Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 137021
Vorher
Everyjob GmbH
Eingetragen
17.6.2015
Branche
Vermittlung von ArbeitskräftenBeteiligungsgesellschaftenVermittlungstätigkeiten für Erziehung und Unterricht
Gegenstand
die Entwicklung und Betrieb einer Online-Plattform für die Vermittlung von Personal, sowie Erstellung von entsprechenden Inhalten und (interaktiven) Applikationen und alle damit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Judah
seit 20.2.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

23 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 23 angezeigt

Career Solutions Holding GmbH
Germany
22.048 €
25.80%
DN Capital – Global Venture Capital IV LP
United Kingdom
12.799 €
15.00%
Cherry Ventures Fund II GmbH & Co. KG
Germany
12.547 €
14.70%
Redline Capital Management S.A.
Luxembourg
9.770 €
11.50%
TruVenturo GmbH
Germany
7.238 €
8.50%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Joblift GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 450.045,00 865.473,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 463.218,00 0,00
3. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 41.137,48 954.400,48 41.137,48 906.610,48
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.515,00 85.983,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.217,54 1.217,54
1.071.133,02 993.811,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 0,00 8.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.988.981,84 1.528.823,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.114.041,95 1.008.324,42
3. Sonstige Vermögensgegenstände 315.019,04 3.418.042,83 280.923,87 2.818.072,22
III. Guthaben bei Kreditinstituten 751.894,85 3.011.732,78
4.169.937,68 5.837.805,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 57.952,00 19.867,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.632.896,14 0,00
6.931.918,84 6.851.483,02

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 85.297,00 85.297,00
Eigene Anteile -2.000,00 -1.875,00
Ausgegebenes Kapital 83.297,00 83.422,00
II. Kapitalrücklage 26.419.056,09 26.419.931,09
III. Verlustvortrag -23.361.411,89 -19.828.554,31
IV. Jahresfehlbetrag -4.773.837,34 -3.532.857,58
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.632.896,14 0,00
0,00 3.141.941,20
B. Sonstige Rückstellungen 346.191,00 153.233,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.428.314,33 1.317.918,45
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 269.487,22 34.444,12
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.103.572,92 2.003.402,78
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.784.353,37 200.543,47
- davon aus Steuern EUR 132.911,29 (i. Vj. EUR 150.745,18)-
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 25.910,77 (i.Vj. 24.525,99) -
6.585.727,84 3.556.308,82
6.931.918,84 6.851.483,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.046.344,93 9.433.708,97
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 463.218,00 665.837,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 343.864,04 247.921,63
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 143.126,99 (i. Vj. EUR 48.059,05) -
4. Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.157.880,50 0,00
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.377.059,75 4.202.999,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.148.892,38 7.525.952,13 737.727,54 4.940.726,77
- davon für Altersversorgung EUR 15.674,95 (i. Vj. EUR 7.976,67) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 455.203,99 417.859,12
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.315.208,36 8.520.782,78
- davon aus Währungsumrechnung EUR 68.994,14 (i. Vj. EUR 56.445,93) -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.378,36 9.171,56
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 10.209,42 (i. Vj. EUR 9.171,56) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 188.397,69 10.128,07
10. Jahresfehlbetrag -4.773.837,34 -3.532.857,58

ANHANG zum 31.12.2022

Joblift GmbH, Hamburg

A. Erläuterungen des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 der Joblift GmbH mit Sitz in Hamburg und eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 137021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH- Gesetz) sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft entspricht derjenigen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederungen der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 erfolgten analog den in § 266 HGB bzw. § 275 Abs. 2 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschemata für Kapitalgesellschaften (§ 264 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß § 288 HGB wird Gebrauch gemacht.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und ,davon-Vermerke' in den Anhang aufgenommen.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Hinsichtlich der Ereignisse und Gegebenheiten, die zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung".

Die Vorjahresbeträge sind insoweit nicht mit den Zahlen des Berichtsjahres vergleichbar, dass im Vorjahr der Ausweis von bezogenen Affiliate- und Performance-Marketingaufwendungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfolgte, wohingegen der Ausweis im Berichtsjahr unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen erfolgt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Die Gesellschaft hat das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen und Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstands des Anlagevermögens sind die bei dessen Entwicklung anfallenden direkt zurechenbare Personalaufwendungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Es erfolgen keine planmäßigen Abschreibungen, da es sich um nicht abnutzbare Internet-Domains handelt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und soweit zulässig vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung wurde linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Soweit erforderlich wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Leistungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Das eingezahlte Stammkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Kapitalrücklage weist Einzahlungen der Gesellschafter bei der Ausgabe von Anteilen aus, die über dem Nennwert lagen (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Die Bewertung erfolgt zu Nennwert.

Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Fremdwährungsposten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

C. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens

Eine detaillierte Zusammensetzung des Anlagevermögens inklusive historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierter Abschreibungen ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände

Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten des Geschäftsjahres betrug TEUR 463. Sie wurden nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Aufgrund der aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände im Anlagevermögen besteht bei der Kapitalrücklage bzw. dem Bilanzgewinn eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 913 (Vorjahr TEUR 865).

Finanzanlagevermögen

Im Finanzanlagevermögen hält die Gesellschaft 100 % der Anteile an der Joblift Inc., Tennessee, USA. Die Joblift Inc. weist zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von TEUR 76 und einen Jahresfehlbetrag von rd. TEUR 66 (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 76) aus.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus einer Darlehensgewährung in Fremdwährung und aus dem laufenden Verrechnungsverkehr. Sie haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht (Vorjahr EUR 0,00).

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit größer ein Jahr in Höhe von TEUR 112 (Vorjahr TEUR 118) und im Übrigen von bis zu einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen zum 31.12.2022 beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 149) sowie Rückstellungen für nachlaufende Rechnungen (TEUR 158) und Abschluss- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 2.104 (Vorjahr TEUR 2.003). Diese resultieren aus der Gesellschaft gewährten Wandeldarlehen. Für diese Wandeldarlehen wurde mit den Gläubigern ein Rangrücktritt zur Vermeidung einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit im Sinne des deutschen Insolvenzrechts vereinbart.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

D. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Andere aktivierte Eigenleistungen

Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände gemäß § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Der Rohertrag beinhaltet aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 463 (Vorjahr TEUR 666).

Materialaufwand/Aufwendungen für bezogene Leistungen

Es werden bezogene Affiliate- und Performance-Marketingaufwendungen ausgewiesen (TEUR 10.158). Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 6.145). Insoweit sind die Vorjahreswerte nicht vergleichbar.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erlöse aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 143 (Vj. TEUR 48) sowie Forschungszulagen von TEUR 154 (Vj. TEUR 138).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im Vorjahr Werbekosten (TEUR 6.145). Im laufenden Jahr sind diese als umsatzvariable Aufwendungen unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Die Vorjahresangabe ist insoweit nicht vergleichbar.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten ferner Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (TEUR 69; Vorjahr TEUR 56).

Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen von TEUR 10 enthalten (Vorjahr TEUR 9).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen umfassen Zinsen für Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 100 (Vj. TEUR 3).

E. Ergänzende Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus jährlichen Zahlungsverpflichtungen. Sie stellen sich wie folgt dar:

Innerhalb 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Insgesamt
TEUR TEUR TEUR
Miet- und Dienstleistungsverträge 406 0 406
- davon ggü. verbundenen Unternehmen 0 0 0

Eventualverbindlichkeiten

Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus virtuellen Aktienoptionsprogrammen gegenüber Mitarbeitern. Die Inanspruchnahme ist an einen Unternehmensverkauf geknüpft. Es handelt sich hierbei grundsätzlich um Eventualverbindlichkeiten. Da eine Inanspruchnahme zurzeit unwahrscheinlich ist, erfolgt kein Ansatz einer Rückstellung.

Angaben zu Arbeitnehmern

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 106 (Vorjahr 78) Arbeitnehmer.

2022 2021
Vollzeit 89 65
Teilzeit 17 13
Total 106 78

Angaben zu Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Lukas Erlebach, Geschäftsführer, Berlin.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Nachtragsbericht

Der Gesellschaft wurden in 2023 weitere Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 4.131 zur Liquiditätssicherung gewährt.

Im Übrigen sind nach Ablauf des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens führen.

Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag von TEUR 4.774 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Berlin, den 20. Juni 2023

Lukas Erlebach

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

Joblift GmbH, Hamburg

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Joblift GmbH ("Joblift") ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) mit Sitz in Hamburg, die im Mai 2015 gegründet wurde.

Joblift ist ein Wachstumsunternehmen, das durch Finanzierung durch Risikokapitalgeber die Etablierung und anschließende Skalierung eines funktionierenden Geschäftsmodells anstrebt. In der Aufbauphase des Unternehmens werden regelmäßig Entscheidungen zu Gunsten von Wachstum und Umsatzsteigerung anstelle von Profitabilität getroffen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung einer Recruiting-Intelligence-Plattform, die die Vermittlung von Jobsuchenden an Firmen mit Personalbedarf ermöglicht. Es handelt sich um ein Meta-Business-Modell, das Jobsuchenden möglichst viele in einem Markt verfügbare Stellen auf einer Plattform anbieten kann. Die Kunden von Joblift sind im Wesentlichen erstens große Jobportale, auf denen Unternehmen jeder Art direkt Anzeigen platzieren können, zweitens Agenturen, die für suchende Unternehmen Jobangebote auf verschiedenen Portalen möglichst effizient platzieren, und drittens Direktkunden, also Unternehmen, die eine große Zahl gleichartiger Stellen besetzen möchten. Zusätzlich wird seit Q3 2021 auch verstärkt die Zusammenarbeit mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen entwickelt.

Das Angebot von Joblift an die Kunden ist die Erhöhung der Reichweite der Stellenanzeigen oder die Bereitstellung von Bewerbungen von Jobsuchenden. Die Abrechnung erfolgt in der Regel nach dem Leistungsprinzip, das heißt, es werden an die Kunden weitergeleitete Klicks oder Bewerbungen stückweise abgerechnet. Gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen werden auch klassische Festpreisprodukte angeboten.

Joblift ist international ausgerichtet und in den Märkten Deutschland, Niederlande, Frankreich, UK sowie über die Tochtergesellschaft Joblift Inc. in den USA aktiv.

Wirtschaftsbericht

Waren die Jahre 2020 und 2021 von der Coronakrise geprägt, so war für das Jahr 2022 der Russisch- Ukrainische Krieg prägend.

Die gesamtwirtschaftliche Lage war zu Beginn des Jahres 2022 positiv. In den Märkten, in denen Joblift aktiv ist, verstärkte diese den schon aus Vorjahren bekannten branchenübergreifenden Mangel an Fach- und Arbeitskräften. Diese Entwicklung ist, obwohl gesamtwirtschaftlich negativ zu bewerten, für den Bereich von Recruiting-Dienstleistungen außerordentlich günstig.

Seit Beginn des Russisch-Ukrainischen Krieges haben vor allem die von den Ländern der westlichen Welt Russland auferlegten Sanktionen sowie die daraus folgende hohe Inflation die Märkte verunsichert und viele Unternehmen zu einer Neubewertung der wirtschaftlichen Ausrichtung veranlasst.

Die wirtschaftliche Entwicklung erwies sich nach anfänglicher Unsicherheit als robust, sodass es zu keiner tiefgreifenden Rezession kam.

Ertragslage

Zu Beginn des Jahres waren Ausblick und Ertragszahlen günstig. Mit dem Beginn des Russisch-Ukrainischen Krieges setzte eine kurze Phase der Unsicherheit ein, da viele Unternehmen die Suche oder Einstellung neuer Mitarbeiter verlangsamten. Diese Phase war von kurzer Dauer und der branchenübergreifende Fachkräftemangel führte zu einem signifikanten Anstieg der Umsatzzahlen (unter Berücksichtigung der Saisonalität des Recruiting-Geschäfts).

Das Wachstum fand vor allem in dem performancebasierten Metabusiness statt, aber auch das margenstärkere Geschäft über Agenturen sowie kleine und mittlere Unternehmen konnte im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut werden.

Das USA-Geschäft wird über die Tochterfirma Joblift Inc. abgewickelt. Die in den USA entstehenden Gewinne werden basierend auf einen Lizenzvertrag von der Joblift Inc. an die Joblift GmbH transferiert.

Umsatz

2022 2021
TEUR 16.046 TEUR 9.434

Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 70% gesteigert werden. Die im Vorjahr prognostizierte signifikante Erhöhung der Umsatzerlöse ist somit eingetreten. Auch die Bruttomarge (Umsatz abzüglich direkte Marketingaufwendungen) wurde weiter gesteigert.

Der Aufbau der Vertriebsabteilung und die allgemeine Vergrößerung des Personalstabs zur Unterstützung der Wachstumsphase führte zu einer Steigerung der Personalkosten. Vor allem durch die verstärkte Inanspruchnahme externer Dienstleistungen stiegen auch die operativen Kosten, sodass das Jahresergebnis niedriger ausfällt als im Vorjahr.

Bruttomarge

2022 2021
TEUR 5.888 TEUR 3.288

Die Bruttomarge ist definiert als Differenz aus Umsatzerlösen und direkter Marketingkosten.

Die Bruttomarge wurde im Vergleich zum Vorjahr um 79% gesteigert, was vor allem auf den gesteigerten Umsatz zurückzuführen ist. Auch hier wurde die im Vorjahr prognostizierte signifikante Erhöhung erreicht.

Finanzlage/Liquidität

Joblift ist ein Wachstumsunternehmen und als solches risikokapitalfinanziert. Die letzte Finanzierungsrunde erfolgte im Herbst 2019. Da der operative Cashflow in der Regel negativ ist, benötigt Joblift regelmäßig liquide Mittel, um seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und um Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Dies ist durch Übergangskredite der Bestands- sowie Angelinvestoren aus Januar 2021, Mai 2022 sowie März 2023 sichergestellt. Durch die im März 2023 erfolgte Zwischenfinanzierung kann Joblift zukünftige budgetierte Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Zur Mitte des Jahres 2024 wird angestrebt, auf monatlicher Basis ein positives EBITDA zu erreichen und dadurch auch einen positiven operativen Cashflow sicherzustellen. Dadurch ist die Finanzierung des Unternehmens gesichert.

EBITDA

2022 2021
TEUR - 4.146 TEUR -3.114

Der EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 33% verschlechtert. Joblift investierte im Lauf des Jahres 2022 in eine dickere Personaldecke (mit einem Fokus auf das Vertriebsteam), um das angestrebte Wachstum erzielen zu können. Eine Erhöhung des Personalaufwandes war die Folge, was sich negativ auf das EBITDA des Unternehmens auswirkte. Die im Vorjahr prognostizierte signifikante Verbesserung des EBITDA konnte folglich nicht erreicht werden.

Guthaben bei Kreditinstituten

2022 2021
TEUR 752 TEUR 3.012

Die Veränderung der Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR -2.260 sind das Resultat eines negativen operativen Cashflows im Laufe des Jahres 2022, der in dieser Zeit nicht vollständig durch Finanzierung gedeckt wurde.

Vermögens- und Kapitalstruktur

2022 2021
Anlagevermögen TEUR 1.017 TEUR 994
Umlaufvermögen TEUR 4.170 TEUR 5.838
Bilanzsumme TEUR 6.932 TEUR 6.851
Eigenkapital TEUR 0 TEUR 3.142

Die unten beschriebenen Investitionen bewirkten einen Anstieg des Anlagevermögens.

Die Verringerung des Umlaufvermögens ist vor allem auf eine Verringerung des Guthabens bei Kreditinstituten aufgrund eines negativen operativen Cashflows zurückzuführen. Außerdem ist durch die Steigerung des Umsatzes eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen relevant.

Investitionen

Im Januar 2020 wurde das Projekt "Entwicklung eines KI-basierten Conversional User-Interface - Job Coach" gestartet. Das Projekt wurde im Februar 2021 abgeschlossen und seither über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben.

Im Januar 2022 wurde das Projekt "Entwicklung einer B2B-Nutzeroberfläche für automatisierten Online- Einkauf - Elevate" gestartet. Die damit verbundenen Aufwendungen werden aktiviert. Der Projektabschluss ist für Q3 2023 geplant.

Der Gesamtsaldo selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände zum Jahresende beträgt TEUR 913 (Vorjahr TEUR 865).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren, die die Grundlage zur Steuerung des Unternehmens sind, sind der Umsatz, die Bruttomarge (Umsatz minus direkte Marketingkosten) sowie das EBITDA.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Auch die Joblift GmbH ist in ihrem operativen Geschäft Risiken ausgesetzt, die die Unternehmensentwicklung negativ beeinflussen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden können.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2022 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 4.774 bei einer Kapitalrücklage von TEUR 26.420 und einem Verlustvortrag von TEUR 23.361 aus. Es wird erwartet, dass im Rahmen des Aufbaus der Gesellschaft gemäß aktueller Planung bis Mitte 2024 noch Verluste aus dem operativen Geschäft entstehen werden. Die Liquidität der Gesellschaft reicht nach aktueller Planung gleichwohl bis dahin aus. Ab Mitte 2024 erwarten die gesetzlichen Vertreter auf Basis der aktuellen Planung positive operative Ergebnisse (EBITDA) auf monatlicher Basis. Dies setzt jedoch voraus, dass die der Planung zugrundeliegenden wesentlichen Annahmen, insbesondere die geplanten Umsatzziele, auch erreicht werden. Soweit dies nicht gelingt, ist die Gesellschaft auf die weitere finanzielle Unterstützung der Gesellschafter angewiesen. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Risiken

Der Markt der Online-Vermittlung von Jobsuchenden an Firmen mit Personalbedarf nimmt kontinuierlich zu. Trotzdem könnten sich Kunden entscheiden, keine Dienstleistungen unserer Plattform-Lösungen in Anspruch zu nehmen bzw. auf Konkurrenzanbieter auszuweichen. Dies könnte zu höheren Kundenakquisitionskosten sowie langfristig zu einer Konsolidierung im Markt führen. Als einer der europäischen Marktführer im Bereich Recruiting-Intelligence-Plattformen und vor dem Hintergrund eines sehr jungen Marktes schätzen wir dieses Risiko als gering ein.

Aufgrund unserer globalen Geschäftstätigkeit als auch der unserer Kunden unterliegen wir unterschiedlichen, gelegentlich miteinander in Konflikt stehenden gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen. Wir betreiben keine eigenen Cloud-Server. Sämtliche Cloud-Servicedienstleistungen werden von einem führenden internationalen Unternehmen unter Einhaltung aller Datenschutzstandards erbracht. Wir sehen deshalb Risiken im regulatorischen Bereich auch nach dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) im Mai 2018 nach wie vor als gering an.

Im technischen Bereich besteht aufgrund der schnellen Weiterentwicklung von und dem Entstehen neuer Recruiting-Plattformen das Risiko, dass unser Produkt nicht länger kompatibel ist, Fehlfunktionen enthält und gegebenenfalls dem technischen Fortschritt nicht standhält. Joblift begegnet diesen Risiken mit kontinuierlichen Updates, umfangreichen Tests und Anpassungen unseres Produktes an die Vielfalt und die Neuerungen der sozialen Netzwerke und digitalen Medien im Allgemeinen. Nicht zuletzt wurden und werden deshalb kontinuierlich Investitionen in das Produkt vorgenommen. Wir schätzen das Risiko als gering ein.

Das Risiko der Mitarbeiterfluktuation und damit eines Verlustes von Know-how ist vorhanden. Dem wird mit einer nachhaltigen Personalstrategie, inklusive einer offenen und transparenten Firmenkultur, direkten Ansprache durch den Geschäftsführer oder Angeboten zum Vorteil der Mitarbeiter entgegengewirkt. Aufgrund der Marktposition ist davon auszugehen, dass das Unternehmen unter anderem durch innovative Softwareentwicklung hochqualifiziertes und gut ausgebildetes Personal weiterhin anziehen kann. Wir schätzen das Risiko als gering ein.

Die Gesellschaft unterliegt dem Risiko des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe des Buchwertes. Außenstände werden im operativen Bereich kontinuierlich überwacht sowie über eine Inkassofirma professionell nachgehalten. In der Vergangenheit waren die Kosten durch Forderungsverluste marginal. Möglichen Ausfällen wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko wird deshalb zukünftig weiterhin als gering eingeschätzt.

Nicht zuletzt kann der Russisch-Ukrainische Krieg unkalkulierbare wirtschaftliche Folgen über alle Branchen hinweg nach sich ziehen. Wir analysieren kontinuierlich die Auswirkungen auf unser Geschäft. Auch wenn der weitere Verlauf nicht vorhersehbar ist und die Auswirkungen schwer abzuschätzen sind, so ist der wirtschaftliche Erfolg von Joblift durch langfristige Kundenbindung und die Unabhängigkeit von Vorleistungsgütern wenig anfällig und recht robust gegenüber weltweiten Volatilitäten. Das Risiko einer nachhaltigen Gefährdung der Unternehmensfortführung von Joblift durch den Russisch-Ukrainischen Krieg sehen wir als gering an.

Chancen

Aufgrund der bisherigen, außerhalb der Coronakrise expansiven Umsatz- bzw. Auftragsentwicklung wird auch zukünftig von einer weiter ansteigenden Nachfrage ausgegangen. Durch eine Vergrößerung des Vertriebsteams erwarten wir eine deutliche Vergrößerung des Kundenstammes und damit verbundene Umsatzsteigerungen. Wir schätzen diese Chance als hoch ein.

Ziel unserer Strategie, in den kommenden Jahren deutlich zu wachsen, ist die Steigerung des Kundenwertes im Rahmen einer kontinuierlichen Steigerung an Umsätzen und Profitabilität. Wir schätzen diese Chance als hoch ein.

Im Jahr 2022 haben wir die Ausweitung des Kundenportfolios konsequent vorangetrieben. Der weiterhin wachsende Markt der Online-Vermittlung von Jobsuchenden an Firmen mit Personalbedarf und die Konzentration auf dieses Segment begünstigen die Annahme, dass 2023 auch hier mit einem erneuten starken Umsatzwachstum zu rechnen ist. Selbst Krisen wie die Coronapandemie oder die Krise in der Folge des Russisch-Ukrainischen Krieges können dazu führen, dass Unternehmen verstärkt auf performancebasierte Online-Plattformen wie die von Joblift setzen, um eine effektive und effiziente Suche nach geeigneten Kandidaten zu ermöglichen. Wir schätzen diese Chance als hoch ein.

Chancen und Risiken werden von Joblift laufend evaluiert, um Risiken zu mindern und die Nutzung von Chancen zu mehren. Durch den aktuellen Stand der Chancen sowie Risiken ergeben sich keine akuten Maßnahmen.

Prognose

Für das Jahr 2023 erwartet das Management eine signifikante Erhöhung des Umsatzes und der Bruttomarge sowie eine signifikante Verbesserung des EBITDA. Wir erwarten, dass sich das monatliche negative EBITDA bis Mitte 2024 auf Monatsbasis in ein positives EBITDA umkehrt. Die Auswirkungen des Russisch-Ukrainischen Krieges lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nach wie vor nicht prognostizieren. Je nach Szenario kann Joblift sehr flexibel ihre Kosten an die Umsätze anpassen, sodass selbst bei einer negativen wirtschaftlichen Gesamtentwicklung der Fehlbetrag abgefedert werden kann.

 

Berlin, den 1. Juni 2023

Lukas Erlebach

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.246.281,00 0,00 0,00 1.246.281,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 463.218,00 0,00 463.218,00
3. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 41.137,48 0,00 0,00 41.137,48
1.287.418,48 463.218,00 0,00 1.750.636,48
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.004,07 69.307,99 0,00 277.312,06
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.217,54 0,00 0,00 1.217,54
1.496.640,09 532.525,99 0,00 2.029.166,08

Der Jahresabschluss wurde durch die Gesellschafterversammlung am 21.09.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Joblift GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Joblift GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Joblift GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Abschnitt A "Erläuterungen des Jahresabschlusses" im Anhang sowie den Abschnitt "Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass im Rahmen des Aufbaus der Gesellschaft gemäß aktueller Planung bis Mitte 2024 noch Verluste aus dem operativen Geschäft erwartet werden. Die Liquidität der Gesellschaft reicht nach aktueller Planung gleichwohl bis dahin aus. Ab Mitte 2024 erwarten die gesetzlichen Vertreter auf Basis der aktuellen Planung positive operative Ergebnisse (EBITDA) auf monatlicher Basis. Dies setzt jedoch voraus, dass die der Planung zugrundeliegenden wesentlichen Annahmen, insbesondere die geplanten Umsatzziele, auch erreicht werden. Soweit dies nicht gelingt, ist die Gesellschaft auf die weitere finanzielle Unterstützung der Gesellschafter angewiesen. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein- schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 26. Juli 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Hagenmüller, Wirtschaftsprüferin

gez. Köpp, Wirtschaftsprüfer

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