IFX Service Center Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Grösgen seit 10.3.2023 | Prokura |
Sebastian Münch seit 10.3.2023 | Prokura |
Cornelius Antor seit 10.3.2023 | Prokura |
Nils Bernhard Johann Ostendorf seit 20.1.2022 | Prokura |
Kare Tapio Heikkila seit 20.1.2022 | Prokura |
Michael Bruce Pooley seit 30.7.2020 | Geschäftsführer |
Julian Gans seit 24.10.2019 | Geschäftsführer |
Christoph Andreas Trixl seit 7.8.2017 | Geschäftsführer |
Stephanie Carolin Mantel seit 3.7.2014 | Prokura |
Patrick Klinger seit 17.9.2012 | Prokura |
Anastasios Papadopoulos seit 13.2.2012 | Prokura |
Kerstin Ottmann seit 26.8.2010 | Prokura |
Thomas Albrecht seit 1.2.2002 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Irel BidCo SARL | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IFCO SYSTEMS GmbHPullachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2018 bis zum 30.06.2019LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/19I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell Die IFCO SYSTEMS Gruppe ist Anbieter von Logistikdienstleistungen im Bereich Reusable Packaging Management. Die Kernkompetenz der IFCO SYSTEMS GmbH ist das effiziente Management eines europaweit eingesetzten Vermietpools von RPCs, die überwiegend für den Transport von Obst und Gemüse eingesetzt werden. Zu den Kernmärkten zählen Europa, Südamerika und USA. Die in diesen Märkten produzierten Mengen an Obst und Gemüse müssen vom Erzeuger in kurzer Zeit, ohne Qualitätsverlust - oft über Ländergrenzen hinweg - zum Endverbraucher gebracht werden. Der Kreislauf Die Erzeuger von Obst und Gemüse bei IFCO SYSTEMS bestellen die gewünschte Anzahl an RPCs. Unsere Dienstleistung besteht darin, den Erzeugern die ihrem Produkt entsprechenden RPCs zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und in der gewünschten Stückzahl bereitzustellen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, hat IFCO SYSTEMS mit 33 Service Centern an strategisch wichtigen Standorten in Europa sowie über 50 weiteren Servicecentern weltweit ein flächendeckendes Logistiknetz gespannt. Die Lieferung der RPCs aus den IFCO SYSTEMS Service Centern an unsere Kunden wird von unseren Mitarbeitern systemunterstützt koordiniert, jedoch von international agierenden Speditionen ausgeführt. Nachdem der Erzeuger die RPCs mit seinen Waren befüllt hat, werden sie in die Zentrallager der Einzelhändler transportiert. Dort gehen sie in die Distributionskette ein und werden an die angeschlossenen Einzelhandelsgeschäfte, zum Verkauf der Waren an die Endverbraucher, geliefert. IFCO SYSTEMS sorgt dann in Zusammenarbeit mit den Einzelhändlern für den Rücktransport der leeren und zusammengeklappten RPCs aus den Zentrallagern der Einzelhändler zu den IFCO SYSTEMS Service Centern. Dort wird jeder RPC einer kritischen Qualitätskontrolle unterzogen und anschließend sorgfältig, entsprechend den hohen Anforderungen der Lebensmittelhygiene wie z.B. des HACCP-Standards (Hazard Analysis and Critical Control Points) in Europa, gereinigt. Danach stehen die RPCs für die nächste Auslieferung an die Erzeuger bereit. Ein vollständiges Durchlaufen dieses Kreislaufs wird als ein Umlauf (,Trip') pro RPC bezeichnet. Um einen zügigen Rücklauf der leeren RPCs zu gewährleisten und um unsere Vermögenswerte zu schützen, arbeiten wir mit einem Pfandsystem, das den gesamten Warenkreislauf vom Erzeuger bis zum Einzelhändler abdeckt. 2. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Zusammen mit unseren Zulieferern und Kunden arbeiten wir stetig an Produktverbesserungen, um unsere RPCs bei niedrigeren Kosten je Trip langlebiger und leichter einsetzbar zu machen, sowie an der Entwicklung neuer Produkte. Diese Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen werden vom wichtigsten Zulieferer im Rahmen des geltenden Liefervertrages wahrgenommen und beinhalten für uns keine separaten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Ende der Finanzkrise konnte sich vor allem die deutsche Wirtschaft erholen, doch bestehen weiterhin in weiten Teilen Europas große wirtschaftliche Unsicherheiten. Die Lebensmittelindustrie wird von der weltweiten wirtschaftlichen Situation jedoch nur unwesentlich beeinflusst, wodurch unser Geschäft weniger als andere Branchen von der konjunkturellen Situation betroffen ist. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete vom 2. Quartal 2018 zum 2. Quartal 2019 nahezu keinen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (Anstieg von 0,03%-Punkten) (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 27. August 2019), nachdem im Vorjahr noch ein Anstieg von 2,6% zu verzeichnen war. Die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen; der gleitende Durchschnitt für die Geschäftsjahre 2017/18 und 2018/19 hat sich um 0,8% erhöht (Quelle: Deutsche Bundesbank, Statistisches Beiheft 4 zum Monatsbericht August 2019, S.60). Aber auch dieser Anstieg war deutlich geringer als im Vorjahr mit damals 4,0%. 2. Finanzielle- und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir möchten darauf hinweisen, dass die Steuerung des Geschäftes durch das Management nicht auf der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz oder anderen Kennzahlen für die IFCO SYSTEMS GmbH in der hier vorliegenden Darstellung basiert, sondern stets auf den Daten, Faktoren und Kennzahlen für den europäischen Teilkonzern beruht. Wesentliche Steuerungsgrößen sind dabei das EBIT, also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie die Umsatzerlöse. Auf der Grundlage einer auf die IFCO SYSTEMS GmbH beschränkten Sicht könnten Entscheidungen gefällt werden, die nicht optimal für die Gesamtgruppe wären. Hieraus abgeleitet werden auf Ebene des Einzelabschlusses als finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis und das Ergebnis vor Steuern "EBT" (Earnings Before Taxes) herangezogen. Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator wird die durchschnittliche Drehzahl der Behälter (Turns) verwendet. IFCO ist bemüht, das Verhältnis zwischen Pool und Umsatz zu maximieren, d.h. möglichst hohe Umsätze mit dem zur Verfügung stehenden Behälterpool zu erzielen. Nachdem die Preise zwar abhängig von Behältertyp, Auslieferland und Serviceumfang sind, aber nicht im Einzelfall ausgehandelt werden und über einen vergleichsweise langen Zeitraum konstant bleiben, sind die Turns ein wichtiger Indikator. Allerdings hängt die Nachfrage nach den einzelnen Behältertypen über den Jahresverlauf auch von Faktoren ab, die IFCO nicht beeinflussen kann, wie z.B. der Saison oder dem Wetter. Hinsichtlich der Definition des Betriebsergebnisses verweisen wir auf Punkt 4 im Lagebericht. 3. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2018/19 Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von einer grundsätzlichen Veränderung für die IFCO-Gruppe mit der Trennung vom Brambles-Konzern durch den Verkauf der Gruppe mit der Konzernobergesellschaft IFCO SYSTEMS B.V., Amsterdam, Niederlande, am 25. Februar 2019 an eine Partnerschaft aus Anlagefonds unter dem Management von Triton und der Abu Dhabi Investment Authority, die beide zu gleichen Teilen beteiligt sind. Der Verkauf von Brambles an die neuen Gesellschafter wurde am 31. Mai 2019 abgeschlossen. Die wirtschaftliche Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr wird nachfolgend dargestellt. Der Vollständigkeit halber weisen wir darauf hin, dass wir vereinfachend und ausgehend vom Geschäftsjahresende vom "Geschäftsjahr 2019" statt "2018/19" sprechen, also vom Zeitraum vom 1. Juli des Vorjahres bis zum 30. Juni 2019. Das Geschäftsvolumen in Europa konnte im Geschäftsjahr 2019 insgesamt weiter gesteigert werden, wobei dieser Zuwachs insbesondere in Großbritannien, Spanien, Frankreich, Türkei, Österreich und den CEE-Ländern erzielt wurde. Die Umsatzzuwächse sind auf der Handelsseite überwiegend auf den Ausbau der Volumina mit den bestehenden Einzelhandelspartnern zurückzuführen. Insgesamt lag die Anzahl der Vermietungen in Europa mit 1.294,6 Mio. um 105,3 Mio. oder 8,9% über dem Volumen des Vorjahreszeitraumes von 1.189,3 Mio. Die Umsätze in Europa sind dabei durch Änderungen am Länder- und Produktmix etwas unterproportional um 6,1% gestiegen. In der Gewinn- und Verlustrechnung der IFCO SYSTEMS GmbH wirkt sich diese Geschäftsentwicklung nicht exakt so aus, da die Gesellschaft nur mit den Kunden in Deutschland sowie den Benelux-Ländern in direkter Verbindung steht, in den anderen Ländern das Geschäft aber über Tochtergesellschaften abgerechnet wird. Diese Tochtergesellschaften erhalten für die von Ihnen ausgeführten Umsätze dann eine Untermietabrechnung von der IFCO SYSTEMS GmbH für die Behälternutzung und die Leistungen, die nicht direkt bei dieser Gesellschaft angefallen sind, aber dem Umsatz in dieser Gesellschaft zuzuordnen sind. Aufgrund dieser Abrechnungs- bzw. Anrechnungssystematik sind die Umsätze mit verbundenen Unternehmen mit 16,7% stärker als das Geschäftswachstums gestiegen, wohingegen sich das Wachstum in Deutschland und den Benelux-Ländern direkt ausgewirkt hat und zum Anstieg der Umsätze mit fremden Dritten um TEUR 1.636 oder 1,7% geführt hat. Die Auswirkungen auf Betriebsergebnis und EBT sind in der Ertragslage weiter unten dargestellt. Aufgrund der Volumenerhöhung bei den Vermietungen von Behältern waren weitere Investitionen in den Behälterpool notwendig. Insgesamt wurden in Europa in 2019 32,8 Mio. Behälter angeschafft. Unter Berücksichtigung von Behälterbruch und -schwund ergab sich damit zum Ende des Geschäftsjahres ein operativer Behälterpool in Europa von insgesamt 202,7 Mio. Behältern gegenüber 185,8 Mio. zum 30. Juni 2018. In der Bilanz der IFCO SYSTEMS GmbH ist der überwiegende Teil des europäischen Behälterpools ausgewiesen. Die in Europa genutzten STECO-Behälter befinden sich im Eigentum der österreichischen Tochtergesellschaft. Die Tochtergesellschaften in der Türkei und in Russland betreiben lokale Behälterpools, die sich im Eigentum der dortigen Tochtergesellschaft befinden. 4. Lagebeurteilung Nachfolgend wird die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres dargestellt und erläutert. Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft, die sich nach betriebswirtschaftlich sinnvollen Zusammenfassungen und Verrechnungen aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der letzten beiden Geschäftsjahre ergibt, ist nachfolgend dargestellt. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis setzt sich aus den folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zusammen:
Zur Umsatzentwicklung, insbesondere auch auf die Auswirkung von Mengeneinflüssen, verweisen wir auf die obigen Ausführungen im Rahmen der Geschäftsentwicklung. Mit der Einführung eines neuen Behältertyps konnten höhere Preise durchgesetzt werden. Weiterhin wird mit festen Preislisten pro Behältertyp und Auslieferland gearbeitet, so dass Durchschnittspreisveränderungen meist aus einem geänderten Sortiments- oder Ländermix resultieren. Ergänzend sei auf die saisonalen Effekte hingewiesen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge gemäß der Gewinn- und Verlustrechneung enthalten einen Betrag in Höhe von TEUR 8.755 betreffend die Wertaufholung von Finanzanlangen, welcher in der oben erläuterten Darstellung im Beteiligungs- und Finanzergebnis gezeigt wird. Der überproportionale Anstieg des Materialaufwands ist auf den höheren Anteil von zwischen europäischen Gesellschaften abzurechnenden Leistungen zurückzuführen. Der Personalaufwand ist bei geringfügig gesunkener Mitarbeiterzahl leicht angestiegen, da insbesondere höhere Aufwendungen für Mitarbeiterboni angefallen sind. Gesunkene Löhne und Gehälter haben den Anstieg etwas kompensiert. Aufgrund der großen Erfahrung unserer Mitarbeiter, die überwiegend schon viele Jahre für IFCO arbeiten und daher Ihre Aufgaben routiniert beherrschen, ist es uns möglich, die personellen Ressourcen immer effizienter einzusetzen. Die seit Jahren sehr niedrige Fluktuation im Unternehmen zahlt sich hier aus. Gestiegene Geschäftsvolumina können so weitestgehend ohne zusätzliches Personal abgewickelt werden. Die Turns, d.h. die durchschnittliche Drehzahl der Behälter - als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator - konnte mit knapp 6,7 p.a. gegenüber dem Vorjahreswert von 6,6 p.a. gesteigert werden, obwohl weiter erheblich in den Aufbau neuer Behälterpools investiert wurde. Das gute Poolmanagement konnte die Nutzung von Behältern, die durch die Umstellung von Handelspartnern auf neue Behältertypen frei wurden, an anderer Stelle sicherstellen, so dass die Turns weiter verbessert werden konnten. Das weitere Poolwachstum hat zu einem Anstieg der Abschreibungen geführt, der aber aufgrund der weiter verbesserten Turns unterproportional zum Umsatzwachstum ausgefallen ist. Die Verringerung des sonstigen betrieblichen Aufwands ist im Wesentlichen auf niedrigere Managementumlagen von verbundenen Unternehmen sowie gesunkene Logistikvergütungen und geringere Aufwendungen aus Behälterabgängen zurückzuführen, deren Auswirkung durch den Anstieg der EDV-Kosten etwas abgeschwächt wurde. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge (ohne die Wertaufholung auf Finanzanlagen, die hier im Beteiligungs- und Finanzergebnis gezeigt wird) basiert vor allem auf gesunkenen Erträgen aus Inventurdifferenzen und Behälterverkäufen sowie der deutlichen Verringerung der periodenfremden Erträge, die durch gestiegene Erträge aus Behälterabgängen und einem Anstieg der weiterberechneten Werbekosten nur teilweise kompensiert wurden. Zu weiteren Details der Aufwendungen sowie betrieblichen Erträge verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang. Insgesamt sind die betrieblichen Aufwendungen überproportional zur Umsatzentwicklung gestiegen, da der Geschäftszuwachs im Ausland bei den Tochtergesellschaften stattgefunden hat und damit mehr Leistungen durch die deutsche Gesellschaft durchgeschleust wurden. Gleichzeitig wurden die gesunkenen Managementumlagen anteilig an die Tochtergesellschaften weitergegeben, so dass das Betriebsergebnis zwar prozentual leicht gesunken, aber absolut um TEUR 2.526 bzw. 4,5% von TEUR 56.763 auf TEUR 59.289 gestiegen ist. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis hat sich in der Summe signifikant um TEUR 96.991 verringert und auch in den einzelnen Bestandteilen gab es größere Veränderungen. Aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der IFCO Erste Holding GmbH ergab sich ein Ertrag von TEUR 22.128 im abgelaufenen Geschäftsjahr, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust in Höhe von TEUR 489 der IFCO NA Holdings GmbH ausgeglichen werden musste, doch war aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der IFCO Zweite Holding GmbH ein Verlust von TEUR 94.087 zu übernehmen, der auf die Entflechtung zwischen der IFCO-Gruppe und dem Brambles-Konzern zurückzuführen war. Daneben hat die Schweizer Tochtergesellschaft ein etwas geringeres Ergebnis als im Vorjahr erzielt und daher mit TEUR 12.328 eine etwas niedrigere Dividende ausgeschüttet als im Vorjahr mit TEUR 12.934. Von der tschechischen Tochtergesellschaft wurde in 2019 keine Dividende ausgeschüttet, nach TEUR 1.123 im Vorjahr. Des Weiteren sind Erträge in Höhe von TEUR 8.755 aus der vollständigen Aufholung der in Vorjahren vorgenommenen Wertberichtigungen auf die Anteile an den Tochtergesellschaften IFCO SYSTEMS Austria GmbH sowie IFCO SYSTEMS Hellas E.P.E. entstanden. Als Folge der Restrukturierung im Vorfeld des Ausscheidens aus dem Brambles-Konzern sind die Zinserträge in 2019 weitestgehend entfallen und lagen bei nur noch TEUR 272 gegenüber TEUR 34.614 im Vorjahr. Der Zinsaufwand ist ebenfalls deutlich, aber absolut in geringerer Höhe (um TEUR 3.996) gesunken. Insgesamt hat sich damit das operative Geschäft in 2019 positiv gegenüber dem Vorjahr entwickelt, da der starke Rückgang des Beteiligungs- und Finanzergebnisses auf die oben beschriebenen Sondereffekte zurückzuführen ist. Auch der deutliche Anstieg des Steueraufwandes ist ebenso auch einem Einmaleffekt zuzuschreiben, da die zukünftige Struktur der deutschen Gesellschaften der IFCO-Gruppe aufgrund des vorgesehenen Ergebnisabführungsvertrages der IFCO SYSTEMS GmbH mit der IFCO SYSTEMS Management GmbH die Ausbuchung der aktivierten latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 16.303 zur Folge hatte. Daneben hat die Erhöhung der Bewertungsunterschiede bei den Behältern zu einem latenten Steueraufwand in Höhe von TEUR 22.340 geführt. Diese Effekte wurden durch die Reduzierung des Steuersatzes aufgrund der Reduzierung der Betriebsstätten etwas kompensiert. Insgesamt ist das Jahresergebnis daher stärker zurückgegangen als das Ergebnis vor Steuern. Vermögens- und Finanzlage Die Veränderungen der Bilanz sind vor allem auf die Restrukturierungen im Vorfeld des Ausscheidens der IFCO-Gruppe aus dem Brambles-Konzern sowie auf das Geschäftswachstum sowie die damit verbundenen Investitionen in den Behälterpool zurückzuführen. Der Anstieg der Bilanzsumme um TEUR 120.821 oder 7,9% auf TEUR 1.656.826 zum Bilanzstichtag beruht maßgeblich auf dem Anstieg des Finanzanlagevermögens vor allem durch die Käufe von Anteilen an IFCO-Gesellschaften, die bisher von anderen Brambles-Konzerngesellschaften außerhalb der IFCO-Gruppe gehalten wurden. Daneben ist als Folge der Geschäftsentwicklung in Europa der Buchwert des Behälterpools um über 10% gestiegen, Kompensiert wurden diese Anstiege durch einen anderen Effekt aus der Restrukturierung, nämlich den Abbau von Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Auf der Passivseite zeigen sich die operativen Entwicklungen in der Erhöhung der Rückstellungen (insbesondere für Pfand) sowie höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Aus den Restrukturierungsmaßnahmen ergaben sich daneben ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der passiven latenten Steuern, bei gleichzeitiger Reduzierung des Eigenkapitals aufgrund des Jahresfehlbetrages. Nach dem Ausscheiden aus dem Brambles-Konzern besteht kein Cash-Pooling mehr und die erwirtschaftete Liquidität zeigt sich nun wieder im Ausweis liquider Mittel in der Bilanz der Gesellschaft und nicht mehr in der Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, wie in der Vergangenheit. Die Erhöhung des Sachanlagevermögens um TEUR 43.369 auf TEUR 500.851 ist geprägt vom Anstieg bei den Behältern, bei denen das Geschäftswachstum und die Einführung der neuen Behälterpools abermals hohe Behälterinvestitionen von TEUR 110.990 erforderlich machten. Durch Abschreibungen in Höhe von TEUR -35.167 und Abgänge im netto-Volumen von TEUR -29.465 reduzierte sich der Anstieg des Restbuchwerts auf TEUR 46.357. Die Finanzanlagen haben sich vor allem durch den Erwerb von Anteilen an IFCO-Gesellschaften, die bisher von anderen Brambles-Konzerngesellschaften außerhalb der IFCO-Gruppe gehalten wurden, erhöht. Für sechs Gesellschaften sind insgesamt TEUR 107.962 Anschaffungskosten angefallen. Daneben haben Kapitalerhöhungen bei vier Gesellschaften die Anschaffungskosten um insgesamt TEUR 18.763 erhöht. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung bei den Tochtergesellschaften in Österreich und Griechenland konnten frühere Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 8.755 zurückgenommen werden und haben somit auch den Buchwert erhöht. Leicht kompensiert wurden all diese Erhöhungen durch die Abschreibung der Anteile an der FreshCollect GmbH in Höhe von TEUR 2.200. Für weitere Erläuterungen wird auf den Anhang verwiesen. Im Rahmen der Restrukturierungen und Anteilserwerbe zur Vorbereitung des Ausscheidens aus dem Brambles-Konzern wurden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 93.371 auf TEUR 31.585 reduziert. Wesentlich ist dabei die Verrechnung der Darlehensforderung an das ehemalige verbundene Unternehmen Brambles Finance plc, die sich im Vorjahr auf TEUR 90.049 belief. Der Anstieg des Forderungssaldos gegen die Gesellschafterin um TEUR 13.037 sowie der liquiden Mittel um TEUR 26.056 ist ebenso Folge des Ausscheidens aus dem Brambles-Konzern, in dem die Finanzierung durch den Konzern erfolgte und daher liquide Mittel abgezogen und operative Salden zwischen verbundenen Unternehmen durch eine Finanzierungsgesellschaft ausgeglichen wurden. Das war zum Ende des Geschäftsjahres 2019 nicht mehr der Fall, so dass Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin sowie einer Gutschrift für Management-Umlagen zum Forderungssaldo von TEUR 13.508 gegenüber der Gesellschafterin geführt haben und wesentliche liquide Mittel in der Bilanz ausgewiesen wurden. Die weitere Erhöhung des Geschäftsvolumens insbesondere mit den neuen Behälterpools führte wiederum zu einem überproportionalen Anstieg der Rückstellungen. Da bei neuen Behälterpools mit einem deutlich höheren Pfandbetrag gearbeitet wird und in der IFCO SYSTEMS GmbH die Pfandrückstellung für den gesamten in Europa genutzten Pool gebucht wird, ist die Pfandrückstellung um 17,2% oder TEUR 56.873 auf TEUR 388.127 angestiegen. Die Rückstellungen für ausstehende Abrechnungen für Logistikkosten und sonstige Leistungen haben sich um TEUR 13.610 reduziert, da im Vorjahr ein Geschäftspartner über einen längeren Zeitraum seine Leistungen nicht abgerechnet hatte. Dieser Rückgang wurde durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 25.224 mehr als kompensiert. Im Rahmen der bereits erwähnten Restrukturierungen wurde ein bestehendes Darlehen von einem verbundenen Unternehmen durch eine anderes Finanzierungsdarlehen ersetzt und die Verbindlichkeiten dabei um TEUR 60.314 reduziert. Durch Anstiege bei kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen insbesondere der Verlustübernahme der IFCO Zweite Holding GmbH in Höhe von TEUR 94.087 ist der Gesamtsaldo der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz aber um TEUR 49.171 gestiegen. Infolge der wiederum hohen Behälterinvestitionen und der Ausnutzung von steuerlichen Bewertungsunterschieden ist der Unterschiedsbetrag zwischen der steuerlichen und der handelsrechtlichen Bewertung des Behälterpools weiter deutlich angestiegen. Gleichzeitig wurden zum Bilanzstichtag keine steuerlichen Verlustvorträge mehr aktiviert. Dadurch hat sich der Überhang der passiven latenten Steuern gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt und diese sind um TEUR 33.350 auf TEUR 70.109 angestiegen. Die Anlagenintensität hat sich leicht von 85% auf 89% erhöht, da die Bereinigung der IC-Salden die Auswirkung des Anstieges des Anlagevermögens und der liquiden Mittel auf die Bilanzsumme teilweise kompensiert hat. Der Anstieg der Bilanzsumme bei gleichzeitig negativem Jahresergebnis hat die Eigenkapitalquote von 54,6% auf 48,9% fallen lassen. Der Deckungsgrad von Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital (in Form der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der IFCO Management GmbH bzw. IFCO SYSTEMS B.V. in Höhe von TEUR 94.109 zum Bilanzstichtag bzw. TEUR 154.423 im Vorjahr) zum Anlagevermögen ist von 76% auf 61% gefallen. Berücksichtigt man bei diesem Deckungsgrad auch die Pfandrückstellung, da diese zwar laufend und relativ kurzfristig umgeschlagen wird, aber bei einem gleichbleibenden Bestand an vermieteten Behältern durchaus als ein langfristiges Finanzierungsinstrument gesehen werden kann, so wird zum Bilanzstichtag nicht mehr das gesamte Anlagevermögen abgedeckt, nachdem dieser Wert von 102% auf 87% gesunken ist, da die Zukäufe von Unternehmen zum Bilanzstichtag nicht durch langfristige Finanzierungen abgedeckt wurden. Die langfristige Finanzierung der Gesellschaftdurch die IFCO Management GmbH ist gesichert und wird nach Abschluss der Restrukturierungen im nachfolgenden Geschäftsjahr vertraglich geregelt. Da die Finanzierung der Gesellschaft aber sowohl in der Vergangenheit durch Brambles mittelbar über die IFCO SYSTEMS B.V. bzw. Brambles Finance plc. sichergestellt wurde und auch der neue und eigenständige IFCO-Konzern bereits seit April 2019 über einen langfristigen Finanzierungsrahmen verfügt, ist den Veränderungen dieser Kennzahlen keine wesentliche Bedeutung beizumessen. Die Finanzierung der IFCO SYSTEMS GmbH erfolgt seit dem Ausscheiden aus dem Brambles-Konzern über einen Finanzierungsrahmen, den die Irel BidCo SARL, Luxemburg, und die IFCO Management GmbH aufgenommen haben und der sich auf über TEUR 1.784.752 beläuft, wovon TEUR 370.000 zum Bilanzstichtag noch nicht ausgenutzt wurden. Die konzerninterne Finanzierung wird im Geschäftsjahr 2020 nach Abschluss der Restrukturierungen im Detail geregelt, aber es besteht kein Zweifel, dass der zukünftige Finanzierungsbedarf der IFCO SYSTEMS GmbH dadurch vollständig abgedeckt werden wird. In der Vergangenheit bestanden zwei große Kreditrahmen von jeweils TEUR 450.000 bei Brambles Finance plc und der IFCO SYSTEMS B.V., von denen im Vorjahr nur TEUR 154.423 bei der IFCO SYSTEMS B.V. in Anspruch genommen wurden. Im Rahmen der IFCO-Gruppe ist die Finanzierung der Gesellschaft für die Zukunft gesichert. Finanzierungen und liquide Mittel werden im Bedarfsfall über die zukünftige Holding- und Finanzierungsgesellschaft IFCO Management GmbH sichergestellt, die dafür über ausreichende finanzielle Mittel verfügt. Die langfristige Planung der Gruppe spiegelt positive Cash Flows wider, so dass keine Finanzierungsengpässe für die Gruppe absehbar wären, die dann auch die IFCO SYSTEMS GmbH betreffen könnten. Auf der anderen Seite werden auch zukünftig überschüssige liquide Mittel an die finanzierende Konzerngesellschaft abgeführt. Daher stellt eine Veränderung der liquiden Mittel auf der Ebene der Gesellschaft kein Anzeichen für eine Verbesserung oder Verschlechterung der Finanzlage der Gesellschaft dar und ein negatives Working Capital aufgrund von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. aus den hohen Pfandrückstellungen ist kein Indiz für eine gefährdete Liquidität. Insbesondere die Pfandrückstellung ist zwar eine kurzfristige Rückstellung, die sich laufend umschlägt, bleibt aber trotzdem bei gleichbleibendem Geschäftsvolumen auf dem gegenwärtigen Niveau und hat damit einen Finanzierungscharakter. Darüber hinaus hat die IFCO Management GmbH mit Patronatserklärung vom 22. Mai 2020 zugesagt, die Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen. Insgesamt hat sich Lage der Gesellschaft auch im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt und auch aus dem Ausscheiden aus dem Brambles-Konzern haben sich keine negativen Auswirkungen ergeben. III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht1. Risikomanagement Unsere internen Grundsätze für das Risikomanagement sind integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien. Wir verfügen über umfassende interne Risikomanagement- und -kontrollsysteme, um ein Risiko, das wir eingehen, vorherzubestimmen, zu messen, zu beobachten und zu steuern. Die wichtigsten dieser Systeme sind unsere unternehmensweiten Verfahren für die strategische Planung, das Management-Reporting und die interne Revision. Wir erachten die vorhandenen Kontrollsysteme als angemessen und effektiv. Die Koordinierung dieser Prozesse und Verfahren zielt darauf ab, sicherzustellen, dass unsere Geschäftsführung rechtzeitig über alle wesentlichen Risiken informiert ist. Die Konzerngeschäftsführung und die Gesellschafter legen besonderen Wert auf die interne Revision, die sämtliche Geschäftsbereiche abdeckt. Dies wurde in der Vergangenheit ebenso wie Compliance-Programme vom Brambles-Konzern abgedeckt. Vergleichbare Strukturen soll auch der IFCO-Konzern erhalten, so dass es zu einem möglichst nahtlosen Übergang kommt. 2. Chancenbericht Im Folgenden werden Chancen der künftigen Entwicklung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, dargestellt. Die Chancen sind entsprechend ihrer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in einer Rangreihenfolge angeführt. Durch die Bildung einer Rangordnung werden die Chancen entsprechend ihrer relativen Bedeutung absteigend dargestellt. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die Erreichung der Prognosen bzw. der angestrebten Ziele. Wesentliche Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben. 3. Wachstumschancen Zu Beginn des Lageberichts wurden bereits unser Geschäft, die Produkte sowie die Kompetenz von IFCO genannt. IFCO hat nach Einschätzung des Managements in Europa eine marktführende Position. Aufgrund der Vorteile unserer Geschäftspartner aus dem Einsatz unserer RPC's sowie den Marktgegebenheiten bestehen gute Wachstumschancen. Durch die stetige Ausweitung des Geschäftsvolumens mit unserer bereits bestehenden Kundenbasis als auch durch die Gewinnung neuer Kunden für unser System planen wir, dieses nach unserer Einschätzung große Marktpotential kontinuierlich und langfristig zu erschließen. In Europa vertrauen heute über 7.000 Obst- und Gemüse-Erzeuger sowie weit mehr als 100 Einzelhändler, wie beispielsweise REWE, Metro und Dennree in Deutschland, COOP und Migros in der Schweiz, Carrefour in Frankreich, Spanien, Griechenland und der Türkei, Intermarche, Système U, Leclerc, Casino, Simply Market und ALDI in Frankreich, Eurospin, Despar, SELEX, Simply (SMA), MD-LDD und PENNY in Italien, Dia, Sabeco,, Alcampo, Gadisa, Dinosol und UVESCO in Spanien, Sonae, JMR, Dia, Auchan und ALDI in Portugal, BAMA und COOP in Norwegen, SOK in Finnland, SPAR, REWE, Hofer und MPreis in Österreich sowie Waitrose, CO-OP, Morrisons, LIDL und ASDA in Großbritannien, auf unsere Logistikdienstleistungen. In vielen osteuropäischen Ländern sowie in Argentinien, Brasilien, Chile, Uruguay und Kolumbien, den U.S.A., Kanada, Japan und China sind wir bereits aktiv vertreten. Um unsere geografische Präsenz weiter auszubauen, sondieren wir aktiv die mittel- und osteuropäischen, südamerikanischen und asiatischen Märkte. Auch mit der neuen Eigentümerstruktur nach dem Verkauf durch Brambles sowie durch die getätigten erheblichen Investitionen in den Behälterpool und in die Logistikinfrastruktur sowie durch unser Produktangebot und verstärkte Marketing- und Vertriebsaktivitäten schaffen wir eine solide Grundlage, um unser Wachstum im Geschäftsjahr 2019/20 weiter voranzutreiben. 4. Mitarbeiter Die IFCO SYSTEMS GmbH kann auf ein leistungsfähiges Team engagierter Mitarbeiter zurückgreifen, die überwiegend auf eine langjährige Erfahrung in der Branche und bei IFCO zurückblicken können. Dadurch konnten gute Beziehungen zu den Geschäftspartnern aufgebaut werden und auch neue Geschäftspartner treffen auf kompetente Ansprechpartner, die sowohl das laufende Geschäft reibungslos und effizient managen können als auch in der Lage sind, zusammen mit den Geschäftspartnern sinnvolle Lösungen für neue Herausforderungen zu finden. Kompetente und engagierte Mitarbeiter, wie IFCO sie vorweisen kann, sind das wesentliche Kapital eines Unternehmens und eine wichtige Voraussetzung für eine positive Geschäftsentwicklung sowie die Ausnutzung von Wachstumschancen. 5. Umweltbewusstsein Weiter steigendes Umweltbewusstsein nicht nur in Deutschland, sondern auch in den übrigen europäischen Ländern bietet dabei gute Chancen, die Nachfrage nach wiederverwendbaren Behältern an Stelle von Einwegprodukten zu fördern, so dass zu den ökonomischen und logistischen Vorteilen für den Einzelhandel auch noch Vorteile für den eigenen Marktauftritt und die Abgrenzung und Profilierung gegenüber den Wettbewerbern treten können. Dies würde sich positiv auf die Wachstumschancen auswirken. 6. Risikobericht Im Folgenden beschreiben wir die wichtigsten Risikokategorien, die unser Geschäft, unsere Finanzsituation und unsere Betriebsergebnisse wesentlich beeinflussen könnten. Die hier dargestellten Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen, mit denen wir konfrontiert sind. Weitere Risiken, die uns zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt sind oder die wir derzeit als weniger bedeutend einschätzen, könnten unserem Geschäft ebenfalls abträglich sein. Die Risiken sind entsprechend ihrer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in einer Rangreihenfolge absteigend angeführt. Durch die Bildung einer Rangordnung werden die Risiken entsprechend ihrer relativen Bedeutung dargestellt. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die Erreichung der Prognosen bzw. der angestrebten Ziele. Kein Risiko wird in der Bedeutung als hoch eingestuft, das größte Risiko stellt der Wettbewerb dar, beim Rohstoffpreisrisiko könnte ein starker Anstieg des Dieselpreises das Ergebnis stark beeinträchtigen, wenn eine Weitergabe der höheren Kosten über höhere Vermietpreise nicht möglich sein sollte. Allen anderen nachfolgend aufgeführten Risiken kommt derzeit nur eine mäßige Bedeutung zu. Wesentliche Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben. 7. Wettbewerb In allen Industriezweigen, in denen wir agieren, sind wir mit Wettbewerbern konfrontiert. Wir rechnen mit aggressiver Konkurrenz durch andere Anbieter von RPCs und Hersteller von herkömmlichen Verpackungen, insbesondere Kartonageproduzenten. Zudem gibt es relativ wenige Hindernisse, die dem Einstieg in die traditionelle Verpackungsbranche auf örtlicher oder regionaler Ebene entgegenstehen. Die Auswirkungen dieses Wettbewerbs könnten unsere Wachstumsmöglichkeiten einschränken, den Preisdruck auf unsere Produkte erhöhen oder unsere Geschäftszahlen anderweitig beeinträchtigen. 8. Einzelhandelsbeziehungen Unser Geschäft ist abhängig von den Beziehungen zu einer relativ kleinen Anzahl großer Einzelhändler. Sollte es nicht gelingen, diese Beziehungen aufrechtzuerhalten oder neue Beziehungen zu vergleichbaren Bedingungen aufzubauen, so würde dies unsere Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung unserer Wettbewerbsfähigkeit in den Märkten, in denen wir agieren, beeinträchtigen. Der Verlust einer oder mehrerer dieser Kundenbeziehungen hätte erhebliche negative Auswirkungen auf unseren Umsatz, unsere Profitabilität und den Cash Flow. 9. Risiken des RPC-Pools Trotz unserer Erfahrung im Behälter-Pooling und -Transport sowie der Haltbarkeit und Zuverlässigkeit der RPCs unterliegt unser RPC-Pool einem gewissen Schwund infolge unvorhersehbarer Verluste und Beschädigungen während der Transportvorgänge beim Vertrieb der Produkte. Erhöhte Verluste oder Schäden an den RPCs können unsere Kosten für den Erhalt des derzeitigen RPC-Pools steigern. Dadurch könnten zusätzliche Investitionsausgaben erforderlich werden, die eventuell unsere Profitabilität verringern könnten. Wir haben betriebliche, logistische und analytische Tools eingerichtet und geschaffen, um diese Risiken zu reduzieren und zu minimieren. Darüber hinaus werden diese Risiken in unserer Abschreibungspolitik berücksichtigt. 10. Zuliefererrisiko Unser Geschäft ist abhängig von der rechtzeitigen Anlieferung der RPCs zu angemessenen wirtschaftlichen Konditionen. Wir beziehen die RPCs im Wesentlichen von einem Zulieferer, mit dem eine lange Geschäftsbeziehung und langfristige Vertragsbeziehungen bestehen. Falls dieser Zulieferer nicht mehr willens oder in der Lage sein sollte, uns RPCs zu liefern bzw. zu für uns akzeptablen Bedingungen zu liefern, wäre es denkbar, dass es uns möglicherweise nicht gelingt, rechtzeitig oder zu vergleichbaren Kosten, alternative Zulieferer zu finden. Dies würde unsere Fähigkeit einschränken, unsere Kunden rechtzeitig mit RPCs zu beliefern, und somit unser Betriebsergebnis negativ beeinflussen. Bei Kündigung dieser Zulieferer-Verträge hat IFCO SYSTEMS jedoch das Recht, die Formen zur Herstellung der RPCs zu verwenden, und erhält Zugang zu den Konstruktionszeichnungen der Formen. Dieses Risiko wurde bereits vor einigen Jahren dadurch reduziert, dass ein zweiter Lieferant, der bisher nur eine bestimmte Behälterart geliefert hatte, neben dem bisherigen Hauptlieferanten nun auch unsere wichtigsten neuen Behältertypen produziert. Eine entsprechende langfristige Vereinbarung wurde geschlossen, die erforderlichen Werkzeuge beschafft und die Produktion wurde dort in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht. 11. Rohstoffpreisrisiko Hinsichtlich der verwendeten Rohstoffe unterliegen wir einem Marktrisiko. Plastikgranulat stellt einen wichtigen Bestandteil der Materialkosten unserer RPCs dar und Energie, insbesondere Dieselkraftstoff, stellt einen wichtigen Kostenfaktor für unser Geschäft dar. In dem Maße, wie wir RPCs aus neuem, nicht gebrauchtem Granulat anstelle von recycelten kaufen, steigert jede Erhöhung der Kosten für neues Granulat die Herstellungskosten, was zu einer geringeren Rentabilität führt. Dieses Risiko besteht nicht, sofern wir unsere gestiegenen Kosten an unsere Kunden durch entsprechende Preise weitergeben können. Es können Begrenzungen dahingehend bestehen, wie weit und wie schnell, wenn überhaupt, diese Kostensteigerungen an die Kunden weitergegeben werden können. Darüber hinaus können Preiserhöhungen, sofern sie zu Auftragsrückgängen führen, den Umsatz beeinträchtigen. Wir schließen keine Terminkontrakte auf den Rohstoffmärkten zur Absicherung unserer Abhängigkeit von den vorstehend genannten Rohstoffen ab. 12. Kreditrisiko Wir bieten einigen unserer Kunden im Rahmen unserer Verkäufe handelsübliche kurzfristige Finanzierungen an, indem in der Regel ein Zahlungsziel von 30 Tagen gewährt wird. Mit Bereitstellung dieser Finanzierung gehen wir eine Reihe allgemeiner Risiken ein, darunter Zahlungsverzug seitens der Kunden oder Schwierigkeiten beim Einzug der Forderungen. Wir steuern diese Kreditrisiken durch den Einsatz definierter Verfahren zur Einschätzung der Kreditwürdigkeit der Kunden sowie durch die hohe Fokussierung unseres Unternehmens auf den vollständigen, termingerechten Einzug der Forderungen. 13. Umweltrisiko Unsere Geschäftstätigkeit insbesondere im Lebensmittelbereich unterliegt diversen Umweltgesetzen und -vorschriften, einschließlich Bestimmungen bezüglich Hygiene, über Handhabung und Entsorgung von Abfallprodukten, über Kraftstofflagerung und Reinhaltung der Luft. Verstöße gegen diese Gesetze und Vorschriften können schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen, darunter zivil- und strafrechtliche Bußgelder und Strafgebühren bis zur Einschränkung der Geschäftstätigkeit oder Stilllegung von Standorten. Wir überwachen und steuern diese Risiken durch strenge interne Verfahren (wie z.B. ein Qualitätshandbuch und die ISO 9001 Zertifizierung) und unser internes Management-Reporting-System. 14. Finanzierungsrisiko Durch die Zugehörigkeit zum Brambles-Konzern standen in der Vergangenheit günstige Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Finanzierung der IFCO SYSTEMS GmbH erfolgt seit dem Ausscheiden aus dem Brambles-Konzern über einen langfristigen Finanzierungsrahmen, den die Irel BidCo SARL, Luxemburg, und die IFCO Management GmbH aufgenommen haben und der sich auf über TEUR 1.784.752 beläuft, wovon TEUR 370.000 zum Bilanzstichtag noch nicht ausgenutzt wurden. Die IFCO Management GmbH hat die Sicherstellung der Finanzierung für die nächsten Jahre zugesagt und die konzerninterne Finanzierung wird im Geschäftsjahr 2020 nach Abschluss der Restrukturierungen im Detail vertraglich geregelt. Daher besteht kein Zweifel, dass der zukünftige Finanzierungsbedarf der IFCO SYSTEMS GmbH dadurch vollständig abgedeckt werden wird, auch wenn die Bilanz der Gesellschaft ein negatives Working Capital aufweist. 15. Fremdwährungsrisiko Die Risiken aus Wechselkursschwankungen sind für die IFCO SYSTEMS GmbH als begrenzt anzusehen, da das Geschäft von der Gesellschaft weit überwiegend in Euro abgewickelt wird. Umsätze werden ausschließlich in Euro fakturiert und die Eingangsrechnungen lauten ebenfalls weit überwiegend auf Euro, so dass das Kursrisiko begrenzt ist. 16. Zinsrisiko Das Risiko von Änderungen der Marktzinssätze, dem das Unternehmen ausgesetzt ist, ist beschränkt. Externe Finanzierungen in Form von Finanzierungsleasingverträgen oder eines Konsortialkredits bestehen nicht. Investitionen in Behälter werden zu einem wesentlichen Teil durch Behälterpfand abgedeckt. Zinstragende Verbindlichkeiten bestehen daher nahezu ausschließlich gegenüber Konzerngesellschaften, die dort auf einer langfristigen Refinanzierung beruhen. 17. IT-Risiken Unsere Geschäftsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation basieren auf globalen IT-Systemen. Die Vertraulichkeit von internen und externen Daten hat dabei eine große Bedeutung. Der Verlust der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität von Daten und Informationen, z. B. durch (Cyber-)Angriffe, kann zu Manipulationen und / oder zu einem unkontrollierten Abfluss von Daten und Know-how führen. (Cyber-) Angriffe können außerdem zu einer Behinderung unserer Geschäftsprozesse führen. Um diesen Risiken zu begegnen, halten wir die Sicherheitsstandards auf dem neuesten Stand. Ferner wird die bestehende IT-Infrastruktur durch Schutzmaßnahmen vor unerlaubtem Zugriff geschützt. 18. Risiko aus dem Brexit Aus einem möglichen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU ergibt sich nach der derzeitigen Einschätzung kein wesentliches Risiko für die Gesellschaft. Dabei wurden zum einen die höheren Kosten aus der dann erforderlichen Abwicklung des Geschäftes mit Großbritannien als Import/Export berücksichtigt als auch mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsvolumen in Großbritannien. 19. Risiken aus der Corona-Pandemie Aus der im Frühjahr 2020 aufgetretenen Corona-Pandemie und den starken Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens und ihren großen ökonomischen Konsequenzen ergeben sich für das Geschäft der IFCO-Gruppe bisher keine nennenswerten zusätzlichen Risiken. IFCO profitiert von einer etwas gestiegenen Nachfrage im Lebensmittel-Einzelhandel ohne von den negativen Veränderungen bei der Gastronomie getroffen zu werden. Wiederverwendbaren Transportmitteln wurde kein erhöhtes Risiko für die Virusübertragung unterstellt und die Versorgung mit Lebensmitteln bei freiem Warenverkehr in Europa war stets möglich. Sollten sich diese Rahmenbedingungen nicht grundlegend ändern, sind auch weiterhin keine wesentlichen Risiken für IFCO aus der Corona-Pandemie zu erkennen. Wirtschaftliche oder rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale sind daher für die kommenden Geschäftsjahre nicht erkennbar. 20. Prognosebericht Unser Geschäft wird von konjunkturellen Entwicklungen der Weltwirtschaft nur wenig beeinflusst, da der Lebensmittelhandel - unser Hauptkunde - nicht so stark wie andere Branchen von der konjunkturellen Situation abhängig ist. In Europa werden wir weiter auf unsere Führungsstellung und große Markterfahrung setzen, um das Wachstum des Gesamtmarktes zu erreichen oder sogar zu übertreffen. Wir werden unsere Vertriebsinitiativen verstärken und die geografische Präsenz in West-, Mittel- und Osteuropa, Südamerika und Asien weiter ausbauen. Dementsprechend werden wir die Investitionen in unseren RPC-Pool fortsetzen. Diese werden allerdings sorgfältig auf unsere Geschäftsentwicklung abgestimmt werden und darauf ausgerichtet sein, die Rendite auf das investierte Kapital zu steigern. Im Lagebericht des vorangegangenen Geschäftsjahres wurden für die wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Prognosewerte für das folgende Geschäftsjahr dargelegt. In der nachfolgenden Tabelle werden die prognostizierten Werte den tatsächlich im Geschäftsjahr erreichten Werten gegenübergestellt.
Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2019 leicht oberhalb der Erwartungen des Vorjahres entwickelt, wobei dies vor allem auf das Geschäftsvolumen mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Das Betriebsergebnis liegt mit EUR 59,3 Mio. ebenfalls leicht über den Erwartungen. Maßgebliche Faktoren sind die gegenüber den Umsatzerlösen überproportional gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen und gesunkene sonstige betriebliche Erträge (ohne Wertaufholung auf Finanzanlagen), die durch gesunkene sonstige betriebliche Aufwendungen teilweise kompensiert wurden. Die Abweichung des Ergebnisses vor Steuern im Geschäftsjahr von der Vorjahresprognose beruht auf den Sondereffekten aus der Restrukturierung im Vorfeld des Verkaufs der IFCO-Gruppe durch den Brambles Konzern, die in ihrer Größenordnung nicht abzusehen waren und oben bei der Lagebeschreibung ausführlich behandelt wurden. Die Turns (durchschnittliche Drehzahl der Behälter) konnten entgegen der Vorjahresprognose leicht gesteigert werden, obwohl die Einführung neuer Behältergenerationen bei großen Handelskunden auch den Behälterpool hat steigen lassen und die optimale Poolnutzung bei der Umstellung deutlich erschwert ist. Basierend auf den geschilderten besonderen Prognosebedingungen wird für das Geschäftsjahr 2020 von prinzipiell vergleichbaren operativen Verhältnissen wie in 2019 ausgegangen. So wird zwar ein Anstieg der Umsatzerlöse auf EUR 305 Mio. bis EUR 315 Mio. im Geschäftsjahr 2020 erwartet; da sich aber auch viele Aufwendungen erhöhen werden, wird von einem Betriebsergebnis von EUR 64 Mio. bis EUR 70 Mio. ausgegangen. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis ist aufgrund der anstehenden Restrukturierung schwieriger zu prognostizieren, es ist aber von einem deutlichen Rückgang auszugehen, da Zinsaufwendungen von etwa EUR 5 Mio. und Beteiligungserträge in Vorjahreshöhe von etwa EUR 12 Mio. zu erwarten sind. Wertberichtigungen auf das Finanzanlagevermögen sind aus derzeitiger Sicht eher unwahrscheinlich. Insgesamt wird von einem Ergebnis vor Steuern von etwa EUR 69 Mio. bis EUR 71 Mio. ausgegangen. Hinsichtlich der Turns, d.h. der durchschnittlichen Drehzahl der Behälter- als wesentlichem nichtfinanziellen Leistungsindikator - wird aufgrund des Aufbaus neuer Pools für diverse europäische Handelspartner und der damit verbundenen Umstellung von einem leicht niedrigeren Wert für das kommende Geschäftsjahr ausgegangen als mit den knapp 6,7 p.a. in 2019 erreicht werden konnten. Insgesamt wird eine weiter positive operative Entwicklung erwartet mit weltweiten Wachstumschancen, die zu weiteren Umsatz- und Profitabilitätssteigerungen gegenüber 2019 führen werden. Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 bestätigen diese Annahmen und damit auch die Einschätzung im Risikobericht, dass die Corona-Pandemie keine wesentlichen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf hat. Wir gehen davon aus, dass wir im Rahmen der neuen Struktur der IFCO-Gruppe, mit den neuen Gesellschaftern und einer neuen Konzernfinanzierung über die IFCO Management GmbH finanziell in der Lage sein werden, den Bedarf an Kapital, Betriebsmitteln und Schuldendienst aus unserem eigenen betrieblichen Cash Flow decken zu können.
Pullach, den 07. Oktober 2020 Geschäftsführer Michael Pooley Dr. Julian zu Putlitz Christoph Trixl Bilanz zum 30. Juni 2019Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2018/19I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie IFCO SYSTEMS GmbH (nachfolgend auch "IS GmbH" oder "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Pullach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B Reg. Nr. 117230). Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die IFCO SYSTEMS GmbH ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2019 unverändert eine große Kapitalgesellschaft im Sinne § 267 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Geschäftsjahr begann am 1. Juli 2018 und endete am 30. Juni 2019. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben. Zusätzliche Abschreibungen auf den beizulegenden Wert werden bei dauernder Wertminderung vorgenommen, soweit der beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über 15 Jahre abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Hierbei kommt eine Nutzungsdauer zwischen 2 und 18 Jahren zur Anwendung. Behälter werden über eine Nutzungsdauer von 6 bis 10 Jahren auf einen angemessenen Restwert abgeschrieben. Zusätzliche Abschreibungen auf den beizulegenden Wert werden bei dauernder Wertminderung vorgenommen, soweit der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert ist. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird, mit Ausnahme des Erwerbs von Behältern, handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 410 nicht übersteigen. Wenn im Zusammenhang mit dem Erwerb von Behälter von dieser Regelung in der Steuerbilanz Gebrauch gemacht wird, gilt diese nur für die Steuerbilanz und wird nicht in die Handelsbilanz übernommen. Die sich daraus ergebenden latenten Steuern werden auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Finanzanlagen, deren Werthaltigkeit dauerhaft beeinträchtigt ist, werden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Es erfolgt eine jährliche Überprüfung der bilanzierten Buchwerte der Finanzanlagen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte werden zum Abschlussstichtag abgewertet, wenn die Wiederbeschaffungskosten oder der Marktwert niedriger sind. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag sind. Aus der Bewertung des Behälterpools resultieren latente Steuern: Handelsrechtlich wurde im Rahmen der BilMoG-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 der vorhandene Pool auf seinen Zeitwert zugeschrieben. Steuerlich wurde die Poolbewertung nicht geändert und diese Behälter wurden weiterhin als GWG behandelt. Die unterschiedliche handelsrechtliche und steuerrechtliche Behandlung des Pools führte in 2010 zu einem latenten Steueraufwand. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und in Vorjahren latente Steuern aus vorhandenen Verlustvorträgen und temporären Differenzen aktiviert. Der Steuersatz betrug dabei 26,77% in der Vergangenheit und 24,93% ab dem Geschäftsjahr 2019. Das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 3 HGB hinsichtlich der Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern wird in Anspruch genommen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die ausschließlich kurzfristigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet, wenn ihre Laufzeit maximal ein Jahr beträgt. Liegt die Laufzeit über einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Kurs am Tag der Transaktion oder zum niedrigeren (Forderungen) bzw. höheren (Verbindlichkeiten) Kurs am Bilanzstichtag. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Leistung erbracht und der Anspruch auf die Gegenleistung entstanden ist. Sämtliche außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge (§ 285 Nr. 31 HGB), werden jeweils unter den entsprechenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben. III. Angaben zur Bilanza) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel auf den letzten Seiten dieses Anhangs dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden in der IS GmbH insgesamt 31,6 Mio. (Vorjahr 25,6 Mio.) Behälter angeschafft. Unter Berücksichtigung von Behälterbruch und -schwund ergab sich damit zum Ende des Geschäftsjahres ein operativer Behälterpool von insgesamt 191,6 Mio. Behältern gegenüber 174,4 Mio. zum 30. Juni 2018 . Immaterielle Vermögensgegenstände Unter Ausnutzung des Wahlrechts nach §248 Abs. 2 HGB wurden in Vorjahren mit der Anmeldung verschiedener Patente in Zusammenhang stehende Aufwendungen aktiviert. Seit dem Geschäftsjahr 2017 wurden keine Aktivierungen nach § 248 Abs. 2 HGB mehr vorgenommen. Finanzanlagen Im Rahmen der Vorbereitung der Trennung des Brambles-Konzerns von der IFCO-Gruppe im Frühjahr 2019 waren zur Entflechtung der beiden Konzerne einige Gesellschaften in die IFCO-Gruppe umzuhängen. Hierzu hat die IFCO SYSTEMS GmbH sämtliche bzw. die weit überwiegende Anzahl der Anteile an den nachfolgenden Gesellschaften erworben, die vorher von anderen Gesellschaften aus dem Brambles-Konzern gehalten wurden:
Sämtliche Anteile an der FreshCollect GmbH, München, wurden am 20. Februar 2019 für EUR 1 erworben. Mit dieser Gesellschaft wurde ein neues Geschäftsmodell erprobt, das mit erheblichen Anlaufverlusten verbunden war. Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung wurde daher am 14. März 2019 eine Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 2.200 beschlossen. In Anbetracht der Unsicherheit bezüglich des Erfolges des Geschäftsmodells und der aufgelaufenen Verluste wurde diese Erhöhung des Beteiligungsansatzes in voller Höhe abgeschrieben. Nachdem das Geschäftsmodell bis Ende 2019 nicht erfolgreich etabliert werden konnte, wurde im Geschäftsjahr 2020 die Einstellung des Geschäftsbetriebes zum Ende April 2020 beschlossen. Am 7. März 2019 wurden 99,999% der Geschäftsanteile an der International Food Container Organization SRL, Bukarest, Rumänien, für TEUR 792 erworben. Die restlichen Anteile hat die IFCO SYSTEMS Management GmbH erworben. Am 14. März 2019 wurden sämtliche Anteile an der IFCO SYSTEMS Canada Ltd., Mississauga, Kanada für TUSD 17.991 (TEUR 15.955) erworben. Am 21. März 2019 wurden 99,999% der Geschäftsanteile an der IFCO SYSTEMS Chile S.A., Santiago de Chile, Chile, für TCLP 47.318.962 (TEUR 62.757) erworben. Die restlichen Anteile hat die IFCO SYSTEMS Management GmbH erworben. Die erworbenen Anteile wurden im Geschäftsjahr 2020 an die Tochtergesellschaft IFCO SYSTEMS Espana S.L., Picassent (Valencia), Spanien, zum gleichen Preis von TCLP 47.318.962 weiterveräußert. Sämtliche Anteile an der IFCO Japan Inc., Tokio, Japan, wurden am 27. März 2019 für TJPY 2.416.000 (TEUR 19.409) erworben. Am 22. März 2019 wurden sämtliche Anteile an der IFCO SYSTEMS China Company Limited, Peking, China, für TEUR 9.049 erworben. Im Januar 2019 wurde bei der IFCO Lojistik Sistemleri Tic. Ltd., Istanbul, Türkei, eine Kapitalerhöhung von TRY 50.000.000 durch die beiden Gesellschafter gemäß ihren Anteilsverhältnissen vorgenommen. Der Anteil der IS GmbH betrug TRY 49.500.000 (TEUR 7.955). Der gesamte Betrag wurde in das Stammkapital eingezahlt. Im Vorjahr war bei dieser Tochtergesellschaft im Juni 2018 zuletzt das Kapital um TRY 15.000.000 durch die beiden Gesellschafter gemäß ihren Anteilsverhältnissen erhöht worden. Der damalige Anteil der IS GmbH betrug TRY 14.850.000 (TEUR 2.719). Auch dieser gesamte Betrag wurde in das Stammkapital eingezahlt. Im Februar 2019 wurde bei der IFCO SYSTEMS Poland sp.z.o.o., Warschau, Polen eine Kapitalerhöhung von PLZ 25.000.000 (TEUR 5.777) vorgenommen. Das Stammkapital wurde um PLZ 700.000 erhöht, die restlichen PLZ 24.300.000 gingen als Aufgeld in die Kapitalrücklage. Im Februar 2019 wurde bei der International Food Container Organization Colombia S.A.S, Envigado, Kolumbien, eine Kapitalerhöhung von CLP 10.000.000.000 (TEUR 2.831) vorgenommen. Das Stammkapital wurde um CLP 299.991.960 erhöht, die restlichen CLP 9.700.008.040 gingen als Aufgeld in die Kapitalrücklage. Nachdem im April 2017 der Beschluss zur Liquidation der IFCO SYSTEMS Bosnia d.o.o., Sarajevo, Bosnien getroffen wurde, die nie einen Geschäftsbetrieb aufgenommen hatte, wurde das eingezahlte Stammkapital von BAM 2.000 (TEUR 1) im Juli 2018 an die alleinige Gesellschafterin IFCO SYSTEMS GmbH zurückgezahlt und die Gesellschaft ist damit aufgelöst. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften IFCO SYSTEMS Austria GmbH, Ohlsdorf, Österreich sowie IFCO SYSTEMS Hellas E.P.E., Athen, Griechenland konnten die in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen vollständig aufgeholt werden. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 98.013 (2018: TEUR 100.897), Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 13.508 (2018: TEUR 471) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 31.585 (2018: TEUR 124.956). Die Restlaufzeit aller Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegt unter einem Jahr. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
* Gesellschaften aus dem Brambles-Konzern, die aufgrund des Verkaufs der IFCO-Gruppe zum Bilanzstichtag nicht mehr zu den verbundenen Unternehmen zählen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 31.585 (2018: TEUR 34.906). Im Vorjahr bestand daneben ein Darlehen in Höhe von TEUR 90.049, das im Rahmen des Verkaufsprozesses der IFCO-Gruppe vollständig getilgt wurde. Die Wertberichtigung auf die gegen die Tochtergesellschaft ILD Logistik + Transport GmbH i. L. bestehende Forderung aus Lieferung und Leistung wurde im Geschäftsjahr beibehalten. Die Forderungen gegen die alleinige Gesellschafterin IFCO SYSTEMS Management GmbH von TEUR 13.508 (2018: TEUR 471) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 7.574 (2018: TEUR 3.039) sowie Erstattungsansprüche aus Körperschaft- und Gewerbesteuer von TEUR 977 (2018: TEUR 2.478). Daneben sind debitorische Kreditoren mit TEUR 158 (2018: TEUR 51) enthalten. d) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der IFCO SYSTEMS GmbH beträgt unverändert TEUR 2.046. e) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 51.482. f) Gewinnrücklage Die Gewinnrücklage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht verändert. g) Rückstellungen Es wurden folgende Rückstellungen gebildet:
i) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 122.569 (2018: TEUR 97.345), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 206.338 (2018: TEUR 157.167), sowie sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 794 (2018: TEUR 2.429). Sämtliche Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wiederum resultieren zum Bilanzstichtag aus Darlehen von verbundenen Unternehmen TEUR 94.109 (2018: TEUR 154.423) sowie aus Lieferungen und Leistungen TEUR 18.142 (2018: TEUR 2.744) sowie TEUR 94.087 aus der Verlustübername der IFCO Zweite Holding GmbH aufgrund eines im Geschäftsjahr abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages. Die Verbindlichkeiten aus Darlehen von verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:
Mit Darlehensvertrag vom 18. Juni 2019 hat die IFCO Management GmbH an die Gesellschaft ein Darlehen in Höhe von TEUR 93.975 gewährt, das eine Laufzeit bis zum 18. Juni 2026 hat. Der Vertrag sieht einen Zinssatz von EURIBOR plus 4%-Marge vor, wobei in der Berechnung kein negativer Zinssatz angesetzt wird; der Mindestzinssatz beläuft sich somit auf 4% p.a. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
* Diese Gesellschaften aus dem Brambles-Konzern zählen aufgrund des Verkaufs der IFCO-Gruppe zum Bilanzstichtag nicht mehr zu den verbundenen Unternehmen j) Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Zum 30. Juni 2019 waren wie im Vorjahr sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig. k) Latente Steuern Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen hinsichtlich der Bewertung der Behälter im Anlagevermögen bzw. in der Vergangenheit auch der vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge. In der Vergangenheit überstiegen die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge die passiven latenten Steuern aus Wertdifferenzen. Der Aktivüberhang wurde gemäß § 274 Abs. 1 S. 3 nicht bilanziert. Seit 2014 ist die Summe der aktiven latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie einigen Bewertungsunterschieden nicht mehr ausreichend, um die passiven latenten Steuern zu kompensieren. Auch zum Ende des Berichtsjahres besteht ein Passivüberhang. Passive latente Steuern ergaben sich erstmals in 2010 aus der Aufwertung des Behälterpools in der Handelsbilanz. Die Bewertungsdifferenz zwischen Steuer- und Handelsbilanz bezüglich der Bewertung des Behälterpools beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 279.982 (2018: TEUR 196.513). Zusätzlich ergibt sich zum Bilanzstichtag eine Bewertungsdifferenz aus der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.562 (2018: TEUR 1.737) und aus der Fremdwährungsbewertung von Forderungen TEUR 204 (2018: TEUR 0). Bei einem unterstellten Steuersatz von 24,925 % leitet sich daraus insgesamt eine passivische latente Steuer in Höhe von TEUR 70.109 ab. Der angenommene Steuersatz konnte von 26,765% auf 24,925% verringert werden, nachdem aufgrund der Reduzierung der Betriebsstätten zukünftig nur der niedrige effektive Steuersatz für Pullach relevant ist. Insbesondere aufgrund der steuerlichen Verlustvorträge ergab sich im vorangegangenen Geschäftsjahr eine aktive latente Steuer von TEUR 16.303, wobei hiervon aktive latente Steuern von TEUR 13.454 auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge und TEUR 2.714 auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge entfielen. Da im Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der IFCO Management GmbH abgeschlossen wurde, ist zum Bilanzstichtag von der Nutzung der Verlustvorträge nicht auszugehen. Entsprechend wurden die bisher angesetzten aktiven latenten Steuern wertberichtigt. Es besteht weiterhin eine Bewertungsdifferenz bei der Rückstellung für Rückbaumaßnahmen (TEUR 469), welche zu einer aktiven latenten Steuer von TEUR 117 führt. Der Unterschied aus Fremdwährungsbewertungen führt zum Bilanzstichtag zu einer passiven latenten Steuer. Im Vorjahr waren hingegen aktive latente Steuern (TEUR 10) anzusetzen. Saldiert werden in der Bilanz somit passive latente Steuern in Höhe von TEUR 70.109 (2018: TEUR 36.759) ausgewiesen. Der Anstieg der latenten Steuern resultiert aus der oben genannten Wertberichtigung der aktiven latenten Steuern sowie einem Hinzuerwerb der Behälter, wodurch sich der Bewertungsunterschied zwischen Handels- und Steuerbilanz entsprechend erhöht hat. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnunga) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse, die ausschließlich aus der Bereitstellung von Behältern resultieren, verteilen sich wie folgt:
b) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die Erträge aus Gewährleistungsvereinbarungen mit einem Behälterproduzenten wurden im Vorjahr in den Umsatzerlösen ausgewiesen. c) Materialaufwand Der Posten betrifft vorwiegend Logistik- und Reinigungskosten.
Die Aufwendungen für Reinigung der Behälter beinhalteten in der Vergangenheit die Fremdleistungen von Personaldienstleistern in den von der Gesellschaft betriebenen Depots sowie die von fremden Depotdienstleistern abgerechneten Kosten. d) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
e) Beteiligungserträge Mit Beschluss vom 12. September 2018 hat die IFCO SYSTEMS (Schweiz) GmbH, Villmergen, Schweiz, die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von TCHF 14.000 (TEUR 12.328) an die IFCO SYSTEMS GmbH beschlossen. Im Vorjahr waren TCHF 15.000 (TEUR 12.934) ausgeschüttet worden und auch die IFCO SYSTEMS Czech s.r.o, Prag, Tschechien hatte im Vorjahr eine Dividende in Höhe von CZK 30 Mio. beschlossen, von der CZK 28,5 Mio. (TEUR 1.123) auf die IFCO SYSTEMS GmbH entfielen. f) Ergebnisabführungsverträge Mit Wirkung zum 01.07.2018 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der IFCO Erste Holding GmbH, Pullach. Aus diesem Vertrag wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 ein Gewinn in Höhe von TEUR 22.128 übernommen. Bis zum 30.06.2019 bestand ein Ergebnisabführungsvertrag mit der IFCO Zweite Holding GmbH, Pullach. Aus diesem Vertrag wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 ein Verlust in Höhe von TEUR 94.087 übernommen, der im Wesentlichen aus Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Trennung von der Brambles-Gruppe resultierte und daher als einmalig und außergewöhnlich anzugeben ist. Seit 01. Juli 2015 bestand zwischen der IFCO SYSTEMS GmbH und der IFCO NA Holdings GmbH, Pullach, ein Gewinnabführungsvertrag. Aus diesem Vertrag übernahm die IFCO SYSTEMS GmbH für 2018 einen Verlust in Höhe von TEUR 489. Die IFCO NA Holdings GmbH wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr rückwirkend zum Geschäftsjahresbeginn auf die IFCO Zweite Holding GmbH verschmolzen, sodass im Geschäftsjahr 2019 keine Aufwendungen oder Erträge aus diesem Vertrag mehr angefallen sind. Seit 01. Januar 2010 besteht zwischen der IFCO SYSTEMS GmbH und der ILD Logistik+Transport GmbH i. L., München (ehemals Oberhausen), ein Ergebnisabführungsvertrag. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen aufgrund der laufenden Liquidation der Gesellschaft keine Aufwendungen oder Erträge mehr an. g) Ertragsteuern Der Gesamtsteueraufwand setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen keine laufenden Ertragssteuern an, da wie in den Vorjahren für einzelne neuangeschaffte Behälter in der Steuerbilanz vom Wahlrecht des § 6 Abs. 2 S. 1 EStG Gebrauch gemacht wird. Dadurch konnte das zu versteuernde Einkommen für das laufende Geschäftsjahr und das Vorjahr auf eine Höhe gebracht werden, durch die für beide Jahre voraussichtlich kein wesentlicher Ertragssteueraufwand entsteht. Im Geschäftsjahr 2019 fielen Erträge aus Steuererstattungen für Vorjahre von TEUR 163 und Nachzahlungen für Vorjahre von TEUR 50 an. Des Weiteren fielen Quellensteuern von TEUR 112 (Vorjahr TEUR 29) an. Der latente Steueraufwand beträgt TEUR 33.350 (Vorjahr TEUR 18.366) und ergibt sich aus der Bilanzierung des Passivüberhangs zum Bilanzstichtag. Der starke Anstieg ist im Wesentlichen auf die Auflösung von in Vorjahren angesetzten aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen, deren Ausnutzung in Zukunft nicht zu erwarten ist, da ab dem kommenden Geschäftsjahr ein Ergebnisabführungsvertrag mit der IFCO SYSTEMS Management GmbH bestehen wird. V. Sonstige AngabenAnteilsbesitz der IFCO SYSTEMS GmbH an anderen Gesellschaften (Anteile an verbundenen Unternehmen)
Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 87.367. Für Waschdepots und Büroräume wurden mehrjährige Mietverträge abgeschlossen. EDV und Fahrzeuge werden Großteils über Operating Leasing finanziert mit kürzeren Laufzeiten. Sollten die Zahlungsmittelzuflüsse aus der Nutzung der geleasten bzw. gemieteten Gegenstände nicht oder in nur geringerer Höhe als erwartet eintreten, so hat dies keinen Einfluss auf die laufenden Zahlungsmittelabflüsse aus den vertraglich vereinbarten Leasing- bzw. Mietraten. Die Liquiditätssituation der Gesellschaft könnte sich dadurch verschlechtern. Haftungsverhältnisse Für die Tochtergesellschaft IFCO SYSTEMS Hellas E.P.E., Athen, Griechenland, wurde eine Patronatserklärung abgegeben. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung dieser Gesellschaft mit einem positiven Eigenkapital von TEUR 3.648 zum Ende des Geschäftsjahres ist keine Inanspruchnahme aus dieser Patronatserklärung zu erwarten. Für die Tochtergesellschaft IFCO SYSTEMS Skandinavien A/S, Haderslev, Dänemark, wurde eine Rangrücktritterklärung bis zur Höhe von maximal TEUR 7.000 abgegeben. Von einer Inanspruchnahme aus dieser Erklärung wird bei fortlaufendem Geschäftsbetrieb der Tochtergesellschaft nicht ausgegangen, da die Finanzierung der Gesellschaft durch die IFCO Management GmbH sichergestellt wird. Nachtragsbericht Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2019 sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten: Die Geschäftsführung der IFCO SYSTEMS GmbH hat sich geändert, in dem Frau Kendler als CFO der Gruppe Mitte September 2019 ausgeschieden und Herr Dr. zu Putlitz als neuer CFO des Konzerns auch in die Geschäftsführung der Gesellschaft berufen wurde. Mit Wirkung zum 13. Juli 2020 ist Michael Pooley zum CEO der IFCO-Gruppe und Geschäftsführer der Gesellschaft berufen worden. Wolfgang Orgeldinger ist als CEO ausgeschieden und in das Advisory Committee der Gruppe gewechselt. Die konzerninterne Finanzierungsstruktur wurde vertraglich fixiert, nachdem die externe Finanzierung der IFCO-Gruppe bereits im Frühjahr 2019 vor dem Verkauf der IFCO-Gruppe durch Brambles sichergestellt wurde. Im Geschäftsjahr 2020 wurden dann noch die konzerninternen Verträge abgeschlossen, um bei den einzelnen Gesellschaften ausreichende Liquidität für die Geschäftsentwicklung der kommenden Jahre vertraglich sicherzustellen. Die Gesellschaft hat im Mai 2020 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft IFCO SYSTEMS Management GmbH abgeschlossen, die gleichzeitig einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der IFCO Management GmbH abgeschlossen hat. Aus der im Frühjahr 2020 aufgetretenen Corona-Pandemie und den damit verbunden starken Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens und ihren großen ökonomischen Konsequenzen ergeben sich für das Geschäft der IFCO-Gruppe bisher keine nennenswerten negativen Auswirkungen. Wir verweisen auf die Ausführungen im Lagebericht. Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB Zum Abschlussstichtag unterliegen selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.562 (Vorjahr TEUR 1.737) abzüglich der darauf gebildeten passiven latenten Steuer in Höhe von TEUR -389 (Vorjahr: TEUR -465) der Ausschüttungssperre. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 186 bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen (inklusive Auslagen). Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2019 beschäftigten Arbeitnehmer betrug 102 (2018: 105). Die Mitarbeiterzahl verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Standorte:
Die Waschdepots in Deutschland werden mittlerweile komplett von externen Dienstleistern betrieben, so dass zum Bilanzstichtag keine IFCO-Mitarbeiter mehr im Depot Crailsheim tätig sind. Organe Für die Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2019 folgende Personen als Geschäftsführer bestellt:
Am 13. September 2019 wurde Dr. Julian zu Putlitz zum Geschäftsführer und CFO bestellt. Zum 13. Juli 2020 wurde Michael Pooley zum Geschäftsführer und CEO der IFCO Gruppe bestellt. Zwei der Geschäftsführer der Gesellschaft erhalten ihre gesamten Bezüge ausschließlich von der IFCO SYSTEMS Management GmbH, die diese Aufwendungen über eine Management Charge mittelbar an die operativen Gesellschaften weiterverrechnet. Der auf die Geschäftsführung der IFCO SYSTEMS GmbH entfallende Anteil betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 267). Anteilseigner 100 % des Stammkapitals der IFCO SYSTEMS GmbH werden von der IFCO SYSTEMS Management GmbH, Pullach, gehalten. Mittelbarer alleiniger Anteilseigner dieser ist seit dem 31. Mai 2019 die Irel BidCo SARL, Luxemburg. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur Irel BidCo SARL sowie ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die IFCO-Gruppe mit der Konzernobergesellschaft IFCO SYSTEMS B.V., Amsterdam, Niederlande, wurde am 25. Februar 2019 an eine Partnerschaft aus Anlagefonds unter dem Management von Triton und der Abu Dhabi Investment Authority, verkauft, die beide zu gleichen Teilen beteiligt sind. Der Verkauf wurde am 31. Mai 2019 abgeschlossen. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Brambles Limited, Sydney, Australien, mittelbarer alleiniger Anteilseigner und die Gesellschaft war ein verbundenes Unternehmen zur Brambles Limited sowie ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Entsprechend wurde die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Brambles Limited einbezogen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR -28.444 mit dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 760.194 zu verrechnen. Jahresabschluss Die IFCO SYSTEMS GmbH wird im Rahmen des Konzernabschlusses der Irel BidCo SARL, Luxemburg, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt, konsolidiert. Die Irel BidCo SARL, Luxemburg, stellt einen für die IFCO SYSTEMS GmbH gemäß § 291 Abs. 1 bis 3 HGB befreiend wirkenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf. Der Konzernabschluss der Irel BidCo SARL ist in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards aufgestellt. Die darin angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unterscheiden sich hinsichtlich der Umsatzabgrenzung (IFRS 15 i.V.m IFRS 16) inklusive der damit korrespondierenden Bildung von Rückstellungen für ausstehende Aufwendungen sowie der Bilanzierung von Leasingverhältnissen (IFRS 16) vom deutschen Recht. Der Konzernabschluss der Irel BidCo SARL kann bei der IFCO SYSTEMS GmbH angefordert werden und wird außerdem in einer deutschen Übersetzung im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Pullach, den 07. Oktober 2020 Geschäftsführer Michael Pooley Dr. Julian zu Putlitz Christoph Trixl Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2018 - 30. Juni 2019
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die IFCO SYSTEMS GmbH, Pullach Wir haben den Jahresabschluss der IFCO SYSTEMS GmbH, Pullach - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IFCO SYSTEMS GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 07. Oktober 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Andreas Fell, Wirtschaftsprüfer ppa. Sylvia Eichler, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 30.06.2019 wurde am 09.12.2020 festgestellt. |
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