Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 246035
Vorher
INOS 18-056 GmbHvalantic FinCo GmbH
Eingetragen
17.1.2019
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Erbringen von Dienstleistungen (z.B. Beratungsleistungen, Geschäftsführerleistungen, Dienstleistungen auf den Gebieten innovativer Technologien) sowie von anderen Tätigkeiten in Bezug auf die Verwaltung eigenen Vermögens und Erwerb, Finanzierung, Verwaltung, Steuerung, Beratung und Leitung von Beteiligungen an Unternehmen sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen. Erstellung eigener Produkte, auch eigener Softwarelösungen, im Rahmen des Gegenstandes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Kuske
seit 12.12.2024
Prokura
Timo Huguet
seit 12.12.2024
Prokura
Guido Heinz Schlief
seit 25.10.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Alexander Diepold
seit 14.5.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VAL FCV HoldCo S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
valantic MidCo GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

valantic GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht 2023

Inhalt

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Organisation und Leistungsspektrum

1.2 Investitionstätigkeit

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Leistungsindikatoren

2.4 Forschung und Entwicklung

3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

3.2 Finanzlage

3.3 Vermögenslage

4 Wesentliche Risiken und Chancen

4.1 Umgang mit Risiken

4.1.1 Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

4.1.2 Operationelle Risiken

4.1.3 Finanzrisiken

4.1.4 Rechtliche Risiken

4.1.5 Sicherheits- und Umweltrisiken

4.1.6 Risiken aus dem Krieg in der Ukraine

4.1.7 Risiken aus der Inflation

4.2 Chancenbericht

4.2.1 Mitarbeitende

4.2.2 Technologien und Märkte

4.2.3 Internationalisierung

4.2.4 Akquisitionen

4.2.5 Prozesse und Systeme

4.3 Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

5 Prognosebericht

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Organisation und Leistungsspektrum

Die Geschäftsleitung der valantic GmbH (die "Gesellschaft" bzw. "Mutterunternehmen" oder "valantic") legt hiermit den Konzernlagebericht zusammen mit dem Konzernabschluss (bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung sowie Konzern-Eigenkapitalspiegel) der Gesellschaft für das zum 31.12.2023 endende Geschäftsjahr vor.

Die valantic-Gruppe wurde 2012 von Holger von Daniels gegründet, der bis heute valantic als CEO führt und gemeinsam mit dem Managementteam (Dennis Zentgraf (CFO), Sebastian Hauptmann (CSO), Karsten Ötschmann (CSO), Joachim Lauterbach (Head of FSA), Alexander Diepold (Partner Strategic Finance) und der Partnerschaft über die oberste Konzernmuttergesellschaft einen wesentlichen Anteil an der Gesellschaft hält. Der Geschäftserfolg und die Nachhaltigkeit des Geschäfts basieren maßgeblich auf einem Wertegerüst, das bei Gründung wie eine Verfassung aufgestellt wurde. 1

Die valantic GmbH ist im Rahmen einer 100%tigen Beteiligungskette in den Konzern der VAL FCV TopCo S.à r.l., Luxembourg (LU) eingebunden. valantic ist über den Konzern der VAL FCV TopCo in Finanzierungsvereinbarungen eingebunden und hat aus diesen Darlehen erhalten und Sicherheiten gestellt.

valantic ist Beratungsunternehmen, Software-Anbieter und Implementierungspartner.

Das Angebotsportfolio von valantic unterteilt sich in die 5 Divisionen Digital Strategy & Analytics, Customer Experience, SAP-Services, Smart Industries und Financial Services Automation.

Digital Strategy & Analytics: Die Division Digital Strategy & Analytics unterstützt Unternehmen und deren Managementteams sowie Investoren bei der Entwicklung digitaler Strategien, großer IT-Transformationsprozesse und der Umsetzung von datengetriebenen Lösungen. Dabei reicht das Leistungsportfolio von der Erstellung von Digitalstrategien über IT-Roadmaps und Softwareauswahl, Commercial & Technical Due Diligence sowie Begleitung von Carve-ins und Carve-outs und der Entwicklung von Value Creation Plänen. Neben der Begleitung der technischen Umsetzung solcher Strategien umfasst das Leistungsspektrum Beratung und Dienstleistungen in den Feldern Cyber Security, Artifical Intelligence, Advanced Analytics, Business Intelligence, Reporting und Data Engineering. Für den CFO-Bereich besteht darüber hinaus ein 360° Beratungsangebot von der Strategie bis zur technischen Umsetzung.

Customer Experience: Die Division Customer Experience konzentriert sich auf die Digitalisierung aller Kontaktpunkte mit Kunden durch technologieagnostische Beratung und innovative Softwarelösungen. valantic entwickelt Strategien und kreative Lösungen für nahtlose Omnichannel-Erlebnisse, Marketingprozesse, E-Commerce und Kundenbindungs-Programme. Einen besonderen Schwerpunkt legt valantic auf die Implementierung und Integration von führenden CX-Softwarelösungen - wie z. B. in den Bereichen Data Driven Marketing/MarTech, CRM, Commerce, PIM/MAM/DAM. Mit diesen Lösungen können Unternehmen die gesamte Customer Journey abbilden und den Customer Lifetime Value optimieren.

SAP-Services: Die SAP-Division unterstützt Unternehmen beim Design, Implementierung, Rollout und Betrieb integrierter Best Practices Geschäftsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Basis innovativer SAP-Technologien. Hierbei erstreckt sich das Angebot über sämtliche Geschäftsbereiche und Kundenprozesse wie Vertrieb, Marketing, Finance, Controlling, Einkauf, HCM, Supply Chain Planung, Logistics Execution, Produktion bis hin zum Asset Management.

Smart Industries: Die Division Smart Industries ist auf die Digitalisierung und Automatisierung rund um die Produkte, Services und Geschäftsprozesse der Kunden von valantic fokussiert. valantic bietet passgenaue Software-Lösungen auf Basis von hybriden Cloud-Umgebungen an - sowohl eigene Produkte, Partnerprodukte und individuelle Lösungen. Hierbei kann valantic auf hohe Expertise in der Applikationsentwicklung auf Basis agiler Methoden sowohl im high-code als auch im low-code Bereich zugreifen. Die Kompetenzen spannen sich über Bereiche wie Industrial IoT, Industry 4.0., Supply Chain Management, Product Lifecycle Management, Business Process Management, Prozess Mining, Device Management, Cloud Technologien und viele weitere.

Financial Services Automation: Die Division Financial Services Automation entwickelt und verkauft innovative Technologielösungen zur Automatisierung von geschäftskritischen Prozessen in der Finanzindustrie, wie z. B. den elektronischen Handel von Wertpapieren, den Zahlungsverkehr, die Abwicklung von Fonds-, Bonds-, Aktien-, Derivate- oder Kryptogeschäften sowie das Enterprise Data Management.

Die Gruppe ist hauptsächlich in Europa tätig und zählt zu den am schnellsten wachsenden Digital Solutions-, Consulting- und Software-Gesellschaften am Markt 2 . valantic begleitet seine Kunden dabei vollumfänglich von der Strategie bis zur Umsetzung und hat mit seinem tiefgreifenden Verständnis für die Herausforderungen der digitalen Transformation langjährige Beziehungen zu zahlreichen mittelständischen und großen Unternehmen auf- und ausgebaut. valantic ist an über 30 Standorten in Europa vertreten und hat darüber hinaus noch weitere Standorte außerhalb von Europa, welche bei der Gewinnung und der Bearbeitung von Kundenprojekten tätig sind.

1.2 Investitionstätigkeit

Neben dem organischen Wachstum ist auch das anorganische Wachstum ein wesentlicher Bestandteil der Strategie von valantic. Die Gruppe wächst daher auch konstant durch Zukäufe von Unternehmen.

Den Auftakt zu einer Reihe erfolgreich umgesetzter Akquisitionen bildete der Erwerb der Boutique-Beratung Sieger Consulting im Januar 2023, durch den valantic sein Beratungsangebot im Bereich Datenmanagement signifikant erweitern konnte. Gleichzeitig baut valantic mit diesem Zusammenschluss seine Expertise in den hochregulierten Branchen Pharma und Finanzen aus.

Mit der Schweizerischen Orianda Solutions stieß im März 2023 außerdem eines der erfahrensten DACH-Beratungshäuser für SAP Asset Management als neues Mitglied zur valantic Familie. Neben einer Stärkung des lokalen Footprints in der Schweiz wächst durch die Akquisition die Beratungskompetenz gegenüber anlagenintensiven Unternehmen in den Branchen Rail, Pharma, Discrete Manufacturing, Food & Retail.

Zudem erwarb valantic im Juli 2023 mit der Höveler Holzmann Consulting ein Beratungsunternehmen, das seine Kunden technologieagnostisch bei der Optimierung von Lieferketten und Einkaufsprozessen sowie der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen unterstützt. Höveler Holzmann bringt langjährige Projekterfahrung sowohl in DAX-Konzernen als auch mittelständischen Unternehmen in die Gruppe ein.

Mit der Zielsetzung, neue Märkte zu erschließen und das Serviceportfolio zu ergänzen, hat valantic seine Expansion auch international vorangetrieben. So konnte das Unternehmen im Frühjahr seine Präsenz in Bulgarien durch den Zusammenschluss mit der Aiopsgroup im März 2023 stärken. Der Fokus der Digitalberatung liegt auf der Konzeption, Entwicklung und Optimierung von B2C- und B2B-Shopping-Lösungen auf Basis der Salesforce Commerce Plattform.

Darüber hinaus ist vor allem der Eintritt in die digitale Vorreiterregion Nordics als wichtiger strategischer Meilenstein hervorzuheben. Mit der dänischen Digitalberatung Inspari hat valantic im August 2023 ein Team aus 180 Mitarbeitenden hinzugewonnen, die auf Zukunftsthemen rund um Künstliche Intelligenz, Data Engineering und Cloud-Infrastrukturen spezialisiert sind. Mit einem klaren Fokus auf Microsoft-Technologien wie Azure und Power Platform hilft Inspari Kunden dabei, datengetriebene Geschäftsentscheidungen zu treffen.

Gemeinsam mit der spanischen SAP-Beratung Saptools, die ebenfalls seit August 2023 zur Unternehmensgruppe gehört, bildet valantic zudem inzwischen eines der größten europäischen End-to-End-Beratungs- und Implementierungshäuser im SAP Digital Supply Chain Umfeld. Saptools hat sich in den vergangenen Jahren eine führende Position in Spanien und Südeuropa aufgebaut und bringt ein Team aus 100 Experten und Expertinnen in die valantic Familie ein.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Nach einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2022 um 1,9% ging das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,2% zurück 3 . Die Entwicklung der ökonomischen Regenerierung fiel durch den Krieg in der Ukraine und die steigenden Energiepreise im Jahr 2023 geringer aus als erwartet. Deutschland ist mit einem Anteil von rd. 62% am Gruppenumsatz der wichtigste Markt. Mit rd. 11% bzw. 6% vom Gruppenumsatz stellen die Schweiz und Österreich den zweit- und drittwichtigsten regionalen Markt für valantic dar.

Wichtiger als das Bruttoinlandsprodukt ist für valantic allerdings die Entwicklung der ITK-Branche (Informationstechnik, Telekomunikation und Consumer Electronis), im speziellen dabei die Entwicklung des Marktes für IT-Services und Software 4 . Dessen Marktvolumen in Deutschland stieg gemäß Bitkom e. V. (Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche) im Jahr 2023 um +7,1% an (2022 +11,4%), wobei das Wachstum im Markt für IT-Services mit +5,1% (2022 +8,5%) geringer ausfiel als im Software-Markt mit +9,6 % (2022 +15,0%). valantic erzielt den größeren Anteil seiner Umsatzerlöse im IT-Services Markt. Im Jahr 2024 soll der Branchenumsatz dann um +6,8% auf EUR 97,1 Mrd. wachsen, wobei auch hier der Software Markt mit +9,4% stärker wachsen soll als der IT Services Markt (+4,7%). 5

Wachstum im deutschen Informationstechnikmarkt

Geopolitische Verwerfungen sowie herausfordernde gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen beherrschten im Jahr 2023 die Märkte weltweit. Die Zinssituation spiegelte sich insgesamt auch in den Kernmärkten von valantic wider: Zinserhöhungen dämpften die Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen vor allem in zyklischen Branchen. Dennoch verzeichnete valantic auch im Jahr 2023 ein stärkeres Wachstum als der Markt.

Auch für das Jahr 2024 erwartet valantic ein Wachstum oberhalb des prognostizierten Marktwachstums.

2.2 Geschäftsverlauf

Der valantic-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. der Bestandsveränderungen) in Höhe von TEUR 504.921 (VJ: TEUR 340.387) und ein (bereinigtes) EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten) von TEUR 59.172 (VJ: TEUR 37.144). Die unterjährig erworbenen Gesellschaften werden dabei zeitanteilig entsprechend ihrer Konzernzugehörigkeit in die Ermittlung einbezogen.

In den Sondereffekten werden im Geschäftsjahr die Transaktionskosten dargestellt, welche im Rahmen beabsichtigter, aber nicht durchgeführter Akquisitionen angefallen sind, sowie Personalsonderzahlungen (welche z. B. im Zusammenhang mit Akquisitionen stehen) und weitere Effekte mit einmaligem oder nicht operativem Charakter. Der Effekt wird bei der Ermittlung der Steuerungskennzahl EBITDA bereinigt, um die Entwicklung der operativen Ertragskraft besser darstellen und beurteilen zu können. Im Geschäftsjahr 2023 betreffen die Sondereffekte Aufwendungen von TEUR 18.335 (VJ: TEUR 13.190).

Aussagekräftiger für die Leistungsfähigkeit des Konzerns ist die Entwicklung auf Basis von Pro-Forma Werten. Hierzu werden die unterjährig im Geschäftsjahr 2023 erworbenen Gesellschaften ganzjährig in die Betrachtung mit einbezogen. Darüber hinaus erfolgt der Ansatz von wesentlichen Projekten, welche nach deutschen handelsrechtlichen Regeln zu Herstellungskosten bilanziert werden müssen, für die Pro-Forma Darstellung bereits nach dem Projektfortschritt als Umsatzerlöse. Dieser Projektfortschritt ist durch Abrechnungen an den Kunden und erhaltene Anzahlungen von den Kunden auch dokumentiert. Aus rechtlicher Sicht verbleibt hierbei jedoch ein Gesamtfunktionsrisiko, welches das Management durch die Projektverläufe zwar als gering einschätzt, das die (volle) Gewinnrealisierung aber nicht zulässt. Für die Beurteilung der Entwicklung der Leistungsindikatoren Gesamtleistung und (bereinigtes) EBITDA ist diese Darstellung aus Sicht des Managements allerdings zielführender, da so größere Schwankungen im Gewinn, die allein aus dem Zeitpunkt der Fertigstellung von Projekten resultieren, entfallen. Nach positiven Effekten in den Vorjahren, betrug der Effekt aus der vorgezogenen Gewinnrealisierung auf die Gesamtleistung und das EBITDA in 2023 TEUR -1.777 (VJ: TEUR 934). Dagegen betrug der Effekt aus der ganzjährigen Einbeziehung im Geschäftsjahr neu erworbener Gesellschaften bzw. Geschäftsbetriebe auf die Gesamtleistung TEUR 35.122 (VJ: TEUR 71.790) und auf das EBITDA TEUR 2.404 (VJ: TEUR 20.674).

Auf Basis der Pro-Forma Darstellung hätte valantic eine Gesamtleistung von TEUR 540.042 (VJ: TEUR 412.177) erzielt. Das EBITDA (adjusted) hätte TEUR 63.892 (VJ: TEUR 58.318) und die EBITDA Marge (adjusted) 11,8% (VJ: 14,1%) betragen. Zudem bilden diese Kennzahlen die Ausgangslage für die zukünftige Ertrags- und Ergebnisfähigkeit der Gruppe, da alle zum 31.12.2023 zum Konzern gehörenden Gesellschaften im Geschäftsjahr 2024 ganzjährig zum Konzernergebnis beitragen werden. Auch für die im Rahmen der Fremdfinanzierung wesentliche Kennzahl Nettoverschuldungsgrad wird auf eine Pro-Forma Darstellung abgestellt.

valantic hat die für das Geschäftsjahr 2023 gesetzten Ziele beim organischen Wachstum von 10% der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr mit 10% genau erreicht. Auch beim Aufbau von neuen Mitarbeitenden konnte valantic die gesteckten Ziele (ähnliches Wachstum wie Gesamtleistung) übererfüllen. Beim Ergebniswachstum ist kein adäquater Vergleich mit dem ursprünglich gesteckten Ziel möglich, da das überproportional starke anorganische Wachstum im Geschäftsjahr auch größere Auswirkungen auf die Bestandsgruppe hatte. Die EBITDA-Marge wurde im zweistelligen Prozentbereich gehalten. Eine leichte Verbesserung über den Vorjahreswert 14,1% hinaus wurde aufgrund der konjunkturellen Belastungen (speziell im Bereich Financial Services & Automation) nicht erreicht.

Die Performance im Geschäftsjahr 2023 ist vor den Hintergründen des Krieges in der Ukraine und der stark gestiegenen Inflation positiv zu sehen. Neben einem starken organischen Wachstum ist auch ein starkes anorganisches Wachstum gelungen, sodass damit das Leistungsspektrum der valantic-Gruppe weiter ausgebaut werden konnte.

2.3 Leistungsindikatoren

valantic verwendet zur Steuerung und Weiterentwicklung der Gruppe verschiedene finanzielle und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Diese werden für die einzelnen Einheiten sowie für die Gruppe als Ganzes festgelegt und regelmäßig überprüft. Bei den finanziellen Indikatoren wird, neben dem Wachstum der Gesamtleistung, vor allem auch auf die Entwicklung der Rentabilität (EBITDA vor Sondereffekten im Verhältnis zur Gesamtleistung) auf Basis der Pro-Forma Darstellung geachtet. Ziel ist es, neben einem absoluten Wachstum der Kennziffern Gesamtleistung und Ergebnis auch die Rentabilität konstant zu steigern. Dies wird vor allem durch die ständige Überprüfung des angebotenen Leistungsspektrums unterstützt.

Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren legt valantic vor allem Wert auf die Mitarbeiterverfügbarkeit und -bindung. Dabei misst das Management die Entwicklung über die Fluktuations- sowie die Einstellungsquote der Mitarbeitenden. Die für valantic maßgebliche Fluktuation lag im Geschäftsjahr bei ca. 10% (VJ: 10%). Das Ziel ist es, dieses niedrige Niveau weiterhin konstant zu halten. Die Frauenquote konnte im Jahresverlauf von 29,4% auf 29,7% gesteigert werden. Der Anteil soll mindestens auf diesem Niveau gehalten werden, ist allerdings auch abhängig von der Mitarbeiterstruktur der hinzuerworbenen Unternehmen.

2.4 Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 hat die valantic-Gruppe das bestehende Produktportfolio weiterentwickelt. Vor allem in den Bereichen Financial Service Automation, Supply Chain Management und den eigenen Lösungen für SAP wurden und werden die bestehenden Lösungen weiterentwickelt. Darüber hinaus werden auch neue Lösungen geschaffen, um die bestehende Produktpalette zu erweitern und Bestands- wie auch Neukunden in Kombination mit entsprechenden Dienstleistungen zu bedienen. Im Rahmen der Entwicklung greift die Gruppe vor allem auf die internen Fachexperten zurück und unterstützt diese je nach Bedarf durch externe Dienstleister. Hierzu beschäftigte die valantic-Gruppe Ende 2023 ca. 200 Mitarbeitende, welche die Entwicklung der bestehenden, aber auch der neuen eigenen Lösungen vorantreiben.

Zudem hat valantic ein abteilungsübergreifendes Team aus Expertinnen und Experten für das Thema Generative Künstliche Intelligenz (GenAI) gegründet. Das Ziel: Die neuen technologischen Potenziale zu nutzen, um Produktivitätsgewinne bei internen Arbeitsprozessen zu erzielen und ein zukunftsweisendes Serviceportfolio für Kundenunternehmen aufzubauen.

Innerhalb dieser Forschungs- und Entwicklungsgruppe hat valantic einen Service entwickelt, der es Unternehmen ermöglicht, GenAI sicher und regelkonform im Unternehmen einzusetzen. Die persönliche KI-Assistenz bietet Kunden und ihren Mitarbeitenden intelligente Unterstützung bei der Bearbeitung täglicher Aufgaben innerhalb einer Compliance-konformen Arbeitsumgebung.

Auf Konzernebene wurde wie im Vorjahr hauptsächlich in die Weiterentwicklung von Banking-Lösungen investiert. Angefallene Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Diese finden sich vor allem in den Personalkosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wieder.

3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Geschäftsführung der valantic beurteilt die wirtschaftliche Lage des Konzerns als im Wesentlichen positiv, trotz der aktuellen globalen Krisen, dem Ukraine Krieg sowie des sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Ausblicks. Einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns geben die Darstellungen und Erläuterungen unter den folgenden Punkten:

3.1 Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse des Konzerns betrugen im Geschäftsjahr TEUR 511.469 (VJ: TEUR 339.432). Im Geschäftsjahr wurden Bestande an unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 6.548 abgebaut (VJ: TEUR 956 aufgebaut). Der Rückgang bei den Bestandsveränderungen ist auf den Abschluss mehrerer größerer Projekte zurückzuführen. Damit lag die Gesamtleistung für das Geschäftsjahr bei TEUR 509.921 (VJ: TEUR 340.388). Zur Aufgliederung des Umsatzes nach Märkten und Geschäftsbereichen verweisen wir auf den Konzernanhang.

Der Personalaufwand im Konzern wird durch variable Erfolgsvergütungen für die Mitarbeiter bzw. das Management wesentlich beeinflusst. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden 3.731 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, Auftragsbestände, erworbene Software, Markennamen und weitere Vermögenswerte beeinflussen die Abschreibungen maßgeblich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen zu einem Großteil aus Kosten, welche unter anderem stark durch die Anzahl der Mitarbeitenden beeinflusst werden, wie Mieten und Nebenkosten für Büroraum, Kfz-Kosten, Reisekosten und sonstige Personalkosten für Fort- und Weiterbildung und Recruiting. Darüber hinaus zählen Marketing- und Beratungskosten zu den größten Posten.

Das Zinsergebnis besteht zum überwiegenden Teil aus Zinszahlungen für Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern, sowie für endfällige Kreditverbindlichkeiten einschließlich aufgelaufener Zinsen gegen Gesellschafter.

Das Konzernjahresergebnis beträgt TEUR -93.187 (VJ: TEUR -46.791) und wird maßgeblich durch die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf Firmenwerte sowie im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierte immaterielle Vermögenswerte i.H.v. TEUR 82.250 (VJ: TEUR 47.595) und das Zinsergebnis negativ beeinflusst.

3.2 Finanzlage

Der Finanzmittelfonds TEUR 21.256 (VJ: TEUR 32.853) besteht aus Guthaben bei Banken (TEUR 32.950; VJ: TEUR 41.049), die zum Großteil in Euro gehalten werden, abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentlinien (TEUR 11.693; VJ: TEUR 8.196). Beeinflusst wurde der Finanzmittelfonds neben dem Zufluss aus dem operativen Geschäftsbetrieb (TEUR 20.418) vor allem durch die erheblichen Mittelabflüsse für die Investitionstätigkeit (TEUR 125.296). Dies führte zur Aufnahme weiterer Darlehen zur Finanzierung der Akquisitionen (TEUR 99.500), der Einzahlung aus Eigenkapitalzuführung von Gesellschaftern (TEUR 40.672) sowie zu Auszahlungen für Zinsen auf Darlehen gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Darlehensgebern (TEUR 37.122) und gezahlten Kreditprovisionen und Einmalentgelten (TEUR 7.865).

In Summe verfügt die Gruppe über ein für die laufenden Zahlungsverpflichtungen ausreichendes Maß an liquiden Mitteln sowie die Möglichkeit der weiteren Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie. Zum 31.12.2023 bestand einen offene Kreditlinie auf Ebene der Muttergesellschaft von TEUR 3.700. Weitere Akquisitionen können über Darlehen und anteilige Eigenmittel finanziert werden. Die zentrale Verfügbarkeit der liquiden Mittel auf Ebene der valantic GmbH wird durch ein umfangreiches Cash-Pooling System in Deutschland sichergestellt.

3.3 Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 standen den Investitionen in immaterielles Vermögen und Sachanlagen in Höhe von TEUR 152.994 planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 74.104 gegenüber. Aus Vorsichtsgründen wurden zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von TEUR 12.400 vorgenommen. Der Grund liegt in einer niedrigeren Ertragssituation bei zwei in 2023 erworbenen Einheiten, welche eine Reduktion der kurz- und mittelfristigen Planwerte nach sich gezogen hat. Zugänge von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen Vermögenswerten resultieren aus der Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften und Geschäftsbetrieben sowie aus Zugängen zu bestehenden Firmenwerten durch nachlaufende Kaufpreisbestandteile. Der Restbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte steigt auf TEUR 396.962 (VJ: TEUR 327.546) und begründet damit das um 14% gewachsene Bilanzvolumen 6 . Der Anteil langfristig gebundener Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme beträgt 71%.

Unter den Vorräten werden im Wesentlichen die zum 31.12.2023 abgegrenzten unfertigen Leistungen gezeigt.

Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist insgesamt gering, da sich diese zum wesentlichen Teil gegen Großkunden mit einer hohen Bonität richten.

Der nicht durch Konzerneigenkapital gedeckte Bilanzverlust beträgt zum 31.12.2023 TEUR 40.208 (VJ: Konzerneigenkapital in Höhe von TEUR 3.743). Maßgeblich hierfür ist der Konzernjahresfehlbetrag, dessen Ursache die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf die Firmenwerte und die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten immateriellen Vermögensgegenstände sind. Etwas aussagekräftiger ist eine Betrachtung des wirtschaftlichen Eigenkapitals als Summe aus bilanziellem Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die mit einer Rangrücktrittserklärung versehen sind. Dieses wirtschaftliche Eigenkapital beträgt zum 31.12.2023 TEUR 62.903 (VJ: TEUR 102.048) und damit 11% der Bilanzsumme.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum 31.12.2022 vor allem durch höhere Rückstellungen für nachlaufende Kaufpreisbestandteile angestiegen. Bis auf einen Anteil von TEUR 22.876 (VJ: TEUR 38.311) sind die sonstigen Rückstellungen kurzfristig fällig.

Von den Verbindlichkeiten sind zum 31.12.2023 TEUR 109.258 zwischen 1 und 5 Jahren fällig und betreffen nahezu vollständig Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Eine Fälligkeit von mehr als 5 Jahren haben Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern in Summe von TEUR 339.768. Verbindlichkeiten von TEUR 102.842 sind kurzfristig. Zum 31.12.2022 waren TEUR 67.932 kurzfristig und TEUR 109.479 zwischen 1 und 5 Jahren fällig, nach Ablauf von 5 Jahren waren TEUR 240.268 an Verbindlichkeiten fällig.

Die Bilanzierung der passiven latenten Steuern basiert hauptsächlich auf der Aktivierung von immateriellen Vermögenswerten, welche im Zuge des Erwerbs der valantic und der weiteren Unternehmenskäufe zum beizulegenden Zeitwert angesetzt wurden.

4 Wesentliche Risiken und Chancen

4.1 Umgang mit Risiken

Das Mutterunternehmen wendet konzerneinheitliche Grundsätze für das allgemeine Risikomanagement an und hat Konzernvorschriften für bestimmte Risikobereiche, wie das Wechselkurs-, Kredit-, Zins- und Liquiditätsrisiko, implementiert. Um die Risiken aus dem operativen Geschäft vollständig zu erfassen, ist ein monatliches Reporting der Berichtseinheiten obligatorisch, welches auch die ad-hoc Meldung von Risiken umfasst. Ausgehend von unserer Unternehmensstrategie werden Chancen identifiziert und durch entsprechende Investitionen und Maßnahmenplanungen oder Akquisitionsbudgets unterstützt.

Eine gute Corporate Governance gehört zu den zentralen Werten der Gesellschaft.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft bzw. die Geschäftsführung der operativen Einheiten arbeiten gemeinsam daran, die Einhaltung der zentralen Werte innerhalb des gesamten Konzerns zu gewährleisten bzw. diese auch vorzuleben. Zu diesem Zweck wird eine Unternehmenskultur gefördert und unterstützt, die auf höchsten ethischen Standards, internen Kontrollen und der Einhaltung von Rechtsvorschriften aufbaut.

Der valantic Beirat aus fünf Personen ist kritischer Begleiter der Unternehmensentwicklung. Der Beirat nimmt dabei die Perspektive von Kunden, aktueller aber auch zukünftiger Kolleginnen und Kollegen ein und vergleicht valantic auch mit direkten und indirekten Wettbewerbern. Damit ist der Beirat ein wichtiger Gespächspartner und Impulsgeber für die Geschäftsführung.

Ende 2021 hatte valantic auf Gruppenebene einen Code of Conduct und ein ESG-Konzept (Environment - Social - Governance) entwickelt, welche im ersten Halbjahr 2022 für alle Gruppengesellschaften verpflichtend wurden.

Im Geschäftsjahr 2023 hat valantic weitere Schritte unternommen, um insbesondere Emissionen durch interne Maßnahmen aktiv zu reduzieren. Dies wird erreicht, indem valantic umweltfreundliche Praktiken und neue Technologien innerhalb der Organisation einführt und eine Kultur der Verantwortung und Rechenschaftspflicht für eigene Umweltauswirkungen erzeugt.

4.1.1 Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die von der Gesellschaft getätigten Umsatzerlöse und Einkäufe erfolgen hauptsächlich in Euro. Daher werden keine währungsbezogenen Finanzinstrumente zu Hedgingzwecken eingesetzt.

Kredit- und Zinsrisiken ergeben sich weitgehend aus der Konzernfinanzierung, welche zum Erwerb der Unternehmenskäufe aufgenommen wurde. Die Risiken unterliegen einer strengen Kontrolle und Nachverfolgung, da die Gesellschaft über Vorschriften verfügt, mit denen sichergestellt wird, dass die Regeln aus dem Kreditvertrag eingehalten werden. Die Gesellschaft erstellt monatlich ein Reporting, welches die Einhaltung der wesentlichen Pflichten und Regeln (z.B. Überwachung der Covenants) beinhaltet. Die Konzernfinanzierung ist langfristig angelegt und ermöglicht der Gesellschaft in den kommenden Jahren das operative Wachstum fortzusetzen. Unterstützt wird dies durch die endfälligen Gesellschafterdarlehen, welche zusätzlich mit einem Rangrücktritt versehen sind. Im Rahmen des Gesellschafterwechsels auf Ebene der VAL TopCo S.a.r.l im Jahr 2022 wurde zudem die Laufzeit der Konzernfinanzierung verlängert, sowie die relevanten Convenants auf die neue Struktur und Laufzeit angepasst, welches dem Konzern deutlich mehr Spielraum gegen wirtschaftliche Schwankungen einräumt. Die Kreditmarge wurde dabei nur leicht erhöht. Zur Sicherung von Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt (siehe unter Finanzrisiken).

Aus Finanzinstrumenten aus dem operativen Geschäft bestehen überschaubare Risiken. So zeigt die Fälligkeitsanaylse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2023 eine hohe Quote an nicht fälligen bzw. nur im üblichen Bereich überfälligen (bis zu 60 Tagen) offenen Posten von 93% (VJ 86%). Bei den restlichen Posten ist von einer Bezahlung auszugehen bzw. wurde eine entsprechende Wertberichtigung gebildet.

4.1.2 Operationelle Risiken

Der Geschäftserfolg der Gesellschaft kann vor allem durch die Bereitschaft der Kunden zu Investitionen in die Digitalisierung von IT-Systemen und Prozessen beeinflusst werden. Diese werden kontiniuierlich durch ein Monitoring der Vertriebsperformance bzw. der Profitablität der einzelnen Konzerngesellschaften überwacht. Aktuell ist ein Rückgang dieser Bereitschaft nicht erkennbar.

4.1.3 Finanzrisiken

Aus der Verpflichtung zur Bedienung der Fremdfinanzierung bestehen verschiedene Risiken. Zum einen müssen vertraglich vereinbarte Zinszahlungen geleistet werden. Zur jederzeitigen Erfüllung dieser Zahlungsverpflichtungen muss der valantic eine entsprechende Liquidität zur Verfügung stehen. Dies wird durch das Bestehen bzw. den Abschluss neuer Ergebnisabführungsverträge zwischen der valantic und allen wesentlichen Tochtergesellschaften unterstützt. Durch die derzeitige Finanzlage des Unternehmens (Bestand an liquiden Mitteln und der positive Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit) zeigt sich das Liquiditätsrisiko begrenzt. Das seit dem Geschäftsjahr 2020 bei nahezu allen deutschen Gruppengesellschaften eingeführte flächendeckende Cash-Pooling System führt zu einer hohen Verfügbarkeit der zuvor dezentral vorgehaltenen Liquidität auf Ebene der valantic GmbH und wurde im Jahr 2023 um weitere Gruppengesellschaften erweitert. Ferner besteht ein Zinsänderungsrisiko, da der Zins für die Fremdfinanzierungen sich aus einer Zinsmarge sowie dem 6-Monats-EURIBOR zusammensetzt. Da sich der EURIBOR in 2023 vom negativen in den positiven Bereich verändert hat, wirkt sich der Anstieg spürbar auf zukünftige Zinszahlungen aus. Die Geschäftsführung hatte Ende 2022 bzw. Anfang 2023 den Entschluss getroffen 100% der zum 31.12.2022 bestehenden variabel verzinslichen Darlehensverbindlichkeiten über Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps) bis Ende 2026 gegen einen Anstieg des 6-Monats-EURIBOR über 3 % abzusichern. Damit wurde das Risiko aus weiter steigenden Zinsen auf den Teil des Fremdkapitals begrenzt, welcher nach dem 31.12.2022 aufgenommen wurde. Hier hatte die Geschäftsführung auf weitere Absicherungsmaßnahmen verzichtet, da sich im Markt kein weiterer Anstieg bzw. ein Rückgang der Zinsen andeutet.

Durch eine endfällige Tilgungsstruktur kann zudem die operativ erwirtschafte Liquidität zum Großteil in das Wachstum investiert werden.

Ein weiteres Risiko im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung kann sich aus der Nichteinhaltung bzw. Verschlechterung der im VAL FCV HoldCo-Kreditvertrag (siehe auch Haftungsverhältnisse im Konzernanhang) aufgeführten Finanzkennzahl ergeben. Sowohl zum 31.12.2023, als auch unterjährig, hat die im Kreditvertrag verpflichtete Gruppe allerdings die Finanzkennzahl mit ausreichendem Abstand zu der festgelegten Obergrenze eingehalten. Mit Blick auf die Planungsperiode der nächsten drei Jahre sieht die Geschäftsführung ein niedriges Risiko für einen Bruch der Finanzkennzahl, da für die Zukunft der einzuhaltende Grenzwert sukzessive moderat absinkt, allerdings bei einem gleichzeitig geplanten Anstieg der Ergebnisse. Allerdings ist die Mittelfristplanbarkeit im Rahmen der aktuellen Krisen schwieriger geworden. Auf Basis der Ende 2023 erstellen Planung werden über die nächsten drei Jahre aber alle Grenzwerte mit ausreichend Abstand eingehalten. Für den Fall von Liquiditätsengpässen steht der Gruppe zudem eine umfangreiche Kontokorrentlinie zur Verfügung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, über Finanzierungspartner und Gesellschafter der valantic-Gruppe - auch für akquisitorisches Wachstum - weiteres Kapital aufzunehmen.

Bei der Anlage etwaiger Liquiditätsreserven besteht grundsätzlich das Risiko, dass Anlagen aufgrund der Zahlungsunfähigkeit einer Bank oder anderer Adressen ausfallen. Aus diesem Grund achten die Unternehmen der Gruppe auf eine konservative Anlage der Liquiditätsreserven bei Banken. Zudem dienen diese Mittel als Sicherheiten für die Finanzierung. Eine Anlage in Form von Wertpapieren etc. erfolgt aktuell nur in einem begrenzten Umfang und ist auf Wertpapiere begrenzt, welche im Rahmen einer Akquisition durch den Konzern erworben wurden. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch das implementierte Cash-Pooling System in Kombination mit einer entsprechenden Liquiditätsplanung und -steuerung werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht, zum Großteil automatisiert ausgeglichen und bei Bedarf weitere angemessene Schritte ausgelöst. Im Rahmen der Unternehmensplanung wird die Liquiditäts- und Finanzlage für den Planungshorizont von drei Jahren prognostiziert. Der kurzfristige Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage einer rollierenden Feinplanung abgeschätzt.

Ein Währungsrisiko besteht nur im geringen Ausmaß, da die Umsatzerlöse überwiegend in Euro abgerechnet werden und auch der überwiegende Teil der liquiden Mittel in Euro gehalten wird. Ebenso bestehen die Verpflichtungen aus der Konzernfinanzierung in Euro.

4.1.4 Rechtliche Risiken

Die Gesellschaften übernehmen im Rahmen des operativen Geschäfts in den Verträgen mit ihren Kunden zum Teil vertragliche Haftungen und Gewährleistungen. Diese sind teilweise durch Versicherungen oder Ansprüche gegen Dritte abgedeckt. Für sämtliche Rechtsrisiken und sofern sich aus den vertraglichen Haftungen konkrete Einzelrisiken ergeben, werden bei den betreffenden Gesellschaften entsprechende Rückstellungen gebildet. Zudem hat die Gruppe eine umfassenden Versicherungsschutz, welcher konstant auf die Angemessenheit in Bezug auf das operative Geschäft überprüft und bei Bedarf angepasst wird.

4.1.5 Sicherheits- und Umweltrisiken

Die Gesellschaft sieht aus ihrem operativen Geschäftsmodell nur geringe Sicherheits- und Umweltrisiken. Das Ziel ist es, solche Vorkommnisse vollständig zu verhindern. Es wurden daher Sicherheitsvorschriften festgelegt, die verpflichtend für alle unsere Mitarbeitenden sind, damit dieses Ziel erreicht werden kann.

4.1.6 Risiken aus dem Krieg in der Ukraine

Im Rahmen der Akquisition der valantic NL (vormals ISM-Gruppe) hat valantic auch einen Standort in Schytomir in der Westukraine erworben. Aktuell werden dort ca. 60 Entwickler beschäftigt, welche valantic NL bei Kundenprojekten in den Niederlanden unterstützen. Oberste Priorität hat die Unterstützung der Kollegen und ihrer Familien in der Ukraine. Die geschieht sowohl finanziell als auch durch Hilfsangebote für einen Umzug in die Niederlande oder an andere valantic-Standorte. Zum aktuellen Zeitpunkt kann der Betrieb mit nur leichten Einschränkungen aufrecht erhalten werden.

Es besteht aber weiterhin ein Risiko, dass die Geschäftstätigkeit des Standorts weiter eingeschränkt wird oder sogar komplett eingestellt werden muss. Zudem verfolgt valantic konstant die Entwicklung der Sanktionen gegenüber Russland. Direkte Auswirkungen aus den Sanktionen auf die Geschäftstätigkeit von valantic bestehen jedoch nicht.

4.1.7 Risiken aus der Inflation

Als Dienstleistungsunternehmen ist valantic nur in geringem Umfang von steigenden Rohstoff- und Energiepreisen betroffen. Bei den Personalkosten erwartet die Geschäftsführung einen etwas stärkeren Anstieg als in der Vergangenheit. Dem gegenüber können aber auch Preissteigerungen erfolgreich umgesetzt werden, welche diesen Effekt kompensieren bzw. bestmögilch überkompensieren sollen.

4.2 Chancenbericht

Neben den bereits dargestellten Risiken bestehen auch Chancen, die über die in der Planung prognostizierte Geschäftsentwicklung hinausgehen. Die Geschäftsführung sieht diese insbesondere in den folgenden Bereichen:

4.2.1 Mitarbeitende

Durch das Wachstum und den am Markt weiter zunehmenden Bekanntheitsgrad des Brands "valantic" hat sich die Visibilität und Attraktivität der Gruppe stetig erhöht. Darüber hinaus wurden weitere Gruppengesellschaften auf den valantic Brand überführt, was diesen Effekt verstärkt. Die Möglichkeit, den künftigen Erfolg der Gruppe mitgestalten zu können und in einem dynamischen Umfeld mit kurzen Entscheidungswegen und flacher Hierarchie arbeiten zu dürfen, zieht weiterhin viele Bewerberinnen und Bewerber an. Zudem bietet valantic neuen Mitarbeitenden die Möglichkeit, an komplexen und herausfordernden Projekten mitarbeiten zu können. Zudem investiert valantic konstant in die Weiterbildung und in Führungskonzepte und gewährleistet so, dass sich sowohl junge als auch langjährige Mitarbeitende konstant weiterentwickeln können und der Gruppe somit treu bleiben. Verstärkt wird dieser Effekt durch die langjährige Betriebszugehörigkeit der Führungskräfte. Um auch weiterhin gegen den akuten Fachkräftemangel und den fortschreitenden demographischen Wandel bestehen zu können, ist valantic auch in der Zusammenarbeit mit Hochschulen aktiv, um über Praktika bzw. Traineeprogramme Talente langfristig an valantic zu binden.

Die Gewinnung und Integration ausländischer Fachkräfte ist für valantic ebenfalls ein wesentliches Fundament der ambitionierten globalen Wachstumsstrategie. Neben dem Auf- und Ausbau eigener Standorte im inner- und außereuropäischen Ausland zählt die Integration ausländischer Mitarbeitender in den deutschen Arbeitsmarkt zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein weiterhin kraftvolles Unternehmenswachstum.

Hierbei ist die Offenheit und Vielfalt der Belegschaft ein Kernmerkmal der Unternehmenskultur von valantic. Hinsichtlich der Integration von Mitarbeitenden aus asiatischen Ländern - mit einem besonderen Fokus auf Indien - hat valantic im Geschäftsjahr 2023 weitere Onboarding-Prozesse entwickelt.

4.2.2 Technologien und Märkte

valantic verfügt über umfassendes Know-how insbesondere in Trendtechnologien. Der beschriebene Wandel des IT-Marktes, der sowohl IT-Unternehmen als auch Unternehmen aus klassischen Branchen erfasst, eröffnet ein großes Marktpotenzial für die Gruppe. Die Expertise in technologischen Themen ermöglicht es den valantic-Gruppengesellschaften auch zu neuen Geschäftsfeldern, mit bedeutenden Wachstumspotenzialen, einen Zugang zu erlangen. Aber auch der Eintritt in neue Marktsegmente und Regionen durch organisches oder akquisitorisches Wachstum schafft neue Möglichkeiten. Die Gruppe arbeitet konstant auch an verschiedenen IT-Lösungen, welche zukünftig auch zur Ergebniskraft beitragen sollen.

Das Leistungsportfolio von valantic weist in allen Feldern der Digitalisierung eine hohe Diversifizierung auf, gepaart mit einer tiefgehenden fachlichen Spezialisierung durch Expertenteams. In der Folge ist valantic in der Lage, auch umfassende Kundenprojekte ganzheitlich zu begleiten. Damit positioniert sich valantic kontinuierlich als leistungsfähiger End-to-End-Partner in der digitalen Transformation.

Auch im Jahr 2023 hat valantic in die Weiterentwicklung seiner End-to-End-Kompetenzen investiert: Einerseits wurde dies durch eine zunehmende Vernetzung einzelner Fachbereiche über Competence-Center-Grenzen hinweg erreicht - unterstrichen durch die Gewinnung fachübergreifender Kundenprojekte mit interdisziplinären Teams. Andererseits wurden verbliebene Portfoliolücken durch neue Partnerschaften oder die Akquisition spezialisierter Anbieter geschlossen.

4.2.3 Internationalisierung

Zwar bleiben Deutschland, Österreich und die Schweiz Kernmärkte von valantic, aber mit den erfolgreich umgesetzten Akquisitionen der letzten Jahre konnten weitere Länder erschlossen und ausgebaut werden. Perspektivisch sieht valantic in diesen und auch anderen Ländern weiteres Wachstumspotenzial. Auch bei der Zusammenarbeit mit Dienstleistern im Near- und Offshorebereich bzw. der Akquisition weiterer solcher Gesellschaften kann eine Option liegen, das angestrebte Wachstum zu unterstützen und gleichzeitig eine Verbesserung der Marge zu erzielen.

Auch 2023 hat valantic seine internationale Reichweite über die DACH-Region hinaus stark ausgebaut. Zum Jahresende unterhielt das Unternehmen Standorte in 18 Ländern weltweit, was neben der globalen Fachkräftegewinnung die regionalen Vertriebschancen weiter steigert und die Umsetzung länderübergreifender Projekte erleichtert. Zuletzt wurde die Internationalisierung durch den Zukauf regional führender Unternehmen intensiviert.

So ist mit dem Zugewinn der dänischen Digitalberatung Inspari etwa der Eintritt in den Nordics-Markt gelungen - eine Region, die zu den digitalen Vorreitern Europas zählt. Mit der Akquisition der Aiopsgroup hat valantic zudem einen wichtigen Wachstumsschritt in Osteuropa unternommen, durch den das Unternehmen nicht nur seinen Footprint im europäischen Salesforce- und Retailmarkt signifikant gestärkt hat. Bulgarien, der Heimatmarkt von Aiopsgroup, ist zugleich ein wertvoller Talent-Hub. Von diesem wird die valantic GmbH bei der weiteren Skalierung des Wachstums seiner Customer Experience Division profitieren.

Mit dem spanischen SAP-Partner Saptools hat valantic außerdem ein neues Familienmitglied hinzugewonnen, das sich mit einem SAP ERP-basierten Portfolio eine marktführende Position in Spanien und Südeuropa aufgebaut hat. Gemeinsam bilden Saptools und valantic eines der größten europäischen End-to-End-Beratungs- und Implementierungshäuser im SAP Digital Supply Chain Umfeld.

4.2.4 Akquisitionen

Auch im Geschäftsjahr 2024 will valantic durch Akquisitionen wachsen, da diese einen wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie und -entwicklung darstellen. Neben den beschriebenen Risiken aus Akquisitionen stellen diese aber auch eine erhebliche Chance zur Beschleunigung des Wachstums für den weiteren, gezielten und strategischen Aufbau der Gruppe dar. Der Fokus der Akquisitionstätigkeit richtet sich hierbei auf mittelständische IT-Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich in der Vergangenheit bereits bewährt hat, da diese Unternehmen am meisten davon profitieren, sich einer größeren Gruppe anzuschließen.

4.2.5 Prozesse und Systeme

Die stetige Verbesserung der internen Organisation und Zusammenarbeit hat für valantic hohe Priorität. Der Einsatz moderner Systeme und durchdachter Prozesse erlaubt es, gruppenübergreifend effizient zusammenarbeiten zu können. Deshalb hat valantic im Geschäftsjahr 2023 den Roll-Out bestehender Systeme vorangetrieben, aber auch bestehende Systeme durch neue ersetzt. Die Priorität liegt hierbei auf dem Teilen von Know-how und verfügbaren Ressourcen sowie auf der Intensivierung bestehender und neuer Kundenbeziehungen und dem erfolgreichen Durchführen von Kundenprojekten.

4.3 Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Gesamtrisiko, dem valantic ausgesetzt ist, unter Berücksichtigung des angewandten Risikomanagements und der positiven Marktbedingungen im Bereich Digitalisierung als überschaubar angesehen werden kann. Allerdings können Auswirkungen aus dem Ukraine Krieg, die Entwicklung der Inflation oder eine sich verschlechternde gesamtwirtschaftliche Lage, diese Beurteilung ändern. Das konzernweite Risikomanagementsystem sowie die damit im Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen erlauben es der Geschäftsführung, Risiken zeitnah zu erkennen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten. Bestandsgefährdende Risiken bestehen für die Gruppe zum aktuellen Zeitpunkt nicht.

Das Management sieht valantic für die Zukunft gut aufgestellt. Das Leistungsportfolio wurde im Jahr 2023 nochmals erweitert und ist auf die Bedürfnisse der Kunden im Rahmen der Digitalisierung ausgerichtet und wird durch die flexible Organisationsstruktur unterstützt.

5 Prognosebericht

Die Geschäftsführung sieht in der aktuellen Entwicklung zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen einen wesentlichen Wachstumstreiber für die kommenden Jahre. Weiterentwicklungen von Technologiepartnern und neue Megatrends führen zu weiteren Auftrags- und Umsatzchancen. Speziell im Bereich der großen Mittelstandskunden sowie Großkunden sieht die Geschäftsführung die Chance für weitere gruppenübergreifende Projekte und damit einen weiteren Ausbau des Cross-Selling, welches bereits jetzt konstant gesteigert werden kann. Auch die steigende Internationalisierung der valantic führt dazu, dass weitere Kundensegmente und Projektopportunitäten bedient werden können. Mögliche Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kunden für die Gruppe sind dabei überschaubar. Die Kundenbeziehungen zu Großkunden in der Gruppe sind in der Regel langfristiger Natur. Durch das organische und anorganische Wachstum und den damit einhergehenden Ausbau des Leistungsspektrums verspricht sich die Geschäftsführung zusätzliche Chancen bei der Gewinnung von Großprojekten, aber auch beim Recruiting neuer Mitarbeiter und somit einer Verstärkung des operativen Wachstums.

Die Fragmentierung bei anhaltender Konsolidierung des deutschen IT-Service-Marktes stellt für valantic eine bedeutende Chance dar. Zahlreiche IT-Servicegesellschaften werden von potenziellen Kunden als zu klein angesehen, um als verlässlicher Geschäftspartner mit "Preferred Supplier Status" geführt zu werden. Aus diesem Grund verfolgt valantic das Ziel, durch starkes organisches und anorganisches Wachstum in den kommenden Jahren die erreichte Größe weiter auszubauen, um bei immer mehr internationalen Großkonzernen und führenden Mittelständlern als starker Partner auftreten zu können.

Ziel von valantic ist es, neben einem operativen Wachstum der bestehenden Gruppengesellschaften ein zusätzliches Wachstum durch weitere Akquisitionen zu erreichen. Hierzu führt das Management fortwährend Gespräche mit potenziellen neuen Gruppenunternehmen.

Für die bestehenden Gruppengesellschaften und basierend auf den Pro-Forma Zahlen für 2023 erwartet valantic im Geschäftsjahr 2024 eine Steigerung der Gesamtleistung (Basis EUR 540,0 Mio.) um ca. 10%. Das Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten) soll vom Ausgangswert EUR 61,6 Mio. um mehr als 10% gesteigert werden. Die EBITDA-Marge soll dabei im zweistelligen Prozentbereich gehalten und ausgehend vom Vergleichswert 11,8% auf über 13% gesteigert werden. Bei den Mitarbeitern sieht die Planung ein ähnliches Wachstum wie bei der Gesamtleistung vor. Auf Grund der volatilen gesamtwirtschaftlichen Lage in unseren Zielabsatzmärkten, kann eine Anpassung der Ziele allerdings unterjährig erforderlich sein.

 

München, 31. Mai 2024

Dr. Holger von Daniels, Geschäftsführer

Alexander Diepold, Geschäftsführer

Dr. Sebastian Hauptmann, Geschäftsführer

Joachim Lauterbach, Geschäftsführer

Karsten Ötschmann, Geschäftsführer

Dennis Zentgraf, Geschäftsführer

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Inhalt

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

Konzernanhang

1 Allgemeine Angaben

2 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4 Erläuterungen der Posten der Bilanz

5 Erläuterung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

6 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

7 Weitere Angaben

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.23
TEUR
31.12.22
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte 14.535 17.753
2. Auftragsbestände und Markennamen 3.805 13.866
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 396.962 327.546
415.302 359.165
II. Sachanlagen
1. Geschäftsausstattung 9.281 6.459
2. geleistete Anzahlungen 39 3
9.320 6.462
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.142 2.008
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 233 237
3. sonstige Ausleihungen 575 562
1.950 2.807
426.572 368.434
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 11.849 14.786
2. fertige Erzeugnisse und Waren 203 25
3. geleistete Anzahlungen 56 42
12.108 14.853
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 102.480 73.924
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.485 8.902
3. sonstige Vermögensgegenstände 14.403 11.329
121.368 94.155
III. sonstige Wertpapiere 0 1.742
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 32.950 41.049
166.426 151.799
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.780 3.980
D. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 40.208 0
Bilanzsumme 638.986 524.213

Passiva

31.12.23
TEUR
31.12.22
TEUR
A. Eigenkapital
I. gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklage 152.694 112.021
III. Nicht beherrschende Anteile 12.540 3.889
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.632 234
V. Konzernbilanzverlust, soweit durch Eigenkapital gedeckt Konzernbilanzverlust insgesamt TEUR 206.099 davon nicht durch Eigenkapital gedeckt TEUR 40.208 -165.891 -112.426
0 3.743
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 102 192
2. Steuerrückstellungen 4.641 7.233
3. sonstige Rückstellungen 72.282 81.460
77.025 88.885
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 56.134 23.819
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.844 19.146
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.286 16.487
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 103.111 109.256
5. Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Kreditgebern 309.058 225.675
6. sonstige Verbindlichkeiten 47.435 23.296
551.868 417.679
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.230 4.834
E. Passive latente Steuern 4.863 9.072
Bilanzsumme 638.986 524.213

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
TEUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 511.469 339.432
2. Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -6.548 956
3. Gesamtleistung 504.921 340.388
4. sonstige betriebliche Erträge 7.202 4.603
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -13.678 -7.499
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -77.402 -52.437
-91.080 -59.936
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -265.363 -181.821
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -41.479 -28.945
-306.842 -210.766
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen, soweit nicht in den Nr. 7b und 7c enthalten -4.253 -2.809
b) auf im Rahmen von Erstkonsolidierungen erworbene immaterielle Vermögensgegenstände -21.160 -14.366
c) auf die Geschäfts- oder Firmenwerte -61.091 -33.229
-86.504 -50.404
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -73.134 -50.235
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.814 162
10. Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen -866 131
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -48.113 -19.282
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -467 -1.352
13. Ergebnis nach Steuern -93.069 -46.691
14. sonstige Steuern 118 100
15. Konzernjahresfehlbetrag -93.187 -46.791
16. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn/Verlust 486 138
17. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -112.426 -65.497
18. Konzernbilanzverlust -206.099 -112.426

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 |
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag -93.187
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 86.504
Zunahme/Abnahme (-) der Rückstellungen 1.080
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen -5
Zunahme (-)/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -9.476
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.594
Gewinn (-)/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -5
Zinsaufwendungen/Zinserträge (-) 46.299
sonstige Beteiligungserträge 866
Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung (+) 18.355
Ertragsteueraufwand/-ertrag (-) 467
Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung -13.422
Ertragsteuerzahlungen (-) -12.442
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 20.419
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -941
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.200
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -9
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis und aus dem Erwerb von Geschäftsbetrieben -126.808
Einzahlungen aus der Veräußerung von Anteilen an andere Gesellschafter 1.008
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 1.957
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -4.339
Einzahlungen/Auszahlungen an Gesellschafter im Rahmen des Cashpooling 8.755
erhaltene Zinsen 281
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -125.296
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 40.672
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 99.500
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten von Gesellschaftern 22
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -281
Gezahlte Zinsen -37.122
Gezahlte Kreditprovisionen und Einmalentgelte -7.865
Auszahlungen von Dividenden an andere Gesellschafter -1.894
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 93.032
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -11.845
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 249
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 32.853
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 21.257
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 2023 |
TEUR
Liquide Mittel 32.950
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Banken -11.693
21.257

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Stand am 01.01.2023 25 112.021 234
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Gewinnausschüttungen an Minderheiten 0 0 0
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 0 40.672 0
Währungsumrechnung 0 0 1.398
Konzernjahresfehlbetrag 0 0 0
Umgliederung in den Aktivposten D. "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0 0 0
Stand am 31.12.2023 25 152.694 1.632
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernbilanzverlust, soweit durch Eigenkapital gedeckt
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 01.01.2023 -112.426 -146
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0
Gewinnausschüttungen an Minderheiten 0 0
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 0 40.672
Währungsumrechnung 0 1.398
Konzernjahresfehlbetrag -93.673 -93.673
Umgliederung in den Aktivposten D. "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 40.208 40.208
Stand am 31.12.2023 -165.891 -11.540
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Konzernergebnis
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Währungsumrechnung
TEUR
Summe
TEUR
Stand am 01.01.2023 2.137 1.752 0 3.889
Änderungen des Konsolidierungskreises 9.081 0 0 9.081
Gewinnausschüttungen an Minderheiten -1.894 0 0 -1.894
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 -10 -10
Konzernjahresfehlbetrag 0 486 -12 474
Umgliederung in den Aktivposten D. "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0 0 0 0
Stand am 31.12.2023 9.324 2.238 -22 11.540
Konzerneigenkapital
TEUR
Stand am 01.01.2023 3.743
Änderungen des Konsolidierungskreises 9.081
Gewinnausschüttungen an Minderheiten -1.894
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 40.672
Währungsumrechnung 1.388
Konzernjahresfehlbetrag -93.199
Umgliederung in den Aktivposten D. "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 40.208
Stand am 31.12.2023 0

Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapital per 31.12.2023 *:

● davon zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung stehend: 0
● davon gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegend: 0
● davon gemäß Satzung einer Ausschüttungssperre unterliegend: 0

* diese Angaben beziehen sich auf das Mutterunternehmen, die valantic GmbH

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

1 Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens

Die valantic GmbH hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Registernummer HRB 246035 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die valantic GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Konzernabschluss der valantic GmbH wird nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Geschäftsführung hat die Auswirkungen von Ereignissen nach dem Abschlussstichtag auf den Konzern und die valantic GmbH bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung überwacht. Wertaufhellende Ereignisse sind in diesem Abschluss berücksichtigt worden. Auf wesentliche neue (wertbegründende) Ereignisse gehen wir im Nachtragsbericht ein. Bezüglich zukünftiger Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht des Lageberichts.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Zur Vergrößerung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung werden Davon-Vermerke sowie Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- oder Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, weitestgehend im Konzernanhang gemacht.

Angaben zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahresabschluss nicht ohne weiteres gegeben. Die Vergleichbarkeit wird daher durch zusätzliche Angaben im Anhang hergestellt. So werden die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Folgenden einzeln aufgeführt. Die Auswirkungen der Änderungen zu den wesentlichen Posten der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-GuV sind wie folgt:

Veränderung wesentlicher GuV-Positionen aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis in 2023

TEUR
Umsatzerlöse 52.264
Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -1.218
sonstige betriebliche Erträge 522
Materialaufwand -13.304
Personalaufwand -29.252
Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.411
EBITDA 2.601

Anstieg wesentlicher Aktiva und Passiva aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis in 2023

TEUR
Vorräte 1.859
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 22.442
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 8.518
Rückstellungen 5.720
Verbindlichkeiten 54.199

2 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die valantic GmbH und die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, auf die die valantic GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Ein Unternehmen, auf dessen Geschäfts- und Finanzpolitik mittelbar ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, ist als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023

Nr. Gesellschaft Sitz Anteile am Kapital
in %
Währung Erstkonsolidierung Inanspruchnahme der Befreiungs- vorschrift des §264 (3) HGB im Berichtsjahr
1. valantic GmbH München (DE) EUR
Unmittelbare Beteiligungen der valantic GmbH
2. valantic Telco Solutions & Services GmbH Siegburg (DE) 100% EUR 31.03.19 x
3. valantic Transaction Solutions GmbH Magdeburg (DE) 100% EUR 31.03.19 x
4. valantic Business Analytics GmbH Hamburg (DE) 100% EUR 31.03.19 x
5. valantic Supply Chain Excellence GmbH München (DE) 100% EUR 31.03.19 x
6. valantic ERP Consulting GmbH Langenfeld (DE) 100% EUR 31.03.19 x
7. valantic Management Consulting GmbH (vormals: INTARGIA Managementberatung GmbH) Dreieich (DE) 100% EUR 31.03.19 x
8. elemantic GmbH Salzburg (AT) 100% EUR 31.03.19
9. valantic CEC Deutschland GmbH Mannheim (DE) 100% EUR 31.03.19 x
10. valantic CEC Schweiz AG St. Gallen (CH) 100% CHF 31.03.19
11. valantic .more AT GmbH Wien (AT) 100% EUR 31.03.19
12. valantic people GmbH Fürth (DE) 100% EUR 30.06.19 x
13. valantic Enterprise Solutions GmbH Hamburg (DE) 100% EUR 31.12.20 x
14. valantic Business, Technology & Transformation GmbH Dornbirn (AT) 100% EUR 30.06.21
15. valantic Digital Finance GmbH (vormals: verovis GmbH) München (DE) 100% EUR 30.06.21 x
16. wdp GmbH Köln (DE) 100% EUR 31.07.21 x
17. Innovative Solutions in Media (ISM) B.V. Rotterdam (NL) 92% EUR 31.07.21
18. valantic Software & Technology Innovations GmbH Eschborn (DE) 100% EUR 30.09.21 x
19. valantic consulting India Pvt Ltd Bengaluru (IN) 100% INR 26.10.21
20. valantic DXA GmbH (vormals: DGTLS GmbH) München (DE) 100% EUR 31.12.21 x
21. valantic Business Technology Lda. (vormals VAR3F - Consultoria Informática e Sistemas, Lda.) Porto (PT) 75% EUR 31.12.21
22. valantic BE BV Mortsel (BE) 100% EUR 31.03.22
23. mm1 Consulting GmbH Stuttgart (DE) 100% EUR 30.09.22 x
24. DOITLEAN S.A. Leiria (PT) 80% EUR 31.12.22
25. valantic ACE GmbH Frankfurt am Main (DE) 100% EUR 01.01.23 x
26. VALANTIC CME AD Sofia (BG) 65% BGN 31.03.23
27. Orianda Solutions AG Trägerwilen (CH) 100% CHF 31.03.23
28. Höveler Holzmann Consulting GmbH Düsseldorf (DE) 100% EUR 30.06.23 x
29. Valantic DK ApS Lystrup (DK) 100% DKK 20.07.23
30. SAPTOOLS CONSULTING S.L. Barcelona (ES) 51% EUR 31.08.23
Mittelbare Beteiligungen über beherrschte Tochterunternehmen
31. valantic Financial Services GmbH Frankfurt am Main (DE) 100% EUR 31.03.19 x
32. valantic Business Analytics Swiss AG Zürich (CH) 100% CHF 31.03.19
33. netz98 GmbH Mainz (DE) 100% EUR 31.12.19 x
34. elements.at New Media Solutions GmbH Salzburg (AT) 100% EUR 31.03.19
35. Punkt und Komma GmbH Salzburg (AT) 100% EUR 31.03.19
36. valantic Digital Marketing & CRM GmbH Langenfeld (DE) 75% EUR 31.12.19
37. Nexus United Srl Iasi (RO) 97% RON 31.12.19
38. valantic Romania Srl Iasi (RO) 90% RON 31.12.20
39. "pro Task" Consulting GmbH Ulm (DE) 100% EUR 30.06.21
40. Guilty People B.V. Rotterdam (NL) 92% EUR 31.07.21
41. ISM UA LLC Zhytomyr (UA) 92% UAH 31.07.21
42. 2SA, Lda. Porto (PT) 75% EUR 31.12.21
43. valantic CX SRL Cluj-Napoca (RO) 76% RON 31.10.21
44. valantic LT UAB Vilnius (LT) 100% EUR 20.12.21
45. C-Clear Partners BV Mortsel (BE) 100% EUR 31.03.22
46. Atom Ideas BV Mortsel (BE) 100% EUR 31.03.22
47. mm1 Technology GmbH Wildberg (DE) 100% EUR 30.09.22
48. mm1 Schweiz AG Zürich (CH) 100% CHF 30.09.22
49. mm1 Austria GmbH Wien (AT) 100% EUR 30.09.22
50. DOITLEAN Inc. Austin, Texas (US) 64% USD 31.12.22
51. Doitlean India Private Limited Bhopal (IN) 80% INR 31.12.22
52. Doitlean Malaysia Sdn Bhd Kuala Lumpur (MY) 80% MYR 31.12.22
53. VALANTIC CME INDIA PRIVATE LIMITED Pune (IN) 65% INR 31.03.23
54. VALANTIC CME D.O.O. Belgrad (RS) 65% RSD 31.03.23
55. Inspari HoldCo ApS Lystrup (DK) 82% DKK 26.07.23
56. Inspari Finans ApS Lystrup (DK) 82% DKK 31.08.23
57. INSPARI BE HOLDING APS Lystrup (DK) 82% DKK 31.08.23
58. Inspari A/S Lystrup (DK) 82% DKK 31.08.23
59. Ambiant Group ApS Lyngby (DK) 82% DKK 31.08.23
60. STOOLS Global Services S.L.U Madrid (ES) 51% EUR 31.08.23
61. STOOLS SERVICES FR SAS Paris (FR) 51% EUR 31.08.23
Assoziierte Unternehmen (at equity konsolidiert)
62. pimcore GmbH Salzburg (AT) 15% EUR 31.03.19

Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich folgende wesentliche Änderungen im Konsolidierungskreis:

Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der valantic ACE GmbH (vormals: SIEGER Consulting GmbH), Frankfurt am Main, deren Erstkonsolidierung auf den 1. Januar 2023 vorgenommen wurde.

Erwerb sämtlicher Aktien der Orianda Solutions AG, Trägerwilen (CH). Die Erstkonsolidierung wurde auf den 31. März 2023 vorgenommen.

Erwerb von 65% der Geschäftsanteile der VALANTIC CME AD (vormals: AIOPSGroup AD), Sofia (BG). Die VALANTIC CME AD hält 100% der Geschäftsanteile der VALANTIC CME D.O.O. (vormals: AIOPSGROUP D.O.O.), Belgrad (RS), und der VALANTIC CME INDIA PRIVATE LIMITED (vormals: AIOPSGROUP COMMERCE INDIA PRIVATE LIMITED), Pune (IN). Die Erstkonsolidierungen der Gesellschaften wurden auf den 31. März 2023 vorgenommen.

Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der Höveler Holzmann Consulting GmbH, Düsseldorf, deren Erstkonsolidierung auf den 30. Juni 2023 vorgenommen wurde.

Erwerb von 51,01% der Geschäftsanteile der SAPTOOLS CONSULTING S.L., Barcelona (ES). Die SAPTOOLS CONSULTING S.L. hält 100% der Geschäftsanteile der STOOLS Global Services S.L.U, Madrid (ES), und der STOOLS SERVICES FR SAS, Paris (FR). Die Erstkonsolidierungen der Gesellschaften erfolgten auf den 31. August 2023.

Gründung der valantic DK ApS, Lystrup (DK), durch die valantic GmbH. Die Erstkonsolidierung erfolgte mit der Gründung am 20. Juli 2023.

Gründung der Inspari HoldCo ApS, Lystrup (DK), durch die valantic DK ApS. Die Erstkonsolidierung wurde ebenfalls auf den Tag der Gründung (20. Juli 2023) vorgenommen.

Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der Inspari Finans ApS, Lystrup (DK), und 50,1% der Anteile an der INSPARI BE HOLDING APS, Lystrup (DK), durch die Inspari HoldCo ApS. Die Inspari Finans ApS hält 49,9% der Anteile an der INSPARI BE HOLDING APS, so dass mittelbar sämtliche Anteile an dieser Gesellschaft erworben wurden. Die INSPARI BE HOLDING APS hält sämtliche Anteile an der Inspari A/S, Lystrup (DK), die wiederum sämtliche Anteile an der Ambiant Group ApS, Lyngby (DK), hält. Die Erstkonsolidierungen wurden auf den 31. August 2023 vorgenommen.

Durchführung von Kapitalerhöhungen bei der Inspari HoldCo ApS, an der ausschließlich andere Gesellschafter partizipierten und die mit 17,9% am Kapital der Gesellschaft beteiligt wurden (nicht beherrschende Anteile). Die Kapitalerhöhungen erfolgten zum 31. August 2023 bzw. zum 23. Oktober 2023.

Konsolidierungsmethoden und Equity-Bewertung

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind grundsätzlich auf den Stichtag des Mutterunternehmens (31.12.2023) aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung) wird nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) vorgenommen. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, verrechnet.

Die Anschaffungskosten umfassen neben dem Erstkaufpreis auch variable Kaufpreisbestandteile, welche an die Erreichung zukünftiger Ergebnis- bzw. Umsatzziele gekoppelt sind. Die Höhe dieser variablen Kaufpreisbestandteile wird zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Basis von Wahrscheinlichkeitsannahmen bewertet. Darüber hinaus umfassen die Anschaffungskosten sämtliche Kosten, die im direkten Zusammenhang mit dem Anteilserwerb stehen. Akquisitionskosten werden im Aufwand gebucht, sofern sie keine Anschaffungsnebenkosten darstellen. Bei der Neubewertung des Eigenkapitals werden die gesetzlichen Vorschriften sowie die bei der valantic GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Ein positiver Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert.

Für Anteile von Minderheitsgesellschaftern an Tochterunternehmen wird im Konzerneigenkapital ein Ausgleichsposten unter der Bezeichnung "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

Die Auf- oder Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen wird jeweils als Erwerbsvorgang abgebildet.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Wesentliche Zwischenergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Nach der Equity-Methode werden entsprechend § 312 HGB die Beteiligungen anfangs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und der Buchwert danach um die dem Konzern anteilig zurechenbaren Eigenkapitalveränderungen des assoziierten Unternehmens korrigiert. Auf die Beteiligung entfallende Gewinnausschüttungen werden abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert in der Konzernbilanz und dem anteiligen Eigenkapital wird im Konzernabschluss fortgeführt. Ein darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert wird über 10 Jahre verteilt. Der Unterschiedsbetrag wird zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist.

Soweit einschlägig, erfolgt bei Asset Deals und vermögensübertragenden Umwandlungen im Konzernabschluss eine analoge Anwendung der Grundsätze des DRS 23.

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit den monatlichen Durchschnittskursen. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird ergebnisneutral im Eigenkapital im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die geringen Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam erfasst. Im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung werden vereinfachend keine Umrechnungsdifferenzen ermittelt.

3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Entgeltlich von Dritten erworbene Software wird zu Anschaffungskosten aktiviert. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Software wird mit ihrem Zeitwert im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt. Die Abschreibung erfolgt jeweils über die betriebsübliche Nutzungsdauer von 3 bis 7 Jahren.

Auftragsbestände, Markennamen und sonstige Werte, die im Rahmen von Unternehmenserwerben zugegangen sind, werden mit ihrem Zeitwert zum Stichtag der Erstkonsolidierung bewertet. Sie werden über ihre betriebsübliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Marken sind dies 5 Jahre, für Auftragsbestände 1 bis 5,75 Jahre.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Tochterunternehmen, wie unter "Kapitalkonsolidierung" beschrieben, werden planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Sie werden den erworbenen Unternehmen bzw. Sparten zugeordnet.

Die Nutzungsdauer wird mit 10 Jahren geschätzt, da die erworbenen Gesellschaften eine überdurchschnittliche Markt- und Wettbewerbsposition besitzen. Durch die Implementierung ihrer Produkte bei Kunden mit langfristigen oder sich in der Regel jährlich verlängernden Serviceverträgen besteht eine hohe Sicherheit zur Realisierung des ökonomischen Nutzens. Darüber hinaus haben die erworbenen Gruppengesellschaften durch ihre Positionierung in Themengebieten mit stetig steigenden Anforderungen, wie z.B. der Banken-Regulatorik oder der Dokumentations- und Auskunftspflicht in der Telekommunikationsindustrie, eine sehr gute Marktpositionierung. Die langjährige Betriebszugehörigkeit von Schlüsselmitarbeitern und Kompetenzträgern ist ebenfalls ein Grund für die gewählte Abschreibungsdauer.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb von Geschäftsbetrieben im Rahmen von Asset Deals resultieren und bei denen die Übernahme von Mitarbeitern und Kompetenzen (Teams) im Vordergrund standen, werden über eine kürzere Nutzungsdauer von 4 bis 5 Jahren abgeschrieben, wenn dies der Zeit entspricht, über die die valantic GmbH voraussichtlich von den übernommenen Teams profitieren kann.

Immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben, im Zugangsjahr zeitanteilig. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei entsprechenden Anzeichen gesondert auf außerplanmäßigen Wertminderungsbedarf hin überprüft. Soweit notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, soweit sie abnutzbar sind, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei Sachanlagen mit zeitlich begrenzter Nutzung werden lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren für Geschäftsausstattung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von weniger als EUR 1.000 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Soweit notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Diese Unternehmen werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Sofern ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital besteht, der nicht einer bestimmten Kategorie von Aktiva oder Passiva zugerechnet werden kann, wird dieser grundsätzlich abgeschrieben. Der auf die gehaltenen Anteile entfallende Anteil des Ergebnisses der Beteiligung wird in der Folge in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Auf die Anpassung etwaiger vom Konzernabschluss der valantic GmbH abweichender Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschluss der assoziierten Unternehmen wird verzichtet.

Vorräte

In Arbeit befindlichen Aufträge werden als unfertige Leistungen bilanziert. Erst mit der Übertragung des Risikos auf den Kunden wird der Umsatzerlös gebucht und der Gewinn realisiert. Für abgrenzbare Teilprojekte kann der Umsatzerlös auch früher mit Teilabnahme gebucht werden, wenn kein Gesamtfunktionsrisiko übernommen wird. Die unfertigen Leistungen sind mit einem auf Basis der handelsrechtlichen Herstellungskosten ermittelten Stundensatz bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten auch angemessene Anteile an den allgemeinen Verwaltungskosten. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird durch eine am Projekterlös orientierte retrograde Bewertung sichergestellt.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalbeträgen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Sonstige Wertpapiere

Sonstige Wertpapiere sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

Flüssige Mittel

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert. Guthaben in fremder Währung werden mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages umgerechnet.

Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Dieser Posten enthält den Bilanzverlust, soweit dieser die sonstigen Posten des Eigenkapitals übersteigt. Somit kommt es zu einem Überschuss der Passivposten über die Aktivposten und einem gesonderten Ausweis dieses Postens am Schluss der Bilanz auf der Aktivseite. Auf die Ursachen hierfür wird im Lagebericht eingegangen.

Eigenkapital

Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital des Mutterunternehmens zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalrücklage enthält sonstige Zuzahlungen der Gesellschafterin.

Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen

Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen kommt als versicherungsmathematisches Verfahren das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G zur Anwendung. Aufgrund der Regelung in § 253 Abs. 1 HGB (Ansatz von Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag) werden bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Pensionsrückstellungen jährlich erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen von 2,3 Prozent p. a. bzw. 2,35 Prozent p. a. angesetzt. Als Diskontierungssatz wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet (1,82 Prozent).

Soweit Pensionsverpflichtungen rückgedeckt sind, erfolgt die Bewertung nach dem Aktivprimat mit dem Buchwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs.

Ein Bestand an Altersversorgungszusagen, dessen Höhe sich ausschließlich nach dem Wert der Rückdeckungsversicherungen bestimmt, wird mit dem beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) der Rückdeckungsversicherungen bewertet.

Das Deckungsvermögen enthält verpfändete Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen, die mit dem von der Versicherung mitgeteilten Aktivwert angesetzt sind, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Das Deckungsvermögen wird mit dem Bestand an Pensionsverpflichtungen saldiert, zu dessen Erfüllung es gebildet wurde. Die verbleibenden Überhänge werden in den Rückstellungen für Pensionen gezeigt. Die Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Ergebniswirkungen aus Aufzinsungen und Änderungen des Rechnungszinses im Finanzergebnis saldiert.

Steuerrückstellungen

Rückstellungen für laufende Steuern werden für die nach den lokalen Steuergesetzen berechneten Verpflichtungen für abgelaufene Geschäftsjahre gebildet. Steuervorauszahlungen werden bei der Berechnung der Rückstellung berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Mit ihnen werden Verpflichtungen abgedeckt, die dem Grunde nach erkennbar, aber hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts unbestimmt sind. Sofern die Restlaufzeit von Rückstellungen über einem Jahr liegt, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen bewertet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Bilanzansätzen angesetzt. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde für die im Geschäftsjahr erstkonsolidierten Gesellschaften mit Sitz im Ausland ein Steuersatz von 10% (Bulgarien), 12,5% (Schweiz) bzw. 22% (Dänemark) verwendet. In allen anderen Fällen erfolgte die Bewertung mit einem Durchschnittssteuersatz von 30,0%.

Fremdwährungsumrechnung

Das Mutterunternehmen sowie die meisten der einbezogenen Tochterunternehmen führen ihre Bücher und Aufzeichnungen in Euro. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden bei Zugang mit den Kursen am Transaktionstag eingebucht und zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet und die entstehenden Kursdifferenzen in den Erträgen und Aufwendungen abgebildet. Für Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wird bei der Währungsumrechnung die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. nicht über den Anschaffungskosten sichergestellt.

Derivative Finanzinstrumente

Prämien für Zinsbegrenzungsvereinbarungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert und in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Auflösung der Prämien erfolgt pro rata temporis linear über die Laufzeit der Vereinbarung. Der Aufwand aus der Auflösung wird unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus Ausgleichszahlungen aus Zinsbegrenzungsvereinbarungen werden unter den Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Bilanzielle Bewertungseinheiten werden nicht gebildet.

4 Erläuterungen der Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen sind im folgenden Anlagespiegel dargestellt:

Immaterielle Anlagewerte Entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte
TEUR
Auftragsbestände und Markennamen
TEUR
Geschäfts- oder Firmenwerte
TEUR
Bruttowert zum 01.01.2023 37.256 43.893 410.424
Zugänge zum Konsolidierungskreis 1.308 6.188 132.178
Zugänge 902 0 3.692
Abgänge 432 22.296 6.490
Währungsdifferenzen -8 157 1.169
Umgliederungen -18 0 0
Bruttowert zum 31.12.2023 39.007 27.941 540.973
Kumulierte Wertberichtigungen am 01.01.2023 19.503 30.027 82.879
Zugänge zum Konsolidierungskreis 69 0 0
Zugänge 5.325 16.329 61.090
Abgänge 418 22.296 0
Währungsdifferenzen 6 76 42
Umgliederungen -12 0 0
Kumulierte Wertberichtigungen am 31.12.2023 24.473 24.136 144.011
Nettowert am 31.12.2023 14.535 3.805 396.962
Nettowert am 31.12.2022 17.753 13.866 327.546
Sachanlagen Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen
Bruttowert zum 01.01.2023 18.374 3
Zugänge zum Konsolidierungskreis 3.465 0
Zugänge 5.225 36
Abgänge 1.452 0
Währungsdifferenzen 75 0
Umgliederungen 18 0
Bruttowert zum 31.12.2023 25.705 39
Kumulierte Wertberichtigungen am 01.01.2023 11.915 0
Zugänge zum Konsolidierungskreis 2.050 0
Zugänge 3.759 0
Abgänge 1.381 0
Währungsdifferenzen 68 0
Umgliederungen 12 0
Kumulierte Wertberichtigungen am 31.12.2023 16.425 0
Nettowert am 31.12.2023 9.281 39
Nettowert am 31.12.2022 6.459 3
Finanzanlagen Anteile an assoziierten Unternehmen
TEUR
Wertpapiere des Anlagevermögens
TEUR
Sonstige Ausleihungen
TEUR
Bruttowert zum 01.01.2023 2.008 237 562
Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 215 0
Zugänge 0 4 19
Abgänge 866 222 6
Bruttowert zum 31.12.2023 1.142 233 575
Kumulierte Wertberichtigungen am 01.01.2023 0 0 0
Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Kumulierte Wertberichtigungen am 31.12.2023 0 0 0
Nettowert am 31.12.2023 1.142 233 575
Nettowert am 31.12.2022 2.008 237 562

Der Abgang der Anteile an assoziierten Unternehmen von TEUR 866 (VJ: Zugang TEUR 131) beinhalten Ergebnisanteile aus der Fortschreibung des Equity-Wertansatzes von TEUR 642 (VJ: TEUR 169).

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Zugänge zu den Geschäfts- oder Firmenwerten entfallen mit (TEUR 132.178; VJ: TEUR 103.412) auf die Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften und mit TEUR 3.692 (VJ: TEUR 365) auf höhere Erwartungen bezüglich nachgelagerten Kaufpreisbestandteilen. Der Abgang von den Geschäfts- oder Firmenwerten betrifft reduzierte Erwartungen hinsichtlich der Verpflichtungen aus nachgelagerten Kaufpreisbestandteilen.

Von den Geschäfts- oder Firmenwerten per 31.12.2023 sind TEUR 378.226 (VJ: TEUR: 306.804) im Rahmen der Kapitalkonsolidierung (Share Deal) und TEUR 18.736 (VJ: TEUR 20.742) aus Erwerben von Geschäftsbetrieben (Asset Deal) entstanden.

Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Pimcore GmbH wird nach der kapitalmäßigen Beteiligung am Nennkapital bestimmt. Abweichend vom Gewinnbezugsrecht besteht ein Erlösvorzug in Bezug auf den Liquidationserlös. Der Unterschiedsbetrag entspricht dem vergüteten Firmenwert und beträgt per 31. Dezember 2023 TEUR 1.176 (VJ: EUR 1.400). Auf Anpassungen an einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde im Rahmen der Equity-Bilanzierung verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 529 (VJ: TEUR 612) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Gesellschafterin und betreffen sonstige Vermögensgegenstände.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Zinsbegrenzungsvereinbarungen von TEUR 3.299 (VJ: TEUR 2.914), Forderungen aus deutscher Gewerbe- und Körperschaftsteuer, vorwiegend aus Vorauszahlungen in 2023, von TEUR 4.172 (VJ: TEUR 1.611) enthalten. Daneben werden hier debitorische Kreditoren, Kautionen und im Folgejahr abziehbare Vorsteuer bilanziert. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 4.046 (VJ: TEUR 3.008) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen von TEUR 667 (VJ: TEUR 492) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. Der Bilanzverlust beträgt insgesamt TEUR 206.099; davon entfallen TEUR 112.426 auf den Verlustvortrag. Vom Bilanzverlust sind TEUR 40.208 nicht durch Eigenkapital gedeckt und werden unter Aktiva D. gezeigt.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen belaufen sich auf TEUR 102 (VJ: TEUR 192). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 558 (VJ: TEUR 1.042). Das mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete mit den Pensionsrückstellungen verrechnete Deckungsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 457 (VJ: TEUR 899). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Zu verrechnende Erträge aus Deckungsvermögen sind nicht angefallen.

Bei den Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 6 (VJ: TEUR 34).

Unter den sonstigen Rückstellungen (TEUR 72.282; VJ: TEUR 81.460) sind im Wesentlichen Personalrückstellungen, Rückstellungen für Urlaub und Überstunden, Rückstellungen für variable Kaufpreisbestandteile, Rückstellungen für Gewährleistungen, Jahresabschlusskosten und ausstehende Rechnungen bilanziert.

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Gesamt- davon mit einer Restlauzeit
betrag 31.12.2023 (31.12.2022)
TEUR
von bis zu einem Jahr
TEUR
von einem bis fünf Jahren
TEUR
von mehr als fünf Jahren
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 56.134 15.012 6.122 35.000
(Vorjahr) (23.819) (8.609) (210) (15.000)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.844 13.844 0 0
(Vorjahr) (19.146) (19.136) (10) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.286 22.286 0 0
(Vorjahr) (16.487) (16.487) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 103.111 0 103.111 0
(Vorjahr) (109.256) (0) (109.256) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Kreditgebern 309.058 4.290 0 304.768
(Vorjahr) (225.675) (407) (0) (225.268)
sonstige Verbindlichkeiten 47.435 47.410 25 0
(Vorjahr) (23.296) (23.293) (3) (0)
Gesamt 551.868 102.842 109.258 339.768
(Vorjahr) (417.679) (67.932) (109.479) (240.268)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 11.693 (VJ: TEUR 8.196) in Anspruch genommene Kontokorrentlinien.

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen in Arbeit befindliche Aufträge.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (zugleich Gesellschafter) in Höhe von TEUR 103.111 (VJ: TEUR 109.256) beziehen sich zu einem Großteil (TEUR 98.328; VJ: TEUR 98.306) auf Darlehen, welche zusätzlich zu den Darlehen gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern im Rahmen des Erwerbs der einzelnen operativen Einheiten aufgenommen wurden. Diese sind erstmals wieder zum 27. März 2025 kündbar und verlängern sich jeweils um 1 Jahr. Die Darlehen sind mit einem Rangrücktritt versehen und werden endfällig mit einem Zinssatz von 6% p.a. verzinst. Es handelt sich bei den Verbindlichkeiten um sonstige Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Kreditgebern betreffen Darlehen eines DebtFund, welche ebenfalls für die Finanzierung des Erwerbs der valantic GmbH im Jahr 2019 sowie der Zukäufe in den Folgejahren aufgenommen wurden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuern in Höhe von TEUR 14.886 (VJ: TEUR 12.074) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2.014 (VJ: TEUR 1.659). Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern und sozialer Sicherheit haben wie im Vorjahr ausnahmslos eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Weiterhin werden hier auch der Höhe nach feststehende Kaufpreiszahlungen für Erwerbe von Unternehmen bilanziert.

Sicherheiten für Verbindlichkeiten

Für die bei dem DebtFund aufgenommenen Darlehen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden die folgenden wesentlichen Sicherheiten bestellt:

Anteilsverpfändung der Anteile an den wesentlichen Tochterunternehmen

Globalzession der Forderungen, Ansprüche und Rechte (einschließlich solcher aus Lieferungen und Leistungen und Versicherungen, Darlehen sowie Unternehmensverträgen) der wesentlichen Tochterunternehmen,

Verpfändung der Guthabenkonten bei Banken der wesentlichen Tochtergesellschaften

Verpfändung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen eines Tochtergesellschaften

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen aus den im Rahmen der Erstkonsolidierungen vorgenommenen Neubewertungen der immateriellen Vermögensgegenstände sowie aus der Zwischengewinneliminierung.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der latenten Steuern
(in TEUR)
Buchwert zum 01.01.2023 (unsaldiert) Zugänge aus Erstkon- soli- dierung Sonstige Veränderungen im Geschäftsjahr Saldierung aktiver und passiver latenten Steuern Buchwert zum 31.12.2023 (saldiert)
Aktive latente Steuern 213 182 -395 0 0
Passive latente Steuern 9.285 1.417 -5.839 0 4.863

Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente

Zur wirtschaftlichen Absicherung von Zinsänderungsrisiken wurde eine Zinsbegrenzungsvereinbarungen abgeschlossen. Die Cap-Prämien werden in den sonstigen Vermögensgegenständen mit einem Buchwert von TEUR 3.299 ausgewiesenen. Der beizulegende Zeitwert der Zinsbegrenzungsvereinbarungen entspricht dem Marktwert und beträgt TEUR 3.299, der abgesicherte Nominalwert TEUR 310.000. Die Marktwerte wurden auf Basis bankinterner Modelle ermittelt, die auf dem Black & Scholes-Modell basieren.

5 Erläuterung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:

2023 2022
Land TEUR % TEUR %
Deutschland 317.138 62% 227.989 67%
Schweiz 53.969 11% 32.308 10%
Österreich 29.473 6% 25.594 8%
USA 19.789 4% 2.458 1%
Portugal 14.176 3% 5.616 2%
Niederlande 11.315 2% 12.537 4%
Dänemark 9.705 2% 355 0%
Belgien 8.937 2% 8.065 2%
Vereinigtes Königreich 4.257 1% 5.556 2%
Luxemburg 6.101 1% 5.859 2%
Tschechien 4.940 1% 3.612 1%
Sonstige 31.669 5% 17.577 3%
Gesamt 511.469 100% 339.432 100%
2023 2022
Division TEUR % TEUR %
Customer Experience 139.785 27% 118.812 35%
SAP Services 131.444 26% 81.813 24%
Digital Strategy & Analytics 126.270 25% 63.270 19%
Smart Industries 75.496 15% 36.570 11%
Financial Service Automation 38.474 8% 38.966 11%
Gesamt 511.469 100% 339.432 100%

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen verrechnete Sachbezüge und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 317 (VJ: TEUR 207), die periodenfremden Erträge inklusive Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1.370 (VJ: TEUR 623).

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 2.562 (VJ: TEUR 1.311). Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 9.135 (VJ: TEUR 7.252) resultieren aus Sonderboni, die in Zusammenhang mit Transaktionen gewährt wurden. Diese Aufwendungen sind außergewöhnlich i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB.

Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von TEUR 12.400 (VJ: TEUR 0). Diese sind von außergewöhnlicher Größenordnung.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Kosten für Miete, Reisen, KfZ, Marketing, IT und Lizenzen enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 408 (VJ: TEUR 214) und Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 963 (VJ: TEUR 276). Wesentliche außergewöhnliche Aufwendungen i.S.v. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB betreffen im Geschäftsjahr mit TEUR 3.590 (VJ: TEUR 3.070) Aufwendungen für erfolgte Akquisitionen, welche nicht als Anschaffungskosten aktiviert wurden bzw. für geprüfte, aber nicht durchgeführte Akquisitionen und mit TEUR 4.975 (TEUR 1.866) Aufwendungen für Strategieberatung, Produkte und einmalige Integrationskosten.

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen TEUR 113 (VJ: 119) auf verbundene Unternehmen.

Das Ergebnis nach der Equity Methode enthält Aufwand aus der Auflösung des Unterschiedsbetrages in Höhe von TEUR 224 (VJ: TEUR 224). Das Jahresergebnis des assoziierten Unternehmens für das Geschäftsjahr des Konzerns wurde auf der Basis von vorläufigen Zahlen des assoziierten Unternehmens und nach Kürzung von Ertragsteuern berücksichtigt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen stammen mit TEUR 5.901 (VJ: TEUR 5.898) aus Darlehen von verbundenen Unternehmen, die zugleich Gesellschafter sind. Weitere Zinsen und ähnliche Aufwendungen von TEUR 37.810 (VJ: TEUR 13.277) resultieren aus Bank- bzw. sonstigen Darlehen, wovon TEUR 7.865 (VJ: TEUR 2.482) auf einmalige Bankgebühren und -provisionen entfallen und außergewöhnliche Aufwendungen darstellen. Aus der Abzinsung von Rückstellungen resultiert Aufwand von TEUR 233 (VJ: TEUR 101) und aus der Auflösung von Zinsbegrenzungsvereinbarungen ein Aufwand von TEUR 4.082 (VJ: TEUR 1), wovon TEUR 2.238 (VJ TEUR 0) auf außerplanmäßige Auflösungen entfallen (außergewöhnliche Aufwendungen).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ohne latente Steuern betragen TEUR 6.222 (VJ: TEUR 5.663). Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ist ein Ertrag in Höhe von TEUR 5.755 (VJ: TEUR 4.311) entstanden.

6 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme entsprechend dem DRS 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.

Die gezahlten Zinsen enthalten einen Betrag von TEUR 1.117 aus dem Kauf einer Zinsbegrenzungsvereinbarung und Zinszahlungen an Gesellschafter über TEUR 12.067, die erst zum Ende der Laufzeit fällig gewesen wären. Hiervon sind TEUR 8.755 direkt wieder an die Gesellschaft zur Tilgung von Cashpool-Verbindlichkeiten zurückgeführt worden.

Ein Teil des Kaufpreises für die INSPARI BE HOLDING APS von umgerechnet TEUR 4.026 wurde nicht zahlungswirksam, sondern bei einer Kapitalerhöhung und Beteiligung von anderen Gesellschaftern in die Inspari HoldCo ApS eingebracht. Insgesamt wurden im Rahmen der Kapitalerhöhungen der Inspari HoldCo ApS nicht-liquiditätswirksame Ansprüche und Vermögenswerte von TEUR 6.342 in die Gesellschaft eingebracht. Von den Kaufpreisen der im Geschäftsjahr durchgeführten Akquisitionen entfallen TEUR 7.572 auf bedingte Kaufpreisbestandteile, die erst in Folgeperioden zahlungswirksam werden.

Der Finanzmittelfond umfasst den Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentlinien von TEUR 11.693, die in der Bilanz unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden. Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 118 nicht im unmittelbaren Zugriff des Konzerns. Hierbei handelt es sich vollständig um Kautionskonten.

7 Weitere Angaben

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 3.621 angestellte Arbeitnehmer - ohne Mitglieder der Geschäftsführung - im Konzern beschäftigt. Mit 2.122 Angestellten ist davon der Großteil der Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigt, 1.323 sind im europäischen Ausland angestellt und weitere 176 außerhalb Europas.

Zum 31.12.2023 waren es 3.731 angestellte Arbeitnehmer.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die valantic-Gruppe hat weitreichende Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestellt, die der Absicherung eines Darlehens eines verbundenen Unternehmens (VAL FCV HoldCo S.à.r.l.) dienen. Die Haftungsverhältnisse werden begründet durch:

Globalzessionsvertrag bezüglich der Forderungen,

Verpfändung von Geschäftsanteilen an verbundenen Unternehmen,

Verpfändung der Guthaben-Konten bei Banken,

Eine konkrete Verfügungsbeschränkung in Bezug auf die Liquidität ist damit jedoch nicht verbunden, da die Verfügung im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes nach den Bestimmungen des Darlehensvertrages gestattet wurde. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Sicherheiten wird als gering eingeschätzt, da der VAL FCV HoldCo S.à r.l. ausreichende Cashflows zur Bedienung des Darlehens über die Gruppengesellschaften zur Verfügung stehen. Am Bilanzstichtag valutierten die Darlehen mit MEUR 89 (VJ: MEUR 89).

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, für die folgenden 5 Jahre beläuft sich auf TEUR 45.509, davon für das Folgejahr TEUR 14.431. Die Verpflichtungen resultieren überwiegend aus Miet- und Leasingverträgen.

Für Mietverpflichtungen und Kreditkarten wurden Sicherheiten in Form von Bankavalen in Höhe von TEUR 1.507 gestellt.

Ein einbezogenes Unternehmen hat Fördermittel über insgesamt TEUR 440 erhalten, die im Falle einer Nicht-Einhaltung von Förderbedingungen (Nachweis über das achtjährige Bestehen von in Berlin geschaffenen Arbeitsplätze) zurückgezahlt werden müssen. Das Unternehmen geht nicht davon aus, dass dies eintreten wird.

Konzernzugehörigkeit

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die valantic GmbH als Tochterunternehmen einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der VAL FCV TopCo S.à r.l, Luxembourg (LU). Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die valantic GmbH als Tochterunternehmen einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der valantic MidCo GmbH, München. Die Konzernabschlüsse werden beim Luxemburger Handels- und Firmenregister (RCS) bzw. im Unternehmensregister elektronisch eingereicht und veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Aufwendungen für den Prüfer des Konzernabschlusses betragen TEUR 308 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 215 für sonstige Leistungen.

Gesamtvergütung der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.175.

Nachtragsbericht

Im Mai 2024 wurde von der Gesellschafterin eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der valantic GmbH über TEUR 35.000 zur Finanzierung von nachlaufenden Kaufpreisverbindlichkeiten durchgeführt.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung der valantic GmbH gehören an:

Dr. Holger von Daniels, CEO

Joachim Lauterbach, Head of FSA

Alexander Diepold, Partner Strategic Finance (CFO bis 18. Januar 2024)

Dr. Sebastian Hauptmann, CSO

Karsten Ötschmann, CSO

Dennis Zentgraf, CFO (seit dem 18. Januar 2024)

 

München, den 31. Mai 2024

Dr. Holger von Daniels, Geschäftsführer

Alexander Diepold, Geschäftsführer

Dr. Sebastian Hauptmann, Geschäftsführer

Joachim Lauterbach, Geschäftsführer

Karsten Ötschmann, Geschäftsführer

Dennis Zentgraf, Geschäftsführer

1 www.valantic.com/de/ueber-uns
2 Lünendonk-Studie 2023: Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland
3 DESTATIS:https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html
4 Definition von valantic für den relevanten Markt; setzt sich aus den gewichteten Werten der Märkte IT Services & Software des Branchenverbands BITKOM zusammen
5 BITKOM, https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland.html
6 Bei der Ermittlung der Prozentzahlen wurde der "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" nicht als Aktivposten berücksichtigt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die valantic GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der valantic GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der valantic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 12. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

ppa. Markus Salzer, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30.07.2024 gebilligt.

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