CREMER GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Dr. Flach seit 10.9.2025 | Geschäftsführer |
Marcel Hauburg seit 21.3.2023 | Prokura |
Daniel Schreiner seit 21.3.2023 | Prokura |
Thiemo Heinzen seit 12.10.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Peter Cremer Holding GmbH & Co. KGEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H.HamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
1 nach Saldierung von
Pensionsrückstellungen mit dem Deckungsvermögen
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2022
Konzernanhang für 2022I. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Der Konzernabschluss wird von der Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H., Hamburg, als Mutterunternehmen, aufgestellt. Sie ist die persönlich haftende Gesellschafterin der Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG, Hamburg. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Il. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H. mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 15122 eingetragen. III. Konsolidierungskreis Die Änderungen im Konsolidierungskreis wirkten sich im Geschäftsjahr 2022 im Wesentlichen auf folgende Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aus:
Der Konsolidierungskreis ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:
* Erstkonsolidierung in 2022
* Erstkonsolidierung in 2022
Die anderen Tochterunternehmen und Beteiligungen (siehe Darstellung des Anteilsbesitzes nicht konsolidierter Gesellschaften am Ende dieses Anhangs) wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB bzw. § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie sowohl einzeln als auch zusammen von untergeordneter Bedeutung sind. IV. Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbes erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB) vorgenommen. Die Anschaffungskosten der Beteiligungen an den Tochterunternehmen werden mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, verrechnet. Das Eigenkapital entspricht hierbei dem Zeitwert der aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungs- und Sonderposten, der im Zeitpunkt der Verrechnung beizulegen ist. Rückstellungen und latente Steuern werden in diesem Zusammenhang nach den für diese Posten einschlägigen Bestimmungen bewertet. Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und entsprechend § 309 Abs. 1 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird entsprechend seinem Charakter als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" im Eigenkapital ausgewiesen. Der im Eigenkapital ausgewiesene Unterschiedsbetrag darf gemäß § 309 Abs. 2 HGB nur dann ergebniswirksam aufgelöst werden, wenn zum Abschlussstichtag feststeht, dass er einem realisierten Gewinn entspricht bzw. dass die erwartete ungünstige Entwicklung der Ertragslage des Tochterunternehmens eingetreten ist. Für nicht dem Mutterunternehmen oder anderen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gehörende Anteile am Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden die Posten "Kapitalanteile der Kommanditisten" und "sonstige nicht beherrschende Anteile" innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. 2. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen und die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet (§ 308a Satz 1 und 2 HGB). Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen (§ 308a Satz 3 HGB). Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren, im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr, die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend. Für die Tochtergesellschaften in Argentinien kommen die Regelungen zur Währungsumrechnung für Hochinflationsländer zum Tragen. Dadurch hat sich das Konzerneigenkapital um TEUR 3.057 erhöht. Davon entfallen TEUR 861 auf das Kapital der sonstigen nicht beherrschenden Anteile. Das Ergebnis vor Steuern hat sich um TEUR 470 erhöht. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Wie im Vorjahr werden alle Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in TEUR ausgewiesen. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung zwischen 3 und 10 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierungen von Handels- und Produktionsgesellschaften werden betriebsgewöhnlich über einen Zeitraum von 5 bis 12 Jahren abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer entspricht der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Diese werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 33 Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten aktiviert, wobei neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Individuelle Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Das Wahlrecht des Ausweises der erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen, wird in Anspruch genommen (§268 Abs. 5 Satz 2 HGB). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Bei Forderungen, die mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die liquiden Mittel werden ebenfalls zu Nennwerten bilanziert. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Method" (Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der bis zum Berechnungsstichtag bzw. bis zum Ausscheiden zeitanteilig erdienten Rentenleistungen) bewertet. Der Rückstellungsbetrag nach der Projected-Unit-Credit-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten er- dient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich des zukünftigen Gehalts- und Rentenniveaus ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Der Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen wird unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der kongruenten Rückdeckungsversicherung bewertet. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt TEUR 1.430 (Vorjahr: TEUR 2.148). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen), der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen, welche auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten mittels der "Projected-Unit-Credit-Method" ermittelt wurden. Der Berechnung wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ein Rechnungszinssatz von bis zu 1,44 % p. a. (Vorjahr: 1,35 % p. a.), Gehaltstrendanpassung von 3,00 % p.a. (Vorjahr: bis 2,50 % p.a.) sowie eine Fluktuationsrate bis 3,00 % p. a. (Vorjahr: bis 3,00 % p. a.) zugrunde gelegt. Die Jubiläumsrückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Diskontierungssatz für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Der Zinsanteil der Zuführung zu den Jubiläumsrückstellungen wird unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind je Warenart im Rahmen einer kompensatorischen Bewertung mit den noch nicht realisierten Gewinnen anderer Geschäfte dieser Warenart verrechnet worden. Die verbleibenden drohenden Verluste werden mit den unrealisierten Gewinnen aus den Vorräten dieser Warenart verrechnet. Im Rahmen der Bildung von Bewertungseinheiten werden somit je Warenart Verkaufskontrakte durch Einkaufskontrakte und Vorratsbestände gedeckt. Eine eindeutige Zuordnung einzelner Verkaufskontrakte zu einzelnen Einkaufskontrakten und Vorratsbeständen ist jedoch nicht möglich. Vielmehr erfolgt die Risikosteuerung je Warenart über die Gesamtposition, die sich aus den offenen Einkaufs- und Verkaufskontrakten einerseits und den Vorratsbeständen andererseits zusammensetzt. Zur Sicherstellung einer übergreifenden Betrachtung von Ein- und Verkaufskontrakten unter Einbeziehung der Vorratsbestände werden bilanziell Makro-Bewertungseinheiten gebildet. Die Bewertungseinheiten entsprechen der finanzwirtschaftlichen Risikosteuerung und fassen zur Absicherung der Preisänderungsrisiken jeweils Handelsgeschäfte sowie aktivierte Bestände mit identisch oder hoch korrelierten Basiswerten zusammen. Sowohl Grund- als auch Sicherungsgeschäft unterliegen demselben Risiko, einen Marktwertverlust zu erleiden. Bei den Bewertungseinheiten handelt es sich um Handelsportfolien, welche nach Rohstoffen gesteuert und nicht nach Laufzeiten unterteilt werden. In der Bewertungseinheit werden je Produktgruppe die Marktwerte der physischen Einkaufs- und Verkaufskontrakte und der bewertete Vorratsbestand aggregiert. Die bewerteten Bewertungseinheiten werden auf Verlustspitzen hin überprüft. Ergeben sich solche, werden entsprechende Drohverlustrückstellungen gebildet. Einzelfallbezogen wurden zur Absicherung von Preisänderungsrisiken bei Einkaufskontrakten Warentermingeschäfte (Futures) eingesetzt. Sie wurden soweit möglich nach § 254 HGB zu Bewertungseinheiten (Micro Hedges) zusammengefasst. Zur Absicherung möglicher Währungs- und Zinsrisiken werden Finanzinstrumente in Form von Devisen- und Zinssicherungsgeschäften eingesetzt. Die Marktpreisbewertung erfolgte mit Hilfe von Bewertungsmodellen (Barwert-Modell, Optionspreismodell) durch die jeweiligen Kreditinstitute. Hier erfolgt die Überwachung der Effektivität der Sicherungsbeziehung mittels der Critical-Terms-Match Methode. Erhaltene Anzahlungen betreffen Vorauszahlungen für noch zu erbringende Lieferungen und Leistungen und sind zum Nominalbetrag bewertet. Das Wahlrecht des Ausweises der erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen, wird in diesem Jahr erstmalig in Anspruch genommen (§268 Abs. 5 Satz 2 HGB). Hierdurch ergäbe sich gegenüber dem Vorjahr eine TEUR 5.588 niedrigere Bilanzsumme sowie eine Veränderung der Eigenkapitalquote von 0,2%. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Latente Steuern werden bilanziert, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die sich ergebenden Steuerbe- und entlastungen werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Des Weiteren werden steuerliche Verlustvorträge, deren Verrechnung innerhalb der nächsten 5 Jahre erwartet wird, bei der Berechnung aktiver latenter Steuern berücksichtigt. Von der Verrechnungsmöglichkeit aktiver und passiver latenter Steuern wird Gebrauch gemacht. Aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierende Differenzen, mit Ausnahme jener, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung entstehen, werden als aktive oder passive Steuerlatenz berücksichtigt. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel am Ende dieses Anhangs. In der Konzernbilanz sind Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung mit einem Buchwert zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 12.773 (Vorjahr: TEUR 5.739) enthalten. Sie betreffen die Viridi Foods GmbH, Alzenau, Prime Molasses Ltd., Burnham on Sea, Großbritannien, Cremer OleoServ GmbH, Uetersen, Cremer Oleo KG, Hamburg, König Transportgesellschft mbH und Jiangsu Meiaisi Cosmetics Co. Ltd, Jiangus Province, China. Die voraussichtliche Nutzungsdauer wurde jeweils mit einem Zeitraum von 5 Jahren bzw. 12 Jahren festgelegt, da der voraussichtliche Produktlebenszyklus einer Vertriebs- bzw. einer Produktionsgesellschaft diesem Zeitraum entspricht. Die Veränderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist auf die Entkonsolidierung der Gesellschaft Lizza GmbH (TEUR 2.754) sowie auf die beiden Erstkonsolidierungen der beiden Gesellschaften König Transportgesellschaft (TEUR 1.669) und Jiangsu Meiaisi Cosmetics (TEUR 10.049) zurückzuführen. Der vereinbarte Kaufpreiseinbehalt beim Erwerb der Anteile der Gesellschaft Jiangsu Meiaisi ist in voller Höhe berücksichtigt worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten erbrachte Sicherheitsleistungen in Höhe von TEUR 1.934 (Vorjahr: TEUR 1.724) an eine Clearingstelle einer Warenbörse im Zusammenhang mit dem Handel von Bioethanol. Zudem sind bereits an eine Factoringgesellschaft veräußerte, jedoch noch nicht finanzierte Forderungen in Höhe von TEUR 5.632 (Vorjahr: TEUR 6.572) bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten einen Betrag in Höhe von TEUR 10.513 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: TEUR 11.644). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 549 (Vorjahr: TEUR 269). Für die Berechnung der primären aktiven und passiven Steuerlatenzen wurden analog zum Vorjahr unternehmensindividuelle Steuersätze, die zwischen 12,60 und 32,28 % liegen, herangezogen. Auf für Konsolidierungsmaßnahmen entstandene sekundäre Differenzen fand ein Steuersatz von 22,8 % (Vorjahr: 22,5 %) Anwendung.
Die latenten Steuern auf Verlustvorträge wurden auf gewerbesteuerliche und körperschaftssteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 771 (Vorjahr: TEUR 0) gebildet. Der innerhalb der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesene latente Steuerertrag beläuft sich auf TEUR 3.425 (Vorjahr Steueraufwand: TEUR 17). Die passiven latenten Steuern wurden im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 5.709 mit den aktiven latenten Steuern verrechnet. Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. Das gezeichnete Kapital von TEUR 54 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Die Rücklagen umfassen die Gewinnrücklagen der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen. Die passivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung betragen zum Ende des laufenden Geschäftsjahres TEUR 2.193 (Vorjahr: TEUR 2.252) und entfallen im Wesentlichen auf die Agrimpex Kft., Budapest, Ungarn und auf das Mineralmahlwerkes Hamm GmbH, Hamm. Ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene Fondsanteile (Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) einer Produktionsgesellschaft wurden zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 3.899 (Vorjahr: TEUR 4.066) angesetzt und mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Der beizulegende Wert am Bilanzstichtag beträgt TEUR 4.318 (Vorjahr: TEUR 5.206). Es wurden Zinserträge in Höhe von TEUR 592 (Vorjahr: TEUR 623) aus dem Deckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen aus der Pensionsrückstellung verrechnet. Gemäß § 253 (3) HGB liegen keine Indikatoren für eine dauernde Wertminderung vor. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 39.245 (Vorjahr: TEUR 40.130). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 75.380 (Vorjahr: TEUR 77.756) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 27.122; Vorjahr: TEUR 38.636), für das Personal (TEUR 24.139; Vorjahr: TEUR 20.589), für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 8.952; Vorjahr: TEUR 5.585) im Zusammenhang mit Waren- und Devisentermingeschäften und für Rekultivierungen (TEUR 1.109; Vorjahr: TEUR 1.109). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, Hypotheken, Sicherungsübereignung von Waren, Mobilien und Betriebsvorrichtungen und Abtretung von Forderungen gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 196) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 29.549 (Vorjahr TEUR 27.773) und betreffen Darlehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verpflichtungen aus weiterzuleitenden Zahlungseingängen aus verkauften Forderungen (TEUR 3.325; Vorjahr: TEUR 2.659) und Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1.055). VI. Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung CREMER unterteilt sich in die Geschäftsbereiche Trade, Industry und Holding. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Geschäftsbereichen wie folgt:
Die Umsatzerlöse wurden in den folgenden Regionen erzielt:
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Entkonsolidierung von TEUR 6.341 (Vorjahr: TEUR 3.370), periodenfremde Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 540 (Vorjahr: TEUR 1.970), Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 388 (Vorjahr: TEUR 1.783) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 770 (Vorjahr: TEUR 1.201) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 1.838 (Vorjahr: TEUR 4.222), die Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 2.429 (Vorjahr: TEUR 2.427), Aufwendungen aus Entkonsolidierung TEUR 5.103 (Vorjahr: TEUR 739) und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 710 (Vorjahr: TEUR 63). VII. Außerbilanzielle Geschäfte Bei CREMER ist Factoring als Finanzierungsinstrument zur Verbesserung der Liquiditätsplanung im Einsatz. Bei einer CREMER-Gesellschaft ist ein Factoring-Vertrag mit der Eurofactor AG, München, zu erwähnen. Der Bestand an Forderungen ist durch den Forderungsverkauf im Rahmen dieses Vertrags um TEUR 28.348 (Vorjahr: TEUR 23.741) reduziert. Weiterhin wurden zum Stichtag bei einer CREMER-Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Nominalwert in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 633) und TUSD 6.867 (Vorjahr: TUSD 17.376) im Rahmen eines echten Factorings verkauft. Zudem besteht bei dieser Gesellschaft ein weiterer Factoring-Vertrag, der im Rahmen von Asset-Backed-Securities-Transaktionen Forderungsverkäufe vorsieht. Zum Stichtag waren hieraus Forderungen mit einem Nominalwert von TEUR 6.940 (Vorjahr: TEUR 8.116) und TUSD 7.303 (Vorjahr: TUSD 3.033) regressfrei verkauft. Aufgrund der guten Bonität der Vertragspartner für die außerbilanziellen Geschäfte ist das mit diesen Geschäften verbundene Risiko sehr gering. VIII. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestehen folgende offene Devisentermingeschäfte:
Diese Devisentermingeschäfte wurden zur Besicherung von Fremdwährungspositionen abgeschlossen. Es wurden Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 3.879 (Vorjahr: TEUR 1.191) gebildet (die Tabelle zeigt als beizulegenden Wert den saldierten Wert je Ein- oder Verkauf pro Währung). Zum Bilanzstichtag bestehen folgende offene Devisenswapgeschäfte:
Diese Devisenswapgeschäfte wurden zur Besicherung von Fremdwährungspositionen vorgenommen. Es wurden - wie im Vorjahr - keine Rückstellungen gebildet. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende offene Warentermingeschäfte (bei den Handelsgesellschaften):
Es wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 4.956 (Vorjahr: TEUR 4.289) für drohende Verluste aus Warentermingeschäften gebildet (die Tabelle zeigt als beizulegenden Wert den saldierten Wert je Ein- oder Verkauf in EUR). Der beizulegende Wert stellt die Differenz zwischen Kontrakt- und Marktpreis zum Bilanzstichtag dar. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende offene Zinsderivate:
Diese Zins-Swaps wurden zur Besicherung von Zinspositionen vorgenommen. Die oben genannten Geschäfte werden aufgrund ihres Sicherungscharakters nicht bilanziert, da sie eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft bilden. Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
Der beizulegende Zeitwert dieser Zinsderivate beträgt insgesamt TEUR -303 und entspricht dem Marktwert. Der Marktwert spiegelt den Barwert der auf den zugrunde liegenden Kapitalbetrag aggregierten Cashflows (feste gegen variable Zinsbasis) wider. Die Summe aller abgezinsten Zahlungsströme ergibt den Barwert. In dem ausgewiesenen Marktwert sind Stückzinsen enthalten, die ab dem letzten Abrechnungsdatum bis zum Bewertungsdatum kalkuliert sind. Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Umfang von TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 657) im Sicherungszeitraum voraussichtlich aus, weil laut Konzernrisikorichtlinien Risikopositionen (Grundgeschäft) unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Zinsderivate abgesichert werden. Bis zum Bilanzstichtag haben sich die gegenläufigen Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen durchgeführt. IX. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds enthält liquide Mittel ersten Grades (Kontokorrentguthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände) in Höhe von TEUR 24.356 (Vorjahr: TEUR 13.880) und jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten (Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) in Höhe von TEUR 195.177 (Vorjahr: TEUR 246.409). Die Bankkontokorrentverbindlichkeiten sind in der Konzernbilanz in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten. X. Sonstige Angaben Im Konzern bestehen neben den außerbilanziellen Geschäften sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im Wesentlichen Miet- sowie Leasingverträge betreffen und fällig sind:
Es bestehen Haftungsverhältnisse der gesamtschuldnerischen Mithaftung in Höhe von TEUR 10.532 (Vorjahr: TEUR 7.779) aus Avalkrediten, die seitens der Banken für eingegangene Einkaufskontrakte der operativen Handelsgesellschaften bestehen. CREMER erfüllt alle Verpflichtungen aus bestehenden Haftungsverhältnissen untereinander; es besteht somit kein Risiko der Inanspruchnahme seitens Dritter. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich folgende Anzahl an Arbeitnehmern beschäftigt:
Mitglieder der Geschäftsführung der Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H. als Mutterunternehmen des Konzerns sind:
Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft nach den allgemeinen Vertretungsregelungen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b HGB wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die im Anteilsbesitz unter Abschnitt III. aufgeführten konsolidierten Unternehmen sind, sofern relevant, durch die Aufstellung eines Konzernabschlusses der Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H. von der Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen befreit. Die Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H. nimmt für eine nicht konsolidierte Gesellschaft die Schutzklausel des § 313 Abs. 3 Satz 1 i. V. m. § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Anspruch. Gemäß § 5 des Gesellschaftsvertrags hat die Muttergesellschaft einen Beirat. Diesem gehörten im Berichtsjahr 2022 folgende Personen an:
Die Bezüge des Beirats beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 185). Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns setzt sich zusammen aus dem Honorar für Jahres- und Konzernabschlussprüfung in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 323). Folgende in den Konzernabschluss einbezogene, verbundene Unternehmen sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB von der Verpflichtung zur Offenlegung des Jahresabschlusses befreit: CremerEnergy GmbH, Hamburg, Cremer GmbH, Hamburg, Cremer Industry GmbH, Hamburg, Cremer Oleo Management GmbH, Hamburg, Cremer Oleo GmbH & Co. KG, Hamburg, Cremer Oleo Verwaltungs GmbH, Hamburg, Cremer Oleo Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, Cremer Trade GmbH, Hamburg, Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG, Düsseldorf, egga GmbH, Lübeck, Gesellschaft für Tierernährung mbH, Wildeshausen, König Transportgesellschaft mbH, Könnern, Mineralfutter Produktionsgesellschaft mbH, Memmingen, Mineralmahlwerk Hamm GmbH, Hamm, Mineralmahlwerk C. Welsch GmbH, Wesel, Nordgetreide Mühlen GmbH, Lübeck, Nordgetreide GmbH & Co. KG, Lübeck, Cremer OleoServ GmbH, Hamburg, Peter Cremer GmbH, Hamburg, Peter Cremer (Singapore) GmbH, Hamburg, Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, CREMER ERZKONTOR GmbH & Co. KG, Lübeck (umfirmiert ehem. Possehl Erzkontor GmbH & Co. KG) PRO LINE Shipping GmbH, Hamburg. XI. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende mit Auswirkung auf den Konzernabschluss und -lagebericht sowie die Vermögens-, Finanz, und Ertragslage haben sich nicht ergeben.
Hamburg, 31. März 2023 - Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H. - Dr. Ullrich Wegner, Geschäftsführer Thiemo Heinzen, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022
1) Jahresabschluss 31.12.11
Konzernlagebericht für 2022KONZERNSTRUKTUR Der Konzernabschluss wird von der Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H., Hamburg, aufgestellt. Die Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H. ist die Komplementärin der Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, die an allen konsolidierten Gesellschaften, mit Ausnahme der Nordgetreide GmbH & Co. KG, Lübeck, der Nordgetreide Mühlen GmbH, Lübeck, der egga GmbH, Lübeck, und der Plant Pack GmbH, Lübeck, mehrheitlich beteiligt ist. Ergänzend umfasst der Konzernabschluss gesellschaftrechtliche Veränderungen mit dem Ziel, eine klare strukturelle Trennung zwischen den Geschäftsbereichen Trade und Industry unter der Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, als einheitlicher Obergesellschaft, herzustellen. Durch Anteilskaufvertrag vom 29. Oktober 2021 und Wirkung zum 31. Januar 2022 hat die Cremer Oleo Management GmbH, Hamburg, 78,3 % der Anteile an der Jiangsu Meiaisi Cosmetics Co. Ltd., Jiangsu Province/China, erworben und die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 erstkonsolidiert. Mit Datum vom 1. Februar 2022 wurde die Peter Cremer Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien, gegründet und die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 erstkonsolidiert. Durch Anteilskaufvertrag vom 15. Februar 2022 hat die Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG, Düsseldorf, in zwei Tranchen 100 % der Anteile an der Pauls Beute GmbH, Hamburg, erworben. Die Gesellschaft hat eine untergeordnete Bedeutung und wird daher im Geschäftsjahr 2023 erstkonsolidiert werden. Durch Anteilskaufsvertrag vom 20. Juni 2022 hat die Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, sämtliche Anteile an der Cremer Sofia Ltd., Sofia/Bulgarien, veräußert und die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 entkonsolidiert. Durch Anteilskaufvertrag vom 22. Juni 2022 hat die Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH, Düsseldorf, weitere 37 % der Anteile an der Caniland GmbH, Nordhorn, erworben. Durch Anteilskaufvertrag vom 26. Juli 2022 hat die Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH, Düsseldorf, weitere 50 % der Anteile an der König Transportgesellschaft GmbH, Könnern, erworben, und die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr 2022 erstkonsolidiert. Mit Datum vom 29. Juli 2022 wurden im Wege der Bargründung mit Sachagio die Cremer GmbH, die Cremer Trade GmbH und die Cremer Industry GmbH, alle Hamburg, gegründet. Mit Verschmelzungsvertrag vom 29. Juli 2022 ist die Cremer Oleo Beteiligungs GmbH & Co. KG, Hamburg, auf die Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG verschmolzen worden. Der Verschmelzung ist eine vereinbarte Abspaltung der atypischen stillen Beteiligung der Cremer Oleo GmbH & Co. KG, Hamburg, an der Peter Cremer (Singapore) GmbH, Hamburg, auf die Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG, Hamburg, vorausgegangen. Die atypisch stillen Beteiligungen am Oleo-Handelsgeschäft sowie am Agri- und Steel-Handelsgeschäft der Peter Cremer (Singapore) GmbH, Hamburg, wurden mit Datum vom 29. Juli 2022 bei der Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG, Hamburg vereint und nachfolgend auf die Cremer Trade GmbH, Hamburg, übertragen. Die Cremer Trade GmbH, Hamburg, hat im Wege der Barkapitalerhöhung mit Sachagio das Stammkapital der Peter Cremer (Singapore) GmbH, Hamburg erhöht und als Aufgeld die atypisch stille Beteiligung an der Peter Cremer (Singapore), Hamburg eingebracht. In Folge der Einbringung ist die atypisch stille Beteiligung an der Peter Cremer (Singapore) GmbH, Hamburg, durch Konfusion erloschen. Mit Abspaltungsvertrag vom 29. Juli 2022 wurde die Cremer Oleo GmbH & Co. KG aus der Cremer Oleo Holding GmbH & Co KG abgespalten. Ebenfalls mit Verschmelzungsvertrag vom 29. Juli 2022 ist die CCC Hanseatische Beteiligungs GmbH, Hamburg, auf die Cremer Industry GmbH, Hamburg, verschmolzen worden. Durch Anteilskaufvertrag vom 10. August 2022 hat die Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG zunächst weitere 12 % an der Lizza GmbH, Neu-Isenburg, erworben. Mit Datum vom 29. August 2022 wurden sämtliche Anteile an der Lizza GmbH, Neu-Isenburg, veräußert und die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 entkonsolidiert. Durch Anteilskaufvertrag vom 1. November 2022 hat die Cremer Industry GmbH, Hamburg, sämtliche Anteile an der No Meat Factory Inc., Delaware/USA, veräußert und die At-equity-Beteiligung ausgebucht. Mit Datum vom 4. November 2022 wurde die Cremer Comercializadora Internacional C.I. SAS, Bogota/Kolumbien, gegründet und die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 erstkonsolidiert. CREMER bündelt seine Aktivitäten in den Segmenten Trade, Industry und Holding. Das Segment Trade umfasst hauptsächlich den Handel mit Melasse, Stahl, Erzen und Mineralien, oleochemischen Produkten und in geringerem Umfang auch mit Ölsaaten und -schroten sowie Getreide. Der Handel mit Melasse wird von Hamburg und Burnham on Sea (Großbritannien) aus betrieben, der Handel mit Stahl hingegen hauptsächlich von Hamburg und Singapur aus. Im Rahmen des Handels mit oleochemischen Produkten bestehen Standorte in Deutschland und Singapur, den USA, Brasilien sowie Vertriebseinheiten in mehreren Ländern Europas. Der internationale Rohstoffhandel mit Erzen und Mineralien sowie deren Aufbereitung erfolgt über eigene Gesellschaften auf fünf Kontinenten. Die Geschäfte werden aus Lübeck heraus koordiniert. Zum Segment Industry gehören in Deutschland die Misch- und Mineralfutterproduktion mit insgesamt 13 Standorten, die Verarbeitung von Mais und Getreide zu Frühstückscerealien an drei Standorten sowie in Argentinien die Bohnenverarbeitung und die Produktion von Biodiesel. Weiterhin werden verschiedene Logistik- und Produktionsleistungen, vor allem in den USA und in China sowie in Singapur, erbracht. Ergänzt wird der Geschäftsbereich Industry um die Extrusion und Weiterverarbeitung von Pflanzenprotein. Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte der Konzern 2.447 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.108). WIRTSCHAFTSBERICHT 2022 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft stand im Geschäftsjahr 2022 noch in Teilen unter dem Einfluss einer noch nicht ausgestandenen COVID-19-Pandemie, anhaltenden Lieferkettenproblemen, einer rasant steigenden Inflation, historisch hohen Rohstoffpreisen und des militärischen Konflikts in der Ukraine. Auch CREMER spürte die Auswirkungen in den einzelnen Geschäftsaktivitäten in unterschiedlicher Weise. Der Stahlbereich sowie die Bereiche, die Bezug zu Reinigungs-, Hygiene-, Körperpflege- und Desinfektionsprodukten haben, konnten sich in diesem herausfordernden Umfeld behaupten und von der Situation profitieren. Ausnahmslos alle Handelsbereiche waren über weite Strecken des Geschäftsjahres hinweg von Rohstoffpreisen, Fracht- und Energiekosten betroffen, die historische Hochstände verzeichneten. Ertragslage CREMER hat im abgelaufenen Geschäftsjahr in beiden Segmenten weniger Tonnage im Vergleich zum Vorjahr umgeschlagen und dennoch einen preisbedingt gestiegenen Umsatz in Höhe von EUR 3,3 Mrd. (Vorjahr: EUR 2,6 Mrd.) erzielt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich um EUR 45,4 Mio. auf EUR 205,7 Mio., was hauptsächlich auf die Bereiche des Handels mit Oleochemikalien, des Erze- und Mineralienhandels, die Logistik- und Produktionsleistungen sowie den Hamburger Stahl- und Melassehandel zurückzuführen ist. Das Zins- und Beteiligungsergebnis verschlechterte sich aufgrund höherer Zinsaufwendungen von EUR -8,2 Mio. im Vorjahr auf EUR -12,4 Mio. im Berichtsjahr. Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) hat sich trotz gestiegener Rechts- und Beratungskosten im Bereich der Verwaltungskosten auf EUR 57,4 Mio. (Vorjahr: EUR 39,1 Mio.) erhöht. Mit EUR 42,4 Mio. fiel der Konzernjahresüberschuss im Berichtsjahr deutlich höher aus als im Vorjahr. Die Geschäftsbereiche im Einzelnen Im Geschäftsjahr 2022 wurden im Segment Trade insgesamt 2.725 tto (Vorjahr: 2.873 tto) umgeschlagen. Die Melasseabteilung der Peter Cremer GmbH, Hamburg, sowie die Prime Molasses Ltd. in Burnham on Sea, Großbritannien, sind zusammengenommen einer der weltweit führenden Melassehändler. Es wurde eine Tonnage unterhalb des Vorjahres abgewickelt. Bei einem Umsatz von EUR 254,3 Mio. (Vorjahr: EUR 198,4 Mio.) wurden Bruttoergebnisse oberhalb des Vorjahres erzielt. Der militärische Konflikt in der Ukraine hat für den Bereich Melasse sehr spürbare Auswirkungen auf die Kosten für Seefrachten und Energie sowie eine Veränderung der Warenströme für Rübenmelasse aus Osteuropa zur Folge gehabt. Trotz des schwierigen Umfeldes konnte ein positiver Ergebnisbeitrag erzielt werden. Die höheren Bezugskosten für Rohrmelasse in den Regionen Asien und USA konnten an die Kunden weitergeben werden, so dass der Handel mit Rohrmelasse einen deutlichen Anteil zum Ergebnis beigesteuert hat. Der Stahlbereich konnte die Mengen um 7,2 % auf 311 tto (Vorjahr: 290 tto) gegenüber dem Vorjahr steigern. Auch das Bruttoergebnis vom Umsatz und das Ergebnis vor Steuern konnten gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Zu diesem Ergebnis haben das Geschäft in Afrika, ein starkes Importgeschäft nach Europa sowie zwei Großaufträge für Bleche für den Schiffsbau am Standort in Singapur beigetragen. Der Teilkonzern Cremer Erzkontor hat gegenüber dem Vorjahr erneut eine nachfrage- und preisbedingte deutliche Umsatzsteigerung in nahezu allen Geschäftsbereichen erzielt. Die hohe Nachfrage bei gleichzeitiger Knappheit von Rohstoffen durch Lieferkettenunterbrechungen und Corona-Beschränkungen in China führten zu einem weiterhin hohen Preisniveau. Insbesondere der Handel mit chemischen Produkten konnte im hohen zweistelligen Prozentbereich zulegen. Aber auch der Handel mit feuerfesten Rohstoffen sowie mit Rohstoffen u.a. für die Gießerei-, Kunststoff-, Öl- und Gasindustrie trug zu dem starken Umsatzwachstum bei. In Summe lag die Absatzmenge mit 556 tto (Vorjahr: 566 tto) nahezu auf Vorjahresniveau. Auch die Bruttoergebnisspanne bewegte sich unterhalb des Vorjahres. Insgesamt konnte der Teilkonzern Cremer Erzkontor die Erwartung an das Ergebnis vor Steuern nicht ganz erfüllen. Im Bereich des Handels mit oleochemischen Produkten lag die Absatzmenge mit 439 tto (Vorjahr: 538 tto) um 18,4 % unterhalb der des Vorjahres, was vornehmlich auf den Bereich Bioethanol zurückzuführen ist. Infolge gestiegener Rohstoffpreise und Logistikkosten wurde dennoch der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 24,9 % gesteigert. Die wachsende Service- und Distributionsfunktion zur Versorgung der Kosme tik-, Lebensmittel-, Futtermittel- und Pharmaindustrie mit pflanzlichen Rohstoffen sorgt für eine weiterhin stabile Ertragslage. Genannt seien beispielhaft die sehr guten Ergebnisse mit dem Handel und der Distribution von Glycerin in den USA und Brasilien sowie ein wachsendes Distributions- und Servicegeschäft rund um oleochemische Produkte, wie beispielsweise Fettalkohole und Seifenrohstoffe. Auch der Standort in Uetersen mit seinen Produktionsdienstleistungen trug zum erfreulichen Ergebnis bei. Der Gesamtumschlag im Segment Industry betrug im Geschäftsjahr 2022 2.601 tto (Vorjahr: 2.705 tto). Die Misch- und Mineralfutterproduktion bei CREMER ist mit 2.316 tto (Vorjahr: 2.441 tto) im Bereich Nutz- und Heimtierfutter ein großer Produzent in Deutschland mit eigenen nationalen Marken. Das Jahr 2022 war weiterhin durch Anforderungen von Politik und Gesellschaft zur Reduzierung von Emissionen und Umsetzung hoher Tierwohlstandards geprägt. Dies führt im Bereich der Schweinehaltung zu einem weitergehenden Bestandsabbau. Auch der Geflügelbereich steht vor ähnlichen Herausforderungen, die eine wirtschaftliche Fleischerzeugung zunehmend schwieriger machen. Ausgenommen von dieser Entwicklung sind der Eier- und Milcherzeugungsbereich, die eine auskömmlichere Situation aufgrund gestiegener Erzeugerpreise vorfinden. Das deutlich über Plan liegende Ergebnis des Jahres 2022 ist operativ durch gestiegene Margen erreicht worden. Neben dem Verzicht auf Tonnagen im niedrigmargigen Mastbereich hat die Rohstoffpreissteigerung aufgrund auch auf der Verkaufsseite anziehenden Preisen unterstützend gewirkt. Trotz preisbedingt höherer Umsätze führten weitere Mengenrückgänge gegenüber dem Vorjahr zu einem Bruttoergebnis vom Umsatz unterhalb des Vorjahres. Auf der Kostenseite waren Steigerungen gegenüber Vorjahr zu verzeichnen, was im Saldo zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern unterhalb des Vorjahres führte. Die Cerealienproduktion umfasst die beiden Bereiche Produktion von Cerealien/Müsli und das Mühlengeschäft. Das Geschäftsjahr 2022 war durch im Jahresverlauf zunehmend steigende Rohstoffpreise geprägt, die sich durch reduzierte Verfügbarkeiten von Getreide, Ölen und ölbasierten Produkten sowie aufgrund gestiegener Energiekosten ergaben. Die beschriebenen Effekte drückten sich in Summe in erheblich gestiegenen Herstellungskosten aus, die nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden konnten. Über das gesamte Unternehmen hinweg wurden Verbesserungen vorangetrieben, sowohl in Bezug auf operative Effizienzen in den Werken als auch bezogen auf diverse Kernprozesse im Unternehmen. Vor dem Hintergrund eines herausfordernden Umfelds sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2022 zufrieden. Um unsere Marktstellung weiter auszubauen, wird permanent an neuen Produkten und Verfahrenstechnologien gearbeitet. Die dem Segment Industry zuzuordnende Verarbeitung und der Export von Bohnen erfolgt in Argentinien. In einem anhaltend schwierigen wirtschaftlichen und von Dürren geprägten Umfeld in Argentinien verzeichnete der Bereich im abgelaufenen Geschäftsjahr einen mit 42,5 % geringeren Absatz, der sich in ein Ergebnis deutlich unterhalb des Vorjahres übersetzt. Die Biodieselproduktion in Argentinien verzeichnete eine aufgrund der zeitweiligen Einstellung der Produktion im Vorjahr eine Erholung der Absätze, einhergehend mit einer deutlichen Steigerung des Ergebnisses gegenüber 2021. Im Bereich der verschiedenen Logistik- und Produktionsleistungen konnten die CREMER (Wuxi) Manufacturing Co. Ltd., Wuxi/China, und die Produktionsanlagen in Nordamerika im Geschäftsjahr 2022 infolge geringerer Nachfrage nur Ergebnisse vor Steuern unterhalb des Vorjahres erzielen. Der zweite neue Produktionsstandort in China, die Jiangsu Meiaisi Cosmetics Co. Ltd., Jiangsu Province/China, konnte die Erwartungen im ersten Jahr pandemiebedingt noch nicht erfüllen. Die Aktivitäten im Bereich der Extrusion und Weiterverarbeitung pflanzlicher Proteine konzentrierten sich im Berichtsjahr auf die Kundengewinnung und den Aufbau der Produktions- und Geschäftsaktivitäten. Auch wenn Fortschritte erzielt wurden, konnten die gesetzten Umsatz- und Ergebnisziele nicht vollumfänglich erreicht werden. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf EUR 130,0 Mio. (Vorjahr: EUR -75,7 Mio.), der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug EUR - 69,3 Mio. (Vorjahr: EUR -30,9 Mio.) und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.). Somit hat sich der Finanzmittelfonds unter Berücksichtigung wechselkursbedingter Änderungen im Konzern im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um EUR 61,7 Mio. auf EUR-170,8 Mio. (Vorjahr: EUR-232,5 Mio.) erhöht (im Vorjahr um EUR 97,9 Mio. verringert). Bei einem leicht gegenüber dem Vorjahr erhöhten Net Working Capital sind weitere Treiber für die Verbesserung die operativ sehr guten Ergebnisse vor allem im Handel mit oleochemischen Produkten, dem Stahlhandel sowie den Logistik- und Produktionsleistungen bei einem insgesamt stringenten Working-Capital-Management. Die Abschreibungen im Konzern beliefen sich auf EUR 32,7 Mio. Davon entfielen EUR 1,8 Mio. auf die Abschreibung der Firmenwerte aus der Konsolidierung. Im Geschäftsjahr 2022 wurden EUR 38,2 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen investiert, wovon EUR 24,5 Mio. aus der Erstkonsolidierung von Unternehmen resultieren. Bei den Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um Neu-, Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in den Produktionseinheiten. Die Zugänge zum Finanzanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2022 EUR 4,5 Mio. und betreffen hauptsächlich mit EUR 1,3 Mio. die Pauls Beute GmbH, Hamburg, sowie mit EUR 1,1 Mio. die Caniland GmbH, Nordhorn. Die Reduzierung der Bankverbindlichkeiten von EUR 336,0 Mio. um EUR 34,5 Mio. auf EUR 301,5 Mio. steht im Zusammenhang mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren operativen Ergebnis. Gegenläufig entwickelten sich die Aufnahmen aus einer langfristigen zweckgebundenen Finanzierung durch ein Bankenkonsortium, die innerhalb von drei Jahren abzurufen ist und jeweils halbjährlich mit 15 % p.a. der tatsächlichen Inanspruchnahme zu tilgen ist. Die Gesamtlaufzeit beträgt fünf Jahre und beinhaltet bilateral unterschiedlich vereinbarte Verzinsungen. Der zum 31. Dezember 2022 in Anspruch genommene Kreditrahmen beträgt EUR 65,7 Mio. Vermögens- und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 970,4 Mio. (Vorjahr: EUR 952,9 Mio.) und erhöht sich damit um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr. Das Vermögen des Konzerns besteht zu einem wesentlichen Teil aus Vorräten und Forderungen. Unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten und der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen hat sich das Net Working Capital des Konzerns zum Jahresende geringfügig um EUR 3,1 Mio. auf EUR 465,2 Mio. (Vorjahr: EUR 462,1 Mio.) erhöht. Das rechtliche Eigenkapital des Konzerns beträgt EUR 260,6 Mio. (Vorjahr: EUR 208,9 Mio.). Die Erhöhung des rechtlichen Eigenkapitals zum 31. Dezember 2022 beinhaltet eine Erhöhung der Kapitalanteile der Gesellschafter aus Darlehen der Kommanditisten in Höhe von EUR 0,4 Mio. Da wesentliche Konzerngesellschaften in der Rechtsform einer Personengesellschaft geführt werden, werden Gewinnansprüche den Darlehenskonten der Kommanditisten oder den Rücklagen zugeführt. Unter Berücksichtigung der Darlehen von Kommanditisten (EUR 30,7 Mio., Vorjahr: EUR 35,4 Mio.) beträgt das wirtschaftliche Eigenkapital EUR 291,3 Mio. (Vorjahr: EUR 244,3 Mio.) und die Eigenkapitalquote 30,0 % (Vorjahr: 25,6 %). Das im Vorjahresbericht prognostizierte Konzernergebnis vor Steuern und nach Abzug der Minderheiten konnte deutlich übertroffen werden. Dies ist hauptsächlich auf den Handel mit oleochemischen Produkten und den Stahlbereich im Segment Trade sowie die Logistik- und Produktionsdienstleistungen und Misch- und Mineralfutterproduktion im Segment Industry zurückzuführen. Personal In der Unternehmensgruppe wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Zuwachs von 348 Mitarbeiter:innen verzeichnet. Es wurden durchschnittlich 2.425 (Vorjahr: 2.077) Mitarbeiter:innen (ohne Auszubildende) beschäftigt. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Risikobericht Die Steuerung von Risiken und Chancen ist für CREMER integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Im Rahmen des Strategieprozesses werden Risiken, die mit der geplanten längerfristigen Entwicklung verbunden sind, und Chancen für weiteres profitables Wachstum ermittelt und in Entscheidungsprozesse eingebracht. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt. Das Risikomanagement bei CREMER obliegt grundsätzlich der Geschäftsführung der Handelsgesellschaft Peter Cremer mbH. Es wird durch diese in der Organisation verankert und Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten auf Geschäftsbereiche, Niederlassungen und operative Einheiten und deren Führungspersonal übertragen. Die originäre Risikoverantwortung liegt in den operativen Einheiten. Die dezentralisierte Risikoverantwortung bei CREMER unterstützt gezielt das fachspezifische Risikomanagement und trägt der komplexen Unternehmensstruktur Rechnung. Der Prozess wird begleitet durch spezialisierte Funktionen der Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG. Um Risiken für das Erreichen unserer Unternehmensziele möglichst früh zu identifizieren, wird in einem integrierten Prozess regelmäßig die unternehmerische Risikolandschaft bestimmt. Alle konsolidierten Konzerneinheiten sind verpflichtet, im Rahmen der Risikoinventur Einzelrisiken systematisch und unternehmenseinheitlich zu identifizieren. Erkannte Risiken werden nach internen Vorgaben einheitlich bewertet. Auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen werden Risiken eruiert und wenn erforderlich mit risikominimierenden Maßnahmen belegt. Die Umsetzung der zugeordneten Handlungsableitungen wird nachverfolgt und dokumentiert. Der Betrachtungszeitraum umfasst ein Jahresintervall. Wir haben das Risikomanagement bei CREMER als kombinierten Top-down-/Bottom-up-Prozess organisiert. Die verbindlichen Prozess- und Systemvorgaben werden auf Gruppenebene zentral formuliert und gelten für alle operativen Einheiten. Die originäre Risikoverantwortung und -steuerung entlang der Wertschöpfungskette liegt dezentral bei den fachlich Verantwortlichen in den operativen Einheiten. Die wesentlichen Risiken der Gruppe werden unter Leitung des CFO regelmäßig präsentiert und plausibilisiert. Das konzernweite Risikomanagement wurde digitalisiert und wird durch eine maßgeschneiderte Software unterstützt. Als global operierender Konzern ist CREMER einer Anzahl wirtschaftlicher, organisatorischer, politischer und anderer Risiken in verschiedenen Ländern und Märkten ausgesetzt. Operative Risiken, Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, regulatorische, finanzwirtschaftliche, rechtliche und Compliance Risiken können die Erreichung unserer unternehmerischen Ziele gefährden und sind daher stets in unserem Fokus. Die Identifikation der Risiken liegt grundsätzlich bei unseren operativen Einheiten und wird von unserem zentralen Risikomanagement begleitet. Sie reflektiert die Spezifika des Unternehmens, der Branche oder der Abteilung. Bei der Risikoidentifikation helfen Checklisten, Interviews, Organisationspläne oder Schadenstatistiken. Unsere Risikobewertung folgt den Grundsätzen und Strukturen der Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA), die Risiken nach ihrer Relevanz/Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts und Möglichkeiten der Risikominimierung bewertet. Sie erlaubt die Errechnung von Brutto- (originären) Risiken und Netto-Risiken (Risikobewertung nach Risikominimierung). Die Risikodarstellung in diesem Bericht folgt der Nettomethode. Unsere Risikobetrachtung zeigt, dass folgende Risiken die wesentlichsten Gefährdungen für CREMER darstellen. Die nachfolgend genannten Risiken haben jeweils eine hohe Bedeutung für den Konzern und sind dem Rang nach in absteigender Bedeutsamkeit aufgeführt. Organisations- und Managementrisiken Für unseren dauerhaften Erfolg benötigen wir in allen Geschäftseinheiten effiziente Strukturen, zielführende Strategien und eine maßgeschneiderte Risikopolitik. Engagierte und qualifizierte Mitarbeitende und Führungskräfte sind Grundlage unseres Erfolges. Um Leistungsträger für die Besetzung offener Stellen zu finden und kompetente Stelleninhaber zu halten, positionieren wir uns als attraktiver Arbeitgeber und fördern die langfristige Bindung unserer Mitarbeiter an CREMER. Geschäftsrisiken Als global operierender Konzern sind wir einer Anzahl wirtschaftlicher und politischer Risiken in verschiedenen Ländern, Branchen und Märkten ausgesetzt. Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, regulatorische, finanzwirtschaftliche, rechtliche und Compliance Risiken können die Erreichung unserer unternehmerischen Ziele gefährden und sind daher stets in unserem Fokus. Zu unseren Geschäftsrisiken zählen wir auch generelle potenzielle Prozessschwächen, die wir sorgfältig analysieren und im Rahmen kontinuierlicher Verbesserungsprozesse adressieren. Absatzrisiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kunden sind ein mögliches Risiko für CREMER in einzelnen Bereichen. Die Konzentration auf wenige Kunden, die jeweils bedeutende Anteile an Umsatz und Bruttoergebnis eines Geschäftsbereichs oder einer operativen Einheit ausmachen, wurde im Berichtsjahr weiter verringert. Die Analyse von Kunden- und Absatzstrukturen bildet dabei die Basis für eine aktive Diversifizierung des Kundenportfolios. Die Pflege guter Kundenbeziehungen und gegebenenfalls eine Politik der aktiven Kundenentwicklung sind die Grundlagen eines ausgewogenen Absatzmanagements. Beschaffungsrisiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten sind ein untergeordnetes Risiko für CREMER. Zur Absicherung von Abhängigkeiten werden alternative Beschaffungsquellen sondiert und die Lieferantenstruktur aktiv diversifiziert. Marktrisiken Risiken aus Marktpreisvolatilitäten aus Handelsaktivitäten werden systematisch analysiert, quantifiziert und im Hinblick auf limitierende Vorgaben bewertet. Unternehmens- und rohstoffspezifische Handelslimits werden nach Marktbewegung und Volatilitäten gesteuert. Währungsrisiken, die sich durch die internationale Geschäftsausrichtung ergeben, werden durch Spezialisten der Treasury Funktion der Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG gehandhabt und konsequent abgesichert. Eine spekulative Positionsnahme im FX-Bereich erfolgt nicht. Die Einschätzung des Wettbewerbs und die zielgerichtete Ableitung von Maßnahmen sind wichtiger Teil unseres Risikomanagements. Finanzrisiken Um jederzeit Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, halten wir auf der Basis unserer Finanz- und Liquiditätsplanung Kreditlinien und liquide Mittel vor. Cash-Pooling und externe Finanzierungen erlauben die bedarfsgerechte Weiterleitung von Mitteln an die Konzerngesellschaften. Unseren operativen Einheiten am Standort Hamburg werden auf der Grundlage verfügbarer Kreditlinien und verfügbaren Eigenkapitals individuelle Kreditlimits zugeordnet. Wir priorisieren eine diversifizierte Kreditnahme und den engen Dialog mit unseren Banken. Zinsrisiken aus der mittel- und langfristigen Verschuldung werden durch Festzinsvereinbarungen und Zinsderivate abgesichert. Dem Risiko von Forderungsausfällen auf der Debitorenseite begegnen wir mit einem systematischen, effizienten und in zunehmendem Maße digital unterstützten Forderungsmanagement. Die Bonität unserer Kunden überprüfen wir sorgfältig auf der Basis von Bonitätsanalysen und sichern mögliche Zahlungsausfälle auch durch gezielte Kreditversicherungen oder definierte interne Limitstrukturen ab. Der Prozess wird durch eine unabhängige Funktion in der Peter Cremer Holding GmbH & Co. KG unterstützt. Produktionsrisiken In unseren Produktionsanlagen kann es zu Betriebsunterbrechungen und Produktionsausfällen kommen, die unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden gefährden können. Laufende Instandhaltungskonzepte, Modernisierungen und Investitionen in unsere Maschinen und Produktionsanlagen helfen, Ausfallrisiken zu minimieren. Unfallrisiken begegnen wir mit einer sicherheitsorientierten Unternehmenskultur sowie umfassenden Maßnahmen zu Arbeits- und Gesundheitsschutz. Betriebsunterbrechungen und Produktionsausfällen aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Energieträgern, beugen wir durch langfristige vertragliche Bindungen, intensive Beobachtung des Spotmarktes sowie der Bereitstellung alternativer Energiequellen vor. Risiken der Informationssicherheit Unsere Geschäftsprozesse sind verschiedenen Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Sicherheitslücken bei der Informationsverarbeitung oder Angriffe auf die IT-Infrastruktur können die Verfügbarkeit oder Vertraulichkeit von Informationen gefährden. Durch gezielte Schwachstellenanalysen verbunden mit Verbesserungsmaßnahmen erhöhen wir ständig die Sicherheit unserer IT- Landschaft. Darüber hinaus haben wir für unsere wesentlichen Standorte ein Risiko-Scoring im Blick auf die Cyber-Sicherheit durchgeführt und entsprechende Versicherungslösungen eingeleitet. Im Rahmen von Schulungen sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter*innen für den sorgsamen Umgang mit geschäftsrelevanten Informationen. Der Datenschutzbeauftragten des Unternehmens stellt sicher, dass personenbezogene Daten ausschließlich gemäß den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes verarbeitet werden. Rechtliche Risiken und Compliance Potenziellen Compliance-Risiken auch im Hinblick auf finanzielle oder Reputationsschäden begegnen wir mit gezielten internen Regelungen und der sukzessiven Weiterentwicklung und Verankerung von Compliance- und Risikomanagement-Strukturen. Gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten werden von unseren Juristen begleitet; bei Bedarf mandatieren wir externe Anwälte. Risiken Corona-Pandemie/Konflikt Ukraine Die teilweisen Beschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie treffen auch CREMER. Logistikwege und Dienstleistungen können nicht wie gewohnt genutzt werden, Rohstoffbeschaffungen könnten zum Erliegen kommen bzw. nur zu Preisen erfolgen, die nicht vollumfänglich an unsere Kunden weitergegeben werden können. Darüber hinaus kann sich ein steigendes Forderungsausfallrisiko ergeben. CREMER hatte während des Geschäftsjahres keine gesteigerte diesbezügliche Exposition, beobachtet die Situation jedoch weiterhin engmaschig und hat die bisherigen Maßnahmen zur Minimierung der Risiken intensiviert. Zuvor Beschriebenes trifft ebenfalls auf den militärischen Konflikt in der Ukraine zu sowie auf eine potentielle Intervention Chinas in Taiwan. Chancenbericht Für CREMER als diversifiziertem Konzern eröffnen sich erhebliche Chancen aufgrund der zunehmenden Ausrichtung auf ertragsstarke Industrie- und Dienstleistungsgeschäfte, die weniger volatil sind als der traditionelle Handel. Vorteile im weltweiten Wettbewerb ergeben sich sowohl für unsere Kunden als auch für uns dadurch, dass wir uns auf Wachstumsregionen und -branchen konzentrieren und dort unser Know-how gezielt einsetzen. Signifikante Chancen bieten sich durch profitables Wachstum innerhalb der Geschäftsbereiche aber auch durch geschäftsfeldübergreifende Initiativen und die konsequente, systematische Nutzung der Verbundkraft des Konzerns. In einem strategischen Dialog erfassen Gesellschaften und Abteilungen Chancen aus relevanten Märkten und Trends, Analysen, Szenarien und Erfolgsfaktoren und diskutieren mögliche Strategien im Interesse von CREMER. In den Prozess des Chancenmanagements sind sowohl die Mitarbeiter der einzelnen Gesellschaften im CREMER Konzern als auch relevante Entscheidungsträger strukturiert eingebunden, um die vorhandene Vielfalt an Expertise im Unternehmen gezielt zu nutzen. Unser Chancenmanagement orientiert sich grundsätzlich an definierten Zielen und Strategien der einzelnen Geschäftsfelder und ist integraler Bestandteil der konzernweiten Planung und Steuerung. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft um ca. 3% erwartet, was ein leichtes Absinken gegenüber den Wachstumsraten der vergangenen Jahre darstellt. Allerdings wird sich das Wachstum in den verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich entwickeln. Während für die Europäische Union lediglich 1,5% erwartet werden, liegen die Prognosen für die USA bei ca. 2,5%. China wird nach der Erholung von den Covid-19-Folgen voraussichtlich bei 6,5% liegen. In diesem Umfeld ist CREMER mit seiner internationalen Aufstellung bestrebt, die bestehenden Geschäftsbereiche regional unterschiedlich weiterzuentwickeln, die neuen Geschäftsaktivitäten zu integrieren und weiterhin in strategische Geschäftsfelder zu investieren. Für das Geschäftsjahr 2023 werden in den bestehenden Geschäftsbereichen die nachfolgend dargelegten Entwicklungen erwartet: TRADE Die weltweite CREMER-Organisation und die über Jahrzehnte gewachsene Kompetenz im Handel mit Commodities und deren Verarbeitung ermöglichen es uns, schnell und flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren und Chancen in neuen Märkten und Produkten ertragreich umzusetzen. Zuvor Beschriebenes gilt auch für den Rückzug aus Aktivitäten mit einem einseitig nachteiligen Chancen/Risikoprofil. Für die einzelnen Bereiche werden im Wesentlichen niedrigere Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr geplant. Für das Jahr 2023 werden im Melassehandel weiterhin Preisniveaus auf historischen Höchstständen erwartet. Infolge des hohen Preisniveaus wird bei einigen Kunden eine Reduzierung der Einsatzmengen erwartet. Für Europa wird von einer geringeren Verfügbarkeit der Melasse ausgegangen. Aufgrund der breiten internationalen Kundenstruktur gehen wir davon aus, die erwarteten negativen Effekte teilweise auffangen zu können und bei stabilen bis leicht rückläufigen Mengen einen Ergebnisbeitrag unterhalb des Geschäftsjahres 2022 zu erzielen. Nach dem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2022 sieht der Stahlbereich Schwierigkeiten, im Jahr 2023 an dieses Ergebnisniveau anknüpfen zu können. Gründe hierfür sind eine erwartete nachlassende Nachfrage auf dem afrikanischen Kontinent durch sich abzeichnende Engpässe bei der Beschaffung von Devisen. Für den europäischen Kontinent wird erwartet, dass die protektionistischen Maßnahmen gegenüber Importen aus China zu einer teureren Direktbeschaffung aus heimischer Produktion führen. Aufgrund der weltweit angespannten Wirtschaftslage beobachtet der Stahlbereich bei vielen Kunden eine Zurückhaltung bei der Erteilung von Aufträgen. Es wird ein Rückgang des Preisniveaus erwartet und ein Ergebnis unterhalb des Vorjahres prognostiziert. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet Cremer Erzkontor eine Abkühlung der Wirtschaft in den für den Geschäftsbereich relevanten Märkten, verbunden mit einem Rückgang der Nachfrage nach Rohstoffen. Es wird mit nachlassenden Preisen für Rohstoffe aus China sowie rückläufigen Frachtraten gerechnet, was sich in einen nachgebenden Umsatz und geringere Bruttomargen übersetzen wird. Dennoch wird mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau gerechnet. Im Handel mit oleochemischen Produkten wird auch im folgenden Geschäftsjahr das Ziel verfolgt, die planbaren Erträge durch weitere Absatzmärkte sowie neue Produkte weiter auszubauen. Im Vordergrund stehen strukturelle Anpassungen sowie Maßnahmen der Digitalisierung, die langfristig zu Effizienzsteigerungen führen sollen. Für den Standort Uetersen gilt es, die Profitabilität stetig zu verbessern, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Es wird ein Niveau unterhalb des sehr guten Vorjahresergebnisse erwartet. INDUSTRY Die landwirtschaftliche Veredelung und damit auch unser Mischfutterbereich werden in Deutschland auch im Jahr 2023 durch Umweltauflagen und erweiterte Erfordernisse beim Tierwohl stark gefordert sein. Insbesondere im Bereich der Ferkelproduktion und im Geflügelmastbereich werden erhebliche Bestandsreduzierungen erwartet. Es wird für 2023 kein Absatzanstieg und ein Ergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau erwartet. Für die Cerealienproduktion wird an der weiteren Stärkung der Marktposition gearbeitet. Hierzu sind für alle Sparten konkrete Volumenvorhaben aufgesetzt. Darunter fällt die Fertigstellung eines Technikums, um Projekte noch schneller und mit mehr Kundennähe umsetzen zu können. Die Rohstoffmärkte werden in Bezug auf die Verfügbarkeiten herausfordernd bleiben. Im Bereich der Energiepreise werden seitens der Politik regulatorische Maßnahmen durchgeführt, deren Umfang zwar im Detail noch nicht abgeschätzt werden kann, insgesamt jedoch einen Anstieg der Energiepreise über Vorjahresniveau nicht verhindern wird. Aufgrund des Ausblicks von der Beschaffungsseite bis zur Vermarktung der von unshergestellten Produkte gehen wir von einer stabilen Entwicklung der Ertragslage in 2023 aus. Im Geschäftsjahr 2023 geht der Bereich Logistik- und Produktionsleistungen für oleochemische Produkte zwar von einer etwas höheren Nachfrage infolge der Aufhebungen von Corona-Beschränkungen in China aus, erwartet jedoch aufgrund insgesamt geringerer Margen für die bestehenden Standorte in China und Nordamerika in Summe ein Ergebnis allenfalls auf Vorjahresniveau. Für den Geschäftsbereich Extrusion und Weiterverarbeitung von Pflanzenproteinen erwarten wir die Überführung von Projekten aus Kundenansprache und Bemusterung in Lieferaufträge. In Summe rechnen wir mit einem gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten Ergebnisniveau. Das Thema Nachhaltigkeit genießt einen hohen Stellenwert bei CREMER und die bereits gestarteten Initiativen werden auch im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt und in einer separaten Berichtserstattung für das Jahr 2023 dargestellt. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 ein moderat unter dem Vorjahr liegendes Konzernergebnis vor Steuern. Dies resultiert im Wesentlichen daraus, dass wir von einer gesamtwirtschaftlichen Abkühlung infolge der anhaltend hohen Inflation, der gestiegenen Kosten für Energie und der Auswirkungen der zunehmenden geopolitischen Spannungen ausgehen. Dies wird sich, regional unterschiedlich, auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen auswirken. Während in der sog. westlichen Hemisphäre mit relativ bescheidenen Wachstumsraten zu rechnen sein wird, wird sich die Situation in China nach der Aufhebung der strikten Coronamaßnahmen im Dezember des vergangenen Jahres in Bezug auf Produktion, Lieferketten und Konsumverhalten entspannen. Umgekehrt sind die Auswirkungen vor allem des anhaltenden militärischen Konflikts in der Ukraine für CREMER schwer einzuschätzen. Dies betrifft sowohl die Verfügbarkeit der jeweils benötigten Rohstoffe als auch die Entwicklung der Preisniveaus von Rohstoffen bzw. Energie sowie die Möglichkeit der Preisweitergabe an unsere Kunden. Gerade in Zeiten hoher Marktdynamik und erschwerten Prognosen zu Wirkungszusammenhängen profitiert CREMER jedoch von seinem breiten Geschäftsportfolio. Die schnelle Anpassungsfähigkeit unserer Organisation an neue Situationen wird dazu beitragen, dass wir auch im Jahr 2023 ein zufriedenstellendes Ergebnis vor Steuern erreichen können.
Hamburg, den 31. März 2023 Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H. Dr. Ullrich Wegner, Geschäftsführer Thiemo Heinzen, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H., Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H., Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Handelsgesellschaft Peter Cremer m.b.H. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 4. Mai 2023 KPMG
AG
Ditting, Wirtschaftsprüfer Heckert, Wirtschaftsprüfer |
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