Stammdaten

Register
Amtsgericht Düren HRB 2864
Eingetragen
7.9.2000
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von sonstigen anorganischen Grundstoffen und Chemikalien
Gegenstand
die Produktion von chemischen Produkten (mit Ausnahme von Arzneimitteln i.S.d. Arzneimittelgesetzes) und die Vornahme von Speditionsgeschäften aller Art mit Ausnahme des nach dem Güterkraftverkehrsgesetz erlaubnispflichtigen Güterkraftverkehrs sowie jegliche Tätigkeiten, die den vorgenannten Zwecken förderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Weckheuer
seit 13.6.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Grace PAR CorporationUSA
89.92%
W. R. Grace & Co-Conn.USA
10.08%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grace Silica GmbH

Düren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Grace ist ein weltweit führender Anbieter von Spezialchemikalien innerhalb der Standard Industries-Unternehmensgruppe und basiert auf Talent, Technologie und Vertrauen.

Unsere beiden branchenführenden Geschäftsbereiche - Catalysts Technologies und Materials Technologies - bieten innovative Produkte, Technologien und Dienstleistungen, die die Produkte und Prozesse unserer Kunden weltweit verbessern.

Durch kundenorientierte Innovationen, strategische Akquisitionen, flexible weltweite Fertigung und das Talent unserer Mitarbeiter sichern wir uns starke strategische Positionen und pflegen unübertroffene Kundenbeziehungen zu vielen der weltweit führenden Unternehmen.

Grace, ein Unternehmen von Standard Industries, hat sich verpflichtet, Kunden, Investoren und den Gemeinden, in denen wir tätig sind, sicher und nachhaltig Mehrwert zu bieten.

(Quelle Internetseite W.R. Grace "Our Businesses")

Dabei leistet die Grace Silica GmbH in Düren durch die Produktion und den ausschließlich konzerninternen Verkauf von gefällter Kieselsäure sowie Aluminiumsulfaten mit mehr als 100 Mitarbeitern einen wichtigen Beitrag zum Gesamterfolg der Unternehmensgruppe. Die hergestellten Materialien werden insbesondere als Basisstoffe für Bindemittel und Reifen eingesetzt.

Mit diesem Kerngeschäft erzielt die Grace Silica Umsätze aus dem konzerninternen Manufacturing Vertrag mit der Grace GmbH.

Die Grace Silica GmbH hält kein eigenes Anlagevermögen. Sämtliche Gegenstände des Anlagevermögens werden von der Grace GmbH, Worms, gehalten und an die Gesellschaft verpachtet.

2. Forschung und Entwicklung

Die Grace Silica GmbH betreibt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Forschung und Entwicklung wird durch verbundene Unternehmen, insbesondere die Grace GmbH, durchgeführt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2024 verbuchte die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie ein Plus von 2 % - das ist weniger, als sich die Branche nach dem positiven Jahresbeginn erhofft hatte. Grund für den geringeren Anstieg sind fehlende Aufträge. Die Produktionsanlagen wurden 2024 im Schnitt nur zu 75 % ausgelastet. Seit nunmehr vier Jahren in Folge liegt die Chemie- und Pharmabranche damit unter dem notwendigen Grundwert für einen rentablen Betrieb. Als Konsequenz wurden in den vergangenen Monaten erste Anlagen dauerhaft geschlossen. Weitere Stilllegungen werden voraussichtlich folgen.

Chemie und Pharma erwirtschafteten im Jahr 2024 einen Umsatz von € 221 Mrd. (-2 %). Das Minus im Auslandsgeschäft (€ 139 Mrd.) beläuft sich auf 1%, die Verkäufe in Deutschland (€ 82 Mrd.) sanken um 4 %. Rückläufige Preise haben das Umsatzminus verstärkt. Im Schnitt waren Chemikalien 2,5 % günstiger als im Vorjahr.

(Quelle VCI Jahresbilanz 2024)

Grundsätzlich agiert die Grace Silica GmbH in einem polypolistischen Marktumfeld.

2. Geschäftsverlauf

Entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend wurden im Geschäftsjahr 2024 Umsätze in Höhe von € 53,2 Mio. (Vorjahr: € 52,6 Mio.) erwirtschaftet. Dies entspricht einem Anstieg von 1,1 % (Vorjahr: Rückgang 11,8 %) und resultiert aus höherer Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr. Der Geschäftsbereich Materials Technologies ist aufgrund des Einsatzes in Konsumgütern volatil.

3. Lage

a. Ertragslage und Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2024 betrug das Bruttoergebnis vom Umsatz € 4,0 Mio. (Vorjahr: € 3,9 Mio.). Der leichte Anstieg des Bruttoergebnisses vom Umsatz resultiert aus gestiegenen Umsatzerlösen in Höhe von € 0,6 Mio., denen gestiegene Herstellungskosten in Höhe von € 0,5 Mio. gegenüber standen. Die bezogenen Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um € 0,3 Mio. und die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um € 1,3 Mio. gestiegen (die Veränderungen wurden unter Berücksichtigung der Ausweisänderungen für Energien berechnet). Der Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist auf gestiegene Kosten für Energien zurückzuführen. Der Anstieg konnte durch geringere Aufwendungen für Personal in der Produktion in Höhe von € 1,1 Mio., insbesondere infolge geringerer Aufwendungen für Altersversorgung, zum großen Teil ausgeglichen werden.

Die Verwaltungskosten betrugen im Geschäftsjahr € 1,0 Mio. (Vorjahr: € 0,9 Mio.).

Zinserträge wurden im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von € 0,5 Mio. erzielt (Vorjahr: € 0,4 Mio.). Die Zinserträge resultieren maßgeblich aus Cash Pool Forderungen. Der Zinsaufwand im Jahr 2024 beträgt € 0,1 Mio. (Vorjahr € 0,1 Mio.) und ist weitgehend auf die Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen zurückzuführen.

Insgesamt konnte ein Ergebnis nach Steuern von € 3,5 Mio. (Vorjahr: € 3,3 Mio.) erzielt werden, der an die unmittelbar übergeordnete Muttergesellschaft, die Grace Germany GmbH, abgeführt wird.

b. Vermögenslage und Finanzlage

Die Bilanzsumme in Höhe von € 29,5 Mio. (Vorjahr: € 29,1 Mio.) umfasst auf der Aktivseite Vorräte in Höhe von € 4,3 Mio. (Vorjahr: € 4,9 Mio.) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 24,5 Mio. (Vorjahr: € 23,5 Mio.). Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Saldos um € 4,3 Mio. gegenüber der Grace Europe Holding GmbH aufgrund des gestiegenen Cash-Pool-Guthabens sowie einem Rückgang des Saldos um € 3,3 Mio. aus Liefer- und Leistungsverkehr mit der Grace GmbH.

Die Forderungen aus dem Cash-Pooling betragen am Stichtag € 17,9 Mio. (Vorjahr: € 14,0 Mio.).

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 13 % (Vorjahr: 13 %). Auf der Passivseite sind Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um € 0,1 Mio. auf € 15,2 Mio. (Vorjahr: € 15,3 Mio.) aufgrund der Änderung des Abzinsungssatzes gesunken. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen aufgrund von ausstehenden Energierechnungen um € 0,3 Mio. auf € 3,2 Mio. (Vorjahr: € 2,9 Mio.) gestiegen.

Des Weiteren sind auf der Passivseite die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um € 0,3 Mio. auf € 7,2 Mio. (Vorjahr: € 6,9 Mio.) angestiegen. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf die gestiegene Ergebnisabführung im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Derivative Finanzinstrumente / Absicherung von Bezugspreisen

Es ist die Unternehmenspolitik, in regelmäßigen Abständen Terminkontrakte, Optionskontrakte und andere Finanzgeschäfte abzuschließen. Instrumente, die zum Schutz vor Schwankungen der Wechselkurse, Zinsen und Rohstoffpreise als angemessen erachtet werden.

Im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit kauft die Grace Silica GmbH Erdgas im Rahmen von Erdgaslieferverträgen mit verschiedenen Drittanbietern zur Verwendung in ihren Produktionsbetrieben zum variablen, aktuellen Marktpreis. Folglich setzt die Volatilität des Marktpreises für Erdgas die Grace Silica GmbH dem Risiko ungewisser Cashflows zu einem zukünftigen Zeitpunkt aus.

Um diesem Preisrisiken zu begegnen, schließt die Gesellschaft teilweise Sicherungsgeschäfte in Form von Finanzderivaten auf Gaseinkäufe ab.

Die Effektivität der Sicherungsgeschäfte wurde zu Beginn mit einer Regressionsanalyse gemessen und bestätigt und jedes Quartal erneut verifiziert.

Die Grace Silica wendet zur bilanziellen Abbildung der Bewertungseinheit die Einfrierungsmethode an. Bei dieser werden die sich ausgleichenden Zahlungsströme aus dem abgesicherten Risko nicht bilanziert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Zielgrößen zur Unternehmenssteuerung sind das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), die Umsatzerlöse sowie die Umsatzrendite. Die Umsatzrendite ergibt sich aus dem Verhältnis des EBITDA zu den Umsatzerlösen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten Umsatzerlöse in Höhe von € 53,2 Mio. erzielt werden (Vorjahr: € 52,6 Mio.). Dies entspricht einem Anstieg von rund 1 % im Vergleich zum Vorjahr und trifft somit die Erwartung von einem leichten Anstieg aus dem Geschäftsjahr 2023.

Das EBITDA ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert und liegt 2024 bei € 3,0 Mio. (Vorjahr: € 3,0 Mio.) und trifft somit nicht die Erwartung aus dem Prognosebericht des Vorjahres, in dem ein Rückgang des EBITDA im unteren einstelligen Millionenbereich erwartet wurde. Daraus ergibt sich, entgegen der Erwartungen von 5,6%, eine unveränderte Umsatzrendite von 5,7% (Vorjahr: 5,7 %).

Basierend auf dieser Auswertung kann die wirtschaftliche Lage der Grace Silica GmbH als insgesamt positiv beurteilt werden.

5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind die Energieintensität, die Mitarbeiterentwicklung sowie die Arbeitssicherheit definiert.

Die deutsche Grace Gruppe misst dem Schutz der Umwelt sowie dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen eine große Bedeutung zu. Dabei werden die vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen sowohl bei der Optimierung von Technologien und Prozessen als auch bei der Entwicklung innovativer Produkte zum Schutz der Umwelt, der Gesellschaft und des Klimas eingesetzt. Ziel ist es den Ressourceneinsatz weiter zu optimieren, den Ausstoß von Emissionen weiter zu verringern, den Wasserverbrauch weiter zu senken und die Erzeugung von Abfällen so weit wie möglich zu vermeiden.

Darüber hinaus sind die Produktionsstandorte in Worms und Düren nach der weltweit gültigen Umweltmanagementnormen DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 50001 zertifiziert und werden jährlich einem externen Audit unterzogen. Seit vielen Jahren wird dieses nach ISO 14001 und ISO 50001 zertifizierte Umwelt- und Energiemanagementsystem kontinuierlich weiterentwickelt.

Der Zielwert von 4.041 kWh/t für die Energieintensität (Energiemenge pro Nettoproduktionsmenge) wurde 2024 mit 2.289 kWh/t um 57 % übertroffen. Grund für den hohen Zielwert im Vorjahr war ein offenes Gasventil, das den erwarteten Gasverbrauch erhöht hat. Dies ist im Geschäftsjahr 2024 aufgefallen und wurde entsprechend korrigiert.

Im Geschäftsjahr 2024 waren in der Gesellschaft durchschnittlich 123 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 119 Mitarbeiter). Im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer ist die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 76 auf 79 gestiegen und im Bereich der Angestellten ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl von 43 auf 44 gestiegen. Mit einem Anstieg von 3,3% ist die Anzahl der Mitarbeiter nahezu konstant geblieben; erwartet war eine konstante Anzahl. Somit wurde die Prognose aus dem Vorjahr nicht erfüllt.

Das seitens der Gesellschaft sowie der gesamten deutschen Grace-Gruppe implementierte Vergütungssystem gewährt eine transparente und leistungsgerechte Bezahlung der Beschäftigten. Neben dem leistungs- und verantwortungsbezogenen Grundlohn bzw. -gehalt sind auch erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile sowie diverse Zusatzleistungen, insbesondere eine attraktive betriebliche Altersvorsorge, vorgesehen.

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind grundlegende Bestandteile der Personalpolitik. Die Beteiligung von Arbeitnehmervertretern ist daher ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Kollektive Regelungen wie Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen bestimmen die Arbeitsbedingungen der deutschen Grace-Gruppe.

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowie der Schutz der Umwelt zählen zu den wichtigsten Anforderungen der Grace Gruppe. Sicheres Arbeiten fördern und überprüfen wir unter anderem durch Gefährdungsbeurteilungen, Sicherheitsregeln, Seminare und Audits. Grace geht dabei über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und hat z.B. das Sicherheitsmanagementsystem mit dem Gütesiegel "Sicher mit System" von den BG-Rohstoffen und chemischen Industrie (BG RCI) zertifizieren lassen. Die Anforderungen der weltweit bekannten Arbeitsschutzmanagementnorm DIN EN ISO 45001 werden dabei nachweislich erfüllt. Um die Sicherheitskultur weiter zu verbessern, wurde ein Projekt zur Sicherheitskulturentwicklung mit dem Namen GOAL ZERO ausgerollt. Das Projekt startete 2023 mit verschiedenen Workshops auf der Führungsebene und wurde auf alle Bereiche ausgeweitet. Im Rahmen des Projektes wurden unter anderem die 10 Grace Grundregeln zum sicheren Handeln entwickelt und implementiert, das Unterbrechen von unsicheren Tätigkeiten im Rahmen der "STOPP-Initiative" gefördert und die Kommunikation hierarchieübergreifend verbessert. Ergänzend zur STOPP Initiative wurde eine Last Minute Risk Analysis Prozess (Take Two Karte) implementiert.

Ziel der Grace Gruppe ist es Unfälle jeglicher Art vollständig zu vermeiden. Im Geschäftsjahr 2024 ereigneten sich bei der Grace Silica GmbH drei nach den OHSA-Kriterien meldepflichtige Unfälle und somit konnte das Ziel von null Unfällen nicht erreicht werden. Gemäß OSHA 300-Kriterien wurde eine Unfallrate von 2,43 (Vorjahr: 0,85) meldepflichtigen Arbeitsunfällen pro 200.000 Arbeitsstunden mit Berücksichtigung unserer Leiharbeitnehmer registriert. Weltweit erzielte Grace eine Unfallrate von 0,46 (Vorjahr: 0,42) meldepflichtigen Arbeitsunfällen pro 200.000 Arbeitsstunden.

Um das Ziel "Null Unfälle" künftig zu erreichen setzt Grace weiterhin auf eine Weiterentwicklung unserer Sicherheitskultur. In wöchentlichen Meetings werden aktuelle Themen der Mitarbeiter in den einzelnen Bereichen direkt mit der Werksleitung besprochen. Dadurch wurde die Kommunikation weiter verbessert. Vorgesetze sind aufgefordert, in die Betriebe zu gehen und das Gespräch mit Mitarbeitern zum Thema Arbeitssicherheit zu suchen. Arbeitssicherheit findet vor Ort statt. Auch Kontraktoren wurden noch intensiver mit in die Grace Sicherheitsarbeit eingebunden.

III. Prognosebericht

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die deutsche Wirtschaft tritt weiterhin auf der Stelle. Institute und Bundesregierung erwarten für 2025 ein Wachstum zwischen 0,2 % und 0,3 %.

Der weltwirtschaftliche Impuls ist angesichts der geopolitischen Turbulenzen und sinkender Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu schwach, um den Trend umzukehren. Auf der anderen Seite besteht die Hoffnung, dass nach der Bundestagswahl eine stabile Koalition positive Impulse setzen und die Unsicherheit über die weitere Wirtschaftspolitik dämpfen kann. Ob eine "Wirtschaftswende" gelingt und sich in der Wirtschaft eine Aufbruchstimmung breit macht, bleibt abzuwarten. Einen Aufschwung erwarten wir frühestens 2026. Für die Chemie zeichnet sich deshalb im Inlandsgeschäft in 2025 noch keine Erholung ab.

Auch das Exportgeschäft bleibt in 2025 schwierig. Denn die gesamte europäische Industrie kämpft mit ähnlichen Problemen wie die deutsche Wirtschaft. Die EU-Industrieproduktion war bis zuletzt rückläufig. Für das laufende Jahr wird überwiegend mit einer Bodenbildung gerechnet. Angesichts ausbleibender Impulse aus Brüssel lässt die Erholung aber weiter auf sich warten. Besser sieht es im Rest der Welt aus. In Asien und auf dem amerikanischen Kontinent nimmt die Wirtschaft allmählich Fahrt auf. Hiervon kann die deutsche Wirtschaft aber nur eingeschränkt profitieren. Im US-Geschäft drohen Zölle und Chinas Wirtschaft wird zunehmend unabhängiger von Importen. Zudem haben sich dort nach Jahrzehnten des Investitionsbooms Überkapazitäten aufgebaut - besonders in der Chemie. Die Einkaufsmanagerindizes der Industrie zeigen, dass sich in weiten Teilen der Welt die Geschäftsaussichten der Industrie zuletzt kaum verbessert haben. Die globale Nachfrage nach Chemikalien wird sich daher in den nächsten Monaten nicht verbessern. Das Exportgeschäft der deutschen Chemie wird 2025 durch die zuletzt gesunkene preisliche Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich belastet.

Trotz des enttäuschenden Schlussquartals 2024 hält der VCI an seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2025 fest. Für die Produktion unserer Branche gehen wir weiterhin von einer Stagnation aus. Das Plus in der pharmazeutischen Industrie kann das Minus in der Chemie kompensieren. Der Branchenumsatz insgesamt wird 2025 voraussichtlich um 1 % sinken.

(Quellen: VCI Quartalsbericht Q4 2024; Homepage ifo und Bundesregierung)

Im Grace Geschäftsbereich "Material Technologies", zu welchem die Produkte der Grace Silica GmbH gehören, wird entgegen dem Gesamtwirtschaftlichen Trend für das Geschäftsjahr 2025 mit leicht steigenden Umsätzen, aufgrund steigender Nachfrage, im niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet. Unsere Kernprodukte werden über den konzerninternen Manufacturing Vertrag mit der Grace GmbH vertrieben, und die leicht steigenden Umsatzerwartungen hängen von deren Prognosen ab.

Aufgrund der prognostizierten Umsätze und steigender Kosten, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2025 ein leicht steigendes EBITDA im unteren einstelligen Millionenbereich, sowie eine fast unveränderte Umsatzrendite von 5,8 %.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steigerung der Energieeffizienz werden im Rahmen des Energiemanagementsystems, welches nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert ist, jedes Jahr Projekte geplant und erfolgreich umgesetzt. Ein Team arbeitet kontinuierlich an neuen Projekten, um die Energieeffizienz weiter zu verbessern und den spezifischen Energieverbrauch stetig zu senken. Als Ziel für den Zeitraum bis 2026 ist eine Reduzierung der Energieintensität um 2,5 % bezogen auf das Vergleichsjahr 2016 definiert. Dazu werden im Rahmen des Energiemanagements kontinuierlich alle wesentlichen Energieverbraucher analysiert, um Projekte zur Optimierung des spezifischen Energieeinsatzes zu identifizieren und umzusetzen.

Grace hat sich im Q4 2020 verpflichtet, den Energieverbrauch (Zielwert 2025 kWh/t 2.388) und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen zu senken, indem die Energieeffizienz verbessert und die Quote des Energie-Recyclings (z.B. aus Abwärme) erhöht wird. Für Düren wurde eine produktenergieäquivalente Energieintensitätskennzahl eingeführt, die die Verschiebung des Produktportfolios zu energieintensiveren Produkten besser repräsentiert.

Grace hat sich zum globalen Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen von Scope 1 und Scope 2 bis 2029 um 22 % gegenüber 2019 zu senken, sowie den Wasserverbrauch um 10 % und die Abfallquote zur Deponie um 5 % bezogen auf das Vergleichsjahr 2019 zu reduzieren. Auf den Standort Düren bezogen sollen bis 2031 die Emissionen um 13.068t CO 2 /Jahr gesenkt werden.

Um diese Ziele zu erreichen, wurde eine Nachhaltigkeitsinitiative gestartet. Die Nachhaltigkeitsorganisation wurde im Jahr 2021 erweitert und zusätzliche Positionen besetzt.

Im Geschäftsjahr 2025 wird die Anzahl der Mitarbeiter nahezu konstant bleiben, solange sich die wirtschaftlichen Bedingungen für das Unternehmen nicht wesentlich ändern.

Die Lohn- und Gehaltskosten werden sich im Rahmen des vereinbarten Tarifvertrages entwickeln.

Durch die Weiterentwicklung unserer Sicherheitskultur erwarten wir eine weitere Verbesserung unserer Sicherheitsleistung. GOAL-Zero wird weiterhin unser Ziel sein und der Fokus wird auf einer präventiv wirksamen Arbeitssicherheit liegen. Dazu gehören insbesondere die Präsenz von Führungskräften vor Ort, die Verbesserung der Kommunikation und die Optimierung unseres Ereignismeldewesens mit dem Fokus auf Leading Indicators. Jeder einzelne macht den Unterschied, um sicher zu arbeiten. Außerdem wird weiterhin ein Fokus auf Critical Life Safety Themen und Gefahrenerkennungsworkshops, insbesondere vor Ort, gelegt werden. Keine meldepflichtigen Arbeitsunfälle/Erkrankungen sehen wir weiterhin als erreichbares Ziel an. Es wird verschiedenste Aktionen zur Versbesserung der Sicherheitskultur im Jahr 2025 geben: Gefahrenerkennung vor Ort, Safety Leadership Trainings, Kommunikationsworkshops, Safe Summer Aktionen, diverse Firmenseminare und Trainings.

IV. Chancen- und Risikobericht

Das Chemiegeschäft bleibt schwierig. Anders als noch im Vorjahr hat sich die Lage der Branche zum Jahresanfang 2025 nicht verbessert. Das Warten auf eine Trendwende setzt sich damit fort. Die Mehrheit der Unternehmen bewertet, laut ifo-Umfrage aus Februar 2025, die aktuelle Situation genauso negativ wie in den vergangenen Monaten. Auch die sich kaum gebesserte Nachfrage macht den Unternehmen zu schaffen. Die Mehrheit der Firmen gab an, die Produktion im Vergleich zum Vormonat konstant gehalten oder sogar gesenkt zu haben. Gründe für die Drosselung waren aber nicht nur die schwache Nachfrage, sondern auch die gut gefüllten Fertigwarenlager. Etwas besser sieht die Situation bei den Pharmaunternehmen aus: Sie bewerten die Nachfrage positiv und bezeichnen den Auftragsbestand als zufriedenstellend.

Die Branche hofft auf eine Erholung in den kommenden Monaten. Dabei fallen die Geschäftserwartungen aber insgesamt nur verhalten aus. Die Unternehmen planen ihre Produktion auf niedrigem Niveau wieder auszudehnen.

Für das Exportgeschäft kehrt der Optimismus etwas deutlicher zurück. Dabei bleibt die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung am Heimatstandort jedoch bestehen. Neben der fehlenden Nachfrage bereiten vor allem die hohe Steuerlast und nicht konkurrenzfähige Energiepreise sowie eine überbordende Bürokratie den Unternehmen Sorgen. Die Hoffnungen der Branche ruhen auf den Koalitionsverhandlungen aus der diesjährigen Bundestagswahl sowie einem daraus resultierenden wirtschaftspolitischen Neustart im Land.

(Quelle: VCI Schlaglicht Chemie und Pharma Januar 2025)

Die, im Verhältnis zur Gesamtchemieindustrie, bessere Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 zeigt, dass die Gesellschaft trotz der genannten Schwierigkeiten, weiterhin an ihrer profitablen Wachstumsstrategie festhalten kann.

Die Unsicherheiten aufgrund verschiedener Krisenherde in der Welt, bestehen weiterhin und werden voraussichtlich längerfristigen Einfluss auf die Weltwirtschaft nehmen und sich sehr wahrscheinlich auch weiterhin auf die Profitabilität der Gesellschaft auswirken.

a) Liquidität

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht vollständig und rechtzeitig erfüllt werden können.

Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme erkennen wir im Rahmen unseres zentralen Liquiditätsrisikomanagements frühzeitig. Wir beteiligen uns an einem regionalen Cash-Pool, der das Liquiditätsmanagement vereinfacht und den Bedarf an externen Krediten vermeidet. Darüber hinaus kann sich das Unternehmen bei Bedarf innerhalb des globalen Grace Konzerns refinanzieren.

Aufgrund der vorstehenden Aussagen kann die Eintrittswahrscheinlichkeit des Liquiditätsrisikos als gering eingeschätzt werden. Diese Einschätzung wird durch die globale Liquidität des Unternehmens auf Konzernebene und durch unsere Fähigkeit, Zugang zu den Kapitalmärkten zu erhalten, weiter untermauert.

b) Personal

Die Verfügbarkeit von Mitarbeitern mit erforderlichen Qualifikationen zum richtigen Zeitpunkt stellt das aktuell wesentlichste Personalrisiko dar.

Aufgrund interner Weiterbildungen und einem attraktivem Total Reward Paket (Grundgehälter, Boni, Sozialleistungen etc.), ergeben sich in diesem Zusammenhang attraktive Anreize für alle Mitarbeiter. Zudem ergibt sich durch unsere spezifischen Ausbildungen im Tarifbereich eine sehr gute Quelle für geeignetes und qualifiziertes Personal. Ergänzend gibt es Möglichkeiten über Outsourcing (Personaldienstleister, Werkverträge), die Verschiebung von Aufgaben im Konzern, weitere Human Ressource-Potenziale zu nutzen.

c) Beschaffung

Die geopolitischen Einflüsse sind weiterhin vorhanden und waren auch in 2025 zu spüren. Generell hat sich die Beschaffungssituation aber weiterhin gegenüber dem Vorjahr verbessert und die Märkte haben sich weitestgehend normalisiert, was sich zum Teil auch in den Rohstoffkosten bemerkbar machte. Trotzdem bewegten sich die Rohstoffkosten auf einem weiterhin hohen Niveau geprägt durch Inflation und hohe Energiekosten.

Bei den indirekten Materialien, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen, bestehen weiterhin Verknappungen und das Preisniveau ist konstant hoch. Auf das Gesamtjahr bezogen weisen diese Materialien eine Inflationsrate im hohen einstelligen Bereich aus.

Unter anderem aufgrund des Fortgangs des Ukrainekriegs, eines weiterhin potenziellen Konflikts China/Taiwan, der globalen Märkte und der Weltwirtschaft ist nicht damit zu rechnen, dass sich die oben genannte Situation hinsichtlich des allgemeinen Kostenniveaus zeitnah spürbar und nachhaltig verbessert. Die Sicherstellung der Versorgung wird auch im Jahr 2025 im Zentrum der Aktivitäten in der Beschaffung stehen. Zudem wird das Thema Nachhaltigkeit eine noch stärkere Rolle einnehmen, da in der EU mittlerweile diverse Verpackungsgesetze sowie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz verabschiedet worden sind.

d) Datenschutz und IT-Compliance

Grace hat ein globales Rahmenwerk für Cybersicherheitsrisiken eingeführt, mit dem Ziel, den Schutz der kritischen Vermögenswerte unseres Unternehmens durch die Identifizierung, Bewertung und Minderung potenzieller Cybersicherheitsrisiken sicherzustellen. Das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil unseres Sicherheitsprogramms und trägt dazu bei, dass Risiken für die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit identifiziert, analysiert und auf einem akzeptablen Niveau gehalten werden. Es werden vierteljährliche Risikobewertungen von Kontrollen erstellt, die den Cybersicherheitsstandards in sechs Schlüsselbereichen zugeordnet sind, darunter Identität, Datenverarbeitung, Netzwerk, Speicher, Anwendung und Fertigung, um Bereiche zu priorisieren und sich auf diese zu konzentrieren, die den größten Einfluss auf kritische und sensible Informationsressourcen haben, und die Grundlage dafür zu schaffen fundierte Entscheidungsfindung in Bezug auf Informationssicherheit. Darüber hinaus unterhält Grace ein Programm zur Sensibilisierung für Cybersicherheit, das fortlaufende Sicherheitsschulungen, Phishing-Simulationen und Endbenutzerkommunikation umfasst.

e) Gesamtwirtschaftliche und geopolitische Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Phase moderater Dynamik, bei gleichzeitig deutlich erhöhter wirtschaftspolitischer Unsicherheit - bedingt vor allem durch die Maßnahmen der neuen US-Regierung (Protektionismus, Zölle, Handelskonflikte). Die Geldpolitik dürfte weniger restriktiv ausfallen und die Finanzierungsbedingungen verbessern. Der Welthandel wird durch die Handelsspannungen zukünftig gebremst werden.

EU und Deutschland verharren in der Stagnation - insbesondere bei Industrie und Chemie zeichnet sich aufgrund der strukturellen Probleme keine Trendwende ab. Gleichzeitig fehlen kräftige Impulse aus den USA, China und dem sonstigen Ausland. China bleibt Spitzenreiter beim Wachstum, aber die Dynamik dürfte sich aufgrund der strukturellen Probleme mittelfristig abschwächen.

In den USA bleibt die Gesamtwirtschaft stabil und Industrie und Chemie schwenken wieder auf einen Wachstumskurs ein. Gute Rahmenbedingungen im Inland stützen die Entwicklung. Die Risiken haben sich aber zuletzt erhöht.

(Quelle: VCI bw-q3-2024)

f) Preise von Rohstoffen und Energie

Als produzierendes Industrieunternehmen ist die Grace Silica GmbH Preisrisiken in Bezug auf den Einkauf von Rohstoffen und Energie ausgesetzt. Dies betrifft insbesondere die volatilen Marktpreise für Erdgas.

Um diesen Schwankungen entgegenzuwirken, sichert die Gesellschaft den Preis von Erdgas mit Finanzderivaten ab. Das Risiko nicht an sinkenden Marktpreisen zu partizipieren, besteht durch diese Absicherung teilweise, die Sicherung der Planbarkeit und Absicherung gegen steigende Preise überwiegt aber diesem Risiko.

Die entsprechenden Sicherungsgeschäfte werden global zentral für die Grace Silica GmbH verwaltet, jedoch im Auftrag der Gesellschaft abgeschlossen.

g) Produktinnovation und Einsatz neuer Technologien

Unsere schnelle Reaktion auf Marktanforderungen mit Produktinnovationen und der Einsatz neuer Technologien bergen Wettbewerbsvorteile und damit gute Wachstumschancen für unser Unternehmen. Hier sehen wir uns wettbewerbsfähig.

Gesamtrisiko

Die Gesamtrisikosituation der Grace Silica GmbH setzt sich aus den Einzelrisiken aller beschriebenen Risikokategorien zusammen. Die vorgenannten Risiken, insbesondere die gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen, werden als herausfordernd für die Entwicklung der Gesellschaft angesehen. Entsprechend können sich auch die oben beschriebenen Chancen positiv auswirken.

Die folgende Tabelle gibt für die dargestellten Risiken, die innerhalb des einjährigen Prognosezeitraums zu Abweichungen führen können, unsere Erwartungen hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung wieder:

Eintrittswahrscheinlichkeit (in %) / Auswirkung 0 - 25 26 - 50 51 - 75 76 - 100
niedrig d)
mittel b) f)
hoch a) c) e)

 

Düren, den 09. April 2025

Grace Silica GmbH

Geschäftsführer

Sebastian Schäfer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024
31.12.2023
A. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.735.991 2.735.094
2. Unfertige Erzeugnisse 920.896 1.445.701
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 621.043 702.200
4.277.930 4.882.995
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.549.145 23.492.475
2. Sonstige Vermögensgegenstände 698.564 708.862
25.247.709 24.201.337
III. Kassenbestand 568 568
29.526.207 29.084.900
29.526.207 29.084.900

Passiva

31.12.2024
31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000 250.000
II. Kapitalrücklage 1.851.000 1.851.000
III. Gewinnvortrag 1.718.098 1.718.098
3.819.098 3.819.098
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.148.525 15.293.893
2. Sonstige Rückstellungen 3.172.080 2.853.548
18.320.605 18.147.441
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.750.413 3.617.461
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.471.628 3.289.938
3. Sonstige Verbindlichkeiten 164.463 210.962
7.386.504 7.118.361
29.526.207 29.084.900

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

1.1. bis 31.12.2024
1.1. bis 31.12.2023
1. Umsatzerlöse 53.195.015 52.623.366
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -49.199.032 -48.715.323
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 3.995.983 3.908.043
4. Allgemeine Verwaltungskosten -1.044.983 -892.282
5. Sonstige betriebliche Erträge 61.672 58.889
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.031 -64.231
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 545.201 386.612
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -99.219 -119.983
9. Ergebnis nach Steuern 3.453.623 3.277.047
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne -3.453.623 -3.277.047
11. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Grace Silica GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft wird unter der Handelsregister-Nummer HRB 2864 im Handelsregister Düren geführt.

Grundsätze der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Emissionszertifikate werden innerhalb der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen und mit dem niedrigeren Marktpreis oder zu Anschaffungskosten bewertet (T€ 754; Vorjahr: T€ 776). Unentgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden mit einem Erinnerungswert angesetzt.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Prinzips der verlustfreien Bewertung erfasst. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material-, Lohn- und Sondereinzelkosten der Fertigung auch die aktivierungspflichtigen Gemeinkosten nach § 255 Abs. 2 HGB. Soweit erforderlich werden Abschreibungen für Lagerrisiken und Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Dazu werden Gängigkeitsabschläge anhand einer festgelegten Prozentstaffel nach Alter berechnet. Die Abwertungsprozentsätze reichen von 25 % (Bestände älter als 180 Tage) bis 100 % (Bestände älter als 720 Tage).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für Forderungen, deren Bezahlung mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden individuelle Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestand

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Rückstellungen

Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G bewertet. Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (wie im Vorjahr) zu bewerten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurden demnach mit dem von der Deutschen Bundesbank für den 31. Dezember 2024 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Rechnungszinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt für den 31. Dezember 2024 1,90 % (Vorjahr: 1,83 %). Der für die Vergleichsberechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,96 % (Vorjahr: 1,75 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) und einer jährlichen Rentensteigerung von 1,9 % (Vorjahr: einmalige Rentenerhöhung von 16 % und danach von einer jährlichen Rentensteigerung von 1,9 %) zugrunde gelegt.

Die Grace Silica GmbH verfügt zum Stichtag über ein Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von T€ 517 (Zeitwert, der dem Marktwert entspricht) (Vorjahr: T€ 515), das mit den zugrundeliegenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 15.666 (Vorjahr: T€ 15.809) verrechnet wurde. Die Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen belaufen sich auf T€ 591 (Vorjahr: T€ 591).

Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre beträgt T€ - 161 (Vorjahr: T€ 226). Ein negativer Unterschiedsbetrag ist nicht ausschüttungsgesperrt.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden demnach mit dem von der Deutschen Bundesbank für den 31. Dezember 2024 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt für den 31.12.2024 1,96 % (Vorjahr: 1,75 %). Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden, wie auch im Vorjahr, jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) berücksichtigt.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt gemäß Stellungnahme IDW RS HFA 3 sowie auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G mit einem Rechnungszins von 1,5 % (Vorjahr 0,99 %). Sofern im Einzelfall die Restlaufzeit nicht länger als zwölf Monate ist, wird bei der Rückstellungsermittlung keine Abzinsung vorgenommen. Bei der Ermittlung der Rückstellung werden, wie auch im Vorjahr, jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) bezüglich des Erfüllungsrückstandes und der Aufstockungszahlungen berücksichtigt.

Die Grace Silica GmbH verfügt zum Stichtag über ein Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von T€ 43 (Zeitwert, der dem Marktwert entspricht) (Vorjahr: T€ 43), das mit den zugrundeliegenden Altersteilzeitsverpflichtungen in Höhe von T€ 176 (Vorjahr: T€ 243) verrechnet wurde. Die Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen belaufen sich auf T€ 52 (Vorjahr: T€ 52).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Ausnahme sind Verpflichtungen gegenüber dem Pensionssicherungsverein, diese werden mit dem Barwert angesetzt.

Bewertungseinheiten und derivative Finanzinstrumente

Absicherung von Bezugspreisen

Im Rahmen ihrer normalen Handels- oder Geschäftstätigkeit kauft die Grace Silica GmbH Erdgas im Rahmen von Erdgaslieferverträgen mit verschiedenen Drittanbietern zur Verwendung in ihren Produktionsbetrieben zum variablen Marktpreis. Folglich setzt die Volatilität des Marktpreises für Erdgas die Grace Silica GmbH einem Risiko in Form von ungewissen Cashoutflows zu einem zukünftigen Zeitpunkt aus.

Um diesem Preisrisiken zu begegnen, schließt die Gesellschaft teilweise Sicherungsgeschäfte in Form von Finanzderivaten auf Gaseinkäufe ab.

Ziel der Erdgasabsicherungen ist es, einen Preis für einen bestimmten Prozentsatz des zukünftigen Gasverbrauchs festzulegen. Dieser Gasverbrauch wird auf der Grundlage des historischen Anlagenverbrauchs geschätzt. Art und Menge des eingekauften Erdgases werden im Voraus anhand vorgegebener Marktindizes prognostiziert und bepreist.

Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich um eine Reihe monatlich abgerechneter Durchschnittspreiskontrakte. Jedes Derivat wurde von W. R. Grace & Co.-Conn im Namen der Grace Silica GmbH abgeschlossen. Bei jedem Derivat ist die Grace Silica GmbH verpflichtet, den Vertrag auf der Grundlage der Differenz zwischen dem ausgeführten Vertragspreis und dem Durchschnittspreis des Monats zahlungswirksam abzuwickeln. Für das Geshäftsjahr 2025 wurden 41.946 MWh und für das Geschäftsjahr 2026 8.111 MWh Gas abgesichert. Die gegenseitigen Zahlungsströme gleichen sich künftig bis zum Jahr 2026 voraussichtlich aus.

Das Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft wurden jeweils zu einer Bewertungseinheit in Form eines Micro-Hedges zusammengefasst. Die Grace Silica wendet zur bilanziellen Abbildung der Bewertungseinheit die Einfrierungsmethode an. Bei dieser werden die sich ausgleichenden Zahlungsströme aus dem abgesicherten Risko nicht bilanziert. Der Nachweis der Effektivität von Sicherungs- und Grundgeschäft wird quartalsweise mittels einer Regressionsanalyse geführt.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt.

Zum 31. Dezember 2024 haben die Derivate einen positiven Zeitwert von T€ 42 (Vorjahr: T€ 1.615) und einen Nominalwert von T€ 2.586 (Vorjahr: T€ 4.179).

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen in fremden Währungen wurden zum Kurs des Tages bzw. Monats des Geschäftsvorfalls gebucht. Zum Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags umgerechnet im übrigen gilt § 256a Satz 2 HGB.

Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen angesehen, die von Standard Industries Inc., New York, New York/USA, beherrscht werden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Grace Silica GmbH hält kein eigenes Anlagevermögen. Sämtliche Gegenstände des Anlagevermögens werden von der Grace GmbH gehalten und an die Gesellschaft verpachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 6.659 (Vorjahr: T€ 9.456) und mit T€ 17.890 (Vorjahr: T€ 14.037) Forderungen aus dem konzerninternen Cash Pooling enthalten.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie bereits im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Latente Steuern

Da die Gesellschaft als Organgesellschaft in eine Organschaft eingebunden ist, erfolgt der Ausweis der latenten Steuern auf der Ebene der Organträgerin.

Eigenkapital

Die Grace Silica GmbH wird von der Grace Germany GmbH zu 100 % gehalten. Das Stammkapital beträgt T€ 250.

Der Gewinnvortrag resultiert aus Jahresüberschüssen der Geschäftsjahre vor Wirksamwerden des bestehenden Gewinnabführungsvertrags.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von T€ 3.454 wird im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages vollständig an die Grace Germany GmbH abgeführt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 3.172 (Vorjahr: T€ 2.854) resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen im Personalbereich in Höhe von T€ 1.053 (Vorjahr: T€ 954); aus der Verpflichtung zur Abgabe von CO 2 -Emissionsrechten in Höhe von T€ 754 (Vorjahr: T€ 854) sowie aus ausstehenden Energierechnungen in Höhe von T€ 1.298 (Vorjahr: T€ 1.011).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im wesentlichen mit T€ 3.454 (Vorjahr: T€ 3.277) den Gesellschafter aus der Ergebnisabführung.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen T€ 85 (Vorjahr: T€ 81) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialer Sicherheit.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Hinweis zur Vergleichbarkeit der Jahre 2023 zu 2024

In 2024 wurden Aufwendungen für Energien in Höhe von Mio. € 2,6, welche im Jahr 2023 unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen wurden, konzerneinheitlich in die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gegliedert. Bei Anwendung dieser Vorgehensweise im Jahr 2023 hätten sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um Mio. € 2,6 erhöht und die Aufwendungen für bezogene Leistungen um diesen Betrag reduziert.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus dem Contract Manufacturing Vertrag mit der Grace GmbH, Worms.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Es handelt sich hierbei um die produktionsbedingten Primärkosten der Gesellschaft zuzüglich anteiliger Belastungen der Grace Europe Holding GmbH.

Materialaufwand

2024
T€
2023
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23.826 24.427
Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.713 12.849
39.539 37.276

Personalaufwand

2024
T€
2023
T€
Löhne und Gehälter 8.823 8.088
Soziale Abgaben 1.882 3.653
davon Erträge (-) /Aufwendungen (+) aus Altersversorgung 217 2.095
10.705 11.741

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsgewinnen in Höhe von T€ 13 (Vorjahr: T€ 2) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 35 (Vorjahr: T€ 0).

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung sind, wie schon im Vorjahr, im Geschäftsjahr nicht enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für die Zuführung von Rückstellungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 20), sowie Aufwendungen aus Währungsverlusten in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung sind, wie schon im Vorjahr, im Geschäftsjahr nicht enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen T€ 545 (Vorjahr: T€ 385) Transaktionen mit verbundene Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten T€ 99 (Vorjahr: T€ 109) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. T€ 0 (Vorjahr: T€ 11) resultieren aus Transaktionen mit verbundenen Unternehmen.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen stellt sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt dar (in T€):

Art des Vertrags 2025 2026 2027 2028 2029 Summe
Serviceleistungen 246 246 246 246 246 1.230
Fuhrpark und sonstige Bewegliche Vermögensgegenstände 19 4 0 0 0 23
Miete Grundstücke, Gebäude 1.018 1.036 1.054 1.073 1.091 5.273
Pacht Produktionsbetrieb 5.367 5.529 0 0 0 10.896
Summe 6.650 6.815 1.300 1.319 1.337 17.422
(davon gegen verb. Unternehmen (5.367) (5.529) (0) (0) (0) (10.896)

Den vertraglichen Verpflichtungen sowie den damit verbundenen Risiken längerfristiger Vertragslaufzeiten der aufgeführten Operating Leasingvereinbarungen stehen eine verringerte Kapitalbindung und höhere Planungssicherheit gegenüber. Zudem verbleibt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber.

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Folgende Mitarbeiter waren unter Berücksichtigung der Kriterien des § 267 Abs. 5 HGB in den beiden vergangen Geschäftsjahren beschäftigt:

2024 2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 79 76
Angestellte 44 43
123 119

Konzernabschluss

Oberstes Mutterunternehmen in Deutschland der Grace Silica GmbH ist die Grace Europe Holding GmbH, Worms, Deutschland.

Das Mutterunternehmen dieser Gesellschaft, das zum 31. Dezember 2024 den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt, ist die Grace PAR Corporation, Columbia, Maryland, USA. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024 werden im Unternehmensregister unter der Grace Europe Holding GmbH, Worms, Deutschland, in englischer Sprache veröffentlicht.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen wird von der Standard Industries Inc. (USA), Parsippany, New Jersey, USA, erstellt und kann am dortigen Firmensitz angefragt werden.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche Geschäfte wurden mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in 100 %igem Anteilsbesitz stehenden in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen getätigt. Die Angabe entsprechend § 285 Nr. 21 HGB entfällt daher.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr 2024 angefallene Honorar unseres Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 22.

Geschäftsführung

Klaus Sebastian Schäfer, Vice President Integrated Supply Chain EMEA, Bonn

Bezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erhielt im Zeitraum Januar bis Dezember 2024 keine Bezüge von der Gesellschaft.

Einführung der globalen Mindestbesteuerung

Mit der Einführung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung in Deutschland, die auf einer OECD-Initiative basieren, soll eine effektive Mindeststeuer in Höhe von 15% weltweit sichergestellt werden. Für die Gesellschaft fanden diese Regelungen ab dem Wirtschaftsjahr 2024 Anwendung, die keinen weiteren Steueraufwand zur Folge hatten.

Nachtragsbericht

Zum jetzigen Zeitpunkt sind uns keine für das Geschäftsjahr 2024 relevanten Sachverhalte bekannt.

 

Düren, den 09. April 2025

Grace Silica GmbH

Geschäftsführer

Sebastian Schäfer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Grace Silica GmbH, Düren

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Grace Silica GmbH, Düren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grace Silica GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 9. April 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Georg Rogowski, Wirtschaftsprüfer

ppa. Larissa Lippold, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 09.04.2025 festgestellt.

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