Surecomp DOS GmbH & Co. KG

22303 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRA 124629
Eingetragen
19.6.2019

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Surecomp DOS GmbH & Co. KG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Surecomp DOS GmbH & Co. KG (nachfolgend auch "SDOS" oder "Gesellschaft" genannt) ist eine Tochtergesellschaft der Surecomp Inc. mit Sitz in Kanada und bietet weltweit IT basierte Handelsfinanzierungslösungen sowie Treasury- und Lieferketten-Finanzierungslösungen für Banken und multinationale Unternehmen an. Wenngleich SDOS weltweit tätig ist, liegt der Schwerpunkt des Absatzes in Europa.

Die Gesellschaft entwickelt und vertreibt digitale Cloud- und On-Premise Trade-Finance-Lösungen für Unternehmen und Banken. Diese Lösungen optimieren die Kommunikation zwischen den beteiligten Parteien im Trade- und Supply-Chain-Finance-Ökosystem und ermöglichen dadurch, Transaktionen effizienter zu verwalten.

Die Gesellschaft hat Ihren Hauptsitz in Hamburg. Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr 2024 die Größenklassen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft betreibt eigene Entwicklungsleistungen für ihre bestehenden Softwareprodukte. Je nach Entwicklungsbedarf werden für die jeweiligen Softwareprodukte auch Mitarbeiter anderer Surecomp Gesellschaften, insbesondere aus Israel und Singapur, hinzugezogen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Global gesehen war das Jahr 2024 neben den weiterhin in der Ukraine und im Nahen Osten geführten Kriegen insbesondere durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China geprägt.

Während für die Weltwirtschaft und die globale Industrieproduktion mit Steigerungen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2024 und 2025 von jeweils 2,6 % gerechnet wird - der Euro-Raum dürfte um 0,7 % und 1,3 % wachsen - zeichnet sich für die deutsche Volkswirtschaft weiter eine Phase der Stagnation ab. In dem Zeitraum der vergangenen 5 Jahre ist das nationale BIP nur um 0,1% gewachsen. Für 2024 wird sogar mit einem Rückgang von 0,2% gerechnet (Quelle: www.destatis.de).

Im internationalen Vergleich verliert Deutschland weiter den Anschluss. Ursache dafür sind sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Probleme. Ein wesentlicher Grund dafür sind die hohen Energiepreise in Deutschland. Zwar konnte ein Rückgang der Preise nach der Energiekrise verzeichnet werden, dennoch liegen diese immer noch oberhalb des Niveaus vor der Corona-Pandemie.

(Quelle: Jahresgutachten 2024/2025 / www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de).

Die Softwarebranche in Deutschland konnte sich auch in 2024 der zuvor beschriebenen Konjukturentwicklung entziehen. Im Vergleich zum Vorjahr (38,8 Milliarden Euro) wurde in 2024 ein Umsatz von ca. 46,5 Milliarden Euro erzielt. Insbesondere profitierte die Branche durch die hohen Erwartungen in der Anwendung von Künstlicher Intelligenz. (Quelle: Statista.de, Veröffentlichung 08.01.2025)

Im Bereich der Trade-Finance Software Branche wirkten sich dagegen der Handelskrieg zwischen USA und China, die Auswirkungen des Nah-Ost-Konflikts auf die Handelsströme im Roten Meer und die kurzfristige Verschiebung des SWIFT Releases 2025 auf mindestens 2026 negativ auf die ursprünglich für 2024 geplante Geschäftsentwicklung der Gesellschaft aus (siehe 2.2 Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2024). Dennoch ist die Gesellschaft weiterhin als unabhängiges und profitables Unternehmen gut aufgestellt. Die Verschiebung des SWIFT Releases 2025 auf mindestens 2026 - bedingt durch die fehlende Zustimmung insbesondere von China - und die damit einhergehende Verunsicherung im Bankenumfeld führte zu Verzögerung von geplanten Projekten. Darüber hinaus hat sich der Rückzug von einigen Banken aus dem Bereich Trade Finance Geschäft fortgesetzt, was insgesamt zu einem herausfordernden Geschäftsumfeld führte.

2.2. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2024

Vor dem branchenspezifischen Hintergrund konnte die Prognose für das Jahr 2024 in Höhe von 18,0 Mio. EUR nicht erreicht werden. Der tatsächlich erzielte Umsatz lag bei 15,1 Mio. EUR und einem Vorsteuerergebnis von 0,4 Mio. EUR. Die Geschäftsführung sieht diese Entwicklung als nicht zufriedenstellend an.

Die Prognose des Vorjahres wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr fast erreicht. Der geplante Umsatz von 18,7 Mio. EUR wurde nur leicht um ca. 0,2 Mio. EUR unterschritten. Daher sieht die Geschäftsführung die Entwicklung als zufriedenstellend an.

2.3. Lage des Unternehmens

2.3.1. Ertragslage

Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2024 einen Gewinn von T€ 352 (Vorjahr: T€ 3.735) aus. Die Ertragslage wurde auch durch eine Fehlerkorrektur in laufender Rechnung beeinträchtigt. Details dazu werden im Anhang erläutert.

Der Umsatz beträgt T€ 15.115 (Vorjahr: T€ 18.461). Dieser Rückgang ist u.a. darauf zurückzuführen, dass einige Projekte von Kundenseite aus zusammen mit dem zu erwartenden SWIFT Release 2025 verbunden und somit nach 2025 verschoben wurden. Dies betrifft insbesondere den Servicebereich, während die Gesamtentwicklung in den anderen Umsatzbereichen sich geringfügig positiv veränderte.

Die Fremdleistungen, u.a. für freie Mitarbeiter und Dienstleistungen des Konzerns, für Technologie- und Programmierleistungen sind im Vergleich zu den Umsatzerlösen dagegen nur leicht T€ 9.824 auf T€ 9.760 gesunken. Die vorhandenen Ressourcen insbesondere an Fremddienstleistern konnten aufgrund bestehender langfristiger Vereinbarungen nicht so schnell an die Entwicklung der Umsatzerlöse angepasst werden.

Der Personalaufwand, bestehend aus Gehältern und Arbeitgeberanteilen zur Sozialversicherung, war gegenüber dem Vorjahr (T€ 3.435) mit T€ 3.447 fast unverändert.

In Summe haben sich ebenfalls die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit T€ 1.249 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 1.298) kaum verändert. Bei Betrachtung der einzelnen Bereiche innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere die Aufwendungen für IT um T€ 177 gesunken. Dagegen führten höhere Aufwendungen im Bereich Rechtsberatung und Marketing zu einer teilweisen Kompensation der zuvor genannten Entwicklung.

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres betrifft die laufenden Abgrenzungen zur Gewerbesteuer, die von der Gesellschaft zu tragen ist. Alle weiteren Ertragsteuern sind rechtsformspezifisch von den Gesellschaftern zu leisten und belasten die Gesellschaft nicht. Der Rückgang des Steueraufwands auf T€ 352 von T€ 3.735 im Vorjahr resultiert aus dem wesentlich geringeren Vorsteuerergebnis

2.3.2. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist durch das Jahresergebnis und die Anzahlung von Kunden auf laufende Projekte unverändert positiv. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von T€ 8.851 (Vorjahr: T€ 7.710) und Wertpapiere des Umlaufvermögens mit einem Kurswert zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 1.469 (Vorjahr: T€ 1.467). Verbunden mit den Kundenforderungen, die kurzfristig fällig sind, verfügt die Gesellschaft über ausreichende liquide Mittel, um jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist durch die Geschäftsentwicklung gekennzeichnet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit T€ 560 (Vorjahr: T€ 485) im Wesentlichen durch die Aktivierung von IT-Komponenten für die Erweiterung der lokalen IT-Infrastruktur gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Den planmäßigen Abschreibungen stehen teilweise Ersatzinvestitionen gegenüber.

Das Vorratsvermögen, bestehend aus in Arbeit befindlichen Projekten, ist mit T€ 1.797 vor offener Absetzung erhaltener Anzahlungen leicht gesunken (Vorjahr T€ 1.979). Insgesamt sind die sonstigen Vermögensgegenstände um T€674 zum Bilanzstichtag auf T€ 874 gesunken. Wesentliche Ursache dafür waren zum einen die Verrechnung bzw. Rückzahlung der Steuerrückforderungen des Vorjahres und zum anderen die Reduzierung des Bestands an Bankgarantien. Neben dem Anstieg der Kundenforderungen um T€ 399 von T€ 2.771 auf T€ 3.169 sind auch die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag auf T€ 8.851 (Vorjahr: T€ 7.710) gestiegen, was zur weiteren positiven finanziellen Lage der Gesellschaft beigetragen hat.

Das Eigenkapital weist zum Bilanzstichtag einen Wert von T€ 4.819 (Vorjahr: T€ 6.931) aus. Die Veränderung ergibt sich durch den Jahresüberschuss von T€ 352 (Vorjahr: T€ 3.735), einer Ausschüttung in Höhe von T€ 1.000 sowie der Verrechnung der im Namen für den Gesellschafter gezahlten Steuerbeträge in Höhe von T€ 1,464.

Wie im Vorjahr bestehen die Rückstellungen von insgesamt TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 786) nur aus sonstigen Rückstellungen. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch geringere Abgrenzungen für IT-Dienstleistungen und sonstige Dienstleister bedingt.

Die Verbindlichkeiten, welche vollständig kurzfristig fällig sind, betragen zum Bilanzstichtag T€ 5.878 (Vorjahr: T€ 4.375). Der Anstieg von T€ 1.503 resultiert zum einen aus T€ 1.335 höheren Abgrenzungen von Anzahlungen von Kunden und um T€ 291 gestiegenen Verbindlichkeiten im Konzern sowie zum anderen aus um T€ 83 geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und T€ 40 geringeren sonstige Verbindlichkeiten.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Gesellschaft rechnet für das Jahr 2025 mit einem Umsatz von rund € 19,5 Mio. und bei ähnlicher Kostenstruktur mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern in einer Spanne von 15% - 18% des Umsatzes. Die Prognose basiert insbesondere auf dem Nachholeffekt in der Durchführung von Kundenprojekten bedingt durch die Verschiebung des SWIFT Releases im Vorjahr sowie einer teilweisen Entspannung der zuvor genannten markt- und geowirtschaftlichen Entwicklungen.

3.2. Chancenbericht

Der Markt für IT basierte Handelsfinanzierungslösungen sowie Treasury- und Lieferketten- Finanzierungslösungen für Banken und multinationale Unternehmen hat seit Jahren wie vorgenannt gute Wachstumsaussichten. Mit Verweis auf die Darstellung zur Branchenentwicklung ist mit einer positiven Geschäftsentwicklung zu rechnen.

Wir sehen weiterhin positive Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung, insbesondere mit den Chancen und Möglichkeiten im Bereich der API-Konnektivität (Application Programming Interface) im Umfeld der Finanzunternehmen als auch in den weiteren Entwicklungen von Unternehmen im Bereich der Cloudservices Software. Insbesondere sehen wir weiterhin steigendes Kundeninteresse an SaaS (Software as a Service) Anwendungen in Lateinamerika (LATAM) und der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten). Im Asiatisch-Pazifischen Markt (APAC) ist die Akzeptanz bei der Cloudeinbindung von Kernsystemen auch in diesem Jahr bzw. in den nächsten 18 - 24 Monaten noch sehr von regulatorischen Bedingungen abhängig, aber die Open-API Möglichkeiten nehmen auch hier zu. Zudem sehen wir auch, dass die Anwendung von SaaS grundsätzlich neue Marktsegmente für SDOS eröffnet.

Um von solchen Entwicklungen zu profitieren, hat die Gesellschaft unter anderem die nachfolgenden Produkte entwickelt bzw. baut diese weiter aus:

- DOKA SaaS: Dieses Produkt ermöglicht es den Kunden, die Funktionalitäten des Kernproduktes DOKA als reine cloudbasierte Software-Dienstleistung zu nutzen, ohne eine eigene On-Premise Lösung auf eigener IT-Infrastruktur zu installieren bzw. zu betreiben. Dies ermöglicht der Gesellschaft, die Kundenanforderungen nach Cloud Funktionen zu bedienen und auch kleinere Banken als Kunden zu gewinnen.

- RIVOTM: RIVOTM ist eine Software-as-a-Service (SaaS)-Plattform, welche Banken, Unternehmen und weitere Marktteilnehmer in einer Web-Anwendung miteinander verbindet. Diese Lösung ermöglicht vor allem kleineren und mittleren Unternehmen und Banken, Trade Finance und verwandte Finanztransaktionen und -prozesse einfach und schnell über das Internet abzuwickeln. Die Plattform bietet Surecomp die Möglichkeit, neue Marktsegmente zu erschließen, da die bisherigen Produkte hauptsächlich von Großbanken und Großunternehmen eingesetzt werden.

- Basierend auf der RIVOTM Plattform wurden weitere Module entwickelt, um das Leistungsangebot kontinuierlich auszubauen. U.a. ein Fintech-Hub-Modul, dass es Nutzern ermöglicht, Systeme von Drittanbietern zu nutzen, ohne selbst eine technische Verbindung etablieren zu müssen. Diese Funktion ist mit den App-Marktplätzen auf Smartphones vergleichbar. Beispielhafte Anwendungen im Trade Finance Bereich sind Lösungen für digitale Unterschriften, wie z.B. Adobe-Sign oder DocuSign oder Lösungen für Compliance-Prüfungen

3.3. Risikobericht

Risiken im Rahmen der Pandemie

Seit dem Jahr 2020 hat die Pandemie gezeigt, dass eine Risikoprognose durch externe und nicht durch die Gesellschaft beeinflussbare Effekte stark beeinträchtigt werden kann. Dies gilt ebenso bei Einflüssen durch gestiegene Einkaufspreise (Inflation), hieraus steigenden Lohnkosten sowie dem sich verschärfenden Fachkräftemangel in Europa.

Zu den potenziellen Risiken zählen die Risiken von Forderungsausfällen durch Insolvenzen sowie die Beeinträchtigung des Betriebsablaufes durch staatliche Maßnahmen sowie dem anhaltenden Fachkräftemangel.

Der anhaltende und sich weiter verschärfende Fachkräftemangel in Deutschland kann grundsätzlich zu Einschränkungen im Geschäftsbetrieb führen, wenn gut ausgebildetes Personal nicht mehr verfügbar ist. Die Gesellschaft kann zurzeit durch ihre Marktreputation und die internationale Einbindung in den Surecomp Konzern diese Risiken gut auffangen. Im Bereich der Softwareentwicklung kann die Gesellschaft weltweit auf Programmierer und Know-How zurückgreifen, so dass dieses Risiko als moderat erachtet wird. Hingegen könnte ein ein fehlender deutschsprachiger Vertrieb zu erheblichen Einschränkungen und Auswirkungen auf den Umsatz führen. Die Geschäftsführung erachtet jedoch auch dieses Risiko durch die vorgenannten Gründe als moderat.

Risiken im Rahmen der Ukraine- und Nahost-Krisen sowie im Handelsstreit USA und China

Die Auswirkungen der immer noch anhaltenden militärischen Handlungen in der Ukraine als auch die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten haben weiter Einfluss auf Handelsströme, auch wenn weitaus geringer als im Vorjahr. Hinsichtlich des durch den neuen Präsidenten der USA weiter verstärkten Handelsstreits mit China bzw. mit weiteren Handelspartnern wie Kanada und Mexiko (Einführung von Handelszöllen) ist mit einer weiteren Unsicherheit im Rahmen der Handelsfinanzierungen durch Banken zu rechnen. Des Weiteren haben sich einigen Banken aus dem Bereich Trade Finance zurück gezogen.

Aus Sicht der Gesellschaft wurden bereits entsprechende Maßnahmen getroffen, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen beziehen sich u.a. auf die Anpassung bzw. Konzentration von internen wie externen Ressourcen sowie eine regionalere Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten, um gezielter auf lokale Kundenanforderungen eingehen zu können und zusätzlichen Umsatz zu erzielen. Diese Anpassung der Positionierung der Gesellschaft an die sich ändernden Marktgegebenheiten führt aus Sicht der Geschäftsführung dazu, dass wesentliche nennenswerte Geschäftsrisiken für die Gesellschaft aktuell nicht absehbar sind.

Finanzielle Risiken

Finanzielle Risiken bestehen grundsätzlich aus dem latenten Risiko von Forderungsausfällen als auch bei der Kursentwicklung von freien liquiden Mitteln in Wertpapieranlagen. Da sich jedoch der überwiegende Anteil der Kundenforderungen gegen systemrelevante Kreditinstitute oder deren Tochtergesellschaften richten, sind Forderungsausfälle unwahrscheinlich. Bei den Wertpapieren erfolgt die Steuerung über das Treasury des Konzerns, so dass durch eine internationale Steuerung und breitere Streuung langfristige Wertverluste unwahrscheinlich sind.

Währungsrisiken bestehen insoweit, wie Kundenaufträge in fremder Währung, insbesondere in den Währungen US-Dollar und Schweizer Franken, geschlossen werden. Die Gesellschaft hat insbesondere für die gestiegenen Transaktionen in USD ein separates USD-Bankkonto eingerichtet, um so unabhängiger von Währungsschwankungen zwischen EUR und USD zu sein. Dieses Konto wird nicht nur für Zahlungseingänge von Kunden verwendet, sondern auch zum Ausgleich von Lieferantenzahlungen. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko von Währungsverlusten daher eher als gering ein. Währungstermingeschäfte werden zur Absicherung nicht eingesetzt.

Technische Risiken

Die Bereitstellung von Softwarelösungen beinhaltet grundsätzlich technische Risiken, insbesondere im Programmablauf sowie in der Verfügbarkeit der Software und deren Wartung. Aufgrund der eingeführten Prozesse sind bislang keine wesentlichen Fehler mit Einfluss auf die Kundenbeziehung eingetreten. Durch im Unternehmen eingeführte technische Prozessmanagementsysteme in diesem Bereich ist eine technische Absicherung gegeben. Durch die Einbindung der Gesellschaft in den Surecomp Konzern kann die Gesellschaft zudem jederzeit auf Programmierer und technisches Personal zurückgreifen und damit auftretende Risiken abwenden.

Alle vorgenannten Risiken stellen branchen- und marktübliche Risiken dar, die im Rahmen des laufenden Controlling Prozesses beobachtet und von der Geschäftsführung individuell beurteilt werden. Insgesamt werden die Risiken als moderat betrachtet.

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 559.811,00 485.076,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 46.515,00 37.173,00
II. Sachanlagen 513.296,00 447.903,00
B. Umlaufvermögen 14.504.425,12 13.643.147,43
I. Vorräte 33.193,12 4.860,32
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.796.991,39 1.979.450,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.151.291,13 4.461.000,38
III. Wertpapiere 1.469.223,30 1.467.098,66
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.850.717,57 7.710.188,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.727,95 3.286,27
Summe Aktiva 15.069.964,07 14.131.509,70

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 4.819.175,53 6.931.207,97
I. Kapitalanteile 4.819.175,53 6.931.207,97
1. Kapitalanteile Kommanditisten 4.819.175,53 6.931.207,97
II. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00
B. Rückstellungen 698.213,06 785.501,97
C. Verbindlichkeiten 5.878.469,97 4.375.307,10
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.674.105,51 2.039.492,66
Summe Passiva 15.069.964,07 14.131.509,70

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 5.250.226,03 9.303.837,43
2. Personalaufwand 3.447.418,14 3.434.626,61
a) Löhne und Gehälter 2.942.540,57 2.929.377,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 504.877,57 505.249,06
davon für Altersversorgung 9.410,95
3. Abschreibungen 161.380,48 98.536,21
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 161.380,48 98.536,21
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.249.091,23 1.298.210,76
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 49.959,69 62.462,15
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.342,82 3.338,17
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.339,36
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 541,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 70.940,02 736.711,00
9. Ergebnis nach Steuern 352.197,98 3.734.751,66
10. Jahresüberschuss 352.197,98 3.734.751,66
11. Gutschrift auf Kapitalkonten 352.197,98 3.734.751,66
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Surecomp DOS GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg ist beim Handelsregister des Amtsgerichtes Hamburg unter der Nummer HRA 124629 eingetragen und stellt den vorliegenden Jahresabschluss auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) auf.

Die Personenhandelsgesellschaft entspricht den Größenklassen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind weitgehend im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Vorjahreskorrekturen

Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 wurde festgestellt, dass die erhaltenen Anzahlungen zum 31. Dezember 2023 um T€ 550 zu niedrig berücksichtigt wurden. Dieser Fehler wurde im Geschäftsjahr 2024 in laufender Rechnung ertragswirksam korrigiert. Damit sind im Jahresabschluss 2024 der Jahresüberschuss um T€ 550 (ohne Berücksichtigung von möglichen Steuereffekten) niedriger und im Jahresabschluss 2023 der Jahresüberschuss um T€ 550 (ohne Berücksichtigung von möglichen Steuereffekten) höher dargestellt, als sie ohne diesen Fehler wären. Der Jahresabschluss 2023 wurde nicht korrigiert, da sich der Fehler im Jahresabschluss 2024 über die Umsatzerlösverringerung wieder aufhebt.

Des Weiteren wurde festgestellt, dass im Jahrerabschluss zum 31.12.2023 in Höhe von T€ 78 eine Rückstellung für Kosten ausgewiesen wurde, die im Jahr 2024 als Anschaffungskosten von zu aktivierenden Wirtschaftsgütern behandelt werden muss. Die Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2024 ertragserhöhend aufgelöst.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis dreiundzwanzig Jahren. Die im Geschäftsjahr angeschafften Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt.

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den Lohnkosten und den Materialkosten (insbesondere Fremdleistungen) auch anteilige Gemeinkosten sowie Abschreibungen auf Sachanlagen, soweit diese auf die Herstellung entfallen, einbezogen werden. Soweit unfertige Arbeiten künftig zu einem Verlust führen können, erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Der Ansatz von erhaltenen Anzahlungen erfolgt mit dem Nennwert (ohne Umsatzsteuer). Soweit den Anzahlungen Vorräte zugeordnet werden konnten, werden die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Die verbleibenden erhaltenen Anzahlungen wurden auf der Passivseite mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Der Ansatz von Wertpapieren des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. mit dem höheren Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz mit € 108.019,19 (Vorjahr € 142.403,60) handelt es sich, wie im Vorjahr, vollumfänglich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz mit € 1.808.844,92 (Vorjahr: € 1.517.471,87) sind in voller Höhe den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zuzuordnen.

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel, der als Anlage ein Bestandteil des Anhangs ist, dargestellt.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 468.602,92 (Vorjahr: € 668.613,70).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf € 0,00 (Vorjahr: € 1.551,69) und ist unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Die Angaben beinhalten in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 1.551,69) Forderungen gegenüber der Komplementärin.

Hafteinlage der Kommanditisten

Die Hafteinlage der Kommanditisten beträgt € 130.000,00.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von € 494.531,10 (Vorjahr: € 476.178,68), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von € 56.806,92 (Vorjahr: € 177.794,16) und Kosten für Jahresabschlussprüfung sowie Rechts- und Steuerberaterleistungen in Höhe von € 146.875,04 (Vorjahr: € 131.529,13) enthalten.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken der Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf € 291.047,12 (Vorjahr: € 81.855,52) und ist unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Angaben beinhalten in Höhe von € 1.250,00 (Vorjahr: € 1.250,00) Verbindlichkeiten gegenüber der Komplementärin.

Sonstige finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 1.199.917,69 (Vorjahr: € 1.390.737,28) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 35 (Vorjahr: 34).

Vergütung der Geschäftsführer

Die Berichterstattung über die Geschäftsführerbezüge unterbleibt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB.

Angaben zur Komplementärin

Die Surecomp LP GmbH mit Sitz in Hamburg ist die persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft. Das gezeichnete Kapital der persönlich haftenden Gesellschafterin beträgt € 25.000,00.

Konzernzugehörigkeit

Die Surecomp DOS GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Surecomp Inc., Toronto / Kanada, einbezogen. Eine Offenlegung des Konzernabschlusses ist dort nicht gesetzlich vorgesehen.

Nachtragsbericht

Mit Gesellschafterbeschluss vom 14.01.2025 wurde aus dem vorgetragenen Jahresüberschuss zum 01.01.2024 eine Vorab-Gewinnausschüttung in Höhre von 4.344.986,20 EUR an die Kommanditistin vorgenommen.

Anlagenspiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2024
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2024
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2024
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.083,13 23.752,51 87.835,64 26.910,13 14.410,51 41.320,64
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 64.083,13 23.752,51 87.835,64 26.910,13 14.410,51 41.320,64
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 780.131,85 212.362,97 992.494,82 332.228,85 146.969,97 479.198,82
Summe Sachanlagen 780.131,85 212.362,97 992.494,82 332.228,85 146.969,97 479.198,82
Summe Anlagevermögen 844.214,98 236.115,48 1.080.330,46 359.138,98 161.380,48 520.519,46
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2024
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.515,00 37.173,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 46.515,00 37.173,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 513.296,00 447.903,00
Summe Sachanlagen 513.296,00 447.903,00
Summe Anlagevermögen 559.811,00 485.076,00

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hamburg, den 28. Februar 2025

gez. Lars Koernig-Kron, als gemeinschaftlich vertretende Geschäftsführer der Komplementärin Surecomp LP GmbH

gez. Enno-Burghard Weitzel

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.03.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Surecomp DOS GmbH & Co. KG, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Surecomp DOS GmbH & Co. KG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Surecomp DOS GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlichder Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 13. März 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Niklas Wilke, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Charlotte Meky, Wirtschaftsprüferin

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