Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 18785
Vorher
Blitz H19-659 GmbH
Eingetragen
6.6.2019
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Der Erwerb, das Halten und Verwalten (einschließlich der Erbringung von Serviceleistungen) sowie die Veräußerung von direkten und indirekten Beteiligungen an Unternehmen, die im Bereich der Informationstechnologie tätig sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ITS Clean GmbH

Borken

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Konzerns

2. Wirtschaftsbericht

3. Lage des Konzerns einschließlich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Grundlagen des Konzerns

Organisatorische und rechtliche Struktur

Die netgo group ist ein schnell wachsendes IT-Unternehmen, das Kunden bei der Transformation ihrer digitalen Geschäftsprozesse durch die Bereitstellung und Implementierung sowie den Betrieb modernster Hardware und Software unterstützt. Netgo bietet mit seinen lokalen Standorten sowie seiner Kompetenz für Rechenzentrumsbetrieb und Cloud Services einerseits die regionale Nähe eines Fullservice-IT-Dienstleisters für den deutschen Mittelstand und andererseits die notwendige Professionalität und Leistungsfähigkeit für Großunternehmen und Behörden.

Konzernobergesellschaft ist die ITS Clean GmbH, die sämtliche Anteile an der netgo group GmbH hält. Beide Gesellschaften haben ihren Sitz in Borken.

Die netgo group GmbH ist die operative Management-Holding der netgo group und beschäftigt neben dem Group-Management die gruppenweit wirkenden Zentralbereiche (Shared Services) z.B. für Finanzbuchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Marketing, Recht, Treasury, M&A, PMI, IMS, Controlling, operativen Einkauf oder die Verwaltung von Fuhrpark und Immobilien. Die netgo group GmbH hält direkt oder indirekt die Anteile an den am Markt tätigen Unternehmen der netgo group und setzt die Unternehmenskäufe im Rahmen einer definierten Buy-and-Build-Strategie um. Ihr kommt somit auch die zentrale Finanzierungsfunktion der netgo group zu. Größte Einzelgesellschaft des Konzerns im Berichtszeitraum ist die netgo Ost GmbH mit Sitz in Berlin. Durch die Übernahme der ckn-Gruppe und der damit verbundenen gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen hat die netgo group einen weiteren Schritt im Rahmen der Wachstumsstrategie gemacht. Die hieraus neu hervorgehende netgo tax stellt deutschlandweit den größten DATEV IT-Spezialisten dar.

Das Group-Management kontrolliert und steuert aktiv die Unternehmen der Gruppe. Teilweise sind die Geschäftsführer der netgo group GmbH auch als Geschäftsführer bei weiteren Unternehmen der netgo group bestellt.

Die zuvor nicht aktiv tätigen ITS Clean GmbH und netgo group GmbH wurden 2019 von den Gründern der netgo GmbH, Borken und einem Fond von Waterland Private Equity erworben, um diese als Akquisitions- und Management-Holding im Rahmen einer Buy-and-Build-Strategie zu etablieren.

Die Buy-and-Build-Strategie wurde durch den Erwerb der ckn-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 weiter fortgesetzt.

Leistungen und Absatzmärkte

Die netgo group unterscheidet fünf Leistungssegmente mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen:

Services

IT-Commerce

Managed Services

Cloud Solutions

netgo Software

Im Segment Services wird Beratung für die Auswahl, Einführung und den gesetzes- und normenkonformen Einsatz von IT-Systemen und -Anwendungen angeboten. Die Abrechnung erfolgt zumeist zeitaufwandsbezogen.

Im Segment IT-Commerce werden alle Leistungen rund um die Spezifizierung von IT-Systemen, deren Beschaffung und Verkauf (Handel), Konfiguration und Betriebssicherung zusammengefasst. Ein großer Anteil des Umsatzes dieses Segments wird durch den Handel von Hard- und Software für Kundenprojekte sowie Arbeitsplatzrechnern (zusammen mit entsprechender Software Bereich Modern Workplace) erzielt. Strategisch bedeutsam sind die kundenindividuelle Konfiguration, die Einbringung vor Ort beim Kunden und die Rahmenverträge für das Monitoring und Problembehebung der installierten Basis. Hierfür werden überregional Service und Help-Desks betrieben, die zusammen mit den Technik-Teams den Kunden beim reibungslosen Betrieb der IT-Systeme unterstützen.

Die Segmente Managed Services und Cloud Solutions bündeln die Aktivitäten der Bereitstellung von Hardware- und Softwarekapazitäten zur Nutzung durch den Kunden. Dabei kommen sowohl netgo-eigene Systeme zum Einsatz (Managed Services) als auch Systeme von großen Anbietern in der Cloud (Cloud Solutions) zum Einsatz, deren Management eine hohe Expertise benötigt. In beiden Fällen werden die Kunden, anders als im Segment IT-Commerce, nicht Eigentümer der IT-Systeme, sondern Nutzer. Für die Nutzung werden pauschale und verbrauchsabhängige Entgelte berechnet.

Im Segment netgo Software werden die eigenen Softwarelösungen der netgo group zusammengefasst. Die Softwarelösungen werden sowohl als Lizenz mit Wartungsvertrag als auch mit Software as a Service-Modellen verkauft.

Die Segmente Managed Services, Cloud Solutions sowie netgo Software haben einen hohen Anteil an wiederkehrenden Erlösen aus Dauerschuldverhältnissen. Die weitere Steigerung des Anteils an wiederkehrenden Erlösen ist ein wichtiger Teil der Strategie der netgo group.

Netgo verfolgt keinen besonderen Branchenfokus, sondern bedient aufgrund seiner Erfahrungen Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen. Über die Jahre haben sich jedoch besondere Kenntnisse in einzelnen Branchen entwickelt. So gibt es z.B. sehr ausgeprägtes Know-how für die hohen fachlichen Anforderungen bzgl. der Dokumentation und der Prozesse in den Bereichen Pharma und Kliniken, aber auch in einer Reihe anderer Branchen.

Im Berichtszeitraum ist der bei weitem größte Umsatzanteil mit Kunden aus Deutschland erzielt worden. Die Konzerngesellschaft citech solutions B.V. mit Sitz in Aalten, welche Mitte des Jahres liquidiert wurde, belieferte gezielt Kunden in den Niederlanden, ist mit 4 Mitarbeitern jedoch von nachrangiger Bedeutung für den Konzernabschluss.

Forschung und Entwicklung

Die netgo group erzielt den sehr überwiegenden Anteil der Umsätze mit Hard- und Software von Drittanbietern sowie Dienstleistungen. Eine dedizierte Forschungseinrichtung ist in keinem Unternehmen des Konzerns eingerichtet.

Entwicklungskosten wurden für selbst erstellte Software aktiviert. Der Schwerpunkt der Softwareentwicklung liegt neben der vollumfänglichen Einführung der neuen Lösungen für öffentliche Bereiche, Banken und spezielle Produkte für Industriekunden in der Entwicklung neuer digitaler Plattformen, die flexibel in allen Industriebereichen eingesetzt werden können. Die F&E Arbeiten konzentrieren sich im Bereich SW-Entwicklung auf die Optimierung und Verbesserung der Applikationen im praktischen Betrieb sowie auch die Entwicklung neuer Anwendungen, um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu sein. Die netgo group hat im Geschäftsjahr 2022 mehr als EUR 2m in die Entwicklung neuer Produkte investiert, wobei keine F&E Mittel von Land, Bund und EU auf Grund der wirtschaftlichen Größe beantragt und genutzt wurden.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Gesamtmarkt der ITK-Branche ist 2022 im für die netgo group relevanten Markt Informationstechnik in Deutschland laut Erhebungen des Branchenverbands bitkom um 6,6 % auf EUR 118,9b gewachsen (Vorjahr: EUR 111,6b mit einem Wachstum von 9,1 %). Der Anstieg ist insbesondere auf die Bereiche Software und IT-Hardware zurückzuführen, die deutliche Zuwächse von 9,4 % (Vorjahr: 11,3 %) und 5,4 % (Vorjahr 11,8 %) aufweisen. Der Anstieg im Bereich IT-Services liegt mit einem Zuwachs von 5,5 % (Vorjahr 5,3 %) über der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Damit konnte die IT-Branche im Berichtszeitraum erneut deutlich besser abschneiden als die Gesamtwirtschaft. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt BIP ist 2022 laut BMWK um 1,8 % 2 gewachsen (Vorjahr: um 2,7 % gewachsen). Die Tochtergesellschaften der netgo group GmbH agierten im Berichtszeitraum somit weiterhin in einem relativ stabilem Wirtschaftssegment.

1 bitkom, Presseinformation vom 10. Januar 2023
2 BMWK, Wirtschaftliche Lage in Deutschland im Feburar 2023 vom 13. Februar 2023

Die Corona-Pandemie hatte auch im Jahr 2022 einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft und somit auch auf die Gesamtwirtschaft in Deutschland, wenn auch in abnehmenden Umfang. In 2022 belasteten zudem Lieferengpässe wie auch der Ukraine-Krieg.

In der Frühjahrsprojektion 2023 geht die Bundesregierung von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,4 % für 2023 aus. 3 Der Krieg in der Ukraine birgt nach wie vor substanzielle Risiken für die deutsche Wirtschaft, die aktuell nicht verlässlich beziffert werden können.

In der Informationstechnik erwartet bitkom für 2023 einen Umsatz im deutschen IT-Markt von EUR 126,4b - das ist im Vergleich zu 2022 ein Wachstum um 6,3 %. Am stärksten zulegen können die Umsätze mit Software (EUR 38,8b; +9,3 %). Das Hardware-Segment wächst um 5,3 Prozent auf EUR 39,7b, getrieben unter anderem durch steigende Ausgaben für Wearables (+15,3 Prozent auf EUR 3,4b), Security Appliances wie zum Beispiel Firewalls (+5,2 Prozent auf EUR 1,1b) sowie Server (+5,0 Prozent auf EUR 3,9b). Rückläufig sind dagegen nach starken Zuwächsen mit Beginn der Corona-Pandemie erneut die Ausgaben für mobile PCs (-3,4 Prozent auf EUR 6,4b) sowie Desktop PCs (-1,3 Prozent auf EUR 2,6b). Die Umsätze mit IT-Services steigen um 4,7 Prozent auf EUR 47,8b und erreichen damit in etwa die Wachstumsraten der Vorjahre. Das Projektgeschäft ist zumeist langfristig angelegt und weniger stark von Konjunkturschwankungen beeinflusst. Nach einer anfänglichen Eintrübung des Geschäftsklimas in der ITK-Branche auf Grund des Ukraine-Kriegs, hat sich diese im Laufe des Jahres 2022 deutlich aufgehellt und ist auch für das Geschäftsjahr 2023 positiv. 4

Insgesamt ist für 2022 eine leichte Erhöhung der Gesamtkonjunktur und eine deutlich dynamischere Entwicklung in der IT-Branche zu verzeichnen. Für 2023 wird von einem sehr geringen Wachstum des BIP in Deutschland ausgegangen, für die IT-Branche wird jedoch eine deutlich positivere Entwicklung erwartet, wobei die Entwicklung von dem Krieg in der Ukraine stark abhängig sein wird.

Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis des Konzerns

Die Gesamtleistung des Konzerns stieg 2022 auf EUR 374,3m. Der Geschäftsverlauf war geprägt von dem Aufbau der internen Servicegesellschaften netgo production und netgo eservices und der Integration der ckn-Gruppe sowie weiteren gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen. Mit EUR 126,8m konnte der für das Geschäftsjahr 2022 prognostizierte Rohertrag sowie die Rohertragsmarge übertroffen bzw. erfüllt werden. Die Erwartungen hinsichtlich des operativen EBITDA sowie der EBITDA-Marge konnten erfüllt werden. Das operative EBITDA im Geschäftsjahr 2022 beträgt EUR 13,8m und die EBITDA-Marge liegt bei rd. 4 %. Nach Bereinigung von Sondereffekten und Kosten im Zusammenhang mit der Buy-and-Build-Strategie liegt das adjustierte EBITDA bei ca. EUR 20m und daraus abgeleitet die adjustierte EBITDA-Marge bei rd. 5 % und somit auch über den ursprünglichen Erwartungen.

3 Frühjahrsprojektion der Bundesregierung, BMWK vom 26. April 2023
4 bitkom, Presseinformation vom 10. Januar 2023, bitkom Presseinformation vom 29. November 2022

Zu Einzelheiten der Geschäftsentwicklung im Detail wird auf Punkt III. dieses Konzernlageberichts verwiesen.

3. Lage des Konzerns einschließlich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

In der folgenden Bilanzübersicht sind die Posten zum 31. Dezember 2022 nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst:

31.12.2022 31.12.2021
Aktiva EURk EURk
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 90.964 88.448
Sachanlagen 11.042 9.782
Finanzanlagen 559 824
102.565 99.055
Umlaufvermögen
Vorräte 19.118 10.673
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.789 31.364
Sonstige Vermögensgegenstände 8.952 4.662
Flüssige Mittel 30.980 25.948
98.839 72.647
Rechnungsabgrenzungsposten 3.087 2.953
204.491 174.655
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 70.833 64.683
Konzernbilanzgewinn -25.764 -21.008
45.094 43.700
Fremdkapital
Rückstellungen 11.497 12.328
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75.988 70.014
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.682 3.858
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56.141 32.530
Sonstige Verbindlichkeiten 8.898 9.322
155.206 128.052
Rechnungsabgrenzungsposten 2.626 1.205
Passive latente Steuern 1.565 1.697
204.491 174.655

Die Bilanzsumme hat sich um EUR 29.836k auf EUR 204.491k erhöht. Dabei ist ein Anstieg des Anlagevermögens um EUR 3.510k auf EUR 102.565k zu verzeichnen. Das Anlagevermögen beträgt somit rd. 50,2 % der Bilanzsumme; im Vorjahr betrug die Anlagenintensität rd. 56,7 %. Ursächlich für den Anstieg des Anlagevermögens ist die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, die zum Stichtag um EUR 2.516k gestiegen sind. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die aktivierten stillen Reserven im Auftragsbestand zurückführen, die im Rahmen des Erwerbs bzw. der Anwachsung der ckn-Gruppe in Höhe von EUR 7.483 aufgedeckt wurden.

Gegenläufiger Effekt ist die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte, welche planmäßig abgeschrieben wurden und sich somit um EUR 5.624k verringert haben. Für das Geschäftsjahr 2022 beträgt der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte EUR 77.584k.

Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um EUR 26.192k gestiegen. Bei den Vorräten ist ein Anstieg um EUR 8.445k auf EUR 19.118k zu verzeichnen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf einen erhöhten Lagerbestand zurückzuführen, um die Lieferfähigkeit gewährleisten zu können. Der Anstieg der Forderungen ist in der Entwicklung gleichlautend zum gestiegenen Umsatz.

Das Eigenkapital ist trotz des Konzernfehlbetrags um EUR 1.394k gestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind die Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 6.150k durch den Gesellschafter im Rahmen der Finanzierung der getätigten Unternehmenserwerbe zu nennen. Insgesamt hat sich die Eigenkapitalquote in Höhe von rd. 22,1 % (Vorjahr: 25,0 %) etwas verschlechtert. Folglich hat sich auch der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtvermögen erhöht, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist.

Das Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 27.154k auf EUR 155.206k gestiegen. Davon entfallen EUR 831k auf den Rückgang der Rückstellungen und EUR 27.985k auf den Anstieg der Verbindlichkeiten.

Für die Finanzierung der Unternehmenskäufe wurden weitere langfristige, endfällige Darlehen bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 6.750k aufgenommen.

Ertragslage

Zur Beurteilung der Ertragslage des Konzerns wurde aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 eine Darstellung der Erfolgsrechnung des Konzerns zum 31. Dezember 2022 abgeleitet, um eine zukunftsgerichtete Beurteilung der finanziellen Lage des Konzerns zu ermöglichen:

Konzern GJ 2022 Konzern GJ 2021
EURk EURk
Umsatzerlöse 367.642 248.383
Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -281 -671
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.126 1.365
Sonstige betriebliche Erträge 4.837 3.147
Betriebsleistung 374.323 252.224
Materialaufwand -247.503 -158.274
Rohergebnis 126.821 93.950
Personalaufwand -84.419 -63.698
Sonstige betriebliche Aufwendungen -28.474 -22.903
Betriebliche Steuern (ohne Ertragsteuern) -97 -87
Aufwendungen für die Betriebsleistung -112.990 -86.688
EBITDA 13.830 7.262
Abschreibungen -13.406 -10.534
EBIT 424 -3.272
Erträge aus Beteiligungen 130 49
Zinsertrag 18 8
Zinsaufwand -6.229 -5.103
Finanzergebnis -6.081 -5.046
EBT -5.656 -8.318
Ertragsteuern 900 -5.666
Konzernergebnis -4.756 -13.984

Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung, aktivierte Eigenleistungen und sonstige betriebliche Erträge) beträgt EUR 374.323k und liegt somit EUR 122.099k über dem Vorjahr.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 89.229k auf EUR 247.503k gestiegen. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Betriebsleistung) beträgt 66,1 % und ist somit leicht gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Das Rohergebnis beträgt EUR 126.820k (Vorjahr: EUR 93.950k). Das Rohergebnis konnte somit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 32.870k gesteigert werden. Daraus ableitet beträgt das organische Wachstum des Rohergebnisses rd. 35,0 %.

Das Rohergebnis konnte zwar deutlich gesteigert werden, aber die Rohmarge mit 33,9 % liegt unter dem Niveau des Vorjahres (37,2 %). Dies ist insbesondere auf den höheren Anteil margenschwächerer Umsätze im Segment IT-Commerce zurückzuführen.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 20.721k auf EUR 84.419k gestiegen. Im Berichtsjahr arbeiteten durchschnittlich 1.111 Mitarbeiter; im Vorjahr waren es noch 1.036 Mitarbeiter. Durch die Unternehmenszukäufe im Jahr 2022 sind rd. 45 Mitarbeiter in die netgo group hinzugekommen. Die Personalaufwandsquote liegt im Berichtsjahr mit 22,6 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (25,3%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 28.474k und sind um EUR 5.571k gestiegen. Die größten Einzelpositionen sind Raumkosten (EUR 5.611k) und Fahrzeugkosten (EUR 5.929k).

Das EBITDA liegt mit EUR 13.830k deutlich über dem Vorjahr.

Das Finanzergebnis in Höhe von EUR -6.081k ist insbesondere durch Zinsaufwendungen zur Finanzierung der Unternehmensübernahmen geprägt.

In den Ertragssteuern des Berichtsjahres sind zahlungsunwirksame latente Steuererträge in Höhe von EUR 136k enthalten.

Der Konzern-Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres beträgt EUR 4.756k.

Finanzlage

GJ 2022 GJ 2021
EURk EURk
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 13.275 7.393
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -17.536 -40.022
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 7.229 40.116
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 25.937 15.053
Zahlungswirksame Änderungen des Geschäftsjahres 2.968 7.487
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 2.075 3.397
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 30.980 25.937
Zusammensetzung Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 30.980 25.948
./. jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 -11
30.980 25.937

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 13.275k stellt sich positiv dar, wird jedoch durch den Konzernfehlbetrag negativ beeinflusst. Dieser ist geprägt von dem Aufbau der intern Servicegesellschaften netgo production und netgo eservices und der Integration der ckn-Gruppe sowie weiteren gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen. Die netgo group konnte im Geschäftsjahr 2022 ihren Zahlungsverpflichtungen vollständig und jederzeit nachkommen.

Die Auszahlungen aus dem Erwerb von Unternehmen in Höhe von EUR 12.335k betreffen den an die Verkäufer entrichteten Kaufpreis zzgl. Nebenkosten der Transaktion und abzgl. erworbener liquider Mittel. Der Erwerb der Gesellschaften durch die netgo group wurde dabei durch Einzahlungen der Gesellschafter in Höhe von EUR 6.150k sowie der Aufnahme von langfristigen Darlehen über nominal EUR 6.750k finanziert.

Gesamtaussage

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage vor dem Hintergrund der politischen und ökonomischen Entwicklungen im Jahr 2022 insgesamt positiv.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Entlang der strategischen Leitlinien verfolgen wir laufend folgende finanzielle Leistungsindikatoren: die Entwicklung zu Vorperioden und Plan vom Umsatz der vier Leistungssegmente, Rohertrag je Mitarbeiter, Rohmarge, operatives EBITDA, operatives EBITDA je Mitarbeiter und operative EBITDA-Marge.

Wichtiger nicht-finanzielle Leistungsindikator ist die Mitarbeiterfluktuation.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Risikomanagementsystem

Die finanziellen Leistungsindikatoren unterliegen einer monatlichen Analyse auf Basis vollständiger Monatsabschlüsse aller Gesellschaften und des Konzerns. Hierbei kommen auch Gegenüberstellungen zu Vorperioden und Planwerte zum Einsatz.

Eine Reihe zusätzlicher Indikatoren wie Umsatz und Rohertrag pro Mitarbeiter und Margenentwicklungen im Zeitverlauf werden zusammen mit der Erfolgsrechnung und der Bilanz in einem zentralen Managementsystem des Herstellers LucaNet für jede Konzerngesellschaft sowie den Konzern gehalten.

Wöchentlich wird für alle Unternehmen des Konzerns einheitlich u.a. über Auftragseingang, Forderungen, Liquidität, Warenbestände sowie Einschätzungen zu Großkundensituationen, Vertrieb und Kundenservice berichtet und zentral zusammengeführt, um möglichst kurzfristig sich abzeichnende Risiken zu erkennen.

Operative Chancen und Risiken

Die zunehmende Bedeutung der IT in allen Geschäftsprozessen eines Unternehmens wird zu einem Anstieg der IT-Budgets in den Unternehmen führen. Die Covid-19-Pandemie hat für viele Bereiche der Wirtschaft und der öffentlichen Hand die noch deutlicher gewordene Notwendigkeit der Digitalisierung von Prozessen aufgezeigt, welche grundsätzlich Chancen für den Konzern darstellen.

Im Segment IT-Commerce ist die netgo group angewiesen auf die Lieferfähigkeit der Hardware-Hersteller. Die fortschreitende weltweite Digitalisierung - zusätzlich verstärkt durch die Corona Pandemie - führt zu einer hohen Nachfrage nach Chips, die von den Herstellern aufgrund von fehlenden Kapazitäten nicht immer bedient werden können. Dadurch wird die Produktion von Elektrogeräten, darunter auch EDV-Hardware, gehindert und es kommt zu Lieferverzögerungen und -engpässen. Für die operativ tätigen Gesellschaften der netgo group besteht in Folge der Lieferengpässe das Risiko, dass Kundenaufträge nicht zeitnah oder gar nicht abgeschlossen werden können. Die Lieferengpässe sind auch mit gestiegenen Preisen für EDV-Hardware verbunden, die unter Umständen den Kunden nicht weiterbelastet werden können. Der wirtschaftliche Erfolg der Tochterunterunternehmen ist somit von der Verfügbarkeit von EDV-Hardware abhängig. Wir gehen davon aus, dass uns die Lieferengpässe noch das ganze Geschäftsjahr 2023 begleiten werden, sich jedoch im Jahresverlauf verbessern dürften.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung kann sich auch durch den Krieg in der Ukraine verschlechtern. Zusätzlich zu einer weiteren Anspannung bei der Liefersituation könnte hierdurch auch die Nachfrage nach IT-Lösungen und neuer Software zurückgehen und das allgemeine Investitionsverhalten von unseren Kunden negativ beeinflusst werden. Die steigende Inflation kann dazu führen, dass sich die Einkaufspreise für Hardware- und Software Komponenten erhöhen, welche u.U. nicht immer direkt an den Kunden weitergegeben werden können. Außerdem könnten durch die hohe Inflation die Gehälter unserer Mitarbeitenden in 2023 stärker steigen als geplant.

Die Umsetzung der Buy-and-Build-Strategie birgt vielerlei operative Chancen. Die zunehmenden Einkaufsvolumina führen zu besseren Rabatten und Kickback-Zahlungen der Hersteller, was die Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Durch Zusammenlegung von Rechenzentren, Service-Desks und Verwaltung können Effizienzsteigerungen erzielt werden und zugleich der Reifegrad erhöht werden. Dies ist kleineren Anbietern am Markt nicht möglich.

Unverändert besteht weiterhin das Risiko, nicht genügend geeignete Mitarbeiter zu finden, um die Wachstumsziele umsetzen zu können. Die netgo group hat bereits einen guten Employer Brand aufgebaut und unterstützt mit vielen Einzelmaßnahmen die Mitarbeiterloyalität. Dem anhaltenden Mangel an erfahrenem Fachpersonal wird durch ein ausgeprägtes Ausbildungs- und Weiterqualifizierungsprogramm begegnet. Über eine besonders hohe Fluktuation ist nicht zu berichten. Jedoch besteht in der aktuellen Zeit besonders die Gefahr, dass Mitarbeiter oder auch ganze Teams von Wettbewerbern abgeworben werden können. Aktuell befinden wir uns in einem Arbeitnehmer-Markt, der dieses Risiko erhöht.

Finanzierungsrisiken

Im Neukundengeschäft kommt überwiegend eine standardisierte Bonitätsbeurteilung zum Einsatz zur Reduzierung des Risikos von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken. Ein Teil der Kundenforderungen ist durch eine Warenkreditversicherung abgesichert.

In den umsatzseitig größten Konzerngesellschaften wurde in 2022 teilweise Factoring eingesetzt. Folglich haben wir das Risiko von Forderungsausfällen weiter reduziert und unserer Möglichkeiten bei der Working-Capital-Steuerung verbessert.

Zur Finanzierung von Unternehmensübernahmen wurde ein umfassender Kreditvertrag geschlossen. Dieser sieht eine mehrjährige Laufzeit der in Anspruch genommenen Mittel mit endfälliger Tilgung vor. Es sind Covenants vereinbart worden für das Verhältnis von operativem Ergebnis und Nettoverschuldung. Im Falle einer Nicht-Einhaltung der Covenants besteht das Risiko, dass der Kredit gekündigt werden kann und vorzeitig zurückgezahlt werden muss. Das Risiko schätzen wir aktuell als gering ein.

Sonstige Risiken

Da wir unsere Geschäfte ausschließlich im Euroraum tätigen, unterliegen wir derzeit keinen besonderen Währungsrisiken durch Auslandsgeschäfte.

Steuerliche Risiken werden laufend überwacht und steuerliche Sachverhalte aufgrund ihrer Komplexität zumeist unter Rückgriff auf die Expertise externer Steuerberater aufgearbeitet. Aufgrund von Betriebsprüfungen sowie der sich laufend ändernden Steuergesetzgebung ist es nicht ausgeschlossen, dass daraus negative Folgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entstehen können.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023 wird im Hinblick auf die Prognosen des BMWK und des Branchenverbands bitkom eine positive Entwicklung des Konzerns erwartet. Für das kommende Geschäftsjahr ist der weitere Aufbau der internen Service-Gesellschaften der netgo production und der netgo eservice mit einer Erhöhung der Effizienz dieser Bereiche geplant. Weiterhin wird durch gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen das Regionenkonzept weiter forciert. Daneben soll die Buy-and-Build-Strategie weiter verfolgt werden, um das anorganische Wachstum der netgo group zu beschleunigen.

Durch organisches Wachstum rechnen wir für 2023 mit einer Gesamtleistung von ca. EUR 400m, einer Rohertragsmarge von ca. 34,7 % und einem adjustierten operativen EBITDA von ca. EUR 24m.

Wie bereits im Abschnitt "Wirtschaftsbericht" dargestellt, birgt der Krieg in der Ukraine substanzielle Risiken für die deutsche Wirtschaft. Seit Beginn des Krieges sind extreme Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen festzustellen, die sich negativ auf die Prognose der netgo group für das Geschäftsjahr 2023 auswirken können. Auch die Lieferkettenbeziehungen sind stark beeinträchtigt. Dies betrifft insbesondere die operativ tätigen Unternehmen der netgo group. Die genauen Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags-, und Finanzlage lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht genau beziffern. Die Auswirkungen hängen u.a. von der Dauer und Intensität des Konflikts in der Ukraine ab.

Mittelfristig wird der Trend der Digitalisierung, der Industrie 4.0 und des Internet of Things (IoT), also des Anschlusses sehr großer Mengen an physikalischen Geräten aller möglichen Geräteklassen an das Internet, zu einer weiteren hohen Nachfrage in der IT-Branche führen. Die Anforderungen der Kunden werden dabei zunehmend komplexer. Der hohe Ausbildungsstand und die Erfahrung unserer Mitarbeiter auch in hochkomplexen IT-Projekten stellen uns schon heute für die Anforderungen der Zukunft hervorragend auf. Unser Konzept des Full-Service-Dienstleisters wird sich weiter positiv auf unseren Serviceumsatz auswirken. Durch das Forcieren von langfristigen Verträgen für Managed Services und Rahmenverträgen sowie Softwarelösungen wird der Anteil wiederkehrender Erlöse im Vergleich zu den Vorjahren steigen.

Ein wichtiger Schlüssel für eine weiterhin positive Umsatzentwicklung ist die Gewinnung neuer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Mit vielfältigen Angeboten präsentieren wir uns als sehr attraktiver Arbeitgeber. Für 2023 wird mit einem erneuten Mitarbeiterwachstum gerechnet.

 

Borken, den 5. Mai 2023

Dr. Oliver Mauss

Dr. Alexander Blum

Michael Gericks

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 2.549.071,92 1.432.039,74
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.794.307,52 2.608.019,89
3. Auftragsbestand 5.364.477,00 1.098.273,00
4. Kundenstamm 3.217.045,00 0,00
5. Geschäfts- oder Firmenwert 77.584.382,11 83.207.813,18
6. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 454.926,56 102.191,18
90.964.210,11 88.448.336,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.487.767,83 5.913.761,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.115.680,00 19.659,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.438.753,13 3.740.836,74
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 107.700,47
11.042.200,96 9.781.957,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 156.558,50
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 513.668,37 622.675,56
3. Beteiligungen 45.178,23 45.178,23
558.846,60 824.412,29
102.565.257,67 99.054.706,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 3.273.121,79 4.235.650,42
2. Waren 17.648.439,85 10.044.720,48
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 348.966,15 193.225,48
./. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -2.152.869,32 -3.800.721,20
19.117.658,47 10.672.875,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.789.122,06 31.364.403,13
2. Sonstige Vermögensgegenstände 8.933.266,27 4.643.125,09
48.722.388,33 36.007.528,22
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 18.909,46 18.819,71
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 30.980.004,81 25.947.746,46
98.838.961,07 72.646.969,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.087.029,44 2.952.890,03
204.491.248,18 174.654.566,22

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 70.832.560,46 64.682.560,46
III. Verlustvortrag -21.007.643,39 -7.023.125,93
IV. Konzernjahresfehlbetrag -4.756.123,88 -13.984.517,46
45.093.793,19 43.699.917,07
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.990.131,22 5.503.076,32
2. Sonstige Rückstellungen 9.507.144,06 6.824.965,67
11.497.275,28 12.328.041,99
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75.987.896,19 70.013.804,31
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.681.977,15 3.857.984,06
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56.140.813,07 32.530.281,86
4. Sonstige Verbindlichkeiten 8.898.105,83 9.321.919,95
davon aus Steuern: EUR 3.907.544,90 (Vorjahr: EUR 4.963.029,76)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 58.985,02 (Vorjahr: EUR 166.645,43)
143.708.792,24 115.723.990,18
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.625.960,57 1.205.585,56
E. Passive latente Steuern 1.565.426,90 1.697.031,42
204.491.248,18 174.654.566,22

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 367.641.403,50 248.382.360,27
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -281.333,42 -670.631,77
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.126.365,33 1.365.375,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 4.836.532,41 3.147.334,63
davon aus Währungsumrechnung: EUR 18.209,62 (Vorjahr: EUR 5.278,56)
5. Gesamtleistung 374.322.967,82 252.224.438,13
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 224.739.937,40 143.459.264,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.762.836,29 14.814.538,41
247.502.773,69 158.273.802,85
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 71.066.602,58 53.329.577,09
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.352.042,85 10.368.339,58
davon für Altersversorgung: EUR 31.593,60 (Vorjahr: EUR 6.360,62)
84.418.645,43 63.697.916,67
8. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.260.517,75 10.534.204,71
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 145.705,62 0,00
13.406.223,37 10.534.204,71
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 28.474.226,53 22.903.021,69
davon aus Währungsumrechnung: EUR 35.707,81 (Vorjahr: EUR 15.227,96)
10. Erträge aus Beteiligungen 130.332,82 48.320,48
11. Erträge aus anderen Wertpapieren 10,40 0,00
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.185,26 8.206,53
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 917,51)
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.228.802,08 5.102.708,20
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 107,76 (Vorjahr: EUR 3.953,31)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -899.777,27 5.666.370,26
davon latenter Steuerertrag EUR 136.283,59 (Vorjahr: latenter Steueraufwand EUR 1.969.751,59)
15. Ergebnis nach Steuern -4.659.397,53 - 13.897.020,10
16. Sonstige Steuern 96.726,35 87.497,36
17. Konzernjahresfehlbetrag -4.756.123,88 -13.984.517,46

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Angaben

2. Konsolidierungskreis

3. Grundlagen des Konzernabschlusses und Konsolidierungsmethoden

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

5. Erläuterungen zur Konzernbilanz

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7. Organe der Gesellschaft

8. Sonstige Angaben

9. Konzernabschluss

10. Nachtragsbericht

1. Allgemeine Angaben

Die Konzernmuttergesellschaft ITS Clean GmbH (nachfolgend "ITS GmbH" oder "Gesellschaft") ist im Handelsregister beim Amtsgericht Coesfeld unter der Nummer HRB 18785 mit Sitz in 46325 Borken, Weseler Straße 9 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches nach den Vorschriften der §§ 290ff. HGB und auf Basis der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Konzernbilanz und die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurden gem. § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 266 bzw. § 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) und der Konzernanhang nach den Vorschriften der §§ 313 f. HGB aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Euro.

Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen sämtliche Angaben in Tausend Euro (kurz: TEUR).

Angaben die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der ITS Clean GmbH grundsätzlich alle Unternehmen einbezogen, für die die Gesellschaft am Bilanzstichtag mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte hält. Der Konzern besteht aus den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften:

Einbezogene Gesellschaften Sitz un-/mittelbare Beteiligung in % Erstkonsolidierungszeitpunkt
netgo group GmbH Borken 100 18.11.2019
NETGO GmbH 2) Borken 100 18.11.2019
sila Consulting GmbH 2) Borken 100 18.11.2019
Mehrwerk GmbH 2) Karlsruhe 100 01.12.2019
CONTENiT GmbH 1)2) Bocholt 50 18.11.2019
netgo Gießen GmbH 2) Gießen 100 18.11.2019
Commehr GmbH 2) Berlin 100 16.07.2020
netgo Mitte (vormals: CSM MeinSystemhaus GmbH 2) Warendorf 100 30.09.2020
netgo Ost GmbH (vormals: netgo GmbH) 2) Berlin 100 12.02.2021
Adrigo GmbH 2) Berlin 100 12.02.2021
netgo Stuttgart GmbH 2) Stuttgart 100 21.05.2021
netgo Frankfurt GmbH 2) Frankfurt 100 21.05.2021
netgo Dortmund GmbH 2) Dortmund 100 21.05.2021
netgo production GmbH 2) Mannheim 100 21.05.2021
netgo Mannheim GmbH 2) Mannheim 100 21.05.2021
netgo Nord GmbH 2) Hamburg 100 21.05.2021
netgo eservices GmbH 2) Mannheim 100 21.05.2021
netgo Nürnberg GmbH 2) Nürnberg 100 21.05.2021
netgo tax GmbH (vormals: netgo West Beteiligungs GmbH, Borken) 2) Waltrop 100 01.01.2022
netgo software GmbH (vormals: netgo software 2 GmbH) 2) Berlin 100 01.07.2022

1) Diese Unternehmen werden at-equity in den Konzernabschluss einbezogen.
2) Indirekte Beteiligungen

Im Berichtsjahr fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:

Die netgo tax GmbH (vormals: netgo West Beteiligungs GmbH) wurde ab dem 1. Januar 2022 voll konsolidiert. Im Vorjahr war die Gesellschaft noch von untergeordneter Bedeutung.

Die netgo tax GmbH hat mit Wirkung zum 28. Februar 2022 die Kommanditanteile an der ckn GmbH & Co. KG, Waltrop, erworben. Die ckn GmbH & Co. KG war zu 100% an der divacon GmbH, Kassel, beteiligt. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt des Teilkonzerns ckn GmbH & Co. KG wurde auf den Vollzugstag 28. Februar 2022 festgelegt, sodass die Erträge und Aufwendungen des Teilkonzerns für neun Monate im Konzernabschluss Berücksichtigung finden.

Die netgo West Verwaltungs GmbH als Komplementärin der ckn GmbH & Co. KG wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2022 auf die netgo tax GmbH verschmolzen. In Folge dieser Verschmelzung ist die ckn GmbH & Co. auf die netgo tax GmbH als einzig verbleibende Gesellschaft mit Rückwirkung zum 1. Januar 2022 angewachsen. Anschließend sind die divacon GmbH, Kassel, und die netgo Aachen GmbH rückwirkend auf den 1. Januar 2022 auf die netgo tax verschmolzen worden. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte aus den genannten Umwandlungen wurden eliminiert, da es sich um konzerninterne Umwandlungsvorgänge handelte.

Die netgo Ost GmbH, Berlin, wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2022 auf die netgo GmbH, Berlin, verschmolzen. Die netgo GmbH, Berlin, wurde anschließend umfirmiert in netgo Ost GmbH. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die workbees GmbH wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2022 auf die netgo Ost GmbH (vormals netgo GmbH, Berlin) verschmolzen. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die netgo Software 2 GmbH, Berlin, ist entstanden durch die zum 1. Januar 2022 rückwirkende Abspaltung des rechtlich unselbständigen Teilbetriebs "Software" der netgo Ost GmbH, in die neugegründete Gesellschaft. Die Eintragung im Handelsregister ist am 1. Juli 2022 erfolgt. Mit Verschmelzungsvertrag vom 8. Juli 2022 wurde das zuvor übernommene Tochterunternehmen netgo Software GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2022 auf die netgo Software 2 GmbH verschmolzen. Anschließend erfolgte eine Umfirmierung der netgo Software 2 GmbH in netgo Software GmbH. Sämtliche Vermögens- und Erfolgseffekte der Umwandlung wurden eliminiert, da es sich um einen konzerninternen Verschmelzungsvorgang handelte.

Die Citech Solutions B.V. wurde liquidiert und zum 31. August 2022 entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung resultiert ein Verlust von TEUR 67.

Folgende Tochterunternehmen wurden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil ihre Umsatzerlöse weniger als 1% des Konzernumsatzes ausmachten:

Gründerzentrum Borken GmbH, Borken

Kiwiko e.G., Borken

Zeus GmbH, Dillingen

Der Erweb der ckn-Gruppe hat wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss des Vorjahres.

Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasst die Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus den gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingetretenen Veränderungen des Konsolidierungskreises.

2022 2021 Pro-forma 2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 367.641.403,50 248.382.360,27 259.039.274,76
2. Bestandsveränderung -281.333,42 -670.631,77 -670.631,77
3. andere aktivierte Eigenleistungen 2.126.365,33 1.365.375,00 1.365.375,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 4.836.532,41 3.147.334,63 3.293.963,73
5. Materialaufwand -247.502.773,69 -158.273.802,85 -163.855.134,30
6. Personalaufwand -84.418.645,43 -63.697.916,67 -66.066.123,86
7. Abschreibungen -13.406.223,37 -10.534.204,71 -10.667.027,52
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -28.474.226,53 -22.903.021,69 -23.518.681,77
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 130.332,82 48.320,48 48.320,48
10. Erträge aus Wertpapieren 10,40 39,14 39,14
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.185,26 8.206,53 12.040,89
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.228.802,08 -5.102.708,20 -5.102.943,20
13. Steuern von Einkommen und Ertrag 899.777,27 -5.666.370,26 -6.022.008,09
14. Sonstige Steuern -96.726,35 -87.497,36 -93.733,36
15. Konzernjahresfehlbetrag -4.756.123,88 -13.984.517,46 -12.237.269,87

Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasst die Auswirkungen auf die Konzernbilanz aus den gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingetretenen Veränderungen des Konsolidierungskreises. Die Veränderung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Konzernanlagenspiegel.

2022 2021 Pro-forma 2021
EUR EUR EUR
1. Immaterielle Vermögensgegenstände 90.964.210,11 88.448.336,99 88.449.998,99
2. Sachanlagevermögen 11.042.200,96 9.781.957,34 10.062.937,34
3. Finanzanlagen 558.846,60 824.412,29 1.134.412,29
4. Vorratsvermögen 19.117.658,47 10.672.875,18 10.841.569,00
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 48.722.388,33 36.007.528,22 36.371.461,65
6. Wertpapiere des Umlaufvermögens 18.909,46 18.819,71 18.819,71
7. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 30.980.004,81 25.947.746,46 27.636.088,51
8. Aktive Rechnungsabgrenzung 3.087.029,44 2.952.890,03 2.959.703,30
9. Rückstellungen -11.497.275,28 -12.328.041,99 -12.511.300,63
10. Verbindlichkeiten -143.708.792,24 -115.723.990,18 -116.855.787,46
11. Passive Rechnungsabgrenzung -2.625.960,57 -1.205.585,56 -1.205.585,56
12. Passive latente Steuern -1.565.426,90 -1.697.031,42 -1.697.031,42

3. Grundlagen des Konzernabschlusses und Konsolidierungsmethoden

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bilanzieren zum Stichtag 31. Dezember 2022. Die Bewertung im Konzern erfolgte nach einheitlichen Grundsätzen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Danach werden die konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet, das dem beizulegenden Wert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder zum späteren Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entspricht. Übersteigt der Beteiligungsansatz das entsprechende anteilige Eigenkapital der Tochterunternehmen, so werden sich ergebende aktivische Unterschiedsbeträge als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen und über die Nutzungsdauer abgeschrieben.

Stille Reserven wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelt und betreffen den Auftragsbestand, welcher im immateriellen Anlagevermögen ausgewiesen wird. Der Auftragsbestand wird nach angefallener Leistung abgeschrieben. Darüber hinaus wurden stille Reserven auf Grundstücke und Gebäude ermittelt. Auf Gebäude allokierte stille Reserven werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen gemäß § 303 HGB zwischen einbezogenen Unternehmen eliminiert.

Umsätze und Erträge wurden gemäß § 305 HGB zwischen einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Soweit die DRS über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende zusätzliche Angaben fordern, wurden diese grundsätzlich nicht beachtet.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung im Konzern erfolgte nach einheitlichen Grundsätzen auf Basis der für das Mutterunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus wurden die für das Mutterunternehmen geltenden ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften beachtet.

Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 2 Jahren bis 10 Jahren linear vorgenommen.

Die Buchwerte langfristig genutzter Vermögensgegenstände wie z.B. Geschäfts- oder Firmenwerte und anderer immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich auf Werthaltigkeit hin überprüft.

Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen Firmenwerte werden planmäßig über eine unternehmensindividuelle Nutzungsdauer von 10 und 15 Jahren abgeschrieben. Aus Einzelabschlüssen resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden in Höhe der Entwicklungskosten i.S.d. § 255 Abs. 2a HGB i.V.m. § 255 Abs. 2 HGB angesetzt. Es wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. aktivierungspflichtigen Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden oder in einen Sammelposten eingestellt, der linear über 5 Jahre abgeschrieben wird.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 8 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 19 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 2 bis 33 Jahre

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. at-equity angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, ist der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte nach § 255 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten. Es wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Die Waren sind zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Abweichend zum Vorjahr werden die in den jeweiligen Projektlagern erfassten Waren unter den unfertigen Leistungen erfasst. Der Vorjahresausweis der unfertigen Leistungen wurde um TEUR 3.235 auf TEUR 4.236 erhöht und gegenläufig die Waren auf TEUR 10.045 vermindert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden zum Nennwert ermittelt und angesetzt. Der Posten wird nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos besteht größtenteils eine Warenkreditversicherung. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen zwischen 0,5 und 1,0% auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Warenkreditversicherung gesichert sind.

Zahlungsmittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Bilanzierungswahlrecht für Disagio wird in Anspruch genommen.

Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen wurden für die noch nicht veranlagten Steuern des Berichtsjahres gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wird unter Anwendung eines Zinsfußes von 0,67 % p.a. (von der Deutschen Bundesbank veröffentlichter Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren bei einer Restlaufzeit von ungefähr vier Jahren ergibt) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellung wird ein Gehaltstrend von 0 % p.a. angenommen.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal mit 0,1-0,5 % der Umsatzerlöse der vergangenen beiden Geschäftsjahre berechnet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet worden.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge (Vorjahr) werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

Daneben werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts. Die latenten Steuern nach § 306 HGB werden mit den Posten nach § 274 HGB zusammengefasst.

5. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten auf TEUR 1.989 (Vorjahr: TEUR 1.368). Davon entfielen auf aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.831 (Vorjahr: TEUR 1.368).

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind zum 31. Dezember 2022 Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 76.176 (Vorjahr: TEUR 82.643) enthalten. Diese werden gemäß § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 S. 3, 4 HGB über eine Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren abgeschrieben. Der mögliche Wert eines Kundenstammes, mit Ausnahme des Kundenstammes der ckn-Gruppe, ist im Goodwill enthalten. Die Abschreibungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 6.632 (Vorjahr: TEUR 6.018). Ferner bestehen zum Stichtag Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelabschlüssen in Höhe von TEUR 1.409 (Vorjahr: TEUR 565).

Im Rahmen der Neubewertung der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden der ckn-Gruppe wurden stille Reserven im Auftragsbestand in Höhe von TEUR 6.041 und im Kundenstamm in Höhe von TEUR 3.591 gehoben. Die Abschreibung des Auftragsbestands erfolgt über 5 Jahre und des Kundestammes über 8 Jahre. Ferner sind aus der Erstkonsolidierung der ckn-Gruppe Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 1.470 entstanden, die bereits im gleichnamigen Bilanzposten in Höhe von TEUR 77.584 enthalten sind.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen beträgt TEUR 272 und resultiert vollständig aus dem darin enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwert. Der enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert wurde in Höhe von TEUR 39 erfolgswirksam abgeschrieben.

Der Equity-Ansatz der CONTENiT GmbH wurde aufgrund des anteiligen Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 130 erhöht und aufgrund der Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von TEUR 39 und der anteiligen Ausschüttung in Höhe von TEUR 200 insgesamt um TEUR 109 vermindert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 1.173 (Vorjahr: TEUR 3.675) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 177) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind erwartete Lieferanten-Gutschriften in Höhe von TEUR 3.445 (Vorjahr: TEUR 58) erfasst. Sie werden nach den gegenwärtigen Verhältnissen und Erfahrungen der vergangenen Jahre voraussichtlich zeitnah im neuen Geschäftsjahr gewährt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Disagiobeträge in Höhe von TEUR 465 (Vorjahr: TEUR 585). Bei den übrigen Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich insbesondere um abgegrenzte Aufwendungen für Lizenzen, Versicherungen, Beiträgen, Wartungsarbeiten und Kfz-Steuern. Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um vorzeitig vereinnahmte Erträge.

Das gezeichnete Kapital von TEUR 25 und die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von TEUR 70.833 (Vorjahr: TEUR 64.683) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB betrifft ausschließlich die auf Ebene der Einzelgesellschaften aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände von TEUR 1.643 (Vorjahr: TEUR 814).

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 9.507 setzen sich im Wesentlichen aus TEUR 6.054 (Vorjahr: TEUR 4.546) für Personalrückstellungen, TEUR 962 (Vorjahr: TEUR 488) für Gewährleistungsansprüche und TEUR 1.268 für ausstehende Eingangsrechnungen zusammen.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 143.709 (Vorjahr: TEUR 115.724) gliedern sich wie folgt:

31.12.2022 Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 Jahr Summe davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 679 75.308 75.988 35.500
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.682 0 2.682 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.683 458 56.141 0
Sonstige Verbindlichkeiten 8.811 88 8.898 3
Summe 67.855 75.854 143.709 35.503
31.12.2021 Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 Jahr Summe davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 771 69.243 70.014 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.858 0 3.858 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.530 0 32.530 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6.876 2.446 9.322 0
Summe 44.035 71.689 115.724 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden durch Globalzessionen, Verpfändung von Geschäftsrechten, Sicherungsübereignung von Anlagevermögen und Umlaufvermögen sowie Kontoverpfändung besichert.

Die passiven latenten Steuern haben sie wie folgt entwickelt:

Stand 31.12.2021 1.697 TEUR
Konsolidierungsmaßnahmen - 199 TEUR
Einzelabschlüsse + 67 TEUR
Stand 31.12.2022 1.565 TEUR

Die Bewertung der temporären Differenz erfolgte mit Steuersätzen zwischen 31,35 % und 30,46 %. Im Konzerngeschäftsjahr wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 240 erfolgswirksam aufgelöst. Gegenläufig wurde das Konzernergebnis durch latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 104 aus Einzelabschlüssen und HB II Buchungen beeinflusst.

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland generiert und setzen sich aufgegliedert nach folgenden Tätigkeitsbereichen zusammen:

Geschäftsjahr 2022 Geschäftsjahr 2021
Mio. EUR Mio. EUR
IT-Commerce 246,0 190,8
Cloud Solutions 42,0 22,4
Services 39,3 16,3
Managed Services 21,1 13,1
netgo Software 19,2 5,8

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Saldo latente Steuererträge in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 1.970) enthalten.

Außergewöhnliche Aufwendungen

Für einen Mietvertragsabschluss sind im Geschäftsjahr 2022 Provisionen in Höhe von TEUR 468 geleistet worden.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Geschäftsjahr 2022 Geschäftsjahr 2021
TEUR TEUR
Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus Anlagenverkäufen 337 51
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 378 74
Kostenerstattungen für Vorjahre 0 41
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Verlust aus Anlagenverkäufen 75 17
Nachzahlung Mietnebenkosten 83 80
Steueraufwendungen Vorjahre -1.279 485

7. Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Geschäftsführungsorgan des Mutterunternehmens sind:

Herr Bernd Krakau, COO (bis 30. April 2022)

Herr Dr. Alexander Blum, CFO

Herr Dr. Oliver Mauss, CEO

Herr Michael Gericks, CCO

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinsam vertreten. Die Geschäftsführung ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Geschäftsführung hat im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 1.195 bezogen.

8. Sonstige Angaben

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB betrug 1.111 (Vorjahr: 1.036) im Geschäftsjahr 2022.

Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte und sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB entfallen im Wesentlichen auf Mietverträge für Bürogebäude und Leasingverpflichtungen. Zum Ende des Geschäftsjahres bestehen in Höhe von TEUR 62.292 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Vorjahr wurden zur Verbesserung der Kapitalbindung durch die netgo GmbH Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 246 im Rahmen eines Sale-and-lease-back Geschäftes verkauft und anschließend angemietet. Im Berichtsjahr fanden keine derartigen Transaktionen statt.

Der Konzern hat im Zuge eines aktiven Working Capital Managements sowie unter Gesichtspunkten des allgemeinen Risikomanagements das Factoringprogramm fortgeführt, das die mit den veräußerten Forderungen verbundenen Risiken ohne Rückgriffsrecht des Erwerbers auf diesen überträgt ("echtes Factoring"). Das per 31. Dezember 2022 übertragene und somit nicht mehr zu bilanzierende Forderungsvolumen beläuft sich auf TEUR 8.302 (Vorjahr: TEUR 5.190). Dem gegenüber stehen TEUR 2.336 (Vorjahr: TEUR 1.606) bilanzierte Forderungen gegenüber dem Factor. Die Risiken aus dem Factoring bestehen im Bonitätsrisiko des Factors und liegen unterhalb des Bonitätsrisikos der ursprünglichen Forderungsschuldner. Die Vorteile des Factorings liegen in einer verbesserten Risikoposition der Gesellschaft im Hinblick auf Forderungsausfälle sowie erweiterten Möglichkeiten der Working Capital Steuerung.

Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt TEUR 193 und betrifft in Höhe von TEUR 190 Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 3 sonstige Leistungen.

9. Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der ITS Clean GmbH umfasst den größten Konsolidierungskreis und wird im Bundesanzeiger offengelegt.

10. Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag sind keine Vorgänge eingetreten, die für den Konzernabschluss eine i.S.d. § 314 Nr. 25 HGB besondere Bedeutung haben.

 

Borken, den 5. Mai 2023

Dr. Oliver Mauss

Dr. Alexander Blum

Michael Gericks

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der ITS Clean GmbH, Borken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 1.447.417,31 1.630.326,01 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 12.343.348,13 533.501,78 22.969,56
3. Auftragsbestand 5.076.343,35 0,00 0,00
4. Kundenstamm 0,00 0,00 0,00
5. Geschäfts- oder Firmenwert 93.505.384,50 0,00 213.357,36
6. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögengegenstände 102.191,18 594.734,38 0,00
112.474.684,47 2.758.562,17 236.326,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8.020.701,66 10.788,27 168.802,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.601,36 1.154.148,95 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.149.533,83 2.505.006,78 1.376.217,03
4. Geleistete Anzahlungen 107.700,47 62.513,42 0,00
20.325.537,32 3.732.457,42 1.545.019,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 156.558,50 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 704.665,78 173.691,68 243.361,07
3. Beteiligungen 45.178,23 0,00 0,00
906.402,51 173.691,68 243.361,07
133.706.624,30 6.664.711,27 2.024.707,02
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Umbuchung Änderung Kons. kreis Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 0,00 0,00 3.077.743,32
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 241.999,00 53.295,76 13.149.175,11
3. Auftragsbestand 0,00 6.040.877,00 11.117.220,35
4. Kundenstamm 0,00 3.591.120,00 3.591.120,00
5. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.414.273,77 94.706.300,91
6. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögengegenstände -241.999,00 0,00 454.926,56
0,00 11.099.566,53 126.096.486,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,00 0,00 7.862.687,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 1.201.750,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.213,89 823.934,02 14.272.471,49
4. Geleistete Anzahlungen -170.213,89 0,00 0,00
0,00 823.934,02 23.336.909,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 -156.558,50 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 634.996,39
3. Beteiligungen 0,00 0,00 45.178,23
0,00 -156.558,50 680.174,62
0,00 11.766.942,05 150.113.570,60
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Abgänge Änderung Kons. kreis Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 15.377,57 513.293,83 0,00 0,00 528.671,40
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 9.735.328,24 1.613.072,57 22.933,56 29.400,34 11.354.867,59
3. Auftragsbestand 3.978.070,35 1.774.673,00 0,00 0,00 5.752.743,35
4. Kundenstamm 0,00 374.075,00 0,00 0,00 374.075,00
5. Geschäfts- oder Firmenwert 10.297.571,32 6.809.426,82 0,00 14.920,66 17.121.918,80
6. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögengegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.026.347,48 11.084.541,22 22.933,56 44.321,00 35.132.276,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.106.940,53 267.979,57 0,00 0,00 2.374.920,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.942,36 58.127,95 0,00 0,00 86.070,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.408.697,09 1.810.531,21 900.728,63 515.218,69 9.833.718,36
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.543.579,98 2.136.638,73 900.728,63 515.218,69 12.294.708,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 81.990,22 39.337,80 0,00 0,00 121.328,02
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
81.990,22 39.337,80 0,00 0,00 121.328,02
34.651.917,68 13.260.517,75 923.662,19 559.539,69 47.548.312,93
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte 2.549.071,92 1.432.039,74
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.794.307,52 2.608.019,89
3. Auftragsbestand 5.364.477,00 1.098.273,00
4. Kundenstamm 3.217.045,00 0,00
5. Geschäfts- oder Firmenwert 77.584.382,11 83.207.813,18
6. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögengegenstände 454.926,56 102.191,18
90.964.210,11 88.448.336,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 5.487.767,83 5.913.761,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.115.680,00 19.659,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.438.753,13 3.740.836,74
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 107.700,47
11.042.200,96 9.781.957,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 156.558,50
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 513.668,37 622.675,56
3. Beteiligungen 45.178,23 45.178,23
558.846,60 824.412,29
102.565.257,67 99.054.706,62

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Geschäftsjahr 2022 Geschäftsjahr 2021
EUR EUR
Konzernjahresfehlbetrag -4.756.123,88 -13.984.517,00
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 13.260.517,75 10.534.205,00
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.427.087,51 1.964.226,00
+/- Verluste/Gewinne aus Entkonsolidierungen -67.662,29 0,00
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 189.309,99 -1.756.150,00
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -19.826.932,82 -2.837.998,00
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 20.336.427,58 5.091.834,00
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 14.599,35 4.355,00
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 6.210.616,82 5.094.502,00
- Beteiligungserträge -130.330,61 -48.320,49
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -899.777,27 5.666.370,00
-/+ Ertragsteuerzahlungen -3.482.681,61 -2.335.743,49
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 13.275.050,52 7.392.763,02
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.758.562,17 -2.547.166,00
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 843.084,41 81.634,49
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -3.504.355,89 -2.588.465,00
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00 -156.559,00
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis des Geschäftsjahres -12.334.905,70 -34.819.711,49
+ Erhaltene Dividenden 200.002,21 0,00
+ Erhaltene Zinsen 18.185,27 8.207,00
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -17.536.551,87 -40.022.059,00
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 6.150.000,00 32.400.000,00
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 6.750.000,00 30.194.574,00
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten -765.151,21 -17.805.643,00
- Gezahlte Zinsen -4.905.404,18 -4.673.219,49
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 7.229.444,61 40.115.711,51
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 2.967.943,26 7.486.414,53
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 2.075.072,00 3.397.233,51
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 25.936.989,55 15.053.341,49
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 30.980.004,81 25.936.989,53
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 30.980.004,81 25.947.746,49
abzgl. jederzeit fällige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0,00 -10.756,51
30.980.004,81 25.936.989,98

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Kapitalanteile Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2021 25.000,00 32.282.560,46 349.836,52 -7.372.962,45 25.284.434,53
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0,00 32.400.000,00 -7.372.962,45 7.372.962,45 32.400.000,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -13.984.517,46 -13.984.517,46
Stand am 31.12.2021 25.000,00 64.682.560,46 -7.023.125,93 -13.984.517,46 43.699.917,07
Stand am 01.01.2022 25.000,00 64.682.560,46 -7.023.125,93 -13.984.517,46 43.699.917,07
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0,00 6.150.000,00 -13.984.517,46 13.984.517,46 6.150.000,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -4.756.123,88 -4.756.123,88
Stand am 31.12.2022 25.000,00 70.832.560,46 -21.007.643,39 -4.756.123,88 45.093.793,19

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ITS Clean GmbH, Borken

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ITS Clean GmbH, Borken, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ITS Clean GmbH, Borken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass auch Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 5. Mai 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Joerg Schoberth, Wirtschaftsprüfer

Daniel Feiter, Wirtschaftsprüfer

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