Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 14449
Eingetragen
20.3.1995
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenVermittlung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Personaldienstleistungen nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, sowie alle hiermit zusammenhängende Geschafte, soweit diese nicht nach anderen Vorschriften genehmigungspflichtig sind.

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Dr. Opitz
seit 27.8.2009
Geschäftsführer
Dieter Dr. Traub
seit 2.3.2009
Geschäftsführer
Albertine Mendl
seit 30.1.2008
Prokura
Oliver Kehrle
seit 30.1.2008
Prokura
Eberhard Bautz
seit 23.7.2002
Prokura
Ludwig Brandl
seit 23.7.2002
Prokura
Christian Fein
seit 23.7.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
OUTSOURCING Inc.JPN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 DM
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Andreas Wust GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2006

AKTIVA

31.12.2006 31.12.2005
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28,00 3.222,00
28,00 3.222,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.130,0 136.208,00
115.130,00 136.208,00
115.158,00 139.430,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 47.665,81 43.236,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.803.579,74 3.838.004,26
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
2. Sonstige Vermögensgegenstände 96.378,47 3.105,65
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
5.899.958,21 3.841.109,91
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und
Schecks
3.276.260,63 4.666.179,91
9.223.884,65 8.550.526,79
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.050,00 7.050,00
9.346.092,65 8.697.006,79

PASSIVA

31.12.2006 31.12.2005
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 192,37 192,37
25.756,96 25.756,96
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 3.871.028,51 2.778.609,29
3.871.028,51 2.778.609,29
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.535,73 63.224,60
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
EUR 60.535,73 (Vorjahr: EUR 63.224,60)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
2.543.078,20 2.478.826,24
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
EUR 2.543.078,20 (Vorjahr: EUR 2.478.826,24)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.845.693,25 3.350.589,70
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
EUR 2.845.693,25 (Vorjahr: EUR 3.350.589,70)
5.449.307,18 5.892.640,54
- davon aus Steuern: EUR 576.617,27
(Vorjahr: EUR 375.515,26)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 928.053,64)
9.346.092,65 8.697.006,79
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. Umsatzerlöse 49.058.771,61 39.440.108,39
2. Sonstige betriebliche Erträge 508.754,21 450.120,79
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 31.432.753,12 24.878.151,30
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
7.454.064,58 6.234.231,33
- davon für Altersversorgung: EUR 1.533,88
(Vorjahr: EUR 1.533,88)
38.886.817,70 31.112.382,63
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
69.239,78 97.224,71
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.763.046,66 6.109.406,74
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.976,28 47.660,21
- davon von verbundenen Unternehmen:
EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.639,12 3.011,46
- davon an verbundenen Unternehmen:
EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.892.758,84 2.615.863,85
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 4.318,37
10. Sonstige Steuern 11.038,00 2.362,00
11. Aufgrund von Gewinnabführungsvertrag
abgeführter Gewinn
3.881.720,84 2.609.183,48
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2006

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Im Jahr 2002 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft geschlossen. Nach diesem Vertrag ist das gesamte Jahresergebnis an die orizon AG abzuführen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Aufgrund der Übernahme interner Mitarbeiter sowie eines Großteil des Anlagevermögens durch die Muttergesellschaft orizon AG, wird durch die Andreas Wust GmbH eine Konzernumlage an die orizon AG geleistet. Diese ist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter der Position Verwaltungsaufwand beinhaltet.

Im Berichtsjahr erfolgte die Umstellung vom Standardkostenrahmen SKR 03 auf Standardkontenrahmen SKR 04.

Im Zuge dieser Kontenrahmenumstellung erfolgte auch eine Umgliederung im Ausweis des Anlagevermögens bei folgenden Positionen: die Einbauten in fremden Grundstücken werden ab dem Berichtsjahr unter der Position Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen ebenso umgegliedert.

Soweit die Klarheit der Darstellung dadurch verbessert wurde, dass in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst sind, werden diese im Anhang gesondert ausgewiesen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

AKTIVA

Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht gegeben. Bei den sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgütern (§ 6 Abs. 2 EStG) wird die Bewertungsfreiheit entsprechend steuerlicher Vorschriften beansprucht.

Bei den Vorräten erfolgte die Aktivierung der Arbeitsschutzmittel zu den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Alle risikobehafteten Posten wurden als Forderungsausfälle erfasst, so dass keine weiteren Einzelwertberichtigungen vorgenommen wurden; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Flüssige Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten weisen transitorische Posten aus.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital (50.000,00 DM bzw. € 25.564,59) entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Das Kapital ist voll eingezahlt.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind ohne Ausnahme mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

II. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN JAHRESABSCHLUSSPOSTEN

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Berichtszeitraum sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Ausweis betrifft vorausbezahlte Beträge.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für Urlaubs- und Überstundenausgleichsansprüche (TEUR 1.960; Vj. TEUR 1.404), Berufsgenossenschaftbeiträge (TEUR 1.340; Vj. TEUR 1.060) sowie für die Schwerbehindertenausgleichsabgabe (TEUR 271; Vj. TEUR 187) gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind gesamt innerhalb eines Jahres fällig. Pfandrechte wurden nicht bestellt.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2006

Anlagenspiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan.2006 Zugänge Abgänge 31. Dez.2006
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.951,09 0,00 0,00 98.951,09
II. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.345.975,38 44.967,78 157.608,09 1.233.335,07
1.345.975,38 44.967,78 157.608,09 1.233.335,07
1.444.926,47 44.967,78 157.608,09 1.332.286,16
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan.2006 Zuführungen Abgänge 31. Dez..2006
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.729,09 3.194,00 0,00 98.923,09
II. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.209.767,38 66.045,78 157.608,09 1.118.205,07
1.209.767,38 66.045,78 157.608,09 1.118.205,07
1.305.496,47 69.239,78 157.608,09 1.217.128,16
NETTOBUCHWERTE
31. Dez.2006 31. Dez.2005
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28,00 3.222,00
II. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.130,00 136.208,00
115.130,00 136.208,00
115.158,00 139.430,00

6. Angaben zu den Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
31.12.2006
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.535,73 60.535,73 0,00 0,00
Vorjahr 63.224,60 63.224,60 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.543.078,20 2.543.078,20 0,00 0,00
Vorjahr 2.478.826,24 2.478.826,24 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.845.693,25 2.845.693,25 0,00 0,00
Vorjahr 3.350.589,70 3.350.589,70 0,00 0,00
5.449.307,18 5.449.307,18 0,00 0,00
Vorjahr 5.892.640,54 5.892.640,54 0,00 0,00

7. Umsatzerlöse

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten gemäß § 285 Nr. 4 HGB entfällt, da die Berichtsgesellschaft nur im Gebiet der Arbeitnehmerüberlassung tätig ist und die im Ausland erzielten Erlöse von untergeordneter Bedeutung sind.

8. Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von TEUR 228 (Vj. TEUR 90) sowie verrechnete Sachbezüge (TEUR 139, Vj TEUR 140).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten größtenteils Personalnebenkosten (TEUR 3.355; Vj. TEUR 3.026), Verwaltungsaufwand (TEUR 2.262; Vj. TEUR 1.812), sowie Kfz-Kosten (TEUR 395; Vj. TEUR 402).

9. Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position Zinsen und ähnliche Erträge betrifft mit TEUR 47 (Vj. TEUR 48) Zinserträge aus Bankguthaben und Festgeld.

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhaltet im Wesentlichen Avalgebühren (TEUR 2; Vj. TEUR 2).

III. SONSTIGE ANGABEN

1. Mitarbeiterzahl

Das Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt:

Berichtsjahr Vorjahr
Angestellte 56 69
Arbeiter 1.798 1.478
Teilzeitkräfte 72 6
1.926 1.553

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen voraussichtliche Zahlungsverpflichtungen gemäß § 285 HGB in Höhe von TEUR 998, wovon TEUR 370 innerhalb eines Jahres fällig werden.

3. Haftungsverhältnisse

Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung zusammen mit der Muttergesellschaft und drei Schwestergesellschaften über eine gemeinsame Kreditlinie bis EUR 3 Mio. Diese Kreditlinie wurde zum Bilanzstichtag von allen Gesellschaften, mit Ausnahme von Avalen in Höhe von TEUR 872, per Saldo nicht in Anspruch genommen.

4. Sonstiges

Aufgrund steuerlicher Organschaft ab 2002 entfallen laufende Steueraufwendungen.

5. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft zum Stichtag ist:

- Andreas Wust, Betriebswirt

Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 9 a) HGB wird von den Erleichterungsvorschriften des § 286 IV HGB Gebrauch gemacht.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird gemäß § 290 Abs. 2 HGB in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der GL Aktiengesellschaft, Düsseldorf, als Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen, die im Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB Nr. 37992) hinterlegt werden. Weiter wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der orizon AG als Mutterunternehmen das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen (Amtsgericht Augsburg HRB 2053).

7. Gewinnverwendungsvorschlag

Aufgrund des in 2002 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird das Ergebnis des Geschäftsjahres in voller Höhe an die Muttergesellschaft abgeführt.

 

Augsburg, im März 2007

Andreas Wust, Geschäftsführer

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2006

A. Wirtschaftsbericht

I. Das Unternehmen

1. Sitz, Geschäftsjahr, Dauer, Gegenstand

Die Andreas Wust GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Sitz ist Augsburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 14449 eingetragen. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember des gleichen Jahres. Die Dauer der Gesellschaft ist nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt.

Satzungsgemäßer Gegenstand des Unternehmens sind Personaldienstleistungen aller Art.

Das Basisgeschäft der Andreas Wust GmbH ist die Arbeitnehmerüberlassung.

Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Andreas Wust.

2. Gründung der Andreas Wust GmbH und historische Entwicklung

Die Andreas Wust GmbH wurde am 27.03.1995 in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg eingetragen.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Andreas Wust GmbH ist eine 100%ige Tochter der orizon AG. Die orizon AG ist nicht selbst operativ tätig, erbringt aber Serviceleistungen für ihre Töchter. So sind die Bereiche Lohn- und Finanzbuchhaltung, Faktura, EDV, Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement in die orizon AG ausgelagert.

Die Andreas Wust GmbH ist an keinen anderen Gesellschaften beteiligt.

Sämtliche Aktien der orizon AG wurden zum 31.12.2006 von der GL AG, Herrn Rolf Plümer, Frau Ernestine Plümer und Frau Ute Hielscher an ppm capital verkauft.

II. Der Markt

Der deutsche Zeitarbeitsmarkt unterscheidet sich im internationalen Vergleich nach wie vor erheblich von dem anderer Länder. Zeitarbeitnehmer in Deutschland erhalten in der Regel einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit allen gesetzlichen Leistungen, die in anderen Beschäftigungsverhältnissen üblich sind, so bspw. Sozialversicherungspflicht, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub, Arbeitsschutz, Kündigungsschutz, usw. Eine auf den jeweiligen Einsatz beschränkte Anstellungsdauer stellt in Deutschland die Ausnahme dar.

Die Zeitarbeit wird durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz reglementiert. Dieses sieht das Prinzip des equal treatments vor, was so viel bedeutet wie gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Demnach müsste ein Leiharbeitnehmer jeweils die Entlohnung und die Sozialleistungen erhalten, die ein vom Kunden selbst angestellter Arbeitnehmer an einem vergleichbaren Arbeitsplatz erhält.

Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz lässt hierzu eine Ausnahme zu, die derzeit auf nahezu alle deutschen Leiharbeitsverhältnisse angewandt wird, nämlich die Anwendung eines Tarifvertrages. Durch die Konkurrenz zwischen mehreren Branchenverbänden in der Zeitarbeit und zweier Gewerkschaften haben sich derzeit 4 bedeutende Branchentarifverträge und eine Vielzahl von Firmentarifverträgen herausgebildet. Bisher ist es keinem Branchenverband gelungen, die für eine Allgemeinverbindlichkeit seines Tarifvertrages erforderliche Anzahl von Beschäftigungsverhältnissen (50% Marktanteil) zu erzielen.

Die Fixierung eines Minimumlohnes über das Entsendegesetz für die Zeitarbeitsbranche wird sehr stark diskutiert. Auslöser hierfür sind die teilweise deutlich unter den Branchentarifverträgen liegenden Stundenlöhne bei einer Vielzahl von Firmentarifverträgen, welche nahezu ausschließlich mit dem Christlichen Gewerkschaftsbund abgeschlossen wurden.

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die volkswirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland ist von einer sehr positiven Stimmung geprägt. Prognosen gehen von einem weiterhin robusten Wirtschaftswachstum aus. Dieses soll sich bis weit in das Jahr 2008 hinein fortsetzen.

2. Entwicklung des Marktes für Personaldienstleistungen

Der Markt für Personaldienstleistungen in Deutschland, insbesondere für die Arbeitnehmerüberlassung, ist in den letzten Jahren von einem sehr starken Wachstum geprägt. Branchenstudien gehen von einem weiteren durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 12% aus. Für das Jahr 2007 sehen die Prognosen noch optimistischer aus.

Die Nachfrage nach Leihpersonal ist in der Bundesrepublik Deutschland so hoch wie noch nie. Zum einen hat sich die Arbeitnehmerüberlassung als sehr flexibles Instrument der Personalpolitik bei den Unternehmen weitgehend etabliert, zum anderen ist teilweise schon ein erheblicher Mangel an Fachkräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu beobachten. Insbesondere in den hoch qualifizierten Bereichen und auf dem Facharbeitermarkt versuchen Unternehmen ihren sehr hohen Bedarf über Personaldienstleister zu decken. Den limitierenden Faktor stellt daher nicht die Nachfrage sondern das Angebot an verfügbaren Mitarbeitern dar.

Die Andreas Wust GmbH ist mit ihrem Tätigkeitsschwerpunkt in Bayern eines der führenden Zeitarbeitsunternehmen in dieser Region im gewerblichen Bereich.

Die Gesellschaft betreibt rechtlich unselbständige Niederlassungen in Augsburg, Dingolfing, Regensburg, Altötting, München, Ingolstadt, Ansbach, Neumarkt, Weilheim, Rosenheim, Deggendorf, Landshut, Günzburg, Fürstenfeldbruck, Schwabach, Würzburg, Bamberg, Weiden und Nördlingen.

III. Das Geschäftsjahr

Im Jahr 2006 konnte das mit Abstand beste Firmenergebnis in der Geschichte der Andreas Wust GmbH erzielt werden. Im Vergleich zu den Mitbewerbern in Bayern liegt die Andreas Wust GmbH in der Umsatzentwicklung und in der Umsatzrendite nach wie vor im Vorderfeld.

Das Unternehmen konnte im Geschäftsjahr 2006 einen Gesamtumsatz von 49.059 T€ und einen Jahresgewinn von 3.882 T€ erzielen. Der Gesamtumsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 24,38 % und der Jahresgewinn um 1.273 T€ bzw. 48,77 % erhöht.

Grund hierfür ist der starke Anstieg der Nachfrage nach Leiharbeitnehmern und damit verbunden das starke Wachstum im Personalbestand an externen Mitarbeitern.

1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2006 konnte das Geschäftsvolumen und damit die Umsatzerlöse der Andreas Wust GmbH gegenüber dem Vorjahr kräftig ausgebaut werden. Zum Geschäftsjahresende lagen die Umsatzerlöse 24,38% über den Umsätzen des Vorjahres. Der Gesamtumsatz beträgt im Wirtschaftsjahr 2006 insgesamt 49,059 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr mit 39,440 Mio. Euro.

Die Anzahl der Produktivstunden stieg um ca. 25,28 % von 2,066 Millionen in 2005 auf über 2,589 Millionen in 2006.

Die im Vorjahr erzielte Preismarge konnte in 2006 nahezu gehalten werden. Der durchschnittliche Deckungsbeitrag je Produktivstunde sank leicht von 4,27 Euro auf 4,14 Euro.

Die Personalkostenquote (Verhältnis der Personalkosten interner und externer Mitarbeiter zu den Umsatzerlösen) veränderte sich von 78 % im Vorjahr auf 79 % im laufenden Geschäftsjahr.

Insgesamt konnte im Jahr 2006 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 3.893 Mio. € (Vorjahr 2.616 Mio. €) erwirtschaftet werden.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Gewinn an die Muttergesellschaft, orizon AG, abgeführt, so dass ein Jahresergebnis in Höhe von € 0 ausgewiesen wird.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Gesellschaft weist ein positives Eigenkapital von rd. 25.757 € aus; die Eigenkapitalquote beträgt rd. 0,28 %.

Investitionen wurden im Jahre 2006 in sehr geringem Umfang getätigt. Die Hauptinvestitionen im Bereich des Rechenzentrums und der Branchensoftware werden von der orizon AG für alle Tochtergesellschaften getragen. Hierfür und für sämtliche anderen Dienstleistungen, die die orizon AG für die Tochtergesellschaften erbringt, wurden konzerninterne Umlagen verrechnet, die sich auf ca. 1,1 Mio Euro im Jahre 2006 belaufen.

Die übrigen wesentlichen passiven Bilanzpositionen in der Andreas Wust GmbH sind die Verbindlichkeiten gegenüber Personal mit 2.821 T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

3. Liquiditätslage

Der Liquiditätsbedarf für das operative Geschäft konnte aus dem laufenden Cash Flow gedeckt werden; Kreditlinien bei Kreditinstituten mussten nicht in Anspruch genommen werden.

Eine weitere Verbesserung der Liquiditätslage wird durch eine raschere Fakturierung der Leistungen an die Kunden angestrebt. Darüber hinaus sind verstärkte Bemühungen beim Eintreiben von Forderungen im Gange. In diesem Bereich wurde unter anderem das Mahnwesen konsequent verbessert.

Seit 2007 wird ein cash pooling auf Ebene der Muttergesellschaft orizon AG betrieben und die Konten auf die orizon AG umgestellt. Innerhalb der Andreas Wust GmbH werden keine besonderen Finanzinstrumente angewendet.

4. Mitarbeiter

Die Andreas Wust GmbH hat neben dem Geschäftsführer durchschnittlich 1.798 externe und 56 interne Mitarbeiter im Jahr 2006. Der Anteil an geringfügig Beschäftigte ist äußerst gering.

Die Zahl an externen Mitarbeitern wurde im Vergleich zum Vorjahr im Gesamtjahresdurchschnitt um 320 Personen erhöht. Diese Steigerung resultiert aus dem starken Aufbau an Mitarbeitern in den Altniederlassungen.

Die Andreas Wust GmbH ist Mitglied in einem Arbeitgeberverband (BZA) und wendet den Tarifvertrag BZA auf alle externen Beschäftigungsverhältnisse an.

Ein Betriebsrat besteht nicht. Im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge bietet die Andreas Wust GmbH ihren externen und internen Mitarbeitern entsprechende Produkte an.

Fehlzeiten durch Krankheit und Nichteinsatz sind im Jahre 2006 auf das niedrigste Niveau seit Jahren gesunken. Der Krankenstand betrug durchschnittlich 4,15% der Anteil an Firmenstunden lag unter 0,73%. Die Unproduktivität betrug insgesamt 19,71%.

IV. Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2006 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen als der oben erfolgten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

B. Risiken- und Chancenbericht

Das Jahr 2007 wird in der Arbeitnehmerüberlassung voraussichtlich ein weiteres Jahr der Rekorde. Nach wie vor besteht in Deutschland ein Nachholbedarf im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung im Vergleich zu anderen europäischen Ländern.

Die Gesellschaft blickt, wegen der für die Branche weiterhin günstigen Rahmenbedingungen und durch den unverändert hohen Einsatz der Geschäftsleitung und der Mitarbeiter, weiterhin positiv in die Zukunft.

Die Andreas Wust GmbH wird sich weiterhin überwiegend auf Zeitarbeit im gewerblichen Bereich konzentrieren. Die Kunden sind hauptsächlich groß- und mittelständische Unternehmen. Fundamental sollte dieser Bereich Wachstumspotential beinhalten. Zusätzlich sollen noch zwei neue Standorte für weiteren Wachstum und Marktdurchdringung sorgen.

Aus heutiger Sicht wird sich der Personaldienstleistungsmarkt im Jahr 2007 ähnlich positiv entwickeln wie im vorangegangenen Geschäftsjahr. Die Andreas Wust GmbH strebt ein Umsatzwachstum von 18 % an.

Das Unternehmen konnte mit ca. 400 Mitarbeitern mehr in das neue Jahr gehen als im Vorjahr. Dies entspricht einem Zuwachs von über 25%, so dass die Grundlagen für das geplante Umsatzwachstum gelegt sind. Nach wie vor ist vor allem im ungelernten Bereich ein sehr starker Preisdruck zu beobachten, daher wird ein Umsatzwachstum über Preiserhöhungen kaum zu erzielen sein.

I. Risikofaktoren

Entscheidend dafür, ob die Umsatzziele erreicht bzw. sogar übertroffen werden können, ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Vor allem in Bayern ist in vielen Region die Beschaffung von neuen Mitarbeitern deutlich aufwändiger geworden als im Vorjahr. Viele Aufträge von Kunden können nicht mehr besetzt werden. Darüber hinaus stellen Kundenbetriebe selbst Mitarbeiter ein. Aufgrund des geringen Angebotes auf dem Beschaffungsmarkt werden Leiharbeitnehmern Übernahmeangebote gemacht. Die Übernahmequote von Leiharbeitnehmern erreichen daher Größenordnungen, die in den letzten 5 Jahren bei weitem nicht erreicht wurden.

Aus vorgenannten Gründen wird die Mitarbeiter- und Umsatzentwicklung im Jahr 2007 kaum mit der im Jahre 2006 schritt halten können.

Die Tarifvertragssituation beinhaltet kein Risiko für die Andreas Wust GmbH im Jahr 2007. Die zum 1.1.2007 gültige Tariferhöhung konnten überwiegend über die Verrechnung mit bestehenden außertariflichen Zulagen kompensiert werden.

Es kann derzeit keine Aussage darüber gemacht werden, ob es gelingt, einen der existierenden Tarifverträge als allgemeinverbindlich zu erklären, wie es derzeit seitens des DGB vorangetrieben wird oder ob ein Mindestlohn nach dem Entsendegesetz für die Zeitarbeit wirksam wird.

Die Einführung eines Minimumlohnes im Bereich von ca. 7.50 Euro pro Stunde hätte eine deutliche Reduzierung des Preis-Dumpings im ungelernten Bereich zur Folge. Dies hätte positive Auswirkungen auf die Andreas Wust GmbH, da die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter deutlich über 7.50 Euro pro Stunde heute schon verdient und Mitbewerber gezwungen wären, ihre Verrechnungssätze beim Kunden teilweise deutlich zu erhöhen.

Für das Jahr 2007 ist die Gründung von zwei weiteren Standorten geplant. Eine Belastung des Betriebsergebnisses aus Neugründungen wird in einer Höhe von 0,25 Mio. Euro erwartet.

Nennenswerte Risiken aus Bürgschaften oder Rechtsstreitigkeiten sind nicht vorhanden. Das gleiche gilt für Gewährleistungsrisiken, da im Bereich von Werk- und Dienstverträgen keine Aufträge abgewickelt werden.

Im Bereich der sozialen Versicherungssysteme sind die Beiträge für die Renten- und Krankenversicherungen spürbar gestiegen. Gleichzeitig wurden allerdings die Beiträge zur Berufsgenossenschaft und zur Arbeitslosenversicherung reduziert. In Summe ergeben sich keine nennenswerten Auswirkungen auf die Ertragssituation des Unternehmens.

Die Zeitarbeitsbranche hat in der Vergangenheit stark von steuerlichen Abzugsmöglichkeiten im Rahmen der Einsatzwechseltätigkeit profitiert. Dies bedeutet im Grundsatz, dass obwohl im Verglich zu konventionellen Arbeitsverhältnissen die Bruttoentlohnung teilweise niedriger ausfiel, die Nettoentlohnung durchaus gleich oder sogar höher sein konnte.

Wie schon in den Vorjahren wurde auch für das Jahr 2007 erhebliche steuerliche Änderungen beschlossen, die insbesondere auch die Einsatzwechseltätigkeit betrifft. Diese führen immer mehr dazu, dass die Möglichkeiten Lohnbestandteile teilweise steuerfrei an externe Mitarbeiter ausbezahlen zu können, erheblich reduziert werden. Dadurch ergibt ein direkter Einfluss auf den Nettolohn des externen Mitarbeiters. Indirekt sind die Einwirkungen auf die Andreas Wust GmbH allerdings ebenfalls gegeben, da die Nettolohneinbußen in irgend einer Form zumindest teilweise wettgemacht werden müssen, um die Motivation der Mitarbeiter zu erhalten. Über die nächsten Jahre hinweg betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass steuerliche Anreize im Rahmen der Einsatzwechseltätigkeit weiter abgebaut werden.

II. Marktbezogene Risiken

Die Andreas Wust GmbH erzielt ihren Umsatz nahezu ausschließlich in Deutschland. Durch eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland könnten Umsatz und Ertrag in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach allen Wirtschaftsprognosen erscheint dieses Risiko für die Jahre 2007 und 2008 als eher gering.

Der Markt für Personaldienstleistungen in Deutschland ist geprägt von zahlreichen Anbietern und intensivem Wettbewerb. Insbesondere im unqualifizierten Bereich ist der Margendruck sehr groß, daher sind Preisrisiken nicht auszuschließen.

Ausfallrisiken wurden in 2006 deutlich reduziert.

Verstärktes Augenmerk wird auf die Eintreibung von Außenständen gelegt. Eine Warenkreditversicherung existiert, allerdings werden sämtliche Neukunden und ausgewählte Altkunden permanent über die Coface-Versicherung auf maximale Versicherungswürdigkeit überprüft und versichert.

III. Änderung des regulatorischen Umfelds

Die Geschäftstätigkeit der Andreas Wust GmbH ist vom Arbeitnehmerüberlassungsgesetz abhängig. Dieses wurde in den letzten Jahren sehr stark liberalisiert und hat zu einem starken Aufschwung in der Branche geführt. Vereinzelt sind Bestrebungen von politischen Gruppierungen zu beobachten, das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz wieder deutlich zu verschärfen.

IV. Risikomanagement

Berichtswesen

Die Andreas Wust GmbH ist in das kontinuierliche Risikomanagement der orizon Gruppe eingebunden. Kernstück ist ein neues verbessertes internes Berichtswesen, das ein umfassendes Controlling aller wirtschaftlich relevanten Vorgänge einschließt.

Es garantiert zukünftig unternehmensinterne Reaktionsfähigkeit sowie Flexibilität und Transparenz. Durch den Einsatz verschiedener Analysemethoden werden Risiken früh erkannt und verringert. Durch ein straffes monatliches Berichtswesen ist es möglich, in den Niederlassungen, die eine kritische Performance aufweisen, schnell zu reagieren, insbesondere durch Kostenkontrolle sowie Terminverfolgung.

Die laufenden Risikoanalysen sind darauf ausgerichtet, Gefahren für das Vermögen, den Ertrag sowie die langfristige Beschäftigungslage möglichst frühzeitig zu erkennen, um schnellstmöglich Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Darüber hinaus erlaubt die neue Firmen-Software eine wesentlich klarere Definition von Leitplanken und Regeln, die für die Abrechnung von Mitarbeitern und die Faktura von zentraler Bedeutung sind. Dies bezieht sich insbesondere auf gesetzliche Regelungen und tarifvertragliche Bestimmungen.

V. Chancen

Die Marktchancen der Andreas Wust GmbH im deutschen Zeitarbeitsmarkt haben sich im Geschäftsjahr 2006 erheblich verbessert. Auf Grund des erheblich positiveren Marktumfeldes wird es dem Unternehmen möglich sein Umsatz und Erträge weiter deutlich auszubauen. Dies gilt sowohl für die bestehenden Niederlassungen als auch für den beschleunigten Aufbau neuer Geschäftsstellen.

Für die Jahre 2007 und 2008 ist ein Umsatzwachstum auf ca. 58,5 Mio. Euro bzw. 65,5 Mio. Euro geplant, was einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von ca. 15% entspricht.

Die durchschnittliche jährliche Steigerung des Ertrages der Andreas Wust GmbH bis Ende 2008 wird auf knapp 8,5 % veranschlagt. Die Zahlen des 1. Quartals 2007 zeigen, dass dieses Ziel mit großer Wahrscheinlichkeit erreicht werden kann.

Die Andreas Wust GmbH stellt wie bisher auch in Zukunft einen wichtigen Stützpfeiler der orizon AG dar. Eine Verschmelzung der verschiedenen Tochtergesellschaften ist nicht beabsichtigt. Klar definiertes Ziel ist, die erfolgreiche Mehrmarkenstrategie beizubehalten und weiter auszubauen. Dies trägt maßgeblich dazu bei, die Motivation und die Identifikation des internen Personals hoch zu halten.

Weitere positive Effekte sind mittelfristig von der seit Juli 2006 sukzessive eingeführten neuen ERP-Software zu erwarten. Diese positiven Effekte beziehen sich sowohl auf die Rekrutierungs- als auch auf die Kundenseite. Beispiele hierzu sind die automatische Datenübernahme aus Kunden-Zeiterfassungssystemen, Möglichkeiten zur Online-Mitarbeiter-Recherche durch Kunden, verstärkte bundesweite Nutzung von Internet-Jobbörsen, Ausbau der firmeneigenen Jobbörse und Installation von Bewerberterminals in den Niederlassungen.

Darüber hinaus erlaubt die neue Firmen-Software eine wesentlich klarere Definition von Leitplanken und Regeln, die für die Abrechnung von Mitarbeitern und die Faktura von zentraler Bedeutung sind. Dies bezieht sich insbesondere auf gesetzliche Regelungen und tarifvertragliche Bestimmungen.

Insgesamt gesehen verfügt die Andreas Wust GmbH über hoch motivierte Mitarbeiter, eine schlanke aber effiziente Vertriebsstruktur und Verwaltung sowie über ein hochmodernes ERP-System. Damit ist das Unternehmen im Verbund der orizon AG bestens gerüstet für die weiteren Herausforderungen des Marktes.

 

Augsburg, im März 2007

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Andreas Wust GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Augsburg, den 15. Mai 2007

R&B Revisions- und Beratungs AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Besser, Wirtschaftsprüfer

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