Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 7512 PI
Vorher
VERO GmbH Gesellschaft zur Produktion von Lack und Masterbatch
Eingetragen
9.7.2008
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnHerstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und Kitten
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und Handel von bzw. mit Lacken, Beschichtungen, Pigmentpräparationen sowie Additiven, sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte, der An- und Verkauf von Beteiligungen und Unternehmensanteilen sowie das Wahrnehmen organischer Funktionen in Tochtergesellschaften und die Verwaltung eigenen Vermögens.

Historie

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Management

NameRolle
Robert Dr. Fichtler
seit 6.7.2021
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
250.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROWA Lack GmbH

Pinneberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ROWA Lack GmbH, Pinneberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 27. April 2017

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nissen-Schmidt, Wirtschaftsprüferin

Schwegmann, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

EUR 31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,02 4,02
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 1.420.487,89 1.476.040,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.366.583,28 604.263,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.831,88 322.966,92
4. Geleistete Anzahlungen 920,00 125.170,60
III. Finanzanlagen 3.031.823,05 2.528.441,69
Anteile an verbundenen Unternehmen 69.757,82 19.757,82
  3.101.584,89 2.548.203,53
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 920.954,33 962.881,51
2. Fertige Erzeugnisse 835.290,08 781.026,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.756.244,41 1.743.908,33
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.999.363,77 1.583.134,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 697.073,09 528.022,46
3. Sonstige Vermögensgegenstände 265.157,30 261.904,06
  2.961.594,16 2.373.061,31
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 358.534,18 359.670,32
  5.076.372,75 4.476.639,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 792,00
  8.177.957,64 7.025.635,49

Passiva

   
  EUR 31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 4.457.104,43 4.457.104,43
III. Bilanzgewinn 2.111.499,95 1.503.353,47
  6.818.604,38 6.210.457,90
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 265.656,93 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 271.920,20 72.111,00
  537.577,13 72.111,00
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 524.812,51 482.569,36
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 25.772,55 23.353,52
3. Sonstige Verbindlichkeiten 271.191,07 237.143,71
davon aus Steuern EUR 33.000,43 (Vj. EUR 26.545,99)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.228,61 (Vj. EUR 4.372,87)    
  821.776,13 743.066,59
  8.177.957,64 7.025.635,49

Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

EUR 2015
EUR
1. Umsatzerlöse 13.870.758,38 13.443.413,25
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 54.263,26 -139.249,71
3. Sonstige betriebliche Erträge 102.026,29 44.997,58
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 31,21 (Vj. EUR 0,00)    
  14.027.047,93 13.349.161,12
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.358.135,93 7.938.758,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 229.966,00 210.514,33
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 1.999.887,21 1.857.367,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 376.001,90 345.376,92
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 286.903,37 293.897,90
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.846.990,66 2.490.462,92
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 353,44 (Vj. EUR 627,00)    
  13.097.885,07 13.136.378,07
8. Erträge aus Beteiligungen 13.360,00 20.040,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 13.360,00 (Vj. EUR 20.040,00)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.999,96 27.508,96
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 24.999,96 (Vj. EUR 24.999,96)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.055,55 4.532,62
  33.304,41 43.016,34
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 299.575,81 67.536,20
12. Ergebnis nach Steuern 662.891,46 188.263,19
13. Sonstige Steuern 4.744,98 5.032,57
14. Jahresüberschuss 658.146,48 183.230,62
15. Gewinnvortrag 1.503.353,47 1.365.122,85
16. Ausschüttung 50.000,00 45.000,00
17. Bilanzgewinn 2.111.499,95 1.503.353,47

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar - 31. Dezember 2016

1. Allgemeines

1.1. Erläuterungen zur Gliederung und zur Form der Darstellung

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorgaben der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag die Kriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 288 HGB wird teilweise Gebrauch gemacht.

Die Bilanz ist gegliedert nach § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Die Vorschriften des BilRUG wurden erstmalig berücksichtigt. Es ergeben sich keine Änderungen in Bezug auf den Ausweis der Umsatzerlöse und der sonstigen betrieblichen Erträge gem. § 277 Abs. 1 HGB i. V. m. Art. 75 Abs. 2 EGHGB.

1.2 Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma ROWA Lack GmbH mit Sitz in Pinneberg im Handelsregister des Amtsgerichts Pinneberg unter der Nummer HRB 7521 PI eingetragen.

1.3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1.3.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Wertansatz erworbener immaterieller Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Software und Softwarelizenzen werden linear gemäß betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei Jahren und Lizenzen für gewerbliche Schutzrechte über zwölf Jahre abgeschrieben.

1.3.2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten umfasst entsprechend § 255 Abs. 1 HGB auch Anschaffungsnebenkosten sowie nachträgliche Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Bei den Grundstücken und Bauten werden Gebäude linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 50 bzw. 33 Jahren abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der technischen Anlagen und Maschinen beträgt drei bis sechzehn Jahre, die der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis dreiundzwanzig Jahre. Die Zugänge der beweglichen Vermögensgegenstände werden monatlich pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Bei Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet und über fünf Jahre jeweils mit 20 Prozent p.a. abgeschrieben.

1.3.3. Finanzanlagen

Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, soweit den Finanzanlagen ein niedrigerer Wert beizulegen ist.

1.3.4. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu den Anschaffungskosten (Einzelfeststellung) oder unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit den angefallenen Einzelkosten, anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessenen Teilen der Verwaltungsgemeinkosten bewertet. Etwaige Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei älteren oder schwer veräußerbaren Warenpartien vorweggenommen.

1.3.5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch die Bildung von angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

1.3.6. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Ausweis des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

1.3.7. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Abgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

1.3.8. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten kleiner als ein Jahr wird das Wahlrecht zur Abzinsung nicht in Anspruch genommen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

1.3.9. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. mit dem höheren Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

2. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

2.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

2.2. Anteilsbesitz

Der ausgewiesene Anteilsbesitz in Höhe von TEUR 70 betrifft einen Beteiligungsanteil von 75,1% an der ROWA France S.a.r.L., Champs sur Marne, Frankreich. Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 betrug das gezeichnete Kapital der ROWA France TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 32), das Eigenkapital TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 216) und der Jahresüberschuss TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 45).

2.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von TEUR 630 (Vorjahr: TEUR 513) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 28) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die restlichen Forderungen entfallen auf sonstige Forderungen.

2.4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert EUR 250.000,00. Die alleinige Anteilseignerin ist die ROWA GROUP Holding GmbH.

Die Kapitalrücklage umfasst andere Zuzahlungen, die Gesellschafter in das Eigenkapital geleistet haben (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Sie beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 4.457.

2.5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 22) sowie personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 26).

2.6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich hinsichtlich der Laufzeiten wie folgt:

Werte
in TEUR
Gesamt 2016 (2015) Restlaufzeit bis 1 Jahr 2016 (2015) Restlaufzeit>1 - 5 Jahre 2016 (2015)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 525 525 0
  (483) (483) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26 26 0
  (23) (23) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 271 271 0
  (237) (237) (0)
Summe Verbindlichkeiten 822 822 0
  (743) (743) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

2.7. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0), dabei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2). Im Vorjahr resultierten die Aufwendungen aus Verlusten aus Anlagenabgängen.

2.8. Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Mietverpflichtungen mit folgenden Laufzeiten:

Werte
in TEUR
Gesamt 2016 (2015) Restlaufzeit bis 1 Jahr 2016 (2015) Restlaufzeit 1-5 Jahre 2016 (2015) Restlaufzeit>5 Jahre 2016 (2015)
Mietverpflichtungen        
verbundene Unternehmen 30 (29) 30 (29) 0(0) 0 (0)

2.9. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen.

2.10. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat Sicherheiten aus Kontokorrentkreditrahmen für Verbindlichkeiten zugunsten der ROWA Group Holding GmbH, ROWA Masterbatch und ROMIRA GmbH (alles verbundene Unternehmen) in Höhe von TEUR 8.500 gestellt. Dieser Kreditrahmen wurde zum Stichtag von keiner Gesellschaft in Anspruch genommen.

Zudem besteht eine gesamtschuldnerische Mitverpflichtung für Verbindlichkeiten zugunsten der ROWA Group Holding GmbH (verbundenes Unternehmen) zusammen mit drei weiteren verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.134 (Vorjahr TEUR 3.604).

Eine Inanspruchnahme aus der Bestellung von Sicherheiten schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB).

3. Sonstige Angaben

3.1. Geschäftsführung

Geschäftsführer dieser Gesellschaft ist:

Helmut Walter Völlinger, Dipl. Ing., Großenlüder

Von der Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

3.2. Angaben zu Arbeitnehmern

Die Gesellschaft beschäftigt im Durchschnitt des Geschäftsjahres 43 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung).

Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 2016 Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 2015
Gewerbliche Mitarbeiter 19 19
Angestellte Mitarbeiter 24 23
Mitarbeiter gesamt 43 42

3.3. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, eine Ausschüttung eines Betrags von TEUR 260 an die Gesellschafter vorzunehmen und den restlichen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

3.4. Konzernangaben

Die ROWA Lack GmbH, Pinneberg, wird in den Konzernabschluss der Georg Nordmann Holding Aktiengesellschaft, Hamburg, einbezogen. Die Georg Nordmann Holding Aktiengesellschaft erstellt einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht, in den die ROWA GROUP Holding GmbH mit ihren Tochterunternehmen einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss beinhaltet den kleinsten und größten Kreis von einbezogenen Unternehmen und wird gemäß § 325 HGB im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

3.5. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

3.6. Abschlussprüferhonorar

Bezüglich der Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird auf die Angabe im Konzernabschluss der Georg Nordmann Holding Aktiengesellschaft, Hamburg, verwiesen.

 

Pinneberg, den 15. März 2017

ROWA Lack GmbH

Helmut Walter Völlinger, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.895,44 0,00 0,00 0,00 55.895,44
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 2.214.684,65 0,00 0,00 0,00 2.214.684,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.657.615,55 773.813,41 0,00 124.250,60 3.555.679,56
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.019.197,48 19.957,36 46.568,94 0,00 2.992.585,90
4. Geleistete Anzahlungen 125.170,60 0,00 0,00 -124.250,60 920,00
  8.016.668,28 793.770,77 46.568,94 0,00 8.763.870,11
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.757,82 50.000,00 0,00 0,00 69.757,82
  8.092.321,54 843.770,77 46.568,94 0,00 8.889.523,37
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.891,42 0,00 0,00 55.891,42
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 738.643,76 55.553,00 0,00 794.196,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.053.352,27 135.744,01 0,00 2.189.096,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.696.230,56 95.606,36 43.082,90 2.748.754,02
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  5.488.226,59 286.903,37 43.082,90 5.732.047,06
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  5.544.118,01 286.903,37 43.082,90 5.787.938,48
Buchwerte
31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,02 4,02
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 1.420.487,89 1.476.040,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.366.583,28 604.263,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.831,88 322.966,92
4. Geleistete Anzahlungen 920,00 125.170,60
  3.031.823,05 2.528.441,69
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 69.757,82 19.757,82
  3.101.584,89 2.548.203,53

Lagebericht für 2016

A. Grundlagen des Unternehmens

Seit über 50 Jahren ist die ROWA Lack GmbH, Pinneberg (Im Folgenden ROWA Lack), mit Speziallacksystemen und Pigmentpräparationen Partner in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Mit Kompetenz und Kreativität schafft ROWA Lack individuelle Lösungen für innovative, kundenspezifische Erfordernisse und stellt die Einhaltung der erforderlichen und sich ändernder Standards bei bereits entwickelten Produkten sicher.

Ziel der Entwicklungen ist die zuverlässige Bedienung bestehender Produktlinien und die Marktbegleitung bei der Erschließung neuer Potentiale für die Produkte der Kunden. Von der Kundenanfrage bis zum Serienprodukt arbeitet ROWA Lack eng mit dem Kunden zusammen, unterstützt anwendungstechnisch vor Ort und realisiert kürzeste Lieferzeiten durch kontinuierlich verbesserte Betriebsabläufe.

Die Erfüllung geforderter Qualitätsstandards ist für ROWA Lack obligatorisch. Von der Rohstoffqualifikation über die Verarbeitung bis zur Qualitätskontrolle bei Auslieferung gelten höchste Ansprüche. Deshalb können sich unsere Kunden jederzeit auf die gesicherte und gleichbleibende Markenqualität für Lacksysteme und Pigmentpräparationen von ROWA Lack verlassen.

ROWA Lack entwickelt, produziert und vertreibt ein großes Sortiment von Speziallacken für die Beschichtungs - und Kunststoffindustrie. Dazu zählen Acrylat-, Polyurethan- und Fluorpolymerlacke auf lösemittelhaltiger oder wässriger Basis. ROWA- Lacksysteme dienen u. a. der Oberflächenveredelung von PVC - Planen, PVC - und PUR - Kunstleder sowie trägerlosen Folien auf PVC- oder TPO -Basis. Ergänzt wird die Produktpalette durch abgestimmte Lackadditive und Modifizierungsmittel wie Vernetzer, Mattierungskonzentrate, Slip - und Antiblockadditive.

Die ROWA Lack tätigt im branchenüblichen Umfang Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für die Neu - und Weiterentwicklung von Produkten und die Qualifizierung von neuen Rohstoffen und geeigneten Alternativmaterialien. Die Aktivitäten erfolgen primär innerhalb des relevanten Liefer- und Leistungsumfangs. Ein Schwerpunkt liegt auch weiterhin bei der Anpassung von Rezepturen auf die permanenten Erfordernisse, die sich aus behördlichen Auflagen, wie zum Beispiel REACH - und SVHC -Vorgaben ergeben. Weitere Topthemen werden wasserbasierende und UV -vernetzende Lacksysteme, funktionelle Lacke, hochwertige Planenlacke und Lacke für den Kunstleder und Möbelfolienbereich sein.

Es werden auch zunehmend nicht unerhebliche Aufwendungen zur permanenten anwendungstechnischen Unterstützung der laufenden Qualitäten unserer Stammkunden zu leisten sein.

B. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Entwicklung des für die ROWA Lack relevanten Sektors der Chemie- und Textilbeschichtungsindustrie hatte sich im Laufe der beiden vorangegangenen Jahre leicht erholt. Dieser positive Trend setzte sich weitgehend im Berichtsjahr auf niedrigem Niveau fort. Profitieren konnte die Gesellschaft hierbei primär von höheren Aufträgen im Standardplanenbereich aus Europa und China. Die Unsicherheit aufgrund der teilweise schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die anhaltende Russlandkrise und die fehlende Dynamik der Weltwirtschaft war jedoch im abgelaufenen Jahr deutlich zu spüren. Resultat waren kundenseitig nur begrenzt verwertbare Marktprognosen und häufigere kurzfristige Auftragseingänge.

Der Hauptabsatzmarkt, der Bereich der beschichteten Technischen Textilien, hat bei den Standardprodukten in Europa wieder etwas an Bedeutung gewonnen. Die Beschichtungsbranche geht vermehrt auf die steigenden Importe der beschichteten und lackierten Materialien aus Asien ein. Die europäischen Marktbegleiter steigen verstärkt in diesen Preiskampf ein, da die angedachten Spezialisierungen nur begrenzt erfolgreich waren. Beobachtungen im Markt bestätigen, dass die Entwicklungsaktivitäten zur Herstellung von höherwertigen Produkten in Asien, mit entsprechendem Knowhow-Transfer aus Europa, weitergeführt werden. Die Spezialisierungen, der verstärkte Wettbewerb und die Globalisierung führen intern, infolge von kurzfristigen Aufträgen mit kleinerem Mengenvolumen, zu einem deutlich erhöhten Aufwand.

Es wird daher weiter die Aufgabe der ROWA Lack sein, den stabilen europäischen Standardmarkt im Rahmen der Möglichkeiten abzusichern, gegebenenfalls den relevanten Märkten zu folgen und neue Anwendungen zu erschließen. Hier zeigen sich Chancen auf dem Automobilsektor und dem höherwertigen Kunstlederbereich, in dem spezifikationsgerecht wässrige Systeme gefordert werden. Weitere Ansatzpunkte ergeben sich im Bereich der Lackierung von hochwertigen Folien. Die ROWA Lack investiert daher weiter in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Die Zusammenarbeit mit geeigneten Entwicklungspartnern für die verschiedenen Bereiche wurde vertieft.

Die für ROWA Lack positive Entwicklung von China zu einem der bedeutendsten Beschichtungsmärkte der Welt dauert an und beschichtete Materialien mit Lackierungen sind bereits in vielen Ländern zu finden. Die vor vielen Jahren begonnenen Aktivitäten über die ROWA Korea (Schwesterunternehmen) haben sich bewährt und die ROWA Lack hat in China bei vielen Verarbeitern ein gutes Image mit stetig wachsenden Umsätzen.

Um unsere Marktpräsenz zu festigen und an der geänderten Wettbewerbssituation zu partizipieren, exportieren wir zunehmend Basisformulierungen nach Asien, die dort aufbereitet werden. Die zunehmende Produktionsverlagerung nach China, sowie die gesetzlichen Erfordernisse im Umgang mit einigen Chemikalien in Südkorea, erfordert mittelfristig eine geeignete Anpassung des Produktionsportfolios in Südkorea.

Die Marktbewegungen im Bereich der Lacke für technische Textilien werden von uns permanent beobachtet und bei Bedarf geeignete Maßnahmen vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden verstärkt Produktionen bei einem chinesischen Partnerunternehmen durchgeführt. Der Standort in Südkorea wird in die laufenden Erfordernisse voll integriert und von ROWA Lack in den notwendigen Bereichen begleitet. Umsätze aus Markt - Chancen in einigen weiteren asiatischen Ländern und in Südafrika konnten ausgebaut und stabilisiert werden.

2. Umsatz - und Auftragsentwicklung

Hinsichtlich der Absatzentwicklung gab es im Berichtsjahr geringe saisonale Schwankungen. Insgesamt hat die ROWA Lack aufgrund der Kundennähe und einem anforderungsbezogenen Lackportfolio ein geringes Umsatzplus erzielt. Das bereits in 2015 erkennbare höhere Niveau bei den Auftragseingängen setzte sich in 2016 in der Tendenz fort. Für den Bereich Textile Bauten konnte der Umsatz an hochwertigen Fluorlacken gegenüber 2015 verbessert werden. Insgesamt wurden geringe Umsatzrückgänge bei einzelnen Produktgruppen weitgehend durch Spezialitäten und Trockenlacke ausgeglichen.

Aufgrund einer über das ganze Jahr stabilen Rohstoffsituation konnte, trotz hoher Aufträge, im Bereich der Massenlacke und Trockenlacke mit niedrigen Margen, gegenüber dem Vorjahr ein verbessertes Betriebsergebnis erzielt werden.

Zusammenfassung nach Produktgruppen:

Die Umsatzentwicklung der Lacke für den Sektor Dachbahnen und Textile Bauten ist auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

In den Produktgruppen allgemeine Planen und Printmaterialien konnten wir erneut eine Umsatzsteigerung im Bereich von ca. 5 % erreichen. Die rohstoffbedingten Einflüsse aus REACH wurden bei den eingeführten Produkten weitgehend kompensiert.

Zusammenfassend wurde das Jahr 2016 mit einem Umsatzplus von +3,2 % abgeschlossen.

3. Personalbereich

Die Kosten für den Personalaufwand haben sich gegenüber 2015 um +7,9 % erhöht.

4. Beschaffungsbereich

Die ROWA Lack hat gute Lieferantenbeziehungen aufgebaut und gefestigt. Diese Kontakte führten 2016 dazu, dass die Gesellschaft jederzeit die benötigten Rohstoffe in qualitativ geeigneter Form und in ausreichender Menge beziehen konnte. Der Lösungsmittelsektor bewegte sich in 2016 auf einem gleichbleibenden niedrigeren Preisgefüge. Insgesamt trugen die Gesamtentwicklung und die damit verbundene Entspannung zu einer Erhöhung der Rohertragsmarge bei.

5. Investitionen

Am Produktionsstandort in Seevetal sind im Berichtsjahr im Wesentlichen Investitionen in Höhe von TEUR 794 im Bereich der Pigmentpräparation und der Modernisierung der Tankanlage erfolgt. Die Abschreibungen liegen im Wesentlichen auf Vorjahresniveau. Kontinuierliche Investitionen in die Anlagen dienen der erforderlichen Anpassung an die geänderten Kundenwünsche im Hinblick auf Lieferflexibilität, Losgrößen und Qualitätssicherung. Instandhaltungsmaßnahmen zur Sicherung des Standortes wurden und werden auch weiterhin in benötigtem Umfang durchgeführt. Zudem hat die Gesellschaft im Berichtsjahr weitere Anteile (8,4 %) an der ROWA France S.a.r.L., Champs sur Marne, Frankreich, erworben.

6. Finanzierungsbereich

Mit einer Eigenkapitalquote von 83,4 % nach 88,4 % im Vorjahr ist die Gesellschaft im Wesentlichen eigenfinanziert.

Die Finanzierung des normalen Geschäftsbetriebs war 2016 mit eigenen Mitteln gesichert. Bei Bedarf erfolgt zusätzlich eine finanzielle Unterstützung durch die ROWA Group Holding GmbH, Hamburg. Dem Unternehmen stehen bei Bedarf weiterhin Kreditlinien zur Verfügung, die kurzfristig in Anspruch genommen werden können.

Kurz-, mittel- und langfristige Finanzierungen gegenüber Banken und Finanzinstituten oder Dritten bestehen zum 31. Dezember 2016 nicht.

Die Bilanz zeigt eine solide Liquiditätsposition.

7. Darstellung des Geschäftsergebnisses

Bei einer Umsatzerhöhung von +3,2 % auf EUR 13,9 Mio. (Vorjahr EUR 13,4 Mio.) konnte ein Jahresüberschuss nach Steuern von TEUR 658 (Vorjahr TEUR 183) erreicht werden. Die im Vorjahr getätigte Prognose hinsichtlich des Umsatzes aufgrund des leichten Anstiegs wurde erfüllt. Der Jahresüberschuss liegt über den prognostizierten Erwartungen.

Vor dem Hintergrund der stabilen Finanzierungs- und Liquiditätsbasis, sowie des sich abzeichnenden positiven Geschäftsverlaufs beurteilt die ROWA Lack ihre wirtschaftliche Lage positiv. Aufgrund der laufenden Neuausrichtungen bei der Marktbearbeitung und Optimierungen im Produktionsbereich sind grundsätzlich die Voraussetzungen für die Umsetzung eines moderaten Wachstums geschaffen.

II. Lage der Gesellschaft/Finanzielle Leistungsindikatoren

1. Wesentliche Kennzahlen

2016 2015
Umsatz TEUR 13.871 13.443
Materialaufwandsquote 1) % 54,7 60,6
Personalaufwandsquote 1) % 17,1 16,4
Mitarbeiter Anzahl 44 43
Personalaufwand pro Kopf TEUR 54,0 51,2
durchschnittliche Abschreibungsquote 1) % 2,1 2,2
Abschreibungen imm.VG u. Sachanlagen TEUR 287 294
Investitionen 2) TEUR 794 310
Finanzergebnis TEUR 33 43
Ertragssteuern TEUR 300 68
Jahresergebnis TEUR 658 183
Umsatzrentabilität % 4,7 1,4
Eigenkapitalrentabilität % 10,1 2,9

1) bezogen auf die Umsatzerlöse

2) bezogen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

31.12.2016 31.12.2015
Bilanzsumme TEUR 8.178 7.026
Anlagevermögen TEUR 3.102 2.548
Umlaufvermögen TEUR 5.076 4.477
Eigenkapital TEUR 6.819 6.210
Eigenkapitalquote % 83,4 88,4
Rückstellungen TEUR 538 72
Verbindlichkeiten TEUR 822 743
Fremdkapitalquote % 16,6 11,6
Anlagendeckungsgrad % 219,8 243,7

2. Ertragslage

Die ROWA Lack hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.871 erzielt. Verglichen mit dem Vorjahr errechnet sich eine Erhöhung in Höhe von TEUR 427. Die Umsätze konnten sowohl im Inland als auch im Ausland um insgesamt + 3,2 % gesteigert werden.

Nach Berücksichtigung von Bestandsveränderung und sonstigen betrieblichen Erträgen konnte die Betriebsleistung auf TEUR 14.027 (Vorjahr: TEUR 13.349) erhöht werden.

Bei einem Materialaufwand in Höhe von TEUR 7.588 errechnet sich eine Materialaufwandsquote in Höhe von 54,7 %. Die Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 2.376 entfallen auf durchschnittlich 44 festangestellte Mitarbeiter. Die übrigen Betriebsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Distributionskosten und Instandhaltungsaufwendungen sowie Weiterbelastungen der ROWA GROUP Holding aus Geschäftsbesorgung.

Das Zinsergebnis resultiert insbesondere aus der Verzinsung von Verrechnungskonten und Beteiligungserträgen.

Unter Einbeziehung der Ertragsteuern von TEUR 300 ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 663 und ein Jahresüberschuss von TEUR 658.

3. Finanz- und Vermögenslage

Planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 287 bei gleichzeitig etwas erhöhten Investitionen (TEUR 794) haben im Wesentlichen zu einer Steigerung des mittel- und langfristigen Vermögens geführt.

Das kurzfristig gebundene Vermögen wurde im Wesentlichen durch die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen beeinflusst.

Das mittel- und langfristig gebundene Vermögen von TEUR 3.102 wird durch das Eigenkapital (TEUR 6.819) vollständig gedeckt.

Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2016 jederzeit nach- kommen.

C. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

I. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die ROWA Lack ist in ein konzernübergreifendes Managementsystem eingebunden. Das Risikomanagement hat das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu beheben oder zu begrenzen. Ausgehend von einem vertretbaren Gesamtrisiko entscheidet die Geschäftsführung der Gesellschaft, welche Risiken eingegangen werden können, auch um Chancen nutzen zu können, die sich dem Unternehmen bieten. Einzelne Risiken werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Umfang bewertet. Die Weiterentwicklung und Koordinierung des bestehenden Systems obliegt dabei der ROWA GROUP Holding GmbH.

Das Risikomanagement bezieht sich auf definierte Felder externer Risiken, operativer Risiken, Finanzrisiken und personenbezogen Risiken. Dabei erfolgen grundsätzlich entsprechend der Aufbauorganisation eine Benennung der Risikoeigner und eine Zuordnung zu den Funktionen wie beispielsweise Einkauf, Entwicklung, Produktion und Vertrieb.

Die ROWA Lack bezieht alle Rohstoffe von einer Vielzahl von Lieferanten. Damit verbunden sind Risiken in Form von unerwarteten Lieferengpässen, gesetzlichen Reglementierungen, Lieferung von nicht typgerechter Ware, und/oder Preissteigerungen. Das Einkaufsmanagement ermöglicht eine Überwachung und Steuerung der Beschaffungsaktivitäten und trägt so zur Reduzierung dieser Risiken bei. Es erfolgt eine jährliche Lieferantenbeurteilung. Zusätzlich werden, teilweise in Form von Lieferantenaudits, regelmäßig Lieferantenüberprüfungen durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden bestehende Vereinbarungen in der Lieferkette von strategisch wichtigen Rohstoffen weiter optimiert. Des Weiteren betreibt die ROWA Lack global die Qualifizierung von Alternativprodukten.

Hinsichtlich der Produktion trägt die Gesellschaft die damit verbundenen Risiken, wie zum Beispiel Kapazitätsengpässe bzw. Überkapazitäten, Produktionsausfälle, vermehrte Fehlchargen und eine nicht angepasste Working-Capital-Bindung. Durch eine geeignete Planung der Produktionskapazitäten, die variable Nutzung der vorhandenen Maschinen, in Verbindung mit bei Bedarf flexiblen Arbeitszeitmodellen, sowie die permanente Kontrolle der Produktionsprozesse werden diese Risiken begrenzt. Als Chance werden Optimierungen in der Produktion betrachtet, in dessen Rahmen kontinuierliche Auswertungen und entsprechend aktueller Erfordernisse Anpassungen stattfinden. Auch die präventive Wartung und der Ausbau der vorhandenen Anlagen zählen dazu. Die gesetzlichen Vorgaben und behördlichen Auflagen werden hierbei vollumfänglich einbezogen.

Der Absicherung im Hinblick auf das Qualitäts- und Umweltmanagement dienen die jährlichen Auditierungen nach DIN ISO 9001 und DIN ISO 14001. Die Rezertifizierung für DIN ISO 9001 und das Überwachungsaudit für DIN ISO 14001 wurden in 2016 mit sehr positiven Ergebnissen abgeschlossen. Ein Energiemanagement nach DIN ISO 50001 wurde 2015 eingeführt und in 2016 im Überwachungsaudit erfolgreich bestätigt.

Denkbare Risiken des Vertriebs bestehen in einer unerwarteten Änderung der Nachfragestruktur, in einem zunehmenden Preisdruck, in Form von Zahlungsausfällen sowie in der Nichteinhaltung mit Kunden getroffener Liefervereinbarungen. Mit der allgemeinen Globalisierung verändert sich die Marktsituation zunehmend. Teile unserer angestammten Absatzmärkte verschieben sich nach Asien und zukünftig möglicherweise auch in andere Regionen (Südamerika, Südafrika). Dies führt dazu, dass sich die meisten europäischen Kunden am Markt orientieren, sich teilweise neu aufstellen und das Lieferportfolio den Gegebenheiten anpassen. Die Spezialisierung beinhaltet eine große Abhängigkeit von Projektgeschäften. Da die Umstellung auf hochwertige Spezialitäten deshalb nur teilweise umgesetzt werden kann, führt dies bei den verbliebenen Mengenartikeln zu einem massiven Preisdruck.

Die ROWA Lack wird daher auf dem Forschungs- und Entwicklungsgebiet weiter investieren müssen, insbesondere in geeignetes Fachpersonal, damit die derzeitige Marktposition gehalten wird und auch die erforderliche anwendungstechnische Unterstützung bei unseren Partnern gewährleistet werden kann. Zusätzlich werden neue Projekte und eingegangene Kooperationsvereinbarungen eine größere Bedeutung erlangen und kurzfristig zu der gewünschten Belebung führen.

Die Zusammenarbeit mit unserem asiatischen Partner entwickelt sich weiter positiv. Im Rahmen der laufenden Aufbau- und Qualifizierungsphase führt diese Zusammenarbeit mittlerweile innerhalb der Gruppe zu Umsätzen.

Neben den Standardgeschäften sind wir weiter in Kontakt mit Marktteilnehmern um Spezial-Produkte auf unseren geschlossenen Prozessoren zu fertigen. Diese Aktionen sollen, neben einer Nutzung vorhandener Kapazitäten, zu einer Ausweitung unserer Kundenbindung führen. Nennenswerte Umsätze konnten in 2016 in Form von Lohnfertigungen realisiert werden.

Risiken aus dem Bereich der Kundenforderungen sind überschaubar und im Wesentlichen durch die Warenkreditversicherung abgedeckt und in Verbindung mit einem funktionierenden Forderungsmanagement gut beherrschbar.

Wir sehen die Kooperationen mit Marktbegleitern - insbesondere in Spezialbereichen - sowie des weiteren Eintritts und der Bearbeitung von Auslandsmärkten (Asien, Südamerika, Südafrika) auch weiter als erforderlich und als eine Chance für Wachstum. Die Nähe und das große Vertrauen zu unseren Kunden und Lieferanten sowie die stetige Anpassung unseres Produktsortiments sind dabei von elementarer Bedeutung.

II. Prognosebericht

Die ROWA Lack ist positiv in das erste Quartal 2017 gestartet. Es wird erwartet, dass sich die Beschaffungsmärkte weiter angespannt entwickeln. Wir rechnen deshalb für das Geschäftsjahr 2017 nur mit einer leichten Umsatzsteigerung und mit einer Margenreduzierung gegenüber dem Vorjahr. Im Zuge der dargestellten Rahmenbedingungen gehen wir für das Jahr 2017 von einem leicht sinkenden Jahresüberschuss aus.

 

Pinneberg, den 15. März 2017

ROWA Lack GmbH

Helmut Walter Völlinger, Geschäftsführer

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