Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 131360
Vorher
figo GmbHfinleap connect GmbH
Eingetragen
21.8.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGeld- und WertdiensteSonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Die Gesellschaft ist ein bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung lizenzierter Zahlungsdienstleister im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes. Gegenstand des Unternehmens ist neben der Erbringung von Zahlungsdienstleistungen die Entwicklung und der Betrieb von inländischen und ausländischen lnternet- und Technologieprojekten sowie damit verbundene Geschäfte, insbesondere der Entwicklung und Vermarktung von Software und Technologieprodukten rund um das Thema Finanzen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Maximilian Kleinsorge
seit 1.11.2024
Geschäftsführer
Mathias Kadler
seit 9.10.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Qwist Group Sp. z o.o.POL
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Qwist Group Sp. z o.o.
Poland
129.524 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Qwist GmbH (vormals: finleap connect GmbH )

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht Geschäftsjahr 2022

der finleap connect GmbH, Hamburg

 

22. Juni 2023

Inhalt

Grundlagen des Unternehmens

Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2022

Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr

Darstellung der Lage

Ertragslage

Finanzlage

Vermögenslage

Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Risiken

Chancen

Prognose

Grundlagen des Unternehmens

Die finleap connect GmbH, im Folgenden auch " finleap connect", "das Unternehmen", "die Gesellschaft" oder "das Institut") ist im Handelsregister unter HRB 131360, Amtsgericht 20355 Hamburg, eingetragen. Seit dem 16. August 2018 ist das Unternehmen Zahlungsinstitut nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (" ZAG") und wird im Register der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (im Folgenden auch " BaFin") unter der ID 150550 geführt. Aufgrund der Erteilung der Lizenz erstellt das Institut den Jahresabschluss und einen Lagebericht entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und unter Berücksichtigung der Formvorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) sowie des GmbH-Gesetzes.

Der Geschäftssitz des Unternehmens befindet sich an der Adresse Hohe Bleichen 22, 20354 Hamburg. Die finleap connect GmbH ist mehrheitlich im Eigentum der Finleap GmbH, Berlin und ist zu dieser Gesellschaft ein verbundenes Unternehmen.

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der finleap connect Iberia S.L.U, Madrid, die sich per 31.12.2021 aus der Verschmelzung der bereits im Jahr 2019 erworbenen Finleap Iberia SLU auf die im Jahr 2021 erworbene Financial Planning and Analysis S.L.U., Madrid, entwickelt hat. Im Jahr 2020 hatte die Gesellschaft einen 95% Anteil an der finleap connect s.r.l., Mailand, Italien erworben. Bereits im Jahr 2019 hat die Gesellschaft mit 100% der Anteile an der Finleap SAS eine weitere Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Paris, Frankreich erworben.

Die Gesellschaft hatte zum 31. Dezember 2022 68 Angestellte (Vorjahr: 97) beschäftigt.

Der Aufbau der Organisation war im Geschäftsjahr 2022 marktbezogen und unterstützte die bis in Q3/2022 bestehende Mehrproduktstrategie der Gesellschaft. Deren Aufbau gliedert sich wie folgt:

Produkt mit den Bereichen Produktdesign, Produktmanagement, Product Operations und Customer Service

Commercial mit den Abteilungen Go to Market, Sales & Business Development, Marketing

Governance & Risk

Finance

People & Organization

IT & Tech mit den Abteilungen Cloud/Switchkit, Open Banking und Digital Bank

Die Gesellschaft bietet ihren Kunden Produkte entlang der Wertschöpfungskette im Bereich Open Finance an. Das Produktportfolio beinhaltet sowohl standardisierte Softwareprodukte als auch angepasste Kundenlösungen. Die Basis für die Produkte sind einerseits Kontoinformations- und Zahlungsauslösedienste, die in der Stellung eines Zahlungsdienstleisters oder als technischer Dienstleister erbracht werden. Für regulierte Kunden bietet die Gesellschaft als B2B-Dienstleister seine Leistungen in der Regel als Auslagerungsunternehmen an und tritt dabei für den Zahlungskontoinhaber in der Regel nicht in Erscheinung. Für unregulierte Kunden agiert das Unternehmen im Zusammenhang mit Zahlungsdiensten ausschließlich als Institut und B2B2C-Dienstleister, d. h. ist somit auch Vertragspartner des Zahlungskontoinhabers, um die ZAG-Anforderungen zu erfüllen. Im Rahmen der Produktlinie Open Banking ermöglicht die Gesellschaft den einmaligen oder fortlaufenden Zugriff auf Transaktionsdaten für B2B-Kunden in Übereinstimmung mit den Vorgaben der PSD2-Richtlinie und dem ZAG. Dazu kommen Zahlungsauslösedienste (Auslösung von Endkundenzahlungen) sowie die Kategorisierung von Kontotransaktionen. Des Weiteren werden im Rahmen des Produktsegments "Money Management" Lösungen in den Produktlinien Switchkit und Digital Bank angeboten. In der Produktlinie Switchkit bietet die Gesellschaft ihren Businesskunden für deren Endkunden einen Kontowechselservice für Depots- und Zahlungskonten an. Daneben werden in der Produktlinie Digital Bank Mobile Banking Anwendungen (Apps) angeboten, bei denen es sich um "White-Label-Frontend-Anwendungen" handelt, die mit dem Kernbankensystem des Partners Solarisbank AG verbunden sind. Die Gesellschaft hat sich in Q3/2022 entschieden, diese Produktlinie aus strategischen Gründen nicht mehr weiterzuführen, da in dieser Produktlinie der eine Nachfrage nach individuellen Kundenlösungen überwiegt und die angestrebten Skaleneffekte nur schwer zu erreichen sind. Mit den Bestandskunden wurden im 2. Halbjahr 2022 Vereinbarungen zur Beendigung der Zusammenarbeit getroffen.

Im Rahmen der Produktlinie Open-Banking-as-a-Service schließlich exportiert die Gesellschaft ihre hochmoderne Open Banking Cloud-Architektur in die Cloud eines Partners. Die Gesellschaft betreibt die Plattform in der Cloud des Partners als technischer Provider und stellt somit die Infrastruktur für alle notwendigen digitalen Prozesse bereit, die es Partnern ermöglicht, selbst zu einer Open-Banking-Plattform mit dem gesamten Spektrum an Dienstleistungen werden zu können.

Die Produktlinien verfügen teilweise über dedizierte Produkt- und IT Teams, die für die Entwicklung, den Betrieb und die Wartung der Produkte verantwortlich sind. Die im Vorjahr eingeführte Produktliniensicht soll die Planung, Weiterentwicklung, den Vertrieb und die Monetarisierung des Produktportfolios vereinfachen und aus Kundenperspektive die Transparenz der angebotenen Lösungen verbessern.

Die Beteiligung an der 42stages GmbH wurde im Geschäftsjahr komplett abgeschrieben, da die 42stages GmbH aufgrund der langen Vertriebszyklen zur Vermarktung des Software as a Service Produkts (das regulierten Kunden ermöglichte, die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von nicht-finanziellen Risiken im Kontext des Informationssicherheits- und Business Continuity Managements zu digitalisieren und zu vereinfachen) ihre Geschäfte aufgegeben hat und sich in Liquidation befindet.

Es folgt eine Darstellung der Produkte in den aktiven Produktlinien:

Open Banking

Unsere Account Aggregation Services ermöglichen Kunden den Zugriff auf ein umfangreiches Angebot an Finanzdaten von Banken und Finanzdienstleistern in ganz Europa über eine einzige API-Schnittstelle, die wir "finX API" nennen. Dazu müssen ihre Endkunden ihr Bankkonto oder ihre Finanzdienstleistung über unsere finX-API anbinden.

Durch die Nutzung der finX-API können wir Daten für Privat- und Geschäftskonten aus > 3000 Finanzquellen in Deutschland, Österreich, Rumänien, Italien, Spanien, Portugal und Bahrain verbinden und harmonisieren:

Wir verbinden uns mit Finanzquellen unter Verwendung mehrerer Technologien. Wir sind bestrebt, PSD2-APIs wo immer möglich als erste Wahl zu verwenden, aber wir verwenden die am besten geeignete Konnektivitätsoption basierend auf den verfügbaren Kontodaten und geltenden Regularien:

(PSD2) APIs - werden hauptsächlich für den Zugriff auf Zahlungskonten (Girokonten) verwendet FinTS (HBCI) - nur in Deutschland anwendbar - diente zur Anbindung anderer Kontotypen neben Girokonten (Sparkonten, Kredite, Depotkonten etc.) und wird weiterhin zur Anbindung an deutsche Banken verwendet, die über keine zuverlässige PSD2-API verfügen .

WebScraping - wird verwendet, um auf Kontodaten aller Banken, Dienste oder Versicherungen zuzugreifen, die über keine andere Quelle angebunden werden können.

In der Welt von Open Banking und Open Finance wird der Fokus normalerweise auf den Prozess des Abrufs von Bankinformationen gelegt, aber es ist praktisch unmöglich, Anwendungsfälle ohne eine Aufbereitung der Daten zu erstellen. Für unsere Kunden ist die Categorization von Transaktionen und überzeugende Datenanalyse relevanter denn je, um Trends bzw. Muster zu erkennen und andere Finanzprodukte entsprechend zu verkaufen oder Aussagen über das Endkundenrisiko zu treffen. Die Transaktionskategorisierung ist ein Prozess zur Identifizierung des Kontexts oder Zwecks einer Bankkontotransaktion auf der Grundlage ihrer Beschreibung, des Transaktionsbetrags, des Datums und der kontextbezogenen Metadaten.

Unser Kategorisierungsservice ist unser proprietärer Algorithmus, der Banktransaktionen analysiert und eine endgültige Kategorie der Transaktion ausgibt. Es übersetzt Finanzdaten in lesbare Inhalte für Menschen und Maschinen. Unsere Kategorisierung ermöglicht es unseren Kunden, Einblicke in das Endkundenverhalten zu erhalten, wodurch sie die Daten für verschiedene Anwendungsfälle verwenden können.

Unsere Zahlungsauslösedienste ermöglichen es gewerblichen Kunden, ihren Endkunden die Initiierung einer Banküberweisung (Single Euro Payments Area (SEPA)-Überweisung in der EU) von dem Zahlungskonto anzubieten, das sie bei ihrer Bank führen.

Grundsätzlich kann die finX-API von Kunden ohne Frontend-Unterstützung durch finleap connect (direkter Zugang zur finX-API) genutzt werden, wobei der Kunde für den Aufbau des Frontends für den Open-Banking-Service verantwortlich ist. Wenn der Kunde vermeiden möchte, ein eigenes Frontend zu bauen, das die finX-API im Hintergrund verwenden muss, um Zahlungen zu initiieren, bietet finleap connect ein anpassbares "Widget User Interface", das die finX-API im Hintergrund verwendet und den Benutzer durch die Zahlung führt Initiierungsprozess.

Switchkit

Account Switchkit (ASK/Kontowechselservice) ist ein vollständig digitales Produkt, das es Benutzern ermöglicht, ihre Bankkonten innerhalb von Minuten von einer Bank zu einer anderen zu wechseln, wodurch der Benutzer auch den Zahlungspartner über das neue Konto informieren kann.

Zur Nutzung von ASK muss der Nutzer ein Online-Konto bei finleap connect anlegen, über das das Bankkonto des übertragenden Finanz- oder Kreditinstituts verbunden wird. Der Benutzer kann dieses Konto 90 Tage lang verwenden, danach wird das Konto automatisch gelöscht ("Kontoinformationsdienst" wird nur einmal durchgeführt).

Nach dem Erstellen des Kontos liest finleap connect die Zahlungskontoinformationen des Benutzers aus, um die Transaktionshistorie zu erhalten. Der ASK-Service erstellt und zeigt dann eine Übersicht der Zahlungspartner (Kreditoren/Debitoren) an. Der Benutzer muss entscheiden, welchen der identifizierten Zahlungspartner er wechseln möchte und finleap connect sendet die Benachrichtigung an die Zahlungspartner über verschiedene Kanäle (Brief, Fax, E-Mail). Darüber hinaus können Benutzer einen Auftrag an ihre vorherige Bank zur Schließung des Zahlungskontos erteilen sowie eine Zahlung veranlassen, um das verbleibende Guthaben von der "alten" Bank auf die "neue" Bank zu überweisen. Darüber hinaus können Benutzer in Kürze Daueraufträge über ASK löschen/neu erstellen.

Der Portfolio-Switchkit-Service (PSK) ermöglicht eine einfache und papierlose Übertragung eines Portfoliokontos in weniger als 10 Minuten. Der Endbenutzer erhält in sehr kurzer Zeit ein klares Verständnis des gesamten Wechsels. Um den Wechsel abzuschließen, ist jedoch einige manuelle Arbeit sowohl von der alten als auch von der neuen Bank erforderlich, die mehr Zeit in Anspruch nehmen kann.

Der PSK bietet folgende technische Lösungen als Kombination für den gewerblichen Kunden zur Unterstützung der Umsetzung des Depotwechselservices an. Die technische Integration der folgenden Produkte erfolgt durch finleap connect selbst:

Der indirekte Zugriff per API auf die finX-Plattform

Durch Account Aggregation Service wird dem Benutzer ein Einloggen in die Depotkonten der Institution ermöglicht, die die Depotkonten herausgibt, sowie ein automatisches Auslesen der verschiedenen Depotpositionen des Benutzers ermöglicht.

finleap connect bietet dem Benutzer alternativ die Möglichkeit eines manuellen Depotwechsels via PSK, falls seine bisherigen Depotkonten nicht online verfügbar sind.

Unser Payment Accounts Directive Service (PAD) sorgt für einen reibungslosen und PAD konformen Kontowechsel zwischen der überweisenden und der empfangenden Bank. Das Produkt bietet eine Workflow-basierte Software, mit der Benutzer eine Wechselanwendung erstellen können, und ein Frontend für die neue und auch alte Bank, um den Prozess PAD-konform zu verwalten.

Das White Label Product PAD ermöglicht dem gewerblichen Kunden die Erfüllung seiner gesetzlichen Verpflichtung zur Durchführung der Kontowechselhilfe für Kontoinhaber gem. § 20 Zahlungskontengesetz (ZKG) als empfangender und übermittelnder Zahlungsdienstleister. Dazu stellt finleap connect dem Benutzer und dem Mitarbeiter des gewerblichen Kunden einen digitalen Antragsteil zur Verfügung, der die gesetzlich vorgeschriebenen Antragsunterlagen generiert, sowie eine Backoffice-Anwendung, die den Benutzer bei der weiteren Abwicklung von Kontowechseln unterstützt.

Das Erlösmodell der Gesellschaft basiert grundsätzlich auf einem "Software-as-a-Service"-Ansatz, sodass neben einmaligen Gebühren für die Implementierung und einem monatlichen Grund- oder Mindestpreis, nutzungsabhängige bzw. transaktionsbezogene Preise in Rechnung gestellt werden. Die Nutzung wird anhand der Anzahl der Endnutzer, der durchgeführten Transaktionen oder der API-Abfragen gemessen.

Unsere finanziellen Leistungsindikatoren sind die Provisionserträge und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden derzeit nicht zur Unternehmenssteuerung herangezogen.

Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2022

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Vorjahr 1 . Die deutsche Wirtschaft ist damit nach dem Covid-19 bedingten Konjunktureinbruch in 2020 erneut gewachsen. Aufgrund der anhaltend hohen Inflationsraten und den durch die Zentralbanken steigenden Zinsniveaus wird aus Sicht der Geschäftsführung die weitere wirtschaftliche Erholung auch im laufenden Geschäftsjahr beeinträchtigt bleiben. Die Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen macht sich insbesondere im Immobilien-, Energie- und Finanzsektor bemerkbar. Darüber hinaus wirkt sich der Mangel an Fachkräften zunehmend aus. Die Entwicklung dieser Ereignisse wird durch die Geschäftsleitung hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft fortlaufend beobachtet und analysiert.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe lediglich um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2021 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 2,6 % zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund des zurückgehenden Einfluss der Pandemie bedingten Einschränkungen mit einem Plus von 4,0 % etwas stärker aus. Im Baugewerbe machten sich die Lieferkettenprobleme sowie erste auf das höhere Zinsniveau zurückzuführende Nachfragedellen bemerkbar, so dass die Wirtschaftsleistung 2022 gegenüber 2021 um 2,3 % spürbar zurückging. Das Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2022 erstmals wieder oberhalb des Vorkrisenniveaus. 2

Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stiegen 2022 um 4,6 % und profitieren von Nachholeffekten am Ende der Corona-Pandemie. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2022 von 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa 1,3% mehr als im Vorjahr und markierten einen neuen Rekordwert. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2022 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 101,6 Milliarden Euro und damit wieder deutlich niedriger als im Vorjahr. 3

Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die finleap connect GmbH ist als Zahlungsdienstleister bzw. technischer Dienstleister sowohl in der Branche der Informatikdienstleistungen als auch im Finanzsektor tätig. In Deutschland wies der Sektor Information und Kommunikation im ersten Quartal mit 3,9 % ein anziehendes Wachstum und nach einem schwächeren 2. Quartal mit 0,1% zwei weitere starke Quartale mit jeweils 3,6 % aus. 4

Der Markt der Finanztechnologie-Unternehmen (Fintechs), dem die Gesellschaft zuzuordnen ist, weist insgesamt eine weiterhin zunehmende Relevanz auf. Der Open-Banking-Markt hat sich in 2022 durch die Ausweitung der Schnittstellenangebote (APIs) im Bereich der Finanzinstitute weiterentwickelt und weitere Finanzinstitute beteiligen sich an diesem Prozess. Insgesamt seien die Anzahl der angebotenen APIs um 17% gestiegen. Dennoch liegt der Fokus noch stark auf dem Angebot von Kernfunktionalitäten (Konnektivität), aber die Entwicklung von weiteren value added services (zusätzliche Funktionalität oder Anreicherung der Daten) beschleunigt sich. Insgesamt bewegt sich der Markt nun stärker in die Richtung Open Finance / Open Data. Neben Endkundendaten kommen Daten kleinerer und mittlerer Unternehmen (SMEs) stärker in den Fokus. 5

Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2022 eine Steigerung der Provisionserträge von 7 % oder TEUR 537 auf TEUR 8.322. Ursächlich hierfür sind gestiegene Umsätze in den Segmenten Open Banking und Open Banking as a Service (zusammen TEUR 647) während das Produktsegment Money Management mit den Produkten Digital Bank und SwitchKit im Umsatz stagnierte. Sonstige Projektumsätze stiegen um TEUR 416, was insbesondere auf die Einführungsprojekte mit den Kunden im Mittleren Osten zurückzuführen ist.

Für die Steigerung der Provisionserträge waren sowohl das Neugeschäft als auch das Bestandsportfolio in den oben angeführten Produkten maßgebend. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde für einen Kunden in Bahrain nach der im Vorjahr erfolgten Einführung der Open Banking Plattform der Gesellschaft im Rahmen eines Software-as-a-Service Ansatzes in einer Cloud Umgebung des Kunden wiederkehrende Provisionserträge aus Lizenzen und Services i.H.v. TEUR 1.152 erzielt. Für das Geschäftsjahr 2022 ist nach Einschätzung der Geschäftsleitung in Bezug auf das abrechenbare Volumen im Bereich Switchkit ein geringer negativer Einfluss durch die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verzeichnen, was sich durch die Zurückhaltung der unter den Kunden der Gesellschaft befindlichen Finanzinstitute in Bezug auf deren Aktivitäten zur Gewinnung neuer Endkunden (weniger Marketingkampagnen) bemerkbar macht.

Zusammenfassend war das Jahr 2022 für die Gesellschaft geprägt von Effekten aus der Vorbereitung und Unterstützung des beabsichtigten Exits des Mehrheitsgesellschafters der Gesellschaft, kostenreduzierende Maßnahmen zur Sicherstellung von Liquidität und Eigenkapital und Vereinbarungen zur weiteren Erhöhung des Eigenkapitals sowie Anpassungen der Rückzahlungsmodalitäten in Bezug auf die begebene Inhaberschuldverschreibung. Daneben war ein Wechsel in der Geschäftsleitung zu verzeichnen sowie Entscheidungen hinsichtlich der zukünftigen Produktstrategie (mit einem klaren Fokus auf die Kernaktivitäten im Produktbereich Open Banking/Open Banking as a Service) und der zukünftigen Zielmärkte mit dem Fokus auf Deutschland/ Österreich und Spanien/Portugal über die spanische Tochtergesellschaft der Gesellschaft sowie im Bereich Mittlerer Osten Bahrain und das Königreich Saudi-Arabien. Der italienische Markt steht somit nicht mehr im zentralen Fokus der Vertriebsaktivitäten der Gesellschaft. Konsequenterweise wird damit die Beteiligung an der italienischen Tochtergesellschaft abgeschrieben. Diese Maßnahmen führten in Summe zu einem erzielten höheren Jahresfehlbetrag von TEUR 10.620 im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 7.587).

Darstellung der Lage

Ertragslage

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 65,5 % der Provisionserträge im Inland (Vorjahr 89,2 %). Die Erlöse im Ausland resultieren im Wesentlichen aus Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen in Bahrain, Saudi Arabien, Österreich, Spanien, Litauen und dem Vereinigten Königreich. Insgesamt konnte 2022 eine Steigerung der Provisionserträge um 7 % von TEUR 7.785 (2021) auf TEUR 8.322 (2022) erzielt werden. Das stärkste Produktsegment ist Open Banking im abgelaufenen Geschäftsjahr vor SwitchKit mit zurückgehenden Erträgen. Mit Open Banking (inkl. Open Banking as a Service) konnten Provisionserträge von TEUR 5.500 erzielt werden. Etwa 19 % der Provisionserträge sind unter Nutzung der Zahlungsdienstelizenz der Gesellschaft erwirtschaftet worden.

Auf der Aufwandsseite sind die Personalaufwendungen der Gesellschaft aufgrund der Änderungen im Mitarbeiterbestand als Folge der organisatorischen Anpassungen von TEUR 9.375 im Vorjahr auf TEUR 7.506 in 2022 gesunken. Die anderen Verwaltungsaufwendungen i.H.v. TEUR 5.811 (im Vorjahr: TEUR 4.839) waren geprägt von Rechts- und Steuerberatungskosten (TEUR 1.048 bzw. Anstieg zum Vorjahr um TEUR 834) Fremdleistungen in Form von bezogenen IT-Dienstleistungen (TEUR 415 bzw. Abnahme zum Vorjahr um TEUR 93), Hosting (TEUR 654 bzw. Abnahme zum Vorjahr um 47 TEUR), Weiterberechnungen der Auslandstöchter (TEUR 1.111 bzw. Anstieg um TEUR 150), Lizenzen und sonstige Konzessionen (TEUR 704 bzw. Anstieg um TEUR 125) und Mietaufwendungen (TEUR 489 bzw. Abnahme zum Vorjahr um TEUR 164). Einen besonderen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2022 haben die notwendigen Abschreibungen auf Finanzanlagen i.H.v. TEUR 4.243 bezüglich der Beteiligungen an der finleap connect srl, Mailand und der 42stages GmbH, Frankfurt/M.).

Der Jahresfehlbetrag des Unternehmens i.H.v. TEUR 10.620 resultiert somit vor allem aus den die Erträge übersteigenden Aufwendungen für Personal, der Vertriebs-, Produkt-, IT-Lizenz- und IT-Infrastruktur-Ausgaben sowie den Abschreibungen im Finanzanlagevermögen.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Berichtszeitraum geordnet und wird durch Finanzierungen der Gesellschafter zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und der Zuführung von Fremdkapital gestützt. Zur Sicherstellung der Liquidität hat die Gesellschaft im März 2022 eine 2. Tranche i.H.v. nominal TEUR 3.500 der bereits im Jahr 2021 begebenen Inhaberschuldverschreibung erfolgreich platziert. Des Weiteren wurde die im Dezember 2021 vollständig eingezahlte Erhöhung der Eigenmittel i.H.v TEUR 2.000 im März 2022 in das Handelsregister eingetragen und somit das haftende Kernkapital um TEUR 2.000 erhöht. Im Oktober 2022 ist das bestehende nachrangige Darlehen des Mehrheitsgesellschafter inklusive der aufgelaufenen Zinsen i.H.v. TEUR 4.497 auf Basis des Vertrags zur Erhöhung des Kapitals zwischen den Gesellschaftern des Unternehmens in die Kapitalrücklage eingebracht worden. Darüber hinaus sind im Rahmen derselben Vereinbarung weitere TEUR 2.050 im Wege von Einzahlungen liquider Mittel von den Gesellschaftern zur Verfügung gestellt und in die Kapitalrücklage eingestellt worden. Ebenfalls im Oktober 2022 wurde mit dem Halter der Inhaberschuldverschreibung ein 6 monatiges Moratorium über die bestehenden Rückzahlungsverpflichtungen erzielt. Der Zufluss an liquiden Mitteln betrug insgesamt TEUR 5.411. Die Einbringung von Mitteln in das harte Kernkapital der Gesellschaft betrug TEUR 8.547.

Das EBITDA in Höhe von TEUR -5.451 (Vorjahr TEUR -7.111) lag TEUR 455 unter dem Budget für 2022, was insbesondere auf die nicht geplanten Transaktionskosten für die Unterstützung des angestrebten Exits des Mehrheitsgesellschafter zurückzuführen ist. Die unter Plan erzielten Provisionserträge wurden von den niedrigeren Aufwendungen für Personal und anderen Verwaltungsausgaben nahezu vollständig kompensiert. Der Finanzmittelbestand (Sichteinlagen bei inländischen Kreditinstituten) betrug am 31. Dezember 2022 TEUR 1.691. Die Gesellschaft kam im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nach und die Liquidität war jederzeit unter Berücksichtigung der umgesetzten Maßnahmen zur Finanzierung der Gesellschaft aus Eigen- und Fremdmitteln sichergestellt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme fiel zwischen 2021 und 2022 um TEUR 5.450 oder 35 % auf TEUR 9.913. Das Zurückgehen der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 4.243) inklusive des gegenüber der italienischen Tochterfirma erklärten Darlehensverzichts. Darüber hinaus ist der ausgewiesene Bestand an liquiden Mitteln um TEUR 2.055 geringer als im Vorjahr. Demgegenüber erhöhten die im Geschäftsjahr 2022 angesetzten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände i.H.v. TEUR 372 das Anlagevermögen.

Neben Sachanlagen, im Wesentlichen bestehend aus Büro- und Geschäftsausstattung, besteht das Anlagevermögen vor allem aus der unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligung an der spanischen Tochtergesellschaft und aus den immateriellen Vermögensgegenständen in Form der jsHBCI-Bibliothek sowie entgeltlich erworbener und selbst erschaffener Software.

Die Entwicklung des Umlaufvermögens ist hauptsächlich durch die Forderungen an Kreditinstitute (Bankguthaben und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) geprägt. Wertberichtigungen sind im erforderlichen Umfang gebildet worden und berücksichtigen die Insolvenz des Kunden EV Smart Money Holding GmbH mit TEUR 200. Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben keinen nennenswerten Einfluss auf die Vermögenslage genommen.

Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Risiken

Die Gesellschaft ist gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Ein angemessenes und wirksames Risikomanagement unterliegt den Grundsätzen eines risikobasierten Ansatzes und der Verhältnismäßigkeit. Dies bedeutet auch, dass die Gesellschaft Anforderungen in Bezug auf das Risikomanagement - wie etwa solche des BaFin Rundschreibens 10/2021 (BA) - Mindestanforderungen an das Risikomanagement - MaRisk (vgl. AT 2, 3 a.a.O.) oder des Rundschreibens 11/2021 (BA) in der Fassung vom 16.08.2021 an alle Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute in der Bundesrepublik Deutschland (Zahlungsdiensteaufsichtliche Anforderungen an die IT von Zahlungs- und E-Geld-Instituten - ZAIT; vgl. Ziffer I.4 a.a.O.) zu einem Grad erfüllen muss, die der Institutsgröße, dem Geschäftsmodell, der Komplexität der Aktivitäten, dem Umgang mit Geschäftsmöglichkeiten und damit dem internen und externen Umfeld, in dem die Gesellschaft Geschäfte tätigt, Rechnung tragen. Darüber hinaus muss die Gesellschaft bei der Steuerung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und effektiven Risikomanagements seine Risikotragfähigkeit (AT 4.1 MaRisk), seine Strategien sowie sein internes Kontrollsystem berücksichtigen, welches entsprechend Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft (i) Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation, (ii) Risikosteuerungs- und -controllingprozesse (iii) eine Risikocontrolling-Funktion und eine Compliance-Funktion umfasst.

Die Gesellschaft hat daher eine Geschäfts- und Risikostrategie ("Business & Risk Strategy") sowie eine Unternehmensführungs- und Risikostrategie ("Governance & Risk Strategy") entwickelt, die jeweils neben der IT Strategy ("IT Strategy") ein Schlüsselelement des Risikomanagements der Gesellschaft darstellt. Sie geben einen Überblick über die strategischen Ziele und Instrumente, die die Gesellschaft zur Erreichung der oben genannten Ziele und zur Etablierung eines Risikomanagements einsetzt und ermöglichen der Gesellschaft unternehmensspezifische, angemessene und verhältnismäßige Maßnahmen und Kontrollmechanismen zur Risikominimierung abzuleiten sowie diese in das insgesamt angemessene und effektive Risikomanagement der Gesellschaft zu integrieren. Insbesondere vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung der Geschäftsstruktur und -abläufe sowie der IT werden diese Risikoprozesse regelmäßig überprüft und fortentwickelt bzw. angepasst, sofern erforderlich. Dies ist etwa der Fall bei neuen Produkten, Änderungen betrieblicher Prozesse oder Strukturen, für den Fall von Übernahmen und Fusionen oder bei Änderungen von IT Systemen.

Die beschriebene Struktur dient der Überwachung und Steuerung der Risiken der Gesellschaft insgesamt, d. h. sie beschränken sich nicht nur auf die Produkte, in welchen Zahlungsdienste durch die Gesellschaft selbst angeboten werden. Die Gesellschaft überwacht risikobasiert und auf Basis des Geschäftsmodells,

operationelle Risiken wie Produkt- und Marktrisiken,

operationelle Risiken aus der Erbringung der Dienstleistungen inkl. IT-Risiken

sowie die Liquiditätsrisiken

als wesentliche Risiken für die Gesellschaft.

Dem Kontrahentenrisiko kommt vor dem Hintergrund der Kundendiversifikation, kurzlaufenden operativen Forderungen und überwiegend guten Bonitäten der Kunden eine nur untergeordnete Bedeutung zu. Dies gilt ebenso für potenziell bestehende, aber nicht als wesentlich eingestufte Marktpreisrisiken.

Die Geschäfts- und Risikostrategie (Business & Risk Strategy) der Gesellschaft zielt darauf ab, die allgemeinen Geschäftschancen und -risiken und insbesondere die sich ändernden Produkt- und Marktrisiken der einzelnen Produktsegmente abzudecken, verglichen mit der untergeordneten Governance & Risk-Strategie, die in Ergänzung weiterer Richtlinien das Risikomanagement-Rahmenwerk für operationellen Risiken abdeckt. In diesem Zusammenhang fertigt das Institut wenigstens jährlich auch eine übergreifende Risikoanalyse an (vgl. § 53 Abs. 2 ZAG, AT 4.3.2 (3), BT 3 MaRisk).

Die operationellen Risiken werden neben dieser regelmäßigen Erhebung, Beurteilung und daran anknüpfenden Minimierung durch abgeleitete Maßnahmen fortlaufend im Rahmen der Pflege einer Verlustdatenbank überwacht. Im Falle eines potenziellen und/oder realisierten Schadensfalls werden Vorfälle einzeln und in Summe bewertet. Neben einem anlassbezogenen ad hoc Reporting zu Einzelvorfällen erfolgen regelmäßige monatliche Berichte zur Risikolage an das gesamte Management. Die Überwachung erfolgt durch den Governance & Risk Bereich.

Liquiditätsrisiken werden ebenfalls durch vorausschauende und monatliche Ertrags- und Liquiditätsanalysen überwacht. Aufgrund der im Wesentlichen monatlich geprägten Ein- und Auszahlungsstruktur, die sich aus dem Geschäftsmodell und den zugrunde liegenden Verträgen ergibt, erachtet die Geschäftsführung die monatlichen Plan Abweichungsanalysen inkl. eines sog. Jahresforecasts für angemessen. Ein ggf. externer Liquiditätsbedarf wird in die Analysen entsprechend der Unternehmensplanungen bzw. Vereinbarungen mit den Gesellschaftern einbezogen. Die Überwachung des Liquiditätsrisikos erfolgt durch den Finanzbereich.

Hauptrisiken der Gesellschaft im abgelaufenen und auch für das kommende Geschäftsjahr betreffen Produkt- und Marktrisiken einerseits sowie IT-Risiken andererseits.

Daneben sind weiterhin die Anbindung der PSD2-Bankenschnittstellen, die stets gezielte Weiterentwicklung und Stabilität der auf die Zielmärkte ausgerichteten Produktpalette sowie eine den ZAIT entsprechenden IT die wesentliche Herausforderung für die Gesellschaft im Jahr 2023.

Durch die gezielte Weiterentwicklung der Produktpalette um wertschöpfende Anwendungen für ihre Kunden hat es die Gesellschaft geschafft, sich in dem zunehmenden Wettbewerb zu behaupten und insbesondere in Bezug auf das Zurverfügungstellen reiner PSD2 Konnektivität von Wettbewerbern abzugrenzen. Letztere wurden im Geschäftsjahr erneut aktiver in Europa. Konsolidierungen unter Wettbewerbern unterstreichen die Erkenntnis, dass der sich wandelnde Markt zunehmend nach wertschöpfenden Produkten verlangt, die nicht alle Wettbewerber aus eigener Kraft (fehlende Expertise, mangelnde Finanzkraft) an den Markt bringen können. Der erfolgreiche Vertrieb der Produkte, aber auch der gesamten technischen Plattform der Gesellschaft im Rahmen des Open Banking as a Service Ansatzes, wie der in der MENA Region, wird die Wachstumsmöglichkeiten der Gesellschaft weiter fördern. Die Gesellschaft wird sich weiterhin in einem hoch agilen und schnell entwickelnden Umfeld behaupten müssen.

Neben den oben beschriebenen markt- und geschäftsmodellspezifischen Risiken geht die Gesellschaft davon aus, dass sich die Folgen des Angriffskrieges Russlands in der Ukraine als exogener Risikofaktor weiter auf die Gesamtwirtschaft im nachfolgenden Geschäftsjahr auswirken wird. Auf Grund des digitalen Geschäftsmodells der Gesellschaft und der Beobachtungen der Auswirkungen im Jahr 2022 sowie den sich aus dem steigenden Zinsniveau ergebenden Chancen für das Produktsegment Switchkit wird daraus kein negativer Effekt für 2023 erwartet. Die Gesellschaft bezieht derzeit keine Leistungen aus Russland, der Ukraine oder anderen Anrainerstaaten noch beliefert sie dort ansässige Kunden. Ebenfalls ist keiner der Gesellschafter der Gesellschaft - weder unmittelbar noch mittelbar - in Russland ansässig.

Der Jahresabschluss und Lagebericht sind auf Basis des Grundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt worden. Aufgrund der höheren Provisionserträge sowie erreichter Kostenreduzierungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die operativen Verluste weiter reduziert. Des Weiteren wurde durch die Zuführung von Eigenmitteln und der erfolgreichen Platzierung der 2. Tranche einer Inhaberschuldverschreibung, der Fortbestand der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr gesichert sowie der Handlungsspielraum für das Geschäftsjahr 2023 erweitert. Vor dem Hintergrund von weiteren Investitionen in den Ausbau der Produkte der Gesellschaft als Technologie und Plattform-as-a-Service Anbieter im Bereich von Finanzdienstleistungen sowie des Erschließens neuer Märkte wird planmäßig ein Jahresfehlbetrag und eine Liquiditätsunterdeckung aus dem operativen Geschäft auch im Jahr 2023 erwartet. Zur Sicherstellung der Liquidität hat die Gesellschaft im März 2022 eine 2. Tranche i.H.v. nominal TEUR 3.500 der bereits im Jahr 2021 begebenen Inhaberschuldverschreibung erfolgreich platziert. Des Weiteren wurde die im Dezember 2021 vollständig eingezahlte Erhöhung der Eigenmittel i.H.v TEUR 2.000 im März 2022 in das Handelsregister eingetragen und somit das haftende Kernkapital um TEUR 2.000 erhöht. Im Oktober 2022 ist das bestehende nachrangige Darlehen des Mehrheitsgesellschafter inklusive der aufgelaufenen Zinsen i.H.v. TEUR 4.497 auf Basis des Vertrags zur Erhöhung des Kapitals zwischen den Gesellschaftern des Unternehmens in die Kapitalrücklage eingebracht worden. Darüber hinaus sind im Rahmen derselben Vereinbarung weitere TEUR 2.050 im Wege von Einzahlungen liquider Mittel von den Gesellschaftern zur Verfügung gestellt und in die Kapitalrücklage eingestellt worden. Ebenfalls im Oktober 2022 wurde mit dem Halter der Inhaberschuldverschreibung ein 6 monatiges Moratorium über die bestehenden Rückzahlungsverpflichtungen erzielt.

Aus der auf profitables Wachstum ausgelegten Unternehmensplanung ergeben sich positive Ergebnisbeiträge ab Q1 2024, so dass eine Zuführung weiterer Eigenmittel zur Sicherung von Liquidität und Kernkapital absehbar sind. Im Rahmen einer Series B Finanzierungsrunde werden der Gesellschaft mindestens TEUR 5.100 (abzgl. Transaktionskosten) Eigenkapital zufliessen. In diesem Zusammenhang erfolgte im Dezember 2022 der Abschluss eines Investitions- und Wandeldarlehensvertrages mit einem neuen Investor und den Gesellschaftern der Gesellschaft. Ein weiterer Teil der Series B Finanzierungsrunde ergibt sich aus der mit dem Halter der Inhaberschuldverschreibung im Januar 2023 getroffenen Vereinbarung über die Begebung einer weiteren Inhaberschuldverschreibung über TEUR 1.000 sowie eines 24 monatigen Moratoriums bezüglich der Rückzahlungsverpflichtungen aus der bestehenden Inhaberschuldverschreibung. In diesem Zeitraum erhält die Gesellschaft zusätzlich vergünstige Zinskonditionen für die bestehende Inhaberschuldverschreibung. In Summe ergibt sich durch die Series B Finanzierungsrunde ein Liquiditätseffekt i.H.v. mindestens TEUR 11.750. Der Abschluss der Series B Finanzierung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Rahmen des Inhaberkontrollverfahrens, da die Beteiligungsquote des neuen Investors 10% überschreiten wird. Die notwendigen Unterlagen dazu wurden im April 2023 bei der BaFin eingereicht. Der Geschäftsleitung der Gesellschaft liegen keine Hinweise vor, die gegen eine Genehmigung der beabsichtigten Transaktion spricht.

Bis zum Abschluss des Inhaberkontrollverfahrens wird die Finanzierung der Gesellschaft durch ein - von dem neuen Investor auf der Basis des Investitions- und Wandeldarlehensvertrages aus Dezember 2022 - im Februar 2023 ausgereichtes, nachrangiges Wandeldarlehen i.H.v. TEUR 999 (das im Mai 2023 zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft vorzeitig ohne die Ausgabe von Anteilen an der Gesellschaft umgewandelt und der Kapitalrücklage zugeführt wurde), die Gewährung weiterer nachrangiger Darlehen durch den Investor und durch die Gewährung von Zahlungsmoratorien durch den Halter der Inhaberschuldverschreibung sichergestellt. Die Geschäftsleitung der Gesellschaft geht, aufgrund des bereits ausgezahlten Darlehensbetrags i.H.v. TEUR 999, der bereits ausgesprochenen Zahlungsmoratorien und den im Rahmen von Term Sheets und Letter of Intend ́s niedergelegten Absichtserklärungen zur Verfügungstellung weiterer Mittel, davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft bis zum Abschluss der Series B Finanzierungsrunde sichergestellt ist.

Mit Abschluss der Series B Finanzierungsrunde ist die Finanzierung der Gesellschaft nach der vorliegenden Unternehmensplanung für das laufende und die nächsten 2 Geschäftsjahre sichergestellt.

Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Chancen

Im wachsenden Markt der digitalen Finanzdienstleistungen hat das Unternehmen eine aussichtsreiche Ausgangsposition. Das öffentliche Interesse und die Nachfrage im Bereich Open Banking und SaaS-Geschäft nimmt national und international weiter zu und bietet neben allgemeinen Wachstumschancen aufgrund der erarbeiteten Marktposition und bestehenden Kundenbeziehungen zusätzliches Wachstumspotenzial, insbesondere unter Berücksichtigung der gut aufgestellten Produktpalette und der vorstehend erwähnten Abgrenzungsmöglichkeiten zur reinen PSD2-Konnektivität von Wettbewerbern. Durch den neuen und bereits erfolgreich umgesetzten Vertriebsansatz Open Banking as a Service in der MENA Region ergibt sich für die Gesellschaft die Chance für eine weitere langfristige Kundenbeziehung, deren Abschluss für Ende des 1. Quartals erwartet wird. Gleichzeitig hat sich die Marktposition der Gesellschaft auf der iberischen Halbinsel durch die Präsenz der spanischen Tochtergesellschaft deutlich verbessert. Mit einer Fokussierung der weiteren Produktentwicklung auf wertschöpfende Anwendungsfälle im Bereich Open Banking (z.B. zur Bewertung von Kreditrisiken) und der organisatorisch konsequenten Markt- und Produktausrichtung der Gesellschaft sowie unter Berücksichtigung der inzwischen aufgebauten internationalen Reichweite, bestehen somit weitere aussichtsreiche Ertragspotenziale.

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass insbesondere digitale Geschäftsmodelle für Endkunden profitieren können. Für die Gesellschaft bietet dies die Möglichkeit, das Wachstum in den nächsten Jahren überproportional zu steigern, indem konsequent auf die Vermarktung des bestehenden Produktportfolios an Kunden aus dem Bereich Finanzdienstleistungen oder anderen Industriesegmenten, die ihren Endkunden auf dem Produktportfolio der Gesellschaft basierende digitale Anwendungen anbieten wollen, gesetzt wird.

Die parallele Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen IT-Infrastruktur, inklusive Konnektivität zu Finanzdienstleistern mit PSD2 (ähnlichen) Schnittstellen innerhalb und außerhalb Europas (Fokus MENA Region), bietet neben der qualifizierten Belegschaft eine sehr gute Basis für ein überdurchschnittliches Wachstum.

Prognose

Wir weisen darauf hin, dass die nachfolgend dargestellten Prognosen aufgrund der weiterhin gegebenen Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine auf die Weltwirtschaft 2023 mit Unsicherheiten behaftet sind.

Der Prognosezeitraum der Gesellschaft beträgt ein Jahr. Für die wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur in Deutschland wird nach der jüngsten Erholung in den Jahren 2021 und 2022 im Rahmen der Konjunkturprognosen für 2023 mit einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet. 6 In der Informationstechnik wird für 2023 ein Umsatz von 126,4 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2022 ein Wachstum um 6,3 %. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,3 % auf 38,8 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Services bilden mit einem Volumen von 47,8 Milliarden Euro auch 2023 (+4,7 %) noch vor der IT-Hardware mit 39,7 Milliarden Euro (+5,3%) den größten Anteil des IT-Markts ab. 7 Die weltweite Wachstumsprognose für SaaS-Anbieter wird mit 16,8 % für 2023 erwartet. 8

Das durchschnittliche jährliche weltweite Wachstum des Marktes für Open Banking von 2022 bis 2032 wird mit 23,2 % auf 158,6 Mrd. US-Dollar prognostiziert. 9 Die Gesellschaft erwartet auf Basis des spezialisierten und digitalen Geschäftsmodells, der zunehmenden Konnektivität Im Open Banking Bereich und den in 2021 und 2022 erfolgreich umgesetzten internationalen Referenzprojekten im Bereich Open Banking as a Service für das Geschäftsjahr 2023 ein wesentliches um 7 % Wachstum der Provisionsserträge. Da das Produktsegment Digibank aufgegeben werden soll, beträgt das erwartete Wachstum der Provsionserträge aus fortgeführten Aktivitäten 13 %. Im Kernproduktsegment Open Banking/Open Banking as a Service wird ein Wachstum von 23 % erwartet. Aufgrund weiterer Investitionen in die Vertriebsstruktur aber auch in die Bereiche Produkt und Technik sowie den Servicebereichen, wird weiterhin ein wesentlicher, allerdings deutlich unter dem Vorjahr liegender Jahresfehlbetrag und eine entsprechende geringere operative Liquiditätsunterdeckung für das Geschäftsjahr 2023 erwartet. Die Liquidität soll planmäßig durch die vorhandenen liquiden Mittel sowie die durch einen neuen Investor nach Abschluss des laufenden Inhaberkontrollverfahrens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zuzuführenden neuen Eigenmittel sowie die Erweiterung der bestehenden Inhaberschuldverschreibung gesichert werden. Die Gesellschaft erwartet, dass auf Basis der gestärkten Ertrags- und Finanzposition die Provisionserträge ebenfalls deutlich gesteigert werden können und dadurch ab Q4 2023 ein ausgeglichenes monatliches EBITDA und ab Q1 2024 ein positiver operativer Cashflow erreicht werden kann. Für das Jahr 2023 prognostiziert die Gesellschaft ein EBITDA von etwa TEUR -1.978 und einen Jahresfehlbetrag von etwa TEUR 2.685. Das Kernkapital der Gesellschaft erhöht sich um die nach Abschluss des Inhaberkontrollverfahrens der Gesellschaft zufließenden Eigenmittel.

 

Hamburg, 22. Juni 2023

gez. Nicola Breyer

gez. Marco Jostes

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html (13.01.2023)
2 ebenda
3 ebenda
4 ebenda
5 https://thepaypers.com/online-mobile-banking/the-paypers-launches-the-open-banking-report-2022--1258971
6 https://www.ifo.de/fakten/2023-03-15/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2023-deutsche-wirtschaft-stagniert 15.03.2023
7 Vgl. https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland Januar 2023
8 Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1128256/umfrage/prognose-zur-wachstumsrate-des-saas-umsatzes-weltweit/ :~:text=
Prognose%20zur%20Wachstumsrate%20des%20SaaS%2DUmsatzes%20weltweit%20bis%202023&text=
Im%20Jahr%202022%20soll%20der,von%2016%2C8%20Prozent%20prognostiziert. Oktober 2022
9 Vgl. https://www.futuremarketinsights.com/reports/open-banking-market

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Euro Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Barreserve 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
darunter:
Guthaben bei Zentralnotenbanken
b) aus sonstigen Tätigkeiten
darunter:
Guthaben bei Zentralnotenbanken
2. Forderungen an Kreditinstitute 2.130.465,06 4.091.431,53
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 527.102,67 1.342.125,00
davon:
auf Treuhandkonten € 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.603.362,39 2.749.306,53
aa) täglich fällig 1.366.077,29 2.554.090,80
bb) andere Forderungen 237.285,10 195.215,73
3. Forderungen an Kunden 936.357,15 940.484,16
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 62.934,76 77.860,29
davon:
aa) aus Provisionen € 62.934,76 77.860,29
bb) aus Krediten € 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 873.422,39 862.623,87
4. Forderungen an Institute im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes 792,84 1.899,52
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 792,84 1.899,52
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00
a) Geldmarktpapiere
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
bb) aus sonstigen Tätigkeiten
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld
bb) aus sonstigen Tätigkeiten
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten
7. Beteiligungen 1,00 414.051,80
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
darunter:
aa) an Kreditinstituten
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten
cc) an Instituten im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1,00 414.051,80
darunter:
aa) an Kreditinstituten
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten
cc) an Instituten im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.559.656,54 8.072.393,04
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
darunter:
aa) an Kreditinstituten
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten
cc) an Instituten im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes
b) aus sonstigen Tätigkeiten 4.559.656,54 8.072.393,04
darunter:
aa) an Kreditinstituten
bb) an Finanzdienstleistungsinstituten
cc) an Instituten im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes
9. Immaterielle Anlagewerte 406.794,30 47.327,09
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 6.683,58 15.055,52
aa) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.683,58 15.055,52
cc) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
dd) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 400.110,72 32.271,57
aa) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 372.017,21 1,00
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.093,51 32.270,57
cc) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
dd) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
10. Sachanlagen 69.726,00 179.606,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 13.400,17 57.136,82
b) aus sonstigen Tätigkeiten 56.325,83 122.469,18
11. Eingefordertes, noch nicht eingezahltes Kapital 0,00 0,00
12. Sonstige Vermögensgegenstände 1.327.912,47 1.631.993,46
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 255.202,63 519.174,87
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.072.709,84 1.112.818,59
13. Rechnungsabgrenzungsposten 480.923,01 212.617,80
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 92.425,38 67.638,64
b) aus sonstigen Tätigkeiten 388.497,63 144.979,16
14. Aktive latente Steuern 0,00 0,00
15. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 0,00
16. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00
Summe der Aktiva 9.912.628,37 15.591.804,40

PASSIVA

Euro Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 272,26
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 86,61
aa) täglich fällig 0,00 86,61
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 185,65
aa) täglich fällig 0,00 185,65
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 130,90 4.752,86
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 130,90 4.455,36
davon:
zur Ausführung von Zahlungsvorgängen
darunter:
auf Zahlungskonten
davon:
aus der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 297,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber Instituten im Sinne des § 1 Absatz 3 des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten
4. Sonstige Verbindlichkeiten 7.129.006,66 6.388.076,61
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1.370.076,17 2.032.194,94
b) aus sonstigen Tätigkeiten 5.758.930,49 4.355.881,67
5. Rechnungsabgrenzungsposten 1.250,00 14.585,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 240,23 4.639,83
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.009,77 9.945,17
6. Rückstellungen 639.388,36 452.995,40
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
bb) aus sonstigen Tätigkeiten
b) Steuerrückstellungen 0,00 0,00
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00
c) andere Rückstellungen 639.388,36 452.995,40
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 122.879,78 144.108,32
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 516.508,58 308.887,08
7. Passive latente Steuern 0,00 0,00
8. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 4.287.000,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 1.363.793,87
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 2.923.206,13
9. Genussrechtskapital 0,00 0,00
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig
10. Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 0,00
11. Eigenkapital 2.142.852,45 4.444.122,27
a) Eingefordertes Kapital 129.524,00 126.948,00
Gezeichnetes Kapital 129.524,00 126.948,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 0,00 0,00
b) Kapitalrücklage 52.519.480,18 43.975.178,61
c) Gewinnrücklagen 0,00 0,00
aa) Gesetzliche Rücklage
bb) Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen
cc) satzungsmäßige Rücklagen
dd) andere Gewinnrücklagen
d) Bilanzverlust -50.506.151,73 -39.658.004,34
nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00
Summe der Passiva 9.912.628,37 15.591.804,40
1. Unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten
2. Eventualverbindlichkeiten 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Euro Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Zinserträge 85.748,37 60.025,09
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 16.479,41 19.095,37
aa) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 16.479,41
bb) aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen
b) aus sonstigen Tätigkeiten 69.268,96 40.929,72
aa) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 69.268,96
bb) aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen
2. Zinsaufwendungen 782.961,33 538.976,94
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 150.472,11 171.461,03
b) aus sonstigen Tätigkeiten 632.489,22 367.515,91
3. Laufende Erträge 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
aa) aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
bb) aus Beteiligungen
cc) aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
b) aus sonstigen Tätigkeiten
aa) aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
bb) aus Beteiligungen
cc) aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten
5. Provisionserträge 8.322.192,51 7.784.948,95
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1.599.386,59 2.476.572,35
b) aus sonstigen Tätigkeiten 6.722.805,92 5.308.376,60
6. Provisionsaufwendungen 522.645,43 693.900,31
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 100.443,73 220.745,74
b) aus sonstigen Tätigkeiten 422.201,70 473.154,57
7. Sonstige betriebliche Erträge 456.246,06 469.294,69
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 87.682,88 149.293,50
b) aus sonstigen Tätigkeiten 368.563,18 320.001,19
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 13.317.513,11 14.213.431,60
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 2.559.403,89 4.521.621,39
aa) Personalaufwand 1.442.599,87 2.982.249,63
aaa) Löhne und Gehälter 1.239.196,55 2.543.591,28
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 203.403,32 438.658,35
darunter: für Altersversorgung 0,00 2.218,00
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 1.116.804,02 1.539.371,76
b) aus sonstigen Tätigkeiten 10.758.109,22 9.691.810,21
aa) Personalaufwand 6.063.774,08 6.392.263,95
aaa) Löhne und Gehälter 5.208.795,62 5.452.027,46
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 854.978,46 940.236,49
darunter: für Altersversorgung 0,00 4.754,15
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 4.694.335,14 3.299.546,26
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 91.767,21 123.768,09
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 17.636,13 39.373,49
b) aus sonstigen Tätigkeiten 74.131,08 84.394,60
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 111.938,96 81.861,86
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 21.512,80 26.042,15
b) aus sonstigen Tätigkeiten 90.426,16 55.819,71
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 413.877,82 27.367,37
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 11.579,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 413.877,82 15.788,37
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 130,37 6.651,71
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 130,37 6.651,71
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -4.243.374,22 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten -4.243.374,22 0,00
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten
16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -10.619.760,77 -7.358.385,73
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld -1.145.789,41 -2.339.209,88
b) aus sonstigen Tätigkeiten -9.473.971,36 -5.019.175,85
17. Außerordentliche Erträge 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
b) aus sonstigen Tätigkeiten
18. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 168.028,54
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 168.028,54
19. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
21. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10 ausgewiesen 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00
22. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00
23. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00
24. Jahresfehlbetrag -10.619.760,77 -7.358.385,73
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld -1.145.789,41 -2.339.209,88
b) aus sonstigen Tätigkeiten -9.473.971,36 -5.019.175,85
25. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -39.886.390,96 -32.299.618,61
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld -7.665.499,06 -10.275.255,87
b) aus sonstigen Tätigkeiten -32.220.891,90 -22.024.362,74
26. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 0,00
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,00 0,00
a) aus der gesetzlichen Rücklage
b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen
d) aus anderen Gewinnrücklagen
28. Entnahmen aus Genussrechtskapital 0,00 0,00
29. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 0,00
a) aus der gesetzlichen Rücklage
b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen
d) aus anderen Gewinnrücklagen
30. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals 0,00 0,00
31. Bilanzverlust -50.506.151,73 -39.658.004,34

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der finleap connect GmbH, Hamburg (im Folgenden connect oder Gesellschaft genannt) für das Geschäftsjahr 2022 ist entsprechend den Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (Zahlungsinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechZahlV) aufgestellt; ergänzend sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (zuletzt geändert am 10.08.2021) für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbH-Gesetzes zu beachten (§§ 1 RechZahlV sowie 340a Abs. 1 und 340 Abs. 5 HGB i. V. m. § 1 Abs. 3 ZAG).

Gemäß § 264 Absatz 1a HGB sind folgende Angaben zur Identifikation der Gesellschaft zu machen:

Firmenname lt. Registergericht: finleap connect GmbH
Firmensitz lt. Registergericht: Hamburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Hamburg
Registernummer: HRB 131360

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft ist seit der Erteilung der Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 14. August 2018 Zahlungsinstitut. Auf Grund dessen wird der Jahresabschluss gemäß RechZahlV aufgestellt.

Die Aufteilung der Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auf Zahlungsdienste und auf sonstige Tätigkeiten erfolgt, wo eine einzelne Zuordnung nicht möglich ist, durch einen Verteilungsschlüssel, der sich aus der Verteilung der Erträge ergibt. Für das Berichtsjahr wurde der Anteil der Aufwendungen, Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden aus Zahlungsdiensten analog zu den Erträgen aus Zahlungsdiensten mit 19,2% (im Vj: 31,8%) angesetzt.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2022 - durch den weiteren Ausbau bestehender und die Erweiterung neuer Services sowie durch das Gewinnen neuer Kunden - wachsende Provisionserträge erzielt. Aufgrund der höheren Provisionserträge sowie erreichter Kostenreduzierungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die operativen Verluste weiter reduziert. Durch Abschreibungen auf Beteiligungen fällt der Jahresfehlbetrag höher aus als im Vorjahr. Durch die Zuführung von Eigenmitteln und die erfolgreiche Platzierung der 2. Tranche einer Inhaberschuldverschreibung wurde der Fortbestand der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr gesichert. Vor dem Hintergrund von weiteren Investitionen in den Ausbau der Produkte und Services der Gesellschaft als Technologie und Plattform-as-a-Service Anbieter im Bereich von Finanzdienstleistungen sowie des Erschließens neuer Branchen wird planmäßig ein Jahresfehlbetrag und eine Liquiditätsunterdeckung aus dem operativen Geschäft auch in 2023 erwartet.

Zur Sicherstellung der Liquidität hat die Gesellschaft im März 2022 eine 2. Tranche i.H.v. nominal TEUR 3.500 der bereits im Jahr 2021 begebenen Inhaberschuldverschreibung erfolgreich platziert. Des Weiteren wurde die im Dezember 2021 vollständig eingezahlte Erhöhung der Eigenmittel i.H.v TEUR 2.000 im März 2022 in das Handelsregister eingetragen und somit das haftende Kernkapital um TEUR 2.000 erhöht. Im Oktober 2022 ist das bestehende nachrangige Darlehen des Mehrheitsgesellschafters inklusive der aufgelaufenen Zinsen i.H.v. TEUR 4.497 auf Basis des Vertrags zur Erhöhung des Kapitals zwischen den Gesellschaftern der Gesellschaft in die Kapitalrücklage eingebracht worden. Darüber hinaus sind im Rahmen derselben Vereinbarung weitere TEUR 2.050 im Wege von Einzahlungen liquider Mittel von den Gesellschaftern zur Verfügung gestellt und in die Kapitalrücklage eingestellt worden.

Aus der auf profitables Wachstum ausgelegten Unternehmensplanung ergeben sich positive Ergebnisbeiträge ab Q1 2024, so dass eine Zuführung weiterer Eigenmittel zur Sicherung von Liquidität und Kernkapital absehbar sind. Im Rahmen einer Series B Finanzierungsrunde werden der Gesellschaft mindestens TEUR 5.100 (abzgl. Transaktionskosten) Eigenkapital zufliessen. In diesem Zusammenhang erfolgte im Dezember 2022 der Abschluss eines Investitions- und Wandeldarlehensvertrages mit einem neuen Investor und den Gesellschaftern der Gesellschaft. Ein weiterer Teil der Series B Finanzierungsrunde ergibt sich aus der mit dem Halter der Inhaberschuldverschreibung im Januar 2023 getroffenen Vereinbarung über die Begebung einer weiteren Inhaberschuldverschreibung über TEUR 1.000 sowie eines 24 monatigen Moratoriums bezüglich der Rückzahlungsverpflichtungen aus der bestehenden Inhaberschuldverschreibung. In diesem Zeitraum erhält die Gesellschaft zusätzlich vergünstige Zinskonditionen für die bestehende Inhaberschuldverschreibung. In Summe ergibt sich durch die Series B Finanzierungsrunde ein Liquiditätseffekt i.H.v. mindestens TEUR 11.750. Der Abschluss der Series B Finanzierung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Rahmen des Inhaberkontrollverfahrens, da die Beteiligungsquote des neuen Investors 10% überschreiten wird. Die notwendigen Unterlagen dazu wurden im April 2023 bei der BaFin eingereicht. Der Geschäftsleitung der Gesellschaft liegen keine Hinweise vor, die gegen eine Genehmigung der beabsichtigten Transaktion spricht.

Bis zum Abschluss des Inhaberkontrollverfahrens wird die Finanzierung der Gesellschaft durch ein - von dem neuen Investor auf der Basis des Investitions- und Wandeldarlehensvertrages aus Dezember 2022 - im Februar 2023 ausgereichtes nachrangiges Wandeldarlehen i.H.v. TEUR 999 (das im Mai 2023 zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft vorzeitig ohne die Ausgabe von Anteilen an der Gesellschaft umgewandelt und der Kapitalrücklage zugeführt wurde), die Gewährung weiterer nachrangiger Darlehen durch den Investor und durch die Gewährung von Zahlungsmoratorien durch den Halter der Inhaberschuldverschreibung sichergestellt. Die Geschäftsleitung der Gesellschaft geht, aufgrund des bereits ausgezahlten Darlehensbetrags i.H.v. TEUR 999, der bereits ausgesprochenen Zahlungsmoratorien und den im Rahmen von Term Sheets und Letter of Intend ́s niedergelegten Absichtserklärungen zur Verfügungstellung weiterer Mittel, davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft bis zum Abschluss der Series B Finanzierungsrunde sichergestellt ist.

Mit Abschluss der Series B Finanzierungsrunde ist die Finanzierung der Gesellschaft nach der vorliegenden Unternehmensplanung für das laufende und die nächsten 2 Geschäftsjahre sichergestellt.

Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Forderungen

Forderungen werden zum Nominalwert angesetzt. Für latente Ausfallrisiken wird eine Pauschalwertberichtigung, für ein individuelles Ausfallrisiko wird eine Einzelwertberichtigung angesetzt.

Einzelwertberichtigungen wurden berücksichtigt, sofern Umstände bekannt sind, die den Schluss zulassen, dass einer einzelnen Forderung Risiken anhaften, die über das allgemeine Kreditrisiko hinausgehen. Solche Umstände können in der Person des Schuldners bestehen oder sich aus der Eigenschaft der Forderung selbst ergeben. Des Weiteren können es Umstände sein, die den Forderungseingang zweifelhaft erscheinen lassen.

Für das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko sämtlicher Forderungen zum 31. Dezember 2022 wurde eine Pauschalwertberichtigung für alle nicht einzelwertberichtigten (Netto-) Forderungen unverändert zum Vorjahr in Höhe von 0,5 % bilanziert.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Da sowohl die immateriellen Anlagewerte als auch die Sachanlagen sich nicht vollständig entweder Zahlungsdiensten oder sonstigen Tätigkeiten zuordnen lassen, erfolgt die Bilanzierung gemäß dem allgemeinen Verteilungsschlüssel.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden in Vorjahren zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 und Abs. 2a HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Diesbezüglich wurde letztmals im Jahr 2013 eine Aktivierung vorgenommen, die in den Vorjahren bereits vollständig abgeschrieben wurde. Im Jahr 2022 wurde vom Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände Gebrauch gemacht.

Planmäßige Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear über einen Zeitraum bis zu fünf Jahren vorgenommen.

Zugänge in das Anlagevermögen werden ab dem Monat der Anschaffung pro rata temporis abgeschrieben.

Im Berichts- und Vorjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Von dem Wahlrecht, auf die steuerlichen Verlustvorträge aktive latente Steuern anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Forderungen

Es bestehen Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.130 (im Vorjahr TEUR 4.091). Diese setzen sich zusammen aus täglich fälligen Sichteinlagen in Höhe von TEUR 1.691 (im Vorjahr TEUR 3.746) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 439 (im Vorjahr 346). Einzelwertberichtigungen wurden auf die Forderungen aus Lieferung und Leistungen keine gebildet. Die Forderungen haben allesamt eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Es sind für Forderungen an Kunden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 353 (im Vorjahr TEUR 39) erfasst. Zudem wurde die bestehende Pauschalwertberichtigung um TEUR 0,5 auf TEUR 6 reduziert.

Die Forderungen an Kunden vor Wertberichtigung haben die folgenden Restlaufzeiten:

● bis drei Monate: TEUR 1.035
● mehr als drei Monate bis sechs Monate: TEUR 0
● mehr als sechs Monate bis zwölf Monate: TEUR 0
● mehr als zwölf Monate: TEUR 0

Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 1) und werden unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft verfügt über Tochtergesellschaften in Frankreich (Finleap France SAS, Paris - 100% Anteile), Spanien (finleap connect Iberia, S.L.U, Madrid - 100% Anteile) und Italien (finleap connect S.r.l., Mailand - 95% Anteile). Die spanische Tochtergesellschaft entstand am 31.12.2021 aus der Verschmelzung der FinLeap Iberia S.L.U, Madrid auf die im Jahr 2021 erworbene FINANCIAL PLANNING AND ANALYSIS, S.L.U., Madrid. Die Anschaffungskosten der einzelnen Tochtergesellschaften stellen sich wie folgt dar:

● FinLeap France SAS: TEUR 21
● FinLeap Iberia SLU: TEUR 13
● finleap connect S.r.l.: TEUR 0
● finleap connect Iberia SLU: TEUR 4.526

Beteiligungen

Der Buchwert der Beteiligung an der 42stages GmbH beträgt aufgrund der Abschreibung des Beteiligungswerts per 31.12.2022 noch EUR 1.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist dem Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Unter dem Posten "Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" werden der in Vorjahren erfolgte Erwerb einer Online-Bibliothek, die durch einen Dritten im Vorjahr entwickelte Homepage sowie zwei im Vorjahr erstellte Werbefilme ausgewiesen. Die beiden Filme werden über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 99 (im Vorjahr: TEUR 1.502) enthalten. Davon entfallen TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 1.442) auf an verbundene Unternehmen gewährte Darlehen.

Latente Steuern

Auf bisher ungenutzte steuerliche Verlustvorträge wurden keine aktiven latenten Steuern abgegrenzt.

Verbindlichkeiten

Es bestehen sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren von TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 4.287), die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bestehen nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten

Zum Abschlussstichtag besteht eine Verbindlichkeit aus einer Inhaberschuldverschreibung i.H.v. TEUR 6.207 (im Vorjahr TEUR 3.388) aus einem genehmigten Gesamtrahmen von 7.000 TEUR. Eine 2. Tranche i.H.v. nominal TEUR 3.500 wurde im März 2022 an die Gesellschaft ausgezahlt. Zur Besicherung der Inhaberschuldverschreibung sind die Bankkonten der Gesellschaft an den Gläubiger der Inhaberschuldverschreibung verpfändet.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 639 (im Vorjahr: TEUR 453) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (insbesondere Bonusvergütungen und ausstehender Urlaub), und Rückstellungen für Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses.

Die Bildung der Rückstellungen erfolgte unter Abschätzung der sicher oder wahrscheinlich be- oder entstehender Außenverpflichtungen, die rechtlich oder wirtschaftlich verursacht sind und für die mit einer tatsächlichen Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist und für die kein Passivierungsverbot besteht.

Der erwartete Zeitpunkt der Inanspruchnahme aller Rückstellungen beträgt weniger als 12 Monate.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Das durch den Gesellschafter Finleap GmbH, Berlin in den Vorjahren zur Verfügung gestellte Darlehen valutiert zum 31.12.2022 mit TEUR 0 (im Vorjahr TEUR 4.287).

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt. Die im Dezember 2021 i.H.v. TEUR 1.997 erfolgte Einzahlung in die Kapitalrücklage, die aufgrund der zum Geschäftsjahresende 2021 noch nicht erfolgten handelsregisterlichen Eintragung unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurde, wird nach der erfolgten Eintragung nunmehr in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Im Oktober 2022 erfolgte eine weitere Zuführung zum Eigenkapital der Gesellschaft i.H.v. TEUR 6.547 durch Erhöhung der Kapitalrücklage.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen zukünftige Zahlungsverpflichtungen gegenüber fremden Dritten aus einem langfristigen Dienstleistungsvertrag (Cloud Services) über TUSD 699 und einem Mietverhältnis über TEUR 232 (im Vorjahr TEUR 0), die sich auf die Finanz- und Liquiditätslage in 2023 auswirken.

Es liegen keine weiteren berichtspflichtigen außerbilanziellen Geschäfte und sonstigen finanziellen Verpflichtungen vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage der Gesellschaft haben.

Zusätzliche Pflichtangaben gem. § 29 RechZahlV

In der Position Sachanlagen sind in Höhe von TEUR 70 (im Vorjahr TEUR 180) Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind die Mietkaution für die Büroräume der Gesellschaft in Hamburg in Höhe von TEUR 46 (im Vorjahr TEUR 60) und ausgegebene Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 858 (Vorjahr TEUR 1.358) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 739 und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 92 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus aktivierten Eigenleistungen i.H.v. TEUR 372 (im Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden 2.407 Zahlungsvorgänge ausgeführt. Das Zahlungsvolumen betrug TEUR 9.484.

IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Erträge aus Dienstleistungen der Gesellschaft sind als Provisionserträge ausgewiesen. Die Provisionserträge wurden in Höhe von 65,56 % (im Vorjahr: 80,9 %) im Inland und in Höhe von 335,54 % (im Vorjahr: 19,1 %) gegenüber ausländischen Kunden erwirtschaftet.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus aktivierten Eigenleistungen (TEUR 372) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 4) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden vollständig im Inland erwirtschaftet.

Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Im Berichtsjahr wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3 und Aufwendungen in Höhe von TEUR 12 verzeichnet.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine Aufwendungen aus außergewöhnlichen Schadensfällen enthalten.

Erfassung von negativen Zinsen (Verwahrentgelt für Bankguthaben)

In 2022 ist ein Betrag i.H.v. TEUR 1 als Zinsaufwand aufgrund der Weiterbelastung von negativen Zinsen erfasst worden.

V. Sonstige Angaben

Abschlussprüferhonorare

Für die Tätigkeiten des Abschlussprüfers wurden im Geschäftsjahr Honorare für die Abschlussprüfung der Gesellschaft in Höhe von TEUR 106 (im Vorjahr TEUR 78) als Aufwand erfasst.

Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses an:

 

Frank Kebsch, Herdecke, Geschäftsführer (bestellt am 11.02.2020, ausgeschieden am 30.09.2022)

 

Andreas Reuß, Hofheim am Taunus, Geschäftsführer (bestellt am 03.11.2020, ausgeschieden am 30.09.2022)

 

Nicola Breyer, Berlin, Geschäftsführer (bestellt am 29.09.2022)

 

Marco Jostes, Paderborn, Geschäftsführer (bestellt am 29.09.2022)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsbefugt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der Gesamtbetrag der Geschäftsführervergütungen (ohne virtuelle Aktienoptionen) beläuft sich für das Geschäftsjahr auf TEUR 457. Der im Geschäftsjahr gebildete Beirat hat keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Im Rahmen des bestehenden virtuellen Aktienoptionsprogramms wurden insgesamt 5.852 virtuelle Anteile (davon an die Geschäftsführung: 2.732) gewährt. Zum 31.12.2022 wird für die virtuellen Anteile ein Gesamtwert von TEUR 4.586 (davon TEUR 2.141 für die Geschäftsführung) ermittelt. Die schwebende Verpflichtung der Gesellschaft im Falle eines Verkaufs von mehr als 50% der Anteile der Gesellschaft, ist durch die entstehende Forderung an einen der Gesellschafter, welcher insgesamt 13.000 Anteile zur Verwendung im virtuellen Aktienoptionsprogramm treuhänderisch hält, abgedeckt.

Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Neben den Geschäftsführern beschäftigte die Gesellschaft im Berichtszeitraum durchschnittlich 90 Arbeitnehmer (im Vorjahr: 121 Arbeitnehmer):

Durchschnitt
Verwaltung 24
Produkt & Technologie 50
Sales & Marketing 16
Gesamt 90

Angabe von Mandaten

Frau Nicola Breyer, Geschäftsführerin der Gesellschaft, hält Mandate als Beiratsmitglied bei der Waltz AG, Bern, seit August 2021 und der Vested Limited, London, seit April 2019.

Ausschüttungssperre

Der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Betrag aus selbst entwickelter Software i.H.v. TEUR 372 unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzverlust von insgesamt TEUR 50.506 (inkl. Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 10.620 zuzüglich Verlustvortrag aus Vorjahren in Höhe von TEUR 39.886) auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende

Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat dem Beirat im 1. Quartal 2023 die Schließung der italienischen Tochtergesellschaft vorgeschlagen. Der Beirat hat diesen Vorschlag in der Sitzung vom 22.03.2023 genehmigt. Die Liquidation der italienischen Tochtergesellschaft erfolgte per notariell beglaubigten Gesellschafterbeschluss am 23.05.2023.

Im Januar 2023 unterzeichnete die Gesellschaft im Rahmen der Series B Finanzierung mit dem Halter der Inhaberschuldverschreibung eine Vereinbarung, die die Einräumung eines 24 monatigen Zahlungsmoratoriums für die bestehende Inhaberschuldverschreibung sowie die Ausgabe einer weiteren Inhaberschuldverschreibung über TEUR 1.000 unter der Bedingung der Zuführung der im Rahmen der Series B Finanzierung geplanten Zuführung von Eigenmitteln vorsieht.

Die im 1. Quartal 2023 eingetretene Krise einiger internationaler Banken mit Engagements in langlaufenden Anleihen wirken sich bisher nicht auf den Kundenkreis der Gesellschaft aus. Die weitere Entwicklung wird von der Geschäftsführung aufmerksam verfolgt und laufend analysiert.

 

Hamburg, 22.06.2023

Nicola Breyer

Marco Jostes

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 372.016,21 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.326,09 2.500,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 47.327,09 374.516,21 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 179.606,00 53.313,21 86.475,00 0,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 179.606,00 53.313,21 86.475,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.072.393,04 544.973,54 0,00 0,00
2. Beteiligungen 185.665,18 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 8.258.058,22 544.973,54 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 8.484.991,31 972.802,96 86.475,00 0,00
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 372.017,21
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.049,00 0,00 34.777,09
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 15.049,00 0,00 406.794,30
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 76.718,21 0,00 69.726,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 76.718,21 0,00 69.726,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.057.710,04 0,00 4.559.656,54
2. Beteiligungen 185.664,18 1,00
Summe Finanzanlagen 4.243.374,22 0,00 4.559.657,54
Summe Anlagevermögen 4.335.141,43 0,00 5.036.177,84

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die finleap connect GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der finleap connect GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der finleap connect GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der Realisierung der der Unternehmensplanung zu Grunde gelegten Wachstumsannahmen sowie von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Gesellschafter und einer damit zusammenhängenden Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht abhängig ist. Wie in Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs und Abschnitt "Risiken" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 22. Juni 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gero Martens, Wirtschaftsprüfer

ppa. Holger Maaßen, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 18. Januar 2024 festgestellt.

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