Notting Hill Gastro GmbH
Selbe AdresseSonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Falk Austgen seit 15.3.2022 | Prokura |
Christian Gerlich seit 26.11.2019 | Geschäftsführer |
Philipp Correll seit 13.8.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Loyalty Partner GmbH (vormals LP Holding GmbH) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Loyalty Partner Solutions GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäftsmodell Geschäftsentwicklung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Unternehmensspezifische Entwicklung Analyse der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage Finanzielle Leistungsindikatoren Ertragslage Vermögenslage Finanzlage Risiko- und Chancenbericht Risiken Chancen Prognosebericht GeschäftsmodellAuf Basis maßgeschneiderter IT-Lösungen und eines etablierten Prozessmanagements entwickelt und betreibt Loyalty Partner Solutions GmbH (LPS) professionelle Kundenbindungsprogramme. Durch die Konzeption und den jahrelangen Betrieb dieser Technologie verfügt LPS über eine aus unserer Sicht einzigartige Expertise, von der auch Kunden wie die Deutsche Bahn und die Deutsche Lufthansa profitieren. Bei Bedarf übernimmt die LPS als Generalunternehmer die Abwicklung und Optimierung der gesamten Customer Relationship Management CRM-Prozesse. Neben umfangreichem Siebel-Know-how bietet LPS unter dem Namen Loyalty Management Suite (LMS) eine eigene Software-Plattform an, die auf hochvolumige und komplexe Kundenbeziehungsprogramme spezialisiert ist. Der Branchenfokus liegt in den Bereichen Travel & Transportation. Die LPS ist als Tochtergesellschaft der Loyalty Partner GmbH seit dem Jahr 2011 Teil der American Express Gruppe. GeschäftsentwicklungGesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschland ist 2023 in eine Rezession gerutscht. Trotz des nominalen Anstiegs des Bruttoinlandprodukts (BIP) auf 4,12 Billionen Euro (2022: 3,88 Billionen Euro) sank das reale BIP um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Erholung aus dem Jahr 2022 konnte sich im krisengeprägten Umfeld 2023 nicht fortsetzen. Vor allem die Inflation und die damit verbundenen Preissteigerungen dämpften die Konjunktur. Zusätzlich belasteten ungünstige Finanzierungsbedingungen durch hohe Zinsen und ein Nachfragerückgang aus dem In- und Ausland die wirtschaftliche Gesamtentwicklung. Der Dienstleistungssektor konnte insgesamt erneut leicht zulegen, allerdings fiel das Wachstum schwächer aus als in den beiden vorherigen Jahren. Einen Anstieg verzeichneten Dienstleistungen in Kommunikation und Information (+ 2,6 %), Unternehmensdienstleister (+ 0,3 %), Dienstleistungen der öffentlichen Hand (+ 1,0 %) und Sonstige (+ 1,8 %). Einen Rückgang mussten dagegen Handel, Gastgewerbe und Verkehr hinnehmen (- 1,0 %). Besonders bei langlebigen Gütern wie Möbeln und Haushaltsgeräten verzeichnete der Groß- und Einzelhandel starke Rückgänge von - 6,2 % zum Vorjahr. Die Umsätze im Einzelhandel sind 2023 real um 3,3 % zum Vorjahr gesunken. Insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel stieg der nominelle Umsatz 2023 um 5,9 % - real fielen die Umsätze jedoch um 3,9 % aufgrund der um 12,4 % gestiegenen Nahrungsmittelpreise. Erstmals rückläufig seit 2013 war die reale Umsatzentwicklung im Handel mit Nicht-Lebensmitteln: Die Umsätze sanken um 3,1 %. Einen nur leichten nominellen Rückgang verzeichnete der Internet- und Versandhandel mit - 0,4 %. Weiter auf Erholungskurs war der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren mit einem Umsatzplus von real 2,6 %. Für das Jahr 2023 berechnete der Handelsverband Deutschland einen Umsatz von rund 650,3 Milliarden Euro mit einem e-Commerce Anteil von 7 %. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt um 5,9 % erhöht. Die Inflationsrate lag damit um einen Prozentpunkt unter dem historischen Hoch von 6,9 % im Vorjahr. Besonders Nahrungsmittel verteuerten sich für die Verbraucher gegenüber 2022 um 12,4 %. Ein Plus von 5,3 % verzeichneten die Preise für Energieprodukte. Die Teuerungsrate ohne Lebensmittel und Energie lag 2023 bei 5,1 %. Durch die spürbaren Kaufkraftverluste und Unsicherheiten aufgrund der anhaltenden geopolitischen Konflikte ist der private Konsum preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen und lag damit weiter unter dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Auf der Nachfrageseite sanken die Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,8 %. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte entwickelte sich mit + 5,9 % weiter positiv zum Vorjahr. Staatliche Entlastungsmaßnahmen und Erhöhungen der Sozialleistungen milderten die inflationsbedingten Kaufkraftverluste für die Haushalte ab. Die Sparquote stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,2 % auf 11,2 %. Laut Berechnungen der DZ Bank trug die weiterhin hohe Sparquote wesentlich zum Wachstum des Geldvermögens der privaten Haushalte in Deutschland bei. Diese sind der DZ Bank zufolge um 6 % auf 7,9 Billionen Euro angestiegen. Die stärksten Treiber waren Kurssteigerungen bei Aktien und Fonds, Aktienkursgewinne die für einen Zuwachs von rund 200 Milliarden Euro sorgten - mit einem vergleichsweise geringen Anteil von Anlegern in Deutschland von 17,6 % verteilt sich der Vermögensanstieg aus Börsenkursgewinnen jedoch auf weniger als ein Fünftel der Deutschen, tatsächlich ist die Zahl der Aktieninhaber in Deutschland 2023 sogar um knapp 0,6 % gesunken. In seinem Digitalisierungsbericht 2023 stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz für Deutschland eine Seitwärtsbewegung fest. Der Indexwert beträgt 108,6 Punkte nach 110,5 Punkten im Vorjahr. Die größten Zuwächse registriert der Bericht in den Bereichen unternehmensinterne Qualifikationen (+ 9,9 Punkte) und unternehmensinterne Prozesse (+0,4 Punkte) und stellt dazu fest: "Die Entwicklungen bei den unternehmensinternen Kategorien könnten ein Indiz dafür sein, dass die Wirtschaft in Deutschland insbesondere bei der Digitalisierung ihrer Prozesse oder Geschäftsmodelle an einem Punkt angelangt sein könnte, an dem weitere Verbesserungen nur mit sehr viel Aufwand möglich sind." Unternehmensspezifische Entwicklung Die inländischen Konsumausgaben und die geringe Arbeitslosigkeit sowie die Mobilität bilden das Fundament für die unternehmerische Entwicklung der LPS. Insbesondere haben diese Faktoren einen maßgeblichen Einfluss auf die Loyalty Programme der beiden Hauptkunden in Deutschland, der Deutschen Bahn AG und Lufthansa Miles & More. Im ersten Halbjahr 2023 verzeichnete die Deutsche Bahn AG eine Steigerung von etwa 8 % auf in etwa 2,0 Milliarden Fahrgäste, was etwa 150 Millionen Fahrgästen entspricht. Trotz dieses Anstiegs wird das Vorkrisenniveau von 2,5 Milliarden Fahrgästen aus dem Jahr 2019 noch nicht erreicht. Die Lufthansa konnte die Anzahl ihrer Flüge um ca. 15% auf in etwa 940.000 Flügen steigern. Das Konzernergebnis der Lufthansa verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 112% auf Mio. EUR 1.673 (Vorjahr Mio. EUR 791). Im Bereich der Bestandskunden konzentrierte sich die LPS im Jahr 2023 auf die Weiterentwicklung und den Betrieb der Kundenmanagement-Lösungen für die Deutsche Bahn und Miles & More. Zudem wurde die LMS-Software bei dem amerikanischen Luftfahrtunternehmen United Airlines implementiert. Neben United Airlines wurde Ende Dezember 2022 mit Alaska Airlines ein weiterer US Kunde gewonnen, mit dem in 2023 die Projekt- und Implementierungsphase gestartet wurde mit dem Ziel deren Loyalty Programm in 2024 neu ausgerichtet mit LMS auf eine moderne Loyalty Lösung zu migrieren und auch durch die LPS technisch betreiben zu lassen. Die Personalkosten verzeichneten im Jahr 2023 einen überproportionalen Anstieg von 8 % bei einem Personalaufbau von 5 % im Vergleich zu 2022. Dies spiegelt den angespannten Arbeitsmarkt wider, der sich in gestiegenen Gehältern bei bestehenden Mitarbeitern und Neueinstellungen niederschlägt. Ein Teil des Umsatzwachstums wurde zudem durch externe Mitarbeiter erzielt, was sich in einer Steigerung der Aufwendungen für bezogene Leistungen um 47 % widerspiegelt. Die Produktentwicklung im Jahr 2023 konzentrierte sich weiterhin auf die Weiterentwicklung des Produktes LMS, das weitreichende Bedeutung für die Strategie und die zukünftige Ausrichtung der LPS mit Wachstum im internationalen Umfeld hat. Analyse der Vermögens-, Ertrags- und FinanzlageFinanzielle Leistungsindikatoren Das Management lenkt die Gesellschaft vorrangig anhand der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Aufwendungen für Steuern, zuzüglich Zinsaufwendungen, abzüglich Zinserträge). Für das Jahr 2023 hatte die LPS deutlich erhöhte Umsätze prognostiziert. Das tatsächliche Wachstum von EUR 19 Mio. (+ 61 %) lag somit über der Prognose des Vorjahres. Das EBIT stieg von EUR 2,9 Mio. auf EUR 5,5 Mio., was eine Verbesserung im Vergleich zur Vorjahresprognose darstellte. In der Vorjahresprognose ist die LPS von einem deutlich erhöhten Ergebnis ausgegangen. Das Umsatzwachstum und die entsprechende Steigerung des EBIT resultierten aus einer stärkeren Nachfrage nach Weiterentwicklungsleistungen seitens der Bestandskunden als erwartet, sowie dem erfolgreichen Abschluss des Projektes mit United Airlines. Zur internen Steuerung werden keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren herangezogen. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die LPS eine Gesamtleistung (einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge) in Höhe von EUR 43,8 Mio. (Vorjahr: EUR 34,5 Mio.), was einem Anstieg um 26,8 % bzw. EUR 9,3 Mio. über dem Vorjahresniveau entspricht. Die Umsatzerlöse mit Bestands- und Neukunden beliefen sich auf EUR 51,1 Mio., was einem Anstieg um EUR 19,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Reduzierung des Bestands unfertiger Leistungen um EUR - 7,6 Mio. resultierte hauptsächlich aus dem Abschluss des Projektes mit United Airlines. Der Materialaufwand stieg im Verhältnis zu den Umsatzerlösen um EUR 4,3 Mio. an, jedoch unterproportional aufgrund der Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen. Die Personalkosten bezifferten sich im Berichtsjahr auf EUR 17,7 Mio. und sind um EUR 1,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Anstieg resultierte aus gestiegenen Löhnen und Gehältern und einem Personalaufbau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf EUR 3,5 Mio. (Vorjahr EUR 3,6 Mio.) und verringerten sich trotz höherer Inflation hauptsächlich aufgrund des Wegfalls von Wechselkursverlusten (EUR - 0,5 Mio.). Andere Positionen wie Reisekosten stiegen um EUR 0,3 Mio. Die Abschreibungen erhöhten sich auf EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,03 Mio.) aufgrund einer verlustfreien Bewertung des Umlaufvermögens um über EUR 1,0 Mio. Das EBIT stieg von EUR 2,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 5,5 Mio. im Jahr 2023. Der erwirtschaftete Gewinn von EUR 5,8 Mio. wird gemäß des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Loyalty Partner GmbH abgeführt und steht einem im Vorjahr abgeführten Gewinn über EUR 2,9 Mio. gegenüber. Die Geschäftsführung ist mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden. Vermögenslage Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 12,5 Mio. (Vorjahr EUR 25,0 Mio.). Die Reduzierung resultierte hauptsächlich aus einer Verringerung des Guthabens bei Kreditinstituten um EUR - 5,9 Mio. sowie einem Rückgang der unfertigen Leistungen um EUR - 8,7 Mio. Der markante Rückgang der Bilanzsumme ist durch den erfolgreichen Abschluss des Projektes mit United Airlines entstanden. Die langfristigen Vermögensgegenstände der Gesellschaft setzten sich hauptsächlich aus erworbener Software, Lizenzen und Hardware im niedrigen vierstelligen EUR-Betrag zusammen. Es wurden keine nennenswerten Anschaffungen getätigt. Das Umlaufvermögen beinhaltete zum 31. Dezember 2023 unfertige Leistungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr EUR 9,8 Mio.). Die Position reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund der Fertigstellung des Projektes mit United Airlines. Die Kundenforderungen beliefen sich auf EUR 5,6 Mio. (Vorjahr EUR 6,1 Mio.), was einen Rückgang um EUR 0,5 Mio. darstellt. Die sonstigen Vermögensgegenstände betrugen EUR 0,2 Mio. (Vorjahr EUR 2,1 Mio.) und verringerten sich durch die Ausbuchung von geleisteten Anzahlungen im Zusammenhang mit dem United Airlines Projekt. Die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen EUR 0,2 Mio. und beziehen sich auf das USD-Bankkonto. Die Rückstellungen erhöhten sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 3,1 Mio. (Vorjahr EUR 2,7 Mio.) wobei der Anstieg hauptsächlich auf höhere Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (EUR 0,2 Mio.) zurückzuführen ist. Die anderen Rückstellungen blieben weitgehend konstant oder stiegen leicht an. Die Verbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2023 EUR 8,1 Mio. (Vorjahr EUR 20,8 Mio. Dieser Rückgang resultiere hauptsächlich aus einer Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen um EUR 15,0 Mio. auf EUR 1,0 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um EUR 1,9 Mio. auf EUR 6,0 Mio. Diese Verbindlichkeit beinhaltete die Abführung aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von EUR 5,8 Mio. Die Umsatzsteuerverbindlichkeit aufgrund der steuerlichen Organschaft betrug EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.). Darüber hinaus bestanden sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,7 Mio. im Bereich Lohnsteuer/ Lohn- und Gehalt (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über das Cash Pooling mit der Loyalty Partner GmbH. Die Reduzierung der unfertigen Erzeugnisse um EUR 8,6 Mio., der sonstigen Vermögensgegenstände um EUR 2,0 Mio. sowie der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,5 Mio., die Erhöhung der Rückstellungen um EUR 0,4 Mio., die Steigerung des Jahresüberschusses um EUR 2,9 Mio. und sonstige Effekte um EUR 0,2 Mio. führten zu einem erheblichen Mittelzufluss. Dem gegenüber steht ein Abbau der erhaltenen Anzahlungen um EUR 15,0 Mio. sowie die Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund des Cash Poolings um EUR 4,5 Mio. Infolgedessen ergibt sich ein Abbau der Guthaben bei Kreditinstituten um EUR 5,9 Mio. Die Finanzlage der LPS kann als stabil und belastbar betrachtet werden. Risiko- und ChancenberichtDie internationale Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bringt Chancen und Risiken mit sich, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Ziel ist es, diese Chancen gezielt zu nutzen und möglichen Risiken frühzeitig zu begegnen. Risiken Um möglichen Risiken frühzeitig begegnen zu können, unterliegen wesentliche Geschäftsprozesse einem internen Kontroll- und Überwachungssystem. Ein mehrstufiges System zur Identifizierung und Überwachung insbesondere bestandsgefährdender Risiken ermöglicht, auf Basis entsprechender Prognosen eine mögliche Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zur Bewältigung einzuleiten. Die Gesellschaft ist hierbei in das konzernweite Risikomanagement zur Qualifizierung, Überwachung und Steuerung von Risiken des American Express Konzerns eingebunden. Die Betrachtung und Beurteilung von Einzelrisiken hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Gesamtrisikosituation und Entwicklungsmöglichkeiten sind integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Ein kontinuierlicher, kontrollierter Umgang mit Risiken ist für die LPS im Hinblick auf den Bekanntheitsgrad der Marke besonders wichtig. Aufgabe des Risikomanagements bei der LPS ist es, die Umsetzung der im Rahmen einer Geschäftsstrategie gesetzten Ziele zu unterstützen. Dazu werden Risiken in allen Einheiten systematisch und frühzeitig identifiziert, erfasst, berichtet und gemanagt, um existenzbedrohende Entwicklungen zu vermeiden. Zentraler Bestandteil des operationellen Risikomanagements ist das "Risk Committee", das im Turnus von drei Monaten tagt. Die Teilnehmer setzen sich aus Vertretern der Bereiche Finanzen, Recht, Operations, IT, Compliance, Vertrieb sowie Operational Risk Management zusammen. Nach Bedarf werden weitere Spezialisten zu den Sitzungen eingeladen. Das Risk Committee unterstützt die Geschäftsführung bei der Überwachung der operationellen Risiken im Unternehmen, der kontinuierlichen Sensibilisierung der Führungskräfte für Risikothemen sowie der Information der Schlüsselpersonen im Unternehmen über anstehende Änderungen im regulatorischen Umfeld. Als operationelles Risiko wird die Gefahr der Nichterreichung von Geschäftszielen aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens von Verfahren, Menschen oder Informationssystemen bzw. aufgrund - geänderter - äußerer Rahmenbedingungen definiert. Im Rahmen von Risikoanalysen werden alle erkennbaren operationellen Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß bewertet, um in der Folge angemessene Maßnahmen zur Risikovermeidung oder Risikoreduzierung zu definieren und einzuleiten. Das Schadensausmaß wird anhand der potenziellen Auswirkungen bewertet, die der Eintritt des jeweiligen Risikos auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. auf die Marke Loyalty Partner Solutions hätte. Dabei wird zwischen unwesentlichen, wesentlichen und bestandsgefährdenden Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. vorübergehenden, nachhaltigen oder irreparablen Markenschäden unterschieden. Für die Eintrittswahrscheinlichkeit wird auf die Häufigkeit abgestellt, mit der mit dem Eintritt des jeweiligen Risikos zu rechnen ist. Von der niedrigsten Eintrittswahrscheinlichkeit ist dabei auszugehen, wenn mit dem Eintritt des Risikos nicht innerhalb eines Zwei-Jahreszeitraums zu rechnen ist bzw. es in der Vergangenheit im selben Zeitraum nicht zu einem Risikoeintritt gekommen ist. Von der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ist auszugehen, wenn mit dem Eintritt des Risikos innerhalb eines Drei-Monatszeitraums zu rechnen ist bzw. es in der Vergangenheit im selben Zeitraum zu einem Risikoeintritt gekommen ist. Aus der Kombination dieser beiden Faktoren erfolgt eine Einstufung der Risiken nach deren Gefährdungspotential in die Kategorien gering, mittel und hoch. Sofern von der niedrigsten Eintrittswahrscheinlichkeit auszugehen ist, wird das Risiko auch bei einer potenziell wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. einem nachhaltigen Markenschaden als gering eingestuft. Operationelle Risiken wohnen allen Geschäftsaktivitäten inne und können sich über direkte oder indirekte Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Markenschäden, Kundenunzufriedenheit oder rechtliche und aufsichtsrechtliche Sanktionen auf das Unternehmen auswirken. Risikokategorien Für das Berichtsjahr stellen sich die einzelnen Risikokategorien wie folgt dar:
zu 1. Markt- und Geschäftsrisiken Die Bestandskunden der LPS könnten sich entscheiden, keine weiteren Softwareprodukte oder erweiterungen zu lizenzieren bzw. zu beauftragen, Wartungsverträge nicht zu verlängern, keine weiteren Beratungs- oder Schulungsleistungen zu erwerben, oder sie könnten auf andere Produkte oder Dienstleistungen (auch Konkurrenzprodukte) umsteigen. Des Weiteren könnten sich potenzielle Kunden entscheiden, Produkte von Wettbewerbern zu wählen anstatt der Softwarelösung der LPS. Damit würde eine wesentliche Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einhergehen. Der Vertrag mit den Bestandskunden Deutsche Bahn und United Airlines hat noch eine lange Laufzeit. Der Vertrag mit der Miles and More GmbH wurde im Jahr 2023 längerfristig verlängert. Neben den genannten Risiken bezüglich der Bestandskunden rückt auch das Thema Inflation in den Fokus. Auf Lieferantenseite aber auch beim Personal kann die Inflation zu Kostensteigerungen führen. Wenn es nicht gelingt die Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben, kann dies zu einer Reduktion der Marge führen. Unter Berücksichtigung der langjährigen Zusammenarbeit, der langfristig geschlossenen Verträge, aber auch durch die Unsicherheit durch den Ukraine Krieg auf die Reise- und Transportindustrie ergibt sich insgesamt eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit mit einem wesentlichen Schadensausmaß und damit ein mittleres Risiko. Dieses Risiko blieb konstant im Vergleich zur Einschätzung aus dem Vorjahr. zu 2. Technologierisiken Die LPS verfügt in Zusammenarbeit mit der Loyalty Partner Gruppe über eine leistungsfähige IT-Infrastruktur, die kontinuierlich ausgebaut und optimiert wird, und die zusammen mit den IT-Ressourcen die zentrale organisatorische und technische Plattform für die Geschäftstätigkeit bildet. Ausfälle der technischen Infrastruktur, etwa durch Naturkatastrophen oder Feuer sowie Cyberangriffe, können nicht vollständig ausgeschlossen werden und könnten durch Umsatzausfälle oder signifikante Zusatzkosten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen. Um Ausfallrisiken zu vermeiden, werden technische Frühwarnsysteme und Dopplungen von IT-Systemen eingesetzt. Die genutzten Rechenzentren sind sicherheitszertifiziert und erfüllen die strengen Datenschutzbestimmungen sowie Regularien der EU. Aufgrund der implementierten Sicherheitskonzepte sowie der laufenden Prüfung und Validierung der Systeme und Services wird von einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen und mit einem wesentlichen Schadensausmaß dieses Risiko als gering eingestuft. zu 3. Produktrisiken Von LPS entwickelte und eingesetzte Softwareprodukte könnten noch nicht erkannte Fehler enthalten oder aus Sicht der Anwender nicht ausreichend geeignet sein, geschäftskritische Lösungen zu unterstützen. Sollte LPS nicht in der Lage sein, diese Mängel zu beheben oder die Erwartungen der Anwender vollständig zu erfüllen, ist es denkbar, dass die Rückerstattung geleisteter Zahlungen, Schadenersatz, oder sonstige Zugeständnisse erforderlich werden, so dass insoweit wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht ausgeschlossen werden können. Durch den bereits implementierten Dienstleistermanagementprozess, die kontinuierliche Überwachung von Entwicklungsprojekten und die vertragliche Absicherung gegen etwaige Haftungsrisiken wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als mittel bewertet und mit einem wesentlichen Schadensausmaß das Risiko insgesamt als mittel eingestuft. zu 4. Rechtliche Risiken Jede Software enthält zahlreiche Komponenten oder Module für unterschiedliche Funktionen. Einige dieser Funktionen können mit Rechten Dritter an geistigem Eigentum verbunden sein. Diese Rechte könnten sich auf ähnliche technische Aspekte beziehen wie eine oder mehrere Technologien innerhalb eines oder mehrerer unserer Produkte. Die Rechte Dritter an geistigem Eigentum könnten zur Folge haben, dass wir von der Nutzung bestimmter Technologien in unseren Produkten ausgeschlossen werden oder dass wir zur Nutzung dieser Technologien auf ungünstige Lizenzvereinbarungen eingehen oder hohe Lizenzgebühren zahlen müssen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte hierdurch wesentlich beeinträchtigt werden. Auf Grund der kundenindividuellen Entwicklung, dem Einsatz von lizenzierten bzw. Open-Source-Komponenten und des standardisierten Lizenzmanagements ist die Eintrittswahrscheinlichkeit als niedrig einzuschätzen und mit einem wesentlichen Schadensausmaß das Risiko hierzu wird als gering eingestuft. Der Schutz personenbezogener Daten ist für die LPS ein zentrales Anliegen und integraler Programmbestandteil. Bei der Verarbeitung von Daten von Kunden, Partnern, Lieferanten, Mitarbeitern und Bewerbern achtet und schützt die LPS das Recht dieser Personen und sorgt für die erforderliche Sicherheit der Daten. In Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten sowie der Partner wird den Anforderungen aus der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (EU-DSGVO) sowie des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) entsprechend Rechnung getragen. Insgesamt ändern und ergänzen diese Gesetze und Vorschriften die bestehenden Anforderungen an die Verarbeitung personenbezogener Daten, die von LPS zu erfüllen sind und die folglich auch in den Produkten und Services berücksichtigt werden müssen. Werden die einschlägigen Gesetze nicht eingehalten oder den Datenschutzanforderungen der Kunden nicht adäquat Rechnung getragen, könnte dies - selbst in unbegründeten Fällen - Ermittlungen der Aufsichtsbehörden, Haftungsansprüche und Bußgelder (künftige Berechnungsbasis der Jahresumsatz) nach sich ziehen. Mit dem neuen Kunden Alaska Airlines kommen neue Anforderungen an GDPR/ Datensicherheit auf die LPS zu. Diese Anforderungen müssen bei der Umsetzung des Projektes berücksichtigt werden. Ein Verstoß kann einen erheblichen Schaden verursachen. Da bisher wenig Erfahrungen im Umgang vorhanden ist, wird diese Risikostufe in Summe als mittel gewertet. Insgesamt wird für diese Risikokategorie von der niedrigsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen und mit einem wesentlichen Schadensausmaß das Risiko als mittel und daher als erhöht gegenüber dem Vorjahr eingestuft. zu 5. Ausfall- & Liquiditätsrisiken Das Ausfallrisiko besteht darin, dass Partner bestehende Forderungen nicht bzw. nicht fristgerecht begleichen. Die LPS überwacht regelmäßig die offenen Forderungen. Bei Verzögerungen werden Maßnahmen abgeleitet. Zudem werden längerfristige Projekte über Zahlungspläne abgesichert. Daher wird die Auswirkung als unwesentlich eingestuft. Ein Liquiditätsrisiko ergibt sich, wenn die Auszahlungsverpflichtungen der Gesellschaft nicht aus vorhandener Liquidität oder entsprechenden Kreditlinien gedeckt werden können. Es ist möglich, dass die Kunden aufgrund globaler Ereignisse Zahlungen verzögern könnten. Die Finanzierung der Gesellschaft ist allerdings durch das Cash Pooling mit der Loyalty Partner GmbH und deren Finanzierung durch die American Express Gruppe sichergestellt. Somit ist die Auswirkung auf die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als unwesentlich (unwesentlich) einzustufen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Forderungsausfälle und Liquiditätsengpässe wird weiterhin als niedrig eingestuft und mit einem wesentlichen Schadensausmaß das Risiko insgesamt als gering bewertet. zu 6. Projektrisiken Um weitere Geschäftsfelder zu erschließen und neue Geschäftspartner zu akquirieren, geht die LPS vertragliche, zum Teil langfristige Leistungsverpflichtungen ein, deren Nichterfüllung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den folgenden Jahren wesentlich beeinflussen könnte. Um Fehlentwicklungen in Projekten und damit negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermeiden, kommt ein effizientes Projektmanagement zum Einsatz, das auch ein regelmäßiges und standardisiertes Risiko-Monitoring beinhaltet. Durch die aktuelle Inflation könnten externe Dienstleister gezwungen sein Ihre Preise zu erhöhen. Da die Verträge mit den Kunden langfristig gestaltet sind und wichtige Preiskomponenten fest vereinbart sind, können diese Preiserhöhungen nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden, was Auswirkungen auf die zukünftige Profitabilität haben könnte. Durch effizientes Kostenmanagement ist die LPS der Ansicht, dass dieses Risiko keine allzu großen Auswirkungen auf die Profitabilität haben wird. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist daher mittel und mit einem wesentlichen Schadensausmaß. Dieses Risiko wird weiter gering eingestuft und unverändert gegenüber dem Vorjahr. zu 7. Währungsrisiken Ein Währungsrisiko besteht, wenn Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der dem Jahresabschluss zu Grunde liegenden Währung, dem Euro, existieren. Die langfristigen Verträge mit United Airlines und Alaska Airlines wurden in US-Dollar abgeschlossen. Sollte sich der US-Dollar Kurs sehr negativ entwickeln, würde das einen Einfluss auf die Ertragslage haben. Im Laufe des Jahres 2023 schwankte der Wechselkurs zwischen 1,12 im Juli und 1,04 im Oktober. Um diese Risiken zu mitigieren werden seit 2023 zur Absicherung des Wechselkursrisikos auf Konzernebene Devisentermingeschäfte eingesetzt. Diese greifen allerdings lediglich bei bestehenden Bilanzpositionen und können nicht zukünftige negative Wechselkursentwicklungen abdecken. Aufgrund der im Vergleich zum Jahr 2022 niedrigeren Schwankung des Wechselkurses hat sich die Eintrittswahrscheinlichkeit wieder von Mittel auf Niedrig verringert. Das Schadensausmaß bleibt konstant bei Unwesentlich, da die Zahlungsströme im Jahr in etwa auf dem gleichen Niveau bleiben wie 2023. Die bestehenden Bilanzpositionen werden zusätzlich mit Devisentermingeschäften von Konzerngesellschaften abgesichert. Die gesamte Risikoeinschätzung bleibt aus Sicht der LPS unverändert. Gesamtrisikoeinschätzung Eine konsolidierte Betrachtung sämtlicher Einzelrisiken ist nicht angemessen, da der zeitgleiche Eintritt aller oder mehrerer Einzelrisiken unwahrscheinlich ist. Die Gesamtrisikolage ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Bestandsgefährdende Risiken sind bei dieser Gesamtbetrachtung jedoch weiterhin einzeln oder in Summe nicht ersichtlich. Chancen Unter Chancen sind Potentiale zu verstehen, die im Wesentlichen über einen Prognosezeitraum von über einem Jahr hinausreichen. Nach diesem Verständnis sind Chancen quantitativ nicht prognostizierbar, aber qualitativ wie folgt zu bewerten: Auf Basis einer langfristigen Partnerschaft mit den deutschen Bestandskunden sieht LPS große Chancen, die eigene Marktstellung mit Hilfe der Softwareplattform Loyalty Management Suite auszubauen. Zudem konnte die LPS in der Vergangenheit bereits zwei internationale Neukunden gewinnen, wobei mit Alaska Airlines ein weiterer Kunde akquiriert wurde. Der Bedarf für moderne und flexible IT-Lösungen im CRM-Umfeld bleibt weiterhin hoch. Die Loyalty Partner Solutions GmbH besitzt mit ihrer Software-Plattform LMS und ihrem Siebel Know-how beste Voraussetzungen, weitere Unternehmen in ihren Kundenkreis aufzunehmen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Chancen auch realisieren lassen, schätzt das Management weiterhin als hoch ein und bewertet die Zukunftsaussichten daher insgesamt positiv. PrognoseberichtAktuelle Prognosen sehen für Deutschland 2024 ein nur geringes Wirtschaftswachstum von 0,2 %. Damit senkte das ifo Institut seine Prognose aus Q4 2023 um 0,7 %. Die sektorenübergreifende Verschlechterung der Auftragslage, ein geringer Auftragsbestand, der hohe Krankenstand und andauernde Streiks belasten die Wirtschaft in Deutschland und verhindern eine Trendwende. Maßgeblich für die deutliche Reduzierung der Wachstumsprognose sind vor allem das Abrutschen Deutschlands in die Rezession und eine verzögerte Erholung der Industrieproduktion. Positive Impulse sieht das ifo Institut durch den erwarteten Rückgang der Inflationsrate von 5,9% auf 2,3 % im Jahr 2024. Insbesondere ein Rückgang der hohen Gas- und Strompreise wird die Verbraucher entlasten. Die Trendwende zu stärkerem Wachstum wird Deutschland den Frühindikatoren entsprechend jedoch erst im Jahr 2025 erreichen. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht eine Stagnation der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024. Für das erste Quartal erwartet das DIW, dass die Wirtschaftsleistung weiter schrumpft und erst im Laufe des Jahres ein Anstieg der Konjunktur zu erwarten ist. Stützen für den Aufwärtstrend werden der steigende private Konsum und die sich weltweit erholende Industrie sein, der sich auch in Deutschland als nachfragewirksam zeigen wird. Mit erwarteten Zinssenkungen und steigenden Reallöhnen wird die Kauflaune der Verbraucher steigen, da Sparen für die Haushalte wieder unattraktiver wird. Die Aussichten für den Einzelhandel in Deutschland werden sich 2024 nach einem schwierigen Jahr verbessern. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet 2024 mit steigenden nominellen (+3,5 %) und realen (+1 %) Umsätzen im Einzelhandel. In einer Umfrage des HDE unter 850 Handelsunternehmen in Deutschland geht die Hälfte der Befragten von stabilen oder steigenden Umsätzen für das Jahr 2024 aus. Vom Onlinehandel wird laut HDE kein großer Wachstumsimpuls für den Gesamthandel ausgehen, das Umsatzniveau bleibt aber hoch. Als Risiken für die Branche nennt der HDE die Unsicherheit der Verbraucher und Märkte durch die Kriege in der Ukraine und in Nahost mit Auswirkungen auf die Konsumlaune sowie den sich verschärfenden Fachkräftemangel. Bei den Verbrauchern wird sich das Konsumklima voraussichtlich eher moderat entwickeln. Zwar steigen die Einkommenserwartungen der privaten Haushalte, allerdings sorgt die Verunsicherung über die aktuelle Wirtschaftslage für einen Anstieg der Sparneigung um 3,4 Punkte auf 17,4 Zähler und damit den höchsten Wert seit der Finanzkrise 2008 (21,4 Punkte). Die LPS schloss das Berichtsjahr mit einem positiven EBIT in Höhe von EUR 5,5 Mio. ab. Aufgrund von Sondereffekten im Jahr 2023 wird für 2024 wieder mit einem leicht niedrigeren Ergebnis gerechnet, das voraussichtlich unter dem Niveau von 2022 mit EUR 2,9 Mio. liegen dürfte. Der Umsatz dürfte allerdings im Jahr 2024 voraussichtlich im niedrigen zweistelligen Prozentbereich über dem Niveau in Höhe von EUR 31,7 Mio. aus dem Jahr 2022 liegen. Der Hauptgrund für die überproportional gestiegenen Kosten liegt in der verstärkten Weiterentwicklung der LMS Plattform.
München, 23. Mai 2024 Christian Gerlich, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der Loyalty Partner Solutions GmbH, MünchenA. Allgemeine VorbemerkungenDie Loyalty Partner Solutions GmbH mit Sitz in München ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München (HRB 174680) registriert. Die Loyalty Partner Solutions GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Einschlägige Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) wurden dabei beachtet. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt wie in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR) auftreten. Zwischen der Loyalty Partner Solutions GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Loyalty Partner GmbH, München, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Loyalty Partner GmbH fungiert als ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Organträgergesellschaft für die Loyalty Partner Solutions GmbH. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDarüber hinaus sind die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze unverändert zum Vorjahr angewendet worden. Selbst geschaffene, immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens werden nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen die Anschaffungspreise, Frachtkosten sowie andere Anschaffungsnebenkosten, abzüglich etwaiger Preisminderungen. Den Abschreibungen liegen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern, welche sich aufgrund betrieblicher Anforderungen definieren, zugrunde. Die Abschreibungen erfolgen linear, bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen i.d.R. über 60 Monate, bei Gegenständen des Sachanlagevermögens liegt die Nutzungsdauer zwischen 36 Monaten für EDV-Einrichtungen und 156 Monaten für Büromöbel. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Einzelwert bis EUR 250, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Zugänge mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die innerhalb der Vorräte ausgewiesenen unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten für die allgemeine Verwaltung werden angesetzt. Bei der Bewertung der unfertigen Leistungen wird das Niederstwertprinzip bzw. das Prinzip der verlustfreien Bewertung beachtet. Hierbei werden unfertige Leistungen entsprechend ihres Fertigungsgrades bewertet und dem realisierbaren Umsatz abzüglich aller bis zum Verkauf anfallenden Kosten gegenübergestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu ihren Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bilanziert. Für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für das Folgejahr darstellen, wurden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft und sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die erhaltenen Anzahlungen werden mit dem Nennwert bilanziert. Alle Verbindlichkeiten sind mit Erfüllungsbeträgen bewertet. Für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erlöse für das Folgejahr darstellen, wurden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Währungsumrechnung für Rechnungen in fremder Währung erfolgt zum Kurs des Transaktionstages. Die Folgebewertung der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt zum jeweils am Bilanzstichtag gültigen Devisenkassamittelkurs. Langfristige Fremdwährungsforderungen liegen nicht vor. Die Umsatzerlöse umfassen alle Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen nach Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern. Erlöse werden realisiert, sobald die vertraglich geschuldete Leistung im Wesentlichen erbracht worden und deshalb der Anspruch auf die Gegenleistung unbedingt und unentziehbar entstanden ist. Steht der Anspruch noch unter einer aufschiebenden bzw. auflösenden Bedingung, erfolgt die Erlösrealisierung erst mit dem Eintritt bzw. dem Wegfall dieser Bedingung. C. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die unfertigen Erzeugnisse verringerten sich von TEUR 9.788 auf TEUR 1.158. Alle zum Ende des Jahres 2023 laufenden Projekte werden im Jahr 2024 abgeschlossen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen einen Wert in Höhe von TEUR 5.617 (Vorjahr TEUR 6.134) aus. Diese haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 4.974 (Vorjahr: TEUR 472). Diese sind vollständig gegenüber dem Gesellschafter, und betreffen hauptsächlich Forderungen aus Cash Pooling. Diese haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen TEUR 237 (Vorjahr TEUR 6.105). Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 3.095 (Vorjahr TEUR 2.673) und setzen sich wie folgt zusammen.
Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt nach Art und Laufzeit auf:
Die Laufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr und setzt sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Steuern aus Lohn- und Gehalt und betragen TEUR 650 (Vorjahr TEUR 680). Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit bestanden am Stichtag wie im Vorjahr keine. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 51.118 (Vorjahr TEUR 31.703) stammen aus der Entwicklung, Herstellung und Betrieb von Kundenbindungsprogrammen und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse enthalten Einmaleffekte über in etwa EUR 17,0 Mio., die aus Endabnahmen von Projekten resultieren. Der Abbau des Bestandes aus diesen Projekten beträgt EUR 9,8 Mio. Die Bestandsveränderung an unfertigen Leistungen betrifft Herstellungskosten in Höhe von TEUR -7.587 (Vorjahr: TEUR 2.080). Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 64 enthalten, die sich aus der Auflösung von Rückstellungen ergeben (Vorjahr: TEUR 82). Der Materialaufwand unterteilt sich wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Periodenfremde Aufwendungen liegen wie im Vorjahr nicht vor. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens beinhalten eine verlustfreie Bewertung über TEUR 1.043. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 248 (Vorjahr TEUR 2) betreffen Intercompany Zinserträge aus verbundenen Unternehmen aufgrund der Cash-Pooling-Vereinbarung mit der Loyalty Partner GmbH. Im Vorjahr wurden aufgrund der Cash-Pooling-Vereinbarung noch Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 4 verbucht. E. Sonstige AngabenDer Jahresabschluss der Loyalty Partner Solutions GmbH wird in den Konzernabschluss der American Express Company, New York City, New York, USA, einbezogen, der nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) aufgestellt ist. Dieser wird bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht. Dieser Abschluss ist der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Darüber hinaus wird der Jahresabschluss der Loyalty Partner Solutions GmbH auch in den Konzernabschluss der American Express International Inc., New York City, New York, USA, einbezogen. Dieser wird bei der Kamer van Koophandel (KvK) in den Niederlanden eingereicht. Dieser Abschluss ist der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten:
Die monatlichen Dauerschuldverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr bis heute von dem nachfolgend genannten Geschäftsführer wahrgenommen:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand der Angabe die Gesamtbezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung feststellen lassen. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs 2023 beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:
Das Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfungstätigkeit beträgt TEUR 43 (Vorjahr TEUR 41). Dabei handelt es sich ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen im Rahmen der Abschlussprüfung. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind, liegen nicht vor.
München, 23. Mai 2024 Christian Gerlich, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögensim Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Loyalty Partner Solutions GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Loyalty Partner Solutions GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Loyalty Partner Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 24. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Sebastian Stroner, Wirtschaftsprüfer ppa. Simon Gerl, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 8. Juli 2024 festgestellt. |
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