BRANDSTOCK IP Solutions GmbH

Möhlstraße 2, 81675 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 171471
Vorher
Spitz Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbHBrandstock Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Eingetragen
27.12.2007
Branche
Erbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für PatentePatentanwaltskanzleienErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Konzeption, Begründung, Schutz und Verwaltung von gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten, sowie Koordination der Registrierung und Erneuerung derartiger Rechte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
QUESTEL S.A.S.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BRANDSTOCK IP Solutions GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BRANDSTOCK IP Solutions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BRANDSTOCK IP Solutions GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRANDSTOCK IP Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 12. November 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Horbach, Wirtschaftsprüfer

Bäker, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 13,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239,00 805,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.212,30 19.212,30
2. Genossenschaftsanteile 765,00 765,00
19.977,30 19.977,30
20.216,30 20.795,30
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.731.025,17 4.935.352,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 442.861,04 4.009.475,81
3. Sonstige Vermögensgegenstände 757.364,83 130.088,87
7.931.251,04 9.074.916,77
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.326.811,81 546.510,43
9.258.062,85 9.621.427,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 162.844,33 31.384,75
9.441.123,48 9.673.607,25

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 746.806,66 746.806,66
771.806,66 771.806,66
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 62.874,51 508.389,90
2. Sonstige Rückstellungen 2.667.391,18 5.010.462,63
2.730.265,69 5.518.852,53
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 195.654,00 282.610,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.023.913,00 471.181,05
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.262.261,38 1.714.336,61
4. Sonstige Verbindlichkeiten 41.958,60 272.417,17
5.523.786,98 2.740.544,83
D. Rechnungsabgrenzungsposten 415.264,15 642.403,23
9.441.123,48 9.673.607,25

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.940.827,53 14.452.926,35
2. Sonstige betriebliche Erträge 494.989,70 218.179,40
16.435.817,23 14.671.105,75
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.154.220,55 11.979.361,49
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.405.024,22 1.264.130,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 311.218,20 299.977,53
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 579,00 1.687,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.995.473,19 1.545.701,09
16.866.515,16 15.090.857,69
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.691,56 32.881,97
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 41.691,56 (Vj. EUR 32.881,97)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.032,07 6.456,33
31.659,49 26.425,64
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -256.701,31 149.878,95
10. Ergebnis nach Steuern -142.337,13 -543.205,25
11. Erträge aus Verlustübernahme 142.337,13 0,00
12. Jahresfehlbetrag 0,00 -543.205,25

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Registerinformationen

Die BRANDSTOCK IP Solutions GmbH hat ihren Firmensitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 171471 eingetragen.

Die Gesellschaft hat am 3. Juli 2023 mit der Questel Germany Holding GmbH mit dem Sitz in München (Amtsgericht München HRB 261186) als Gesellschafterin einen Beherrschungsvertrag geschlossen, welcher mit der Eintragung in das Handelsregister am 12. Juli 2023 wirksam geworden ist. Am 11. Dezember 2024 änderte die Gesellschaft den Beherrschungsvertrag zur Umsetzung eines neu gefassten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Questel Germany Holding GmbH mit Sitz in München (Amtsgericht München HRB 261186) als Gesellschafterin, der mit Eintragung in das Handelsregister am 17. Dezember 2024 rückwirkend zum 1. Januar 2024 wirksam wurde.

2. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der BRANDSTOCK IP Solutions GmbH, im Folgenden BRANDSTOCK IP Solutions, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den §§ 242 ff. i.V.m. § 264 ff. HGB aufgestellt. Die BRANDSTOCK IP Solutions ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Beachtung des § 266 HGB.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände und die Verbindlichkeiten werden entsprechend den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen der §§ 252 ff. HGB und der ergänzenden Regelungen des GmbHG angesetzt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für die Berechnung der Herstellungskosten wird die Wertuntergrenze gem. § 255 Abs. 2 HGB herangezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer in Übereinstimmung mit den steuerlichen AfA- Tabellen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bei Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800 sofort abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Ihre Werthaltigkeit wird jährlich überprüft.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen. Für das allgemeine Kreditrisiko ist auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 2,0 % gebildet worden. Die Einzelwertberichtigungen werden unter Berücksichtigung der Bonität der Kunden je nach Lage des Einzelfalls gebildet. Die Vorsteuerforderungen und Umsatzsteuerverbindlichkeiten werden saldiert entweder unter den sonstigen Vermögensgegenständen oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der Kassenbestand und die Bankguthaben sind mit den Nennwerten ausgewiesen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs.1 Nr.4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Latente Steuern werden auf der Passivseite angesetzt, wenn davon auszugehen ist, dass sich aus der Summe der Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen für Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in künftigen Geschäftsjahren eine Steuerbelastung ergibt. Aktive latente Steuern können angesetzt werden, wenn aus der Umkehr der Differenzen insgesamt eine Steuerentlastung in künftigen Jahren erwartet wird. Passive und aktive latente Steuern werden verrechnet dargestellt. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes und Solidaritätszuschlagsatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen der Gesellschaft. Es ergibt sich ein Steuersatz von 33 %. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Zum 31. Dezember 2023 verfügt BRANDSTOCK IP Solutions lediglich über aktive latente Steuern, die aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen resultieren. Daher wurde deren Wert gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Zum 31. Dezember 2023 hält BRANDSTOCK IP Solutions Anteile an einem verbundenen Unternehmen, BRANDSTOCK Legal Switzerland GmbH, Zug/Schweiz.

Die nachfolgende Beteiligungsübersicht zeigt die Höhe der Beteiligung und das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023.

Beteiligungsgesellschaft Kapital Ergebnis
Anteil Gez. Kapital Eigenkapital
BRANDSTOCK Legal Switzerland GmbH 100% 20 68 -11

Alle Beträge sind in TCHF

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2023 2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.731 4.935
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 443 4.009
Sonstige Vermögensgegenstände 757 130

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Leistungsverrechnungen mit verbundenen Unternehmen, insbesondere der Schwestergesellschaft BRANDSTOCK Services GmbH, München, sowie der Verlustübernahme durch die Gesellschafterin Questel Germany Holding GmbH von TEUR 142. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Grundkapital

Das Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 25 (Vj. TEUR 25).

Seit dem 22. Dezember 2021 werden 100% der Anteile der BRANDSTOCK IP Solutions von der Questel Germany Holding GmbH gehalten.

Bilanzgewinn

Mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2022 durch die Gesellschafterversammlung am 17. Januar 2025 wurde beschlossen, den Verlust des Geschäftsjahres 2022 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen und mit dem bestehenden Bilanzgewinn zu verrechnen.

2023 2022
Bilanzgewinn Vorjahr 746.807 EUR 1.290.012 EUR
Jahresfehlbetrag 0 EUR -543.205 EUR
= Bilanzgewinn 746.807 EUR 746.807 EUR

Steuerrückstellungen

Bei den Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um die als Steuerrückstellungen gebuchten Beträge für Steuerschulden aus Vorjahren.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Fremdrechnungen in Höhe von TEUR 2.392 (Vj. TEUR 4.817), Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 153 (Vj. TEUR 121) sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 104 (Vj. TEUR 41). Alle Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Der Rückgang der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Drittparteien hängt damit zusammen, dass es im Jahr 2022 aufgrund einer Umstrukturierung der Finanzabteilung zu Verzögerungen bei der Verbuchung von Lieferantenrechnungen kam und eine große Anzahl von Rechnungen nach dem Ende des Geschäftsjahres verbucht wurde. Im Jahr 2023 konnte ein Großteil dieser Verzögerungen aufgefangen und Rechnungen zeitgerechter verbucht werden. Wie aus den Positionen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ersichtlich ist, stieg gleichzeitig der Betrag der ausstehenden Rechnungen von Lieferanten in ähnlichem Umfang an.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.785; Vj. TEUR 1.714), insb. gegenüber der Schwestergesellschaft BRANDSTOCK Services GmbH. Zudem besteht eine Darlehensverbindlichkeit von TEUR 444 (Vj. TEUR 0) gegenüber der Questel Unite SAS, Paris/Frankreich. Zum 31. Dezember 2023 bestand eine Verbindlichkeit der BRANDSTOCK IP Solutions gegenüber der Gesellschafterin Questel Germany Holding GmbH in Höhe von TEUR 29 (Vj. TEUR 212).

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten gegenüber bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre
EUR TEUR (Vj) EUR TEUR (Vj)
Kreditinstituten 86.956 87 108.698 196
aus Lieferungen und Leistungen 3.023.913 471 0 0
verbundenen Unternehmen 2.262.261 1.714 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 41.959 272 0 0
davon aus Steuern 16.286 272 0 0
davon im Rahmen der soz Sicherheit 1642 20 0 0
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 5.415.089 2.545 108.698 196
Restlaufzeit
Verbindlichkeiten gegenüber über 5 Jahre
EUR TEUR (Vj)
Kreditinstituten 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 0 0
verbundenen Unternehmen 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 0 0
davon aus Steuern 0 0
davon im Rahmen der soz Sicherheit 0 0
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 0 0

Kreditlinie, Bürgschaften

Zur Risikoabsicherung wegen eventuell möglicher Liquiditätsschwankungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde am 30. Mai 2020 ein Förderdarlehen über EUR 0,5 Mio. aufgenommen. Der Sollzinssatz für dieses Darlehen beträgt 1,85 %, die ab 30. September 2020 laufenden vierteljährlichen Tilgungsraten von EUR 21.739,00 enden am 31. März 2026 nach vollständiger Rückzahlung des aufgenommenen Kredits.

Zum 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft eine bestehende Kreditvereinbarung nicht eingehalten. Die Gesellschaft hat sich daraufhin mit der kreditgebenden Bank geeinigt, das Darlehen mit Wirkung zum 1. März 2024 vollständig zurückzuzahlen.

Es besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von EUR 2 Mio. für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Bürgschaft wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Schwestergesellschaft als gering eingeschätzt.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Es wird von der Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 495 (Vj. TEUR 218) resultieren im Wesentlichen aus Erträgen der Umrechnung von auf Fremdwährung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 425 (Vj. TEUR 34) sowie aus periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 60 (Vj. TEUR 108).

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 13.154 (Vj. TEUR 11.979) betreffen im Wesentlichen Honorare und Gebühren der von der Gesellschaft in den jeweiligen Ländern beauftragten Patent- und Rechtsanwälte für weltweite Markenumschreibungen, -verlängerungen und -recherchen sowie amtliche Abgaben an Markenämter weltweit.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IT-Kosten in Höhe von TEUR 103 (Vj. TEUR 117), Raumkosten in Höhe von TEUR 123 (Vj. TEUR 156), Kosten für externe Subunternehmer und Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 956 (Vj. TEUR 429), Honorare in Höhe von TEUR 317 (Vj. TEUR 175) und Währungseffekte in Höhe von TEUR 146 (Vj. TEUR 200). Subunternehmer und Beratungsleistungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Unterstützung, die BRANDSTOCK IP Solutions von verschiedenen Questel-Einheiten erhält sowie mit der Umsetzung von Projekten zur Verbesserung betrieblicher Prozesse, die die Unterstützung externer Berater erfordern.

Personalbestand

Ende 2023 beschäftigte BRANDSTOCK IP Solutions 24 FTE-Mitarbeiter. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt

 

18 Angestellte in Vollzeit (Vj. 19)

 

13 Angestellte in Teilzeit (Vj. 17)

Geschäftsführung

Im Jahr 2023 war Christophe Marchisio Geschäftsführer von BRANDSTOCK IP Solutions und wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2023 abberufen.

Herr Jan Fischer und Herr Moritz Wurfbaum wurden zusammen mit Wirkung zum 1. Juli 2023 als Geschäftsführer bestellt. Die Geschäftsführung bestand im Geschäftsjahr aus mehreren Mitgliedern. Eine Ressortverteilung bestand nicht; alle Geschäftsführer waren gemeinsam für die gesamte Geschäftsführung verantwortlich. Darüber hinaus sind die Geschäftsführer in der Questel-Gruppe für den Bereich Innovationen zuständig.

Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge seitens der Gesellschaft.

Konzernverhältnisse

Die BRANDSTOCK IP Solutions ist ein Konzernunternehmen der Questel Unite SAS.

Die Gesellschaft wird in den nach International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellten Konzernabschluss der Questel Unite SAS als größter und kleinster Konsolidierungskreis einbezogen, welcher im RCS - Registre du commerce et des sociétés - veröffentlicht wird.

Zur Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses war die BRANDSTOCK IP Solutions zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da sie die Größenmerkmale des § 293 HGB nicht überschreitet.

Honorar der Jahresabschlussprüfer

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beläuft sich auf TEUR 68. Es handelt sich hier ausschließlich um die Abschlussprüferleistungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wir verweisen auf den in 2024 geschlossenen Gewinnabführungsvertrag und auf unsere obigen Aussagen zur Rückzahlung des Bankdarlehens hin.

Nach dem Bilanzstichtag sind darüber hinaus keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

München, den 22. September 2025

BRANDSTOCK IP Solutions GmbH

Jan Fischer

Moritz Wurfbaum

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Anschaffungs-, Herstellkosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.237 0 71.237 0
71.237 0 71.237 0
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.484 0 768 716
1.484 0 768 716
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.212 0 0 19.212
2. Genossenschaftsanteile 765 0 0 765
19.977 0 0 19.977
92.698 0 72.005 20.693
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Zugänge Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.224 13 71.237 0
71.224 13 71.237 0
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 679 566 768 477
679 566 768 477
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0
0 0 0 0
71.903 579 72.005 477
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 13
0 13
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 239 805
239 805
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.212 19.212
2. Genossenschaftsanteile 765 765
19.977 19.977
20.216 20.795

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

I. Die Unternehmen der BRANDSTOCK Gruppe

II. Wirtschaftsbericht

III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

I. Die Unternehmen der BRANDSTOCK Gruppe

Die aktuelle Unternehmensstruktur der BRANDSTOCK Gruppe umfasst die folgenden Unternehmen:

BRANDSTOCK Services GmbH (vormals BRANDSTOCK Services AG), München

BRANDSTOCK IP Solutions GmbH, München

BRANDSTOCK Legal Switzerland GmbH, Zug (Schweiz)

BRANDSTOCK Services d.o.o., Ljubljana (Slowenien)

Die folgenden Unternehmen wurden mit Verschmelzungsvertrag vom 24. Februar 2023 rückwirkend zum 1. Januar 2023 auf die BRANDSTOCK Services verschmolzen:

Brandstock Domains GmbH, München

Brandstock Valuation GmbH, München

Brandstock Patent Annuities GmbH, München

Die Firma Brandstock Latin America SAS, Bogota (Kolumbien) wurde am 2. Juni 2023 liquidiert.

Die Unternehmensgruppe hat ihren Ursprung in einer 1993 in München gegründeten Rechtsanwaltskanzlei für gewerbliche Schutzrechte. Mit deutlich über einhundert Mitarbeitern, beschäftigt in vier Unternehmen, gehören wir zu den Allround-Anbietern im Segment „Intellectual Property Management“. Wir vereinen die gesamte Palette der Dienstleistungen eines Service Providers für geistiges Eigentum.

BRANDSTOCK IP Solutions GmbH (im Folgenden: BRANDSTOCK IP Solutions) bietet seinen Kunden drei Arten von Dienstleistungen:

Projekte zur Markenanmeldung: Dieser Service besteht darin, in einem begrenzten Zeitraum eine große Anzahl von Marken in mehreren Ländern anzumelden.

Vollständiges Portfoliomanagement: Dieser Service besteht darin, seinen Kunden alle Arten von Markendienstleistungen (Markenerneuerungen, Markenumschreibungen, Markenanmeldungen, Recherchen, Überwachungen) in Form eines Dienstleistungspakets anzubieten.

Verschiedene Beratungsleistungen im Markenbereich.

BRANDSTOCK IP Solutions, als ein wesentlicher Teil dieser Unternehmensgruppe, bietet weltweit Dienstleistungen im Markenbereich. Zu unseren Kunden gehören einige der weltweit größten Unternehmen.

Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum innerhalb der Unternehmensgruppe hinzuwirken. Dabei streben wir die stetige Festigung und den Ausbau unserer Marktposition an.

Im September 2019 hat die Questel SAS mit Sitz in Paris/Frankreich („Questel“) - mithin ein strategischer Investor - die Mehrheit der Anteile an der BRANDSTOCK IP Solutions übernommen. Seit 2021 hält die Questel Germany Holding GmbH, München, 100% der Anteile an der BRANDSTOCK IP Solutions.

II. Wirtschaftsbericht

Als globaler IP-Dienstleister schenken wir der Entwicklung der Weltwirtschaft besondere Aufmerksamkeit. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 3,1 %. Im Vorjahr wuchs die Weltwirtschaft um 3,5 % im Vergleich zu 2021. Die Veränderung des BIP in den für uns relevanten Ländern/Regionen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:

Bruttoinlandsprodukt in % zum Vorjahr

2022 2023
Welt 3,5 3,1
entwickelte Staaten 2,6 1,6
Vereinigte Staaten 1,9 2,5
Eurozone 3,4 0,5
Deutschland 1,8 -0,3

Quelle: IWF World Economic Outlook Update, Januar 2024 und Juli 2023

Basierend auf den neuesten verfügbaren Zahlen ist die Zahl der weltweiten Markenanmeldungen im Jahr 2023 zurückgegangen. Statistiken der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) zeigen einen negativen Trend von 2 % im Vergleich zu 2022. Der Rückgang der Markenanmeldungen könnte eine Rückkehr zu normalen Anmeldezahlen widerspiegeln, nachdem die Zahl der Anmeldungen im Jahr 2020 aufgrund des Auftretens der COVID-19-Pandemie stark angestiegen war.

Die Zahl der weltweit aktiven Marken nimmt jedoch stetig zu. Wie die WIPO in ihren "WIPO IP Facts and Figures 2024" berichtet, waren im Jahr 2023 weltweit rund 87,8 Millionen Marken in Kraft, was einem Anstieg von 6,4 % entspricht.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung steuert die Gesellschaft unter Verwendung von finanziellen Leistungsindikatoren. Zur Steuerung werden wie im Vorjahr Umsatz, Jahresüberschuss vor Verlustübernahme und EBITDA (Jahresüberschuss vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) herangezogen.

Ertragslage

Im Jahr 2023 verzeichnete das Unternehmen im Vergleich zu 2022 eine negative Entwicklung. Der Umsatz des Unternehmens stieg von 14,5 Mio. EUR auf 15,9 Mio. EUR, wohingegen die Kosten überproportional zum Umsatz stiegen. Aufgrund der schwierigen Marktsituation geriet das Unternehmen unter Preisdruck und hatte ein niedrigeres Margenniveau. Es erhöhte auch seine Betriebskosten, da es seine Finanz- und Betriebsprozesse neu aufbauen musste. Infolgedessen war das EBITDA mit TEUR 430 negativ (Vorjahr: negatives EBITDA von TEUR 418). Diese negative Entwicklung war erwartet worden und das Management ergreift Maßnahmen, um sie in den kommenden Jahren zu korrigieren.

Der Personalaufwand erhöhte sich von TEUR 1.564 auf TEUR 1.716. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Fixgehälter zurückzuführen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 13.154 (Vorjahr: TEUR 11.979) betreffen im Wesentlichen Honorare und Gebühren der von der Gesellschaft in den jeweiligen Ländern beauftragten Patent- und Rechtsanwälte für weltweite Markenumschreibungen, -verlängerungen und -recherchen sowie amtliche Abgaben an Markenämter weltweit. Ihr Anstieg ist vor allem auf die Umsatzsteigerung zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IT-Kosten in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 117), Raumkosten in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 156), Kosten für externe Subunternehmer und Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 956 (Vorjahr: TEUR 429), Gebühren in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 175) und Währungseffekte in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 200). Subunternehmer und Beratungsleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Unterstützung, die BRANDSTOCK IP Solutions von verschiedenen Questel-Einheiten erhält, und auf die Umsetzung von Projekten zur Verbesserung der Betriebsabläufe, die die Unterstützung externer Berater erfordern.

Da wir einen Großteil unserer Geschäfte außerhalb Deutschlands tätigen, sind wir regelmäßig Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Um diese möglichst gering zu halten, sind wir bestrebt, unsere Umsätze und bezogenen Leistungen, soweit möglich, in Euro zu fakturieren. Im Geschäftsjahr 2023 fielen Währungsgewinne in Höhe von TEUR 425 (Vorjahr: TEUR 34) deutlich höher aus als Währungsverluste in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 200).

Das EBITDA belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -430 und stellte damit eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr (TEUR -418) dar. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf den negativen Produkt- und Kundenmix und den Preisdruck zurückzuführen, der zu niedrigeren Margen führt, sowie auf höhere operative Aufwendungen, die zur Reorganisation mehrerer Prozesse im Unternehmen erforderlich sind.

Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 26) resultiert aus der Saldierung von Zinsaufwendungen für Bankdarlehen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 6) mit Zinserträgen in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 33).

Aufgrund der Veränderungen der dargestellten Aufwands- und Ertragspositionen ergibt sich ein Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 543). Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Beherrschungsvertrag mit der Muttergesellschaft Questel Germany Holding GmbH abgeschlossen, wodurch das Mutterunternehmen zur Verlustübernahme gesetzlich verpflichtet ist.

Im Jahr 2023 wurde keine Dividende ausgezahlt. Das Bilanzergebnis 2022 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich von 9,7 Mio. Euro zum 31. Dezember 2022 auf 9,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2023.

Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich auf TEUR 9.421 gegenüber TEUR 9.653 im Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 1.796. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Umsätze und verspätete Rechnungsstellungen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen, die zum Bilanzstichtag zu höheren offenen Forderungen führten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich um TEUR 3.567, im Wesentlichen aufgrund der Rückzahlung des an die BRANDSTOCK Services GmbH gewährten Darlehens über TEUR 2.000 sowie aufgrund der fristgerechteren Rechnungsstellung und der damit verbundenen Bezahlung von Rechnungen innerhalb der Unternehmensgruppe. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich um TEUR 780, im Wesentlichen aufgrund der Rückzahlung des oben genannten Darlehens.

Die Liquidität von BRANDSTOCK IP Solutions ist entscheidend, um kurzfristigen Verpflichtungen nachzukommen und die Betriebskontinuität sicherzustellen. Zwar können Vermögensgegenstände wie Außenstände in Bargeld umgewandelt werden, doch ist ein effektives Management durch Cashflow-Analysen unerlässlich, um Liquiditätsengpässe in Zeiten schwankender Umsätze zu vermeiden. Die Liquiditätsposition des Unternehmens unterstützt die finanzielle Stabilität und ermöglicht es dem Unternehmen, seinen Verpflichtungen nachzukommen und den Betrieb ohne Insolvenzrisiko fortzuführen. Diese finanzielle Basis ermöglicht es dem Unternehmen auch, Wachstum zu verfolgen.

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 772 (Vorjahr: TEUR 772).

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.730 fallen gegenüber dem Vorjahr (TEUR 5.518) im Wesentlichen aufgrund der reduzierten Rückstellung für fehlende Lieferantenrechnungen deutlich geringer aus. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Fremdrechnungen in Höhe von TEUR 2.392 (Vorjahr: TEUR 4.817), Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 121) sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 41). Alle Rückstellungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Der Rückgang der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Drittparteien hängt damit zusammen, dass es im Jahr 2022 aufgrund einer Umstrukturierung der Finanzabteilung zu Verzögerungen bei der Verbuchung von Lieferantenrechnungen kam und eine große Anzahl von Rechnungen nach dem Ende des Geschäftsjahres verbucht wurde. Im Jahr 2023 konnte ein Großteil dieser Verzögerungen aufgefangen und Rechnungen zeitgerechter verbucht werden. Wie aus den Positionen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ersichtlich ist, stieg gleichzeitig der Betrag der ausstehenden Rechnungen von Lieferanten in gleichbleibender Weise an.

Die Verbindlichkeiten stiegen insgesamt um TEUR 2.783 (TEUR 5.524 im Jahr 2023 gegenüber TEUR 2.741 im Vorjahr). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen deutlich von TEUR 471 im Jahr 2022 auf TEUR 3.024 im Jahr 2023 aus dem gleichen Grund wie im vorherigen Abschnitt erläutert. Die konzerninternen Verbindlichkeiten stiegen von TEUR 1.714 im Jahr 2022 auf TEUR 2.262 im Jahr 2023, hauptsächlich aufgrund der Zunahme der von den Konzerngesellschaften an Brandstock IP Solutions in Rechnung gestellten Dienstleistungen.

Die unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen verringerten sich aufgrund der zeitlichen Abfolge der Genehmigungsvorhaben von TEUR 642 auf TEUR 415.

Zum 31. Dezember 2023 hat das Unternehmen eine bestehende Kreditvereinbarung nicht eingehalten. Das Unternehmen hat sich daher mit der kreditgebenden Bank darauf geeinigt, den Kredit mit Wirkung zum 1. März 2024 vollständig zurückzuzahlen.

Die Lage der BRANDSTOCK IP Solutions wird angesichts eines durchwachsenen Geschäftsjahres als gemischt bewertet. Insgesamt zeigt die Gesellschaft eine ausgeprägte Resilienz, auch wenn die finanziellen Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückblieben. Das Management ist bestrebt, durch strategische Anpassungen und operative Verbesserungen die Geschäftsaussichten für das kommende Jahr zu stärken.

III. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Es bestehen sowohl Risiken aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage als auch aufgrund von allgemeinen Entwicklungen auf dem Markt für Schutzrechte. Darüber hinaus bestehen unternehmensspezifische Risiken und Chancen. Die Erfassung der Risiken berücksichtigt einen Beobachtungszeitraum von zwei Jahren und erfolgt unter Berücksichtigung bestimmter Schwellenwerte sowohl brutto, d. h. vor der Durchführung von Gegenmaßnahmen als auch netto, d. h. nach der Durchführung der Gegenmaßnahmen. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für das Unternehmen aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen in drei Risikokategorien eingestuft („hoch“, „mittel“, „gering“).

Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko resultiert aus direkten oder indirekten Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen und Systemen entstehen oder durch externe Ereignisse und rechtliche Risiken eintreten können. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, bemüht sich die BRANDSTOCK IP Solutions, um eine fortlaufende Analyse der Prozesse sowie deren kontinuierliche Verbesserung. Darüber hinaus ist das Unternehmen im Rahmen der Questel-Gruppe bei mehreren Versicherungsgesellschaften in die Verträge einbezogen. Wir schätzen das Risiko als mittel ein.

Im Wesentlichen wickeln wir Aufträge zu Festpreisen ab. Durch Kostensteigerungen infolge von erhöhten Amtsgebühren oder der Anwaltskosten kann es zu einer Verfehlung der ursprünglich kalkulierten Kosten kommen, was zu nicht geplanten Verlusten führen kann. Wir schätzen das Risiko als mittel ein.

Personalrisiken

Der Erfolg unseres Unternehmens hängt maßgeblich von unseren Mitarbeitern ab. Besondere Bedeutung kommt hierbei einigen Personen in Schlüsselfunktionen zu. Sofern es uns nicht gelingt, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu adäquaten Kosten zu finden und zu binden, könnten das weitere Wachstum und der Erfolg beeinträchtigt werden. Wir schätzen dieses Risiko als gering ein.

Risiken in Forderungen

Risiken aufgrund von Forderungsausfällen bestanden bisher nur in geringem Maße. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen und eine ständige Analyse der Altersstrukturliste sowie regelmäßige Mahnläufe tragen diesem Risiko Rechnung. Das Risiko sehen wir ca. in Höhe von TEUR 500. Nach der Umstrukturierung der Forderungsmanagement wurde 2023 ein neues Team eingestellt, dass sich stärker auf dieses Thema konzentriert und das Risiko verringern soll. Wir schätzen dieses Risiko als gering ein.

Währungsrisiken

Wir sind bemüht Währungsrisiken insoweit auszuschließen, als wir soweit wie möglich in Euro fakturieren und unsere Leistungen auch in Euro beziehen. In Ausnahmefällen fakturieren wir auch in USD. In solchen Ausnahmefällen wird Teil des Währungsrisikos auf unsere Lieferanten verlagert. Wir schätzen dieses Risiko als mittel ein.

Chancen

Die Gesellschaft sieht eine Neigung, dass Großkonzerne vermehrt zumindest Teile ihres IP- Geschäfts auf spezialisierte Dienstleister übertragen. Hiervon sollte auch die BRANDSTOCK IP Solutions als IP-Dienstleister profitieren und sich in Zukunft auch weitere Wachstumspotenziale erschließen können.

Zur besseren Erschließung dieser Potenziale werden wir unsere Anstrengungen im Bereich Vertrieb und Marketing in den kommenden Jahren weiter erhöhen und in diesen Bereichen auch verstärkt investieren. Wir rechnen damit, dass sich aus der Zusammenarbeit mit der Questel erhebliche Synergien im Vertrieb ergeben werden. Die Chance besteht hierbei insbesondere durch eine breite internationale Aufstellung der Vertriebsmannschaft von Questel, womit zukünftig alle wirtschaftlich relevanten Regionen - u.a. auch in Asien - abgedeckt werden. Wir sehen ein hohes Potenzial für eine bessere Marktpositionierung in der Zukunft.

Wir sehen es als eine unserer Stärken, dass wir uns gut auf die jeweiligen Bedürfnisse unserer Kunden einstellen und wir sowohl schnell als auch flexibel auf deren Wünsche reagieren können. Allerdings müssen wir andererseits auch sehr darauf achten, dass wir infolgedessen nicht zu sehr auf individuelle Lösungen setzen, worunter letztendlich unsere Produktivität und somit das Ergebnis leiden würden.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die Risiken- und Chancensituation gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert hat. Die Gesellschaft hat zwar im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag erwirtschaftet, allerdings wurden bereits Maßnahmen eingeleitet, die Kosteneinsparungen nach sich ziehen.

Prognosebericht

Wir sehen die Wettbewerbsfähigkeit der BRANDSTOCK IP Solutions nach wie vor gegeben. Allerdings sehen wir auch, dass sich der IP-Markt in einer Konsolidierungsphase befindet. Viele unserer Wettbewerber sind in den letzten Jahren von Finanzinvestoren oder größeren Playern im Markt übernommen worden.

Unser Hauptaugenmerk richtet sich auf die kontinuierliche Steigerung der Produktivität in den operativen Einheiten, aber auch in den Bereichen Finanzen und Administration. Unser Ziel ist es, sowohl die internen Prozesse als auch die IT zu optimieren, um die Effizienz kontinuierlich zu steigern und somit eine höhere Skalierbarkeit zu erreichen.

Der vorläufige, ungeprüfte Umsatz in 2024 stieg im Vergleich zu 2023 um 13 %. Das vorläufige ungeprüfte EBITDA beträgt -1,0 Mio. EUR und das Jahresergebnis vor Verlustausgleich -1,0 Mio. EUR. Für 2025 erwarten wir erneut ein Umsatzwachstum von rund 10 %, ein positives EBITDA sowie einen Jahresüberschuss von etwa 0,6 Mio. EUR.

Bei den im Lagebericht getroffenen Prognosen und sonstigen Aussagen handelt es sich um Annahmen und Erwartungen der Gesellschaft im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung. Die tatsächliche Entwicklung kann von diesen Annahmen und Erwartungen, u.a. aufgrund von Veränderungen des Marktumfeldes, des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes oder der Branche, abweichen.

 

München, den 22. September 2025

BRANDSTOCK IP Solutions GmbH

Jan Fischer

Moritz Wurfbaum

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