Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 11301
Vorher
Synpart GmbH
Eingetragen
9.12.2010
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Mundhygieneartikeln sowie Körperpflege- und Gesundheitsprodukte und Schaffung von Synergien zwischen international tätigen Unternehmen durch Partnerschaft, auch für andere Produktbereiche.

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Diesel
seit 3.5.2021
Geschäftsführer
Gijsbert Dezaire
seit 22.9.2017
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ranir GmbH

Siegburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ranir GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ranir GmbH, Siegburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ranir GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;-

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 19. Januar 2021

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dell, Wirtschaftsprüferin

Conrad, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

EUR EUR 31.12.2018
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.958,00 126
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.047.750,00 1.914
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.607,58 205
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 450.167,46 360
1.620.525,04 2.479
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 195.606,27 196
1.847.089,31 2.801
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.985.150,52 2.881
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 34.651,26 130
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.773.428,28 3.638
4. geleistete Anzahlungen 66.306,28 0
6.859.536,34 6.649
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.738.194,58 6.982
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.043.025,55 2.772
davon gegen Gesellschafter EUR 507.041,02 (Vorjahr TEUR 311)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.000,00 18
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.465.519,68 738
8.271.739,81 10.510
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.193.555,47 1.667
19.324.831,62 18.826
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.675,20 33
D. Aktive Latente Steuern 830.350,00 930
22.015.946,13 22.590

PASSIVA

EUR EUR 31.12.2018
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
II. Kapitalrücklagen 3.008.062,50 5
III. Gewinnvortrag 3.653.207,70 4.224
IV. Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) 2.509.915,32 -571
9.221.185,52 3.708
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 867.799,00 427
2. Sonstige Rückstellungen 722.009,84 2.296
1.589.808,84 2.723
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 3.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.312.612,00 2.376
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.298.177,32 10.253
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 373.559,13 255
5. Sonstige Verbindlichkeiten 220.603,32 275
- davon aus Steuern EUR 209.912,61 (Vorjahr TEUR 203)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 10.449,88 (Vorjahr TEUR 8)
11.204.951,77 16.159
22.015.946,13 22.590

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

EUR EUR 2018
TEUR
1. Rohergebnis 11.515.094,96 12.292
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.293.697,74 5.968
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 236.422,51 743
- davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 23)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 666.090,63 1.331
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.290.076,77 4.638
6.486.287,65 12.680
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.746,09 41
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 547.584,29 525
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 441.118,76 (Vorjahr TEUR 486)
-542.838,20 -484
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.975.016,29 303
- davon Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern EUR 99.615,52 (Vorjahr Ertrag: TEUR 324)
8. Ergebnis nach Steuern 2.510.952,82 -569
9. Sonstige Steuern 1.037,50 2
10. Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) 2.509.915,32 -571

Anhang zum Jahresabschluss 2019

der Ranir GmbH, Siegburg

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Ranir GmbH, Siegburg, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter der HRB Nr. 11301 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Ranir GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde vorrangig der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der § 276 Abs. 1 und § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

Im Geschäftsjahr wurde die Produktion der eigenen Produkte eingestellt und auf einen Zukauf aus dem Konzern umgestellt. Aufgrund dessen sind die Werte des aktuellen Jahres nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Die nachstehenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden im Geschäftsjahr 2019 unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt pro-rata-temporis.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 8 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag von Euro 800,- werden sofort abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert ausgewiesen.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesene Beteiligung ist zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder wegen verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren sind grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit den niedrigeren, beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten ermitteln sich aus dem durchschnittlichen Einstandspreis.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten. Diese umfassen neben den Materialeinzelkosten, den Fertigungseinzelkosten und den Sondereinzelkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens der Fertigung. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Bei der Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wird den erkennbaren Risiken durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Gezeichnete Kapital ist zu Nennwerten bilanziert.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die Steuerrückstellung wird unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der erwarteten Nachzahlung passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Latente Steuern

Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden, wurde Gebrauch gemacht. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als davon-Vermerk ausgewiesen.

III. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

1.) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2.) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten mit Euro 1.043.026 (Vorjahr Euro 2.239.805) solche aus Lieferungen und Leistungen und ein Darlehen an Solent Dental Company Ltd, Groß(verbundenes Unternehmen) mit einer Forderung zum Stichtag in Höhe von Euro 0 (Vorjahr Euro 531.690). Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von EUR 1.274.480 (Vorjahr Euro 616.224. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

3.) Kapitalrücklagen

Durch die Muttergesellschaft wurde im Geschäftsjahr eine Kreditverbindlichkeit in Höhe von Euro 3.008.062,50 inklusive Zinsen für die Ranir GmbH beglichen. Die Tilgung stellt eine Zuführung durch die Gesellschafter dar, und wurde erfolgsneutral der Kapitalrücklage zugeführt.

4.) Sonstige Rückstellungen

Es wurden folgende Steuerrückstellungen gebildet:

31.12.2019
Euro
31.12.2018
Euro
• für Gewerbesteuer 143.819 426.749
• für Körperschaftssteuer 2019 196.733 0,00
• für Körperschaftssteuer Vorjahre 516.424 0,00
• für Soli zur KSt. 2019 10.823 0,00
867.799 426.749

In den sonstigen Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungen von nicht unerheblichem Umfang enthalten:

31.12.2019
Euro
31.12.2018
Euro
• für Kundenboni 290.363 350.976
• für Mitarbeiter 188.108 564.257
• für ausstehende Rechnungen 97.073 485.251
• für Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 57.582 134.112
• für drohende Verluste aus schweb. Geschäften 7.310 472.321
• Übrige 81.574 289.072
722.010 2.295.989

5.) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Darlehensverbindlichkeiten und kurzfristige Kreditlinien in Höhe von Euro 8.298.177 (Vorjahr: Euro 10.253.497). Im Weiteren resultieren die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und Beteiligungsunternehmen analog dem Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar.

31.12.2019 31.12.2018
bis 1 Jahr
Euro
über 1 Jahr
Euro
über 1 Jahr
Euro
über 1 Jahr
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 3.000.001 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.241.126 0 2.375.639 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 79.115 8.219.061 10.913 10.242.584
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 373.559 0 254.939 0
Sonstige Verbindlichkeiten 220.603 0 275.282 0

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Über den geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalt hinausgehende Sicherheiten wurden nicht gewährt.

Zur Finanzierung und Sicherstellung der Liquidität wurde durch die Ranir LLC, Grand Rapids, Michigan/USA, ein Intercompany-Darlehen zur Verfügung gestellt. Die Laufzeit des Darlehensvertrages mit einer ursprünglichen Fälligkeit zum 1. Januar 2018 wurde bis zum 1. Januar 2021 verlängert. Des Weiteren wurde durch die Ranir Holding Ltd., London, UK ein Intercompany-Darlehen mit einer Laufzeit vom 1. Januar 2018 bis zum 1. Januar 2021 zur Verfügung gestellt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1.) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von Euro 205.095 (Vorjahr Euro 204.225) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von Euro 493.529 (Vorjahr Euro 75.642).

2.) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf Euro 1.938.116 (Aufwand), Vorjahr Euro 303.301 (Aufwand). Die Steuern resultieren mit Euro 1.490.271 (Vorjahr Euro 36.721) aus Laufenden Steueraufwendungen für das Geschäftsjahr 2019 sowie u.a. aus der Bildung einer Rückstellung in Höhe von EUR 450.232 zuzüglich Zinsen, die sich aus einer noch nicht abgeschlossenen Steuerprüfung der Vorjahre ergeben kann.

Des Weiteren ergibt sich ein Steuerertrag in Höhe von Euro 99.616 (Vorjahr Steueraufwand Euro 323.988) aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern, die auf Unterschieden in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz basieren.

V. Sonstige Angaben

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasing-Verträgen in Höhe von Euro 55.731 (Vorjahr Euro 355.731). Diese gliedern sich wie folgt auf:

Verpflichtungen bis zu einem Jahr Euro 35.689
Verpflichtungen von zwei bis zu fünf Jahren Euro 20.041

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken setzte die Ranir GmbH bis 31. Dezember2019 derivative Finanzinstrumente ein. Bei den Derivaten handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte. Das Unternehmen hat zum Bilanzstichtag keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen (Vorjahr TEUR 644). Bewertungseinheiten wurden nicht gebildet.

Devisentermingeschäfte wurden einzeln auf Basis des Austauschbetrags mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Markt- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt.

Die Derivate, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden zu ihren Anschaffungskosten bilanziert. Weisen die Derivate am Bilanzstichtag einen positiven Marktwert auf, der die Anschaffungskosten übersteigt, wird dieser Differenzbetrag nicht bilanziert.

Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB aktive latente Steuern i. H. v. Euro 830.350 (Vorjahr Euro 929.966).

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 19 Mitarbeiter fest angestellt und zusätzlich 1 Geschäftsführer. Insgesamt stellt sich die Personalsituation bei der Ranir GmbH wie folgt dar:

Durchschnittliche Mitarbeiterzahlen:

2019 2018
Mitarbeiter Produktion 0 51
Angestellte Verwaltung 19 31
Gesamt 19 82

Der Geschäftsführer der Ranir GmbH, Siegburg, ist Gijsbert Dezaire, European Vice-President Ranir Global Managing Director Intl., Hertogenbosch/Niederlande (seit dem 22. September 2017), Einzelvertretungsberichtigt und vom § 181 BGB befreit.

Die Gesellschaft nimmt hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11. März 2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Aus unserer internationalen Ausrichtung heraus können Risiken entstehen, die negative Auswirkungen auf unser Geschäft und damit die Finanz- und Ertragslage haben können. Lockdowns bei internationalen Lieferanten oder Verspätungen beim Transport können zur Verspätung oder zum Ausfall von Lieferungen an unsere Kunden führen. Der Ausfall von Lieferungen von Kunden kann zur Zahlung von Vertragsstrafen führen. Trotz des Lockdowns einiger Lieferanten und des damit verbundenen späteren Wareneingangs sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie keine nennenswerten lieferanten- oder transportbedingten Umsatzausfälle zu verzeichnen.

Im Rahmen der Integration in den Perrigo-Konzern wird das bisherige ERP-System proAlpha durch das bereits im Konzern verwendete SAP abgelöst. Die finale Integration von SAP ist für das Geschäftsjahr 2021 geplant.

Perrigo plant die Verschmelzung der Ranir GmbH in die Omega Pharma Deutschland GmbH (OPD). Diese soll im Geschäftsjahr 2021 statt finden.

Das Unternehmen verzeichnet Stand 31. Oktober 2020 einen Rückgang von Umsätzen mit externen Kunden von -4,0% gegenüber dem Plan. Der Umsatzrückgang resultiert im Wesentlichen aus einer einmalig niedrigeren Kundennachfrage während des Höhepunktes des Lockdowns im April 2020.

Aufgrund der Kundenstruktur, welche im Wesentlichen aus Drogeriemärkten und Discountern besteht, ist das Risiko eines Ausfalls von Forderungen als gering einzustufen. Wir überwachen Außenstände bestehender Kunden und bewerten das Ausfallrisiko von Forderungen. Forderungsausfälle in Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise sind bisher nicht aufgetreten.

Investitionen werden in normalen Umfang vorgenommen.

Durch COVID-19 induzierte Risiken, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können, bestehen aus heutiger Sicht nicht. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aus heutiger Sicht nicht.

Im Rahmen einer noch nicht abgeschlossenen Steuerprüfung wurden im Geschäftsjahr 2020 rückwirkend EUR 516.424 Rückstellungen für Steueraufwendungen für Vorjahre erfasst.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2019 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Ranir Ltd., London/GB, die wiederum eine 100%ige Tochtergesellschaft der Ranir Holdings Ltd., London/GB, ist.

Am 1. Juli 2019 wurde die Ranir Global Holdings LLC, Grand Rapids, Michigan/USA von der Perrigo plc, Irland erworben (größter Konsolidierungskreis). Der kleinste Konsolidierungskreis ist Perrigo Ireland 6 DAC

Perrigo ist der weltweit größte Hersteller von OTC-Arzneimitteln mit Sitz in Dublin. Er entstand 2005 durch die Fusion der israelischen Agis und der L. Perrigo Company. Das Unternehmen ist an der New York Stock Exchange und an der Tel Aviv Stock Exchange gelistet und in den Aktienindizes S&P 500 und TA-100 enthalten. Der Konzernabschluss kann im Internet auf der Webseite von Perrigo eingesehen werden. Oberste Muttergesellschaft der Ranir GmbH ist seit dem Zeitpunkt des Erwerbs die Perrigo plc, Irland.

 

Siegburg, den 18. Januar 2021

Gijsbert Dezaire, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens in 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 998.890,86 0,00 21.944,48 976.946,38
998.890,86 0,00 21.944,48 976.946,38
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.626.633,14 30.478,50 2.929.109,33 2.728.002,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.582.856,03 85.861,08 2.146.848,91 521.868,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 360.043,92 114.720,01 24.596,47 450.167,46
8.569.533,09 231.059,59 5.100.554,71 3.700.037,97
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 195.606,27 0,00 0,00 195.606,27
9.764.030,22 231.059,59 5.122.499,19 4.872.590,62
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 873.031,86 94.901,00 21.944,48 945.988,38
873.031,86 94.901,00 21.944,48 945.988,38
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.712.152,14 520.363,13 2.552.262,96 1.680.252,31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.377.440,03 50.826,50 2.029.005,91 399.260,62
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.089.592,17 571.189,63 4.581.268,87 2.079.512,93
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.962.624,03 666.090,63 4.603.213,35 3.025.501,31
Buchwerte
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.958,00 125.859,00
30.958,00 125.859,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.047.750,00 1.914.481,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.607,58 205.416,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 450.167,46 360.043,92
1.620.525,04 2.479.940,92
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 195.606,27 195.606,27
1.847.089,31 2.801.406,19

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der Ranir GmbH, Siegburg

1.) Grundlagen des Unternehmens

Der Unternehmensgegenstand der Ranir GmbH besteht in der Vermarktung von Mundhygieneartikeln. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Verkauf von Handelsmarkenprodukten der führenden europäischen Drogeriemärkte, Discounter sowie des Lebensmitteleinzelhandels.

Als Partner nahezu aller großen Einzelhandelsketten ist es das erklärte Ziel der Gesellschaft, den Kunden ein umfassendes Produktportfolio sowie erstklassige Betreuungs- und Beratungskonzepte aus einer Hand anzubieten.

Die Gesellschaft ist eine 100 % ige Tochtergesellschaft der Ranir Ltd., London/GB. Die Ranir GmbH wird in den Konzernabschluss 2019 der Ranir Holding Ltd., London/GB, und in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Ranir Global Holdings LLC, Grand Rapids, Michigan/USA, einbezogen.

Am 1. Juli 2019 wurde die Ranir Global Holdings LLC, Grand Rapids, Michigan/USA von der Perrigo plc, Ireland erworben. Perrigo ist der weltweit größte Hersteller von OTC-Arzneimitteln mit Sitz in Dublin. Er entstand 2005 durch die Fusion der israelischen Agis und der L. Perrigo Company. Das Unternehmen ist an der New York Stock Exchange und an der Tel Aviv Stock Exchange gelistet und in den Aktienindizes S&P 500 und TA-100 enthalten. Oberste Muttergesellschaft der Ranir GmbH ist seit dem Zeitpunkt des Erwerbs die Perrigo plc, Ireland.

2.) Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld:

Die Entwicklung des internationalen Wirtschaftsumfeldes verlief in 2019 laut Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) unterschiedlich. Das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern lag im Jahr 2019 bei 3,7 %. Im Gegensatz hierzu lag das Wachstum in den EU-Ländern nur bei 1,7 % (gegenüber 2,3 % in 2018).

Quelle https://www.imf.org/external/datamapper.

Die deutsche Wirtschaft konnte in 2019 einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes um 0,6 % verzeichnen. Deutschland schneidet damit im Vergleich zu den restlichen EU-Ländern (1,5 %) schlechter ab.

Wachstumsrate des BIP Volumens - prozentuale Veränderung relativ zum Vorjahr 2016 2017 2018 2019 2020
EU (27 Länder) 2,10 2,70 2,10 1,5 -7,4P
Deutschland 2,20 2,50 1,50 0,6 -6,5P

Quelle: http://wko.at/statistik/eu/europa-wirtschaftswachstum.pdf

Brankchenentwicklung:

Bis in den Beginn des März hinein sah die wirtschaftliche Lage unserer Industrie gut aus. Mit 5.249 Milliarden Euro Gesamtumsatz (+4,1 %), davon 3.204 Milliarden Euro im Exportgeschäft (+2,6 %) und 2.046 Milliarden Euro Umsatz (+6,3 %) auf unserem Heimatmarkt Deutschland konnte die deutsche Dental-Industrie sich in 2019 bei verschärftem Wettbewerb gut behaupten, das belegen die Ergebnisse aus der Verbandsumfrage vom Anfang dieses Jahres. Doch das ist Historie. Schon Ende März sind unsere Zahlen nur noch von historischem Interesse. Als die Corona-Krise mit unvergleichlicher Wucht auf die Weltwirtschaft durchschlug, wurden auch unsere Erfolge auf einen Schlag zu Makulatur. Die Corona-Krise zog auch unsere Dentalbranche in den Strudel. Starke Beeinträchtigungen der Dentalbranche durch die Corona-Krise Die landes- und sogar weltweiten Ausgangsbeschränkungen und -sperren haben die soziale Mobilität der Menschen eingeschränkt, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Das hatte ein stark sinkendes Nachfrageverhalten der Patienten bei Zahnarztbesuchen zur Folge. Erschwerend kam ein Mangel an Schutzausrüstungen für Praxismitarbeiter hinzu. Eine sprunghaft steigende weltweite Nachfrage führte rasch zu Versorgungsengpässen, Zahnärzte sahen ihren Versorgungsauftrag gefährdet. Hamsterkäufe von branchenfremden Marktteilnehmern führten zu den temporären Engpässen bei Desinfektionsmitteln und Anästhetika, Zulieferer von Grundstoffen konnten nicht im gewohnten Umfang liefern. Zulieferer von Materialien wie Behältnissen waren nicht mehr lieferfähig, gut eingespielte Lieferketten rissen ab.

Im Mai berichtet die BZÄK von starken Rückgängen der Umsätze in Zahnarztpraxen. Das Arbeitsaufkommen sank zwischen Februar und April um 50 %, zwei Drittel der Praxen arbeiteten unter Kurzarbeit. Die Zahntechnik als nächstes Glied der Wertschöpfungskette trifft es noch härter: In 90 % der zahntechnischen Labore besteht umfangreiche Kurzarbeit, 80 % der Betriebe haben die staatliche Soforthilfe beantragt. Der Auftragseingang in den zahntechnischen Laboren im April kommt einem Arbeitsstillstand gleich, teilte der VDZI mit. Davon ist unsere Industrie als Hersteller dentaler Medizintechnik sehr ernsthaft betroffen. Quelle: Zur wirtschaftlichen Lage der Dental-Industrie https://www.vddi.de

Position des Unternehmens innerhalb der Branche

Die Ranir GmbH ist unverändert in einem attraktiven Markt für Dentalprodukte tätig, der allein in Deutschland im Jahr 2019 eine Umsatzgröße von mehr als EUR 2,046 Mrd. erzielt hatte.

Die Ranir GmbH unterhält aktive Geschäftsbeziehungen zu führenden Handelsketten in Deutschland. Trotz des bestehenden Wettbewerbes im Bereich der Mundpflegeprodukte konnte sich die Ranir GmbH am deutschen Markt behaupten.

Auch aus globaler Sicht bewegt sich die Gesellschaft in einem interessanten Umfeld. Durch den Zusammenschluss mit der Ranir Global Holdings, LLC, USA, profitiert die Ranir GmbH weiterhin von erweiterten Managementressourcen und ist über ihre alleinige Gesellschafterin Ranir Ltd. auch in die europäische Matrix Organisation eingegliedert. Wie beabsichtigt, konnte die Ranir GmbH Synergieeffekte und Größenvorteile nutzen, die sich aus der Eigenschaft einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft eines führenden US-Unternehmens auf diesen Märkten ergaben.

Im Rahmen der Integration der Ranir GmbH in den Perrigo Konzern ergeben sich Synergieeffekte und Größenvorteile. Im Bereich Operations ist durch die Zusammenlegung von Ranir-Warenlägern mit Perrigo-Warenlägern zu erwarten. In Overheadbereichen HR, Legal, IT, Finance, Tax, und General Management werden Ressourcen vom Konzern in Anspruch genommen und Kapazitäten in der Ranir GmbH freigesetzt. Im Geschäftsjahr 2021 wird das bisherige ERP-System durch die Einführung von dem konzernweit verwendeten SAP-System ersetzt.

Zahlen für das Jahr 2019 lagen zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch nicht vor.

2.2. Umsatz und Ertragslage

Die Ertragslage der Ranir GmbH war im Geschäftsjahr 2019 positiv. Dennoch lag das Ergebnis unter dem Planwert.

Der Unternehmensumsatz lag im Geschäftsjahr 2019 um 8,9% über dem Vorjahresumsatz und um 8,0% über dem Planumsatz. Die positive Entwicklung der Ertragslage resultiert aus dem weiteren Ausbau des margenstarken Geschäfts mit elektrischen Zahnbürsten und der Schließung des Produktionsstandortes Schönau im Geschäftsjahr 2018.

Das Rohergebnis der Gesellschaft ging gegenüber dem Vorjahr um 6,3% von EUR 12,3 Mio. auf EUR 11,5 Mio. zurück. Aufgrund der Schließung des Produktionsstandortes Schönau werden seit Mitte des Jahres 2018 Produkte, die vorher in Schönau hergestellt wurden, von verbundenen Unternehmen und nahestehenden Lieferanten bezogen. Das führt zu einem steigenden Trend bei den Materialkosten und somit zu einer Reduktion des Rohergebnisses. Die Gesellschaft bezieht Handelswaren von Unternehmen aus dem Ausland auf USD-Basis. Die jeweilige Entwicklung des Dollarkurses wirkt sich auf die Einkaufspreise und damit auf das Rohergebnis der Gesellschaft aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr trug der starke US-Dollar zur negativen Entwicklung des Rohergebnisses bei.

Der Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl auf 19 Mitarbeiter sowie die damit verbundene Reduktion der Aufwendungen für Personal ist auf die Kündigung von Mitarbeitern im Rahmen der Schließung des Produktionsstandortes Schönau im Geschäftsjahr 2018 zurückzuführen.

Die Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 0,4 Mio. begründet sich im Wesentlichen aus geringen Aufwendungen infolge der Werksschließung Schönau, insbesondere entfallende Mietzahlungen, Instandhaltungs- und Entsorgungskosten.

Der Rückgang bei den Abschreibungen resultiert aus dem Abgang von Anlagegegenständen im Rahmen der Werksschließung Schönau.

Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2019 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von EUR 5,7 Mio. (Vorjahr EUR -0,25 Mio.) erzielt werden. Das Ergebnis liegt mit EUR 0,14 Mio. leicht über Erwartungen der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2019 und begründet sich im Wesentlichen durch die erfolgreiche Schließung des Produktionsstandortes Schönau.

Die Ranir GmbH erzielt positive Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Das Jahresergebnis der Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss von 2,5 Mio. (Vorjahr Jahresfehlbetrag EUR -0,6 Mio.) ist im Wesentlichen auf den Wegfall von Kosten des Produktionsstandortes Schönau sowie Wegfall von Kosten dessen Schließung zurückzuführen.

2.3. Beschaffung und Herstellung

Die Beschaffung von Handelswaren erfolgte im Geschäftsjahr 2019 einerseits über verbundene Unternehmen beziehungsweise Beteiligungsunternehmen der Gesellschaft sowie nahestehende Lieferanten.

2.4. Qualitätssysteme

Die Zielsetzung der Ranir GmbH besteht in der Sicherstellung hoher Ansprüche an Qualität und Leistungsfähigkeit. Mit Zertifizierung durch die IQNet (International Certification Network) vom 19. März 2018 wurde bescheinigt, dass die Ranir GmbH für den Geltungsbereich "Entwicklung, Produktion und Vertrieb von technischen Kunststoffprodukten und Mundhygieneartikeln" ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt hat und die Forderungen der ISO 9001: 2015 erfüllt sind. Des Weiteren hat die DQS CFS GmbH mit Zertifikat vom 6. März 2018 bescheinigt, dass das Unternehmen die Anforderungen nach IFS Household and Personal Care Products in der Produktkategorie Mundhygieneartikeln erfüllt und dass die Anforderungen der "Global Standard for Consumer Products" erfüllt sind (Zertifikat vom 16. April 2018).

2.5. Investitionen

Die Investitionen im Jahr 2019 bezogen sich auf die Beschaffung von Werkzeugen für die Produktion von Gütern bei nahestehenden Lieferanten.

2.6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum Vorjahr um EUR 0,6 Mio. auf EUR 22,0 Mio. verringert.

Die wesentliche Veränderung auf der Aktivseite resultiert aus der Reduktion des Umlaufvermögens und hier insbesondere in der Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,3 Mio., Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 1,7 Mio. EUR sowie aus der Reduktion des Anlagevermögens um EUR 0,9 Mio. Die Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begründet sich im Wesentlichen durch ein intensives Forderungsmanagement sowie verbesserte Kontrollprozessen bei der Fakturierung der per EDI versendeten Ausgangsrechnungen. Der Abbau der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen begründet sich durch konsequentes Forderungsmanagement mit verbundenen Unternehmen und monatlicher Saldenabstimmungen. Der Abbau des Anlagevermögens resultiert aus Anlagenverkäufen aus der Werksschließung Schönau an verbundene Unternehmen und externe Maschinenverkäufer.

Dagegen läuft der Aufbau von Vorräten um EUR 0,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Der Aufbau des Vorratsbestands um EUR 0,2 Mio. begründet sich im Wesentlichen aus höheren Umsätzen in 2019 und damit höheren Warenbeständen sowie der Tatsache, dass infolge der Werkschließung die Beschaffungskosten bei internen und externen Lieferanten höher sind als zum Zeitpunkt der Produktion im eigenen Werk in Schönau.

Die Veränderung auf der Passivseite resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 3,0 Mio., der Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 2,0 Mio. sowie der Reduktion der Rückstellungen um EUR 1,1 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. EUR 3,0 Mio. wurden im Zuge einer Kapitalerhöhung von EUR 3,0 Mio. getilgt. Die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Darlehensverbindlichkeiten an die Ranir Global Holdings LCC mit Sitz in Southeast Grand Rapids, USA. Die Erhöhung der Steuerrückstellungen resultiert aus der Bildung einer Rückstellung für eine potenzielle Steuerverbindlichkeit, welche sich aus einer noch nicht abgeschlossenen Steuerprüfung der Vorjahre ergeben kann. Die Reduktion der sonstigen Rückstellungen ergibt sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für drohende Verluste und Abfindungen für Mitarbeiter aus der Werksschließung Schönau sowie eines niedrigeren Bestands an ausstehenden Rechnungen als im Vorjahr. Dagegen läuft die Erhöhung der Kapitalrücklage um EUR 3,0 Mio.

Aufgrund des Jahresüberschusses von EUR 2,5 Mio. und der Erhöhung der Kapitalrücklage weist die Ranir GmbH zum 31. Dezember 2019 ein Eigenkapital in Höhe von EUR 9,2 Mio. (Vorjahr EUR 3,7 Mio.) aus. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 41,9%.

2.7. Finanzlage

Zur Finanzierung und Sicherstellung der Liquidität wurden durch die Ranir Holdings Ltd., London/UK, und die Ranir LLC, Grand Rapids, Michigan/USA, Intercompany-Darlehen zur Verfügung gestellt.

Zum 31. Dezember 2019 beliefen sich diese Darlehensverbindlichkeiten auf EUR 10,3 Mio.

Die Darlehensverbindlichkeit in Höhe von EUR 3,0 Mio. gegenüber der J.P.Morgan Bank wurde im Geschäftsjahr 2019 im Rahmen der Akquistion von Ranir durch Perrigo mittels einer Kapitaleinlage i.H.v. EUR 3,0 Mio. getilgt.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Devisentermingeschäfte durch die Gesellschaft durchgeführt. Die Gesellschaft meldet monatlich den Bedarf an Fremddevisen bei der Muttergesellschaft an und erhält zu einem festgelegten Zeitpunkt den Fremdwährungsbetrag. Hierzu werden monatliche Prognoserechnungen durch die Gesellschaft erstellt.

2.8. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Unternehmens ist auf ein profitables Wachstum gerichtet. Zu den wichtigsten Zielgrößen des internen Steuerungssystems zählen daher die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Als Steuerungskennziffer für die Umsatzentwicklung wird die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr verwendet. Für die Ergebnisentwicklung ist seit der Übernahme der Ranir durch Perrigo das operative Ergebnis maßgeblich. Diese Leistungsindikatoren sind Gegenstand monatlicher betriebswirtschaftlicher Auswertungen innerhalb der Ranir Unternehmensgruppe und des Perrigo Konzerns.

2.9. Mitarbeiter

Die Ranir GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 19 (VJ 82) festangestellte Mitarbeiter sowie zusätzlich einen Geschäftsführer.

3.) Risiken-, Chancen- und Prognosebericht

3.1. Risiken der künftigen Entwicklung

In verschiedenen Produktkategorien besteht aufgrund des zunehmenden Wettbewerbes ein erheblicher Preisdruck insbesondere durch die Wirtschaftsmächte Indien und China. Die Ranir Unternehmensgruppe ist der Verstärkung des internationalen Wettbewerbes mit einem Produktionsstandort in Indien begegnet.

Wesentliche Risiken hinsichtlich der Beschaffung von Handelswaren oder der Überalterung von Vorratsbeständen bestehen nicht, da die Beschaffung der Ranir GmbH im Wesentlichen kundenauftragsbezogen erfolgt.

Fremdwährungsrisiken bestehen im Zusammenhang mit der Stichtagsbewertung der von verbundenen Unternehmen gewährten Fremdwährungsdarlehen (USD).

Die Kundenstruktur der Gesellschaft weist auch unter Berücksichtigung der Kundenzugewinne in den letzten Geschäftsjahren unverändert eine starke Konzentration der wesentlichen Umsätze auf wenige Kunden aus. Besondere Risiken in Bezug auf die Werthaltigkeit von Kundenforderungen sind nach gegenwärtiger Einschätzung nicht erkennbar, da im letzten Geschäftsjahr keine wesentlichen Forderungsausfälle entstanden sind und derzeit keine Erkenntnisse zu drohenden Forderungsausfällen vorliegen.

Die Ranir GmbH ist in das Reporting- und Planungssystem der Ranir Unternehmensgruppe sowie des Perrigo-Konzerns eingebunden. Dadurch können aufkommende Risiken frühzeitig erkannt und gegebenenfalls mit geeigneten Maßnahmen gegengesteuert werden. Sollte die Gesellschaft auf den finanziellen Rückhalt der Ranir Unternehmensgruppe respektive des Perrigo-Konzerns angewiesen sein, so geht die Geschäftsführung von der weiteren Unterstützung der Gesellschaft durch den Konzern aus.

Durch die Einbindung der Ranir GmbH in die Unternehmensgruppe der Ranir Global Holding LLC Grand Rapids wird der Bedarf der Gesellschaft an liquiden Mitteln sichergestellt.

Nach dem Referendum der Briten vom 23. Juni 2016 und den anhaltenden politischen Diskussionen ist derzeit nicht vorhersehbar, wann und zu welchen Bedingungen Großbritannien die EU vorrausichtlich verlassen wird. Es wird erwartet, dass der Austritt des Nettozahlers Vereinigtes Königreich auch signifikante Auswirkungen auf die EU haben wird: Deutschland und andere mit dem Vereinigten Königreich stärker verflochtene Länder in der Union würden diesen Prognosen zufolge, ebenfalls ökonomische Einbußen verzeichnen. Wesentliche Risiken für Ranir GmbH bestehen hinsichtlich des Brexits zunächst nicht.

Aus der Abwertung des britischen Pfunds können sich Auswirkungen auf die Währungsumrechnung und Sicherheitsbeziehungen etwaiger Finanzinstrumente ergeben.

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11. März 2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Aus unserer internationalen Ausrichtung heraus können Risiken entstehen, die negative Auswirkungen auf unser Geschäft und damit die Finanz- und Ertragslage haben können. Lockdowns bei internationalen Lieferanten oder Verspätungen beim Transport können zur Verspätung oder zum Ausfall von Lieferungen an unsere Kunden führen. Der Ausfall von Lieferungen von Kunden kann zur Zahlung von Vertragsstrafen führen. Trotz des Lockdowns einiger Lieferanten und des damit verbundenen späteren Wareneingangs sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie keine nennenswerten lieferanten- oder transportbedingten Umsatzausfälle zu verzeichnen.

Das Unternehmen verzeichnet Stand 31. Oktober 2020 einen Rückgang von Umsätzen mit externen Kunden von -4,0% gegenüber dem Plan. Der Umsatzrückgang resultiert aus einer einmalig niedrigeren Kundennachfrage während des Höhepunktes des Lockdowns im April 2020.

Aufgrund der Kundenstruktur, welche im Wesentlichen aus Drogeriemärkten und Discountern besteht, ist das Risiko eines Ausfalls von Forderungen als gering einzustufen. Wir überwachen Außenstände bestehender Kunden und bewerten das Ausfallrisiko von Forderungen. Forderungsausfälle in Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise sind bisher nicht aufgetreten.

Investitionen werden in normalen Umfang vorgenommen.

Durch COVID-19 induzierte Risiken, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können, bestehen aus heutiger Sicht nicht. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aus heutiger Sicht nicht.

Risiken aus dem Verkauf der Ranir Global Holdings LLC, Grand Rapids, Michigan, USA und Ranir GmbH an Perrigo plc, Irland, bestehen aus heutiger Sich nicht.

Aufgrund einer laufenden Steuerprüfung, die noch nicht abgeschlossen wurde, können sich weitere Verpflichtungen ergeben.

3.2. Chancenbericht

Chancen der künftigen Geschäftsentwicklung sieht die Geschäftsführung in der Einbindung der Gesellschaft in Perrigo Konzern durch Synergieeffekte im Bereich Operations, IT und HR.

Die weitere Fokussierung auf Veränderungen im Produktmix und die Ausweitung des Geschäftes mit margenträchtigen Produkten begründet die Chance auf eine anhaltend positive Ergebnisentwicklung der Gesellschaft.

Die Geschäftsführung erwartet nach der Schließung der Produktionsstätte in Schönau im Geschäftsjahr 2018 und der Schließungskosten in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 eine Steigerung der Rentabilität der Gesellschaft und weiterhin eine Stärkung der Position der Ranir GmbH am deutschen Markt für Handzahnbürsten und für elektrische Mundpflegeprodukte.

3.3. Prognosebericht

Weltweit hat sich die hochansteckende Lungenkrankheit COVID-19 unkontrolliert und rasant ausgebreitet. Um die Pandemie zu bekämpfen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, haben Bund und Länder in Deutschland das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben stark eingeschränkt. Viele Unternehmen haben auch bedingt durch unterbrochene Lieferketten ihre Produktion heruntergefahren oder eingestellt.

Der IWF hat seine Einschätzung im Juni 2020 für das weitere Wirtschaftswachstum in der EU auf -7,1% korrigiert. Für Deutschland sieht der IWF ein negatives Wirtschaftswachstum von 7,0 %. Für das Jahr 2021 wird ein Wachstum für die EU von 4,8% und für Deutschland von 5,1% vom IWF prognostiziert.

Das DIW untersucht in seinem Dossier zur Corona-Pandemie die Langfristigkeit der Krise. Anhand der Zinsstrukturkurven für Unternehmensanleihen aus den vier Ländern des Euroraums mit der größten Wirtschaftskraft (Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien) wird untersucht, wie sich die Erwartungen der Marktteilnehmer im Laufe der COVID-19-Pandemie verändern und welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen, beziehungsweise deren Ankündigung, Effekte auf die Risikobewertung der Unternehmensanleihen in verschiedenen Laufzeiten haben. Die Renditen von europäischen Unternehmensanleihen spiegeln Erwartungen der Finanzmarktteilnehmer über wirtschaftliche Folgen der Corona­Pandemie. Der Renditeanstieg bei langen Restlaufzeiten deutet darauf hin, dass Finanzmärkte mit langanhaltenden Auswirkungen von mindestens fünf Jahren rechnen. Unternehmensanleihen des Bankensektors zeigen (noch) ähnliche Reaktionen wie der realwirtschaftliche Sektor.

Die Stimmung unter den deutschen Unternehmen hat sich nach den katastrophalen Vormonaten im Mai 2020 etwas erholt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Mai auf 79,5 Punkte gestiegen, nach 74,2 Punkten im April. Die aktuelle Lage beurteilten die Unternehmen zwar nochmals etwas schlechter. Jedoch verbesserten sich ihre Erwartungen für die kommenden Monate deutlich. Trotzdem erwartet ein Großteil der Unternehmen noch immer eine Verschlechterung der Geschäftslage. Die ersten Lockerungen sorgen für einen Hoffnungsschimmer. Im Handel ist der Geschäftsklimaindex ebenfalls deutlich gestiegen. Hier haben sich sowohl die Lageeinschätzungen als auch die Erwartungen spürbar erholt. Insbesondere im Einzelhandel verbessern die Lockerungen die Stimmung.

Für Ranir GmbH erwarten wir weiterhin ein solides organisches Wachstum der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr.

Hinsichtlich der Wechselkursentwicklung gehen wir infolge der politischen und makroökonomischen Entwicklungen von einem volatilen Umfeld aus.

Die Bemühungen des Managements richten sich auf eine große Kundennähe und ein Verständnis für deren Bedürfnisse. Dieser Ansatz erwies sich bereits in den letzten Geschäftsjahren als zielführend. Die erfolgreiche Einführung neuer und weiterentwickelter Produkte im Geschäftsjahr 2018 wurde auch in den Geschäftsjahren 2019 und 2020 weitergeführt.

Die Geschäftsleitung erwartet einen positiven Trend in der Entwicklung der Umsatzerlöse in den kommenden Geschäftsjahren. Durch bereits getätigte Investitionen sowie neue Produkte wird eine Rentabilitätssteigerung angestrebt. Im Zusammenhang mit der Schließung der Produktionsstätte in Schönau ergaben sich in 2018 und 2019 einmalige negative Sondereffekte. Nach Schließung unseres Standortes in Schönau zum 31. Oktober 2018 wurde die Umstellung auf die strategischen Lieferanten erfolgreich umgesetzt. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Produktivität in den nächsten Jahren steigern können.

Für das Geschäftsjahr 2020 geht die Geschäftsführung der Ranir GmbH von einer Umsatzsteigerung von 1,7% und einem operativen Ergebnis von EUR 5,1 Mio. aus.

4.) Gesamtaussage

Trotz der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen erwarten wir weiterhin ein solides organisches Wachstum der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr.

Die positive Umsatzentwicklung der letzten Geschäftsjahre sowie die umgesetzten Investitionsvorhaben stimmen die Geschäftsführung zuversichtlich, die für die folgenden Geschäftsjahre definierten Ziele zu erreichen.

Die Aussichten für die künftige Entwicklung der Ranir GmbH sind positiv. Im Dentalbereich zeichnet sich weiterhin ein verstärkter Trend nach Mundhygieneprodukten ab. Dies wird auch durch den bisherigen Geschäftsverlauf im Jahr 2018 und 2019 bestätigt. Die Gesellschaft weist zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein positives Eigenkapital aus.

 

Siegburg, den 18. Januar 2021

Gijsbert Dezaire, Geschäftsführer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

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