DP World Logistics Industrial Germany GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christiane Gasczak seit 8.9.2023 | Prokura |
Ralf-Gernot Böhne seit 8.9.2023 | Prokura |
Matthias Gogollok seit 22.7.2022 | Geschäftsführer |
Sascha Bothen seit 17.3.2021 | Prokura |
Christian Schrade seit 11.11.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Mailändisches Unternehmensregister | 99.58% |
Tenova S.p.A. | 0.42% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
8 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 8 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LOI Thermprocess GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Überblick über den GeschäftsverlaufA.1 Beschreibung der Geschäftstätigkeit Die LOI Thermprocess GmbH ist ein auf dem Weltmarkt führendes Unternehmen für kundenindividuelle Industrieofenanlagen zur Wärmebehandlung von Metallen. Als Engineering-Unternehmen versteht sich die Gesellschaft als globaler Partner der Industrie und steht für technische Lösungskompetenz und umfassendes Prozessknowhow im Bereich der Metallurgie sowie von Wärmebehandlungstechnologien in der Stahl- und Aluminiumerzeugung. Gemeinsam mit weltweiten Kunden aus der Stahl-, Aluminium- und Automobilindustrie treibt LOI die Transformation der Branche in Richtung Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit voran. Die Gesellschaft ist Teil des ebenfalls global tätigen TENOVA-Konzerns. A.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Marktumfeld, in dem sich die LOI Thermprocess GmbH bewegt, ist abhängig von der Investitionstätigkeit der Kundenbranchen. Somit besteht mittelbar eine Abhängigkeit von der Nachfrage nach Stahl- und Aluminiumerzeugnissen. Ferner haben die regulatorischen Anforderungen an diese (Kunden-) Branchen sowie die jeweils vorherrschenden geopolitischen und wettbewerblichen Situationen erheblichen Einfluss. Nach starken Auftragseingängen in den Vorjahren, im Wesentlichen getrieben durch den globalen Trend der Dekarbonisierung, zum Teil auch unterstützt durch staatliche Investitionszuschüsse, verspürte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr kundenseitig eine zurückhaltendere Investitionstätigkeit. In Verbindung mit zunehmenden Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowohl im Inland als auch im Ausland führte dies insbesondere in der zweiten Jahreshälfte zu einer wahrnehmbaren Verschlechterung der branchenspezifischen Rahmenbedingungen. Die für das Geschäftsumfeld der Gesellschaft relevanten Lieferketten haben sich in infolge der Covid-19 Pandemie und der sich anschließenden raschen Erholung der Weltkonjunktur wieder weitestgehend normalisiert. Die gegenwärtigen regionalen Krisenherde in Israel bzw. im Jemen durch Angriffe auf Handelsschiffe seitens der Huthi-Milizen hatten bis dato keinen signifikanten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Gleiches gilt aufgrund der globalen Positionierung für den fortbestehenden Ukrainekrieg und den daraus resultierenden Wegfall des russischen Marktes. A.3 Gesellschaft Die LOI Thermprocess GmbH unterteilt sich in zwei Business Units: "Downstream" und "Upstream". Die Business Unit Downstream umfasst im Wesentlichen die Projektierung und den Bau von Wärmebehandlungsanlagen zur Erzielung der verschiedenen metallurgischen Materialeigenschaften sowie Ofensysteme für Aluminiumrecycling. Basierend auf den zwei globalen Megatrends der Dekarbonisierung sowie Elektromobilität ergeben sich hier für die Gesellschaft erhebliche Marktpotenziale. Die Business Unit "Upstream" umfasst die Prozessschritte zur Wandlung von Eisenerz durch Reduktion in Roheisen und komplettiert das Produktportfolio der LOI Thermprocess GmbH. Der TENOVA-Konzern führt innerhalb dieser Business Unit unter anderem die zukunftsträchtige Technologie der Direktreduktion, welche, in Verbindung mit dem Einsatz von Wasserstoff, den Ausgangspunkt für eine CO 2 -neutrale Stahlerzeugung bildet. Hier konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr unter anderem ein prestigeträchtiger Großauftrag der Salzgitter Flachstahl GmbH im deutschen Heimatmarkt der Tenova Gruppe gewonnen werden. Des Weiteren beschäftigt sich der Bereich Upstream mit dem Bau von sekundärmetallurgischen Anlagen, also der Einstellung von Rohstahl zum flüssigen Stahl Endprodukt. Im Hinblick auf die metallurgischen Aufgabenstellungen der Transformation der Stahlindustrie ist diesem Segment ebenfalls eine wichtige Rolle zuzurechnen. A.4 Auftragseingang und betriebliche Gesamtleistung, Auftragsbestand Der Auftragseingang ging 2023 mit € 62,2 Mio. deutlich zurück gegenüber Vorjahr (€ 109,7 Mio.), was sich durch allgemeine Investitionszurückhaltung auf Kundenseite sowie infolgedessen insbesondere durch Verschiebungen mehrerer Großprojekte zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres erklärt. Die Gesellschaft steuert innerhalb der Business Unit Downstream über die Geschäftsbereiche Neuanlagen, Instandsetzung und After-Sales. Der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2023 lag im Neugeschäft bei € 37,5 Mio., wobei der Großteil auf Bandanlagen, im Wesentlichen in Asien und Hubbalkenöfen in Europa entfiel. Im Umrüstungsgeschäft lag der Auftragseingang bei € 14,4 Mio., das After-Sales Geschäft trug insgesamt € 10,3 Mio. bei. Die betriebliche Gesamtleistung der Gesellschaft betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr € 103,7 Mio. (Vorjahr € 126,0 Mio.). Der Rückgang der betrieblichen Leistung von € 22,3 Mio. resultierte aus der Geschäftsentwicklung insgesamt und versteht sich, nach dem außergewöhnlich starken Jahr 2022 mit einer Vielzahl von Nachholeffekten infolge der vollständig entfallenen Covid-19 Beschränkungen, als Rückkehr zu einem nachhaltigen Geschäftsniveau. Der Auftragsbestand gemäß IFRS verminderte sich maßgeblich infolge des gegenüber Vorjahr geringeren Auftragseingangs von € 132,5 Mio. (31. Dezember 2022) auf € 107,1 Mio. zum Berichtsjahresende. Der auftragsbezogene Deckungsbeitrag der Gesellschaft betrug im Berichtsjahr gemäß IFRS durchschnittlich 14,9% (Vorjahr 13,8%). A.5 Investitionen, Forschung und Entwicklung Die inzwischen stark fokussierten Branchenanstrengungen in Richtung der notwendigen Dekarbonisierung innerhalb der Stahlindustrie führten insgesamt zu einer weiterhin erhöhten kundenseitigen Investitionstätigkeit. Auf Seiten der Gesellschaft selbst beliefen sich die Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres auf € 0,2 Mio. für Sachanlagen. Hinsichtlich der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten lag der inhaltliche Schwerpunkt weiterhin auf Entwicklungen, die durch den Einsatz von Wasserstoffbrennern und Elektrobeheizung den CO 2 Ausstoß reduzieren. Die Gesellschaft kooperierte hierzu wie in den Vorjahren sowohl mit Universitäten und sonstigen Forschungseinrichtungen als auch mit Kunden. A.6 Personal Zum 31. Dezember 2023 waren insgesamt 159 Mitarbeiter*innen bei der Gesellschaft beschäftigt (Vorjahr 148). Der Krankenstand lag - ähnlich wie im Vorjahr - insgesamt auf einem vergleichsweise niedrigeren Niveau von 4,45 % (Vorjahr 4,67 %). Die Mitarbeiter*innen der LOI Thermprocess GmbH werden kontinuierlich fortgebildet und leistungsbezogen vergütet. A.7 Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten nutzt die LOI verschiedene Kennzahlen. Im finanzbezogenen Bereich werden neben dem Auftragseingang bzw. -bestand hauptsächlich der IFRS-Umsatz (gemäß IFRS 15 ermittelt nach der percentage-of-completion Methode) sowie der auftragsbezogene Deckungsbeitrag verwendet. Letzterer errechnet sich aus dem auftragsspezifischen IFRS-Umsatz abzüglich aller direkt zurechenbaren Aufwendungen. Der Auftragseingang wird gemäß IFRS- und HGB-Rechnungslegung gleichlautend ermittelt und ergibt sich aus den Umsatzerlösen über die Projektgesamtdauer laut jeweils zugrundeliegendem Kundenvertrag. Der Auftragsbestand reflektiert die geschäftsjahresübergreifende Summe aller Auftragseingänge, abzüglich der bislang ausgewiesenen IFRS-Umsätze der jeweiligen Aufträge zum Bilanzstichtag. B. Darstellung der Lage der GesellschaftB.1 Darstellung der Vermögenslage Mit Bezug auf die Vermögenslage der Gesellschaft sind gegenüber dem Vorjahr insbesondere die folgenden Veränderungen zu nennen: Das nahezu unveränderte langfristig gebundene Vermögen von € 74,4 Mio. entspricht im Berichtsjahr nun einem Anteil 76,8% (Vorjahr ca. 69,9%). Im Wesentlichen ergibt sich diese prozentuale Veränderung des Anteils gegenüber Vorjahr aus dem Rückgangs der Bilanzsumme von € 96,8 Mio. (Vorjahr € 106,7 Mio.). Der wesentliche Teil des Rückgangs der Bilanzsumme entfiel auf gegenüber Vorjahr um € 11,8 Mio. verringerte Bankguthaben. Das kurzfristig gebundene Vermögen in Höhe von € 22,5 Mio. (Vorjahr 32,2 Mio.) entspricht 23,2 % der Bilanzsumme. Dieses sank im Jahresvergleich um ca. € 9,7 Mio., begründet durch ein gegenüber dem Vorjahr um € 11,8 Mio. vermindertes Bankguthaben von € 3,0 Mio. Ursächlich für den Rückgang der Bankguthaben wiederum waren geringere Vorfinanzierungseffekte aus Kundenanzahlungen im Verhältnis zu den unfertigen Erzeugnissen infolge des gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Auftragseingangs. Das Eigenkapital bleibt aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der TENOVA Deutschland Holding GmbH unverändert. Jedoch steigt die Eigenkapitalquote auf 39,9 % gegenüber dem Vorjahr (36,2 %), infolge des zuvor erläuterten Rückgangs der Bilanzsumme in Höhe von insgesamt € 9,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (-9,3%). Die Rückstellungen für Pensionen sind mit € 24,0 Mio. gegenüber Vorjahr nahezu unverändert. Zukünftige Änderungen können sich grundsätzlich infolge erforderlicher Anpassungen der zugrundliegenden Rechenparameter im Rahmen der Pensionsbewertung ergeben. Ansonsten sind keine Änderungen bei einer geschlossenen Pensionsordnung zu erwarten. Die sonstigen Rückstellungen stiegen um € 1,6 Mio. auf € 9,0 Mio. Dies war wesentlich bedingt durch höhere Rückstellungen für ausstehende auftragsbezogene Eingangsrechnungen. Die zur Finanzierung des Auftragsbestands erhaltenen Anzahlungen von Kunden sind infolge des geringeren Auftragseingangs insbesondere zum Jahresende um € 13,7 Mio. auf € 4,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (€ 17,9 Mio.) gesunken. Projektspezifisch bedingt sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um € 3,5 Mio. auf € 12,2 Mio. angestiegen (Vorjahr € 8,8 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und verbundenen Unternehmen sind während der Berichtsperiode projektbedingt von € 9,3 Mio. um € 1,3 Mio. auf € 8,0 Mio. gesunken. Dieser Saldo besteht aus Leistungsverrechnungen, darin enthalten ist ein Betrag von € 0,3 Mio. gegenüber der Gesellschafterin TENOVA Deutschland Holding GmbH (Vorjahr € 0,3 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen zum Ende des Berichtsjahres gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei € 0,7 Mio. B.2 Darstellung der Ertragslage Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr in Höhe von € 103,7 Mio. ist im Vergleich zum Vorjahr (€ 126,0 Mio.) um € 22,3 Mio. gesunken, wobei sich die Umsatzerlöse infolge erfolgreicher Projektabnahmen gegenüber um € 17,1 Mio. erhöhten, die Bestände and fertigen und unfertigen Erzeugnissen sich jedoch im Betrachtungszeitraum um € 39,4 Mio. verminderten. Im Ergebnis lagen die betriebliche Gesamtleistung mit € 103,7 Mio. bzw. der realisierte IFRS Umsatz in Höhe von € 108,6 Mio. merklich über dem gemäß IFRS budgetierten Planumsatz von € 94,6 Mio., welcher eine der zentralen Planungs- und Steuerungsgrößen darstellt. Entsprechend der positiven Ertragslage konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wieder ein deutlich positives Jahresergebnis von € 2,7 Mio. erzielt werden (vor Ergebnisabführung). Der Rückgang des Materialaufwandes von € 97,0 Mio. auf € 80,3 Mio. im Berichtsjahr entfiel zu € 17,9 Mio. auf geringere Materiallieferungen und gegenläufig auf einen im Jahresvergleich um € 1,2 Mio. gestiegenen Fremdbezug. Ursächlich für den Rückgang des Materialaufwandes war die gegenüber Vorjahr geringere operative Geschäftstätigkeit. Die Materialquote, im Verhältnis zur Gesamtleistung, lag wie im Vorjahr bei 77%. Der Personalaufwand lag mit € 18,5 Mio. weitestgehend auf Vorjahresniveau (€ 18,9 Mio.). Die Abschreibungen von € 0,4 Mio. lagen exakt auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von € 8,3 Mio. auf € 8,9 Mio. Dieser Anstieg entfiel im Wesentlichen auf höhere Gebäude- und Raumkosten, auf gestiegene Reisekosten sowie auf geringfügig höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen. Gestiegene Erträge aus Ausleihungen ergaben sich im Wesentlichen aus Zinsanpassungen innerhalb der ausgegebenen Darlehen gegenüber der Gesellschafterin sowie aus höher verzinsten Bankguthaben. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfielen im Wesentlichen auf Pensionen entsprechend der versicherungsmathematischen Gutachten der Heubeck AG. B.3 Darstellung der Finanzlage Für die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten der Gesellschaft standen im Geschäftsjahr 2023 jederzeit liquide Mittel zur Verfügung. Der Finanzmittelfonds wies zum 31. Dezember 2023 einen Wert in Höhe von € 3,0 Mio. (Vorjahr € 14,8 Mio.) aus und erklärt sich, wie bereits beschrieben, durch geringere Vorfinanzierungseffekte aus Kundenanzahlungen infolge des gegenüber Vorjahr geringeren Auftragseingangs im Berichtsjahr. B.4 Zusammenfassende Beurteilung Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr ist als positiv zu bewerten. Trotz des weiterhin andauernden Ukrainekrieges sowie zusätzlicher regionaler Krisenherde konnte die Gesellschaft die Ziele hinsichtlich der Umsatzerlöse erheblich übertreffen und erneut ein deutlich positives Jahresergebnis erzielen. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, mit zunehmender Investitionszurückhaltung infolge der sich eintrüben konjunkturellen Aussichten, profitierte die Gesellschaft dabei von ihrem hohen Auftragsbestand. C. Chancen und RisikenEin wichtiges Element zur Sicherung des Unternehmenserfolgs ist das aktive und transparente Management der unterschiedlichen Chancen und Risiken des operativen Geschäfts. Die Erfassung, Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Chancen- und Risikofaktoren, auch bestandsgefährdender, erfolgt durch abgestimmte Planungs-, Reporting- und Controlling-Systeme. Dabei haben die eingesetzten Tools und die implementierten Prozesse die Aufgabe, Chancen und Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu kommunizieren, und dienen als Entscheidungsgrundlage für das Management, um angemessen auf die erfassten Themen zu reagieren. Operative Chancen und Risiken sind im Wesentlichen durch die Besonderheiten des Geschäfts der Gesellschaft bedingt. Hierbei müssen besondere Risiken, welche im Zuge der langlaufenden Auftragsfertigung eintreten können, beachtet werden. Um diesen Risiken angemessen zu begegnen, besteht bei der Gesellschaft ein Projektcontrolling, das eine monatliche auftragsbezogene Berichterstattung vorsieht. Für sämtliche Aufträge mit einem Auftragswert über € 1,0 Mio. sowie für Aufträge, welche technologische, strategische, kaufmännische oder anders gelagerte Besonderheiten aufweisen, werden hierbei monatliche Sachstandsberichte erstellt, die in einem Projekt-Review-Meeting begutachtet werden. Am monatlichen Projekt-Review-Meeting nehmen Mitarbeiter aller an der Abwicklung der Aufträge beteiligten Fachabteilungen sowie die Geschäftsführung teil. Die Informationsverarbeitung und Kommunikations-Technik orientiert sich an den strategischen Vorgaben des TENOVA/TECHINT Konzernes, in welche die LOI Thermprocess GmbH eingebunden ist. Die Aktualisierung von Anwendungen und Infrastrukturen erfolgt regelmäßig, die Einhaltung und Wirksamkeit der organisatorischen und physikalischen Maßnahmen unterliegen wiederkehrenden IT-Prüfungen. Zum Schutz vor Intrusion und Schadsoftware wird ein mehrstufiges Sicherheitskonzept angewendet. Die Leistungsfähigkeit und das Engagement der Mitarbeiter sind wesentlich für den Erfolg und die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Risiken ergeben sich aus dem Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte im Zuge der demographischen Entwicklung. Das Unternehmen ist im Rahmen seiner operativen Tätigkeit finanziellen Risiken ausgesetzt. Zur Sicherung der Forderungen werden - insbesondere bei Auslandsaufträgen - neben Vereinbarungen über Anzahlungen, die handelsüblichen Sicherungsmaßnahmen eingesetzt, wie Akkreditive oder Export-Kredit-Versicherungen. Die stets angemessene Ausstattung mit Finanzmitteln wird durch einen täglichen Liquiditätsstatus, eine monatliche 12-monatige rollierende Cashflow-Planung sowie durch eine auftragsbezogenen Cash-Flow Überwachung sichergestellt. Ferner ist die LOI Thermprocess GmbH gesellschaftsrechtlich in den TENOVA-Konzern eingebunden. Daher ist davon auszugehen, dass die Liquiditätsausstattung zukünftig gesichert ist. Die Gesellschaft ist im internationalen Anlagenbau aktiv und ist damit der wirtschaftlichen Entwicklung verschiedener Volkswirtschaften mit und ohne hohe Staatsverschuldungen und auch in Schwellenländern, sowie potenziellem Protektionismus ausgesetzt. Darüber hinaus treten weitere Unsicherheiten zutage, die sich aus geopolitischen Entwicklungen wie zuletzt des Ukrainekrieges sowie weiteren regionalen Krisenherden ergeben. Sollten diese zu weiteren globalen Krisen eskalieren, könnte dies ebenfalls negative Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft haben. Ferner ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehbar, wie sich insbesondere die deutsche, aber auch europäische Volkswirtschaften kurzfristig entwickeln werden und welchen Einfluss die noch immer hohen Energiepreise auf zukünftige Entscheidungen der Kunden der Gesellschaft haben werden. Weitere, nennenswert über den üblichen Umfang hinausgehende Risiken werden derzeit nicht gesehen. Nach eigener Einschätzung lässt die Summe aller derzeitig bekannten Risiken eine Gefährdung des Fortbestandes der Gesellschaft nicht erkennen. Trotz der zuvor beschriebenen Risiken ergeben sich für die Gesellschaft aufgrund der Positionierung und der gegenwärtigen Marktlage exzellente Chancen, obgleich sich die Wettbewerbssituation in einigen Regionen intensiviert. Auf der Produktseite wird die LOI Thermprocess seitens der Kunden als Technologieführer und zugleich als zuverlässiger Entwicklungspartner im Bereich der Dekarbonisierung wahrgenommen. Die Gesellschaft besetzt damit aufgrund ihres Produktportfolios einen der entscheidenden Megatrends des 21. Jahrhunderts und wird mit jeder installierten Anlage ein Stück zur Erreichung der durch verschiedene Organisationen und Institutionen festgeschriebenen Klimaziele beitragen. Ungeachtet der momentan beobachtbaren temporären Investitionszurückhaltung bewerten wir den relevanten Markt weiterhin als äußerst positiv und sehen erhebliche Chancen auf zusätzliches Umsatzpotenzial. Unseres Erachtens besteht das gesellschaftspolitische Bekenntnis zu mehr klimafreundlichen Investitionen weiterhin und die wissenschaftlich fundierte Notwendigkeit hierzu ist darüber hinaus offensichtlich. Insofern sollte die Gesellschaft über die wesentlichen Geschäftstreiber Elektromobilität sowie den steigenden Strombedarf (benötigter hochwertiger Stahl zum Bau von Transformatoren) auch zukünftig und längerfristig von den aktuellen Marktrends profitieren. Die sogenannten "Circular Economy-Bestrebungen" innerhalb der Aluminiumindustrie bergen darüber hinaus weitere Erfolgspotenziale für die Gesellschaft. Regional betrachtet konnte die Gesellschaft historisch immer wieder deutlich von ihrer globalen Aufstellung mit dem bereits seit langem bestehendem Netzwerk mit wesentlichen Schwestergesellschaften unter anderem in China, Indien, Mexiko und den USA profitieren. So konnte zuletzt beispielsweise der infolge des Ukrainekrieges entfallende russische Markt durch gestiegene Investitionstätigkeit in anderen Regionen weitestgehend kompensiert werden. Für die Zukunft scheint die Gesellschaft daher mit dieser globalen Aufstellung bestmöglich auf die zuvor beschriebenen möglichen geopolitischen Herausforderungen vorbereitet bzw. sollte weiter vom zusätzlichen Auf- uns Ausbau des globalen Netzwerks profitieren können. Zusätzlich zur externen Positionierung der Gesellschaft wurde, neben der erfolgreichen Restrukturierung in den Geschäftsjahren 2020 und 2021, im Sinne einer kontinuierlichen Optimierung des laufenden Geschäfts eine Vielzahl von Verbesserungspotenzialen identifiziert bzw. wird aktuell umgesetzt. Diese adressieren in Ihrer Gesamtheit vor allem die zuvor beschriebenen, aus dem Geschäftsmodell eines internationalen Anlagenbauers resultieren Risiken und greifen interne Prozesse in den Bereichen Supply Chain sowie Projektabwicklung und -administration auf und sollten somit erwartungsgemäß zu einer Verbesserung der auftragsbezogenen Deckungsbeiträge führen. D. Darstellung der voraussichtlichen EntwicklungDas Marktumfeld der Gesellschaft gestaltet sich im März 2024 unser Meinung nach derart, dass weiterhin eine positive Prognose hinsichtlich der drei Geschäftsbereiche Neuanlagen, Revamp-Geschäft / Instandsetzung und After-Sales getroffen werden kann. Zusätzlich zum weiterhin hohen Auftragsbestand wurde weltweit eine Vielzahl potentieller- und für die Gesellschaft relevanter Projekte identifiziert, die zeitnah zur Vergabe anstehen. Andererseits verbleibt infolge der zum Teil unklaren geopolitischen Rahmenbedingungen und konjunkturellen Ungewissheiten weiterhin ein Unsicherheitsfaktor. Dennoch ist insgesamt davon auszugehen, dass die eingeleitete Umstellung der Stahlindustrie auf CO 2 -neutrale Produktion hohe, zum Teil auch politisch geförderte Investitionen auslösen wird, wovon die Gesellschaft mit ihrer technologischen Expertise und Positionierung profitieren sollte. Aus dem bestehenden IFRS-Auftragsbestand von € 107 Mio. wird im Geschäftsjahr 2024 ein ermittelter Planumsatz gemäß IFRS-Rechnungslegung von ca. € 84 Mio. angestrebt. Damit ist auf Basis eines gegenüber der Berichtsperiode leicht gesteigertem durchschnittlichen auftragsbezogenen Deckungsbeitrag auch für das laufende Geschäftsjahr ein positives, jedoch deutlich unter Vorjahresniveau liegendes Jahresergebnis anzustreben, obgleich infolge der geringeren Gesamtleistung erwartbar unterhalb des Vorjahresniveaus. Ebenfalls gemäß IFRS-Planung wird zukunftsgerichtet unter konservativen Planannahmen ein Auftragseingang € 73 Mio. erwartet, woraus sich zum Ende des laufenden Geschäftsjahres ein Auftragsbestand von € 98 Mio. ergeben sollte. Die Aufträge sowie der Auftragseingang entwickeln sich bisher im Rahmen der im Projektgeschäft der Gesellschaft üblichen Schwankungen. Aufgrund der beschriebenen Chancen und Potenziale der Gesellschaft erachten wir selbstgesteckten Ziele auch für das Jahr 2024 als erreichbar und blicken auch über das laufende Geschäftsjahr hinaus optimistisch in die Zukunft der LOI Thermprocess GmbH.
Duisburg, den 22. März 2024 LOI Thermprocess GmbH Dipl.-Ing. Christian Schrade Dipl.-Ökonom Matthias Gogollok Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum JahresabschlussDie LOI Thermprocess GmbH, Essen, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Sie hat Ihren Sitz in Essen und ist unter HRB 25753 im Handelsregister des Amtsgerichts Essen eingetragen. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewendet worden. Der Jahresabschluss der LOI Thermprocess GmbH zum 31. Dezember 2023 und der ihrer Tochtergesellschaft werden in den Konzernabschluss der Tenova S.p.A., Mailand/Italien, einbezogen. Die Hinterlegung dieses Konzernabschlusses erfolgt unter der Registernummer 04651530968 bei der Camera di Commercio, Mailand/Italien. Dieser wird als befreiender Konzernabschluss gemäß § 325 HGB in englischer Sprache im Bundesanzeiger unter www.unternehmensregister.de offengelegt. Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die San Faustin S.A., Luxemburg/Luxemburg. Die Aufstellung des Konzernabschlusses der Tenova S.p.A. erfolgt nach den Vorschriften der IFRS. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Ansatz- und Bewertungsvorschriften in einem nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufzustellenden Konzernabschluss und dem befreienden Konzernabschluss der Tenova S.p.A. bestehen bei folgenden Posten: - Die Ermittlung der Umsatzerlöse wird im IFRS-Konzernabschluss der Tenova S.p.A. in der Regel mit Vorliegen zeitbezogener Umsatzerfassung gem. IFRS 15 nach der percentage-of-completion (PoC) Methode vorgenommen. Danach erfolgt ihre Erfassung in Abhängigkeit des Fertigstellungsgrads der Projekte, der in der Regel auf Basis der angefallenen Projektkosten ermittelt wird. In einem Konzernabschluss nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften werden diese erst nach Schlussrechnung des Projektes (Übergang Nutzen/Lasten) an den Kunden in voller Höhe erfasst. - Dementsprechend weicht der Ausweis der Forderungen (aus Lieferungen und Leistungen) im Konzernabschluss vom Ausweis der Forderungen des Jahresabschlusses ab. Im Konzernabschluss werden sogenannte PoC-Forderungen ausgewiesen, die auf der Kalkulation der Umsatzerlöse basieren und nicht mit Rechnungen an Kunden und Abnehmer unterlegt sind. Diese Forderungen werden projektweise mit den entsprechenden erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Die Verrechnung der erhaltenen Anzahlungen erfolgt nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften mit den Vorräten insgesamt. - Weitere Unterschiede ergeben sich beim Ausweis der unfertigen Leistungen. Sie sind im Konzernabschluss grundsätzlich in Höhe der anteiligen Umsatzlegung, d.h. der PoC-Forderungen, gemindert. Die im Jahresabschluss ausgewiesenen unfertigen Leistungen umfassen alle bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten des Projektes. - Die Rückstellungen für ausstehende Kosten für Kundenaufträge werden im IFRS Konzernabschluss unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen und ermitteln sich auf Basis der erwarteten Kosten anhand des geschätzten Fertigstellungsgrades, während nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften grundsätzlich nur Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen bezogener Lieferungen und Leistungen endabgerechneter Projekte ausgewiesen werden. Im IFRS Konzernabschluss erfolgt außerdem eine projektweise Verrechnung der unfertigen Leistungen und der entsprechenden Verbindlichkeit, so dass sich je Projekt entweder ein Vermögensgegenstand oder eine Verbindlichkeit ergibt. - Ein weiterer Bewertungsunterschied besteht bei den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen aufgrund der unterschiedlichen Bewertungsparameter und Zinssätze. Des Weiteren wird im Konzernabschluss der Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen (DBO) ausgewiesen. - Der IFRS-Konzernabschluss erfasst bestimmte Aufwands- und Ertragsposten, z.B. versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen oder Gewinne und Verluste aus Hedge Accounting, im Rahmen des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung bzw. in einem gesonderten Posten im Eigenkapital. - Die Bilanz des IFRS Konzernabschlusses unterscheidet sich insbesondere dahingehend, dass sie zusätzlich eine Untergliederung der Vermögensgegenstände und Schulden nach Fristigkeit enthält. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeI. Aufstellung und Bestandsnachweise Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden unter Beachtung der handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Bewertungsgrundsätze 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben, die SAP-Lizenz über fünf Jahre. Immaterielle Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert bis 800,- € werden direkt im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Der Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben und basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten. Diese repräsentieren insbesondere den Lebenszyklus der Produkte sowie das "Know-how" (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs übernommen wurden. 2. Sachanlagen Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, d.h. Kaufpreis zzgl. Bezugskosten und sonstiger direkt zurechenbarer Nebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Für planmäßige Abschreibungen werden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Für Grundstückseinrichtungen werden 33 Jahre, für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen 5 bis 13 Jahre zugrunde gelegt. Anschaffungskosten abnutzbarer Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn ihre Anschaffungskosten jeweils € 800 nicht übersteigen Finanzanlagen 3. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten zuzüglich gegebenenfalls angefallener Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. 4. Vorräte In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Unfertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Zudem erfolgt die Aktivierung von Ausgangsfrachten und -verpackungen als Sondereinzelkosten des Vertriebs. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung werden, soweit sie herstellungsbezogen sind, berücksichtigt. Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Einrichtungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden ebenfalls nicht aktiviert. Wenn der Vertragspreis abzüglich der bis zur Auftragsbeendigung noch anfallenden herstellungsbezogenen Vollkosten niedriger ist, wird dieser Wert angesetzt, bzw. soweit die Verluste die jeweiligen Herstellungskosten übersteigen, werden Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. Die von den Kunden erhaltenen Anzahlungen werden auftragsbezogen bis zur Höhe der Herstellungskosten offen von den Vorräten abgesetzt. Darüberhinausgehende Anzahlungen werden auf der Passivseite ausgewiesen. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen werden zum Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen bei erkennbaren Risiken angesetzt. Die übrigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Wenn die zivilrechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen der Aufrechnungslage gegeben sind, werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit Verbindlichkeiten gegenüber demselben Unternehmen, ebenso bei der Gesellschafterin, miteinander verrechnet. 6. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. 7. Rechnungsabgrenzungsposten Im Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben abgegrenzt, die Aufwand des nächsten Geschäftsjahres für einen bestimmten Zeitraum darstellen. 8. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert 9. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat November 2023 veröffentlichten, auf Dezember 2023 fortgeschriebenen, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 % (Vorjahr 1,78 %). Der von der Deutschen Bundesbank am 2. Januar 2024 bekannt gegebene Zinssatz für zehn Jahre beträgt 1,82 %. Der für die Vergleichsberechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,75 %. Der sich im Gegensatz dazu aus der Verwendung des prognostizierten Zinssatzes ergebende Unterschiedsbetrag ist unwesentlich. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,0 % (Vorjahr 1,0 %) und Rentensteigerungen von 2,0 % (Vorjahr 2,0 %) zugrunde gelegt, sowie unverändert eine Fluktuation in Höhe von 0,6 % p.a. unterstellt. Die Rückstellung für die Verpflichtungen aus Altersteilzeit wird nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde auf Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszins von 0,99 % in der Handelsbilanz. Es handelt sich um einen durchschnittlichen Zinssatz der letzten 7 Jahre bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von einem Jahr. Dabei ergibt sich der handelsrechtliche Rechnungszins, indem die von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB für November 2023 veröffentlichten Zinssätze nach Maßgabe des in der Rückstellungszinsverordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von einem Jahr auf Dezember 2023 fortgeschrieben werden. Sofern im Einzelfall die Restlaufzeit der Altersteilzeit-Verpflichtung weniger als 12 Monate beträgt, wird bei der Rückstellungsermittlung keine Abzinsung berücksichtigt. Hierbei wurde unverändert ein künftiger Anstieg der einkommensabhängigen Leistungen von 2,0 bzw. 2,5 % zugrunde gelegt. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurde eine Pauschalrückstellung in Höhe von unverändert 1 % des garantiebehafteten Umsatzes gebildet. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 11. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 12. Latente Steuern Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden Organschaft beim Organträger, der Tenova Deutschland Holding GmbH, Duisburg, ausgewiesen. C. Erläuterungen zur BilanzI. Aktiva 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist Bestandteil des Anhangs und dem Anhang als Anlage beigefügt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen der Gesellschaft sind in einer gesonderten Übersicht als Bestandteil des Anhangs aufgeführt. 2. Ausleihungen Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen € 72,0 Mio. (Vorjahr € 72,0 Mio.) resultieren aus sechs verzinslichen Darlehen an die Tenova Deutschland Holding GmbH, Essen, gemäß den ursprünglichen Darlehensverträgen vom 25.Juli 2019 über € 26,0 Mio., vom 23. Dezember 2019 über € 4,6 Mio., vom 19. August 2019 über € 10 Mio., vom 15. Dezember 2020 über € 12,4 Mio., vom 21. Dezember 2021 über € 10,0 Mio., mit Laufzeiten bis zum 31. Dezember 2024, sowie vom 15. September 2022 über € 9,0 Mio. mit Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen die Gesellschafterin sind ebenfalls solche gegen verbundene Unternehmen und betreffen die Muttergesellschaft Tenova Deutschland Holding GmbH. Sie besteht im Wesentlichen aus einem kurzfristiges Darlehen über T€ 1.000 (Vorjahr T€ 4.000) und diverse Weiterbelastungen von Kosten und Zinsen T€ 324 (Vorjahr T€ 359). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Liefer- und Leistungsverrechnungen T€ 217 (Vorjahr T€ 226) insbesondere mit Konzerngesellschaften aus USA T€ 40 (Vorjahr T€ 140) China T€ 40 (Vorjahr T€ 66), Polen T€ 23 (Vorjahr T€ 15), Deutschland (Tenova Projects) T€ 112 (Vorjahr T€ 0) und Indien T€ 2 (Vorjahr T€ 6). Die sonstigen Vermögensgegenstände T€ 4.110 (Vorjahr T€ 957) enthalten im wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen an inländische Hoheitsträger über T€ 310 (Vorjahr T€ 256), debitorische Kreditoren 2.683 (Vorjahr T€ 0) und ausländische Hoheitsträger über T€ 989 (Vorjahr T€ 645), Italien mit T€ 579, Polen mit T€ 204 und andere Länder mit T€ 206.
4. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Es handelt sich überwiegend um Euroguthaben bei Kreditinstituten. II. Passiva 1. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 12.000. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. 2. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten mit Deckungsvermögen saldierte Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 22.859 (Vorjahr T€ 22.942), Pensionsverpflichtungen durch Gehaltsverzicht in Höhe von T€ 968 (Vorjahr T€ 941) und Verpflichtungen aus der Entgeltfortzahlung im Sterbefall in Höhe von T€ 205 (Vorjahr T€ 206). Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Pensionsverpflichtung in Höhe von T€ 22.859 (Vorjahr T€ 22.942) setzt sich zusammen aus Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 399 (Vorjahr T€ 367) sowie Schulden aus Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 23.257 (Vorjahr T€ 23.309). Der Unterschiedsbetrag auf Grundlage der vorgenommenen Berechnung der Pensionsrückstellungen mit einem 10-Jahres-Durchschnittszins im Vergleich zum 7-Jahres-Durchschnittszins beläuft sich zum Stichtag auf T€ 185 (Vorjahr T€ 845). Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Juli 2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 30. Juni 2010 von T€ 3.302. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurden T€ 220 als Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei der Pensionsrückstellung somit auf T€ 220 (Vorjahr T€ 440). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich T€ 3.566 (Vorjahr T€ 3.624), fehlende Kosten für abgerechnete Aufträge T€ 1.098 (Vorjahr T€ 2.147), Kosten aus drohenden Verlusten 159 (Vorjahr T€ 389), Garantieverpflichtungen T€ 723 (Vorjahr T€ 534) und übrige Aufwendungen T€ 3.443 (Vorjahr T€ 707). Die Verpflichtungen aus dem Personalbereich enthalten mit T€ 1.282 (Vorjahr T€ 1.950) für ATZ-Rückstellung mit Abfindungscharakter, sowie 462 T€ für Abfindungen (Vorjahr T€ 0). 3. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der einzelnen Posten der Verbindlichkeiten bezüglich der Restlaufzeiten sowie weiterer Angaben ist nachfolgend dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren aus der Verpflichtung zur Ergebnisabführung für 2023 T€ 2.718 (Vorjahr T€ 2.935) und dem Verrechnungsverkehr in Höhe von T€ 217 (Vorjahr T€ 289). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der projektbezogenen Leistungsverrechnung in Höhe von T€ 4.956 (Vorjahr T€ 5.967) sowie aus dem Verrechnungsverkehr in Höhe von T€ 88 (Vorjahr T€ 87). II I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.139 (Vorjahr T€ 2.759) für die kommenden Jahre. Das Bestellobligo beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 48.520 (Vorjahr T€ 61.054), davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 25.821 (Vorjahr T€ 30.267). Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. IV. Derivative Finanzinstrumente Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte / mark to market Methode) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt, die durch derivative Finanzinstrumente (Währungs-Swapgeschäfte) abgesichert werden. Insgesamt wurde ein solches Geschäft mit einem Nominalvolumen von T€ 2.377 (Vorjahr T€ 3.826) abgeschlossen. Die Fälligkeit liegt hier bei allen Geschäften innerhalb eines Jahres. Vier Geschäfte haben einen negativen Zeitwert, dazu wurde eine Rückstellung für Drohverluste in Höhe von T€ 124 (Vorjahr T€ 76) bilanziert. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungI. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich regional wie folgt auf:
Der wesentliche Anteil der Umsatzerlöse resultiert aus dem Tätigkeitsbereich Downstream (90,91 % = 67,13 Mio. Euro), der kleinere Anteil (9,09 % = 6.697 Mio. Euro) aus dem Bereich Upstream. II. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 3.793 (Vorjahr T€ 1.434) bestehen im Wesentlichen aus Erträgen Pönale T€ 2.402 (Vorjahr T€ 3), Erträgen aus der Verjährung von Verbindlichkeiten T€ 929 (Vorjahr T€ 293), aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 143 (Vorjahr T€125), Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 21 (Vorjahr T€ 678), und Übrigen T€ 260 (Vorjahr T€ 160). III. Materialaufwand Der Materialaufwand T€ 80.304 (Vorjahr T€ 97.035) beinhaltet Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe T€ 51.907 (Vorjahr T€ 69.816) und Aufwendungen für bezogene Leistungen T€ 28.396 Vorjahr T€ 27.219). IV. Personalaufwand Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:
V. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die wesentlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
VI. Erträge aus Beteiligungen Im aktuellen Jahr wurden T€ 223 (Vorjahr T€ 0) an Dividenden von der Tochtergesellschaft in Polen ausgezahlt. VII. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge resultieren im Wesentlichen aus gewährten Darlehen an verbundene Unternehmen (Gesellschafterin) in Höhe von T€ 3.581 (Vorjahr T€ 1.016). VIII. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge betrugen im Geschäftsjahr T€ 77 (Vorjahr T€ 14). IX. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 355 (Vorjahr T€ 889) entfallen mit T€ 321 (Vorjahr T€ 655) auf Pensionen. X. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Einkommensteuern werden aufgrund der bestehenden Organschaft beim Organträger, der Tenova Deutschland Holding GmbH, Essen, ausgewiesen. Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD-Modellregeln erlassen haben. Die LOI Thermprocess fällt voraussichtlich in künftigen Geschäftsjahren in den Anwendungsbereich der Mindeststeuergesetze. Zum 31. Dezember 2023 wurden gemäß § 274 Abs. 3 HGB beim Ansatz und der Bewertung latenter Steuern die Differenzen aus der Anwendung des deutschen Mindeststeuergesetzes sowie vergleichbarer ausländischer Mindeststeuergesetze nicht berücksichtigt. Das deutsche Mindeststeuergesetz (Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindesbesteuerung für Unternehmensgruppen (MinStG) ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Folglich kann sich für Geschäftsjahre, die zum 31. Dezember 2023 enden, grundsätzlich kein tatsächlicher Steueraufwand oder -ertrag aus dem Mindeststeuergesetz ergeben. Da Fehlanzeigen im Anhang in analoger Anwendung von § 265 Abs. 8 HGB nicht erforderlich sind, unterbleibt bei wortgetreuer Anwendung des Gesetzeswortlautes in handelsrechtlichen Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2023 eine Angabe nach der Vorschrift des § 285 Nr. 30a HGB. XI. Abgeführte Gewinne Der Gewinn des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 2.718 wird im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Tenova Deutschland Holding GmbH, Essen, abgeführt. E. Weitere AngabenI. Mitarbeiter im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 Die Anzahl der im Durchschnitt beschäftigten Mitarbeiter, mit Ausnahme von Geschäftsführern, und Aushilfen, zeigt die nachstehende Tabelle:
II. Zusammensetzung der Aufsichts- und Geschäftsführungsorgane 1. Beirat Der Beirat setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:
2. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2023 von - Herrn Christian Schrade, Oberhausen, Vorsitzender der Geschäftsführung - Herrn Matthias Gogollok, Essen, kaufmännischer Geschäftsführer ausgeübt. III. Geschäfte mit nahestehenden Personen Da alle wesentlichen Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Tenova S.p.A., einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. IV. Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Beirats Auf die Angaben zu den der Geschäftsführung und den früheren Mitgliedern der Geschäftsführung gewährten Gesamtbezüge wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Mitglieder des Beirates erhalten keine Vergütungen. V. Abschlussprüferhonorar Die Aufwendungen für Wirtschaftsprüfungsleistungen betrugen T€ 96 (Vorjahr T€ 91).
VI. Konzernabschluss Die Aufstellung eines Konzernabschlusses der LOI Thermprocess GmbH und ihres Tochterunternehmens unterbleibt aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Tenova S.p.A., Mailand/Italien (kleinster Kreis), dessen Hinterlegung unter der Registrierungsnummer 04651530968 bei der Camera di Commercio, Mailand/Italien vorgesehen ist und in englischer Sprache nach § 325 HGB im Unternehmensregister offengelegt wird. Das oberste Mutterunternehmen (größter Kreis) der Gesellschaft, das einen Konzernabschluss aufstellt, ist die San Faustin S.A, 3B, Boulevard Prince Henri, 1724 Luxemburg. Dieser Konzernabschluss wird beim Chambre de Commerce, Luxemburg, hinterlegt. VII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ereignisse von unmittelbarer besonderer Bedeutung und mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den Fortbestand der Gesellschaft haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.
Duisburg, den 22. März 2024 LOI Thermprocess GmbH Dipl.-Ing. Christian Schrade Dipl.-Ökonom Matthias Gogollok Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1) 31.03.2014 31.12.2023 unaudited financials BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LOI Thermprocess GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LOI Thermprocess GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LOI Thermprocess GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 22. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Herting, Wirtschaftsprüfer ppa. Jan Romoth, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 23. März 2024 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
14 nahegelegene Organisationen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Herstellung von Turbinen
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Bau von Industrieanlagen, außer Gebäuden
Kreditinstitute mit Sonderaufgaben
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen