Sattler Group GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Valeri Klan seit 5.11.2025 | Prokura |
Rudolf Becker seit 5.11.2025 | Prokura |
David Perez-Crespo seit 5.11.2025 | Prokura |
Thomas Thönelt seit 5.11.2025 | Prokura |
Marco Dankert seit 5.11.2025 | Prokura |
Daniel Holzmann seit 8.10.2025 | Prokura |
Hendrik Struckmeier seit 8.10.2025 | Geschäftsführer |
Norma Hofmann seit 8.10.2025 | Prokura |
Robert Schöne seit 8.10.2025 | Prokura |
David Jedzik seit 17.1.2025 | Prokura |
Stephan Grube seit 17.1.2025 | Geschäftsführer |
Hubert Feist seit 17.1.2025 | Prokura |
Lars Neumann seit 17.1.2025 | Prokura |
Dennis Sindermann seit 28.5.2024 | Prokura |
Angelo Šare seit 15.3.2024 | Prokura |
Ralf Büttner seit 2.11.2020 | Prokura |
Marcus Unverhau seit 2.11.2020 | Geschäftsführer |
Marc Holzapfel seit 2.11.2020 | Prokura |
Martin Koschei seit 8.11.2012 | Geschäftsführer |
| Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.74% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 24.26% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sattler Media GmbH (vormals: Sattler Media Press GmbH)HornburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SATTLER MEDIA PRESS GMBH, HORNBURG1. Geschäftsmodell Die Sattler Media Press GmbH (im Folgenden auch "SMP") versteht sich als Dienstleister für die Herstellung hochauflagiger Druckprodukte im Werbebereich. Im Rollenoffsetdruck werden an den Standorten Hornburg und Barleben hauptsächlich Zeitungsbeilagen, Magazine und Kataloge produziert. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 vor allem weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine. Die extremen Energiepreiserhöhungen und damit in Verbindung stehenden Verteuerungen aller Wirtschaftsgüter im Verlauf des Jahres 2022 dämpften die Konjunktur im Jahr 2023 nachhaltig. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 um 0,1 % geringer als im Vorjahr. Erstmals seit dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 war die BIP-Entwicklung somit negativ. Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief dabei unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Bereichen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresbereich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste, Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem an Groß- und Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen PKW-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. In der Frühjahrsprojektion geht die Bundesregierung davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2024 im Zuge niedrigerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft langsam erholt und wieder an Dynamik gewinnt. Insgesamt wird in der Frühjahrsprojektion für dieses Jahr mit einer Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,3 % gerechnet. Aufgrund eines statistischen Unterhangs aus dem Jahr 2023 unterzeichnet dieser Wert der jahresdurchschnittlichen Veränderung allerdings die zugrunde liegende konjunkturelle Dynamik; die dahinter liegende Verlaufsrate, die den Zuwachs des preis-, saison- und kalenderbereinigten BIP im vierten Quartal zum Vorjahresquartal ausweist, liegt mit knapp 1 % deutlich höher. Im kommenden Jahr dürfte sich die Erholung stabilisieren und die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt mit einer Rate von 1,0 % weiter expandieren. Auch für die deutsche Druck- und Medienindustrie war das Jahr 2023 erneut kein leichtes Jahr. Die massiven Energiepreissteigerungen im Laufe des Jahres 2022, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, zogen ebenfalls massive Preiserhöhungen bei den Druckerzeugnissen nach sich, welche Ihren Peak im 4ten Quartal 2022 erreichten. Durch diesen historischen Preisanstieg in kürzester Zeit und die damit in Verbindung stehende Unplanbarkeit von Budgets, wurden seitens der Abnehmer massenhaft Volumina gestrichen. Tageszeitungen verringerten ihre Umfänge, Verlage strichen eine Vielzahl an Verkaufstiteln, Bücherproduktionen kamen teilweise vollständig zum Erliegen, die Handelskonzerne verkleinerten ihre wöchentlichen Werbungen in Auflage, Format und Seitenzahl, Katalogproduktionen wurden gestrichen, die Reaktionen waren mannigfaltig. Dieser massive Nachfrageeinbruch prägte die Buchungslage in der Druckindustrie innerhalb des 1.ten Halbjahres 2023. Da sich die massiven Energiepreissteigerungen im Jahr 2022 allerdings auf nahezu jede Industrie des produzierenden Gewerbes im gleichen Maße auswirkten, zeigte sich Branchenübergreifend ein ähnliches Bild. In der Folge sank der allgemeine Energiebedarf und somit die Nachfrage. Die Preisrally am Energiemarkt war gestoppt, die Unsicherheit in Wirtschaft und Bevölkerung ob der ausreichenden Versorgung mit Energie fand ihr Ende. Die Preise am Energiemarkt unterliefen einer deutlichen Preiskorrektur innerhalb des 1ten Quartals 2023, welches sich seit dem 2ten Quartal 2023 auf einem bis heute anhaltendem Niveau einpendelte. Einhergehend mit der Preiskorrektur am Energiemarkt sowie dem dadurch ausgelösten Nachfragerückgang, fielen innerhalb des 1ten Quartals 2023 ebenfalls die Rohstoff- und Erzeugerpreise. Im Gegensatz zu den Energiepreisen vollzogen sich die Korrekturen bei den Rohstoff- und Erzeugerpreisen jedoch mit Verzögerungen und in kleineren Schritten. Der Impuls auf die Belebung der Nachfrage blieb dementsprechend zunächst aus. Die 2te Jahreshälfte hingegen wurde durch 2 wesentliche Effekte eingeleitet, welche den weiteren Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der Druckindustrie maßgeblich bestimmten. Zum einen erreichten die Rohstoff- und Erzeugerpreise das Niveau der tatsächlichen Energiebeschaffungskosten. Zum anderen setzten die zurückgegangenen Konsumausgaben die Werbetreibenden unter Druck, mehr Ausgaben in die Kundenkommunikation zu investieren. In der Folge füllten sich die Auftragsbücher der Druckdienstleister, was einen Ausgleichseffekt der ersten schwachen Jahreshälfte nach sich zog. Die seit Jahren stattfindende Strukturanpassung in der deutschen Druck- und Medienwirtschaft war somit auch 2023 nicht abgeschlossen. Die Folgen der sinkenden Auflagen von gedruckten Zeitungen, Zeitschriften und Büchern sowie die Zurückhaltung der Werbeinvestitionen war eine weiterhin rückläufige Produktionstätigkeit innerhalb der Druckindustrie und damit verbunden eine sich stetig vermindernde Anzahl von Druckunternehmen und Beschäftigten. Die Druck- und Medienwirtschaft befindet sich somit erneut in einem schrumpfenden Marktumfeld und ist einem enormen Wettbewerb ausgesetzt, der sich u. a. in Form von sinkenden Erzeugerpreisen für Druckereileistungen sowie einer hohen Anzahl von Insolvenzfällen zeigt. 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Sattler Media Press GmbH im Geschäftsjahr 2023 war durch die massiven Preissteigerungen (insbes. Papier und Energiekosten) innerhalb des Jahres 2022 stark belastet. In der ersten Jahreshälfte waren wir mit einer schwachen, branchenübergreifenden Nachfrage konfrontiert. Die Verunsicherung der Kundschaft sowie die weiterhin hohen Einkaufspreise führten zu Zurückhaltung, welche letztlich in der 2ten Jahreshälfte abgelegt wurde und wir unsere Produktion in nahezu Vollauslastung steigern konnten. Da es uns gelungen ist, die Kostensteigerungen zu großen Teilen an unsere Kunden weiterzugeben und eine gute Auslastung im 2ten Halbjahr zu erreichen, ergibt sich in Summe ein sehr zufriedenstellendes Vorsteuerergebnis 2023 in Höhe von +1,87 Mio. Euro (2022: +2,6 Mio. Euro). Das Jahresergebnis nach Steuern beträgt +1,28 Mio. Euro. Die in den Vorjahren umgesetzten Maßnahmen zur Kostenoptimierung wurden auch im Jahr 2023 konsequent weitergeführt. Die durch die Einführung unseres Energiemanagementsystems erlangte Begrenzung der EEG-Umlage sowie Verbrauchsoptimierungen wirken sich weiterhin positiv auf unsere Energieaufwendungen aus. Im Ergebnis verlief die Geschäftsentwicklung auch im Jahr 2023 trotz der Belastungen auf der Beschaffungsseite sowie der verhaltenen Nachfrage sehr zufriedenstellend. Umsatz und Auftragsentwicklung Im Wirtschaftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von 75,6 Mio. Euro erreicht. Dies entspricht einer Verminderung gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Mio. Euro bzw. 6,9 %. Produktion Unsere operative Gesamtleistung hat sich 2023 analog zur Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr um 6,7% auf 75,5 Mio. Euro vermindert. Die Kapazitätsauslastung 2023 lag im ersten Halbjahr aufgrund des Nachfrageeinbruchs bei einer Vielzahl unserer Einzelhandelskunden (bedingt durch die Preissteigerungen insbes. Papier und Energie in der 2ten Jahreshälfte 2022) etwa 23 % unter der Auslastung des Vorjahres. Das zweite Halbjahr lag auslastungsseitig dagegen aufgrund der infolge gefallenen Beschaffungspreise (insbesondere für Papier) und dem größeren Wettbewerbsdruck unserer Kunden bei gesteigerter Nachfrage ca. 16 % über dem Vorjahresniveau. Auf Ganzjahressicht ging der Produktionsausstoß gegenüber dem Vorjahr somit um ca. 7 % zurück. Unverändert war der mit weitem Abstand größte Anteil der genutzten Druckkapazität mit der Herstellung von Zeitungsbeilagen belegt. Darüber hinaus wurden Magazine, Rätselhefte, TV-Zeitschriften und Kataloge produziert. Beschaffung Die Materialaufwandsquote (vgl. 1)) lag im Geschäftsjahr 2023 bei 63,7 % und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (66,9 %) vermindert. Die Quote für Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (vgl. 2)) vermindert sich von 64,2 % (2022) auf 61,2 %. Die Quote für bezogene Leistungen (vgl. 3)) lag im Berichtsjahr mit 2,6 % auf dem Niveau des Vorjahres (2022: 2,7 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 9.319 gegenüber TEUR 11.324 (2022) vermindert. Investitionen und Finanzierung Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen im Umfang von TEUR 1.795 getätigt, davon in:
Die Investitionen in technische Anlagen und Maschinen beziehen sich im Wesentlichen auf die Post Press Konfiguration an einer Maschine am Standort in Barleben, dem Kauf eines Kuvertier-Automaten sowie zwei Digitaldruckmaschinen. Die Investitionen in Anlagen im Bau beziehen sich im Wesentlichen auf die Post Press Konfiguration an einer Maschine am Standort in Barleben. Im Berichtsjahr wurden erneut Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt. Den Investitionen stehen in 2023 Abschreibungen in Höhe von 3,6 Mio. Euro und Netto-Abgänge in Höhe von 1,0 Mio. Euro gegenüber. Die von Dritten zur Verfügung gestellten Kreditmittel sind weiter uneingeschränkt zugesichert. Unsere Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2023 hatte die Sattler Media Press GmbH (inkl. Aushilfen und Auszubildende, exkl. Geschäftsführer) 282 Beschäftigte gegenüber 294 zum Jahresende 2022. Im Jahresdurchschnitt beträgt die Anzahl der Mitarbeiter (exkl. Auszubildende und Geschäftsführer) 253 (Vorjahr: 262). Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2023 insbesondere aufgrund der Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie von 12,6 Mio. Euro (2022) auf 13,4 Mio. Euro. Pro Beschäftigten fielen Personalkosten in Höhe von durchschnittlich TEUR 52,9 an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Pensionen gezahlt. Es bestehen auch in Zukunft keine Pensionsansprüche. Wie in den Vorjahren konnten wir wieder verschiedene Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchführen. Im Mittelpunkt standen dabei Maßnahmen zur Qualifikation in den Bereichen Vertrieb, Arbeitsvorbereitung, Finanzbuchhaltung und Technik. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2023 Das Ergebnis vor Steuern beträgt +1,9 Mio. Euro (i. Vj. +2,6 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der Steuerlast in Höhe von ca. 0,6 Mio. Euro ergibt sich insgesamt ein Jahresüberschuss von 1,3 Mio. Euro (i. Vj. Jahresüberschuss von 1,8 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss in Höhe von 1,3 Mio. Euro erhöht das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 39,9 % (Vorjahr: 35,6 %). Das Eigenkapital beträgt 15,1 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen mit Rangrücktritt hinterlegte Nachrangdarlehen der Tochtergesellschaft SMI Sattler Media Impress GmbH, Hornburg, in Höhe von ca. 3,7 Mio. Euro. Die voraussichtlich langfristig der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Finanzmittel summieren sich ohne Betrachtung der Bankverbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Eigenkapitals, der Nachrangdarlehen sowie 50 % des ausgewiesenen Sonderpostens auf ca. 19,7 Mio. Euro. Dies entspricht bezogen auf die Bilanzsumme einer Quote von 52,1 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten in Summe reduzierten sich aufgrund der Tilgungen auf 17,5 Mio. Euro. Der Netto-Cash-Flow betrug im Geschäftsjahr 2023 1,2 Mio. Euro und setzte sich wie folgt zusammen:
Die liquiden Mittel erhöhten sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 um +1,2 Mio. Euro auf +1,8 Mio. Euro zum Vorjahr (+0,6 Mio. Euro). Insgesamt hat sich die Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2023 bei auskömmlicher Ertragslage somit weiter verbessert. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognose der zukünftigen Entwicklung Die Auftragslage im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 lag ca. 10 % über der des Vorjahres und lässt somit eine gewisse Entspannung erkennen. Die gesteigerte Auslastung konnte die marktbedingten Preisrücksetzer und damit verbundenen Margenverluste ausgleichen, wodurch ein positives Vorsteuerergebnis erreicht wurde. Für das Jahr 2024 erwarten wir grundsätzlich leicht steigende Beschaffungspreise, welche allerdings nur geringe Auswirkungen auf die sich abzeichnende verbesserte Auslastungssituation haben wird. Die Planungssicherheit für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ist weiterhin abhängig von der konjunkturellen Entwicklung, den Innenpolitischen Rahmenbedingungen sowie den Energiebeschaffungskosten. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir insgesamt von einer Auslastungssituation etwas über dem Vorjahresniveau und einem durch die Auswirkungen des Margenrückgangs belasteten positiven Jahresergebnis in Höhe von +0,5 bis +1,0 Mio. Euro aus, wobei der Umsatz aufgrund der im Jahresschnitt geringeren Materialkosten auf Vorjahresniveau erwartet wird. Für das kommende Jahr sind nach aktuellem Stand Investitionen im Umfang von ca. 3,0 Mio. EUR in eine große Rollenoffset-Druckmaschine sowie energieeffizienzsteigernde Maßnahmen in Druck- und Weiterverarbeitungstechnik vorgesehen, die teilweise aus dem laufenden Cash-Flow und teilweise über die üblichen Finanzierungsformen abgebildet werden. Im Vergleich zur Prognose des Vorjahres hat sich das Jahresergebnis 2023 positiver entwickelt. Dies ist insbesondere auf das erfolgreiche Handling der infolge des Ukraine-Kriegs schwer planbaren Entwicklungen in den Bereichen Energie und Papiereinkauf zurückzuführen. Die Umsatzentwicklung verlief erwartungsgemäß rückläufig aufgrund gesunkener Beschaffungspreise. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung Die Gesellschaft hat geeignete Maßnahmen getroffen, um frühzeitig den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen erkennen zu können. Mit der Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 hat sich die Gesellschaft zu einem effizienten Einsatz von Energie bekannt. Aus den jährlichen Budgetplanungen werden Maßnahmen und Ziele entwickelt, die monatlich kontrolliert und analysiert werden. Die Verantwortlichen aller Funktionsbereiche berichten auch während des Monats bei sich abzeichnenden gravierenden Fehlentwicklungen, so dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden können. Dies betrifft insbesondere die Kosten- und Deckungsbeitragsentwicklung. Die Liquidität wird durch eine Wochen- und Jahresplanung gesteuert. Das Forderungsmanagement zur Überwachung von Forderungsausfallrisiken ist durch wöchentliche Aktivitäten straff organisiert. Zinsänderungsrisiken liegen durch entsprechende Vereinbarungen mit den Finanzierern derzeit nicht vor. Der Ukraine-Krieg stellt weiterhin ein Risiko dar, dem die Gesellschaft jedoch bei einer erneuten Verschärfung mit den bereits erprobten Instrumenten begegnen würde. Die strategischen Risiken liegen in der Vergleichbarkeit der Wertschöpfung mit in- und ausländischen Rollendruckern. Das Unternehmen arbeitet daher mit Nachdruck daran, neue Produktentwicklungen zu generieren und die Wettbewerbsfähigkeit der vorhandenen Druckmaschinen durch gezielte Investitionen weiter zu verbessern. Unsere Aktivitäten werden sich auch zukünftig darauf konzentrieren, die Produktivität zu erhöhen, die Produktionsstabilität zu optimieren und die Produktionssteuerung weiterhin zu verbessern. Der Eintritt großvolumiger Rollenoffsetmaschinen in den Markt hat zusätzliche Druckkapazitäten in den Markt gebracht und zu einer weiteren Verschärfung der Wettbewerbssituation geführt. Diese Situation ist Risiko und Chance zugleich. Die zusätzlichen Druckkapazitäten üben Druck auf die Marktpreise aus. Der dadurch entstehende Margendruck konnte im Geschäftsjahr 2023 jedoch weitestgehend durch die Weiterführung des im Geschäftsjahr 2012 umgesetzten Vertriebs- und Produktionskonzeptes kompensiert werden. Vorteilhaft ist, dass wir uns in diesem Zuge mit unseren kleineren und flexibleren Druckmaschinen auf die für uns passenden Produkte mit vielen Wechseln und Eindrucken konzentrieren können, so dass wir davon ausgehen, diesen Margendruck auch 2024 zu kompensieren. Die operativen Risiken liegen im Materialeinkauf und der Fremdvergabe. Nach wie vor gilt es, sowohl Volumen zu sichern als auch Preissteigerungen entgegenzuwirken. Diesen Risiken begegnen wir durch Jahreskontrakte und einer Konzentration auf wenige, wichtige strategische Partner. Das Unternehmen hat sich als wichtiger Partner für große Handelsunternehmen positioniert. Es zeichnet sich durch die langjährige Erfahrung in der Abwicklung komplexer, terminsensibler Aufträge aus. Die Kunden genießen den Vorzug, von einem Dienstleister über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg betreut zu werden. Die Produkte werden in hohen Auflagen mit vielfältigen Produktionsvarianten industriell gefertigt. Der Durchsatz ist entsprechend hoch. Der schlanke Betrieb und die Konzentration auf Kernkompetenzen sichern eine attraktive Marktposition. Sofern die umgesetzte Vertriebs-/Produktionsstrategie konsequent und erfolgreich weitergeführt wird, sind Risiken aus der allgemeinen Geschäftsentwicklung, die den üblichen Rahmen übersteigen, derzeit nicht erkennbar. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 ca. 15,1 Mio. Euro. Darüber hinaus bestehen mit Rangrücktritt hinterlegte Nachrangdarlehen mit Eigenkapitalcharakter in Höhe von ca. 3,7 Mio. Euro. Die Eigenmittel der Gesellschaft summieren sich unter Berücksichtigung des Eigenkapitals, der Nachrangdarlehen sowie 50 % des ausgewiesenen Sonderpostens auf ca. 19,7 Mio. Euro. Dies entspricht einer Eigenmittelquote von 52,1 % (Vorjahr: 47,5 %). Trotz der erheblichen Herausforderungen der Corona-Pandemie und der Folgen des Kriegs in der Ukraine konnten wir unsere solide Eigenmittelbasis somit weiter verbessern und unsere Wettbewerbsposition erneut stärken. Zudem zeigt die positiv abgeschlossene Ausschreibungsphase für das Jahr 2023 unsere gestärkte Marktpositionierung und lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken. 5. Verantwortung für die Umwelt Als ein europaweit tätiges Unternehmen im Bereich der Print-Medien sehen wir uns verpflichtet, im Einklang mit der Umwelt zu produzieren. Der Umweltschutz muss als Prozess von allen Mitarbeitern sowie den Führungskräften dauerhaft gelebt werden und ein Teil der Unternehmensphilosophie sein. Dieser Verpflichtung kommen wir nach, indem wir den aktiven Umweltschutz als eines unserer Unternehmensziele festgeschrieben haben. Mit der Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 im Geschäftsjahr 2012, den erfolgten Rezertifizierungen 2015, 2018, 2021 und 2024 und den weiter vorangetriebenen Verbesserungen haben wir unseren Bemühungen um einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen weiteren Nachdruck verliehen. In diesem Zusammenhang verpflichten wir uns zur Anwendung der besten verfügbaren und wirtschaftlich vertretbaren Technologie. Wir haben die Zertifizierung nach dem FSC-CoC Standard in unsere internen Prozessabläufe eingeführt. Durch die Verwendung von FSC-Papier unterstützen wir eine weltweit verbesserte Bewirtschaftung der Wälder. Das Holz für FSC-zertifizierte Papiere stammt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Diese wird regelmäßig überprüft und muss umweltgerecht, sozialverträglich und wirtschaftlich tragfähig erfolgen. Durch die Prozesskette der Papierherstellung, Papiertransport, Druck und Auslieferung der Erzeugnisse entstehen Treibhaus-Emissionen. Unser Ansatz ist hierbei die vollständige Kompensation dieser Co2-Emissionen durch Förderung von Umweltprojekten. In diesen Projekten wird u.a. die Gewinnung natürlicher Energiequellen gefördert, die einen Ausgleich zur entstandenen Menge schaffen. Kein neuer Ansatz, jedoch entstehen diese Quellen zusätzlich und nur durch unterschiedliche Projekte in verschiedenen Schwellenländern der Erde. Die Projekte sind zugelassen, TÜV-Zertifiziert und öffentlich einsehbar. Mit den Lösungen von First Climate können Unternehmen Emissionen ausgleichen, die durch die Herstellung, die Nutzung und die Entsorgung bzw. Verwertung ihrer Erzeugnisse entstehen. Das Ergebnis ist ein klimaneutrales Produkt. Der Prozess zum klimaneutralen Produkt verläuft dabei analog zu unserem Angebot als klimaneutrales Unternehmen. Weiterführende Informationen erhalten sie unter www.firstclimate.com. 6. Fazit der Geschäftsleitung Nach der nachhaltig positiven Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre sehen wir uns mit einer erheblich verbesserten Eigenkapitalausstattung deutlich gestärkt für die Zukunft aufgestellt. Durch die in den Jahren 2015, 2019 und 2020 erfolgten Installationen dreier großer Rollenoffset-Druckmaschinen konnten wir die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Flexibilität und Zuverlässigkeit des Maschinenparks im Kerngeschäft des hochauflagigen Beilagendrucks weiter steigern. Diesen Weg setzen wir durch eine weitere Investition im laufenden Geschäftsjahr 2024 in eine weitere große Rollenoffset-Druckmaschine konsequent fort.
Hornburg, den 25.07.2024 Sattler Media Press GmbH Geschäftsführung Martin Koschei Marcus Unverhau 1) Materialaufwand / (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) 2) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe / (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) 3) Aufwendungen für bezogene Leistungen / (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung) BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023SATTLER MEDIA PRESS GMBH, HORNBURGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SATTLER MEDIA PRESS GMBH, HORNBURGI. Allgemeine Erläuterungen 1. Allgemeine Angaben Die Sattler Media Press GmbH hat ihren Sitz in Hornburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Braunschweig unter der Registernummer HRB 9768 eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB und den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) verwendet. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der handels- und steuerrechtlichen Vorschriften ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Für die Beurteilung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von Druckmaschinen wird von eigenen Erfahrungswerten und potentiellen Wiederverkaufspreisen und nicht von den Nutzungszeiten aus der besonderen Abschreibungstabelle für Druckereien ausgegangen. Daraus resultieren längere Nutzungsdauern. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des Steuerrechts), die zu einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden ab dem Kalenderjahr 2018 wie folgt behandelt:
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Umlaufvermögen Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. niedrigeren Marktpreisen am Abschlussstichtag angesetzt. Dabei fand das Barcodesystem zur Lagerverwaltung Anwendung. In den Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse sind Materialkosten, Fertigungskosten sowie evtl. Sonderkosten der Fertigung enthalten. Darüber hinaus werden nach Maßgabe der handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften Gemeinkostenanteile einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung ausreichend Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Das übrige Umlaufvermögen (Kassen- und Bankbestände) ist zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten umfasst Investitionszuschüsse aus G.A.-Mitteln des Landesförderinstituts und Investitionszuschüsse zur Stärkung des Investitionsklimas in Niedersachsen aus Mitteln des Landes Niedersachsens. Berücksichtigt wurden Zuschüsse zu Investitionen der Kalenderjahre bis 2003. Im Jahr 2021 erhielt die Gesellschaft zudem einen Investitionszuschuss der NBank Hannover i.H.v. TEUR 250. Der Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände aufgelöst. Rückstellungen Steuerrückstellungen sind für die Körperschaft- und Gewerbesteuer des Berichtsjahres und für Vorjahre gebildet. Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung aller Umstände im Einzelfall gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken in ausreichender Höhe. Die Bewertung erfolgte dabei in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag. Währungsumrechnung Soweit vorhanden, werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gemäß § 256a HGB sind bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden. II. Erläuterungen zum Jahresabschluss 1. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Die der Gesellschaft zugeflossenen Investitionszuschüsse werden nicht von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt, sondern als Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen passiviert. Die Verteilung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der getätigten und geförderten Investitionen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt in Höhe der Abschreibung der geförderten Vermögensgegenstände. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Abgesehen der Forderungen gegen Gesellschafter i.H.v. TEUR 189,3 (Vorjahr: TEUR 142,9) haben die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände keine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Eigenkapital Das Eigenkapital wurde durch den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.280,2 entsprechend erhöht. Dem Anstieg steht eine Ausschüttung aus dem Jahresergebnis 2022 i.H.v. TEUR 400 entgegen. Das Eigenkapital hat sich demnach um TEUR 880,2 erhöht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Positionen:
Verbindlichkeiten Am Bilanzstichtag sind zu den ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende Vermerke anzugeben (Vorjahresbeträge in Klammern):
Die Tochtergesellschaft SMI Sattler Media Impress GmbH hat eine Rangrücktrittserklärung auf die Ansprüche in Höhe von TEUR 3.616,1 abgegeben. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Stichtag folgende Sicherheiten:
Zum Bilanzstichtag bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 1.636,0 (Vorjahr: TEUR 1.636,0). Den entsprechenden Finanzierungen dienen erstrangig die jeweiligen Anlagengegenstände als Sicherheit. Die Bürgschaften bestehen im vollen Umfang gegenüber verbundenen Unternehmen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten (Leasinggesellschaften) in Höhe von TEUR 2.177,4 (Vorjahr: TEUR 2.506,6) enthalten. 2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Der Umsatz verringerte sich in 2023 um TEUR 5.604 auf TEUR 75.646. Wesentliche Gründe für die Minderung sind die gefallenen Einkaufspreise, insbesondere Papier, innerhalb des Jahres 2023. Personalaufwand Die Personalaufwendungen umfassen Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung. Bei der Auszahlung des Kurzarbeitergeldes an die Arbeitnehmer und dessen Erstattung durch die Bundesagentur für Arbeit handelt es sich um einen durchlaufenden Posten innerhalb der Löhne und Gehälter. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In der Position sonstige betriebliche Erträge sind die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse i.H.v. TEUR 152,1 (Vorjahr: TEUR 152,1) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten i.H.v. TEUR 10,0 (Vorjahr: TEUR 9,2) periodenfremde Erträge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten i.H.v. TEUR 5,0 (Vorjahr: TEUR 26,1) periodenfremde Aufwendungen. III. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Hieraus ergibt sich eine Belastung in Höhe von TEUR 324,6 die sich wie folgt aufteilt:
2. Angaben zur Geschäftsführung Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren: Herr Martin Koschei, Dipl.-Ökonom, Oldenburg Herr Marcus Unverhau, Immenrode Der Geschäftsführer Herr Martin Koschei ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der Geschäftsführer Herr Marcus Unverhau ist einzelvertretungsberechtigt. Auf die Angabe der Geschäftsführungsgehälter wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Personalbestand Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl ohne Geschäftsführer betrug:
4. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Sattler Media Group GmbH, Hornburg. Diese hat als Konzernmutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht gemäß § 290 Abs. 1 HGB aufzustellen, in welche die Gesellschaft einbezogen und die im elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht werden. 5. Angabe zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Sattler Media Group GmbH, Hornburg. Auf die Angabe im Jahresabschluss wird daher gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. 6. Beteiligungen
7. Ausleihungen an Gesellschafter Gegenüber der Gesellschafterin Sattler Media Group GmbH, Hornburg, bestanden zum Bilanzstichtag Ausleihungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.900,0.
Hornburg, den 25.07.2024 Sattler Media Press GmbH Geschäftsführung Martin Koschei Marcus Unverhau
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sattler Media Press GmbH, Hornburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sattler Media Press GmbH, Hornburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sattler Media Press GmbH, Hornburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der Sattler Media Press GmbH, Hornburg, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bonn, den 26. Juli 2024 Flick
Gocke Schaumburg GmbH
Dr. Ternes, Wirtschaftsprüfer Remig, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 30. August 2024 festgestellt. |
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