Idana AG
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Johann Walter Pröschel seit 24.10.2022 | Vorstandsmitglied |
Norbert Walter Dr. Marschner seit 22.8.2012 | Vorstandsmitglied |
Robert Domann seit 12.7.2007 | Prokura |
Sybille Christine Marschner seit 6.3.2006 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IOMEDICO AGFreiburg im BreisgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Unser seit 1996 bestehendes Unternehmen ist ein mittelständisches klinisches Forschungsinstitut mit Full-Service Angebot im Indikationsgebiet Hämatologie & Onkologie & Supportivmedizin. IOMEDICO ist Wegbereiter der digitalen Datenerfassung in der Klinischen Forschung und mit mehr als 26 Jahren wissenschaftlicher Tätigkeit im Indikationsgebiet Onkologie & Hämatologie Begründer und Teil eines tragfähigen Netzwerks von über 1.300 forschenden Kliniken und Praxen. Als international tätige Full-Service Clinical Research Organisation enthält das Portfolio von IOMEDICO alle Leistungen der klinischen Forschung: Studien der klinischen Phasen I bis IV, Pharmakovigilanzstudien, nicht-interventionelle Studien, Klinische Tumorregister und Registerplattformen im Rahmen der Versorgungsforschung. Prospektive Register beschreiben ergänzend zu den Erkenntnissen der Phase I-III Studien die Behandlungsrealität, erzeugen Transparenz zu wichtigen Fragen der Onkologie, identifizieren Optimierungspotentiale und sind Ausgangspunkt für interventionelle Forschungsprojekte. Patient-Reported Outcome Daten spielen bei der Bewertung onkologischer Therapien eine zunehmend entscheidende Rolle. IOMEDICO führt seit 2001 umfangreiche Patientenbefragungen durch. Die etablierten eigenen Softwaresysteme und die gezielte Betreuung der vernetzten Zentren durch speziell trainierte Mitarbeiter sichern exzellente Rücklaufraten, auch in Langzeitprojekten. Die komplexen onkologischen Projekte werden qualitativ hochwertig von spezialisierten Fachärzt:innen für Hämatologie & Onkologie und Molekularen Mediziner:innen und Projektmanager:innen begleitet. Durch innovative Forschungskonzepte im Klinischen Studienbereich, neuen Phase II und III Studien, neuen Tumorregisterplattformen und PRO Projekten konnten wir unsere gute Wettbewerbsposition weiter ausbauen. Die digitalen Systeme (SAP, iOSTUDY Office, TRIALS) und die Vernetzung der Tools mit internen und externen Systemen (z.B. Mobile Health Devices) sowie die Anbindung von KI-Systemen stehen im Mittelpunkt der digitalen Weiterentwicklung. 1.2 Forschung und Entwicklung 1.2.1 Translationale Forschung Die Verbindung klinischer Patientendaten mit Informationen aus deren Erbgut und dem Proteom (Summe der körpereigenen Proteine) dienen heute als Grundlage für die innovative Arzneimittelentwicklung und die Präzisionsmedizin in der Onkologie. Man spricht in diesem Zusammenhang von der translationalen Forschung. IOMEDICO hat auf Basis seiner umfangreichen Registerprojekte und den dazugehörigen Gewebeproben eine Logistik entwickelt, die es Molekularpathologen ermöglicht, ergänzend translationale Fragestellungen zu beantworten. Diese Methodik wurde 2022 erstmals in einem umfangreichen Pilotprojekt umgesetzt und wird aktuell in weiteren Projekten für ergänzende translationale Forschungsfragen eingesetzt. 1.2.2 Patient-Reported Outcome (PRO) Die PRO Systeme erfassen über mehrere Jahre die Lebensqualität der Patient:innen. Die Optimierung und Weiterentwicklung der Lebensqualitätsforschung ist für uns eine der großen Herausforderungen für die Zukunft. Die PRO Forschung ist im Rahmen der Kosten - Nutzen Bewertung von Therapiestrategien mittlerweile auch in den Fokus von Politik und Gesundheitswirtschaft gerückt. Qualitative und quantitative PRO Erfassungen sind wissenschaftlich anspruchsvoll. Sie analysieren neben Daten zu "Quality of Life" gezielt Nebenwirkungen, Veränderungen der Tumorsymptomatik und die allgemeinen Belastungen der Patienten. Die PRO Forschung hat sich zu einem eigenständigen Produkt des Dienstleistungsportfolio von IOMEDICO entwickelt. Seit 5 Jahren werden die PRO "paper-based" Studien um ePRO Projekte "electronic based" ergänzt. 1.2.3 Etablierung Systeme der Künstlichen Intelligenz (KI) Vor dem Hintergrund steigender Datenmengen (klinische Daten, PRO Daten, sowie perspektivisch weiteren relevanten Datensätzen wie z.B. genomischer Daten) hat IOMEDICO von 2019 bis 2022 die interne Datenbank Infrastruktur umgebaut und KI-fähig gemacht (Data Pipeline). Zur beschleunigten Analyse und Aufbereitung der Daten wurde parallel zur Data Pipeline und mit Schwerpunkt 2022 eine interne Analysesoftware entwickelt (DeepSee). Der Prototyp wurde in 2023 weiterentwickelt und ging Mitte 2024 in den Regelbetrieb. Im vergangenen Jahr wurden die 2022 etablierten KI Modelle für die Nutzung der Registerdaten weiterentwickelt. Dabei hat sich gezeigt, dass ein erhebliches Potential darin besteht, auf Basis von verfügbaren Phase 2 Studiendaten in Kombination mit den Registerdaten zukünftig Design- und Prognoseempfehlungen für Phase 3 Studien abzuleiten. Vor diesem Hintergrund wurde die Entwicklung von Expertensystemen (Clinical Decision Support Systems) zurückgestellt. Seit Mitte 2023 beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit dem operativen Einsatz generativer Sprachmodelle (Large Language Modells). Diese Technologie bietet insbesondere im Umfeld medizinischer Recherchen, Generierung von Hypothesen und Erzeugung wissenschaftlicher Texte, sowie im Umfeld der Software Programmierung die Möglichkeit enormer Effizienzsteigerungen. 1.2.4 Eigene Softwaresysteme IOMEDICO verfügt über ein Portfolio von aufeinander abgestimmten Softwaresystemen, welche ständig weiterentwickelt werden. Neben der DeepSee Plattform für die Beschleunigung interner Datenzugriffe und -analysen lag 2023 der Fokus auf der Weiterentwicklung des proprietären EDC (elektronic data capture) iOStudy Office 6.0. Auf Basis dieser Software werden die elektronischen Erhebungsböden (CRF, case report forms) für die jeweiligen Studien und Register entwickelt. Unsere enge Zusammenarbeit mit den Anwendern führt zu neuen Funktionalitäten für eine verbesserte Nutzbarkeit und Datenqualität (Übersicht fehlender Daten, Erinnerungsfunktionen, etc). Ende 2023 wurde eine komplette Revalidierung von iOStudy initiiert, die bis Mitte 2024 abgeschlossen sein wird. Parallel dazu wurden validierte Standard eCRF Seiten entwickelt, die zukünftig die Erstellung von Studien und Registern in der Software beschleunigen. 1.2.5 SAP Die SAP SE ist Marktführer für Unternehmenssoftware zur Abwicklung sämtlicher Geschäftsprozesse. SAP in der Version ERP 6.0 wurde 2016 bei IOMEDICO eingeführt. Seitdem wird über SAP eine breite Vielfalt an Geschäftsprozessen realisiert, u.a. in den Bereichen • Angebots- und Auftragsabwicklung • Projektdurchführung/ Clinical Trial Management System • Dokumentenmanagement/ eTMF • Prüfarzthonorierung • Customer/ Investigator-Relationship-Management, Stammdaten aller Geschäftspartner • Projektcontrolling, Milestone- und Ressourcenplanung • Finanzbuchhaltung • Personalmanagement, Lohn-/Gehaltsabrechnung, Zeitwirtschaft Im Frühjahr 2023 erfolgte nach ca. einjähriger Vorbereitungszeit die Umstellung auf die neue Version SAP S/4 HANA, welche zukünftig mit den umfangreichen neuen Möglichkeiten weiter ausgebaut werden soll. Ende 2023 wurde die Entscheidung getroffen, für das Mitarbeiter Trainingsmanagement das SAP LMS (Learning Management System) einzusetzen. Dieses wird voraussichtlich Mitte 2024 produktiv sein. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft stagnierte 2023 (-0,3% BIP) im Schatten von hohen Energiepreisen, Lieferengpässen und Fachkräftemangel. Die Inflation lag mit 5,9% weiterhin auf einem Rekordniveau. Trotz dieser negativen Kennzahlen blieb der Arbeitsmarkt robust mit niedriger Arbeitslosenquote und hohen Beschäftigungszahlen (Statistisches Bundesamt) Das Ende 2022 in Kraft getretene GKV-Finanzstabilisierungsgesetz führte 2023 in der pharmazeutischen Industrie zu Umsatzeinbrüchen und gepaart mit gestiegenen Lohnkosten zu reduzierten Margen. Das hatte zur Folge, dass viele Dienstleister der pharmazeutischen Industrie eine stagnierende oder rückläufige Auftragsquote, insbesondere in der ersten Jahreshälfte von 2023 verzeichneten. Unverändert zu den letzten Jahren drängen nahezu alle großen Pharmakonzerne und Biotechunternehmen in das wachstumsstarke Onkologie-Geschäft. Trotz der teilweise schweren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt der Bedarf und die Investitionen in die Arzneimittelforschung hoch, was auch zu weiterem Wachstum bei klinischen Forschungsinstituten führen wird. Die Branche wird durch immer anspruchsvollere Qualitätsanforderungen seitens des Gesetzgebers und der Kunden, auch in Zukunft durch weitere Konsolidierungen der Wettbewerber gekennzeichnet sein. Erst ab einer gewissen Firmengröße können diese, die gewachsenen Anforderungen umfänglich gewährleisten. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage IOMEDICO ist im Bereich der Onkologie in Kooperation mit Internistischen Onkologen, Gynäko-onkologen, Urologen und weiteren Fachrichtungen in Klinik und Praxis sehr gut aufgestellt. Die Kooperation mit Universitätskliniken und Fachgesellschaften wurde stetig weiter intensiviert. IOMEDICO und die Uniklinik Freiburg streben aktuell eine offizielle Kooperationspartnerschaft an. 2016 wurde sehr erfolgreich ein umfangreiches Medical Team aufgebaut. Dieses hat seit 2016 die Neuakquise, die Studienmethodik und das Design von Studienprojekten stetig weiterentwickelt und dynamisiert. 2017 wurde das IRM Team "Investigator Relationship Management" aufgebaut. Diese Gruppe kümmert sich v.a. um die kooperierenden Zentren, deren Study Nurses und Ärzte mit dem Ziel des optimalen Supports und der Qualitätsoptimierung der Zentren vor Ort. Der deutliche Anstieg der Patientenaufnahme in unsere Projekte und die Optimierung der Datenqualität sind Qualitätsmerkmale dieses Teams. Unser Epidemiologie Team, verantwortlich für die aktuell 19 Tumorregisterplattformen hat diese gemeinsam mit dem Medical Team inhaltlich erheblich erweitert und neue Indikationen aufgebaut. Für die erfolgreiche Durchführung all dieser anspruchsvollen Dienstleistungen beschäftigt IOMEDICO ein multidisziplinäres Team von durchschnittlich 123 hochqualifizierten Fachkräften. Ende 2018 erfolgte der Umzug von IOMEDICO in die Ellen-Gottlieb-Straße 19 in Freiburg. Für IOMEDICO bedeutete der Umzug die Chance, Strukturen und Prozesse neu zu formieren. Das Gebäude wurde bereits in der Planung den Erfordernissen der digitalen Clinical Research Organisation (CRO) angepasst. Vor dem Hintergrund der stetigen Dynamisierung der wissenschaftlichen Projekte in der Klinischen Forschung (klinische Studien, Real World Daten Plattformen, translationale Projekte, KI-Entwicklung) wurde der Vorstand im Oktober 2022 erweitert. Hierfür wurde eine erfahrene Führungskraft aus dem pharmazeutischen Umfeld gesucht und gefunden, die mit Fokus auf die betriebswirtschaftlichen und operativen Parameter des Unternehmens das Führungsteam stärkt. 2.2.1 Ertragslage Die Gesamtleistung von 15,8 Mio.€ hat sich gegenüber dem Vorjahr (14,1 Mio.€) um 12,4% erhöht. Durch beschleunigte Vertragsverhandlungen beim Abschluss neuer Projekte sowie zahlreiche Erweiterungen bestehender Projekte konnte IOMEDICO im Geschäftsjahr den ursprünglich geplanten Anstieg der Gesamtleistung von 7-9% deutlich übertreffen. Die Umsatzerlöse (ohne Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen) in Höhe von 16.248 T€ wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 12.723 T€ in Deutschland und in Höhe von 3.525 T€ im Ausland erwirtschaftet. Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich von 983 T€ im Vorjahr auf 1.439 T€ deutlich erhöht. Haupteinflussfaktor war der überproportionale Umsatzzuwachs basierend auf der Neuakquise vieler umfangreicher Studienprojekte, bzw. die Erweiterung bestehender Register-Plattformen und die zunehmende Zahl ergänzender Aufträge zu Sonderanalysen auf die umfangreichen Datenbanken. Gemessen an der Gesamtleistung in Höhe von 15.821 T€ ist die Personaleinsatzquote gegenüber dem Vorjahr (54,8%) unverändert bei 54,8% verblieben. Die Personalkosten sind gegenüber der ursprünglich angenommenen Steigerung von ca. 7% absolut gesehen von 7.706 T€ um 12,6% auf 8.676 T€ gestiegen. Dies erklärt sich im Wesentlichen durch Neueinstellungen in den operativen Projektteams, um den gestiegenen Ressourcenbedarf der Kundenprojekte (Anstieg der Gesamtleistung 12,4%) zu decken. Die geringe Steigerung des Materialaufwands/ Fremdleistungen um 63 T€ von 2.994 T€ im Vorjahr auf 3.057 T€ liegt mit 2,0% im ursprünglich angenommenen Rahmen, wo von einem ungefähr gleichbleibenden Aufwand im nächsten Jahr gegenüber dem Vorjahr ausgegangen wurde. Die Fremdleistungs-/ Materialeinsatzquote hat sich um 2,0%-Punkte auf 19,3% durch die gesteigerte Gesamtleistung verbessert. 2.2.2 Finanzlage
Die Kapitalstruktur ist weiterhin geprägt von einem hohen Eigenkapitalanteil von 70,4% gegenüber 70,9% im Vorjahr. Die kurzfristigen Finanzierungsmittel haben sich um 408 T€ erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Rückstellungen (Erhöhung 273 T€) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Erhöhung 168 T€) zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten, welche im Folgemonat ausgeglichen werden. Neue Darlehen wurden im Berichtsjahr nicht aufgenommen. Sämtliche Darlehen wurden im Berichts getilgt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist von -20 T€ im Vorjahr auf 1.979 T€ deutlich gestiegen. Ursache dafür ist u.a. das deutlich gestiegene Jahresergebnis. Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -51 T€ (Vj. 310 T€) konnten damit gedeckt werden. Der positive Wert der liquiden Mittel am Ende der Periode von 945 T€ (Vj. 85 T€) konnte im Wesentlichen durch den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreicht werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. 2.2.3 Vermögenslage
Vermögensstruktur Das Umlaufvermögen inklusive aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich im Geschäftsjahr um 995 T€ erhöht. Unter Berücksichtigung einer Verminderung des Anlagevermögens um 97 T€, ist insgesamt eine Erhöhung der Bilanzsumme im Geschäftsjahr in Höhe von 898 T€ auf 9.673 T€ zu verzeichnen. Der relative Anteil des Umlaufvermögens inklusive aktive Rechnungsabgrenzungsposten verändert sich damit von 90,0% im Vorjahr auf 91,9%. Lang- und mittelfristig gebundenes Vermögen (Anlagevermögen) Den Zugängen im Anlagevermögen stehen Abschreibungen in Höhe von 149 T€ gegenüber. In Summe ergibt sich damit ein Rückgang des lang- und mittelfristig gebundenen Vermögens gegenüber dem Vorjahr von 97 T€. Kurzfristig gebundenes Vermögen Die Erhöhung des kurzfristig gebundenen Vermögens beruht im Wesentlichen auf dem Aufbau des Guthabens bei Kreditinstituten um 860 T€ auf 945 T€ sowie der Forderungen aus Lieferung und Leistungen um 823 T€ auf 5.353 T€ unter Berücksichtigung eines hierzu gegenläufigen Abbaus der Vorräte um 426 T€ sowie der sonstigen Vermögensgegenstände um 294 T€. 2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren Wichtige finanzielle Kennzahlen für unsere interne Unternehmenssteuerung sind: Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen unfertiger Leistungen), Personalkostenentwicklung, Umsatzrendite und operativer Cashflow. Die Gesamtleistung von 15,8 Mio.€ hat sich gegenüber dem Vorjahr (14,1 Mio.€) um 12,4% erhöht. Der ursprünglich geplante Anstieg der Umsatzerlöse, bzw. der Gesamtleistung von 7-9% konnte deutlich übertroffen werden. Die Personalkosten sind gegenüber der ursprünglich angenommenen Steigerung von ca. 7% absolut gesehen von 7.706 T€ um 12,6% auf 8.676 T€ gestiegen. Gemessen an der Gesamtleistung in Höhe von 15.821 T€ ist die Personaleinsatzquote gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 54,1% geblieben, ursächlich sind laufenden Gehaltsentwicklungen und Neueinstellung von Mitarbeitern.. Die Umsatzrendite (Jahresergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung) im Berichtsjahr betrug 9,6% und ist im Vergleich zum Vorjahr (7,0%) um 2,6%-Punkte gestiegen. Die geplante Umsatzrendite von > 10% wurde aufgrund der höheren Personalaufwendungen nur knapp unterschritten. Der operative Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit) betrug 1.979 T€ und ist im Vergleich zum Vorjahr (-20 T€) um 1.999 T€ deutlich gestiegen. 2.4 Gesamtaussage Im Geschäftsjahr hat IOMEDICO ein sehr gutes Jahresergebnis sowie eine deutliche Steigerung der Gesamtleistung erzielt. Hervorzuheben sind auch die positiven Entwicklungen auf den verschiedenen Geschäftsfeldern der Klinischen Studien und Tumorregister. Zukunftsweisend sind die Investitionen in die stetig wachsende Digitalisierung und die Erweiterung der IOMEDICO Netzwerke. Kennzeichnend für die Liquiditätsentwicklung waren der erfreuliche Anstieg des operativen Cashflows und die damit ermöglichte Finanzierung der umfangreichen Zukunftsinvestitionen in die Softwaresysteme der Künstlichen Intelligenz (KI) ohne Aufnahme weiterer Bankdarlehen. 3. Prognosebericht Unser Konzept, des auf die Onkologie spezialisierten Full-Service-Dienstleisters, wird sich künftig aufgrund intensiver Forschungsaktivitäten bei allen Krebserkrankungen positiv weiterentwickeln. Aufgrund langfristiger Forschungsverträge mit pharmazeutischen Unternehmen sowie der zunehmenden Nachfrage nach unseren Produkten (Klassische Studien der Phasen 2-4 und Real World Studien: NIS und Register) wird das Wachstum der Gesamtleistung in den nächsten drei Jahren auf durchschnittlich 7-9% p.a. geschätzt, wobei durch ein optimiertes Kostenmanagement sowie softwareunterstützte Prozessoptimierungen ein überproportionaler Jahresüberschuss von > 10% erwartet wird. Unseren Mitarbeitereinsatz können wir durch unser Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle gut steuern. Mit dem derzeitigen Personalbestand sind wir für anstehende Aufgaben gut aufgestellt und planen durch Nutzung von Prozessoptimierungsmaßnahmen den Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern zu minimieren. Bei gleichbleibender Inflationsrate von 2-3% gehen wir von einer durchschnittlichen Steigerung der Personalkosten von 5-7% p.a. in den nächsten drei Jahren aus. Bei den Fremdleistungen gehen wir neben den laufenden Vertragsverhältnissen von weiteren Investitionen in den Bereich IT-Sicherheit, Research & Development sowie in administrative Softwaresysteme aus. Wir gehen in Summe von einem ungefähr gleichbleibenden Aufwand im nächsten Jahr gegenüber dem Vorjahr aus. Wir erwarten insgesamt eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im nächsten Berichtsjahr. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Finanzinstrumente der IOMEDICO AG sind im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die IOMEDICO AG über ein aktives Debitorenmanagement. Vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden. Das Forderungsausfallrisiko ist sehr gering. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt grundsätzlich aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird in regelmäßigen Abständen ein Liquiditätsplan erstellt, der Geldeingänge und -ausgänge enthält. 5. Chancen- und Risikobericht Die zunehmende und erfolgreiche Entwicklung von innovativen Immuntherapeutika und neuen molekularen Substanzen im onkologischen und hämatologischen Indikationsbereich macht IOMEDICO als Projektpartner für die pharmazeutische Industrie und Onkologen weiterhin attraktiv. Wir beschäftigen gut ausgebildete, erfahrene Wissenschaftler, die über das nötige spezialisierte Know-how verfügen. Durch die Erweiterung des Vorstands ist das Management für zukünftiges Wachstum gut aufgestellt. Aufgrund unserer zahlreichen ärztlichen externen Kooperationspartner sehen wir gute Chancen, Aufträge in großem Umfang zu akquirieren und so unser geplantes Umsatzwachstum zu erfüllen. Neue Vorschriften im Bereich Arzneimittelsicherheit und die Verschärfung des Datenschutzes können für uns ein Entwicklungspotenzial bedeuten. Ein finanzielles und operatives Risiko bei unseren Projekten sind typische Vorableistungen (Projektidee-Gestaltung, Vorverhandlungen, Zentrensuche, etc.) mit notwendigen Investitionen vor dem eigentlichen Projektabschluss. Kommt ein Projekt nicht zustande, müssen die Kosten der Projektvorbereitung abgeschrieben werden. Bisher ist dieser Fall jedoch mit Ausnahme in 2019 nur selten eingetreten, da es sich meist um langjährige Kundenkontakte zu sehr großen Unternehmen/ Konzernen handelt. Das Risiko von großen Forderungsausfällen bei laufenden Projekten ist aufgrund der Kundenstruktur gering. Ein weiteres finanzielles und operatives Risiko sind Projekte, die entgegen ursprünglicher Annahmen deutlich zu langsam rekrutieren, sie belasten unser Ergebnis, da die ökonomischen wichtigen, leistungsabhängigen Milestones sich in die Folgejahre verschieben. Dadurch kann es sein, dass die geplante Steigerung des geplanten Betriebsergebnisses beeinträchtigt werden kann. Ein Risiko stellt die schwierige Arbeitsmarktsituation für gut ausgebildete Fachkräfte dar. Wir versuchen mit attraktiven und flexiblen Arbeitszeitmodellen, die Mitarbeiterzahl stabil zu halten und die Fluktuation zu minimieren. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden. Der aktuelle Krieg in der Ukraine hat keinen Einfluss auf unsere Unternehmensentwicklung. Die Weiterentwicklung neuer Forschungskonzepte wie der translationalen Forschung, unserer IT-Systeme, die konsequente Nutzung von KI-Technologien und die geplante Etablierung der Generation 4.0 unserer Real World Data Plattformen ergänzt um weitere Innovationen lassen uns positiv in das Jahr 2024 und die nächsten Jahre blicken.
Freiburg, 24. Juli 2024 gez. Dr. Norbert Marschner, Vorstand gez. Sybille Marschner, Vorstand gez. Michael Pröschel, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist im Handelsregister bei Amtsgericht Freiburg, Nr. HRB 7461 unter der Firma IOMEDICO AG eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in Freiburg im Breisgau. Der Jahresabschluss der IOMEDICO AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der IOMEDICO AG wurde nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt. Bei den Bilanzposten wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wurden mit drei bis fünf Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, sofern deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wurden mit drei bis dreizehn Jahren angesetzt. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Umlaufvermögen Unfertige Erzeugnisse und Leistungen wurden entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad mit den Herstellungskosten bewertet. Anteilige Gemeinkosten wurden in zulässigem Umfang aktiviert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen in Fremdwährung deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. In den übrigen Fällen werden nur etwaige Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Passivposten Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich festgestellt und bekannt gemacht werden. Von der Anwendung des Abzinsungsgebots für Rückstellungen wurde abgesehen, soweit die Abzinsungsbeträge unwesentlich waren. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Verbindlichkeiten in Fremdwährung deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. In den übrigen Fällen werden nur etwaige Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Stetigkeit Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. C. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Gesellschaft hält folgende Beteiligungen i.S.d. § 271 Abs. 1 HGB:
* angegeben sind die Werte des Geschäftsjahres 2023 Eigenkapital Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von Euro 4.499.062,98. Das Grundkapital von Euro 113.000,00 ist eingeteilt in: 1.130 Stück vinkulierte Namensaktien ohne Nennwert. Einstellungen in oder Entnahmen aus der Kapitalrücklage bzw. den Gewinnrücklagen sind nicht erfolgt. Rückstellungen In der Bilanz werden sonstige Rückstellungen von insgesamt Euro 611.988,31 ausgewiesen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für:
Verbindlichkeiten Der Bilanzansatz des Postens Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhaltet in Höhe von Euro 436.114,42 (Vorjahr: Euro 268.538,72) zugleich sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von Euro 2.051.089,71 (Vorjahr: Euro 1.916.293,79) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 100.792,30) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00) eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 113.040,85) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 100.792,30) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00) eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben insgesamt eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
D. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 123 Angestellte beschäftigt. Die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB. Zu Vorstandsmitgliedern bestellt waren im Geschäftsjahr: Herr Dr. med. Norbert Marschner, Freiburg, hauptamtlich Vorstand der IOMEDICO AG Frau Sybille Marschner, Freiburg, hauptamtlich Vorstand der IOMEDICO AG Herr Michael Pröschel, Grünwald, hauptamtlich Vorstand der IOMEDICO AG Zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats gehörten im Geschäftsjahr: Herr Bernd Rieger, Unternehmensberater in Winterbach Herr Prof. Dr. Thomas Decker, Arzt in Ravensburg Herr Thomas Maisch, Wirtschafts-Ingenieur in Gaggenau Die Vergütung an den Aufsichtsrat der IOMEDICO AG betrug im Geschäftsjahr Euro 12.000,00. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder der IOMEDICO AG betrugen im Geschäftsjahr Euro 736.221,00. Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn vollständig auf neue Rechnung vorzutragen. An der Gesellschaft hält die Synoma GmbH, Freiburg, eine Mehrheitsbeteiligung i.S.d. § 16 Abs. 1 AktG in Höhe von 95,575 %.
Freiburg im Breisgau, den 24. Juli 2024 gez. Dr. Norbert Marschner, Vorstand gez. Sybille Marschner, Vorstand gez. Michael Pröschel, Vorstand Gewinnverwendungsvorschlag des VorstandsiOMEDICO AG - Jahresabschluss 2023Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 5.937.863,08 € wird festgestellt. Der Vorstand schlägt folgende Ergebnisverwendung vor: - Gewinnausschüttung in Höhe von 1.412.500 € zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 1.250,-- € je dividendenberechtigter Stückaktie. Die Auszahlung erfolgt bis 30.09.2024. - Vortrag des verbleibenden Betrages in Höhe von 4.525.363,08 € auf neue Rechnung.
Freiburg, 06.08.2024 gez. Michael Pröschel, Vorstand gez. Dr. Norbert Marschner, Vorstand gez. Sybille Marschner, Vorstand AnlagespiegelAnlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 ist aus dem nachfolgendem Anlagespiegel zu entnehmen.
Bericht des Aufsichtsrats zur Hauptversammlungder iOMEDICO AG am 24.09.2024 am Sitz der Gesellschaft in FreiburgDer Aufsichtsrat der iOMEDICO AG Freiburg hat während des Berichtsjahres 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht und beraten. Er hat sich laufend mit der Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf, der Unternehmensplanung und der Geschäftspolitik befasst. Auch außerhalb der Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über wichtige Geschäftsvorfälle unterrichtet. Im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig und zeitnah über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft berichten. Bei strategisch wichtigen Themen wurde der Aufsichtsrat mit einbezogen. In vier Aufsichtsratssitzungen sowie insgesamt zwei Telefonkonferenzen fanden Abstimmungsgespräche und Beratungen statt, darüber hinaus wurde bei persönlichen Gesprächen (07. Mai 2023, 2. August 2023 und 25. November 2023) und Telefonaten (u.a. 17. April 2023) des Vorsitzenden des Aufsichtsrats bei und mit Mitgliedern des Vorstands und leitenden Angestellten intensiv über aktuell anstehende Themen und die jeweilige Geschäftslage gesprochen. Termine und Themen der Beratungen waren im Geschäftsjahr 2023: 1. AR-Sitzung am 13.04.2023 Abstimmung über die Terminierung der Hauptversammlung 2023, einstimmige Festlegung auf den 15.06.2023 in Freiburg i.B. 2. AR-Sitzung am 09.05.2023 (Zoom Video Konferenz 18°° Uhr) Prüfbericht des Jahresabschlusses 2022: Durchsprache mit dem Abschlussprüfer, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Herrn Soboll zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit ausführlichen Erläuterungen. Beschlussfassung über den Jahresabschluss mit einstimmiger Genehmigung. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns 2022 und einstimmiger Beschluss für den Vorschlag des Vorstands dazu. Endgültige Beschlussfassung des AR über den Termin der Hauptversammlung 2023 (15.06.2023 Beginn 16 Uhr). Generelle Entwicklung der iOMEDICO AG bis zum Sitzungsdatum, der Vorstand berichtete darüber und seine Einschätzung über die weitere Entwicklung. 3. AR-Sitzung am 15.06.2023, in Vorbereitung auf die unmittelbar darauffolgende Hauptversammlung am gleichen Tag 4. AR-Sitzung am 19.12.2023 Abstimmungsgespräch mit dem Aufsichtsrats -Gremium, behandelte Themen waren der Verlauf des Geschäftsjahres bis zum Sitzungsdatum, Erwartung und Einschätzung des Vorstands zum Jahresergebnis 2023 und Ausblick auf den Geschäftsverlauf der kommenden Monate. Bericht über die Aktivitäten im Geschäftsjahr 2024 1. Besprechung am 08. Juni 2024 Thomas Maisch mit Dr. Norbert Marschner u.a. Besprechung über den anstehenden Wechsel im Vorsitz des Aufsichtsrats 2. AR-Sitzung am 24.06.2024 Zoom Konferenz Aufsichtsrat mit Vorstand Festlegung der Termine konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats (23.07.2024), AR-Sitzung (06.08.2024) und Hauptversammlung der iOMEDICO AG (24.09.2024) 3. AR-Sitzung am 23.07.2024 in Freiburg mit Tagesordnungspunkten Wahl des Aufsichtsrats und Wahl des Vorsitzenden, Verlängerung der Bestellung des Vorstands Michael Pröschl und Fortführung des Dienstvertrags, Genehmigung des Auftrags an den Abschlussprüfer, Beschlussfassung über Termin nächste AR-Sitzung und Termin Hauptversammlung. 4. AR-Sitzung am 06.08.2024 Zoom Konferenz Aufsichtsrat mit Vorstand und Wirtschaftsprüfer Es wurde der Prüfungsbericht des Jahresabschlusses der AG durch den Abschlussprüfer Rainer Soboll vorgestellt und detailliert besprochen (Vermögens- und Finanzlage, Ertragslage). Herr Soboll beantwortete alle Fragen des Aufsichtsrats, der Vorstand gab ergänzende Erläuterungen dazu. Der vorliegende Jahresabschluss 2023 wurde einstimmig genehmigt. Der Aufsichtsrat beschloss einstimmig, dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Jahresgewinns zu folgen. Es wurde der Termin der Hauptversammlung 2024 bestätigt und so bestätigt. Es wurden sodann die Tagesordnungspunkte der Hauptversammlung Vorlage des Jahresabschlusses 2023 mit Lagebericht und Bericht des Aufsichtsrats, Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns, Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands, Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats, Beschlussfassung über die Erhöhung der Aufsichtsratvergütung, Beschlussfassung über die Bestellung eines Abschlussprüfers sowie der Tagesordnungspunkt Gegenanträge und Wahlvorschläge von Aktionären so besprochen und einstimmig so beschlossen.
Freiburg, 24.09.2024 gezeichnet Thomas Maisch, Vorsitzender des Aufsichtsrats sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die IOMEDICO AG, Freiburg im Breisgau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IOMEDICO AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IOMEDICO AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg, den 29. Juli 2024 MORISON
Riedlinger AG
gez. Soboll, Wirtschaftsprüfer gez. Dressler, Wirtschaftsprüfer |
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