TOTO Germany GmbHLiquidiert

Zollhof 2, 40221 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 4833
Vorher
Pagette Sanitär Produktions- und Vertriebs-GmbHPagette GmbH
Eingetragen
23.4.1996
Branche
Großhandel mit SanitärkeramikBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Flachglas
Gegenstand
Produktion, Import, Export und Vertrieb von Sanitärartikeln wie anderen haustechnischen Artikeln. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte abschließen, die diesen Zweck fördern. Die Gesellschaft kann andere Gesellschaften gründen, sich an anderen Gesellschaften beteiligen oder auch solche erwerben, sowie Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tatsuhiko Yasaka
seit 24.4.2024
Liquidator
Yusuke Tsuru
seit 23.1.2023
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
TOTO LTD.JPN
50.00%
TOTO LTD.JPNEigenbeteiligung
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TOTO Europe GmbH
Germany
770.000 €
50.00%
TOTO LTD.
Japan
770.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TOTO Germany GmbH

Bottrop

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Basis des Geschäftsmodells der TOTO Germany GmbH i.L. ist die Herstellung und der Vertrieb von sanitären Erzeugnissen unter der Marke "PAGETTE", vornehmlich WC-Sitze. Das Unternehmen beliefert alle bedeutenden Großhändler in Deutschland und in den Benelux-Ländern.

Neben diesem Großhandelsgeschäft produziert das Unternehmen Marken-WC-Sitze für die Muttergesellschaft TOTO Europe GmbH sowie in vermehrtem Umfang für weitere verbundene Unternehmen, die im Wesentlichen in der TOTO-Gruppe entwickelt werden. TOTO Germany fungiert in diesem Verbund als OEM-Lieferant für duroplastische WC-Sitze. Dieser Anteil betrug in 2022 18,11% vom Nettogesamtumsatz der TOTO Germany GmbH i.L..

II. Freiwillige Liquidation

Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 sowie die in Reaktion darauf festgelegten internationalen Sanktionen stellen weiterhin ein einschneidendes Ereignis dar, das in der globalen Wirtschaft und damit in der Rechnungslegung deutliche Spuren hinterlassen wird.

Während weltweit weiterhin in vieler Hinsicht bewegende Zeiten anstehen, ist für die Gesellschaft am 29. Dezember 2022 im Rahmen einer Gesellschafterversammlung eine freiwillige Liquidation der Gesellschaft von der Konzernmuttergesellschaft beschlossen worden. Dieser Beschluss ist durch sorgfältige Auswertungen der zu erwartenden globalen Marktentwicklung gegenüber technischen Möglichkeiten, ökonomisch erzielbarem Nutzen sowie der Optimierung der Struktur unter der gesamten Gruppe, als eine strategische Entscheidung getroffen worden. Seit dem 1. Januar 2023 befindet sich die Gesellschaft in einem freiwilligen Liquidationsverfahren. Am 23. Januar 2023 sind die Geschäftsführer im Handelsregister als Liquidatoren eingetragen worden. Die Produktion sowie die Geschäftstätigkeit wurden zum 30. Juni 2023 eingestellt.

Dementsprechend wurden im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 nur noch die bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Geschäftstätigkeit verwertbaren Vermögensgegenstände aktiviert und solche Verpflichtungen berücksichtigt, die durch die Abkehr von der Going-Concern-Prämisse verursacht wurden. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgte zu Liquidationswerten.

Aufgrund der schließungsbedingten Aufwendungen weist das Unternehmen einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von € 3,9 Mio. aus und ist daher bilanziell überschuldet. Mit Datum vom 16. November 2023 hat die Konzernmutter TOTO Ltd. der Gesellschaft eine Patronatserklärung mit Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2026 gewährt, um sicherzustellen, dass die TGR ihre fälligen Verpflichtungen einschließlich der schließungsbedingten Aufwendungen bedienen kann.

III. Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % (vgl. DESTATIS) gestiegen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge hat sich die deutsche Wirtschaft trotz des Rückgangs zum Jahresende weiter erholt. Kalenderbereinigt lag dies somit um 0,6 % über dem Wert in 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie.

Geschäftsentwicklung

Die Materialknappheit hat sich nach einer kurzen Erholungsphase mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine Ende Februar 2022 wieder verschärft, welches zu "einem zyklischen Anstieg der Erzeuger- und Einfuhrpreise für Vorleistungsgüter" führte (vgl. DESTATIS). Im Jahr 2022 war die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft aufgrund des mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine verbundenen Anstiegs der Kosten für Rohmaterial und Seefracht weiterhin von schwierigen Rahmenbedingungen geprägt. Stark getroffen sind vor allem Seefracht, deren Rate trotz den sukzessiven Rückgängen bis Ende des dritten Quartals ca. dreifach höher als vor Beginn der Corona-Pandemie lag (vgl. World Container Index, Drewry Supply Chain Advisors). Im Jahr 2022 blieb die Aufrechterhaltung der Produktionsstätte im Inland für das Unternehmen insbesondere aufgrund der vergleichsweise hohen Lohnkosten, die die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigten, weiterhin eine Herausforderung. Trotz eines Anstiegs der Umsatzerlöse zum Vorjahr lag das Ergebnis unter den budgetierten Werten für das Geschäftsjahr.

Ertragslage

Die Gesellschaft konnte im Berichtsjahr trotz der deutlich erschwerten Wirtschaftslage eine Zunahme der Bruttoumsatzerlöse von 4,9 % (oder T€ 795) im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Nach den äußerst anspruchsvollen Jahren seit 2020, die von außergewöhnlichen globalen Herausforderungen geprägt waren, wurde erst im Verlauf dieses Jahres das Niveau der Bruttoumsatzerlöse des Geschäftsjahres 2018 übertroffen, in dem das Unternehmen einen geringfügigen Gewinn verzeichnet hatte.

Dazu haben im Wesentlichen die folgenden Effekte beigetragen:

Die Umsätze mit PAGETTE Produkten nahmen in 2022 um 5,4 % (oder T€ 743) zu. Der Umsatz von Pagette WC-Sitzen, der 85,3% des Pagette Umsatzes betrug, stieg um 7,1 % (oder T€ 808) an. Dies ist zum großen Teil auf den Anstieg des Umsatzes aus dem OEM-Ersatzgeschäft um 12,5 % (oder T€ 737) zurückzuführen. Dadurch ist der Umsatzrückgang um 5,7% (oder T€ 94) aus dem Spülkastengeschäft, der 10,7% des Pagette Umsatzes ausmacht, ausgeglichen.

Der Umsatz des TOTO-Erstausrüstungsgeschäfts (OEM), dessen Durchschnittsdeckungsbeitrag 29,3 % beträgt, stieg um 2,0 % (oder T€ 49) im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf um 8,7 % (oder T€ 137) gestiegene Umsatzerlöse durch die TOTO Europe GmbH, als größter Abnehmer innerhalb der TOTO Gruppe mit einem Anteil von 67,2%, zurückzuführen. Trotz einer strategischen Umstrukturierung der Lieferkette in der TOTO Gruppe, verzeichnete die Gesellschaft in 2022 einen Umsatzanstieg auch mit anderen Gesellschaften der Gruppe.

Der Materialaufwand stieg unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen insgesamt um 14,9 % (oder T€ 1.189) im Vergleich zum Vorjahr an. Dafür ist hauptsächlich der Anstieg der Absatzmenge der WC-Sitze Produktlinien für das Pagette Ersatzgeschäft um 19,4% (oder TStk 70) verantwortlich, während die Absatzmenge ohne Ersatzteile, mit Rückgängen von anderen Produktkategorien insgesamt nur um 5,6% (oder TStk 50) zunahm. Neben dem schwachen Wechselkurs des EUR gegenüber dem USD, haben die Anschaffungsnebenkosten aus China inkl. der Zollbeträge über 1,1 Mio. EUR erreicht, womit sie 12,2% der gesamten Materialkosten betragen (Vorjahr: 9,9%, im Jahr 2018 mit einem leichten Jahresüberschuss: 3,7%).

Bei der erheblichen Erhöhung des Materialaufwands lag die Umschlagshäufigkeit der Vorräte mit 3,5 ebenfalls auf dem Niveau von 2018. Die Bruttomarge sank hingegen um 4,9% zum Vorjahr und um 11,7% zu 2018, während der Anteil der Anschaffungsnebenkosten aus China am Bruttoumsatz um 4,2% zum Vorjahr und um 10,1% zu 2018 anstieg. Aufgrund der Installationsverzögerung der neuen Pressmaschine, musste TOTO Germany weiterhin Ware aus China importieren. Durch die damit verbundenen Kosten und die sukzessive Senkung des EUR-Wertes am USD 2022 führte dies zu zusätzlichen Belastungen der Ertragslage. Die Devisenkursverluste, die tatsächlich verzeichnet wurden, beliefen sich auf nahezu das Doppelte des Vorjahreswerts und zwar auf T€ 150.

Bei einem Zuwachs der Nettoumsatzerlöse um 6,1% (oder T€ 809) ist das Rohergebnis aufgrund des kräftigen Anstiegs des Materialaufwands im Vergleich zum Vorjahr insgesamt von T€ 5.490 in 2021 auf T€ 5.147 in 2022 oder um 6,3% gesunken. Der Rückgang kam trotz des im Jahr 2020 abgeschlossenen Stromvertrags mit einem festen Preis sowie der Abschaffung der EEG-Umlage ab Juli 2022 und dadurch reduzierten Stromkosten um 26,6% (oder T€ 84) zustande.

Die Personalkosten sind hingegen im Berichtszeitraum gegenüber dem Anstieg der Gesamtleistung um 11,8% (oder T€ 1.545) nur um 8,6% (oder T€ 88) gestiegen. Für den Anstieg ist die Tariferhöhung auf Basis der Vereinbarung mit der IG-Metall verantwortlich. Jedoch ist die Personalintensität, inkl. Aufwendungen für Fremdpersonaleinsatz, von 22,0 % in 2021 auf 22,5% in 2022 vergleichbar geblieben. Dies ist ebenfalls auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2018 mit 21,1%.

Ohne umfangreiche Reparatur der Produktionsanlage wie im Vorjahr sind die Kosten für "Reparaturen und Instandhaltungen" jedoch um T€ 90 gestiegen. Diese sind alleinig auf die Aufwendungen für Wachdienste an Wochenenden zurückzuführen, die wegen der Erneuerung der Brandmeldeanlage ab März bis zum Jahresende monatlich T€ 10 zum Tragen kamen. Der Anstieg der "Frachtkosten" um 9,0% ist dem Anstieg der Absatzmenge um 5,6% zum Vorjahr sowie dem Dieselzuschlag um ca. 3% auf Monatsrate entsprechend, der ab April umgesetzt wurde.

Trotz der ähnlichen internen Kostenstruktur wie im Geschäftsjahr 2018 und den höchsten Bruttoumsatzerlösen in den letzten 10 Jahren, verschlechterte sich das Ergebnis nach Steuern von einem Verlust in Höhe von T€ 1.284 in 2021 auf einen Verlust in Höhe von T€ 1.933 in 2022 vor Berücksichtigung der liquidationsbedingten Aufwendungen. Hauptursächlich dafür war die enorme Belastung des Materialaufwands. Mit Berücksichtigung der zusätzlichen Aufwendungen für Rückstellungen um T€ 5.741 sowie außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen um T€ 125 und außerplanmäßigen Abschreibungen auf Vorräte in Höhe von T€ 133, die sich aus der Liquidation ergaben, war der endgültige Verlust für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 8.031 zu verzeichnen.

Bei den auf der bevorstehenden Liquidation beruhenden außerordentlichen Aufwendungen, die in der nachfolgenden Tabelle dieses Lageberichts näher erläutert sind, handelt es sich um Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung.

schließungsbedingte Aufwendungen T€
Abfindungs- und abfindungsähnliche Leistungen an die Belegschaft 3.727
Aufwendungen für die Übertragung von Pensionsverpflichtungen 234
Aufwendungen für Transfergesellschaft 741
Wertminderungen auf Vorräte 333
Abstandszahlungen an Kunden aus vorzeitiger Vertragsauflösung 675
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 125
Andere Aufwendungen 126
Rückbauarbeiten 39
6.000

Finanzlage

Die Gesellschaft erhielt in 2018 einen Kredit von der Muttergesellschaft TOTO Europe GmbH in Höhe von T€ 700 zur Finanzierung der geplanten Investitionen in der Produktion. Die Laufzeit betrug 5 Jahre. Im Januar 2022 hat die TOTO Ltd. Ein kurzfristiges Darlehen über T€ 1.500 gewährt, welches quartalweise verlängert und der Gesellschaft bereitgestellt wird, während im Januar 2022 der Kredit von der Muttergesellschaft TOTO Europe GmbH aus 2018 zurückgezahlt wurde. Im September 2022 erhielt die Gesellschaft einen weiteren Kredit von der TOTO Ltd in Höhe von T€ 1.200 mit einer Laufzeit bis zum Jahresende. Dies wird ebenfalls quartalweise verlängert. Am 24. Oktober 2022 wurde durch eine Beteiligung von der TOTO Ltd mit einem notariellen Vertrag das gezeichnete Kapital der Gesellschaft um T€ 770 erhöht. Am 24. November 2022 erfolgte eine weitere Zuzahlung von der TOTO Ltd in Höhe von T€ 3.230, die als Kapitalrücklage der Gesellschaft verbucht wurde.

Der Bestand an liquiden Barmitteln lag zum Geschäftsjahresende bei T€ 4.577 (Vorjahr: T€ 1.768).

Der Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Muttergesellschaft TOTO Europe GmbH wurde zum 31. Dezember 2020 beendet. Die Gesellschaft führt seitdem ihre Geschäftsaktivitäten und nennenswerte Investitionen mittels eigener Gewinnrücklagen bzw. Zurverfügungstellung entsprechender Liquidität der Konzernmuttergesellschaft durch. Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung der Konzernmutter TOTO Ltd mit Datum vom 16. November 2023, die bis zum 31. Dezember 2026 gültig ist.

Vermögenslage und Bilanzstruktur

Das Anlagevermögen verringerte sich um T€ 131 (davon T€ 125 Wertberichtigung wegen der Liquidation) auf T€ 675. Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgten in Höhe von T€ 334. Dem standen planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 326 gegenüber. Die Finanzanlagen sind um T€ 6 auf T€ 31 gesunken.

Das Umlaufvermögen stieg um T€ 3.209 (darunter um T€ 133 zur Wertberichtigung auf Vorräte gemindert) auf T€ 8.572 an. Dem Anstieg der Eigenkapitalerhöhung um T€ 4.000 steht der Anstieg der Liquiditätsmittel um T€ 2.809 sowie eine Erhöhung der Vorräte um T€ 733 gegenüber.

Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen um T€ 5.585 auf T€ 9.203 (davon T€ 5.741 zusätzliche Rückstellungen wegen der Liquidation). Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um T€ 1.530.

Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer um T€ 6.984 gestiegenen Bilanzsumme von 2,1 % auf minus 29,6 % verschlechtert.

Produktion

Die Gesellschaft produziert am Standort Bottrop im Mehrschichtbetrieb. Zum 30. Juni 2023 wurde die Produktion eingestellt.

Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 42 Mitarbeiter.

IV. Risikobericht

Aufgrund der vollständigen Einbindung der Gesellschaft in die Unternehmensstruktur der TOTO-Gruppe unterliegt die TOTO Germany GmbH i.L. einer strengen Steuerung und Kontrolle der Muttergesellschaft. Das damit verbundene Risikomanagementsystem umfasst detaillierte Planungsrechnungen mit fortlaufender Überarbeitung. Sämtliche wesentliche Geschäftsvorgänge unterliegen der Aufsicht und Kontrolle der Muttergesellschaft. Es erfolgen regelmäßige interne prozessorientierte Audits seitens der Fachbereiche bei der Muttergesellschaft. Das lokale Management wird durchgängig mit entsandten Managern der Muttergesellschaft besetzt und unterstützt somit die Steuerung und Kontrolle durch die Muttergesellschaft. Die enge Einbindung der Gesellschaft in die TOTO Gruppe stellt für die TOTO Germany GmbH i.L. eine wesentliche Chance dar und birgt gleichzeitig Risiken durch die Abhängigkeit vom Konzern.

Darüber hinaus ist die TOTO Germany GmbH i.L. einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen könnten. Die nachfolgend dargestellten Risiken werden entsprechend einem absteigenden Grad (etwaiger negativer) finanzieller Auswirkungen aufgeführt.

Die durch den Ukraine-Russland-Konflikt bedingten mehrdimensionalen Auswirkungen auf die Konsumnachfrage führen in Kombination mit Verzögerungen in den wichtigsten internationalen Lieferketten und Transportwegen zu einem deutlichen Preisanstieg im Bereich Energie sowie bei vielen Rohstoffen und industriellen Vorprodukten. Während die Frachtraten zum Jahresende auf das Vor-Corona Niveau gesunken sind (vgl. Drewry Supply Chain Advisors), schwankt die Entwicklung des Währungskurses zu US-Dollar nicht zugunsten der Gesellschaft in ihrer Rolle als Importeur(vgl. Exchangerates.org.uk). Diese durch externe Faktoren bedingten Erhöhungen des Materialaufwands abzufedern, ist die TOTO Germany GmbH i.L. bis zur Einstellung der Geschäftstätigkeit im Juni 2023 weiterhin bestrebt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese Preiserhöhungen bis zu diesem Zeitpunkt negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft auswirken.

Die Gesellschaft ist bestrebt, die Sicherheit der IT-Infrastruktur weiter auszubauen,. Dies beinhaltet die Etablierung von Abwehrmaßnahmen für Cyber-Risiken inklusive der effizienten Aufdeckung und Behandlung allfälliger Attacken. Für die Aufrechterhaltung der Business Continuity sind verschiedene Maßnahmen etabliert.

Durch das bisherige Festhalten des Produktionsstandortes am Firmensitz, waren erhebliche Kostennachteile gegenüber den wichtigsten Wettbewerbern vorhanden, insbesondere bei den Löhnen. Ein bestehender Firmentarifvertrag mit zum Flächentarifvertrag abweichenden Regelungen konnte nur begrenzt den Nachteil ausgleichen und war auch nicht dauerhaft abgesichert.

Im deutschen Großhandel in der Sanitärbranche sind immer mehr Konzentrationsbestrebungen zu beobachten, sodass die Macht als Großhandel/Verbände gegenüber Herstellern immer stärker wird, was zu einer weiteren Verschärfung des Preiskampfs unter Herstellern führen kann. Gleichzeitig eröffnet sich dabei für Hersteller eine weitere Möglichkeit, größere Abnehmer für sich zu gewinnen.

Aufgrund der historischen Verbundenheit der Gesellschaft liegt der Anteil des sogenannten 3-stufigen Vertriebswegs (Hersteller - Großhandel - Handwerk) im gesamten Marktumsatz weiterhin bei 40-45%. Dennoch ist die zunehmende Bedeutung der alternativen Vertriebswege wie Baumärkte sowie Internethändler, die seit Jahren über Zwischenhändler bzw. Großhändler beliefert werden, zu beobachten. In der Sanitärbranche blieb die Lage zum Vorjahr konstant, ist zum Teil Einlagerungseffekt aus Angst vor Lieferengpässe sowie damit verbundenen Angebotsknappheit zu beobachten. Handwerker, die im klassischen Vertriebsweg eine unverzichtbare Rolle innehaben, prognostizierten mit einer sehr positiven Erwartung in der Branchenkonjunktur zum Jahresbeginn, welches mit einem Umsatzwachstum um 8, 8% zum Vorjahr abgeschlossen wurde (vgl. shk-jounal). Für 2023 sei aufgrund der demografischen Entwicklung bedingten anhaltenden Nachfrage ein Wachstum um 5,3% zu erwarten. Dies könnte weitere Engpässe bei der Verfügbarkeit von Handwerkern zur Folge haben mit entsprechenden negativen temporären Folgen auf den Absatz und die Installation von WC-Sitzen.

Den allgemeinen betrieblichen Risiken wird im Wesentlichen durch die Beobachtung der Märkte, einschließlich der Beschaffungsmärkte, Rechnung getragen.

Die Finanzierung der weiteren Investitionen erfolgt überwiegend aus der Innenfinanzierung der Gesellschaft und durch die Konzernmuttergesellschaft TOTO Ltd.

Im Beschaffungsbereich bestehen Fremdwährungsrisiken im US Dollar Raum. Eine Absicherung dieser Risiken erfolgt nicht.

Im Bereich der Kundenforderungen ist ein Großteil der Außenstände durch Delkredere-Versicherungen und einem strikten Kundenkreditmanagement abgedeckt.

Für die elementaren Risiken wie Feuer, Sturm, Maschinenbruch und dadurch verursachte Betriebsunterbrechungen sowie allgemeinen Haftungsrisiken besteht ausreichender Versicherungsschutz.

Insgesamt sind die finanziellen Auswirkungen der Risiken bzw. die Gesamtrisikolage beherrschbar. Mit der freiwilligen Liquidation der Gesellschaft, die im Rahmen einer Gesellschafterversammlung am 29. Dezember 2022 beschlossen wurde, wird potenziellen bestandsgefährdenden Risiken begegnet. Bestandsgefährdende Risiken liegen aus heutiger Sicht nicht vor und werden mit Hinweis auf die bis zum 31. Dezember 2026 befristete Patronatserklärung der Konzernmutter TOTO Ltd. für den Zeitraum der Gültigkeit nicht gesehen.

V. Chancenbericht

Chancen ergeben sich im Konzernverbund aus der Ausweitung des Geschäfts mit der Muttergesellschaft TOTO Europe GmbH, die TOTO-Produkte auf dem europäischen Markt vertreibt. Nach der strategischen Umstrukturierung der Lieferkette in der Gruppe, die im Rahmen des Business Continuity Plan Mitte des Jahres umgesetzt wurde, wurde in China ein weiterer Produktionsbetrieb als der zweite Lieferant für duroplastische WC-Sitze vorrangig für die Nachfrage in Ostasien aufgebaut. Demzufolge sind in erster Linie die Länder in der EU sowie den USA für die Gesellschaft als Zielmärkte festgelegt, welches der Gesellschaft zum einen effiziente Handlungen bei der Abwicklung, zum anderen Prozessoptimierung in der Produktion ermöglichte. 2022 verzeichnete dementsprechend der Anteil der Muttergesellschaft TOTO Europe GmbH am TOTO-OEM Umsatz einen Anstieg um 8,7% (oder T€ 137). Als der Produktionsbetrieb mit 100%iger Beteiligung der TOTO Gruppe ist bei der Gesellschaft unter der Koordination von TOTO Ltd bis zur Einstellung der Produktion im Juni 2023 eine volle Auslastung der Produktionskapazität vorgesehen. Der Umsatzabbruch um 32,2% (oder T€ 95) von TOTO USA ist auch 2022 durch den Anstieg des Umsatzes von TOTO Indien um 49,6% (oder T€ 95) ausgeglichen worden.

Aktuell sind Handelsmarken (sog. Private Labels) bei allen führenden Großhandel/Verbänden weitgehend ausgebaut. Dementsprechend liefert die TOTO Germany GmbH i.L. ihre Ware bis zu 60% unter Privat Label, bei dem für Hersteller weitere Möglichkeiten bestehen, sich an der Konzeptentwicklung bei den jeweiligen Verbänden zu beteiligen und sich trotz des verschärften Preiskampfs über die Masse ggf. besser umzusetzen. Der Trend als ein Paket von einer Keramik und deren WC-Sitze anzubieten wird immer stärker, nicht nur bei Keramik-Herstellern, sondern auch bei Verbänden unter deren Private Label. Dabei ist eine große Chance für Sitz-Hersteller, für Erst- sowie Zweitbedarf passende Sitze als Substitute zu den Keramiken anzubieten. Unter einer passiven Akzeptanz zur Preiserhöhung, die angesichts der aktuellen politisch sowie wirtschaftlich bedingten Inflation zu beobachten ist (vgl. Handelsverband Deutschland/IFH Köln 2022), sind 2022 für die Marke Pagette Preiserhöhungen auch unterjährlich umgesetzt worden. Bei den 5 größten Verbänden, die 69,4% des Pagette-Umsatzes, darunter 91,4% der Absatzmenge aus Substitut-Linien ausmachen, ist die Absatzmenge um 0,5% gestiegen.

VI. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023 hatte die Gesellschaft ein Budget erstellt, das eine Umsatzsteigerung von 0,9 % im Vergleich zum Vorjahr vorsah. Dies sollte durch die Inbetriebnahme der oben erwähnten neuen Pressmaschine sowie weitere Prozessoptimierung erreicht werden, um den Eigenproduktionsanteil an Mengen um 30,7% zu steigern. Nachdem im Dezember 2022 der Beschluss zu der freiwilligen Liquidation gefasst wurde, ist im Januar 2023 ein Kaufvertrag (Asset Purchase Agreement) abgeschlossen worden. Demzufolge wurde die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Ende Juni eingestellt, und gemäß dem Vertrag wurden die Vorräte sowie das Anlagevermögen im Juli 2023 verkauft. Das bereits abgelaufene Geschäftsjahr 2023 schloss mit noch ungeprüften Umsatzerlösen von € 6,9 Mio und mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 641 ab, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Produktion und Geschäftstätigkeit bereits Ende Juni 2023 eingestellt worden sind. Der weitere Geschäftsverlauf wird geprägt sein von der weiteren Abwicklung der Gesellschaft. Für die Erfüllung der hiermit verbundenen Verpflichtungen bestehen entsprechende Rückstellungen, die bereits im Jahresabschluss 2022 gebildet wurden.

Die Liquidatoren bedanken sich bei den Mitarbeitern für die verantwortungsbewusst geleistete Arbeit, die es über die Jahre ermöglicht hat, den Betrieb in guten und schlechten Zeiten aufrechtzuerhalten. Dem Betriebsrat wird der Dank für eine zuverlässige und sachgerechte Zusammenarbeit ausgesprochen.

 

Bottrop, den 21. März 2024

TOTO Germany GmbH i.L.

Die Liquidatoren

Dr. Yusuke Tsuru

Hiromoto Harano

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 2.303,00 16.051,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,51 0,51
2.303,51 16.051,51
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 316.297,00 513.758,95
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.260,31 239.184,05
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 116.893,73 0,00
641.451,04 752.943,00
III. Finanzanlagen
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 31.263,58 37.295,25
675.018,13 806.289,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 633.512,65 422.391,71
2. Unfertige Erzeugnisse 178.594,98 264.732,34
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.356.867,02 1.882.074,23
3.168.974,65 2.569.198,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 650.987,15 710.246,72
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 102.013,88 213.748,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 72.780,00 101.879,62
825.781,03 1.025.874,34
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.576.860,49 1.767.978,81
8.571.616,17 5.363.051,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.861,48 15.565,50
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.900.850,74 0,00
13.169.346,52 6.184.906,69

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.540.000,00 770.000,00
II. Kapitalrücklage 3.230.000,00 0,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 600.000,00 600.000,00
IV. Verlustvortrag (Vorjahr: Gewinnvortrag) -1.239.680,08 45.241,91
V. Jahresfehlbetrag -8.031.170,66 -1.284.921,99
-3.900.850,74 130.319,92
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.900.850,74 0,00
0,00 130.319,92
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.400.000,00 2.170.298,00
2. Sonstige Rückstellungen 6.802.650,69 1.447.566,20
9.202.650,69 3.617.864,20
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.213,83 40.203,82
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.162.565,27 1.615.453,11
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.735.069,72 725.841,11
4. Sonstige Verbindlichkeiten 47.847,01 55.224,53
3.966.695,83 2.436.722,57
13.169.346,52 6.184.906,69

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Rohergebnis 5.146.517,86 5.489.663,11
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.182.102,29 -2.028.576,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -516.279,73 -581.458,78
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -451.039,89 -341.217,64
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -133.024,37 0,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.878.944,39 -3.768.968,70
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.306,85 -53.260,98
6. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.030.179,66 -1.283.818,99
7. Sonstige Steuern -991,00 -1.103,00
8. Jahresfehlbetrag -8.031.170,66 -1.284.921,99

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeines

Die TOTO Germany GmbH i.L. hat Ihren Sitz in Bottrop und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Gelsenkirchen (HRB Reg. Nr. 4833).

Die TOTO Germany GmbH i.L. ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt. Es wird von der Aufstellungserleichterung des § 276 HGB Gebrauch gemacht und die Posten Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge sowie Materialaufwand zum Posten "Rohergebnis" zusammengefasst.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Die TOTO Germany GmbH i.L. ist durch eine Patronatserklärung ihrer Konzernmuttergesellschaft TOTO Ltd., Kitakyushu /Japan, abgesichert. Die aktuelle Patronatserklärung wurde mit Datum vom 16. Dezember 2023 abgeschlossen und gilt bis zum 31. Dezember 2026.

Freiwillige Liquidation

Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 sowie die in Reaktion darauf festgelegten internationalen Sanktionen stellen weiterhin ein einschneidendes Ereignis dar, das in der globalen Wirtschaft und damit in der Rechnungslegung deutliche Spuren hinterlassen wird.

Während weltweit weiterhin in vieler Hinsicht bewegende Zeiten anstehen, ist für die Gesellschaft am 29. Dezember 2022 im Rahmen einer Gesellschafterversammlung eine freiwillige Liquidation der Gesellschaft von der Konzernmuttergesellschaft beschlossen worden. Dieser Beschluss ist durch sorgfältige Auswertungen der zu erwartenden globalen Marktentwicklung gegenüber technischen Möglichkeiten, ökonomisch erzielbarem Nutzen sowie der Optimierung der Struktur unter der gesamten Gruppe, als eine strategische Entscheidung getroffen worden. Seit dem 1. Januar 2023 befindet sich die Gesellschaft in einem freiwilligen Liquidationsverfahren. Am 23. Januar 2023 sind die Geschäftsführer im Handelsregister als Liquidatoren eingetragen worden. Die Produktion sowie die Geschäftstätigkeit wurden zum 30. Juni 2023 eingestellt.

Dementsprechend wurden im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 nur noch die bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Geschäftstätigkeit verwertbaren Vermögensgegenstände aktiviert und solche Verpflichtungen berücksichtigt, die durch die Abkehr von der Going-Concern-Prämisse verursacht wurden. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgte zu Liquidationswerten.

Aufgrund der schließungsbedingten Aufwendungen weist das Unternehmen einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von € 3,9 Mio. aus und ist daher bilanziell überschuldet. Mit Datum vom 16. November 2023 hat die Konzernmutter TOTO Ltd. der Gesellschaft eine Patronatserklärung mit Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2026 gewährt, um sicherzustellen, dass die TGR ihre fälligen Verpflichtungen einschließlich der schließungsbedingten Aufwendungen bedienen kann.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von drei Jahren linear vermindert. Wenn der beizulegende Wert den Buchwert unterschreitet, werden außerdem außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Firmenwert durch den Erwerb des Pagette-Geschäftes von der Rütgers Pagid AG in 1996 wurde über eine Laufzeit von vier Jahren abgeschrieben. Zum Stichtag ist der Firmenwert in voller Höhe abgeschrieben und zeigt nur noch einen Erinnerungswert.

Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von € 250,00 bis € 1.000,00 wurden im Zugangsjahr in einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen werden bei den wesentlichen Gegenständen des Sachanlagevermögens über eine Nutzungsdauer bei

Technischen Anlagen und Maschinen von 3 bis 13 Jahren
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 10 Jahren

vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert angesetzt.

Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Rückdeckungsversicherungsansprüche für Pensionsverpflichtungen werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Innerhalb der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen für Verwertungsrisiken vorgenommen. Die Kriterien basieren auf einer TOTO-Gruppenrichtlinie.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgte zu Nennwerten.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage enthält Einzahlungen des Gesellschafters. Soweit das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht ist, wird der Überhang der Passiv- über die Aktivposten gesondert unter den Aktiva unter der Postenbezeichnung "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,79 %. Bei einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre in Höhe von 1,45 % ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 90, der der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB unterliegt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden keine Lohn- und Gehaltssteigerungen zugrunde gelegt, da sich keine gehaltsabhängigen Zusagen im Bestand befinden. Rentensteigerungen wurden mit jährlich 2,0 % zugrunde gelegt.

Aufgrund der Liquidation der Gesellschaft wurde der Verkauf der gesamten Pensionsverpflichtungen an einen externen Träger beschlossen. Der vereinbarte Rückkaufpreis lag über dem im Gutachten ermittelten Wert der Pensionsrückstellungen. Unter Anwendung des strengsten Niederstwertprinzips wurden die Pensionsrückstellungen daher mit dem vereinbarten Rückkaufswert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden, soweit vorhanden, zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden, soweit vorhanden, zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagengitter dargestellt.

Die Zugänge zu den Abschreibungen auf das Anlagevermögen beinhalten außerplanmäßige Wertberichtigungen aufgrund der dauerhaften Wertminderung der Vermögensgegenstände infolge der Liquidation der Gesellschaft in Höhe von T€ 8 für die immateriellen Vermögensgegenstände und T€ 117 für das Sachanlagevermögen.

Vorratsvermögen

Die Vorräte wurde aufgrund der dauerhaften Wertminderung infolge der Liquidation der Gesellschaft um T€ 133 wertberichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
TOTO Europe GmbH (Gesellschafterin) 50 69
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50 69
TOTO Sanitechno LTD 52 11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 52 11
TOTO.LTD. (Finnland) 0 11
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 11
TOTO India 0 46
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 46
T OTO Ltd, Japan 0 2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 2
TOTO USA 0 44
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 44
TOTO (China) Co.Ltd. 0 30
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 30
TOTO Thailand 0 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0
102 214

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt nach der Kapitalerhöhung um 770.000 EUR im Oktober 2022, zum Bilanzstichtag insgesamt € 1.540.000,00. Dies wird in Höhe von jeweils 770.000 EUR von der TOTO Europe GmbH, Düsseldorf, sowie von der TOTO Ltd, Kitakyushu, Japan, gehalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit T€ 5.247 ungewisse Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Liquidation der Gesellschaft, insbesondere Verbindlichkeiten aus dem Sozialplan und für die Bildung von Transfergesellschaften. Weiterhin umfassen diese sämtliche Verbindlichkeiten aus der Schließung von Aufhebungsverträgen mit Handelsvertretern, aus der Übertragung der Pensionsrückstellungen sowie der anwaltlichen Beratung. Darüber hinaus wurden erstmalig mit T€ 494 Rückstellungen für die drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet, welche im Rahmen der Liquidation entstehen. Weiterhin enthalten die sonstigen Rückstellungen hauptsächlich Kundenboni (T€ 1.045, Vorjahr T€ 1.117) und Gewährleistungsrisiken (T€ 18, Vorjahr T€ 33).

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
Gesamt
Bis 1 Jahr
Mehr als 1 Jahr
Davon mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.213,83 19.557,85 1.655,98 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.162.565,27 1.162.565,27 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.735.069,72 2.735.069,72 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 47.847,01 47.847,01 0,00 0,00
31. Dezember 2022 3.966.695,83 3.966.695,83 1.655,98 0,00
Restlaufzeiten
Gesamt
Bis 1 Jahr
Mehr als 1 Jahr
Davon mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.203,82 18.989,99 21.213,83 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.615.453,11 1.615.453,11 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 725.841,11 25.841,11 700.000,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 55.224,53 55.224,53 0,00 0,00
31. Dezember 2021 2.436.722,57 1.715.508,74 721.213,83 0,00

Die Verbindlichkeiten gegen über verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt.

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
TOTO Ltd 2.723 26
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23 26
Darlehensverbindlichkeit Verbindlichkeiten aus Darlehenszinsen 2.700 0
TOTO Europe GmbH (Gesellschafterin) 12 700
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 0
Darlehensverbindlichkeit 0 700
Verbindlichkeiten aus Darlehenszinsen 0 0
2.735 726

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen Steuern in Höhe von T€ 29 (Vorjahr T€ 31), Provisionsverpflichtungen von T€ 15 (Vorjahr T€ 13) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 2).

Im Rohergebnis sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 51 (Vorjahr T€ 46), sowie periodenfremde Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen und Pauschalwertberichtigung in Höhe von T€ 58 (Vorjahr T€ 11) enthalten. Weiterhin sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 16 (Vorjahr T€ 37) enthalten.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus der Altersvorsorge in Höhe von T€ 120 (Vorjahr T€ 199) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten T€ 150 Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (Vorjahr T€ 77). Ferner sind periodenfremde Aufwendungen von T€ 21 (Vorjahr T€ 12) enthalten. Bei den auf der bevorstehenden Liquidation beruhenden außerordentlichen Aufwendungen, die in der nachfolgenden Tabelle dieses Anhangs näher erläutert sind, handelt es sich um Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung.

schließungsbedingte Aufwendungen T€
Abfindungs- und abfindungsähnliche Leistungen an die Belegschaft 3.727
Aufwendungen für die Übertragung von Pensionsverpflichtungen 234
Aufwendungen für Transfergesellschaft 741
Wertminderungen auf Vorräte 333
Abstandszahlungen an Kunden aus vorzeitiger Vertragsauflösung 675
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 125
Andere Aufwendungen 126
Rückbauarbeiten 39
6.000

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind zinsähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 7) enthalten. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen T€ 12 (Vorjahr T€ 4) an verbundene Unternehmen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte

Restlaufzeiten
Gesamt
innerhalb 1 Jahr
mehr als 1 Jahr
davon mehr als 5 Jahre
- aus Miet-und Leasingverträgen 359.679,47 266.493,17 91.886,04 1.300,26
- aus Wartungsverträgen 2.548,05 2.548,05 0,00 0,00
362.227,52 269.041,22 91.886,04 1.300,26

Die Miet- und Leasingverpflichtungen resultieren überwiegend aus Grundstückmietverträgen. Der Zweck und Vorteil dieser Verträge liegt vor allem in der geringeren Kapitalbindung gegenüber dem Erwerb. Aufgrund der Liquidation sind für die finanziellen Verpflichtungen ab dem 2. Halbjahr 2023 Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von T€ 231 gebildet.

Anzahl der Mitarbeiter

Im Unternehmen waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 40 (Vorjahr 40) Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Geschäftsführung) beschäftigt, davon 22 Mitarbeiter in der Produktion und 18 Mitarbeiter in Verwaltung und Vertrieb.

Konsolidierungskreis

Die Gesellschaft wird über die TOTO Europe GmbH in den Konzernabschluss der TOTO Ltd., Kitakyushu-shi, Japan, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Dieser ist beim Handelsregister am Sitz der TOTO Ltd. Japan, hinterlegt und wird im japanischen EDINET (Electric Disclosure for Investor`s NETwork) (http://info.edinet-fsa.go.jp) unter der Nummer E01138 veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in das ukrainische Staatsgebiet am 24. Februar 2022 stellt ein einschneidendes Ereignis dar, das zusammen mit den bereits ergriffenen und möglicherweise noch weiteren zu ergreifenden internationalen Sanktionen zu deutlichen Auswirkungen in der globalen Wirtschaft und damit in der Rechnungslegung der Unternehmen führen wird.

In der Realwirtschaft können sich dadurch künftig wesentliche Beeinträchtigungen und Risiken ergeben, denen die Gesellschaft am 29. Dezember 2022 mit dem Beschluss zu der freiwilligen Liquidation begegnet ist. Im Januar 2023 wurde ein Kaufvertrag (Asset Purchase Agreement) abgeschlossen, demzufolge die Geschäftstätigkeit und Produktion der Gesellschaft Ende Juni 2023 eingestellt sowie die Vorräte und das Anlagevermögen im Juli 2023 verkauft wurden. In einer Gesellschafterversammlung am 08. Februar 2023 wurde die Erhöhung der Kapitalrücklage um € 5,0 Mio. durch die Gesellschafter beschlossen. Eine weitere Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von € 14,0 Mio. wurde am 05. Juli 2023 beschlossen.

Angaben über die Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren während des abgelaufenen Geschäftsjahres die folgenden Herren bestellt:

Dr. Yusuke Tsuru, (Geschäftsführer bis 22.01.2023, Liquidator ab dem 23.01.2023) TOTO Germany GmbH i.L., Düsseldorf,

Hiromoto Harano, (Geschäftsführer bis 22.01.2023, Liquidator ab dem 23.01.2023) TOTO Germany GmbH i.L., Kitakyushu, Japan

Alle sind alleinvertretungsberechtigte Liquidatoren unserer Gesellschaft.

Auf die Angabe der Vergütung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Liquidatoren schlagen vor, den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 8.031 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bottrop, den 21. März 2024

TOTO Germany GmbH i.L.

Liquidatoren

Dr. Yusuke Tsuru

Hiromoto Harano

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 473.427,26 13.375,64 -27.090,00 0,00 459.712,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 258.713,69 0,00 0,00 0,00 258.713,69
732.140,95 13.375,64 (27.090,00) 0,00 718.426,59
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.055.224,11 0,00 0,00 0,00 4.055.224,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.841.261,96 94.557,40 -8.925,20 109.390,36 4.036.284,52
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 226.284,09 0,00 -109.390,36 116.893,73
7.896.486,07 320.841,49 (8.925,20) 0,00 8.208.402,36
III. Finanzanlagen
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 37.295,25 0,00 -6.031,67 0,00 31.263,58
8.665.922,27 334.217,13 (42.046,87) 0,00 8.958.092,53
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge Abgänge
außerplanmäßige Zugänge 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 457.376,26 12.412,84 -19.886,20 7.507,00 457.409,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 258.713,18 0,00 0,00 0,00 258.713,18
716.089,44 12.412,84 -19.886,20 7.507,00 716.123,08
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.541.465,16 193.838,00 0,00 3.623,95 3.738.927,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.602.077,91 120.030,36 -7.711,80 113.627,74 3.828.024,21
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.143.543,07 313.868,36 -7.711,80 117.251,69 7.566.951,32
III. Finanzanlagen
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.859.632,51 326.281,20 (27.598,00) 124.758,69 8.283.074,40
Restbuchwert 31.12.2022 Restbuchwert 31.12.2021
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 2.303,00 16.051,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,51 0,51
2.303,51 16.051,51
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 316.297,00 513.758,95
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.260,31 239.184,05
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 116.893,73 0,00
641.451,04 752.943,00
III. Finanzanlagen
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 31.263,58 37.295,25
675.018,13 806.289,76

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TOTO Germany GmbH i.L., Bottrop

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TOTO Germany GmbH i.L., Bottrop, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TOTO Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Liquidation der Gesellschaft und Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "Freiwillige Liquidation" des Anhangs und die Angaben im Abschnitt "II. Freiwillige Liquidation" des Lageberichts, welche den Beschluss zur Liquidation der Gesellschaft und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Gesellschaft zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der geordneten Liquidation, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Liquidation der Gesellschaft aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unsere Prüfungsurteile zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Liquidation der Gesellschaft nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 21. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Itsu Fujimura-Hendel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Miriam Köllner, Wirtschaftsprüferin

Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 und Ergebnisverwendung

Am 26. April 2024 hat die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 festgestellt. Es wurde beschlossen den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

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