Harbour Energy Algeria GmbH
Selbe AdresseErbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und Erdgas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastiaan van der Woude seit 4.2.2026 | Prokura |
Ralf Dr. Frenzel seit 4.2.2026 | Prokura |
Dirk Schöne seit 4.2.2026 | Prokura |
Claudia Elisabeth Kromberg seit 27.2.2024 | Geschäftsführer |
Karsten Rohlfs seit 5.3.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Harbour Energy Netherlands Holdings B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Harbour Energy Germany GmbH (vormals: Wintershall Dea Deutschland GmbH)HamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangDie Wintershall Dea Deutschland GmbH mit Firmensitz Am Lohsepark 8 in 20457 Hamburg, Deutschland, ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Registernummer HRB 161722 eingetragen. Mit der Wintershall Dea AG, Celle als herrschendem Unternehmen besteht seit dem 20.11.1998 (mit Änderung vom 20.11.2013) ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Im Rahmen einer Ausgliederung zur Neugründung hat die Wintershall Dea AG im Geschäftsjahr 2023 unter anderem die Anteile an der Wintershall Dea International GmbH, der direkten Muttergesellschaft der Wintershall Dea Deutschland GmbH, auf die neu gegründete Wintershall Dea Global Holding GmbH übertragen. Die Wintershall Dea Global Holding GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Wintershall Dea AG. Zum 01. November 2023 wurden konzerninterne Darlehensverträge der Wintershall Dea AG an die Wintershall Dea Global Holding GmbH abgetreten sowie bestehende Cash Management Vereinbarungen der Wintershall Dea AG mit Tochtergesellschaften von der Wintershall Dea Global Holding GmbH übernommen (Debt Push Down). Somit besteht die Cash Pooling Forderung der Wintershall Dea Deutschland GmbH nunmehr gegenüber der Wintershall Dea Global Holding. Der Jahresabschluss der Wintershall Dea Deutschland GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden Posten gemäß § 265 Absatz 7 HGB zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Abschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen sind in Tausend Euro (T€) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Die Gesellschaft ist ein Energieversorgungsunternehmen nach § 3 EnWG (Energiewirtschaftsgesetz). Energieversorgungsunternehmen haben die Rechnungslegungs- und Offenlegungspflichten gemäß § 6b Abs. 1 EnWG zu beachten. Unternehmen, die mit einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen (§ 3 Nr. 38 EnWG) verbunden sind, haben für jeden der in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche jeweils eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschlüsse) aufzustellen. Für Unternehmen, die keine der unter § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG aufgeführten Tätigkeiten wahrnehmen, sind keine gesonderten Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen. Unternehmen, die ausschließlich andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors bzw. andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors ausführen, brauchen für diese ebenfalls keine gesonderten Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH führte im Geschäftsjahr 2023 keine Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG aus. Da die Gesellschaft Energieerzeugerin ist und somit nur andere Tätigkeiten im Gassektor gemäß § 6b Abs. 3 Satz 3 EnWG ausübt, wurden keine Tätigkeitsabschlüsse aufgestellt. Gemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind im Anhang Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen gesondert auszuweisen. Als Geschäfte größeren Umfangs werden diejenigen Geschäfte angesehen, die in Zusammenhang mit den regulierten Tätigkeiten stehen, den Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit überschreiten und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH führte im Geschäftsjahr 2023 keine berichtspflichtigen Geschäfte nach § 6b Abs. 2 EnWG aus. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Die Wertansätze für das Anlagevermögen beruhen auf Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Bei Bohrungen umfassen die Herstellungskosten auch die Kosten von wirtschaftlich fündigen Explorationsbohrungen und noch laufenden Explorationsbohrungen, die als Produktionsbohrungen geeignet sind. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden auch anteilige Gemeinkosten in angemessenem Umfang einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer bzw. produktionsabhängig. Produktionsabhängige Sachanlagen (wie z. B. Bohrungen und Produktionseinrichtungen) sowie Konzessionserwerbskosten/Zeichnungsboni, die ausschließlich für die Entwicklungs- oder Produktionsphase gezahlt werden, werden nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben. Im Rahmen der Unit-of-Production-Methode wird die laufende Produktion der Periode bei aktivierten Bohrungen in das Verhältnis zu den sicheren "developed producing" Reserven und bei Konzessionserwerbskosten/Zeichnungsboni sowie Produktionseinrichtungen in das Verhältnis zu den gesamten sicheren Reserven gesetzt. Alle übrigen Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände werden, mit Ausnahme von Grund und Boden und grundstücksgleichen Rechten, linear abgeschrieben. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern in der Wintershall Dea Deutschland GmbH sind wie folgt:
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden im Jahr der Anschaffung zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 250 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden aktiviert und im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig abgeschrieben. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Im Finanzanlagevermögen enthaltene Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder Marktpreisen bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Im Zeitpunkt des Zugangs werden fertige Erzeugnisse zu Herstellungskosten aktiviert. Die Folgebewertung der vorhandenen Bestände wird nach der Durchschnittskostenmethode vorgenommen. Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden ebenfalls nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Als niedrigerer beizulegender Wert werden bei den Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Bei fertigen Erzeugnissen werden die Wiederherstellungskosten bzw. Wiederbeschaffungskosten oder der niedrigere voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten als niedrigerer beizulegender Wert in Ansatz gebracht. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten erfasst. Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Den individuellen Risiken wird durch ausreichend bemessene Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Pauschalabschläge Rechnung getragen. Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen, gebildet. Passiva Die bestehenden Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Absatz 3 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung in Verbindung mit § 6b EStG werden gemäß Artikel 67 Absatz 3 Satz 1 EGHGB beibehalten und fortgeführt. Gleiches gilt gemäß Artikel 67 Absatz 4 EGHGB für niedrigere Wertansätze aufgrund der in Vorjahren übertragenen § 6b-Rücklagen und der daraus resultierenden Abschreibung nach § 279 Absatz 2 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung. Diese Sonderposten werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der betroffenen Vermögensgegenstände aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - die eine generationsabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) gebildet. Sie wurden mit einem für Dezember 2023 prognostizierten Zinssatz abgezinst. Der Zinssatz beruht auf den von der Deutschen Bundesbank für November 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Markzinssätzen der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Absatz 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz betrug 1,82 % (31.12.2022: 1,78 %). Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % p. a. (31.12.2022: 3,0 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,3 % p. a. (31.12.2022: 2,3 %) unterstellt. Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen werden mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Willis Towers Watson Treuhand e. V. im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie werden gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich im Wesentlichen um Anteile an verschiedenen Fonds. Der beizulegende Zeitwert des beim Willis Towers Watson Treuhand e. V. angelegten Vermögens wurde aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet. Die Rückstellungen für Wiederherstellung und Verfüllung werden aufgrund öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen zum Rückbau von Produktionsanlagen sowie zur Verfüllung von Bohrungen und zur Wiederherstellung des Urzustandes von Betriebs- und Sondenplätzen gebildet. Ihrer Höhe liegen die erwarteten Vollkosten unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten und Vergleichskostensätzen des Wirtschaftsverbandes der Erdöl- und Gasgewinnung zugrunde. Bei der Bemessung dieser und der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen, gebildet. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Forderungen, Verbindlichkeiten und flüssige Mittel in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und der Bewertungsunterschied erfolgswirksam erfasst. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt weiterhin die Anwendung des Imparitätsprinzips. Erläuterungen zur Bilanz Aktiva (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 4 dargestellt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen ergaben sich im Wesentlichen aus Investitionen für Bohrungen und Fördereinrichtungen in den Feldern Mittelplate/Dieksand (47.537 T€), Emlichheim (18.644 T€), Weißenmoor (2.905 T€) sowie dem Neubau der Zentralen Messwarte in Völkersen (1.463 T€). Die Buchwertabgänge ergaben sich aus der Verschrottung nicht mehr gebrauchsfähiger Vermögensgegenstände. (2) Vorräte
In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind kumulierte Wertberichtigungen in Höhe von 11.104 T€ (31.12.2022: 10.526 T€) enthalten. Der Bestand an Fertigen Erzeugnisse verringert sich im Berichtsjahr um 52.434 T€ im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres im Wesentlichen durch die Bestandsveränderungen im Speicher Empelde (-52.550 T€), da im Vorjahr Mengen aus Zukauf in Höhe von -57.036 T€ bewertet zu Anschaffungskosten mit einem hohen Marktpreis eingespeichert und im Berichtsjahr komplett ausgelagert und verkauft wurden. Gegenläufig wirkt die Wieder-Einlagerung von Eigenproduktion in Höhe von 4.486 T€ im Berichtsjahr. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die konzerninterne Finanzierung mit der Konzerngesellschaft Wintershall Dea Global Holding GmbH in Höhe von 834.400 T€ (31.12.2022: 614.647 T€). Die verbleibenden 14.825 T€ (31.12.2022: 46.174 T€) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Gasverkäufen. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Geschäftsvorfälle mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr in Höhe von 0 T€ (31.12.2022: 872 T€) enthalten. (4) Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel bestehen in Form von Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fristigkeit bis zu drei Monaten. Passiva (5) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Wintershall Dea Deutschland GmbH beträgt am Bilanzstichtag 1.000 T€ (31.12.2022: 1.000 T€). Die Kapitalrücklage der Wintershall Dea Deutschland GmbH beträgt 74.774 T€ (31.12.2022: 74.774 T€). Seit dem 20.11.1998 (mit Änderung vom 20.11.2013) besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Wintershall Dea AG als beherrschendes Unternehmen. Der Gesellschafter Wintershall Dea International GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Wintershall Dea AG mit einem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, ist 100%iger Gesellschafter der Wintershall Dea Deutschland GmbH und hat keinen Anspruch auf das Ergebnis der Wintershall Dea Deutschland GmbH. (6) Sonderposten Der Sonderposten beinhaltet die Sonderposten mit Rücklageanteil, die vor Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Wesentlichen in Verbindung mit § 6b EStG gebildet wurden. (7) Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergeben sich nach Verrechnung von Deckungsvermögen gemäß § 246 Absatz 2 HGB wie folgt:
Ausschüttungssperre In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre aus:
Die ausschüttungsgesperrten Beträge sind durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen eine Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 34.799 T€ (31.12.2022: 18.403 T€), Kosten für den Ausgleich von Gasmengen gegenüber einem Vertragspartner in Höhe von 111.300 T€ (31.12.2022: 70.910 T€) sowie die im Rahmen des Verkaufs eines süddeutschen Betriebes dem Käufer zugesicherte Übernahme von Kosten für den Rückbau in Landau in Höhe von 28.714 T€ (31.12.2022: 29.944 T€), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 24.968 T€ (31.12.2022: 13.823 T€) und sonstige Personalrückstellungen. (8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus der Verbindlichkeit gegenüber der Wintershall Dea AG für konzerninterne Verrechnungen in Höhe von 75.644 T€ (31.12.2022: -T€) und aus der Ergebnisabführung in Höhe von 11.896T€ (31.12.2022: 35.570 T€). Gegenüber anderen Konzerngesellschaften bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.953 T€ (31.12.2022: -T€) im Wesentlichen für Laborleistungen der Wintershall Dea TSC GmbH & Co. KG. (9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es sind für das Geschäftsjahresende keine Haftungsverhältnisse auszuweisen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen (31.12.2022: 933 T€). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Altersversorgung in Höhe von 4.097 T€ (31.12.2022: 5.949 T€) betreffen den Fehlbetrag für die mittelbaren Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit einer Fälligkeit im Folgejahr betragen 65.955 T€ (31.12.2022: 28.271 T€). (10) Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Im Rahmen des operativen Geschäftes ist die Wintershall Dea Deutschland GmbH unter anderem Preisänderungsrisiken ausgesetzt. Wintershall Dea Deutschland GmbH begrenzt dieses Risiko durch ein systematisches Risikomanagement. Den Risiken wird auch durch Sicherungsgeschäfte begegnet. Zum Stichtag bestehen Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Preisrisiken mit der Wintershall Dea AG und mit Banken. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH unterliegt einem strikten Risikomanagement. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien/Anweisungen verbindlich festgelegt. Derivative Finanzinstrumente werden nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt, sondern dienen ausschließlich der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit operativen Grundgeschäften. Bewertungseinheiten Geplante, hochwahrscheinliche Transaktionen werden mit den nachfolgenden Nominalwerten als Grundgeschäfte in Mikro-Bewertungseinheiten einbezogen.
Zur Absicherung des Preisrisikos eines Grundgeschäfts wird jeweils ein entsprechendes Preissicherungsinstrument abgeschlossen und mit dem Grundgeschäft zu einer Mikro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag wurden Sicherungsgeschäfte mit den folgenden Nominalwerten in die Bewertungseinheiten einbezogen:
Die in Bewertungseinheiten einbezogenen geplanten, hochwahrscheinlichen Transaktionen (Grundgeschäfte) unterliegen einem Wertänderungs-/Zahlungsstromrisiko im Hinblick auf einen sich im Zeitablauf ändernden Rohölpreis. Zur Sicherung des Preisrisikos eines jeden Grundgeschäfts wurde jeweils ein Derivat abgeschlossen, das dem gleichen Risiko unterlag, dessen Wertänderungen sich jedoch entsprechend gegenläufig zu denen des Grundgeschäfts entwickelt hat. Da sich die bewertungsrelevanten Parameter von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft nur geringfügig unterschieden, wurde erwartet, dass sich die gegenläufigen Wert-/Zahlungsstromänderungen zukünftig über die nächsten 24 Monate weitgehend ausgleichen werden. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wurde mittels Regressionsanalyse zu jedem Abschlussstichtag ermittelt. Hierbei wurde der Preiszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft anhand von Zahlen auf Basis der Vergangenheit ermittelt. Aus der hohen Konstanz des Zusammenhangs im Zeitablauf konnte geschlossen werden, dass prospektiv ein ebenso enger Zusammenhang zu erwarten ist. Ein Indiz für Ineffektivitäten ist eine Verringerung des Steigerungsmaßes aus der Regressionsanalyse unter das zum Sicherungszeitpunkt gewählte Steigerungsmaß hinaus. Bei den in die Mikro-Bewertungseinheiten einbezogenen, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen handelte es sich um monatliche Planumsätze aus Ölverkäufen. Die Ölverkäufe unterliegen einem Preisrisiko. Die Planmengen basieren auf langjährigen Erfahrungen aus der eigenoperierten Produktion und Vermarktung sowie auf der Analyse von gegebenen Produktionskurven, Druckverläufen und entsprechenden Produktionssimulationen. Die Planmengen wurden in der Vergangenheit durch den tatsächlichen Eintritt der prognostizierten Mengen bestätigt, so dass eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit für die geplanten Ölverkäufe unterstellt werden konnte. Die ökonomisch eingegangenen Sicherungsbeziehungen wurden auch im Rahmen der Bilanzierung durch handelsrechtliche Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) abgebildet. Zur Abbildung der sich im Rahmen einer Bewertungseinheit ergebenden gegenläufigen Wertänderung wurde die Einfrierungsmethode angewendet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (11) Umsatzerlöse
Die Umsätze wurden ausschließlich in Deutschland erzielt. Die Umsatzsteigerung im Erdgas in Höhe von 246 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus einer zusätzlichen Lieferverpflichtung an die BASF im Zeitraum Mai bis Dezember des Berichtsjahres, die teilweise durch geringere Absatzmengen und gesunkene Preise kompensiert wurden. In den Umsatzerlösen sind vereinnahmte Energiesteuern in Höhe von 1.095 T€ (2022: 1.259 T€) enthalten. Von diesen wurden selbst angemeldete Energiesteuern in Höhe von 1.007 T€ (2022: 1.263 T€) abgesetzt. (12) Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Verbindung mit dem Verkauf einiger Felder in Vorjahren (Portfoliobereinigung) im Wesentlichen aus nachträglichen Kaufpreisanpassungen in Höhe von 2.825 T€ (2022: 9.233 T€), Erträge aus der Abrechnung mit Konsortialpartnern für Verwaltungskosten und Durchleitungsgebühren in Höhe von 2.369 T€ (2022: 6.315 T€), Erträge aus der Auflösung von bergrechtlichen Rückstellungen im Wesentlichen aus dem Verkauf des Werkplatzes in Barnstorf in Höhe von 8.606 T€ (2022: - T€), Erträge aus der Abrechnung von Delegierten und Serviceleistungen an andere Konzerngesellschaften in Höhe von 3.475 T€ (2022: - T€) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 405 T€ (2022: 526 T€) ausgewiesen. (13) Materialaufwand
In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind Einstandskosten Handelswaren in Höhe von 386.608 T€ (2022:140.836 T€) sowie Förderabgaben in Höhe von 91.191 T€ (2022:139.311 T€) enthalten. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhen sich die Einstandskosten Handelswaren um 280.271 T€ durch eine zusätzliche Lieferverpflichtung an die BASF im Zeitraum Mai bis Dezember des Berichtsjahres. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Zuführungen für bergrechtliche Rückstellungen und Aufwendungen für die Rückstellungshöhe überschreitende Ausgaben in Höhe von 97.460 T€ (2022: 126.219 T€) enthalten. (14) Personalaufwand
Der Personalaufwand reduziert sich trotz leicht gestiegener durchschnittlicher Mitarbeiteranzahl durch geringere leistungsabhängige Entgeltbestandteile sowie geringere Aufwendungen für die Altersversorgung. (15) Abschreibungen Die Aufteilung der Abschreibungen ist in der Entwicklung des Anlagevermögens auf Seite 4 dargestellt. In den Abschreibungen sind im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagevermögen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung enthalten (2022: 38.938 T€). (16) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für konzerninterne Verrechnungen in Höhe von 73.476 T€ (2022: 61.058 T€), Aufwendungen für die Zuführung zur Rückstellung für den Ausgleich von Gasmengen gegenüber einem Vertragspartner in Höhe von 64.773 T€ (2022: - T€), Aufwendungen für die Zuführung zur Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 21.409 T€ (2022: 755 T€), Transformationsaufwand in Höhe von 11.555 T€ (2022: - T€), Sach- und Haftpflichtversicherungen in Höhe von 4.715 T€ (2022: 2.842 T€), Mieten für Gebäude, technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 4.617 T€ (2022: 2.932 T€) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 370 T€ (2022: 577 T€) sowie periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 5.449 T€ (2022: 1.683 T€) enthalten. (17) Ergebnis aus Finanzanlagen
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen die Erdgas Münster GmbH. (18) Zinsergebnis
Die Zinszuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergeben sich nach Saldierung von Aufwendungen und Erträgen aus dem zugehörigen Deckungsvermögen.
(19) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Es besteht kein Steuerumlagevertrag mit dem Organträger. Aufstellung des Anteilsbesitzes der Wintershall Dea Deutschland GmbH zum 31.12.2023 Die Wintershall Dea Deutschland GmbH hält seit dem 31.12.2023 Anteile an verbundenen Unternehmen von 100% als Kommanditist der Wintershall Dea TSC GmbH & Co. KG sowie 100% der Komplementärgesellschaft Wintershall Dea TSC Management GmbH. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2022 betrug 6.850 T€, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 -683 T€. Weiterhin hält die Wintershall Dea Deutschland GmbH eine Beteiligung von 33,64 % (2022: 33,64 %) an der Erdgas Münster GmbH, Münster. Das Eigenkapital der Erdgas Münster GmbH zum 31.12.2022 betrug 10.239 T€, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 8.951 T€. Sonstige Angaben Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden gemäß §286 Absatz 4 HGB nicht angeben. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Wintershall Dea Deutschland GmbH wurde im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit keine Vergütung gezahlt. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH, Hamburg ist indirekt eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Wintershall Dea AG, Celle. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Wintershall Dea AG einbezogen, der am Geschäftssitz der Gesellschaft, Friedrich-Ebert-Str. 160, 34119 Kassel / Am Lohsepark 8, 20457 Hamburg erhältlich ist. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers, der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch eingereicht und nach Einreichung im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die Wintershall Dea AG stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten und größten Kreis einen Konzernabschluss auf. Die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Honorars unterbleibt, da die Angabe im Konzernabschluss der Wintershall Dea AG, Celle, enthalten ist. Der Zahlungsbericht der Wintershall Dea Deutschland GmbH ist gemäß § 341s Absatz 2 HGB im Konzernzahlungsbericht der Wintershall Dea AG, Celle, enthalten. Der Konzernzahlungsbericht wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden, die eine Auswirkung auf den Jahresabschluss der Gesellschaft haben würden. Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat Prof. Dr. Mathias Wolkewitz, Vorsitzender General Counsel der Wintershall Dea AG Petra Angstmann, 1. Stellvertretende Vorsitzende SVP HR der Wintershall Dea AG Heiko Rehder, 2. Stellvertretender Vorsitzender Fördermeister Sylke Schauer SVP Accounting & Reporting der Wintershall Dea AG Marcus Winkler SVP Strategy und M&A der Wintershall Dea AG Ingo Zielmann Handwerker Geschäftsführung Robert Frimpong, Vorsitzender (bis 31. Januar 2024) SVP BU Germany & Managing Director der Wintershall Dea Deutschland GmbH Claudia Kromberg, Vorsitzende (ab 1. Februar 2024) SVP BU Germany & Managing Director der Wintershall Dea Deutschland GmbH Karsten Rohlfs VP Finance BU Germany & Managing Director der Wintershall Dea Deutschland GmbH
Hamburg, den 22. Februar 2024 Die Geschäftsführung Kromberg Rohlfs Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Organisation Die Wintershall Dea Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg ist ein in Deutschland tätiges Gas- und Ölunternehmen. Am 31. Dezember 2023 hält die Wintershall Dea International GmbH, Hamburg, 100% der Anteile an der Wintershall Dea Deutschland GmbH. Die Wintershall Dea International GmbH, Hamburg, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Wintershall Dea AG, mit der weiterhin wie in den Vorjahren ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Der Jahresabschluss der Wintershall Dea Deutschland GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der vollständige Jahresabschluss und Lagebericht der Wintershall Dea Deutschland GmbH werden im Unternehmensregister bekannt gemacht. Der Jahresabschluss sowie Lagebericht der Wintershall Dea Deutschland GmbH wurden für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 erstellt. 1.2. Geschäftsumfeld Die Wintershall Dea Deutschland GmbH ist ein deutsches Gas- und Ölunternehmen mit Explorations-, Erschließungs- und Produktionsaktivitäten. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH bündelt das gesamte deutsche Gas- und Ölgeschäft des Wintershall Dea- Konzerns. 1.3. Leistungsindikatoren Im Konzern werden unterschiedliche Leistungsindikatoren zur Kontrolle und Steuerung der Leistung und zur Erzielung nachhaltigen und wertorientierten Wachstums eingesetzt. Für Zwecke der Unternehmenssteuerung innerhalb des Wintershall Dea-Konzerns werden die teilweise aus den International Financial Reporting Standards (IFRS) abgeleiteten Kennzahlen adjustiertes EBITDAX (EBITDAX), Produktion, Investitionen in Feldesentwicklung und Produktion sowie Free Cash Flow verwendet. Zur Gewährleistung der wertorientierten Führung des Konzerns setzen wir Planungs- und Kontrollprozesse ein, um den Entscheidungsgremien im gesamten Konzern die wichtigsten Zahlen und Informationen an die Hand zu geben. Auf Basis der langfristigen Planung werden die entsprechenden Budgets festgelegt und im Laufe des Jahres mittels monatlicher Prognosen überwacht. Mit diesem Ansatz lassen sich etwaige Budgetabweichungen zeitnah ermitteln, analysieren und - bei negativen Entwicklungen - im größtmöglichen Umfang durch geeignete Gegenmaßnahmen ausgleichen. Dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der Wintershall Dea Deutschland GmbH kommt, wie in der Vergangenheit, für sich genommen keine Steuerungsfunktion im Sinne des konzernweiten Steuerungssystems zu. Vielmehr dient der Jahresabschluss als Ausschüttungsbemessung für den Gesellschafter. Der aus dieser Sicht bedeutsamste Leistungsindikator ist der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung/Ergebnis nach Ertragsteuern. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld Nach den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds hat sich das globale Wirtschaftswachstum von 3,5% im Jahr 2022 auf 2,9% im Jahr 2023 verlangsamt. Die Europäische Zentralbank geht davon aus, dass sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der Eurozone von 3,4% im Jahr 2022 auf 0,6% im Jahr 2023 verlangsamt hat. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere restriktivere Finanzierungsbedingungen, das schwache Handelswachstum und die geringere Zuversicht im Geschäfts- und Konsumentenbereich. Ölpreise Der durchschnittliche Ölpreis für Brent verringerte sich von 101 $ pro Barrel im Jahr 2022 auf 83 $ pro Barrel für 2023, da insbesondere Sorgen auf der Nachfrageseite, dass längerfristig höhere Zinsen das globale Wirtschaftswachstum und die Nachfrage abschwächen, den angebotsseitigen Sorgen gewichen sind. Diese beziehen sich vor allem auf die freiwilligen Produktionskürzungen der OPEC+, geringeren Förderquoten sowie den Konflikt zwischen Israel und der Hamas.
Gaspreise Der durchschnittliche TTF-Preis verringerte sich von 37 $/mscf im Jahr 2022 auf 13 $/mscf in der Berichtsperiode. Die europäischen Gaspreise normalisierten sich weiterhin im oberen Bereich der langfristigen, historischen Preise, aufgrund einer geringeren Nachfrage, eines hohen Bestands an eingespeichertem Gas aus dem letzten Winter sowie umfangreicher Lieferungen von LNG und Pipelinegas aus Norwegen und Nordafrika. Die Gaspreise sind weiterhin sensibel bezüglich externer Ereignisse, wodurch die Volatilität der Preise erhöht bleibt.
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Quelle: Heren/Argus/Platts; FX Umrechnung: EZB Währungen Der $ hat im Berichtszeitraum im Vergleich zum € abgewertet. Der € wurde durchschnittlich mit 1,08 $/€ im Geschäftsjahr 2023 gehandelt (Vorjahr: 1,05 $/€). Zum Jahresende notierte der € bei 1,10 $/€ (31. Dezember 2022: 1,07$/€). 3. Ertragslage und Geschäftsentwicklung Produktion
Darstellung der Produktion pro Tag und auf Basis von Working Interest. scf- standard cubic feet Im Berichtszeitraum hat Wintershall Dea Deutschland GmbH 64,9 Mio. scf/Tag an Erdgas und 19,1 Tausend Barrel Öl pro Tag gefördert. Insgesamt betrug die tägliche Förderung 30,7 Tausend Barrel Öläquivalente. Im Vorjahreszeitraum betrug die tägliche Förderung 33,5 Tausend Barrel Öläquivalente. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich insgesamt eine Produktionsabnahme um 8%, die einer natürlichen Produktionsabnahme in der Öl- und Gasproduktion entspricht. Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung der Wintershall Dea Deutschland GmbH (Kurzfassung)
Die Umsatzerlöse belaufen sich im Berichtsjahr auf 978 Mio. €. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 ergibt sich eine Umsatzsteigerung in Höhe von 177 Mio. €. Die Umsatzsteigerung im Erdgas in Höhe von 246 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus einer zusätzlichen Lieferverpflichtung an die BASF im Zeitraum Mai bis Dezember des Berichtsjahres. Den höheren Umsatzerlösen aus Handelsgeschäften stehen im Vergleich zum Vorjahr ein durch weniger Produktion und niedrigere Preise bedingter Rückgang der Umsatzerlöse aus Eigenproduktion gegenüber. Im Berichtsjahr hat der Ölumsatz mit 42% zu den Gesamterlösen beigetragen, der Bereich Gas mit 58%. Die sonstigen Erlöse machen einen Anteil von <1% aus. Die Ölumsätze belaufen sich auf 409 Mio. €, während die Gasumsätze 568 Mio. € betragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aufgrund geringerer Produktion und niedrigerer Preise eine Reduzierung des Gas- und Ölumsatzes aus der Eigenproduktion, die durch zusätzliche Handelsgeschäfte überkompensiert wird. Die sonstigen Umsätze enthalten im Wesentlichen Abrechnungen an Dritte (Konsortialpartner) und konzerninterne Dienstleistungen. Der Materialaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 713 Mio. €; im Vorjahr hatte die Gesellschaft einen Materialaufwand in Höhe von 531 Mio. €. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 ergibt sich durch zusätzliche Gas-Handelsgeschäfte eine signifikante Aufwandssteigerung aufgrund höherer Einstandskosten für Handelswaren (+246 Mio. €) sowie erhöhter Strombezugskosten (+12 Mio. €), die durch niedrigere Förderabgaben (-48 Mio. €) und geringere Zuführungen zu den bergrechtlichen Rückstellungen (-29 Mio. €) teilweise kompensiert werden. Der Personalaufwand im Berichtsjahr beträgt 75 Mio. €. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 sind die Personalaufwendungen um 12 Mio. € gesunken. Geringere Aufwendungen für die Altersversorgung sowie geringere leistungsabhängige Entgeltbestandteile im Berichtsjahr begründen die Reduzierung des Personalaufwandes. Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 49 Mio. €, im Vorjahr hatte die Gesellschaft Abschreibungen in Höhe von 95 Mio. €. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen im Berichtsjahr vorgenommen (Vorjahr: -39 Mio. €). Auch die planmäßigen Abschreibungen bewegen sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der geringeren Produktion auf niedrigerem Niveau. Das sonstige betriebliche Ergebnis verschlechtert sich im Berichtsjahr auf -152 Mio. € (Vorjahr: -39 Mio. €). Insbesondere die Erhöhung einer Rückstellung für den Ausgleich von Gasmengen gegenüber einem Vertragspartner (-65 Mio. €), die Zuführung zu einer Restrukturierungsrückstellung (-21 Mio. €) sowie Transformationsaufwand (-12 Mio. €) und höhere Kostenverrechnungen von der Muttergesellschaft (-12 Mio. €) verschlechtern das sonstige betriebliche Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis aus Finanzanlagen beträgt im Geschäftsjahr 2 Mio. €; es resultiert aus der Gewinnausschüttung der Erdgas Münster GmbH. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft 3 Mio. € ausgeschüttet. Das Zinsergebnis beläuft sich auf 21 Mio. € im Berichtsjahr. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft ein Zinsergebnis in Höhe von -5 Mio. € ausgewiesen. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Zinsertrag des konzerninternen Cash Pooling in Höhe von 24 Mio. € im Berichtsjahr und dem um 2 Mio. € geringeren Zinsaufwand für die Aufzinsung von Rückstellungen. Das Ergebnis vor Steuern im Berichtsjahr beläuft sich auf 12 Mio. €; im Vorjahr betrug es 47 Mio. €. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 verringert sich das Ergebnis vor Steuern durch mehrere Einmaleffekte um 35 Mio. €. Im Berichtsjahr ergeben sich keine direkten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, da mit dem Organträger keine Steuerumlagevereinbarung besteht. Somit beläuft sich das Ergebnis vor Gewinnabführung für das Berichtsjahr auf 12 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €). Die Vorjahres-Prognose für 2023 des deutlich über dem Wert aus 2022 liegenden Ergebnisses nach Ertragssteuern konnte aufgrund einer Rückstellungserhöhung für den Ausgleich von Gasmengen mit einem Vertragspartner, der Einstellung einer Restrukturierungsrückstellung sowie gestiegenen Konzernverrechnungen von der Muttergesellschaft nicht erreicht werden. Der Gewinn des Geschäftsjahres wird an die Wintershall Dea AG abgeführt. 4. Vermögens- und Finanzlage Bilanz der Wintershall Dea Deutschland GmbH (Kurzfassung)
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betragen im Berichtszeitraum 77 Mio. €; sie wurden ausschließlich in Deutschland getätigt. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Investitionen in die Felder Mittelplate/Dieksand (48 Mio. €), Emlichheim (19 Mio. €) und Weißenmoor (3 Mio. €) sowie in den Neubau der Zentralen Messwarte in Völkersen (2 Mio. €). Entwicklung der Vermögenslage Das Anlagevermögen beträgt 28% der Bilanzsumme. Die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 49 Mio. € und Anlagenabgänge in Höhe von 9 Mio. € wurden durch Neuinvestitionen in Höhe von 77 Mio. € in das Sachanlagevermögen sowie in Höhe von 11 Mio. € für den Kauf der Wintershall Dea TSC GmbH & Co. KG überkompensiert. Das Umlaufvermögen zum 31.12.2023 beläuft sich auf 985 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Umlaufvermögen um 169 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Cash Flow im Geschäftsjahr 2023, teilweise kompensiert durch den Abbau vom Bestand an Fertigen Erzeugnissen im Erdgasspeicher Empelde. Die Forderungen in Höhe von 939 Mio. € beinhalten 849 Mio. € Forderungen aus der konzerninternen Finanzierung und aus der Lieferung von Erdgas gegenüber anderen Konzerngesellschaften. Zum 01. November 2023 wurden konzerninterne Darlehensverträge der Wintershall Dea AG an die Wintershall Dea Global Holding GmbH abgetreten sowie bestehende Cash Management Vereinbarungen der Wintershall Dea AG mit Tochtergesellschaften von der Wintershall Dea Global Holding GmbH übernommen (Debt Push Down). Somit besteht die Cash Pooling Forderung der Wintershall Dea Deutschland GmbH nunmehr gegenüber der Wintershall Dea Global Holding. Die Forderungen aus der konzerninternen Finanzierung sind 220 Mio. € höher gegenüber dem Vorjahr und spiegeln aufgrund der weiterhin erwarteten positiven Cash Flows die solide Liquiditätslage der Gesellschaft wider. Die Eigenkapitalquote der Wintershall Dea Deutschland GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 6% (Vorjahr: 7%). Das Eigenkapital zum 31.12.2023 ist unverändert zum Vorjahr und beträgt weiterhin 76 Mio. €. Die Rückstellungen umfassen Verpflichtungen für Pensionen, Wiederherstellung und Verfüllung sowie die sonstigen Rückstellungen. Insgesamt belaufen sich die Rückstellungen zum 31.12.2023 auf 1.118 Mio. €; zum 31.12.2022 betrugen sie 984 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Rückstellungen um 134 Mio. € gestiegen, im Wesentlichen bedingt durch eine Zuführung zur Rückstellung für einen Ausgleich von Gasmengen mit einem Vertragspartner in Höhe von 65 Mio. €, Zuführungen zur Rückstellung für Wiederherstellung und Verfüllung aufgrund gestiegener Anforderungen beim Rückbau in Höhe von 92 Mio. € sowie eine Zuführung zu einer Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 21 Mio. €. Die Verbindlichkeiten betragen am 31.12.2023 159 Mio. €. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten hat mit Ausnahme in einer Höhe von 0,7 Mio. € eine Fälligkeit < 1 Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbindlichkeiten um 64 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Konzernverrechnungen in Höhe von 76 Mio. €, teilweise kompensiert durch die geringere Verbindlichkeit aus der zum Vorjahr um 24 Mio. € geringeren Ergebnisabführung an Wintershall Dea AG. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Wintershall Dea Deutschland GmbH stellt sich aufgrund des vorliegenden Ergebnisabführungs- und Verlustübernahmevertrages den Erwartungen entsprechend stabil dar. 5. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Wintershall Dea Deutschland GmbH beträgt im Berichtsjahr 530 (Ø 1. Januar-31. Dezember 2023). Im Vorjahr hatte die Gesellschaft eine durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter von 522. Am 31. Dezember 2023 beschäftigte Wintershall Dea Deutschland GmbH 21 Auszubildende; zum 31. Dezember 2022 beschäftigte die Gesellschaft 20 Auszubildende. Festlegung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst wird bei Wintershall Dea Deutschland GmbH wie folgt umgesetzt: Gemäß § 52 Absatz 2 GmbHG wurden im Jahr 2022 Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung beschlossen. Die nach diesem Beschluss aus 2022 bis zum 31.12.2025 zu erreichenden Zielgrößen liegen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 2 Frauen, was einem Anteil von 1/3 entspricht, und für den Frauenanteil in der Geschäftsführung bei Null Frauen. Die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung wurde 2022 mit Null festgesetzt, weil die Geschäftsführung nur aus 2 Personen besteht und die Geschäftsführer gerade erst 2019 bzw. Ende 2020 neu bestellt wurden. Die Festlegung der Zielgröße auf 1 Frau bis zum 31.12.2025 hätte als Signal für einen seinerzeit nicht beabsichtigten Wechsel in der Geschäftsführung missverstanden werden können. Zur Vermeidung eines solchen Signals wurde für die Zeit bis 31.12.2025 die Zielgröße Null festgelegt. Zudem wurden im Jahr 2022 gemäß den gesetzlichen Vorgaben in § 36 GmbHG Zielgrößen für den Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung beschlossen. Die nach diesem Beschluss bis zum 31.12.2025 zu erreichende Zielgröße liegt für den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung bei 2 Frauen, was einem Anteil von 20% entspricht, und für den Frauenanteil auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung bei 5 Frauen, was ebenfalls einem Anteil von 20% entspricht. Die Zielgröße für den Aufsichtsrat wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht. In der Geschäftsführung war im Geschäftsjahr 2023 keine Frau vertreten. Der tatsächliche Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 20% und liegt damit innerhalb der Zielvorgabe. Auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung konnte mit einem Frauenanteil von 7% die Zielvorgabe noch nicht erreicht werden. 6. Chancen und Risiken Die Wintershall Dea Deutschland GmbH ist Bestandteil des bestehenden konzernweiten Risikomanagementsystems. Risikomanagementsystem und -prozess Das Risikomanagementsystem von Wintershall Dea basiert auf dem COSO-Rahmenkonzept (herausgegeben vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission). Die Gesamtverantwortung für das konzernweite Risikomanagementsystem trägt der Vorstand der Wintershall Dea AG. Der Vorstand wird durch die Abteilung Corporate Risk Management unterstützt, die den Risikomanagementprozess koordiniert, entsprechende Strukturen und Methoden definiert und die notwendige Transparenz herstellt bzgl. der Risiken und Chancen sowie der entsprechenden Maßnahmen auf Gruppenebene. Die Risikomanagementrichtlinie legt die Rahmenbedingungen für das Risikomanagement des Wintershall Dea- Konzerns fest und wurde sowohl durch die Corporate Einheiten als auch die Business Units, angepasst an die jeweiligen lokalen Rahmenbedingungen, implementiert. Zudem steht ein umfangreicher Chancen- und Risikokatalog zur Verfügung, der dabei helfen soll, möglichst alle qualitativen und quantitativen Chancen und Risiken zu identifizieren. Wintershall Dea hat als Risikomanagementprozess einen Bottom-up-Ansatz etabliert, der regelmäßige Risikodialoge mit allen Einheiten der Organisation vorsieht. Die sich aus diesen Dialogen ergebenden Chancen und Risiken werden von der Einheit Risk Management zusammengefasst und mindestens zweimal im Jahr dem Vorstand berichtet. Darüber hinaus wird dem Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Planungszyklen stets ein aktualisiertes Portfolio mit allen Chancen und Risiken zur Verfügung gestellt. Ergeben sich neue Risiken, werden diese umgehend berichtet. Die Risiken werden im Weiteren absteigend in ihrer Bedeutung dargestellt. Risiken und Chancen aus der Öl- und Gaspreisentwicklung Die Wintershall Dea Deutschland GmbH ist als Teil des Wintershall Dea E&P-Konzerns insbesondere von internationalen und lokalen Öl- und Gaspreisen abhängig. Dabei sind Öl- und Gaspreise volatil und abhängig von Faktoren, die wir als Unternehmen nicht beeinflussen können. Unsicherheiten bezüglich der Erholung der Weltwirtschaft sowie über die Entwicklung der geopolitischen Konflikte, haben aktuell und voraussichtlich auch in der Zukunft einen wesentlichen Einfluss auf die Preise. Der Wintershall Dea-Konzern wirkt dem Öl- und Gaspreisrisiko mit Absicherungsgeschäften (Hedging) entgegen, um das Rating (Investment Grade) des Konzerns absichern und die Planbarkeit von Dividenden verbessern zu können. Das Ausmaß der Absicherung hängt dabei unter anderem von der finanziellen Situation des Konzerns sowie den aktuellen Preisentwicklungen an den Märkten ab. Spezifische Risiken der E&P-Industrie Die Gesellschaft unterliegt als Teil eines international tätigen E&P-Konzerns allen branchenüblichen Risiken (z. B. Blow Outs, Ölverschmutzungen). In Ergänzung zu unseren internen risiko-mitigierenden Maßnahmen, Vorschriften und Regularien schließen wir branchenübliche Versicherungen in den Ländern ab, in denen wir aktiv sind, um unserer Kerngeschäft vor Verlusten und Haftungsrisiken gegenüber Dritten zu schützen. Für die Gesellschaft ergeben sich außerdem Risiken vor allem aus eventuellen Fehleinschätzungen geologischer Strukturen und daraus resultierenden Fehlbohrungen. Zur Minderung dieser Risiken setzen wir modernste Technologien ein und verfolgen eine systematische Qualitätssicherung. Unsere Belegschaft wird zur Einhaltung der entsprechenden Anforderungen kontinuierlich qualifiziert und in allen wichtigen technischen Bereichen stetig fortgebildet. Wir setzen die modernsten Bohr- und Fördermethoden ein, sind einem stringenten Kostenmanagement verpflichtet und konzentrieren uns auf die Effizienz und Rentabilität unserer Assets. Reservenschätzungen können sich im Zeitablauf positiv wie negativ verändern und insoweit die laufenden Abschreibungen und den Wert der Aktiva beeinflussen. Grundsätzlich basieren die Schätzungen der ökonomisch förderbaren Öl- und Gasreserven auf verschiedenen Faktoren und Annahmen, die zum Zeitpunkt der Einschätzung getroffen worden sind. Dies umfasst insbesondere geologische und technische Schätzungen, die historische Produktion der Felder, die unterstellten Effekte staatlicher Regulierung sowie die Schätzung zukünftiger Öl- und Gaspreise und Kosten, die alle erheblich von den tatsächlichen Werten abweichen können. Die Wintershall Dea Konzernabteilung Integrated Reservoir Management verantwortet die Durchführung und Umsetzung des internen Prozesses zur Reservenermittlung und stellt dem externen Reservenprüfer die notwendigen Daten für das jährliche Audit zur Verfügung. Der Ausgleich von Gasmengen gegenüber einem Vertragspartner ist auf Basis aktuell für die Zukunft geplanter Herstellungskosten kalkuliert und berücksichtigt bereits zukünftig erwartete Preissteigerungen. Unerwartete Kosten- oder Produktionsveränderungen können die Bewertung positiv wie negativ beeinflussen. Risiken im Zusammenhang mit der Harbour-Transaktion Am 21. Dezember 2023 haben BASF und LetterOne als Anteilseigner von Wintershall Dea AG und Harbour Energy plc (Harbour) eine Vereinbarung zum Zusammenschluss beider Geschäfte unterzeichnet. Danach soll das E&P- Geschäft von Wintershall Dea an Harbour übertragen werden. Dies umfasst die Beteiligung an der Wintershall Dea Deutschland GmbH. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen wird ein Closing im vierten Quartal 2024 angestrebt. Im Zusammenhang mit der Harbour-Transaktion ist geplant, dass die Wintershall Dea Deutschland GmbH aus dem Konzern der WDAG herausgelöst und in den Harbour-Konzern integriert wird. Dies kann insbesondere Auswirkungen auf die IT-Infrastruktur und das Personal haben. Für die Gesellschaft ist es wichtig, Business Continuity sicherzustellen. IT: Im Rahmen der Harbour-Transaktion ist es notwendig, ununterbrochenen Zugriff auf die IT-Infrastruktur zu haben und geordnete Übergabeprozesse sicherzustellen, u.a. durch Vereinbarung entsprechender Transactional Service Agreements. Personal: Vor dem Hintergrund der laufenden Transformation und Umstrukturierung ist es wichtig, Schlüsselmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zu halten und den Wissenstransfer unter den Mitarbeitenden sicherzustellen. Liquiditäts- und Kreditrisiken Die Liquiditätsrisiken werden auf Basis von Cash Flow-Prognosen und Sensitivitätsanalysen eng beobachtet. Kreditausfallrisiken begegnen wir durch die gewissenhafte Prüfung unserer Geschäftspartner vor Abschluss eines Geschäfts und während der Vertragslaufzeit. Risiken und Chancen aus Währungsrisiken Wintershall Dea ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Schwankungen der Währungskurse ausgesetzt. Chancen und Risiken entstehen dabei vor allem aus Kursveränderungen von USD. Risiken im Zusammenhang mit Gesundheit, Sicherheit und des Umweltschutzes Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz genießen oberste Priorität bei Wintershall Dea: Die Exploration und Förderung von Gas und Öl erfordert Aktivitäten in zunehmend herausfordernden Regionen mit komplexen Lagerstättenbedingungen, sensiblen Lebensräumen und schwierigen politischen Bedingungen. Daher werden die entsprechenden Risiken in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz zunehmend komplexer. Minimiert werden diese Risiken durch die systematische Anwendung hoher HSE-Standards, die im Rahmen unseres integrierten HSE-Managementprogramms laufend verbessert und optimiert werden. Klimawandel und Energiewende Klimawandel, erhöhtes Umweltbewusstsein sowie ein stärkerer Wettbewerb zwischen erneuerbaren Energien haben in den letzten Jahren einen Trend hin zu einer höheren Energieeffizienz sowie strengeren Regulierungen bewirkt. Zudem wurde der Fokus im globalen Energiemix auf eine alternative und CO2 -reduzierte Energiegewinnung gelegt. Für Wintershall Dea besteht das Risiko insbesondere darin, dass dieser Trend langfristig zu einem Nachfragerückgang von Öl und Gas führt. In einigen Ländern wurden Klagen eingereicht, um den Druck auf die Gesetzgeber und die Industrie zu erhöhen. IT Risiken Für die IT-Systeme der Wintershall Dea Deutschland GmbH, die von der Wintershall Dea AG bereit gestellt werden, besteht das Risiko in einem unautorisierten Datenzugriff. Durch mobiles Arbeiten sowie die Einführung moderner Anwendungen zur Kommunikation und Zusammenarbeit, besteht zudem ein inhärentes Risiko beim Informationsschutz. Wintershall Dea hat deshalb eine moderne IT Infrastruktur mit hohen Sicherheitsstandards aufgebaut, um die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Unternehmensdaten gewährleisten zu können. Innerhalb der globalen Einheit Information Technology wurde zudem ein Team für Cybersicherheit etabliert, um zusammen mit externen Providern ein hohes Maß an Sicherheit für den Konzern sowie Dienstleister sicherstellen zu können. Personal Um Geschäfte effektiv führen zu können, ist die Wintershall Dea Deutschland GmbH auf qualifiziertes Personal angewiesen. Die Gewinnung neuer Mitarbeiter und die Bindung bestehender Fach- und Führungskräfte ist für das weitere Wachstum des Konzerns von entscheidender Bedeutung. Qualifiziertes Personal wird sowohl in den technischen als auch in den nicht-technischen Geschäftsbereichen benötigt. Insbesondere durch den sich entwickelnden Fachkräftemangel kann nicht garantiert werden, dass es der Gesellschaft in Zukunft gelingen wird, neue Mitarbeiter zu gewinnen oder das vorhandene Personal zu halten, welches für die Fortsetzung der Geschäftsexpansion und die erfolgreiche Durchführung und Umsetzung der Geschäftsstrategie benötigt wird. Gesamt-Risikoeinschätzung der Wintershall Dea Deutschland GmbH Die Einschätzung der Gesamtsituation des Risikoumfelds ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Wintershall Dea Deutschland GmbH gefährdenden Risiken ab. 7. Sicherheit Wir wollen jeden davor bewahren, im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit zu Schaden zu kommen - unser Ziel ist: Null Unfälle. Daher hat Sicherheit für uns bei Wintershall Dea oberste Priorität. Unsere weltweit gültigen Konzepte dienen dazu, sowohl unsere Mitarbeiter, Kontraktoren, Anlagen und die Umwelt zu schützen als auch die Nachbarn unserer Produktionsstandorte. Wiederkehrende Sicherheitsgespräche, Notfalltrainings, Workshops und Seminare zum bewussten Verhalten finden regelmäßig an allen unseren Standorten statt; sie gelten auch für unsere Kontraktoren. Darüber hinaus werden regelmäßig Sicherheitsaudits an unseren Standorten durchgeführt. 8. Forschung und Entwicklung Wir führen die für unsere Industrie typischen Explorations- und Erschließungsarbeiten von Kohlenwasserstofflagerstätten durch. Zur Unterstützung dieser Aktivitäten verfügen wir unter anderem über ein eigenes produktionstechnisches und geowissenschaftliches Labor. Der Schwerpunkt unserer Forschungsarbeit liegt in der stetigen Verbesserung der Methoden zur Exploration, Entwicklung und Ausbeutung von Kohlenwasserstofflagerstätten. Darüber hinaus erkunden wir Möglichkeiten zur Herstellung von Wasserstoff sowie in der Speicherung von Kohlendioxid. 9. Prognose Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Wintershall Dea Deutschland GmbH ein Ergebnis nach Ertragsteuern, das bedingt durch den Wegfall von Einmalaufwendungen in Form von Zuführungen zu Rückstellungen deutlich über dem Wert des Berichtsjahres liegt.
Hamburg, 22. Februar 2024 Die Geschäftsführung Kromberg Rohlfs Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wintershall Dea Deutschland GmbH, Hamburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wintershall Dea Deutschland GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wintershall Dea Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Frankfurt am Main, den 22. Februar 2024 KPMG AG Christian Wetzel, Wirtschaftsprüfer Christoph Ehlert, Wirtschaftsprüfer Inhaltsverzeichnis 1 Prüfungsauftrag 2 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks 3 Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter 4 Durchführung der Prüfung 4.1 Gegenstand der Prüfung 4.2 Art und Umfang der Prüfungsdurchführung 5 Feststellungen zur Rechnungslegung 5.1 Buchführung und zugehörige Unterlagen 5.2 Jahresabschluss 5.3 Lagebericht 6 Stellungnahme zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses 6.1 Erläuterungen zur Gesamtaussage 6.2 Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses 7 Feststellungen zur Entflechtung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG 8 Schlussbemerkungen Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Anlagenverzeichnis Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Allgemeine Auftragsbedingungen An die Wintershall Dea Deutschland GmbH, Hamburg 1 Prüfungsauftrag In der Gesellschafterversammlung am 20. Juli 2023 der Wintershall Dea Deutschland GmbH, Hamburg, - im Folgenden auch kurz „WDDG“ oder „Gesellschaft“ genannt - sind wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns demzufolge den Auftrag erteilt, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht sowie die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) zu prüfen. Dem Auftrag liegen die als Anlage 2 beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Unsere Haftung richtet sich nach Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen. Im Verhältnis zu Dritten sind Nr. 1 Abs. 2 und Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen maßgebend. 2 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: „Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wintershall Dea Deutschland GmbH, Hamburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wintershall Dea Deutschland GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wintershall Dea Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Frankfurt am Main, den 22. Februar 2024 KPMG AG gez. Wetzel, Wirtschaftsprüfer gez. Ehlert, Wirtschaftsprüfer 3 Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter Folgende Kernaussagen des Lageberichts sind aus unserer Sicht hervorzuheben:
Wir stellen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse fest, dass der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Erklärung zur Unternehmensführung (Angaben zur Frauenquote), die im Lagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. 4 Durchführung der Prüfung 4.1 Gegenstand der Prüfung Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht sowie die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG der Wintershall Dea Deutschland GmbH für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr geprüft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil über den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder den Lagebericht ergeben. Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand der Gesellschaft oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann. Der Inhalt der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Lagebericht enthalten ist, ist gemäß § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB nicht Gegenstand unserer Abschlussprüfung. Im Rahmen der Prüfung ist lediglich festzustellen, ob die Angaben nach § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB gemacht wurden. Wie im Bestätigungsvermerk dargestellt, erstrecken sich unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. 4.2 Art und Umfang der Prüfungsdurchführung Die Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens haben wir bereits im Abschnitt „Wiedergabe des Bestätigungsvermerks“ (vgl. Abschnitt 2 in diesem Bericht) dargestellt. Zusätzlich geben wir folgende Informationen zu unserem Prüfungsansatz und unserer Prüfungsdurchführung: Phase I: Entwicklung einer an den Geschäftsrisiken ausgerichteten Prüfungsstrategie Erlangung von Geschäftsverständnis und Kenntnis der Rechnungslegungssysteme sowie des internen Kontrollsystems Festlegung von Prüfungsschwerpunkten auf Basis unserer Risikoeinschätzung:
Festlegung der Prüfungsstrategie und des zeitlichen Ablaufs der Prüfung Auswahl des Prüfungsteams und Planung des Einsatzes von Spezialisten Phase II: Auswahl und Durchführung kontrollbasierter Prüfungshandlungen Auswahl kontrollbasierter Prüfungshandlungen aufgrund von Risikoeinschätzung und Kenntnis der Geschäftsprozesse und Systeme Beurteilung der Ausgestaltung sowie der Wirksamkeit der ausgewählten rechnungslegungsbezogenen Kontrollmaßnahmen Phase III: Einzelfallprüfungen und analytische Prüfungen von Abschlussposten Durchführung analytischer Prüfungen von Abschlussposten Einzelfallprüfungen in Stichproben und Beurteilung von Einzelsachverhalten unter Berücksichtigung der ausgeübten Bilanzierungswahlrechte und Ermessensspielräume, u. a.
Prüfung der Angaben im Anhang und Beurteilung des Lageberichts Phase IV: Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse und Berichterstattung Bildung des Prüfungsurteils auf Basis der Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse Berichterstattung in Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk Detaillierte mündliche Erläuterungen der Prüfungsergebnisse gegenüber Management und Aufsichtsgremium Bei der Prüfung der Pensionsrückstellungen haben wir das versicherungsmathematische Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen genutzt. Der gemäß § 6b Abs. 5 EnWG durchzuführenden Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG liegt der IDW Prüfungsstandard „Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021))“ zugrunde. Wir verweisen auf unsere Berichterstattung in Abschnitt 7. Wir haben die Prüfung in den Monaten Oktober 2023 bis Februar 2024 bis zum 22. Februar 2024 durchgeführt. Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erteilt worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die Vollständigkeit der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt. 5 Feststellungen zur Rechnungslegung 5.1 Buchführung und zugehörige Unterlagen Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsmäßig geführt. Die Belegfunktion ist erfüllt. Die Buchführung und die zugehörigen Unterlagen entsprechen nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften. 5.2 Jahresabschluss Der uns zur Prüfung vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist ordnungsmäßig aus den Büchern und den zugehörigen Unterlagen der Gesellschaft entwickelt worden. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen. Die deutschen gesetzlichen Vorschriften zu Ansatz, Ausweis und Bewertung sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind in allen wesentlichen Belangen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Der Anhang enthält alle vorgeschriebenen Angaben. § 6b Abs. 2 EnWG, wonach die Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen im Sinn von § 271 Abs. 2 HGB oder § 311 HGB gesondert auszuweisen und insbesondere die Leistung und Gegenleistung anzugeben sind, wurde beachtet. Die Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB ist zu Recht erfolgt. 5.3 Lagebericht Der Lagebericht der gesetzlichen Vertreter entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften. § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG wurde beachtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung (Frauenquote), die im Lagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. 6 Stellungnahme zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses 6.1 Erläuterungen zur Gesamtaussage Die angewendeten Bewertungsmethoden für die Posten des Jahresabschlusses entsprechen in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind im Anhang der Gesellschaft (vgl. Anlage 1.3) beschrieben. Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte sowie die Nutzung von Ermessensspielräumen haben bei folgenden Posten des Jahresabschlusses wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft: Rückstellungen aus Rückbauverpflichtungen Die WDDG weist zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von EUR 793 Mio aus. Die Höhe der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen resultiert im Wesentlichen aus Kostenschätzungen für Bohrlochverfüllungen und Feldesräumungen nach Ende der Produktionslaufzeit der Öl- und Gasfelder. Für die fremdoperierten Felder erhält WDDG die Kostenschätzungen von dem jeweiligen Betriebsführer. Die Kostenschätzung für eigenoperierte Felder basieren auf Vergleichskostensätzen des Wirtschaftsverbandes der Erdöl- und Gasgewinnung sowie auf Kostenschätzungen durch ein externes Ingenieurbüro aus Vorjahren. Diese Schätzung wird über eine Preissteigerungsrate fortgeschrieben. Die verwendete Preissteigerungsrate belief sich im Geschäftsjahr auf 6,47 % nach 16,60 % im Vorjahr. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen werden zum Barwert ermittelt und über die Restlaufzeit der Felder zugeführt. Zur Abzinsung der Rückstellungen wurden die Zinssätze mit der entsprechenden Laufzeit der deutschen Bundesbank verwendet. Die Inflationierung wurde auf Basis eines für die nächsten fünf Jahre durch externe Quellen erwarteten durchschnittlichen Inflationssatzes von 2,20 % p. a. (i. Vj. 2,60 % p. a.) berücksichtigt. Öl- und Gaspreisszenario sowie WACC für Werthaltigkeitstest Das Öl- und Gaspreisszenario ist eine wesentliche Annahme im Rahmen der Planung der Wintershall Dea Deutschland GmbH. Die Annahmen, die das Management der Wintershall Dea Gruppe hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Öl- und Gaspreise trifft, basieren auf externen durchschnittlichen Erwartungen von Analysten, Banken, Wettbewerbern sowie auf Rohstoff-Forwards. Die Methodik zur Ermittlung des Öl- und Gaspreisszenarios entspricht der des Vorjahres. Die Bestimmung des Öl- und Gaspreisszenarios stellt eine Schätzung dar. Schätzwerte bedürfen einer Überprüfung, wenn sich Umstände, auf denen die Schätzung beruhte, ändern oder wenn neue Informationen oder genauere Erfahrungswerte vorliegen. Die Änderung einer Schätzung wirkt sich nicht auf frühere Perioden aus und stellt keine Fehlerkorrektur dar. Sie ist daher prospektiv zu erfassen, indem sie in der Periode des Änderungseintritts in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird. Die Schätzunsicherheit in Bezug auf die Marktentwicklung der Öl- und Gaspreise und die Vielzahl der dem Schätzungsprozess zugrunde liegenden Annahmen erschweren eine präzise Prognose der zukünftigen Preisentwicklungen. Der Vorstand hat sein Szenario für die Öl- und Gaspreise im Jahr 2023 im Rahmen seines jährlichen Prozesses überarbeitet, um die laufenden Veränderungen auf dem globalen Rohstoffmarkt in den Schätzwerten zu berücksichtigen. Für den Werthaltigkeitstest der WDDG wurden Ölpreise von 75 USD/bbl bis 90 USD/bbl (i. Vj. 85 USD/bbl bis 84 USD/bbl) und Gaspreise von 35 USD/MMBtu bis 10 USD/MMBtu (i. Vj. 35 USD/MMbtu bis 10 USD/MMbtu) für die nächsten zehn Jahre angenommen. Für die Diskontierung der Cashflows hat Wintershall Dea die WACCs je Land bestimmt. Der gewichtete Kapitalkostensatz wurde unter Berücksichtigung der risikofreien Zinssätze, der Marktrisikoprämie, der länderspezifischen Risikoprämie, dem unlevered Beta-Faktor, dem Verschuldungsgrad und den länderspezifischen Fremdkapitalkosten ermittelt. Für die Werthaltigkeitstests im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Abzinsungssatz in einer Höhe von 8,5 % verwendet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bewertung nach Anwartschaftsbarwertverfahren/Teilwertverfahren: Für die Pensionsrückstellungen wurden die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method i. S. d. IAS 19) vorgenommen. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3 % p. a. sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2,3 % entsprechend berücksichtigt. Für das Finanzierungsalter wurde die frühestmögliche Inanspruchnahme der gesetzlichen Rente angenommen. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Zinssatz der Deutschen Bundesbank), der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,82 %. Zudem wurden die Sterbetafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden: Zur Sicherung von direkten Pensionszusagen sind Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögen verpfändet und somit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen worden. Damit sind die Schulden mit den korrespondierenden Vermögensgegenständen sowie die entsprechenden Aufwendungen und Erträge zu verrechnen. Die wesentlichen Bewertungsmaßstäbe der Vermögensgegenstände und Schulden vor Verrechnung sind im Anhang der WDDG in Abschnitt 7 dargestellt. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entsprach dem Kurswert der Wertpapiere zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 28 Mio. Aufgrund ausreichender frei verfügbarer Rücklagen greift die Ausschüttungssperre für den die Anschaffungskosten übersteigenden Zeitwert des Deckungsvermögens abzüglich passiver latenter Steuern von EUR 2 Mio sowie für den Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre und einer entsprechenden Bewertung mit dem durch schnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von EUR 2 Mio nicht. Restrukturierungsrückstellung Im Zuge der Anpassung der Unternehmensstruktur der Wintershall Dea AG nach dem Ausstieg aus dem Russland-Geschäft hat das Management am 5. September 2023 einen Abbau von rund 500 Mitarbeitern unternehmensweit angekündigt, davon rund 300 in Deutschland. Darüber hinaus haben am 21. Dezember 2023 die BASF Handels- und Exportgesellschaft mbH, Ludwigshafen am Rhein (BASF) und L1 Energy Capital Management Services S.à.r.l., Luxemburg (L1) als Anteilseigner der Wintershall Dea AG und Harbour Energy plc (Harbour) eine Vereinbarung unterzeichnet, um das E&P-Geschäft der Wintershall Dea, bestehend aus ihren Produktions- und Entwicklungsanlagen sowie ihren Explorationsrechten in Norwegen, Argentinien, Deutschland, Mexiko, Algerien, Libyen (ohne Wintershall AG), Ägypten und Dänemark (ohne Ravn), sowie die CCS-Lizenzen der Wintershall Dea (Target E&P und CMH Business) auf Harbour zu übertragen. Der Hauptsitz von Wintershall Dea AG und die dazugehörigen Mitarbeiter sind nicht Teil der Transaktion. Die Business Unit Germany und somit wesentliche Bestandteile der Wintershall Dea Deutschland GmbH werden jedoch nach derzeitigen Planungen im Zuge des Harbour-Deals übernommen. Am 22. Dezember 2023 informierten Vorstand und Aufsichtsrat der Wintershall Dea AG die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung entsprechend. Zum 31.12.2023 beläuft sich die Rückstellung für Restrukturierungen auf EUR 35 Mio. Hiervon wurden nach den Ankündigungen der Restrukturierungen im Geschäftsjahr 2023 EUR 21 Mio. für die Wintershall Dea Deutschland GmbH zugeführt. Die genauen Pläne für den Stellenabbau in Deutschland müssen noch mit dem Betriebsrat verhandelt werden. Die Annahmen des Managements zu den erwarteten Kosten basieren auf früheren Restrukturierungsprogrammen. Es wird erwartet, dass die Mitarbeiter in Abhängigkeit von ihrem Alter und ihrer Betriebszugehörigkeit Anspruch auf ein Abfindungsprogramm haben. Die Rückstellung wurde anhand der Altersstruktur der Mitarbeiter ermittelt und auf Basis der Annahmen, wie viele Mitarbeiter hierfür infrage kämen. Die Gesamtrückstellung ergibt sich aus der Anzahl der berechtigten Mitarbeiter pro Abfindungsprogramm. 6.2 Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses In Gesamtwürdigung der zuvor beschriebenen Bewertungsgrundlagen sind wir der Überzeugung, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. 7 Feststellungen zur Entflechtung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG Nach § 6b Abs. 3 EnWG hat die Gesellschaft in der internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 bis 5 EnWG zu führen. Die Prüfung der Entflechtung in der Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG haben wir unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: „Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz“ (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Nach § 6b Abs. 5 EnWG haben wir geprüft, ob getrennte Konten vorhanden sind, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und ob der Grundsatz der Stetigkeit beachtet worden ist. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 in allen wesentlichen Belangen erfüllt. 8 Schlussbemerkungen Dieser Prüfungsbericht wurde nach den Grundsätzen des IDW Prüfungsstandards 450 n.F. (10.2021) erstellt. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben. Der Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt 2 wiedergegeben.
Frankfurt am Main, den 22. Februar 2024 KPMG AG Christian Wetzel, Wirtschaftsprüfer Wetzel Ehlert, Wirtschaftsprüfer 1.1 Bilanz 1.2 Gewinn- und Verlustrechnung 1.3 Anhang 1.4 Lagebericht Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva (T€)
Passiva (T€)
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangDie Wintershall Dea Deutschland GmbH mit Firmensitz Am Lohsepark 8 in 20457 Hamburg, Deutschland, ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Registernummer HRB 161722 eingetragen. Mit der Wintershall Dea AG, Celle als herrschendem Unternehmen besteht seit dem 20.11.1998 (mit Änderung vom 20.11.2013) ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Im Rahmen einer Ausgliederung zur Neugründung hat die Wintershall Dea AG im Geschäftsjahr 2023 unter anderem die Anteile an der Wintershall Dea International GmbH, der direkten Muttergesellschaft der Wintershall Dea Deutschland GmbH, auf die neu gegründete Wintershall Dea Global Holding GmbH übertragen. Die Wintershall Dea Global Holding GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Wintershall Dea AG. Zum 01. November 2023 wurden konzerninterne Darlehensverträge der Wintershall Dea AG an die Wintershall Dea Global Holding GmbH abgetreten sowie bestehende Cash Management Vereinbarungen der Wintershall Dea AG mit Tochtergesellschaften von der Wintershall Dea Global Holding GmbH übernommen (Debt Push Down). Somit besteht die Cash Pooling Forderung der Wintershall Dea Deutschland GmbH nunmehr gegenüber der Wintershall Dea Global Holding. Der Jahresabschluss der Wintershall Dea Deutschland GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden Posten gemäß § 265 Absatz 7 HGB zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Abschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen sind in Tausend Euro (T€) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Die Gesellschaft ist ein Energieversorgungsunternehmen nach § 3 EnWG (Energiewirtschaftsgesetz). Energieversorgungsunternehmen haben die Rechnungslegungs- und Offenlegungspflichten gemäß § 6b Abs. 1 EnWG zu beachten. Unternehmen, die mit einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen (§ 3 Nr. 38 EnWG) verbunden sind, haben für jeden der in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche jeweils eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschlüsse) aufzustellen. Für Unternehmen, die keine der unter § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG aufgeführten Tätigkeiten wahrnehmen, sind keine gesonderten Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen. Unternehmen, die ausschließlich andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors bzw. andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors ausführen, brauchen für diese ebenfalls keine gesonderten Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH führte im Geschäftsjahr 2023 keine Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG aus. Da die Gesellschaft Energieerzeugerin ist und somit nur andere Tätigkeiten im Gassektor gemäß § 6b Abs. 3 Satz 3 EnWG ausübt, wurden keine Tätigkeitsabschlüsse aufgestellt. Gemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind im Anhang Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen gesondert auszuweisen. Als Geschäfte größeren Umfangs werden diejenigen Geschäfte angesehen, die in Zusammenhang mit den regulierten Tätigkeiten stehen, den Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit überschreiten und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH führte im Geschäftsjahr 2023 keine berichtspflichtigen Geschäfte nach § 6b Abs. 2 EnWG aus. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Die Wertansätze für das Anlagevermögen beruhen auf Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Bei Bohrungen umfassen die Herstellungskosten auch die Kosten von wirtschaftlich fündigen Explorationsbohrungen und noch laufenden Explorationsbohrungen, die als Produktionsbohrungen geeignet sind. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden auch anteilige Gemeinkosten in angemessenem Umfang einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer bzw. produktionsabhängig. Produktionsabhängige Sachanlagen (wie z. B. Bohrungen und Produktionseinrichtungen) sowie Konzessionserwerbskosten/Zeichnungsboni, die ausschließlich für die Entwicklungs- oder Produktionsphase gezahlt werden, werden nach der Unit-of-Production-Methode abgeschrieben. Im Rahmen der Unit-of-Production-Methode wird die laufende Produktion der Periode bei aktivierten Bohrungen in das Verhältnis zu den sicheren "developed producing" Reserven und bei Konzessionserwerbskosten/Zeichnungsboni sowie Produktionseinrichtungen in das Verhältnis zu den gesamten sicheren Reserven gesetzt. Alle übrigen Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände werden, mit Ausnahme von Grund und Boden und grundstücksgleichen Rechten, linear abgeschrieben. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern in der Wintershall Dea Deutschland GmbH sind wie folgt:
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden im Jahr der Anschaffung zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 250 € werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden aktiviert und im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig abgeschrieben. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Im Finanzanlagevermögen enthaltene Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder Marktpreisen bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Im Zeitpunkt des Zugangs werden fertige Erzeugnisse zu Herstellungskosten aktiviert. Die Folgebewertung der vorhandenen Bestände wird nach der Durchschnittskostenmethode vorgenommen. Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden ebenfalls nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Als niedrigerer beizulegender Wert werden bei den Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Bei fertigen Erzeugnissen werden die Wiederherstellungskosten bzw. Wiederbeschaffungskosten oder der niedrigere voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten als niedrigerer beizulegender Wert in Ansatz gebracht. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten erfasst. Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Den individuellen Risiken wird durch ausreichend bemessene Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Pauschalabschläge Rechnung getragen. Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen, gebildet. Passiva Die bestehenden Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 247 Absatz 3 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung in Verbindung mit § 6b EStG werden gemäß Artikel 67 Absatz 3 Satz 1 EGHGB beibehalten und fortgeführt. Gleiches gilt gemäß Artikel 67 Absatz 4 EGHGB für niedrigere Wertansätze aufgrund der in Vorjahren übertragenen § 6b-Rücklagen und der daraus resultierenden Abschreibung nach § 279 Absatz 2 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung. Diese Sonderposten werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der betroffenen Vermögensgegenstände aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - die eine generationsabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) gebildet. Sie wurden mit einem für Dezember 2023 prognostizierten Zinssatz abgezinst. Der Zinssatz beruht auf den von der Deutschen Bundesbank für November 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Markzinssätzen der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Absatz 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz betrug 1,82 % (31.12.2022: 1,78 %). Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % p. a. (31.12.2022: 3,0 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,3 % p. a. (31.12.2022: 2,3 %) unterstellt. Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen werden mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung angesetzt. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Willis Towers Watson Treuhand e. V. im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie werden gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich im Wesentlichen um Anteile an verschiedenen Fonds. Der beizulegende Zeitwert des beim Willis Towers Watson Treuhand e. V. angelegten Vermögens wurde aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet. Die Rückstellungen für Wiederherstellung und Verfüllung werden aufgrund öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen zum Rückbau von Produktionsanlagen sowie zur Verfüllung von Bohrungen und zur Wiederherstellung des Urzustandes von Betriebs- und Sondenplätzen gebildet. Ihrer Höhe liegen die erwarteten Vollkosten unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten und Vergleichskostensätzen des Wirtschaftsverbandes der Erdöl- und Gasgewinnung zugrunde. Bei der Bemessung dieser und der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten wird für Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen, gebildet. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Forderungen, Verbindlichkeiten und flüssige Mittel in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und der Bewertungsunterschied erfolgswirksam erfasst. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt weiterhin die Anwendung des Imparitätsprinzips. Erläuterungen zur Bilanz Aktiva (1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 4 dargestellt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen ergaben sich im Wesentlichen aus Investitionen für Bohrungen und Fördereinrichtungen in den Feldern Mittelplate/Dieksand (47.537 T€), Emlichheim (18.644 T€), Weißenmoor (2.905 T€) sowie dem Neubau der Zentralen Messwarte in Völkersen (1.463 T€). Die Buchwertabgänge ergaben sich aus der Verschrottung nicht mehr gebrauchsfähiger Vermögensgegenstände. (2) Vorräte
In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind kumulierte Wertberichtigungen in Höhe von 11.104 T€ (31.12.2022: 10.526 T€) enthalten. Der Bestand an Fertigen Erzeugnisse verringert sich im Berichtsjahr um 52.434 T€ im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres im Wesentlichen durch die Bestandsveränderungen im Speicher Empelde (-52.550 T€), da im Vorjahr Mengen aus Zukauf in Höhe von -57.036 T€ bewertet zu Anschaffungskosten mit einem hohen Marktpreis eingespeichert und im Berichtsjahr komplett ausgelagert und verkauft wurden. Gegenläufig wirkt die Wieder-Einlagerung von Eigenproduktion in Höhe von 4.486 T€ im Berichtsjahr. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die konzerninterne Finanzierung mit der Konzerngesellschaft Wintershall Dea Global Holding GmbH in Höhe von 834.400 T€ (31.12.2022: 614.647 T€). Die verbleibenden 14.825 T€ (31.12.2022: 46.174 T€) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Gasverkäufen. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Geschäftsvorfälle mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr in Höhe von 0 T€ (31.12.2022: 872 T€) enthalten. (4) Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel bestehen in Form von Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fristigkeit bis zu drei Monaten. Passiva (5) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Wintershall Dea Deutschland GmbH beträgt am Bilanzstichtag 1.000 T€ (31.12.2022: 1.000 T€). Die Kapitalrücklage der Wintershall Dea Deutschland GmbH beträgt 74.774 T€ (31.12.2022: 74.774 T€). Seit dem 20.11.1998 (mit Änderung vom 20.11.2013) besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Wintershall Dea AG als beherrschendes Unternehmen. Der Gesellschafter Wintershall Dea International GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Wintershall Dea AG mit einem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, ist 100%iger Gesellschafter der Wintershall Dea Deutschland GmbH und hat keinen Anspruch auf das Ergebnis der Wintershall Dea Deutschland GmbH. (6) Sonderposten Der Sonderposten beinhaltet die Sonderposten mit Rücklageanteil, die vor Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Wesentlichen in Verbindung mit § 6b EStG gebildet wurden. (7) Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergeben sich nach Verrechnung von Deckungsvermögen gemäß § 246 Absatz 2 HGB wie folgt:
Ausschüttungssperre In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre aus:
Die ausschüttungsgesperrten Beträge sind durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen eine Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 34.799 T€ (31.12.2022: 18.403 T€), Kosten für den Ausgleich von Gasmengen gegenüber einem Vertragspartner in Höhe von 111.300 T€ (31.12.2022: 70.910 T€) sowie die im Rahmen des Verkaufs eines süddeutschen Betriebes dem Käufer zugesicherte Übernahme von Kosten für den Rückbau in Landau in Höhe von 28.714 T€ (31.12.2022: 29.944 T€), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 24.968 T€ (31.12.2022: 13.823 T€) und sonstige Personalrückstellungen. (8) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus der Verbindlichkeit gegenüber der Wintershall Dea AG für konzerninterne Verrechnungen in Höhe von 75.644 T€ (31.12.2022: -T€) und aus der Ergebnisabführung in Höhe von 11.896 T€ (31.12.2022: 35.570 T€). Gegenüber anderen Konzerngesellschaften bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.953 T€ (31.12.2022: -T€) im Wesentlichen für Laborleistungen der Wintershall Dea TSC GmbH & Co. KG. (9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es sind für das Geschäftsjahresende keine Haftungsverhältnisse auszuweisen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen (31.12.2022: 933 T€). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Altersversorgung in Höhe von 4.097 T€ (31.12.2022: 5.949 T€) betreffen den Fehlbetrag für die mittelbaren Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit einer Fälligkeit im Folgejahr betragen 65.955 T€ (31.12.2022: 28.271 T€). (10) Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Im Rahmen des operativen Geschäftes ist die Wintershall Dea Deutschland GmbH unter anderem Preisänderungsrisiken ausgesetzt. Wintershall Dea Deutschland GmbH begrenzt dieses Risiko durch ein systematisches Risikomanagement. Den Risiken wird auch durch Sicherungsgeschäfte begegnet. Zum Stichtag bestehen Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Preisrisiken mit der Wintershall Dea AG und mit Banken. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH unterliegt einem strikten Risikomanagement. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien/Anweisungen verbindlich festgelegt. Derivative Finanzinstrumente werden nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt, sondern dienen ausschließlich der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit operativen Grundgeschäften. Bewertungseinheiten Geplante, hochwahrscheinliche Transaktionen werden mit den nachfolgenden Nominalwerten als Grundgeschäfte in Mikro-Bewertungseinheiten einbezogen.
Zur Absicherung des Preisrisikos eines Grundgeschäfts wird jeweils ein entsprechendes Preissicherungsinstrument abgeschlossen und mit dem Grundgeschäft zu einer Mikro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag wurden Sicherungsgeschäfte mit den folgenden Nominalwerten in die Bewertungseinheiten einbezogen:
Die in Bewertungseinheiten einbezogenen geplanten, hochwahrscheinlichen Transaktionen (Grundgeschäfte) unterliegen einem Wertänderungs-/Zahlungsstromrisiko im Hinblick auf einen sich im Zeitablauf ändernden Rohölpreis. Zur Sicherung des Preisrisikos eines jeden Grundgeschäfts wurde jeweils ein Derivat abgeschlossen, das dem gleichen Risiko unterlag, dessen Wertänderungen sich jedoch entsprechend gegenläufig zu denen des Grundgeschäfts entwickelt hat. Da sich die bewertungsrelevanten Parameter von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft nur geringfügig unterschieden, wurde erwartet, dass sich die gegenläufigen Wert-/Zahlungsstromänderungen zukünftig über die nächsten 24 Monate weitgehend ausgleichen werden. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wurde mittels Regressionsanalyse zu jedem Abschlussstichtag ermittelt. Hierbei wurde der Preiszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft anhand von Zahlen auf Basis der Vergangenheit ermittelt. Aus der hohen Konstanz des Zusammenhangs im Zeitablauf konnte geschlossen werden, dass prospektiv ein ebenso enger Zusammenhang zu erwarten ist. Ein Indiz für Ineffektivitäten ist eine Verringerung des Steigerungsmaßes aus der Regressionsanalyse unter das zum Sicherungszeitpunkt gewählte Steigerungsmaß hinaus. Bei den in die Mikro-Bewertungseinheiten einbezogenen, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen handelte es sich um monatliche Planumsätze aus Ölverkäufen. Die Ölverkäufe unterliegen einem Preisrisiko. Die Planmengen basieren auf langjährigen Erfahrungen aus der eigenoperierten Produktion und Vermarktung sowie auf der Analyse von gegebenen Produktionskurven, Druckverläufen und entsprechenden Produktionssimulationen. Die Planmengen wurden in der Vergangenheit durch den tatsächlichen Eintritt der prognostizierten Mengen bestätigt, so dass eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit für die geplanten Ölverkäufe unterstellt werden konnte. Die ökonomisch eingegangenen Sicherungsbeziehungen wurden auch im Rahmen der Bilanzierung durch handelsrechtliche Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) abgebildet. Zur Abbildung der sich im Rahmen einer Bewertungseinheit ergebenden gegenläufigen Wertänderung wurde die Einfrierungsmethode angewendet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (11) Umsatzerlöse
Die Umsätze wurden ausschließlich in Deutschland erzielt. Die Umsatzsteigerung im Erdgas in Höhe von 246 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus einer zusätzlichen Lieferverpflichtung an die BASF im Zeitraum Mai bis Dezember des Berichtsjahres, die teilweise durch geringere Absatzmengen und gesunkene Preise kompensiert wurden. In den Umsatzerlösen sind vereinnahmte Energiesteuern in Höhe von 1.095 T€ (2022: 1.259 T€) enthalten. Von diesen wurden selbst angemeldete Energiesteuern in Höhe von 1.007 T€ (2022: 1.263 T€) abgesetzt. (12) Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Verbindung mit dem Verkauf einiger Felder in Vorjahren (Portfoliobereinigung) im Wesentlichen aus nachträglichen Kaufpreisanpassungen in Höhe von 2.825 T€ (2022: 9.233 T€), Erträge aus der Abrechnung mit Konsortialpartnern für Verwaltungskosten und Durchleitungsgebühren in Höhe von 2.369 T€ (2022: 6.315 T€), Erträge aus der Auflösung von bergrechtlichen Rückstellungen im Wesentlichen aus dem Verkauf des Werkplatzes in Barnstorf in Höhe von 8.606 T€ (2022: - T€), Erträge aus der Abrechnung von Delegierten und Serviceleistungen an andere Konzerngesellschaften in Höhe von 3.475 T€ (2022: - T€) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 405 T€ (2022: 526 T€) ausgewiesen. (13) Materialaufwand
In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind Einstandskosten Handelswaren in Höhe von 386.608 T€ (2022:140.836 T€) sowie Förderabgaben in Höhe von 91.191 T€ (2022: 139.311 T€) enthalten. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhen sich die Einstandskosten Handelswaren um 280.271 T€ durch eine zusätzliche Lieferverpflichtung an die BASF im Zeitraum Mai bis Dezember des Berichtsjahres. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Zuführungen für bergrechtliche Rückstellungen und Aufwendungen für die Rückstellungshöhe überschreitende Ausgaben in Höhe von 97.460 T€ (2022: 126.219 T€) enthalten. (14) Personalaufwand
Der Personalaufwand reduziert sich trotz leicht gestiegener durchschnittlicher Mitarbeiteranzahl durch geringere leistungsabhängige Entgeltbestandteile sowie geringere Aufwendungen für die Altersversorgung. (15) Abschreibungen Die Aufteilung der Abschreibungen ist in der Entwicklung des Anlagevermögens auf Seite 4 dargestellt. In den Abschreibungen sind im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagevermögen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung enthalten (2022: 38.938 T€). (16) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für konzerninterne Verrechnungen in Höhe von 73.476 T€ (2022: 61.058 T€), Aufwendungen für die Zuführung zur Rückstellung für den Ausgleich von Gasmengen gegenüber einem Vertragspartner in Höhe von 64.773 T€ (2022: - T€), Aufwendungen für die Zuführung zur Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 21.409 T€ (2022: 755 T€), Transformationsaufwand in Höhe von 11.555 T€ (2022: - T€), Sach- und Haftpflichtversicherungen in Höhe von 4.715 T€ (2022: 2.842 T€), Mieten für Gebäude, technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 4.617 T€ (2022: 2.932 T€) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 370 T€ (2022: 577 T€) sowie periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 5.449 T€ (2022: 1.683 T€) enthalten. (17) Ergebnis aus Finanzanlagen
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen die Erdgas Münster GmbH. (18) Zinsergebnis
Die Zinszuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergeben sich nach Saldierung von Aufwendungen und Erträgen aus dem zugehörigen Deckungsvermögen.
(19) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Es besteht kein Steuerumlagevertrag mit dem Organträger. Aufstellung des Anteilsbesitzes der Wintershall Dea Deutschland GmbH zum 31.12.2023 Die Wintershall Dea Deutschland GmbH hält seit dem 31.12.2023 Anteile an verbundenen Unternehmen von 100% als Kommanditist der Wintershall Dea TSC GmbH & Co. KG sowie 100% der Komplementärgesellschaft Wintershall Dea TSC Management GmbH. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2022 betrug 6.850 T€, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 -683 T€. Weiterhin hält die Wintershall Dea Deutschland GmbH eine Beteiligung von 33,64 % (2022: 33,64 %) an der Erdgas Münster GmbH, Münster. Das Eigenkapital der Erdgas Münster GmbH zum 31.12.2022 betrug 10.239 T€, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 8.951 T€. Sonstige Angaben Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden gemäß §286 Absatz 4 HGB nicht angeben. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Wintershall Dea Deutschland GmbH wurde im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit keine Vergütung gezahlt. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH, Hamburg ist indirekt eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Wintershall Dea AG, Celle. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Wintershall Dea AG einbezogen, der am Geschäftssitz der Gesellschaft, Friedrich-Ebert-Str. 160, 34119 Kassel / Am Lohsepark 8, 20457 Hamburg erhältlich ist. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers, der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch eingereicht und nach Einreichung im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die Wintershall Dea AG stellt als Mutterunternehmen für den kleinsten und größten Kreis einen Konzernabschluss auf. Die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Honorars unterbleibt, da die Angabe im Konzernabschluss der Wintershall Dea AG, Celle, enthalten ist. Der Zahlungsbericht der Wintershall Dea Deutschland GmbH ist gemäß § 341s Absatz 2 HGB im Konzernzahlungsbericht der Wintershall Dea AG, Celle, enthalten. Der Konzernzahlungsbericht wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden, die eine Auswirkung auf den Jahresabschluss der Gesellschaft haben würden. Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat Prof. Dr. Mathias Wolkewitz, Vorsitzender General Counsel der Wintershall Dea AG Petra Angstmann, 1. Stellvertretende Vorsitzende SVP HR der Wintershall Dea AG Heiko Rehder, 2. Stellvertretender Vorsitzender Fördermeister Sylke Schauer SVP Accounting & Reporting der Wintershall Dea AG Marcus Winkler SVP Strategy und M&A der Wintershall Dea AG Ingo Zielmann Handwerker Geschäftsführung Robert Frimpong, Vorsitzender (bis 31. Januar 2024) SVP BU Germany & Managing Director der Wintershall Dea Deutschland GmbH Claudia Kromberg, Vorsitzende (ab 1. Februar 2024) SVP BU Germany & Managing Director der Wintershall Dea Deutschland GmbH Karsten Rohlfs VP Finance BU Germany & Managing Director der Wintershall Dea Deutschland GmbH
Hamburg, den 22. Februar 2024 Die Geschäftsführung Kromberg Rohlfs Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Organisation Die Wintershall Dea Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg ist ein in Deutschland tätiges Gas- und Ölunternehmen. Am 31. Dezember 2023 hält die Wintershall Dea International GmbH, Hamburg, 100% der Anteile an der Wintershall Dea Deutschland GmbH. Die Wintershall Dea International GmbH, Hamburg, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Wintershall Dea AG, mit der weiterhin wie in den Vorjahren ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Der Jahresabschluss der Wintershall Dea Deutschland GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der vollständige Jahresabschluss und Lagebericht der Wintershall Dea Deutschland GmbH werden im Unternehmensregister bekannt gemacht. Der Jahresabschluss sowie Lagebericht der Wintershall Dea Deutschland GmbH wurden für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 erstellt. 1.2. Geschäftsumfeld Die Wintershall Dea Deutschland GmbH ist ein deutsches Gas- und Ölunternehmen mit Explorations-, Erschließungs- und Produktionsaktivitäten. Die Wintershall Dea Deutschland GmbH bündelt das gesamte deutsche Gas- und Ölgeschäft des Wintershall Dea-Konzerns. 1.3. Leistungsindikatoren Im Konzern werden unterschiedliche Leistungsindikatoren zur Kontrolle und Steuerung der Leistung und zur Erzielung nachhaltigen und wertorientierten Wachstums eingesetzt. Für Zwecke der Unternehmenssteuerung innerhalb des Wintershall Dea-Konzerns werden die teilweise aus den International Financial Reporting Standards (IFRS) abgeleiteten Kennzahlen adjustiertes EBITDAX (EBITDAX), Produktion, Investitionen in Feldesentwicklung und Produktion sowie Free Cash Flow verwendet. Zur Gewährleistung der wertorientierten Führung des Konzerns setzen wir Planungs- und Kontrollprozesse ein, um den Entscheidungsgremien im gesamten Konzern die wichtigsten Zahlen und Informationen an die Hand zu geben. Auf Basis der langfristigen Planung werden die entsprechenden Budgets festgelegt und im Laufe des Jahres mittels monatlicher Prognosen überwacht. Mit diesem Ansatz lassen sich etwaige Budgetabweichungen zeitnah ermitteln, analysieren und - bei negativen Entwicklungen - im größtmöglichen Umfang durch geeignete Gegenmaßnahmen ausgleichen. Dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der Wintershall Dea Deutschland GmbH kommt, wie in der Vergangenheit, für sich genommen keine Steuerungsfunktion im Sinne des konzernweiten Steuerungssystems zu. Vielmehr dient der Jahresabschluss als Ausschüttungsbemessung für den Gesellschafter. Der aus dieser Sicht bedeutsamste Leistungsindikator ist der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung/Ergebnis nach Ertragsteuern. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld Nach den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds hat sich das globale Wirtschaftswachstum von 3,5% im Jahr 2022 auf 2,9% im Jahr 2023 verlangsamt. Die Europäische Zentralbank geht davon aus, dass sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der Eurozone von 3,4% im Jahr 2022 auf 0,6% im Jahr 2023 verlangsamt hat. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere restriktivere Finanzierungsbedingungen, das schwache Handelswachstum und die geringere Zuversicht im Geschäfts- und Konsumentenbereich. Ölpreise Der durchschnittliche Ölpreis für Brent verringerte sich von 101 $ pro Barrel im Jahr 2022 auf 83 $ pro Barrel für 2023, da insbesondere Sorgen auf der Nachfrageseite, dass längerfristig höhere Zinsen das globale Wirtschaftswachstum und die Nachfrage abschwächen, den angebotsseitigen Sorgen gewichen sind. Diese beziehen sich vor allem auf die freiwilligen Produktionskürzungen der OPEC+, geringeren Förderquoten sowie den Konflikt zwischen Israel und der Hamas.
Gaspreise Der durchschnittliche TTF-Preis verringerte sich von 37 $/mscf im Jahr 2022 auf 13 $/mscf in der Berichtsperiode. Die europäischen Gaspreise normalisierten sich weiterhin im oberen Bereich der langfristigen, historischen Preise, aufgrund einer geringeren Nachfrage, eines hohen Bestands an eingespeichertem Gas aus dem letzten Winter sowie umfangreicher Lieferungen von LNG und Pipelinegas aus Norwegen und Nordafrika. Die Gaspreise sind weiterhin sensibel bezüglich externer Ereignisse, wodurch die Volatilität der Preise erhöht bleibt.
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Quelle: Heren/Argus/Platts; FX Umrechnung: EZB Währungen Der $ hat im Berichtszeitraum im Vergleich zum € abgewertet. Der € wurde durchschnittlich mit 1,08 $/€ im Geschäftsjahr 2023 gehandelt (Vorjahr: 1,05 $/€). Zum Jahresende notierte der € bei 1,10 $/€ (31. Dezember 2022: 1,07$/€). 3. Ertragslage und Geschäftsentwicklung Produktion
Darstellung der Produktion pro Tag und auf Basis von Working Interest. scf - standard cubic feet Im Berichtszeitraum hat Wintershall Dea Deutschland GmbH 64,9 Mio. scf/Tag an Erdgas und 19,1 Tausend Barrel Öl pro Tag gefördert. Insgesamt betrug die tägliche Förderung 30,7 Tausend Barrel Öläquivalente. Im Vorjahreszeitraum betrug die tägliche Förderung 33,5 Tausend Barrel Öläquivalente. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich insgesamt eine Produktionsabnahme um 8%, die einer natürlichen Produktionsabnahme in der Öl- und Gasproduktion entspricht. Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung der Wintershall Dea Deutschland GmbH (Kurzfassung)
Die Umsatzerlöse belaufen sich im Berichtsjahr auf 978 Mio. €. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 ergibt sich eine Umsatzsteigerung in Höhe von 177 Mio. €. Die Umsatzsteigerung im Erdgas in Höhe von 246 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus einer zusätzlichen Lieferverpflichtung an die BASF im Zeitraum Mai bis Dezember des Berichtsjahres. Den höheren Umsatzerlösen aus Handelsgeschäften stehen im Vergleich zum Vorjahr ein durch weniger Produktion und niedrigere Preise bedingter Rückgang der Umsatzerlöse aus Eigenproduktion gegenüber. Im Berichtsjahr hat der Ölumsatz mit 42% zu den Gesamterlösen beigetragen, der Bereich Gas mit 58%. Die sonstigen Erlöse machen einen Anteil von <1% aus. Die Ölumsätze belaufen sich auf 409 Mio. €, während die Gasumsätze 568 Mio. € betragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aufgrund geringerer Produktion und niedrigerer Preise eine Reduzierung des Gas- und Ölumsatzes aus der Eigenproduktion, die durch zusätzliche Handelsgeschäfte überkompensiert wird. Die sonstigen Umsätze enthalten im Wesentlichen Abrechnungen an Dritte (Konsortialpartner) und konzerninterne Dienstleistungen. Der Materialaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 713 Mio. €; im Vorjahr hatte die Gesellschaft einen Materialaufwand in Höhe von 531 Mio. €. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 ergibt sich durch zusätzliche Gas-Handelsgeschäfte eine signifikante Aufwandssteigerung aufgrund höherer Einstandskosten für Handelswaren (+246 Mio. €) sowie erhöhter Strombezugskosten (+12 Mio. €), die durch niedrigere Förderabgaben (-48 Mio. €) und geringere Zuführungen zu den bergrechtlichen Rückstellungen (-29 Mio. €) teilweise kompensiert werden. Der Personalaufwand im Berichtsjahr beträgt 75 Mio. €. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 sind die Personalaufwendungen um 12 Mio. € gesunken. Geringere Aufwendungen für die Altersversorgung sowie geringere leistungsabhängige Entgeltbestandteile im Berichtsjahr begründen die Reduzierung des Personalaufwandes. Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 49 Mio. €, im Vorjahr hatte die Gesellschaft Abschreibungen in Höhe von 95 Mio. €. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen im Berichtsjahr vorgenommen (Vorjahr: -39 Mio. €). Auch die planmäßigen Abschreibungen bewegen sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der geringeren Produktion auf niedrigerem Niveau. Das sonstige betriebliche Ergebnis verschlechtert sich im Berichtsjahr auf -152 Mio. € (Vorjahr: -39 Mio. €). Insbesondere die Erhöhung einer Rückstellung für den Ausgleich von Gasmengen gegenüber einem Vertragspartner (-65 Mio. €), die Zuführung zu einer Restrukturierungsrückstellung (-21 Mio. €) sowie Transformationsaufwand (-12 Mio. €) und höhere Kostenverrechnungen von der Muttergesellschaft (-12 Mio. €) verschlechtern das sonstige betriebliche Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis aus Finanzanlagen beträgt im Geschäftsjahr 2 Mio. €; es resultiert aus der Gewinnausschüttung der Erdgas Münster GmbH. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft 3 Mio. € ausgeschüttet. Das Zinsergebnis beläuft sich auf 21 Mio. € im Berichtsjahr. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft ein Zinsergebnis in Höhe von -5 Mio. € ausgewiesen. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Zinsertrag des konzerninternen Cash Pooling in Höhe von 24 Mio. € im Berichtsjahr und dem um 2 Mio. € geringeren Zinsaufwand für die Aufzinsung von Rückstellungen. Das Ergebnis vor Steuern im Berichtsjahr beläuft sich auf 12 Mio. €; im Vorjahr betrug es 47 Mio. €. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2022 verringert sich das Ergebnis vor Steuern durch mehrere Einmaleffekte um 35 Mio. €. Im Berichtsjahr ergeben sich keine direkten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, da mit dem Organträger keine Steuerumlagevereinbarung besteht. Somit beläuft sich das Ergebnis vor Gewinnabführung für das Berichtsjahr auf 12 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €). Die Vorjahres-Prognose für 2023 des deutlich über dem Wert aus 2022 liegenden Ergebnisses nach Ertragssteuern konnte aufgrund einer Rückstellungserhöhung für den Ausgleich von Gasmengen mit einem Vertragspartner, der Einstellung einer Restrukturierungsrückstellung sowie gestiegenen Konzernverrechnungen von der Muttergesellschaft nicht erreicht werden. Der Gewinn des Geschäftsjahres wird an die Wintershall Dea AG abgeführt. 4. Vermögens- und Finanzlage Bilanz der Wintershall Dea Deutschland GmbH (Kurzfassung)
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betragen im Berichtszeitraum 77 Mio. €; sie wurden ausschließlich in Deutschland getätigt. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Investitionen in die Felder Mittelplate/Dieksand (48 Mio. €), Emlichheim (19 Mio. €) und Weißenmoor (3 Mio. €) sowie in den Neubau der Zentralen Messwarte in Völkersen (2 Mio. €). Entwicklung der Vermögenslage Das Anlagevermögen beträgt 28% der Bilanzsumme. Die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 49 Mio. € und Anlagenabgänge in Höhe von 9 Mio. € wurden durch Neuinvestitionen in Höhe von 77 Mio. € in das Sachanlagevermögen sowie in Höhe von 11 Mio. € für den Kauf der Wintershall Dea TSC GmbH & Co. KG überkompensiert. Das Umlaufvermögen zum 31.12.2023 beläuft sich auf 985 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Umlaufvermögen um 169 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Cash Flow im Geschäftsjahr 2023, teilweise kompensiert durch den Abbau vom Bestand an Fertigen Erzeugnissen im Erdgasspeicher Empelde. Die Forderungen in Höhe von 939 Mio. € beinhalten 849 Mio. € Forderungen aus der konzerninternen Finanzierung und aus der Lieferung von Erdgas gegenüber anderen Konzerngesellschaften. Zum 01. November 2023 wurden konzerninterne Darlehensverträge der Wintershall Dea AG an die Wintershall Dea Global Holding GmbH abgetreten sowie bestehende Cash Management Vereinbarungen der Wintershall Dea AG mit Tochtergesellschaften von der Wintershall Dea Global Holding GmbH übernommen (Debt Push Down). Somit besteht die Cash Pooling Forderung der Wintershall Dea Deutschland GmbH nunmehr gegenüber der Wintershall Dea Global Holding. Die Forderungen aus der konzerninternen Finanzierung sind 220 Mio. € höher gegenüber dem Vorjahr und spiegeln aufgrund der weiterhin erwarteten positiven Cash Flows die solide Liquiditätslage der Gesellschaft wider. Die Eigenkapitalquote der Wintershall Dea Deutschland GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 6% (Vorjahr: 7%). Das Eigenkapital zum 31.12.2023 ist unverändert zum Vorjahr und beträgt weiterhin 76 Mio. €. Die Rückstellungen umfassen Verpflichtungen für Pensionen, Wiederherstellung und Verfüllung sowie die sonstigen Rückstellungen. Insgesamt belaufen sich die Rückstellungen zum 31.12.2023 auf 1.118 Mio. €; zum 31.12.2022 betrugen sie 984 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Rückstellungen um 134 Mio. € gestiegen, im Wesentlichen bedingt durch eine Zuführung zur Rückstellung für einen Ausgleich von Gasmengen mit einem Vertragspartner in Höhe von 65 Mio. €, Zuführungen zur Rückstellung für Wiederherstellung und Verfüllung aufgrund gestiegener Anforderungen beim Rückbau in Höhe von 92 Mio. € sowie eine Zuführung zu einer Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 21 Mio. €. Die Verbindlichkeiten betragen am 31.12.2023 159 Mio. €. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten hat mit Ausnahme in einer Höhe von 0,7 Mio. € eine Fälligkeit < 1 Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbindlichkeiten um 64 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Konzernverrechnungen in Höhe von 76 Mio. €, teilweise kompensiert durch die geringere Verbindlichkeit aus der zum Vorjahr um 24 Mio. € geringeren Ergebnisabführung an Wintershall Dea AG. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Wintershall Dea Deutschland GmbH stellt sich aufgrund des vorliegenden Ergebnisabführungs- und Verlustübernahmevertrages den Erwartungen entsprechend stabil dar. 5. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Wintershall Dea Deutschland GmbH beträgt im Berichtsjahr 530 (Ø 1. Januar - 31. Dezember 2023). Im Vorjahr hatte die Gesellschaft eine durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter von 522. Am 31. Dezember 2023 beschäftigte Wintershall Dea Deutschland GmbH 21 Auszubildende; zum 31. Dezember 2022 beschäftigte die Gesellschaft 20 Auszubildende. Festlegung zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst wird bei Wintershall Dea Deutschland GmbH wie folgt umgesetzt: Gemäß § 52 Absatz 2 GmbHG wurden im Jahr 2022 Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung beschlossen. Die nach diesem Beschluss aus 2022 bis zum 31.12.2025 zu erreichenden Zielgrößen liegen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 2 Frauen, was einem Anteil von 1/3 entspricht, und für den Frauenanteil in der Geschäftsführung bei Null Frauen. Die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung wurde 2022 mit Null festgesetzt, weil die Geschäftsführung nur aus 2 Personen besteht und die Geschäftsführer gerade erst 2019 bzw. Ende 2020 neu bestellt wurden. Die Festlegung der Zielgröße auf 1 Frau bis zum 31.12.2025 hätte als Signal für einen seinerzeit nicht beabsichtigten Wechsel in der Geschäftsführung missverstanden werden können. Zur Vermeidung eines solchen Signals wurde für die Zeit bis 31.12.2025 die Zielgröße Null festgelegt. Zudem wurden im Jahr 2022 gemäß den gesetzlichen Vorgaben in § 36 GmbHG Zielgrößen für den Frauenanteil auf den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung beschlossen. Die nach diesem Beschluss bis zum 31.12.2025 zu erreichende Zielgröße liegt für den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung bei 2 Frauen, was einem Anteil von 20% entspricht, und für den Frauenanteil auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung bei 5 Frauen, was ebenfalls einem Anteil von 20% entspricht. Die Zielgröße für den Aufsichtsrat wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht. In der Geschäftsführung war im Geschäftsjahr 2023 keine Frau vertreten. Der tatsächliche Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 20% und liegt damit innerhalb der Zielvorgabe. Auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung konnte mit einem Frauenanteil von 7% die Zielvorgabe noch nicht erreicht werden. 6. Chancen und Risiken Die Wintershall Dea Deutschland GmbH ist Bestandteil des bestehenden konzernweiten Risikomanagementsystems. Risikomanagementsystem und -prozess Das Risikomanagementsystem von Wintershall Dea basiert auf dem COSO-Rahmenkonzept (herausgegeben vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission). Die Gesamtverantwortung für das konzernweite Risikomanagementsystem trägt der Vorstand der Wintershall Dea AG. Der Vorstand wird durch die Abteilung Corporate Risk Management unterstützt, die den Risikomanagementprozess koordiniert, entsprechende Strukturen und Methoden definiert und die notwendige Transparenz herstellt bzgl. der Risiken und Chancen sowie der entsprechenden Maßnahmen auf Gruppenebene. Die Risikomanagementrichtlinie legt die Rahmenbedingungen für das Risikomanagement des Wintershall Dea-Konzerns fest und wurde sowohl durch die Corporate Einheiten als auch die Business Units, angepasst an die jeweiligen lokalen Rahmenbedingungen, implementiert. Zudem steht ein umfangreicher Chancen- und Risikokatalog zur Verfügung, der dabei helfen soll, möglichst alle qualitativen und quantitativen Chancen und Risiken zu identifizieren. Wintershall Dea hat als Risikomanagementprozess einen Bottom-up-Ansatz etabliert, der regelmäßige Risikodialoge mit allen Einheiten der Organisation vorsieht. Die sich aus diesen Dialogen ergebenden Chancen und Risiken werden von der Einheit Risk Management zusammengefasst und mindestens zweimal im Jahr dem Vorstand berichtet. Darüber hinaus wird dem Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Planungszyklen stets ein aktualisiertes Portfolio mit allen Chancen und Risiken zur Verfügung gestellt. Ergeben sich neue Risiken, werden diese umgehend berichtet. Die Risiken werden im Weiteren absteigend in ihrer Bedeutung dargestellt. Risiken und Chancen aus der Öl- und Gaspreisentwicklung Die Wintershall Dea Deutschland GmbH ist als Teil des Wintershall Dea E&P-Konzerns insbesondere von internationalen und lokalen Öl- und Gaspreisen abhängig. Dabei sind Öl- und Gaspreise volatil und abhängig von Faktoren, die wir als Unternehmen nicht beeinflussen können. Unsicherheiten bezüglich der Erholung der Weltwirtschaft sowie über die Entwicklung der geopolitischen Konflikte, haben aktuell und voraussichtlich auch in der Zukunft einen wesentlichen Einfluss auf die Preise. Der Wintershall Dea-Konzern wirkt dem Öl- und Gaspreisrisiko mit Absicherungsgeschäften (Hedging) entgegen, um das Rating (Investment Grade) des Konzerns absichern und die Planbarkeit von Dividenden verbessern zu können. Das Ausmaß der Absicherung hängt dabei unter anderem von der finanziellen Situation des Konzerns sowie den aktuellen Preisentwicklungen an den Märkten ab. Spezifische Risiken der E&P-Industrie Die Gesellschaft unterliegt als Teil eines international tätigen E&P-Konzerns allen branchenüblichen Risiken (z. B. Blow Outs, Ölverschmutzungen). In Ergänzung zu unseren internen risiko-mitigierenden Maßnahmen, Vorschriften und Regularien schließen wir branchenübliche Versicherungen in den Ländern ab, in denen wir aktiv sind, um unserer Kerngeschäft vor Verlusten und Haftungsrisiken gegenüber Dritten zu schützen. Für die Gesellschaft ergeben sich außerdem Risiken vor allem aus eventuellen Fehleinschätzungen geologischer Strukturen und daraus resultierenden Fehlbohrungen. Zur Minderung dieser Risiken setzen wir modernste Technologien ein und verfolgen eine systematische Qualitätssicherung. Unsere Belegschaft wird zur Einhaltung der entsprechenden Anforderungen kontinuierlich qualifiziert und in allen wichtigen technischen Bereichen stetig fortgebildet. Wir setzen die modernsten Bohr- und Fördermethoden ein, sind einem stringenten Kostenmanagement verpflichtet und konzentrieren uns auf die Effizienz und Rentabilität unserer Assets. Reservenschätzungen können sich im Zeitablauf positiv wie negativ verändern und insoweit die laufenden Abschreibungen und den Wert der Aktiva beeinflussen. Grundsätzlich basieren die Schätzungen der ökonomisch förderbaren Öl- und Gasreserven auf verschiedenen Faktoren und Annahmen, die zum Zeitpunkt der Einschätzung getroffen worden sind. Dies umfasst insbesondere geologische und technische Schätzungen, die historische Produktion der Felder, die unterstellten Effekte staatlicher Regulierung sowie die Schätzung zukünftiger Öl- und Gaspreise und Kosten, die alle erheblich von den tatsächlichen Werten abweichen können. Die Wintershall Dea Konzernabteilung Integrated Reservoir Management verantwortet die Durchführung und Umsetzung des internen Prozesses zur Reservenermittlung und stellt dem externen Reservenprüfer die notwendigen Daten für das jährliche Audit zur Verfügung. Der Ausgleich von Gasmengen gegenüber einem Vertragspartner ist auf Basis aktuell für die Zukunft geplanter Herstellungskosten kalkuliert und berücksichtigt bereits zukünftig erwartete Preissteigerungen. Unerwartete Kosten- oder Produktionsveränderungen können die Bewertung positiv wie negativ beeinflussen. Risiken im Zusammenhang mit der Harbour-Transaktion Am 21. Dezember 2023 haben BASF und LetterOne als Anteilseigner von Wintershall Dea AG und Harbour Energy plc (Harbour) eine Vereinbarung zum Zusammenschluss beider Geschäfte unterzeichnet. Danach soll das E&P-Geschäft von Wintershall Dea an Harbour übertragen werden. Dies umfasst die Beteiligung an der Wintershall Dea Deutschland GmbH. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen wird ein Closing im vierten Quartal 2024 angestrebt. Im Zusammenhang mit der Harbour-Transaktion ist geplant, dass die Wintershall Dea Deutschland GmbH aus dem Konzern der WDAG herausgelöst und in den Harbour-Konzern integriert wird. Dies kann insbesondere Auswirkungen auf die IT-Infrastruktur und das Personal haben. Für die Gesellschaft ist es wichtig, Business Continuity sicherzustellen. IT: Im Rahmen der Harbour-Transaktion ist es notwendig, ununterbrochenen Zugriff auf die IT-Infrastruktur zu haben und geordnete Übergabeprozesse sicherzustellen, u.a. durch Vereinbarung entsprechender Transactional Service Agreements. Personal: Vor dem Hintergrund der laufenden Transformation und Umstrukturierung ist es wichtig, Schlüsselmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zu halten und den Wissenstransfer unter den Mitarbeitenden sicherzustellen. Liquiditäts- und Kreditrisiken Die Liquiditätsrisiken werden auf Basis von Cash Flow-Prognosen und Sensitivitätsanalysen eng beobachtet. Kreditausfallrisiken begegnen wir durch die gewissenhafte Prüfung unserer Geschäftspartner vor Abschluss eines Geschäfts und während der Vertragslaufzeit. Risiken und Chancen aus Währungsrisiken Wintershall Dea ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Schwankungen der Währungskurse ausgesetzt. Chancen und Risiken entstehen dabei vor allem aus Kursveränderungen von USD. Risiken im Zusammenhang mit Gesundheit, Sicherheit und des Umweltschutzes Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz genießen oberste Priorität bei Wintershall Dea: Die Exploration und Förderung von Gas und Öl erfordert Aktivitäten in zunehmend herausfordernden Regionen mit komplexen Lagerstättenbedingungen, sensiblen Lebensräumen und schwierigen politischen Bedingungen. Daher werden die entsprechenden Risiken in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz zunehmend komplexer. Minimiert werden diese Risiken durch die systematische Anwendung hoher HSE-Standards, die im Rahmen unseres integrierten HSE-Managementprogramms laufend verbessert und optimiert werden. Klimawandel und Energiewende Klimawandel, erhöhtes Umweltbewusstsein sowie ein stärkerer Wettbewerb zwischen erneuerbaren Energien haben in den letzten Jahren einen Trend hin zu einer höheren Energieeffizienz sowie strengeren Regulierungen bewirkt. Zudem wurde der Fokus im globalen Energiemix auf eine alternative und CO2 -reduzierte Energiegewinnung gelegt. Für Wintershall Dea besteht das Risiko insbesondere darin, dass dieser Trend langfristig zu einem Nachfragerückgang von Öl und Gas führt. In einigen Ländern wurden Klagen eingereicht, um den Druck auf die Gesetzgeber und die Industrie zu erhöhen. IT Risiken Für die IT-Systeme der Wintershall Dea Deutschland GmbH, die von der Wintershall Dea AG bereit gestellt werden, besteht das Risiko in einem unautorisierten Datenzugriff. Durch mobiles Arbeiten sowie die Einführung moderner Anwendungen zur Kommunikation und Zusammenarbeit, besteht zudem ein inhärentes Risiko beim Informationsschutz. Wintershall Dea hat deshalb eine moderne IT Infrastruktur mit hohen Sicherheitsstandards aufgebaut, um die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Unternehmensdaten gewährleisten zu können. Innerhalb der globalen Einheit Information Technology wurde zudem ein Team für Cybersicherheit etabliert, um zusammen mit externen Providern ein hohes Maß an Sicherheit für den Konzern sowie Dienstleister sicherstellen zu können. Personal Um Geschäfte effektiv führen zu können, ist die Wintershall Dea Deutschland GmbH auf qualifiziertes Personal angewiesen. Die Gewinnung neuer Mitarbeiter und die Bindung bestehender Fach- und Führungskräfte ist für das weitere Wachstum des Konzerns von entscheidender Bedeutung. Qualifiziertes Personal wird sowohl in den technischen als auch in den nicht-technischen Geschäftsbereichen benötigt. Insbesondere durch den sich entwickelnden Fachkräftemangel kann nicht garantiert werden, dass es der Gesellschaft in Zukunft gelingen wird, neue Mitarbeiter zu gewinnen oder das vorhandene Personal zu halten, welches für die Fortsetzung der Geschäftsexpansion und die erfolgreiche Durchführung und Umsetzung der Geschäftsstrategie benötigt wird. Gesamt-Risikoeinschätzung der Wintershall Dea Deutschland GmbH Die Einschätzung der Gesamtsituation des Risikoumfelds ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der Wintershall Dea Deutschland GmbH gefährdenden Risiken ab. 7. Sicherheit Wir wollen jeden davor bewahren, im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit zu Schaden zu kommen - unser Ziel ist: Null Unfälle. Daher hat Sicherheit für uns bei Wintershall Dea oberste Priorität. Unsere weltweit gültigen Konzepte dienen dazu, sowohl unsere Mitarbeiter, Kontraktoren, Anlagen und die Umwelt zu schützen als auch die Nachbarn unserer Produktionsstandorte. Wiederkehrende Sicherheitsgespräche, Notfalltrainings, Workshops und Seminare zum bewussten Verhalten finden regelmäßig an allen unseren Standorten statt; sie gelten auch für unsere Kontraktoren. Darüber hinaus werden regelmäßig Sicherheitsaudits an unseren Standorten durchgeführt. 8. Forschung und Entwicklung Wir führen die für unsere Industrie typischen Explorations- und Erschließungsarbeiten von Kohlenwasserstofflagerstätten durch. Zur Unterstützung dieser Aktivitäten verfügen wir unter anderem über ein eigenes produktionstechnisches und geowissenschaftliches Labor. Der Schwerpunkt unserer Forschungsarbeit liegt in der stetigen Verbesserung der Methoden zur Exploration, Entwicklung und Ausbeutung von Kohlenwasserstofflagerstätten. Darüber hinaus erkunden wir Möglichkeiten zur Herstellung von Wasserstoff sowie in der Speicherung von Kohlendioxid. 9. Prognose Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Wintershall Dea Deutschland GmbH ein Ergebnis nach Ertragsteuern, das bedingt durch den Wegfall von Einmalaufwendungen in Form von Zuführungen zu Rückstellungen deutlich über dem Wert des Berichtsjahres liegt.
Hamburg, 22. Februar 2024 Die Geschäftsführung Kromberg Rohlfs |
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