AstraZeneca Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Aljona Specht seit 29.8.2025 | Prokura |
Wilhelm Golubich seit 19.5.2025 | Prokura |
Bastian-Stefan Sauer-Odendahl seit 7.11.2024 | Prokura |
Niko Alexander Dr. med. Andre seit 23.7.2024 | Prokura |
Nicolai Bederski seit 12.9.2023 | Prokura |
Lars Dr. Mühlenhoff seit 12.9.2023 | Prokura |
Maher Dr. Najjar seit 18.7.2022 | Prokura |
Michael Dr. Seewald seit 29.4.2022 | Prokura |
Alexandra Bishop seit 29.4.2022 | Geschäftsführer |
Dorothee Dr. Schoreit seit 29.4.2022 | Prokura |
Mijo Juric seit 29.4.2022 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AstraZeneca GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. GrundlagenGeschäftstätigkeit Die AstraZeneca Gruppe erforscht, entwickelt und vertreibt weltweit erfolgreich innovative Arzneimittel, die Patienten eine wirksame und sichere Behandlung ihrer Krankheit ermöglichen und dabei das Ziel haben, das Leben der Patienten zu verbessern. Die AstraZeneca Gruppe gehört international zu den führenden, forschenden Pharmaunternehmen weltweit. Die AstraZeneca GmbH ist ein auf Vertrieb spezialisiertes Tochterunternehmen der AstraZeneca Gruppe. Die AstraZeneca GmbH vertreibt vornehmlich verschreibungspflichtige Arzneimittel in den Indikationsgebieten Atemwege, Herz-Kreislauf und Stoffwechselerkrankungen und Onkologie für den deutschen Markt. Forschung und Entwicklung Die Grundlagenforschung im Konzern erfolgt überwiegend in Großbritannien, Schweden, den Vereinigten Staaten von Amerika und zunehmend auch in China und Japan. In Deutschland werden klinische Studien in den jeweiligen Indikationsbereichen durchgeführt. In Zusammenarbeit mit Universitätskliniken, Schwerpunktkrankenhäusern, zertifizierten Prüfinstituten und Fachgesellschaften tragen die hieraus gewonnenen Ergebnisse zur möglichen Zulassung neuer Medikamente bei. Die Prüfungsergebnisse erlauben, mit Fach- und praktischen Ärzten die Wirksamkeit und potenziellen Nebenwirkungen zu kontrollieren, in sogenannten Real-Life-Studien, und Anwendungsbeobachtungen zu dokumentieren und zu publizieren. II. WirtschaftsberichtBranchenbezogene Rahmenbedingungen Der Pharmamarkt unterliegt seinen eigenen Herausforderungen unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die gesundheitspolitischen Interventionen der letzten Jahre, der Trend der Standardisierung von Therapien und der insgesamte Kostendruck innerhalb des Gesundheitssystems resultieren in einer Förderung des Wettbewerbs zwischen den in Deutschland ansässigen Pharmaunternehmen. Die Konzerne sind bestrebt, ihr Portfolio zu bereinigen, sich fokussierter aufzustellen und die Attraktivität für Investoren zu erhöhen. Gleichzeitig stehen alle unter einem hohen Innovationsdruck. Die AstraZeneca Gruppe hat im aktuellen Geschäftsjahr ihre bedeutende Stellung im weltweiten Pharmamarkt aufrechterhalten und positioniert sich im deutschen Marktumfeld in ihren Kerntherapiegebieten unter den führenden Pharmaunternehmen. Im Geschäftsjahr 2023 zeigte sich die Entwicklung des deutschen Pharma-Gesamtmarktes insgesamt anhaltend positiv. Der deutsche Pharmamarkt ist auch im Jahr 2023 weiterhin einem starken Regulierungsdruck seitens des Gesetzgebers ausgesetzt, welcher diverse Instrumente zur Kostendämpfung in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung nutzt. Hierzu zählen die etablierten Maßnahmen wie der Herstellerrabatt auf patentgeschützte, nicht generikafähige Produkte sowie Erstattungshöchstgrenzen (Festbeträge). Eine entscheidende Rolle spielen die zentralen Preisverhandlungen im Anschluss an eine Nutzenbewertung (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG)) sowie zunehmend individuell verhandelte Rabattverträge zwischen Original- und Generikaherstellern und den gesetzlichen Krankenversicherungen. Das Preis-Moratorium wurde verlängert. Damit bleiben die Preise für betroffene Produkte bis zum 31. Dezember 2026 auf dem Niveau vom 1. August 2010 eingefroren. Seit 2018 sind jedoch Preiserhöhungen zum Inflationsausgleich ermöglicht. Die zunehmende Regulierung im deutschen Pharmamarkt führt zu einem sich immer weiter verstärkenden Preisdruck, zumal die gesetzlichen Krankenversicherungen zusätzlich regionale Maßnahmen etablieren, die das Verschreibungsvolumen für patentgeschützte Medikamente begrenzen beziehungsweise zu reduzieren sollen. Die zunehmende Zahl von Generika für nicht mehr patentgeschützte Produkte erhöht den Wettbewerbsdruck zusätzlich. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 erhöhen sich im Vorjahresvergleich um € 201,1 Mio. (14,2%) auf € 1.617,7 Mio. Haupttreiber waren die deutlich gesteigerten Umsätze des Bereichs Onkologie, die um 15,6% gestiegen sind, sowie die Umsätze im Bereich Herz-Kreislauf-, Nieren und Stoffwechselerkrankungen, die um 16,7% gestiegen sind. Im Bereich der Fokusprodukte wurde weiterhin ein Wachstum auf den Kernprodukten Forxiga, Tagrisso, Imfinzi und Calquence erzielt. Der Umsatz im Bereich Atemwegserkrankungen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das Produkt Tezepelumab, eine weitere Therapieoption bei schwerem Asthma, konnte einen sehr erfolgreichen Launch in 2023 verzeichnen und ist maßgeblich am Umsatzwachstum zum Vorjahr beteiligt. Auch die Produkte Saphnelo & Trixeo konnten einen Umsatzwachstum verzeichnen. Ein Umsatzrückgang ist bei Fasenra ersichtlich, das Volumenwachstum konnte die Erhöhung des Zwangsrabatts nicht kompensieren. Durch einen allgemeinen Rückgang des Marktes im ICS/LABA Bereich wird für 2024 weiterhin ein Umsatzrückgang für Symbicort erwartet. Der Geschäftsbereich CVRM (Herz-Kreislauf-, Renale und Stoffwechselerkrankungen) erzielte einen steigenden Umsatz. Die im ersten Quartal eingeführte Zulassungserweiterung für die Indikation über das gesamte Spektrum der Herzinsuffizienz beschleunigte weiter das Wachstum bei Forxiga. Das im April 2021 eingeführte Produkt Lokelma zur Behandlung der Hyperkaliämie gewann im Jahr 2023 weiter an Marktanteil. Gleichermaßen etablierte sich auch das Präparat Ondexxya - ein Medikament zur Aufhebung der Antikogulation - im ersten vollen Umsatzjahr für AstraZeneca, nach Übernahme von Alexion im Jahr 2022. Auch im Jahr 2023 setzte der Geschäftsbereich Onkologie seine sehr positive Umsatzentwicklung fort. Diese wurde maßgeblich durch das Wachstum von Imfinzi, Enhertu und Calquence getrieben. Imfinzi konnte seine sehr positive Entwicklung durch die Zulassung zur Therapie des Gallengangkarzinom und des Leberzellkarzinom fortsetzen. Das mit dem Kooperationspartner Daiichi-Sankyo vertriebene Enhertu setzte seine positive Entwicklung zur Behandlung von HER2+ metastasiertem Brustkrebs fort und erhielt die Zulassung zur Therapie des HER2 low metastasierten Brustkrebs. Auch Calquence setzte in der Behandlung der Chronisch Lymphatischen Leukämie seine positive Umsatzentwicklung fort. Des Weiteren festigte Tagrisso seine Rolle als etablierter Therapiestandard. Lynparza wurde in Kombination mit Abirateron in 2023 für die Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms in den deutschen Markt eingeführt und konnte die Marktanteile in bereits zugelassenen Indikationen steigern. Der Geschäftsbereich V&I (Impfstoffe und Immuntherapien) verzeichnete in 2023 das zweite Jahr seit seiner Gründung. Synagis, ein etablierter monoklonaler Antikörper für die RSV-Prophylaxe bei Frühgeborenen, erfüllte mit weiterhin guten Umsätzen die Erwartungen. Das im Vorjahr gelaunchte Produkt Evusheld, ein monoklonaler Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus, erzielte rückläufige Umsätze, da sich die Varianten schnell veränderten und die Einsatzmöglichkeiten von Evusheld reduzierten. Das neue Produkt Beyfortus, ebenfalls ein monoklonaler Antikörper für die RSV-Prophylaxe bei Neugeborenen und Säuglingen, wurde im September 2023 gelauncht und im November startete die Zusammenarbeit (Co-Promotion) mit Sanofi. Im Rahmen der Wachstumsstrategie fokussiert sich AstraZeneca auf innovative, lebensverbessernde Medikamente in Bereichen, in denen es keine zufriedenstellenden Behandlungsoptionen gibt. Unser Portfolio entwickelt sich von großvolumigen Produkten zur Versorgung breiter Patientenschichten hin zu kleineren Volumen an Spezialprodukten. Außerdem wurden aus strategischen Gründen in den vergangenen Jahren mehrere Produkte veräußert. Dadurch hat sich das Volumen der verpackten Tabletten in Europa reduziert. Um dem geänderten Geschäftsumfeld Rechnung zu tragen, muss AstraZeneca seine Lieferkette im globalen Produktionsnetzwerk kontinuierlich überprüfen und proaktiv steuern. Die Umsatzerlöse entwickelten sich aufgegliedert nach Therapiebereichen im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung beläuft sich auf € 67,3 Mio. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegene Umsatzentwicklung in Höhe von 14,2% zurückzuführen. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich im Geschäftsjahr 2023 um 54,5% auf € 44,8 Mio. (Vorjahr: € 98,3 Mio.), was im Wesentlichen auf den Rückgang der konzerninternen Verrechnungen zurückzuführen ist Zudem sorgten im Vorjahr Erträge aus Anlagenabgängen durch den Verkauf des früheren Betriebsgrundstücks für Einmaleffekte. Die Materialaufwandsquote ist transferpreisbedingt von 73,76% im Vorjahr auf 70,51% gesunken. Der Personalaufwand erhöht sich im Geschäftsjahr 2023 um 5,1% auf € 162,2 Mio. (Vorjahr € 154,3 Mio.) aufgrund von einem gestiegenen durchschnittlichen Personalstand von 1003 auf 1186 (+183) sowie Gehaltserhöhungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhen sich um 18,9% auf nunmehr € 294,1 Mio. (Vorjahr: € 247,3 Mio.). Ursächlich gegenüber dem Vorjahr sind im Wesentlichen der Anstieg der Aufwendungen für konzerninterne Verrechnungen, Außendiensttätigkeiten, höhere Studienkosten und Werbung. Der Bereich der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen verringert sich im Geschäftsjahr 2023 um € 11,2 Mio. auf € 4,2 Mio. (Vorjahr: € 15,4 Mio.) und besteht im Wesentlichen aus der Verzinsung der Rückstellung für Pensionen. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung erhöht sich von € 58,3 Mio. im Vorjahr auf € 67,3 Mio. im aktuellen Jahr. Zwischen der AstraZeneca GmbH und der deutschen Muttergesellschaft, der AstraZeneca Holding GmbH, Hamburg, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Finanzlage Die Liquidität wird durch die Einbindung in den Cash-Pool der AZ-Gruppe gewährleistet. Als Cash-Pool-Führerin der deutschen Gesellschaften agiert die Gesellschafterin AstraZeneca Holding GmbH. Zum Stichtag bestehen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 446,3 Mio. (Vorjahr: € 591,0 Mio.). Diese entfallen im Wesentlichen auf die Gesellschafterin AstraZeneca Holding GmbH und dem damit verbundenen Cashpooling. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den gestiegenen Vorratsbestand sowie den Rückgang der konzerninternen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Durch die Anbindung an den Cash-Pool ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Cashflow, welcher sich aus dem Jahresüberschuss zuzüglich der Abschreibungen und der Veränderungen der langfristigen Rückstellungen errechnet, betrug im aktuellen Geschäftsjahr € 70,7 Mio. und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um € 18,5 Mio. vermindert. Die Eigenkapitalrentabilität hat sich auf 86,65% (Vorjahr: 75,12%) vergrößert und die Eigenkapitalquote ist auf 9,42% (Vorjahr: 9,14%) leicht gestiegen. Vermögenslage Das Anlagevermögen ist im aktuellen Geschäftsjahr auf € 1,2 Mio. (Vorjahr: € 1,1 Mio.) gestiegen. Die Investitionstätigkeit betrug € 0,2 Mio. (Vorjahr: € 0,5 Mio.). Der Vorratsbestand erhöht sich gegenüber dem Vorjahr von € 251,5 Mio. auf € 338,0 Mio. Die Erhöhung der Vorräte ist insbesondere auf die Umsatzentwicklung im Bereich Onkologie zurückzuführen. Der Forderungsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 136,5 Mio. aufgrund der Minderung der Cashpool-Forderung reduziert und beträgt zum Ende des Geschäftsjahres € 458,7 Mio. Davon ergeben sich € -144,7 Mio. aus der Minderung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und € 8,2 Mio. aus der Steigerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betrugen im Vorjahr € 0,9 Mio. und sind während des Geschäftsjahres 2023 bei € 19,0 Mio. bilanziert. Der Anstieg resultiert aus den im Vorjahr noch unter den Anzahlungen auf Vorräte bilanzierten Anzahlungen auf Leistungen. Bei den Rückstellungen erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um € 3,3 Mio. auf 442,9 Mio. (Vorjahr: € 439,6 Mio.). Die sonstigen Rückstellungen erhöhen sich um € 74,0 Mio. auf € 238,8 Mio., maßgeblich bedingt durch erhöhte Rabattrückstellungen analog zum Anstieg der Umsatzerlöse und der Erhöhung des gesetzlichen Herstellerrabattes. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen im Vorjahr € 47,3 Mio. und haben sich während des Geschäftsjahres 2023 auf € 47,6 Mio. erhöht. Zum Stichtag betragen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 13,6 Mio. (Vorjahr: € 117,3 Mio.), der Rückgang ist insbesondere bedingt durch konzerninterne Verrechnungen. Davon bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin AstraZeneca Holding GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen im Vorjahr € 3,1 Mio. und haben sich während des Geschäftsjahres 2023 um € 0,4 Mio. auf € 3,5 Mio. erhöht. Insgesamt verminderte sich die Bilanzsumme von € 849,7 Mio. im Vorjahr auf € 824,0 Mio. im aktuellen Geschäftsjahr 2023. Gesamtaussage Durch die Steigerungen der Umsätze im Geschäftsjahr 2023 befinden wir uns seit Q3/2018 kontinuierlich im Wachstum. Die Treiber aus den Kerntherapiebereichen haben im Geschäftsverlauf 2023 weiter Umsatzzuwächse verzeichnen können. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung beläuft sich auf € 67,3 Mio. Der Anstieg in Höhe von € 9,0 Mio. ist im Wesentlichen auf die gestiegene Umsatzentwicklung zurückzuführen und ist innerhalb der erwarteten Spanne. Des Weiteren hat der AstraZeneca Konzern seine Strategie der Fokussierung auf die strategischen Kerntherapiebereiche weiter vorangetrieben und sich von Therapiegebieten (bzw. Produkten) getrennt, die nicht mehr in diese Priorisierung passten. Im weiterhin schwierigen gesundheitspolitischen Umfeld werden auch zukünftig sowohl die Fokussierung auf die Kerntherapiebereiche als auch die Einführung neuer, innovativer Produkte wichtige Treiber des Unternehmenserfolgs sein. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Geschäftserfolg der AstraZeneca GmbH hängt vor allem von der Innovationskraft in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Konzernmutter ab. Nur neue und innovative Produkte mit einer entsprechenden Datenlage aus klinischen Studien, die eine Überlegenheit gegenüber Standardtherapien darlegen, garantieren eine erfolgreiche Marktzulassung im deutschen Markt für rezeptpflichtige Arzneimittel. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor sind jedoch auch die sehr gut qualifizierten Mitarbeiter im Innen- und Außendienst, die für eine effektive und effiziente Vermarktung unserer Präparate sorgen. Durch fortlaufende Schulungen und eine Verbesserung der fachlichen und persönlichen Qualifikation unserer Mitarbeiter wird gewährleistet, dass ihre Expertise auch höchsten Ansprüchen gerecht wird. Dies gilt vor allem für die Weiterentwicklung in neuen Therapiefeldern wie der Immunonkologie sowie biotechnologischen Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Atemwege. Qualitäts- und Sicherheitsstandards Die Qualität und Sicherheit unserer Medikamente sind essenziell für unseren Geschäftserfolg. Durch eine laufende Qualitätssicherung in allen Produktionsstufen mithilfe umfassender Qualitätssicherungssysteme und durch die Einhaltung aller gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen wird sichergestellt, dass alle Aspekte der "Good Manufacturing Practice" befolgt und somit mögliche Risiken für die Patienten vermieden werden. AstraZeneca hat sich weltweit der Nachhaltigkeit verschrieben, sowohl mit Blick auf die Geschäftstätigkeit von AstraZeneca wie auch der Lieferant:innen. Mit der Ambition Zero Carbon verfolgt AstraZeneca das Ziel, bis 2025 98 Prozent der Emissionen an den globalen Standorten im Vergleich zu 2015 zu reduzieren. Dies geht mit einem umfangreichen Nachhaltigkeitsprogramm einher, das wir in Deutschland etwa mit der Umstellung unserer vollständigen Dienstwagenflotte auf Elektrofahrzeuge bis Ende 2024 sowie der Verwendung von Energie aus erneuerbaren Quellen umsetzen. Bereits im Jahr 2023 konnten wir in Deutschland 80 Prozent aller Fahrzeuge auf Elektroautos umstellen. Ebenso wurden Maßnahmen implementiert, um Emissionen in den Bereichen Geschäftsreisen, Mitarbeitendenmobilität sowie in der Zusammenarbeit mit Lieferant:innen signifikant zu reduzieren. Unsere Verantwortung als Unternehmen kommen wir durch umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung der Menschen- und Umweltrechte in unserer Lieferkette im Rahmen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes nach. Unsere Programme zur Schaffung eines inklusiven und vielfältigen Arbeitsumfeldes, unsere Förderung des sozialen Engagements im Rahmen gemeinsamer Freiwilligendienste und unsere Bemühungen rund um die Verbesserung der Nachhaltigkeit und Stabilität des deutschen Gesundheitswesens sind weitere Beispiele, wie wir einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Um die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden sicherzustellen, unterhält die AstraZeneca-Gruppe ein umfangreiches SHE-Programm (Safety, Health, Environment), das weltweite Standards zur Sicherheit des Geschäftsbetriebs, zur Gesundheitserhaltung der Mitarbeitenden und zum Umweltschutz setzt. Auch die AstraZeneca GmbH nimmt an diesem Programm teil. Durch kontinuierliche Schulungen und Selbstevaluierungen werden Risiken vorgebeugt sowie alle gesetzlichen und internen Regelungen eingehalten. Mitarbeiter Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 1186 Mitarbeiter bei der AstraZeneca GmbH angestellt. In der Zahl enthalten sind 2 Auszubildende. Im Vergleich zum Vorjahr ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 183 Mitarbeiter gestiegen. III. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognose Unsere finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das Ergebnis vor Ergebnisabführung. Die herausfordernden Bedingungen der Geschäftsjahres 2023 bezüglich gesundheitspolitischer Maßnahmen zur Budgetkontrolle werden auch im Geschäftsjahr 2024 anhalten. Die im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung vorgesehene Weiterentwicklung des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) wurden im Jahr 2022 mit dem GKV Finanzstabilisierungs-Gesetz (GKVFinStG) gesetzlich eingeführt und durch das Bundesministerium für Gesundheit evaluiert (https://dserver.bundestag.de/btd/20/100/2010008.pdf). Dabei kommt das BMG zum Schluss, dass viele Maßnahmen in 2023 noch nicht ihre Wirkung entfaltet haben und daher noch nicht evaluiert werden können. Wir erwarten in 2024 eine neue Evaluierung und ggf. weitere gesetzliche Maßnahmen. Die Umsetzung dieser gesetzlichen Änderungen wird kurz und mittelfristig Auswirkungen auf das AZ-Portfolio haben. AstraZeneca begleitet den Prozess der Umsetzung eng. Auch zusätzlich bestehende Instrumente zur Volumen- und Preissteuerung, wie z.B. das Festbetragssystem, Preismoratorium, regionale Steuerungsinstrumente etc. wirken sich weiterhin auf das Ergebnis im folgenden Geschäftsjahr aus. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 ein anhaltend anspruchsvolles Marktumfeld, in dem die Umsätze auf Grund des Wachstums der Kerntherapiegebiete im niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigen dürften. Es werden keine Einmaleffekte erwartet, sodass sich das Ergebnis vor Ergebnisabführung des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich proportional zu den Umsatzerlöse entwickeln wird. AstraZeneca wird die strategische Neuausrichtung auch im aktuellen Geschäftsjahr weiterführen, um die Kern-Therapiebereiche auszubauen und somit mittel- und langfristig Wachstumspotenziale zu generieren. Dies kann auch weitere Divestments aus dem reifen Portfolio inkludieren, die sich kurzfristig negativ auf den Umsatzverlauf auswirken können, aber deren Erlöse in die Weiterentwicklung der zukünftigen Pipeline fließen. Chancen Die Pipeline von AstraZeneca ist weiterhin über alle Kern-Therapiebereiche gut und breit gefüllt. Die wohl größten Chancen sind weiterhin in der Immunonkologie abzusehen, die in den kommenden Jahren neue Therapieansätze in der Onkologie verspricht. Darüber hinaus sind starke Wachstumsraten bei Enhertu, das weitere Portfolio sowie durch die Einführung neuer Substanzen zu erwarten. Wachstumschancen sind weiterhin vor allem im Bereich der kardiorenalen Indikationen zu erwarten. Die Klasse der SGLT-2-Inhibitoren, zu denen Forxiga zählt, wird im Jahr 2024 weiterwachsen - maßgeblich durch Ausweitung des Marktes aufgrund höherer Diagnoseraten in den Bereichen CKD und Herzinsuffizienz, sowie den gesteigerten Einsatz leitliniengerechter Therapien. Auch im Bereich der Hyperkaliämie wird eine Steigerung der Behandlungsrate mit Kaliumbindern erwartet. Auch für das Präparat Ondexxya wird ein gesteigerter Einsatz erwartet auf Basis zu erwartender positiver Datenveröffentlichungen, sowie einer günstigeren Erstattungslage (Zusatzentgelt) im Vergleich zu 2023. Im Bereich Atemwege & Immunologie wird für 2024 weiteres Wachstum von den Produkt Tezepelumab, Trixeo, Fasenra & Saphnelo erwartet. Zudem befindet sich derzeit die Indikationserweiterung von Fasenra EGPA in Vorbereitung, die Einführung ist für Q4-2024 geplant. Zum Ende des Jahres 2024 ist die Zulassung des neuen COVID-19 Antiköpers (Sipavibart) geplant. Die Zulassungsstudie (SUPERNOVA) wurde im Oktober 2023 vollständig rekrutiert mit starker Beteilungen deutscher Schwerpunktkliniken. Neben den neuen innovativen Produkten, die derzeit die Wachstumsplattform bilden, hängt die langfristige positive Entwicklung der AstraZeneca GmbH auch wesentlich von der Entwicklung neuer innovativer Arzneimittel in der Konzernforschungs- und Entwicklungsabteilung ab. Neben diesen aus dem unternehmerischen Umfeld generierten Chancen existiert mit der langfristig steigenden Lebenserwartung der deutschen Bevölkerung allerdings auch ein allgemeiner Einflussfaktor, der die Unternehmensentwicklung positiv beeinflusst. Mit der steigenden Lebenserwartung steigen der Bedarf an Behandlungsoptionen und der Bedarf an innovativen Produkten. Der forschenden pharmazeutischen Industrie kommt bei der Bereitstellung solch innovativer Präparate und bei der Suche nach neuen, noch besser wirkenden Medikamenten eine bedeutende Rolle zu. Chancen im Gesundheitssystem können zudem durch den Nachweis von guten klinischen Daten, durch ein gutes Stakeholdermanagement (Kommunikation und Zugang) und durch gute Verhandlungskompetenz genutzt werden. Der Bedarf an unseren Präparaten wird allein durch die gesellschaftlichen Entwicklungen weiter steigen und auch in Zukunft ein interessantes Geschäftsfeld darstellen. Risiken Zukünftige Branchenrisiken bestehen weiterhin aus den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen. Aufgrund des Defizits der gesetzlichen Krankenversicherungen, das für 2024 auf ca. € 3-5 Mrd. geschätzt wird, sind weitere gesetzliche Eingriffe in Regelungen des Arzneimittelmarkts nicht ausgeschlossen. Insbesondere das Fortbestehen von Herstellerrabatten und von Preismoratorien übt einen starken Kostendruck auf die Pharmaindustrie aus und hat somit einen direkten Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens. Ebenso führen exklusive Tender von Krankenkassen zu weiteren Preisreduktionen bei Produkten ohne Patentschutz. Auch verweisen wir an dieser Stelle auf die oben beschriebenen gesetzlichen Änderungen, deren Auswirkungen, z.B. bei den geforderten Kombinations-Rabatten oder den AMNOG Leitplanken zu diesem Zeitpunkt noch unklar und daher vom Risiko nicht abschätzbar sind. Der von der Politik verfolgte Ansatz, mit der Einführung des Arzneimittelmarkt- Neuordnungsgesetzes (AMNOG) die Innovationen in der Arzneimitteltherapie zu stärken wird grundsätzlich von der Pharmaindustrie und auch von AstraZeneca mitgetragen. Das AMNOG verlangt, dass für ein Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen, die über Patentschutz verfügen, spätestens zum Zeitpunkt des erstmaligen Inverkehrbringens ein Nutzendossier vorgelegt werden muss. Dieses wird durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) bewertet, wobei das Ergebnis dieser Nutzenbewertung die Grundlage für die Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband darstellt. Selbstverständlich bleibt die AstraZeneca GmbH von der Innovativität der AstraZeneca Unternehmensgruppe hinsichtlich der Entwicklung neuer innovativer Produkte abhängig und ebenso von der entsprechenden Daten- und Studienlage, um diese Innovation in einer Nutzenbewertung nachweisen zu können. Zusätzliche Risiken finanzieller Art können sich aus der Zinsentwicklung insbesondere hinsichtlich der Bewertung von Pensionsrückstellungen und dem zugeordneten Deckungsvermögen ergeben. Zudem ergeben sich Risken durch die erhöhte Inflationsrate, welche nur sehr limitiert durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden können. Fremdwährungsrisiken bestehen kaum, da die Abwicklung von Einkaufs- und Verkaufsgeschäften überwiegend in Euro erfolgt. Risiken aus Forderungsausfällen werden ebenfalls als gering eingeschätzt. Durch die Kundenstruktur sowie den Forderungseinzug überwiegend im Lastschriftverfahren ist das Risiko in den vergangenen Jahren nicht relevant gewesen, nichtsdestotrotz werden die Forderungen gemonitort, insbesondere mit Hinblick auf zunehmende Insolvenzen von Krankenhäusern und Apotheken. IV. Internes Kontroll- und RisikomanagementsystemZiel des Risikomanagementsystems ist es, den bewussten Umgang mit unternehmerischen Risiken zu fördern und dadurch eine Bestandsgefährdung der in Deutschland tätigen Unternehmen der AstraZeneca Gruppe zu vermeiden. Risikomanagement bedeutet in diesem Zusammenhang die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum aktiven Umgang mit dem jeder unternehmerischen Betätigung immanenten Risikoprofil. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems sind klare Verantwortlichkeiten für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation von Risiken sowie eindeutige Definitionen für Risikoklassen und Risikofelder. Risikomanagement und Risikoberichterstattung sollen unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln fördern. In der AstraZeneca GmbH werden Risiken jährlich inventarisiert und in einem Risikomanagementsystem formal erfasst. Eine Quantifizierung wird vorgenommen, wenn verlässliche und anerkannte Methoden vorhanden sind und die Quantifizierung wirtschaftlich vernünftig und entscheidungsrelevant für die Risikobeurteilung ist. Dies ist allerdings aufgrund der bereits beschriebenen bestehenden Unsicherheiten im gesundheitspolitischen Umfeld nur eingeschränkt möglich. Als bedeutendste Risiken für das Geschäft der AstraZeneca GmbH in Deutschland sind dabei die gesundheitspolitischen Veränderungen zu nennen, die das Wachstum der etablierten Medikamente vermindern und womöglich zu einer Einschränkung des Marktzugangs für neuentwickelte, innovative Produkte führen können. Ebenfalls sind hier Cyber Security (Verlust vertraulicher und oder personenbezogener Unternehmensdaten) und Data Privacy (Sicherung personenbezogener Daten) als elementare Risikofaktoren zu nennen. Die Abteilung Corporate Governance (Compliance) unterstützt die Geschäftsführung in der Wahrnehmung ihrer Verantwortlichkeit für das Risikomanagementsystem. V. Erklärung zur UnternehmensführungGemäß § 289f Abs. 4 HGB hat die AstraZeneca GmbH eine Erklärung zur Unternehmensführung mit den Festlegungen und Angaben nach § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB mit Gesellschafterbeschluss bzw. Geschäftsführerbeschluss vom 06.08.2024 wie folgt abgegeben:
Hamburg, 27.08.2024 AstraZeneca GmbH Alexandra Bishop, Geschäftsführerin Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Entwicklung des Anlagevermögens 2023 Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Bilanz zum 31. Dezember 2023AstraZeneca GmbH, Hamburg HRB 175066, HamburgAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss der AstraZeneca GmbH, Hamburg, wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Mit der Alleingesellschafterin AstraZeneca Holding GmbH, Hamburg, besteht ein körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis. Die AstraZeneca Holding GmbH, Hamburg, ist ein Konzernunternehmen der AstraZeneca Group PLC, Cambridge/Großbritannien, die einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die AstraZeneca Holding GmbH, Hamburg, wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Gesellschaft tätigt hauptsächlich Handelsgeschäfte und unterstützt bei der Forschung und Entwicklung von pharmazeutischen Produkten. lI. RegisterinformationenDie Gesellschaft ist unter der Firma AstraZeneca GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 175066 eingetragen. III. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die im Vorjahr noch als geleistete Anzahlung unter den Vorräten ausgewiesenen Beträge, werden in diesem Geschäftsjahr als sonstige Vermögensgegenstände bzw. aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Eine Korrektur des Vorjahres wurde hierbei nicht vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Falls erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigen beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Anschaffungskosten sind anhand des gleitenden Durchschnittspreises gerechnet. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die unmittelbaren sowie mittelbaren Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Aus Gründen der Einheitlichkeit der Bewertungsmethodik wird die Rückstellung für Jubiläumszusagen nach der gleichen Methodik bewertet. Die mittelbaren Pensionsverpflichtungen sind bei der Pensionskasse der deutschen Wirtschaft ("PKDW") abgedeckt. Die Bewertung des Deckungsstockvermögens für mittelbare Pensionsverpflichtungen erfolgt mit dem Deckungskapital bzw. zum beizulegenden Zeitwert, wobei dieses mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet wird. Der beizulegende Zeitwert des Deckungskapitals basiert auf der Summe des am Bilanzstichtag fortentwickelten Deckungskapitals für die bei der PKDW versicherten Anwärter und Rentner der Gesellschaft. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang der unmittelbaren Verpflichtungen aus der Altersversorgung, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung". Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten wurden mit dem durchschnittlichen Monatskurs im Zugangszeitpunkt bewertet. Zum Abschlussstichtag erfolgte die Bewertung zum Devisenkassenmittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden das Realisations- und lmparitätsprinzip nicht beachtet. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für andere Sachanlagen liegt zwischen einem und 15 Jahren. Für Zugänge zum Sachanlagevermögen wird die lineare Abschreibung angewandt. (2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Forderungen sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. (3) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Zum Stichtag bestehen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 446.270 (Vj. TEUR 591.023). Diese entfallen mit TEUR 393.706 (Vj. TEUR 534.886) auf die Gesellschafterin AstraZeneca Holding GmbH. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin entfallen auf die Forderungen gegenüber dem konzerninternen Cash-Pool, saldiert um die Ergebnisabführung. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 52.501 (Vj. TEUR 56.137) entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Abwicklung erfolgt konzernintern überwiegend im Rahmen der bestehenden Netting-Vereinbarungen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind wie im Vorjahr in der Position nicht enthalten. (4) Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Anzahlungen TEUR 12.421 (Vj. TEUR 0), debitorische Kreditoren TEUR 669 (Vj. TEUR 170) und kurzfristige Forderungen TEUR 5.557 (Vj. TEUR 1.352). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. (5) FIüssige Mittel
(6) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungs-Abgrenzungsposten besteht im Wesentlichen aus für das Versicherungsjahr 2024 vorausgezahlte Versicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 5.500 sowie aus für das Jahr 2024 vorausgezahlten Mitgliedsbeiträgen in Verbänden in Höhe von TEUR 375. (7) Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
(8) Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 51.640 und ist in voller Höhe eingezahlt. Die Anteile am Stammkapital hält die AstraZeneca Holding GmbH, Hamburg. (9) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen beruht auf den biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren, gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Daneben werden folgende Parameter berücksichtigt:
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen i.S.v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 6.091 (Vj. TEUR 7.606). Es besteht ein aktiver Unterschiedsbetrag nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 1.080. Des Weiteren besteht ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB von TEUR 6.509, der einer Ausschüttungssperre unterliegt. Die Versorgungsregelung 2018 vom 6. Juli 2017 (VO 2018) wurde per Betriebsvereinbarung eingeführt. Die VO 2018 ist durch die abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen in vollem Umfang kongruent rückgedeckt. Es handelt sich um wertpapiergebundene Pensionszusagen, die gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB in Verbindung mit der IDW-Stellungnahme HFA 30.74 als Pensionsrückstellung nach HGB mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen auszuweisen sind. Die Rückdeckungsversicherungen bezüglich der Versorgungsregelung 2018 stellen laut dem Gutachten zu VO 2018 aufgrund der Einbringung der Rückdeckungsversicherungen in den CTA-Fund Mercer Treuhand ein Deckungsvermögen dar. Die Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 3.973 (Vorjahr TEUR 2.696) saldiert sich mit dem gleich hohen Zeitwert des Deckungsvermögens zum Wertansatz von Null in der HGB-Bilanz. (10) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Für Preisnachlässe, und Retouren wurden TEUR 165.202 (Vj. TEUR 93.520) zurückgestellt. Die personalbezogenen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen von TEUR 18.136 (Vj. TEUR 17.555), Aufwendungen für die Schließung des Operationsbereichs von TEUR 3.990 (Vj. TEUR 5.713), zurückgestellte Beträge für Urlaubsansprüche und Überstunden von TEUR 5.215 (Vj. TEUR 4.587) sowie Aufwendungen für Restrukturierung und Abfindung von TEUR 2.169 (Vj. TEUR 2.977). Die übrigen Rückstellungen beliefen sich auf TEUR 44.050 (Vj. TEUR 40.392). Hierin sind unter anderem Rückstellungen für Studienkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie für Werbekosten, ausstehende Kostenrechnungen und Kosten für Jubiläumszahlungen enthalten. Langfristige Rückstellungen bestehen im Zusammenhang mit der Schließung des Operationsbereichs und Aufwendungen für Restrukturierung und Abfindung, diese wurden auf TEUR 3.778 (Vj. TEUR 5.658) abgezinst. Die Zinsen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 51 (Vj. Aufzinsung i.H.v. TEUR 92) werden unter sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. (11) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 13.577 (Vj. TEUR 117.271). Diese resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie konzerninterner Verrechnung. Diese enthalten keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin AstraZeneca Holding GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten aus Steuern beinhalten die noch abzuführende Lohn- und Kirchensteuer. (12) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betreffen die Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 751 (Vj. TEUR 2.167), den Fuhrpark TEUR 15.363 (Vj. TEUR 5.384) sowie den Mietvertrag der Marzipanfabrik TEUR 12.339 (Vj. TEUR 14.794). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Umsatzerlöse
(2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 44.762 (Vj. TEUR 98.319) enthalten im Wesentlichen Erträge aus konzernintern weiterbelasteten Aufwendungen und darüber hinaus Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.818 (Vj. TEUR 1.100). (3) Personalaufwand lm Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 9.172 (Vj. TEUR 24.622) enthalten.
(4) Abschreibungen ln der Position Abschreibungen auf Sachanlagen sind ausschließlich planmäßige Abschreibungen enthalten. (5) Sonstige betriebliche Aufwendungen Hierunter sind im Wesentlichen Aufwendungen für befristete Leiharbeitnehmer, Symposien, Fahrzeugkosten sowie Werbe- und Reisekosten und Aufwendungen aus Währungsumrechnung zusammengefasst. lm Gesamtbetrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.567 (Vj. TEUR 153) enthalten. (6) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Hierbei handelt es sich in voller Höhe um Zinserträge aus der Verzinsung des Verrechnungskontos mit der Muttergesellschaft TEUR 5.702 (Vj. TEUR 6.485). (7) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Diese betreffen insbesondere die Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu sonstigen langfristigen Rückstellungen TEUR 4.186 (Vj. TEUR 15.055). (8) Sonstige Steuern Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Steuerertrag in Höhe von TEUR 393 durch Erstattungen aus der Kraftfahrzeugsteuer. Im Vorjahr betrafen die sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 215 im Wesentlichen die Umsatzsteuer aus der Versteuerung von geldwerten Vorteilen und Sachbezügen sowie Grundsteuer. (9) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne Das Ergebnis des Jahres wurde entsprechend des Gewinnabführungsvertrages an die AstraZeneca Holding GmbH abgeführt. (10) Mindestbesteuerung Am 28. Dezember 2023 ist das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer flankierender Maßnahmen (Mindestbesteuerungsrichtlinie - MinBestRL-UmsG) in Kraft getreten. Die AstraZeneca GmbH unterliegt mit Wirkung ab dem zum 31. Dezember 2024 endenden Geschäftsjahr den Vorschriften zur globalen Mindestbesteuerung. Es wird erwartet, dass für das Unternehmen keine Ergänzungssteuer anfällt. VI. Sonstige Angaben(1) Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft:
Die Geschäftsführerin ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge der aktiven Mitglieder der Geschäftsführung wurde in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat der Gesellschaft in 2023
Aufsichtsratsvergütungen wurden an die Arbeitgebervertreter nicht gezahlt, und auf die Angabe der Aufsichtsratsbezüge des Arbeitnehmervertreters wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für ehemalige Mitarbeiter der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 846 (Vj. TEUR 800). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen besteht eine Rückstellung von insgesamt TEUR 12.168 (Vj. TEUR 12.177). (2) Honorar Abschlussprüfer Bezüglich des Honorars für Abschlussprüferleistungen verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Konzernabschlusses der AstraZeneca PLC.
Hamburg, 27.08.2024 AstraZeneca GmbH Alexandra Bishop, Geschäftsführerin Anlagenspiegel vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AstraZeneca GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AstraZeneca GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AstraZeneca GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 27. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Alexander Fernis, Wirtschaftsprüfer ppa. Axel Bott, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung 2023Sehr geehrte Gesellschafter: innen, während des Geschäftsjahres 2023 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung des Unternehmens kontrollierend und beratend begleitet. Wir haben diese Aufgabe auf der Grundlage von detaillierten schriftlichen und mündlichen Berichten ausgeübt, die wir von der Geschäftsführung erhalten haben. Zusätzlich bestand ein konstanter Austausch von Informationen und Ideen zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat wurde hierdurch fortlaufend über die von dem Unternehmen verfolgte Geschäftsstrategie, die Unternehmensplanung, die Ertragslage und die Geschäftssituation informiert. Die Unterlagen für Entscheidungen oder Handlungen der Geschäftsführung, welche aufgrund von Gesetz, der Satzung oder der Geschäftsordnung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderten, wurden vom Aufsichtsrat im Rahmen der Sitzungen geprüft. Die Geschäftsführung nahm regelmäßig an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil. Der Jahresabschluss und der Lagebericht des Unternehmens wurden nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs erstellt und von dem gewählten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Das Ergebnis des Abschlussprüfers ist im Prüfbericht erläutert. Die AstraZeneca GmbH hat demnach die Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs vollständig erfüllt. Wir haben den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Prüfbericht überprüft. Dabei wurden keine Beanstandungen gefunden. Der Aufsichtsrat stimmt daher dem Bericht des Abschlussprüfers zu. Wir sind mit dem Lagebericht und der Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der AstraZeneca GmbH einverstanden. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Geschäftsführung und bei allen Mitarbeitenden für ihren Einsatz und ihre Arbeit im Jahr 2023.
Hamburg, 27. August 2024 Eduardo Kneese, Vorsitzender des Aufsichtsrats Translation: Report of the Supervisory Board 2023 Dear Shareholders, During the fiscal year 2023 the Supervisory Board monitored the conduct of the company's business and acted in an advisory capacity. We performed this function on the basis of detailed written and oral reports received from the managing director of the company. In addition, the Supervisory Board and the managing director maintained a constant exchange of information and ideas. Thereby the Supervisory Board was kept continuously informed about the company's intended business strategy, corporate planning, financial performance and the situation of the company. The documents relating to the managing director ́s decisions or actions which - by law or under the articles of incorporations or the rules of procedure - required the approval of the Supervisory Board were inspected by the Supervisory Board at its plenary meetings. The meetings of the Supervisory Board were regularly attended by the managing director. The financial statements and management report of AstraZeneca GmbH were drawn up according to the requirements of the German Commercial Code. The financial statements and the management report were prepared according to the principles of the German Commercial Code. It has been examined by the auditor, PricewaterhouseCoopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg. The results of the auditor are explained in the auditor's report. The company has fully complied with the requirements of the German Commercial Code. We examined the financial statements and the management report as well as the auditor ́s report. We found no objections. Thus, we concur with the result of the audit. We agree to the management report and the assessment of the future development of the enterprise. The Supervisory Board would like to thank the managing director and all employees for their dedication and work in 2023.
Hamburg, 27th August 2023 For the Supervisory Board Eduardo Kneese Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 27.08.2024 festgestellt. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
33 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Unternehmensberatung
Herstellung von Batterien und Akkumulatoren
Herstellung von Batterien und Akkumulatoren
Großhandel mit Flachglas
Großhandel mit Textilien
Großhandel mit Schuhen
Großhandel mit Schuhen
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Textilien
Architekturbüros für Garten- und Landschaftsgestaltung
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Waren ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Herstellung von Prüfmaschinen
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Großhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen