Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 110588
Vorher
Besser Betreut GmbH
Eingetragen
23.11.2007
Branche
Vermittlungstätigkeiten für Heime und stationäre BetreuungErbringung von haushaltsbezogenen DienstleistungenVermittlungstätigkeiten für Erziehung und Unterricht
Gegenstand
Angebot einer Online-Plattform, über die Anbieter von Betreuungsdienstleistungen für Kinder, Senioren, Haustiere und für Heim und Haushalt an Betreuungssuchende vermittelt werden sowie alle weiteren damit im Zusammenhang stehenden Aktivitäten und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Marc Schuba
seit 6.6.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Care.com, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Care.com, Inc.
United States
38.981 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Care.com Europe GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

INHALTSVERZEICHNIS

I. PRÜFUNGSAUFTRAG

II. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN ZUR LAGE DES UNTERNEHMENS

III. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG

IV. FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

1. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

a) Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

b) Jahresabschluss

c) Lagebericht

2. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

V. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

ANLAGEN

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Bestätigungsvermerk

Rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche Verhältnisse

Rechtliche Verhältnisse

Wirtschaftliche Verhältnisse

Steuerliche Verhältnisse

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abkürzung Bedeutung
GmbHG Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
HGB Handelsgesetzbuch
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer

I. PRÜFUNGSAUFTRAG

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15. November 2023 wurden wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 bestellt. Dementsprechend wurden wir von der Geschäftsleitung beauftragt, den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der

 

CARE.COM EUROPE GMBH,

 

Berlin

 

(im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt),

in entsprechender Anwendung der §§ 317 ff HGB zu prüfen.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wie bereits zum 31.12.2022 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB und damit prüfungspflichtig. Der vorliegende Prüfungsbericht richtet sich ausschließlich an die Care.com Europe GmbH, Berlin.

Wir führten die Prüfung mit Unterbrechungen in den Monaten Februar bis April 2025 in unserem Büro durch.

Wir haben diesen Prüfungsbericht nach dem Prüfungsstandard 450 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V., Düsseldorf, erstellt. Auf eine Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie eine Aufgliederung und Erläuterung der Posten des Jahresabschlusses ist auftragsgemäß verzichtet worden.

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4 a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Für die Durchführung des Prüfungsauftrags und unsere Verantwortlichkeit sind - auch im Verhältnis zu Dritten - die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 maßgebend, die als Anlage V beigefügt sind.

II. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN ZUR LAGE DES UNTERNEHMENS

Die Geschäftsführung macht in Lagebericht und Jahresabschluss folgende wesentlichen Aussagen:

Das Welt-Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2024 voraussichtlich weiter um 3,2% wachsen (nach 3,3% im Vorjahr 2023) bzw. auf 109,5 Billionen USD nach 105,7 Billionen (2023) . Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist von 2022 auf 2023 um 5,8% nominal auf 4.186 Mrd. USD gestiegen.

Deutschland ist in einer Stagnation und europäisches Konjunkturschlusslicht. Deutschland leidet als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen und einer einsetzenden Deindustrialisierung zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Der Fachkräftemangel wird unverändert als Wachstumsbremse angesehen, wobei sich dieser Mangel entschärfen dürfte, wenn Deutschland entbürokratisiert wird und qualifizierte Zuwanderung erleichtert.

Care.com Europe GmbH agiert im Bereich Dienstleistungen bzw. Vermittlung von Dienstleistungen über eine Plattform. Die Umsätze im Dienstleistungsbereich haben sich im Jahr 2023 bezogen auf 2022 nur um 2,0% erhöht (nach 9,2% von 2021 auf 2022). Der Dienstleistungsbereich ist dennoch in einem insgesamt intakten Wachstumskorridor, kann sich aber nicht vollständig von den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und des Fachkräftemangels sowie des sich abschwächenden Welthandels abkoppeln.

Die Bilanzsumme ist erneut um T€ 5.502 oder 16,0 % gestiegen, hauptsächlich durch den Anstieg der Forderungen an Gesellschafter und Forderungen an verbundene Unternehmen. Dies spiegelte sich im Wesentlichen auf der Passivseite in einer Erhöhung des Eigenkapitals um € 1,1 Mio. wider. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen haben sich auf T€ 33.938 erhöht.

Saldiert beträgt die Intercompany-Position T€ 2.088 (Vorjahr: T€ 2.230) Forderung.

Die Umsatzerlöse haben sich im Vorjahresvergleich deutlich um rund 10% verringert. Die Kosten der bezogenen Leistungen wurden hier nur unterproportional um € 0,2 Mio. reduziert. Personal- und Verwaltungskosten sind dennoch erheblich gestiegen, so dass das Ergebnis vor Steuern mit rund € 1,3 Mio. (Vorjahr: rund € 2,8 Mio.) deutlich überproportional gesunken ist. Das zu versteuernde Einkommen hat sich um rund € 2,5 Mio. von 2022 auf 2023 verändert (davon rund € 1,2 Mio. Veränderungen durch Bewertungsergebnisse, die dem steuerlichen Ergebnis zu- bzw. abgerechnet werden mussten), so dass der Jahresüberschuss mit € 1,1 Mio. letztlich um € 0,7 Mio. geringer ausfiel als im Vorjahr.

Durch die Verbindung von spezifischem Dienstleistungsmarkt mit einer Vermarktung über eine Plattform ergeben sich durch die permanente und einfache Verfügbarkeit zusätzlich die einer Plattformlösung inhärenten Wachstumschancen. Die Gesellschaft profitiert durch die Plattformlösung noch dynamischer von einem insgesamt ohnehin wachsenden Markt. Die Muttergesellschaft ist darüber hinaus zwischenzeitlich weltgrößter Anbieter dieser Dienstleistungen. Damit besteht zu Mittbewerbern ein deutlicher Vorsprung bzw. die Markteintrittshürden sind weiterhin sehr hoch.

Die hochgerechneten, vorläufigen Zahlen lassen für das Jahr 2024 ein wieder deutlich gestiegenes Umsatzniveau auf € 16 Mio. erkennen, nachdem die Vorjahresplanung deutlich verfehlt wurde. Die Gesellschaft hat unverändert eine gute Ausgangsposition, um auch bei fortschreitender Konkurrenz der Dienstleistungsplattformen zu den Gewinnern dieser Entwicklung und des weiteren Wachstums dieses Marktes zu gehören.

Es besteht das grundsätzliche Risiko, dass durch gesetzliche Änderungen die Rahmenbedingungen wirtschaftlichen Handelns für Plattformen massiv verändert werden. Dies betrifft insbesondere Änderungen im Bereich des Datenschutzes und ggf. Aufzeichnungspflichten sowie notwendige Qualifikationsnachweise. Sich hier abzeichnende und eingetretene Änderungen werden untersucht und beobachtet. Dieses Risiko ist aber tendenziell eher ein Branchenrisiko als ein spezifisches und wird gemanagt.

Liquiditäts- und Kapitalengpässe werden im Unternehmen unverändert nicht gesehen. Die Ertragssituation ist durch die vertraglichen Rahmenbedingungen und die als nachhaltig zu bezeichnende Profitabilität stabil. Die Denkweise ist langfristig und strategisch ausgerichtet. Die Gesellschaft ist und war liquiditätsmäßig stets auf hervorragendem Niveau ausgestattet. Die weiterhin ausreichende Liquidität hat sich dennoch deutlich verringert.

Wir als Abschlussprüfer der Gesellschaft halten die Darstellung der Lage der Gesellschaft durch die Geschäftsführung für zutreffend.

III. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG

Gegenstand unserer Abschlussprüfung waren die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft.

Die Verantwortung für die Rechnungslegung und die uns gemachten Angaben trägt die Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, diese Unterlagen unter Einbeziehung der Buchführung und die gemachten Angaben im Rahmen unserer pflichtgemäßen Prüfung zu beurteilen.

Die Prüfung erfolgte nach den §§ 316 ff. HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer e.V ., Düsseldorf, festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Wir haben im Rahmen unserer Prüfung den risikoorientierten Prüfungsansatz angewandt, der internationalen Prüfungsstandards entspricht. Danach haben wir entsprechend den von uns bewerteten innewohnenden Risiken und den Stärken des Kontrollumfelds ein Risikoprofil für den Jahresabschluss erstellt. Dabei haben wir das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beurteilt.

Unter Berücksichtigung des Risikoprofils und der Ergebnisse unserer Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie der relativen Bedeutung der Jahresabschlusspositionen haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen (Plausibilitätsprüfungshandlungen und Einzelfallprüfungen) durchgeführt.

Dabei haben wir schwerpunktmäßig

- die Forderungen gegen Gesellschafter,

- die Forderungen gegen verbundene Unternehmen,

- die sonstigen Vermögensgegenstände,

- die Sonstigen Rückstellungen,

- die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter,

- die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen,

- die Umsatzerlöse und

- den Personalaufwand

geprüft.

Saldenbestätigungen bzw. -mitteilungen und Auskünfte von Dritten haben wir in Stichproben einholen lassen, insbesondere vom Kreditinstitut. Forderungen und Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen sind abgestimmt und wurden unter Berücksichtigung zeitlicher Buchungsunterschiede bestätigt. Verbindlichkeiten gegenüber Dritten wurden mit der Geschäftsleitung besprochen.

Die Durchführung von Einzelfallprüfungen erfolgte in Stichproben, deren Auswahl nach berufsüblichen Grundsätzen vorgenommen wurde.

Im Rahmen unserer Prüfung des Lageberichts waren unter Berücksichtigung des Unternehmensumfelds, der unternehmensinternen Erfolgsfaktoren, der internen Organisation und unserer Erkenntnisse, die wir während der Abschlussprüfung gewonnen haben, die Zuverlässigkeit der Datenerfassung und -aufbereitung für die Angaben im Lagebericht und die Plausibilität prognostischer und wertender Angaben im Lagebericht Gegenstand unserer Prüfungshandlungen.

Darüber hinaus haben wir uns davon überzeugt, dass durch die Form der Darstellung und die Wortwahl keine falsche Vorstellung von den Verhältnissen vermittelt wird.

Die gesetzlichen Vertreter erteilten alle verlangten Aufklärungen und Nachweise und bestätigten uns deren Vollständigkeit sowie die Vollständigkeit von Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht einer schriftlichen Erklärung.

IV. FESTSTELLUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR RECHNUNGSLEGUNG

1. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

a) Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Buchführung und Belegwesen entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Die Gesellschaft bucht fortlaufend mit dem amerikanischen Buchhaltungsprogramm "Workday". Die Daten aus dem Buchhaltungsprogramm "Workday" werden über eine Schnittstelle in das DATEV-System der Steuerberatungsgesellschaft RPI Röhm International GmbH, München, eingespielt. Daraus wird ein HGB-Jahresabschluss erstellt.

Die den weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen sind in Buchführung und Jahresabschluss ordnungsgemäß abgebildet.

b) Jahresabschluss

Der Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Er wurde mit Hilfe des DATEV-Systems erstellt, in welches die Zahlen aus der Workday-Buchhaltung übergeleitet und fortgeführt wurden.

Allerdings wurden die Aufstellungs-, Feststellungs- und Offenlegungsfristen nach § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB, § 42a Abs. 2 Satz 1 GmbHG und § 325 Abs. 1a HGB erheblich überschritten.

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden ordnungsgemäß aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet. Die für Kapitalgesellschaften geltenden Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften wurden beachtet.

Der Anhang enthält die vorgeschriebenen Angaben zu den einzelnen Posten von Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung und gibt die sonstigen Pflichtangaben richtig und vollständig wieder.

c) Lagebericht

Als mittelgroße Kapitalgesellschaft ist die Gesellschaft zur Erstellung eines Lageberichts verpflichtet.

Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 ist diesem Bericht als Anlage I beigefügt. Er steht im Einklang mit dem Jahresabschluss und den bei unserer Prüfung gewonnenen Erkenntnissen, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Unternehmens. Die wesentlichen Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt, und die nach § 289 Abs. 2 HGB gemachten Angaben sind vollständig und zutreffend.

2. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert, erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Wir haben bei unserer Prüfung festgestellt, dass Änderungen von Bewertungsgrundlagen einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten sowie sachverhaltsgestaltende Maßnahmen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nicht vorliegen.

Unsere Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt.

Auf die Erläuterung des Vermögens- und Kapitalaufbaus der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie auf die Darstellung der Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023 wird auftragsgemäß verzichtet.

V. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Care.com Europe GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr 2023 in der diesem Bericht als Anlage I (Lagebericht) und II (Jahresabschluss) beigefügten Fassung den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss der Care.com Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Care.com Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während der Prüfung feststellen."

Den vorstehenden Bericht haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen erstattet.

 

Oberhausen, den 22. April 2025

Dr. Schulte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Schulte, Wirtschaftsprüfer

ppa. Randau, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 zum 31.12.2023

Inhalt

I. Wirtschaftsbericht (Angaben zu Geschäftsverlauf und Lage)

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Juristische Struktur

3. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

4. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

5. Vermögenslage

6. Geschäftsverlauf und Ertragslage

7. Finanzlage

II. Prognosebericht

III. Risikobericht

IV. Forschungs - und Entwicklungsbericht

V. Niederlassungsbericht

I. Wirtschaftsbericht (Angaben zu Geschäftsverlauf und Lage)

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Care.com Europe GmbH ist die deutsche Vertretung der Care.com Inc., Austin (TX), USA, dem derzeit weltgrößten Plattformanbieter von häuslichen Betreuungsleistungen wie Haushaltspersonal für Seniorenpflege, Kinderbetreuung, Nachhilfe, Haustierpflege und Hauswirtschaft. Das wichtigste Vertical ist dabei die Kinderbetreuung. Zielsetzung des Unternehmens ist die einfache und zuverlässige Zusammenführung von Interessenten dieser Dienstleistungen und Anbietern. In Deutschland und Österreich wird dies unter den Plattformen www.betreut.de bzw. www.betreut.at angeboten. In den USA und den übrigen Märkten unter www.care.com.

Die Seite bringt dabei Nachfrager und Anbieter von solchen Dienstleistungen über ein Abonnementmodell zusammen, indem man die Kontaktdaten der Offerte nur als zahlendes Mitglied erhalten kann. Zudem bietet die Plattform einen Messaging-Service, über den diese Gruppen einfach und vorerst anonym untereinander kommunizieren. Care.com ist also eine Mischung aus einem sozialen Netzwerk und einem Kleinanzeigenportal.

Care.com profitiert dabei von Netzwerkeffekten, da Suchende und Anbieter immer auf der Plattform sein möchten, auf der die höchste Frequenz besteht und die den Markt zum größten Teil abbildet. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil, da es zu einer Sogwirkung auf beiden Seiten führt, für die Care.com kaum mit Marketing bezahlen muss.

Die Marke ist gut gewählt und auch bei Google signifikant positioniert. Care.com unterscheidet dabei im Betreuungsprozess, Pre Match, Match und Post Match und möchte auch vor und nach dem eigentlichen Matching weitere Dienstleistungen anbieten, wie beispielsweise myhomepay Services bei denen man direkt seine Nanny steuerlich abrechnen kann.

Zum Unternehmen gehören auch die deutschsprachigen Webseiten Betreut.de und Betreut.at sowie das Betreuungsangebot für Firmen Care for Business.

Das Geschäftsmodel ist als Abo-Modell attraktiv und wird in einigen Märkten durch ein Transaktionsmodell ergänzt. Die Marke ist sehr bekannt 1.

2. Juristische Struktur

Die berichtende Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag unverändert eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Care.com Inc., Austin (TX), USA. Die Muttergesellschaft ist Tochtergesellschaft der IAC Holding Inc., einem börsennotierten Unternehmen (NASDAQ:IAC).

1 Als Quelle für die Beschreibung wurden neben eigenem Wissen auch Analyseergebnisse der Haas Investresearch verwendet. Siehe https://www.investresearch.net/care-com-aktieanalyse/

3. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Welt-Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2024 voraussichtlich weiter um 3,2% wachsen (nach 3,3% im Vorjahr 2023) 2 bzw. auf 109,5 Billionen USD nach 105,7 Billionen (2023) 3.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist von 2022 auf 2023 zwar um 5,8% nominal auf 4.186 Mrd. USD gestiegen 4 , womit Deutschland das dritthöchste Bruttosozialprodukt der Erde nach den USA und China hat; das reale Bruttoinlandsprodukt ist jedoch im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 0,3% geschrumpft 5. Für 2024 wurde zunächst ein minimales 0,3% Wachstum erwartet; zwischenzeitlich wird von einer Schrumpfung von 0,2% ausgegangen 6. Deutschland ist in einer Stagnation und europäisches Konjunkturschlusslicht 7. Deutschland leidet als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen und einer einsetzenden Deindustrialisierung zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Da hilft es auch wenig, dass Deutschland, mittlerweile die drittgrößte Volkswirtschaft der Erde, Japan überholt hat, denn dieser Effekt geht ausschließlich darauf zurück, dass der Yen sich sehr deutlich gegenüber dem US-Dollar abgeschwächt hat und das japanische Bruttosozialprodukt in Yen damit zu US Dollar bewertet in etwa dem deutschen Bruttosozialprodukt, in US Dollar bewertet, entspricht 8.

Insgesamt scheint die Inflation sich auf dem Rückzug zu befinden. Zuletzt waren auch Effekte am Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Arbeitslosenquote stieg im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 von 5,3% auf 5,7% und beträgt aktuell bereits 6%9. Der Fachkräftemangel wird unverändert als Wachstumsbremse angesehen, wobei sich dieser Mangel entschärfen dürfte, wenn Deutschland entbürokratisiert und qualifizierte Zuwanderung erleichtert.

2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweitenbruttoinlandsprodukts/
3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159798/umfrage/entwicklung-des-bip-bruttoinlandsproduktweltweit/
4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seitdem-jahr-1991/
5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-imvergleich-zum-vorjahr/
6 de.statista.com/statistik/daten/studie/164923/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-indeutschland/#:~: text=Laut%20der%20Prognose%20der%20Bundesregierung%20wird
7 https://de.statista.com/infografik/23188/iwf-prognose-zur-veraenderung-des-realen-bip/
8 Deutschland wieder drittgrößte Volkswirtschaft der Welt: Warum das nur scheinbar ein Erfolg ist (rnd.de) 9 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/

4. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Care.com Europe GmbH agiert im Bereich Dienstleistungen bzw. Vermittlung von Dienstleistungen über eine Plattform. Der Dienstleistungssektor hat einen Anteil von 69,7% an der gesamten Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 10 und 69,3% im Jahr 2022 in Deutschland 11. Auf sonstige Dienstleistungen und Dienstleistungen im Gesundheits- und Sozialwesen entfällt ein Anteil von unverändert 16% (2022 und 2023) 12 aus diesen 69,7%. Care.com Europe GmbH ist jedoch europaweit präsent, so dass der potenzielle Gesamtmarkt noch deutlich größer ist.

Die Umsätze im Dienstleistungsbereich haben sich im Jahr 2023 bezogen auf 2022 nur um 2,0% erhöht 13 (nach 9,2% von 2021 auf 2022 14 ). Der Dienstleistungsbereich ist dennoch in einem insgesamt intakten Wachstumskorridor, kann sich aber nicht vollständig von den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine Kriegs und des Fachkräftemangels sowie des sich abschwächenden Welthandels abkoppeln. Das grundsätzlich gegebene, weitere Wachstumspotential des Dienstleistungsmarktes muss immer vor diesem Hintergrund gesehen werden.

10 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36846/umfrage/anteil-der-wirtschaftsbereiche-ambruttoinlandsprodukt/
11 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36846/umfrage/anteil-der-wirtschaftsbereiche-ambruttoinlandsprodukt/
12 https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Infografiken/Alt/dienstleistungen-anteil-an-bruttowertschoepfung-imdienstleistungssektor.html
13 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/03/PD24_085_474.htm www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/03/PD24_085_474.htm
14 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_085_474.html

5. Vermögenslage

Die aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 abgeleitete Darstellung der Vermögenslage der Gesellschaft lässt sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag folgendermaßen darstellen:

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022
TEUR % TEUR %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 2,0 0,0 2,0 0,0%
Sachanlagen 92,7 0,2 64,0 0,2%
Vorräte 0,0 0,0 0,0 0,0%
Forderungen inkl. verb. Unt. 13.343,2 33,5 10.327,1 30,0%
Forderungen an Gesellschafter 22.687,2 56,9 19.848,1 57,7%
Sonstige Vermögensgegenstände 1.419,5 3,6 920,8 2,7%
Flüssige Mittel/Wertpapiere 2.212,5 5,5 3.022,5 8,8%
Rechnungsabgrenzungsposten 129,4 0,3 199,8 0,6%
Nicht gedeckter EK-Fehlbetrag 0,0 0,0 0,0 0,0%
Summe Aktiva 39.886,5 100,0 34.384,3 100,0%
Änderung ggü. d. Vorjahr in
TEUR %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 0,0 0,0
Sachanlagen 28,7 44,8
Vorräte 0,0 -
Forderungen inkl. verb. Unt. 3.016,1 29,2
Forderungen an Gesellschafter 2.839,1 14,3
Sonstige Vermögensgegenstände 498,7 54,2
Flüssige Mittel/Wertpapiere -810,0 -26,8
Rechnungsabgrenzungsposten -70,4 -35,2
Nicht gedeckter EK-Fehlbetrag 0,0 -
Summe Aktiva 5.502,2 16,0%
PASSIVA Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022
TEUR % TEUR
Eigenkapital 3.922,5 9,8% 2.856,3 8,3%
Rückstellungen 1.144,9 2,9% 2.140,4 6,2%
Lieferantenverbindlichkeiten 62,5 0,2% 562,9 1,6%
Verb. Gg. Verbundene Untern. 6.507,3 16,3% 2.481,0 7,2%
Verb. ggü. Gesellschafter 27.430,8 68,8% 25.464,4 74,1%
Sonstige Verbindlichkeiten 207,5 0,5% 217,9 0,6%
Rechnungsabgrenzungsposten 611,0 1,5% 661,4 1,9%
Summe Passiva 39.886,5 100,0% 34.384,3 100,0%
PASSIVA Änderung ggü. d. Vorjahr in
TEUR %
Eigenkapital 1.066,2 37,3%
Rückstellungen -995,5 -46,5%
Lieferantenverbindlichkeiten -500,4 -88,9%
Verb. Gg. Verbundene Untern. 4.026,3 162,3%
Verb. ggü. Gesellschafter 1.966,4 7,7%
Sonstige Verbindlichkeiten -10,4 -4,8%
Rechnungsabgrenzungsposten -50,4 -7,6%
Summe Passiva 5.502,2 16,0%

Die Bilanzsumme ist erneut um 5.502 T EUR oder 16,0 % gestiegen. Dies hauptsächlich durch den Anstieg der Forderungen an Gesellschafter und Forderungen an verbundene Unternehmen. Dies spiegelte sich im Wesentlichen auf der Passivseite in einer Erhöhung des Eigenkapitals um 1,1 Mio. EUR wider. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen haben sich auf 33.9385 T EUR erhöht. Saldiert beträgt die Intercompany-Position 2.088 T EUR (Vorjahr: 2.230 T EUR) Forderung.

6. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Gewinn-und Verlustrechnung 01.01. bis 31.12.2023 01.01. bis 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 14.958,0 100,0% 16.601,6 100,0%
Bestandsveränderungen 0,0 0,0% 0,0 0,0%
sonst.betriebl.Erträge 540,3 3,6% 30,5 0,2%
Bezogene Leistungen 817,2 5,5% 982,0 5,9%
Personalaufwand 5.526,4 36,9% 5.237,9 31,6%
Abschreibungen 36,9 0,2% 29,2 0,2%
sonst.betriebl.Aufwand 7.825,6 52,3% 7.546,6 45,5%
Finanzergebnis 5,4 0,0% -8,2 0,0%
EE-Steuern 231,3 1,5% 1.045,6 6,3%
Jahresergebnis 1.066,3 1.782,6
Gewinn-und Verlustrechnung Änderung ggü. d. Vorjahr in
TEUR %
Umsatzerlöse -1.643,6 -9,9
Bestandsveränderungen 0,0 0,0
sonst.betriebl.Erträge 509,8 1.671,5
Bezogene Leistungen -164,8 -16,8
Personalaufwand 288,5 5,5
Abschreibungen 7,7 26,4
sonst.betriebl.Aufwand 279,0 3,7
Finanzergebnis 13,6 -165,9
EE-Steuern -814,3 -77,9
Jahresergebnis -716,3 -40,2

Die Umsatzerlöse haben sich im Vorjahresvergleich deutlich um rund 10% verringert. Die Kosten der bezogenen Leistungen wurden hier nur unterproportional um 0,2 Mio reduziert. Personal- und Verwaltungskosten sind dennoch erheblich gestiegen, so dass das Ergebnis vor Steuern mit rund 1,3 Mio. EUR (Vorjahr rund 2,8 Mio. EUR) deutlich überproportional gesunken ist. Das zu versteuernde Einkommen hat sich um rund 2,5 Mio. von 2022 auf 2023 verändert (davon rund 1,2 Mio. Veränderungen durch Bewertungsergebnisse, die dem steuerlichen Ergebnis zu- bzw. abgerechnet werden mussten), so dass der Jahresüberschuss mit 1,1 Mio. EUR letztlich um 0,7 Mio. EUR geringer ausfiel als im Vorjahr.

7. Finanzlage

Die Finanzlage lässt sich anhand folgendem, indirekten Cash-Flow-Schema darstellen:

Position 2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
Periodenergebnis 1.066.261,97 1.782.587,79
+ Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 36.924,30 29.201,00
+ Zunahme der Rückstellungen 190.972,41 -203.358,04
- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.547,00 -26.675,75
+ Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.368.683,92 -12.244.731,63
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 500.432,74 -76.205,69
-Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.113.820,32 -1.645.572,41
- Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0,00 2.313,07
+ Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1.018,07 0,00
Ertragsteuerertrag 0,00 14.197,34
+ Ertragsteueraufwand 231.346,20 1.059.752,55
Ertragsteueraufwand/-ertrag -231.346,20 -1.045.555,21
Korrektur um nicht zahlungswirksame Vorgänge -1.757.731,99 689.368,83
+/- Ertragsteuerzahlungen -1.989.078,19 -356.186,38
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -2.709.671,38 -8.200.791,27
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,00 2.430,55
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 66.662,97 45.604,76
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -66.662,97 -43.174,21
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 19.581.236,36 20.434.552,97
Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 17.614.868,61 14.162.075,46
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.966.367,75 6.272.477,51
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) -809.966,60 -1.971.487,97
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.022.486,27 4.993.974,24
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.212.519,67 3.022.486,27

II. Prognosebericht

Wie die Zahlen im branchenspezifischen Teil des Lageberichts belegen, sind die Aussichten für weiteres Wachstum im Dienstleistungsmarkt Deutschland - und Europaweit noch relativ günstig wenngleich durch den Ukrainekrieg und die eingeleitete Rezession sehr viele Fragezeichen für die kurzfristige Entwicklung zu setzen sind. Dennoch wird sich langfristig nach unserer Einschätzung das Wachstum im Dienstleistungsbereich fortsetzen.

Durch die Verbindung von spezifischem Dienstleistungsmarkt mit einer Vermarktung über eine Plattform ergeben sich durch die permanente und einfache Verfügbarkeit zusätzlich die einer Plattformlösung inhärenten Wachstumschancen. Die Gesellschaft profitiert durch die Plattformlösung noch dynamischer von einem insgesamt ohnehin wachsenden Markt. Die Muttergesellschaft ist darüber hinaus zwischenzeitlich weltgrößter Anbieter dieser Dienstleistungen. Damit besteht zu Mittbewerbern ein deutlicher Vorsprung bzw. die Markteintrittshürden sind weiterhin sehr hoch.

Die hochgerechneten, vorläufigen Zahlen lassen für das Jahr 2024 ein wieder deutlich gestiegenes Umsatzniveau auf 16 Mio. EUR erkennen, nachdem die Vorjahresplanung deutlich verfehlt wurde. Die Gesellschaft hat unverändert eine gute Ausgangsposition, um auch bei fortschreitender Konkurrenz der Dienstleistungsplattformen zu den Gewinnern dieser Entwicklung und des weiteren Wachstums dieses Marktes zu gehören.

Mitbewerber sind hauptsächlich:

yoopies.com

helpling.com

Rover.com

Lemonfrog.ch

Mit diesen Mitbewerbern gibt es Überschneidungen; das Angebot der Care.com ist aber wesentlich umfassender und sie gilt weltweit als umsatzstärkste Plattform für Betreuungsleistungen. Daher ist das nicht exakt vergleichbar. Genaue Auswertungen nach Betreuungssegment liegen im Markt nicht vor. Die Wettbewerber werden aber beobachtet.

III. Risikobericht

Die Gesellschaft hat durch die Streuung über viele kleine Kunden verschiedener Einkommensschichten und aus verschiedenen Ländern ein geringes Kundenrisiko. Fremdwährungsrisiken bestehen, mit Ausnahme der Intercompany-Geschäftsbeziehung nicht. Durch die hohe Anzahl an in- und ausländischen Kunden besteht stets das inhärente Risiko eines Zahlungsausfalls. Durch die Bezahlung im Voraus sind diese Risiken jedoch ausreichend abgemildert. In der Vergangenheit haben sich diese Risiken als gering herausgestellt und die gebildeten Risikovorsorgen waren, soweit überhaupt erforderlich, mehr als ausreichend.

Transaktionen in Fremdwährungen (Intercompany) werden skontriert dargestellt. Das bedeutet, dass auf dem Intercompany Konto Positionen in verschiedenen Währungen dargestellt werden. Die hieraus entstehenden Kursrisiken sind nicht abgesichert. Es handelt sich um CHF und USD-Risiken.

Es besteht stets das grundsätzliche Risiko, dass durch gesetzliche Änderungen die Rahmenbedingungen wirtschaftlichen Handelns für Plattformen massiv verändert werden. Dies betrifft insbesondere Änderungen im Bereich des Datenschutzes und ggf. Aufzeichnungspflichten sowie notwendigen Qualifikationsnachweisen. Sich hier abzeichnende und eingetretene Änderungen werden untersucht und beobachtet. Dieses Risiko ist aber tendenziell eher ein Branchenrisiko als ein spezifisches und wird gemanagt.

Grundsätzlich besteht ein nicht einschätzbares Risiko einer wirtschaftlich nachteiligen Entwicklung durch das Auseinanderbrechen globaler Lieferketten und Verknappung von Gütern und Rohstoffen durch den Ukraine Krieg, die leichte Rezessionstendenz in Deutschland bei hoher Inflation und die Problematik der sich emanzipierenden BRICS- Staaten, die sich unter Führung Chinas in eine globale Führungsposition bewegen wollen. Die Auswirkungen aus all dem sind nicht zuverlässig prognostizierbar und stellt die Risikoklasse "höhere Gewalt" und "globale Umwälzungen" dar.

Liquiditäts- und Kapitalengpässe sehen wir in unserem Unternehmen unverändert nicht. Die Ertragssituation ist durch die vertraglichen Rahmenbedingungen und die als nachhaltig zu bezeichnende Profitabilität stabil. Unsere Denkweise ist langfristig und strategisch ausgerichtet. Die Gesellschaft ist und war liquiditätsmäßig stets auf hervorragendem Niveau ausgestattet. Die ohnehin ausreichende Liquidität hat sich dennoch deutlich verringert.

Nicht unerhebliche, nicht abschätzbare Risiken bestehen durch die sich abzeichnende, leichte Rezession und den Ukrainekieg.

IV. Forschungs - und Entwicklungsbericht

Es gibt keine Forschungs - und Entwicklungsaktivitäten auf der Ebene der berichtenden Gesellschaft.

V. Niederlassungsbericht

Die berichtende Gesellschaft unterhält keine Niederlassungen.

 

Berlin, den 1. November 2024

Care.com Europe GmbH

Geschäftsführung

BILANZ

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.950,42 2
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.689,67 94.640,09 64 66
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.629,50 2
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.339.679,91 10.325
3. Forderungen gegen Gesellschafter 22.687.219,15 19.848
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.419.468,58 37.449.997,14 921 31.096
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.212.519,67 3.022
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 129.361,47 200
39.886.518,37 34.384

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 38.981,00 39
II. Kapitalrücklage 1.230.952,64 1.231
III. Gewinn-/Verlustvortrag 1.586.353,87 -196
IV. Jahresüberschuss 1.066.261,97 3.922.549,48 1.783 2.857
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 225.977,01 1.412
2. Sonstige Rückstellungen 918.954,82 1.144.931,83 728 2.140
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 62.494,02 563
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 62.494,02, Vorjahr € 562.926,76
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.507.304,50 2.481
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 6.507.304,50, Vorjahr € 2.480.989,14
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 27.430.756,22 25.464
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 27.430.756,22, Vorjahr € 25.464.388,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 207.472,18 218
- davon aus Steuern € 191.337,32, Vorjahr € 202.325,07
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 207.472,18, Vorjahr € 217.929,43 34.208.026,92 28.726
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 611.010,14 661
39.886.518,37 34.384

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
T€
1. Umsatzerlöse 14.958.024,70 16.602
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 0,00 0
3. Gesamtleistung 14.958.024,70 16.602
4. Sonstige betriebliche Erträge 540.355,17 31
(davon aus Währungsumrechnung € 539.180,17; Vorjahr: € 0)
5. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 817.202,14 982
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.727.884,04 4.463
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 798.529,73 5.526.413,77 775 5.238
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 36.924,30 29
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.825.608,07 7.547
(davon aus Währungsumrechnung € 0,00; Vorjahr: € 711.665,22) 9. Zinsen und ähnliche Erträge 5.376,58 1
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 9
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 231.346,20 1.046
12. Jahresüberschuss 1.066.261,97 1.783

Anhang

A. Allgemeine Angaben

1. Firma, Sitz und Registerstand

Die Care.com Europe GmbH, Berlin, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist prüfungspflichtig gem. §§ 316 Abs. 1, 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist unter der Nummer 110588 im Handelsregister B beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen werden hierbei in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

3. Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen

Die Zahlen sind mit dem Vorjahr vergleichbar. Es wurden keine Änderungen in der Darstellung vorgenommen.

4. Angabe zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften vorgenommen.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit dem Nennwert angesetzt. Es sind Mietkautionsforderungen enthalten.

Die flüssigen Mittel enthalten Geldbestände auf Bankkonten.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten transitorische Posten, die im Folgejahr zu Aufwand führen. Die Bewertung erfolgte mit dem anteiligen, nominalen Zahlungsbetrag.

Das gezeichnet Kapital wurde zum Nennwert passiviert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und diese mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem eingehenden Betrag angesetzt. Soweit der Wert am Bilanzstichtag bei Forderungen wesentlich darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, wurden die niedrigeren bzw. höheren Werte angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

B. Angaben

Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB):

Anlagenspiegel 31.12.2023

200 Care.com Europe GmbH

31.12.2022 31.12.2023
Category Beginning Period Additions Disposals/Removals Adjustments Ending Balance
Office Equipment 3.644,48 € - € - € 3.644,48 €
Office Furniture 182.958,48 € 15.415.66 € (45.335.81) € (498,11) € 152.540,22 €
Leasehold Improvement 103.396,74 € - € (103.396.74) € - €
Technology Hardware 406.131,60 € 52.265,38 € (235.474,64) € (519.96) € 222.402,38 €
Technology Software 7.450,42 € - € - € 7.450,42 €
Total Fixed Assets, Gross 703.581,72 € 67.681,04 € (384.207,19) € (1.018,07) € 386.037,50 €
Office Equipment (3.644,48) € - € - € (3.644,48) €
Office Furniture (162.985.81) € (5.047.61) € 44.837,70 € (123.195.72) €
Leasehold Improvement (102.995,21) € (401,53) € 103.396,74 € - €
Technology Hardware (362.536,73) € (31.475.16) € 234.954,68 € (159.057,21) €
Technology Software (5.500.00) € - € - € (5.500.00) €
Total Accumulated Amortization (637.662,23) € (36.924,30) € 383.189,12 € - € (291.397,41) €
Office Equipment - € - €
Office Furniture 19.972,67 € 10.368,05 € (498.11) € (498,11) € 29.344,50 €
Leasehold Improvement 401,53 € (401.53) € - € - € - €
Technology Hardware 43.594,87 € 20.790,22 € (519,96) € (519.96) € 63.345,17 €
Technology Software 1.950,42 € - € - € - € 1.950,42 €
Net book value 65.919,49 € 30.756,74 € (1.018,07) € (1.018,07) € 94.640,09 €

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagevermögen zu entnehmen.

Verpflichtungen gem. § 249 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. Art. 28 EGHGB:

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 595.558,70 (Vorjahr: € 562.474,28).

Der Betrag der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 13.339.679,91 (Vorjahr: € 10.325.055,28).

Die übrigen Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§42 Abs. 3 GmbHG / § 264c HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Forderungen und Verbindlichkeiten :

Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Restlfzt. bis 1 Jahr € Restlfzt. 1-5 Jahre € Gesamt € Vorjahr gesamt €
22.687.219,15 0,00 22.687.219,15 19.848.137,04

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Restlfzt. bis 1 Jahr € Restlfzt. 1-5 Jahre € Gesamt € Vorjahr gesamt €
27.430.756,22 0,00 27.430.756,22 25.464.388,47

Die Forderungen und Verbindlichkeiten betreffen laufende Leistungsverrechnungen.

Aktivierte Disagio Beträge

In die Rechnungsabgrenzungsposten wurde kein Disagio Betrag eingestellt.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Stand und Entwicklungen der Rückstellungen (in EURO):

sonstige Rückstellungen 31.12.2022 Verbrauch /Auflösung Zuführung 31.12.2023
Rückstellungen für Boni 129.610,16 129.610,16 171.029,88 171.029,88
Rückstellungen für ausst. Urlaub 69.812,93 69.812,93 73.115,02 73.115,02
Rückstellung Abfindung 15.769,23 15.769,23 98.250,16 98.250,16
Sonstige Rückstellungen 57.177,22 39.021,81 58.976,31 77.131,72
Sonstige Rückstellungen Preparation 100.000,00 100.000,00 37.250,02 37.250,02
Rückstellung Marketing 265.769,09 265.769,09 380.133,12 380.133,12
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 66.000,00 22.000,00 21.999,99 65.999,99
Rückstellung Rückzahlungsverpflichtungen 23.843,78 7.798,87 0,00 16.044,91
727.982,41 649.782,09 840.754,50 918.954,82

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HBG

Verbindlichkeiten bzw. Haftungsverhältnisse im Sinne dieser Vorschrift bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing und Wartungsverträgen betragen

Laufzeit Betrag Betrag
T€ 2023 T€ 2022
Bis 1 Jahr 174 29
1 bis 5 Jahre 244 0
über 5 Jahre 0 0
Gesamt 418 29

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl 2023 Anzahl 2022
Arbeiter 0 0
Angestellte 71 74
Davon: Geschäftsführer (Lohnbezug in Deutschland) 1 1
Davon: vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 50 54
Davon:teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 20 20
Summe Beschäftigte 71 74

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die im Handelsregister eingetragen Geschäftsführer geführt.

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Gesamtleitung hatten im Berichtsjahr die nachfolgenden Personen lt. Handelsregisterauszug:

Geschäftsführer zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses und des Anhangs: Dirk Kasten, Berlin

Konzernzugehörigkeit

Die Care.Com Europe GmbH wurde in den Konzernabschluss der Care.Com, Inc ,. Austin TX, USA einbezogen. Dies ist der kleinste Kreis der konzernabschlussverpflichteten Gesellschaften. Der größte Kreis der konzernabschluss-verpflichteten Gesellschaften ist die Obergesellschaft IAC InterActive Corp, eine in den USA börsennotierte Gesellschaft (NASDAQ: IAC). Diese hat sämtliche Aktien der Care.com Gruppe am 11. Februar 2020 erworben und die care.com Inc. von der Börse genommen.

Der offen gelegte Konzernabschluss sowie die Quartalsabschlüsse sind in den USA erhältlich.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahrs sind nicht eingetreten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 14. November 2024

Care.com Europe GmbH Berlin

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss der Care.com Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Care.com Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während der Prüfung feststellen.

 

Oberhausen, den 22. April 2025

Dr. Schulte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Schulte, Wirtschaftsprüfer

ppa. Randau, Wirtschaftsprüfer

RECHTLICHE, WIRTSCHAFTLICHE UND STEUERLICHE VERHÄLTNISSE

RECHTLICHE VERHÄLTNISSE

I. Rechtsform, Handelsregistereintragung, Gesellschaftsvertrag

Die Gesellschaft wird in der Rechtsform der GmbH betrieben.

Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nr. HRB 110588 B eingetragen.

Zum 31.12.2023 gilt der Gesellschaftsvertrag vom 26. Juni 2007, zuletzt geändert durch Beschluss vom 6. August 2014.

II. Firma, Sitz und Gegenstand des Unternehmens, Dauer und Geschäftsjahr der Gesellschaft

Die Firma lautet:

Care.com Europe GmbH

Sitz der Gesellschaft ist Berlin, Rotherstraße 17.

Gegenstand des Unternehmens ist das Angebot einer Online-Plattform, über die Anbieter von Betreuungsdienstleistungen für Kinder, Senioren, Haustiere und für Heim und Haushalt an Betreuungssuchende vermittelt werden sowie alle weiteren damit im Zusammenhang stehenden Aktivitäten und Dienstleistungen.

Die Gesellschaft ist auf unbestimmte Zeit errichtet.

Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres.

III. Gesellschaftskapital und Gesellschafter

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 38.981,00.

Alleiniger Gesellschafter der Care.com Europe GmbH war im Geschäftsjahr 2023 die Care.com Inc., Austin, Texas / USA.

IV. Geschäftsführung und Vertretung

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft ist bestellt:

 

Herr Dirk Kasten, Berlin.

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Bestimmungen des § 181 BGB befreit. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit seinem Prokuristen vertreten.

Im Geschäftsjahr 2023 bestanden zwei Prokuren.

V. Aufsichtsrat

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023 weder einen Aufsichtsrat noch einen Beirat.

WIRTSCHAFTLICHE VERHÄLTNISSE

1. Grundlagen

Seit der Gründung im September 2007 hat es sich Care.com zur Aufgabe gemacht, sich der komplexen Betreuungsbedürfnisse von Familien, Betreuern, Arbeitgebern und Pflegediensten anzunehmen und diese zu lösen.

Über Care.com können Familien über die Online-Plattform mit Betreuungsanbietern in Kontakt treten, sei es für Kinder, pflegebedürftige Angehörige, Haustiere oder für Haus und Garten. Hilfreiche Tools und Informationen ermöglichen es den Mitgliedern, sichere und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Seit August 2012 ist die Care.com Europe GmbH, Berlin, ein Tochterunternehmen von Care.com Inc., Austin, Texas / USA.

Care.com wird heute in weiten Teilen Europas durch die Care.com Europe GmbH, Berlin, vertreten. Care.com ist in über 20 Ländern weltweit tätig und bietet in Deutschland seinen Service der Kinder-, Tier- und Seniorenbetreuung sowie Nachhilfe und Haushaltshilfen auf Betreut.de an.

2. Vereinbarung mit der Gesellschafterin

Die vertraglichen Rahmenbedingungen mit der Muttergesellschaft sind durch den Abschluss einer Lizenzvereinbarung ("Intercompany License Agreement" vom 1. Januar 2013) sowie eine Dienstleistungsvereinbarung ("Intercompany Services Agreement" vom 1. Januar 2013) gekennzeichnet.

3. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte in 2023 durchschnittlich 71 (Vorjahr: 74) Mitarbeiter, darunter einen Geschäftsführer.

STEUERLICHE VERHÄLTNISSE

Die Gesellschaft wird beim Finanzamt Berlin für Körperschaften II unter der Steuer-Nummer 27/249/50219 geführt.

Steuerveranlagungen sind für die Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2021 erfolgt. Die Steuerveranlagungen stehen unter dem Vorbehalt der Nachprüfung.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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