Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 84102
Eingetragen
12.7.2004
Branche
Sonstige vollstationäre PflegeeinrichtungenAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
Der Betrieb von Senioren - und Pflegeeinrichtungen jeder Art und die Erbringung von Pflegeleistungen jeder Art. Die Einrichtung und Umsetzung neuer medizinischer, am Bedarf der zu versorgenden Menschen ausgerichteter Versorgungsstrukturen und insbesondere der Betrieb von oder die Mitwirkung an ganzheitlichen, qualitativ hochwertigen Versorgungsangeboten, bei denen bestehende Segmentierungen der Versorgungsbereiche überwunden werden. Der Zweck wird auch verwirklicht durch die Erbringung von Leistungen für zu versorgende Menschen im Rahmen der integrierten Versorgung nach § 140 a 5GB V sowie durch den Betrieb von Einrichtungen, die eine solche integrierte Versorgung durch nach dem 4. Kapitel des SGB V berechtigte Leistungserbringer anbieten und durch den Abschluss entsprechender Verträge mit den Kostenträgern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Mosler
seit 19.3.2025
Prokura
Annett Elke Pohler
seit 14.10.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert51.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LebensWerk GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die LebensWerk GmbH ist in den Bereichen Wohnen und Pflege für ältere Menschen aktiv. Die Gesellschaft betreibt aktuell 4 Pflegewohnanlagen und eine Tagespflege in Berlin. Derzeit verfügt die LebensWerk GmbH über eine Kapazität von 425 vollstationären Plätzen und 16 Plätzen in der Tagespflege.

Der Gesellschafter der Muttergesellschaft KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH hat in 2023 einen strategischen Review für den gesamte Geschäftsbereich Pflege im Konzern durchgeführt. Im Ergebnis ist dieser zu dem Schluss gekommen, sich auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren und den Geschäftsbereich Pflege zu veräußern. Die Verkaufsbemühungen für den Geschäftsbereich Pflege haben begonnen, und es wird mit einem Verkauf bis Dezember 2024 gerechnet.

Mit der KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH als Gesellschafter besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Leistungsangebot der Einrichtungen: Stand 31.12.2023

Einrichtung Platz- zahl Normal- stationäre Pflege Kurzzeit- pflege Besondere Dementen-Betreuung Geschlossene Dementen-Betreuung Psych. Pflege
City West 102 ja X X
Am Spreeufer 118 ja X
In Friedenau 74 ja X
Alt-Britz 131 ja X X
LebensWerk 425

2. Markt- und Branchenentwicklung

Die für die Pflegebranche bedeutsamen demografischen Entwicklungen zeigen seit Jahren unverändert ein Anwachsen pflegebedürftiger Menschen: Im Dezember 2021 waren fast 5,0 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Hierin sind die ca. 200.000 Leistungsbezieher in der privaten Pflege-Pflichtversicherung noch gar nicht berücksichtigt. Von den 5,0 Millionen Pflegebedürftigen werden 4,17 Mio. = 84% zu Hause durch Angehörige oder mit Unterstützung von ambulanten Pflegediensten versorgt. In Heimen werden 793.000 Pflegebedürftige = 16% versorgt. Die Anzahl der durch ambulante Dienste betreuten Pflegebedürftigen stieg gegenüber 2019 um 6,5%. Dagegen sank die Zahl der in Heimen vollstationär versorgten Pflegebedürftigen um 3,0%. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird tendenziell immer zu niedrig eingeschätzt und wird stets von aktuellen Entwicklungen überholt. Aktuelle Erhebungen gehen davon aus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2030 auf rd. 6,0 Mio. Menschen anwachsen wird (Barmer Pflegereport).

Angesichts dieser Entwicklungen wird eine enorme Kapazitätserweiterung von pflegerischen Angeboten in allen Segmenten (ambulant, teilstationär, stationär) verbunden mit erheblichen Modernisierungsinvestitionen bei den bestehenden Pflegeimmobilien ebenso erforderlich sein wie ein grundlegender Umbau der Finanzierungsstrukturen zur Pflege (SGB XI). Andererseits zeichnen sich mit diesen Entwicklungen und der sich daraus ergebenden hohen Nachfrage an professionellen Pflegearrangements gute Entwicklungspotentiale für die Pflegebranche ab.

Die Mitarbeiterrekrutierung insbesondere von Pflegefachkräften stellt aktuell und wohl auch absehbar für die kommenden Jahre das schwierigste Managementfeld dar. Nach jüngsten Angaben der Bundesagentur für Arbeit fehlen allein im vollstationären Bereich der Pflegebranche aktuell insgesamt mehr als 30.000 Pflegefachkräfte. Neueste Berechnungen des Bremer Sozialwissenschaftlers Prof. Rothgang zeigen auf, dass die personelle Besetzung in Pflegeeinrichtungen dem Grunde nach um mehr als ein Drittel aufgestockt werden müsste, um angemessen dem tatsächlichen Pflege- und Betreuungsbedarf zu entsprechen. Das hierfür entwickelte einheitliche Personalbemessungsverfahren wird seit Mitte 2023 schrittweise umgesetzt.

Das Unternehmen LebensWerk GmbH hat sich deshalb auch im abgelaufenen Geschäftsjahr verstärkt und mit erheblichem finanziellem Aufwand engagieren müssen, um vakante Mitarbeiterstellen möglichst zeitnah besetzen zu können.

3. Wirtschaftsbericht

Das Geschäftsjahr 2023 war wirtschaftlich, sowie auch im Hinblick auf die (geo-)politische Lage erneut ein herausforderndes Jahr für die gesamte Pflegebranche.

3.1. Belegungs-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung

In 2023 konnte die nachfolgende aufgezeigte Belegungsentwicklung realisiert werden:

Belegung

Belegung am 31.12.23
in %
am 31.12.22
in %
Pflegewohnanlagen
KATHARINENHOF City West 96,9 95,6
KATHARINENHOF in Friedenau 95,5 97,5
KATHARINENHOF am Spreeufer 97,5 93,0
KATHARINENHOF Alt-Britz 97,9 97,8
Gesamt 96,9 96,0

Die Belegungsquote des Vorjahres konnte in 2023 übertroffen werden.

LebensWerk GmbH 2023
in TEUR
2022
in TEUR
Erträge 26.459 25.025
Personalaufwendungen -15.034 -12.506
Sachaufwendungen -8.493 -8.310
Erträge Auflösung Sonderposten 9 9
Abschreibungen -248 -248
Instandhaltungsaufwendungen -304 -362
Weitere Aufwendungen -221 -97
Finanzergebnis 0 -15
Ergebnis * 2.168 3.496

* vor Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft

Die Erträge betragen TEUR 26.459 (Vj. TEUR 25.025) und liegen damit über dem Vorjahr und dem Plan von TEUR 25.1451 Darin enthalten sind Erträge aus Erstattungen von SARS-CoV-2 bedingten Mehraufwendungen und Mindereinnahmen nach § 150 Abs. 2 SGB XI sowie außerordentlicher Aufwendungen nach § 7 Abs. 2 TestV in Höhe von zusammen TEUR 241 (Vj. TEUR 1.463).

Die Entwicklung der Erträge (Erträge Pflege) des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt für den vollstationären Pflegebereich um 2,8% unter dem Plan.

Personalaufwendungen sind 2023 mehr als geplant angefallen. Die seit 2022 wirkende Tariftreueregelung des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (GVWG) für alle Pflegebetriebe erlebte im Oktober 2023 die erste Anpassung. LebensWerk muss diesen Prozess für seine Sparten stationäre und teilstationäre Pflege führen.

Im Bereich der Sachaufwendungen konnte in 2023 der Planansatz insbesondere durch die stark gestiegenen Energiekosten sowie die Inflation nicht erreicht werden.

Insgesamt erreichte die LebensWerk GmbH im Geschäftsjahr 2023 vor Ergebnisabführung an den Gesellschafter ein EBIT in Höhe von TEUR 2.171 (Vj. TEUR 3.511) und liegt damit um TEUR 1.356 über dem Plan.

3.2. Kapitalstruktur

Zum 31. Dezember 2023 finanziert sich die LebensWerk GmbH wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Eigenkapital 457 457
Sonderposten aus öffentlichen Fördermitteln 8 17
Fremdkapital
kurzfristig 4.016 6.099
4.481 6.573

Im kurzfristigen Fremdkapital ist die Verbindlichkeit der Ergebnisabführung an den Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.168 (Vj. TEUR 3.496) enthalten.

3.3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der LebensWerk GmbH ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 4.481 gesunken (Vj. TEUR 6.573).

Im Anlagevermögen standen sich Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 192 (Vj. TEUR 121) und Abschreibungen in Höhe von TEUR 187 (Vj. TEUR 191) gegenüber.

Der größte Teil der Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr bezieht sich auf medizinisch-pflegerische Ausstattung (TEUR 40), die im Wesentlichen Pflegebetten betreffen, sowie technische Ausstattung (TEUR 36), wie bspw. EDV-Ausstattung.

Die Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert aus Forderungen für Ausgleichszuweisungen (TEUR 152).

Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss:

2023
TEUR
2022
TEUR
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.531 3.921
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit - 192 - 121
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit - 3.496 - 2.675
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 2.157 1.125
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.562 3.437
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.405 4.562

Der Cash Flow der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich im Wesentlichen aus den operativ erwirtschafteten Gewinnen.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet vor allem das Anschaffen von Pflegebetten, Mobiliar sowie Geschäftsausstattung.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit enthält die Gewinnabführung an den Gesellschafter für das Geschäftsjahr 2022.

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Das Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 457. Damit beziffert sich die Eigenkapitalquote im Jahr 2023 auf 10,2% (Vj. 6,9%).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um TEUR 123 gestiegen. Dem stehen jedoch gesunkene Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen um TEUR 104 gegenüber.

Insgesamt weist die LebensWerk GmbH eine ausgewogene Vermögens- und Finanzlage auf.

Mit der beschriebenen wirtschaftlichen Entwicklung des Berichtsjahres haben sich die im Vorjahr aufgestellten Prognosen unter Berücksichtigung des herausfordernden Marktumfeldes weitestgehend erfüllt.

4. Chancen- und Risikobericht

Die LebensWerk GmbH hat im zurückliegenden Geschäftsjahr Risiken aus dem operativen Geschäft und den künftigen Marktentwicklungen erfasst und bewertet. Neben dem Controlling existiert ein Raster zur Risikoerfassung, an dessen Erarbeitung die Einrichtungsleiter (regionale Aspekte des Pflegemarktes, operative Risiken), der Stabstellenbereich Controlling (operative und strategische Risiken des Betriebes), der Stabstellenbereich Zentrales Qualitätsmanagement (Qualitätsrisiken) und die Geschäftsführung (Bewertung operativer und strategischer Risiken und Chancen und der Ertragssituation) beteiligt sind. Die beschriebenen Risiken haben eine hohe Bedeutung für das Unternehmen, deren Eintritt zurzeit als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Die nachfolgend beschriebenen Risiken werden in Reihenfolge ihrer Bedeutung wiedergegeben.

Strategische Risiken

Die stationäre Versorgung ist und bleibt kein Auslaufmodell, da eine große Anzahl von Krankheitsbildern nur schwer und sehr kostenintensiv in der Häuslichkeit betreut werden kann. Zudem wird die Gesamtbelastung der Pflegeversicherung, aber auch der Sozialhilfeträger überbordende Ansprüche begrenzen. Erschwerend tritt die fehlende Barrierefreiheit von Wohnraum in Innenstadtlagen hinzu, die selbst bei guter Versorgung durch ambulante Dienste Vereinsamungstendenzen befördert. Die mittelfristige Veränderung der Bewohnerklientel wird den Charakter der Häuser verändern. Der sich beschleunigende Bewohneraustausch - auch über das Instrument der Kurzzeitpflege - stellt weiterhin hohe Anforderungen an die Beschäftigten.

Personalrisiko

Der Personalmarkt tritt auf der Stelle. Die seit 2020 greifende Pflegeberufereform mit einer gesonderten Ausbildungsumlage, kann dem bisher nicht vollständig entgegenwirken. Trotz steigender Ausbildungszahlen sind die offenen Stellen der Fachkräfte in 2023 nicht vollständig besetzt worden.

2023 ist es der LebensWerk GmbH erneut gelungen, eine große Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen und so die Grundlage für eine stabile Nachwuchsrekrutierung zu legen. Die Aus- und Fortbildung ist insbesondere vor dem Hintergrund der neuen Personalbemessung ab 01.07.2023 in Vorbereitung. In der Fort- und Weiterbildung von Qualifizierten Pflegeassistenten nach QN 3 fehlen in den Bundesländern die Ausbildungskapazitäten.

Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen für examinierte Pflegekräfte gestaltet sich unverändert komplex und zeitaufwändig. Die hierdurch verursachten Kosten sind bisher allein vom Träger zu übernehmen. Der Weg bietet nur eine Teillösung zur Rekrutierung aus den eigenen Reihen (Aus- und Weiterbildung) oder inländischer Fachkraftsuche.

Die seit 2022 wirkende Tariftreueregelung des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (GVWG) für alle Pflegebetriebe erlebte im Oktober 2023 die erste Anpassung. LebensWerk GmbH muss diesen Prozess für seine Sparten stationäre und teilstationäre Pflege führen.

Insgesamt ist festzuhalten, dass die Beschäftigten einen wesentlichen Beitrag zu den positiven Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023 der LebensWerk GmbH geleistet haben. Die Leistung und das Engagement der Mitarbeitenden der LebensWerk GmbH sind ganz besonders hervorzuheben.

Belegungschance/-risiko

Aufgrund der demografischen Entwicklung stellt die Belegung der Häuser eine geringer werdende Herausforderung dar. Die angebotene Qualität sowie der gute Ruf der Häuser sichern eine kontinuierliche Nachfrage. Das Risiko liegt vor allem im steigenden Anteil der Bewohnenden mit Sozialhilfebedarf.

Aufgrund der steigenden Eigenanteile der Bewohner*innen entwickelt sich ein erhöhtes Risiko als in der Vergangenheit in der Belegung.

Im Segment der Tagespflege sind die Belegungszahlen gestiegen und haben das Planziel übertroffen. Vielfältige Marketingmaßnahmen sowie die Erweiterung des Interessentenkreises sollen dies in 2024 weiterhin stabilisieren.

Ebenso das beschriebene Personalrisiko birgt die Gefahr, dass die bestehende Nachfrage nicht vollständig bedient werden kann. Die Gesellschaft analysiert die Belegung aller Häuser fortlaufend und leitet bei Bedarf entsprechende Maßnahmen ein.

Qualitätsrisiko

Die Pflegebranche birgt aufgrund der Bewohnerklientel (Alter, Gesundheitszustand etc.) das generelle Risiko, Mängel in der Leistungserbringung hervorzurufen. Die Arbeit der Qualitätsmanagementbeauftragten unter zentraler Führung hat sich hierbei sichtbar bewährt. Neben den externen Qualitätskontrollen durch Heimaufsicht und MD gewährleisten systematische interne Audits und Fallbesprechungen die Reduzierung von Fehlern und in der Folge eine in weiten Teilen stabile Leistungsqualität auf überdurchschnittlichem Niveau.

Die LebensWerk GmbH erstellt einen jährlich Qualitätsbericht.

Die Prüfergebnisse aus den externen sowie internen Erhebungen zeigen ein überwiegend sehr gutes Qualitätsniveau in den Einrichtungen der LebensWerk GmbH. Die nach den Prüfungen erstellten Maßnahmenpläne zur Behebung der individuellen Defizite/festgestellten Mängel werden kontinuierlich und nachhaltig bearbeitet und konnten zum Großteil vollständig abgeschlossen werden. Der Indikator für die Personen mit hohem Risiko für Dekubitusentstehung liegt bei "leicht unter Durchschnitt" und zeigt somit weiterhin einen deutlichen Verbesserungsbedarf auf Weiterhin erlangten die Leitungsteams und Qualitätsmanagementbeauftragten der stationären Einrichtungen Sicherheit bei der Erhebung und Übertragung der Daten für die Qualitätsindikatoren. Die Leitungsteams der Einrichtungen verstehen und nutzen die Qualitätsindikatoren zunehmend als Steuerungsinstrument der Pflegequalität in den einzelnen Einrichtungen. Durch die internen Audits, die externen Prüfungen durch den MD und die Vorbereitung durch das MD-Drehbuch erlangten die Mitarbeitenden des stationären und teilstationären Bereichs vor Ort Sicherheit im Umgang mit der neuen Qualitätsprüfung. Im stationären und teilstationären Bereich lag der Schwerpunkt in den Qualitätsoffensiven bei den Themen: Ernährungsmanagement, Expertenstandard Beziehungsgestaltung sowie dem Schmerzmanagement.

Immobilienrisiko sowie -chance

Die von der LebensWerk GmbH gepachteten und genutzten Einrichtungen gehören einer Tochtergesellschaft der DEUTSCHE WOHNEN Gruppe.

Das Risiko der Refinanzierbarkeit des Investitionskostenaufwandes durch entsprechende Erlöse hat sich in 2023 erhöht. Die Gründe sind nicht auskömmliche Investitionskostensätze für Sozialhilfeempfänger, steigende Pachten und steigender Instandhaltungsaufwand.

Kostenrisiko

Dem Kostenrisiko, insbesondere durch die neue tariflich bedingte Verteuerung, wurde durch gezielte Verhandlungen mit den Kostenträgern entgegengewirkt. Auch im Jahr 2023 sind deutliche Preisentwicklungen in nahezu allen bezogenen Waren und Leistungen zu beobachten gewesen. Insbesondere der Ukrainekrieg, die Energiepreisentwicklung, nicht mehr erstattungswürde Zusatzkosten im Rahmen der andauernden Pandemie, als auch weiter steigende Mindestlöhne und Tariflöhne beeinflussen erheblich die Kosten des Unternehmens. Diese Entwicklung hat sich auch in 2023 fortgesetzt, so dass die Inflation bereits im Ergebnis des Berichtsjahres in den Sachkosten niedergeschlagen hat. Die Verhandlung mit den Kostenträgern gestaltet sich zäh. Nicht alle Sachkosten werden erstattet. Der Rettungsschirm Energie für Pflegeeinrichtungen wurde in 2023 umfangreich genutzt. Dieser läuft im ersten Quartal 2024 aus.

Risikomanagement für Finanzrisiken

Die Weiterentwicklung der risikobezogenen Frühwarnsysteme erfolgt durch die Geschäftsführung, das Controlling sowie durch den Dienstleister für den Bereich Finanzwesen. Die Wirksamkeit und Einhaltung der Instrumente und Regelungen wurden regelmäßig kontrolliert.

Alle Unternehmensrisiken werden systematisch verfolgt, monatlich analysiert und bewertet. Dadurch ist gewährleistet, dass bei Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder nachhaltig negativ beeinflussen können, frühzeitig gegengesteuert werden kann.

Die LebensWerk GmbH verfügt über Handlungsvollmachten. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augen-Prinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse eingehalten werden.

2023 bestanden für sich allein oder in Summe betrachtet keine Risiken, die eine akute Bestandsgefährdung für die LebensWerk GmbH bedeutet hätten. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage langfristig negativ beeinflussen, oder den Fortbestand der Gesellschaft grundsätzlich gefährden würden.

Prognosebericht

Die künftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird sich in den kommenden Jahren weiterhin positiv gestalten.

Bis zur Anpassung auf das "Rothgang Modell" ab 01.07.2023 werden die Behörden weiterhin auf eine Ausstattung von 50% Fachkräften bestehen, was für die meisten Einrichtungen eine hohe Hürde darstellt, weshalb eine Vollbelegung in seltenen Fällen möglich erscheint.

Die Aussagen zur Prognose wurden zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Gesetzeslage getroffen. Mögliche weitere negative Effekte hängen insbesondere vom Ausmaß politischer Entscheidungen ab.

Zentrale Herausforderung bleibt die schlüsselgerechte Vorhaltung des Pflegepersonals, das nur in begrenztem Umfang aus der Arbeitnehmerüberlassung ergänzt werden soll und darf. Die Heimaufsichten richten Ihr Augenmerk stark auf die Erfüllung dieser Kennzahl.

Die ergriffenen Personalwerbemaßnahmen werden deshalb stetig weiterentwickelt und ausgebaut. Die seit Jahrzehnten als integraler Bestandteil der Tätigkeit geleistete Ausbildung kommt unter Ergänzung stetiger Rekrutierungsmaßnahmen der Belegschaftsausweitung zugute, weshalb auch künftig eine qualitativ hochwertige Pflege gewährleistet werden kann.

Die seitens des Bundesgesetzgebers vorgenommenen Veränderungen werden die Bewohnerstruktur stationärer Pflegeeinrichtungen weiter verändern. In der Folge werden die medizinischen Anforderungen in noch stärkerem Maß Platz einnehmen und die Fluktuation von Bewohner*innen weiter beschleunigen. Wichtigste und zugleich limitierende Ressource bleibt das Pflegepersonal, das in einem sich überhitzenden Markt zunehmend weniger verfügbar ist.

Naturgemäß können Abweichungen zwischen den erwarteten und den tatsächlichen Ergebnissen eintreten. Aufgrund bereits vorgenommener Risikoabschläge wird erwartet, dass sich diese Abweichungen nicht wesentlich auf die getätigten Aussagen auswirken.

Die Gesellschaft wird sich in den kommenden Wirtschaftsperioden mit besonderer Priorität folgenden Aufgabenstellungen widmen:

Weitere Stabilisierung der Belegungsquote, der Weiterentwicklung und Umsetzung marktangepasster Marketing- und Akquisitionsmaßnahmen sowie der Weiterentwicklung und Verbesserung der Pflege-, Betreuungs- und Servicequalität in allen Einrichtungen. Priorität hat ebenso die Mitarbeiterrekrutierung und -bindung. Hier hat die LebensWerk ein eigenes Konzept in der Führungskräfteentwicklung. Aufbauend auf dem Unternehmens- und Führungsleitbild sehen wir die Stärkung aller in Leitung tätigen Beschäftigten als Schlüssel für ein erfolgreiches Führen des Unternehmens.

Die wirtschaftliche Situation der LebensWerk GmbH wird sich in 2024 weiterhin stabil gestalten. Treiber hierfür werden Entgeltsteigerungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz sein.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer stabilen Auslastung aus und erwarten Erträge von rd. TEUR 27.084 sowie ein EBIT von ca. TEUR 847.

 

Berlin, den 28. März 2024

Annett Pohler, Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.187,52 273,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 174.243,47 196.805,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.535,36 15.527,81
3. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 628.323,97 627.893,71
4. Fahrzeuge 0,00 3.067,62
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.086,38 849.189,18 4.740,59 848.034,79
853.376,70 848.307,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 31.499,69 63.640,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 914.275,54 948.845,33
2. Forderungen gegen Gesellschafter oder Träger der Einrichtung 11.285,10 10.590,57
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.389,73 7.418,54
4. Sonstige Vermögensgegenstände 241.444,17 1.175.394,54 106.128,51 1.072.982,95
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.404.944,13 4.562.117,91
3.611.838,36 5.698.741,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.412,84 25.846,37
4.480.627,90 6.572.895,85

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 432.122,00 432.122,00
457.122,00 457.122,00
B. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens
Sonderposten aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen 7.680,87 16.990,64
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 725,48 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 827.465,21 1.585.952,92
828.190,69 1.585.952,92
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 298.327,42 175.594,83
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 298.327,42 (i. Vj. EUR 175.594,83) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern oder dem Träger der Einrichtung 2.212.436,51 3.563.614,49
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 2.212.436,51 (i. Vj. EUR 3.563.614,49) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 30.996,73
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 30.996,73) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 374.783,35 404.650,66
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 374.783,35 (i. Vj. EUR 404.650,66) -
5. Verwahrgeldkonto 113.961,11 103.068,12
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 113.961,11 (i. Vj. EUR 103.068,12) -
6. Umsatzsteuer 0,00 64,80
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 64,80) -
2.999.508,39 4.277.989,63
E. Rechnungsabgrenzungsposten 188.125,95 234.840,66
4.480.627,90 6.572.895,85

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Erträge aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Pflege sowie aus Kurzzeitpflege 17.984.529,20 15.993.609,36
2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 3.496.807,88 3.287.422,27
3. Erträge aus Zusatzleistungen und Transportleistungen 74.127,90 59.327,51
4. Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 3.365.125,49 3.166.440,58
4a. Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs, soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten 545.590,37 1.572.905,77
5. Sonstige betriebliche Erträge 992.534,89 26.458.715,73 945.586,01 25.025.291,50
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.435.756,29 10.430.461,67
b) Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen 2.598.513,85 15.034.270,14 2.076.136,71 12.506.598,38
- davon für Altersversorgung EUR 6.753,81 (i. Vj. EUR 7.113,95) -
7. Materialaufwand
a) Lebensmittel 820.637,90 730.454,32
b) Aufwendungen für Zusatzleistungen 208.574,32 429.708,75
c) Wasser, Energie, Brennstoffe 621.450,33 590.440,26
d) Wirtschaftsbedarf/Verwaltungsbedarf 3.028.313,37 2.833.161,30
8. Steuern, Abgaben, Versicherungen 872.199,09 742.837,73
9. Mieten, Pacht, Leasing 2.941.447,10 8.492.622,11 2.983.574,29 8.310.176,65
10. Zwischenergebnis 2.931.823,48 4.208.516,47
11. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 9.309,77 9.309,78
12. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 187.068,15 193.027,14
b) Abschreibungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 60.851,21 55.501,23
13. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung 303.926,48 361.677,97
14. Sonstige betriebliche Aufwendungen 221.229,02 763.765,09 96.940,18 697.836,74
15. Zwischenergebnis 2.168.058,39 3.510.679,73
16. Zinsen und ähnliche Erträge 361,62 4,50
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
17. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 440,91 -79,29 14.880,44 -14.875,94
18. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.167.979,10 3.495.803,79
19. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die LebensWerk GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (Reg.Nr. 84102 B).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 (2) HGB und eine Pflegeeinrichtung im Sinne der Pflege-Buchführungsverordnung (PBV).

Entsprechend dem Wahlrecht des § 8 (1) PBV gliedert sie ihre Bilanz nach Anlage 1, ihre Gewinn- und Verlustrechnung nach Anlage 2 und ihren Anlagennachweis nach Anlage 3a der PBV.

Für jedes Pflegeheim wird eine gesonderte Buchhaltung gemäß den Vorschriften der Pflege-Buchführungsverordnung in der Fassung vom 7. August 2021 gefertigt. Aus diesen Einzelbuchhaltungen entwickelt die Gesellschaft Jahresabschlüsse entsprechend der PBV und führt sie zu einem Gesamtjahresabschluss zusammen.

Die LebensWerk GmbH nutzt für ihren Geschäftsbetrieb Immobilien der verbundenen Unternehmen

 

GEHAG GmbH, Berlin,

 

GEHAG Grundbesitz I GmbH, Berlin,

 

GEHAG Grundbesitz II GmbH, Berlin,

 

GEHAG Grundbesitz III GmbH, Berlin,

wofür Mietverträge bestehen.

Mit der KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH als Gesellschafter besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der LebensWerk GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden von der Gesellschaft zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 3 Jahre). Das abnutzbare Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen verringert (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 3-15 Jahre).

Die Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche geringwertige Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten zwischen Euro 250,00 und Euro 1.000,00 sind im Zugangsjahr anlehnend an § 6 (2a) EStG in einen Sammelposten eingestellt worden und werden über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten. Es gibt keine erkennbaren Lagerungs- und Bestandsrisiken. Darüber hinaus ist für ausgewählte Warenbestände (Lebensmittel, Wirtschaftsbedarf und Verwaltungsbedarf) ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet.

Forderungen/sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung aller ersichtlichen Risiken und abzüglich notwendiger Wertberichtigungen nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Kassenbestände und Bankguthaben wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für vorausbezahlte Aufwendungen des Folgejahres.

Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Anlagevermögens

Für die zur Finanzierung von Investitionen erhaltenen öffentlichen Fördermittel wurde entsprechend § 5 (2) PBV ein gesonderter Passivposten gebildet, der über die Nutzungsdauer der geförderten Sachanlagen aufgelöst wird.

Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Alle erkennbaren Risiken sind damit berücksichtigt.

Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen für die Handelsbilanz erfolgte gemäß den Regelungen des § 253 Abs. 2 HGB mit einem durch die Deutsche Bundesbank bekannt gegebenen Diskontierungszinssatz von 1,75 %. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzins für 7 Jahre bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Als Berechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und
der Gewinn- und Verlustrechnung

Langfristiges Vermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) kann dem beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Kurzfristiges Vermögen

Der Abnahme der Vorräte gegenüber dem Vorjahr resultiert aus niedrigeren Lagerbeständen.

Der Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 35 im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Erstattungsansprüchen für anfallende außerordentliche Aufwendungen und Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 7 Abs. 2 TestV.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 11 (Vj. TEUR 11) und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 8 (Vj. TEUR 7) und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu 12 Monaten.

Sonderposten aus Zuschüssen

Zur Förderung der Digitalisierung in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen nach § 8 Abs. 8 SGB XI erhielt die Gesellschaft Förderzuschüsse in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 17), welche als Sonderposten ausgewiesen werden.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 betragen TEUR 827 (Vj. TEUR 1.586), welche im Einzelnen enthalten:

2023 2022
Risiko Rückzahlung von Erstattungen Covid 19 257 TEUR 647 TEUR
Prämien 134 TEUR 276 TEUR
Jubiläen 122 TEUR 106 TEUR
Urlaub 118 TEUR 115 TEUR
Überstunden 84 TEUR 106 TEUR
Berufsgenossenschaft 40 TEUR 21 TEUR
Abschlussprüfung 37 TEUR 34 TEUR
Ausstehende Rechnungen 28 TEUR 132 TEUR
Energie/Wasser 8 TEUR 121 TEUR
Übrige 1 TEUR 28 TEUR
827 TEUR 1.586 TEUR

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu 12 Monaten auf. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

bis 1 Jahr
in TEUR
1 bis 5 Jahre
in TEUR
über 5 Jahre
in TEUR
Gesamt
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 298 0 0 298
(175) (0) (0) (175)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.212 0 0 2.212
(3.564) (0) (0) (3.564)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
(31) (0) (0) (31)
Sonstige Verbindlichkeiten 375 0 0 375
(405) (0) (0) (405)
Verwahrgeldkonto 114 0 0 114
(103) (0) (0) (103)
2.999 0 0 2.999
(Vorjahr) (4.278) (0) (0) (4.278)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH.

In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 115 (Vj. TEUR 101) ausgewiesen.

Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um vor dem Bilanzstichtag vereinnahmte Heimentgelte, die das Folgejahr betreffen.

Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB

In den Umsatzerlösen nach § 277 Abs. 1 HGB sind hauptsächlich Erträge aus Erstattungen von SARS-CoV-2 bedingten Mehraufwendungen und Mindereinnahmen nach § 150 Abs. 2 SGB XI sowie außerordentlicher Aufwendungen nach § 7 Abs. 2 TestV in Höhe von zusammen TEUR 241 (Vj. TEUR 1.463) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 435 (Vj. TEUR 146), Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 72 (Vj. TEUR 338) sowie Erstattungen für Lohnfortzahlungen in Höhe von TEUR 116 (Vj. TEUR 139) enthalten. Darüber hinaus werden unter dem Posten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 37) für überwiegend schlussgerechnete Wasser- und Energiekosten sowie Rückvergütungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem periodenfremde Aufwendungen TEUR 167 (Vj. TEUR 33) enthalten, die hauptsächlich Schlussrechnungen für Betriebsnebenkosten betreffen. Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Sofortaufwand für geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 27 (Vj. TEUR 17).

Verwendung des Jahresergebnisses

Die LebensWerk GmbH ist als Organgesellschaft aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an den Organträger abzuführen. Als Jahresüberschuss werden daher EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00) ausgewiesen.

Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus laufenden Miet-, Pacht-, Bereitstellungs- und Betreuungsverträgen existieren derartige Pflichten in Höhe von zusammen TEUR 19.414, davon TEUR 21.951 gegenüber den verbundenen Unternehmen.

bis zu 1 Jahr
in TEUR
1 - 5 Jahre
in TEUR
über 5 Jahre
in TEUR
Gesamt
in TEUR
Miete/Pacht 2.792 13.827 2.744 19.363
-davon verbundene Unternehmen 2.744 13.719 2.744 19.207
Dienstleistungen 31 20 0 51
2.823 13.847 2.744 19.414

Beschäftigte Arbeitnehmer

Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen bis zum 31. Dezember 2023 stellen sich wie folgt dar:

2023 2022
Pflege 237 230
Verwaltung 21 20
Hauswirtschaft 55 56
Technischer Dienst 10 12
Gesamt 323 318

Geschäftsführung

Die Geschäfte des Unternehmens werden durch folgende Person geführt:

 

Annett Pohler - Betriebswirt (VWA)

Die Geschäftsführerin übt hauptberuflich die Tätigkeit als Geschäftsführerin aus.

Die Geschäftsführerin erhielt von der Gesellschaft keine Vergütung.

Honorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 wird auf Konzernebene im Anhang der Deutsche Wohnen SE, Berlin, angegeben. Somit ist die Gesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB von der Anhangangabe befreit.

Konzernzugehörigkeit

Die KATHARINENHOF Seniorenwohn- und Pflegeanlage Betriebs-GmbH, Berlin, hält 100,0 % des Stammkapitals der Gesellschaft.

Der Jahresabschluss der LebensWerk GmbH zum 31. Dezember 2023 wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Deutsche Wohnen SE, Berlin, die für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Vonovia SE, Bochum, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Deutsche Wohnen SE als auch der Vonovia SE wird beim Unternehmensregister veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

 

Berlin, den 28. März 2024

Annett Pohler, Geschäftsführerin

Anlagennachweis 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 238.405,76 0,00 0,00 4.740,59 243.146,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten
Außenanlagen 104.653,90 0,00 0,00 0,00 104.653,90
Um- und Einbauten 462.085,48 0,00 0,00 0,00 462.085,48
566.739,38 0,00 0,00 0,00 566.739,38
2. Technische Anlagen
Technische Anlagen in Betriebsbauten 45.193,72 0,00 0,00 0,00 45.193,72
3. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge
Betriebsbauten 1.265.029,44 33.667,78 0,00 0,00 1.298.697,22
Außenanlagen 54.565,64 0,00 0,00 0,00 54.565,64
Medizinisch-pflegerische Ausstattung 767.519,96 40.144,56 0,00 0,00 807.664,52
Wirtschaftsausstattung 565.143,25 16.918,56 0,00 0,00 582.061,81
Verwaltungsausstattung 37.106,72 0,00 0,00 0,00 37.106,72
Technische Ausstattung 1.315.836,44 36.195,46 0,00 0,00 1.352.031,90
Geringwertige Wirtschaftsgüter (Sammelposten) 159.503,29 25.727,99 0,00 0,00 185.231,28
Festwerte 0,00 5.396,27 0,00 0,00 5.396,27
4.164.704,74 158.050,62 0,00 0,00 4.322.755,36
4. Fahrzeuge 144.932,50 0,00 15.995,10 0,00 128.937,40
5. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 4.740,59 34.086,38 0,00 -4.740,59 34.086,38
4.926.310,93 192.137,00 15.995,10 -4.740,59 5.097.712,24
5.164.716,69 192.137,00 15.995,10 0,00 5.340.858,59
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Geschäftsjahr
EUR
davon auf Zugänge
EUR
davon auf Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 238.132,70 826,13 553,07 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten
Außenanlagen 92.535,69 2.097,71 0,00 83,02
Um- und Einbauten 277.398,63 20.463,88 0,00 0,00
369.934,32 22.561,59 0,00 83,02
2. Technische Anlagen
Technische Anlagen in Betriebsbauten 29.665,91 2.992,45 0,00 0,00
3. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge
Betriebsbauten 1.143.965,62 25.060,87 589,03 0,00
Außenanlagen 42.811,09 2.371,42 0,00 0,00
Medizinisch-pflegerische Ausstattung 567.119,11 22.629,47 1.263,09 0,00
Wirtschaftsausstattung 438.228,67 26.974,24 661,42 0,00
Verwaltungsausstattung 30.555,04 2.875,91 0,00 0,00
Technische Ausstattung 1.217.561,58 47.836,03 2.454,34 0,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter (Sammelposten) 96.569,92 29.872,42 5.145,60 0,00
Festwerte 0,00 0,00 0,00 0,00
3.536.811,03 157.620,36 10.113,48 0,00
4. Fahrzeuge 141.864,88 3.067,62 0,00 1,00
5. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.078.276,14 186.242,02 10.113,48 84,02
4.316.408,84 187.068,15 10.666,55 84,02
Entwicklung der Abschreibungen Buchwerte
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 238.958,83 4.187,52 273,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten
Außenanlagen 0,00 94.633,40 10.020,50 12.118,21
Um- und Einbauten 0,00 0,00 297.862,51 164.222,97 184.686,85
0,00 0,00 392.495,91 174.243,47 196.805,06
2. Technische Anlagen
Technische Anlagen in Betriebsbauten 0,00 0,00 32.658,36 12.535,36 15.527,81
3. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge
Betriebsbauten 0,00 0,00 1.169.026,49 129.670,73 121.063,82
Außenanlagen 0,00 0,00 45.182,51 9.383,13 11.754,55
Medizinisch-pflegerische Ausstattung 0,00 0,00 589.748,58 217.915,94 200.400,85
Wirtschaftsausstattung 0,00 0,00 465.202,91 116.858,90 126.914,58
Verwaltungsausstattung 0,00 0,00 33.430,95 3.675,77 6.551,68
Technische Ausstattung 0,00 0,00 1.265.397,61 86.634,29 98.274,86
Geringwertige Wirtschaftsgüter (Sammelposten) 0,00 0,00 126.442,34 58.788,94 62.933,37
Festwerte 0,00 0,00 0,00 5.396,27 0,00
0,00 0,00 3.694.431,39 628.323,97 627.893,71
4. Fahrzeuge 15.995,10 0,00 128.937,40 0,00 3.067,62
5. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 34.086,38 4.740,59
15.995,10 0,00 4.248.523,06 849.189,18 848.034,79
15.995,10 0,00 4.487.481,89 853.376,70 848.307,85

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LebensWerk GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LebensWerk GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LebensWerk GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 28. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Frederik Mielke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Marius Möller, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 1. August 2024 festgestellt.

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