Beteiligungsgesellschaften
Gustav Baehr GmbH
Max-Eyth-Straße 39, 71332 Waiblingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcel Dompert seit 14.10.2019 | Prokura |
Simon Stegmaier seit 14.10.2019 | Prokura |
Michael Ladwig seit 25.10.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (13)
| Name | Anteil |
|---|---|
C******** M** | 20.00% |
S**** R************** | 11.70% |
J*** B**** | 10.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
14 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 14 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gustav Baehr GmbHWaiblingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangAngaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Die nachfolgend zitierten Paragraphen beziehen sich, wenn nichts anderes angegeben ist, auf Vorschriften des Handelsgesetzbuches. 1. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. 1.1 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne von §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsvorschriften nach den für die mittelgroße Kapitalgesellschaft geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff HGB) 1.2 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung 1.2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 II Nr. 1) 1.2.1.1 Bilanzierungsmethoden (§ 246 - § 251) 1. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. 2. Die Posten auf der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen und Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet. 3. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert. 4. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. 5. Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet worden. 6. Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet worden. 1.2.1.2 Bewertungsmethoden 1. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen auch tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen. 2. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden. 3. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. 4. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögensgegenstände einbezogen. 5. Einzelne Positionen sind wie folgt bewertet worden: Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibung sind die Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten auf die Geschäftsjahre verteilt worden, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt wird. Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind grundsätzlich zu ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sofern der Börsen- oder Marktpreis zum Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag, war auf diesen abzuschreiben. War ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar, so ist gegebenenfalls auf einen niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben worden. Die Forderungen sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Abschreibungen auf diese Forderungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB umgerechnet (§ 284 Abs. 2 HGB). Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen werden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden nach üblicher kaufmännischer Schätzung ermittelt und erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. 6. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. 7. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind beibehalten worden. 8. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Bereich des Wareneingangs Beträge enthalten, die in US Dollar fakturiert wurden. Bei der Währungsumrechnung wurde § 256a HGB beachtet. Als Umrechnungskurs wurde der Monatsdurchschnitt verwendet. 2. Erläuterungen zu einzelnen Positionen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 2.1 Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 2.1.1 Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist im Anschluss in einer separaten Anlage dargestellt. 2.1.2 Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 5.969,00 Euro. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. 2.1.3 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Positionen:
2.1.4 Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 486.103,00,00 sind durch Grundschulden abgesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte abgesichert. 3. Ergänzende Angaben 3.1 Mitarbeiterzahl Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 116 Arbeitnehmer. 3.2 Organe Zusammensetzung (§ 285 Nr. 10 HGB) Michael Ladwig, Dipl. Betriebswirt (FH) Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB. Prokuristen sind Herr Simon Stegmaier und Herr Marcel Dompert. 3.3 sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen sowie aus Leasing belaufen sich im Folgejahr auf EUR 359.178,33. 3.4 ErgebnisverwendungsvorschlagAuf einer Gesellschafterversammlung soll auf Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Jahresüberschusses 2023 entschieden werden. 3.5 Honorar des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer der Gesellschaft erhält für das Geschäftsjahr 2023 Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von EUR 13.883,00. 3.6 Nachtragsbericht Hinsichtlich der Auswirkungen des Ukrainekonflikts wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.
Waiblingen, den 29. März 2024 Gustav Baehr GmbH gez. Michael Ladwig, Geschäftsführer Der Jahresabschluss 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 26. April 2024 festgestellt. Anlagespiegel zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gustav Baehr GmbH, Waiblingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gustav Baehr GmbH, Waiblingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gustav Baehr GmbH, Waiblingen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 19. April 2024 BLRP
Treuhand GmbH
gez. Armin Lau, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Wir sind im Großhandel für Podologie, Fußpflege, Kosmetik, Wellness und Nails tätig. Am Sitz der Gesellschaft in Waiblingen befinden sich unser Zentrallager und die Verwaltung, ergänzend besteht eine Verkaufsniederlassung in Hamburg. Seit dem 01.01.2020 arbeiten wir mit einem neuen ERP-System. Dieses wird ständig an unsere Prozesse angepasst. Dadurch sind wir zukünftig in der Lage den Marktansprüchen noch besser und effizienter zu begegnen. Im Jahr 2023 haben wir unseren neuen BAEHR-Webshop auf die aktuellste Software-Version angepasst, um dadurch das Einkaufserlebnis für die Kunden zu optimieren. Die Messeaktivitäten wurden wieder voll aufgenommen, nachdem sie durch die Pandemie stark eingeschränkt waren bzw. voll zum Erliegen kamen. Wir haben weiter an den internen Systemen und Abläufen gearbeitet, um Kosten einzusparen oder um mit derselben Mitarbeiteranzahl mehr Aufträge bearbeiten zu können. Dies betraf alle Bereiche von der Logistik über den technischen Service bis hin in alle verwaltungstechnischen Abteilungen. Dieser Prozess gilt nicht als abgeschlossen, ist aber auf einem guten Weg. Im Geschäftsjahr wurde die Bewertungsmethode des Warenbestandes vom gewogenen Durchschnittspreis auf den Standardpreis 1 gewechselt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogenen Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent gesunken. Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war wesentlich geprägt durch die Energiepreiskrise, einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche sowie den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Zusätzlich lag ein außergewöhnlich hoher Krankenstand vor, welcher das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Diese Gründe führten zu einer Verzögerung der wirtschaftlichen Erholung. Für das laufende Jahr gehen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute weiterhin von einem andauerndem Kriegsgeschehen in der Ukraine aus und auch im Nahen Osten zeichnet sich keine Entspannung der Lage ab. Insgesamt wird erwartet, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,1 % und im Jahr 2025 um 1,4 % steigt. Damit revidieren die Institute ihre Prognose vom Herbst 2023 für das laufende Jahr deutlich um 1,2 Prozentpunkte nach unten. Die Inflation wird sich im Prognosezeitraum voraussichtlich dem Inflationsziel der EZB nähern. Die Institute erwarten in diesem Jahr einen Rückgang der Kerninflationsrate auf 2,8% und 2,3% im Jahr 2025. Zu diesem spürbaren Rückgang tragen insbesondere die stark rückläufigen Vorjahresraten bei den Nahrungsmitteln bei, aber auch die sinkenden Einfuhr- und Erzeugerpreise und die Normalisierung der Energie- und Rohstoffpreise, sowie das Abklingen der Lieferengpässe wirken dämpfend. Die Marktsituation ist seit Jahren durch Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Neue Anbieter kommen auf den Markt und versuchen durch Preisdumping Marktanteile zu gewinnen. Ebenso führen Billigprodukte aus Asien und Osteuropa bei den Kunden zu einem verstärkten Preisbewusstsein. Diesem Verdrängungswettbewerb begegnen wir durch innovative Produkte, Qualität und Verlässlichkeit. Unsere Positionierung im Markt und unsere Produktinnovation bestätigen unsere Geschäftspolitik. Durch Erweiterung und Aktualisierung unseres Verkaufssortiments konnten wir den Absatz unserer Produkte bei den Stammkunden ausbauen sowie Neukunden gewinnen. Des Weiteren hat die schnelle Auslieferung von Kundenbestellungen zu mehr Kundenzufriedenheit geführt. Langfristig sind Qualitätsprodukte zu angemessenen Preisen insbesondere an Stammkunden durchsetzbar. Der Umsatz im Bereich Podologie und Fußpflege im Jahr 2023 hat sich zufriedenstellend entwickelt. Die erforderlichen Aufstockungen im Bereich der Hygiene- und Schutzmaßnahmen haben den Umsatz wieder gestützt. Alle großen Messen haben im Jahr 2023 wieder stattgefunden, sodass im Werbekostenbereich wieder in diesen Bereich investiert wurde. Die Besucherzahlen waren zufriedenstellend aber bei weitem nicht auf dem Niveau von 2019. Die großen Ausgaben im EDV-Bereich gelten ebenso als abgeschlossen. Insgesamt konnte wieder einmal ein gutes Ergebnis erzielt werden. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und die Herausforderungen der gestiegenen Inflation der letzten Jahre tangieren uns kaum noch. Glücklicherweise sind wir von großen Lieferproblemen verschont geblieben. Die Erhöhung des Lagerbestandes hat zu einer guten Lieferfähigkeit im Jahr 2023 beigetragen. Den ständigen Preiserhöhungen versuchen wir durch bessere Einkaufsmöglichkeiten sowie durch Preisweitergabe an unsere Kunden zu begegnen. Insgesamt trübt sich das allgemeine Konsumklima jedoch ein. Dies besonders auch in der höherpreisigen pflegenden Kosmetik. Dennoch rechnen wir mit einer moderaten Umsatz-Steigerung zum Vorjahr. Diese Einschätzung wird allerdings schwer beeinflusst werden durch die nicht abzusehenden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sowie der allgemeinen politischen Lage mit immer mehr Bürokratie für die Unternehmen. 2. Geschäftsverlauf In diesem konjunkturellen Umfeld können wir auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die Umsatzerlöse haben im Geschäftsjahr 2023 leicht zugenommen, die prognostizierte leichte Nachfrageerhöhung hat sich damit bestätigt. Diesem Wachstum standen Marktpreisanpassungen beim Materialaufwand gegenüber, sodass die Zunahme des Rohertrages T€ 1.070 betrug. Es gelang uns mehr Pedibaehr-Produkte und Baehr-Beauty-Concept-Produkte zu verkaufen. Diese beiden Marken weiter auszubauen wird auch die Aufgabe der nächsten Jahre sein! Die Personalkosten sind aufgrund von fehlendem Personal über mehrere Monate im Jahr 2023 nur leicht zum Vorjahr gestiegen. Mittlerweile konnten die offenen Stellen wieder besetzt werden. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergaben sich Erhöhungen analog der Umsatzentwicklung. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um T€ 1.089 auf T€ 4.940 und nach Ertragsteuern verblieb ein Jahresüberschuss von T€ 3.524. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Vermögenslage Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 293 gesunken. Dabei stehen den Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 188 Abgänge sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 481 gegenüber. Der im Rahmen der Lieferfähigkeit notwendige Vorratsbestand von T€ 10.763 wird durch einen leicht gestiegenen Forderungsbestand mit T€ 3.621 ergänzt, die Barliquidität beträgt am Stichtag T€ 6.520. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf T€ 389 angestiegen. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 25.738. Die Eigenkapitalquote liegt bei über 90 % und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche. Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht beansprucht. Es liegen daher keine kurzfristigen Kontokorrent-Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vor. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr insbesondere durch vertragliche Tilgung in der Stichtagsbetrachtung um T€ 167 vermindert. Wird den hier beschriebenen Verbindlichkeiten ein Guthabenbestand inkl. kurzfristiger Forderungen in Höhe von T€ 10.324 gegenübergestellt, so liegt ein deutlicher positiver Nettofinanzsaldo vor. Das Unternehmen ist, saldiert betrachtet, frei von Bankverbindlichkeiten und besitzt trotz erheblicher Investitionen eine gute Liquiditätsreserve. In den langfristigen Verbindlichkeiten sind Rückstellungen für Pensionen enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt von T€ 373 auf T€ 774 erhöht. Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr in allen relevanten Kategorien eine über die Planansätze hinaus positive Entwicklung genommen. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als gut zu bezeichnen, da die Eigenkapitalausstattung adäquat ist und die Gesellschaft aus der operativen Geschäftstätigkeit ausreichende Zahlungsmittelzuflüsse erzielt, mit denen die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden können. Durch Ergebnisthesaurierungen beträgt die Eigenkapitalquote über 90 % und liegt somit deutlich über dem deutschen Unternehmensdurchschnitt. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern in Höhe von rd. 14,4 % liegt deutlich über dem Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen. Die Pensionsrückstellung macht rund 1 % der Bilanzsumme aus, die längerfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 1,1 % der Bilanzsumme aus. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist skontiert zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Langfristige Anlagen sind fristenkongruent finanziert. Die kurzfristigen Forderungen übersteigen deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten. c) Ertragslage
Das Betriebsergebnis hat sich erfreulich verbessert. Trotz leicht gestiegener Kosten konnte der Jahresüberschuss erfreulich ausgebaut werden. Die Fokussierung auf Qualitätsprodukte hat sich bewährt und Niedrigpreisprodukte werden von uns wegen des eingangs beschriebenen Verdrängungswettbewerbs kaum mehr angeboten. Notwendige Kostenanpassungen begleiten unser Wachstum, wobei die Struktur unserer Aufwendungen unverändert stabil ist. Das Zinsergebnis, welches im Berichtsjahr wieder Guthabenzinsen enthält, hat sich um T€ 10 verbessert, da die in den Vorjahren durch die Umbauarbeiten aufgenommen Bankdarlehen planmäßig getilgt wurden. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kapitalrendite und den Cashflow heran. Sowohl Eigenkapital - als auch Gesamtkapitalrendite bewegen sich auf einem erfreulich hohen Niveau. Der Cashflow (Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen) von T€ 4.004 ist erfreulich, im Vorjahr lag dieser bei T€ 3.222. Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen. 5. Personal Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Gustav Baehr GmbH 116 Mitarbeiter (Vorjahr 124 Mitarbeiter). Die Mitarbeiter werden gezielt nach ihren Bedürfnissen und den Anforderungen des Arbeitsplatzes in internen und externen Schulungs- und Seminareinrichtungen weitergebildet. 6. Investitionen In der Gustav Baehr GmbH wurden im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr T€ 188 in Sachanlagen investiert. 7. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt nur in branchenüblichem Umfang eigene Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie der Einführung neuer Produkte. 8. Gesamtaussage Die Geschäftsführung fühlt sich durch den überaus positiven Geschäftsverlauf bestätigt. Somit konnte durch die Erweiterung des Produktsortimentes und deren Lieferfähigkeit eine Erweiterung der Kunden-Zielgruppe erreicht werden. Die strategische Zielsetzung intensiverer Nutzung vorhandener und weiterer Vertriebskanäle ist somit früher als erwartet erreicht worden. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Wir rechnen mit einer moderaten Umsatz-Steigerung zum Vorjahr. Diese Einschätzung kann allerdings beeinflusst werden durch die noch nicht abzusehenden Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der weltweiten politischen sich ändernden Rahmenbedingungen. IV. Prognosebericht Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Unsere Marktposition betrachten wir nach fast 75-jähriger Geschäftstätigkeit unverändert als gefestigt. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung weiter positiv. Wir erwarten im folgenden Geschäftsjahr ein moderates Umsatzwachstum bei moderat sinkendem Ergebnis. Unsere Verkaufspolitik zielt darauf ab, eigene Produkte sowie Handelsprodukte mit gutem Deckungsbeitrag weiter auszubauen. Zusätzlich werden hochwertige Fußpflege, Kosmetik- sowie Nailprodukte zum Verkauf angeboten. Wir gehen davon aus, dass in den Folgejahren gleichbleibende Preise erzielbar sind. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. V. Chancen und Risikobericht Die Gesellschaft ist keinem Währungsrisiko ausgesetzt. Gegen den Wettbewerb am Markt, vor allem gegen die zunehmende Konkurrenz, muss weiterhin gesorgt werden. Insbesondere ist einer Tendenz des Verlustes von Kunden durch ein starkes Preisbewusstsein bei den Verbrauchsmaterialien und einer daraus resultierenden potenziellen negativen Beeinflussung zu begegnen. Mit dem bereits bestehenden Kundenstock, an dessen Ausbau in Zukunft weiterhin gearbeitet wird, ist mit einem positiven Ergebnis auch für 2024 zu rechnen. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurück. Die Gesellschaft hat sich auf neue rechtliche Bedingungen im Rahmen der Kosmetikverordnung eingestellt. Dafür wurden neue Verträge mit den einzelnen Lieferanten geschlossen. Die Liquiditätslage ist gut; es sind daher keine Engpässe zu erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Geldanlagen in fremden Währungen werden ebenfalls getätigt. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind im normalen Rahmen kalkuliert. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Inkassobüro. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über den Cash Flow und über Bankkredite der Geschäftsbanken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Mahnwesen und Debitorenmanagement. Die Gesellschaft tätigt nur in branchenüblichem Umfang eigene Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie der Einführung neuer Produkte. Die grundsätzlichen Risiken in der EDV-Struktur und Software sind im Unternehmen wie üblich vorhanden. Risiken aus der Gesellschafterstruktur sind jeder Gesellschaft immanent. Diesen Risiken wird durch geeignete Maßnahmen zur Vertretung sowie transparenten Führungsstrukturen begegnet.
Waiblingen, 15. April 2024 Michael Ladwig, Geschäftsführer |
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