Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 240854
Eingetragen
6.8.2003
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
IT-Dienstleistungen, der Handel mit Hardund Software im IT- Bereich sowie Beratung und Bearbeitung von Telekommunikationslösungen und Vermittlung/der Handel auf dem Sektor der Telekommunikation und der Sicherheitstechnik. Die Gesellschaft ist berechtigt, zur Erreichung dieses Zwecks, gleichartige oder andere Unternehmungen zu gründen, zu erwerben oder sich daran zu beteiligen sowie Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lars Zuckschwerdt
seit 19.3.2026
Prokura
Helge de Vries
seit 28.8.2025
Prokura
Frank Maulbetsch
seit 28.8.2025
Prokura
Thorsten Weimann
seit 24.4.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert50.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Abtis GmbHEigenbeteiligung
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Abtis GmbH

Pforzheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. WIRTSCHAFTSBERICHT

1.1 ALLGEMEINE WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Das Jahr 2023 war geprägt von einer weiterhin dynamischen Digitalisierung in allen Wirtschaftsbereichen. Die Nachfrage nach Cloud-Diensten, Managed Services und IT-Sicherheitslösungen blieb hoch, da Unternehmen ihre IT-Infrastrukturen weiter modernisieren und sich gegen zunehmende Cyberbedrohungen absichern mussten. Der zunehmende Fachkräftemangel im IT-Sektor stellte viele Unternehmen vor Herausforderungen, was zu einer verstärkten Nachfrage nach externen IT-Dienstleistungen führte.

Die globale Wirtschaft zeigte sich jedoch volatil. Inflationsbedingte Preissteigerungen und gestiegene Energiekosten belasteten die Unternehmen. Zugleich führten geopolitische Spannungen, insbesondere der Konflikt in der Ukraine und Spannungen zwischen den USA und China, zu Unsicherheiten auf den Märkten. Trotz dieser Herausforderungen blieb die IT-Branche insgesamt wachstumsstark, unterstützt durch den anhaltenden Digitalisierungstrend.

Im Gegensatz zu den allgemeinen positiven Entwicklungen im IT-Sektor war die grundständige Investitionstätigkeit in IT-Infrastruktur rückläufig, insbesondere bei typischen mittelständischen Kunden. So verzeichnet der Markt eine Zurückhaltung bei Investitionen in klassische IT-Infrastrukturprojekte Hier werden, neben den oben angeführten allgemeinen Themen u.a. die anhaltende Unsicherheit in den Markt sowie gestiegenen Kosten für Hardware und Energie benannt. Mittelständische Unternehmen haben Investitionsbudgets für IT-Infrastruktur gekürzt oder Projekte verschoben. Stattdessen fokussierten sie sich zunehmend auf kosteneffizientere, cloud-basierte Lösungen und Managed Services, die flexibler und skalierbarer sind. Digitalisierung war hierbei das führende Thema.

1.2 PROJEKTION DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN FÜR 2024 UND FOLGENDE JAHRE

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2024 und die folgenden Jahre werden weiterhin von einer Reihe von Faktoren beeinflusst, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen für die abtis GmbH darstellen.

Digitalisierung und IT-Investitionen: Die Digitalisierung bleibt ein zentraler Wachstumstreiber, insbesondere im IT-Sektor. Unternehmen werden auch in den kommenden Jahren verstärkt in digitale Transformation, Automatisierung und Cloud-Technologien investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und ihre Effizienz zu steigern. Wir erwarten, dass sich die Nachfrage nach Cloud-Diensten und Managed Services weiter erhöhen wird, da Unternehmen, einschließlich mittelständischer Betriebe, vermehrt auf flexible und skalierbare IT-Lösungen setzen. Dies bietet der abtis GmbH erhebliche Wachstumschancen, insbesondere durch die Erweiterung und Optimierung unseres Angebots in diesen Bereichen.

IT-Sicherheit: Mit der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung steigen auch die Anforderungen an IT-Sicherheitslösungen. Die Bedrohungslage durch Cyberangriffe wird sich voraussichtlich weiter verschärfen, was Unternehmen dazu zwingt, in fortschrittliche Sicherheitslösungen zu investieren. Dies wird die Nachfrage nach unseren Managed Security Services in den kommenden Jahren weiter ankurbeln. Gleichzeitig stellt die ständig wachsende Komplexität der Bedrohungslage eine Herausforderung dar, die wir durch kontinuierliche Innovation und Investitionen in unsere Sicherheitslösungen adressieren müssen.

Wirtschaftliche Unsicherheiten und Investitionsverhalten: Auf der anderen Seite könnten wirtschaftliche Unsicherheiten, etwa durch geopolitische Spannungen, anhaltende Inflation und volatile Rohstoffmärkte, die Investitionsbereitschaft von Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, weiterhin dämpfen. Ebenso sind nationale konjunkturelle und strukturelle Themen zu erkennen, die gerade den deutschen Mittelstand vor erhebliche Herausforderungen stellen. Die zurückhaltende Investitionstätigkeit in klassische IT-Infrastrukturprojekte, die wir bereits 2023 beobachtet haben, könnte sich fortsetzen. Unternehmen könnten weiterhin vorsichtig agieren und ihre Investitionen in Hardware und stationäre IT-Infrastruktur zurückstellen, was unser Geschäftsmodell herausfordert, aber auch die Verlagerung hin zu Cloud-basierten und flexiblen IT-Lösungen verstärkt.

Fachkräftemangel und Wettbewerbsdruck: Der Fachkräftemangel im IT-Sektor wird voraussichtlich bestehen bleiben und könnte sich sogar verschärfen. Dies könnte die operative Effizienz und Innovationskraft in der gesamten Branche beeinflussen. Die abtis GmbH muss daher weiterhin in die Rekrutierung und Weiterbildung von IT-Fachkräften investieren und gleichzeitig innovative Wege finden, um den wachsenden Bedarf an IT-Dienstleistungen zu decken. Der Wettbewerbsdruck in der Branche wird ebenfalls zunehmen, insbesondere durch neue Marktteilnehmer und die fortschreitende Konsolidierung im IT-Dienstleistungsmarkt.

Ausblick: Für 2024 und die folgenden Jahre erwarten wir, dass die abtis GmbH in einem herausfordernden, aber gleichzeitig chancenreichen Umfeld operieren wird. Während die wirtschaftlichen Unsicherheiten und der Fachkräftemangel Herausforderungen darstellen, bieten die fortschreitende Digitalisierung, der erhöhte Bedarf an IT-Sicherheitslösungen und der Trend zu Cloud- und Managed Services erhebliche Wachstumschancen. Unser Fokus wird darauf liegen, diese Chancen durch gezielte Investitionen, strategische Partnerschaften und die kontinuierliche Erweiterung unseres Serviceportfolios zu nutzen, um unsere Position im Markt weiter zu stärken.

1.3 GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT

Im Geschäftsjahr 2023 umfassten die Kerntätigkeiten des Unternehmens die Bereiche Datacenter, Cloud und Security-Dienstleistungen. Diese Leistungen wurden in 2023 für rund 1.250 Kunden im Mittelstand, über sämtliche Branchen hinweg und im Wesentlichen in Baden-Württemberg, vermehrt aber auch außerhalb des Bundeslandes, umgesetzt.

Hierfür unterhielt die Gesellschaft Standorte in den Städten Pforzheim (Headquarter), Göppingen, Freiburg, Stuttgart und Berlin.

Das Geschäftsjahr der abtis GmbH war damit auch im 21. Jahr ihres Bestehens von Wachstum und Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens sowie der verschiedenen Geschäftsbereiche geprägt.

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren des Managements sind die Umsatzerlöse und die Rohmarge.

Die wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren des Managements sind im personellen Bereich Fluktuation, Krankenstand und Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Kundenbelange, hier Zufriedenheit, bzw. Kundenwachstum, da die Unternehmensstrategie auf Skalierung ausgelegt ist.

Die Umsatzerlöse des Unternehmens stiegen um rund 11,6% gegenüber dem Vorjahr (Umsatzerlöse operativ). Die positive Abweichung zum Planwert beträgt 1,6%-Punkte. Die Gesamtleistung des Unternehmens stieg um rund 14,1% zum Vorjahr, ein Plus zum Planwert von rund 2,1%-Punkten. Hier ist der Zuwachs im Wesentlichen im Ausbau der Kerngeschäftsbereiche Cloud- und Security-Services begründet.

Das Volumen im Handelsgeschäft war gegenüber dem Vorjahr und wie bereits in der Jahresplanung avisiert erneut geringer ausgefallen. Der Rückgang von rund 11,6% ist mitunter auf die Folgen von wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten zurückzuführen. Geplant war ein Rückgang von 10,3%. Gleichzeitig nimmt dieser Geschäftsbereich einen immer kleineren Anteil an der Gesamtwertschöpfung der abtis GmbH ein. Mit inzwischen über 70% Umsatzanteil in den strategischen Geschäftsbereichen, allen voran die monatlich wiederkehrenden Umsatzerlöse, entwickelt sich das Unternehmen deutlich schneller als erwartet in Richtung eines vollständigen Service-Anbieters. Insgesamt konnte das Unternehmen rund 300 Neukunden in 2023 verzeichnen.

Insgesamt konnte aufgrund dieser positiven Entwicklung der betriebliche Rohertrag um rund 17,9% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Steigerung zum Planwert beträgt rund 7,6%-Punkte.

Die Personalkosten lagen mit Mio. EUR 10,4 rund 10% höher als im Vorjahr (Mio.EUR 9,5), geplant war eine Steigerung um rund 3,0%. Der anhaltende Wachstumskurs der Gesellschaft forderte auch in 2023 eine Erweiterung des Personalstammes. Dabei wurde die Mitarbeiterzahl der abtis GmbH von 112 Personen auf 134 erhöht. Nach wie vor bildet die Gesellschaft pro Jahr zwischen 5-6 neue Auszubildende aus, so dass in Summe pro Jahr rund 15-18 Personen in Ausbildung in der Gesellschaft aktiv sind.

Die Fluktuationsquote im Wirtschaftsjahr 2023 lag bei durchschnittlich 0,53% gegenüber 0,73% im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um rund 33,1%, von Mio.EUR 2,7 auf Mio. EUR 3,6. Auch hier machte sich das Wachstum des Unternehmens bemerkbar. Daneben spielten Forderungsausbuchungen i.H.v. TEUR 519 gegen Kunden sowie eine Tochtergesellschaft eine Rolle. Das Jahresergebnis selbst wurde wesentlich durch die immense Investitionstätigkeit (rund Mio. EUR 3,6 / VJ 2,2) in die eigene abtis-Portal-Welt und die dadurch erfolgte Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände beeinflusst. Die auf diese insgesamt aktivierten Beträge entfallenden passivierten latenten Steuern liegen bei rund Mio. EUR 1,9 (VJ 1,0). Allerdings wurden diese, aufgrund des in 2023 erstmals in Kraft getretenen Ergebnisabführungsvertrages, auf die Muttergesellschaft, die abtis Holding AG, transferiert.

Die Gesellschaft schließt mit einem Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres von Mio. EUR 4,1 ab. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 357 %. Unter Berücksichtigung der latenten Steuerposition aus 2022 läge der Zuwachs immer noch bei 44 % gegenüber dem Vorjahr.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote steigert sich von rund 16% im Vorjahr auf rund 34% im Geschäftsjahr. Dies bezieht sich auf eine Bilanzsumme von inzwischen Mio. EUR 19,1 (VJ 14,9). Ursächlich hierfür ist, dass aufgrund der bestehenden Abführungssperre nach § 268 HGB ein Großteil des Jahresüberschusses nach Inkrafttreten des Ergebnisabführungsvertrages nicht an die Muttergesellschaft abgeführt wurde.

Die Vermögenslage des Unternehmens ist als gut zu bezeichnen. Trotz der steigenden Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögenswerte ist nach wie vor der überwiegende Teil des Vermögens im Umlaufvermögen und damit in kurzfristig liquidierbarer Form gebunden. Die Finanzlage ist aus heutiger Sicht als sehr gut zu beschreiben. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen - unter Abzug von Skonto - zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Insbesondere aus dem genannten monatlichen Geschäft ergeben sich sowohl umsatz- als auch aufwandsseitig zunehmend steigende Abgrenzungsbeträge. Diese sind - umsatzsseitig - seit diesem Geschäftsjahr vorrangig im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (Mio. EUR 2) und aufwandsseitig im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (Mio. EUR 1,1) ausgewiesen.

Das Fremdkapital gliedert sich in Rückstellungen und langfristige sowie kurzfristige Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen i.H.v. Mio. EUR 1,4 (rund 7% der Bilanzsumme). Gleichzeitig bestehen liquide Mittel zum Jahresabschluss i.H.v. Mio. EUR 2,6.

2. RISIKOBERICHT

2.1 GRUNDSÄTZE DES RSIKOMANAGEMENTS

Die abtis GmbH definiert Risiken als ungünstige künftige Entwicklungen, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Ertrags- oder Liquiditätslage auswirken können. Dabei wird unterschieden zwischen Forderungsausfallrisiko, Marktpreisrisiko, operationellem Risiko sowie Liquiditätsrisiko. Das Geschäftsmodell erfordert die Fähigkeit zur Identifizierung, Messung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken. Dabei gilt der Grundsatz, Risiken bei allen Aktivitäten nur in dem Maße einzugehen, wie dies zur Erreichung der geschäftspolitischen Ziele erforderlich ist. Vor diesem Hintergrund hat der Geschäftsführer als verantwortliches Organ ein angemessenes und funktionsfähiges Risikomanagementsystem eingerichtet, das den internen Anforderungen gerecht wird und gleichzeitig die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Aufgrund der implementierten Methoden, Modelle, organisatorischen Regelungen und IT-Systeme ist die abtis in der Lage, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und angemessene Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Angemessenheit und Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems wird regelmäßig intern, u.a. durch Regel-Reportings zu Außenständen (Faktura, Finanzbuchhaltungsberichte - tagesaktuell), Planabweichungsanalysen (GL - quartalsweise) und Sales-Controlling (Sales Operations - monatlich) und extern, u.a. im Rahmen der ISO-Rezertifizierung, sowie vom externen Datenschutz-Beauftragten, überprüft.

2.2 ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS

Das Risikomanagementsystem der abtis GmbH umfasst Vorkehrungen und Maßnahmen zur Risikostrategie, Risikotragfähigkeit, Risikosteuerung und Risikoüberwachung sowie ein Risikofrüherkennungssystem. Risikomanagement und Risikocontrolling sind auf Grund der Wichtigkeit und der Betriebsgröße auf der Geschäftsleitungsebene angesiedelt. Unter Risikomanagement wird die Umsetzung der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Das Risikocontrolling identifiziert, quantifiziert, limitiert und überwacht die Risiken und ist verantwortlich für die Risikoberichterstattung.

2.3 RISIKOARTEN

• Forderungsausfallrisiko

Unter Forderungsausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass bestimmte Forderungen und Außenstände bei Kunden nicht mehr beizubringen sind, weil diese an Bonität verlieren oder gänzlich als Zahlungsadressat ausfallen.

Beurteilung

Das Forderungsausfallrisiko hat für das Unternehmen aktuell nur eine untergeordnete Bedeutung. Zum einen lagen die Forderungsausfälle der vergangenen Perioden bei < 0,25%, zum anderen wurde im Jahr 2022 eine umfassende Forderungsausfallversicherung abgeschlossen, die das bisherige Factoring abgelöst hat. Während das Factoring lediglich das Handelsgeschäft und damit einen inzwischen geringeren Teil des Gesamtumsatzes des Unternehmens abgesichert hat, umfasst die Forderungsausfallversicherung auch Forderungen aus dem Verkauf von Dienstleistungen, Lizenzen und Speicherplatz und somit die komplette Produkt- und Servicepalette der abtis. Die Forderungsausfallversicherung hat sich im Rahmen vermehrter Insolvenzfälle im Kundenstamm der abtis im Jahr 2023 bewährt, da, neben offenen Forderungen auch vertragliche Verpflichtungen aus dem Lizenzgeschäft mit bis zu einem Jahr Laufzeit abgesichert sind und der Schaden für die abtis somit minimiert wird.

Steuerung

Das Unternehmen prüft wöchentlich die Forderungsbestände. Das Mahnwesen ist 3-stufig und automatisiert.

• Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Möglichkeit, dass laufenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder anderen Verbindlichkeiten nicht planmäßig nachgekommen werden kann.

Beurteilung

Das Liquiditätsrisiko hat für das Unternehmen eine wesentliche Bedeutung. Aufgrund des starken Umsatzwachstums erhöhen sich die Lieferantenverbindlichkeiten entsprechend.

Steuerung

Das Unternehmen hat die Fristigkeit der Zahlungsziele der Lieferanten verlängert. Gleichzeitig wurde die bestehende Liquidität durch die erfolgreichen Geschäftsjahre von 2019 bis 2023 stetig verbessert.

Die Geschäftsleitung prüft kontinuierlich die Höhe und Zeitpunkt fälliger Verbindlichkeiten im Vergleich zu verfügbaren liquiden Mitteln sowie zu erwartenden Mittelzuflüssen, um etwaige Liquiditätsbedarfe rechtzeitig identifizieren zu können.

• Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko bezeichnet mögliche Wert- und Preisveränderungen der vom Unternehmen vertriebenen Produkte und Leistungen. Währungs- oder Wechselkursrisiken bestehen in geringem Umfang.

Beurteilung

Der Preisverfall, bzw. die Margenreduzierung im Handelssegment schreitet gemäßigt und kontinuierlich voran. Teilweise kann diese Entwicklung durch erhöhte Einkaufsmengen und nachhaltige Preisverhandlungen kompensiert werden. Kein Preisverfall ist bei den Cloudvereinbarungen zu beobachten, auch die Margen bei den Managed-Produkten sind stabil. Gleichzeitig verbessern sich die erzielbaren Verkaufspreise bei Dienstleistungen, zum einen aufgrund der hochspezialisierten Consultingleistungen sowie auch der Knappheit von Ressourcen am Markt.

Steuerung

Die Gesellschaft reagiert auf die bestehenden Marktpreisrisiken vorrangig durch Optimierungen der bestehenden Geschäftsfelder als auch die Erschließung neuer attraktiv erscheinender Geschäftsfelder.

• Ertragsrisiko

Das Ertragsrisiko bezeichnet das Risiko des Unternehmens, die laufenden Kosten nicht durch Erträge decken zu können.

Beurteilung

Das Unternehmen unterliegt einem Ertragsrisiko. Dieses Risiko kann sich realisieren, indem Kunden dem Unternehmen keine neuen Aufträge erteilen oder bestehende Beauftragungen widerrufen und die Gesellschaft Ertragsquellen verliert. Wesentlich gemindert wird dieses Risiko durch den vermehrten Abschluss von Cloud- und abtis Serviceverträgen mit teilweise mehrjähriger Laufzeit und des grundsätzlichen Abonnementmodells bei diesen und allen weiteren Managed-Produkten.

Steuerung

Das Ertragsrisiko wird durch ein Forecasting, Auftrags- und Margencontrolling gesteuert. Das Unternehmen hat hierzu eine laufende Überwachung im Rahmen des Vertriebscontrollings geschaffen.

Durch das kontinuierliche Wachstum der Geschäftsbereiche Dienstleistungen und Managed Services steigt auch der Anteil gesicherter Erträge stetig an.

Zudem ermittelt das Unternehmen regelmäßig die Basis und Höhe seiner laufenden Kosten. Die Geschäftsleitung wird die laufenden Kosten kontinuierlich gegenüber den erwarteten Erträgen spiegeln und kurzfristig Gegenmaßnahmen ergreifen, sofern aus Ertragsrisiken Kostenreduzierungen notwendig sind.

Das Unternehmen plant vorausschauend und rollierend jeweils für fünf Jahre sowie auf Monatsebene. Mindestens anhand des monatlichen Reportings ermittelt das Unternehmen in einer fortgeschriebenen Gewinn- und Verlustrechnung die laufenden Kosten. Diese werden dem laufenden Unternehmens-Forecasting gegenübergestellt.

• Operationelles Risiko

Das Unternehmen definiert das operationelle Risiko als Gefahr von Verlusten, die in Folge von Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten können.

Beurteilung

Die Geschäftsleitung definiert die operationellen Risiken als untergeordnetes Risiko für das Unternehmen.

Steuerung

Zur Steuerung der operationellen Risiken wurden für sämtliche organisatorischen Vorgänge Prozesse definiert. Soweit es durch den Umfang der Geschäfte erforderlich ist, hat die Geschäftsleitung ein Organisationshandbuch erstellt, in dem Organisations- und Ablaufprozesse definiert sind und überwacht werden. Außerdem finden regelmäßige Fortbildungen für die Führungskräfte und Schulungen der Mitarbeiter statt.

Das Unternehmen ist ISO-zertifiziert. Sämtliche hier definierten und dokumentierten Prozesse werden im Rahmen der Rezertifizierung laufend aktualisiert.

• Operationelle Risiken aus dem Geschäftsmodell

Das Unternehmen berät, konzipiert und implementiert IT-Lösungen direkt beim Kunden. Es besteht das Risiko, dass Beratungsfehler zu Vermögensschäden bei den Kunden führen. Es besteht auch das Risiko, dass die Geschäftsleitung wesentliche Entwicklungen und Trends in der IT-Branche nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt. Dadurch sind Grundsatzentscheidungen möglich, die eine langfristige Erreichung der Unternehmensziele erschweren oder sogar unmöglich machen.

Beurteilung

Etwaige Beratungsfehler sind im Rahmen einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgedeckt, diese brauchte allerdings in der bisherigen Geschichte des Unternehmens noch nicht in Anspruch genommen werden. Der Trend im IT-Sektor, geprägt durch zunehmende Komplexität und erweiterte Anforderungen an die IT, führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Digitalisierungsstrategien. Die Gesellschaft hält daher das Geschäftsmodell grundsätzlich für zukunftsfähig.

Steuerung

Das Unternehmen wird sich durch fortwährende Marktbeobachtung über Veränderungen informieren. Auf Bedrohungen für das Geschäftsmodell und die Produkte und Dienstleistungen wird es reagieren und ggf. die erforderlichen Maßnahmen einleiten.

Mindestens zweimal jährlich nimmt die Geschäftsleitung eine kritische Bewertung des Geschäftsmodells vor und bespricht und evaluiert entsprechende Tendenzen sowie die Notwendigkeit von Änderungen im Geschäftsmodell.

• Reputationsrisiko

Das Reputationsrisiko bezeichnet die Möglichkeit, dass in der öffentlichen Wahrnehmung oder der Kundenwahrnehmung die Kompetenz oder Integrität der Gesellschaft durch Fehlverhalten maßgeblich gestört wird.

Beurteilung

Das Reputationsrisiko wurde bisher als eher gering eingeschätzt. Aufgrund der Vielzahl von Kunden in unterschiedlichsten Branchen bestehen keinerlei Klumpenrisiken.

Im Zusammenhang mit der steigenden Bedrohungslage auf dem Feld der Cybersecurity steigt allerdings ein Reputationsrisiko im Falle eines erfolgreichen oder partiell erfolgreichen Angriffs.

Steuerung

Das Unternehmen steuert das Reputationsrisiko mittels laufender Qualitätsfeedbacks seitens Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden.

Eskalationen werden im Rahmen der Geschäftsleitungssitzungen besprochen und Maßnahmen zur Begegnung unmittelbar eingeleitet. Sofern Mitarbeiter oder die Geschäftsleitung feststellen, dass Gefahren für die Reputation des Unternehmens begründet werden, werden unverzüglich entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung des Reputationsrisikos eingeleitet.

Dem steigenden Bedrohungsrisiko aufgrund potentieller Angreifer wir mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen begegnet. Sämtliche Mitarbeiter werden mit Hilfe interner Schulungskonzepten sensibilisiert. Es werden gruppenweit modernste Systeme eingesetzt (MFA, KI-basierte Erkennung von Anomalien, Zero-Trust, CDOC, etc.).

• Personalrisiko

Personalrisiken sind der Ausfall von Mitarbeitern durch Austritt oder Krankheit, sowie fehlende Leistungsbereitschaft von Mitarbeitern, ebenso wie der falsche Einsatz von Mitarbeitern.

Beurteilung

Die Dienstleistungen des Unternehmens gegenüber Kunden sind höchstsensibel. Motivation, Qualifikation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter sind für das Unternehmen von hoher Wichtigkeit.

Steuerung

Das Unternehmen steuert das Personalrisiko durch einen qualifizierten Personalauswahlprozess. In diesen Prozess können externe Dienstleister einbezogen werden. Mitarbeiter erhalten durch regelmäßige Schulungen intern und extern stets die notwendige Qualifikation.

Zur Steuerung und vor allem der Motivation der Mitarbeiter besteht bei vielen Mitarbeitern die Möglichkeit einer variablen Vergütung (Zielvereinbarungen). Des Weiteren bestehen für sämtliche Bereiche Laufbahn- und Qualifizierungsmodelle und die Mitarbeiter haben ein Wahlrecht auf Arbeit aus dem Homeoffice.

Durch regelmäßige Personalgespräche steuert die Geschäftsleitung das Personalrisiko. Mindestens einmal im Jahr sind dabei mit den Mitarbeitern Personalgespräche zu führen, um ihre Zufriedenheit, Leistungsbereitschaft und Risikoaffinität zu überprüfen.

Über ein im Jahr 2023 gestartetes Beteiligungsprogramm, mit dem die Mitarbeiter an der positiven Entwicklung des Unternehmens partizipieren, wird zudem die Bindung an das Unternehmen gefördert.

• Rechtsrisiko

Rechtsrisiken umfassen das Risiko nachteiliger Wirkungen durch neue gesetzliche Regelungen, Unwirksamkeit oder Mangelhaftigkeit vertraglich vereinbarter Bestimmungen, sowie deren mangelnde Durchsetzbarkeit vor Gericht.

Beurteilung

Die Rechtsrisiken sind im Rahmen der Dienstleistungen des Unternehmens hoch. Aus der kundenspezifischen Dokumentation müssen sich das genaue Leistungsspektrum und der Erwartungshorizont des Kunden gegenüber der Gesellschaft ergeben. Haftungsrisiken sollen durch geeignete Dokumentation so weit wie möglich ausgeschlossen werden.

Steuerung

Die Steuerung der Rechtsrisiken erfolgt durch Orientierung an Branchenstandards und Zertifizierung

Im Rahmen des Eskalationsmanagements kann das Unternehmen Rechtsrisiken aus Kundenprojekten frühzeitig erkennen. Sobald Kundenbeschwerden eingehen, wird das entsprechende Risiko aus Rechtsstreitigkeiten innerhalb der Geschäftsleitung evaluiert und entsprechende Maßnahmen beschlossen.

3. PROGNOSEBERICHT

Im Jahr 2024 und darüber hinaus erwartet die abtis GmbH aufgrund der fortschreitenden Digitalisierungsbewegung im Mittelstand eine steigende Umsatztätigkeit im Bereich Managed-Services, Cloud-Services und Security. Hierdurch wird die Transition der Umsatztätigkeit im Unternehmen weiter vorangetrieben. Die weiterhin zurückhaltenden Investitionstätigkeiten im Bereich IT-Infrastruktur werden sich im Jahr 2024 fortsetzen und zu einem weiteren Rückgang im Handelsgeschäft führen. Die Umsatzverteilung wird sich dadurch weiter zu Gunsten der strategischen Geschäftsbereiche verschieben.

Insgesamt rechnet das Unternehmen durch den Ausbau der strategischen Bereiche für das Jahr 2024 mit steigenden Umsatzerlösen in der Größenordnung von rd. 16,6%, bei weiteren geplanten Minderungen im Tradingbereich (-26,1%). Dieser Bereich wird allerdings, so die Planung, durch Zuwächse im Segment Cloud-Services kompensiert.

In 2024 wird die Rohertragsmarge um rund 5,3% im absoluten Wert steigen.

Für 2024 sind Personalaufwendungen i.H.v. Mio.EUR 12,2 geplant. Dies bedeutet eine Steigerung um rund 17,6%. Dabei sollen u.a. zahlreiche Maßnahmen im Personalbereich dazu führen, dass der Krankenstand niedrig bleibt und sich Fluktuation auf Mitarbeiter mit verbesserungswürdiger Leistung beschränkt.

Unter Abwägung aller Chancen und Risiken prognostizieren wir also aus heutiger Sicht und trotz der Herausforderungen des Ukraine- und des Israel-Kriegs ein weiterhin deutliches Wachstum in Umsatz und Ertrag für 2024.

 

Pforzheim, den 31.3.2024

Thorsten Weimann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.935.845,31 4.041.489,71
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.517.882,31 3.555.215,71
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.569.447,00 766.273,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 3.885.972,31 2.696.465,71
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 62.463,00 92.477,00
II. Sachanlagen 417.962,00 486.273,00
1. technische Anlagen und Maschinen 258.701,00 313.733,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 159.261,00 172.540,00
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
1. Beteiligungen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 11.056.660,45 10.717.922,51
I. Vorräte 1.985.026,73 927.589,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.490.321,81 6.981.716,89
1. Forderungen gegen Gesellschafter 1.514.220,45 692.370,15
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.246.784,32 692.370,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.219,74 532.041,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 27.167,78
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.934.881,62 5.757.305,36
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 563.355,73 50.466,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.581.311,91 2.808.615,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.104.250,20 121.925,36
Aktiva 19.096.755,96 14.881.337,58

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.505.419,31 2.361.020,28
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 2.311.020,28
III. Jahresüberschuss 4.144.399,03
IV. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 2.311.020,28
davon Gewinn-/Verlustvortrag 1.405.549,02
B. Rückstellungen 409.481,89 619.493,95
C. Verbindlichkeiten 10.173.866,26 10.860.823,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.408.031,37 744.486,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.408.031,37 744.486,27
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 479.017,48 721.256,57
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 6.812,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 479.017,48 714.444,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 8.286.817,41 9.395.080,51
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 8.286.817,41 9.395.080,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.007.988,50
E. Passive latente Steuern 0,00 1.040.000,00
Passiva 19.096.755,96 14.881.337,58

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.079.335,74 15.340.524,57
2. Personalaufwand 10.408.925,59 9.451.497,08
a) Löhne und Gehälter 8.965.984,48 8.268.143,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.442.941,11 1.183.353,40
davon für Altersversorgung 27.918,97 21.083,19
3. Abschreibungen 869.749,30 489.650,75
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 869.749,30 441.595,75
davon außerplanmäßige Abschreibungen 83.399,99 49.754,60
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 48.055,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.612.893,16 2.714.225,78
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 95.324,48 71.435,56
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.860,60 7.287,56
davon aus verbundenen Unternehmen 891,00 629,43
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 899.999,00
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 899.999,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 116.201,08 78.618,43
davon an verbundene Unternehmen 45.206,28 41.295,85
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.040.000,00 798.094,81
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.040.000,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 611.625,00
9. Ergebnis nach Steuern 4.158.427,21 915.726,28
10. sonstige Steuern 14.617,66 10.255,02
11. Erträge aus Verlustübernahme 589,48
12. Jahresüberschuss 4.144.399,03 905.471,26
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.405.549,02
14. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 2.311.020,28

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die abtis GmbH hat ihren Sitz in Pforzheim und wird beim Amtsgericht Mannheim unter der Registernummer HRB 240854 geführt.

Der Jahresabschluss der abtis GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und den Vorschriften des GmbHG sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 274a, 276 und 288 HGB in Anspruch.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen mit den im Anhang genannten Ausnahmen den Vorjahresgrundsätzen.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, erfolgen vorrangig im Anhang.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden geleistete Entwicklungsarbeiten innerhalb der immateriellen Vermögenswerte als "in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB als Herstellungskosten wird kein Gebrauch gemacht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.leisteten Anzahlungen sind zum Nennwert ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und ggf. Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Da zwischen der Gesellschaft und ihrer Gesellschafterin ab dem Berichtsjahr eine ertragsteuerliche Organschaft besteht waren für das Berichtsjahr keine Rückstellungen in der Gesellschaft selbst mehr zu bilden.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nominalwerten angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang). Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Bei den unter Beteiligungen ausgewiesenen Anteilen an anderen Gesellschaften handelt es sich um verbundene Unternehmen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind T€ 26 (Vj. T€ 172) gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben Euro 536.087,69 (Vj. Euro 26.614,25) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Darlehensforderung i.H.v. Euro 536.741,48 (Vj. Euro 25.352,66) gegen den Geschäftsführer der Gesellschaft enthalten. Hiervon ist ein Teilbetrag über nominal Euro 25.000 beidseitig mit einer Frist von vier Wochen kündbar. Ein Teilbetrag über nominal TEUR 159 hat eine Laufzeit bis 30.04.2025 und ein weiterer Teilbetrag über nominal TEUR 150 bis 31.08.2025. Alle Tranchen verzinsen sich mit 0,5 % p.a.

Darüber hinaus haben sämtliche hier nicht gesondert genannten Forderungen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen wird aus Gründen der Bilanzklarheit abweichend vom Vorjahr eine Forderung i.H.v. T€ 391 ausgewiesen, die im Vorjahr noch i.H.v. T€ 288 unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen wurde.

Im Vorjahr wurden Abgrenzungen aus Lizenzen (Umsatzerlöse sowie Materialaufwand) bei den sonstigen Vermögensgegenständen (T€ 746) sowie bei den erhaltenen Anzahlungen (T€ 1.540) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr werden diese Abgrenzungen als Korrekturposten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.684) sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.653) sowie im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 1.980) ausgewiesen.

Im Vorjahr belief sich der Gewinnvortrag auf € 1.405.549,02. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde erstmals der mit der Muttergesellschaft geschlossene Ergebnisabführungsvertrag wirksam. Aus diesem resultiert die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Verlustübernahme. Diese Verlustübernahmeverpflichtung der Muttergesellschaft ergibt sich - trotz eines Jahresüberschusses der Gesellschaft - aus der Berücksichtigung der Abführungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.

Hieraus resultiert zum Stichtag ein Gewinnvortrag von insgesamt € 2.311.020,28 aus der Zeit von vor Wirksamkeit des Ergebnisabführungsvertrages.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird zur Erhöhung der Transparenz kein Bilanzgewinn mehr ausgewiesen, sondern Gewinnvortrag und und Jahresergebnis getrennt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind T€ 12 (Vj. T€ 41) gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen haben T€ 143 (Vj. T€ 185) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und T€ 336 (Vj. T€ 539) eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren.

Alle übrigen, hier nicht gesondert genannten, Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 441 (Vj. T€ 697) Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 112, hiervon T€ 28 mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und T€ 84 mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren an Verbindlichkeiten gegen Minderheitsgesellschafter des Mutterunternehmens abtis Holding AG enthalten. Aus Gründen der Bilanzklarheit erfolgte der Ausweis dieser Verbindlichkeiten abweichend vom Vorjahr in den sonstigen Verbindlichkeiten statt wie im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Vorjahr belief sich der Saldo insoweit auf T€ 140, davon T€ 28 bis zu einem Jahr und T€ 140 ein bis fünf Jahre Restlaufzeit.

Zum Stichtag bestehen passive latente Steuern i.H.v. Euro 0,00 (Vj. Euro 1.040.000,00). Diese wurden gebildet auf die Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz aufgrund der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögenswerte. Die Bewertung erfolgte mit dem für die Gesellschaft geltenden Gesamtsteuersatz i.H.v. ca. 30%. Diese passiven latenten Steuern waren zum Geschäftsjahresbeginn aufgrund der erstmaligen Wirksamkeit des Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft und der daraus resultierenden ertragsteuerlichen Organschaft aufzulösen und stattdessen fortan bei der Muttergesellschaft zu bilden.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde unter Bezug auf § 288 Abs. 2 HGB unterlassen.

Im Geschäftsjahr wurden für die Entwicklung von Softwareplattformen angefallene Entwicklungskosten i.H.v. Euro 3.570.942,00 aktiviert. Hierin enthalten sind Kosten sowohl für eigene Softwareentwickler als auch für ergänzende Entwicklungsleistungen, die von Dritten bezogen wurden.

In den sonstigen betrieblichen Beträgen ist eine Steuergutschrift als Auszahlung einer staatlichen Forschungszulage für die Jahre 2020 und 2021 i.H.v. TEUR 314 enthalten.

Die Gesellschaft bezieht Managementdienstleistungen von ihrer Muttergesellschaft. Die Aufwendungen hierfür sind nicht vollständig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Stattdessen erfolgt aus Gründen der Ausweisstetigkeit und der wirtschaftlichen Aussagekraft ein Ausweis aufgeteilt auf mehrere Teile der Gewinn- und Verlustrechnung, vor allem in den Personalaufwendungen (TEUR 1.278) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 66).

V. Sonstige Pflichtangaben

Angaben zu außerbilanziellen Geschäften (§ 285 Nr. 3 HGB): Die Gesellschaft ist bei wichtigen Lieferanten (bspw. Microsoft, Dell etc.) hoch klassifizierter Kooperationspartner (bspw. Platin / Gold - Ranking). Auf dieser Grundlage kann die Gesellschaft im Gegensatz zu niedriger klassifizierten Wettbewerbern bestimmte Produkte und Dienstleistungen am Markt anbieten und erreicht damit eine herausragende Marktstellung. Zur Aufrechterhaltung dieser Klassifikationen ist es erforderlich, das jeweilige produktspezifische Know-How der Mitarbeiter und der Gesamtorganisation stets aktuell zu halten und die hierfür erforderlichen Aufwendungen zu tragen.

Nach § 268 Abs. 8 HGB besteht zunächst eine Ausschüttungssperre i.H.v. Euro 6.455.419,31 auf den Betrag der aktivierten selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte abzgl. der darauf entfallenden passiven latenten Steuern (ab diesem Geschäftsjahr nicht mehr gebildet, s.o.). Der bei erstmaligem Bestehen des Ergebnisabführungsvertrag nach § 268 Abs. 8 HGB abführungsgesperrte Betrag ermittelt sich durch Subtraktion des vororganschaftlichen Gewinnvortrags i.H.v. € 2.311.020,28 vom genannten Wert der aktivierten selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte. Hieraus ergibt sich bei einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung i.H.v. € 4.143.809,55 eine Verlustübernahmeverpflichtung der Muttergesellschaft in der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Höhe.

Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.534.

Zum Bilanzstichtag haftet die Gesellschaft aufgrund von Bürgschaften über insgesamt Euro 1,4 Mio für Darlehensverbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen bzw. Minderheitsgesellschaftern des Mutterunternehmens. Diese bei einem Kreditinstitut aufgenommenen Darlehen wurden vollständig an die Gesellschaft weitergereicht und valutieren zum Bilanzstichtag gegenüber dem Kreditinstitut noch i.H.v. TEuro 560. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

Darüber hinaus bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB.

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Der Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Ergebnisverwendung erfolgt auf einer gesonderten Gesellschafterversammlung.

Alleinvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer ist Herr Thorsten Weimann, Kaufmann und Informatiker, Remchingen.

Hinsichtlich der Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabea HGB wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.

Die Gesamtzahl der im abgelaufenen Berichtsjahr beschäftigten Arbeitnehmer gem. § 267 Abs. 5 HGB betrug 107.

Die Gesellschaft ist zu 100% beteiligt an der ProgX GmbH, Pforzheim. Zum 31.12.2023 betrug das Eigenkapital dieser Beteiligung T€ 11 und das (abführungsgesperrte) Jahresergebnis T€ 315.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die in diesem Jahresabschluss enthaltenen Informationen auswirken, haben sich nicht ergeben.

 

Pforzheim, den 31.3.2024

Thorsten Weimann

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 957.841,14 0,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 2.696.465,71 3.570.942,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 495.241,67 8.251,88 17.060,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.149.548,52 3.579.193,88 17.060,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 717.425,40 124.127,32 6.547,93
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 511.322,44 63.516,16 159.803,28
Summe Sachanlagen 1.228.747,84 187.643,48 166.351,21
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.804.646,63 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.804.646,63 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.182.942,99 3.766.837,36 183.411,21
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.381.435,40 3.339.276,54
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände -2.381.435,40 3.885.972,31
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 486.433,55
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.711.682,40
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 835.004,79
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 415.035,32
Summe Sachanlagen 0,00 1.250.040,11
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 1.804.646,63
Summe Finanzanlagen 0,00 1.804.646,63
Summe Anlagevermögen 0,00 10.766.369,14
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 191.568,14 578.261,40 0,00 0,00 769.829,54
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 402.764,67 38.263,88 17.058,00 0,00 423.970,55
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 594.332,81 616.525,28 17.058,00 0,00 1.193.800,09
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 403.692,40 176.448,86 3.837,47 0,00 576.303,79
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 338.782,44 76.775,16 159.783,28 0,00 255.774,32
Summe Sachanlagen 742.474,84 253.224,02 163.620,75 0,00 832.078,11
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.804.645,63 0,00 0,00 0,00 1.804.645,63
Summe Finanzanlagen 1.804.645,63 0,00 0,00 0,00 1.804.645,63
Summe Anlagevermögen 3.141.453,28 869.749,30 180.678,75 0,00 3.830.523,83
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 2.569.447,00 766.273,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 3.885.972,31 2.696.465,71
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 62.463,00 92.477,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 6.517.882,31 3.555.215,71
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 258.701,00 313.733,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 159.261,00 172.540,00
Summe Sachanlagen 0,00 417.962,00 486.273,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 1,00 1,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1,00 1,00
Summe Anlagevermögen 0,00 6.935.845,31 4.041.489,71

sonstige Berichtsbestandteile

 

Pforzheim 20.09.2024

Thorsten Weimann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.09.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die abtis GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der abtis GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der abtis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 20.09.2024

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Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Marco Kotschner, Wirtschaftsprüfer

Dr. Michael Maier, Wirtschaftsprüfer

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