Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 46597
Vorher
Harley-Davidson GmbH
Eingetragen
15.5.2006
Branche
Großhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehörEinzelhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehörHerstellung von Krafträdern
Gegenstand
Der Vertrieb und die Wartung von Motorrädern unter dem beim Deutschen Patentamt, Berlin, eingetragenen Warenzeichen (Warenzeichenrolle Nr. 30 3283) Harley-Davidson sowie der Vertrieb von Zubehör und Ersatzteilen für solche Motorräder.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Francesco Vanni
seit 13.6.2025
Prokura
Geralyn Marie Fallon
seit 28.2.2024
Geschäftsführer
Kolja Dr. Rebstock
seit 31.3.2021
Geschäftsführer
Martin Mulder
seit 13.5.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Harley-Davidson Holding Co., Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Harley-Davidson Holding Co., Inc.
United States
2000000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Harley-Davidson Germany GmbH

Neu-Isenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Geschäftstätigkeit der Harley-Davidson Germany GmbH, (im Folgenden kurz: "Gesellschaft" oder "Harley-Davidson") erstreckt sich auf den Vertrieb von Motorrädern der Marke Harley-Davidson sowie den Vertrieb von Zubehör und Ersatzteilen für solche Motorräder.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr stieg der Gesamtmarkt für Motorräder in Deutschland gegenüber 2022 um 7,1 %, der für Harley-Davidson relevante Markt (Motorräder mit über 600 ccm) stieg ebenfalls um 15,7 % auf 104.625 Einheiten. Das Zulassungsergebnis für Harley-Davidson 2023 verschlechterte sich gegenüber 2022 um 3,7 % auf 7.397 Einheiten. Der Harley-Davidson Marktanteil am Gesamtmarkt Deutschland beträgt 3,5 % (-0,39 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr), am Markt für Motorräder mit über 600 ccm 7,1 % (-1,4 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr).

Im Berichtsjahr stieg der Gesamtmarkt für Motorräder in Österreich gegenüber 2022 um 5,7 %, der für Harley-Davidson relevante Markt (Motorräder mit über 600 ccm) stieg ebenfalls um 24,2 % auf 13.633 Einheiten an. Das Zulassungsergebnis für Harley-Davidson 2023 verschlechterte sich gegenüber 2022 um 19,0 % auf 540 Einheiten. Der Harley-Davidson Marktanteil am Gesamtmarkt Österreich beträgt 1,2 % (-0,4 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr), am Markt für Motorräder mit über 600 ccm 4,0 % (2,1 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr).

Für die Marke Harley-Davidson wurden in Deutschland zwei (2) full-size Dealerships geschlossen (Viersen, Münster). Eröffnet wurden ebenfalls zwei (2) full-size Dealerships (Wesseling, Augsburg), was zu einer Gesamtzahl von insgesamt 62 Verkaufsstellen der Marke in Deutschland führte. In Österreich wurde ein (1) full-size Dealership geschlossen (Linz).

Eröffnet wurde keines, was zu einer Gesamtzahl von 7 Verkaufsstellen der Marke in Österreich führte.

2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 169.039 100 184.422 100 -16.072 -10
Anschaffungskosten der verkauften Waren und Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 154.437 91 167.655 91 -13.908 -9
Bruttoergebnis vom Umsatz 14.602 9 16.767 9 -2.164 -15
Vertriebskosten 4.864 3 5.150 3 -286 -6
Allgemeine Verwaltungskosten 1.999 1 2.083 2 -84 -4
Sonstiger Betriebsaufwand 415 0 633 0 -218 -53
Sonstige betriebl. Erträge 1 - 0 - 1 -
7.276 4 7.866 4 -590 -8
Betriebsergebnis 7.327 4 8.901 5 -1.574 -21
Beteiligungs- und Finanzergebnis 444 310
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.771 9.211
Ertragsteuern 2.193 2.874
Jahresergebnis 5.578 6.337

Die Umsatzerlöse Motor Cycles (MC) - als zentraler finanzieller Leistungsindikator - sind von EUR 146,9 Mio. (2022) auf EUR 132,1 Mio. (-10,0 %) in 2023 gesunken, was aus einem Rückgang der verkauften Motorräder resultiert. Der Umsatz aus Parts, Accessoires und Motorclothes (PAM) ist von EUR 35,5 Mio. (2022) auf EUR 35,3 Mio. leicht gesunken (- 0,6 %). Die sonstigen Umsatzerlöse sind hingegen von EUR 2,0 Mio. (2022) auf EUR 1,6 Mio. (-20,0 %) im Berichtsjahr gesunken.

Der Rückgang der Vertriebskosten ist auf allgemeine Schwankungen zurückzuführen.

Das Beteiligungs- und Finanzergebnis besteht in 2023 im Wesentlichen aus Zinserträgen aus Cash-Pooling Zinsen und ist von untergeordneter Bedeutung.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5,6 Mio. erzielt (Vj.: EUR 6,3 Mio.). Ursache für den Rückgang ist im Wesentlichen das um EUR 2,2 Mio. gesunkene Bruttoergebnis vom Umsatz, was überwiegend auf einen Rückgang der verkauften Motorräder zurückzuführen ist. Gegenläufig ist ein Rückgang der betrieblichen Kosten als auch der Ertragssteuern.

Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 sind mit EUR 169 Mio. unterhalb der Vorjahresprognose von EUR 211 Mio., was im Wesentlichen aus einem geringerem Absatzvolumen resultiert. Grund hierfür ist eine zu verzeichnende Kaufzurückhaltung im Premiumsegment, was wiederum nicht zuletzt auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zurückzuführen ist.

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen 416 1 285 1 131 31
Vorräte 2.827 6 2.103 1 724 26
Kurzfristige Forderungen 43.703 93 36.543 93 7.160 16
Übrige Aktiva 179 0 296 1 117 -65
47.125 100 39.227 100 7.898
Kapital
Eigenkapital 22.016 47 16.438 42 5.524 25
Rückstellungen 8.419 18 5.256 13 3.163 38
Kurzfristige Verbindlichkeiten 16.690 35 17.533 45 -789 -5
47.125 100 39.227 100 7.898

Die Vorräte beinhalten vornehmlich Demofahrzeuge (Show Bikes) für die Produktpräsentation. Der Anstieg resultiert aus einem späterem Verkaufszeitpunkt der Demofahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr.

Der Anstieg der kurzfristigen Forderungen resultiert im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen, was zum einen auf einen Anstieg aus Forderungen für erbrachte Dienstleistungen und zum anderen auf einen Anstieg des Cash-Poolingbestand zurückzuführen ist.

Das Eigenkapital um EUR 16,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 22,0 Mio. im Berichtsjahr angestiegen. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft hat sich demnach von 42 % im Vorjahr auf 47 % im Berichtsjahr erhöht.

Der Anstieg der Rückstellungen ist im Wesentlichen zum einen auf einen Anstieg der Steuerrückstellungen zurückzuführen und zum anderen auf einen Anstieg der Rückstellungen für Rabatte an Händler.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Warenlieferungen.

Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Einbeziehung in das Finanzmanagementsystem der Harley-Davidson Gruppe jederzeit sichergestellt.

Die liquiden Mittel stammen im Wesentlichen aus dem operativen Bereich.

Der operative Cashflow hat sich von EUR 0,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,9 Mio. im Berichtsjahr erhöht, was im Wesentlichen auf einen Anstieg der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen ist. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt EUR -0,3 Mio.

Die Geschäftsführung stuft die Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage als zufriedenstellend ein.

3. Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der Beschäftigten ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022 von 30 auf 28 Mitarbeiter gesunken. Die durch das Unternehmen an die Mitarbeiter geleisteten Sozialleistungen orientieren sich 2023 an abgeschlossenen Betriebsvereinbarungen. Beiträge zur Versorgung der Mitarbeiter (entsprechend den geltenden Richtlinien) wurden in einen Pensionsfonds fristgerecht geleistet, wobei der pro Mitarbeiter geleistete Beitrag in Relation zu den Jahres-Bruttogehältern festgelegt ist. Darüber hinaus wurde das Aus- und Weiterbildungsprogramm für Mitarbeiter weiter forciert.

4. Chancen- und Risikobericht

Die Entwicklungen und die Auswirkungen des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine auf den Harley-Davidson Konzern als auch die Auswirkungen und Entwicklungen im Nahen Osten werden fortlaufend analysiert und bei Risiken werden entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen. Durch die Einbindung in den Harley-Davidson Konzern ist die Gesellschaft in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebettet. Derzeit liegen keine Hinweise auf Risiken für die Harley-Davidson Germany GmbH vor.

Forderungsausfallrisiken wurde entsprechend Rechnung getragen. Liquiditätsrisiken bestehen durch die Einbeziehung in das Finanzmanagementsystem der Harley-Davidson Gruppe nicht. "The Hardwire" ist unser strategischer Fünfjahresplan (2021-2025) und soll die Attraktivität von Harley-Davidson steigern und unsere Lifestyle-Marke stärken. Mit diesem Plan wollen wir das Potenzial unserer wichtigsten Produkte, Segmente und Regionen freisetzen. Dazu gehören das Wachstum in unseren ergänzenden Geschäftsbereichen und die selektive Expansion in Segmente, in denen wir einen Weg zur Marktführerschaft haben.

Die strategischen Prioritäten von "The Hardwire" sind:

Profit Focus: Investitionen in unsere stärksten Motorradsegmente,

Selektive Erweiterung und Neudefinition: In attraktiven Märkten und Motorradsegmenten zu gewinnen,

Wachstum über Motorräder hinaus: Ausweitung ergänzender Geschäftsbereiche und Engagement über das Produkt hinaus,

Integriertes Kundenerlebnis: Ausbau der Beziehungen zu Motorradfahrern und Nicht-Motorradfahrern,

Integratives Stakeholder-Management: Vorrang für Menschen, Umwelt und Gewinn.

Aus dieser Strategie des Harley-Davidson Konzerns und der Unterstützung von zielgerichteten Marketingkampagnen erwarten wir positive Auswirkungen auf die Harley-Davidson Germany GmbH.

Hinsichtlich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf unseren Anhang.

5. Prognosebericht

Wir gehen aktuell von Umsätzen für das Geschäftsjahr 2024 im Bereich von EUR 140 Mio. bis EUR 150 Mio. aus.

 

Neu-Isenburg, 12. September 2024

Dr. Kolja Rebstock, Geschäftsführer

Geralyn Fallon, Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva 31.12.2022
EUR EUR EUR
A.Anlagevermögen
I.Sachanlagen
1.Technische Anlagen und Maschinen 10.496,64 18.779,42
2.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 392.116,22 159.891,56
3.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 94.020,00
402.612,86 272.690,98
II.Finanzanlagen
Beteiligung 12.969,00 12.969,00
415.581,86 285.659,98
B.Umlaufvermögen
I.Vorräte
Waren 2.826.963,58 2.103.486,28
II.Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.306.243,77 27.937.852,49
2.Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.218.912,27 8.604.670,75
3.Sonstige Vermögensgegenstände 178.015,09 0,00
43.703.171,13 36.542.523,24
46.530.134,71 38.646.009,52
C.Rechnungsabgrenzungsposten 179.410,88 295.694,07
47.125.127,45 39.227.363,57
Passiva 31.12.2022
EUR EUR EUR
A.Eigenkapital
I.Gezeichnetes Kapital 1.022.583,76 1.022.583,76
II.Gewinnvortrag 15.415.776,87 9.078.471,27
III.Jahresüberschuss 5.578.149,60 6.337.305,60
22.016.510,23 16.438.360,63
B.Rückstellungen
1.Steuerrückstellungen 1.368.868,56 272.032,38
2.Sonstige Rückstellungen 7.049.959,73 4.984.392,77
8.418.828,29 5.256.425,15
C.Verbindlichkeiten
1.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 150.092,85 8.497,63
2.Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.165.493,26 16.630.861,89
3.Sonstige Verbindlichkeiten 374.202,82 893.218,27
davon aus Steuern EUR 165.106,93 (Vj. EUR 700.797,49)
16.689.788,93 17.532.577,79
47.125.127,45 39.227.363,57

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 169.039.312,63 184.421.942,79
2. Anschaffungskosten der verkauften Waren
und Herstellungskosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 154.436.534,69 167.654.641,77
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 14.602.777,94 16.767.301,02
4. Vertriebskosten 4.863.635,47 5.149.840,68
5. Allgemeine Verwaltungskosten 1.999.404,59 2.082.644,35
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.414,48 0,00
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.414,48 (Vj. EUR 0,00)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 414.555,15 632.670,22
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. EUR 6.211,68)
7.276.180,73 7.865.155,25
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 450.355,06 309.549,29
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 242.041,37 (Vj. EUR 206.240,71)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.028,06 0,00
444.327,00 309.549,29
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.192.774,61 2.874.389,46
11. Ergebnis nach Steuern 5.578.149,60 6.337.305,60
12. Jahresüberschuss 5.578.149,60 6.337.305,60

Anhang 2023

Allgemeine Hinweise

Die Harley-Davidson Germany GmbH mit Sitz in Neu-Isenburg ist beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der Nummer HRB 46597 in das Handelsregister eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderem Posten und teilweise davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme aufgestellt, dass das Unternehmen für die absehbare Zukunft seine Geschäftstätigkeit fortführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer bemessene, lineare Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Anlagengüter unter EUR 800 werden sofort abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Bei den Vorräten sind die Waren mit den Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst.

Der Berechnung wurde ein Steuersatz in Höhe von 31,9% zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzierungsunterschieden bei Rückstellungen.

Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterblieb wie im Vorjahr in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Die Gesellschaft hält über eine Treuhandvereinbarung mit dem Industrie-Verband Motorrad Deutschland e.V., Essen, eine Beteiligung von 11,79 % (Vj. 11,79 %) an der IVM Industrie-Verband Motorrad GmbH & Co. Dienstleistungs KG, Essen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses, lag uns kein Abschluss zum 31. Dezember 2023 der IVM Industrie-Verband Motorrad GmbH & Co. Dienstleistungs KG, Essen, vor (Vj. Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 650 und nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 56).

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.306.243,77 27.937.852,49
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.218.912,27 8.604.670,75
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 178.015,09 0,00
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
43.703.171,13 36.542.523,24

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos eine Wertberichtigung von TEUR 317 (Vj. TEUR 522).

Forderungen gegen die Gesellschafterin sind wie im Vorjahr nicht vorhanden.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierten im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling und aus erbrachten Leistungen.

Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Steuerrückstellungen 1.368.868,56 272.032,38
Sonstige Rückstellungen 7.049.959,73 4.984.392,77
8.418.828,29 5.256.425,15

Die Steuerrückstellung betrifft im Wesentlichen den aktuellen Veranlagungszeitraum. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Bonusprogramme für Händler, Händlerkündigungen, Vertragsauflösungen, Sondervergütungen an Mitarbeiter sowie für ausstehende Rechnungen gebildet. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Bonusverpflichtungen an Händler im Vergleich zum Vorjahr.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Diese sind nicht besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sind wie im Vorjahr nicht vorhanden. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 16.165 enthalten (Vj. TEUR 16.631).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 189 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte:

Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2026. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Operating-Lease-Verträge für Immobilien und PKWs. Die Leasingverträge wurden zur Reduzierung der Kapitalbindung abgeschlossen. Bestehende Risiken aus diesen Verträgen betreffen die Zahlungsmittelabflüsse in der genannten Größenordnung sowie die Zahlungsverpflichtung bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit, auch bei Nichtnutzung der Leasinggegenstände. Darüber hinaus sind keine weiteren, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsame Verpflichtungen zu vermerken.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es wurden folgende Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen durchgeführt:

Art der Beziehung / Art des Geschäfts Schwesterunternehmen
TEUR
Verkäufe 0
Käufe 150.890
Bezug von Dienstleistungen 511
Erbringung von Dienstleistungen 1.772
Zinserträge im Rahmen des Cash-Pooling 242
Zinsaufwendungen im Rahmen des Cash-Pooling 0
Durchschnittliche Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash-Pooling 2.031
Durchschnittliche Forderungen im Rahmen des Cash-Pooling 3.162

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
- Motor Cycles (MC) 132.139 78 146.888 80
- Parts, Accessoires and Motorclothes (PAM) 35.301 21 35.535 19
- sonstige 1.599 1 1.999 1
169.039 100 184.422 100
- nach Regionen
Deutschland 156.741 93 168.625 91
Österreich 12.298 7 15.797 9
169.039 100 184.422 100

Materialaufwand

Der Materialaufwand (Anschaffungskosten der verkauften Waren und Herstellungs- kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen) beträgt nach § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB: TEUR 154.437 (Vj. TEUR 167.655). Der Materialaufwand resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für bezogene Waren.

Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB:

2023 2022
EUR EUR
Löhne und Gehälter 2.439.570,87 2.683.878,52
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 424.856,87 350.019,43
davon für Altersversorgung: EUR 83.172,49 (Vj. EUR 50.527,47)
2.864.427,74 3.033.897,95

Die Löhne und Gehälter entfallen i.H.v. TEUR 1.932 auf Vertriebskosten und i.H.v. TEUR 507 auf Allgemeine Verwaltungskosten. Der Rückgang des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf geringere Rückstellungen für Boni zurückzuführen. Die Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen i.H.v. TEUR 287 auf Vertriebskosten und i.H.v. TEUR 138 auf Allgemeine Verwaltungskosten.

Abschreibungen

Bei den im Anlagenspiegel unter "3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" ausgewiesenen Abschreibungen handelt es sich um außerplanmäßige Abschreibungen, die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "7. Sonstige betriebliche Aufwendungen" Im Geschäftsjahr 2023 erfasst sind.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen zum einen i.H.v. TEUR 2.514 das Berichtsjahr und zum anderen eine Auflösung i.H.v. TEUR 321 für vorangegangene Veranlagungszeiträume.

Die Gesellschaft hat die Auswirkungen aus den Mindeststeuergesetzen entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern sind

1)

Herr Dr. Kolja Rebstock, Ulm, Deutschland, Managing Director DACH und Vice President EMEA

2)

Herr Paul Alexander Sweeney, Oxford, Großbritannien, Finance Director EMEA, bis zum 21. April 2023

3)

Frau Victoria Williams, Winchester, Großbritannien, Finance Director EMEA, mit Wirkung zum 21. April 2023 bis zum August 2024

4)

Frau Geralyn Marie Fallon, Chicago, USA, Chief Tax Officer, mit Wirkung zum 1. Februar 2024

bestellt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Es sind nur die Bezüge des Geschäftsführers Dr. Kolja Rebstock im Personalaufwand der Harley-Davidson Germany GmbH enthalten. Auf eine Angabe der Bezüge des Geschäftsführungsorgans gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a) und b) HGB haben wir daher unter Verwendung von § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Verwaltung 16 18
Vertrieb 8 8
Marketing 4 4
Gesamt 28 30

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft gehört über die Harley-Davidson Holding Co., Inc., Milwaukee, Wisconsin, USA, zum Konzern der Harley-Davidson, Inc., Milwaukee, Wisconsin, USA, in den sie einbezogen wird. Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen wird von dieser Gesellschaft aufgestellt, in Milwaukee, Wisconsin, USA, veröffentlicht und ist dort erhältlich.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresüberschuss soll zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 50

Nachtragsbericht

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ereignet, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Neu-Isenburg, 12. September 2024

Harley-Davidson Germany GmbH, Geschäftsführung

Dr. Kolja Rebstock, Geschäftsführer

Geralyn Fallon, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 93.736,14 0,00 0,00 93.736,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.223,37 284.429,31 0,00 510.652,68
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 94.020,00 0,00 0,00 94.020,00
413.979,51 284.429,31 0,00 698.408,82
II. Finanzanlagen
Beteiligung 12.969,00 0,00 0,00 12.969,00
426.948,51 284.429,31 0,00 711.377,82
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 74.956,72 8.282,78 0,00 83.239,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.331,81 52.204,65 0,00 118.536,46
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 94.020,00 0,00 94.020,00
141.288,53 154.507,43 0,00 295.795,96
II. Finanzanlagen
Beteiligung 0,00 0,00 0,00 0,00
141.288,53 154.507,43 0,00 295.795,96
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.496,64 18.779,42
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 392.116,22 159.891,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 94.020,00
402.612,86 272.690,98
II. Finanzanlagen
Beteiligung 12.969,00 12.969,00
415.581,86 285.659,98

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Harley-Davidson Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Harley-Davidson Germany GmbH, Neu-Isenburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Harley-Davidson Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführen- de Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzu- geben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern ange- wandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammen- hängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetz- lichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungs- nachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresab- schlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahres- abschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buch- führung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver- mögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern darge- stellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis aus- reichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigen- ständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunfts- orientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 12. September 2024

EY GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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