Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 162116
Vorher
COMATCH GmbH
Eingetragen
15.10.2014
Branche
Herstellung von MalzErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Die Entwicklung und Vermarktung einer Online-Plattform zur Vermittlung von Beratungsleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vincent Huguet
seit 20.6.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MALT COMMUNITY S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

3 von 4 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
MACH-Invest UG (haftungsbeschränkt)
Germany
34.25%
Schächtele Invest UG (haftungsbeschränkt)
Germany
34.25%
Atlantic Internet II GmbH & Co. KG
Germany
27.23%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

COMATCH GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht


für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

1. Grundlagen
1.1 Geschäftsmodell
Die COMATCH GmbH wurde im Jahr 2014 gegründet und vermittelt freiberufliche Unternehmensberater und Industrieexperten an Unternehmen, die einen konkreten Bedarf an Expertise haben. Dabei geht die COMATCH GmbH ein Vertragsverhältnis mit dem Klienten auf der einen Seite, sowie dem Berater auf der anderen Seite ein, und übernimmt hieraus u.a. diverse Haftungsrisiken. Vereinzelt werden auch Vermittlungen für Festanstellungen vorgenommen. Kernmarkt ist Deutschland, jedoch bietet die COMATCH GmbH ihre Dienstleistungen europaweit an. Büros existieren neben dem Berliner Hauptbüro in Paris und London. Die Vermittlung basiert auf der eigens entwickelten Matching-Plattform, die den bestmöglichen Kandidaten mittels eines Algorithmus findet. Aktuell befinden sich mehr als 16.000 (i.Vj. 13.300) freiberufliche Unternehmensberater und Industrieexperten im Pool der COMATCH GmbH (Stand April 2022).
Die COMATCH GmbH bedient sowohl große, börsennotierte Konzerne als auch kleine und mittelständische Unternehmen. Darunter fallen auch Unternehmensberatungen, die mittels unseres Angebots Spitzenlasten ausgleichen oder gezielt Expertise hinzuerwerben.

1.2 Forschung und Entwicklung
Die COMATCH GmbH geht keinen klassischen Forschungstätigkeiten nach. Entwicklungen konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung der Plattform, insbesondere auf die Optimierung des Matching-Algorithmus und die Vereinfachung der Verwaltung von Freelancern. Diese werden zum Großteil durch angestellte Mitarbeiter durchgeführt. Vom Wahlrecht des Bilanzansatzes selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht.

2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland betrug in 2021 +2,9% (Statistisches Bundesamt, Februar 2022) und hat somit eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr vermerkt (2020: -4,9%). In der Europäischen Union betrug die Steigerung +5,2% (Eurostat, Februar 2022). Die Rahmenbedingungen für das Jahr 2022 weisen auf eine weitere Erholung und die wirtschaftliche Überwindung der Auswirkungen der Corona Krise hin (ifo Prognose Oktober 2021, 4,8% Wachstum in 2022). Durch den Ukraine Krieg wurden die Prognosen allerdings korrigiert und die aktuellen Prognosen für das deutsche Bruttoinlandsprodukt schwanken zwischen 2,2% und 3,1 % (ifo, März 2022) (Ein ähnliches Bild zeichnet sich für die Prognose der Europäischen Union. Initiale Schätzungen im Winter 2021 gingen von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 4,0% im Jahr 2022 aus (Europäische Kommission, Februar 2022). Neuste Prognosen gehen aufgrund der Auswirkungen des Ukraine Krieges von einem verminderten Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 2,9% aus (Sachverständigenrat zu Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, März 2022).
Der europäische Markt für Beratungsdienstleistung zeigte sich in der Pandemie in 2020 stabiler als die Gesamtökonomie mit einem Rückgang von 2,3% (im Vergleich zum Rückgang des BIP in der EU von 5,9% (Eurostat, September 2021)). Im Jahr 2021 hat sich der Markt stark erholt mit einem durchschnittlichen Wachstum von 11,5%. Für das Jahr 2022 wird ebenfalls mit einem Wachstum von durchschnittlich 10% gerechnet. (Feaco, Januar 2022).
Grundsätzlich führt die Erholung der Wirtschaft nach einer Krise weiterhin zu einer erhöhten Nachfrage von Beratungsdienstleistungen, da viele Projektthemen angegangen werden. Größter Treiber ist hierbei das Themenfeld Digitalisierung. Zusätzlich wurde durch Corona die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitsstrukturen gestärkt, was sich in einer größeren Nutzung von freiberuflichen Ressourcen niederschlagen sollte. Zudem trägt in Deutschland (als auch im europäischen Kontext) weiterhin der Mangel an qualifizierten Fachkräften zu einem strukturellen Bedarf nach individueller Expertise bei, die punktuell am Markt hinzugewonnen werden kann. Wir beobachten dabei eine steigende Bereitschaft hierfür spezialisierte Dienstleister als Unterstützung heranzuziehen.
Neben der COMATCH GmbH gibt es weitere Anbieter, die sich auf die Vermittlung von freiberuflichen Unternehmensberatern spezialisiert haben. Die COMATCH GmbH kann hier aber sowohl deutschlandweit als auch im europäischen Kontext, als führend angesehen werden (brandeins, Ausgabe März-Mai 2022).

2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren
Wesentliche Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung sind der Umsatz, die Rohmarge und das EBITDA. Die Rohmarge wird in ihrer absoluten und relativen Ausprägung herangezogen. Diese Leistungsindikatoren werden im Rahmen monatlicher Berichte an das Management und die Gesellschafter kommuniziert.

2.3 Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 hat sich deutlich besser entwickelt als erwartet. Nach den Tendenzen der Erholung des Marktes in der Coronakrise in Q4 des Geschäftsjahres 2020, wurde ein um 29% höheres Budget für Umsätze angenommen. Im Laufe des Jahres wurde dieses weiter nach oben korrigiert.
Selbst diese erhöhte Einschätzung konnte um 5% überschritten werden (22% Verbesserung gegenüber der initialen Planung). Damit hat sich der Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 um 57% erhöht. Die Rohmarge hat sich im Verhältnis zum Vorjahr sogar um 79% erhöht. Die Differenz der jährlichen Verbesserung zwischen Umsatz und Rohmarge ist auf gezielte Bemühungen zurückzuführen, die Rohmarge weiter anzuheben. Durch die Übererfüllung der Ziele bei gleichzeitiger Kostenstabilisierung und teilweise sogar Kostenverringerung konnte auch das EBITDA signifikant verbessert werde.
Im ersten Quartal waren die Auswirkungen der Corona Krise noch zu spüren. Die Umsätze stagnierten im Vergleich zum Vorjahr, aber deutlich mehr Projektanfragen wurden bereits gestellt. Durch diese positive Entwicklung stieg der Umsatz ab März 2021 signifikant an, was sich durch die weiteren Quartale durchzog. Projekte, die im Jahr 2020 ausgesetzt wurden, wurden nun nachgeholt. Ebenso wurden Projekte verwirklicht, die Unternehmen digitaler und krisenfester machen sollten. Das Neukunden- sowie das Bestandskundengeschäft konnten deutlich an Wachstum gewinnen. Alle Märkte haben sich sehr positiv entwickelt. Dabei hat die Erholung des deutschsprachigen Marktes, im Hinblick auf seinen Gesamtanteil an der Geschäftstätigkeit, den größten positiven Einfluss geleistet. Aber auch alle anderen Märkte konnten ihr solides Wachstum aus dem vorherigen Jahr fortsetzen und sogar übertreffen.
Der Beraterpool konnte im Laufe des Geschäftsjahres trotz Unsicherheit für freiberufliche Tätigkeiten von 13.300 auf 16.000 wie in den vorherigen Jahren weiter gesteigert werden. Die Anzahl Mitarbeiter ist weitestgehend stabil geblieben und umfasst im Jahr 2021 durchschnittlich 116 Mitarbeiter (2020: 122, 2019: 125).

2.4 Ertragslage
Die COMATCH GmbH hat im Jahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 53.950.334,91€ erzielt, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 57% darstellt (Vorjahr: 34.363.800,23€). Die Steigerung ist auf die Erholung des dreisprachigen Kernmarktes (+52%) zurückzuführen. Aber auch die internationalen Märkte konnten ein signifikantes Wachstum erzielen (+80%). Damit erhöhte sich der Anteil des internationalen Geschäftes auf ca. 50%.
Der Materialaufwand der COMATCH GmbH umfasst im Wesentlichen die Honorare der vermittelten Berater. Dieser stieg im Vergleich zum Vorjahr um +52,7% auf 43.872.827,54€ (Vorjahr: 28.728.818,27€) und somit unterproportional zum Umsatz, was im Wesentlichen auf eine Anhebung der Zielprovision zurückzuführen ist. Die Rohmarge stieg demnach um +79% auf 10.077.507,37€ (Vorjahr: 5.634.981,96€). Relativ zum Umsatz bedeutet dies einen Anstieg der Rohmarge um +2,3 Prozentpunkte auf 18,7% (Vorjahr: 16,4%).
Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um +34,9% auf 8.468.450,28€ (Vorjahr: 6.279.590,28€), was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass ab März 2021 kein Mitarbeiter mehr in Kurzarbeit beschäftigt war und durch die Übererfüllung der Ziele höhere Kommissionen verteilt wurden.
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 2.202.597,37€ (Vorjahr: 2.623.914,35€) hängt im Wesentlichen mit Einsparungen durch neue Mietverträge, weniger Werbekosten durch eine Fokussierung der Marketingstrategie, weiterhin geringere Reisekosten von Arbeitnehmer sowie dem weiterhin geringen Level an Ausgaben für Managementberatung und Freelance-Programmierern zusammen.
Die oben aufgeführten Umsätze und Kosten haben im Geschäftsjahr 2021 zu einem EBITDA von -134.855,17€ geführt (Vorjahr: -3.170.922,61€).

2.5 Finanzlage
Der Finanzmittelfonds betrug zum 31. Dezember 2021 3.562.472,03€. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von +1.895.096,40€ resultiert im Wesentlichen aus der im Geschäftsjahr 2021 durchgeführte Eigenkapitalzuführung, welche der Stabilisierung des Unternehmens diente und den noch negativen operativen Cashflow komplett ausgleichen konnte.
Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf eine Höhe von - 1.761.394,11€ (Vorjahr: - 2.600.612,18€).
Gegenläufig ist der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit mit 3.796.588,56€ (Vorjahr: 2.404.561,15€). Hier spiegelt sich eine Kapitalerhöhung durch eine weitere Investitionsrunde wider, die mit Gesellschafterbeschluss vom 26. November 2020 durchgeführt und am 29. Januar 2021 ins Handelsregister eingetragen wurde. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Forderungen gegenüber Gesellschaftern um die Forderungen aus der Finanzierungsrunde verringert worden und die liquiden Mittel nahmen entsprechend zu und wurden eingesetzt. Zusätzlich konnte eine Finanzierung durch die IBB gesichert werden.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -140.098,05€ (Vorjahr: -137.614,66€) und beinhaltet im Wesentlichen Zukauf von Sachanlagevermögen u.a. getrieben durch den Umzug der Geschäftsräume in Berlin und Paris.
Die Eigenkapitalquote der COMATCH GmbH beträgt 28,8% (Vorjahr: 40,9%). Die Finanzierung erfolgte durch Kapitalerhöhungen und Einstellungen in die Kapitalrücklage (vgl. auch Abschnitt 4.4 Liquiditätsrisiko). Zum Bilanzstichtag besteht eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Investitionsbank Berlin Brandenburg (IBB) in Höhe von 800.000€.

2.6 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der COMATCH GmbH per 31.Dezember 2021 betrug 13.451.417,49€. Das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr um 3.242.050,60€ ist auf der Aktivseite im Wesentlichen durch die Erhöhung der Forderungen bedingt. Durch das signifikant gestiegene Projektvolumen sind die Forderungen aus Lieferung und Leistung proportional auf 9.011.639,21€ mit gestiegen (Vorjahr: 4.826.280,69€). Ebenso haben sich die flüssigen Mittel auf 3.562.472,03€ erhöht, welche auf die Einzahlung der Finanzierungsmaßnahmen zurückzuführen ist (Vorjahr: 1.667.375,63€).
Der Verringerung des immateriellen Anlagevermögens beruht auf den Abschreibungen der COMATCH Homepage. Die Zunahme der Sachanlagen ist getrieben durch den Zukauf von technischem Equipment (Laptops und Monitore) und Büroausstattungen.
Die Rückstellungen haben sich auf 1.112.746,39€ erhöht (Vorjahr: 854.412,50€), was im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Personalrückstellungen zurückzuführen ist. Treiber dafür sind die Auswirkungen der Zielübererfüllung auf das Kommissionsmodell der Sales Mitarbeiter.
2.7 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des
Lageberichts
Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf in 2021 als sehr positiv, gerade im Kontext der weiter anhaltenden Coronasituation. Der Umsatz konnte in allen Märkten und insgesamt um 57% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, die Rohmargin sogar um 79%. Die Verbesserung der Margin ist vor allem durch weitere Preiserhöhungen erreicht worden. Bei gleichzeitiger Kostenstabilisierung und teilweise sogar Kostenverringerung konnte für das Geschäftsjahr 2021 somit fast ein ausgeglichenes EBITDA erreicht werden (-134.855,17€).
Die deutlich verbesserte Ertragslage schlägt auch auf die Finanz- und Vermögenslage durch, so dass die COMATCH GmbH auch in diesen Bereichen gut aufgestellt ist.

3. Prognosebericht
Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet die Geschäftsführung die Fortführung des im Geschäftsjahr 2021 gezeigten Wachstums. Es konnten bisher keine signifikanten Rückgänge der Geschäftstätigkeit durch den Ukraine Krieg identifiziert werden. Wie sich in der Corona Krise gezeigt hat, wächst der Management Consulting Markt stärker als das BIP der Länder. Aus diesem Grund ist die Geschäftsleitung positiv, dass der Wachstumstrend weiter fortzusetzen ist.
Für die beiden wichtigen Top Line-Leistungsindikatoren (Umsatz und absolute Rohmarge) wird im Geschäftsjahr 2022 von einem Wachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich ausgegangen.
Haupttreiber ist eine Steigerung der Projektanfragen und damit einhergehend der realisierten Projekte, sowie eine weitere leichte Erhöhung der prozentualen Rohmarge. Diese wird sich leicht positiv auf das EBITDA auswirken. Der größte Teil der erhöhten Rohmarge wird allerdings in das Wachstum der COMATCH GmbH investiert.
Zusätzlich zum Wachstum, das durch die COMATCH GmbH allein erwirtschaftet werden kann, werden positive Wachstumseffekte im mittleren zweistelligen Prozentbereich durch Synergieeffekte als Resultat der Akquisition durch die Malt Community S.A. erwartet. Treiber dabei sind die Abdeckung unterschiedlicher Marktsegment und der sich ergänzende Kundenstamm beider Unternehmen.
Durch die Zusammenführung der beiden Unternehmen wird die europäische Marktführung im Bereich der Freelance-Vermittlung angestrebt. Dies kann nur durch eine Wachstumsstrategie gelingen, welche voraussichtlich zu einer geringfügigen Verringerung des EBITDA führen wird, da Wachstum vorfinanziert wird.

4. Risikobericht
Die Darstellung der Chancen und Risiken erfolgt hauptsächlich in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft, beginnend mit der höchsten Bedeutung.

4.1. Konjunkturelle Risiken, Corona Risiken und Krieg
Der Einsatz von externen Dienstleistern wird gerade in Zeiten eines wirtschaftlichen Abschwungs gepaart mit großer Unsicherheit von Unternehmen auf den Prüfstand gestellt. Das kann zu einer Reduzierung der Projektanfragen und somit eines Einbruchs der Umsätze führen. So wie es im April 2020 zu Anfang der Coronakrise geschehen ist.
Risikobegrenzend wirkt jedoch die Tatsache, dass sich die Wirtschaft inzwischen auf die besonderen Rahmenbedingungen durch das Coronavirus eingestellt zu haben scheint und grundsätzlich wie oben ausgeführt wieder von einem wirtschaftlichen Wachstum ausgegangen wird. Ebenso weisen die aktuellen politischen Lockerungen darauf hin, dass die schlimmsten Auswirkungen bereits überstanden sind.
Das Risiko einer weiteren konjunkturellen Abkühlung, getrieben durch die anhaltende Coronakrise wird daher aktuell als gering eingeschätzt.
Wirtschaftliche Unsicherheit wird aber auch durch das aktuelle Kriegsgeschehen in Europa geschürt, welches einige der positiven konjunkturellen Auswirkungen, die durch das Abschwächen der Coronakrise kalkuliert wurden, wieder abschwächt.
Nach aktuellem Stand ist ein geringes Risiko vorhanden, dass sich die wirtschaftliche Situation für viele Kunden verschlechtert und somit Freelance-Leistungen eingespart werden.
Die Auswirkung dieser Risiken auf das EBITDA ist gering, da durch Kostenmaßnahmen, wie im Jahr 2020 gezeigt, die rückläufigen Umsätze kompensiert werden können.
Ebenso ist durch den Zusammengang mit der Malt Community S.A. ein größeres Firmenkonstrukt entstanden, welches besser und stabiler auf kurzfristige Krisen reagieren kann.

4.2. Wettbewerbsrisiko
Weitere Risiken bestehen durch den Eintritt internationaler Konkurrenten oder von Akteuren aus anderen Marktsegmenten, wie zum Beispiel LinkedIn, die ihr bestehendes Angebot um die projektspezifische Vermittlung erweitern könnten. Das würde zu einem Rückgang der Projektanfragen und somit des Umsatzes führen und hätte einen negativen Einfluss auf das EBITDA.
Durch den Zusammenschluss der COMATCH GmbH mit der Malt Community S.A. wurde ein großer Player am europäischen Markt geschaffen, der eine one-stop-shop für den Freelancer-Markt bieten kann und dadurch weniger anfällig, ist Marktanteile zu verlieren. Durch die starke Positionierung am europäischen Markt wird des Wettbewerbsrisiko mittel bis gering eingeschätzt.

4.3. Rechtliche Risiken
Zudem könnten Änderungen im Arbeits- bzw. Sozialrecht dazu führen, dass die Beauftragung von Freiberuflern klientenseitig erschwert wird. Das würde zu einem Rückgang der Projektanfragen und somit des Umsatzes führen und hätte einen negativen Einfluss auf das EBITDA. Dieses Risiko wird jedoch als gering eingestuft.

4.4. Liquiditätsrisiko
Die COMATCH GmbH hat die Profitabilität im Geschäftsjahr 2021 nur knapp verfehlt. Die Weiterführung der aktuellen Strategie würde voraussichtlich dazu führen, dass die COMATCH GmbH im Jahr 2022 profitabel wird. Die Entwicklungen der letzten Monate bestätigen diesen Trend. Da sich die Rahmenbedingungen durch die Akquisition durch die Malt Community S.A. allerdings geändert haben, ist Profitabilität nicht mehr das primäre Ziel, sondern Wachstum. Der Finanzbedarf kann grundsätzlich durch die Malt Community S.A. gedeckt werden. Eine entsprechende Erklärung der Malt Community S.A. (harte Patronatserklärung), den Finanzbedarf der COMATCH GmbH zu decken, sollte dies notwendig sein, wurde abgegeben.
Durch den Zusammenschluss mit einem finanzstarken Partner wird das mittelfristige Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Die Geschäftsführung beobachtet Markttrends und Veränderungen in den politischen Rahmenbedingungen ganz genau, um frühzeitig etwaigen negativen Entwicklungen gegensteuern zu können.

5. Chancenbericht
Die COMATCH GmbH hat seit ihrer Gründung im Jahr 2014 ein starkes Wachstum verzeichnen können. Mittlerweile verfügt sie über mehr als 16.000 registrierte Berater und Experten auf ihrer Plattform und gehört somit zu den führenden Plattformen ihrer Art in Europa.
Wir beobachten am Markt eine steigende Nachfrage nach spezialisiertem Personal, sowohl bei großen Konzernen als auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Hauptvorteil für Unternehmen ist die Möglichkeit, flexible Ressourcen zur Lösung bestimmter Fragestellungen schnell zu identifizieren und hinterher einfach zu verwalten. Gegenüber klassischen Unternehmensberatungen verfügt COMATCH zudem über einen Preisvorteil.
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt und durch die Erfahrungen in der Coronakrise zukünftig sogar noch verstärken wird. Viele Unternehmen haben sich mit flexiblen Arbeitsformen/-modellen auseinandergesetzt, was zu einer größeren Offenheit gegenüber neuen Ansätzen im Einsatz von Personal führen sollte.
Insbesondere sehen wir einen verstärkten Bedarf nach sogenannten "Flash Organisations". Dabei handelt es sich um Teams aus internen und externen Spezialisten, die zur Lösung einer bestimmten Problemstellung zusammengestellt werden
Weiteres Potential besteht in der Erschließung neuer Märkte. Dabei wären die USA oder Südostasien die spannendsten Regionen, sobald sich die Corona Lage in diesen Regionen wieder entspannt hat.
Eine weitere große Chance wird durch die Akquisition durch die Malt Community S.A. gesehen. Die im zweistelligen Prozentbereich zu erwartenden Synergieeffekte können bei der aktuellen Größe der COMATCH GmbH einen erheblichen Anteil für weiteres Umsatzwachstum beitragen, ohne dass weitere größere Investitionen in Marketing und Branding notwendig sind.
Durch die beschriebenen Chancen können sich für die COMATCH GmbH positive Auswirkungen auf das operative Geschäft ergeben, die sich umsatzsteigernd auswirken können.

 

Berlin, den 29. Juli 2022

Dr. Christoph Hardt

Dr. Jan Schächtele


Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 183.932,64 149.737,64
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.427,64 33.063,64
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 28.427,64 33.063,64
II. Sachanlagen 113.505,00 84.674,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113.505,00 84.674,00
III. Finanzanlagen 42.000,00 32.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 42.000,00 32.000,00
B. Umlaufvermögen 13.155.120,77 9.854.943,08
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.592.648,74 8.187.567,45
1. sonstige Vermögensgegenstände 9.592.648,74 8.187.567,45
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.562.472,03 1.667.375,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 112.364,08 204.686,17
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.451.417,49 10.209.366,89

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 3.901.658,21 4.171.748,71
I. gezeichnetes Kapital 63.480,00 59.188,00
II. Kapitalrücklage 17.908.657,20 17.908.657,20
III. Verlustvortrag 13.796.096,49 10.524.602,26
IV. Jahresfehlbetrag 274.382,50 3.271.494,23
B. zur Durchführung der Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 0,00 4.292,00
C. Rückstellungen 1.112.746,39 854.412,50
D. Verbindlichkeiten 8.349.887,89 5.178.913,68
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 800.000,00 0,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.549.887,89 5.178.913,68
E. Rechnungsabgrenzungsposten 87.125,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.451.417,49 10.209.366,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 10.536.192,48 5.732.582,02
2. Personalaufwand 8.468.450,28 6.279.590,28
a) Löhne und Gehälter 6.951.416,56 4.961.871,86
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.517.033,72 1.317.718,42
3. Abschreibungen 104.015,90 83.903,02
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 104.015,90 83.903,02
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.202.597,37 2.623.914,35
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 2.255,81
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 35.511,43 18.924,41
7. Ergebnis nach Steuern -274.382,50 -3.271.494,23
Jahresfehlbetrag 274.382,50 3.271.494,23

Anhang


Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist unter der Nummer HRB 162116 in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden bei der Aufstellung des Anhangs teilweise in Anspruch genommen.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bezüglich der finanziellen Risiken verweisen wir auf den Lagebericht, Abschnitt 4.4 "Liquiditätsrisiko". Da die Gesellschaft erwartet, die Umsatz- und Kostenziele zu erreichen, geht sie davon aus, dass das aktuelle Finanzierungsvolumen ausreicht, um die Gesellschaft bis zum Erreichen der Profitabilität zu finanzieren.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um   planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear in Anlehnung an von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-     Tabellen vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum  niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Die Bilanzierung von latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzeptes vorgenommen. Demnach werden auf sämtliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Unter Verzicht auf die Ausübung des Wahlrechtes von § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird ein Aktivüberhang an latenten Steuern nicht angesetzt.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgten nach § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Rückstellungen werden nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wurden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor.

Die Gesellschaft hat ein Mitarbeiteroptionsprogramm (ESOP) aufgelegt. Durch den Verkauf der Gesellschaft im Frühjahr 2022 kommt es in 2022 zu einem hinsichtlich des ESOPs auszahlungsrelevanten Ereignis. Da die Gesellschafter sämtliche Kosten der ESOP-Auszahlung tragen, wurde auf die Bildung einer Rückstellung verzichtet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 wird im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Jahresabschluss als Anlage beigefügt ist.

Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz
Anteilshöhe
Jahresergebnis
Eigenkapital


Euro
Euro
Comatchtemp GmbH
100,00%
- 5.458,90
14.517,75


Forderungen

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit kleiner einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 49.967,62 (Vorjahr: Euro 0,00).

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

Bezeichnung
2021
Vorjahr

Euro
Euro
Forschungszulage
260.502,86
0,00
Forderungen gegen das Finanzamt aus Umsatzsteuer
214.942,55
172.013,54
Kautionen
49.967,62
15.545,40
Forderungen gegen ausländische Finanzbehörden aus USt
28.918,19
0,00
Debitorische Kreditoren
26.678,31
114.827,44
Forderungen gegen Gesellschafter
0,00
2.996.588,56
Forderungen gegen die Agentur für Arbeit
0,00
60.781,82
Sonstige
0,00
1.530,00

581.009,53
3.361.286,76


Eigenkapital

Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. November 2020 wurde am 29. Januar 2021 eine Kapitalerhöhung ins Handelsregister eingetragen. Das Stammkapital der Gesellschaft wurde um Euro 4.292,00 auf Euro 63.480,00 erhöht.

Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen setzt sich wie folgt zusammen:

Art der Rückstellung
Stand zum



Stand zum

31.12.2020
Verbrauch
Auflösung
Zuführung
31.12.2021

Euro



Euro
Mitarbeiterboni
656.941,00
-656.941,00
0,00
836.285,00
836.285,00
Abfindungen
60.000,00
0,00
0,00
65.000,00
125.000,00
Urlaub
23.359,00
-23.359,00
0,00
93.403,99
93.403,99
Abschluss- und Prüfungskosten
27.500,00
-26.906,40
-593,60
30.000,00
30.000,00
Schwerbehindertenabgabe
0,00
0,00
0,00
18.000,00
18.000,00
Ausstehende Rechnungen
50.540,00
-16.181,90
-34.358,10
6.826,58
6.826,58
Künstlersozialkasse
572,50
-572,50
0,00
1.352,96
1.352,96
Aufbewahrungspflichten
500,00
0,00
0,00
0,00
500,00
Berufsgenossenschaft
35.000,00
-23.685,51
-11.314,49
0,00
0,00
Sonstiges
0,00
0,00
0,00
1.377,86
1.377,86
Rückstellungen gesamt
854.412,50
-747.646,31
-46.266,19
1.052.246,39
1.112.746,39


Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 5 HGB:

Art der Verbindlichkeit zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2021
31.12.2021
bis 1 Jahr
1 - 5 Jahre
über 5 Jahre

Euro
Euro
Euro
Euro
gegenüber Kreditinstituten
800.000,00
0,00
0,00
800.000,00
Vorjahr
0,00
0,00
0,00
0,00
aus Lieferungen und Leistungen
7.303.259,83
7.303.259,83
0,00
0,00
Vorjahr
5.082.018,86
5.082.018,86
0,00
0,00
sonstige Verbindlichkeiten
246.628,06
246.628,06
0,00
0,00
Vorjahr
96.894,82
96.894,82
0,00
0,00
Summe
8.349.887,89
7.549.887,89
0,00
800.000,00
Vorjahr
5.178.913,68
5.178.913,68
0,00
0,00


Die Besicherung des Darlehens von Euro 800.000,00 gegenüber der IBB erfolgte über die Berliner Sparkasse. Der IBB wurden Sicherheiten in Form von beschränkten Einzelbürgschaften in Höhe von Euro 25.000,00 von Dr. Christoph Hardt und Euro 25.000,00 von Dr. Jan Schächtele bestellt. Des Weiteren erfolgte eine Verpfändung des Kontoguthabens in Höhe von Euro 50.000.

Angaben und Erläuterung zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Geographisch bestimmter Markt
2021

Vorjahr


Euro

Euro

Deutschland
24.810.091,77
45,99%
15.579.625,12
45,34%
Ausland:




Europäische Union
20.936.260,74
38,81%
15.849.874,36
46,12%
Drittland
8.203.982,40
15,21%
2.934.300,75
8,54%

53.950.334,91
100,00%
34.363.800,23
100,00%


Personalaufwand

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Euro 2.188.860,00 auf Euro 8.468.450,28 vermehrt. Der Anstieg der Personalaufwands ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Gesellschaft in 2021 deutlich weniger Kurzarbeitergeld bezogen hat als im Vorjahr. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde im Berichtsjahr Kurzarbeitergeld gezahlt und in Teilen bereits bei der Bundesagentur für Arbeit zur Erstattung beantragt. Der Ausweis erfolgt für das Kurzarbeitergeld als durchlaufender Posten und für die Beitragsanteile zur Sozialversicherung, die auf die Ausfallstunden entfallen, erfolgsneutral als Kürzung der Personalaufwendungen.

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:

Bezeichnung
2021
Vorjahr

Euro
Euro
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
46.266,19
11.650,00
VAT Refund UK und FR
32.107,93
0,00
Rückvergütung Auslagen
1.312,01
1.390,81
Sonstiges
274,27
0,00
Umsatzerlöse aus Vorperiode
0,00
15.600,00

79.960,40
28.640,81


Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Aufwendungen enthalten:

Bezeichnung
2021
Vorjahr

Euro
Euro
Rechtsberatungskosten
101.741,39
0,00
VAT FR und UK
13.614,96
0,00
Vermittlungskosten
7.469,75
0,00
Ausländische Sozialabgaben
6.726,04
0,00
Beraterleistungen aus Vorperiode
2.700,00
15.600,00
Sonstiges
3.154,31
0,00
Bürobedarf aus Vorperiode
0,00
766,40
Versicherungsbeiträge Vorperiode
0,00
2.011,06
Berufsgenossenschaft Vorperiode
0,00
15.111,84

135.406,45
33.489,30


Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 3.892.891,92 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Bezeichnung
Laufzeit
Betrag in Euro
Büromiete Berlin
12/2026
2.296.563,00
Büromiete Paris
03/2024
1.565.998,92
Büromiete London
06/2022
30.330,00


3.892.891,92


Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Jahresergebnis in Höhe von Euro -274.382,50 wird auf neue Rechnung in das Folgejahr vorgetragen.

Namen der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt von:

Name:
Dr. Christoph Hardt
ausgeübter Beruf:
Vertriebsgeschäftsführer
Name:
Dr. Jan Schächtele
ausgeübter Beruf:
administrativer Geschäftsführer


Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB betrug 116 (Vorjahr: 122).

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen

Anzahl
Arbeiter

0
Angestellte

112
leitende Angestellte

4
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter

78
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter

38
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt

116


Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Mit notarieller Beurkundung am 25./26. März 2022 wurden sämtliche Anteile an der Gesellschaft durch die Malt Community S.A., Paris (Frankreich), übernommen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 29. Juli 2022

Dr. Christoph Hardt und Dr. Jan Schächtele


Anlagespiegel


Anschaffungs-,
 
 

 
 

Herstellungs-
Zugänge
Abgänge
kumulierte
Zuschreibungen
 

kosten
 
 
Abschreibungen
Geschäftsjahr
Buchwert

01.01.2021
 
 
31.12.2021
 
31.12.2021

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen
 
 
 
 
 
 
Immaterielle Vermögens-
gegenstände
 
 
 
 
 
 
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
 380.927,85
 0,00
 0,00
 352.500,21
 0,00
 28.427,64
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
 380.927,85
 0,00
 0,00
 352.500,21
 0,00
 28.427,64
Sachanlagen
 
 
 
 
 
 
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
 245.924,97
 141.242,90
 98.555,40
 175.107,47
 0,00
 113.505,00
Summe Sachanlagen
 245.924,97
 141.242,90
 98.555,40
 175.107,47
 0,00
 113.505,00
Finanzanlagen
 
 
 
 
 
 
Anteile an verbundenen
Unternehmen
 32.000,00
 10.000,00
 0,00
 0,00
 0,00
 42.000,00
Summe Finanzanlagen
 32.000,00
 10.000,00
 0,00
 0,00
 0,00
 42.000,00
Summe Anlagevermögen
 658.852,82
 151.242,90
 98.555,40
 527.607,68
 0,00
 183.932,64

sonstige Berichtsbestandteile


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 22.11.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die COMATCH GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der COMATCH GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der COMATCH GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich fürr die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und umausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 29. Juli 2022

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Signiert von
Marius Sternberg
Wirtschaftsprüfer

Signiert von
Stefan Krayl
Wirtschaftsprüfer

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