COMATCH
GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2021
bis zum
31. Dezember 2021
1. Grundlagen
1.1 Geschäftsmodell
Die COMATCH GmbH wurde im Jahr 2014 gegründet
und vermittelt freiberufliche Unternehmensberater und
Industrieexperten an Unternehmen, die einen konkreten
Bedarf an Expertise haben. Dabei geht die COMATCH GmbH ein
Vertragsverhältnis mit dem Klienten auf der einen
Seite, sowie dem Berater auf der anderen Seite ein, und
übernimmt hieraus u.a. diverse Haftungsrisiken.
Vereinzelt werden auch Vermittlungen für
Festanstellungen vorgenommen. Kernmarkt ist Deutschland,
jedoch bietet die COMATCH GmbH ihre Dienstleistungen
europaweit an. Büros existieren neben dem Berliner
Hauptbüro in Paris und London. Die Vermittlung basiert
auf der eigens entwickelten Matching-Plattform, die den
bestmöglichen Kandidaten mittels eines Algorithmus
findet. Aktuell befinden sich mehr als 16.000 (i.Vj.
13.300) freiberufliche Unternehmensberater und
Industrieexperten im Pool der COMATCH GmbH (Stand April
2022).
Die COMATCH GmbH bedient sowohl große,
börsennotierte Konzerne als auch kleine und
mittelständische Unternehmen. Darunter fallen auch
Unternehmensberatungen, die mittels unseres Angebots
Spitzenlasten ausgleichen oder gezielt Expertise
hinzuerwerben.
1.2 Forschung und Entwicklung
Die COMATCH GmbH geht keinen klassischen
Forschungstätigkeiten nach. Entwicklungen
konzentrieren sich im Wesentlichen auf die
Weiterentwicklung der Plattform, insbesondere auf die
Optimierung des Matching-Algorithmus und die Vereinfachung
der Verwaltung von Freelancern. Diese werden zum
Großteil durch angestellte Mitarbeiter
durchgeführt. Vom Wahlrecht des Bilanzansatzes
selbstgeschaffener immaterieller
Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in
Deutschland betrug in 2021 +2,9% (Statistisches Bundesamt,
Februar 2022) und hat somit eine Steigerung im Vergleich
zum Vorjahr vermerkt (2020: -4,9%). In der
Europäischen Union betrug die Steigerung +5,2%
(Eurostat, Februar 2022). Die Rahmenbedingungen für
das Jahr 2022 weisen auf eine weitere Erholung und die
wirtschaftliche Überwindung der Auswirkungen der
Corona Krise hin (ifo Prognose Oktober 2021, 4,8% Wachstum
in 2022). Durch den Ukraine Krieg wurden die Prognosen
allerdings korrigiert und die aktuellen Prognosen für
das deutsche Bruttoinlandsprodukt schwanken zwischen 2,2%
und 3,1 % (ifo, März 2022) (Ein ähnliches Bild
zeichnet sich für die Prognose der Europäischen
Union. Initiale Schätzungen im Winter 2021 gingen von
einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 4,0% im Jahr
2022 aus (Europäische Kommission, Februar 2022).
Neuste Prognosen gehen aufgrund der Auswirkungen des
Ukraine Krieges von einem verminderten Wachstum des
Bruttoinlandsproduktes von 2,9% aus
(Sachverständigenrat zu Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, März 2022).
Der europäische Markt für
Beratungsdienstleistung zeigte sich in der Pandemie in 2020
stabiler als die Gesamtökonomie mit einem
Rückgang von 2,3% (im Vergleich zum Rückgang des
BIP in der EU von 5,9% (Eurostat, September 2021)). Im Jahr
2021 hat sich der Markt stark erholt mit einem
durchschnittlichen Wachstum von 11,5%. Für das Jahr
2022 wird ebenfalls mit einem Wachstum von durchschnittlich
10% gerechnet. (Feaco, Januar 2022).
Grundsätzlich führt die Erholung der
Wirtschaft nach einer Krise weiterhin zu einer
erhöhten Nachfrage von Beratungsdienstleistungen, da
viele Projektthemen angegangen werden. Größter
Treiber ist hierbei das Themenfeld Digitalisierung.
Zusätzlich wurde durch Corona die Bereitschaft zu
flexiblen Arbeitsstrukturen gestärkt, was sich in
einer größeren Nutzung von freiberuflichen
Ressourcen niederschlagen sollte. Zudem trägt in
Deutschland (als auch im europäischen Kontext)
weiterhin der Mangel an qualifizierten Fachkräften zu
einem strukturellen Bedarf nach individueller Expertise
bei, die punktuell am Markt hinzugewonnen werden kann. Wir
beobachten dabei eine steigende Bereitschaft hierfür
spezialisierte Dienstleister als Unterstützung
heranzuziehen.
Neben der COMATCH GmbH gibt es weitere Anbieter, die
sich auf die Vermittlung von freiberuflichen
Unternehmensberatern spezialisiert haben. Die COMATCH GmbH
kann hier aber sowohl deutschlandweit als auch im
europäischen Kontext, als führend angesehen
werden (brandeins, Ausgabe März-Mai 2022).
2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren
Wesentliche Kennzahlen für die
Unternehmenssteuerung sind der Umsatz, die Rohmarge und das
EBITDA. Die Rohmarge wird in ihrer absoluten und relativen
Ausprägung herangezogen. Diese Leistungsindikatoren
werden im Rahmen monatlicher Berichte an das Management und
die Gesellschafter kommuniziert.
2.3 Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 hat sich deutlich besser
entwickelt als erwartet. Nach den Tendenzen der Erholung
des Marktes in der Coronakrise in Q4 des
Geschäftsjahres 2020, wurde ein um 29% höheres
Budget für Umsätze angenommen. Im Laufe des
Jahres wurde dieses weiter nach oben korrigiert.
Selbst diese erhöhte Einschätzung konnte um
5% überschritten werden (22% Verbesserung
gegenüber der initialen Planung). Damit hat sich der
Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 um 57%
erhöht. Die Rohmarge hat sich im Verhältnis zum
Vorjahr sogar um 79% erhöht. Die Differenz der
jährlichen Verbesserung zwischen Umsatz und Rohmarge
ist auf gezielte Bemühungen zurückzuführen,
die Rohmarge weiter anzuheben. Durch die
Übererfüllung der Ziele bei gleichzeitiger
Kostenstabilisierung und teilweise sogar Kostenverringerung
konnte auch das EBITDA signifikant verbessert werde.
Im ersten Quartal waren die Auswirkungen der Corona
Krise noch zu spüren. Die Umsätze stagnierten im
Vergleich zum Vorjahr, aber deutlich mehr Projektanfragen
wurden bereits gestellt. Durch diese positive Entwicklung
stieg der Umsatz ab März 2021 signifikant an, was sich
durch die weiteren Quartale durchzog. Projekte, die im Jahr
2020 ausgesetzt wurden, wurden nun nachgeholt. Ebenso
wurden Projekte verwirklicht, die Unternehmen digitaler und
krisenfester machen sollten. Das Neukunden- sowie das
Bestandskundengeschäft konnten deutlich an Wachstum
gewinnen. Alle Märkte haben sich sehr positiv
entwickelt. Dabei hat die Erholung des deutschsprachigen
Marktes, im Hinblick auf seinen Gesamtanteil an der
Geschäftstätigkeit, den größten
positiven Einfluss geleistet. Aber auch alle anderen
Märkte konnten ihr solides Wachstum aus dem vorherigen
Jahr fortsetzen und sogar übertreffen.
Der Beraterpool konnte im Laufe des
Geschäftsjahres trotz Unsicherheit für
freiberufliche Tätigkeiten von 13.300 auf 16.000 wie
in den vorherigen Jahren weiter gesteigert werden. Die
Anzahl Mitarbeiter ist weitestgehend stabil geblieben und
umfasst im Jahr 2021 durchschnittlich 116 Mitarbeiter
(2020: 122, 2019: 125).
2.4 Ertragslage
Die COMATCH GmbH hat im Jahr 2021 Umsatzerlöse
in Höhe von 53.950.334,91€ erzielt, was im
Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 57% darstellt
(Vorjahr: 34.363.800,23€). Die Steigerung ist auf die
Erholung des dreisprachigen Kernmarktes (+52%)
zurückzuführen. Aber auch die internationalen
Märkte konnten ein signifikantes Wachstum erzielen
(+80%). Damit erhöhte sich der Anteil des
internationalen Geschäftes auf ca. 50%.
Der Materialaufwand der COMATCH GmbH umfasst im
Wesentlichen die Honorare der vermittelten Berater. Dieser
stieg im Vergleich zum Vorjahr um +52,7% auf
43.872.827,54€ (Vorjahr: 28.728.818,27€) und
somit unterproportional zum Umsatz, was im Wesentlichen auf
eine Anhebung der Zielprovision zurückzuführen
ist. Die Rohmarge stieg demnach um +79% auf
10.077.507,37€ (Vorjahr: 5.634.981,96€). Relativ
zum Umsatz bedeutet dies einen Anstieg der Rohmarge um +2,3
Prozentpunkte auf 18,7% (Vorjahr: 16,4%).
Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um
+34,9% auf 8.468.450,28€ (Vorjahr:
6.279.590,28€), was vor allem darauf
zurückzuführen ist, dass ab März 2021 kein
Mitarbeiter mehr in Kurzarbeit beschäftigt war und
durch die Übererfüllung der Ziele höhere
Kommissionen verteilt wurden.
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen auf 2.202.597,37€ (Vorjahr:
2.623.914,35€) hängt im Wesentlichen mit
Einsparungen durch neue Mietverträge, weniger
Werbekosten durch eine Fokussierung der Marketingstrategie,
weiterhin geringere Reisekosten von Arbeitnehmer sowie dem
weiterhin geringen Level an Ausgaben für
Managementberatung und Freelance-Programmierern zusammen.
Die oben aufgeführten Umsätze und Kosten
haben im Geschäftsjahr 2021 zu einem EBITDA von
-134.855,17€ geführt (Vorjahr:
-3.170.922,61€).
2.5 Finanzlage
Der Finanzmittelfonds betrug zum 31. Dezember 2021
3.562.472,03€. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr
von +1.895.096,40€ resultiert im Wesentlichen aus der
im Geschäftsjahr 2021 durchgeführte
Eigenkapitalzuführung, welche der Stabilisierung des
Unternehmens diente und den noch negativen operativen
Cashflow komplett ausgleichen konnte.
Der negative Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beläuft sich auf eine
Höhe von - 1.761.394,11€ (Vorjahr: -
2.600.612,18€).
Gegenläufig ist der positive Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit mit 3.796.588,56€
(Vorjahr: 2.404.561,15€). Hier spiegelt sich eine
Kapitalerhöhung durch eine weitere Investitionsrunde
wider, die mit Gesellschafterbeschluss vom 26. November
2020 durchgeführt und am 29. Januar 2021 ins
Handelsregister eingetragen wurde. Im Vergleich zum Vorjahr
sind die Forderungen gegenüber Gesellschaftern um die
Forderungen aus der Finanzierungsrunde verringert worden
und die liquiden Mittel nahmen entsprechend zu und wurden
eingesetzt. Zusätzlich konnte eine Finanzierung durch
die IBB gesichert werden.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
beträgt -140.098,05€ (Vorjahr: -137.614,66€)
und beinhaltet im Wesentlichen Zukauf von
Sachanlagevermögen u.a. getrieben durch den Umzug der
Geschäftsräume in Berlin und Paris.
Die Eigenkapitalquote der COMATCH GmbH beträgt
28,8% (Vorjahr: 40,9%). Die Finanzierung erfolgte durch
Kapitalerhöhungen und Einstellungen in die
Kapitalrücklage (vgl. auch Abschnitt 4.4
Liquiditätsrisiko). Zum Bilanzstichtag besteht eine
Darlehensverbindlichkeit gegenüber der
Investitionsbank Berlin Brandenburg (IBB) in Höhe von
800.000€.
2.6 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der COMATCH GmbH per 31.Dezember 2021
betrug 13.451.417,49€. Das Wachstum im Vergleich zum
Vorjahr um 3.242.050,60€ ist auf der Aktivseite im
Wesentlichen durch die Erhöhung der Forderungen
bedingt. Durch das signifikant gestiegene Projektvolumen
sind die Forderungen aus Lieferung und Leistung
proportional auf 9.011.639,21€ mit gestiegen (Vorjahr:
4.826.280,69€). Ebenso haben sich die flüssigen
Mittel auf 3.562.472,03€ erhöht, welche auf die
Einzahlung der Finanzierungsmaßnahmen
zurückzuführen ist (Vorjahr: 1.667.375,63€).
Der Verringerung des immateriellen
Anlagevermögens beruht auf den Abschreibungen der
COMATCH Homepage. Die Zunahme der Sachanlagen ist getrieben
durch den Zukauf von technischem Equipment (Laptops und
Monitore) und Büroausstattungen.
Die Rückstellungen haben sich auf
1.112.746,39€ erhöht (Vorjahr: 854.412,50€),
was im Wesentlichen auf eine Erhöhung der
Personalrückstellungen zurückzuführen ist.
Treiber dafür sind die Auswirkungen der
Zielübererfüllung auf das Kommissionsmodell der
Sales Mitarbeiter.
2.7 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des
Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des
Lageberichts
Die Geschäftsführung beurteilt den
Geschäftsverlauf in 2021 als sehr positiv, gerade im
Kontext der weiter anhaltenden Coronasituation. Der Umsatz
konnte in allen Märkten und insgesamt um 57%
gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, die Rohmargin
sogar um 79%. Die Verbesserung der Margin ist vor allem
durch weitere Preiserhöhungen erreicht worden. Bei
gleichzeitiger Kostenstabilisierung und teilweise sogar
Kostenverringerung konnte für das Geschäftsjahr
2021 somit fast ein ausgeglichenes EBITDA erreicht werden
(-134.855,17€).
Die deutlich verbesserte Ertragslage schlägt
auch auf die Finanz- und Vermögenslage durch, so dass
die COMATCH GmbH auch in diesen Bereichen gut aufgestellt
ist.
3. Prognosebericht
Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die
Geschäftsführung die Fortführung des im
Geschäftsjahr 2021 gezeigten Wachstums. Es konnten
bisher keine signifikanten Rückgänge der
Geschäftstätigkeit durch den Ukraine Krieg
identifiziert werden. Wie sich in der Corona Krise gezeigt
hat, wächst der Management Consulting Markt
stärker als das BIP der Länder. Aus diesem Grund
ist die Geschäftsleitung positiv, dass der
Wachstumstrend weiter fortzusetzen ist.
Für die beiden wichtigen Top
Line-Leistungsindikatoren (Umsatz und absolute Rohmarge)
wird im Geschäftsjahr 2022 von einem Wachstum im
mittleren zweistelligen Prozentbereich ausgegangen.
Haupttreiber ist eine Steigerung der Projektanfragen
und damit einhergehend der realisierten Projekte, sowie
eine weitere leichte Erhöhung der prozentualen
Rohmarge. Diese wird sich leicht positiv auf das EBITDA
auswirken. Der größte Teil der erhöhten
Rohmarge wird allerdings in das Wachstum der COMATCH GmbH
investiert.
Zusätzlich zum Wachstum, das durch die COMATCH
GmbH allein erwirtschaftet werden kann, werden positive
Wachstumseffekte im mittleren zweistelligen Prozentbereich
durch Synergieeffekte als Resultat der Akquisition durch
die Malt Community S.A. erwartet. Treiber dabei sind die
Abdeckung unterschiedlicher Marktsegment und der sich
ergänzende Kundenstamm beider Unternehmen.
Durch die Zusammenführung der beiden Unternehmen
wird die europäische Marktführung im Bereich der
Freelance-Vermittlung angestrebt. Dies kann nur durch eine
Wachstumsstrategie gelingen, welche voraussichtlich zu
einer geringfügigen Verringerung des EBITDA
führen wird, da Wachstum vorfinanziert wird.
4. Risikobericht
Die Darstellung der Chancen und Risiken erfolgt
hauptsächlich in der Reihenfolge ihrer Bedeutung
für die geschäftliche Entwicklung der
Gesellschaft, beginnend mit der höchsten Bedeutung.
4.1. Konjunkturelle Risiken, Corona Risiken und
Krieg
Der Einsatz von externen Dienstleistern wird gerade
in Zeiten eines wirtschaftlichen Abschwungs gepaart mit
großer Unsicherheit von Unternehmen auf den
Prüfstand gestellt. Das kann zu einer Reduzierung der
Projektanfragen und somit eines Einbruchs der Umsätze
führen. So wie es im April 2020 zu Anfang der
Coronakrise geschehen ist.
Risikobegrenzend wirkt jedoch die Tatsache, dass sich
die Wirtschaft inzwischen auf die besonderen
Rahmenbedingungen durch das Coronavirus eingestellt zu
haben scheint und grundsätzlich wie oben
ausgeführt wieder von einem wirtschaftlichen Wachstum
ausgegangen wird. Ebenso weisen die aktuellen politischen
Lockerungen darauf hin, dass die schlimmsten Auswirkungen
bereits überstanden sind.
Das Risiko einer weiteren konjunkturellen
Abkühlung, getrieben durch die anhaltende Coronakrise
wird daher aktuell als gering eingeschätzt.
Wirtschaftliche Unsicherheit wird aber auch durch das
aktuelle Kriegsgeschehen in Europa geschürt, welches
einige der positiven konjunkturellen Auswirkungen, die
durch das Abschwächen der Coronakrise kalkuliert
wurden, wieder abschwächt.
Nach aktuellem Stand ist ein geringes Risiko
vorhanden, dass sich die wirtschaftliche Situation für
viele Kunden verschlechtert und somit Freelance-Leistungen
eingespart werden.
Die Auswirkung dieser Risiken auf das EBITDA ist
gering, da durch Kostenmaßnahmen, wie im Jahr 2020
gezeigt, die rückläufigen Umsätze
kompensiert werden können.
Ebenso ist durch den Zusammengang mit der Malt
Community S.A. ein größeres Firmenkonstrukt
entstanden, welches besser und stabiler auf kurzfristige
Krisen reagieren kann.
4.2. Wettbewerbsrisiko
Weitere Risiken bestehen durch den Eintritt
internationaler Konkurrenten oder von Akteuren aus anderen
Marktsegmenten, wie zum Beispiel LinkedIn, die ihr
bestehendes Angebot um die projektspezifische Vermittlung
erweitern könnten. Das würde zu einem
Rückgang der Projektanfragen und somit des Umsatzes
führen und hätte einen negativen Einfluss auf das
EBITDA.
Durch den Zusammenschluss der COMATCH GmbH mit der
Malt Community S.A. wurde ein großer Player am
europäischen Markt geschaffen, der eine one-stop-shop
für den Freelancer-Markt bieten kann und dadurch
weniger anfällig, ist Marktanteile zu verlieren. Durch
die starke Positionierung am europäischen Markt wird
des Wettbewerbsrisiko mittel bis gering eingeschätzt.
4.3. Rechtliche Risiken
Zudem könnten Änderungen im Arbeits- bzw.
Sozialrecht dazu führen, dass die Beauftragung von
Freiberuflern klientenseitig erschwert wird. Das würde
zu einem Rückgang der Projektanfragen und somit des
Umsatzes führen und hätte einen negativen
Einfluss auf das EBITDA. Dieses Risiko wird jedoch als
gering eingestuft.
4.4. Liquiditätsrisiko
Die COMATCH GmbH hat die Profitabilität im
Geschäftsjahr 2021 nur knapp verfehlt. Die
Weiterführung der aktuellen Strategie würde
voraussichtlich dazu führen, dass die COMATCH GmbH im
Jahr 2022 profitabel wird. Die Entwicklungen der letzten
Monate bestätigen diesen Trend. Da sich die
Rahmenbedingungen durch die Akquisition durch die Malt
Community S.A. allerdings geändert haben, ist
Profitabilität nicht mehr das primäre Ziel,
sondern Wachstum. Der Finanzbedarf kann grundsätzlich
durch die Malt Community S.A. gedeckt werden. Eine
entsprechende Erklärung der Malt Community S.A. (harte
Patronatserklärung), den Finanzbedarf der COMATCH GmbH
zu decken, sollte dies notwendig sein, wurde abgegeben.
Durch den Zusammenschluss mit einem finanzstarken
Partner wird das mittelfristige Liquiditätsrisiko als
gering eingestuft. Die Geschäftsführung
beobachtet Markttrends und Veränderungen in den
politischen Rahmenbedingungen ganz genau, um
frühzeitig etwaigen negativen Entwicklungen
gegensteuern zu können.
5. Chancenbericht
Die COMATCH GmbH hat seit ihrer Gründung im Jahr
2014 ein starkes Wachstum verzeichnen können.
Mittlerweile verfügt sie über mehr als 16.000
registrierte Berater und Experten auf ihrer Plattform und
gehört somit zu den führenden Plattformen ihrer
Art in Europa.
Wir beobachten am Markt eine steigende Nachfrage nach
spezialisiertem Personal, sowohl bei großen Konzernen
als auch bei kleinen und mittelständischen
Unternehmen. Hauptvorteil für Unternehmen ist die
Möglichkeit, flexible Ressourcen zur Lösung
bestimmter Fragestellungen schnell zu identifizieren und
hinterher einfach zu verwalten. Gegenüber klassischen
Unternehmensberatungen verfügt COMATCH zudem über
einen Preisvorteil.
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass
sich dieser Trend fortsetzt und durch die Erfahrungen in
der Coronakrise zukünftig sogar noch verstärken
wird. Viele Unternehmen haben sich mit flexiblen
Arbeitsformen/-modellen auseinandergesetzt, was zu einer
größeren Offenheit gegenüber neuen
Ansätzen im Einsatz von Personal führen sollte.
Insbesondere sehen wir einen verstärkten Bedarf
nach sogenannten "Flash Organisations". Dabei handelt es
sich um Teams aus internen und externen Spezialisten, die
zur Lösung einer bestimmten Problemstellung
zusammengestellt werden
Weiteres Potential besteht in der Erschließung
neuer Märkte. Dabei wären die USA oder
Südostasien die spannendsten Regionen, sobald sich die
Corona Lage in diesen Regionen wieder entspannt hat.
Eine weitere große Chance wird durch die
Akquisition durch die Malt Community S.A. gesehen. Die im
zweistelligen Prozentbereich zu erwartenden Synergieeffekte
können bei der aktuellen Größe der COMATCH
GmbH einen erheblichen Anteil für weiteres
Umsatzwachstum beitragen, ohne dass weitere
größere Investitionen in Marketing und Branding
notwendig sind.
Durch die beschriebenen Chancen können sich
für die COMATCH GmbH positive Auswirkungen auf das
operative Geschäft ergeben, die sich umsatzsteigernd
auswirken können.
Berlin, den 29. Juli
2022
Dr.
Christoph Hardt
Dr.
Jan Schächtele
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
183.932,64 |
149.737,64 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
28.427,64 |
33.063,64 |
| 1.
sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
28.427,64 |
33.063,64 |
| II.
Sachanlagen |
113.505,00 |
84.674,00 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
113.505,00 |
84.674,00 |
| III.
Finanzanlagen |
42.000,00 |
32.000,00 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
42.000,00 |
32.000,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
13.155.120,77 |
9.854.943,08 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
9.592.648,74 |
8.187.567,45 |
| 1.
sonstige Vermögensgegenstände |
9.592.648,74 |
8.187.567,45 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
3.562.472,03 |
1.667.375,63 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
112.364,08 |
204.686,17 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
13.451.417,49 |
10.209.366,89 |
Passiva
|
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
| A.
Eigenkapital |
3.901.658,21 |
4.171.748,71 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
63.480,00 |
59.188,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
17.908.657,20 |
17.908.657,20 |
| III.
Verlustvortrag |
13.796.096,49 |
10.524.602,26 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
274.382,50 |
3.271.494,23 |
| B.
zur Durchführung der Kapitalerhöhung
geleistete Einlagen |
0,00 |
4.292,00 |
| C.
Rückstellungen |
1.112.746,39 |
854.412,50 |
| D.
Verbindlichkeiten |
8.349.887,89 |
5.178.913,68 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
800.000,00 |
0,00 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
7.549.887,89 |
5.178.913,68 |
| E.
Rechnungsabgrenzungsposten |
87.125,00 |
0,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
13.451.417,49 |
10.209.366,89 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR |
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
10.536.192,48 |
5.732.582,02 |
| 2.
Personalaufwand |
8.468.450,28 |
6.279.590,28 |
| a)
Löhne und Gehälter |
6.951.416,56 |
4.961.871,86 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.517.033,72 |
1.317.718,42 |
| 3.
Abschreibungen |
104.015,90 |
83.903,02 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
104.015,90 |
83.903,02 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.202.597,37 |
2.623.914,35 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
0,00 |
2.255,81 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
35.511,43 |
18.924,41 |
| 7.
Ergebnis nach Steuern |
-274.382,50 |
-3.271.494,23 |
| Jahresfehlbetrag |
274.382,50 |
3.271.494,23 |
Anhang
Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist
unter der Nummer HRB 162116 in das Handelsregister beim
Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) eingetragen.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der
Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des
Handelsgesetzbuchs aufgestellt.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die
Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn-
und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden
können, sind teilweise im Anhang aufgeführt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Die größenabhängigen Erleichterungen
des § 288 Abs. 2 HGB wurden bei der Aufstellung des
Anhangs teilweise in Anspruch genommen.
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter
der Annahme der Unternehmensfortführung
(§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bezüglich der
finanziellen Risiken verweisen wir auf den Lagebericht,
Abschnitt 4.4 "Liquiditätsrisiko". Da die Gesellschaft
erwartet, die Umsatz- und Kostenziele zu erreichen, geht
sie davon aus, dass das aktuelle Finanzierungsvolumen
ausreicht, um die Gesellschaft bis zum Erreichen der
Profitabilität zu finanzieren.
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu
Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar,
um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear in Anlehnung an von
der Finanzverwaltung veröffentlichten
AfA- Tabellen vorgenommen.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten und
bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum
niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich
mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert
angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften
Forderungen wurden durch entsprechende
Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden
gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem
Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit
nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.
Die Bilanzierung von latenten Steuern wird anhand des
bilanzorientierten Konzeptes vorgenommen. Demnach werden
auf sämtliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen
Wertansätzen der Vermögensgegenstände und
deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern
abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren
Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Unter
Verzicht auf die Ausübung des Wahlrechtes von §
274 Abs. 1 S. 2 HGB wird ein Aktivüberhang an latenten
Steuern nicht angesetzt.
Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals
erfolgten nach § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital
wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bilanz wurde ohne
Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.
Rückstellungen werden nur im Rahmen des §
249 Abs. 1 HGB gebildet und berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie
drohende Verluste. Die Rückstellungen wurden in
Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden,
soweit erforderlich, bei der Ermittlung des
Erfüllungsbetrags berücksichtigt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem
Jahr wurden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer
Laufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor.
Die Gesellschaft hat ein Mitarbeiteroptionsprogramm
(ESOP) aufgelegt. Durch den Verkauf der Gesellschaft im
Frühjahr 2022 kommt es in 2022 zu einem hinsichtlich
des ESOPs auszahlungsrelevanten Ereignis. Da die
Gesellschafter sämtliche Kosten der ESOP-Auszahlung
tragen, wurde auf die Bildung einer Rückstellung
verzichtet.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden
gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem
Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit
nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.
Grundlagen für die Umrechnung von
Fremdwährungsposten in Euro
Der Jahresabschluss enthält auf fremde
Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet
wurden.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder
Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am
Bilanzstichtag bewertet.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der
Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 wird im
Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Jahresabschluss als
Anlage beigefügt ist.
Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20
Prozent der Anteile
Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über
nachstehende Unternehmen berichtet:
Firmenname / Sitz
|
Anteilshöhe
|
Jahresergebnis
|
Eigenkapital
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Comatchtemp GmbH
|
100,00%
|
- 5.458,90
|
14.517,75
|
Forderungen
Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit kleiner einem Jahr.
Sonstige Vermögensgegenstände
Der Betrag der sonstigen
Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt Euro 49.967,62
(Vorjahr: Euro 0,00).
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen
sich wie folgt zusammen:
Bezeichnung
|
2021
|
Vorjahr
|
|
Euro
|
Euro
|
Forschungszulage
|
260.502,86
|
0,00
|
Forderungen gegen das
Finanzamt aus Umsatzsteuer
|
214.942,55
|
172.013,54
|
Kautionen
|
49.967,62
|
15.545,40
|
Forderungen gegen
ausländische Finanzbehörden aus USt
|
28.918,19
|
0,00
|
Debitorische Kreditoren
|
26.678,31
|
114.827,44
|
Forderungen gegen
Gesellschafter
|
0,00
|
2.996.588,56
|
Forderungen gegen die
Agentur für Arbeit
|
0,00
|
60.781,82
|
Sonstige
|
0,00
|
1.530,00
|
|
581.009,53
|
3.361.286,76
|
Eigenkapital
Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. November 2020
wurde am 29. Januar 2021 eine Kapitalerhöhung ins
Handelsregister eingetragen. Das Stammkapital der
Gesellschaft wurde um Euro 4.292,00 auf Euro 63.480,00
erhöht.
Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen setzt sich
wie folgt zusammen:
Art der Rückstellung
|
Stand zum
|
|
|
|
Stand zum
|
|
31.12.2020
|
Verbrauch
|
Auflösung
|
Zuführung
|
31.12.2021
|
|
Euro
|
|
|
|
Euro
|
Mitarbeiterboni
|
656.941,00
|
-656.941,00
|
0,00
|
836.285,00
|
836.285,00
|
Abfindungen
|
60.000,00
|
0,00
|
0,00
|
65.000,00
|
125.000,00
|
Urlaub
|
23.359,00
|
-23.359,00
|
0,00
|
93.403,99
|
93.403,99
|
Abschluss- und
Prüfungskosten
|
27.500,00
|
-26.906,40
|
-593,60
|
30.000,00
|
30.000,00
|
Schwerbehindertenabgabe
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
18.000,00
|
18.000,00
|
Ausstehende Rechnungen
|
50.540,00
|
-16.181,90
|
-34.358,10
|
6.826,58
|
6.826,58
|
Künstlersozialkasse
|
572,50
|
-572,50
|
0,00
|
1.352,96
|
1.352,96
|
Aufbewahrungspflichten
|
500,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
500,00
|
Berufsgenossenschaft
|
35.000,00
|
-23.685,51
|
-11.314,49
|
0,00
|
0,00
|
Sonstiges
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
1.377,86
|
1.377,86
|
Rückstellungen gesamt
|
854.412,50
|
-747.646,31
|
-46.266,19
|
1.052.246,39
|
1.112.746,39
|
Verbindlichkeiten
Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der
in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten
gemäß § 268 Abs. 5 HGB:
Art der Verbindlichkeit zum
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
31.12.2021
|
31.12.2021
|
bis 1 Jahr
|
1 - 5 Jahre
|
über 5 Jahre
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
800.000,00
|
0,00
|
0,00
|
800.000,00
|
Vorjahr
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
7.303.259,83
|
7.303.259,83
|
0,00
|
0,00
|
Vorjahr
|
5.082.018,86
|
5.082.018,86
|
0,00
|
0,00
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
246.628,06
|
246.628,06
|
0,00
|
0,00
|
Vorjahr
|
96.894,82
|
96.894,82
|
0,00
|
0,00
|
Summe
|
8.349.887,89
|
7.549.887,89
|
0,00
|
800.000,00
|
Vorjahr
|
5.178.913,68
|
5.178.913,68
|
0,00
|
0,00
|
Die Besicherung des Darlehens von Euro 800.000,00
gegenüber der IBB erfolgte über die Berliner
Sparkasse. Der IBB wurden Sicherheiten in Form von
beschränkten Einzelbürgschaften in Höhe von
Euro 25.000,00 von Dr. Christoph Hardt und Euro 25.000,00
von Dr. Jan Schächtele bestellt. Des Weiteren erfolgte
eine Verpfändung des Kontoguthabens in Höhe von
Euro 50.000.
Angaben und Erläuterung zu einzelnen Posten der
Gewinn- und Verlustrechnung
Aufgliederung der Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden gemäß §
285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Geographisch bestimmter Markt
|
2021
|
|
Vorjahr
|
|
|
Euro
|
|
Euro
|
|
Deutschland
|
24.810.091,77
|
45,99%
|
15.579.625,12
|
45,34%
|
Ausland:
|
|
|
|
|
Europäische Union
|
20.936.260,74
|
38,81%
|
15.849.874,36
|
46,12%
|
Drittland
|
8.203.982,40
|
15,21%
|
2.934.300,75
|
8,54%
|
|
53.950.334,91
|
100,00%
|
34.363.800,23
|
100,00%
|
Personalaufwand
Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr
um Euro 2.188.860,00 auf Euro 8.468.450,28 vermehrt. Der
Anstieg der Personalaufwands ist vor allem darauf
zurückzuführen, dass die Gesellschaft in 2021
deutlich weniger Kurzarbeitergeld bezogen hat als im
Vorjahr. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde im
Berichtsjahr Kurzarbeitergeld gezahlt und in Teilen bereits
bei der Bundesagentur für Arbeit zur Erstattung
beantragt. Der Ausweis erfolgt für das
Kurzarbeitergeld als durchlaufender Posten und für die
Beitragsanteile zur Sozialversicherung, die auf die
Ausfallstunden entfallen, erfolgsneutral als Kürzung
der Personalaufwendungen.
Erläuterung der periodenfremden Erträge
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende
periodenfremde Erträge enthalten:
Bezeichnung
|
2021
|
Vorjahr
|
|
Euro
|
Euro
|
Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen
|
46.266,19
|
11.650,00
|
VAT Refund UK und FR
|
32.107,93
|
0,00
|
Rückvergütung
Auslagen
|
1.312,01
|
1.390,81
|
Sonstiges
|
274,27
|
0,00
|
Umsatzerlöse aus
Vorperiode
|
0,00
|
15.600,00
|
|
79.960,40
|
28.640,81
|
Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende
periodenfremde Aufwendungen enthalten:
Bezeichnung
|
2021
|
Vorjahr
|
|
Euro
|
Euro
|
Rechtsberatungskosten
|
101.741,39
|
0,00
|
VAT FR und UK
|
13.614,96
|
0,00
|
Vermittlungskosten
|
7.469,75
|
0,00
|
Ausländische
Sozialabgaben
|
6.726,04
|
0,00
|
Beraterleistungen aus
Vorperiode
|
2.700,00
|
15.600,00
|
Sonstiges
|
3.154,31
|
0,00
|
Bürobedarf aus
Vorperiode
|
0,00
|
766,40
|
Versicherungsbeiträge Vorperiode
|
0,00
|
2.011,06
|
Berufsgenossenschaft
Vorperiode
|
0,00
|
15.111,84
|
|
135.406,45
|
33.489,30
|
Sonstige Pflichtangaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro
3.892.891,92 sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen
folgende Sachverhalte:
Bezeichnung
|
Laufzeit
|
Betrag in Euro
|
Büromiete Berlin
|
12/2026
|
2.296.563,00
|
Büromiete Paris
|
03/2024
|
1.565.998,92
|
Büromiete London
|
06/2022
|
30.330,00
|
|
|
3.892.891,92
|
Vorschlag zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung vor:
Das Jahresergebnis in Höhe von Euro -274.382,50
wird auf neue Rechnung in das Folgejahr vorgetragen.
Namen der Geschäftsführung
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres
wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt
von:
Name:
|
Dr. Christoph Hardt
|
ausgeübter Beruf:
|
Vertriebsgeschäftsführer
|
Name:
|
Dr. Jan Schächtele
|
ausgeübter Beruf:
|
administrativer
Geschäftsführer
|
Vergütungen der Geschäftsführer
Auf die Angabe der Bezüge der
Geschäftsführung wurde gemäß
§ 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB betrug
116 (Vorjahr: 122).
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Anzahl
|
Arbeiter
|
|
0
|
Angestellte
|
|
112
|
leitende Angestellte
|
|
4
|
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter
|
|
78
|
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter
|
|
38
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt
|
|
116
|
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Abschlussstichtag
Mit notarieller Beurkundung am 25./26. März 2022
wurden sämtliche Anteile an der Gesellschaft durch die
Malt Community S.A., Paris (Frankreich), übernommen.
Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, 29. Juli 2022
Dr.
Christoph Hardt und Dr. Jan Schächtele
Anlagespiegel
|
Anschaffungs-,
|
|
|
|
|
|
|
Herstellungs-
|
Zugänge
|
Abgänge
|
kumulierte
|
Zuschreibungen
|
|
|
kosten
|
|
|
Abschreibungen
|
Geschäftsjahr
|
Buchwert
|
|
01.01.2021
|
|
|
31.12.2021
|
|
31.12.2021
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögens-
gegenstände
|
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
|
380.927,85
|
0,00
|
0,00
|
352.500,21
|
0,00
|
28.427,64
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
380.927,85
|
0,00
|
0,00
|
352.500,21
|
0,00
|
28.427,64
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
|
245.924,97
|
141.242,90
|
98.555,40
|
175.107,47
|
0,00
|
113.505,00
|
Summe Sachanlagen
|
245.924,97
|
141.242,90
|
98.555,40
|
175.107,47
|
0,00
|
113.505,00
|
Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
32.000,00
|
10.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
42.000,00
|
Summe Finanzanlagen
|
32.000,00
|
10.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
42.000,00
|
Summe
Anlagevermögen
|
658.852,82
|
151.242,90
|
98.555,40
|
527.607,68
|
0,00
|
183.932,64
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 22.11.2022 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers
An die COMATCH GmbH, Berlin
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der COMATCH GmbH,
Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der COMATCH
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in
allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2021 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich fürr die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und
umausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -
falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen
höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für
die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit
dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser
Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum
Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau
und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit
dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von
ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Berlin, den 29. Juli
2022
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Signiert
von
Marius Sternberg
Wirtschaftsprüfer
Signiert
von
Stefan Krayl
Wirtschaftsprüfer
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