewachsenen Nachfrage in den Branchen Chemie, Petrochemie, Energieerzeugung und Papier.

Das Ergebnis nach Steuern liegt mit 329 TEUR deutlich unter der Prognose von ca. 2,8 Mio. EUR, da nicht so viele Projekte zur Endabrechnung kamen, als im Budget 2021 geplant waren.

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf unter Bezugnahme auf die davor genannten Aussagen als zufriedenstellend.

Vermögenslage

  31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 17 0,1 0 0,0 17
Sachanlagevermögen 653 2,4 0 0,0 653
Langfristig gebundenes Vermögen 670 2,5 0 0,0 670
Vorräte 415 1,5 0 0,0 415
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.133 18,7 0 0,0 5.133
Forderungen Verbundbereich 20.854 76,0 26 100,0 20.828
Sonstige Vermögensgegenstände 134 0,5 0 0,0 134
Rechnungsabgrenzungsposten 239 0,8 0 0,0 239
Kurzfristig gebundenes Vermögen 26.775 97,5 26 100,0 26.749
  27.445 100,0 26 100,0 27.419

Kapitalstruktur

  31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Gezeichnetes Kapital 100 0,4 25 96,2 75
Kapitalrücklage 2.500 9,1 0 0,0 2.500
Eigenkapital 2.600 9,5 25 96,2 2.575
Steuerrückstellungen 41 0,1 0 0,0 41
Sonstige Rückstellungen 13.150 47,9 0 0,0 13.150
Rückstellungen 13.191 48,0 0 0,0 13.191
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.371 34,1 0 0,0 9.371
Verbindlichkeiten aus Lieferungen          
und Leistungen 46 0,2 0 0,0 46
Verbindlichkeiten Verbundbereich 1.839 6,7 0 0,0 1839
Sonstige Verbindlichkeiten 398 1,5 1 3,8 389
Verbindlichkeiten 11.654 42,5 1 3,8 11.653
  27.445 100,0 26 100,0 27.419

Die Bilanzsumme hat sich aufgrund der Übernahme aus der Aufspaltung gegenüber dem Vorjahr um 27.419 TEUR auf 27.445 TEUR erhöht. Dabei stieg das kurzfristig gebundene Vermögen um 26.749 TEUR und das Fremdkapital um 24.844 TEUR. Ursächlich hierfür ist die Aufnahme des operativen Geschäfts im Jahr 2021.

Die Forderungen Verbundbereich erhöhten sich auf 20.854 TEUR (i. Vj. 25 TEUR). Diese bestehen vornehmlich aus Cash-Pool-Forderungen mit TEUR 19.812 (i. Vj. 25 TEUR).

Der Posten Eigenkapital beinhaltet per 31. Dezember 2021 das Stammkapital i. H. v. 100 TEUR (i. Vj. 25 TEUR) sowie die Kapitalrücklage aus dem Spaltungsvorgang i.H.v. 2.500 TEUR. Am 22.04.2021 wurde eine Barkapitalerhöhung des Stammkapitals um 75 TEUR auf 100 TEUR beschlossen. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert, da im Vorjahr die in 2021 übertragenen Geschäftsaktivitäten fehlten.

Die sonstigen Rückstellungen mit 13.150 TEUR entfallen ungefähr die Hälfte auf projektbezogene Rückstellungen.

Die erhaltenen Anzahlungen übersteigen die unfertigen Leistungen um 9.371 TEUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 399 (i. Vj. TEUR 0) sowie aus Umsatzsteuer gegenüber der VINCI Deutschland GmbH mit TEUR 1.217 (i. Vj. TEUR 0).

Ertragslage

Die Actemium Controlmatic Mitte GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 einen Auftragseingang in Höhe von EUR 57,7 Mio. erzielt. In den einzelnen Divisionen stellt sich die Entwicklung wie folgt dar:

  1.1.-31.12.2021 8.10.-31.12.2020 Veränderung
  Mio. € Mio. € Mio. €
Division Bayern 5,6 0,0 5,6
Division Energie+Wasser 11,7 0,0 11,7
Division Ost 40,4 0,0 40,4
  57,7 0,0 57,7

Der Auftragsbestand der Gesellschaft beträgt zum Abschlussstichtag EUR 26,4 Mio.

Die Umsatzverteilung auf die Divisionen ist im Folgenden tabellarisch aufgeführt:

  1.1.-31.12.2021 8.10.-31.12.2020 Veränderung
  Mio. € Mio. € Mio. €
Division Bayern 5,9 0,0 5,9
Division Energie+Wasser 14,4 0,0 14,4
Division Ost 24,7 0,0 35,8
  45,0 0,0 45,0

Die Umsatzrealisierung erfolgt nach HGB auf der Basis der Completed-Contract-Methode, sodass Umsätze erst nach Abschluss und Abnahme festgelegter Leistungen durch den Kunden fakturiert werden können.

  1.1.-31.12.2021 8.10.-31.12.2020 Veränderung
  TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 45.006 79,6 0 0,0 45.006
Bestandsveränderung 11.540 20,4 0 0,0 11.540
Gesamtleistung 56.546 100,0 0 0,0 56.546
Sonstige betriebliche Erträge 3.048 5,1 0 0,0 3.048
Materialaufwand -25.780 -45,3 0 0,0 -25.780
Personalaufwand -24.286 -42,9 0 0,0 -24.286
Abschreibungen -277 -0,5 0 0,0 -277
Sonstiger Betriebsaufwand -8.875 -15,7 -1 0,0 -8.874
Finanzergebnis -47 -0,1 0 0,0 -47
Ergebnis nach Steuern 329 1,0 -1 0,0 330
Sonstige Steuern -106 -0,2 0 0,0 -106
Jahresergebnis vor EAV 223 0,4 -1 0,0 224

Entsprechend der Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit im Jahr 2021 erhöhten sich der Materialaufwand auf 25.780 TEUR und der Personalaufwand auf 24.286 TEUR.

Der der Aufspaltung unterlegene Teil der Actemium Controlmatic GmbH, welcher das jetzige Geschäft der Actemium Controlmatic Mitte GmbH betraf, wies in 2020 für die wesentlichen Posten Umsatzerlöse i. H. v. ca. 56,2 Mio. EUR, Materialaufwand i. H. v. ca. 32,3 Mio. EUR sowie Personalaufwand i. H. v. ca. 21,8 Mio. EUR auf. Der Materialaufwand verringerte sich proportional zum Rückgang der Umsatzerlöse. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist durch Neueinstellungen im Berichtsjahr begründet.

Finanzlage

Die Actemium Controlmatic Mitte GmbH finanziert sich im Wesentlichen über Eigenkapital sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und ist unverändert in den Cash-Pool-Verbund der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main integriert.

Die Forderungen aus dem Cash-Pooling gegenüber VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 19.812 TEUR (i. Vj 25 TEUR).

Die bilanzielle Kapitalstruktur speist sich aus Quellen der Innen- und Eigenfinanzierung, sodass keine konzernfremden Finanzierungen zur Deckung herangezogen werden mussten. Die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, war zu keiner Zeit gefährdet, und kann auch für das kommende Geschäftsjahr ausgeschlossen werden.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Organisation, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft richten sich nach Grundsätzen des VINCI-Konzerns. Es wird großen Wert daraufgelegt, dass jede Konzerngesellschaft ausreichend Autonomie sowohl in der Definition und Umsetzung der Strategie als auch im kurzfristigen operativen Geschäft behält. Dies fördert den Unternehmergeist und die Reaktionsbereitschaft. Eingebettet in Werte wie Solidarität, Vertrauen und Verantwortung gilt immer der Grundsatz Ertrag vor Volumen.

Für die Steuerung des Unternehmens werden sowohl der Auftragseingang als auch das Ergebnis nach Steuern als Kenngrößen verwendet. Beide finanziellen Leistungsindikatoren sind für den finanziellen Erfolg der Gesellschaft geeignete Kenngrößen, die insbesondere die Langfristigkeit des Projektgeschäfts und die Qualität der Projektsteuerung abbilden.

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2021 lag deutlich über dem Niveau der Planungen der Business Units. Das Ergebnis nach Steuern lag unter dem im Vorjahr prognostizierten Wert. Da der Geschäftsbetrieb erst zum Geschäftsjahr 2021 gestartet ist, kann nur auf Planungsdaten abgestellt werden.

In der VINCI Gruppe wird die Unfallhäufigkeit (UH1) als nichtfinanzielle Leistungskennzahl zum Thema Arbeitssicherheit herangezogen, die sich aus der Anzahl der Unfälle >= einen Tag Arbeitszeitausfall, multipliziert mit einer Millionen Stunden und dividiert durch die Anzahl der insgesamt geleisteten Stunden errechnet. Der UH1-Wert beträgt für 2021 1,68 (i. Vj. 0,00). Zielsetzung sind keine Arbeitsunfälle. Es erfolgen regelmäßige Auswertungen und sich daraus ergebene Sicherheitsimpulse werden im Intranet veröffentlicht und an die Mitarbeiter kommuniziert (z. B. im Rahmen der jährlichen Saftey Week).

C. Prognosebericht

Die im Lagebericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen über die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft basieren auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung und sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können erheblich von den hier formulierten Aussagen und Einschätzungen abweichen. 

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung in der Corona-Krise haben wir sämtliche für uns erkennbaren Maßnahmen ergriffen, um die bestehenden Prognosen zu halten. Durch unsere Tätigkeit im systemrelevanten Bereich der Infrastrukturen versuchen wir in Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und Kunden die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten. Hierbei unterstützen uns die dezentrale Struktur und die aufgestellten Notfallpläne. Der Ausblick unterstellt, dass sich die derzeitigen Auswirkungen der Corona-Krise auf unsere Unternehmung nicht weiter verschlechtern.

Zusätzlich dürfte die militärische Intervention Russlands in der Ukraine die Lieferengpässe und die Kostensteigerung beim Material und der Energie verschärfen. Hier rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation durch unsere Kunden, sowie mit zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voranzutreiben. Eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lässt sich aber nicht ausschließen.

Die Sachinvestitionen für 2022 werden in etwa denen des Vorjahres entsprechen. Sonstige Investitionen in Weiterbildung werden auch in 2022 einen hohen Stellenwert besitzen.

Aufgrund der sehr breiten Kundenbasis und der aktuellen Stimmung der Industrie kann für das Jahr 2022 mit einem weiterwachsenden Geschäftsverlauf gerechnet werden. Wir gehen daher von einem Auftragseingang von rund 50,5 Mio. EUR aus. Die Erwartungen für das Ergebnis nach Steuern liegen für 2022 bei circa 3 Mio EUR.

Unter Berücksichtigung der vorangegangenen Ausführungen ist die Unternehmensfortführung gesichert.

D. Chancen- und Risikobericht

1) Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als Folge der seit Anfang 2020 fortschreitenden, weltweiten Ausbreitung des Coronavirus, sowie der aktuellen geopolitischen Lage, zeichnet sich eine Eintrübung der Weltkonjunktur ab. Die Pandemie hat weltweit zu einem dramatischen Einbruch der Wirtschaftsleistung und zur deutlichen Reduzierung von Warenströmen geführt. Infolge gibt es Versorgungsengpässe nicht nur mit Grundstoffen sondern auch mit fast allen Produkten für Elektrotechnik und Automation, die die Gesellschaft zur Erbringung ihrer Leistungen benötigt. Leistungsverzögerungen und logistischer Mehraufwand sind die logische Folge dieser Situation.

Eine laufende Überwachung und Beurteilung der hieraus resultierenden Risiken auf Unternehmensebene ermöglichen die zeitnahe Einleitung notwendiger Gegenmaßnahmen.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen dürften sich im Sommerhalbjahr 2022 weiter erholen. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen. Der Sachverständigenrat prognostiziert im Euro-Raum für die Jahre 2022 und 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ( BIP) von jeweils 2,9 %. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche  BIP dürfte im Jahr 2022 um 1,8 % und im Jahr 2023 um 3,6 % zulegen. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum Inflationsraten von 6,2 % und 2,9 % (HVPI) in den Jahren 2022 und 2023 und von 6,1 % und 3,4 % (VPI) für Deutschland. Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten.

[Quellen: Eurostat, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen © Sachverständigenrat | 22-107-01-2]

Neben den allgemeinen politischen Risiken der Energieerzeugung und den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Risiken wird im Rahmen des Risikomanagements vor allem operativen Risiken begegnet. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt.

Branchenspezifische Risiken

Die Risiken im Projektgeschäft sind im Wesentlichen Kalkulations-, Kredit- und Ausführungsrisiken. Unsere Gesellschaft begegnet diesen Risiken, indem vor der Angebotsabgabe die Bonität des Kunden überprüft wird, vor der Angebotsfreigabe ab einem bestimmten Wert Risiko-Komitees die Angebote einer Plausibilitätsprüfung unterziehen und freigeben sowie während der Ausführungsphase regelmäßig Projektstatussitzungen stattfinden, in denen individuelle Projektrisiken besprochen und in der laufenden Projektkalkulation berücksichtigt werden.

Preise auf dem Beschaffungsmarkt für Materialien und Leistungen sind im Berichtszeitraum deutlich gestiegen. Diese erhöhten Kosten werden bei der Preisfindung in der Angebotsphase sowie in der vertraglichen Abgrenzung zum Kunden berücksichtigt.

Dieser Prozess wird im Unternehmen durchgehend gelebt und ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie, welche eine transparente Darstellung der Aufträge und deren Abwicklung vorgibt. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt.

Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken bestehen grundsätzlich im Zusammenhang mit Projektabwicklungen. Diese Risiken resultieren im Wesentlichen aus Fertigungsmängeln sowie Fristen- und Kostenüberschreitungen. Daher existiert im Rahmen der konzerneigene Bildungsakademie der Muttergesellschaft VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH ein Ausbildungsprogramm, das sich über eine kontinuierliche Schulung schwerpunktmäßig an Projekt- und Bauleiter wendet. Dieses Ausbildungsprogramm ist als integrativer Teil des Projektgeschäftes verankert, um in der Projektausführung die Kompetenz den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vermitteln. Dadurch werden proaktiv ertrags- und liquiditätswirksame Fehlentwicklungen möglichst früh erkannt und entsprechend gegengesteuert. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt.

Personalspezifische Risiken

Dem sich aus der demographischen Entwicklung resultierende Fachkräftemangel kann sich auch die Actemium Controlmatic Mitte GmbH nicht entziehen. Branchenüblich besteht auch ein personalspezifisches Risiko aus Fluktuation. Einem möglichen Mangel an Fachkräften wird durch verstärkte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen entgegengewirkt. Darüber hinaus begegnet dem die Gesellschaft im Rahmen der Akademie der Muttergesellschaft VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH durch Ausbildungsprogramme und mit verstärkten Recruiting Maßnahmen. Zur Bindung der Mitarbeiter werden die Mitarbeiterbeteiligungsprogramme des VINCI Konzerns genutzt. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich über das Eigenkapital und erhaltene Anzahlungen.

Währungsrisiken bestehen aufgrund größtenteils nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nur in geringem Umfang. Außerhalb der Eurozone werden Währungsrisiken, wenn nötig, durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden als mittleres Risiko eingeschätzt.

2) Chancenbericht

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir vor allem durch interne Ablauf-, Risiko- und Qualitätskontrollen in Zusammenhang mit der Projektabwicklung sowie durch stetige Weiterbildung durch. Hierbei sehen wir gute Chancen am Markt zu bestehen.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch unsere langjährige Erfahrung und Innovationen in Verbindung mit Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität sowie durch Synergieeffekte durch gemeinsame Projektabwicklung und intensivem Kompetenzaustausch innerhalb des Konzerns begegnen. So ist es unser Ziel auch in Zukunft ein qualitativ hochwertiger und zuverlässiger Partner für unsere bestehenden und neuen Kunden zu sein.

Im Fokus der wirtschaftlichen Entwicklung steht für die nächsten Jahre der Ausbau der erneuerbaren Energien und eine signifikante Erhöhung der Energieeffizienz in allen Bereichen der Gesellschaft. Damit wird die Kernkompetenz der Actemium Controlmatic Mitte GmbH direkt angesprochen. Der Gesellschaft öffnet sich damit ein stark wachsender Markt mit sehr guten Aussichten hinsichtlich der eigenen wirtschaftlichen Entwicklung.

Bedingt durch unsere interne Umstrukturierung des Pôles Vinci Energies Deutschland Industry - Actemium Deutschland in drei neue Pôles in Deutschland (VED ISMO, VED ISW und VED IEP) im Jahr 2020, gehört die Actemium Controlmatic Mitte GmbH dem Pôle Vinci Energies Deutschland Industrial Solutions Mitte-Ost (VED ISMO) an. Hierbei sehen wir vor allem in den Themen Sicherheit, Wachstum und Nähe der Entscheidungsträger zum Kunden hohe Chancen auf Erhöhung des Marktanteils, Know-how Vertiefung sowie einen stärkeren Fokus auf schnelles und flexibles Handeln.

Als Chance nehmen wir die breite Marktpräsenz des VINCI-Konzern wahr. Daraus ergeben sich aus unserer Sicht viele Anknüpfungspunkte bei Kunden, bei denen die Actemium Controlmatic Mitte GmbH heute noch nicht präsent ist. Zusätzlich sehen wir vielfältige Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit den Konzerntöchtern entlang der Wertschöpfungskette wie z.B. der Energie-, EMSR- und Automatisierungstechnik sowie im Bereich von Montage und Serviceleistungen.

3) Gesamtaussage

Unsere Risikoeinschätzung aus dem Geschäftsjahr 2021 gilt, mit Ausnahme der gesamtwirtschaftlichen Risiken, unverändert auch für das kommende Geschäftsjahr 2022. Durch kontinuierliche Nutzung unserer Fachexpertise und unseres Qualitätsanspruchs werden wir den dargestellten Risiken angemessen begegnen und die sich bietenden Marktchancen bestmöglich nutzen können.

Es sind bis zum heutigen Tage keine finanziellen oder operativen Risiken identifiziert worden, die ein entwicklungsbeeinträchtigendes oder bestandsgefährdendes Potenzial darstellen würden, sodass die Unternehmensfortführung als gesichert angesehen werden kann.

E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Eigenmittel und Lieferantenkredite.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Frankfurt am Main, den 21. September 2022

Die Geschäftsführung der Actemium Controlmatic Mitte GmbH

Dirk Katzemich
Axel Postler
Jorge Rivero

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

  31.12.2021 31.12.2020 01.01.2021 nach Übertragung*
  EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche      
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte      
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.704,23 0,00 11.782,54
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.704,23 0,00 11.782,54
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten      
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.778,01 0,00 28.496,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 190.802,47 0,00 167.287,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-      
ausstattung 407.122,74 0,00 442.237,63
4. Anlagen im Bau 35.819,88 0,00 -0,01
  653.523,10 0,00 638.022,18
  670.227,33 0,00 649.804,72
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Unfertige Leistungen 28.125.169,54 0,00 16.584.747,44
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -28.125.169,54 0,00 -16.431.955,41
3. geleistete Anzahlungen 414.934,96 0,00 101.230,38
  414.934,96 0,00 254.022,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.133.118,84 0,00 17.312.220,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.854.499,19 25.705,73 11.123.032,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 133.633,44 112,93 551.406,05
  26.121.251,47 25.818,66 28.986.658,58
  26.536.186,43 25.818,66 29.240.680,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 238.653,18 0,00 84.517,68
  27.445.066,94 25.818,66 29.975.003,39

Passiva

  31.12.2021 31.12.2020 01.01.2021 nach Übertragung*
  EUR EUR EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.500.000,00 0,00 2.500.000,00
  2.600.000,00 25.000,00 2.525.000,00
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 41.443,00 0,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 13.149.713,47 0,00 12.379.843,95
  13.191.156,47 0,00 12.379.843,95
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.370.468,51 0,00 12.183.617,87
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.393,11 0,00 1.664.708,11
C. 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen      
Unternehmen 1.839.277,41 0,00 980.707,61
4. Sonstige Verbindlichkeiten 397.771,44 818,66 241.125,85
davon aus Steuern EUR 231.074,26      
(Vorjahr EUR 0,00)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 29.961,21      
(Vorjahr EUR 0,00)      
  11.653.910,47 818,66 15.070.159,44
  27.445.066,94 25.818,66 29.975.003,39


* Anteilig übertragene Vermögenswerte und Schulden der Actemium Controlmatic GmbH an die Actemium Controlmatic Mitte GmbH.

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

  1.1. - 31.12.2021 8.10. - 31.12.2020
  EUR EUR
1. Umsatzerlöse 45.005.807,62 0,00
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen 11.540.422,10 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.047.994,50 0,00
- davon aus Währungsumrechnung EUR 101,78    
(Vorjahr EUR 0,00)    
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -16.217.076,35 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.563.088,21 0,00
  -25.780.164,56 0,00
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -20.038.312,15 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersver-    
sorgung und für Unterstützung -4.248.365,26 0,00
davon für Altersversorgung EUR 16.869,14    
(Vorjahr EUR 0,00)    
  -24.286.677,41 0,00
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-    
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen -276.560,39 0,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.875.080,93 -775,80
- davon aus Währungsumrechnung EUR 228,91    
(Vorjahr EUR 0,00)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -46.605,69 0,00
- davon aus Aufzinsung von Rückstellungen EUR 19.514,00    
(Vorjahr EUR 0,00)    
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00    
(Vj EUR 0,00)    
9. Ergebnis nach Steuern 329.135,24 -775,80
10. Sonstige Steuern -106.135,24 0,00
11. Erträge auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages 0,00 775,80
12. Aufwendungen auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages -223.000,00 0,00
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Allgemeine Angaben

Auf Grundlage des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 22.04.2021 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag wurden Teile des Vermögens der Actemium Controlmatic GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 12686) als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Aufspaltung übernommen. Die Übertragung der Vermögenswerte und Schulden, welche das jetzige Geschäft der Actemium Controlmatic Mitte GmbH betreffen, erfolgte zu Buchwerten auf Grundlage der Schlussbilanz zum 31.12.2020. Spaltungsstichtag war der 1. Januar 2021. Daher ergibt sich für die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung eine nur eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten.

Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, wurden die von der Actemium Controlmatic GmbH übertragenen Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in einer dritten Spalte (1.1.2021 nach Übertragung) dargestellt. Für Umsatzerlöse, Material- sowie Personalaufwendungen konnten Vorjahreswerte für Vergleichszwecke ermittelt werden, die im Abschnitt Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung näher aufgeführt werden.

Die Actemium Controlmatic Mitte GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 120911). Alleinige Gesellschafterin ist die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB und hat ihren Jahresabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung in den aktuellen Fassungen aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das Vorjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr vom 8. Oktober bis 31. Dezember 2020.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den handelsrechtlichen Grundsätzen. Gegenüber dem Vorjahr haben die Bilanzierungsgrundsätze, auch für die aus der Spaltung übernommenen Vermögenswerte und Schulden, keine Änderung erfahren.

Anlagevermögen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen. Die unter diesem Posten ausgewiesene entgeltlich von Dritten erworbene Software wird linear pro rata temporis über einen Zeitraum von ein bis drei Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen. Zinsen wurden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

- Bauten auf fremden Grundstücken: 8 bis 10 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen: 1 bis 18 Jahre
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 bis 23 Jahre

Die Abschreibungen erfolgen im Zugangsjahr "pro rata temporis" nach der linearen Methode. Von der Option der Sofortabschreibung bei Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis zu EUR 800 entsprechend den steuerlichen Regelungen nach § 6 Abs. 2 EStG wird Gebrauch gemacht. Diese geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs auch als Abgang erfasst.

Umlaufvermögen

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Beachtung der projektspezifischen verlustfreien Bewertung angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einschließlich anteiliger Abschreibungen auf das Anlagevermögen berücksichtigt, soweit es der Fertigung dient. Die Herstellungskosten enthalten keine Fremdkapitalzinsen. Aufwendungen für drohende Verluste werden zunächst von den aktivierten Anlagen in Arbeit aktivisch abgesetzt. Für darüber hinausgehende erwartete Verluste werden Rückstellungen gebildet.

Die erhaltenen Anzahlungen werden bis zur Höhe der unfertigen Leistungen aktivisch von diesen abgesetzt. Ein darüberhinausgehender Betrag wird passivisch ausgewiesen.

Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Das Stammkapital wird zum Nennwert, die Kapitalrücklage gemäß § 272 (2) Nr. 4 HGB zum Buchwert des durch die Spaltung übergegangenen Vermögens bilanziert.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages auf Vollkostenbasis angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem die Sterbegeldrückstellungen, welche nach den handelsrechtlichen Vorschriften passiviert werden. Die Bewertung der Rückstellungen für Sterbegeld erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren und nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G. Künftige Steigerungen der Versorgungsleistungen aufgrund der Gehalts- und Rentenentwicklung werden ebenfalls erfasst. Im Berichtsjahr wird wie im Vorjahr gemäß § 253 Abs. 2 HGB ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,35% p. a. bei der Bewertung zugrunde gelegt (Vorjahr 1,61% p. a.). Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Die Bewertung erfolgt weiter unter Berücksichtigung folgender Bewertungsparameter: zukünftige Gehaltssteigerung 3,0% p. a. unverändert.

Weiterhin sind Jubiläumsgeldverpflichtungen enthalten. Hierbei kamen folgende Bewertungsparameter zum Ansatz: Heubeck-Richttafeln 2018 G, Zinssatz 1,35% p. a. (Vorjahr 1,61% p. a.), Bezüge Dynamik 3,0% p. a. unverändert. Dabei wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Fremdwährungsvaluten

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Abschreibungen sind in voller Höhe planmäßig entstanden.

2. Vorräte

Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um noch nicht abgerechnete Projektleistungen aus Ingenieurs- und Konstruktionstätigkeiten. Dem Bestand an unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 28.125 stehen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 37.495 (davon passivisch ausgewiesen TEUR 9.370) gegenüber.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 5.133 (i. Vj. TEUR 0) und sonstigen Vermögensgegenstände über TEUR 134 (i. Vj. TEUR 0) haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Es bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin, die VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, aus dem laufenden "Cash-Pool" in Höhe von TEUR 19.812 (i. Vj. TEUR 25). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten

Forderungen gegen verbundene Unternehmen:

  31.12.2021 31.12.2020
  TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.043 0
Sonstige Vermögensgegenstände
(Forderungen aus dem "Cash Pool" und aus Ergebnisabführung) 19.812 26
  20.855 26

4 . Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt zum Stichtag TEUR 100 (Vorjahr TEUR 25). Am 22.04.2021 wurde eine Erhöhung des Stammkapitals um TEUR 75 auf TEUR 100 beschlossen.

Im Zusammenhang mit der Durchführung der Spaltung wurde die entstandene Vermögensmehrung in Höhe von TEUR 2.500 in die Kapitalrücklage nach § 272 (2) Nr. 4 HGB eingestellt.

5. Sonstige Rückstellungen

  31.12.2021 31.12.2020
  TEUR TEUR
Projektbereich 6.758 0
Personalbereich 4.164 0
fehlende Eingangsrechnungen 1.588 0
Übrige 640 0
  13.150 0

Die sonstigen Rückstellungen im Projektbereich betreffen Rückstellungen für fehlende Selbstkosten sowie Rückstellungen für verschiedene Risiken und Gewährleistungsverpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen im Personalbereich betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeiterboni und -aktien, Urlaubsaufwendungen, Jubiläumsverpflichtungen, Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten sowie sonstige Personalmaßnahmen.

6. Verbindlichkeiten

Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen entfallen mit TEUR 107 auf verbundene Unternehmen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mitzugehörig zu folgenden Posten:

  31.12.2021
  TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 399
(Vorjahr) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.440
(Vorjahr) (0)
2021 1.839
(Vorjahr) (0)

In den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 223 (i. Vj. TEUR -1) gegenüber der Gesellschafterin, VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, sowie aus Umsatzsteuer gegenüber der VINCI Deutschland GmbH mit TEUR 1.217 (i. Vj. TEUR 0) enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bedingt durch das Rumpfgeschäftsjahr 8. Oktober bis 31. Dezember 2020 der Actemium Controlmatic Mitte GmbH sind die Vergleichswerte nur bedingt aussagefähig. Die Vorjahreswerte, des durch die Spaltung übertragenen Geschäfts von der Actemium Contromatic GmbH, wären hier aussagekräftiger.

Der der Aufspaltung unterlegene Teil der Actemium Controlmatic GmbH, welcher das jetzige Geschäft der Actemium Controlmatic Mitte GmbH betraf, wies in 2020 für die wesentlichen Posten Umsatzerlöse i. H. v. ca. 56,2 Mio. EUR, Materialaufwand i. H. v. ca. 32,3 Mio. EUR sowie Personalaufwand i. H. v. ca. 21,8 Mio. EUR auf.

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

1.1.-31.12. 202 1 8.10.-31.12. 20 20
TEUR TEUR
Umsatzerlöse im Inland
- davon mit verbundenen Unternehmen
TEUR 4.642 (i. Vj. TEUR 0) -
44.408 0

Umsatzerlöse im Ausland

- davon mit verbundenen Unternehmen
TEUR 360 (i. Vj. TEUR 0) -

598 0
45.006 0

Von den ausländischen Umsätzen wurden TEUR 539 in Europa und TEUR 59 außerhalb Europas erlöst.

Das Geschäftsgebiet der Gesellschaft liegt in den Bereichen der Chemie, Petrochemie, Pharma, Papier, Wasser- und Abwasserversorgung sowie Energieerzeugung und -verteilungsanlagen. Es besteht eine einheitliche Verkaufsorganisation für die erbrachten Leistungen.

8. Sonstige betriebliche Erträge

1.1.-31.12. 202 1 8.10.-31.12. 20 20
TEUR TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.888 0
Übrige 160 0
3.048 0

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 2.891 (i. Vj. TEUR 0) periodenfremde Erträge enthalten, davon in Höhe von TEUR 2.888 aus der Auflösung von Rückstellungen.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt auf:

  1.1.-31.12. 2021 8.10.-31.12.2020
  TEUR TEUR
Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen 3.337 0
Reisekosten und Bewirtung 1.005 0
Mieten 820 0
Kraftfahrzeuge 385 0
Weiterbildungen 215 0
Dienstleistungen 132 0
Versicherungen 84 0
Kommunikation 55 0
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 2.842 1
  8.8 75 1

1 0 . Ergebnisverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main, ergibt sich ein Aufwand aus Ergebnisabführung von TEUR 223. Im Vorjahr bestand ein Ertrag aus Ergebnisabführung mit TEUR 1.

IV. Sonstige Angaben

1 1 . Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

1 2 . Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen umfassen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in folgendem Umfang (i. Vj. TEUR 0):

  31.12.2021
  TEUR
bis 1 Jahr 531
1 bis 5 Jahre 538
größer als 5 Jahre 278
  1.347
--davon gegenüber verbundenen Unternehmen-- 0

Neben den oben dargestellten finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen existieren weitere finanzielle Verpflichtungen aus Bestellungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 8.444 (i. Vj. TEUR 0). Davon fallen auf verbundene Unternehmen TEUR 2.121 (i. Vj. TEUR 0).

1 3 . Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird auf Konzernebene im Anhang der VINCI S.A. angegeben. Somit ist die Gesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB von der Angabe im Anhang befreit.

14. Nahestehende Unternehmen

Von der Berichtspflicht nach § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäfte mit und zwischen mittel- und unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogene Unternehmen ausgenommen. Von dieser Erleichterung wurde Gebrauch gemacht.

1 5 . Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

  2021 8.10.-31.12.2020
Angestellte 154 0
Gewerbliche Arbeitnehmer 203 0
  357 0

Daneben wurden im Jahr 2021 durchschnittlich 32 kaufmännische (Vorjahr 0) und 1 gewerbliche Auszubildende (Vorjahr 0) beschäftigt.

1 6 . Organe der Gesellschaft

Der Geschäftsführung gehörten an:

Dirk Katzemich, Landsberg, Leiter Division Ost, Diplom Ingenieur für Elektrotechnik

Axel Postler, Ostseebad-Nienhagen, Leiter Division Energie + Wasser, Diplom Ingenieur für Elektrotechnik und Automatisierungstechnik

Jorge Rivero, München, Leiter Division Bayern, Diplom Informatiker

Die genannten Geschäftsführer wurden am 29.04.2021 bestellt.

Der Geschäftsführung gehörte bis 29.04.2021 an:

Gerd Renner, Grünstadt, Leiter Recht Vinci Energies Europe East

Bei den aktiven Geschäftsführern wurden die Geschäftsführungsvergütungen durch die Gesellschaft geleistet. Bei dem inaktiven Geschäftsführer Gerd Renner wurde keine Vergütung durch die Gesellschaft vorgenommen. Die Gesellschaft macht von der Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

1 7 . Angaben zur Konzernzugehörigkeit

Die Actemium Controlmatic Mitte GmbH ist über ihre Gesellschafterin VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum eine Tochtergesellschaft der Vinci Deutschland GmbH, Ludwigshafen am Rhein, ist, ein verbundenes Unternehmen der VINCI S.A., Nanterre (Frankreich).

Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der VINCI S.A., 1973, boulevard de la Défense, 92500 Nanterre, Frankreich, erstellt und in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. VINCI S.A. stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

Der Ort der Offenlegung ist:

 

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre
4, rue Pablo Neruda
92020 Nanterre cedex
Frankreich
552 037 806 RCS Nanterre

1 8 . Nachtragsbericht

Die geopolitischen Ereignisse im Zusammenhang mit der militärischen Intervention Russlands in der Ukraine können einen direkten oder indirekten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Berichtsgesellschaft im Jahr 2022 haben. Die zu erwartenden Lieferengpässe und damit verbundene Kostensteigerungen beim Material und der Energie, dürften zu einer allgemeinen Kostensteigerung im Materialbereich führen, inwieweit diese Mehrkosten an die Kunden weitergegeben werden können, kann aktuell nicht abschließend beantwortet werden. Jedoch rechnen wir mit einer teilweisen Kompensation und zusätzlichen Projekten, um die priorisierte Energiewende und angestrebte Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voranzutreiben.

 

Frankfurt am Main, den 21. September 2022

Die Geschäftsführung der Actemium Controlmatic Mitte GmbH

Dirk Katzemich
Axel Postler
Jorge Rivero

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021

  Anschaffungskosten        
  01.01.2021 Zugang aus Abspaltung Zugänge Abgänge 31.12.2021
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche          
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte          
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 186.405,54 12.672,47 437,26 198.640,75
  0,00 186.405,54 12.672,47 437,26 198.640,75
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 104.536,30 0,00 0,00 104.536,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 900.032,95 75.351,94 5.410,42 969.974,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.313.482,92 170.229,62 30.093,95 1.453.618,59
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 35.819,88 0,00 35.819,88
  0,00 2.318.052,17 281.401,44 35.504,37 2.563.949,24
  0,00 2.504.457,71 294.073,91 35.941,63 2.762.589,99
  Kumulierte Abschreibungen        
  01.01.2021 Zugang aus Abspaltung Zugänge Abgänge 31.12.2021
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche          
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte          
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 173.748,48 8.188,04   181.936,52
  0,00 173.748,48 8.188,04 0,00 181.936,52
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 76.039,51 8.718,78 0,00 84.758,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 732.745,18 51.837,24 5.410,42 779.172,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 871.245,29 205.075,57 29.825,02 1.046.495,84
4. Anlagen im Bau 0,00 0,01 0,00 0,00 0,01
  0,00 1.680.029,99 265.631,59 35.235,44 1.910.426,14
  0,00 1.853.778,47 273.819,63 35.235,44 2.092.362,66
  Buchwerte  
  31.12.2021 31.12.2020
  EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche    
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte    
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.704,23 0,00
  16.704,23 0,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.778,01 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 190.802,47 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 407.122,75 0,00
4. Anlagen im Bau 35.819,87 0,00
  653.523,10 0,00
  670.227,33 0,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Actemium Controlmatic Mitte GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Actemium Controlmatic Mitte GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Actemium Controlmatic Mitte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 8. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2020 und für das Rumpfgeschäftsjahr vom 8. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar- stellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 21. September 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard Klinke, Wirtschaftsprüfer
ppa. Peter Hillebrand, Wirtschaftsprüfer


Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 18.11.2022 festgestellt.

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